Schiller Internet Holding UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Goemann seit 28.5.2018 | Geschäftsführer |
Viktor Dr. Faller seit 28.5.2018 | Prokura |
Peter Huber seit 28.5.2018 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Karl Winterhalter GmbH & Co. KG.MeckenbeurenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für 2022I. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Branchen- und Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Der Winterhalter Konzern ist ein inhabergeführtes Unternehmen und Anbieter von Systemlösungen für sauberes Geschirr, Besteck, Gläser, Töpfe und Pfannen im professionellen Umfeld. Als einer der führenden Anbieter von gewerblichen Spülsystemen agieren wir in einem internationalen Umfeld. 2022 war für die Weltwirtschaft eher ein durchwachsenes Jahr. Das weltwirtschaftliche Wachstum fiel deutlich geringer aus als im Vorjahr. Für das abgelaufene Wirtschaftsjahr schätzt der Internationale Währungsfonds das Wachstum der Weltwirtschaft auf 3,4 %. Für die Industrieländer gehen die IWF-Experten von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von ca. 2,7 % aus. Die Schwellenländer verzeichneten laut IWF einen Anstieg ihrer Wirtschaftsleistung um 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Berichtsjahr zeigte unsere Währung zwei unterschiedliche Gesichter. Im ersten Halbjahr hat der Euro gegenüber zahlreichen Währungen aufgewertet. In der zweiten Jahreshälfte drehte sich der Trend mit der Folge, dass der Euro gegenüber verschiedenen Währungen tendenziell niedriger lag als zur Jahresmitte. Unterm Strich war diese Entwicklung für uns negativ. Wie den Geschäftszahlen des Berichtsjahrs zu entnehmen ist, erzielten wir vor Konsolidierung einen Währungsverlust. Nach Abschluss der Konsolidierungsmaßnahmen weisen wir auf Konzernebne einen leichten Währungsgewinn aus. Nachdem die coronabedingten Maßnahmen zu Beginn des Geschäftsjahrs weitestgehend überwunden waren, wurde die Großküchenbranche mit anderen Herausforderungen konfrontiert. Der durch Corona zeitweise kaschierte Personalmangel kam wieder massiv zum Vorschein. Energie- und Rohstoffkosten erreichten nach Ausbruch des Kriegs in der Ukraine Höchstwerte, die vorher kaum jemand für möglich hielt. Limitierte Öffnungszeiten, deutliche Preissteigerungen und eingeschränkter Service waren einige der Maßnahmen, mit dem die Großküchenbranche versuchte diesen Trends entgegenzuwirken. Fiskal- und geldpolitisch hat das Jahr 2022 direkt an das Vorjahr angeknüpft. Niedrige Zinsen und umfangreiche staatliche Unterstützungsmaßnehmen in zahlreichen Ländern, u.a. für Investitionen in neue Technologien und zur Reduzierung der Energiepreise, halfen unseren Kunden die neuen Herausforderungen besser zu bewältigen. Auch im Jahr 2022 herrschte alles andere als Normalität an den Rohstoff- und Beschaffungsmärkten. Mit dem Ausbruch des Krieges in Europa kannten die Rohstoffpreise nur noch eine Richtung. Steigende Beschaffungspreise kennzeichneten nahezu das gesamte Geschäftsjahr und haben sich auch bei uns deutlich in den Materialkosten bemerkbar gemacht. Einen Teil der Preissteigerungen konnten wir über zum Jahresbeginn abgeschlossene Einkaufsvereinbarungen abfedern. Die Lieferkettenengpässe gingen im Jahresverlauf deutlich zurück. Allerdings war die Liefersituation auch am Jahresende immer noch angespannter als zu Vorcoronazeiten. Unsere Geschäftslage im Jahr 2022 war durch mehrere Entwicklungen geprägt. Staatliche Förderungsmaßnahmen und Engpässe in den Lieferketten führten zu sehr hohen Auftragseingängen im Jahr 2021, wovon wir einen signifikanten Anteil erst im Jahr 2022 abarbeiten und ausliefern konnten. In manchen Ländern wurden Investitionen in neue Technologien in der Großküchenbranche auch im Jahr 2022 noch massiv gefördert. Die stark gestiegenen Rohstoff- und Materialpreise zwangen uns dazu, unsere Abnahmepreise im Jahresverlauf deutlich zu erhöhen, was von unseren Kunden überwiegend akzeptiert wurde. Alle diese Punkte haben unseren Umsatz im Berichtsjahr nachdrücklich beeinflusst. Wir verzeichneten in vielen unserer Absatzmärkte starke Umsatzzuwächse, oftmals deutlich im zweistelligen Prozentbereich. Unsere konservative, pragmatische Unternehmenspolitik, gekennzeichnet u.a. durch äußerst solide Finanzen sowie eine sehr dynamische operative Unternehmenssteuerung, führte auch im abgelaufenen Jahr zu einem erfolgreichen Geschäftsverlauf. Im Kontext der schwierigen Rahmenbedingungen im Jahresverlauf und den starken Rohstoff- und Materialpreissteigerungen sind wir mit der Geschäftsentwicklung 2022 zufrieden. Ertragslage Der Umsatzanstieg im Berichtsjahr betrug 87,1 Mio. € oder 23,6 %. Der im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Umsatz betrug 456,2 Mio. €, dem ein Vorjahreswert von 369,1 Mio. € gegenüber steht. Der Umsatzanstieg ist sowohl auf gestiegene Absatzmengen in mehreren von uns belieferten Märkten als auch auf deutlich gestiegene Verkaufspreise zurückzuführen. Die Rohertragsmarge konnte wie im Vorjahr auf einem hohen Niveau von 70,7 % gehalten werden. Die im Jahresverlauf stark gestiegenen Rohstoffpreise haben die Materialeinsatzquote im Vorjahresvergleich signifikant erhöht. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Materialeinsatzquote betrug 31,0 %, der ein Vergleichswert aus dem Vorjahr in Höhe von rund 28,7 % gegenübersteht. Wesentlicher Grund hierfür sind die massiven unterjährigen Preiserhöhungen bei zahlreichen von uns direkt oder indirekt bezogenen Rohstoffen und Fertigprodukten. Der Wegfall der Kurzarbeit und hohe Rückstellungen für erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile im Vorjahresvergleich sind u.a. die Gründe für den deutlichen Anstieg der Personalaufwendungen auf 133,4 Mio. € oder 24,3 %. Die Personalaufwandsquote hat sich trotz des Anstieges kaum verändert, ist leicht von 29,2 % auf 28,5 % gesunken. Die im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,1 Mio. € geringeren sonstigen betrieblichen Erträge ergaben sich im Wesentlichen aufgrund eines Sondereffekts aus 2021. Im Vorjahr wurde im Abschluss der türkischen Gesellschaft eine lokale steuerliche Neubewertung in Höhe von 3,3 Mio. € vorgenommen, die auf Konzernebene beibehalten wurde. Im Gegensatz zu den sonstigen Erträgen sind die betriebsfremden Erträge um rund 2,9 Mio. € gestiegen, dies ist im Wesentlichen auf höheren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen, größeren Währungsgewinnen und den erzielten Erträgen aus Rohstoffabsicherungsgeschäften zurückzuführen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren die Betriebsaufwendungen in etwa auf dem Vorjahresniveau, wohingegen alle anderen Auf-wendungsarten zwischen 25 % und 57 % über dem Vorjahresniveau lagen. Das erklärt den hohen Anstieg dieser Aufwendungen um 17,7 Mio. € oder 32,4 %. Das EBIT ist im Vergleich zum Vorjahr um 15 Mio. € oder 15,2 % von 98,8 Mio. auf 113,8 Mio. € gestiegen. Das Finanzergebnis hat sich geringfügig 67 T€ auf -436 T€ im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Der Konzernjahresüberschuss (inklusive Anteile anderer Gesellschafter) beträgt 82,8 Mio. € und liegt damit um 9,6 Mio. € höher als im Vorjahr. Vermögens- und Finanzlage Im abgelaufenen Jahr konnte ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 72,8 Mio. € erwirtschaftet werden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt 34,4 Mio. € und beinhaltet Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 32,3 Mio. €. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 7,1 Mio. €. Zum Ende des Berichtsjahres ist die Bilanzsumme von 606,2 Mio. € auf 685,7 Mio. €, d. h. um 13,1 % gestiegen. Der Anstieg auf der Aktivseite betrifft im Wesentlichen das Bankguthaben sowie die Vorräte und Forderungen. Auf der Passivseite zeigt sich der Anstieg im Eigenkapital und den sonstigen Verbindlichkeiten. Das Eigenkapital ist in fast ähnlichem Maße wie die Bilanzsumme um 14,6 % von 500,2 Mio. € auf 573,3 Mio. € gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt nun 83,6 % (Vorjahr 82,5 %) und bleibt auf hohem Niveau. Insgesamt ist die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage unseres Konzerns somit weiterhin als sehr positiv zu beurteilen. Vorhersage-Ist-Vergleich Für das Geschäftsjahr 2022 hatten wir einen leicht steigenden Umsatz bei zurückgehendem Rohertrag und EBIT erwartet. Diese Prognose hat sich als zu konservativ herausgestellt. Die Geschäftszahlen des Jahr 2022 liegen deutlich über unseren Erwartungen. Die erfolgreiche Weitergabe der stark gestiegenen Beschaffungspreise an unsere Absatzmärkte spiegelt sich in unseren Jahresabschlusszahlen wider. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft verwendet zur internen Steuerung folgende bedeutsamste finanziellen Leistungsindikatoren, die regelmäßig im Kreis der Geschäftsleitung sowie gegenüber den Gesellschaftern kommuniziert werden und deren Entwicklung analysiert wird. Hierzu zählen aufgrund des Geschäftsmodells die erzielten Umsatzerlöse sowie der Rohertrag und das EBIT. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir legen einen sehr hohen Wert auf qualifiziertes Personal, um damit unserem und dem hohen Anspruch unserer Kunden in Bezug auf Produkt- und Servicequalität gerecht zu werden. Wir investieren permanent überdurchschnittlich in die Ausbildung und kontinuierliche Fortbildung unserer Mitarbeiter, da trotz der andauernden Krisensituation in zahlreichen Teilbereichen des Arbeitsmarktes nach wie vor nicht genügend qualifiziertes Personal verfügbar ist. Vor die-sem Hintergrund unternehmen wir weiterhin große Anstrengungen im Bereich Human Resources, um diesen marktseitigen Herausforderungen auch künftig erfolgreich zu begegnen. Mitarbeiter Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt 1.920 (Vorjahr 1.837) Mitarbeiter beschäftigt. Darin sind 33 Auszubildende enthalten (Vorjahr 30). Risikobeurteilung 2022 Als international agierender Konzern sind wir unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Um unsere langfristigen Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg fortwährend sicherzustellen, ist es notwendig, die Risiken frühzeitig zu identifizieren, ihre Ursachen und Konsequenzen festzustellen und durch zweckmäßige Maßnahmen nachhaltig zu vermeiden oder zu begrenzen. Das Risikomanagement ist bei uns in das bestehende Instrumentarium zur Unternehmensführung integriert und die Verantwortlichkeiten sind eindeutig geregelt. Damit können die potenziellen Risiken, die in unserem Einfluss- und Beobachtungsbereich liegen, frühzeitig erkannt werden. Generell halten wir die vorhandenen Risiken unter Berücksichtigung unserer Prozesse, Strukturen, Organisation sowie unserer außergewöhnlich soliden Bilanzstruktur sowohl einzeln als auch in ihrer Wechselwirkung für beherrschbar und sehen sie nicht als bestandsgefährdend an. Wesentliche Bestandteile unseres Risikomanagementsystems sind:
Zusätzlich zum Risikomanagement sind das kontinuierliche Sensibilisieren der Mitarbeiter für Risiken und Chancen sowie das stark ausgeprägte unternehmerische Denken der Mitarbeiter mit Führungsfunktion entscheidende Erfolgsfaktoren. Vor diesem Hintergrund erachten wir die nachfolgenden Risiken als Schwerpunkte des Risikomanagements: Gesamtwirtschaftliche Risiken Das weltweite Marktumfeld von Winterhalter ist durch allgemeine konjunkturelle Risiken geprägt. Vergangene Rezessionen haben gezeigt, dass sich als Folge einer internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise sehr viele Absatzmärkte gleichzeitig negativ entwickeln können und dann auch ein Risiko für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gegeben ist. Aufgrund unserer starken Marktposition und unserer auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Produkte gehen wir davon aus, dass sich konjunkturelle Schwankungen und Risiken auf unser Geschäft, verglichen mit dem Gesamtmarkt, weniger stark auswirken. Unsere internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte auf sehr vielen Märkten der Welt anbieten, geben uns die Flexibilität zum Ausgleich regional unterschiedlicher Entwicklungen. Vor dem Hintergrund der letzten Weltwirtschaftskrise und der fragilen konjunkturellen Situation der Weltwirtschaft und insbesondere in unserem Heimatmarkt Europa versuchen wir ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und Flexibilität aufrechtzuerhalten. Auf denkbare gesamtwirtschaftliche Einbrüche sind wir mit einer sehr vorsichtigen Liquiditätssteuerung und -haltung vorbereitet. Naturkatastrophen und politische Risiken Politische Krisen und Naturkatastrophen können den Absatz unserer Produkte in den betroffenen Ländern erheblich beeinträchtigen. Aufgrund der weltweiten Streuung unseres Geschäfts reduziert sich die Wirkung einzelner Risiken signifikant. Einfuhrbeschränkungen, die als Folge von politischer Instabilität in Schwellenländern denkbar sind, stellen für uns ein geringes Risiko dar, da unsere Umsätze zum größten Teil in den EU- und EWR-Staaten erzielt werden. Gleiches gilt für Sanktionen, wie sie im Berichtsjahr zum Beispiel infolge des Kriegs in Osteuropa verabschiedet wurden. Die Einstellung unseres Geschäfts in der Kriegsregion hat unsere wirtschaftliche Lage nicht merkbar beeinflusst. Rohstoffpreise und Beschaffungsrisiken Wir sind als produzierendes Unternehmen von der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise betroffen, was zu schwankenden Material- und Produktionskosten führt. Für die Herstellung unserer Produkte ist der Edelstahlpreis, der sich aus Grundpreis und Legierungszuschlag zusammensetzt, von eminenter Bedeutung. Wir beobachten die Rohstoffmärkte sehr intensiv und versuchen teilweise durch längere Verträge mit Lieferanten das Herstellungskostenrisiko zu reduzieren. Mitunter schließen wir auch als Teil unseres Risikomanagements Termingeschäfte ab, um die Auswirkungen langfristiger Preissteigerungstrends, wie sie derzeit bei zahlreichen Rohstoffen zu beobachten sind, auf unser Geschäftsergebnis abzumildern. Im Geschäftsbereich Verbrauchsgüter werden die Beschaffungskosten stark von den Preisen diverser Phosphate und ähnlichen Rohstoffen determiniert, die hohen Preisschwankungen unterliegen. Mit einer kontinuierlichen Produktverbesserung wird versucht, ein Anstieg der Rohstoffpreise zumindest teilweise zu kompensieren. Im Rahmen unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir intensiv und partnerschaftlich mit unseren wichtigsten Lieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Die enge Zusammenarbeit führt zu kontinuierlicher Verbesserung der zu beschaffenden Teile, hat aber auch Abhängigkeiten zur Folge, sodass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Wir sind uns dieses Risikos bewusst und beobachten daher die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten intensiv. Trotz dieses Risikos überwiegen für uns die Vorteile dieser Strategie, da sie nicht zuletzt auch dem Schutz unseres technologischen Vorsprungs dient. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben zu Materialbeschaffungsproblemen in bisher unbekanntem Ausmaß geführt. Das Risiko einer Produktionsunterbrechung infolge fehlenden Materials schätzen wir seither als wahrscheinlich und aufgrund der gravierenden Auswirkungen als wesentlich ein. Der Ausbruch des Kriegs in der Ukraine hatte innerhalb kurzer Zeit massive Rohstoff- und Energiepreissteigerungen zur Folge. Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass es unsere Marktposition erlaubt, diese Kostensteigerungen ganz oder teilweise an den Markt weiterzureichen. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Preisänderungsrisiken wird durch Rahmenverträge mit Lieferanten begegnet. Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden durch ein internes Kreditmanagementsystem sowie durch ein umfangreiches Forderungsmanagement minimiert. Währungsrisiko und Sicherungsgeschäfte Große Teile des Exportumsatzes außerhalb des Euro-Raumes werden zu festen Wechselkursen abgewickelt. Aufwertungen des Euros im Verhältnis zu anderen Währungen wirken sich dabei tendenziell negativ aus. Zur Absicherung der eingehenden Fremdwährungszahlungen werden deshalb vereinzelt Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die Zusammenarbeit erfolgt dabei mit bonitätsstarken Finanzinstitutionen. Allerdings kann unser Risikomanagement die Auswirkungen einer mittel- und langfristig anhaltenden Aufwertung des Euros gegenüber einzelnen Währungen nur verzögern, aber nicht vermeiden. Prozess- und Rechtsrisiken Sofern erforderlich, arbeiten wir entweder präventiv oder aktuell mit externen Experten zusammen, um diese Risiken zu minimieren. Operationelle Risiken Hierbei handelt es sich um Gefahren von Verlusten infolge des Versagens von Verfahren, Mitarbeitern, Systemen oder infolge externer Ereignisse. Die organisatorische Plattform für ein ganzheitliches Risikomanagement bilden die Abteilungen Organisationsmanagement und Qualitätsmanagement, die sämtliche Prozesse aktuell dokumentieren, sowie eine regelmäßige Überarbeitung der vorhandenen Prozesse vornehmen, die in strukturellen oder organisatorischen Verbesserungen von Prozessabläufen münden. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind:
Pandemische Risiken Pandemien, die sich mehr oder weniger gleichzeitig in der ganzen Welt ver-breiten und einen monatelangen, zum Teil politisch erzwungenen Stillstand der Weltwirtschaft verursachen, können die Existenz der Firma gefährden. Mit unserer weit überdurchschnittlichen Liquiditätshaltung und dem Verzicht auf externe Fremdfinanzierung sehen wir uns auch für diesen Fall gut gerüstet. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind die Lieferketten fragil und werden überwacht. Gleiches gilt auch für die Liefer-Logistik. Ein temporärer Produktionsausfall mangels Materials kann immer noch nicht ausgeschlossen werden. Risiken in Bezug auf die Liquidität sind aufgrund der überdurchschnittlichen Ausstattung der Gesellschaft und der Winterhalter-Gruppe mit flüssigen Mitteln nicht zu erwarten. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass derzeit und auf Sicht zwar sehr signifikante aber keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Chancenbericht Chancen sehen wir im weiteren Ausbau unserer nationalen und internationalen Marktstellung. Als Familienunternehmen in der dritten Generation kümmern wir uns ums Spülen. Wir stehen für professionelle Lösungen im Bereich der gewerblichen Spültechnik inklusive Wasseraufbereitung und Spülchemie - für Qualität und Zuverlässigkeit - einem Versprechen, dem wir uns unseren Kun-den und potenziellen Kunden jeden Tag stellen wollen. In sehr vielen Regionen, insbesondere außerhalb von West- und Mitteleuropa sowie Nordamerika, ist die Verbreitung des gewerblichen Spülens noch äußerst gering. Mit zunehmendem Wohlstand verliert das manuelle Spülen aus Kosten- und Hygienegründen an Attraktivität und wird professionellen Spülsystemen weichen. Daneben beeinflusst der Mega-Trend "Digitalisierung" auch den Markt der Spültechnik. Mit unseren innovativen Lösungen ebnen wir unseren Kunden den Weg in die digitale Zukunft. Ferner sehen wir in dem Angebot innovativer Finanzierungsmöglichkeiten Marktpotenziale. Mit unserem neuartigen Bezahlmodell "Pay per use" sind wir beispielsweise Vorreiter einer ganzen Branche. Die weitere Optimierung, Automatisierung und Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse steht im Fokus, um die Prozesskosten sowie die Durchlaufzei-ten ohne Qualitätsverlust weiter zu minimieren. II. Bereich Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit unseres Konzerns ist schwerpunktmäßig auf die Neuentwicklung von gewerblichen Spülsystemen inklusive Wasseraufbereitung und Spülchemie sowie auf die Weiterentwicklung und laufende technische Verbesserung unseres gesamten Vertriebsprogramms ausgerichtet. Mit diesen Aufgaben sind durchschnittlich 78 Mitarbeiter des Konzerns beschäftigt. III. Prognosebericht Der anhaltende Krieg in der Ukraine, die fragile weltwirtschaftliche Lage, die weltweit hohen Inflationsraten und die restriktive Politik einiger führender Notenbanken stellen den Rahmen dar für die Einschätzung der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2023. Die ungünstigen Rahmenbedingungen lassen nur eine sehr vorsichtige Prognose für das Jahr 2023 zu. Wir erwarten für das laufende Jahr einen konstanten bis leicht steigenden Umsatz. Die massiven Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite und bei den Löhnen werden ebenfalls ihre Spuren in unseren diesjährigen Geschäftszahlen hinterlassen. Rohertrag und EBIT erwarten wir sowohl absolut als auch relativ unter dem Vorjahr aber immer noch auf einem zufriedenstellenden Niveau. Vor allem durch die verstärkte Hinwendung zum maschinellen Spülen infolge des weltweit gestiegenen Hygienebewusstseins sowie dem zunehmendem Wohlstandsniveau in Schwellenländern stufen wir die wirtschaftliche und marktseitige Lage des Unternehmens mittel- und langfristig weiterhin als über-durchschnittlich gut ein. Engagierte, motivierte, kreative und loyale Mitarbeiter sind der wichtigste Baustein für die erfolgreiche Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr war unsere Mannschaft wieder mit vollem Elan und Tatendrang dabei, unser Unternehmen auf der Erfolgsspur zu halten. Dafür sagen wir allen Mitarbeitern ein recht herzliches Dankeschön.
Meckenbeuren, den 28. Juli 2023 Jürgen Winterhalter, Geschäftsführer Ralph Winterhalter, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2022
Konzernanhang für 2022I. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der Karl Winterhalter GmbH & Co. KG, Meckenbeuren für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Berücksichtigung der Regelungen des Gesellschaftsvertrags des Mutterunternehmens aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke im Anhang gemacht. Aufgrund von Rundungsdifferenzen kann es vereinzelt zu Abweichungen mit Bilanz und GuV kommen. II. Registerinformationen Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Karl Winterhalter GmbH & Co. KG mit Sitz in Meckenbeuren im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRA 630202 eingetragen. III. Konsolidierungskreis Stichtag für den Konzernabschluss ist der 31. Dezember 2022. Der Konsolidierungskreis besteht neben dem Mutterunternehmen aus zehn (Vj. neun) inländischen und 53 (Vj. 51) ausländischen Unternehmen. Einbezogen sind alle Unternehmen, die das Mutterunternehmen beherrscht, und für die § 296 Abs. 2 HGB nicht in Anspruch genommen wird. Der Konsolidierungskreis wurde um die im Geschäftsjahr 2022 gegründeten Gesellschaften Winterhalter Product & Production GmbH, Meckenbeuren, Winterhalter Facility Management N.V., Vilvoorde/Belgien, Winterhalter Proprieta Italia S.R.L., Cardano al Campo/Italien und Technology & Innovation Center Winterhalter S.L., Malaga/Spanien erweitert. Des Weiteren erfolgte in 2022 die Verschmelzung der Aktürk Kimya Sanayi ve Ticaret Ltd. Sirketi, Tuzla/Türkei auf die Aktürk Dis Ticaret Ltd. Sirketi, Bagcilar/Türkei. Die Änderungen des Konsolidierungskreises haben sich nur unwesentlich auf die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 mit dem Vorjahreskonzernabschluss ausgewirkt. Weiterhin nicht einbezogen wurden nach § 296 Abs. 2 HGB zwei (Vj. ein) Unternehmen, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. IV. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wird seit 1. Januar 2010 nach der Neubewertungsmethode (zuvor nach der Buchwertmethode) zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der Bilanzgewinn der Karl Winterhalter GmbH & Co. KG wird im Einzel- und Konzernabschluss in gleicher Höhe ausgewiesen. Die Verrechnung der erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen sowie der Ergebnisse der einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt über die Gewinnrücklagen des Konzerns. Ausleihungen und andere Forderungen sowie Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 303 Abs. 1 HGB eliminiert. Die sich hierbei ergebenden Währungsdifferenzen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr resultierenden Zwischenergebnisse wurden eliminiert. Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Die auf erfolgswirksame Konsolidierungsvorgänge entfallenden latenten Steuern wurden abgegrenzt (Steuersatz 28 %; Vj. 28 %). V. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Karl Winterhalter GmbH & Co. KG einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert zum Vorjahr erstellt. Die erworbenen immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (von 3 bis 33 Jahre) linear abgeschrieben. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder, bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die geleisteten Anzahlungen werden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen neben den Fertigungseinzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren werden mit durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Risiken der mangelnden Gängigkeit werden durch entsprechende Abschläge berücksichtigt. Gängigkeitsabschläge werden unter Zugrundelegung der Lagerdauer festgelegt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Sämtliche erkennbaren Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die liquiden Mittel (Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten) sind mit den Nominalbeträgen angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Method" unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Es wurde ein Gehaltstrend von 3,3 % p. a. (Vj. 2,5 % p. a.), ein Rententrend von 2,00 % p.a. (Vj. 1,75 % p.a.) sowie eine Fluktuationsrate von durchschnittlich 2,6 % p.a. (Vj. 2,0 % p. a.) zugrunde gelegt. Der Rechnungszins wurde mit dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregelung gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) ermittelten Wert von 1,78 % (Vj. 1,87 %) angesetzt. Für mittelbare Pensionsverpflichtungen wurden in Ausübung des Wahlrechts des Art. 28 Abs. 1 EGHGB keine Rückstellungen gebildet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Zinssätzen entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten passiv abgegrenzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Sich aus den Einzelabschlüssen per Saldo ergebende aktive latente Steuern werden nicht angesetzt. Darüber hinaus werden Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. VI. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bzw. mit dem Sicherungskurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in diesem Anhang ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Die Bilanzposten der einbezogenen Gesellschaften - mit Ausnahme des Eigenkapitals - wurden mit den Stichtagskursen, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Durchschnittskursen umgerechnet. Das gezeichnete Kapital, die in den Vorjahren dotierten Rücklagen sowie der Gewinn- bzw. Verlustvortrag wurden mit dem historischen Kurs umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebende Veränderung des Eigenkapitals im Vergleich zum Vorjahr und die sonstigen Währungsdifferenzen wurden, mit Ausnahme der Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung, erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Infolge der Umrechnung mit den Stichtagskursen ergeben sich bei der Entwicklung des Anlagenspiegels Umrechnungsdifferenzen, die im Anlagenspiegel separat gezeigt werden. VII. Erläuterung zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens des Konzerns und die Aufstellung unseres Anteilsbesitzes sind aus den gesonderten Übersichten "Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2022" und "Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2022" ersichtlich. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über vier bis fünfzehn Jahre linear abgeschrieben. Diese Nutzungsdauern sind zum einen durch den Lebenszyklus der Produkte und zum anderen durch die wesentliche Geschäftsbeziehung zu bestimmten Kunden und Lieferanten begründet. Anteile an Investmentvermögen Der Konzern verfügt über mehr als 10 % der Anteile an ausländischem Investmentvermögen. Die Informationen zu diesen Anteilen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 18 HGB sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen aus Warenlieferungen sowie dem laufenden Verrechnungsverkehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere kurzfristige Darlehen in Höhe von T€ 7.942, davon gegenüber Gesellschafter in Höhe von T€ 6.616, geleistete Anzahlungen, Forderungen gegen das Finanzamt sowie debitorische Kreditoren. Bewertungseinheit Die Bewertungseinheit wurde zwischen konzerninternen Grundgeschäften und Sicherungsgeschäften in Form von derivativen Finanzinstrumenten gemäß den Vorgaben des DRS 25 nach der Einfrierungsmethode gebildet. Zur Absicherung von Währungsrisiken bei Fremdwährungsforderungen wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften mit einem Gesamtvolumen von T€ 12.601 eingesetzt. Die Devisentermingeschäfte und die Fremdwährungsforderungen wurden jeweils zu einer Bewertungseinheit in Form von Portfolio Hedges zusammengefasst. Infolgedessen waren zum Bilanzstichtag hierfür keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Unsicherheiten in den Zahlungsströmen bestehen aufgrund der fixen Devisenterminkurse nicht. Latente Steuern Die im Konzernabschluss ausgewiesenen latenten Steuern von T€ 7.210 (Vj. T€ 5.388) betreffen passive latente Steuern aus Einzelbilanzen von T€ 2.109 (Vj. T€ 1.250) sowie aktive latente Steuern aus erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen von T€ 9.319 (Vj. T€ 6.638). Die aktiven latenten Steuern aus erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen betreffen das Vorratsvermögen. Die passiven latenten Steuern aus den Einzelbilanzen resultieren im Wesentlichen aus Differenzen im Anlagevermögen, im Umlaufvermögen sowie bei den Rückstellungen. Eigenkapital Die Kapitalanteile der Kommanditisten (T€ 2.000) und die Kapitalrücklage (T€ 3.780) betreffen die Karl Winterhalter GmbH & Co. KG. Die anderen Gewinnrücklagen des Konzerns haben sich wie folgt entwickelt:
Rückstellungen für Pensionen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 613 (Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB, Vj. T€ 837). Die sich hieraus gem. § 253 Abs. 6 HGB ergebende Ausschüttungssperre zum 31. Dezember 2022 in Höhe von T€ 613 findet aufgrund der Rechtsform einer Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB keine Anwendung. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Sonderzahlungen, Personalaufwendungen und für Gewährleistungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten des Konzerns ergibt sich aus nachstehendem Verbindlichkeitenspiegel.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 27.478 (Vj. T€ 20.611) enthalten. VIII. Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Produkt- und Dienstleistungsbereiche:
Sonstige betriebliche Erträge Unter diesem Sammelposten sind vor allem Währungsgewinne, periodenfremde Erträge aus der Auflösung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 989 (Vj. T€ 612), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von T€ 940 (Vj. T€ 996) sowie Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen von T€ 2.775 (Vj. T€ 519) enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen T€ 9.029 (Vj. T€ 9.226). Personalaufwand Die in der GuV ausgewiesenen sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 2.993 (Vj. T€ 2.342). Im Personalaufwand sind die Kosten für Leiharbeitnehmer in Höhe von T€ 2.349 (Vj. T€ 2.203) enthalten. Insgesamt wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 46 (Vj. 53) Leiharbeiter beschäftigt. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Ausgangsfrachten, Währungsverluste, Wertberichtigungen von Forderungen, Mieten und Pachten, Kfz-Aufwendungen, Aufwendungen für Werbung, IT-Dienstleistungen, Reisekosten, Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie weitere allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen T€ 8.670 (Vj. T€ 4.671). Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 148 (Vj. T€ 164). Ferner werden hier Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 9 (Vj. T€ 12) ausgewiesen. Steueraufwand Der Ertragssteueraufwand enthält Aufwendungen aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern von T€ 1.619 (Vj. T€ 65). GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens hat von dem Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von T€ 29.726 einen Teilbetrag von T€ 7.340 auf den Gesellschafterkonten gutgeschrieben. Der verbleibende Jahresüberschuss in Höhe von T€ 22.386 wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt. IX. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse wie Bürgschaften, Wechsel- und Scheck-bürgschaften. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 9.828 (Vj. T€ 4.129) sowie Verpflichtungen aus erteilten Investitionsaufträgen (Bestellobligo) in Höhe von T€ 4.908 (Vj. T€ 45). Derivative Finanzinstrumente Devisentermingeschäfte (Verkäufe von JPY und EUR auf Ziel) mit variablen Nominalvolumina weisen zum Abschlussstichtag positive Marktwerte in Höhe von T€ 1.082 (Saldo) aus. Einzelne Geschäfte weisen negative Marktwerte in Höhe von T€ 949 aus. Hierfür wurde eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Der aktuelle Marktwert der Devisentermingeschäfte wurde auf Basis der aktuellen EZB-Referenzkurs zum Abschlussstichtag unter Berücksichtigung Auf- bzw. Abschlägen ermittelt. Ein Collar-Optionsgeschäft auf Nickel über insgesamt 156 Tonnen weist zum Abschlussstichtag einen positiven Marktwert in Höhe von T€ 1.517 aus. Der aktuelle Marktwert wurde nach der mark-to-market Methode auf Basis der aktuellen Primärnickelpreise an der Londoner Metallbörse LME unter Berücksichtigung von Auf- bzw. Abschlägen ermittelt. Eine Rückstellung für ungewisse Risiken wurde nicht gebildet. Geschäftsführung Jürgen Winterhalter, Ingenieur, Lindau Ralph Winterhalter, Dipl. Kaufmann, Wasserburg Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung ist analog zu § 286 Abs. 4 HGB verzichtet worden. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
Honorar des Abschlussprüfers Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betrugen im Berichtsjahr insgesamt T€ 413. Dabei entfielen T€ 122 auf Prüfungshonorare, T€ 132 auf Steuerberatungshonorare sowie T€ 159 auf sonstige Leistungen. Konzernverhältnis Ein Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen wird von der Karl Winterhalter GmbH & Co. KG, Meckenbeuren erstellt. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger. Die Karl Winterhalter GmbH & Co. KG., Meckenbeuren, nimmt die Befreiungsvorschrift des § 264b HGB in Anspruch und die Tochterunternehmen Sandoro GmbH, Berlin; Winterhalter Beteiligungen GmbH, Meckenbeuren; Winterhalter Deutschland GmbH, Meckenbeuren; Winterhalter Gastronom GmbH, Meckenbeuren; Winterhalter Grundbesitz GmbH, Meckenbeuren; Winterhalter Immobilien GmbH, Meckenbeuren; Winterhalter Product & Production GmbH, Meckenbeuren; Winterhalter Product & Technology GmbH, Meckenbeuren; Winterhalter Schweiz GmbH, Meckenbeuren und Winterhalter Ventures GmbH, Meckenbeuren machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Nachtragsbericht Der im Februar 2022 begonnene Ukraine-Russland Konflikt hat zu einer völligen Neueinschätzung der Beziehungen auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene geführt. Folgen waren hier ein Anstieg der Inflation in Europa und Schwierigkeiten im Beschaffungsbereich. Wie sich die Auswirkungen des weiterhin bestehenden Konflikts in der Ukraine und die bestehenden verhängten weitreichenden Sanktionen gegen die Russische Föderation auf Wirtschaft und Märkte insgesamt auswirken werden, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verlässlich beurteilen, jedoch sind Preissteigerungen im Beschaffungsbereich und Unterbrechungen der Lieferketten wie im vergangenen Jahr aktuell in diesem Ausmaß nicht mehr zu erwarten. Die Auswirkungen der genannten Sachverhalte auf den Winterhalter Konzern sind zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nicht im Detail absehbar. Von einem weiteren Preisanstieg für die erworbenen Materialien ist aufgrund der aktuellen Entwicklung für das Geschäftsjahr auszugehen. Wie sich der Preisanstieg in Summe dann auf die Ertragssituation des Konzerns auswirken wird, ist noch nicht abzuschätzen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. X. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds des Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert hat. Entsprechend DRS 21 wird zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit und aus Investitions- und Finanzierungstätigkeiten unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Konzernbilanz ausgewiesenen Kassenstände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsmittelbezogen ermittelt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Konzernjahresüberschuss indirekt ermittelt.
Meckenbeuren, den 28. Juli 2023 Jürgen Winterhalter, Geschäftsführer Ralph Winterhalter, Geschäftsführer Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2022
Anteilsbesitz zum 31. Dezember 20221. Neben dem Mutterunternehmen einbezogene Unternehmen
"Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Karl Winterhalter GmbH & Co. KG, Meckenbeuren Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Karl Winterhalter GmbH & Co. KG, Meckenbeuren, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Karl Winterhalter GmbH & Co. KG, Meckenbeuren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 28. Juli 2023 Rödl
& Partner GmbH
Prof. Dr. Bömelburg, Wirtschaftsprüfer Kiesel, Wirtschaftsprüfer |
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