Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 6287
Vorher
Bartmann & Sohn GmbH
Eingetragen
15.12.1995
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Ist der Handel mit und die Reparatur und die Instandhaltung von Fahrzeugen aller Art, sowie der Verkauf von Betriebsstoffen, Schmiermitteln, Ersatzteilen und Zubehör aller Art, sowie Leasing und Finanzierung von Fahrzeugen und solche Vermittlungen an Institute oder Fachfirmen, ebenfalls von Versicherungen alle Art, insbesondere von Kfz-Versicherungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Carmen Küstner
seit 6.11.2018
Prokura
Horst Schlimme
seit 21.1.2016
Prokura
Stefan Klink
seit 10.7.2007
Geschäftsführer
Thomas Bartmann
seit 16.3.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Barfor Verwaltungs GmbH
Germany
250.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Bartmann GmbH

Pfungstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Autohaus Bartmann GmbH, 64319 Pfungstadt

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Zweigniederlassungsbericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Autohaus Bartmann GmbH wurde mit notariellem Vertrag vom 10.10.1995 als Bartman & Sohn GmbH gegründet.

Lt. notariellem Vertrag vom 15.12.2017, Urkundenrolle-Nr. 1123, erfolgte zum 01.01.2018 die Verschmelzung der Autohaus Bartmann GmbH, Rüsselsheim mit der Bartmann & Sohn GmbH und wurde sodann in die Autohaus Bartmann GmbH umbenannt.

Die Gesellschaft betreibt den Handel mit Automobilen der Marken Mercedes-Benz, MG Motor und "Junge Sterne" sowie den Zubehör- und Ersatzteilhandel für diese Bereiche sowie die Erbringung von Wartungs-, Instandsetzungs- und Reparaturleistungen im Personenwagen- und Nutzfahrzeugbereich

Im Handelsregister wurde die Autohaus Bartmann GmbH unter der Handelsregisternummer 6287 in der Abteilung B beim Amtsgericht Darmstadt eingetragen.

2. Forschung und Entwicklung

Die Autohaus Bartmann GmbH führt keine Forschungs- und Entwicklungsleistungen durch.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Globale wirtschaftliche Lage und geopolitische Herausforderungen

Im Jahr 2023 beeinflussten neue geopolitische und wirtschaftliche Herausforderungen die Weltwirtschaft. Gestörte Lieferketten und eingeschränkte Lieferfähigkeit aufgrund von globalen Handelskonflikten und politischen Spannungen blieben zentrale Probleme. Die Preise für Rohstoffe und insbesondere für Energie blieben auf einem hohen Niveau, was die Inflation weiter anheizte. Der anhaltende Krieg in der Ukraine verschlechterte die gesamtwirtschaftliche Situation und beeinträchtigte die konjunkturelle Erholung in vielen Regionen erheblich.

Entwicklung des weltweiten Pkw-Marktes

Der weltweite Pkw-Markt erholte sich 2023 leicht, da der Einfluss der Halbleiterkrise nur noch gering war. Die Marktentwicklung wurde jedoch weiterhin durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine belastet, insbesondere in Europa. Insgesamt zeigte der Fahrzeugmarkt weltweit eine leichte Erholung im Vergleich zum Vorjahr. Der europäische Markt blieb jedoch unter dem Niveau von 2022, während der US-amerikanische Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge eine Stabilisierung erlebte. Der chinesische Markt erholte sich leicht nach den erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen des Vorjahres.

Einfluss der Überproduktion von Elektrofahrzeugen in China

Ein bedeutender Einfluss auf den Pkw-Markt 2023 war die Überproduktion von Elektrofahrzeugen in China. Diese Überproduktion führte zu einem erhöhten Wettbewerbsdruck auf dem globalen Markt, was die Preise für Elektrofahrzeuge beeinflusste und die Marktbedingungen in Europa und den USA veränderte. Hersteller in diesen Regionen mussten sich anpassen und verstärkt auf Innovation und Kosteneffizienz setzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Deutsche Automobilindustrie

Die stark exportorientierte deutsche Automobilindustrie war von diesen Entwicklungen weiterhin negativ betroffen. Deutschland bleibt nach China, den USA und Japan die viertgrößte automobilproduzierende Nation. Zur deutschen Automobilindustrie zählen Kraftfahrzeughersteller, Zulieferer von Kfz-Teilen und Zubehör sowie Hersteller von Anhängern und Aufbauten.

Nutzfahrzeugmärkte

Die Rahmenbedingungen beeinflussten auch 2023 wichtige Nutzfahrzeugmärkte. Trotz der Herausforderungen zeigte sich die Marktentwicklung im Segment der mittelgroßen und großen Transporter und LKW aufgrund von Nachholeffekten positiv. Der US-amerikanische Markt für Transporter und LKW setzte seine Erholung fort, und auch in China blieb das Marktvolumen für Transporter und LKW stabil.

Erholung und Fachkräftemangel

Nachholeffekte aus den letzten Jahren spielten auch 2023 eine Rolle bei der Erholung im Bereich Kfz und Kfz-Teile. Leicht steigende Auslieferungen und ein verbessertes Geschäftsklima trugen dazu bei, den Abwärtstrend zu durchbrechen. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin stabil, jedoch gewann der Fachkräftemangel und der damit verbundene Mehraufwand bei der Besetzung offener Stellen weiterhin erheblich an Bedeutung.

2.

Geschäftsverlauf und Lage

Entwicklung der Erlöse und Kosten

Der Jahresumsatz im Kalenderjahr 2023 belief sich auf € 22.449.216,48 und ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,04 % gestiegen.

Der Umsatz im Fahrzeugverkauf ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 12% und somit stärker als im Werkstatt- und Ersatzteilgeschäft mit 3,5%, gestiegen.

Der Rohgewinn zur Deckung der allgemeinen Kosten betrug im Jahr 2023 € 10.924.050,38 und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 797.733,91. Der Rohgewinn im Verhältnis zum Gesamtumsatz beträgt demnach 48,66 %.

An sonstigen betrieblichen Erträgen wurden zusätzlich € 512.557,87 erzielt.

Die Personalkosten betragen € 6.363.272,49 und erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,32 %.

Der Betriebsaufwand 2023 betrug € 2.634.641,96 und erhöhte sich zum Vorjahr um 6,03 %.

Der Jahresüberschuss nach Steuern, aber vor Abschreibungen auf das Anlagevermögen, beträgt für das Veranlagungsjahr 2023 € 1.486.692,42 und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,14 %.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 22.449 22.170 1.279 6,04
Betriebsergebnis 1.347 1.401 -54 - 3,84
Zinsergebnis -28 -3 -25 - 842,0
Steuerergebnis -402 -431 29 6,75
Jahresergebnis 912 964 -52 - 5,36

b) Finanzlage

Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien können die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 1.785 1.880 -95 - 5,0
kurzfristige Vermögenswerte 5.040 3.964 1.076 27,1
liquide Mittel 449 707 -258 - 36,5
Passiva
Eigenkapital 3.792 3.479 313 9,0
langfristige Verbindlichkeiten 485 482 3 0,5
kurzfristige Verbindlichkeiten 2.997 2.612 385 14,7
Bilanzsumme 7.274 6.573 701 10,6

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 95 vermindert. Dabei stehen den Investitionen in Höhe von T€ 958 die Abgänge in Höhe von T€ 479 sowie Abschreibungen in Höhe von T€ 574 gegenüber.

Der Barmittelbestand ist aufgrund der Investitionen ins Anlage- und Umlaufvermögen sowie stichtagsbedingt auf T€ 449 gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit T€ 1.034 annähernd unverändert zum Vorjahr. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr sehr niedrig gehalten werden.

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 3.792. Die Eigenkapitalquote liegt aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme bei 52,1 %.

Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden nur in sehr geringem Umfang beansprucht.

Mittel- und langfristige Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Geschäftsjahr keine. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr stichtagsbedingt entsprechend der Erhöhung der Vorräte um T€ 303 auf T€ 1.824 erhöht.

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr eine über die Planansätze hinaus positive Entwicklung genommen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung,

Betriebsergebnis und Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran. Außerdem werden verschiedene hersteller- und branchenspezifische Kenngrößen regelmäßig ermittelt und bewertet.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist konstant.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen unterhält Niederlassungen in:

- Rüsselsheim, Eisenstraße 50, 65428 Rüsselsheim

Aufgabengebiert der Niederlassung Rüsselheim ist der Servicebereich. Sowie der Vertrieb von Neuwagen der Marke Mercedes-Benz. Der Umsatzanteil der Niederlassung am Gesamtumsatz beträgt ca 33%. Die wirtschaftliche Entwicklung ist absolut vergleichbar mit der des Hauptbetriebs. Zu berücksichtigen ist, dass in Rüsselsheim, aufgrund der räumlichen Situation, ausschließlich PKW und Transporter betreut werden.

IV. Prognosebericht

Rückblick auf 2023

Im Jahr 2023 war der Neu- und Gebrauchtwagenmarkt in Europa von erheblichen Preisteigerungen geprägt, sowohl bei Neu- als auch bei Gebrauchtwagen. Diese Entwicklung war eine Folge der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit und der dramatischen Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Gewerbliche Kunden und insbesondere private Autokäufer waren stark verunsichert und scheuten größere Investitionen. Das extrem hohe Preisniveau für Gebrauchtwagen im Jahr 2023 konnte sich nicht halten und befindet sich bereits in einer Konsolidierungsphase. Die Nachfrage nach Gebrauchtwagen bleibt jedoch hoch, insbesondere aufgrund der stark gestiegenen Preise für Neuwagen. Dies gilt vor allem für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, weniger für reine Elektrofahrzeuge.

Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Unsicherheiten

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheit über die Dauer und Intensität der aktuellen Krisen sowie der damit einhergehenden massiven wirtschaftlichen Einschränkungen, ist eine verlässliche Abschätzung aller Auswirkungen auf die zu erwartende Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens nur eingeschränkt möglich. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die negativen Effekte aus der eingeschränkten Rohstoffverfügbarkeit und den gestörten Lieferketten im Jahr 2024 abmildern werden. Nachholeffekte werden sich allenfalls im gewerblichen Bereich und in der Nutzfahrzeugsparte bemerkbar machen.

Entwicklung der Restwerte von Elektrofahrzeugen

Ein bedeutender Faktor, der den Markt im Jahr 2024 beeinflusst, ist die Entwicklung der Restwerte für gebrauchte Elektrofahrzeuge. Diese entwickeln sich deutlich schlechter als die von Verbrennern. Gründe dafür sind unter anderem:

• Technologische Unsicherheiten: Die schnelle Weiterentwicklung der Batterietechnologie führt dazu, dass ältere Elektrofahrzeuge schneller an Wert verlieren.

• Ladenetz und Infrastruktur: Die noch immer begrenzte Ladeinfrastruktur in vielen Regionen verunsichert potenzielle Käufer und drückt die Restwerte.

• Hohe Neupreise und staatliche Förderungen: Die hohen Anschaffungskosten und variierende staatliche Förderungen für neue Elektrofahrzeuge beeinflussen ebenfalls die Gebrauchtwagenpreise negativ.

Anpassung der Geschäftspolitik und Maßnahmen

Entsprechend haben wir unsere Geschäftspolitik an die aktuelle Situation angepasst und Maßnahmen zur Kostensenkung implementiert. Ein starker Fokus liegt auf der Einführung nachhaltiger Maßnahmen, besonders im Bereich des Energieverbrauchs.

Prognose für den Service-Bereich

Im Service-Bereich erwarten wir eine stabile Entwicklung auf Vorjahresniveau. Wir hoffen, die negativen Einflüsse aus dem Neu- und Gebrauchtwagengeschäft durch ein stabiles Service- und Ersatzteilgeschäft kompensieren zu können.

Umsatz- und Ergebniserwartung für 2024

Für das kommende Geschäftsjahr rechnen wir mit einem Umsatz in Höhe von ca. 22.100 T€. Unter Berücksichtigung von Anpassungen im Energiebereich und einer entsprechend gleichbleibenden Kostenstruktur streben wir für 2024 ein Ergebnis entsprechend dem Vorjahr an.

Fazit

Zusammenfassend bleibt der Markt für Neu- und Gebrauchtwagen im Jahr 2024 aufgrund der bestehenden wirtschaftlichen Unsicherheiten herausfordernd. Die schlechtere Entwicklung der Restwerte von Elektrofahrzeugen im Vergleich zu Verbrennern stellt dabei eine zusätzliche Herausforderung dar. Die Anpassungen unserer Geschäftspolitik und die Einführung nachhaltiger Maßnahmen sollen uns jedoch helfen, diese Herausforderungen zu meistern und ein stabiles Geschäftsjahr zu sichern.

V.

Chancen- und Risikobericht

Der europäische und deutsche Automobilmarkt bleibt weiterhin vor Herausforderungen, insbesondere durch internationale Krisen und die Fortschritte in der Elektrifizierung der Branche. Die wegfallende staatliche Unterstützung für Elektrofahrzeuge könnte zu erheblichen Absatzschwierigkeiten führen. Obwohl eine leichte Verbesserung bei der Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Halbleiterprodukten zu erwarten ist, bleiben Herausforderungen bestehen, die sich negativ auswirken könnten. Das sinkende Preisniveau von Gebrauchtwagen erhöht das Risiko eines höheren Lagerbestands, was möglicherweise eine Anpassung des Portfolios erforderlich macht. Die extrem schwierige Situation bei der Besetzung offener Stellen, insbesondere im Bereich technischer Fachkräfte, stellt ein großes Risiko für unsere Serviceleistungen dar.

Ertragsorientierte Risiken:

Die Wettbewerbsrisiken haben sich aufgrund der steigenden Anzahl von Fahrzeugherstellern, insbesondere im Bereich elektrisch angetriebener Fahrzeuge, verstärkt. Die Serviceumsätze mit vollelektrischen Fahrzeugen bleiben erheblich niedriger als mit Verbrennern.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Dank unserer stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sind derzeit keine Liquiditätsrisiken erkennbar.

Chancenbericht

Wir begegnen dem Marktumfeld und der zunehmenden Konkurrenz durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer neuen elektrischen Fahrzeugmarke MG. Wir werden unsere Servicekapazitäten entsprechend der Nachfrageentwicklung anpassen und so Chancen nutzen, die sich durch den Wandel in der Automobilindustrie ergeben.

 

13.08.2024

gez. Thomas Bartmann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.785.231,00 1.880.314,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 18,00 2.476,00
II. Sachanlagen 1.781.213,00 1.873.838,00
1. technische Anlagen und Maschinen 243.112,00 272.469,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.538.101,00 1.601.369,00
III. Finanzanlagen 4.000,00 4.000,00
B. Umlaufvermögen 5.465.508,31 4.672.199,09
I. Vorräte 3.370.170,39 2.558.820,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.646.380,07 1.406.090,09
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 47.168,58
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 448.957,85 707.288,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.590,64 21.180,42
Aktiva 7.274.329,95 6.573.693,51

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.792.414,76 3.479.801,65
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnrücklagen 500.000,00 500.000,00
III. Bilanzgewinn 3.042.414,76 2.729.801,65
davon Gewinnvortrag 2.129.801,65 1.765.462,64
B. Rückstellungen 1.039.426,95 941.860,55
C. Verbindlichkeiten 2.442.488,24 2.152.031,31
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 192.282,35 100.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 192.282,35 100.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.250.205,89 2.052.031,31
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.250.205,89 2.008.876,31
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 43.155,00
Passiva 7.274.329,95 6.573.693,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.924.050,38 10.126.316,47
2. Personalaufwand 6.363.767,20 5.820.525,74
a) Löhne und Gehälter 5.156.056,50 4.675.074,35
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.207.710,70 1.145.451,39
davon für Altersversorgung 62.102,18 87.025,38
3. Abschreibungen 574.079,31 410.402,22
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 574.079,31 410.402,22
davon außerplanmäßige Abschreibungen 80.067,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.634.641,96 2.484.810,52
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 320,00 188,34
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.322,10 2.393,73
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.584,21 5.446,02
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 402.233,96 431.351,30
9. Ergebnis nach Steuern 921.385,84 976.362,74
10. sonstige Steuern 8.772,73 12.023,73
11. Jahresüberschuss 912.613,11 964.339,01
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.129.801,65 1.765.462,64
13. Bilanzgewinn 3.042.414,76 2.729.801,65

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Autohaus Bartmann GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Pfungstadt
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Darmstadt
Register-Nr.: 6287

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 484.903,95 EUR.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Im Kalenderjahr 2023 wurde eine Teilwertabschreibung auf Elektro-Fahrzeuge in Höhe von 20% aufgrund des starken Wertverlustes vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.

Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt nach der im Jahre 2021 vorgenommenen Kapitalerhöhung 250.000,00 EUR.

Die anderen Gewinnrücklagen betragen 500.000,00 EUR.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die PUC-Methode (projected unit credit) angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 10 Jahre 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 16.235,00 EUR.

Die Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde in Anspruch genommen.

Bei der Ermittlung der Rückstellung kommt der Ansatz nach dem Passivprimat zur Anwendung.

Für die Bewertung wurden nach den Vorgaben des IDW die durch die DAV in ihrem Ergebnisbericht vorgestellten Handlungsempfehlungen zugrunde gelegt.

Es wurden Verpflichtungen zur Altersversorgung in Höhe von 1.299.414,00 EUR mit Vermögensgegenständen zur Erfüllung dieser Verpflichtungen in Höhe von 813.410,27 EUR verrechnet.

Der Betrag aus der Bewertung der Pensionsverpflichtung aus der BilMoG-Umstellung beträgt 1.099,78 EUR.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 16.235,00 EUR.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

- Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 296.458,00 EUR

- Sonstige Rückstellungen in Höhe von 48.000,00 EUR

- Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 137.200,00 EUR

Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen

In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 617.650,00 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Gesamtbetrag der nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind folgende wesentliche Verpflichtungen enthalten:

1. Aus Mietverträgen: 575.465,00 EUR jährlich, hiervon 175.465,00 EUR mit einer Laufzeit von über 5 Jahren

und 400.000,00 EUR unbefristet.

2. Aus Leasingverträgen: 42.185,00 EUR jährlich mit einer Laufzeit von 2 bis 4 Jahren.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 32,00
Angestellte 53,00
leitende Angestellte 9,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 94,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 76,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 18,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Thomas Bartmann ausgeübter Beruf: Diplom-Ingenieur
Weitere Geschäftsführer: Stefan Klink ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB findet Anwendung.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 912.613,11 EUR

Der Gewinnvortrag in Höhe von 2.129.801,65 EUR ergibt sich aus dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 2.729.801,65 EUR abzüglich der Gewinnausschüttung für 2022 in Höhe von 600.000,00 EUR.

Aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 912.613,11 EUR zuzüglich des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 2.129.801,65 EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 3.042.414,76 EUR, der wie folgt zu verwenden ist.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von 600.000,00 EUR vorgesehen.

Auf neue Rechnung werden 2.442.414,76 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Pfungstadt, 13.08.2024

gez. Thomas Bartmann, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

"

An die Autohaus Bartmann GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Autohaus Bartmann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Autohaus Bartmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügt Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belagen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."

 

Bensheim, 13. August 2024

gez. Sven Müller, Wirtschaftsprüfer

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