Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 11907 HL
Vorher
DS 2. Beteiligungsgesellschaft mbH
Eingetragen
16.3.2012
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist - soweit keine genehmigungspflichtigen Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäfte vorliegen - der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen und beteiligungsähnlichen Rechten an anderen inund ausländischen Personenund Kapitalgesellschaften sowie die Erbringung von Aufgaben einer Managementholding für die verbundenen Unternehmen und Beteiligungen der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist zur Erbringung von Diensten aller Art für diese Unternehmen berechtigt, einschließlich Betriebsführungs- und Management-Dienstleistungen sowie deren Finanzierung. Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen beteiligen, insbesondere auch die Funktion einer persönlich haftenden Gesellschafterin in einer Kommanditgesellschaft übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lars Stegelmann
seit 31.1.2024
Geschäftsführer
Philipp Fliegner
seit 31.1.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Bastian Huse
seit 31.1.2024
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

33.30% identifiziert66.60% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Ralf DümmelDS Holding Beteiligungs GmbH+2
33.30%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
DA Invest 24 GmbH
33.30%
Hagemann Management und Beteiligung GmbH
33.30%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
16.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DS Holding GmbH

Stapelfeld

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

DS - Konzern, Stapelfeld

DS Holding GmbH, Stapelfeld

DS Produkte GmbH, Stapelfeld

DS Direct GmbH, Stapelfeld

DS MEWITEC GmbH, Stapelfeld

DSQ Limited, Hong Kong (China)

DS Impact GmbH, Stapelfeld

DS Marketing GmbH, Stapelfeld

PTC Limited, Hong Kong (China)

BEEM Germany GmbH, Stapelfeld

DS Aviation GmbH, Stapelfeld

DS Select GmbH, Stapelfeld

Landmann Konzern, Stapelfeld

Vision Personalservice GmbH, Valluhn

Clasen Foods GmbH, Stepelfeld

Brand Chain GmbH, Bad Segeberg

DSP Logistics PI Sp. z o.o., Stettin (Polen)

Brand Chain B.V., Swalmen (Niederlande)

Inhalt

1. Konzernlagebericht

1.1 Grundlagen des Konzerns

1.2 Ertragslage, Wirtschaftsbericht und finanzielle Leistungsindikatoren

1.3 Vermögenslage Konzern

1.4 Finanzlage sowie Investition und Finanzierung

1.5 Zusammenfassung der Lage des Konzerns

1.6 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

1.7 Zusammenfassung der Risiken des Konzerns

1.8 Ausblick 2023

1.9 Nachtragsbericht

1. Konzernlagebericht

1.1 Grundlagen des Konzerns

Gegenstand des Abschlusses ist die DS Holding GmbH, Stapelfeld mit Sitz im Stormarnring 14, 22145 Stapelfeld (Amtsgericht Lübeck - HRB 11907 HL).

Der Konzernabschluss umfasst neben der DS Holding GmbH, weitere, überwiegend in Deutschland ansässige Tochtergesellschaften. Der DS Konzern ist ein international agierendes Handelsunternehmen mit 50 Jahren Markterfahrung. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung, den Import und Vertrieb innovativer Produkte der Konsumgüterbranche. Als einer der europaweit größten Entwickler und Lieferanten von Non-Food-Artikeln beliefert die Gruppe mit über 4.000 Artikeln den Lebensmitteleinzelhandel, Discounter, Drogerien, Baumärkte, Fachhandel, Cash & Carry-Märkte, SB-Warenhäuser, Versandhäuser, Homeshopping-Kanäle sowie Online- Marktplätze.

Erstmals gehören die Gesellschaften Brand Chain B.V. (vormals: Social Chain Home & Living B.V., Swalmen, Niederlande) und DSP Logistics PI Sp. z o.o. (Stettin, Polen) zum DS Konzern. Die Anteile der Brand Chain B.V. werden von der Brand Chain GmbH seit dem 01.06.2022 vollständig konsolidiert. Die DSP Logistics PI Sp. z o.o. wurde als interne Logistikgesellschaft gegründet und seit dem 01.07.2022 im Konzern konsolidiert. Die Anteile der Gesellschaft werden zu 99 % von der DS Holding GmbH und zu 1 % von der DS Produkte GmbH gehalten.

Die Gesellschaft Clasen Foods (ehemals Kauf-Star GmbH) vertreibt seit November 2022 unter der Marke CLASEN BIO Nüsse, Trockenfrüchte, Saaten und Hülsenfrüchte im deutschen Einzelhandel.

Seit Dezember 2021 gehört der DS Konzern zur Social Chain AG (nachfolgend TSC AG), einer in Deutschland ansässigen Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin. Die Aktien der TSC AG sind seit dem 12. November 2021 zum Handel im Prime Standard (reguliertes Marktsegment mit zusätzlichen Folgepflichten) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf Basis der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") erstellt.

Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet, so dass sich bei Additionen geringfügige Abweichungen ergeben können.

1.2 Ertragslage, Wirtschaftsbericht und finanzielle Leistungsindikatoren

Das Jahr 2022 war für den relevanten Absatzmarkt Europa aufgrund extremer Verunsicherung der Verbraucher bedingt durch den Ukraine Krieg, steigende Energiekosten und der starken Inflationen ein schwieriges Jahr. Die Verbraucherstimmung erreicht im Oktober 2022 ein Rekordtief, die GfK schreibt in der Pressemitteilung vom 28.09.2022 u. A.: "Viele Haushalte sind momentan gezwungen, deutlich mehr Geld für Energie auszugeben beziehungsweise für deutlich höhere Heizkostenabrechnungen zurückzulegen. Entsprechend müssen sie bei anderen Ausgaben, wie zum Beispiel neuen Anschaffungen, sparen. Dies lässt das Konsumklima auf ein neues Rekordtief abstürzen." 1 Erst zum Ende des Jahres 2022 stabilisiert und erholt sich das Konsumklima langsam. Die GfK schreibt in der Pressemitteilung vom 21.12.2022 u. A.: "Damit setzt das Konsumklima seine vorsichtige Erholung fort. Moderatere Energiepreise als ursprünglich erwartet sowie die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Dämpfung der Energiekosten sorgen für den zurückgehenden Pessimismus." 2

Auch aus Konzernsicht war das Jahr 2022 herausfordernd. Der im letzten Lagebericht prognostizierte Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2022 von deutlich unter 300 Mio. € ist durch den planmäßigen Rückgang im Covid-Sortiment sowie aufgrund der nicht vorhersehbaren geopolitischen Einflüsse und der damit einhergehenden Konsumzurückhaltung niedriger ausgefallen als erwartet. Der Konzernumsatz im Jahr 2022 beträgt 226,8 Mio. € und liegt damit um 95,2 Mio. € unter dem Vorjahr. Das EBITDA 3 liegt im Jahr 2022 bei 5,5 Mio. € und damit 20,0 Mio. € unter Vorjahr. Der Personalaufwand bleibt durch die Berücksichtigung von Personalrückstellungen für bereits initiierte Freistellungen auf Vorjahresniveau (28,9 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen absolut um 7,7 Mio. € auf 65,7 Mio. € im Geschäftsjahr 2022. Hintergrund sind insbesondere erhöhte Kosten für Werbekostenzuschüsse (3,3 Mio. € ggü. 0,5 Mio. € im Jahr 2021), Drohverlustrückstellungen aus Währungsgeschäften (1,9 Mio. € ggü. 0,2 Mio. € im VJ) sowie Miete für das im Jahr 2022 veräußerte Bürogebäude sowie Außenläger (2,5 Mio. € ggü. 1,1 Mio. € im VJ).

1 Quelle: GfK Starke Kaufkrafteinbußen lassen Konsumklima weiter abstürzen (gfk.com)
2 Quelle: GfK Konsumklima steigt zum dritten Mal in Folge (gfk.com)
3 Gemäß BWA

DS Handel

Umsatz
in Tausend Euro 01.01.2021 - 31.12.2021 01.01.2022 - 31.12.2022
DS Handel 269.394 169.072
Δ z. VJ. absolut -100.323
Δ z. VJ. relativ -37,2%

(unkonsolidierte Darstellung)

Der Unternehmensbereich DS Handel, welcher die Tochtergesellschaften DS Produkte GmbH, DS Direct GmbH, DS MEWITEC GmbH, PTC Limited, DSQ Limited und DSP Logistics PI Sp. z o.o. beinhaltet, verzeichnet im Jahr 2022 einen Umsatzrückgang von 37,2% (unkonsolidierte Darstellung). Verursacht wird diese Entwicklung durch den planmäßigen Rückgang des Covid- Sortiments bei DS MEWITEC (-74,3 Mio. €) und einen Umsatzrückgang von 52,6 Mio. € bei DS Produkte. Der Effekt kann durch den verstärkten Ausbau des Discountgeschäfts der DS Direct GmbH zum Teil kompensiert werden. DS Direct GmbH verzeichnet im Betrachtungszeitraum einen Umsatzanstieg von 32,0 Mio. € auf 45,8 Mio. €.

Brand Chain Handel

Umsatz
in Tausend Euro 01.01.2021 - 31.12.2021 01.01.2022 - 31.12.2022
Brand Chain Handel 43.480 47.940
Δ z. VJ. absolut 4.460
Δ z. VJ. relativ 10,3%

(unkonsolidierte Darstellung)

Der Unternehmensbereich Brand Chain Handel, der die Gesellschaft Brand Chain GmbH sowie deren Tochtergesellschaft Brand Chain B.V. beinhaltet, wächst im Jahr 2022 absolut um 4,5 Mio. €. Der Geschäftsbereich profitiert insbesondere durch die Sortimentserweiterung um die Social Chain Marken Lumaland und Do Your Sports.

Landmann Konzern

Umsatz
in Tausend Euro 01.01.2021 - 31.12.2021 01.01.2022 - 31.12.2022
Landmann Konzern 23.888 32.128
Δ z. VJ. absolut 8.240
Δ z. VJ. relativ 34,5%

(unkonsolidierte Darstellung)

Der Landmann Konzern erwirtschaftet im Jahr 2022 einen Gesamtumsatz in Höhe von 32,1 Mio.€ und wächst mit 34,5 % gegenüber dem Vorjahr weiter überdurchschnittlich. Das Umsatzwachstum ist insbesondere im erhöhten Anteil externer Umsätze der Landmann Germany begründet.

BEEM Germany

Umsatz
in Tausend Euro 01.01.2021 - 31.12.2021 01.01.2022 - 31.12.2022
BEEM Germany 7.190 6.205
Δ z. VJ. absolut -985
Δ z. VJ. relativ -13,7%

(unkonsolidierte Darstellung)

Die BEEM Germany GmbH erwirtschaftet im Jahr 2022 einen Umsatz von 6,2 Mio. € im Kaffee-, Tee- und Samowargeschäft. Vor allem durch den Rückgang im Samowargeschäft bleibt der Umsatz 13,7 % unter dem Vorjahr.

1.3 Vermögenslage Konzern

Die Aktivseite ist insbesondere durch das Vorratsvermögen mit 38,0 % (Vorjahr 38,6 %) der Konzernbilanzsumme sowie den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 21,4 % (Vorjahr 28,7 %) der Konzernbilanzsumme geprägt. Weiterhin beinhaltet die Aktivseite den Geschäfts- oder Firmenwert mit 7,5 % (Vorjahr 12,1 %) der Konzernbilanzsumme, der im Wesentlichen auf die Brand Chain GmbH entfällt. Insbesondere durch den Verkauf der Bürogebäude am Firmensitz Stapelfeld sinken Sachanlagen im Geschäftsjahr von 15,5 Mio. € auf 4,9 Mio. €. Zum Bilanzstichtag betrug die Eigenkapitalquote 20,6 % (Vorjahr 24,6 %).

Das Fremdkapital beläuft sich zum Stichtag auf insgesamt rd. 157,8 Mio. € und betrifft vor allem Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (107,8 Mio. €, Vorjahr 87,0 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (18,8 Mio. €, Vorjahr 33,8 Mio. €), sonstige Verbindlichkeiten (6,1 Mio. €, Vorjahr 7,6 Mio. €) sowie Rückstellungen (20,0 Mio. €, Vorjahr 17,2 Mio. €). Zum Bilanzstichtag betrug die Fremdkapitalquote 79,4 %.

DS - Konzern

in Tausend Euro 31.12.2021 31.12.2022 % z. VJ Verä. z. VJ
Vorräte DS Konzern 77.032 77.202 0,2% 170
Forderungen aus L.u L. DS Konzern 57.028 43.566 -23,6% -13.461
Verbindlichkeiten aus L.u.L. DS Konzern -33.799 -18.791 -44,4% 15.008
Working Capital 100.261 101.977 1,7% 1.716

Insgesamt erhöht sich das Working Capital leicht um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die Vorräte sind im Vorjahresvergleich konstant. Das hohe Vorratsniveau ergibt sich durch verschiedene Faktoren: Zum einen wurden mehr Vorräte vorgehalten, um Lieferanten- und Logistikengpässe wie im Jahr 2021 vorzubeugen. Zum anderen blieben die Umsätze durch die allgemeine Konsumzurückhaltung hinter den Erwartungen zurück. Zusätzlich wird der saisonale Bestandsaufbau im Landmann Konzern durch das überproportionale Wachstum des Geschäftsbereichs verstärkt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 23,6% verringert. Ursächlich für diesen Rückgang ist ein singulärer Effekt des Maskengeschäfts im Geschäftsjahr 2021 (21,9 Mio. €) und dessen Rückabwicklung im Geschäftsjahr 2022. Die übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne das Maskengeschäft) steigen von 35,1 Mio. € auf 43,6 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sinken, ebenfalls durch die Rückabwicklung des Maskengeschäfts (13,6 Mio. €) und durch den Rückgang an Neubestellungen bei Lieferanten signifikant um 44,4 %.

1.4 Finanzlage sowie Investition und Finanzierung

Einer der Schwerpunkte dieses Geschäftsjahres war die Neuaufstellung der Finanzierung des Gesamtkonzerns, sowohl bezogen auf das Finanzierungsvolumen insgesamt als auch hinsichtlich der Laufzeiten. Durch den Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrag mit der der Unicredit Bank, der Landesbank Baden-Württemberg, der Bayerischen Landesbank und der Norddeutschen Landesbank im vierten Quartal 2022 sowie den bestehenden Kreditvereinbarungen mit der Volksbank in Schaumburg und der Kreditanstalt für Wiederaufbau war die notwendige Liquidität für die überwiegend zur Working Capital Finanzierung benötigte Linie langfristig gesichert.

Im Rahmen des Finanzmanagements werden Fremdwährungsrisiken aus dem operativen Geschäft mit Devisentermingeschäften und Derivaten aktiv abgesichert. Die Grundgeschäfte, Transaktionen im Rahmen des Wareneinkaufs in USD, werden durch verschiedene Fremdwährungsgeschäfte fortlaufend abgesichert. Der Bedarf an Fremdwährungen sowie bestehenden Risikopositionen werden regelmäßig durch die Geschäftsführung und das Controlling überwacht und durch gegenläufige bestehende Fremdwährungszahlungsströme gemindert.

Der DS Konzern hat im Geschäftsjahr 2022 1,8 Mio. € (Vorjahr 2,2 Mio. €) in immaterielle Vermögensgegenstände und 1,3 Mio. € (Vorjahr 1,9 Mio. €) in Sachanlagen investiert. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betreffen vorwiegend Implementierungskosten für das neue ERP-System.

Die Kapitalflussrechnung des DS Konzerns ist nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die Ermittlung des Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode.

Der operative Mittelabfluss des Konzerns verbessert sich im Geschäftsjahr 2022 um 5,7 Mio. € auf -1,0 Mio. € (Vorjahr: -6,7 Mio. €). Die Mittelabflüsse resultieren aus dem negativen Konzernergebnis sowie den Veränderungen des Working Capitals.

Der Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit ist geprägt durch den Verkauf der Bürogebäude und den damit einhergehenden Abgängen aus dem Anlagevermögen (11,1 Mio. €), den Erlösen aus dem Verkauf der Beteiligung ,Air up' (9,2 Mio. €) und den Investitionen in ein neues ERP-System. Insgesamt beläuft sich der Cashflow aus Investitionstätigkeiten auf 18,3 Mio. € (Vorjahr -4,3 Mio. €).

Aus der Finanzierungstätigkeit resultiert ein Cashflow von rd. -14,5 Mio. € (Vorjahr 13,6 Mio. €), der sich hauptsächlich aus der Neustrukturierung der Konzernfinanzierung und der damit einhergehenden Rückführung von Darlehen ergibt.

Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds im Jahr 2022 um 2,8 Mio. € erhöht.

1.5 Zusammenfassung der Lage des Konzerns

Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt durch die Post-Merger-Integration mit der Muttergesellschaft The Social Chain AG, der konzernweiten Umstellung des ERP-Systems sowie der Neustrukturierung der Konzernfinanzierung. Die DS Gruppe bewegte sich im Jahr 2022 aufgrund der durch den Angriff Russlands auf die Ukraine ausgelösten Konsumzurückhaltung in einem besonders herausfordernden Marktumfeld. Aufgrund des schwierigen Marktumfelds sowie der internen Neuausrichtung der Systemlandschaft im dritten Quartal entwickelt sich der Konzern insgesamt unter den Erwartungen.

Der Umsatzrückgang auf 226,9 Mio. € ist deutlicher ausgefallen als geplant und auch das EBITDA im einstelligen Millionen-Bereich (ca. 2,4 % EBITDA Marge) ist nicht zufriedenstellend.

1.6 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Identifikation und das schnelle Ergreifen von Chancen sowie die Minderung von Risiken sind wesentlich für den DS Konzern. Chancen und Risiken sind als Ereignisse definiert, die bei Eintritt zu positiven bzw. negativen Abweichungen der Unternehmenszielen führen.

Als internationales Unternehmen ist der DS Konzern einer Vielzahl von makroökonomischen, finanziellen, branchen- und unternehmensspezifischen Risiken und Chancen ausgesetzt. Im vorliegenden Risiko- und Chancenbericht werden die für den DS Konzern als wesentlich erachteten Risiken und Chancen dargestellt.

Die dauerhafte Identifikation und Nutzung von Chancen sind wichtige Elemente zur Sicherstellung eines nachhaltigen Wachstums. Chancen werden in Verbindung mit möglichen Risiken betrachtet und nur weiterverfolgt, wenn sie die mit ihnen verbundenen Risiken überkompensieren, eine Risikosteuerung möglich ist und etwaige Risikoauswirkungen als begrenzt angesehen werden können.

Unter Zugrundelegung der Definition einer Chance als positive Abweichung von den Unternehmenszielen wurden wesentliche Chancen mit dem Potential, die Ziele zu übertreffen, identifiziert:

Partizipation an der weiteren Zunahme des Online- Handels

Zukauf von Unternehmen, um das Geschäftsmodell zu optimieren

Omnichannel-Vertrieb mit datengesteuertem Targeting, Marketing und Vertriebskanälen

Ausbau der Internationalisierung D2C und Retail

Innovationen im Vertrieb und Produktportfolio.

Im Folgenden sollen die einzelnen aufgelisteten Chancen näher erläutert werden:

Partizipation an der weiteren Zunahme des Online-Handels

In allen Branchen wächst der Online-Handel seit Jahren stetig und auch für die nächsten Jahre wird die Fortsetzung dieses Trends prognostiziert. Der Zuwachs an Neukunden durch andere Vertriebskanäle wie dem stationären Handel verzeichnen dagegen eine geringere Wachstumsrate an Kunden und Umsatz. Der DS Konzern bedient unter anderem mit Home & Living, Beauty, Health und Haushaltswaren unterschiedliche Geschäftsfelder und kann daher an dem starken Marktwachstum des Online-Handels, sowie aufgrund der Marken- und Produktvielfalt überproportional an dem Markttrend teilnehmen.

Zukauf von Unternehmen, um das Geschäftsmodell zu optimieren

Das Geschäftsmodell des DS Konzerns sieht mittelfristig neben einem organischen Wachstum auch weiterhin den Zukauf und Verkauf von Unternehmen vor. Durch die Kombination von neu erworbenen Unternehmen mit bereits vorhandenen immateriellen Vermögenswerten, nutzt der DS Konzern diese Stärken. Ziel der Akquisitionen ist die Umsetzung des Retail- und D2C-Geschäftes in Europa. Hieraus ergeben sich Chancen, um Umsatz und Ergebnis überproportional zu steigern.

Omnichannel-Vertrieb mit datengesteuertem Targeting, Marketing und Vertriebskanälen

Die Kombination des Vertriebs über den Einzelhandel, Webshops, digitale Marktplätze und Social Commerce bietet die Möglichkeit, dass jedes Produkt den besten skalierbaren Vertrieb erhält. Die intelligente Nutzung der aus diesen Vertriebskanälen gewonnenen Informationen bietet die Möglichkeit, alle Daten aus den jeweiligen Aktivitäten unter Beachtung gesetzlicher und datenschutzrechtlicher Bestimmungen zu verbinden. Durch geeignete BI-Systeme können Trends frühzeitig erkannt werden, die Entwicklung von Produkten zielgruppengerecht gesteuert und der Vertrieb kanaloptimiert - begleitet von Social-Media-Marketing - erfolgen. Der DS Konzern wird in den nächsten Jahren weiter in den Aufbau geeigneter IT-Systeme und Prozesse investieren, um diese Chancen zu nutzen.

Ausbau der Internationalisierung D2C und Retail

Der DS Konzern setzt sein Geschäftsmodell primär in Deutschland, Großbritannien, Ungarn, Polen und anderen europäischen Ländern um. Durch in diesen Ländern verfügbare Standorte ist der Ausbau des Vertriebs weiterer Sortimente möglich.

Innovationen im Vertrieb und Produktportfolio

Der DS Konzern verfügt über langjährige Erfahrung in der Identifikation und Entwicklung von Produktinnovationen. Produkte werden kontinuierlich weiterentwickelt - durch Feedback der Kunden aus dem Einzelhandel, Endverbraucher und den sozialen Medien. Ein weltweites Netz von Lieferanten, das über Jahrzehnte hinweg aufgebaut wurde, unterstützt den DS Konzern in der Identifikation neuer Trends und Produkte. Diese Kombination bietet die Möglichkeit, neue Trends schnell aufzuspüren und in einem hohen Maß an Innovation, Produkte als auch die dazugehörigen Vertriebskanäle zu gestalten. Beispiele hierfür sind innovative Unternehmen und Produkte, die über die VOX-Gründershow "Die Höhle der Löwen" entdeckt und weiterentwickelt wurden. Oder beispielsweise die Produkte der neuen Kategorie D-A-S-H (Dusche, Armaturen, Solar und Heizung), in der neue Trends zum Energiesparen zeitnah entdeckt und die dazu passenden Produkte auf den Markt gebracht wurden.

Die frühzeitige Identifizierung, Analyse und Steuerung von potenziellen Risiken ist für den DS Konzern ein elementarer Bestandteil der Unternehmensstrategie, resultierend aus der Erkenntnis, dass sich bei konsequenter Anwendung der Prinzipien eines funktionierenden Risikomanagements ebenso die Möglichkeit der Erkennung und Nutzung von Chancen ergibt. Um Risiken und Chancen frühzeitig zu identifizieren und konsequent zu handhaben, erfolgt das Risikomanagementsystem in enger Abstimmung mit der Muttergesellschaft The Social Chain AG. Das Risikomanagementsystem regelt die Identifikation, Erfassung, Beurteilung, Dokumentation und Berichterstattung von Risiken. Die Gesamtrisikolage wird dadurch stets in einem tragbaren Rahmen gehalten.

Die DS Holding GmbH hat ein Risikomanagementsystem implementiert, das fortlaufend weiterentwickelt wird. Der Risikomanagementprozess der Gesellschaft umfasst im Einzelnen:

Identifikation der Risiken, Beschreibung ihrer Art, der Ursachen und Auswirkungen;

Analyse der identifizierten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen finanziellen Auswirkungen;

Risikobewältigung/Risikobeherrschung durch Maßnahmen, die Gefahren und/oder Eintrittswahrscheinlichkeiten reduzieren oder die Folgen beherrschbar machen;

Risikoüberwachung mit Hilfe von Parametern, die Aufschluss über die aktuellen Risiken geben (Risikoindikatoren);

Risikoaufzeichnungen zur Dokumentation aller Vorgänge, die im Zusammenhang der Risikoanalyse und -beurteilung stattfinden.

Die Risikomanagementabteilung der The Social Chain AG koordiniert die Aktivitäten im Bereich des Risikomanagements, aggregiert Risiken bis zur Konzernebene, meldet Risiken und überwacht die Vollständigkeit der erforderlichen Risikoberichte sowie pflegt und entwickelt das für die Risikoerfassung und -steuerung eingesetzte Software-Tool weiter.

Das operative Management der spezifischen Risiken liegt hauptsächlich in der Verantwortung der jeweiligen Risk-Owner in den betreffenden Konzernbereichen. Hierzu gehören die frühzeitige Erkennung und Identifizierung von Risiken, ihre Beurteilung, die Festlegung geeigneter Gegenmaßnahmen, die Steuerung und Überwachung dieser Maßnahmen sowie angemessene Dokumentations- und Berichtsprozesse.

Das interne Kontrollsystem umfasst die Gesamtheit aller Regelungen und Maßnahmen, Grundsätze und Verfahren, um identifizierte Risiken zu mitigieren und Unternehmensziele zu erreichen. Es soll insbesondere die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsabwicklung, die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften sichern sowie die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung gewährleisten.

Verantwortlich für das Risikomanagement, Compliance-Management und das interne Kontrollsystem im Konzern ist die erweiterte Geschäftsführung. Der Geschäftsführung der DS Holding GmbH sind aus der Befassung mit dem Risikomanagementsystem und dem internen Kontrollsystem sowie der Berichterstattung keine Umstände bekannt, welche die Angemessenheit oder die Wirksamkeit dieser Systeme wesentlich einschränken.

Beurteilung identifizierter Risiken

Die Beurteilung identifizierter Risiken erfolgt auf der Basis einer 3x3-Felder-Matrix. Risiken werden hierbei in Bezug auf zwei Dimensionen analysiert und bewertet:

Mögliche Auswirkung: Der aus dem Eintritt eines Risikos resultierende finanzielle Schaden.

Eintrittswahrscheinlichkeit: Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Risikos innerhalb eines vordefinierten Zeitraums.

Die Kombination der möglichen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit erlaubt eine Zuordnung jedes einzelnen Risikos in eine von drei Risikobewertungsklassen (niedrig, mittel, hoch). Diese Art der Darstellung in einer Risikomatrix erleichtert den Vergleich sowie die Priorisierung der Risiken und trägt zu einer verbesserten Transparenz der Risikoexposition des Konzerns bei.

Da Risiken ständigen Änderungen unterliegen, wird einerseits die Entwicklung bereits identifizierter sowie das etwaige Aufkommen bislang nicht relevanter Risiken beobachtet und andererseits die Angemessenheit und Effektivität, der im Umgang mit Risiken gewählten Maßnahmen regelmäßig überprüft.

Identifizierte Risiken

Für das Geschäftsjahr 2022 wurden insgesamt 17 Risiken identifiziert, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- (einschließlich Auswirkungen auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Cashflows) und Ertragslage sowie die Reputation des DS Konzerns haben können.

Im Nachfolgenden sind diese Risiken (nach Risikogruppen sortiert und unter Angabe der für das jeweilige Risiko ermittelten Risikobewertungsklasse) beschrieben. Die Reihenfolge der Darstellung der Risiken erfolgt unabhängig von ihrer Wesentlichkeit/Relevanz. Die den jeweiligen Risiken vorangestellten Kennzeichnungen (R1, R2, etc.) dienen dazu, die vorgenommene Einordnung der einzelnen Risiken in der im Anschluss an die Risikobeschreibung dargestellten Risikomatrix nachzuvollziehen.

R1: Aufkommen neuer finanzstarker Wettbewerber (Risikogruppe: Strategisches Risiko; Risikobewertungsklasse: Mittel)

Social Commerce ist ein dynamisches Marktsegment. Neue finanzstarke Unternehmen können in den Markt eindringen und mit hohen Investments den Markt verändern. Dies können unter anderem sein:

Etablierte Handelsunternehmen, die ihr Modell stärker auf Social Commerce ausrichten

E-Commerce-Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell mit hohen Investitionen auf Social Commerce ausrichten

Finanzinvestoren mit großen Fonds.

Der DS Konzern beobachtet die Marktveränderungen.

R2: Risiken aus Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen (Risikogruppe: Strategisches Risiko; Risikobewertungsklasse: Mittel)

Der DS Konzern verfolgt eine Buy-and-Build-Strategie, um Marktchancen zu nutzen und in den relevanten Märkten organisch und durch Akquisitionen national und international profitabel zu wachsen. Bei der Akquisition von Unternehmen können erhebliche Risiken entstehen, die die Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich negativ beeinflussen. Unter anderem können

die erwarteten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht werden,

Probleme bei der Integration entstehen,

rechtliche, steuerrechtliche oder regulatorische Risiken auftreten,

technologische oder andere relevante Entwicklungen den Sinn der Akquisition verringern sowie

Marktannahmen und Wettbewerbssituation sich anders darstellen.

In Anbetracht der Vielzahl an Akquisitionen können Risiken, wie beispielhaft oben aufgeführt, nicht vollständig ausgeschlossen werden. Darüber hinaus kann ein erheblicher Teil des Kaufpreises der erworbenen Unternehmen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und andere immaterielle Vermögenswerte entfallen. Hieraus kann ein erhebliches bilanzielles Risiko entstehen, wenn einzelne der oben beschriebenen Risiken eintreten und Wertansätze abzuwerten sind. Es kann zudem die Situation auftreten,

dass der DS Konzern nicht in der Lage ist, Akquisitions- oder Investitionsmöglichkeiten zu identifizieren, die den strategischen Zielen entsprechen oder

solche Möglichkeiten identifiziert werden, der Konzern aber nicht in der Lage ist, akzeptable Bedingungen zu verhandeln.

Hieraus können sich negative Auswirkungen auf die Wachstumsziele des Konzerns ergeben. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Put- und Call-Optionen in Bezug auf Minderheiten und deren Bewertungsrisiko zu nennen.

Neben den Risiken aus Akquisitionen ergeben sich aber auch Risiken aus dem Verkauf von Unternehmen des Konzerns. Unternehmensverkäufe sehen in der Regel umfassende Garantiekataloge vor, aus denen nachgelagerte Risiken entstehen können. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Unternehmen unter dem Buchwert oder den Anschaffungskosten verkauft werden.

Die DS Holding GmbH bedient sich bei allen Transaktionen professioneller Unterstützung durch renommierte Berater (rechtliche, steuerrechtliche und wirtschaftliche Due Diligence) und reduziert mögliche Risiken auch durch die Einsetzung der zentralen Konzernbereiche "Legal" und "Finance".

R3: Risiken aus Produktmängeln (Risikogruppe: Regulatorische und rechtliche Risiken; Risikobewertungsklasse: Mittel)

Der Erfolg des Social-Commerce-Geschäfts hängt von der Qualität, dem Preis und der Einhaltung zugesagter Produkteigenschaften der verkauften Produkte ab. Vor dem Hintergrund des Vertriebs einer Vielzahl unterschiedlicher Produkte kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass im Einzelfall fehlerhafte Produkte verkauft werden und dies zu Retouren bzw. Rückrufaktionen im Handel, Reputationsschäden, Delisting, Haftungsansprüchen, Vertragsstrafen oder gar Bußgeldern führt.

Die DS Holding hat geeignete organisatorische Maßnahmen getroffen, um die oben beschriebenen Risiken zu reduzieren. Bereits im Produktentwicklungsprozess werden Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt und alle relevanten Gesetze, Verordnungen, Richtlinien und Normen eingesehen und geprüft. Darüber hinaus werden Produkte und Werbeaussagen in diesem Prozess auch wettbewerbsrechtlich geprüft. Im Rahmen der Lieferantenauswahl werden das Qualitätsmanagement, die Einhaltung des Verhaltenskodex, Umweltfragen und die Arbeitssicherheit durch Audits überprüft. Die Produktstandorte unterliegen regelmäßigen Produktionsüberwachungen durch externe Prüfungsgesellschaften oder das eigene Qualitätsbüro in China. Schließlich werden regelmäßig Wareneingangs- und Qualitätskontrollen durchgeführt. Zum Schutz vor Haftungsansprüchen verfügen die Handelsgesellschaften zudem über eine umfassende Produkthaftpflichtversicherung.

R4: Neue regulatorische Anforderungen an den Datenschutz (Risikogruppe: Regulatorische und rechtliche Risiken; Risikobewertungsklasse: Mittel)

Als Social-Commerce-Unternehmen muss der DS Konzern Kundendaten, einschließlich persönlich identifizierender Informationen, erheben und verarbeiten, um Bestellungen abzuschließen, Zahlungen zu vereinnahmen und effektiv mit Kunden interagieren zu können. In dieser Hinsicht unterliegt der Konzern zahlreichen Gesetzen und Regularien basierend auf der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit persönlicher Daten, darunter insbesondere sämtliche Aspekte des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre (z.B. DSGVO). Verstöße gegen die DSGVO als bekanntes Beispiel können zu erheblichen Strafen führen.

Datenschutzrechtliche Vorschriften für das Internet könnten die Strategie zur Erhebung und Nutzung personenbezogener Daten im Rahmen der Marketingbemühungen und -tätigkeiten beeinträchtigen. Die DSGVO legt strenge Bedingungen und Beschränkungen für die Verarbeitung, Nutzung und Übertragung personenbezogener Daten fest. Diese Vorschriften müssen in der Europäischen Union und im Vereinigten Königreich sowie andere Vorschriften in anderen Ländern, in denen der DS Konzern geschäftlich tätig ist, eingehalten werden.

Lokale Behörden können die einschlägigen Datenschutzgesetze restriktiv auslegen, und es ist trotz größtmöglicher Sorgfalt im Rahmen dieses dynamischen Umfelds nicht gewährleistet, dass die restriktiven Ansätze jederzeit umgehend eingehalten werden können. Jede Nichteinhaltung der geltenden Vorschriften durch den DS Konzern könnte zu Geldstrafen und anderen Sanktionen führen. So sieht die DSGVO beispielsweise vor, dass Verstöße gegen die Datenschutzbestimmungen je nach den Umständen mit Geldbußen von bis zu 20 Mio. € (in der Europäischen Union (GPB 17,5 Mio. in Großbritannien)) oder 4% des weltweiten Jahresumsatzes der Person, die den Verstoß begangen hat, geahndet werden können, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

Selbst wenn der DS Konzern, die in den E-Commerce-Geschäftsbereichen gesammelten Daten nicht nutzt, können auch für die Nichteinhaltung der DSGVO oder anderer geltender Datenschutzvorschriften in den Bereichen die E-Commerce-Geschäftsbereiche haftbar gemacht werden. Es besteht in der Europäischen Union nach wie vor ein gewisses Maß an Rechtsunsicherheit in Bezug auf die Cookie-Banner-Einstellungen auf den konzerneigenen Websites, was zu einer nicht konformen Verwendung von Cookies führen kann, die mit erheblichen Geldstrafen belegt werden kann.

Es können erhebliche Kosten entstehen, um die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen zu gewährleisten, die in den verschiedenen geografischen Gebieten, in denen der DS Konzern tätig ist, unterschiedlich sind. Zur Minderung dieser Risiken überwachen die Rechtsabteilung, der Datenschutz-Beauftragte und das IT- und Prozesse-Team fortlaufend die Datenschutzanforderungen und -entwicklungen, unterstützen bei der Erstellung und Einführung entsprechender Dokumentation und Prozesse und bieten geeignete Beratung, Expertise und Schulungen. Diese Kontrolle umfasst auch die enge Zusammenarbeit und Abstimmung, insbesondere mit externen Datenschutz-Dienstleistern, um durch die Umsetzung geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen zum Schutz der Kundendaten beizutragen.

R5: Änderung regulatorischer Anforderungen (Risikogruppe: Regulatorische und rechtliche Risiken; Risikobewertungsklasse: Niedrig)

Aufgrund der Geschäftsaktivitäten in verschiedenen Ländern können sich Risiken aus sich ändernden regulatorischen Anforderungen ergeben. Änderungen des regulatorischen Rahmenwerks können Anpassungen von Prozessen und Geschäftsaktivitäten erfordern, die Kostensteigerungen oder Umsatzminderungen nach sich ziehen können. Potenzielle Risikoszenarien beinhalten Zusatzkosten in Verbindung mit Zöllen, Produktsicherheit, Arbeitsbedingungen, Produktangebot, Verbraucherschutz, Änderungen bei der Nutzung von Social-Media-Inhalten, Kennzeichnungspflichten bei Werbung und neuen Verpackungsmaterialien.

Aktuelle Risikotreiber ergeben sich aus den regulatorischen Anpassungen, wie beispielsweise dem geplanten Hinweisgeberschutzgesetz, der Umsetzung der Omnibus-Richtlinie in nationales Recht sowie der möglichen Anwendbarkeit des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes auf die DS Holding GmbH bzw. den DS Konzern und den sich aus diesem Gesetz auch für Zulieferer ergebenden Anforderungen. Zudem zählen insbesondere verschärfte Umwelt- bzw. Klimaschutzvorschriften, wie das Verpackungsgesetz, zu den aufkommenden regulatorischen Herausforderungen.

Zusammengefasst besteht das Risiko darin, dass regulatorische Änderungen jeglicher Art die Gruppe in einer Weise beeinträchtigen, dass ihr derzeitiges Geschäftsmodell nicht mehr wie bisher durchgeführt werden kann (z.B. Verbot bestimmter Produkte oder Vertriebswege). Der DS Konzern überwacht das regulatorische Umfeld durch seine zentrale Rechtsabteilung, die die operativen Bereiche frühzeitig über Änderungen in rechtlichen Bestimmungen informiert.

R6: Risiken aus der Nichteinhaltung von ESG/CSR-Standards (Risikogruppe: Regulatorische und rechtliche Risiken; Risikobewertungsklasse: Niedrig)

Der DS Konzern hat der Einhaltung sämtlicher ESG- und CSR-Standards eine hohe Priorität eingeräumt. Die Kunden der Handelsgesellschaften erwarten heute zurecht die konsequente prozessuale und organisatorische Sicherstellung der Einhaltung dieser Standards. Der DS Konzern möchte und muss zunehmend ESG- und CSR-Standards und -Erwartungen in Bezug auf Umweltbelange (z. B. Klimawandel und Nachhaltigkeit), soziale Belange (z. B. Vielfalt und Menschenrechte) und Corporate-Governance-Belange (z. B. Beziehungen zu Mitarbeitenden bei Geschäfts- und Investitionsentscheidungen) erfüllen. Die Regulierungsdichte in den vorgenannten Bereichen nimmt stetig zu und hat u.a. steigende Anforderungen an Unternehmen zur Folge. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass neue oder bestehende Anforderungen nicht sofort erkannt oder nicht angemessen bewertet werden. Dies kann dazu führen, dass einzelne ESG- und CSR-Standards nicht eingehalten und die Erwartungen der Kunden oder der Öffentlichkeit nicht ausreichend erfüllt werden. Die Nichteinhaltung der Standards kann zusätzlich den Weg zu Investmentquellen und Geschäftsmöglichkeiten erschweren sowie den Ruf des Konzerns beschädigen und Kunden sowie andere Stakeholder-Gruppen verärgern. Des Weiteren kann die Einhaltung bestimmter ESG- und CSR-Standards zu zusätzlichen Kosten führen. Künftige Änderungen der regulatorischen und rechtlichen Anforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel können das Wachstum des Konzerns und die Finanzergebnisse beeinträchtigen.

Schließlich kann der Konzern durch eine unangemessene Auswahl von Lieferanten insbesondere im Hinblick auf CSR-Vorschriften negativ beeinträchtigt werden. Der Konzern hat entsprechende organisatorische Regelungen (Code of Conduct) zur Lieferantenauswahl installiert. Diese sind auf der Website abrufbar.

R7: Logistikrisiken (Risikogruppe: Marktrisiko; Risikobewertungsklasse: Niedrig)

Der DS Konzern bietet verschiedene Produktkategorien über seine Vertriebskanäle an. Die Produkte werden national und international produziert und beschafft. Damit der DS Konzern die geplanten Umsätze realisieren kann, müssen die Waren in der vereinbarten Zeit, Menge und Qualität in die Warenlager in Deutschland und Polen geliefert werden.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Lieferketten aufgrund von Ereignissen in den Beschaffungs- und/oder Lieferländern unterbrochen werden bzw. es zu Lieferstörungen kommt, möglicherweise auch im Zusammenhang mit Pandemien, Naturkatastrophen oder kriegerischen Auseinandersetzungen. Unterbrechungen und Störungen der Lieferketten können zudem eine längere Lagerung der Waren erforderlich machen, was sowohl kostentreibend wirken als auch zum Verderb von Waren führen kann. Außerdem kann die Erfüllung von Verträgen (z. B. vereinbarte Liefertermine) nicht garantiert oder eingehalten werden. Dies kann zu Kundenverlusten, Rufschädigung, Auslistung durch Vertriebspartner und Schadenersatzansprüchen führen. Makroökonomische Entwicklungen und Unsicherheiten in Bezug auf internationale Transportrouten können zu höheren Containerkosten führen, sodass ein weiterer Anstieg der Lieferkosten nicht auszuschließen ist.

Seit 2020 kam es verstärkt zu Logistikengpässen und steigenden Transportkosten, speziell beim für den DS Konzern wichtigen Containerversand aus Asien. Die Handelsgesellschaften haben insbesondere durch ein breites Portfolio an Lieferanten, eine ausreichende Warenbevorratung sowie durch eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Logistikpartnern die Effekte dieser Negativentwicklung - soweit möglich - minimiert. Darüber hinaus ergaben sich aus der Gründung der polnischen Logistikgesellschaft DSP Logistics PL im Geschäftsjahr 2022 Möglichkeiten zur Kostenoptimierung und Risikoreduzierung im Bereich der Logistik. Die zwischenzeitlich bereits weit vorangeschrittene Kostenoptimierung wird sich voraussichtlich schon im Geschäftsjahr 2023 positiv bemerkbar machen und somit einen Teil der gestiegenen Transportkosten kompensieren können.

R8: Nachfrageeinbrüche (Risikogruppe: Marktrisiko; Risikobewertungsklasse: Niedrig)

Der DS Konzern ist wie viele andere Unternehmen in hohem Maße vom Verbraucherverhalten abhängig. Im Falle des DS Konzerns gilt dies vor allen Dingen für den Hauptmarkt Deutschland.

Der Umsatz kann insbesondere aufgrund von Konjunkturschwankungen, z. B. Rezessionen, zurückgehen. Aktuell sind vor allem die zahlreichen wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine (unsichere Energieversorgung, Preistreiber für zahlreiche Produkte und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs) zu nennen, die zu einer deutlichen Abkühlung des Konsumklimas geführt haben. Darüber hinaus kann das mögliche Nicht-Erkennen aktueller Verbrauchertrends bzw. die fehlende rechtzeitige Anpassung der Geschäftstätigkeit der Gruppe hierauf, das Wachstum und den Umsatz der Gruppe negativ beeinflussen. So kann es bspw. zu einem veränderten oder geringeren Interesse an den D2C-Produkten des Konzerns kommen.

Der DS Konzern ist mit seinen Aktivitäten breit aufgestellt und nicht von einem einzelnen Unternehmen oder einem einzelnen Produkt abhängig. Mehrere Erlösströme und ein breites Produktsortiment vermeiden hohe Abhängigkeiten und haben sich als weitgehend robust auch in Krisensituationen erwiesen. Dennoch ist der zu verzeichnende Rückgang des privaten Konsums und damit der Rückgang der Nachfrage eine große Herausforderung für den DS Konzern, dessen negative Effekte durch entsprechende Gegenmaßnahmen versucht werden aufzufangen.

R9: Mangel an geeigneten Führungskräften und Mitarbeiter (Risikogruppe: Branchenrisiko; Risikobewertungsklasse: Hoch)

Das profitable Wachstum einer Unternehmensgruppe erfordert geeignete Führungskräfte und qualifizierte Mitarbeiter. Um die Ziele zu erreichen, sind Unternehmergeist, Kreativität und Managementfähigkeiten erforderlich. Der DS Konzern ist ein Konzern mit vielen jungen, talentierten Mitarbeitern. Es besteht das Risiko, dass die Mitarbeiter nicht dauerhaft im DS Konzern arbeiten möchten oder ihre Fähigkeiten nicht wie gewünscht weiterentwickeln. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass es nicht gelingt, die für die organisatorischen und administrativen Anforderungen sowie die geplante weitere Entwicklung des Konzerns erforderlichen qualifizierten Mitarbeiter zu gewinnen.

Der DS Konzern schafft ein unternehmerisches, Talent-Management begünstigendes Umfeld und beobachtet Führungskräfte und Mitarbeitende permanent. Dazu können durch Remote- Arbeitsplätze und offene Strukturen talentierte Mitarbeiter auch national angesprochen werden, um standortabhängige Engpässe an qualifizierten Mitarbeitenden zu vermeiden.

R10: Marktdominanz der Social Media Plattformen und Änderungen im Algorithmus (Risikogruppe: Branchenrisiko; Risikobewertungsklasse: Mittel)

Die bekannten Social-Media Plattformen verändern regelmäßig ihr Geschäftsmodell oder führen Algorithmus-Änderungen durch. Das Erkennen dieser Veränderungen, das Verstehen der möglichen Auswirkungen dieser Veränderungen und die schnelle Reaktion hierauf sind essenziell für das Geschäftsmodell des Konzerns.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Reichweiten der eigenen Social-Media-Aktivitäten verloren gehen, Kanäle gesperrt werden oder Follower das Interesse an dem Content verlieren.

Darüber hinaus verdrängen die großen Anbieter zunehmend kleinere Unternehmen und bauen ihre Marktmacht auch durch Akquisitionen aus. Amerikanische und chinesische Anbieter dominieren weltweit den Markt.

Der DS Konzern erkennt durch die Vielzahl gut ausgebildeter und erfahrener eigener Social Commerce-Mitarbeiter die möglichen oben beschriebenen Risiken und kann entsprechend reagieren.

R11: Risiken aus Kritik in den sozialen Medien schaden Marke und Image (Risikogruppe: Branchenrisiko; Risikobewertungsklasse: Mittel)

Der DS Konzern vermarktet Produkte über Social Media und stellt Social-Media-Content her. Social-Media-Plattformen ermöglichen den Kunden und Nutzern die Teilnahme an Content, Bewertungen und Meinungsbildung bei anderen. Im Einzelfall kann ein Kunde negative Bewertungen zu Produkten oder Dienstleistungen des Konzerns über Social Media verbreiten und es zu einem "Shitstorm" kommen. Wenn der Konzern oder eine Tochtergesellschaft nicht oder nicht angemessen reagiert, kann dies erhebliche negative Auswirkungen auf Reputation und Umsätze haben.

Der DS Konzern verfügt über eine Vielzahl erfahrener Social-Media-Mitarbeiter, die die Marken- und Produktaktivitäten im Social-Media-Bereich überwachen. Social-Media-Tools wie auch permanentes Monitoring reduzieren mögliche Risiken.

R12: Unzureichende Innovationskraft bei Onlineshops und Änderungen bei Vertriebsplattformen (Risikogruppe: Branchenrisiko; Risikobewertungsklasse: Niedrig)

Um die wachsenden und sich wandelnden Anforderungen an D2C-Produkte und -Dienstleistungen zu erfüllen und Marktchancen zu nutzen, sind regelmäßig innovative Anpassungen an den verschiedenen Shops der einzelnen Konzernunternehmen erforderlich. Eine Vernachlässigung der erforderlichen Anpassungen oder eine unzulängliche Umsetzung solcher Maßnahmen kann zu Kundenverlusten und in der Folge zu erheblichen Umsatzeinbußen führen. Dazu können Änderungen bei Vertriebsplattformen wie Amazon durch Algorithmus- und Provisionsänderungen den Umsatz sowie die Profitabilität negativ beeinflussen.

Die Vertriebsbereiche überwachen permanent die Umsatzentwicklung, die Funktionsfähigkeit der Onlineshops wie die Anbindung an die Marktplätze. Algorithmusänderungen oder nicht funktionierende Onlineshops oder Schnittstellen werden hierdurch zeitnah erkannt und die notwendigen Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem zentralen IT-Bereich umgesetzt. Updates von Software sowie die Beobachtung neuer technologischer Entwicklungen reduzieren die Risiken.

R13: Abwertungen des Geschäfts- und Firmenwertes sowie anderer immaterieller Vermögensgegenstände (Risikogruppe: Finanzwirtschaftliches Risiko; Risikobewertungsklasse: Hoch)

Der DS Konzern entstand unter anderem durch den Erwerb von Unternehmen. Es wurden Unternehmen gegen Cash erworben und Kaufpreise bezahlt, die über dem ausgewiesenen Eigenkapital lagen. Der positive Unterschiedsbetrag wurden im Rahmen der historischen Anschaffungskosten auf materielle und immaterielle Vermögensgegenstände aufgeteilt und der verbleibende Differenzbetrag als Geschäfts- und Firmenwert in der Konzernbilanz ausgewiesen. Die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Vermögensgegenstände und des Geschäfts- und Firmenwerts hängt vom Erreichen der zugrunde liegenden mehrjährigen Unternehmensplanung ab. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Unternehmen oder Vermögenswerte ihre Ziele und Planwerte nicht wie vorgesehen erreichen und es damit zu außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert oder die ausgewiesenen immateriellen Vermögensgegenstände kommt.

Der DS Konzern überwacht laufend die Ergebnisse und Entwicklung aller Unternehmen und Vermögenswerte und kann frühzeitig bei negativen Entwicklungen gegensteuern.

R14: Finanzierungsrisiko (Risikogruppe: Finanzwirtschaftliches Risiko; Risikobewertungsklasse: Hoch)

Die DS Gruppe hat im vierten Quartal 2022 einen Konsortialkreditvertrag abgeschlossen, der in erster Linie der Finanzierung des Working Capitals dient. In diesem Zusammenhang koordiniert die DS Holding (und das Finanzteam der Gruppe) die Bemühungen zur Sicherung und effizienten Ausgestaltung der Finanzierungsquellen. Der Umfang der Finanzierung wird als Teil des bestehenden Rahmens der Jahresplanung und der Prognosen geplant und durch wöchentliche Abstimmungen validiert.

Die Annahmen und Prämissen zur Ermittlung des Finanzierungsbedarfs können sich aus verschiedenen Gründen als unzutreffend erweisen (z.B. Ausfall von Forderungen, hinter den Erwartungen zurückbleibende Umsätze, Anstieg von Beschaffungs-, Transport- oder sonstigen Kosten, Rechtsansprüche sowie geringere Erlöse aus geplanten Desinvestments). Bei wirtschaftlich erheblichen und anhaltenden Abweichungen kann dies zu einer Erhöhung des Finanzierungsbedarfs führen.

Die Finanzierung der Unternehmensgruppe ist zudem an die Einhaltung von vertraglich definierten Finanzkennzahlen gebunden. Wenn sich die unternehmerische Entwicklung wesentlich verschlechtert, kann der Bruch der Covenants zur Gefährdung der Unternehmensfinanzierung und der entsprechenden Working Capital Linie führen.

Das hier beschriebene Risiko tritt ein, wenn es zu deutlichen Abweichungen der Planungs- und Prognoseprämissen, beispielsweise durch einen externen Schock und Nachfrageeinbruch kommt.

R15: Risiko des Abwertungsbedarfs von Vorräten (Risikogruppe: Finanzwirtschaftliches Risiko; Risikobewertungsklasse: Mittel)

Die DS Gruppe vertreibt eine Vielzahl unterschiedlichster Produkte. Um eine schnelle Lieferung der vertriebenen Produkte zu gewährleisten (und somit eine Grundvoraussetzung für Kundenzufriedenheit zu erzielen) ist eine ausreichende Bevorratung der Artikel wichtig, sodass der Lagerbestand - selbst unter günstigen Bedingungen - bereits nennenswerte finanzielle Dimensionen annimmt. Neben den damit verbundenen logistischen Herausforderungen und der Problematik der Kapitalbindung, besteht ein unternehmerisches Hauptproblem in der Ermittlung des möglichst optimalen Lagerbestands: Es sollte idealerweise keine nennenswerten Engpässe beim Lagerbestand geben, gleichzeitig sollte der Lagerbestand aber auch nicht unnötigerweise überdimensioniert sein. Diese ohnehin schon schwierige Optimierungsaufgabe wird durch weitere zu berücksichtigen Aspekte noch komplexer:

Im Zuge der Corona-Pandemie hatte die DS Gruppe wie viele andere Wettbewerber auch - vermehrt mit Lieferproblemen und Störungen der Logistikketten zu kämpfen. Um die damit verbundenen Risiken etwas einzudämmen, hat der DS Konzern teilweise die Lagerreichweiten erhöhen müssen.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine wirkt sich immer noch in mehrfacher Hinsicht auf die Kaufkraft der Konsumenten aus. Diese vertriebshemmende Wirkung gilt es hinsichtlich Intensität und Dauer möglichst akkurat abzuschätzen, um die Lagerbestände entsprechend anzupassen.

Ein Teil des Sortiments steht im Zusammenhang mit der Sendung "Die Höhle der Löwen". Wie sich der Abverkauf eines neuen Produktes nach Ausstrahlung der entsprechenden Sendung entwickeln wird, ist im Vorfeld nur bedingt vorhersehbar. Ist die Lagerhaltung zum Zeitpunkt der Produkteinführung zu gering, so kann sich dies negativ auf den Product- Launch auswirken. Auf der anderen Seite ist ein großer Lagerbestand ebenfalls ein Risiko, falls die Marktakzeptanz eines Neuproduktes unter den Erwartungen liegt.

Angesichts der hohen Anzahl unterschiedlicher Lagerartikel, des Wertes des Lagerbestandes sowie der drei vorgenannten zusätzlichen Herausforderungen, besteht ein wesentliches Risiko darin, dass der Lagerbestand in Teilen nicht mehr oder lediglich mit deutlichen Abschlägen noch verkaufsfähig ist. Durch laufende Prognose- und Dispositionsverfahren wird dieses Risiko regelmäßig ermittelt und ggf. erforderlich werdende Abwertungen werden vorgenommen.

R16: Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen (Risikogruppe: Finanzwirtschaftliche Risiken; Risikobewertungsklasse: Niedrig)

Die DS Gruppe unterliegt dem Risiko von Zahlungsausfällen und dem allgemeinen Preisänderungsrisiko. Das Ausfallrisiko variiert je nach Art des Geschäfts:

Im Social Commerce (B2C) wird das Ausfallrisiko durch Vorkasse oder die Einbindung von Zahlungsanbietern wie Klarna oder PayPal (Übernahme des Ausfallrisikos) fast vollständig eliminiert.

Im B2B-Handelsgeschäft sind Zahlungsausfälle zwar grundsätzlich möglich, jedoch schließen diese Gesellschaften zur Risikominderung Kreditausfallversicherungen ab oder nutzen Inkassodienstleister, die ca. 90% der Nettoforderungen abdecken. Insofern besteht nur ein geringes Risiko von nennenswerten Zahlungsausfällen.

Das hohe Einkaufsvolumen in Asien führt zu Preisänderungs- und Währungsrisiken. Ein Teil des benötigten USD-Volumens für den Einkauf wird daher von der Finanzabteilung abgesichert. Änderungen der Beschaffungspreise wirken sich auf den Purchase-to-Pay-Prozess aus. Da die Abgabepreise an den Handel regelmäßig langfristiger ausgehandelt werden, können Änderungen auf der Beschaffungsseite zu einer Abweichung zu den geplanten Deckungsbeiträgen führen.

Das Ausfallrisiko bezieht sich auf die Finanzbuchhaltung und -berichterstattung sowie die Orderto-Cash-Prozesse, da es zu verspäteten oder ausbleibenden Zahlungen von Forderungen kommen kann, was zu einer Abschreibung führen kann. Das Wechselkursrisiko, dass durch in Fremdwährungen abgeschlossene Verträge entsteht, betrifft die Finanzabteilung, da sie die Wechselkurse überwacht.

R17: Bedrohung der Cybersicherheit (Risikogruppe: IT-Risiko; Risikobewertungsklasse: Mittel)

Cybersicherheitsrisiken aus internen oder externen Angriffen sowie Schwachstellen der internen Kontrollen können wesentliche Aspekte der kundenbezogenen Anwendungen, Lager-IT-Systeme, Zahlungssysteme und internen IT-Systeme beeinträchtigen. Prominente Cybersicherheitsrisiken betreffen u.a. Ausfälle aufgrund von Distributed-Denial-of-Service (DDoS)/ Ransomware-Angriffen, Datenverlust aufgrund von Sicherheitsverletzungen, fehlerhafte Prozessabläufe aufgrund von Integritätsverletzungen oder eine Kombination daraus.

Der DS Konzern ist als bekanntes Unternehmen aufgrund seiner Größe, seinen wertvollen Daten und seiner Abhängigkeit von IT-Systemen ein potenzielles Ziel. Um den Bedrohungen der Cybersicherheit entgegenzuwirken, erhält der Konzern die Sicherheits- und Compliance- Bemühungen durch Investitionen in neue Technologien und spezialisierte interne Ressourcen. Die zentrale IT überwacht relevante Bereiche kontinuierlich und hält Prozesse zur Gewährleistung der Datensicherheit aufrecht.

Die nachfolgende Darstellung zeigt die vorgenommene Einordnung der vorgenannten Risiken in die einzelnen Felder der 9-Felder-Risikomatrix.

1.7 Zusammenfassung der Risiken des Konzerns

Die Einschätzung der individuellen Risiken im Geschäftsjahr 2022 haben sich aufgrund der Entwicklung der externen Bedingungen, der Änderungen im Geschäftsportfolio, der Wirkung der eigenen Gegenmaßnahmen sowie der Anpassung der Risikobeurteilung vereinzelt geändert.

Darüber hinaus wurde im Ergebnis der Risikoanalysen die Umsatz- und Ergebniserwartungen reduziert, so dass ein Teil der wesentlichen Risiken bereits in der Planung Berücksichtigung gefunden haben. Die Gesamtrisikosituation für den DS Konzern hält sich damit gegenüber dem Vorjahr auf einem vergleichbaren Niveau.

Unter Zugrundelegung der aktuellen Bewertungen über die möglichen finanziellen Auswirkungen sowie den Eintrittswahrscheinlichkeiten der in diesem Bericht erläuterten Risiken sieht die Geschäftsführung derzeit keine wesentliche Gefährdung der Unternehmensfortführung. Das derzeit mit zahlreichen Unsicherheiten verbundene makroökonomische Umfeld macht es jedoch erforderlich, die weitere diesbezügliche Entwicklung sehr genau zu beobachten und kann im Falle einer weiteren nachhaltigen Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Neubewertung der Einschätzung zur Unternehmensfortführung zur Folge haben.

1.8 Ausblick 2023

Die Entwicklung 4 des DS Konzerns ist in fast all seinen Aktivitäten auch abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der resultierenden Konsumkraft. Wenngleich der DS Konzern schnell auf die Veränderungen durch die Pandemie reagieren konnte und damit rechnet, auch zukünftig Veränderungen frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren, ist aufgrund der schwer absehbaren Auswirkungen der geopolitischen Entwicklung in der Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine die Prognostizierbarkeit der künftigen Entwicklung im Vergleich zu einer Situation ohne globale Krisen deutlich eingeschränkt. Dennoch gibt es eine Reihe von Indikatoren, die eine bedingte Prognose erlauben.

Die Perspektiven für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind für das Geschäftsjahr 2023 und die Folgejahre weiterhin von erhöhter Unsicherheit geprägt. Der IWF (Internationale Währungsfonds) prognostiziert im "World Ecomomic Outlook" vom Januar 2023 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 2,9% für das Jahr 2023 bei einer weiterhin hohen Inflation von 6,6%, die im Vorjahr bei 8,8% lag. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird eine durchschnittliche Inflation von 4,6% für 2023 erwartet. Der IWF erwartet für die Eurozone eine Wachstumsrate für das BIP (Bruttoinlandsprodukt) von 0,7% im Jahr 2023. Vor allem der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die unter anderem daraus resultierenden Kürzungen russischer Gaslieferungen sind ausschlaggebend für dieses schwache Wachstum, insbesondere für die Länder, die stärker von den Gaslieferungen abhängig sind. Die Entscheidung der EZB (Europäische Zentralbank), die Leitzinsen weiter anzuheben, spannt die finanzielle Lage weiter an und wirkt sich negativ auf das Wirtschaftswachstum aus. Für Großbritannien erwartet der IWF einen Rückgang des BIP von 0,6% im Jahr 2023. 5

4 Quelle: IMF https://www.imf.org//media/Files/Publications/WEO/2023/Update/January/English/text.ashx
5 Quelle: GfK https://www.gfk.com/hubfs/website/editorial ui pdfs/20230224 PM Kosumklima Deutschland dfin.pdf

Die Prognosen zum Konsumklima in Deutschland für 2023 sind aufgrund gegenläufiger Analysen schwer zu deuten. Zum einen erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte der GfK (Marktforschungsinstitut - Growth from Knowledge) in einer Pressemittelung vom Februar 2023, dass das Konsumklima trotz der schwächelnden Weltwirtschaft sowie hoher Inflationsraten spürbar zulegen konnte und damit auf Erholungskurs sei. Auch die gesunkenen Energiepreise als auch die Einschätzung der Experten, dass eine Rezession vermieden werden kann, lassen Optimismus zu. Zum anderen wird in derselben Pressemitteilung darauf verwiesen, dass das Konsumklima im niedrigen Niveau bleibt, was darauf hindeutet, dass der private Konsum keinen positiven Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland leisten kann. Das Konsumklima März 2023 wird mit -30,5 Punkten angegeben.2 Zum Vergleich, das Konsumklima lag im Januar 2022 bei -6,9 Punkten, hatte im September 2022 den Tiefpunkt von -67,7 Punkten erreicht und erholte sich im Dezember 2022 leicht auf -40,1 Punkte. 6

Für den Online-Handel geht der bevh (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland) verglichen mit dem Gesamtmarkt von einem etwas stärkeren Wachstum aus. Für 2023 prognostiziert der Verband in einer Pressemeldung vom Januar 2023 ein Wachstum von 4,8% in Deutschland. 7 Beim Einzelhandel geht der HDE (Handelsverband Deutschland) von einem preisbereinigten Umsatzminus von 3% aus. Auch der HDE sieht den Online-Handel als Wachstumstreiber. 8

Das aktuell makroökonomisch unsichere Umfeld führt zu einer unverändert geringen Visibilität der zukünftigen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des DS Konzerns. Die Prognose auf die relevanten finanziellen Leistungsindikatoren ist daher weiterhin für den Konzern mit Unsicherheiten behaftet. Auf Basis der im Jahr 2023 geplanten Restrukturierungsmaßnahmen, erwartet das Management für das Jahr 2023 einen Umsatz von ca. 200 bis 220 Mio. € bei einer steigenden Rohmarge von über 35 % und einem positiven EBITDA von 6 bis 10 Mio. €.

Mit Fokus auf mehr Rentabilität ist der Umsatz der Konzerngruppe damit ungefähr auf Vorjahresniveau. Durch die stärkere Entwicklung des E-Commerce wird der Umsatzanteil der Brand Chain im Vergleich zum Jahr 2022 weiter steigen, während das Management für den Bereich DS Handel aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen sowie einer auf hohe Marge fokussierten Portfoliobereinigung von einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr ausgeht. Die marken-fokussierten Bereiche Landmann Konzern und BEEM rechnen mit einem Umsatz leicht unter Vorjahresniveau.

6 Quelle: GfK https://www.gfk.com/de/presse/starke-kaufkrafteinbussen-lassen-konsumklima-weiter-abstuerzen
7 Quelle: BEVH https://www.bevh.org/fileadmin/content/05 presse/Pressemitteilungen 2023/260122 PM.pdf
8 Quelle: HDE https://einzelhandel.de/presse/aktuellemeldungen/14050-hde-prognose-fuer-2023-preisbereinigt-gehendie-umsaetze-im-einzelhandel-um-drei-prozent-zurueck

Der erwartet positive operative Cashflow wird dazu genutzt, um die Finanzverbindlichkeiten des DS Konzerns weiter zurückzuführen sowie bei Bedarf mögliche Transaktionen im M&A-Bereich zu finanzieren. Der Konzern verfügt auf Grundlage der aktuellen Planung über ausreichende Liquidität.

Die Prognose erfolgt unter der Annahme stabiler Wechselkurse und ohne weitere Portfolioanpassungen.

Der DS Konzern ist als Produkt- und Markenhaus in Kombination mit einer Omnichannel- Vertriebsstruktur gut aufgestellt und erweist sich auch in konjunkturellen Krisen als robust und anpassungsfähig. Die aktuelle geopolitische Situation führt weiterhin zu Unsicherheiten und Risiken hinsichtlich der Entwicklung der Weltwirtschaft sowie der Branchen, in denen der Konzern tätig ist. Die Planungen reflektieren die zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses aktuellen Studien zum Wachstum in den jeweiligen Branchen. Die aktuellen Entwicklungen werden kontinuierlich beobachtet, um mögliche Gegenmaßnahmen zeitnah abzuleiten und etwaige negative Auswirkungen zu minimieren oder soweit notwendig in den regelmäßigen Forecasts der Konzernergebnisvorschau zu berücksichtigen.

1.9 Nachtragsbericht

Wir verweisen auf den Konzernanhang. Es fanden keine Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach dem Ende des Geschäftsjahres statt.

 

Stapelfeld, den 25.04.2023

DS Holding GmbH

Ralf Dümmel, Geschäftsführer

Andreas Schneider, Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.894.550,36 3.579.854,58
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.855.998,07 24.209.409,56
3. geleistete Anzahlungen 0,00 8.624,82
19.750.548,43 27.797.888,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.665.213,71 10.895.454,91
2. technische Anlagen und Maschinen 182.041,38 42.938,99
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.019.423,01 4.561.693,02
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.912,38 12.500,00
4.918.590,48 15.512.586,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 176.604,44
2. Beteiligungen 1.171.053,32 1.200.728,36
1.171.053,32 1.377.332,80
25.840.192,23 44.687.808,68
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 74.431.900,94 72.506.312,92
2. geleistete Anzahlungen auf Vorräte 2.770.425,79 4.526.140,05
77.202.326,73 77.032.452,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.566.240,59 57.027.567,01
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gg. Verb. Unternehmen 385.448,69
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.514.535,19 409.064,43
4 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 292.678,87 237.937,94
5. Sonstige Vermögensgegenstände 11.484.349,28 15.187.109,17
86.243.252,62 72.861.678,55
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.444.994,20 4.603.988,96
170.890.573,55 154.498.120,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.762.319,02 421.842,25
D. aktive latente Steuern 350.167,26 70.576,25
198.843.252,06 199.678.347,66

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 16.000.000,00 16.000.000,00
II. Kapitalrücklage 32.306.584,39 32.306.584,39
III. Andere Gewinnrücklagen 50.000,00 50.000,00
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 99.334,27 - 51.953,03
V. Konzernbilanzgewinn - 7.512.654,13 1.172.754,14
VI. Nicht beherrschende Anteile 66.474,47 95.003,30
41.009.739,00 49.572.388,80
B. Passivischer Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung 0,00 209.800,27
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.769.635,84 1.585.099,81
2. Sonstige Rückstellungen 18.198.001,46 15.640.498,87
19.967.637,30 17.225.598,68
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 107.811.312,38 87.048.323,90
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 159.169,28 29.661,41
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.791.304,53 33.799.238,68
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gg. Verb. Unternehmen 1.288.324,35 0,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.923.013,81 4.081.336,63
6. Sonstige Verbindlichkeiten 6.083.154,38 7.633.394,14
davon aus Steuern: EUR: 3.250.472,68 (Vorjahr: EUR 1.865.180,94)
davon aus sozialer Sicherheit: EUR 2.220,77 (Vorjahr: EUR 0,00)
137.056.278,73 132.591.954,76
E. Rechnungsabgrenzungsposten 809.597,03 78.605,15
198.843.252,06 199.678.347,66

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 226.798.996,00 321.986.897,45
2. Sonstige betriebliche Erträge 29.296.170,56 14.457.369,54
davon aus der Währungsumrechnung
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 9.597.714,31 (Vj. EUR 3.212.228,48)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -169.184.061,33 -220.572.615,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.056.458,24 -3.274.806,28
-156.127.603,09 - 223.847.421,50
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -24.145.885,64 -24.817.640,04
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.749.086,32 -4.091.920,16
-28.894.971,96 -28.909.560,20
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -11.096.877,56 -8.152.317,48
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die im Konzern üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 0,00
-11.096.877,56 - 8.152.317,48
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -65.786.719,11 -58.095.062,66
davon aus der Währungsumrechnung
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 4.449.237,74 (Vj. EUR 3.605.360,66)
7. Erträge aus Beteiligungen 104.899,88 188.102,02
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.451.766,96 662.389,69
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.853.283,79 -2.066.431,38
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -601.373,99 -1.145.073,31
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 193.176,61 -5.389.933,63
12. Ergebnis nach Steuern -8.515.819,49 9.688.958,54
13. Sonstige Steuern -175.582,67 -35.033,20
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (-) -8.691.402,16 9.653.925,34
Ergebnisanteil Gesellschafter DS Holding GmbH -8.658.084,81 7.415.045,15
Ergebnisanteil Minderheiten -33.317,35 2.238.880,19

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

(1) Allgemeines

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Vorschriften der §§ 290 ff. HGB angewendet worden.

Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Die DS Holding GmbH hat ihren Sitz in Stapelfeld und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck (HR B Reg. Nr. 11907 HL).

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der DS Holding GmbH einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Im Einzelnen wird nachfolgenden Grundsätzen bewertet:

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Das neue ERP-System BC wird mit einer individuellen Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Es werden keine Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Bei den deutschen Gesellschaften werden geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu € 250 im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. In Anlehnung an den § 6 Abs. 2a EStG wurden Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als € 250 bis € 1.000 in einem Sammelposten zusammengefasst und pauschal über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Ist der Sammelposten nicht von untergeordneter Bedeutung, wird der Posten auf eine evtl. bestehende Überbewertung überprüft. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Wareneinkäufe in Fremdwährungen werden mit dem Kurs des Rechnungsdatums bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag bewertet. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% von den Forderungen gebildet. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Währungsumrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB zu dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt, soweit diese in Fremdwährungen waren, wurden diese zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird zu Nennwerten bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Anschaffungskurs bzw. zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Differenzen ergeben sich aus Unterschieden in den Wertansätzen von Verbindlichkeiten und dem Ansatz von Drohverlustrückstellungen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 26 % (Vorjahr 26 %) zugrunde.

(3) Konsolidierungskreis

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen ergibt sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Tochtergesellschaften DSP Logistics PL sp.z o.o., Stettin zum 01.07.2022 sowie die Brand Chain B.V. per 01.06.2022 in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Der Konzernabschluss umfasst die DS Holding GmbH sowie dreizehn inländische und sieben ausländische Tochterunternehmen. Die Umrechnungen erfolgen zu folgenden Kursen:

Eigenkapital zu historischen Kursen

Vermögenswerte und Schulden zu Stichtagskursen

Erträge und Aufwendungen zu Durchschnittskursen

Aufgrund von untergeordneter Bedeutung wurde darauf verzichtet, folgende Firmen in den Konzernabschluss einzubeziehen:

Exzellenz Verdon Ltd.

Exzellenz Verdon (Ningbo) Trading Co. Ltd.

BEEM Asia Ltd.

(4) Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wird nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Währungsumrechnung: Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 308a HGB in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Bei teilweisem oder vollständigem Ausscheiden des Tochterunternehmens ist der Posten in entsprechender Höhe erfolgswirksam aufzulösen. Alle entstandenen Währungsunterschiede im Rahmen von Konsolidierungsmaßnahmen werden bis auf die Schuldenkonsolidierung erfolgsneutral im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" gebucht. Der Währungsunterschied aus der Schuldenkonsolidierung wird erfolgswirksam ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen werden gegeneinander aufgerechnet (Schuldenkonsolidierung § 303).

Zwischenergebnisse aus Warenlieferungen und Lieferungen von Anlagengegenständen zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden eliminiert (§ 304).

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden konzerninterne Umsätze und andere konzerninterne Erträge entsprechend § 305 Abs. 1 HGB mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung).

(5) Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Abschreibungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 4.518, basierend auf einer Mehrjahresplanung.

Der Bankenbestand beträgt per 31.12.2022 T€ 7.428, davon sind T€ 1.614 zur Besicherung von Avalen enthalten, die der Verfügungsbeschränkung unterliegen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der jeweiligen Erstkonsolidierung ergeben sich wie folgt:

Kapitalkonsolidierung

DS Holding GmbH

Beteiligungswert € Eigenkapital € Anpassung Geschäftswert €
DS 62.225.887,04 30.954.951,18 142.466,69 31.128.469,17
DSMT (vormals: KS) 61.590,40 25.000,00 0,00 36.590,40
DS Q 90.127,96 78.947,75 -52.024,27 63.204,48
DSI 60.000,00 60.000,00 0,00 0,00
PTC 1.219,57 -506,40 0,00 1.725,97
DSM 25.235,90 25.000,00 0,00 235,90
BEEM 528.000,00 525.000,00 0,00 3.000,00
DS AV 28.699,00 25.000,00 0,00 3.699,00
BRC 27.044.163,60 1.520.235,75 0,00 25.523.927,85
VISION 154.661,18 100.717,55 0,00 53.943,63
DSL 25.000,00 25.000,00 0,00 0,00
DSC4U 110.873,50 102.283,69 0,00 8.589,81
LAG 247.500,00 247.500,00 0,00 0,00
LAI 25.388,20 25.002,00 0,00 386,20
LAI-HU 5.914,37 41.221,25 0,00 -35.306,88
LAI-PL 5.914,37 1.096.563,37 0,00 -1.090.649,00
LAI-UK 5.914,37 389.308,48 0,00 -383.394,11
BRC B.V. 10.000,00 -3.462,70 0,00 13.462,70
DSP Log PL 1.995,61 1.059,50 0,00 936,11
90.658.085,07 35.238.821,42 90.442,42 55.328.821,23

Angaben zum Anteilsbesitz:

Konsolidierungskreis:

1) DS Produkte GmbH, Stapelfeld ("DS") 100,00%
2) DS MEWITEC GmbH, Stapelfeld ("DSMT") 100,00%
3) DSQ Honkong Ltd., Hong Kong ("DS Q") 87,55%
4) DS Select GmbH, Stapelfeld ("DSL") 100,00%
5) DS Impact GmbH, Stapelfeld ("DSI") 100,00%
6) Pacific Trade Connection Ltd., Hong Kong ("PTC") 100,00%
7) DS Marketing GmbH, Stapelfeld ("DSM") 100,00%
8) DS Aviation GmbH, Stapelfeld ("DS AV") 100,00%
9) BEEM Germany GmbH, Stapelfeld ("BEEM") 100,00%
10) Brand Chain GmbH, Bad Segeberg ("BRC") 100,00%
11) CLASEN FOODS GmbH, Stapelfeld ("CF") 100,00%
12) Landmann Germany GmbH, Stapelfeld ("LAG") 100,00%
13) DSP Logistics PL sp.z.o.o. (DSP Log) 99,00%

Die DS Produkte GmbH ist ihrerseits beteiligt an:

DS Direct GmbH, Stapelfeld ("DSDC") 100,00%
DSP Logistics PL sp.z.o.o. (DSP Log) 1,00 %

Die DS Marketing GmbH ist ihrerseits beteiligt an:

Vision Personalservice GmbH, Valluhn ("VISION") 100,00%

Die Landmann Germany GmbH ist ihrerseits beteiligt an:

Landmann International GmbH, Stapelfeld ("LAI") 100,00%

Die Landmann International GmbH ist ihrerseits beteiligt an:

Landmann Hungària Kft. ("LAI-HU") 100,00%
Landmann Ltd. UK ("LAI-UK") 100,00%
Landmann Polska Sp. z.o.o. ("LAI-PL") 100,00%

Die Brand Chain GmbH ist ihrerseits beteiligt an:

Brand Chain B.V. 100,00 %

Alle Gesellschaften werden vollkonsolidiert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Laufzeit bis 1 Jahr. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern beträgt T€ 30.311. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 385.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Retourenrückstellungen, Rückstellungen für WKZ, Provisionen sowie die Personalrückstellungen.

Die Retourenrückstellungen werden aufgrund von Umsätzen und Retourenquoten ermittelt. Hier bilden Umsätze und Gutschriften der letzten Monate die Grundlage und die daraus resultierenden Roherträge wurden zurückgestellt.

Die Rückstellungen für WKZ werden anhand vertraglicher Vereinbarungen mit dem Kunden berücksichtigt.

Die Höhe der Provisionsrückstellungen wird über einen Prozentsatz vom erzielten Umsatz ermittelt.

Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen auf vertraglichen Grundlagen mit Mitarbeitern sowie zum Stichtag noch bestehende Urlaubsansprüche der Mitarbeiter.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

Verbindlichkeitenspiegel 31.12.2022

davon Restlaufzeit
In T€ Total bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre
- gegenüber Kreditinstituten 107.811 9.812 98.000 0
(- gegenüber Kreditinstituten VJ) (87.048) (73.826) (6.793) (6.429)
- erhaltene Anzahlung auf Bestellungen 159 159 0 0
(- erhaltene Anzahlungn auf Bestellungen VJ) (30) (30) (0) (0)
- aus Lieferungen und Leistungen 18.898 18.898 0 0
(- aus Lieferungen und Leistungen VJ) (33.799) (33.799) (0) (0)
- gegenüber verbundenen Unternehmen 4.105 4.105 0 0
(- gegenüber verbundenen Unternehmen VJ) (4081) (4081) (0) (0)
- Sonstige Verbindlichkeiten 6.083 6.083 0 0
(- Sonstige Verbindlichkeiten VJ ) (7.633) (7.633) (0) (0)
Total 137.056 39.057 98.000 0
(Total VJ) (132.591) (119.369) (6.793) (6.429)

Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.812 Mio. €. Der Gesamtbetrag aller Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als ein Jahr beträgt 98.000 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 108 Mio. € sind unter anderem besichert durch Forderungsabtretungen, Sicherungsübereignung von Vorräten und Sachanlagen, Sicherungsabtretung von Geschäftsanteilen.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter und betragen 2,92 Mio €.

Zum Bilanzstichtag der Organschaft ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern i.H.v. T€ 350. Der Ansatz des Aktivüberhangs wird in der Bilanz ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern betragen zum Bilanzstichtag T€ 600 (Vorjahr T€ 278), die passiven latenten Steuern T€ 250 (Vorjahr T€ 207). Für die Gesellschaften die nicht in die Organschaft einfließen wurden die Befreiungsvorschriften in Anspruch genommen.

Berechnungsschema latenter Steuern per 31.12.2022

Bilanzposten Wert lt. Handelsbilanz in € Wert lt. Steuerbilanz in € Differenz in € latente Steuer 26 % in € Steuerlatenz
Drohverluste (Organschaft) -1.669.184,04 0,00 -1.669.184,04 -433.987,85 A
Forderungen (Organschaft) 45.930.152,10 45.642.793,77 287.358,33 74.713,17 P
Verbindlichkeiten (Organschaft) -17.761.333,83 -17.835.074,42 73.740,59 19.172,55 P
Sekundäre latente Steuern (Zwischenergebniseliminierung) 0,00 640.044,92 -640.044,92 -166.411,68 A
Sekundäre latente Steuern (Schuldenkonsolidierung) 0,00 -601.332,88 601.332,88 156.346,55 P
Summe 26.499.634,23 27.846.431,39 -1.346.797,16 -350.167,26
Summe aktive latente Steuer per 31.12.2022 € -600.399,53
Summe aktive latente Steuer per 31.12.2021 € -278.308,53
Summe aktive latente Steuer Veränderung € -322.091,00
Summe passive latente Steuer per 31.12.2022 € 250.232,27
Summe passive latente Steuer per 31.12.2021 € 207.552,28
Summe passive latente Steuer Veränderung € 42.679,99

(6) Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse der DS Holding GmbH setzen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt zusammen:

T€
Inlandsumsätze 154.455
Auslandsumsätze 81.611
abzgl. Erlösschmälerungen -9.267
226.799

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen mit Handelswaren erwirtschaftet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 1.842 (Vorjahr T€ 1.601), Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 8.926 (Vorjahr T€ 3.212), sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 197 (Vorjahr T€ 1.057), Schadenersatzleistungen von T€ 3.340 (Vorjahr T€ 93), Buchgewinn aus Finanzanlagen von T€ 9.211 (Vorjahr T€ 903) sowie Erträge aus abgeschriebenen Forderungen von T€ 1.785 (Vorjahr T€ 2).

(7) Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente, die zur Abdeckung der Marktpreisänderungsrisiken im Zins- und Währungsbereich eingesetzt und zum Teil in die handelsrechtlichen Bewertungseinheiten nach § 254 HGB n. F. einbezogen sind:

Anhangsangaben zu den Finanzinstrumenten 31.12.2022

DS Konzern

Nominalvolumen Beizulegender Zeitwert (Marktwert)
Derivate in einer Bewertungseinheit Derivate freistehend Derivate in einer Bewertungseinheit Derivate freistehend
Absicherung von Fremdwährungsrisiken
Devisen: Swap / FX Forwards / FX Spot 8.333.149,97 0,00 121.812,51 0,00
Devisenoptionen 0,00 39.931.486,48 0,00 1.218.133,66
FX Sw ap / FX Optionen
Strukturierte Devisentermingeschäfte 0,00 2.093.023,26 0,00 398.386,54
Cancell Forward / Callable Forward 0,00 0,00 0,00 0,00
Total Return Swap 0,00 94.206,31 0,00 0,00
8.333.149,97 42.118.716,06 121.812,51 1.616.520,20
Drohverlustrückstellung Gebuchte Prämie
Derivate in einer Bewertungseinheit Derivate freistehend Derivate in einer Bewertungseinheit Derivate freistehend
Absicherung von Fremdwährungsrisiken
Devisen: Swap / FX Forwards / FX Spot 93.186,51 0,00 0,00 0,00
Devisenoptionen 0,00 1.159.045,59 0,00 0,00
FX Sw ap / FX Optionen
Strukturierte Devisentermingeschäfte 0,00 398.386,54 0,00 0,00
Cancell Forward / Callable Forward 0,00 0,00 0,00 0,00
Total Return Swap 0,00 18.645,50 0,00 0,00
93.186,51 1.576.077,63 0,00 0,00

Die Nominalvolumina werden als absolute Summe angegeben, d. h. die Kauf- und Verkaufsverträge werden als absolute Beträge addiert. Umrechnung in EUR mit dem Stichtagkurs per 31.12.2022

Das Nominalvolumen der in der obigen Tabelle dargestellten Sicherungsgeschäfte wird unsaldiert angegeben und ergibt sich aus der Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge. Die Höhe des Nominalvolumens erlaubt Rückschlüsse auf den Umfang des Einsatzes von Derivaten, gibt aber nicht das Risiko des DS Holding Konzerns aus dem Einsatz von Derivaten wieder.

Die der Marktwertermittlung der Derivate zugrunde liegenden Bewertungsmethoden stellen sich wie folgt dar: Devisentermingeschäfte und Instrumente zur Sicherung der Zinsrisiken werden durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows bewertet. Devisenoptionen werden entsprechend ihrer Ausgestaltung mit Black-Scholes-Modellen bewertet.

Aus dem Saldo der Marktwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte resultiert das Bewertungsergebnis der Bewertungseinheit. Nach handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen führt ein negatives Bewertungsergebnis zur Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, während ein positives Bewertungsergebnis unberücksichtigt bleibt. Die DS Produkte GmbH bilanziert die Bewertungseinheiten entsprechend der Einfrierungsmethode.

Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte wurden zur Absicherung der hochwahrscheinlichen geplanten Vorratsbeschaffungsgeschäfte in USD im Rahmen des üblichen Liefer- und Leistungsverkehrs der Gesellschaft abgeschlossen.

Im Rahmen der jeweiligen Mikro-Bewertungseinheit sichern sich die DS Produkte, DS Direct, BEEM Germany und Landmann Germany gegen das Risiko variabler Zahlungsströme aufgrund einer Veränderung von Wechselkursen. Das Nominalvolumen in Summe über alle hochwahrscheinlichen erwarteten Beschaffungsgeschäfte betrug am Stichtag T€ 50.500. Die Nominalvolumina wurden mit Devisenkassakursen für USD am Abschlussstichtag in EUR umgerechnet. Zum 31. Dezember 2022 sind geplante Beschaffungsgeschäfte mit einer maximalen Laufzeit von einem Jahr in entsprechenden Bewertungseinheiten erfasst. Zum Stichtag ergab sich kein negativer Überhang der Marktwerte der in die Bewertungseinheit einbezogenen Geschäfte. Für den negativen Marktwert, der nicht in die Bewertungseinheiten einbezogenen Derivate wurde eine sonstige Rückstellung in Höhe von T€ 1.669 (Vorjahr: T€ 235) gebildet.

Die in die Bewertungseinheiten zusammengefassten Grundgeschäfte weisen hochgradig homogene Risiken auf. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko nahezu vollständig ausgleichen und die Sicherungsbeziehungen hoch effektiv sind.

Die Bewertung der Effektivität erfolgt mittels der Critical-Terms-Match-Methode, da die wesentlichen Parameter für die jeweils einbezogenen Instrumente identisch sind. Die Zinskomponente der in die Bewertungseinheiten eingeschlossenen Devisentermingeschäfte ist aus der Bewertungseinheit ausgeschlossen. Die Effektivität wird mit der Spot-to-Spot-Methode gemessen.

(8) Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Die nachgenannten GmbH-Gesellschaften sind unmittelbar oder mittelbar durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der DS Holding GmbH verbunden bzw. besteht eine Patronatserklärung seitens der DS Holding GmbH:

DS Produkte GmbH

Brand Chain GmbH

BEEM Germany GmbH

DS Aviation GmbH

DS MEWITEC GmbH

DS Marketing GmbH

DS Direct GmbH

DS Impact GmbH

Vision Personalservice GmbH

DS Select GmbH

CLASEN FOODS GmbH

Landmann Germany GmbH

Landmann International GmbH

Die oben genannten Gesellschaften nehmen Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch.

(9) Sonstige Angaben

Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erfasst sind, bestehen aus:

bis 1 Jahr über 1 Jahr
T€ T€
Miete/Pachtvertrag 4.171 51.864
Leasingverträge 873 1.581
5.044 53.445

Die DS Holding GmbH, Stapelfeld, stellt, unter Einbezug des gesamten Konsolidierungskreises, den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Teilkonzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Die DS Holding GmbH und Ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der The Social Chain AG, Berlin, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt.

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen T€ 176 und für andere Bestätigungsleistungen TEUR 6.

Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 betrug die Anzahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 558. Davon sind 48 Mitarbeiter Auszubildende. Im Jahresdurchschnitt 2022 waren 527 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und weitere 38 Auszubildende beschäftigt.

Angaben zum Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022 des Mutterunternehmens DS Holding GmbH in Höhe von 1.180.320,04 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Es sind keine Ereignisse nach dem Abschlussstichtag eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten.

Geschäftsführung und Vertretung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

 

Herr Ralf Dümmel, Kaufmann, Hamburg

 

Herr Andreas Schneider, Betriebswirt, Hamburg

Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Alleinvertretungsbefugnis kann erteilt werden.

Zur Prokuristin war im Berichtsjahr bestellt:

 

Frau Bettina Krüger

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. In Bezug auf die Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Stapelfeld, den 25.04.2023

DS Holding GmbH

Ralf Dümmel, Geschäftsführer

Andreas Schneider, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022 Währungsänderung Veränderung des Konsolidierungskreises Zugänge
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.444.941,95 42.266,54 -4.236,57 1.843.759,23
2. Geschäfts- oder Firmenwert 46.063.821,68 0,00 0,00 14.398,81
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 8.624,82 0,00 0,00 0,00
53.517.388,45 42.266,54 -4.236,57 1.858.158,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.601.278,69 841,95 0,00 20.097,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 114.258,91 82.949,56 0,00 159.249,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.688.338,95 -38.489,31 -16.670,82 1.081.066,49
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.500,00 16,14 0,00 15.907,96
21.416.376,55 45.318,34 -16.670,82 1.276.321,21
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.879,11 12.637,10 -1.995,61 0,00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 -9.227,41 0,00 9.227,41
3. Beteiligungen 2.345.801,67 0,00 21.683,81 165.369,51
2.458.680,78 3.409,69 19.688,20 174.596,92
77.392.445,78 90.994,57 -1.219,19 3.309.076,17
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 19.236,57 9.345.967,72
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 46.078.220,49
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 -8.624,82 0,00
0,00 10.611,75 55.424.188,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -16.375.960,35 1.398.029,21 -1.355.713,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.426,08 358.884,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -202.156,62 -1.410.514,73 7.101.573,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -11.866,80 35.355,08 51.912,38
-16.589.983,77 25.295,64 6.156.657,15
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -189.241,54 1.995,61 -63.725,33
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen -40.658,93 -36.683,81 2.455.512,25
-229.900,47 -34.688,20 2.391.786,92
-16.819.884,24 1.219,19 63.972.632,28
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022 Währungsänderung AfA Umbuchung Veränderung des Konsolidierungskreises
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -3.865.087,37 -42.334,08 -999,93 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert -21.854.412,12 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
-25.719.499,49 -42.334,08 -999,93 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -2.705.823,78 -1,78 166.330,67 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen -71.319,92 -82.561,31 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -3.126.645,93 720,62 -166.330,67 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
-5.903.789,63 -81.842,47 0,00 0,00
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 63.725,33 0,00 0,00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen -1.145.073,31 0,00 999,93 0,00
-1.081.347,98 0,00 999,93 0,00
-32.704.637,10 -124.176,55 0,00 0,00
Kumulierte Abschreibungen
Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -542.995,98 0,00 -4.451.417,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert -9.367.810,30 0,00 -31.222.222,42
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
-9.910.806,28 0,00 -35.673.639,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -192.353,71 5.752.775,68 3.020.927,08
2. Technische Anlagen und Maschinen -22.961,57 0,00 -176.842,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -968.035,67 178.140,70 -4.082.150,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
-1.183.350,95 5.930.916,38 -1.238.066,67
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 63.725,33
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen -427.883,55 287.498,00 -1.284.458,93
-427.883,55 287.498,00 -1.220.733,60
-11.522.040,78 6.218.414,38 -38.132.440,05
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.894.550,36 3.579.854,58
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.855.998,07 24.209.409,56
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 8.624,82
19.750.548,43 27.797.888,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.665.213,71 10.895.454,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 182.041,38 42.938,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.019.423,01 4.561.693,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.912,38 12.500,00
4.918.590,48 15.512.586,92
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 176.604,44
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 1.171.053,32 1.200.728,36
1.171.053,32 1.377.332,80
25.840.192,23 44.687.808,68

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten -8.691.402,16 9.653.925,34
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 12.123.414,77 8.152.317,48
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 2.768.885,33 1.534.356,07
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -1.121.725,46 -243.858,46
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlageabgängen -10.017.414,91 -1.004.156,39
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 16.094.059,25 -47.783.589,06
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -14.439.143,76 20.344.760,66
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 2.382.354,00 2.547.465,75
Sonstige Beteiligungserträge (-) -104.899,88 -188.102,02
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 67.963,00 5.389.933,63
Ertragsteuerzahlungen (-) -64.927,06 -5.112.997,24
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.002.836,88 -6.709.944,24
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 11.139.353,32 3.920.000,00
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.276.321,21 -1.897.522,70
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 15.448,76
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.843.759,23 -2.235.022,62
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 9.290.289,91 915.376,70
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -174.596,92 -3.610.156,56
Einzahlungen (+) aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 189.241,54
Auszahlungen (-) aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstiaen Geschäftseinheiten 60.519,19 -2.309.059,77
Erhaltene Zinsen (+) 816.696,36 664.254,19
Erhaltene Dividenden (+) 104.899,88 188.102,02
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 18.306.322,84 -4.348.579,98
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 113.779,15
Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -1.238,59
Einzahlungen (+) aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 76.925.054,68 32.359.477,85
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -56.148.737,78 -14.078.886,94
Gezahlte Zinsen (-) -3.800.424,35 -2.066.646,63
Gezahlte Dividenden (-) -6.850.528,62
Einzahlungen / Auszahlungen aus der Aufnahme / Tilgung von sonstigen Darlehen -31.491.795,12 4.092.466,67
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -14.515.902,57 13.568.422,89
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) 2.787.583,39 2.509.898,67
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 53.421,85 40.137,94
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.603.988,96 2.053.952,35
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.444.994,20 4.603.988,96

Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Andere Gewinnrücklagen
EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2021 16.000.000,00 32.306.584,39 50.000,00
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2021 16.000.000,00 32.306.584,39 50.000,00
Stand am 01.01.2022 16.000.000,00 32.306.584,39 50.000,00
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2022 16.000.000,00 32.306.584,39 50.000,00
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn/-verlust, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2021 -160.282,04 32.401,72 48.228.704,07
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00 0 0,00
Ausschüttung 0,00 -6.250.000,00 -6.250.000,00
Währungsumrechnung 114.773,46 0,00 114.773,46
Änderung des Konsolidierungskreises -6.444,45 0,00 -6.444,45
Sonstige Veränderungen 0,00 -24.692,73 -24.692,73
Konzernjahresüberschuss 0,00 7.415.045,15 7.415.045,15
Stand am 31.12.2021 -51.953,03 1.172.754,14 49.477.385,50
Stand am 01.01.2022 -51.953,03 1.172.754,14 49.477.385,50
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00 0 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 151.287,30 0,00 151.287,30
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 -27.323,46 -27.323,46
Konzernjahresüberschuss 0,00 -8.658.084,81 -8.658.084,81
Stand am 31.12.2022 99.334,27 -7.512.654,13 40.943.264,53
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht berherrschende Anteile entfallende Gewinne / Verluste Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2021 71.770,03 -4.902,57 0,00 66.867,46
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 -601.828,72 -601.828,72
Währungsumrechnung 0,00 6.123,64 0,00 6.123,64
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 -1.615.039,27 -1.615.039,27
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 2.238.880,19 2.238.880,19
Stand am 31.12.2021 71.770,03 1.221,07 22.012,20 95.003,30
Stand am 01.01.2022 71.770,03 1.221,07 22.012,20 95.003,30
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 4.788,52 0,00 4.788,52
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 -33.317,35 -33.317,35
Stand am 31.12.2022 71.770,03 6.009,59 -11.305,15 66.474,47
Summe
EUR
Stand am 01.01.2021 48.295.571,53
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00
Ausschüttung -6.851.828,72
Währungsumrechnung 120.897,10
Änderung des Konsolidierungskreises -1.621.483,72
Sonstige Veränderungen -24.692,73
Konzernjahresüberschuss 9.653.925,34
Stand am 31.12.2021 49.572.388,80
Stand am 01.01.2022 49.572.388,80
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00
Ausschüttung 0,00
Währungsumrechnung 156.075,82
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00
Sonstige Veränderungen -27.323,46
Konzernjahresüberschuss -8.691.402,16
Stand am 31.12.2022 41.009.739,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DS Holding GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DS Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DS Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Frankfurt, den 31. Mai 2023

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

A. Schmidt, Wirtschaftsprüfer

A. Kramer, Wirtschaftsprüfer

Inhalt

1. Lagebericht

1.1 Grundlagen der DS Holding

1.2 Wirtschaftsbericht und finanzielle Leistungsindikatoren

1.3 Vermögenslage DS Holding

1.4 Finanzlage sowie Investition und Finanzierung

1.5 Zusammenfassung der Lage der DS Holding

1.6 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

1.7 Zusammenfassung der Risiken der DS Holding

1.8 Ausblick 2023

1.9 Nachtragsbericht

1. Lagebericht

1.1 Grundlagen der DS Holding

Gegenstand des Abschlusses ist die DS Holding GmbH, Stapelfeld mit Sitz im Stormarnring 14, 22145 Stapelfeld (Amtsgericht Lübeck - HRB 11907 HL).

Die DS Holding GmbH, nachfolgend DS Holding, ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen mit überwiegend in Deutschland ansässigen im internationalen Handel mit Konsumgütern tätigen Tochtergesellschaften.

Erstmals gehören die Gesellschaften Brand Chain B.V. (vormals: Social Chain Home & Living B.V., Swalmen, Niederlande) und DSP Logistics PI Sp. z o.o. (Stettin, Polen) zum DS-Konzern. Die Anteile der Brand Chain B.V. werden von der Brand Chain GmbH zum 01.06.2022 vollständig konsolidiert. Die DSP Logistics PI Sp. z o.o. wurde als interne Logistikgesellschaft gegründet und seit dem 01.07.2022 im Konzern konsolidiert. Die Anteile der Gesellschaft werden zu 99 % von der DS Holding GmbH und zu 1 % von der DS Produkte GmbH gehalten.

Die Tochtergesellschaft Clasen Foods (ehemals Kauf-Star GmbH) vertreibt seit November 2022 unter der Marke CLASEN BIO Nüsse, Trockenfrüchte, Saaten und Hülsenfrüchte im deutschen Einzelhandel.

Seit Dezember 2021 gehört die DS Holding GmbH zur The Social Chain AG (nachfolgend TSC AG), einer in Deutschland ansässigen Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin,und ab diesem Zeitpunkt in den Konzern mit einbezogen. Die Aktien der TSC AG sind seit dem 12. November 2021 zum Handel im Prime Standard (reguliertes Marktsegment mit zusätzlichen Folgepflichten) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf Basis der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") erstellt.

Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet, so dass sich bei Additionen geringfügige Abweichungen ergeben können.

1.2 Wirtschaftsbericht und finanzielle Leistungsindikatoren

Das Jahr 2022 war für den relevanten Absatzmarkt Europa aufgrund extremer Verunsicherung der Verbraucher bedingt durch den Ukraine Krieg, steigende Energiekosten und der starken Inflationen ein schwieriges Jahr. Die Verbraucherstimmung erreicht aufgrund der genannten Gründe im Oktober 2022 ein Rekordtief, die GfK schreibt in der Pressemitteilung vom 28.09.2022 u. A.: "Viele Haushalte sind momentan gezwungen, deutlich mehr Geld für Energie auszugeben beziehungsweise für deutlich höhere Heizkostenabrechnungen zurückzulegen. Entsprechend müssen sie bei anderen Ausgaben, wie zum Beispiel neuen Anschaffungen, sparen. Dies lässt das Konsumklima auf ein neues Rekordtief abstürzen." 1 Erst zum Ende des Jahres 2022 stabilisiert und erholt sich das Konsumklima langsam. Die GfK schreibt in der Pressemitteilung vom 21.12.2022 u. A.: "Damit setzt das Konsumklima seine vorsichtige Erholung fort. Moderatere Energiepreise als ursprünglich erwartet sowie die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Dämpfung der Energiekosten sorgen für den zurückgehenden Pessimismus." 2

Auch der Geschäftsverlauf der DS Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften ist im Jahr 2022, aufgrund der äußeren Umstände, als schwierig zu bewerten. Der Umsatz der DS Holding beträgt 11,2 Mio. € und liegt damit um 0,6 Mio. € unter dem Vorjahr. Die DS Holding erbringt verschiedene Dienstleistungen für ihre Tochterunternehmen und belastet die entstandenen Kosten an diese weiter.

Mit den Gesellschaften DS Produkte GmbH, DS Mewitec GmbH, BEEM Germany GmbH, Brand Chain GmbH, DS Aviation GmbH, DS Select GmbH und DS Marketing GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge. Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 15,8 Mio. € auf insgesamt 1,3 Mio. €. Der Rückgang ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Die Hauptursachen sind die geringeren Umsätze der DS Produkte im Jahr 2022, die geplant geringen Umsatzerlöse der DS Mewitec mit Covid Artikeln und der starke Anstieg der Seefrachten in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2022. Die durch den Ukraine Krieg hervorgerufene Verunsicherung bei den Verbrauchern, bei zeitgleichem starkem Anstieg der Kosten (Warenbezugskosten) führen zu einem deutlichen Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahr.

1 Quelle: GfK Starke Kaufkrafteinbußen lassen Konsumklima weiter abstürzen (gfk.com)
2 Quelle: GfK Konsumklima steigt zum dritten Mal in Folge (gfk.com)

Die Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen steigen im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio. € auf insgesamt 1,0 Mio. €. Die Aufwendungen resultieren aus den Gesellschaften BEEM Germany GmbH, DS Marketing GmbH, DS Aviation GmbH und DS Select GmbH.

Der Personalaufwand sinkt gegenüber dem Geschäftsvorjahr 2021 um 5% auf 7,9 Mio. €, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen um 1,2 Mio. € auf 4,1 Mio. € an. Ein Grund für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist, dass Querschnittsfunktionen zum Teil durch die Muttergesellschaft The Social Chain AG übernommen und anteilig an die DS Holding verrechnet wurden. Das Jahresergebnis sinkt von 13,2 Mio. € im Jahr 2021 auf -1,2 Mio. € im Jahr 2022.

1.3 Vermögenslage DS Holding

Das Anlagevermögen der DS Holding beträgt 48,4 % (Vorjahr 79,9 %) der Bilanzsumme. Das Anlagevermögen beinhaltet vor allem die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Die größten Positionen ergeben sich aus den Beteiligungen DS Produkte GmbH, Brand Chain GmbH, BEEM Germany GmbH sowie der Landmann Germany GmbH. Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhen sich aufgrund von Investitionen in IT-Systeme (insbesondere dem ERP-System Microsoft Dynamics Business Central) um 1,3 Mio. €.

Im Vergleich zum Vorjahr steigen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 80,3 Mio. € auf 105,3 Mio. € deutlich an. Ursache hierfür ist die Zunahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, bedingt durch die neu in der Holding zentralisierte Working Capital Finanzierung im DS Konzern. Im gleichen Zuge steigen auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 97,9 Mio. € auf 106,6 Mio. € an. Bei der vormaligen Working Capital Finanzierung erfolgte die Bilanzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vorjahr jeweils direkt in den Gesellschaften DS Produkte, BEEM Germany und Landmann Germany. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 36,4 % (Vorjahr 61,6%).

1.4 Finanzlage sowie Investitionen und Finanzierung

Einer der Schwerpunkte dieses Geschäftsjahres war die Neuaufstellung der Finanzierung des Gesamtkonzerns, sowohl bezogen auf das Finanzierungsvolumen insgesamt als auch hinsichtlich der Laufzeiten. Durch den Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrages mit der Unicredit Bank, der Landesbank Baden-Württemberg, der Bayerischen Landesbank und der Norddeutschen Landesbank im vierten Quartal 2022 sowie dem bestehenden Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau war die notwendige Liquidität für die überwiegend zur Working Capital Finanzierung der Tochtergesellschaften benötigte Linie langfristig gesichert.

Die Kapitalflussrechnung ist nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die Ermittlung des Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -7,9 Mio. €. Neben dem negativen Jahresüberschuss tragen insbesondere die geringeren Rückstellungen sowie die Zu-/Abnahmen der Forderungen und Verbindlichkeiten zu dieser Entwicklung bei.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich im Jahr 2022, insbesondere aufgrund des Zuflusses aus Ergebnisabführungen von Tochtergesellschaften aus den Vorjahresergebnissen (16,9 Mio. €), auf insgesamt 15,8 Mio. €.

Aus der Finanzierungstätigkeit resultiert ein Cashflow von -6,7 Mio. €. Dieser begründet sich v.a. durch die Neustrukturierung der Konzernfinanzierung (Aufnahme von Krediten 105,0 Mio. €), Auszahlungen aus Cash-Pooling (64,8 Mio. €), Auszahlungen aus der Aufnahme von sonstigen Darlehen (31,4 Mio. €), Tilgung von Darlehen (13,3 Mio. €) sowie der Zahlung von Zinsen (2,2 Mio. €).

Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds im Jahr 2022 um 1,2 Mio. € auf einen Bestand von 1,3 Mio. € zum 31. Dezember erhöht.

1.5 Zusammenfassung der Lage der DS Holding

Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt durch die Post-Merger-Integration mit der Muttergesellschaft The Social Chain AG, der konzernweiten Umstellung des ERP-Systems sowie der Neustrukturierung der Konzernfinanzierung. Die DS Holding bewegte sich im Jahr 2022 aufgrund der durch den Angriff Russlands auf die Ukraine ausgelösten Konsumzurückhaltung in einem besonders herausfordernden Marktumfeld. Aufgrund des schwierigen Marktumfelds sowie der internen Neuausrichtung der Systemlandschaft im dritten Quartal entwickelten sich die Tochtergesellschaften der DS Holding insgesamt unter den Erwartungen.

Mit dem Rückgang der Umsatzerlöse auf 11,2 Mio. € konnten die umgesetzten Kosteneinsparungen der DS Holding im Jahr 2022 nicht vollends ihre Wirkung entfalten. Auch die Erträge aus Ergebnisabführungen fallen durch die allgemeine Konsumzurückhaltung niedriger als geplant aus und sind nicht zufriedenstellend.

1.6 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Identifikation und das schnelle Ergreifen von Chancen sowie die Minderung von Risiken sind für die DS Holding, als Muttergesellschaft des DS Konzerns, wesentlich. Chancen und Risiken sind als Ereignisse definiert, die bei Eintritt zu positiven bzw. negativen Abweichungen der Unternehmensziele führen.

Als internationales Unternehmen ist die DS Holding einer Vielzahl von makroökonomischen, finanziellen, branchen- und unternehmensspezifischen Risiken und Chancen ausgesetzt. Im vorliegenden Risiko- und Chancenbericht werden die für die DS Holding als wesentlich erachteten Risiken und Chancen dargestellt.

Die dauerhafte Identifikation und Nutzung von Chancen sind wichtige Elemente zur Sicherstellung eines nachhaltigen Wachstums. Chancen werden in Verbindung mit möglichen Risiken betrachtet und nur weiterverfolgt, wenn sie die mit ihnen verbundenen Risiken überkompensieren, eine Risikosteuerung möglich ist und etwaige Risikoauswirkungen als begrenzt angesehen werden können.

Unter Zugrundelegung der Definition einer Chance als positive Abweichung von den Unternehmenszielen wurden wesentliche Chancen mit dem Potential, die Ziele zu übertreffen, identifiziert:

Partizipation an der weiteren Zunahme des Online-Handels

Zukauf von Unternehmen, um das Geschäftsmodell zu optimieren

Omnichannel-Vertrieb mit datengesteuertem Targeting, Marketing und Vertriebskanälen

Ausbau der Internationalisierung D2C und Retail

Innovationen im Vertrieb und Produktportfolio.

Im Folgenden sollen die einzelnen aufgelisteten Chancen näher erläutert werden:

Partizipation an der weiteren Zunahme des Online-Handels

In allen Branchen wächst der Online-Handel seit Jahren stetig und auch für die nächsten Jahre wird die Fortsetzung dieses Trends prognostiziert. Der Zuwachs an Neukunden durch andere Vertriebskanäle wie dem stationären Handel verzeichnen dagegen eine geringere Wachstumsrate an Kunden und Umsatz. Der DS Konzern bedient unter anderem mit Home & Living, Beauty, Health und Haushaltswaren unterschiedliche Geschäftsfelder und kann daher an dem starken Marktwachstum des Online-Handels, sowie aufgrund der Marken- und Produktvielfalt überproportional an dem Markttrend teilnehmen.

Zukauf von Unternehmen, um das Geschäftsmodell zu optimieren

Das Geschäftsmodell der DS Holding sieht mittelfristig neben einem organischen Wachstum auch weiterhin den Zukauf und Verkauf von Unternehmen vor. Durch die Kombination von neu erworbenen Unternehmen mit bereits vorhandenen immateriellen Vermögenswerten, nutzt die DS Holding diese Stärken. Ziel der Akquisitionen ist die Umsetzung des Retail- und D2C-Geschäftes in Europa. Hieraus ergeben sich Chancen, um Umsatz und Ergebnis überproportional zu steigern.

Omnichannel-Vertrieb mit datengesteuertem Targeting, Marketing und Vertriebskanälen

Die Kombination des Vertriebs über den Einzelhandel, Webshops, digitale Marktplätze und Social Commerce bietet die Möglichkeit, dass jedes Produkt den besten skalierbaren Vertrieb erhält. Die intelligente Nutzung der aus diesen Vertriebskanälen gewonnenen Informationen bietet die Möglichkeit, alle Daten aus den jeweiligen Aktivitäten unter Beachtung gesetzlicher und datenschutzrechtlicher Bestimmungen zu verbinden. Durch geeignete BI-Systeme können Trends frühzeitig erkannt werden, die Entwicklung von Produkten zielgruppengerecht gesteuert und der Vertrieb kanaloptimiert - begleitet von Social-Media-Marketing - erfolgen. Die DS Holding wird auch in den nächsten Jahren in den Aufbau geeigneter IT-Systeme und Prozesse investieren, um diese besondere Chance zu nutzen.

Ausbau der Internationalisierung D2C und Retail

Die DS Holding setzt ihr Geschäftsmodell primär in Deutschland, Großbritannien, Ungarn, Polen und anderen europäischen Ländern um. Durch in diesen Ländern verfügbare Standorte ist der Ausbau des Vertriebs weiterer Sortimente möglich. Und die Kombination von Social-Media- Marketing, social-mediaaffinen Produkten und physischen Conventions wie der Glow (ausgeführt von der SHINE Conventions GmbH, einem Unternehmen der Social Chain AG) sowie die etablierte Infrastruktur bieten eine solide Basis für den Ausbau einer Internationalisierung für den direkten Absatzweg als auch im Retail-Bereich.

Innovationen im Vertrieb und Produktportfolio

Die Tochtergesellschaften der DS Holding verfügen über langjährige Erfahrung in der Identifikation und Entwicklung von Produktinnovationen. Produkte werden kontinuierlich weiterentwickelt - durch Feedback der Kunden aus dem Einzelhandel, Endverbraucher und den sozialen Medien. Ein weltweites Netz von Lieferanten, das über Jahrzehnte hinweg aufgebaut wurde, unterstützt den DS Konzern in der Identifikation neuer Trends und Produkte. Diese Kombination bietet die Möglichkeit, neue Trends schnell aufzuspüren und in einem hohen Maß an Innovation, Produkte als auch die dazugehörigen Vertriebskanäle zu gestalten. Beispiele hierfür sind innovative Unternehmen und Produkte, die über die VOX-Gründershow "Die Höhle der Löwen" entdeckt und weiterentwickelt wurden. Oder auch die Produkte der neuen Kategorie D-A-S-H (Dusche, Armaturen, Solar und Heizung), in der neue Trends zum Energiesparen zeitnah entdeckt und die dazu passenden Produkte auf den Markt gebracht wurden.

Die frühzeitige Identifizierung, Analyse und Steuerung von potenziellen Risiken ist für die DS Holding ein elementarer Bestandteil der Unternehmensstrategie, resultierend aus der Erkenntnis, dass sich bei konsequenter Anwendung der Prinzipien eines funktionierenden Risikomanagements ebenso die Möglichkeit der Erkennung und Nutzung von Chancen ergibt. Um Risiken und Chancen frühzeitig zu identifizieren und konsequent zu handhaben, erfolgt das Risikomanagementsystem in enger Abstimmung mit der Muttergesellschaft The Social Chain AG. Das Risikomanagementsystem regelt die Identifikation, Erfassung, Beurteilung, Dokumentation und Berichterstattung von Risiken. Die Gesamtrisikolage wird dadurch stets in einem tragbaren Rahmen gehalten.

Die DS Holding GmbH hat zusammen mit der Muttergesellschaft The Social Chain AG ein Risikomanagementsystem implementiert, das fortlaufend weiterentwickelt wird. Der Risikomanagementprozess der Gesellschaft umfasst im Einzelnen:

Identifikation der Risiken, Beschreibung ihrer Art, der Ursachen und Auswirkungen;

Analyse der identifizierten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen finanziellen Auswirkungen;

Risikobewältigung/Risikobeherrschung durch Maßnahmen, die Gefahren und/oder Eintrittswahrscheinlichkeiten reduzieren oder die Folgen beherrschbar machen;

Risikoüberwachung mit Hilfe von Parametern, die Aufschluss über die aktuellen Risiken geben (Risikoindikatoren);

Risikoaufzeichnungen zur Dokumentation aller Vorgänge, die im Zusammenhang der Risikoanalyse und -beurteilung stattfinden.

Die Risikomanagementabteilung koordiniert die Aktivitäten im Bereich des Risikomanagements, aggregiert Risiken bis zur Konzernebene, meldet Risiken und überwacht die Vollständigkeit der erforderlichen Risikoberichte sowie pflegt und entwickelt das für die Risikoerfassung und steuerung eingesetzte Software-Tool weiter.

Das operative Management der spezifischen Risiken liegt hauptsächlich in der Verantwortung der jeweiligen Risk-Owner in den betreffenden Konzernbereichen. Hierzu gehören die frühzeitige Erkennung und Identifizierung von Risiken, ihre Beurteilung, die Festlegung geeigneter Gegenmaßnahmen, die Steuerung und Überwachung dieser Maßnahmen sowie angemessene Dokumentations- und Berichtsprozesse.

Das interne Kontrollsystem umfasst die Gesamtheit aller Regelungen und Maßnahmen, Grundsätze und Verfahren, um identifizierte Risiken zu mitigieren und Unternehmensziele zu erreichen. Es soll insbesondere die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsabwicklung, die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften sichern sowie die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung gewährleisten.

Verantwortlich für das Risikomanagement, Compliance-Management und das interne Kontrollsystem im Konzern ist die erweiterte Geschäftsführung. Der Geschäftsführung der DS Holding GmbH sind aus der Befassung mit dem Risikomanagementsystem und dem internen Kontrollsystem sowie der Berichterstattung keine Umstände bekannt, welche die Angemessenheit oder die Wirksamkeit dieser Systeme wesentlich einschränken.

Beurteilung identifizierter Risiken

Die Beurteilung identifizierter Risiken erfolgt auf der Basis einer 3x3-Felder-Matrix. Risiken werden hierbei in Bezug auf zwei Dimensionen analysiert und bewertet:

Mögliche Auswirkung: Der aus dem Eintritt eines Risikos resultierende finanzielle Schaden.

Eintrittswahrscheinlichkeit: Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Risikos innerhalb eines vordefinierten Zeitraums.

Die Kombination der möglichen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit erlaubt eine Zuordnung jedes einzelnen Risikos in eine von drei Risikobewertungsklassen (niedrig, mittel, hoch). Diese Art der Darstellung in einer Risikomatrix erleichtert den Vergleich sowie die Priorisierung der Risiken und trägt zu einer verbesserten Transparenz der Risikoexposition des Konzerns bei.

Da Risiken ständigen Änderungen unterliegen, wird einerseits die Entwicklung bereits identifizierter sowie das etwaige Aufkommen bislang nicht relevanter Risiken beobachtet und andererseits die Angemessenheit und Effektivität, der im Umgang mit Risiken gewählten Maßnahmen regelmäßig überprüft.

Identifizierte Risiken

Für das Geschäftsjahr 2022 wurden insgesamt 14 Risiken identifiziert, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- (einschließlich Auswirkungen auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Cashflows) und Ertragslage sowie die Reputation der DS Holding bzw. des DS Konzerns haben können.

Im Nachfolgenden sind diese Risiken (nach Risikogruppen sortiert und unter Angabe der für das jeweilige Risiko ermittelten Risikobewertungsklasse) beschrieben. Die Reihenfolge der Darstellung der Risiken erfolgt unabhängig von ihrer Wesentlichkeit/Relevanz. Die den jeweiligen Risiken vorangestellten Kennzeichnungen (R1, R2, etc.) dienen dazu, die vorgenommene Einordnung der einzelnen Risiken in der im Anschluss an die Risikobeschreibung dargestellten Risikomatrix nachzuvollziehen.

R1: Aufkommen neuer finanzstarker Wettbewerber (Risikogruppe: Strategisches Risiko; Risikobewertungsklasse: Mittel)

Social Commerce ist ein dynamisches Marktsegment. Neue finanzstarke Unternehmen können in den Markt eindringen und mit hohen Investments den Markt verändern. Dies können unter anderem sein:

Etablierte Handelsunternehmen, die ihr Modell stärker auf Social Commerce ausrichten

E-Commerce-Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell mit hohen Investitionen auf Social Commerce ausrichten

Finanzinvestoren mit großen Fonds.

Die DS Holding beobachtet die Marktveränderungen.

R2: Risiken aus Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen (Risikogruppe: Strategisches Risiko; Risikobewertungsklasse: Mittel)

Die DS Holding verfolgt eine Buy-and-Build-Strategie, um Marktchancen zu nutzen und in den relevanten Märkten organisch und durch Akquisitionen national und international profitabel zu wachsen. Bei der Akquisition von Unternehmen können erhebliche Risiken entstehen, die die Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich negativ beeinflussen. Unter anderem können

die erwarteten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht werden,

Probleme bei der Integration entstehen,

rechtliche, steuerrechtliche oder regulatorische Risiken auftreten,

technologische oder andere relevante Entwicklungen den Sinn der Akquisition verringern sowie

Marktannahmen und Wettbewerbssituation sich anders darstellen.

In Anbetracht der Vielzahl an Akquisitionen können Risiken, wie beispielhaft oben aufgeführt, nicht vollständig ausgeschlossen werden. Darüber hinaus kann ein erheblicher Teil des Kaufpreises der erworbenen Unternehmen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und andere immaterielle Vermögenswerte entfallen. Hieraus kann ein erhebliches bilanzielles Risiko entstehen, wenn einzelne der oben beschriebenen Risiken eintreten und Wertansätze abzuwerten sind. Es kann zudem die Situation auftreten,

dass die DS Holding nicht in der Lage ist, Akquisitions- oder Investitionsmöglichkeiten zu identifizieren, die den strategischen Zielen entsprechen oder

solche Möglichkeiten identifiziert werden, die DS Holding aber nicht in der Lage ist, akzeptable Bedingungen zu verhandeln.

Hieraus können sich negative Auswirkungen auf die Wachstumsziele des Konzerns ergeben. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Put- und Call-Optionen in Bezug auf Minderheiten und deren Bewertungsrisiko zu nennen.

Neben den Risiken aus Akquisitionen ergeben sich aber auch Risiken aus dem Verkauf von Unternehmen des Konzerns. Unternehmensverkäufe sehen in der Regel umfassende Garantiekataloge vor, aus denen nachgelagerte Risiken entstehen können. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Unternehmen unter dem Buchwert oder den Anschaffungskosten verkauft werden.

Die DS Holding GmbH bedient sich bei allen Transaktionen professioneller Unterstützung durch renommierte Berater (rechtliche, steuerrechtliche und wirtschaftliche Due Diligence) und reduziert mögliche Risiken auch durch die Einsetzung der zentralen Konzernbereiche "Legal" und "Finance".

R3: Risiken aus Produktmängeln (Risikogruppe: Regulatorische und rechtliche Risiken; Risikobewertungsklasse: Mittel)

Der Erfolg des Social-Commerce-Geschäfts hängt von der Qualität, dem Preis und der Einhaltung zugesagter Produkteigenschaften der verkauften Produkte ab. Vor dem Hintergrund des Vertriebs einer Vielzahl unterschiedlicher Produkte kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass im Einzelfall fehlerhafte Produkte verkauft werden und dies zu Retouren bzw. Rückrufaktionen im Handel, Reputationsschäden, Delisting, Haftungsansprüchen, Vertragsstrafen oder gar Bußgeldern führt.

Die DS Holding bzw. ihre Tochtergesellschaften haben geeignete organisatorische Maßnahmen getroffen, um die oben beschriebenen Risiken zu reduzieren. Bereits im Produktentwicklungsprozess werden Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt und alle relevanten Gesetze, Verordnungen, Richtlinien und Normen eingesehen und geprüft. Darüber hinaus werden Produkte und Werbeaussagen in diesem Prozess auch wettbewerbsrechtlich geprüft. Im Rahmen der Lieferantenauswahl werden das Qualitätsmanagement, die Einhaltung des Verhaltenskodex, Umweltfragen und die Arbeitssicherheit durch Audits überprüft. Die Produktstandorte unterliegen regelmäßigen Produktionsüberwachungen durch externe Prüfungsgesellschaften oder das eigene Qualitätsbüro in China. Schließlich werden regelmäßig Wareneingangs- und Qualitätskontrollen durchgeführt. Zum Schutz vor Haftungsansprüchen verfügen die Handelsgesellschaften zudem über eine umfassende Produkthaftpflichtversicherung.

R4: Änderung regulatorischer Anforderungen (Risikogruppe: Regulatorische und rechtliche Risiken; Risikobewertungsklasse: Niedrig)

Aufgrund der Geschäftsaktivitäten in verschiedenen Ländern können sich Risiken aus sich ändernden regulatorischen Anforderungen ergeben. Änderungen des regulatorischen Rahmenwerks können Anpassungen von Prozessen und Geschäftsaktivitäten erfordern, die Kostensteigerungen oder Umsatzminderungen nach sich ziehen können. Potenzielle Risikoszenarien beinhalten Zusatzkosten in Verbindung mit Zöllen, Produktsicherheit, Arbeitsbedingungen, Produktangebot, Verbraucherschutz, Änderungen bei der Nutzung von Social-Media-Inhalten, Kennzeichnungspflichten bei Werbung und neuen Verpackungsmaterialien.

Aktuelle Risikotreiber ergeben sich aus den regulatorischen Anpassungen, wie beispielsweise dem geplanten Hinweisgeberschutzgesetz, der Umsetzung der Omnibus-Richtlinie in nationales Recht sowie der möglichen Anwendbarkeit des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes auf die DS Holding GmbH bzw. den DS Konzern und den sich aus diesem Gesetz auch für Zulieferer ergebenden Anforderungen. Zudem zählen insbesondere verschärfte Umwelt- bzw. Klimaschutzvorschriften, wie das Verpackungsgesetz, zu den aufkommenden regulatorischen Herausforderungen.

Zusammengefasst besteht das Risiko darin, dass regulatorische Änderungen jeglicher Art die Gruppe in einer Weise beeinträchtigen, dass ihr derzeitiges Geschäftsmodell nicht mehr wie bisher durchgeführt werden kann (z.B. Verbot bestimmter Produkte oder Vertriebswege). Die DS Holding überwacht das regulatorische Umfeld durch seine zentrale Rechtsabteilung, die die operativen Bereiche frühzeitig über Änderungen in rechtlichen Bestimmungen informiert.

R5: Risiken aus der Nichteinhaltung von ESG/CSR-Standards (Risikogruppe: Regulatorische und rechtliche Risiken; Risikobewertungsklasse: Niedrig)

Die DS Holding hat der Einhaltung sämtlicher ESG- und CSR-Standards eine hohe Priorität eingeräumt. Die Kunden der Handelsgesellschaften erwarten heute zurecht die konsequente prozessuale und organisatorische Sicherstellung der Einhaltung dieser Standards. Die DS Holding möchte und muss zunehmend ESG- und CSR-Standards und -Erwartungen in Bezug auf Umweltbelange (z. B. Klimawandel und Nachhaltigkeit), soziale Belange (z. B. Vielfalt und Menschenrechte) und Corporate-Governance-Belange (z. B. Beziehungen zu Mitarbeitenden bei Geschäfts- und Investitionsentscheidungen) erfüllen. Die Regulierungsdichte in den vorgenannten Bereichen nimmt stetig zu und hat u.a. steigende Anforderungen an Unternehmen zur Folge. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass neue oder bestehende Anforderungen nicht sofort erkannt oder nicht angemessen bewertet werden. Dies kann dazu führen, dass einzelne ESG- und CSR-Standards nicht eingehalten und die Erwartungen der Kunden oder der Öffentlichkeit nicht ausreichend erfüllt werden. Die Nichteinhaltung der Standards kann zusätzlich den Weg zu Investmentquellen und Geschäftsmöglichkeiten erschweren sowie den Ruf des Konzerns beschädigen und Kunden sowie andere Stakeholder-Gruppen verärgern. Des Weiteren kann die Einhaltung bestimmter ESG- und CSR-Standards zu zusätzlichen Kosten führen. Künftige Änderungen der regulatorischen und rechtlichen Anforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel können das Wachstum des Konzerns und die Finanzergebnisse beeinträchtigen. Schließlich kann der Konzern durch eine unangemessene Auswahl von Lieferanten insbesondere im Hinblick auf CSR-Vorschriften negativ beeinträchtigt werden. Die DS Holding hat entsprechende organisatorische Regelungen (Code of Conduct) zur Lieferantenauswahl installiert. Diese sind auf der Website abrufbar.

R6: Logistikrisiken (Risikogruppe: Marktrisiko; Risikobewertungsklasse: Niedrig)

Die Handelsgesellschaften der DS Holding bieten verschiedene Produktkategorien über ihre Vertriebskanäle an. Die Produkte werden national und international produziert und beschafft. Damit der DS Konzern die geplanten Umsätze realisieren kann, müssen die Waren in der vereinbarten Zeit, Menge und Qualität in die Warenlager in Deutschland und Polen geliefert werden.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Lieferketten aufgrund von Ereignissen in den Beschaffungs- und/oder Lieferländern unterbrochen werden bzw. es zu Lieferstörungen kommt, möglicherweise auch im Zusammenhang mit Pandemien, Naturkatastrophen oder kriegerischen Auseinandersetzungen. Unterbrechungen und Störungen der Lieferketten können zudem eine längere Lagerung der Waren erforderlich machen, was sowohl kostentreibend wirken als auch zum Verderb von Waren führen kann. Außerdem kann die Erfüllung von Verträgen (z. B. vereinbarte Liefertermine) nicht garantiert oder eingehalten werden. Dies kann zu Kundenverlusten, Rufschädigung, Auslistung durch Vertriebspartner und Schadenersatzansprüchen führen. Makroökonomische Entwicklungen und Unsicherheiten in Bezug auf internationale Transportrouten können zu höheren Containerkosten führen, sodass ein weiterer Anstieg der Lieferkosten nicht auszuschließen ist.

Seit 2020 kam es verstärkt zu Logistikengpässen und steigenden Transportkosten, speziell beim für den DS Konzern wichtigen Containerversand aus Asien. Die Handelsgesellschaften haben insbesondere durch ein breites Portfolio an Lieferanten, eine ausreichende Warenbevorratung sowie durch eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Logistikpartnern die Effekte dieser Negativentwicklung - soweit möglich - minimiert. Darüber hinaus ergaben sich aus der Gründung der polnischen Logistikgesellschaft DSP Logistics PL im Geschäftsjahr 2022 Möglichkeiten zur Kostenoptimierung und Risikoreduzierung im Bereich der Logistik. Die zwischenzeitlich bereits weit vorangeschrittene Kostenoptimierung wird sich voraussichtlich schon im Geschäftsjahr 2023 positiv bemerkbar machen und somit einen Teil der gestiegenen Transportkosten kompensieren können.

R7: Nachfrageeinbrüche (Risikogruppe: Marktrisiko; Risikobewertungsklasse: Niedrig)

Die Tochtergesellschaften der DS Holding sind wie viele andere Unternehmen in hohem Maße vom Verbraucherverhalten abhängig. Im Falle des DS Konzerns gilt dies vor allen Dingen für den Hauptmarkt Deutschland.

Der Umsatz kann insbesondere aufgrund von Konjunkturschwankungen, z. B. Rezessionen, zurückgehen. Aktuell sind vor allem die zahlreichen wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine (unsichere Energieversorgung, Preistreiber für zahlreiche Produkte und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs) zu nennen, die zu einer deutlichen Abkühlung des Konsumklimas geführt haben. Darüber hinaus kann das mögliche Nicht-Erkennen aktueller Verbrauchertrends bzw. die fehlende rechtzeitige Anpassung der Geschäftstätigkeit der Gruppe hierauf, das Wachstum und den Umsatz der Gruppe negativ beeinflussen. So kann es bspw. zu einem veränderten oder geringeren Interesse an den D2C-Produkten des Konzerns kommen.

Die DS Hodling ist mit ihren Tochtergesellschaften breit aufgestellt und nicht von einem einzelnen Unternehmen oder einem einzelnen Produkt abhängig. Mehrere Erlösströme und ein breites Produktsortiment vermeiden hohe Abhängigkeiten und haben sich als weitgehend robust auch in Krisensituationen erwiesen. Dennoch ist der zu verzeichnende Rückgang des privaten Konsums und damit der Rückgang der Nachfrage eine große Herausforderung für den DS Konzern, dessen negative Effekte durch entsprechende Gegenmaßnahmen versucht werden aufzufangen.

R8: Mangel an geeigneten Führungskräften und Mitarbeiter (Risikogruppe: Branchenrisiko; Risikobewertungsklasse: Hoch)

Das profitable Wachstum einer Unternehmensgruppe erfordert geeignete Führungskräfte und qualifizierte Mitarbeiter. Um die Ziele zu erreichen, sind Unternehmergeist, Kreativität und Managementfähigkeiten erforderlich. Die DS Holding ist eine Gesellschaft mit vielen jungen, talentierten Mitarbeitern. Es besteht das Risiko, dass die Mitarbeiter nicht dauerhaft in der DS Holding arbeiten möchten oder ihre Fähigkeiten nicht wie gewünscht weiterentwickeln. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass es nicht gelingt, die für die organisatorischen und administrativen Anforderungen sowie die geplante weitere Entwicklung der Holding erforderlichen qualifizierten Mitarbeiter zu gewinnen.

Die DS Holding schafft ein unternehmerisches, Talent-Management begünstigendes Umfeld und beobachtet Führungskräfte und Mitarbeitende permanent. Dazu können durch Remote-Arbeitsplätze und die Tochtergesellschaften talentierte Mitarbeiter auch national angesprochen werden, um standortabhängige Engpässe an qualifizierten Mitarbeitenden zu vermeiden.

R9: Unzureichende Innovationskraft bei Onlineshops und Änderungen bei Vertriebsplattformen (Risikogruppe: Branchenrisiko; Risikobewertungsklasse: Niedrig)

Um die wachsenden und sich wandelnden Anforderungen an D2C-Produkte und -Dienstleistungen zu erfüllen und Marktchancen zu nutzen, sind regelmäßig innovative Anpassungen an den verschiedenen Shops der einzelnen Konzernunternehmen erforderlich. Eine Vernachlässigung der erforderlichen Anpassungen oder eine unzulängliche Umsetzung solcher Maßnahmen kann zu Kundenverlusten und in der Folge zu erheblichen Umsatzeinbußen führen. Dazu können Änderungen bei Vertriebsplattformen wie Amazon durch Algorithmus- und Provisionsänderungen den Umsatz sowie die Profitabilität negativ beeinflussen.

Die Tochtergesellschaften der DS Holding überwachen permanent die Umsatzentwicklung, die Funktionsfähigkeit der Onlineshops wie die Anbindung an die Marktplätze. Algorithmusänderungen oder nicht funktionierende Onlineshops oder Schnittstellen werden hierdurch zeitnah erkannt und die notwendigen Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem zentralen IT-Bereich umgesetzt. Updates von Software sowie die Beobachtung neuer technologischer Entwicklungen reduzieren die Risiken.

R10: Abwertungen des Beteiligungswertes sowie anderer immaterieller Vermögensgegenstände (Risikogruppe: Finanzwirtschaftliches Risiko; Risikobewertungsklasse: Hoch)

Durch den Erwerb von Unternehmen hat die DS Holding verschiedene Beteiligungen zu historischen Anschaffungskosten in der Konzernbilanz ausgewiesen. Die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Vermögensgegenstände hängt vom Erreichen der zugrunde liegenden mehrjährigen Unternehmensplanung ab. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Unternehmen ihre Ziele und Planwerte nicht wie vorgesehen erreichen und es damit zu außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Beteiligungswert kommt.

Die DS Holding überwacht laufend die Ergebnisse und Entwicklung aller Tochtergesellschaften und kann frühzeitig bei negativen Entwicklungen gegensteuern.

R11: Finanzierungsrisiko (Risikogruppe: Finanzwirtschaftliches Risiko; Risikobewertungsklasse: Hoch)

Die DS Holding hat im vierten Quartal 2022 einen neuen Konsortialvertrag abgeschlossen, der in erster Linie zur Finanzierung des Working Capitals der Tochtergesellschaften dient. In diesem Zusammenhang koordiniert die DS Holding (oder das Finanzteam der Gruppe) die Bemühungen zur Sicherung und effizienten Ausgestaltung der Finanzierungsquellen. Der Umfang der Finanzierung wird als Teil des bestehenden Rahmens der Jahresplanung und der Prognosen geplant und durch wöchentliche Abstimmungen validiert.

Die Annahmen und Prämissen zur Ermittlung des Finanzierungsbedarfs können sich aus verschiedenen Gründen als unzutreffend erweisen (z.B. Ausfall von Forderungen, hinter den Erwartungen zurückbleibende Umsätze, Anstieg von Beschaffungs-, Transport- oder sonstigen Kosten, Rechtsansprüche sowie geringere Erlöse aus geplanten Desinvestments). Bei wirtschaftlich erheblichen und anhaltenden Abweichungen kann dies zu einer Erhöhung des Finanzierungsbedarfs führen.

Die Finanzierung der Unternehmensgruppe ist zudem an die Einhaltung von vertraglich definierten Finanzkennzahlen gebunden. Wenn sich die unternehmerische Entwicklung wesentlich verschlechtert, kann der Bruch der Covenants zur Gefährdung der Unternehmensfinanzierung und der entsprechenden Working Capital Linie führen.

Das hier beschriebene Risiko tritt ein, wenn es zu deutlichen Abweichungen der Planungs- und Prognoseprämissen, beispielsweise durch einen externen Schock und Nachfrageeinbruch kommt.

R12: Risiko des Abwertungsbedarfs von Vorräten (Risikogruppe: Finanzwirtschaftliches Risiko; Risikobewertungsklasse: Mittel)

Die Tochtergesellschaften der DS Holding vertreiben eine Vielzahl unterschiedlichster Produkte. Um eine schnelle Lieferung der vertriebenen Produkte zu gewährleisten (und somit eine Grundvoraussetzung für Kundenzufriedenheit zu erzielen) ist eine ausreichende Bevorratung der Artikel wichtig, sodass der Lagerbestand - selbst unter günstigen Bedingungen - bereits nennenswerte finanzielle Dimensionen annimmt. Neben den damit verbundenen logistischen Herausforderungen und der Problematik der Kapitalbindung, besteht ein unternehmerisches Hauptproblem in der Ermittlung des möglichst optimalen Lagerbestands: Es sollte idealerweise keine nennenswerten Engpässe beim Lagerbestand geben, gleichzeitig sollte der Lagerbestand aber auch nicht unnötigerweise überdimensioniert sein. Diese ohnehin schon schwierige Optimierungsaufgabe wird durch weitere zu berücksichtigen Aspekte noch komplexer:

Im Zuge der Corona-Pandemie hatte die DS Gruppe - wie viele andere Wettbewerber auch - vermehrt mit Lieferproblemen und Störungen der Logistikketten zu kämpfen. Um die damit verbundenen Risiken etwas einzudämmen, hat der DS Konzern teilweise die Lagerreichweiten erhöhen müssen.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine wirkt sich immer noch in mehrfacher Hinsicht auf die Kaufkraft der Konsumenten aus. Diese vertriebshemmende Wirkung gilt es hinsichtlich Intensität und Dauer möglichst akkurat abzuschätzen, um die Lagerbestände entsprechend anzupassen.

Ein Teil des Sortiments steht im Zusammenhang mit der Sendung "Die Höhle der Löwen" Wie sich der Abverkauf eines neuen Produktes nach Ausstrahlung der entsprechenden Sendung entwickeln wird, ist im Vorfeld nur bedingt vorhersehbar. Ist die Lagerhaltung zum Zeitpunkt der Produkteinführung zu gering, so kann sich dies negativ auf den Product-Launch auswirken. Auf der anderen Seite ist ein großer Lagerbestand ebenfalls ein Risiko, falls die Marktakzeptanz eines Neuproduktes unter den Erwartungen liegt.

Angesichts der hohen Anzahl unterschiedlicher Lagerartikel, des vergleichsweisen hohen Werts des Lagerbestandes sowie der drei vorgenannten zusätzlichen Herausforderungen, besteht ein wesentliches Risiko darin, dass der Lagerbestand in Teilen nicht mehr oder lediglich mit deutlichen Abschlägen noch verkaufsfähig ist. Durch laufende Prognose- und Dispositionsverfahren wird dieses Risiko regelmäßig ermittelt und ggf. erforderlich werdende Abwertungen werden vorgenommen.

R13: Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen (Risikogruppe: Finanzwirtschaftliche Risiken; Risikobewertungsklasse: Niedrig)

Die DS Holding und ihre Tochtergesellschaften unterliegen dem Risiko von Zahlungsausfällen und dem allgemeinen Preisänderungsrisiko. Das Ausfallrisiko variiert je nach Art des Geschäfts:

Im Social Commerce (B2C) wird das Ausfallrisiko durch Vorkasse oder die Einbindung von Zahlungsanbietern wie Klarna oder PayPal (Übernahme des Ausfallrisikos) fast vollständig eliminiert.

Im B2B-Handelsgeschäft sind Zahlungsausfälle zwar grundsätzlich möglich, jedoch schließen diese Gesellschaften zur Risikominderung Kreditausfallversicherungen ab oder nutzen Inkassodienstleister wie Markant, die ca. 90% der Nettoforderungen abdecken. Insofern besteht nur ein geringes Risiko von nennenswerten Zahlungsausfällen.

Das hohe Einkaufsvolumen in Asien führt zu Preisänderungs- und Währungsrisiken. Ein Teil des benötigten USD-Volumens für den Einkauf wird daher von der Finanzabteilung abgesichert. Änderungen der Beschaffungspreise wirken sich auf den Purchase-to-Pay-Prozess aus. Da die Abgabepreise an den Handel regelmäßig langfristiger ausgehandelt werden, können Änderungen auf der Beschaffungsseite zu einer Abweichung zu den geplanten Deckungsbeiträgen führen.

Das Ausfallrisiko bezieht sich auf die Finanzbuchhaltung und -berichterstattung sowie die Orderto-Cash-Prozesse, da es zu verspäteten oder ausbleibenden Zahlungen von Forderungen kommen kann, was zu einer Abschreibung führen kann. Das Wechselkursrisiko, dass durch in Fremdwährungen abgeschlossene Verträge entsteht, betrifft die Finanzabteilung, da sie die Wechselkurse überwacht und Devisensicherungsgeschäfte abschließt.

R14: Bedrohung der Cybersicherheit (Risikogruppe: IT-Risiko; Risikobewertungsklasse: Mittel)

Cybersicherheitsrisiken aus internen oder externen Angriffen sowie Schwachstellen der internen Kontrollen können wesentliche Aspekte der kundenbezogenen Anwendungen, Lager-IT-Systeme, Zahlungssysteme und internen IT-Systeme beeinträchtigen. Prominente Cybersicherheitsrisiken betreffen u.a. Ausfälle aufgrund von Distributed-Denial-of-Service (DDoS)/ Ransomware-Angriffen, Datenverlust aufgrund von Sicherheitsverletzungen, fehlerhafte Prozessabläufe aufgrund von Integritätsverletzungen oder eine Kombination daraus.

Die DS Holding ist als bekanntes Unternehmen aufgrund seiner Größe, seinen wertvollen Daten und seiner Abhängigkeit von IT-Systemen ein potenzielles Ziel. Um den Bedrohungen der Cybersicherheit entgegenzuwirken, erhält die DS Holding die Sicherheits- und Compliance- Bemühungen durch Investitionen in neue Technologien und spezialisierte interne Ressourcen. Die zentrale IT überwacht relevante Bereiche kontinuierlich und hält Prozesse zur Gewährleistung der Datensicherheit aufrecht.

Die nachfolgende Darstellung zeigt die vorgenommene Einordnung der vorgenannten Risiken in die einzelnen Felder der 9-Felder-Risikomatrix.

Unwahrscheinlich: Max 1 Eintritt / 5 Jahre Möglich: Min. 1 Eintritt/ Jahr Wahrscheinlich: Min. 1 Eintritt / Monat Anzahl Risiken
Hohe Auswirkung: R1, R2, R3, R14 R10, R11 - 6 Risiken
>1,5 Mio. EUR
Mittlere Auswirkung:
250 T. EUR - 1,5 Mio. EUR R4, R5, R6, R7, R9, R13 R12 R8 8 Risiken
Geringe Auswirkung:
<250 T. EUR - - - 0 Risiken
Anzahl Risiken (nach Eintrittswahrscheinlichkeit) 10 Risiken 3 Risiken 1 Risiko Gesamt: 14 Risiken

Risikobewertung: Niedrig Mittel Hoch

1.7 Zusammenfassung der Risiken der DS Holding

Die Einschätzung der individuellen Risiken im Geschäftsjahr 2022 haben sich aufgrund der Entwicklung der externen Bedingungen, der Änderungen im Geschäftsportfolio, der Wirkung der eigenen Gegenmaßnahmen sowie der Anpassung der Risikobeurteilung vereinzelt geändert. Darüber hinaus wurde im Ergebnis der Risikoanalysen die Umsatz- und Ergebniserwartungen reduziert, so dass ein Teil der wesentlichen Risiken bereits in der Planung Berücksichtigung gefunden haben. Die Gesamtrisikosituation für die DS Holding hält sich damit gegenüber dem Vorjahr auf einem vergleichbaren Niveau.

Unter Zugrundelegung der aktuellen Bewertungen über die möglichen finanziellen Auswirkungen sowie den Eintrittswahrscheinlichkeiten der in diesem Bericht erläuterten Risiken sieht die Geschäftsführung derzeit keine wesentliche Gefährdung der Unternehmensfortführung. Das derzeit mit zahlreichen Unsicherheiten verbundene makroökonomische Umfeld macht es jedoch erforderlich, die weitere diesbezügliche Entwicklung sehr genau zu beobachten und kann - im Falle einer weiteren nachhaltigen Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - eine Neubewertung der Einschätzung zur Unternehmensfortführung zur Folge haben.

1.8 Ausblick 2023

Die Entwicklung 3 der DS Holding und ihrer Tochtergesellschaften ist in fast all seinen Aktivitäten abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der resultierenden Konsumkraft. Wenngleich die DS Holding schnell auf die Veränderungen durch die Pandemie reagieren konnte und damit rechnet, auch zukünftig Veränderungen frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren, ist aufgrund der schwer absehbaren Auswirkungen der geopolitischen Entwicklung in der Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine die Prognostizierbarkeit der künftigen Entwicklung im Vergleich zu einer Situation ohne globale Krisen deutlich eingeschränkt. Dennoch gibt es eine Reihe von Indikatoren, die eine bedingte Prognose erlauben.

Die Perspektiven für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind für das Geschäftsjahr 2023 und die Folgejahre weiterhin von erhöhter Unsicherheit geprägt. Der IWF (Internationale Währungsfonds) prognostiziert im "World Ecomomic Outlook" vom Januar 2023 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 2,9% für das Jahr 2023 bei einer weiterhin hohen Inflation von 6,6%, die im Vorjahr bei 8,8% lag. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird eine durchschnittliche Inflation von 4,6% für 2023 erwartet. Der IWF erwartet für die Eurozone eine Wachstumsrate für das BIP (Bruttoinlandsprodukt) von 0,7% im Jahr 2023. Vor allem der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die unter anderem daraus resultierenden Kürzungen russischer Gaslieferungen sind ausschlaggebend für dieses schwache Wachstum, insbesondere für die Länder, die stärker von den Gaslieferungen abhängig sind. Die Entscheidung der EZB (Europäische Zentralbank), die Leitzinsen weiter anzuheben, spannt die finanzielle Lage weiter an und wirkt sich negativ auf das Wirtschaftswachstum aus. Für Großbritannien erwartet der IWF einen Rückgang des BIP von 0,6% im Jahr 2023. 4

Die Prognosen zum Konsumklima in Deutschland für 2023 sind aufgrund gegenläufiger Analysen schwer zu deuten. Zum einen erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte der GfK (Marktforschungsinstitut - Growth from Knowledge) in einer Pressemittelung vom Februar 2023, dass das Konsumklima trotz der schwächelnden Weltwirtschaft sowie hoher Inflationsraten spürbar zulegen konnte und damit auf Erholungskurs sei. Auch die gesunkenen Energiepreise als auch die Einschätzung der Experten, dass eine Rezession vermieden werden kann, lassen Optimismus zu. Zum anderen wird in derselben Pressemitteilung darauf verwiesen, dass das Konsumklima im niedrigen Niveau bleibt, was darauf hindeutet, dass der private Konsum keinen positiven Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland leisten kann. Das Konsumklima März 2023 wird mit -30,5 Punkten angegeben. Zum Vergleich: Das Konsumklima lag im Januar 2022 bei -6,9 Punkten, hatte im September 2022 den Tiefpunkt von -67,7 Punkten erreicht und erholte sich im Dezember 2022 leicht auf -40,1 Punkte. 5

3 Quelle: IMF https://www.imf.org//media/Files/Publications/WEO/2023/Update/January/English/text.ashx
4 Quelle: GfK https://www.gfk.com/hubfs/website/editorial_ui_pdfs/20230224_PM_Kosumklima_Deutschland_dfin.pdf

Für den Online-Handel geht der bevh (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland) verglichen mit dem Gesamtmarkt von einem etwas stärkeren Wachstum aus. Für 2023 prognostiziert der Verband in einer Pressemeldung vom Januar 2023 ein Wachstum von 4,8% in Deutschland. 6 Beim Einzelhandel geht der HDE (Handelsverband Deutschland) von einem preisbereinigten Umsatzminus von 3,0% aus. Auch der HDE sieht den Online-Handel als Wachstumstreiber. 7

Das aktuell makroökonomisch unsichere Umfeld führt zu einer unverändert geringen Visibilität der zukünftigen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der DS Holding. Die Prognose auf die relevanten finanziellen Leistungsindikatoren ist daher weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. Um sich für das aktuell unsichere Umfeld besser zu rüsten, hat die DS Holding das Jahr 2022 dazu genutzt, Synergien aus dem Zusammenschluss mit der Social Chain AG zu realisieren sowie das Kunden- und Produktportfolio der Tochtergesellschaften um nicht rentable Geschäftsanteile konsequent zu bereinigen. Auf Basis der bisher erfolgreich durchgeführten sowie auch im Jahr 2023 geplanten weiteren Restrukturierungsmaßnahmen, erwartet das Management für das Jahr 2023 einen Umsatz von 8 bis 10 Mio. € für die DS Holding und Erträge aus Ergebnisabführungen auf vergleichbarem Niveau des Vorjahres.

Die Prognose erfolgt unter der Annahme stabiler Wechselkurse und ohne weitere Portfolioanpassungen.

Die DS Holding ist als Produkt- und Markenhaus in Kombination mit einer Omnichannel-Vertriebsstruktur der Tochtergesellschaften gut aufgestellt und erweist sich auch in konjunkturellen Krisen als robust und anpassungsfähig. Die aktuelle geopolitische Situation führt weiterhin zu Unsicherheiten und Risiken hinsichtlich der Entwicklung der Weltwirtschaft sowie der Branchen, in denen der Konzern tätig ist. Die Planungen reflektieren die zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses aktuellen Studien zum Wachstum in den jeweiligen Branchen. Die aktuellen Entwicklungen werden kontinuierlich beobachtet, um mögliche Gegenmaßnahmen zeitnah abzuleiten und etwaige negative Auswirkungen zu minimieren oder soweit notwendig in den regelmäßigen Forecasts der Konzernergebnisvorschau zu berücksichtigen.

5 Quelle: GfK https://www.gfk.com/de/presse/starke-kaufkrafteinbussen-lassen-konsumklima-weiter-abstuerzen
6 Quelle: BEVH https://www.bevh.org/fileadmin/content/05 presse/Pressemitteilungen 2023/260122 PM.pdf
7 Quelle: HDE https://einzelhandel.de/presse/aktuellemeldungen/14050-hde-prognose-fuer-2023-preisbereinigt-gehendie-
umsaetze-im-einzelhandel-um-drei-prozent-zurueck

Die Perspektiven für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind für das Geschäftsjahr 2023 weiterhin von Unsicherheit geprägt.

1.9 Nachtragsbericht

Wir verweisen auf den Anhang. Es fanden keine Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach dem Ende des Geschäftsjahres statt.

 

Stapelfeld, den 25. April 2023

Ralf Dümmel, Geschäftsführer

Andreas Schneider, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.416.548,89 2.107.801,83
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 283.622,30 238.498,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 97.310.412,01 97.308.416,40
2. Beteiligungen 479.444,99 872.046,65
97.789.857,00 98.180.463,05
101.490.028,19 100.526.763,44
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 743,75
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 105.029.448,76 23.084.821,56
3. Sonstige Vermögensgegenstände 236.993,25 1.909.640,81
105.266.442,01 24.995.206,12
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.336.653,95 156.426,60
106.603.095,96 25.151.632,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva 1.314.265,18 140.190,76
D. Aktive latente Steuern 391.471,93 0,00
209.798.861,26 125.818.586,92

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 16.000.000,00 16.000.000,00
II. Kapitalrücklage 32.306.584,39 32.306.584,39
III Bilanzgewinn 28.053.893,06 29.234.213,10
76.360.477,45 77.540.797,49
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.593.582,11 1.471.802,60
2. Sonstige Rückstellungen 928.552,90 1.997.949,57
2.522.135,01 3.469.752,17
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 106.635.567,14 8.750.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 840.418,42 249.544,27
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.696.502,43 32.399.354,29
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.646.260,81 3.402.119,67
davon aus Steuern: EUR 1.768.000,88 (VJ: EUR 715.497,93)
130.818.748,80 44.801.018,23
D. Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 97.500,00 0,00
E. Passive latente Steuern 0,00 7.019,03
209.798.861,26 125.818.586,92

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 11.231.676,02 11.807.419,68
2. Sonstige betriebliche Erträge 881.315,78 313.958,60
davon aus der Währungsumrechnung EUR 4.949,30 (Vj.: EUR 5.082,21)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 1,28 - 936,02
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.729.720,67 7.467.249,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.203.737,61 884.532,34
davon für Altersversorgung: EUR 54.575,66 (Vj .: EUR 25.621,18)
7.933.458,28 8.351.781,36
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 420.538,93 300.446,08
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.065.127,71 2.830.703,54
davon aus der Währungsumrechnung EUR 6.040,12 (Vj.: EUR 4.564,99)
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 1.091.974,37
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme 963.476,55 276.466,37
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.317.084,20 17.152.585,70
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.047.020,23 283.348,77
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.047.020,23 (Vj.: EUR 283.348,77)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.183.152,00 1.097.566,34
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 392.601,66
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -371.526,34 4.549.704,50
14. Ergebnis nach Steuern -1.109.731,28 13.243.554,95
15. Sonstige Steuern 70.588,76 348,00
16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (-) -1.180.320,04 13.243.206,95
17. Gewinnvortrag 29.234.213,10 22.241.006,15
18. Ausschüttungen 0,00 6.250.000,00
19. Bilanzgewinn 28.053.893,06 29.234.213,10

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

I. Allgemeines

Die Gesellschaft ist unter der Registernummer HRB 11907 beim Amtsgericht Lübeck eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Beachtung der Regelungen des GmbH- Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die stetig angewendet wurden.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.

Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Das neue ERP-System BC wird mit einer individuellen Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Angaben zum Anteilsbesitz (Sämtliche Angaben betreffen den Stand 31. Dezember 2022):

Gesellschaft Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
% T€ T€
DS Produkte GmbH, Stapelfeld 100 34.133 0
DS Q Honkong Ltd., Hong Kong 87,55 -6 5) -741 5)
DS Direct GmbH, Stapelfeld 1) 100 25 0
DS MEWITEC GmbH, GmbH, Stapelfeld 100 25 0
Pacific Trade Connection Ltd.,Hong Kong 100 1.010 5) -262 5)
DSP Logistics PL sp.z o.o. 99 -47 -47
DS Impact GmbH, Stapelfeld 100 12.562 9.163
DS Select GmbH, Stapelfeld 100 25 0
DS Marketing GmbH, Stapelfeld 100 46 0
BEEM Germany GmbH, Stapelfeld 100 525 0
DS Aviation GmbH, Stapelfeld 100 25 0
Brand Chain GmbH, Stapelfeld 100 3.482 0
Brand Chain B.V. 5) 100 29 32
Vision Personalservice GmbH, Lüttow-Valluhn 2) 100 -382 0
CLASEN FOODS GmbH, Stapelfeld 100 -302 -413
Landmann Germany GmbH, Stapelfeld 100 -2.756 -3.766
Landmann International GmbH, Stapelfeld 3) 100 348 -37
Landmann Hungària Kft. 4) 100 741 6) 342 6)
Landmann Ltd. UK 4) 100 -2.987 7) -3.232 7)
Landmann Polska Sp. z.o.o. 4) 100 1.368 8) 374 8)

1) Indirekte Beteiligung über die DS Produkte GmbH

2) Indirekte Beteiligung über die DS Marketing GmbH

3) Indirekte Beteiligung über die Landmann Germany GmbH

4) Indirekte Beteiligung über die Landmann International GmbH

5) Indirekte Beteiligung über die Brand Chain GmbH

6) Eigenkapital mit historischem Kurs; Aktiv-/Passivposten mit Stichtagskurs zum 31. Dezember 2022 von 8,31630 HKD/€

7) Eigenkapital mit historischem Kurs; Aktiv-/Passivposten mit Stichtagskurs zum 31. Dezember 2022 von 400,87000 HUF/€

8) Eigenkapital mit historischem Kurs; Aktiv-/Passivposten mit Stichtagskurs zum 31. Dezember 2022 von 0,88693 GBP/€

9) Eigenkapital mit historischem Kurs; Aktiv-/Passivposten mit Stichtagskurs zum 31. Dezember 2022 von 4,68080 PLN/€

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag bewertet.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgten Zugänge zum Anlagevermögen in Höhe von T€ 1.776,4. Diese betreffen mit T€ 1.562,5 vor allem die Anschaffung der ERP Software Business Central.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus:

Lieferungen und Leistungen T€ 4.882 (Vorjahr T€ 2.592)

Finanzverkehr T€ 100.192 (Vorjahr T€ 20.493)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit T€ 98.875 (Vorjahr: T€ 3.340) auf Forderungen aus der Gewährung von Krediten.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In dem zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn von T€ 28.053,9 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von T€ 29.234,2 enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im wesentlichen Personalrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen bestehen aus:

Lieferungen und Leistungen T€ 826 (Vorjahr T€ 1)

Finanzverkehr T€ 19.871 (Vorjahr T€ 32.398)

Der Posten enthält in Höhe von T€ 2.922 (Vorjahr T€ 4.092) Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus:

Kfw-Darlehen T€ 6.250 (Vorjahr T€ 8.750)

Konsortialkredit T€ 94.250 (Vorjahr T€ 0)

Kontokorrent T€ 6.136 (Vorjahr T€ 0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Mithafter besichert.

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis ein Jahr beträgt T€ 127.069 (Vorjahr T€ 38.551). Der Gesamtbetrag aller Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr beträgt T€ 3.750 (Vorjahr T€ 6.250). Diese betreffen ausschließlich den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten"

Die in der Bilanz angesetzten latenten Steuerschulden haben sich wie folgt entwickelt:

Passive latente Steuern

T€
Stand zum 1. Januar 2022 7,1
Veränderung im Geschäftsjahr 2022 -7,1
Stand zum 31. Dezember 2022 0,0

Aktive latente Steuern

T€
Stand zum 1. Januar 2022 0,0
Veränderung im Geschäftsjahr 2022 +391,5
Stand zum 31. Dezember 2022 391,5

Die Gesellschaft nimmt erstmalig das Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern in Anspruch. Die Steuerlatenzen resultieren aus dem Ansatz von Drohverlustrückstellungen sowie aus Bewertungsunterschieden bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der angewendete Steuersatz beträgt 26,0 %.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 591 (Vorjahr T€ 81), Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 5 (Vorjahr T€ 5) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 32).

V. Sonstige Angaben

(1) Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für Kreditlinien, die von fünf Kreditinstituten den Gesellschaften der DS-Gruppe eingeräumt wurden. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien zum 31. Dezember 2022 durch die DS-Gruppe beträgt insgesamt 100,50 Mio. €, wovon 94,25 Mio. € bei der DS Holding GmbH bilanziert sind.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den auf andere Gesellschaften der DS-Gruppe entfallende Kredite wird als gering eingeschätzt, da keine Hinweise vorliegen, die dagegen sprechen, dass die Kredite nicht bedient werden können.

Weiterhin wurde durch die Gesellschaft gegenüber der DS Impact GmbH eine Patronatserklärung abgegeben. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt.

(2) Finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erfasst sind, bestehen aus:

bis 1 Jahr über 1 Jahr
T€ T€
Leasingverträge 214 326
214 326

(3) Konzernverhältnisse

The Social Chain AG hält hundert Prozent der Anteile des DS Holding Konzerns. Die Anteile werden über die TSCDS Holding GmbH, Berlin, gehalten.

Die DS Holding GmbH, Stapelfeld, stellt, unter Einbezug des gesamten Konsolidierungskreises, den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Teilkonzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Die DS Holding GmbH und Ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der The Social Chain AG, Berlin, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt.

(4) Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Durchschnitt 84 Arbeitnehmer in den folgenden Gruppen beschäftigt:

2022 2021
Angestellte 72 70
Leitende Angestellte 12 10
Gesamt 84 80

(5) Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des für das Geschäftsjahr berechneten Honorars des Abschlussprüfers wird unter Inanspruchnahme der Erleichterung gemäß § 285 Nr. 17 i. V. m. § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

(6) Geschäftsführung

Geschäftsführer sind

 

Herr Ralf Dümmel, Kaufmann, Hamburg

 

Herr Andreas Schneider, Betriebswirt, Hamburg

Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Alleinvertretungsbefugnis kann erteilt werden.

Herr Dümmel ist vornehmlich für die Bereiche Verkauf, Werbung, Marketing sowie Einkauf/Import zuständig. Herr Schneider ist insbesondere für die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Personal, Controlling sowie Logistik zuständig.

Gemäß § 286 Absatz 4 HGB wird auf die Angaben nach § 285 Nr. 9 a und b HGB zu den Gesamtbezügen des Geschäftsführungsorgans verzichtet.

Zur Prokuristin war im Berichtsjahr bestellt:

 

Frau Bettina Krüger

(7) Angaben zum Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 1.180.320,04 € auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Nachtragsbericht

Es sind keine Ereignisse nach dem Abschlussstichtag eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten.

 

Stapelfeld, den 25. April 2023

Ralf Dümmel, Geschäftsführer

Andreas Schneider, Geschäftsführer

Anlagevermögen zum 31.12.2022

Bilanzposten Entwicklung der Anschaffungswerte
Stand 01.01.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.560.328,46 1.577.676,90 0,00 0,00 4.138.005,36
2.560.328,46 1.577.676,90 0,00 0,00 4.138.005,36
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 365.031,57 196.732,83 0,00 0,00 561.764,40
365.031,57 196.732,83 0,00 0,00 561.764,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 97.343.416,40 1.995,61 0,00 0,00 97.345.412,01
2. Beteiligungen 872.046,65 0,00 0,00 0,00 872.046,65
98.215.463,05 1.995,61 0,00 0,00 98.217.458,66
Summe 101.140.823,08 1.776.405,34 0,00 0,00 102.917.228,42
Bilanzposten Entwicklung der Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 452.526,63 268.929,84 0,00 0,00 721.456,47
452.526,63 268.929,84 0,00 0,00 721.456,47
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.533,01 151.609,09 0,00 0,00 278.142,10
126.533,01 151.609,09 0,00 0,00 278.142,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.000,00 0,00 0,00 0,00 35.000,00
2. Beteiligungen 0,00 392.601,66 0,00 0,00 392.601,66
35.000,00 392.601,66 0,00 0,00 427.601,66
Summe 614.059,64 813.140,59 0,00 0,00 1.427.200,23
Bilanzposten Restbuchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.416.548,89 2.107.801,83
3.416.548,89 2.107.801,83
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 283.622,30 238.498,56
283.622,30 238.498,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 97.310.412,01 97.308.416,40
2. Beteiligungen 479.444,99 872.046,65
97.789.857,00 98.180.463,05
Summe 101.490.028,19 100.526.763,44

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DS Holding GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DS Holding GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DS Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Frankfurt, den 31. Mai 2023

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

A. Schmidt, Wirtschaftsprüfer

A. Kramer, Wirtschaftsprüfer

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