GFF Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Paolo Domenico Farina seit 27.10.2016 | Geschäftsführer |
Federico Farina seit 27.10.2016 | Geschäftsführer |
Carlo Roberto Farina seit 13.10.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Metalfar Prodotti Industriali S.p.A. | 95.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Friedrich Geldbach GmbHGelsenkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht Geschäftsjahr 2016der Friedrich Geldbach GmbH1. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Friedrich Geldbach GmbH betreibt seit 1894 die Herstellung, Verarbeitung und den Handel mit Flanschen für nationale und internationale Kunden der petrochemischen und der Mineralölindustrie insbesondere aus C-Stahl und Edelstählen unterschiedlicher Gütern. Als zertifizierter Betrieb ist es unser Bestreben die Marke "Friedrich Geldbach" als Qualitätsmerkmal weltweit bekannt zu machen. Die Friedrich Geldbach GmbH ist als eine der Hauptproduktionsstätten in die Farina Group integriert. Die Farina Group ist ein weltweiter Firmenverbund diverser Unternehmen, die insbesondere im Bereich der Zulieferung für die petrochemische und Mineralölindustrie tätig sind. Hierzu zählen weitere Hersteller und diverse Lagerunternehmen, die als Weiterverkäufer tätig werden und den Kontakt zu den regionalen Kunden, insbesondere in Kasachstan und den USA halten. Insgesamt besteht die Farina Group aus über 20 Unternehmen mit unterschiedlichen Tätigkeits-schwerpunkten und Beteiligungsverhältnissen zur gesamten Farina Group. Forschung und Entwicklung Die Friedrich Geldbach GmbH ist als Hersteller der vorgenannten Produkte stets für die Einhaltung der notwendigen Industriestandards verantwortlich. Dies resultiert in einer permanenten Nachkontrolle und Nachjustierung der hauseigenen Produktion und diversen Zertifizierungen von beispielsweise dem TÜV in Deutschland, CRN in Kanada, TRCU in Russland, sowie Zulassungen für Total, Exxon-Mobil und Shell. Weitere Qualifikationen werden in naher Zukunft folgen. Dank der qualitativ orientierten Farina Group und den sich dadurch ergebenen Synergieeffekten in Produktion und Versand wird die Friedrich Geldbach GmbH als Hauptproduktionsstätte fortlaufend verbessert und erweitert. In den letzten Jahren wurden verschiedene Abteilungen erweitert und auch durch Maschineninvestitionen und Sanierungen der Gebäude und des Grundstücks immer wieder optimiert. Das größte Investitionsvorhaben ist die Entwicklung zweier neuer Fertigungslinien bestehend aus jeweils drei einzelnen Komponenten (Ofen, Presse und Stanze). Diese soll planmäßig zu Beginn des Jahres 2018 abgeschlossen werden. Durch den Einsatz von Roboterarmen kann der Fertigungsprozess teilweise automatisiert und insgesamt material- und personalschonender durchgeführt werden. Die neue Fertigungslinie wird zu einer der modernsten Fertigungsanlagen im Bereich der Flanschenherstellung weltweit. Weiterhin wird die Instandsetzung der Exzenterpresse, die mit 8.000 Tonnen zu den größten der Welt gehört, für die Aufrechterhaltung des gesamten Produktportfolios sorgen. Die Kapazität für eine weitere Produktionslinie ist bauseits gegeben und befindet sich ebenfalls in der Planung. Die Realisierung ist jedoch stark von der weiteren Entwicklung abhängig. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Entwicklung des Flanschenmarktes wurde auch im Jahr 2016 durch den weiter fallenden Ölpreis beeinflusst. Insbesondere durch die hohe Förderquote der OPEC-Staaten sollten Marktanteile, die in den letzten Jahren durch die Entwicklung der neuen Technologien (Fracking) verloren wurden, wieder zurückgewonnen werden. Der in 2015 begonnene Preiskampf zwischen Saudi-Arabien und den USA und die Aufhebung des Ölembargos gegenüber dem Iran führte durch den Ölpreisverfall zu massiven Investitionsstopps der gesamten Ölförderbranche, in deren Folge auch die Flanschindustrie sehr stark betroffen wurde. Geschäftsverlauf und Lage 2016 a. Umsatz / Ergebnis Der Umsatz bzw. die Betriebsleistung lagen rd. 18 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Materialeinsatz lag jedoch mit rd. 35 % deutlich über dem des Vorjahres. Das Rohergebnis sank entsprechend um T€ 477 auf T€ 3.834. Aufgrund des stark verminderten Rohergebnisses und einer leicht erhöhten Gesamtkostenstruktur fiel das operative Ergebnis negativ aus. Trotz positiver Sondereffekte (u.a. Zinserträge, Währungsgewinne) war für 2016 ein Jahresfehlbetrag von T€ 749 auszuweisen. b. Finanzierung Die Gesellschaft ist im Wesentlichen durch Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen, sowie durch kurzfristige Kreditmittel der Hausbank finanziert. Im Jahr 2017 wird die Gesellschaft ausschließlich aus Gesellschafter und Farina Group Unternehmen finanziert. Zum Dezember 2017 wird die verbliebene Bankverbindlichkeit in Höhe von 2 Mio Euro vollständig abgelöst. Die Gesellschaft ist damit Bankschulden frei. Die Luigi Farina 2 S.p.A., Rechtsnachfolger der 95 %-igen Gesellschafterin Metalfar Prodotti Industriale S.p.A, hat mit der Patronatserklärung vom 21. November 2017 erklärt, zusammen mit den Schwesterunternehmen die Liquidität der Gesellschaft sicherzustellen. Die Erklärung gilt vorläufig bis April 2018. c. Produktion Die Gesellschaft betreibt ihre Produktion in angemieteten Räumlichkeiten in Gelsenkirchen. Zukäufe und Bearbeitungen werden an diverse inländische und im italienischen Ausland ansässige Unternehmen vergeben. Im Jahr 2016 ist die Hauptproduktionsmaschine durch eine Vielzahl technischer Defekte im Dezember endgültig stillgelegt worden. Instandsetzungsmaßnahmen wurde auch unter Berücksichtigung der laufenden Investitionen erst für das letzte Quartal 2017 veranschlagt, so dass ab Dezember 2016 keine Produktion von Flanschen erfolgte. Versand und Bearbeitungen erfolgten jedoch noch. Die bestehenden und neuen Aufträge wurde durch Hinzukäufe abgewickelt. d. Investitionen Die Investitionen des Geschäftsjahres 2016 betrafen fast ausschließlich die Errichtung von drei neuen Schmiedelinien und die zugehörigen Umbauarbeiten an den Gebäuden. In 2018 sollen diese Neu- und Umbaumaßnahmen abgeschlossen werden. Die Investitionen wurden aus gesellschafterverbürgten Bankdarlehen und gruppeninternen Vorauszahlungen, sowie Darlehen der Farina Group und des Gesellschafters Dr. Carlo Farina finanziert. In diesem Zusammenhang wurde bereits im August 2015 das Stammkapital der Gesellschaft von bisher 2,2 Mio. auf 7,0 Mio. erhöht. e. Personal Der Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. 3. Darstellung der Lage b. Vermögens- und Finanzlage Das Vermögen der Gesellschaft besteht zu rd. 60 % aus langfristig gebundenem Vermögen und zu rd. 40 % aus kurzfristig gebundenem Umlaufvermögen. Auf das Vorratsvermögen entfallen rd. 23 %. Das Anlagevermögen ist fast vollständig durch langfristig zur Verfügung stehende Mittel finanziert. Insgesamt ist das Vermögen der Gesellschaft mit rd. 46 % langfristig finanziert. Das Eigenkapital für 2016 hat sich unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages um T€ 750 auf T€ 6.887 verringert. Die Eigenkapitalquote verringert sich somit von 52 % auf 38 %, wobei die Bilanzsumme um T€ 3.317 gestiegen ist. Die Finanzlage der Gesellschaft ist angespannt. Die Liquidität der Gesellschaft wird durch Vorauszahlungen und Darlehen der verbundenen Unternehmen und der Gesellschafter gesichert. Mit dem positiven Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 1.983 und dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 1.450 und den Finanzmitteln zu Beginn der Periode konnten nahezu sämtliche Investitionen finanziert werden. c. Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden. Der überproportionale Anstieg des Materialeinsatzes von 64% auf 73%, bedingt durch die notwendigen Zukäufe aufgrund des Maschinenstopps und der leichte Anstieg der übrigen Betriebskosten führte allerdings dazu, dass sich das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf - T€ 696 verminderte. Der Jahresfehlbetrag stieg folglich um T€ 711 auf -T€ 749. 4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2016 wurde mit der Umstrukturierung des Konzerns begonnen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde diese mit dem Wechsel der Hauptgesellschafterin von der Metalfar Prodotti Industriale S.p.A. zur neugegründeten Rechtsnachfolgerin Luigi Farina 2 S.p.A. abgeschlossen. Die neue Muttergesellschaft hat zusammen mit verschiedenen ausländischen Gesellschaften und dem Privatgesellschafter das Berichtsunternehmen erheblich unterstützt. Weiterhin hat der Ausfall der Hauptproduktionsanlage in Gelsenkirchen im November und Dezember, der sich auch über das ganze Jahr 2017 erstreckte Hinzukäufe zur Abwicklung der bestehenden und neuen Aufträge notwendig gemacht. Diese sind insbesondere zum Ende des Geschäftsjahres 2016 und zu Beginn von 2017 nicht kostendeckend erfolgt. Die Gesellschaft hat aber bewusst auch etwaige Verlustgeschäfte angenommen, um sich eine entsprechende Markt- und Kundenposition zu sichern und zu erhalten. 5. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 2. Chancenbericht Unsere wesentlichen Geschäftschancen ergeben sich aus dem Ausbau bestehender und der Entwicklung neuer Geschäftsbeziehungen, insbesondere auch im nicht-europäischen Ausland. Wir haben im Jahr 2017 mit der Registrierung der Marke in diversen Ländern (USA, Kuweit, Vereinigte Arabische Emirate, Ecuador etc.) begonnen diverse neue Märkte zu erschließen, bei den Friedrich Geldbach als eigenständige Marke bisher nicht bekannt war. Die Belieferung dieser Märkte erfolgte nahezu ausschließlich über den ehemaligen Mutterkonzern Metalfar Spa und wird nunmehr von uns vorgenommen. Die hierzu notwendigen Nachweise und Registrierungen sind nahezu abgeschlossen, so dass ab 2018 mit neuen Umsätze in diesen Märkten gerechnet wird. 2. Risikobericht Insbesondere die hohen Investitionen in moderne Produktionsanlagen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist sowohl eine Chance, als auch ein Risiko. Wenn die Produktion im Jahr 2018 wie erwartet anläuft, werden die im Jahr 2016 erwirtschafteten und im Jahr 2017 prognostizierten Verluste abgebaut. Die Gesellschaft ist, wie alle wirtschaftlich tätigen Unternehmen, den allgemeinen Risiken unternehmerischen Handelns ausgesetzt. Hierzu gehören vor allem Konjunkturzyklen, bestehende Wettbewerbssituationen sowie mögliche sprunghafte Rohstoffpreiserhöhungen. Den Risiken wird vor allem durch eine flache und flexible Organisation und Mitarbeiterstruktur Rechnung getragen, die es der Geschäftsführung ermöglicht auch kurzfristigen Beschäftigungsschwankungen zu begegnen. Die Gesellschaft fakturiert einen Teil ihrer Umsätze in ausländischer Währung, insbesondere auf Basis von US-Dollar. Die hieraus sich ergebenden Währungsrisiken sind aufgrund der kurzfristigen Forderungspositionen überschaubar, so dass Kurssicherungsgeschäfte gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden. 3. Prognosebericht Die weltweit stark rückläufige Rohölpreisentwicklung hat die Investitionen der Rohölproduzenten, insbesondere die Erschließung neuer Rohölquellen, weithin massiv gebremst. Hierdurch hat sich die Nachfrage nach Flanschen deutlich vermindert, zumal auch die Händler ihre Bestände spürbar abbauen. Der seit 2015 anhaltende allgemeine Auftragseinbruch spiegelt sich auch in unserer geschäftlichen Entwicklung in 2016 wider. Der Umsatz und die Betriebsleistung waren zwar in den ersten drei Monaten 2017 gegenüber dem Vorjahr leicht ansteigend, jedoch wird der allgemeine Preisverfall am Markt dazu führen, dass bei einer erhöhten Gesamtkostenstruktur vorerst für 2017 nicht mehr mit einem positiven operativen Ergebnis zu rechnen ist. Gleichwohl geht die Geschäftsführung mittelfristig von einer positiven Geschäftsentwicklung aus, was insbesondere durch die Höhe des Investitionsvolumens und des dadurch verbundenen finanziellen Engagements der verbundenen Unternehmen und des Gesellschafters unterstrichen wird. Die Abgabe einer vollumfänglichen Patronatserklärung durch die Muttergesellschaft unterstreicht dieses Ansinnen noch einmal. Zu Anfang des Jahres 2018 wird die Errichtung von zwei neuen Schmiedelinien und der erforderliche Umbau der Gebäude abgeschlossen. Weiterhin wird die defekte 8.000 to Presse vollständig saniert. Aufgrund der Ausmaße dieses Unterfangens wird damit zu Mitte des Jahres 2018 gerechnet. Die Investitionen und laufenden Verluste werden, wie bereits erwähnt, weiterhin aus Gesellschaftermitteln finanziert. Die Gesellschaft hat einen Antrag auf Förderungen bei der NRW Bank gestellt. 5. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich neben den bereits bei den Punkten 1. 2. Forschung und Entwicklung 2. b - d) Finanzierung, Produktion, Investition 4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft 5. 1.- 3. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung ausführlich dargestellten Sachverhalten keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung für den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ereignet.
Gelsenkirchen, den 20. Dezember 2017 Dr. Carlo Roberto Farina BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum Geschäftsjahr 2016Friedrich Geldbach GmbH, GelsenkirchenAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß § 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Bei der Erstellung des Anhangs wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Gliederungsvorschriften nach § 266 und § 275 HGB in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Im Berichtsjahr 2016 wurden erstmalig die Neuerungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRuG) im Zusammenhang mit den Übergangsvorschriften des EGHGB angewendet. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: Friedrich Geldbach GmbH Firmensitz laut Registergericht: Gelsenkirchen Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Gelsenkirchen Register-Nr.: 7342 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Gliederungsschema gemäß § 266 HGB wurde zur verbesserten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie zur Anpassung an die Veränderungen durch das BilRuG um folgende Positionen erweitert bzw. geändert: in der Gewinn- und Verlustrechnung: - Einfügen der Zwischensumme Ergebnis nach Steuern; - Wegfall des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden von der Gesellschaft ermittelt. Die Bewertung erfolgte nach der retrograden Methode, ausgehend vom Verkaufspreis abzgl. Abschläge für Gewinn und nicht aktivierungsfähige Gemeinkosten. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird allen Risiken und dem allgemeinen Kreditrisiko durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung wurde mit 1 % auf den Nettoforderungsbestand vorgenommen. Die Rückstellungen im Personalbereich (Urlaub, Prämien u. ä.) wurden nach Maßgabe der betrieblichen und vertraglichen Vereinbarungen auf Basis der Mitarbeiter individuellen Vergütungen einschließlich der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung berechnet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Von dem Wahlrecht zur Abzinsung kurzfristiger Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Langfristige Rückstellungen wurden unter Berücksichtigung einer jährlichen Kostensteigerung von 2 % ermittelt und nach § 253 Abs. 2 HGB mit einem Zinssatz von 2,84 % p.a. abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber dem Personal (Urlaub und Mehrarbeit) sowie Garantieverpflichtungen. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen wurden mit 0,5% des garantiebehafteten Umsatzes gebildet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Berechnung der Latenten Steuern beruht auf den temponären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Das Wahlrecht, nur den passivischen Überhang latenter Steuern auf temponäre Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichem Ansatz zu bilanzieren, wird grundsätzlich in Anspruch genommen. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssatz liegt bei 32,63 %. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Ausweis erheblicher Unterschiedsbeträge Zur Bewertung des Vorratsvermögens wurden gemäß § 256 HGB Verbrauchsfolgeverfahren angewandt. Zwischen den im Einzelfall angewandten Verfahren und den auf der Grundlage von Marktpreisen festgelegten Werten ergaben sich wesentliche Unterschiede, die an dieser Stelle angegeben werden. Zur Bewertung der Vorräte wurde das Lifo-Verfahren jeweils bezogen auf die handelsübliche Klassifizierung der einzelnen Bestände angewendet. Dabei ist das Verbrauchsfolgeverfahren als Perioden-Lifo mit Layer-Bildung ausgestaltet. Der ausgewiesene Bestandswert liegt um € 385.193,36 (Vorjahr: € 790.455,95) unterhalb des Marktpreises am Bilanzstichtag. Einbeziehung von Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten Die Herstellungskosten beinhalten auch Zinsen für Fremdkapital, soweit dieses der Finanzierung des Herstellungsvorgangs dient. Der einbezogene Zinsaufwand betrifft nur die Dauer der Herstellung. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00). Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 689.431,32). Sonstige Vermögensgegenstände Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber dem Personal (Urlaub, Prämien usw.). Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 1.450.000,00 (Vorjahr: Euro 0,00). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen eine Rahmenkreditlinie. Die Verbindlichkeiten sind in voller Höhe (T€ 5.000) durch eine Kreditsicherungsgarantie mit einer Laufzeit bis zum 30.09.2017 durch die UniCredit S.p.A., Italien, besichert. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 9.326.595,02 (Vorjahr: Euro 6.745.433,19). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 1.450.000,00 (Vorjahr: Euro 0,00). Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 1.450.000,00 (Vorjahr: Euro 0,00) aus einem gewährten Darlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen vollständig auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In dem Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist eine Verbindlichkeit gegenüber der Hauptgesellschafterin in Höhe von Euro 437.964,25 (Vorjahr: Euro 0,00) enthalten. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken: Als sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen solche aus Pacht- und Mietverträgen, von denen im Geschäftsjahr 2017 rund T€ 480 fällig werden, in den sich daran anschließenden vier Geschäftsjahren insgesamt T€ 1.920. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind keine wesentlichen periodenfremden Erträge enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf T€ 30 und beinhalten im Wesentlichen einen vereinnahmten Bonus. Nachtragsbericht Zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt: Im Geschäftsjahr 2016 waren durchschnittlich 41 Arbeitnehmer (davon ein Geschäftsführer) beschäftigt.
Prüfungs- und Beratungsgebühren Auf die Angabe der Prüfungs- und Beratungsgebühren wird unter Anwendung der Vorschriften des § 288 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Herr Dr. Carlo Roberto Farina, Erba/Italien Da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhält, wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB, die Angabe für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betreffend, Gebrauch gemacht. Angaben zum Mutterunternehmen:
Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt Euro 749.079,85. Auf neue Rechnung werden Euro 749.079,85 vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Gelsenkirchen, 20. Dezember 2017 Dr. Carlo Roberto Farina sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2017 festgestellt. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Friedrich Geldbach GmbH, Gelsenkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grunds-ätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Lünen, den 27. Dezember 2017 ANT
Revision GmbH
A. Trillmann, Wirtschaftsprüferin |
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