Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 35889
Vorher
Elbe Sachwerte GmbH
Eingetragen
17.10.2016
Branche
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Geld- und WertdiensteVerarbeitung von Zahlungs- und anderen Finanztransaktionen
Gegenstand
Erbringen von Zahlungsdiensten gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3a ZAG (Lastschriftgeschäft), gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3b ZAG (Zahlungskartengeschäft), gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3c ZAG (Überweisungsgeschäft), gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 ZAG (Zahlungsgeschäft mit Kreditgewährung), gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 ZAG (Akquisitionsgeschäft) und gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG (Finanztransfergeschäft) nach Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dennis Koopmann
seit 23.2.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Stefan Kempf
seit 17.10.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
aifinyo AG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

aifinyo payments GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die aifinyo payments GmbH wurde 2016 gegründet. Das Stammkapital beträgt 25 TEUR. Seit 2022 besitzt die Gesellschaft eine Erlaubnis für ihre Geschäftstätigkeit als Zahlungsdienstleister im Bereich Finanztransfergeschäft gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG.

Die aifinyo payments GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der aifinyo AG, Berlin. Sie bietet ihren Kunden eine Auslandsüberweisung an, die für registrierte Kunden über die Website beauftragt werden kann. Im Wege des Finanztransfergeschäftes wird der Kundenauftrag (mit oder ohne Vorfinanzierung) ausgeführt.

Über ihre weiteren Tochtergesellschaften bietet die aifinyo AG mittelständischen Unternehmen verschiedene Lösungen rund um das Thema Liquidität und alternative Unternehmensfinanzierung an. Kunden der aifinyo Gruppe sind Startups, Freiberufler sowie kleine und mittelständische Unternehmen aus Deutschland.

Die Unternehmensgruppe besteht neben der Holding (aifinyo AG) aus weiteren fünf 100%igen Tochtergesellschaften. Über die einzelnen Tochtergesellschaften werden die Produkte Factoring, Finetrading, Leasing, Inkasso und Billing (Rechnungsverwaltung und Fakturierung inklusive Überwachung von Geldeingängen und Zahlungsfristen) angeboten.

Geschäftsführer der Gesellschaft sind die Herren Stefan Kempf, Matthias Bommer und Dennis Koopmann. Herr Stefan Kempf verantwortet den Marktfolgebereich, Herr Matthias Bommer den Bereich Markt und Herr Dennis Koopmann den Bereich Finanzen und Regulatorik.

Die aifinyo payments GmbH (im Folgenden "aifinyo finance" oder "Gesellschaft" genannt) bietet das Finanztransfergeschäft an, bei dem im Auftrag des Kunden ein Zahlungsauftrag ausgeführt wird. Teilweise tritt die Gesellschaft dabei in Vorleistung und der Kunde zahlt den entsprechenden Transferbetrag nach Ausführung (max. 180 Tage später) zurück. Bei Fälligkeit nicht bezahlter Forderungen erfolgt ein systematisches mehrstufiges Mahnwesen.

Es bestehen neben dem Sitz der Gesellschaft in Dresden keine Zweigniederlassungen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent.

In jeweiligen Preisen lag das Bruttoinlandsprodukt mit 4.121 Milliarden Euro um 6,3 Prozent höher als im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent und betrug im Jahr 2023 durchschnittlich 48.746 Euro.

Es gab erhebliche Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) verzeichnete insgesamt einen deutlichen Rückgang von 2,0 Prozent. Dies war hauptsächlich auf eine erheblich geringere Produktion im Bereich der Energieversorgung zurückzuführen. Auch das Verarbeitende Gewerbe wies im Jahr 2023 einen negativen Trend auf. Positive Impulse kamen vor allem aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Hingegen verzeichneten die energieintensiven Industriezweige wie die Chemie- und Metallindustrie erneut einen weiteren Rückgang in Produktion und Wertschöpfung.

Im Baugewerbe machten sich neben den fortwährend hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen als bemerkbar. Dies betraf vor allem den Hochbau. Im Gegensatz dazu konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt verzeichnete das Baugewerbe im Jahr 2023 preisbereinigt einen geringfügigen Anstieg von 0,2 Prozent.

1 Quelle: https://www.handelsdaten.de/branchen/gesamtwirtschaftliche-rahmenbedingungen

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Im Jahr 2023 verzeichnete der private Konsum einen preisbereinigten Rückgang um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wodurch er sich wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 Prozent) entfernte. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Besonders betroffen von Rückgängen waren Bereiche, in denen die Preise entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar weiter stiegen. Die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte sanken besonders stark (-6,2 Prozent). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben ( 1,7 Prozent). Dies war hauptsächlich auf den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern zurückzuführen.

Die Bauinvestitionen verzeichneten 2023 einen preisbereinigten Rückgang um 2,1 Prozent. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. Hingegen wurde in Ausrüstungen - hauptsächlich Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dies war vor allem auf den Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen zurückzuführen, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene Dynamik der Weltwirtschaft und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 hinterließen auch im Außenhandel ihre Spuren, obwohl die Preise fielen. Die Importe sanken dabei stärker (preisbereinigt -3,0 Prozent) als die Exporte (preisbereinigt -1,8 Prozent). Dies führte im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das Bruttoinlandsprodukt stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 Prozent oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung.

2.2 Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Produkt "Auslandsüberweisung" überwiegend von Bestandskunden sowie gruppenintern genutzt. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 675 Zahlungsvorgänge mit einem Gesamtvolumen von 11.660 TEUR (Vorjahr: 162 Zahlungsvorgänge mit Gesamtvolumen von TEUR 4.358) ausgeführt. Bei einem Volumen von 588 TEUR (33 Transaktionen) (Vorjahr: TEUR 1.253 bei 40 Transaktionen) ist die Gesellschaft dabei in Vorleistung getreten. Der deutliche Anstieg des Volumens wie auch der Zahlungsvorgänge insgesamt ist im Wesentlichen auf konzerninterne Auftraggeber zurückzuführen. Zahlungsvorgänge mit gruppenfremden Auftraggebern sind wie auch prognostiziert auf einem zum Vorjahr vergleichbaren Niveau geblieben.

Die Branche für Auslandsüberweisungen wird von wenigen Unternehmen dominiert und wächst seit Jahren. Im Vergleich zur Branche sind die Aktivitäten der aifinyo payments GmbH derzeit noch unbedeutend.

2.3 Ertragslage

Die Summe der Erträge aus Zahlungsdiensten lag bei 71 TEUR (Vorjahr: 78 TEUR). Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Zinserlöse (Vorjahr: 39 TEUR) vereinnahmt. Die Zinserlöse aus dem Vorjahr stammten überwiegend aus einer Unternehmensanleihe, die im Jahr 2022 veräußert wurde. Der Rückgang der Erträge aus Zahlungsdiensten ist im Wesentlichen auf eine Umstellung des Preismodells bei gruppenfremden Auftraggebern zurückzuführen.

Die Zinsaufwendungen lagen bei TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3). Hintergrund ist die ausschließliche Refinanzierung der Kundenforderungen durch Eigenmittel.

Im Jahr 2023 sind keine Personalkosten angefallen. Die notwendigen Tätigkeiten werden aufgrund des noch geringen Geschäftsumfangs über Auslagerungsverträge durch Mitarbeiter von Schwestergesellschaften erbracht.

Risikovorsorge musste im GJ 2023 nicht gebildet werden.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug 2 TEUR und lag somit unterhalb des Vorjahres (Vorjahr 29 TEUR). Der Jahresüberschuss beträgt aufgrund einer im Geschäftsjahr erhaltenen Steuererstattung 5 TEUR (Vorjahr 28 TEUR).

2.4 Finanz- und Vermögenslage

Die Gesellschaft verfügt über liquide Mittel in Form von täglich fälligen Einlagen bei Kreditinstituten von 667 TEUR (Vorjahr: 235 TEUR). aifinyo payments hat zum Bilanzstichtag erhebliche Anteile des Eigenkapitals zur eigenen Refinanzierung der Bevorschussungen eingesetzt, um die Kapitalkosten der Gesellschaft zu optimieren. Es stand der Gesellschaft jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung, um sämtlichen Verpflichtungen nachzukommen.

Forderungen an Kunden bestehen in Höhe von 200 TEUR (Vorjahr: 1.022 TEUR).

Die Passivseite ist geprägt durch das Eigenkapital. Kredit oder Darlehen von Kreditinstituten wurden nicht in Anspruch genommen.

Das Eigenkapital stieg durch das positive Jahresergebnis um 5 TEUR auf 1.193 TEUR. Die Bilanzsumme sank leicht auf 1.246 TEUR (Vorjahr 1.302 TEUR), daher hat sich die Eigenkapitalquote auf 95,7% erhöht (Vorjahr 91,3%). Die Eigenkapitalquote ist auch unter Berücksichtigung eines weiteren geplanten Wachstums aus Sicht der Gesellschaft für die Geschäftstätigkeit positiv und aktuell ausreichend.

Insgesamt ist die Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft positiv. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Eigenkapital und liquide Mittel zur Ausübung ihrer Geschäftsaktivitäten.

3. Chancen- und Risikobericht

Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft. Vor diesem Hintergrund rechnen wir auch im Jahr 2024 mit einer schwachen Entwicklung der Wirtschaftsleistung, die sich sukzessive auf die Bonität von Unternehmen in Deutschland auswirken wird.

Im Rahmen ihres Geschäftsmodells stellt für aifinyo payments das Eingehen von Risiken zur Ergebniserzielung eine Kernfunktion der unternehmerischen Tätigkeit dar. Ein Element der Geschäftstätigkeit ist, Risiken in einem definierten Rahmen einzugehen und gleichzeitig die sich ergebenden Renditechancen zu nutzen.

Chancen ergeben sich vor allem aus der kontinuierlichen Anpassung des Geschäftsmodells auf Branchen, die überdurchschnittlich von einer wirtschaftlichen Erholung profitieren bzw. auch in unsicheren Zeiten über ein stabiles Geschäftsmodell verfügen. Die weitere Zurückhaltung von Banken in der Kreditfinanzierung von kleinen Gewerbekunden und Freiberuflern - auch als Folge der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung - führt zu weiteren Chancen. aifinyo payments bietet durch innovative Produkte Kunden über digitale Geschäftsprozesse einen vereinfachten Zugang zu Auslandsüberweisungen (mit und ohne Vorfinanzierung) mit schneller Abwicklung. Darüber hinaus erschließen sich auch aus dem Wachstum der aifinyo AG über cross selling voraussichtlich steigende Geschäftsmöglichkeiten.

Erkennbare Risiken ergeben sich aus einer möglichen Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. einer Verzögerung in der wirtschaftlichen Erholung, welche ggfs. zu Umsatzeinbußen, einer verringerten Nachfrage nach Auslandsüberweisungen und möglicherweise steigenden Forderungsausfällen (Zahl von Insolvenzen) führen könnte. Aufgrund eines stringenten Risikomanagements und einer stetigen Weiterentwicklung des Produktporfolios sieht sich aifinyo payments hierfür gut gerüstet.

Nicht abschätzbar ist aus heutiger Sicht, wie sich der Ukraine-Konflikt entwickelt und welche Auswirkungen ein langer Konflikt auf die inländische Wirtschaft haben wird. Im Risikomanagement wird diesem Thema entsprechende Aufmerksamkeit entgegengebracht.

Wesentliche Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Anzahl der Zahlungsvorgänge, das Zahlungsvolumen sowie das jährliche Neugeschäftsvolumen von Zahlungsvorgängen mit einer nachgelagerten Zahlung durch den Auftraggeber.

3.1 Risikomanagementsystem

Die aifinyo payments hat ein Risikomanagement geschaffen, das die Grundlage für eine risiko- und ertragsorientierte Steuerung bildet. Das Risikomanagementsystem verfolgt in erster Linie das Ziel, geschäftliche Risiken von strategischer und materieller Bedeutung frühzeitig zu identifizieren, eingegangene und auftretende Risiken zu kontrollieren sowie erkannte Risiken so zu steuern, dass angemessene Erträge erzielt und Verluste vermieden werden.

Die Gesellschaft hat ihre Risikostrategie schriftlich dokumentiert. Die Risikostrategie wird dabei aus der Unternehmensstrategie abgeleitet.

Die Methoden des Risikomanagements werden fortlaufend weiterentwickelt. Wichtige Bestandteile sind schriftlich dokumentiert. Die Aufbauorganisation folgt dem Grundsatz der Funktionstrennung nach Markt sowie Marktfolge, wodurch klare Verantwortungsbereiche geschaffen werden. Zwischen Geschäftsführung und Risikomanagement gibt es regelmäßige Sitzungen. Wesentliche Elemente des Risikomanagements sind eine ausführliche Kreditengagementprüfung vor Aufnahme eines Kundenengagements, regelmäßige Prüfung der offenen Posten und eine fortlaufende Prüfung und Überwachung von Debitoren sowie quartalsweise Risikotragfähigkeitsberichte.

Die Aufgaben einer übergeordneten, prozessunabhängigen Kontrollstelle (interne Revision) werden durch eine an eine Tochtergesellschaft ausgelagerte Stabstelle (ein Mitarbeiter) wahrgenommen. Die interne Revision ist dem Bereich Marktfolge zugeordnet.

Für Mitarbeiter und leitende Angestellte besteht ein verbindlicher Verhaltenskodex. Der Compliance-Beauftrage legt jährlich einen Compliance Bericht vor.

Zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche hat aifinyo payments angemessene geschäfts- und kundenbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen zur Verhinderung der Geldwäsche, der Terrorismusfinanzierung sowie des Betruges geschaffen. Zur Schaffung und Erhaltung der internen Sicherungsmaßnahmen ist eine Geldwäschebeauftragte bestellt.

3.2 Risikotragfähigkeit

Zentraler Punkt für die Risikotragfähigkeit ist das Risikodeckungspotenzial, das als maximal verfügbares Kapital für die in der aifinyo payments eingegangenen und potenziellen Risiken zur Verfügung gestellt werden kann. Das Risikodeckungspotenzial setzt sich im Wesentlichen aus Eigenkapital und erwartetem Ergebnis zusammen. Das Risikokapital resultiert aus der Summe der einzelnen Risikofaktoren aus eingegangenen Adressausfall-, Veritäts-, Liquiditäts- , Marktpreis,- und operationellen Risiken.

Die Ermittlung der Risikotragfähigkeit erfolgt quartalsweise und wird durch einen Risikobericht an die Geschäftsleitung kommuniziert. Zum 31.12.2023 betrug das Risikodeckungspotential 1.189 TEUR. Die Summe des Risikokapitals betrug 42 TEUR. Insgesamt übersteigt das zur Deckung für Risiken verfügbare Kapital das Risikokapital somit um 1.147 TEUR. Im Geschäftsjahr 2023 war die Risikotragfähigkeit der aifinyo payments auch unter der Annahme von Stressszenarien zu den überprüften Zeitpunkten stets gegeben.

3.3 Risikofaktoren

Spezifische Risiken im Zahlungsdienste-Geschäft der aifinyo payments sind Adressausfallrisiko, Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko, operationelle Risiken, Marktpreisrisiken sowie Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen.

Im Rahmen des bestehenden Risikomanagements sind Methoden zur Identifizierung, Kontrolle und Steuerung entwickelt.

Gemäß der Risikotragfähigkeitsrechnung zum 31. Dezember 2023 wurden die einzelnen Risikofaktoren wie folgt quantifiziert:

- Adressenausfallrisiko: 24 TEUR (Vorjahr 6 TEUR)
- Veritätsrisiko: 4 TEUR (Vorjahr 4 TEUR)
- Liquiditätsrisiko: 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR)
- Marktpreisrisiken: 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR)
Operationelle Risiken: 14 TEUR (Vorjahr 18 TEUR)

3.3.1 Adressausfallrisiken

Unter debitorischen Adressausfallrisiken versteht aifinyo payments das Risiko des Verlustes, falls ein Debitor seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann.

Das Forderungsausfallrisiko für Forderungen trägt aifinyo payments.

Bei Geschäftsbeziehungen mit Kunden denen eine Bevorschussung gewährt wird, wird die Bonität des Kunden vor Aufnahme der Geschäftsbeziehung durch Analyse betriebswirtschaftlicher Kundenunterlagen sowie Auswertung von Auskünften ermittelt.

Bei Eintritt von Adressausfallrisiken erfolgt i.d.R. die Übergabe der ausgefallenen Forderungen an die Elbe Inkasso GmbH. Bei einer Häufung von Ausfällen oder relativ großen Ausfällen erfolgt zudem eine Überprüfung und ggfs. Anpassung der Risikoprozesse.

3.3.2 Liquiditätsrisiken

Da die aifinyo payments GmbH als Zahlungsdienstleister keine Limite einräumt, auch nicht zur Ausführung von Transferaufträgen verpflichtet ist und Refinanzierung stets aufgrund bestimmter zugrundeliegender Transferaufträgen erfolgt bestehen keine kredittypischen Liquiditätsrisiken. Als potenzielles Liquiditätsrisiko verbleibt der Ausfall eines Kunden, dessen Engagement kredit-refinanziert war und welches nach Ausfall des Kunden zurückgeführt werden muss.

3.3.3 Marktrisiken

Transferaufträge werden teilweise in Fremdwährung ausgeführt, wobei der Geldeingang des Kunden in EURO erfolgt. Durch einen zeitlichen Unterscheid zwischen Transfer und Geldeingang kann es zu Währungsdifferenzen kommen, die jedoch durch den Kunden zu tragen sind.

Die Marktpreisrisiken werden komplett auf den Kunden übertragen und dadurch zu einem Adressausfallrisiko.

3.3.4 Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken sind vornehmlich Risiken vor allem auf Grund organisatorischer und funktionaler Aspekte im Bereich Organisation, Personalwesen, eigener Softwarelösung und technische Ausstattung zu sehen.

Zur Begrenzung der Betriebsrisiken bestehen Arbeitsanweisungen, deren Einhaltung überwacht wird. Die Datensicherung und die Kontrolle des Zugangs zu Rechnern und Netzwerk sind durch verschiedene Sicherheitsstandards eines von aifinyo finance eingesetzten Dienstleisters gewährleistet. Der Betrieb und die Weiterentwicklung der eigenen Software werden durch eigene Mitarbeiter durchgeführt. Erweiterungen der Software werden vor Einführung detailliert getestet, um Fehler vor Live-Gang zu eliminieren.

Die Risikoinventur erfolgt gem. Handbuch zur Risikotragfähigkeit durch Überprüfung der Methoden und einbezogenen Risikoparameter. Eine Dokumentation erfolgt im Rahmen der Risikotragfähigkeit bei identifizierten Risiken.

3.3.5 Sonstige Risiken/ Bestandsgefährdung

Der Ukraine-Konflikt sowie das Auslaufen von Corona-Unterstützungsmaßnahmen haben erhebliche und längerfristige Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die oben dargestellten Risiken bestehen aus Sicht der Geschäftsführung im Wesentlichen unverändert fort. Allerdings rechnen wir damit, dass die Zahlungsfähigkeit der Debitoren bzw. Leasingnehmer mit fortschreitender Dauer bis zu einer kompletten Erholung der Wirtschaft weiter sinken wird. Weiterhin könnten Betrugsversuche von Unternehmen in wirtschaftlicher Schieflage deutlich ansteigen. Daraus ergeben sich auch Risiken für die Neugeschäfts- und Ertragsentwicklung.

Zum Schutz vor diesen Risiken hatte die Geschäftsführung gruppenweit in einem Maßnahmenkatalog bereits Anfang März 2020 verschiedene Maßnahmen festgelegt und in der Folge der Pandemie immer wieder - auch im Hinblick auf den Ukraine-Konflikt - angepasst. Insbesondere die Reduzierung von Finanzierungshöhen und Erhöhung der Bonitätsanforderungen dienen der Reduzierung von Risiken. Im Jahr 2022 wurde von den angepassten Bonitätsanforderungen nicht abgewichen.

Betrugsrisiken wird durch eine konsequente Prüfung der Handelsgeschäfte und Unterlagen begegnet.

Die Geschäftsführung geht davon aus, das mit den eingeleiteten Maßnahmen den zusätzlichen Risiken in einem ausreichenden Maße Rechnung getragen wird. Der im Jahr 2022 durchgeführte Stresstest für die Risikotragfähigkeit hat auch für dieses Szenario Gültigkeit. Die Risikotragfähigkeit war im Stresstest gegeben.

Sonstige Risiken die aus einer möglichen fehlenden Ausrichtung der Gesellschaft, auf sich verändernde Marktbedürfnisse bzw. ein verspätetes Erkennen von Trends resultieren bestehen aus Sicht der Geschäftsführung nicht.

Insgesamt betrachtet weisen die Risiken der Gesellschaft eine für den Geschäftszweck der Gesellschaft typische Struktur auf. Darüberhinausgehende Risiken waren zum Bilanzstichtag nicht bekannt. Gemäß Risikotragfähigkeitsanalyse sind die Risiken (Risikokapital) der Gesellschaft ausreichend mit Kapital (Risikodeckungspotential) hinterlegt. Wesentliche negative Veränderungen in der Risikostruktur, dem Risikokapital oder dem Risikodeckungspotential sind nicht absehbar. Wir gehen davon aus, dass aufgrund des Geschäftswachstums sowohl mit einer Steigerung des Risikokapitals als auch des Risikodeckungspotentials zu rechnen ist.

4. Prognose Geschäftsjahr 2024 2

Laut der im Dezember 2023 veröffentlichten Prognose des ifo-Instituts zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zunehmen. Insbesondere die sinken Inflation und die Überschreitung des Zinshöhepunktes haben Einfluss auf diese Prognose.

Eine große Unsicherheit in der eigenen Prognose für das laufende Geschäftsjahr liegt in der derzeit nicht absehbaren weiteren Entwicklung der wirtschaftlichen Auswirkungen durch den Ukraine-Konflikt und die gesamtwirtschaftliche Situation.

Der längerfristig anhaltende Konflikt in der Ukraine wird auch das Gesamtjahr 2024 in der wirtschaftlichen Entwicklung weiter beeinflussen. Dennoch gehen wir aufgrund der erheblichen Investitionen in die eigene Software und der weiterhin klaren Zielkundenfokussierung bei stringenter Risikostrategie von einem gleichbleibenden Niveau in der Anzahl der Anfragen, der aktiven Kunden und dem Neugeschäftsvolumen (i.S. von Anzahl ausgeführter Zahlungsvolumina mit und ohne Vorfinanzierungsfunktion) aus. Bei einer nachhaltigen Verschlechterung in den Bonitäten von Zielkunden ist auch ein leichter Rückgang der genannten Indikatoren möglich. Ebenso ist bei einem widererwartenden Konjunkturanstieg ein überproportionaler Anstieg in den wichtigen Kennzahlen Neugeschäft und Kundenanzahl möglich.

 

Dresden, 31.05.2024

Matthias Bommer

Stefan Kempf

Dennis Koopmann

2 https://www.ifo.de/fakten/2023-12-14/ifo-konjunkturprognose-winter-2023-konjunkturerholung-verzoegertsich

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) aus Zahlungsdiensten 666.496,83 144.753,19
davon Treuhandkonten EUR 3.000,00 Vorjahr EUR 12.278,38)
b) aus sonstigen Tätigkeiten
täglich fällig 3.797,52 90.962,37
670.294,35 235.715,56
2. Forderungen an Kunden
a) aus Zahlungsdiensten 199.594,70 1.021.824,63
davon aus Provisionen EUR 9.468,12 (Vorjahr EUR 12.697,99)
davon aus Krediten EUR 190.126,58 (Vorjahr EUR 640.506,11)
b) aus sonstigen Tätigkeiten EUR 0,00 (Vorjahr EUR 368.620,53)
3. sonstige Vermögensgegenstände
aus sonstigen Tätigkeiten 376.556,13 44.505,43
Bilanzsumme 1.246.445,18 1.302.045,62

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten
aus sonstigen Tätigkeiten 50.148,97 91.832,64
2. Rechnungsabgrenzungsposten
aus Zahlungsdiensten 0,00 299,00
6. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 968,43 7.744,43
b) andere Rückstellungen 2.639,53 14.052,88
3.607,96 21.797,31
7. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 1.100.000,00 1.100.000,00
c) Bilanzgewinn/-verlust 67.688,25 63.116,67
1.192.688,25 1.188.116,67
Bilanzsumme 1.246.445,18 1.302.045,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
1. Zinserträge - 39.451,11
a) aus Zahlungsdiensten -
aa) Kredit- und Geldmarktgeschäften
bb) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 39.451,11
aa) Kredit- und Geldmarktgeschäften - 16.701,09
bb) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 22.750,02
2. Zinsaufwendungen - 13,74 3.397,94
a) aus Zahlungsdiensten - 13,74 264,61
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 3.133,33
3. Laufende Erträge aus - 91.207,28
a) aus Zahlungsdiensten -
aa) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
bb) Beteiligungen
cc) Anteilen an verbundenen Unternehmen
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 91.207,28
aa) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren - 91.207,28
bb) Beteiligungen
cc) Anteilen an verbundenen Unternehmen
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen -
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
5. Provisionserträge 71.907,97 78.263,18
a) aus Zahlungsdiensten 71.907,97 78.263,18
b) aus sonstigen Tätigkeiten
6. Provisionsaufwendungen - 0,00
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
7. Sonstige betriebliche Erträge 42.465,27 507,53
a) aus Zahlungsdiensten 2.297,42 507,53
b) aus sonstigen Tätigkeiten 40.167,85
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen - 354,11 174,11
a) aus Zahlungsdiensten -
aa) Personalaufwand
aaa) Löhne und Gehälter Euro
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen Euro
darunter: für Altersversorgung Euro
bb) andere Verwaltungsaufwendungen
b) aus sonstigen Tätigkeiten 354,11 174,11
aa) Personalaufwand - 354,11 174,11
aaa) Löhne und Gehälter Euro
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen Euro darunter: für Altersversorgung Euro
bb) andere Verwaltungsaufwendungen
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 112.653,53 165.876,58
a) aus Zahlungsdiensten 13.085,96 8.508,39
b) aus sonstigen Tätigkeiten 99.567,57 157.368,19
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft
a) aus Zahlungsdiensten -
b) aus sonstigen Tätigkeiten
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren -
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme -
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.087,56 39.980,47
a) aus Zahlungsdiensten 61.133,17 69.997,71
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 59.045,61 -30.017,24
17. Außerordentliche Erträge -
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
18. Außerordentliche Aufwendungen
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
19. Außerordentliches Ergebnis -
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 2.484,02 11.645,65
a) aus Zahlungsdiensten - 2.484,02 11.645,65
b) aus sonstigen Tätigkeiten
21. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 10 ausgewiesen -
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
22. Erträge aus Verlustübernahme - -
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
23. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
24. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 4.571,58 28.334,82
a) aus Zahlungsdiensten 63.617,19 58.352,06
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 59.045,61 -30.017,24
25. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 63.116,67 34.781,85
a) aus Zahlungsdiensten 58.352,06
b) aus sonstigen Tätigkeiten 4.764,61 34.781,85
26. Entnahmen aus der Kapitalrücklage
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen -
a) aus der gesetzlichen Rücklage
b) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen
c) aus satzungsmäßigen Rücklagen
d) aus anderen Gewinnrücklagen
28. Entnahmen aus Genussrechtskapital
29. Einstellungen in Gewinnrücklagen - -
a) in die gesetzliche Rücklage
b) in die Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen
c) in satzungsmäßige Rücklagen
d) in andere Gewinnrücklagen
30. Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals
31. Bilanzgewinn/ Bilanzverlust 67.688,25 63.116,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetztes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Insbesondere wurden die ergänzenden Rechnungslegungsvorschriften für Zahlungsinstitute und E- Geld-Institute des vierten Abschnittes des dritten Buches des HGB beachtet. Die Bilanzierung erfolgte unter Beachtung der RechZahlV.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß den Formblattvorschriften des § 2 RechZahlV (Formblatt 1). Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den Formblattvorschriften des § 2 RechZahlV (Formblatt 2).

Die Gesellschaft ist nach § 340 Abs. 5 HGB i. V. m. § 340a Abs. 1 HGB wie eine große Kapitalgesellschaft zu behandeln.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: aifinyo payments GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Dresden
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Dresden
Register-Nr.: HRB 35889

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nicht anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des §246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorgegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Barreserven wurden zum Nennwert angesetzt. Barreserven umfassen ausschließlich Bargeld.

Die Forderungen an Kreditinstitute wurden zu Nennwerten bilanziert. Der Bilanzposten betrifft betriebliche Girokonten.

Die Forderungen an Kunden wurden zum Nominalbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen wurden in Hohe des voraussichtlichen Zahlungseinganges angesetzt.

Pauschalwertberichtigungen wurden nicht gebildet.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebene Steuerentlastung wird nicht ausgeübt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Angaben zu Forderungen

Forderungen an Kunden aus Finanztransfergeschäften und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu sechs Monaten.

In den Forderungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 297.975,03 (Vorjahr: EUR 358.485,16) enthalten.

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Forderung zum 31.12.2023 Gesamtbetrag 31.12.2023 Bis 3 M. 3 M. Bis 1J. 1 bis 5 J. größer 5J
EUR EUR EUR EUR EUR
an Kunden 199.594,70 199.594,70 0,00
(1.021.824,63) (961.054,95) (60.769,68)
sonstige Vermögensgegenstände 376.556,13 376.556,13
(44.504,43) (44.504,43)
Summe 576.150,83 576.150,83 0,00 0,00 0,00
(1.066.330,06) (1.005.560,38) (60.769,68) (0,00) (0,00)

Werte in Klammern sind Vorjahreswerte.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine immateriellen Anlagewerte oder Sachanlagen.

Angaben zu Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag 31.12.2023 bis 3 M. 4 M. bis 1J. 1 bis 5 J. größer 5J.
sonstige Verbindlichkeiten 50.148,97 50.148,97
(91.832,64) (91.832,64)
Summe 50.148,97 50.148,97 0,00 0,00 0,00
(91.832,64) (91.832,64) (0,00) (0,00) (0,00)

Werte in Klammern sind Vorjahreswerte.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von EUR 25.624,00 (Vorjahr: EUR 60.065,48) Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung.

Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen (in EUR)

Bezeichnung Stand 01.01 Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12
sonstige Rückstellungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Steuerrückstellungen 7.744,43 0,00 6.776,00 0,00 968,43
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 238,35 0,00 238,35 0,00 0,00
Rückstellung für Personalkosten 180,00 0,00 0,00 180,00 0,00
Rückstellung für Abschluss und Prüfungskosten 13.634,53 12.674,06 22.995,00 674,06 2.639,53
Summen 21.797,31 12.674,06 30.009,35 854,06 3.607,96

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr nicht verändert.

Gewinnvortrag

Der Jahresabschluss wurde nach Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag von EUR 63.116,67 (Vorjahr: EUR 34.781,85) einbezogen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten keine finanziellen Verpflichtungen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zu Umsatzerlösen

Die Erlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert.

Tätigkeitsbereich Umsatz EUR
Zahlungsdiensten (Finanztransfergeschäfte) 71.907,97 (Vorjahr: 78.263,18)
Sonstige Tätigkeiten 0,00 (Vorjahr: 130.658,39)

Die Erlöse werden ausschließlich in Deutschland erzielt.

Angaben zu sonstigen betrieblichen Erträgen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 2.297,42 (Vorjahr: EUR 507,53).

Angaben zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kostenumlagen in Höhe von EUR 36.000,00 (Vorjahr: EUR 68.000) sowie Kontoführungsgebühren in Höhe von EUR 11.315,10 (Vorjahr: EUR 7.360,76).

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt, in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern, die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 4.571,58 (Vorjahr: EUR 28.334,82). Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages in Höhe von EUR 63.116,67 (Vorjahr: EUR 34.781,85) ergibt sich ein Bilanzgewinn von EUR 67.688,25 (Vorjahr: EUR 63.116,67), der auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Sonstige Angaben

Das Unternehmen beschäftigt neben den drei Geschäftsführern keine weiteren Mitarbeiter. Die Tätigkeiten werden im Rahmen bestehender Auslagerungen von Unternehmen der aifinyo Unternehmensgruppe ausgeführt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Bommer, Matthias Andreas, Baierbrunn, Geschäftsführer Markt

Kempf, Stefan, Königstein, Geschäftsführer Marktfolge

Koopmann, Dennis, Wiefelstede, Geschäftsführer Finanzen + Regulatorik

Entsprechend den Regelungen des §286 IV HGB wird auf die Angabe der Bezüge verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 28.665,00 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der aifinyo AG, Berlin. Die aifinyo AG, Berlin stellt einen freiwilligen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen auf, der an deren Sitz erhältlich ist.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Dresden, den 31.05.2024

Stefan Kempf

Matthias Bommer

Dennis Koopmann

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die aifinyo payments GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der aifinyo payments GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der aifinyo payments GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 31. Mai 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Serafin, Wirtschaftsprüfer

Andreas Schuster, Wirtschaftsprüfer

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