H & K Estates Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Hasenkopf seit 8.1.2018 | Prokura |
Matthias Karl Kopolt seit 18.7.2016 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
campoint AGSeligenstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Geschäftstätigkeit und Geschäftsverlauf Geschäftstätigkeit Die campoint AG stellt für diverse Internetplattformen die technische Möglichkeit zur Herstellung von Kontakten zwischen Besuchern der Plattformen und Darstellern in Form von (Video-)Chats zur Verfügung. Hierfür leisten die Darsteller Provisionen an campoint AG. Die Darsteller stehen in unmittelbarer Geschäftsbeziehung zum Besucher. Die campoint AG kauft in diesem Zusammenhang die Forderungen der Darsteller an und erhält für diese Leistung eine Factoringgebühr. Ferner bietet die campoint AG auch die Möglichkeiten zur Herstellung von Kontakten zwischen Besuchern und Darstellern in Form von Nachrichten und Telekommunikation an. Die Leistungen an die zahlenden Besucher werden über die jeweiligen Gesellschaften für Telefonmehrwertdienste der campoint AG gutgeschrieben und anschließend den Darstellern entsprechende Gutschriften von uns erteilt. Weitere Erlöse werden durch den Verkauf von Content an Internetplattformen erwirtschaftet. Zur Erzielung der Umsätze werden von konzerninternen und fremden Kooperationspartnern Leistungen für Programmierung, Paymentkontrolle, Inkasso, TV-Projekte und Lizenzen bezogen. Darüberhinaus werden für den ebenfalls von konzerninternen und fremden Kooperationspartnern Leistungen für Webmaster und Werbeeinkauf bezogen. Geschäftsverlauf Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ging im abgelaufenen Wirtschaftsjahr leicht zurück. So weist das statistische Bundesamt einen preis- und kalenderbereinigten Rückgang des BIP von 0,1% im Vergleich zu 1,5% Wachstum in 2022 aus. Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes erklärte, die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sei im Jahr 2023 in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken gekommen. Hohe Preise, steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage hinderten eine weitere Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Corona Einbruch. (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html, https://www.destatis.de /DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html) Entwicklung der Branche Der deutsche Markt für IT-Services verzeichnet laut Branchenverband Bitkom e.V., Berlin, eine Steigerung von 5,0%. Dabei verweist die Erhebung auf den Fachkräftemangel als Hemmschuh, sowie die Digitalisierung als Antwort auf aktuelle Herausforderungen. (https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt, https://www.bitkom.org/sites/main/files/2025-01/itk-marktzahlen-2024-extranet.pdf) Dagegen verzeichnet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V., Berlin, (bevh) erneut einen Rückgang von 14,7% im Cluster Unterhaltung. Der bevh und das EHI Retail Institute GmbH, Köln, gehen in einer gemeinsamen Einschätzung davon aus, dass neben der angespannten wirtschaftlichen Lage und der unsicheren Zukunftserwartungen vieler Haushalte auch politische Rahmenbedingungen für den online Handel herausfordernd sind. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass diese Faktoren bereits eingepreist sind und daher die Talsohle dieser Entwicklung Ende 2023 erreicht ist. (https://bevh.org/detail/umsaetze-im-e-commerce-erreichen-talsohle) Entwicklung der Gesellschaft Nach der leichten Umsatzsteigerung von 0,09 % im Vorjahr, konnte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,68 % gesteigert werden. Wir gehen davon aus, dass unsere Entwicklung unter der Erhebung von Bitkom e.V. liegt, weil der Markt für IT-Services stark durch die Nachfrage nach Digitalisierungsleistungen durch Unternehmen geprägt ist, während der Markt unserer Gesellschaft stärker durch das Verhalten von Verbrauchern beeinflusst wird. Im Vergleich zum bevh, der auch den Versandhandel einschließt, profitiert die Gesellschaft von ihrem digitalen Geschäftsmodell, daher ist unsere Erlössteigerung positiv. Die Gesellschaft beurteilt die Geschäftsentwicklung der campoint AG vor diesem Hintergrund daher als insgesamt zufriedenstellend. Die Sicherung des langfristigen Umsatzwachstums erforderte eine Steigerung der bezogenen Leistungen bei der Kundenwerbung. Die Personalkosten stiegen durch eine Erhöhung des Mitarbeiterbestands und der Mitarbeitervergütung, während gleichzeitig der Aufwand für Fremdleistungen bei der Weiterentwicklung und Pflege der Produkte leicht reduziert werden konnte. Trotz der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen in unserer Branche können wir einen an die Gesellschafterin abgeführten Überschuss in Höhe von 4.469.678,78 EUR ausweisen, der sich damit im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht hat (26,08%). B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der campoint AG hat sich unter den Bedingungen des Branchenumfelds im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend entwickelt. 1. Ertragslage Der Vorstand der campoint AG schätzt die Lage des Unternehmens positiv ein. Die Umsatzerlöse stellen finanzielle Leistungsindikatoren für unsere Gesellschaft dar. Sie sind im Geschäftsjahr 2023 von 26.643.855,67 EUR um 980.866,06 EUR auf 27.624.721,73 EUR gestiegen. Die Steigerung betrifft insbesondere Preiseffekte, sowie höhere konzerninterne Lizenzerlöse für ein in den Vorjahren entwickeltes Projekt. Mit der Steigerung der Umsatzerlöse sind wir zufrieden. Die Gesellschaft setzte weiterhin erhebliche Mittel für die Gewinnung von Neukunden ein. Dadurch erhöhten sich die bezogenen Leistungen um insgesamt 1.324.848,60 EUR im Vergleich zum Vorjahr. Wesentlichen Einfluss auf das Jahresergebnis haben die sonstigen betrieblichen Erträge. Durch den Erfolg des oben genannten Projektes, konnte eine Wertaufholung von insgesamt 2.318.959,82 EUR aus Zuschreibungen auf Finanzanlagen und immaterielles Anlagevermögen erzielt werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge konnten so in Summe um 2.225.009,96 EUR im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden und betrugen 2.521.839,23 EUR. Eine durchschnittlich höhere branchenübliche Vergütung im IT-Sektor, sowie der weitere Aufbau des Mitarbeiterbestands führten zu einer Steigerung des Personalaufwands um 19,73% auf 4.807.436,48 EUR. Der Bedarf an außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände bewegte sich mit 414.334,49 EUR ähnlich wie im Vorjahr und betraf zwei in 2024 eingestellte Projekte. Allgemeine Preissteigerungen konnten durch Kosteneinsparungen weitgehend kompensiert werden, so dass die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sich mit 4.061.732,33 EUR ebenfalls auf Vorjahresniveau bewegten. Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit 220.000,00 EUR die Gewinnausschüttung eines Tochterunternehmens, die um -80.000,00 EUR geringer ausfiel als im Vorjahr. Das an die Gesellschafterin abgeführte Ergebnis lag bei 4.469.678,78 EUR und damit um 924.525,09 EUR höher als im Vorjahr. Mit der endgültigen Einstellung eines Projektes im vierten Quartal 2024 wurde das im letzten Bericht prognostizierte Ergebnis von 5,1 Mio. EUR für 2023 nicht erreicht, da die voraussichtlich langfristig dauernde Wertminderung als außerplanmäßige Abschreibung zu berücksichtigen war. Mit dem abgeführten Ergebnis sind wir dennoch zufrieden. 2. Finanzlage Die Kapitalstruktur der campoint AG ist weiterhin als stabil anzusehen. Das Eigenkapital blieb bei 2.237.896,09 EUR unverändert. Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 30,06 % im Vorjahr auf 23,82 % zum 31.12.2023. Ursächlich war die Erhöhung der Bilanzsumme. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch den Konzern. Für Entscheidungen legt sie finanzielle Indikatoren zu Grunde. Hierzu gehören das Jahresergebnis und die Liquidität sowie die Verbindlichkeiten und Fälligkeiten auf Basis von betriebswirtschaftlichen Auswertungen aus dem Buchhaltungssystem. Daher verfügt die Gesellschaft über eine gute Liquiditätsausstattung. Die Gesellschaft wendete auch im Geschäftsjahr 2023 erhebliche Mittel auf um die bestehenden Produkte zu aktualisieren und marktfähig zu halten, sowie zur Weiterentwicklung der bestehenden Infrastruktur und Produkte. Der Gewinn wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin überwiesen. Die Bankguthaben zum Jahresende verringerten sich von 3.622.871,05 EUR auf 2.916.640,33 EUR aufgrund von der Zahlung von aktivierten Programmierdienstleistungen und der teilweisen Rückzahlung von konzerninternen Verbindlichkeiten. Die von uns definierte Liquidität, bestehend aus Bankguthaben abzgl. kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerte sich deutlich von 3.587.689,83 EUR auf 2.891.100,06 EUR. Die liquiden Mittel bewegten sich während des Geschäftsjahres 2023 auf einem hohen Niveau und standen zur Bedienung der Verbindlichkeiten und Investitionen zur Verfügung. Das gesamte Umlaufvermögen und sämtliche Verbindlichkeiten waren kurzfristig. Die Verbindlichkeiten überstiegen das Umlaufvermögen zwar um 2.093.781,31 EUR, jedoch wurde Anfang 2024 planmäßig die Ausleihung an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von ca. 2,3 Mio. EUR zurückgezahlt und stand damit zum Ausgleich der Verbindlichkeiten ggü. der Gesellschafterin in Höhe von 2.540.539,29 EUR zum Bilanzstichtag zur Verfügung. Eine Aufnahme von Bankdarlehen war wie geplant nicht erforderlich. Wir waren im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage unseren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und wir rechnen auf absehbare Zeit damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme von campoint AG belief sich zum Bilanzstichtag auf 9.396.909,61 EUR. Sie hat sich damit gegenüber dem Vorjahr von 7.443.718,54 EUR um 1.953.191,07 EUR (26,24 %) erhöht. Grund dafür waren die oben genannten Zuschreibungen auf in der Vergangenheit abgeschriebene Ausleihungen und den Anteil an einem verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.831.415,00 EUR, sowie die Zuschreibungen auf immaterielles Anlagevermögen. Insgesamt überstiegen Zuschreibung und weitere Investitionen den Abschreibungsbedarf, so dass sich die immateriellen Vermögensgegenstände gegenüber dem Vorjahr um 253.925,62 EUR auf 1.607.782,70 EUR erhöht haben. So wurde die in 2020 begonnene Investition in ein neues Projekt auch in 2023 fortgeführt und führte zu 436.377,63 EUR nachträglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten in den immateriellen Vermögensgegenständen. Aufgrund der positiven Projektentwicklung in 2023 wurde in 2023 eine Ausgliederung und ein damit verbundener Verkauf des Projekts an eine neue Konzernschwestergesellschaft beschlossen. Da der in 2024 realisierte Verkaufserlös die aktivierten Kosten überstieg, wurde eine Wertaufholung in Höhe von 487.544,82 EUR im Geschäftsjahr vorgenommen. Die Gesellschaft hatte in 2022 auf Basis einer gekauften Software sowie weiteren fremden Entwicklungsleistungen eine Plattform für Online-Live-Streaming entwickelt. Nachdem das Projekt in 2023 gestartet war und hinter den Erwartungen zurück blieb, bemühte sich die Gesellschaft noch bis ins dritte Quartal 2024 um einen erfolgreichen Markstart, bevor das Projekt eingestellt wurde. Derzeit geht die Gesellschaft nicht davon aus das Projekt oder Teile davon weiter verwerten zu können, so dass zum Bilanzstichtag von einer dauerhaften Wertminderung in Höhe von 402.041,37 EUR auszugehen ist. Bereits im letzten Abschluss wurde die Einstellung eines weiteren Projektes berücksichtigt und auf den verbliebenen Ertragswert abgeschrieben. Entsprechend wurde im Berichtszeitraum erneut eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 12.293,12 EUR auf immaterielle Vermögensgegenstände vorgenommen. Im Hardwarebereich erfolgten die gewohnten, laufenden Ersatzinvestitionen im Bereich der Entwicklungs- und Serversysteme. Außerdem wurde die im Vorjahr mit 52.922,00 EUR angezahlte Ausstattung der Firmenparkplätze mit Ladesäulen fertiggestellt, sowie der Fuhrpark um zwei Fahrzeuge vergrößert. Insgesamt erhöhte sich das Sachanlagevermögen um 45.614,08 EUR auf 461.731,98 EUR. Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 47,93 % gekennzeichnet. Der deutliche Anstieg zum Vorjahr (2022: 28,33%) lag an der zuvor dargestellten Zuschreibung der Finanzanlagen in Höhe von 1.831.415,00 EUR. Das Umlaufvermögen reduzierte sich um -477.308,06 EUR wegen der Reduzierung der Guthaben bei Kreditinstituten um -706.230,72 EUR. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages betrug das Eigenkapital unverändert 2.237.896,09 EUR. Rückstellungen wurden in geschäftsüblichem Umfang gebildet, da keine Risiken, wie Schadens- oder Unglücksfälle eingetreten sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Kosteneinsparungen geringfügig um -23.311,63 EUR zurückgegangen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind dagegen um 1.972.799,03 EUR angestiegen. Hier war das höhere abzuführende Ergebnis ausschlaggebend, für das bereits Vorauszahlungen geleistet wurden. 4. Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung, dem hohen Bestand an liquiden Mitteln und einer stabilen Auftragslage, sowie aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages beurteilen wir die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage als angemessen. C. Prognosebericht Voraussichtliche Entwicklung Der Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2024 und 2025. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Prognoseberichts, die wiederum bekannten und unbekannten Risiken unterliegen. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflussen den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Unternehmens. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft. Sollte eines der Risiken eintreten, sich eine Ungewissheit realisieren oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrundeliegenden Annahmen nicht korrekt war, so kann die tatsächliche Entwicklung des Unternehmens sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen dieses Prognoseberichts abweichen. Dem Prognosebericht für das Jahr 2024 liegen die Budgetauswertungen auf Basis des Buchhaltungsstandes zum 31. Dezember 2024 vor Abschlussbuchungen zugrunde. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ging in 2024 erneut leicht zurück. Das statistische Bundesamt weist einen preis- und kalenderbereinigten Rückgang des BIP von 0,2% aus. Der Branchenverband Bitcom e.V., Berlin, bemisst das Wachstum im Bereich IT Services ebenfalls rückläufig mit nur noch 3,8% Wachstum und der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V., Berlin, (bevh) meldet zwar erstmals seit 2021 wieder ein Umsatzplus beim Bruttoumsatz, jedoch im Cluster Unterhaltung einen Rückgang von 1,1%. Quellen: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_019_811.html, https://www.bitkom.org/sites/main/files/2025-01/itk-marktzahlen-2024-extranet.pdf, https://bevh.org/detail/e-commerce-zurueck-auf-wachstumskurs Die Gesellschaft konnte den Umsatz in 2024 um ca. 3 Mio. EUR (11%) auf ca. 30,8 Mio. EUR steigern. Dies gelang durch Mengen- sowie Preiseffekte. Wie im Jahr 2023 unterscheidet sich die Gesellschaft erneut zu den Vergleichsindikatoren durch die Orientierung an privaten Endverbrauchern im Vergleich zu gewerblichen Endkunden bei Bitcom und das digitale Geschäftsmodell der Gesellschaft im Vergleich zum Versandhandel beim bevh. Zudem traten im November neue Vertragsbedingungen mit den Anbietern in Kraft, wodurch sich die Leistungsbeziehungen verändert haben. Dies führte zu einem Umsatzplus von ca. 1,0 Mio EUR, bei gleichzeitig höheren bezogenen Leistungen von ca. 0,9 Mio EUR. Außerdem wendete die Gesellschaft mehr Mittel für Fremdarbeiten und die Gewinnung neuer Kunden auf, so dass die bezogenen Leistungen insgesamt um ca. 2,5 Mio. EUR stiegen. Der Personalaufwand verringerte sich trotz weiterer Gehaltsanpassungen um 0,2 Mio EUR aufgrund von konzerninternen Mitarbeiterwechseln. Außerdem zahlte die Gesellschaft einen Teil der möglichen Inflationsausgleichsprämie an ihre Mitarbeiter. Wertaufholungen oder bedeutende außerplanmäßige Abschreibungen werden nicht erwartet. Die Gesellschaft erwartet daher ein Ergebnis vor Gewinnabführung von ca. 4,1 Mio. EUR. Damit wird das geplante Ergebnis von 3,4 Mio. EUR übertroffen, da Kosteneinsparungen gegenüber dem Budget erreicht wurden. In diesem Ergebnis für 2024 ist ein einmaliger Veräußerungsgewinn von 622 Tsd. EUR aus dem in der Vermögenslage dargestellten Verkauf enthalten. Für 2025 erwarten Bitcom als auch bevh ein höheres Wachstum von 5% im IT Services Bereich, bzw. von 2,5% beim E-commerce Umsatz insgesamt. Vor diesem Hintergrund geht die Gesellschaft zunächst trotz volatilem Weltgeschehen von einer stabilen Marktentwicklung aus. Für das Geschäftsjahr 2025 strebt die Gesellschaft einen Umsatz von 38 Mio EUR und ein Ergebnis vor Gewinnabführung von 3,9 Mio. EUR an. Die Gesellschaft hat hierbei unterstellt, dass sich der bestehende Trend in der Geschäftsentwicklung fortsetzt und keine erheblichen externen Beeinträchtigungen auf Personal und Betrieb auftreten. Seitens der Darsteller, Webmaster und Besucher der Plattformen sind wir davon ausgegangen, dass es ebenfalls zu keinen wesentlichen Abgängen kommt. Für 2025 ist derzeit von keinen relevanten außerordentlichen Erträgen oder außerplanmäßigen Abschreibungen auszugehen. Die Gesellschaft plant auch in den kommenden Jahren durch Personal, Fremdleistungen und Ersatzinvestitionen die Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte und Dienstleistungen aufrechtzuerhalten und zu verbessern. Durch die fortschreitende europäische Regulierung sowie höhere Anforderungen der Zahlungsdienstleister kommen auch weiterhin administrative Herausforderungen auf die Gesellschaft zu, insbesondere im Meldewesen sowie der Dokumentation. D. Chancen- und Risikobericht Chancen- und Risikomanagementziele und -methoden Chancen können sich sowohl auf der Ertrags- sowie auf der Kostenseite ergeben. Chancen für einen Anstieg des Leistungsvolumens ergeben sich vorallem aus einem Anstieg der Nachfrage der Besucher nach den Dienstleistungen der Sender und dem Content. Dies betrifft sowohl Mengen- als auch Preiseffekte. Beeinflussbare Chancen betreffen die Weiterentwicklung der Produkte und der Plattformen sowie Maßnahmen zur Kundengewinnung, mit denen wir uns von Wettbewerbern abgrenzen. Kostenseitig nutzen wir Chancen durch intensive und regelmäßige Identifizierung von Einsparpotentialen. Um Chancen nutzen und Risiken jeglicher Art frühzeitig erkennen und ihnen entgegen wirken zu können, nutzt die Gesellschaft ein integriertes Risikomanagement-System auf Basis von Leistungsindikatoren. Im Rahmen des Konzern-Controllings verfügt jede Fachabteilung über eigene den Fachbereich betreffende finanzielle und nicht finanzielle Kennzahlen, die in einem jeweils angemessenen Intervall - teilweise auch täglich - ausgewertet werden und zur Steuerung lokaler Entscheidungen genutzt werden. Die Gesellschaft geht nur dann mögliche Risiken ein, wenn die mit den Risiken verbundenen Chancen einen entsprechenden Mehrwert mit sich bringen. Die Wirksamkeit und die Angemessenheit des Risikomanagements werden monatlich anhand der Buchhaltungsauswertungen zur Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage beurteilt. Die monatlichen Ertrags- und Verlustkonten werden den Vorjahres- und den Planzahlen gegenüber gestellt und Maßnahmen durch die Geschäftsleitung abgeleitet. Im Rahmen des Konzern-Controllings verfügt jede Fachabteilung über eigene den Fachbereich betreffende finanzielle und nicht finanzielle Kennzahlen, die in einem jeweils angemessenen Intervall - teilweise auch täglich - ausgewertet werden und zur Steuerung lokaler Entscheidungen genutzt werden. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Besucher der Plattformen treten in Vorkasse und die Leistungen der Sender werden von uns ausgezahlt, so dass hieraus keine Risiken beim Factoring resultieren. Rücklastschriften werden konsequent an Inkassounternehmen übergeben und von diesen eingetrieben. Käufer von Content treten ebenfalls in Vorkasse. Bei den Geschäftspartnern, die Kontakte zwischen Besuchern und Darstellern in Form von Nachrichten und Telekomunikation herstellen, handelt es sich um Gesellschaften für Telefonmehrwertdienste, deren Leistungen wiederum von Telefongesellschaften mit hoher Bonität erstattet werden, so dass das Ausfallrisiko für die campoint AG als gering eingeschätzt wird. Fremdwährungsrisiken bestehen nicht, da Einkaufs- und Verkaufstransaktionen nur in unbedeutendem Umfang in Fremdwährungen durchgeführt werden und kurzfristiger Natur sind. Die Gesellschaft sieht sich Preisänderungsrisiken ausgesetzt, hier ist der allgemeine Inflationstrend mit höheren Personal- und Bezugskosten erkennbar. Dem soll mit einem mengenmäßig sowie preismäßig gesteigerten Umsatz sowie einer innovativer Weiterentwicklung und Ergänzung des bestehenden Geschäftsmodells begegnet werden. Finanzinstrumente, für die der Einsatz von Sicherungsinstrumenten notwendig werden könnte, bestehen nicht. Liquiditätsrisiken sieht die Gesellschaft aufgrund der hohen liquiden Mittel auch bei möglichen Geldflussstörungen nicht. Finanzmittel werden bei Banken im Inland vorgehalten. Kreditrisiken beschränken sich größtenteils auf konzerninterne Unternehmen. Durch die zuvor beschriebene Konzernfinanzierung werden finanzielle Risiken zudem vermieden. Der Finanzierungsbedarf gegenüber verbundenen Unternehmen wird durch die Liquidität aktuell überkompensiert. Risiken durch Abhängigkeit von einzelnen Dienstleistern insbesondere bei der Zahlungsabwicklung werden durch Diversifizierung vermieden. Weitere wesentliche Risiken Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Die für die Gesellschaft wesentlichen nicht beeinflussbaren gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Insbesondere gehen wir davon aus, dass das hohe allgemeine Preisniveau in Folge der Inflation sowie der Anstieg der Energiepreise das Ausgabeverhalten in der Breite der Bevölkerung und somit auch der Plattformnutzer auch weiterhin beeinflussen wird. Abgabenerhöhungen und Preissteigerungen können zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Produktrisiken Grundvoraussetzung für die Geschäftstätigkeit ist die Betriebs- und Datensicherheit. Die Betriebssicherheit (Sicherung der Daten) der Servereinheiten sehen wir in höchstem Maße gegeben. Allerdings ist nicht sichergestellt, ob die uneingeschränkte und vollfunktionale Aufrechterhaltung des Betriebs auch bei wesentlichen Hackerattacken aus dem Internet gewährleistet ist. In diesem Bereich erfolgen intensive Tests und große Teile der personellen Ressourcen werden für diesen Bereich eingesetzt. Die Auswirkungen von möglichen Spannungs- und Stromausfällen hat die Gesellschaft analysiert und sieht keine Gefährdung für den Geschäftsbetrieb, gleichwohl natürlich einen Umsatzausfall proportional zu Ausmaß und Dauer einer möglichen Abschaltung. Investitions-/Finanzierungsrisiken Finanzielle Risiken beurteilen wir aufgrund des mit der Gesellschafterin abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages als gering. Personalrisiken Die campoint AG ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Vor allem in der Entwicklung und im Betrieb der Technik besteht großer Bedarf an qualifiziertem Personal, was unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen erfordert. Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Der Fachkräftemangel in Deutschland kann eine Bremse bei der Umsetzung ambitionierter Ziele darstellen. Signale aus dem Bewerbungsumfeld deuten aber auf Entspannung in vielen Jobprofilen hin. Bestandsgefährdende Risiken Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind zur Zeit nicht erkennbar. Insgesamt beurteilt die Gesellschaft ihr Risikoprofil als der Natur des Geschäfts angemessen. Bestandsgefährdende Risiken liegen derzeit nicht vor. E. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft sorgt stetig für die Aktualität ihrer Systeme und Plattformen, bestehend aus Softwarekomponenten und Hardwareeinheiten. Erfolgskritische Module werden immer auf dem neusten Stand gehalten, beziehungsweise regelmäßig erneuert. Größere Leistungen bei Forschung und Entwicklung sind nicht zu benennen. F. Bestehende Zweigniederlassungen Die campoint AG unterhält keine selbständige Zweigniederlassungen verfügt neben dem Standort in Seligenstadt jedoch über eine weitere Betriebsstätte in Berlin.
Seligenstadt, den 26. Februar 2025 Natalie Aulbach, Vorständin Matthias Kopolt, Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAngaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der campoint AG für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 1 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Aufwendungen und Erträge in fremder Währung wurden zum am Buchungstag geltenden Wechselkurs der European Central Bank (ECB) umgerechnet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung, längstens über zehn Jahre, planmäßig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschluss beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Risikobehaftete Forderungen wurden in angemessener Höhe wertberichtigt, uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Liquide Mittel Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Es befinden sich keine auf der Aktivseite übernommenen Unterschiedsbeträge nach § 250 Abs. 3 HGB. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 2.026.000,00 und teilt sich in 2.026.000 Namensaktien zu EUR 1,00 auf. Die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG beträgt EUR 202.600,00. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrag wird der Jahresüberschuss von EUR 4.469.678,78 an die INTERNOLIX AG, Seligenstadt abgeführt. Rückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind Rückstellungen in dem Umfang gebildet worden, der zur Erfüllung der Verpflichtung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen. Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Der Jahresabschluss wird in Euro erstellt. Transaktionen in Fremdwährung werden zu dem am Transaktionstag geltenden Wechselkurs der European Central Bank (ECB) in Euro als funktionale Währung umgerechnet. In Fremdwährung lautende Salden werden unter Zugrundelegung der zum Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurse umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem folgenden Anlagenspiegel:
Für die Abschreibungen von Gegenständen des Anlagevermögens werden folgende Abschreibungsmethoden angewandt:
Angaben zum Anteilsbesitz Unmittelbare Beteiligungen
* 1) aktuellere Beträge liegen nicht vor
* 1) aktuellere Beträge liegen nicht vor Mittelbare Beteiligungen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 42.113,61 (im Vorjahr EUR 4.998,00) enthalten. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 2.026.000,00. Es ist eingeteilt in 2.026.000,00 Stückaktien. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf den Namen. Gewinnrücklagen Im Geschäftsjahr beträgt die gesetzliche Gewinnrücklage unverändert zum Vorjahr EUR 202.600,00. Bilanzgewinn Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wird ein Betrag in Höhe von EUR 4.469.678,78 vollständig an die Gesellschafterin abgeführt. Daher besteht der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 9.269,09 vollständig aus dem Gewinnvortrag. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf TEUR 313 und wurden für personalbezogene Posten (TEUR 90), Archivierung (TEUR 57), Verpflichtungen im Zusammenhang mit Lastschriftrückgaben von Besuchern der Plattformen (TEUR 25), ausstehende Rechnungen (TEUR 110) und Prüfungskosten (TEUR 31) gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 2.540.539,29 (Vorjahr: EUR 437.719,59). Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Pfandrechte auf bestehende Kontokorrentkonten gesichert. Erläuterungen zur GuV Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 2.522) sind unter anderem Erträge der Zuschreibung von Finanzanlagen (TEUR 1.831) und Erträge aus der Zuschreibung von immateriellen Vermögensgegenständen (TEUR 488) enthalten. Hinzu kommen noch Erträge aus der Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 58. Außerdem sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen auch Erträge aus der Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 1 (Vorjahr TEUR 3) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 1 (Vorjahr TEUR 3) enthalten. Außerplanmäßige Abschreibungen Die Abschreibungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände i.H.v. TEUR 414 (Vorjahr TEUR 389). Jahresüberschuss Der Jahresüberschuss wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags vollständig an die INTERNOLIX AG, Seligenstadt abgeführt. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen von insgesamt TEUR 1.655, die sich wie folgt aufteilen:
Die sonstigen Dienstleistungsverträge gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Gesellschafterin. Eine Verlängerung der Verträge wird als wahrscheinlich eingeschätzt. Wesentliche Verträge Zwischen der campoint AG und ihrer Gesellschafterin INTERNOLIX AG, Seligenstadt besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vom 6. August 2002, in der Fassung vom 15. Dezember 2011. Die Parteien können diesen Vertrag mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Jahresende beenden. Zwischen der DC Online GmbH, Seligenstadt und der campoint AG als deren Gesellschafterin wurde am 17. Mai 2016 ein Ergebnisabführungsvertrag zunächst für einen Zeitraum von fünf Jahren geschlossen. Er wurde durch die beherrschende Gesellschaft zum Ende des Geschäftsjahres 2022 gekündigt. Nachtragsbericht Die campoint AG hat am 28. Februar 2024 einen Vertrag über den Verkauf von Software, im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Internetplattform, an die INTERNOLIX AG, Seligenstadt unterzeichnet. Der darin vereinbarte Kaufpreis wurde von der INTERNOLIX AG bezahlt und es entstand daraus ein Gewinn i.H.v. 621.700,00 EUR bei der campoint AG. Konzernverhältnisse Die campoint AG ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der INTERNOLIX AG, Seligenstadt mit der auch ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht. Die INTERNOLIX AG wiederum ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der netPULS Beteiligungsgesellschaft mbH, Gau-Algesheim. Zum 31. Dezember 2023 erstellt die netPULS Beteiligungsgesellschaft mbH, Gau-Algesheim, den Konzernabschluss nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, in dem die campoint AG einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird auf der Plattform des Unternehmensregisters beim Bundesanzeigerverlag, Köln, unter www.unternehmensregister.de offengelegt. Die campoint AG ist deshalb von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach § 291 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 HGB befreit. Vorstand und Vertretungsbefugnis Herr Matthias Kopolt (Softwareentwickler) wurde am 18. Juli 2016 zum Vorstand bestellt. Er ist einzelvertretungsberechtigt. Frau Natalie Aulbach (Kauffrau) wurde am 13. Oktober 2022 zur Vorständin bestellt und am 18. Januar 2023 abbestellt. Am 25. Mai 2023 wurde Frau Aulbach wieder zur Vorständin bestellt. Sie ist einzelvertretungsberechtigt; mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2023 aus den folgenden Personen zusammen: Klaus Kahler, Vorsitzender, Gau-Algesheim (Haupttätigkeit: selbständiger Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt) • Vorsitzender des Aufsichtsrats der INTERNOLIX AG, Seligenstadt • Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutsche Bauwerk Immobilienprojekt AG, Sinsheim Ortwin Bohlender, stellvertretender Vorsitzender, Elsenfeld (Haupttätigkeit: Unternehmensberater) • Mitglied des Aufsichtsrats der INTERNOLIX AG, Seligenstadt Sebastian Hochrein, Goldbach (Haupttätigkeit: Director Business Unit Payment) • Mitglied des Aufsichtsrats der INTERNOLIX AG, Seligenstadt Gesamtbezüge der Organe Auf die Angaben der Bezüge des Vorstandes wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält neben dem Ersatz der ihm bei der Ausübung seiner Amtstätigkeit erwachsenen Auslagen eine Vergütung in Höhe von EUR 2.000. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das Doppelte. Darüber hinaus erhielt er eine Jubiläumsgratifikation von EUR 1.500. Zusätzlich werden auf den Auslagenersatz und auf die Vergütungen anfallende Umsatzsteuern erstattet. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Im Geschäftsjahr 2023 betrug die durchschnittliche Beschäftigtenzahl 91 Mitarbeiter (Vorjahr 80 Mitarbeiter) und verteilt sich wie folgt:
Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Zu nicht marktüblichen Konditionen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen bestanden nicht. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit der Aktionärin die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt Euro 0,00. Der Bilanzgewinn beträgt Euro 9.296,09 und wird auf neue Rechnung vorgetragen. Für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages ein Jahresüberschuss von EUR 4.469.678,78 an die Gesellschafterin abzuführen.
Seligenstadt, den 26. Februar 2025 gez. Natalie Aulbach, Vorständin gez. Matthias Kopolt, Vorstand Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der campoint AG hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat im Geschäftsjahr 2023 die Tätigkeit des Vorstands fortlaufend überwacht und die Geschäftstätigkeit beratend begleitet. Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen von periodischen Aufsichtsratssitzungen sowie durch regelmäßige schriftliche und mündliche Berichte über die Geschäftsentwicklung, den Personalbedarf, unternehmensbezogene Fragen der Planung, die strategische Ausrichtung des Unternehmens, wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben und die Einhaltung und Optimierung des Risikomanagement-Systems gemäß § 91 Abs. 2 AktG zeitnah und umfassend unterrichten lassen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden im Einzelnen erläutert. Die Berichte des Vorstands wurden sowohl hinsichtlich der Gegenstände als auch hinsichtlich des Umfangs dem vom Gesetz und vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen gerecht. Soweit nach Gesetz, Satzung und der Geschäftsordnung erforderlich, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung durch Votum entschieden. Eine Erörterung der Geschäftsentwicklung wurde in jeder Sitzung des Aufsichtsrates vorgenommen. Der Aufsichtsrat trat im Laufe des Geschäftsjahres insgesamt zu sechs Sitzungen zusammen. An den Sitzungen des Aufsichtsrats hat der Vorstand regelmäßig teilgenommen. Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2023Gegenstand der gemeinsamen Erörterungen mit dem Vorstand waren dabei - neben den Zwischenberichten zum operativen Geschäftsverlauf - insbesondere die Entwicklung neuer Projekte und Möglichkeiten der Erschließung weiterer Märkte. Ferner beschäftigten wir uns mit der Planung für 2024 und der mittelfristigen Planung. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats laufend über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen vom Vorstand in Kenntnis gesetzt. So war der Aufsichtsrat stets informiert über die aktuelle Ertragslage, die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung. Jahresabschluss und AbschlussprüfungDie Wirtschaftsprüferin Frau Vogt-Sasse hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 der campoint AG sowie den entsprechenden Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Allen Aufsichtsratsmitgliedern wurden die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüferin Frau Vogt-Sasse rechtzeitig zugeleitet. In der Sitzung am 11.03.2025 wurden diese in Anwesenheit der Abschlussprüferin erörtert. Es bestand kein Anlass zu Beanstandungen. Auf Grund eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts haben wir keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis durch die Prüfung der Abschlussprüferin an. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 haben wir am 11.03.2025 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Mit dem Lagebericht, insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens, sind wir einverstanden. Der Bericht des Aufsichtsrats wurde verabschiedet. Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der campoint AG für ihr großes persönliches Engagement im Geschäftsjahr 2023.
Seligenstadt, den 11.03.2025 Klaus Kahler, Vorsitzender des Aufsichtsrats Einladung / TO HauptversammlungProtokoll über die ordentliche Vollversammlung der Firma campoint AG am 11.03.2025 in den Geschäftsräumen der campoint AG in Seligenstadt Anwesend waren: Vom Aufsichtsrat: Herr Klaus Kahler (Vorsitzender) Vom Vorstand: Herr Matthias Kopolt Alleinaktionärin: INTERNOLIX AG, vertreten durch den alleinvertretungsberechtigten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Vorstand Herr Jochen Hochrein mit Stück 2.026.000 Aktien 1. Einverständnis der Alleinaktionärin über das Abhalten einer ordentlichen Hauptversammlung der campoint AG am 11.03.2025 Herr Kahler übernahm den Vorsitz der Vollversammlung. Er stellte fest, dass die Alleinaktionärin der campoint AG, die INTERNOLIX AG, vertreten durch ihren Vorstand Herrn Jochen Hochrein, anwesend bzw. vertreten ist. Die campoint AG erklärt sich unter Verzicht auf alle Formen und Fristen gemäß § 121 Abs. 6 AktG zur Abhaltung einer ordentlichen Vollversammlung bereit. 2. Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Der von Frau Dipl. Ökonomin, Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin Sandra Vogt-Sasse, Karben, geprüfte und festgestellte Jahresabschluss und Lagebericht für 2023 der campoint AG wurde der Alleinaktionärin vorgelegt. 3. Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2023 Der Bilanzgewinn 2023 in Höhe von Euro 9.296,09 wird auf neue Rechnung vorgetragen. 4. Beschlussfassung über die Entlastung der Vorstände für das Geschäftsjahr 2023 Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den Vorständen Herrn Matthias Kopolt und Frau Natalie Aulbach für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen. 2.026.000 Stimmberechtigte stimmten der Beschlussvorlage zu. 5. Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den Aufsichtsräten Herrn Klaus Kahler, Herrn Ortwin Bohlender und Herrn Sebastian Hochrein für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen. 2.026.000 Stimmberechtigte stimmten der Beschlussvorlage zu.
Seligenstadt, 11. März 2025 Klaus Kahler, Vorsitzender des Aufsichtsrates sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.03.2025 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DER UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERINAn die campoint AG, Seligenstadt Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der campoint AG, Seligenstadt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der campoint AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Karben, 26. Februar 2025 Sandra Vogt-Sasse, Wirtschaftsprüferin |
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