Stammdaten

Register
Amtsgericht Kaiserslautern HRB 1019
Eingetragen
23.1.1923
Branche
Herstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenGraugießereienHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Gießerei.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (6)

NameAnteil
64.00%
L***** H****
8.00%
8.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
HegerGuss GmbHEigenbeteiligung
10.00%

Gesellschafter
Beta

7 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 7 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Johannes Heger
Enkenbach-Alsenborn
704.000 €
64.00%
HegerGuss GmbH
Germany
110.000 €
10.00%
L***** H****
88.000 €
8.00%
J**** H****
88.000 €
8.00%
F*** H****
88.000 €
8.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HegerGuss GmbH

Enkenbach-Alsenborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

AKTIVSEITE

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.690,00 15.606,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.826.469,17 1.928.813,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.978.011,00 2.342.724,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 666.797,00 743.558,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 79.633,86 68.518,25
4.550.911,03 5.083.613,52
4.559.601,03 5.099.219,52
B. Umlaufvermögen
1. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 980.229,00 1.035.356,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 270.640,00 864.749,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.432.768,00 1.745.219,93
4. Geleistete Anzahlungen 44.810,63 15.114,90
2.728.447,63 3.660.439,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.021.804,26 1.581.629,42
2. Sonstige Vermögensgegenstände 496.280,22 789.402,99
1.518.084,48 2.371.032,41
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 202.394,07 202.549,75
4.448.926,18 6.234.021,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.322,11 58.637,71
D. Aktive latente Steuern 560.916,00 372.276,00
9.626.765,32 11.764.155,22

PASSIVSEITE

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Nennbetrag eigener Anteile 1.100.000,00 1.100.000,00
Ausgegebenes Kapital -110.000,00 -110.000,00
990.000,00 990.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.420.000,00 1.420.000,00
abzüglich Nennwert übersteigender Kaufpreis erworbener Anteile -410.000,00 -410.000,00
1.010.000,00 1.010.000,00
III. Gewinnvortrag 821.144,75 379.584,59
IV. Jahresfehlbetrag (i.V. Jahresüberschuss) -768.350,64 441.560,16
2.052.794,11 2.821.144,75
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.618.992,00 1.524.960,00
2. Sonstige Rückstellungen 92.533,00 220.062,00
1.711.525,00 1.745.022,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.344.780,17 1.547.798,69
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.665.874,72 2.579.494,04
3. Sonstige Verbindlichkeiten 851.791,32 3.070.695,74
5.862.446,21 7.197.988,47
9.626.765,32 11.764.155,22
2020 2019
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 6.900.514,48 10.272.944,66
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -4.041.959,08 -5.711.859,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -864.608,91 -1.163.256,49
-4.906.567,99 -6.875.115,77
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -606.277,45 -626.055,70
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.983.447,34 -2.310.075,56
Betriebsergebnis -595.778,30 461.697,63
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.501,51 4.103,01
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -360.184,22 -378.793,40
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 188.641,03 372.276,00
8. Ergebnis nach Steuern -750.819,98 459.283,24
9. Sonstige Steuern -17.530,66 -17.723,08
10. Jahresfehlbetrag (i.V. Jahresüberschuss) -768.350,64 441.560,16

Anhang zum 31. Dezember 2020

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die HegerGuss GmbH hat ihren Sitz in Enkenbach-Alsenborn und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kaiserslautern unter HRB 1019 eingetragen.

II. Allgemeine Gliederungsgrundsätze

Die HegerGuss GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 1 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses in Anspruch genommen.

Der Anhang ist in Tausend Euro (TEUR) aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Es wird von der linearen Abschreibungsmethode, unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, Gebrauch gemacht. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter 800,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen berücksichtigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind nach Durchschnittseinstandspreisen oder den letzten Einstandspreisen bewertet worden, sofern diese unter den Marktpreisen am Bilanzstichtag gelegen haben. Die Bewertung der unfertigen, der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgte retrograd.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch angemessene Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird in einem Gutachten nach der PUC-Methode vorgenommen. Die Rückstellungsberechnung erfolgte nach individuellen Bewertungsannahmen aufgrund bestehender Verträge. Das versicherungsmathematische Gutachten geht von folgenden Annahmen aus:

Als Sterbetafel zugrunde gelegt wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Rechnungszins entspricht dem für eine Laufzeit von 15 Jahren angegebenen Zinssatz gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung für den Monat Dezember 2019. Der danach von der Deutschen Bundesbank bekanntgemachte durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre beträgt 2,34 % p.a. Zukünftige Gehaltsanpassungen und eine jährliche Rentenanpassung sind nicht berücksichtigt. Als rechnerisches Pensionsalter wurde die vertragliche Altersgrenze gewählt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssatz werden die den Restlaufzeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen (passive latente Steuern) passiviert und Steuerentlastungen (aktive latente Steuern) aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge i. H. der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt.

IV. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2020 ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten
kumulierte Werte Vortrag 01.01.2020 Zugänge Umbuchungen Abgänge kumulierte Werte Stand 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 687.482,07 0,00 0,00 0,00 687.482,07
687.482,07 0,00 0,00 0,00 687.482,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.480.845,10 0,00 16.640,54 0,00 6.497.485,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.566.719,63 6.940,92 0,00 23.546,92 14.550.113,63
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 3.411.571,80 53.789,29 0,00 7.494,21 3.457.866,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 68.518,25 27.756,15 -16.640,54 0,00 79.633,86
24.527.654,78 88.486,36 0,00 31.041,13 24.585.100,01
25.215.136,85 88.486,36 0,00 31.041,13 25.272.582,08
Entwicklungen der Abschreibungen
kumulierte Abschreibungen Vortrag 01.01.2020 Abschreibungen des Geschäftsjahres Zuschreibungen des Geschäftsjahres Änderungen der gesamten Abschreibungen iZm Abgängen kumulierte Abschreibungen Stand 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 671.876,07 6.916,00 0,00 0,00 678.792,07
671.876,07 6.916,00 0,00 0,00 678.792,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.552.031,83 118.984,64 0,00 0,00 4.671.016,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.223.995,63 349.826,52 0,00 1.719,52 12.572.102,63
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 2.668.013,80 130.550,29 0,00 7.494,21 2.791.069,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
19.444.041,26 599.361,45 0,00 9.213,73 20.034.188,98
20.115.917,33 606.277,45 0,00 9.213,73 20.712.981,05
Buchwerte 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.690,00
8.690,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.826.469,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.978.011,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 666.797,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 79.633,86
4.550.911,03
4.559.601,03

Die Veränderung der aktiven latenten Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

Stand zu Beginn Zugang Verbrauch / Abgang Stand am Ende
TEUR TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 372 189 0 561

Zum Abschlussstichtag besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Absatz 8 HGB von TEUR 745, die in Höhe von TEUR 184 aus dem Unterschiedsbetrag aus der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellung und zu TEUR 561 aus der Aktivierung latenter Steuern resultiert.

Zum Abschlussstichtag erfolgte bei den Pensionsrückstellungen gem. § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB eine Verrechnung mit zugunsten der Mitarbeiter verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Der Zeitwert des bisher aktivierten Deckungsvermögens der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 150 (i.V. TEUR 143) ist mit dem Teilwert der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 1.769; i.V. TEUR 1.668) saldiert worden.

Das im Jahr 2010 ausgeübte Wahlrecht nach Artikel 67 Absatz 1 EGHGB bewirkt eine jährliche Zuführung bei der Pensionsrückstellung von mindestens einem Fünfzehntel mit TEUR 25 innerhalb der nächsten 10 Jahre bis zum 31. Dezember 2024. Der zum 31. Dezember 2020 nicht passivierte Rückstellungsbetrag beträgt daher TEUR 80 (Fehlbetrag).

Die Verbindlichkeiten sind hinsichtlich der Restlaufzeit sowie der Art der Sicherung folgendermaßen zu gliedern:

Verbindlichkeiten-Spiegel

Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Art der Sicherung
TEUR TEUR TEUR TEUR Grundschuld
1. gegenüber Kreditinstituten 3.344,8 0,0 3.344,8 0,0 in voller Höhe bis 7.668 T€
2. aus Lieferungen und Leistungen 1.665,9 1.665,9 0,0 0,0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 851,8 193,0 364,5 294,3
5.862,5 1.858,9 3.709,3 294,3

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 61 (i.V. TEUR 59), aus sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 16 (i.V. TEUR 10) und gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 102 (i.V. TEUR 256) enthalten.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Anpassung des aktivierten Deckungsvermögens der Rückdeckungsversicherung von TEUR 7 enthalten.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 88 (i.V. TEUR 99) enthalten. Diese betreffen außergewöhnliche Aufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung gem. Artikel 67 Absatz 1 EGHGB in Höhe von TEUR 25.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 64 (i.V. TEUR 67) für Gebühren aus der Konsortialkreditfinanzierung (TEUR 22) sowie Forschungskosten für Projekte (TEUR 42), denen keine Förderung gegenübersteht.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 42 (i.V. TEUR 47) sowie aus dem Zinsänderungseffekt in Höhe von TEUR 86 enthalten. Daneben sind in diesem Posten Zinsaufwendungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 6 (i.V. TEUR 9) ausgewiesen.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 189 (i.V. TEUR 372) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

1. Zahl der Arbeitnehmer

Im Durchschnitt des Berichtsjahres wurden 107 (i.V. 116) Mitarbeiter beschäftigt.

2. Mitglieder und Bezüge von Organen

Im Berichtsjahr waren zum Geschäftsführer bestellt:

Herr Dipl.-Ing. Johannes Heger, kaufmännische Angelegenheiten, Vertrieb und strategische Fragen

Herr Dipl.-Ing. (FH) Uwe Bergheimer

Herr Harald Koch, Gießereitechniker, technische Angelegenheiten.

Dem Geschäftsführer, Herrn Johannes Heger, wurde Einzelvertretungsberechtigung erteilt.

Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Organe sowie der ehemaligen Mitglieder der Organe und deren Hinterbliebenen wurde die Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB in Anspruch genommen.

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Abschlussstichtag bestanden nicht betragsmäßig benannte Haftungsverhältnisse in Form einer gesamtschuldnerischen Bürgschaft (gemeinsam haftend mit den Schwestergesellschaften HegerGuss GmbH, HegerFerrit GmbH, HegerPro GmbH und HegerGGD UG) für Forderungen aus einem Leasing- und einem Generalunternehmervertrag.

Im Zusammenhang mit einem Konsortialdarlehensvertrag zwischen der Heger-Gruppe und einem Bankenkonsortium vom 15. April 2019 ist die HegerGuss GmbH als Garant in eine gesamtschuldnerische Haftung der HegerGruppe gegenüber dem Bankenkonsortium eingetreten. Die Haftung umfasst die Übernahme einer Zahlungsgarantie für Verpflichtungen der weiteren Gesellschaften der Heger-Gruppe, die sich aus dem Konsortialdarlehensvertrag ergeben.

Die Garantien stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

Gesamtschuldnerische Garantie zu Gunsten der Rahmenkreditlinie: Inanspruchnahme am 31.12.2020:
- HegerPro GmbH für Verpflichtungen aus Kontokorrentlinien TEUR 500 TEUR 407
- HegerGGD UG für Verpflichtungen aus Kontokorrentlinien TEUR 400 TEUR 373
- HegerFerrit GmbH für Verpflichtungen aus Kontokorrentlinien TEUR 6.600 TEUR 5.589
- HegerFerrit GmbH für Verpflichtungen aus Tilgungskrediten TEUR 6.000

Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit, aus den im Anhang angegebenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Anspruch genommen zu werden, aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Unsere Gesellschaft hat zum 31.12.2020 einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages an eine Zweckgesellschaft abgetreten. Diese Maßnahme diente der kurzfristigen Verbesserung der Liquidität. Die Gesellschaft haftet nur für den Bestand, nicht für die Bonität der Kunden. Dem Liquiditätsvorteil stehen die Finanzierungskosten gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre Über 5 Jahre
EUR EUR EUR
aus Miet- und Leasingverträgen 69.000,00 66.000,00 1.000,00

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie (Bedarfsrückgang, starke Schwankungen und Verschiebungen bei den Kunden sowie höhere Aufwendungen intern) waren im Jahr 2020, speziell in den Quartalen 2 bis 4 deutlich zu spüren. Ab Dezember 2020 hat sich jedoch die Bedarfssituation bei einem Teil unserer Kunden unerwartet schnell erholt und auf gutem Niveau stabilisiert.

Auf breiter Basis über fast alle Kunden kann die Bedarfssituation seit Feb. / Mrz. 2021 zwischenzeitlich als gut bezeichnet werden. Die Gesamtsituation bleibt aber wegen der fortbestehenden Pandemiesituation und den daraus weiterhin vorhandenen internen und externen Unsicherheiten auch für die kommenden Monate schwer einschätzbar.

Zusätzlich zu diesen negativen Effekten durch die Pandemie kommen in den letzten Wochen und Monaten zunehmend Engpasssituationen und starke Kostenerhöhungen aus fast allen Materialbereichen hinzu. Beide Themen werden vermutlich auch in den kommenden Monaten für einen eher unruhigen und nicht optimalen Geschäftsverlauf sorgen.

Daneben hat es keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung gegeben, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Ergebnisverwendung vor:

EUR
Gewinnvortrag zum 1. Januar 2020 821.144,75
Jahresfehlbetrag 2020 -768.350,64
Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2020 52.794,11

 

Enkenbach-Alsenborn, den 31. März 2021

HegerGuss GmbH

Gez. Geschäftsführung

Lagebericht 2020

I. Grundlagen des Unternehmens

Die HegerGuss GmbH wurde im Jahr 1902 gegründet und hat Ihren Sitz in Enkenbach-Alsenborn.

Die Gießerei hat sich auf die Herstellung handgeformter Gussteile in Kugelgrafitguss im Gewichtsbereich zwischen 500 kg und 20.000 kg insbesondere im Bereich Guss für Windenergieanlagen (Onshore + Offshore), Großmotoren, Kompressoren, Pressen u.a. spezialisiert.

Neben der Herstellung von Gussteilen unter Verwendung verschiedener innovativer Werkstoffe gehört mittlerweile auch die Auslieferung zerspanter und lackierter Gussteile zum Portfolio der Heger-Guss GmbH. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Leistungsspektrums sind auch die umfassenden Simulationen zur Gusserzeugung im Vorfeld der Produktionsplanung.

Das Geschäftsmodell wird vor dem Hintergrund sich verändernden Marktbedingungen und zur risikoorientierten Neuausrichtung regelmäßig einem "Quick-Checks des Geschäftsmodells" unterzogen. Dazu nehmen wir interne und externe Expertise in Anspruch. Dabei stellen die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der verschiedenen Marktsegmente, das Know-how der Gesellschaft, die Investitionserfordernisse und die geeigneten Vertriebskanäle Schlüsselfaktoren dar. Ein solcher Quick-Check wurde zuletzt im Q1 2020 durchgeführt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Bei unseren Ausführungen im Folgenden zitieren wir aus einem Rundschreiben des Bundesverbands der deutschen Gießereiindustrie BDG vom 11.2.21 an die Mitgliedsunternehmen. Dabei bezieht sich der BDG nach eigenen Angaben auf verschiedene öffentliche Quellen (Eurostat, IfW Kiel, ifo München, DIW, DIHK, Stat. BA, und Einschätzungen von Branchenverbände wie VDA, VDMA, und andere)

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 um 5,0 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7 %.

Die Corona-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt. Die Industrie war vor allem in der ersten Jahreshälfte von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen, unter anderem durch die zeitweise gestörten globalen Lieferketten.

Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten preisbereinigt mit -3,5 % den deutlichsten Rückgang seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Dabei legten die Bauinvestitionen entgegen diesem Trend um 1,5 % zu. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurden im Jahr 2020 dagegen preisbereinigt 12,5 % weniger investiert als im Vorjahr.

Das gesamte Jahr 2020 war von der Coronapandemie geprägt, sodass auch die deutschen Gießereien ein deutlich niedrigeres Produktionsniveau als im Vorjahr verzeichneten. Insbesondere der industrielle Lockdown im Frühjahr führte zu drastischen Minusraten in der Produktion. Die Kapazitätsauslastung lag im Durchschnitt des Jahres 2020 bei 67 %.

Im Jahr 2020 sank die Fertigung bei den Eisen- und Stahlgießereien mit 2,7 Mio. t um gut 28 %. Die Unternehmen, welche Teile für den Maschinenbau abgießen, fertigten mit über 0,6 Mio. t um ca. 31 % unter dem 2019er Niveau.

Das Bestellinteresse aus dem Maschinenbau lag mit 0,6 Mio. t um 15 % unter dem Niveau von 2019. Die deutschen Gießereien können mit einem Wachstum von spürbar über 10 % für das Jahr 2021 kalkulieren. Das Erreichen des Vorkrisenniveaus darf realistisch allerdings frühestens im Verlauf des Jahres 2022 erhofft werden. Alle Stimmungsindikatoren unterstreichen dies. Dieses Szenario hat mit Abstand die größte Eintrittswahrscheinlichkeit.

Allerdings kann sich auch ein Negativ Szenario (Risiko Variante) herausbilden. Sollte das Infektionsgeschehen in die nächste Eskalationsstufe, der dritten Welle, gehen, gefolgt von weiteren tiefgreifenden Aktivitätseinschränkungen der wirtschaftlichen Akteure, würde auch das Jahr 2021 ein Rezessionsjahr werden. Entsprechend würde ein Vertrauensverlust in politische Maßnahmen auch die Investitionen dämpfen. Zudem würde der Private Konsum und auch die private Bautätigkeit einbrechen. International könnten weitere protektionistische Maßnahmen jeden Erholungsimpuls der deutschen Industrie erdrücken. Die Folge für die Gießerei-Industrie wäre ein weiteres Rezessionsjahr in Folge. Wir schätzen diese Eintrittswahrscheinlichkeit als gering, aber nicht unmöglich ein!

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Produktionsmenge in 2020 fiel außerordentlich niedrig aus. Die starke Unterauslastung der Produktionskapazitäten ist die alleinige Ursache für die schlechten Finanzzahlen. Für die Unterauslastung gibt es drei wesentliche Begründungen:

1.

Der weltweite Rückgang der Bestellmengen im gesamten Maschinenbau (incl. Wind) während der Corona-Pandemie.

2.

Die schwache Phase des Windenergieausbaus in Deutschland und Europa.

3.

Die Unternehmenskrise und Restrukturierung bei einem Hauptkunden der Windenergiebranche.

2.1. Ertragslage

Das Rohergebnis fiel im Berichtsjahr mit TEUR 6.901 um TEUR 3.372 (-32,8 %) geringer aus als im Vorjahr. Der Rückgang fällt damit noch höher aus, als der Rückgang der Betriebsleistung. Im Plan wurde von einem Rohergebnis in Höhe von TEUR 10.202 ausgegangen, so dass die Abweichung hierzu TEUR 3.301 (-32,4 %) beträgt.

Um diesem sehr starken Rückgang zu begegnen, konnten die internen Kosten aus Personal, Abschreibungen und Sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.314 abgesenkt werden. Die stellt zwar eine Reduzierung um 23,6 % dar, entspricht aber nicht dem noch größeren Rückgang im Rohertrag, was zu einer Belastung des EBITDA führte.

So fiel im Berichtsjahr der EBITDA mit TEUR 11 gerade noch positiv aus, im Vorjahr waren es noch TEUR 1.088. In der für das Jahr 2020 erstellten Planung war ein EBITDA von TEUR 1.035 erwartet worden.

Im Jahresabschluss 2020 haben wir von unserem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht, aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 561 auszuweisen.

Nach Abzug des Finanzergebnisses und der Steuern und Abschreibungen musste ein Verlust von TEUR 768 hingenommen werden. Im Vorjahr war es noch ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 442.

2.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug TEUR 9.627 und konnte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.137 (-18,2 %) deutlich verringert werden.

Das Anlagevermögen fiel um TEUR 539 (-10,6 %) geringer aus. Darin enthalten sind betriebsgewöhnliche Abschreibungen in Höhe von TEUR 606. Im Jahresverlauf wurden Investitionen von insgesamt TEUR 88 getätigt. Die Anlagenintensität stieg wegen der Bilanzsummenverkürzung auf 47,4 % an.

Das Umlaufvermögen konnte um TEUR 1.785 (-28,6 %) reduziert werden. Zum Stichtag 31.12.2020 wurden die Vorräte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 932 verringert, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände fielen um TEUR 853 niedriger aus.

Das Erfordernis von Rückstellungen konnte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 33 niedriger ausfallen.

Im Geschäftsjahr waren keine Ausfälle oder verspätete Zahlungen von Kunden zu verzeichnen.

2.3. Finanzlage

HegerGuss nutzt zur Finanzierung verschiedene Instrumente. Darunter eine mehrjährige Kreditfinanzierung mit Verlängerungsoption, die mit einem Konsortium aus fünf Banken im April 2019 vertraglich erneuert wurde. Die darin vereinbarten Covenants werden bei HegerGuss als risikoorientierte Planungsgrundlage für die Sicherstellung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Geschäftstätigkeit herangezogen.

Im Rahmen der Betrachtung der Finanzkennzahlen stellt die Quote des Eigenkapitals zum Gesamtkapital eine wichtige Kennziffer dar. Diese Kennzahl berechnet sich am 31.12.2020 auf 21,3 %.

Die Verbindlichkeiten konnten in Summe um TEUR 1.335 verringert werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um TEUR 1.797 und zeigen eine gestiegene Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien im Vergleich zum Vorjahr. Es bestand im Jahresverlauf kein zu tilgendes Darlehen. Zum anderen fielen aber die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 913 sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 2.220 geringer aus.

Der Gesellschaft stehen aus dem Kreditvertrag Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 4.500 zur Verfügung, von denen zum 31.12.20 insgesamt TEUR 3.345 in Anspruch genommen wurden und zusammen mit dem Guthaben von TEUR 202 eine Zahlungskraft von TEUR 1.357 bestand.

Wir können derzeit davon ausgehen, dass auch bei zukünftigen Änderungen bei den Zahlungseingängen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung stehen, um unseren Verpflichtungen nachkommen zu können. Vor diesem Hintergrund und der Einbindung ins Cash Management der HegerGruppe schätzen wir unsere Finanzlage weiterhin als zufriedenstellend ein.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die HegerGruppe nutzt finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung. Die monatliche, vierteljährliche und jährliche Veränderung wird mit Vorjahres- und Plandaten verglichen und entsprechend gesteuert. Die finanziellen Leistungsindikatoren sollen das Gleichgewicht zwischen Profitabilität, effizientem Einsatz von Ressourcen und ausreichender Liquidität wahren. Die finanziellen Leistungsindikatoren werden zur Verdeutlichung in Abschnitt 3 tabellarisch dargestellt und hergeleitet.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden bei HegerGuss im Wesentlichen im Produktionsprozess ermittelt und ständig überwacht. Im Rahmen des monatlichen Berichtswesens werden dabei insbesondere die täglichen und monatlichen Produktionsmengen in Tonnen sowie die zur Produktion einer Tonne Guss notwendigen Arbeitsstunden verfolgt. Für die interne Steuerung werden weitere Kennzahlen auf Basis der Kostenrechnung ermittelt und im Zeitablauf sowie im Verhältnis zur Entwicklung der Produktionsmenge überwacht.

Unter Berücksichtigung der Auftragslage sowie der vorsichtigen Einschätzung unserer erwarteten Gussmengen auf Basis von kundenbezogenen und auftragsbezogenen Annahmen planen, steuern und kontrollieren wir unsere Geschäftsprozesse mit finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Für die Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der HegerGuss GmbH werden die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren herangezogen:

Jahr 2019 Jahr 2020
Rendite auf Rohergebnis 4,3 % -11,1 %
Nettoverschuldung in TEUR 1.345 3.143
EBITDA in TEUR 1.088 11

Alle drei finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Geschäftsjahr 2020 deutlich verschlechtert. Der Rückgang des Rohergebnisses wegen der geringeren Produktionsmenge ist dafür die alleinige Ursache.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren fügen sich in ein Geschäftsmodell der Nachhaltigkeit mit den 3 Säulen: Ökonomie, Ökologie und Soziales ein.

Zu den für uns bedeutsamsten nicht finanziellen Leistungsindikatoren gehören der Auftragsbestand, die Produktionsmenge, die Produktivität (gemessen in Fertigungsstunden pro verkaufte Tonne Guss) und der Energieverbrauch (in kWh pro erzeugter Tonne Guss). Alle diese Faktoren sind Gegenstand unserer Planung und regelmäßigen unterjährigen Analysen.

So steht die Einhaltung von Umweltschutzvorschriften täglich im Fokus unserer Geschäftsprozesse, insbesondere die Minimierung unseres Energieverbrauchs durch Steuerung der Tagesproduktion und die Planung des Energieeinsatzes.

Zu den wesentlichsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gehört auch die risikoorientierte Planung und Steuerung der Personalstruktur. Hierbei legen wir insbesondere unter dem Eindruck der demographischen Daten besonderen Wert auf die Aus- und Weiterbildung.

5. Gesamtaussage

Zum Jahresende 2020 müssen wir die Aussage treffen, dass der Geschäftsverlauf der HegerGuss GmbH unter den Belastungen der Corona-Krise und den schwierigen Marktbedingungen in der Windenergiebranche außerordentlich unbefriedigend war.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei vielen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Für unvorhergesehene Verbindlichkeiten wird zu jeder Zeit ein ausreichender Liquiditätspuffer vorgehalten.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Chancen und Risikobericht

Wir schildern zunächst die bedeutsamsten Risiken und Chancen für HegerGuss.

Auch im Geschäftsjahr 2020 nahm die HegerGuss GmbH die Ausgleichsregelung zur Befreiung von der EEG-Umlage für stromkostenintensive Unternehmen in Anspruch. Da die Energiekosten auch weiterhin einen wesentlichen Anteil an den Produktionskosten einnehmen, besteht ein Risiko, wenn die Ausgleichsregelung aus verschiedenen Gründen nicht mehr gewährt werden könnte. Vor dem aktuellen Hintergrund der Entwicklungen auf politischer Ebene ist eine Inanspruchnahme der Ausgleichsregelung für das Jahr 2021 aber gesichert.

HegerGuss ist aktuell als Lieferant von handgeformtem Guss im Geschäftsfeld Windenergieanlagen aktiv. Im Berichtsjahr wurde die Diversifizierung auf weitere Kunden vorangetrieben. So konnte mittlerweile der Anteil des größten Kunden und damit das Kundenausfallrisiko weiter reduziert werden.

Der Wind-Markt in Europa funktioniert und wird nach Expertenmeinung schon mittelfristig seine Attraktivität zurückgewinnen. Die Herstellung der dafür benötigten Anlagen wird nach wie vor in Europa stattfinden. Sechs große Hersteller produzieren Windenergieanlagen in Europa. Darunter befindet sich eines in einer Restrukturierung. Da es sich dabei um einen unserer Hauptkunden handelt, wird es für HegerGuss bedeutsam sein, ob das Unternehmen im besten Fall gestärkt aus der Restrukturierung hervorgehen wird.

Die Lieferketten bieten auch bei scharfem globalen Wettbewerb Platz für lokale Lieferanten. Vier große Windenergieunternehmen sind bereits unsere Kunden. Zu den beiden anderen haben wir Kontakt. Diese Marktabdeckung kann nur die HegerGuss für sich beanspruchen. Keine andere Gießereigruppe im Wettbewerb ist so breit aufgestellt. Die Gleichzeitigkeit von Schwächephase im Windrad-Ausbau und Corona-Krise hatte bereits zu einer spürbaren Kapazitätsbereinigung im Wettbewerb der Wind-Gießereien geführt. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Die HegerGruppe wird von der Bereinigung unter den Gießereien profitieren, weil wir bei normaler Auslastung die beste Profitabilität im Wettbewerb vorweisen können. Außerdem sind wir als mittelständisches, eigentümergeführtes Unternehmen am schnellsten in den Märkten unterwegs.

Mit der Einführung von proAlpha als vollintegriertes ERP-System versprechen wir uns einen entscheidenden Schritt zur Digitalisierung der Geschäftsprozesse verbunden mit einer großen Effizienzsteigerung. Bereits seit dem Januar 2018 wurde die neue Software in ausgewählten Verwaltungsabteilungen der Gesellschaft eingeführt. In allen weiteren Abteilungen (einschl. Produktion) wurde proAlpha schrittweise bis zum Sommer 2019 zum Einsatz gebracht und seitdem weiter optimiert.

Mittelfristig erkennen wir Chancen darin, dass unsere Kunden eine Relokalisierung der Lieferantenstruktur zu Gunsten regionaler Lieferanten bevorzugen werden.

Im Jahr 2019 hatten wir besondere Anstrengungen unternommen unser Projekt Industrie 4.0 und Digitalisierung zu starten, welches in verschiedenen Geschäftsbereichen zu einer Verbesserung unserer betrieblichen Prozesse beitragen wird. Hierbei werden betriebliche Lösungen perspektivisch in ein integriertes Assistenzsystem unter dem Projektnamen HegerAssyst zusammengeführt werden. Unter den schwierigen Bedingungen im Geschäftsjahr 2020 wurde der Projektfortschritt verlangsamt, wird in 2021 aber wieder an Fahrt gewinnen.

Im April 2021 werden wir unsere eigene Planung 2021-2023 einer Plausibilisierung durch Dritte unterziehen, um dadurch weitere Sicherheit bei Entscheidungen zu gewinnen, attraktive und zukunftsfähige Marktsegmente zu identifizieren, die mit dem unternehmenseigenen Know-how in geeigneten Transformationsprozessen erschlossen werden können.

IV. Prognosebericht

Die Unternehmensplanung für die Folgejahre 2021-2023 wurde im November 2020 plangemäß erstellt. Die Planung wurde auf Basis einer teilespezifischen Mengenplanung erstellt. Insbesondere die bereits vorliegenden Kundenbestellungen und Absichtserklärungen für Abrufe bilden für das Jahr 2021 die wesentliche Basis der Mengenplanung.

Darüber hinaus zeigen internationale Wettbewerbsanalysen, dass in anderen geographischen Märkten die Windenergie weiteres Wachstumspotenzial hat. Die weitere Fokussierung auf international hervorragend positionierte Kunden im Windmarkt zahlt sich hierbei für HegerGuss aus.

Die Wahrscheinlichkeit die Produktion im Jahr 2021 deutlich zu steigern, ist sehr hoch.

HegerGuss rechnet nach dem sehr belasteten Geschäftsverlauf in 2020 während der Corona-Krise mit einer schnellen Erholung.

Bereits im Q1 2021 liegt die Gesamtleistung um ca. 250 % über dem Q3 2020, dem Tiefpunkt der Krise. Diese Steigerung deutet an, dass wir mit einem echten V-förmigen Verlauf aus dem schlechten Jahr 2020 herauskommen werden.

Unter der Voraussetzung, dass die für das Jahr 2021 geplante Produktionsmenge und die Einhaltung der Leistungsindikatoren erreicht werden, ergibt sich für das Jahr 2021 ein planmäßiges Rohergebnis in Höhe von gerundet TEUR 9.481. Bei einem Erreichen des vorgenannten Rohergebnisses ist entsprechend der Planrechnung ein operatives Ergebnis (EBITDA) von TEUR 772 erreichbar.

Wir haben unter diesen Voraussetzungen unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren folgendermaßen geplant:

Plan Jahr 2021
Rendite auf Rohergebnis 0,3%
Nettoverschuldung in TEUR 3.148
EBITDA in TEUR 772

Zusätzlich erwarten wir, dass wir uns trotz der noch befriedigenden Auftragslage den gesamtwirtschaftlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie nicht entziehen können. Trotz der vorgenannten Planungsunsicherheit, erwarten wir, dass sich dadurch sämtliche vorgenannte bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zusätzlich dadurch negativer entwickeln können.

Risiken, die mit erheblicher Wahrscheinlichkeit erwartet werden und bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, sieht die Geschäftsführung nicht. Aus heutiger Sicht wird die Pandemie unsere Eigenkapitalsituation und die Liquiditätsausstattung negativ beeinflussen, aber nicht erkennbar signifikant belasten und keine ganz erhebliche Bedeutung für die Lage und Entwicklung der HegerGuss GmbH haben.

 

Enkenbach-Alsenborn, den 26. März 2021

HegerGuss GmbH

Gez. Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

an die HegerGuss GmbH

Enkenbach-Alsenborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HegerGuss GmbH, Enkenbach-Alsenborn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HegerGuss GmbH, Enkenbach-Alsenborn für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungen durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Angaben nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Angaben geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Ludwigshafen, den 11. Juni 2021

RTG Revisions- und Treuhand GmbH
Dr. Böhmer und Partner
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Gez. Dr. Michael Böhmer, Wirtschaftsprüfer

Gez. Bernhard Böhmer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 27.06.2021 festgestellt.

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