PORR Government Services GmbH

Flickerstal 5, 67657 Kaiserslautern, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kaiserslautern HRB 32330
Vorher
Gottlieb Tesch Gesellschaft mit beschränkter Haftung, BauunternehmungBilfinger Berger Government Services GmbHBilfinger Government Services GmbHBB Government Services GmbHBB Government Services
Eingetragen
2.1.1929
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind a) Planung und Entwicklung, Leitung und Ausführung von Bauleistungen im Hochund Industriebau für fremde und eigene Rechnung sowie die Erbringung damit verbundener Dienstleistungen jeglicher Art, insbesondere für Regierungsdienststellen der Vereinigten Staaten von Amerika und europäischer Staaten; b) Vermietung, Verkauf und Wartung von haushaltsnahen Geräten sowie Großgeräten für Regierungsdienststellen und zugeordnete Personen; c) kaufmännisches, technisches und infrastrukturelles Facility Management, einschließlich Energiemanagement, Erstellung und Instandhaltung gebäudetechnischer Anlagen und Straßen sowie Erbringung sonstiger Immobiliendienstleistungen, insbesondere für die vorgenannten Regierungsstellen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Susanne Brustmann*
seit 15.9.2022
Prokura
Andreas Jürgen Ehret
seit 25.9.2019
Geschäftsführer
Christian Schumacher
seit 15.5.2018
Geschäftsführer
Dominik Lembert
seit 15.5.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
640.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BB Government Services GmbH

Kaiserslautern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

PROTOKOLL über die Gesellschafterversammlung der BB Government Services GmbH

mit dem Sitz in Kaiserslautern

(eingetragen beim Amtsgericht Kaiserslautern unter HRB 32330)

Die alleinige Gesellschafterin der BB Government Services GmbH - die PORR GmbH & Co. KGaA mit Sitz in München, vertreten durch die u. g. Geschäftsführer - hat unter Verzicht auf die Einhaltung jeglicher Formen und Fristen über die Einberufung und Durchführung eine Gesellschafterversammlung abgehalten und dabei folgende

Gesellschafterbeschlüsse

gefasst:

1.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023, der mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 2.053.677,42 abschließt, wird gebilligt und ist somit festgestellt.

2.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.053.677,42 an die PORR GmbH & Co. KGaA abgeführt.

3.

Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

4.

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 wird die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit dem Sitz in Hamburg und Zweigniederlassung in München, mit der Anschrift 81379 München, Zielstattstraße 40 , bestellt.

 

München, den 24. Juni 2024

PORR GmbH & Co. KGaA
Die Gesellschafterin
vertreten durch:
PORR Management GmbH
München

Jan Schwägerl, Geschäftsführer

Rainer Graf, Prokurist

Bilanz zum 31.12.2023

BB Government Services GmbH

Kaiserslautern

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 867,00 2.600,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.589,00 851,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.401,00 65.470,00
84.990,00 66.321,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.830.674,91 1.830.674,91
1.916.531,91 1.899.595,91
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Nicht abgerechnete Bauten 71.259.852,67 51.171.020,22
2. - zurechenbare erhaltene Anzahlungen -68.366.468,67 -49.257.412,08
2.893.384,00 1.913.608,14
3. Geleistete Anzahlungen 1.267.638,79 505.618,88
4.161.022,79 2.419.227,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 928.827,60 944.344,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39.015.232,67 31.541.223,93
3. Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften 0,00 155.246,42
4. Sonstige Vermögensgegenstände 112.292,54 248.317,24
40.056.352,81 32.889.132,43
III. Guthaben bei Kreditinstituten 157.858,87 154.394,09
44.375.234,47 35.462.753,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
46.291.766,38 37.362.349,45
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 640.000,00 640.000,00
II. Nicht gebundene Kapitalrücklage 10.083.193,31 10.083.193,31
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
10.723.193,31 10.723.193,31
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 300.389,26 261.839,47
2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 11.450.476,57 5.237.799,21
11.750.865,83 5.499.638,68
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 14.881.552,59 14.813.910,81
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.146.340,63 1.362.571,07
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.368.071,68 1.969.554,11
4. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 5.309.691,12 2.948.156,27
5. Sonstige Verbindlichkeiten 112.051,22 45.325,20
23.817.707,24 21.139.517,46
46.291.766,38 37.362.349,45

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 42.119.681,30 33.402.244,44
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 20.088.832,45 13.997.511,66
3. Sonstige betriebliche Erträge 235.355,61 208.906,08
62.443.869,36 47.608.662,18
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.285.467,50 -574.943,03
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -47.021.514,22 -38.307.498,08
-48.306.981,72 -38.882.441,11
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.404.297,61 -3.790.107,16
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -850.051,38 -855.175,25
(davon für Altersversorgung: TEUR-73; Vj. TEUR -105 )
-5.254.348,99 -4.645.282,41
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -46.803,96 -79.326,40
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.194.868,48 -2.683.892,03
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 539.085,02 90.602,62
(davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 518.; Vj. EUR T 0 )
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.880,97 -11.799,92
(davon an verbundene Unternehmen: TEUR 10; Vj.TEUR 12 )
523.204,05 78.802,70
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -103.080,50 166,25
11. Ergebnis nach Steuern 2.060.989,76 1.396.689,18
12. Sonstige Steuern -7.312,34 -10.576,00
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -2.053.677,42 -1.386.113,18
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum 31.12.2023

I. Allgemeine Hinweise

Die BB Government Services GmbH hat ihren Sitz in Kaiserslautern und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kaiserslautern unter der Handelsregisternummer HRB 32330 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss der BB Government Services GmbH, Kaiserslautern, wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB wurden Posten hinzugefügt und gemäß § 265 Abs. 6 HGB wurden Bezeichnungen angepasst.

Zur Verbesserung der Klarheit in der Darstellung erfolgt die Angabe der Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und der davon Vermerke im Anhang.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen im Jahr des Zugangs zeitanteilig. Es werden, sofern notwendig, außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Bei den Abschreibungen des Sachanlagenvermögen liegt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Technischen Anlagen und Maschinen bei 2 bis 11 Jahren und der Betriebs- und Geschäftsausstattung bei 5 bis 23 Jahren.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungswerten bis EUR 250,00 werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt. Vermögengegenstände deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 250,00 und unter EUR 800,00 liegen, werden aktiviert und im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen erst bei voraussichtlich dauernder Wertminderung.

Die Vorräte werden zu Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Nicht abgerechnete Bauten werden mit dem Teil der Herstellungskosten, der in direktem Zusammenhang mit der Leistungserstellung auf den Baustellen entstanden ist, bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den nicht abgerechneten Bauten abgesetzt. Soweit die vereinnahmten Anzahlungen den entsprechenden Kostenansatz des jeweiligen Projektes überschreiten, werden sie auf der Passivseite unter "Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" ausgewiesen. Die Gewinnrealisierung erfolgt mit Abnahme der Bauprojekte.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen, geleistete Anzahlungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalbetrag angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen versicherungsmathematisch bewertet. Den Berechnungen liegen die biometrischen Rechnungsgrundlagen "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde. Für die Abzinsung wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB pauschal 1,82 % Zins auf den Gesamtbestand zugrunde gelegt. Für die Pensionsverpflichtungen wurde eine Beitragsdynamik von 2 % berücksichtigt. Die zugrundeliegenden Fluktuationsraten liegen bei 0 %. Die Erfolgswirkung aus einer Änderung des Abzinsungssatzes wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage I) dargestellt.

Anteilsbesitz

Werte nach Local GAAP Währung Beteiligung Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis 31.12.2023
in % in TEUR in TEUR
Ausland
BB Government Services s.r.l., Vicenza (Italien) EUR 100 3.359 429
BB Government Services SPRL, Uccle (Belgien) EUR 100 5.468 865
BBGS Sp. Z o.o., Warschau (Polen) PLN 50 1.421 868
BBGSRO Construction S.R.L. (Rumänien) RON 50 85 -868

An der polnischen Gesellschaft hält die BB Government Services GmbH lediglich einen Anteil von 50% - die andere Hälfte wird durch die polnische PORR S.A. gehalten. Das Stammkapital in lokaler Währung beträgt PLN 100.000,00. Der auf die BB Government Services GmbH entfallende Anteil wird mit EUR 12.129,74 in den Büchern ausgewiesen.

Die rumänische BBGSRO Construction S.R.L. ist eine gemeinsame Beteiligung mit der rumänischen PORR Construct SRL und wurde am 23.12.2021 gegründet. Das Stammkapital, an dem beide Gesellschaften jeweils 50 % halten, beträgt 100.000 rumänische Leu (RON). Die Beteiligung wird in den Büchern der BB Government Services GmbH mit EUR 10.216,17 ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstande

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 929 944
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39.015 31.541
Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften 0 155
Sonstige Vermögensgegenstände 112 248

Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 39.015 besteht in voller Höhe aus Cash-Pool Forderungen gegenüber der PORR GmbH & Co. KGaA als Cash-Poolführerin (TEUR 40.514, Vj.: TEUR 32.731) saldiert mit der Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung an die PORR GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 2.054 (Vj.: TEUR 1.386). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind damit Forderungen in Höhe von TEUR 38.460 gegen Gesellschafter enthalten.

Weiterhin sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen in Höhe von TEUR 555 aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt.

Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften bestehen im laufenden Geschäftsjahr nicht (Vj.: TEUR 155 als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche i.H.v. TEUR 55 (Vj.: TEUR 150) und Gehaltsforderungen i.H.v. TEUR 13 (Vj.: TEUR 14) sowie Debitorische Kreditoren i.H.v. TEUR 42 (Vj.: TEUR 84).

Es bestehen liquide Mittel aus Bankguthaben i.H.v. TEUR 158 (Vj.: TEUR 154).

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt TEUR 640 und ist voll eingezahlt. Die Stammeinlage wird zu 100 % von der PORR GmbH & Co. KGaA GmbH mit Sitz in München gehalten.

Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Rückstellungen für Pensionen 300 262
Sonstige Rückstellungen 11.451 5.238
11.751 5.500

Die Rückstellungen für Pensionen, die nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet und saldiert als passive Vermögensverrechnung ausgewiesen werden, wurden gemäß §253 HGB auf 10 Jahre abgezinst.

Verglichen mit dem Barwert bei einer Abzinsung auf 7 Jahre ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 17 (Vj.: TEUR 27).

31.12.2023 31.12.2022
Barwert / Abzinsung 7 Jahre EUR 951.083 918.609
Barwert / Abzinsung 10 Jahre EUR 934.478 891.242
Unterschiedsbetrag zur Ausschüttung gesperrt EUR 16.605 27.367

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB (Altersversorgungsverpflichtungen inkl. Sterbegeld)

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 942 897
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 741 765
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 642 634
Verrechnete Aufwendungen 32 80
Verrechnete Erträge 5 5

Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände wurde auf Basis des aktuellen Marktpreises ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für noch nicht erhaltene Eingangsrechnungen von Nachunternehmern und Materialaufwendungen von insgesamt TEUR 5.201 (Vj.: TEUR 4.312), Rückstellungen für Schadenbehebung, Pönale, Streitfälle TEUR 3.314 (Vj.: TEUR 100), Rückstellungen für Personal von TEUR 643 (Vj.: TEUR 557) und Rückstellungen für Jubiläumsgelder von TEUR 90 (Vj.: TEUR 78).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten besitzen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber den Tochterunternehmen aus konzerninternen Nachunternehmerleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Argen enthalten wie im Vorjahr Verlustanteile und Verbindlichkeiten von und gegenüber noch nicht abgerechneten Arbeitsgemeinschaften.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 69 (Vj.: TEUR 12), Verbindlichkeiten im Rahmen sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 22 (Vj.: TEUR 17), sowie Lohnverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 21 (Vj.: TEUR 16).

Haftungsverhältnisse

Zum Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 42.120 (Vj.: TEUR 33.402). Inklusive der Bestandsveränderung betragen die Erlöse TEUR 62.209 (Vj.: TEUR 47.400).

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 235 (Vj.: TEUR 209) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus geldwertem Vorteil in Höhe von TEUR 148 (Vj.: TEUR 138), Erträge aus sonstigen Versicherungsentschädigungen TEUR 44 (Vj.: 0) sowie Erträge aus Kursgewinnen TEUR 38 (Vj.: 3).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 7.195 (Vj.: TEUR 2.684) und betreffen überwiegend sonstige Schadensfälle TEUR 3.214 (Vj.: TEUR 100) und die Veränderung von Rückstellungen TEUR 763 (Vj.: TEUR 166), Büroaufwendungen mit TEUR 761 (Vj.: TEUR 453) Verwaltungsaufwendungen mit TEUR 588 (Vj.: TEUR 420), Aufwendungen für Avalprovisionen mit TEUR 546 (Vj.: TEUR 505), Rechts- und Beratungskosten mit TEUR 279 (Vj.: TEUR 308), Aufwendungen für Gebäude und Grundstücke mit TEUR 182 (Vj.: TEUR 186), sowie Aufwendungen für Versicherungsprämien mit TEUR 161 (Vj.: TEUR 190). Aufwendungen aus Kursverlusten betragen im Geschäftsjahr TEUR 6 (Vj.: TEUR 77).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen für 2023 und Folgejahre sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 586 (Vj.: TEUR 229).

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Herr Andreas Ehret (CEO, Staatl. gepr. Bautechniker), Herr Dominik Lembert (CFO, Dipl.-Kaufmann) und Herr Christian Schumacher (COO, Dipl.-Ingenieur).

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter

Ø 2023 Ø 2022 Veränderung
Angestellte 40 40 0
Gewerbliche 7 4 3
47 44 0

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der Porr GmbH und Co. KGaA, München. Sie wird in den Konzernabschluss der PORR AG, Wien, Österreich, einbezogen die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen erstellt. Die Gesellschaft hat deshalb von der Möglichkeit zur Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts gem. § 291 HGB Gebrauch gemacht. Der Konzernabschluss der PORR AG, Wien, wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt und auf deren Homepage www.porr.at veröffentlicht. Der Konzernabschluss der PORR AG wird nach den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt. Wesentliche Unterschiede zur Bilanzierung und Bewertung nach deutschem Handelsrecht sind insbesondere die Realisierung der Auftragserlöse und Kosten von Bauaufträgen nach dem Leistungsfortschritt (IFRS 15), die Bilanzierung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zum beizulegenden Zeitwert (IAS 40), die Pflicht zur Bilanzierung aktiver und passiver latenter Steuern nach der Bilanzdifferenzmethode (IAS 12), die Bilanzierung von Leasingverhältnissen (IFRS 16) sowie die Bewertung von Pensionsverpflichtungen (IAS 19).

Ergebnisverwendung

Am 4. Dezember 2020 wurde mit der PORR GmbH & Co. KGaA als Muttergesellschaft ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.053.677,42 wird entsprechend vollständig an die PORR GmbH & Co. KGaA abgeführt.

VI. Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten.

 

Kaiserslautern, den 31. März 2024

Andreas Ehret, Geschäftsführer

Dominik Lembert, Geschäftsführer

Christian Schumacher, Geschäftsführer

Anlagevermögen 31.12.2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Position Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Umbuchung 2023 Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
2 3 4 5 6
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 210.857,00 0,00 0,00 0,00 210.857,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 210.857,00 0,00 0,00 0,00 210.857,00
II. SACHANLAGEN 256.429,86 63.739,96 60.247,37 0,00 259.922,45
1. Technische Anlagen und Maschinen 14.392,25 1.240,00 0,00 0,00 15.632,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 242.037,61 62.499,96 60.247,37 244.290,20
III. FINANZANLAGEN 1.830.674,91 0,00 0,00 0,00 1.830.674,91
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.830.674,91 0,00 1.830.674,91
ANLAGEVERMÖGEN gesamt 2.297.961,77 63.739,96 60.247,37 0,00 2.301.454,36
Abschreibungen
Position Abschreibungen (kummuliert) 01.01.2023 Abschreibungen 2023 Abgänge 2023 Abschreibungen (kummuliert) 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
7 8 9 10
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 208.257,00 1.733,00 0,00 209.990,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 208.257,00 1.733,00 0,00 209.990,00
II. SACHANLAGEN 190.108,86 45.070,96 60.247,37 174.932,45
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.541,25 502,00 0,00 14.043,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 176.567,61 44.568,96 60.247,37 160.889,20
III. FINANZANLAGEN 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
ANLAGEVERMÖGEN gesamt 398.365,86 46.803,96 60.247,37 384.922,45
Buchwert
Position Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
Euro Euro
11 12
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 867,00 2.600,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 867,00 2.600,00
II. SACHANLAGEN 84.990,00 66.321,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.589,00 851,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.401,00 65.470,00
III. FINANZANLAGEN 1.830.674,91 1.830.674,91
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.830.674,91 1.830.674,91
ANLAGEVERMÖGEN gesamt 1.916.531,91 1.899.595,91

Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Allgemeines

Die BB Government Services GmbH (BBGS GmbH) mit dem Sitz in Kaiserslautern, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Kaiserslautern unter HRB 32330, ist ein Unternehmen im Bereich des U.S.-Direktgeschäfts mit der Konzentration auf Dienstleistungen für Regierungsstellen der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) in Europa mit fest etablierter Plattform. Die Fokussierung bezieht sich auf den Bereich Building Services für diese Kunden. Aufgrund des langfristigen Engagements der U.S. Streitkräfte in ihren bedeutenden Militärbasen in Deutschland, Italien, Polen und den BeNeLux-Ländern hat die BBGS GmbH ein nachhaltiges Geschäftsmodell mit einem klaren strategischen Fokus auf Rahmenverträge und ausgewählte Einzelprojekte.

Gegenstand der Gesellschaft ist im Wesentlichen die Beratung, Planung, Entwicklung, Leitung und Ausführung von Bauleistungen im Hoch-, Tief- und Industriebau, insbesondere für Regierungsdienststellen der Vereinigten Staaten von Amerika.

Die Gesellschaft ist eine 100 %-ige Tochter der PORR GmbH & Co. KGaA mit Sitz in München. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die PORR GmbH & Co. KGaA unterstützt in vollem Umfang die klare strategische Ausrichtung, Dienstleistungen auf höchstem Niveau zu erbringen. Es ist beabsichtigt, das profitable und stabile Geschäft mit Rahmen- und Serviceverträgen mit U.S.-Dienststellen, welches einen Großteil des Leistungsvolumens darstellt, weiter auszubauen. Zusätzlich wird der öffentliche Markt durch die Angebotslegung ausgewählter Einzelprojekte gezielt bearbeitet.

1.2 Allgemeine und bauwirtschaftliche Entwicklung

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2023 um 4,4 % gegen- über dem Vorjahr gesunken. Mit einem Volumen von 102,3 Milliarden Euro lag der Auftragseingang nominal (nicht preisbereinigt) 3,3 % über dem Vorjahresniveau und damit erstmals im dreistelligen Milliardenbereich, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die unterschiedliche Entwicklung von realen und nominalen Werten ist auf die zu Beginn des Jahres deutlich gestiegenen Baupreise zurückzuführen. Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe sank im Vergleich zum Vorjahr real um 3,3 %. Nominal steigerte er sich um 3,5 % und erreichte einen neuen Höchststand von 113,8 Milliarden Euro. Dabei fiel der Wohnungsbau mit 26,6 Milliarden Euro Jahresumsatz am stärksten ins Gewicht, der gewerbliche Hochbau folgte mit 26,0 Milliarden Euro. 1

Für das abgelaufene Jahr 2023 rechnet der ZDB mit einem realen Umsatzrückgang von 5,3 %. Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben per Saldo auch für die Beschäftigung nicht ohne Folgen. Nach ca. 926.700 Beschäftigten in 2022 rechnet der ZDB für 2023 mit ca. 920.000 Beschäftigten. 2

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_068_441.html, abgerufen am 29.02.2024
2 https://www.zdb.de/meldungen/baukonjunktur-2023-2024-zwischen-fachkraeftemangel-und-kurzarbeit-1, abgerufen am 29.02.2024

Wohnungsbau:

Neben den gestiegenen Baupreisen und Lebenshaltungskosten bremsen die Finanzierungsbedingungen die Investoren aus. Für 2023 erwartet der ZDB noch eine Baufertigstellung von 271.000 Wohnungen, für das kommende Jahr hingegen nur noch mit ca. 235.000 Wohnungen. Des Weiteren rechnet der ZDB für 2023 mit einem Umsatzrückgang im Wohnungsbau von 11% im Vergleich zum Vorjahr. 2

Wirtschaftsbau:

Im Wirtschaftsbau zeigt sich eine zweigeteilte Entwicklung. Der Wirtschaftshochbau wird durch die Zinsentwicklung und die Energiepreise deutlich eingebremst. Die Nachfrage bleibt insgesamt schwach gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand und seine Reichweite haben zudem gegenüber dem Vorjahr abgenommen.

Im Wirtschaftstiefbau hat es hingegen deutliche Impulse gegeben. Hier kommen Projekte der Mobilitätswende und der Energiewende an den Markt. Auch die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Somit stehen die Order im Wirtschaftstiefbau kumulativ per September nominal um fast 30 % im Plus.

Der Wirtschaftsbau erreicht 2023 einen Umsatz von ca. 59,6 Mrd. Euro, real ein Rückgang um 2 %. 2

Öffentlicher Bau:

Für 2023 rechnet der Verband im öffentlichen Hochbau mit einem Umsatz bei gut 9 Mrd. Euro, real ein Plus von knapp 4 %. Für den öffentlichen Tiefbau wird mit einem Umsatz von 35 Mrd. Euro gerechnet, real ein Rückgang um gut knapp 3 %. Damit erreicht der öffentliche Bau 2023 gut 44 Mrd. Euro, real ein Rückgang um 2 %. 2

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Der Geschäftsverlauf in 2023 übertraf die Erwartungen, da die laufenden Projekte zügiger abgewickelt wurden als geplant. In den Niederlanden wurden Projekte, die im Vorjahr von den Behörden noch gestoppt waren, zur Ausführung freigegeben; in Belgien konnten bei 9 gleichartigen Lagerhäusern zunehmend Lerneffekte bei der Abarbeitung umgesetzt werden, in Deutschland wurden insbesondere bei den JOC und MACC-Rahmenverträgen eine Vielzahl von kleineren und mittleren Projekten umgesetzt.

3. Ertragslage

Der Umsatz im Jahr 2023 betrug TEUR 42.120 (Vj.: TEUR 33.402). Im Geschäftsjahr wurden mehrere größere Projekte abgerechnet. Die Bauleistung (als bedeutsamster Leistungsindikator) betrug TEUR 62.209 (Vj.: TEUR 47.400). Die deutlich gegenüber der Planung gesteigerte Leistung beruht auf der Wiederaufnahme der Projekte in den Niederlanden und im Abarbeiten einer Vielzahl von kleineren und mittleren Projekten in den JOC- und MACC-Verträgen. Dies beruhte auf dem guten Auftragsbestand des Vorjahres, sowohl in Deutschland als auch in den Benelux-Staaten. Die Projekte in Benelux sind an die deutsche Firma beauftragt, die Verbuchung der Projekte in Belgien geschieht überwiegend in Belgien und der Projekte in den Niederlanden überwiegend in Deutschland. Die Gesamtleistung in Höhe von TEUR 62.444 (Vj.: TEUR 47.609) konnte um 31,2 % gesteigert werden.

Andere, nicht finanzielle Leistungsindikatoren, werden zur Steuerung des Unternehmens nicht verwendet.

2 https://www.zdb.de/meldungen/baukonjunktur-2023-2024-zwischen-fachkraeftemangel-und-kurzarbeit-1, abgerufen am 29.02.2024

Der Materialaufwand und der Aufwand für bezogene Leistungen haben sich im Jahr 2023 analog zur Entwicklung der Gesamtleistung und bedingt durch den Preisanstieg in der Materialwirtschaft und den bezogenen Leistungen um 24,2 % erhöht und betrugen TEUR 48.307 (Vj .: TEUR 38.882).

Die Personalkosten sind im Jahr 2023 um 13,1 % angestiegen und betrugen im Geschäftsjahr TEUR 5.254 (Vj.: TEUR 4.645). Die Erhöhung kommt hauptsächlich aus dem Bereich der Lohn- und Gehaltsteigerungen in Höhe von TEUR 614.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind, im Vergleich zum Vorjahr um 168,1 %, auf TEUR 7.195 (Vj.: TEUR 2.684) gestiegen. Insbesondere sind die Schadensfälle aufgrund der in den Verträgen mit dem US Government vereinbarten möglichen Vertragsstrafen auf TEUR 3.214 (Vj.: TEUR 100) angestiegen sowie die Büroaufwendungen TEUR 761 (Vj.: TEUR 453).Der Anstieg der Bürokosten kommt überwiegend aus dem IT-Bereich und ist darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2023 IT- Nutzerpauschalen in einem größeren Umfang abgerechnet wurden, als dass es im Vorjahr der Fall war.

Das Finanzergebnis hat sich um TEUR +444 auf TEUR 523 (Vj.: TEUR 79) verbessert. Die Verzinsung des Cashpool-Guthabens, als einzige wesentliche Finanzposition des Unternehmens, richtet sich grds. nach der Cash-Pool Vereinbarung und dem dort vereinbarten Zinssatz. Dieser wird anhand von anerkannten Preisvergleichsmethoden ermittelt und entsprechend wurden im Gegensatz zum Jahr 2022 in 2023 wieder Haben-Zinsen gutgeschrieben.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug am 31. Dezember 2023 TEUR 46.292, das Eigenkapital TEUR 10.723 (dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 23,2 %). Im Vorjahr hatte die Gesellschaft eine Bilanzsumme von TEUR 37.362 und ein Eigenkapital von TEUR 10.723 (EK-Quote 28,7 %).

Die signifikante Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 23,7% ist im Wesentlichen dem Anstieg der Cash-Pool-Forderungen gegenüber der PORR GmbH & Co. KGaA geschuldet.

Die italienische Tochtergesellschaft der BB Government Services GmbH, die BB Government Services SRL (BBGS S.r.l.), hat im Jahr 2023 ein positives Ergebnis in Höhe von TEUR 429 (Vj.: TEUR 733) erzielt. Das Ergebnis liegt innerhalb der Erwartungen und setzt den Trend der Vorjahre fort, nachdem im Vergleichszeitraum 2022 ein außerordentlich gutes Ergebnis erzielt werden konnte.

Die im Jahre 2018 gegründete Tochtergesellschaft BBGS sprl in Belgien, welche die Aufträge in Benelux abarbeiten soll, hat sich weiter positiv entwickelt und stützt die weitere Entwicklung der Firma. Das Jahr 2023 wird mit einem positiven Ergebnis in Höhe von TEUR 865 (Vj.: TEUR 2.128), unter Berücksichtigung einer Risikovorsorge von TEUR 2.950 für ein Projekt und einem nach Deutschland verrechneten Profit Split von TEUR 1.461, geschlossen. Die Projekte in den Niederlanden mit einer Leistung von TEUR 9.436 und einem positiven Ergebnis von TEUR 1.467 sind, außer den Personalkosten der belgischen Firma, in der deutschen Firma verbucht.

Auch die im Jahr 2019 gegründete Tochtergesellschaft BBGS spzo.o. in Polen entwickelt sich stabil positiv. Im Jahr 2023 wurde ein Ergebnis in Höhe von PLN 868.154 erwirtschaftet.

Ende 2021 wurde die rumänische Tochtergesellschaft BBGSRO Construction S.R.L. gegründet, an der die BBGS einen Anteil von 50 % hält. Der Anteil wird mit EUR 10.216,17 im Anlagevermögen aufgeführt. Die Gesellschaft befindet sich noch in der Anlaufphase und hat durch die damit verbundenen hohen Anlaufkosten im Verwaltungsbereich im Jahr 2023 einen Fehlbetrag in Höhe von insgesamt -867.862 RON (rumänische LEU) erlitten. Alle Tochtergesellschaften dienen der strategischen Ausrichtung der BB Government Services GmbH - etwaige Anfangsverluste sind im Kalkül mitberücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten haben sich in Summe gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,7 Mio. erhöht und stehen mit TEUR 23.818 (Vj.: TEUR 21.140) in den Büchern. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber ARGEN zurückzuführen, die per 31.12.2023 TEUR 5.310 betrugen und sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.362 erhöht haben. Bei den erhaltenen Anzahlungen handelt es sich im Wesentlichen um die Anzahlungen für zwei im Bau befindliche Projekte in Höhe von TEUR 14.882 (Vj.: TEUR 14.814).

Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der PORR GmbH & Co. KGaA. Das Jahresergebnis in Höhe von EUR 2.053.677,42 wird komplett abgeführt, das Eigenkapital ist daher im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme sinkt die Eigenkapitalquote von 28,7 % auf 23,2 %.

Die betriebliche Altersversorgung ist durch einen Treuhandsfonds gedeckt, welcher sich in den Jahren 2020 bis 2022 nicht zufriedenstellend entwickelt hat. Jedoch hat sich im Jahr 2023 die verhalten optimistische Prognose bestätigt und der Fonds konnte eine deutlich positive Wertentwicklung erfahren.

5. Finanzlage

Die BBGS GmbH hat mit der PORR GmbH & Co. KGaA einen Cash-Pooling Vertrag abgeschlossen. Der Anteil an den liquiden Mitteln der BBGS GmbH am Cash-Pool betrug am 31. Dezember 2023 TEUR 40.514 und ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurde die Verbindlichkeit aus Gewinnabführung gegenüber der Porr GmbH & Co. KGaA saldiert. Der Bankbestand lag zum 31. Dezember 2023 bei TEUR 158. Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds der Gesellschaft im Berichtsjahr damit um TEUR 7.787 auf TEUR 40.672 erhöht.

Auch wird ein Teil der Finanzierung durch erhaltene Anzahlungen der Kunden sichergestellt TEUR 14.882 (Vj.: 14.814).

Die Finanzlage der Gesellschaft ist als sehr stabil zu bezeichnen.

Es wird sehr darauf geachtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Fristen zu begleichen, da die Gesellschaft durch Prompt-Payment-Vereinbarungen mit dem Auftraggeber dazu verpflichtet ist, Nachunternehmerverbindlichkeiten kurzfristig nach Rechnungserhalt zu begleichen.

6. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Allgemeine Risiken

Generell sind Bauprojekte immer risikobehaftet. Schwierigkeiten und unvorhergesehene Probleme sind bei jedem Bauprojekt möglich. Ein Schwerpunkt der Risikovorsorge bei BBGS liegt in der gezielten Auswahl von Projekten, bei der Erkennung und Berücksichtigung von möglichen Risiken in der Angebotsphase und bei der sorgfältigen Planung der Bauarbeiten.

Das Risikomanagement der BBGS GmbH zielt darauf ab, dass notwendige organisatorische Prozesse, mithilfe derer Risiken frühzeitig erkannt werden können, sowie Maßnahmen zur Gegensteuerung weiterzuentwickeln bzw. zu implementieren.

Nachfolgend werden die für die BBGS GmbH wesentlichen bekannten Risiken aufgelistet, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können.

Wie in den Vorjahren generieren wir den größten Umsatzanteil mit unserem Hauptkunden im Bereich U.S.-Direktgeschäft. Derzeit rechnen wir mit insgesamt gleichbleibenden Budgets in Deutschland und Europa, da die Investitionsentscheidungen im US Militär langfristig getroffen sind und auch nicht durch die Wahl in den USA beeinflusst werden. Die weltpolitische Entwicklung gilt es aber weiterhin zu beobachten, da dies Auswirkungen auf den Einsatz der Regierungsstellen der USA in Europa haben kann und sich daraus folgernd auf die Auftragslage, die Personalauslastung und auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirkt.

In diesem Zusammenhang ist das für diesen Hauptkunden spezifisch erforderliche Know-how auf einen eingeschränkten Personenkreis unseres Personalstammes gebündelt. Der Ausfall mehrerer Schlüsselpersonen könnte ein Risiko darstellen, dem durch gezielte Fortbildungen weiterer Mitarbeiter entgegengewirkt wird.

Compliance

Die Relevanz von Compliance hat in den vergangenen Jahren aufgrund der steigenden Komplexität von regulatorischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen stark zugenommen. Compliance relevante Verstöße können sowohl zivil- als auch strafrechtliche Folgen mit sich bringen als auch zu einem Imageschaden für die Gesellschaft führen. Die PORR-Gruppe hat hierfür ein Compliance- Managementsystem entwickelt, das alle relevanten Aspekte von Compliance umfasst. Darüber hinaus gewährleistet der gruppenweit verpflichtete Code of Conduct für Beschäftigte sowie jener für Geschäftspartner die Einhaltung firmeninterner ethischer Standards.

Insgesamt sehen wir keine besonderen Risiken in der zukünftigen Entwicklung, die über die allgemeinen Geschäftsrisiken der Branche hinausgehen. Es liegen keine wesentlichen Preisänderungs-, Liquiditäts- und Ausfallrisiken vor.

Entsprechend sieht die Geschäftsführung derzeit keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Chancenbericht

Allgemeine Chancen

Die Krise in der Ukraine hat bisher kaum Auswirkungen auf unser Geschäft. Mittelfristig kann die veränderte Lage aber auch zu zusätzlichen Projekten in den Anrainerstaaten zur Ukraine (Polen, Rumänien) führen, da mehr militärische Installationen benötigt werden.

Die Personalstruktur und Entwicklung der Mitarbeiter entspricht den betrieblichen Erfordernissen. Eigene Stärken, wie die fundierte Erfahrung im Umgang mit U.S.- Dienststellen, stehen weiter im Vordergrund. Das Fundament für den Erfolg in der Vergangenheit und in der Zukunft ist der Erfahrungsschatz und das Know-how der Mitarbeiter. Die Zusammenarbeit mit dem Kunden erfordert fortlaufende Schulungen der gesamten Belegschaft zur qualifizierten Erfüllung der kundenspezifischen Anforderungen. Die Mitarbeiter sind speziell in U.S.-spezifischen Regularien geschult und haben wesentliche U.S.-spezifische Erfahrungen und ein technisch nachhaltiges Know-how. Um das Geschäft weiter voranzutreiben, ist es wesentlich, dass das Personal kontinuierlich seine Fähigkeiten weiter ausbaut. Um dieses Ziel zu erreichen, werden laufend Trainings "on-the-job" und spezifische Fortbildungen ausgewählt und durchgeführt. Die Fortbildungsschwerpunkte liegen im Bereich OSHA (Occupational Safety and Health Administration) und Quality Control, die den Anforderungen unserer US-Auftraggeber Rechnung tragen.

Digitalisierung

Digitalisierung und hierbei insbesondere der forcierte Einsatz von Digitalisierungstechnologien ist ein Baustein des PORR Zukunftsprogramms 2025. Dabei sollen Digitalisierungsprojekte entlang der Bau- Wertschöpfungskette und neue, datenbasierte Geschäftsmodelle neue Marktpotentiale erschließen.

7. Prognosebericht

1. Ausblick auf die Entwicklung der Baubranche

2023 gab es im Bauhauptgewerbe einen realen Umsatzrückgang von etwa 5,5 Prozent. Die BAUINDUSTRIE erwartet für 2024 einen weiteren Rückgang um rund 3,5 Prozent. Die Zahl der jahresdurchschnittlich Beschäftigten im Bauhauptgewerbe hat im Vorjahr bei etwa 927.000 stagniert, für 2024 wird ein Rückgang um etwa 10.000 Beschäftigte erwartet.

Wohnungsbau

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ging im Jahresverlauf 2023 der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden gegenüber dem Vorjahreswert von 15,1 auf 4,3 % zurück. Im Rohbau, der vom Bauhauptgewerbe erbracht wird, waren es zum Jahresende nur noch plus 1,5 %. Für das neue Jahr geht die BAUINDUSTRIE - wie auch die Wirtschaftsforschungsinstitute - von einem Preisrückgang aus. Das Bauhauptgewerbe, dass sich vor allem auf den Wohnungsneubau konzentriert, muss einen erneuten Einbruch hinnehmen. Wir erwarten, dass die realen Umsätze in dieser Sparte 2023 gegenüber dem Vorjahr um etwa real 12 % zurückgegangen sind, für 2024 wird mit einer Abnahme in gleicher Höhe gerechnet. Im vergangenen Jahr dürften 270.000 Wohnungen fertiggestellt worden sein, für das neue Jahr ist ein Rückgang in Richtung 235.000 Einheiten zu erwarten.

Wirtschaftsbau

Mit Abstand größter Investor im Wirtschaftstiefbau ist die Deutsche Bahn AG. Für diese stellte der Bund im Verkehrsetat 2023 etwa 8 Milliarden Euro für Investitionen in Neubau und Instandhaltung des Schienennetzes zur Verfügung. 2024 sollen es 10,8 Milliarden Euro sein. Hinzu kommen weitere 4,9 Mrd. Euro an die DB für eine Eigenkapitalaufstockung.

Der gute Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau dürfte auch auf Investitionen der Ver- und Entsorger zurückzuführen sein. Diese werden in der Regel über Gebühreneinnahmen finanziert und haben damit ein solides Fundament. Angesichts der aktuellen Probleme bei der Versorgung von Wirtschaft und Verbrauchern mit Energie dürften zukünftig auch erhebliche Investitionen in neue Stromtrassen zu erwarten sein.

Die nominalen Baugenehmigungen im Wirtschaftshochbau (veranschlagte Baukosten) gingen von Januar bis November 2023 um 8,4 % zurück, real um etwa 15 %. Wie im Wohnungsbau werden aber noch in erheblichem Umfang laufende Bauprojekte abgewickelt. In den ersten elf Monaten 2023 stieg der reale Auftragseingang im gesamten Wirtschaftsbau um etwa 5 %.

Insgesamt dürften die realen Umsätze des Bauhauptgewerbes im Wirtschaftsbau 2023 leicht um 1 % zurückgegangen sein. Für das laufende Jahr erwarten wir ein preisbereinigtes Wachstum von 2 %. Einem leichten Rückgang im Hochbau steht ein deutlicheres Wachstum im Wirtschaftstiefbau - auch auf Grund von größeren Einzelaufträgen der Deutschen Bahn und der Stromversorger - gegenüber.

Öffentlicher Bau

Die Bautätigkeit des Bundes konzentriert sich auf den Tiefbau. Werden die Investitionszuschüsse an die Deutsche Bahn AG herausgerechnet (deren Investitionen dem Wirtschaftsbau zugerechnet werden), stellt der Bund 2024 für Investitionen in die Bundesfernstraßen, die Bundeswasserstraßen und den kombinierten Verkehr mit 10,2 Milliarden Euro nominal etwa 4 % mehr zur Verfügung als 2023. Nach einigen Jahren der Haushaltsüberschüsse ist spätestens seit dem Corona-Jahr 2020 die finanzielle Kehrtwende im öffentlichen Bereich eingetreten. Bund, Länder und Gemeinden müssen zur Finanzierung ihrer Ausgaben wieder in erheblichem Umfang Kredite am Kapitalmarkt aufnehmen. Die Umlaufsrendite für öffentliche Wertpapiere ist von minus 0,1 Prozent im Januar 2022 auf 2,3 Prozent im Dezember 2023 gestiegen. Zum Problem für die öffentliche Investitionstätigkeit dürfte sich daher die Zinswende entwickeln, weil die Mehrausgaben die Haushaltsspielräume einengen. Trotz unabweisbarer Investitionsbedürfnisse in nahezu allen Baubereichen und auf allen Gebietskörperschaftsebenen ist 2023 der reale Umsatz im Öffentlichen Bau um 2 % zurückgegangen, im laufenden Jahr ist mit einem leichten Wachstum von 1,0 % zu rechnen.

Alles in allem bedeutet dies für das gesamte deutsche Bauhauptgewerbe im Jahr 2023 einen realen Umsatzrückgang von 5,5 %. Die nominalen Umsätze erreichten einen Wert von etwa 163 Mrd. Euro. Im laufenden Jahr wird sich der reale Umsatzrückgang auf 3,5 % abschwächen. Dies liegt auch an den Baupreisen. Legten diese im Vorjahr um etwa 7 % zu, erwarten wir für 2024 einen Rückgang um 1 %.

Trotz der schwachen Baukonjunktur haben die Unternehmen des Bauhauptgewerbes 2023 die Zahl ihrer Beschäftigten (im Jahresdurchschnitt) im Vergleich zum Vorjahr auf ca 920.000 gehalten. Gegenüber dem zwischenzeitlichen Tiefpunkt im Jahr 2009 ist dies ein Beschäftigungsplus von 31,5 %, das Bauhauptgewerbe hat damit zur äußerst positiven Entwicklung auf dem deutschen Arbeits-markt beigetragen. Wegen der negativen Konjunkturprognose gehen wir aber davon aus, dass das Bauhauptgewerbe im laufenden Jahr die Zahl der Beschäftigten - erstmals seit 2008 - reduzieren wird, und zwar um 1 % bzw. um 10.000 Personen auf 917.000. Aufgrund des Nachfrageeinbruchs - insbesondere im Wohnungsbau - planen immer mehr Bauunternehmen, in den kommenden Monaten Personal abzubauen. So erwartete im Rahmen der eigenen BAUINDUSTRIE-Umfrage, welche Mitte Dezember 2023 durchgeführt wurde, nahezu jeder dritte Befragte für 2024 einen Beschäftigtenrückgang im eigenen Unternehmen. 3

2. Ausblick auf die Entwicklung der Gesellschaft

Es ist davon auszugehen, dass Europa von strategischer Bedeutung für U.S.-Streitkräfte bleibt und der Kunde (US Militär, sowie verbundene Dienststellen und NATO-Einheiten) eine langfristige Bindung an Stützpunkte insbesondere in Deutschland plant. Durch aktuelle politische Entwicklungen im Osten und Nahen Osten wird die Wichtigkeit dieser Standorte für die U.S.-Regierung unterstrichen. Weiterhin soll das Geschäft mit den US-Streitkräften in Benelux konsolidiert werden und die sich bietenden Chancen auf dem polnischen und dem rumänischen Markt mit den neu gegründeten Tochterfirmen genutzt werden.

Im Laufe des nächsten Jahres stehen wieder verschiedene größere Projekte zur Vergabe an, aktuell beträgt der Auftragsbestand rd. TEUR 72.800 (Vj.: TEUR 65.005). Die Preise am Beschaffungsmarkt sind gestiegen. Eine wettbewerbsfähige Preisbildung ist aufgrund langjähriger Geschäftsbeziehungen zu Nachunternehmern weiterhin gegeben.

Durch die strategische Ausrichtung der Gesellschaft und die Einbindung in die PORR-Gruppe wurde die Grundlage für profitables Wachstum geschaffen. Die BBGS GmbH erwartet für das Geschäftsjahr 2024 eine Bauleistung zwischen TEUR 50.800 und TEUR 55.000 sowie einen leichten positiven Anstieg des Ergebnisses für das kommende Jahr. Prognosen des Geschäftsverlaufs sind immer mit Unsicherheiten behaftet und die tatsächlichen Ergebnisse können daher hiervon abweichen. Der limitierende Faktor für darüber hinaus gehendes weiteres Wachstum ist die Verfügbarkeit von geschultem Personal, das den hohen Qualitätsstandards für US-Anforderungen gerecht wird.

3 https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/auf-den-punkt-gebracht/baukonjunkturelle-lage-weitererumsatzrueckgang-fuer-2024, abgerufen am 29.02.2024

 

Kaiserslautern den 31. März 2024

BB Government Services GmbH

Andreas Ehret, Geschäftsführer

Dominik Lembert, Geschäftsführer

Christian Schumacher, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BB Government Services GmbH, Kaiserslautern

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der BB Government Services GmbH, Kaiserslautern - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BB Government Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 4. Juni 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Braunschläger, Wirtschaftsprüfer

Werner, Wirtschaftsprüfer

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