Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 71614
Eingetragen
22.9.2004
Branche
Herstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und PappeHerstellung von Büro- oder Schulartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Schreibgeräten aller Art, Werbeartikeln und Büroartikeln sowie die Beteiligung an gleichartigen Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank den Daas
seit 25.4.2025
Geschäftsführer
Volker Ihrig
seit 19.12.2014
Prokura
Arno Heinz Ritter
seit 22.9.2006
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ritter Holding National GmbH i.G.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Ritter Holding National GmbH i.G.
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RITTER - PEN GmbH

Brensbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Festgestellt am 30.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

RITTER-PEN GMBH, BRENSBACH

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.020.042,69 1.595,5
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.580,00 20,0
II. Sachanlagen 1.670.333,08 1.244,3
III. Finanzanlagen 334.129,61 331,2
B. UMLAUFVERMÖGEN 4.582.192,36 4.708,3
I. Vorräte 2.627.438,12 2.463,3
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 618.998,42 612,6
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 142.693,34 (Vorjahr: TEUR 135,2)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.335.755,82 1.632,4
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 43.720,81 13,2
6.645.955,86 6.317,0

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. EIGENKAPITAL 3.254.621,21 3.382,6
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25,0
II. Kapitalrücklage 4.151.548,36 4.151,5
III. Verlustvortrag vor Verwendung -793.953,82 -914,9
IV. Jahresfehlbetrag (im Vorjahr: Jahresüberschuss) -127.973,33 121,0
B. RÜCKSTELLUNGEN 291.350,35 343,7
C. VERBINDLICHKEITEN 3.099.984,30 2.590,7
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: EUR 530.198,03 (Vorjahr: TEUR 174,3)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 485.524,57 (Vorjahr: TEUR 321,9)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern: EUR 3.570,00 (Vorjahr: TEUR 3,5)
6.645.955,86 6.317,0

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

RITTER-PEN GMBH, BRENSBACH

2022
EUR
2021
TEUR
1. Rohergebnis 6.322.963,70 5.601,9
2. Personalaufwand 4.199.936,35 3.484,8
a) Löhne und Gehälter 3.441.372,00 2.864,0
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 758.564,35 620,8
3. Abschreibungen 296.323,79 385,8
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.971.834,26 1.549,9
5. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 3.614,14 1,1
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.137,18 8,3
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.830,53 7,8
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -24.355,38 49,0
9. Ergebnis nach Steuern -114.854,53 134,0
10. Sonstige Steuern 13.118,80 13,0
11. Jahresfehlbetrag (im Vorjahr: Jahresüberschuss) -127.973,33 121,0

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

RITTER-PEN GmbH, Brensbach

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Ritter-Pen GmbH für das Geschäftsjahr 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Ritter Pen GmbH ist eine beim Amtsgericht Darmstadt unter der Registernummer HRB 71614 eingetragene Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in der Waldstr. 41, 64395 Brensbach.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag nach den Bestimmungen des § 267 Abs. 2 HGB die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um angemessene planmäßige Abschreibungen bewertet.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bei Software beträgt drei Jahre. Der erworbene Kundenstamm wird über fünfzehn Jahre abgeschrieben. Die übrigen erworbenen immateriellen Rechte haben eine Nutzungsdauer von fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgt zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Stichtagswert unter Berücksichtigung von Gängigkeitsabschlägen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist im Anlagenspiegel (Anlage 3a) dargestellt, der Bestandteil des Anhangs ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 142.693,34 und bestehen gegenüber der Gesellschafterin Ritter Holding National GmbH, Brensbach.

3. Rückstellungen

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Personalbezogene Rückstellungen 126 108
Verkaufsbezogene Rückstellungen
Gewährleistungen 2 2
Kundenboni 12 6
14 8
Andere Rückstellungen
ausstehende Rechnungen 66 0
Jahresabschlusserstellung und -prüfung 48 39
Archivierungsaufwendungen 13 13
unterlassene Instandhaltung 2 0
129 52
269 168

4. Verbindlichkeiten

31.12.2022
TEUR
< 1 Jahr
TEUR
>1 Jahr
TEUR
davon > 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 530,2 127,4 331,4 71,4
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 51,1 51,1 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 499,4 499,4 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 485,5 485,5 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3,6 3,6 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.530,2 301,4 1.228,8 1.228,8
31.12.2022 3.100,0 1.468,4 1.560,2 1.300,2
31.12.2021 2.590,5 1.214,8 112,8 1.262,9

Als Sicherheit für bestehende Bankdarlehen, die zum 31.12.2022 einen Saldo von TEUR 141 aufweisen, bestehen Sicherungsübereignungen zugunsten der Sparkasse Odenwaldkreis für zwei Fräsmaschinen. Zur Sicherung des Darlehens zur Finanzierung einer Photovoltaik-Anlage wurden die gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen aus der monatlichen Abrechnung für die Stromeinspeisung aus der Photovoltaik-Anlage gemäß Vertrag mit der Interconnector GmbH, Karlsruhe, an die Sparkasse Odenwaldkreis abgetreten.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufwendungen für Altersversorgung

In den sozialen Abgaben sind TEUR 58,9 (Vorjahr: TEUR 65,0) Aufwendungen für Altersversorgung enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt: 101 Mitarbeiter (davon 53 Arbeiter, 34 Angestellte und 14 Heimarbeiter; Vorjahr 105 Mitarbeiter).

2. Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 an:

Herr Arno Ritter, Kaufmann, Brensbach

Herr Jürgen Heinrich Riedel, Industriekaufmann, Darmstadt-Eberstadt

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

3. Finanzielle Verpflichtungen

Aus am 31.12.2022 bestehenden Mietverträgen bestehen Verpflichtungen von TEUR 276 p.a. gegenüber verbundenen Unternehmen.

2023
TEUR
2024
TEUR
2025
TEUR
2026
TEUR
2027
TEUR
Miete 255,0 276,0 276,0 276,0 276,0
Kfz-Leasing 46,0 9,5 0,0 0,0 0,0
EDV-Wartung 51,8 0,0 0,0 0,0 0,0
Fahrrad-Leasing 9,9 6,7 3,4 0,0 0,0
362,7 292,2 279,4 276,0 276,0

Die Mietverpflichtungen betreffen die Miete für das angemietete Verwaltungs- und Betriebsgelände.

In dem Betrag für die Mietzahlungen in 2023 ist ein Forderungsverzicht des Vermieters für die Monate Januar bis März 2023 berücksichtigt. Dieser Forderungsverzicht in Höhe von TEUR 21 lebt wieder auf, wenn in Wirtschaftsjahren nach 2024 ein Jahresüberschuss erzielt wird.

Auch für 2020, 2021 und 2022 hat der Vermieter auf einen Teil der Miete verzichtet. Diese Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 246 leben ebenfalls wieder auf, wenn in Geschäftsjahren nach 2024 ein Jahresüberschuss erzielt wird.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Ausgehend von einem Jahresfehlbetrag von EUR 127.973,33 ergibt sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 121.748 ein Bilanzverlust von EUR 921.927,15 der auf neue Rechnung vorgetragen wird.

5. Erleichterungen gemäß § 288 HGB

Von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

 

Brensbach, den 29. Dezember 2023

RITTER-PEN GmbH

gez. Arno Ritter, Geschäftsführer

gez. Jürgen Heinrich Riedel, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 236.324,28 0,00 0,00 0,00 236.324,28
236.324,28 0,00 0,00 0,00 236.324,28
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 437.281,64 7.698,39 0,00 30.581,20 414.398,83
Technische Anlagen und Maschinen 8.043.416,99 468.879,04 30.401,53 247.716,97 8.294.980,59
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.315.337,18 55.703,85 50.022,98 89.415,53 1.331.648,48
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 143.527,08 195.719,01 -80.424,51 0,00 258.821,58
9.939.562,89 728.000,29 0,00 367.713,70 10.299.849,48
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 150,00 0,00 0,00 0,00 150,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 338.116,04 2.946,90 0,00 0,00 341.062,94
338.266,04 2.946,90 0,00 0,00 341.212,94
10.514.153,21 730.947,19 0,00 367.713,70 10.877.386,70
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 216.371,28 4.373,00 0,00 220.744,28
216.371,28 4.373,00 0,00 220.744,28
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 286.100,64 7.809,39 30.580,70 263.329,33
Technische Anlagen und Maschinen 7.274.862,99 226.373,57 247.710,97 7.253.525,59
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.134.290,03 57.767,83 79.396,38 1.112.661,48
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.695.253,66 291.950,79 357.688,05 8.629.516,40
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 7.083,33 0,00 0,00 7.083,33
7.083,33 0,00 0,00 7.083,33
8.918.708,27 296.323,79 357.688,05 8.857.344,01
NETTOBUCHWERTE
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.580,00 19.953,00
15.580,00 19.953,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 151.069,50 151.181,00
Technische Anlagen und Maschinen 1.041.455,00 768.554,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 218.987,00 181.047,15
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 258.821,58 143.527,08
1.670.333,08 1.244.309,23
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 150,00 150,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 333.979,61 331.032,71
334.129,61 331.182,71
2.020.042,69 1.595.444,94

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

RITTER-PEN GmbH, Brensbach

Geschäftsmodell und Organisation

Ritter Pen ist Hersteller von Werbekugelschreibern. Die Wertschöpfungskette reicht vom Kunststoff-Granulat bis zum kundenspezifisch gestalteten und bedruckten Schreibgerät.

Das eigens gestaltete Design wird im hausinternen Werkzeugbau in hoch bestückten Spritzgießformen umgesetzt. In den Abteilungen Spritzerei, Montage und Druck entsteht der fertige Kugelschreiber nach Kundenwunsch. Um die vom Markt geforderten, immer schnelleren Liefertermine zu erreichen, ist ein hoher Lagerbestand an Kugelschreiber-Teilen notwendig.

Bezogen werden z.B. Metallteile und eine Zweitlinie.

Der Vertrieb erfolgt über den Werbemittel-Fachhandel mit Schwerpunkt Deutschland / Europa, aber auch weltweit. Der Kundenstamm umfasst eine Vielzahl von kleinen Abnehmern und einige Großabnehmer.

Wirtschaftsbericht

Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage

Durch die Corona-Krise sind die inländischen Umsätze mit Werbeartikeln 2020 gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,75 Mrd. auf EUR 2,9 Mrd. eingebrochen. In 2021 erfolgen ein weiterer Rückgang auf EUR 2,65 Mrd. 2022 liegen die Umsätze immer noch mit EUR 2,8 Mrd bei nur ca. 77% des Jahres 2019; es ist jedoch erstmals nach dem Krisenjahr eine positive Entwicklung festzustellen (Quelle: Werbeartikel Monitor 2022 vom Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft (gww.de). Diese Entwicklung lässt die zwischenzeitlich sehr hohe Inflation allerdings noch unberücksichtigt. Der Markt bleibt also schwierig und erholt sich nur langsam von dem Umsatzeinbruch in 2020.

Die gesamtwirtschaftliche Lage bleibt auch nach Corona durch den Ausbruch des Krieges zwischen der Ukraine und Russland schwierig. Die hohe Inflation zwingt Unternehmen zu Sparmaßnahmen, die auch die Werbeetats betreffen.

Die niedrigere Nachfrage führt zu einer Wettbewerbsverschärfung.

Der Druck auf die Margen hält auch in 2022 an, obwohl die Inflation zurückgegangen ist. Die Preise auf der Lieferantenseite steigen weiter.

Das Umfeld für Kugelschreiber bleibt schwierig. Billiganbieter und Kopien aus China torpedieren nach wie vor die Wertigkeit eines Kunststoffkugelschreibers. Als Antwort auf Kopierer pflegt Ritter Pen den Geschmacksmusterschutz europa- bzw. weltweit.

Ritter Pen begegnet der Branchensituation mit konsequent hochwertiger Qualität. Dies kann durch die kontrollierte Produktion im eigenen Standort gewährleistet werden.

Absatz

Im Jahre 2022 sind die Umsätze um rd. 23% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Für 2023 erwarten wir erneut einen vergleichbaren Anstieg.

Produktion

Regelmäßige Investitionen in den Kernkompetenzen Werkzeugbau, Spritzguss und Druckveredelung sichern die Konkurrenzfähigkeit. In 2022 wurde eine Photovoltaikanlage zur Stromversorgung der Produktion in Betrieb genommen. 2023 wurden eine Spritzmaschine unter Inanspruchnahme von Fördergeldern angeschafft.

Beschaffung

Im Rohmaterialbereich arbeiten wir seit Jahren mit verlässlichen Partnern. Auch in 2022 blieb es bei teilweise sehr langen Lieferzeiten. Zudem wurden signifikante Preiserhöhungen bei mehreren Lieferanten festgestellt. Dem wurde entgegengewirkt, indem Lagerbestände aufgebaut wurden und Bestellungen früher erfolgen.

Lieferanten sind Skontozahlung von Ritter-Pen gewohnt.

Personal

Die Anzahl der Mitarbeiter ist derzeit relativ stabil. Es ist jedoch festzustellen, dass durch den arbeitnehmerfreundlichen Arbeitsmarkt die Fluktuation zugenommen hat. Es ergeben sich zunehmend Probleme, freie Stellen qualitativ und quantitativ neu zu besetzten.

Stichtag 31.12.2022: 87 zum 31.12.2021: 87 Mitarbeiter, (jeweils ohne Auszubildende und Heimarbeiter).

In 2022 war nur noch in den Monaten März bis Juni in abgegrenzten Bereichen Kurzarbeit erforderlich.

Kapitalausstattung

Investitionen in Maschinen werden im Wesentlichen durch Finanzierungsverträge mit Kreditinstituten vorgenommen, um so die Liquiditätslage der Gesellschaft zu schonen.

In 2022 wurden Darlehen planmäßig zurückgeführt ohne Liquiditätsreserven zu schmälern.

Auch in 2023 konnte die Liquidität sichergestellt werden.

Umwelt und Investitionen

Das Energiemanagement wird weiterhin kontinuierlich hinterfragt. Umweltfreundliche Druckverfahren wurden eingeführt und weiterverfolgt. Moderne Spritzgießmaschinen senken den Energieverbrauch.

In 2022 wurde eine größere Investition in Form einer Photovoltaikanlage beschlossen, die Ende 2022 in Betrieb ging. Damit wird eine nachhaltige Energiequelle für die stromintensive Fertigung erschlossen und die Abhängigkeit vom derzeit instabilen Energiemarkt mit einer instabilen Preisentwicklung reduziert. In 2023 ergab sich bereits eine Beruhigung der Energiepreise, was einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Kostenseite hatte.

Vermögens- Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 6.646 gestiegen (+TEUR 329).

Das Anlagevermögen ist dabei um TEUR 425 gestiegen. Neben der Photovoltaik-Anlage zur Produktion des in der Fertigung benötigten Stroms, wurden Anzahlungen für Maschinen geleistet. Diese Maschinen wurden in 2023 in Betrieb genommen. Sie ersetzten zum Teil Maschinen und wurden zur Steigerung der Energieeffizienz angeschafft. Dabei konnten teilweise staatliche Förderungen in Anspruch genommen werden.

Die Vorräte werden weiterhin auf hohem Niveau gehalten, um eine kurzfristige Lieferfähigkeit zu gewährleisten; sie sind um TEUR 164 gestiegen. Die Bestände von Kunststoff-Granulat wurden dabei bewusst aufgebaut, um die längeren Lieferzeiten abzufangen. Darüber hinaus führen flächendeckend höhere Einkaufspreise zu einem Anstieg, sodass ein Rückgang der Bestände in Teilbereichen davon kompensiert wurde.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf TEUR 308 etwas erhöht (+TEUR 29).

Der Anteil des langfristig gebundenen Kapitals ist durch die Investitionen auf 30,3% (+5,1%) gestiegen.

Die Vermögenswerte sind mit 49,0% (Vorjahr 53,5%) durch Eigenkapital, mit 24,8 (Vorjahr 22,0%) durch mittel- und langfristiges Fremdkapital und mit 26,2% (Vorjahr 24,5%) durch kurzfristiges Fremdkapital gedeckt. Die Investitionen in das Anlagevermögen werden weitestgehend durch die Aufnahmen von Bankkrediten finanziert, sodass der Anteile des Eigenkapitals an der Bilanzsumme wie dargestellt gesunken ist.

Der Finanzmittelbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 296 reduziert und stellt mit TEUR 1.336 für die kommenden Jahre eine solide Liquiditätsreserve.

Ertragslage

Das Rohergebnis (ohne sonstige betriebliche Erträge) hat sich in 2022 von TEUR 4.989 auf TEUR 6.124 erhöht (+22,75). Ursächlich dafür ist der Umsatzanstieg von rd. 23% während die Materialaufwendungen um rd. 31% gestiegen sind. Der Umsatzanstieg stellt eine erfreuliche Entwicklung dar, der sich in 2023 noch fortgesetzt hat. Die Umsätze des Vorkrisenjahres 2019 wurden jedoch noch deutlich verfehlt.

Der Umsatzanstieg ist zum Teil durch höhere Verkaufsmengen und zum Teil durch Preiserhöhungen zustande gekommen. Nichtsdestotrotz schlagen die steigenden Einkaufspreise zu Buche.

In 2022 wurden TEUR 85 an Corona-Hilfen in Anspruch genommen. In 2021 waren es noch TEUR 540. Dies erklärt den signifikanten Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 605 auf TEUR 184.

Der Personalaufwand ist um TEUR 705 gestiegen. In 2022 wurde die Kurzarbeit noch von März bis Ende Juni fortgesetzt. Seitdem befindet sich das Unternehmen in Vollbeschäftigung.

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl ist geringfügig im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 422 auf TEUR 1.972 angestiegen. Dieser Anstieg betrifft mit einem guten Drittel die Stromkosten aufgrund der Preisentwicklung in 2022 - ausgelöst durch den Krieg zwischen der Ukraine und Russland. Darüber hinaus haben sich auch in anderen Bereichen Preiserhöhungen ergeben. So zum Beispiel durch höhere Wartungskosten für Software und Reisekosten durch gestiegene Treibstoffkosten. Die Reisetätigkeit an sich hat im ersten Wirtschaftsjahr ohne Lock Down auch zugenommen. Es wurden darüber hinaus gezielt Lichtquellen ausgetauscht und durch energiesparende Alternativen ersetzt.

Die mit dem Vermieter des Betriebsgeländes bereits im Jahr 2020 vereinbarte Mietminderung mit Besserungsschein wurde verlängert bis Ende 2022, wobei die Höhe des Mietverzichts aufgrund der Stabilisierung der Umsätze im Verlauf von 2022 reduziert werden konnte. Die bisher erlassenen Mietschulden leben frühestens 2024 wieder auf, falls Jahresüberschüsse erzielt werden. Derzeit rechnen wir damit, dass dies nicht der Fall sein wird.

Das Jahresergebnis stellt den wesentlichen finanziellen Leistungsindikator für unser Unternehmen dar. Im Jahr 2022 wurde ein Jahresfehlbetrag von TEUR 128 erzielt. Die Veränderung des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr ist mit TEUR 455 auf die geringere Inanspruchnahme von sogenannten staatlichen Corona-Hilfen zurückzuführen. Die operative Tätigkeit wurde in diesem Jahr mit einem Verlust abgeschlossen; dieser konnte jedoch im Vergleich zu Vorjahr um fast ein Drittel reduziert werden. Es besteht ein Preisdruck auf der Beschaffungsseite, der nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden kann. Es ist ein Balanceakt zwischen dem Finden eines Preises, der wettbewerbsfähig ist und eine ausreichende Deckung der betrieblichen Kosten ermöglicht. Diese Balance ist stark beeinflusst von dem nach wie vor niedrigem Niveau der Nachfrage nach Werbeartikeln, weil dies die Wettbewerbssituation verschärft.

Chancen- und Risikobericht

Chancen sehen wir vor allem in einem weiteren kontinuierlichen Ausbau der Marktpräsenz in Deutschland sowie einigen Exportländern. Auch die Verbesserung der Lieferfähigkeit, speziell im Bereich der Werbeanbringung, soll zu Umsatzsteigerungen führen.

Unser Fokus ist derzeit jedoch darauf gerichtet, eine Verbesserung der Auftragslage ohne Zeitverzögerung zu nutzen und die Umsätze auf das Niveau von 2019 zu steigern.

Unser Vertrieb ist in Kontakt mit den Kunden, um die Entwicklung der Nachfrage zu analysieren.

Wir sind zudem aktiv in der Erschließung neuer, nachhaltiger Materialien für die Herstellung von Kugelschreibern; eine Nachfrage dafür am Markt nehmen wir wahr; das Thema Nachhaltigkeit hat auch die Werbebranche erreicht und wird in Zukunft noch bedeutender werden.

Chancen bestehen darüber hinaus in der Möglichkeit, die Produktpalette über Kugelschreiber hinaus zu erweitern.

Nachdem die Corona-Krise überwunden ist, ergeben sich seit Beginn 2022 negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft als Folge des Krieges zwischen der Ukraine und Russland. Die mittelfristigen Auswirkungen dieses Konflikts auf die Wirtschaft sind derzeit nicht absehbar und stellen ein sehr reales Risiko dar.

Die anhaltend unsichere Wirtschaftslage zwingt die Unternehmen zu Kosteneinsparungen; das könnte verhindern, dass die Nachfrage nach Werbeartikeln sich schnell wieder erholt.

Obwohl sich die Inflation im Verlauf von 2023 auf einem niedrigeren Niveau eingependelt hat, herrschte ein anhaltend hoher Preisdruck auf der Beschaffungsseite. Es bleibt abzuwarten, wie die Kunden auf weitere Preiserhöhungen reagieren, die unvermeidbar sind.

Hinzu kommt, dass wir immer stärker mit dem Problem des Fachkräftemangels konfrontiert werden. Auch in Bereichen, in denen weniger qualifizierte Mitarbeiter zum Einsatz kommen, wird es immer schwieriger, freiwerdende Plätze neu zu besetzten.

Neben dem starken Preisdruck durch Billigfertigung im Ausland sowie allgemeiner Debitorenrisiken sehen wir darüber hinaus keine weiteren erwähnenswerten Risiken in unserem Geschäftsmodell.

Prognosebericht

Momentan stellen wir fest, dass die Umsätze sich mit leichtem Aufwärtstrend entwickeln. Für 2023 rechnen wir mit einem Umsatzanstieg von rd. 14%.

Die Inbetriebnahme der Photovoltaik-Anlage hat zudem die Energiekosten deutlich reduziert und die Abhängigkeit von der Preisentwicklung am Strommarkt reduziert. Es wurde 1 neue Maschine in Betrieb genommen, die ebenso die Energieeffizienz verbessern wird.

Trotz steigender Kosten rechnen wir für 2023 mit einem ausgeglichenen Ergebnis, da erneut die Preise auf der Absatzseite angepasst wurden. Wir haben seit Ausbruch der Corona-Krise unsere Kostenstruktur angepasst, sodass auch bei Umsätzen auf dem jetzigen Niveau eine Kostendeckung möglich ist.

Es bleiben aber die großen Unsicherheiten aufgrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage, die nur schwer einschätzbar sind.

 

Brensbach, den 29. Dezember 2023

gez. Arno Ritter, Geschäftsführer

gez. Jürgen Heinrich Riedel, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

RITTER-PEN GmbH, Brensbach

An die RITTER-PEN GmbH, Brensbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RITTER-PEN GmbH, Brensbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RITTER-PEN GmbH, Brensbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 29. Dezember 2023

Dr. Dienst & Partner GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Kay Zerfass, Wirtschaftsprüfer

gez. Sandra Wenzel, Wirtschaftsprüferin

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