Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 7369
Vorher
RVL Regionalverkehr Leipzig GmbH
Eingetragen
25.5.1993
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßeBetrieb von Verkehrswegen für Straßenfahrzeuge
Gegenstand
Die Durchführung von Linien- und Vertragsverkehr sowie die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Hierzu gehört insbesondere - die weitestgehende Integration des Schülerverkehrs in den allgemeinen Linienverkehr sowie die bedarfsgerechte Entwicklung von Sonderbedienungsformen, - die Erstellung, Entwicklung und Anwendung eines einheitlichen Tarif-, Verkaufs- und Informationssystems sowie die erforderliche Verrechnung zwischen den kommunalen Gebietskörperschaften und den ÖPNV-Betreibern, - im Bedarfsfall Anmietung fremder Transportkapazitäten, - die Durchführung sämtlicher Leistungen im Bereich des Personenverkehrs, - die Instandsetzung, Wartung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Pohlers
seit 6.6.2025
Geschäftsführer
Mario Blumstengel
seit 7.4.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stadt Leipzig
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
27.050 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LeoBus GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Ziele und Strategien

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Ertragslage

2.4 Finanzlage

2.5 Vermögenslage

2.6 Mitarbeiter und Beschäftigtenpolitik

3 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

3.1 Chancen- und Risikobericht

3.2 Prognosebericht

4 Erklärung zur Unternehmensführung

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die LeoBus GmbH (LeoBus) erbringt gemeinsam mit ihrer Muttergesellschaft Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH und ihrer Schwestergesellschaft Leipziger Stadtverkehrsbetriebe (LSVB) GmbH die Organisation und Durchführung von Linienverkehren im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für die Stadt Leipzig sowie das Leipziger Umland.

Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Linien- und Vertragsverkehr sowie die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Die LeoBus leistet mit effizienten und qualitätsorientierten Prozessen einen wesentlichen Beitrag für eine bezahlbare und kundenfreundliche Mobilität in und um Leipzig. Der energiesparende und emissionsarme Busverkehr bildet in Verbindung mit den Straßenbahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe das zentrale Element der innerstädtischen Fortbewegung.

1.2 Ziele und Strategien

Die LeoBus verfolgt das Ziel, die von den LVB beauftragten Leistungen entsprechend den vereinbarten Kosten- und Qualitätsanforderungen zuverlässig zu erbringen.

Die LVB-Gruppe gestaltet den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Stadt Leipzig und sorgt für eine Anbindung an die S-Bahn sowie für die Verkehrsangebote in den angrenzenden Landkreisen. Die Ziele aus der erfolgten Fortschreibung des Nahverkehrsplans machen die Leipziger Verkehrsbetriebe sich zu Eigen und richten ihr eigenes Handeln in diesem Sinne aus. In dieses unternehmerische Handeln ist auch die LeoBus eingebettet. Die LeoBus ist in die prozessorientierte Organisation der LVB-Gruppe vollständig eingebunden.

Die Unternehmensstrategie ist dabei auf eine wirtschaftliche und effiziente Erbringung der Fahrdienstleistungen und des Fahrzeugservice sowie ein hohes Maß an Kundenorientierung mit dem Ziel der Erhöhung der Fahrgastzahlen ausgerichtet. Gleichzeitig sollen Dienstgestaltung und Arbeitsbedingungen eine langfristige Beschäftigung der Mitarbeiter im jeweiligen Beruf fördern.

Die Gesellschafterin LVB ermöglicht mit ihrer Strategie MobiLE die Umsetzung der städtischen Nachhaltigkeitsziele und Ratsbeschlüsse zur Mobilität in Leipzig und legt mit dieser die Unternehmensausrichtung der LVB-Gruppe für die kommenden Jahre fest. Ziel von MobiLE ist es, die Zukunftsfähigkeit und Krisenresilienz der Unternehmensgruppe zu erhöhen, die gesellschaftliche Entwicklung abzubilden sowie technische und nachfragebezogene Entwicklungen aufzugreifen.

Mit der Personalstrategie Zukunft.HR.LVB, in der sich die Arbeitswelt 4.0 einordnet, sieht die Gesellschafterin LVB den demografischen Wandel als Chance, um Mitarbeitende zu gewinnen, zu binden und zu entwickeln, die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen und die Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern. Ziel ist es, die Arbeitswelt und die Beschäftigungsbedingungen zeitgemäß und digital zu gestalten und Mitarbeitende in ihren digitalen Kompetenzen zukunftsgerichtet zu entwickeln.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In den Pandemiejahren waren die Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)-Fahrgastzahlen deutlich eingebrochen, in 2023 zeigte sich branchenweit eine zögerliche Erholung. Geblieben sind allerdings die ökonomischen Verwerfungen aus dieser Phase in Folge von Verknappungen und Lieferkettenstörungen. Diese verstärkten sich in 2023 durch die sich verschärfende internationale Kriegs- und Krisenlage. Wie auch immer sich diese Krisenherde entwickeln werden, es ist klar, dass die Phase niedriger Energiepreise in Deutschland auf absehbare Zeit beendet ist. In 2023 waren starke Preissteigerungen entlang der Wertschöpfungsketten beobachtbar.

Die Rahmenbedingungen für ÖPNV-Unternehmen waren 2023 geprägt durch starken Kostendruck bei den beiden wichtigsten Aufwandspositionen: Material/Energie und Personal.

Zur Jahresmitte 2023 schlugen die bundesweit gestiegenen Personal- und Energiekosten nachlaufend auf die Preise anderer Güter durch, so dass sich die Geldpolitik zunehmend hartnäckiger und konsequenter im Kampf gegen die Teuerungsrate zeigte. Die gestiegenen Betriebs- und Finanzierungskosten dämpften wiederum die Investitionstätigkeit von Unternehmen. Zusammenfassend war die deutsche Wirtschaft im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer Rezession bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt.

Die gestiegene Inflation hat auch die Arbeits- und Lebenssituation der Beschäftigten deutlich beeinflusst und konnte mit einer Inflationsausgleichszahlung für alle Beschäftigten ab dem Monat Juni 2023 bis zum Februar 2024 abgemildert werden. Die im Juni 2023 erzielte Tarifeinigung im Bereich TV-N für Sachsen wirkt langfristig mit deutlichen Gehaltssteigerungen für die Beschäftigten im TV-N Bereich und auch für die Tochtergesellschaften der LVB (LTB, LSB und IFTEC) stehen weitere Tarifrunden 2023/2024 an. Der resultierende ansteigende Personalaufwand sorgt zusammen mit den Kosten bei Material und Energie für erheblichen Finanzierungs- und Produktivitätsdruck.

Mit Blick auf die Umsetzung der Verkehrswende als gesamtstaatliche Aufgabe, werden die Rahmenbedingungen für kommunale ÖPNV-Unternehmen durch Entscheidungen der unterschiedlichen Ebenen geprägt. Dabei führen die Ziele von EU, Bund und Land und die dort gesetzten Anforderungen (z. B. Clean Vehicles Directive etc.) zur Finanzierungsverantwortung der genannten Ebenen.

Insgesamt verzeichneten die öffentlichen Haushalte in Deutschland in 2023 aufgrund der makroökonomischen Verwerfungen eine negative Entwicklung. Am 15.11.2023 wurden die von der Bundesregierung im Haushalt 2021 umgeschichteten Mittel des Klima- und Transformationsfonds (KTF) in Höhe von 60 Mrd. EUR vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt. Hieraus ergeben sich fiskalische Implikationen und Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte und daraus wieder eine Belastung für die wirtschaftliche Perspektive. Der ÖPNV wird zwar vorrangig aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen - wie dem Gesetz über Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden (GVFG) - finanziert. Dennoch blieben im Zuge dieser Entwicklung Unsicherheiten bestehen, die auch die Verkehrsbranche betrafen.

Mit dem im März 2023 verabschiedeten "Neunten Gesetz zur Änderung des Regionalisierungsgesetzes (RegG)" schreibt der Bund die Einführung und Anwendung des Deutschlandtickets ab dem 1. Mai 2023 vor. Auf Landesebene ermöglicht die sächsische Deutschlandticket-Finanzierungsverordnung 2023 - DTFinVO2023, dass die in 2023 entstehenden Mindereinnahmen auf Grund der Anwendung und Anerkennung des Deutschlandtickets paritätisch von Bund und Ländern ausgeglichen werden. Für ÖPNV-Unternehmen entstand der Effekt, dass diese in 2023 die Einnahmen aus den von ihnen verkauften Tickets behalten konnten. Die Verkaufszahlen und Wirkungen des Tickets waren je nach Region und verkehrsorganisatorischer Konstellation allerdings höchst unterschiedlich.

Daneben wurden seitens des Bundes auch erhöhte Regionalisierungsmittel (RegMittel) zur Kompensation krisenhafter Entwicklungen gezahlt. In Sachsen erfolgte zwar die Weiterreichung der RegMittel über die fünf Zweckverbände an die Kommunen, es entsteht aber für die rein kommunalen Öffentliche Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV)-Unternehmen dadurch das Risiko, dass der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bevorzugt und der ÖSPV nicht adäquat an der Mittelerhöhung beteiligt wird.

In 2023 war mit Blick auf die Stadt Leipzig zu konstatieren, dass die kommunale Seite in Vorleistung für die Finanzierungsverantwortung des Bund- und Länderanteils der Verkehrswende gegangen ist.

Die Ratsversammlung der Stadt Leipzig hat am 14. September 2022 beschlossen, "als Kompensation für Mindereinnahmen der LVB infolge des Beschlusses der Aufgabenträgerin Stadt Leipzig im Jahr 2018 über ein Tarifmoratorium sowie die bisherige Beschränkung der Fahrpreiserhöhung einen finanziellen Ausgleich in Höhe von bis 15 Mio. EUR im Haushaltsjahr 2023" zu gewähren. Aufgrund des strukturell dauerhaften Charakters der durch die externen Verwerfungen verursachten Betriebskostensteigerungen wurde am 20. April 2023 ein Ratsbeschluss "Aktuelle Herausforderungen der ÖPNV-Finanzierung unter dem Nachhaltigkeitsszenario" für das von der Stadt Leipzig gewünschte und definierte Verkehrsangebot getroffen.

Die Stadt Leipzig hat mit Blick auf eine wachsende Bevölkerung ihre Strategie für Mobilität definiert. Die LVB setzt als DER Mobilitätsdienstleister in Leipzig die strategischen Ziele der Stadt Leipzig hinsichtlich des ÖPNV um. In 2023 entwickelte sich der ÖPNV in Leipzig erfolgreich fort, was sich an der positiven Annahme des ÖPNV-Angebots der LVB zeigte und durch einen wegweisenden Grundsatzbeschluss ("Liniennetz der Zukunft") flankiert wurde.

Das Bevölkerungswachstum hielt auch in 2023 an: die Stadt Leipzig wuchs gegenüber dem Jahr 2022 erneut um etwa 4.000 Einwohner. Im Nahverkehr konnte in Leipzig bei den Fahrgastzahlen in 2023 das Vorpandemie-Niveau sogar übertroffen werden. Damit gelten die Bedingungen für die Umsetzung der städtischen Mobilitätsstrategie fort.

Der Leipziger Stadtrat hat in seiner Sitzung am 13. Dezember 2023 seine Zustimmung für das wachstumsorientierte "Liniennetz der Zukunft" erteilt. Der Stadtrat hat die Veränderungen entlang des Nahverkehrsplans beschlossen und damit auch den Angebotsveränderungen bei Straßenbahn und Bus zugestimmt, die mit dem Liniennetz der Zukunft umgesetzt werden sollen. Die LVB will in den Jahren 2024 bis 2026 in drei Stufen ein neues Liniennetz einführen. Unter dem Strich handelt es sich dabei um die größte Fortschreibung und Anpassung des Liniennetzes seit der Einführung der durchgängigen neuen Netzstruktur im Jahr 2001.

2.2 Geschäftsverlauf

Abgesehen von den generellen Herausforderungen sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die LeoBus aufgrund der Planungssicherheit bei der LVB hinsichtlich ihrer Beauftragung zur Erbringung von Verkehrsleistungen auf dem Gebiet der Stadt Leipzig und für gebietsüberschreitende Verkehre zwischen der Stadt Leipzig und den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen weiterhin als positiv einzuschätzen.

Steigende Herausforderungen liegen allerdings im stetig steigenden Kostendruck, dem Umgang mit dem gesellschaftlichen und demographischen Wandel sowie der Gestaltung zukünftiger Mobilität, welche allesamt den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt sind.

Im Geschäftsjahr 2023 beförderten die Leipziger Verkehrsbetriebe 153,3 Mio. Fahrgäste (davon 30,1 Mio. Bus) und damit deutlich mehr als noch im Vorjahr (Vj.: 135 Mio. Fahrgäste). Die Fahrgastzahl übertrifft damit erstmals das Vorkrisenniveau (2019: 152,5 Mio. Fahrgäste). Auch für das Folgejahr soll sich dieser positive Trend weiter fortsetzen. Für das Jahr 2024 soll die Zahl von 156,9 Mio. Fahrgästen erreicht werden.

Die Erbringung von Leistungen des Fahrservices mit Bussen sowie die Leistungen der Instandhaltung und des Fahrzeugservice im Auftrag der LVB stellte das Hauptgeschäft der LeoBus dar. Die durch LeoBus erbrachte Verkehrsleistung im Busbereich im Jahr 2023 betrug 10,1 Mio. Gesamtkilometer. Sie lag damit unter dem Vorjahresniveau (10,9 Mio. Gesamtkilometer) und gleichzeitig unter dem geplanten Niveau (11,8 Mio. Gesamtkilometer). Gleiches gilt für die erbrachten 613 Tsd. Umlaufstunden (Vj.: 662 Tsd. Umlaufstunden, Plan: 706 Tsd. Umlaufstunden). Die Unterschreitung ist hauptsächlich den Auswirkungen der Corona-Pandemie in Kombination mit einem angespannten Rekrutierungsumfeld geschuldet. In diesem Zusammenhang wurde bereits 2022 ein Stufenkonzept zur Anpassung der Verkehrsleistung entwickelt und proaktiv gesteuert. Mit den Fahrplananpassungen konnte die Leistungserbringung weiter stabilisiert werden, was für unsere Kunden eine planbare und verlässliche Verkehrsleistung bedeutete. Seit dem 4. Quartal 2023 erfolgt eine schrittweise Erhöhung der Verkehrsleistung zur Umsetzung des Normalfahrplans und darüber hinaus des "Liniennetzes der Zukunft".

Der angespannten Personalsituation begegnete die gesamte LVB-Gruppe mit einer Fortsetzung der bereits begonnenen massiven Intensivierung der Maßnahmen zur Bewerbergewinnung. Die zentrale Herausforderung ist weiterhin die Sicherstellung der benötigten qualifizierten Personalkapazitäten. Dazu werden neben bestehenden Ausbildungsmaßnahmen auch weitere Möglichkeiten zur Rekrutierung, Entwicklung und Bindung von Fach- und Führungskräften geprüft, um die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Im 4. Quartal 2023 konnten Dank weiter intensivierter Aktivitäten im Arbeitgebermarketing und in der Rekrutierung die Bewerber- und Einstellungszahlen deutlich gesteigert werden.

Nach der Inbetriebnahme des E-Bus-Ports in Lindenau im Jahr 2022 wurde im Berichtsjahr der stabile Linienbetrieb von 21 Elektronormalbussen u. a. auf den Linien 74/76 und 89 realisiert. Darüber hinaus erfolgte die Inbetriebnahme von 17 Elektrogelenkbussen. Außerdem konnten weitere über das Netz verteilte Ladestationen in Betrieb genommen werden. Damit wurde ein weiterer Meilenstein im Rahmen der Einführung der Elektromobilität im Busbereich der LVB erreicht.

Die im Vorjahr eingeführte Möglichkeit der Beschäftigten im Fahrdienst, ihre Dienste mittels mobiler Endgeräte (Tablets) zu tauschen, wurde im Rahmen des Projekts Mitarbeiterorientierte Dienstplanung (MODA) prozessual weiter verbessert.

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden das Jahresergebnis (vor EAV) und die Umsatzerlöse definiert. Nicht finanzieller Leistungsindikator ist die Mitarbeiterkapazität. Auf die Darstellung im Abschnitt "3.2 Prognosebericht" wird verwiesen.

Insgesamt stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, wie nachfolgend erläutert, stabil dar.

2.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 3.289 TEUR auf 51.706 TEUR (Vj.: 48.418 TEUR). Diese Entwicklung resultierte aus der Verrechnung gestiegener Aufwendungen in der LeoBus im Rahmen der vertraglichen Leistungserbringung des Fahr- sowie Fahrzeugservices im Busbereich für die LVB. Gleichzeitig wurde der Planwert von 53.837 TEUR unterschritten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr nur minimal um 57 TEUR auf 1.034 TEUR und enthalten im Wesentlichen Erträge aus Schadensersatzansprüchen.

Der Materialaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.153 TEUR auf 19.202 TEUR (Vj.: 20.355 TEUR). Dies lag in gesunkenen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe begründet. So sank der Aufwand insbesondere für Fahrdiesel gegenüber dem Jahr 2022 um 1.809 TEUR.

Die wesentlichste Aufwandsposition ist analog zum Vorjahr der Personalaufwand. Dieser betrug 27.268 TEUR und lag damit 3.883 TEUR über dem Vorjahreswert von 23.385 TEUR. Ursächlich für die Zunahme sind die vertragliche Vergütungstariferhöhungen gemäß dem geltenden TV-N inklusive der Zahlung eines Inflationsausgleiches.

Der Aufwand für Abschreibungen lag mit 457 TEUR unter dem Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 661 TEUR auf 5.703 TEUR (Vj.: 5.042 TEUR). Dabei nahmen insbesondere die sonstigen betrieblichen Aufwendungen für Dienstleistungen verbundener Unternehmen zu.

Der Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) beträgt 108 TEUR und liegt somit damit über dem Vorjahresniveau von 83 TEUR sowie unter dem Planniveau von 288 TEUR.

2.4 Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war zu jeder Zeit gesichert. Die LeoBus ist in den Cash Pool der LVB eingebunden. Der Cash-Pool-Bestand der LeoBus betrug zum 31. Dezember 2023 stichtagsbedingt 2.880 TEUR (Vj.: 2.621 TEUR).

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sank von 934 TEUR auf 421 TEUR. Dies war insbesondere durch die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen begründet.

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit betrug -69 TEUR (Vj.: -27 TEUR). Die Veränderung war im Wesentlichen geprägt durch die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit verbesserte sich von -906 TEUR auf -352 TEUR im Zusammenhang mit der Ergebnisabführung an die Gesellschafterin sowie insbesondere als Folge der geringen Erhöhung der Forderungen aus Cash Pooling im Vergleich zum Vorjahr.

Im Geschäftsjahr betrugen die Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag 6 TEUR (Vj.: 7 TEUR).

2.5 Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug zum Stichtag 5.132 TEUR und lag damit 78 TEUR über dem Vorjahreswert von 5.054 TEUR.

Die Aktivseite wurde im Wesentlichen von einem um 390 TEUR gestiegenen Umlaufvermögen in Folge des erhöhten Cash-Pool-Bestandes und des Anstiegs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt. Dem gestiegenen Umlaufvermögen wirkte ein um 321 TEUR gesunkenes Anlagevermögen entgegen, da neue Busse planmäßig durch die LVB beschafft werden. Die Investitionen betrugen 136 TEUR (Vj.: 57 TEUR) und betrafen im Wesentlichen Werkstattausstattung und EDV. Sie sind aus dem Cash Flow der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert worden.

Die Passivseite war insbesondere vom Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als auch gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt. Dem wirkte ein Anstieg der sonstigen Rückstellungen entgegen.

Aufgrund der höheren Bilanzsumme bei gegenüber dem Vorjahr gleichbleibendem Eigenkapital sank die Eigenkapitalquote. Die Eigenkapitalquote liegt zum 31. Dezember 2023 bei 38,3 % (Vj.: 38,9 %).

2.6 Mitarbeiter und Beschäftigtenpolitik

In der LeoBus waren im Jahresdurchschnitt 603 (Vj.: 596) Mitarbeiter beschäftigt. Dem steigenden Kapazitätsbedarf stehen die sinkende Beschäftigtenzahl im Fahrdienst der LVB sowie laufende Fluktuationen gegenüber.

Der durchschnittliche Krankenstand der bei der LeoBus beschäftigten Mitarbeiter hat sich analog zur gesamten LVB-Gruppe verringert und betrug 2023 durchschnittlich 13,05 % (Vj.: 14,7 %). Die gesundheitsbedingten Ausfallzeiten sinken im Vergleich zum Vorjahr entgegen der bundesweiten und branchenübergreifenden weiterhin steigenden Entwicklung. Zur weiteren Senkung der Ausfallzeiten wurden Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements weiter intensiviert, das Qualifizierungsprogramm "Gesundes Führen" für alle Führungskräfte konsequent fortgesetzt, sowie Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Beschäftigungsbedingungen getroffen.

Im Jahr 2020 einigten sich die Verhandlungspartner u. a. auf Entgelterhöhungen im Tarifvertrag Nahverkehr Sachsen (TV-N) mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2023. Bereits in 2022 wurde eine Entgelterhöhung zum 1. Januar 2024 um 300 EUR Sockelerhöhung in allen Entgeltgruppen und Stufen zum Angleich an den bundesweiten Durchschnitt der Tarifverträge Nahverkehr vereinbart. Zudem besteht eine Regelung, die Vergütungsentwicklungen an den TVöD zu koppeln, welcher in 2023 neu verhandelt wurde. Im Ergebnis wurden die bzgl. der Steuer- und Sozialversicherungsabgaben begünstigten Möglichkeiten zur finanziellen Entlastung der Beschäftigten genutzt. Für den Zeitraum Juni 2023 bis Februar 2024 wurde somit vereinbart, den Beschäftigten Inflationsausgleichzahlungen zu gewähren. Zudem wird die Entgelterhöhung aus dem Tarifabschluss des TVöD zum 1. März 2024 mit 200 Euro Sockelerhöhung und zusätzlich 5,5 Prozent übernommen. Die Laufzeit endet am 31. Dezember 2025.

Zum 31. Dezember 2023 wurde außerdem der Manteltarifvertrag TV-N Sachsen fristgerecht von der Gewerkschaft ver.di gekündigt. Die Verhandlungen wurden im Januar 2024 aufgenommen.

3 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

3.1 Chancen- und Risikobericht

Die Unternehmen der LVB-Gruppe gehen zur Erreichung der ihr vorgegebenen Unternehmensziele Risiken ein, um Chancen wahrzunehmen. Als Informationsgrundlage der Geschäftsführung zur Früherkennung solcher Risiken dient das nach Maßgabe einer Konzernrichtlinie für die Unternehmensgruppe etablierte Risikomanagementsystem. Damit wird den Erfordernissen, die sich durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich und § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz (HGrG - Fragenkatalog zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und der wirtschaftlichen Verhältnisse) ergeben, entsprochen. Die Gesellschaft berichtet quartalsweise im Rahmen der Konzernrisikoberichterstattung an die Gesellschafterin.

Bestandsgefährdende Risiken für die Zukunft sind nicht absehbar.

Folgende wesentliche Einzelrisiken wurden in 2023 regelmäßig an den Aufsichtsrat und die Gesellschafterin berichtet:

Ungeplanter Anstieg der Personalkosten aufgrund von Gesetzes- und/oder Tarifänderungen,

Gefährdung der Leistungsfähigkeit aufgrund mangelnder Personalkapazitäten,

Ungeplante oder überdurchschnittliche Preissteigerungen für A-Material / Leistungen, die (mit GuV Wirkung) in der Mittelfristplanung nicht berücksichtigt sind

Nicht-Einhaltung der Rahmenbedingungen bezüglich der Direktvergabe an LVB-Tochtergesellschaften.

Die Geschäftsführung der LeoBus kann davon ausgehen, dass die LeoBus auch zukünftig die Fahrservice- und Fahrzeugserviceleistungen für die LVB erbringen wird und über eine entsprechende Beauftragung das Hauptgeschäft unverändert stabil weiterbesteht.

Dennoch existieren grundsätzlich Risiken, die die Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen können und folgend in ihrer Bedeutung für die LeoBus absteigend dargestellt sind. Die Risiken sind entsprechend des internen Risikomanagementsystems als Nettorisiko angegeben.

Die tarifliche Entwicklung von Löhnen und Gehältern kann die der Wirtschaftsplanung zugrundeliegenden Prämissen übersteigen und damit zu neuen Herausforderungen führen. Aufgrund des zwischen LVB und LeoBus angewendeten Cost-Plus-Prinzips und des geltenden Ergebnisabführungsvertrages haben steigende Personal-, Material und Energiekosten jedoch keine direkte wirtschaftliche Ergebniswirkung auf die LeoBus.

Die Gefährdung der Leistungsfähigkeit und Wertschöpfung aufgrund von Personalmangel stellt einen risikobehafteten Sachverhalt dar. Dieser kann unter anderem in einer potenziellen Unterdeckung des Fahrerbedarfs resultieren, in deren Folge Linienleistungen ausfallen müssen und damit der vorgegebene Angebotsumfang nicht aufrechterhalten werden kann. Für die LeoBus wird deshalb auch in den kommenden Jahren eine zentrale Herausforderung darin bestehen, altersbedingte Abgänge und steigenden Fahrerbedarf durch Rekrutierung und Ausbildung neuer Beschäftigter zu kompensieren. Innerhalb der LVB-Gruppe wurden zur Begegnung der Risiken aus Personalmangel umfangreiche Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Wesentliche Chancen ergeben sich daraus, dass die Bevölkerung der Stadt Leipzig auf Basis der aktualisierten Bevölkerungsprognose weiter nachhaltig wachsen und der Mobilitätsmarkt in Leipzig stärker erschlossen werden soll. Auch das steigende Umweltbewusstsein von Gesellschaft und Politik sowie die gesteckten Klimaziele können als weiterer Katalysator für den Ausbau des ÖPNV dienen. Die LVB-Gruppe setzt sich mit diesen Entwicklungen intensiv auseinander, um diese bestmöglich für das Unternehmen zu nutzen.

3.2 Prognosebericht

Trotz ungewissem Verlauf der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind aufgrund des Geschäftsmodells der LeoBus innerhalb der LVB-Gruppe die Rahmenbedingungen für die Gesellschaft weiterhin als solide einzuschätzen.

Im Rahmen der Wirtschaftsplanung für das Geschäftsjahr 2024 und des mittelfristigen Zeithorizontes wurden die Einschätzungen zur zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der LeoBus, basierend auf dem damaligen Kenntnisstand, mit der Geschäftsentwicklung abgeglichen und angepasst.

Im Jahr 2024 bleiben die Themen der Personalgewinnung und -bindung in einem sich weiterhin als Arbeitnehmermarkt entwickelnden Umfeld ein wesentlicher Schwerpunkt. Für die LVB-Gruppe gilt es, in diesem Umfeld weiterhin attraktive Beschäftigungsbedingungen anzubieten. Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, wird die Task Force Fachkräftegewinnung ihre Arbeit weiter fortsetzen.

Geschäftsentwicklung

Plan 2023 Ist 2023 Plan 2024
Umlaufstunden Tsd.Std. 706 613 734
Jahresergebnis (vor EAV) TEUR 288 108 324
Umsatzerlöse TEUR 53.837 51.706 66.249
Mitarbeiterkapazität VbE 625,5 568,9 693,8

Die Geschäftsführung der LeoBus geht in der Wirtschaftsplanung 2024 von einem stabilen positiven Unternehmensergebnis, einer stabilen Liquiditätslage und einer erwarteten Verkehrsleistung im Busbereich über Vorjahresniveau aus.

Die Entwicklung des ab 2024 geplanten Leistungsvolumens ist im Wesentlichen auf die Umsetzung des Normalfahrplans und durch das Wirksamwerden der ersten Umsetzungsstufe des "Liniennetzes der Zukunft" geprägt. Es erfolgt ein stufenweiser Leistungsaufwuchs. Zum Jahresbeginn 2024 tritt ein neues Angebotskonzept im Nordraum mit zusätzlichem Leistungsvolumen Bus in Kraft. Ein zusätzlicher Aufwuchs entsteht durch verschiedene, umfangreiche Komplexbaumaßnahmen (u. a. Dieskaustraße, Landsberger Straße, Gorkistraße). Berücksichtigt werden ebenfalls Zusatzleistungen im Zusammenhang mit geplanten Messen und Veranstaltungen. Hier wirken insbesondere die verschiedenen Fußballwettbewerbe unter anderem die UEFA EURO 2024.

Für die Jahre ab 2025 wird das Leistungsvolumen schrittweise unter Berücksichtigung der Umsetzung weiterer Stufen aus dem "Liniennetz der Zukunft" erhöht und die erwartete Entwicklung des Baugeschehens berücksichtigt.

4 Erklärung zur Unternehmensführung

Aufgrund der durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst in §§ 36, 52 GmbHG aufgenommenen Regelungen müssen Unternehmen, die der gesetzlichen Mitbestimmung unterliegen, eigene Ziele für den Frauenanteil an Führungspositionen festlegen.

Die Gesellschafterversammlung der LeoBus hat für den Frauenanteil innerhalb des Aufsichtsrates beschlossen, an der bestehenden Frauenquote unter den Aufsichtsratsmitgliedern festzuhalten. Der Frauenanteil innerhalb des Aufsichtsrates der LeoBus liegt im Geschäftsjahr 2023 bei 16,6 % (Zielgröße 0 %). Der Frauenanteil innerhalb der Geschäftsführung der LeoBus sowie dessen Zielgröße bleiben mit der derzeitigen Geschäftsführung bestehen und betragen jeweils 0 %. Die festgelegten Zielgrößen sind bis zum 31. Dezember 2023 beibehalten worden.

Für die obere Führungsebene wurde rein vorsorglich, für den Fall, dass die LeoBus eine solche Ebene einführen sollte, eine Zielgröße von 30 % festgelegt. Weiterhin wurde für die mittlere Führungsebene eine Zielgröße von 25 % beschlossen; zum 31.12.2023 liegt diese bei 25 %. Die festgelegten Zielgrößen sollen jeweils bis zum 31. Dezember 2026 erreicht werden.

 

Leipzig, den 29. Februar 2024

Geschäftsführung

Ronald Juhrs

Peter Müller-Marschhausen

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

in EUR
31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 35.574,00 39.057,00
2. Geleistete Anzahlungen 35.610,88 7.400,00
71.184,88 46.457,00
II. Sachanlagen
1. Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten 27.477,00 29.072,00
2. Fahrzeuge für den Personenverkehr 695.550,00 1.062.899,00
3. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 2 gehören 92.473,00 96.237,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.617,00 140.858,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.914,22 0,00
983.031,22 1.329.066,00
1.054.216,10 1.375.523,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 421.788,19 477.030,34
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.958,89 10.273,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.319.831,68 2.962.389,63
3. Sonstige Vermögensgegenstände 225.994,81 168.257,01
3.586.785,38 3.140.920,30
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.237,10 6.611,04
4.014.810,67 3.624.561,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 63.227,16 54.293,74
5.132.253,93 5.054.378,42

Passiva

in EUR
31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 27.050,00 27.050,00
II. Kapitalrücklage 1.938.825,74 1.938.825,74
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
1.965.875,74 1.965.875,74
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 4.234,80 0,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.823,11 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.279.387,09 1.808.999,02
2.282.210,20 1.808.999,02
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 363.268,04 484.347,75
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 317.227,18 637.804,41
3. Sonstige Verbindlichkeiten 195.877,44 148.919,53
davon aus Steuern: EUR 177.854,64; (Vj.: EUR 139.925,25)
876.372,66 1.271.071,69
E. Rechnungsabgrenzungsposten 3.560,53 8.431,97
5.132.253,93 5.054.378,42

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

in EUR
2023 2022
1. Umsatzerlöse 51.706.407,01 48.417.825,92
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.034.245,88 977.633,93
52.740.652,89 49.395.459,85
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.387.345,35 9.112.733,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.814.373,80 11.242.012,17
19.201.719,15 20.354.745,68
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 22.337.815,07 19.133.256,38
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.930.308,83 4.252.049,60
davon für Altersversorgung: EUR 763.742,19 (Vj.: EUR 395.407,56)
27.268.123,90 23.385.305,98
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 457.178,34 533.721,50
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.703.236,51 5.041.749,79
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.482,30 10.117,46
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.695,15 6.058,50
davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.368,99 (Vj.: EUR 0,00)
9. Ergebnis vor Steuern 111.182,14 83.995,86
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
11. Ergebnis nach Steuern 111.182,14 83.995,86
12. Sonstige Steuern 3.229,31 1.207,00
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 107.952,83 82.788,86
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

1 Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

2 Erläuterungen zu den Posten von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3 Angaben zum Jahresergebnis

4 Ergänzende Angaben

4.1 Konzernzugehörigkeit

4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

4.3 Angaben zu den Organen

4.4 Abschlussprüferhonorar

4.5 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

4.6 Angaben nach § 285 Nr. 30a HGB Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung

5 Nachtragsbericht

1 Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die LeoBus GmbH, Leipzig (LeoBus), hat ihren Sitz in Leipzig.

Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 7369 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der LeoBus GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft nach § 267 Handelsgesetzbuch (HGB) auf.

Der Jahresabschluss wurde gemäß dem Gesellschaftsvertrag nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen in der Fassung vom 7. August 2021 (JAbschlVUV) wurde bei der Erstellung beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB gewählt. Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde abweichend zum § 275 HGB um den Posten "Ergebnis vor Steuern" ergänzt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Als verbundene Unternehmen werden diejenigen Unternehmen angesehen, an denen die LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Leipzig (LVV), direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist beziehungsweise die direkt oder indirekt beherrscht werden.

2 Erläuterungen zu den Posten von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Anlagegegenstände vorgenommen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer der Anlagegegenstände entspricht hierbei den von der Finanzverwaltung veröffentlichten steuerlich anerkannten AfA-Tabellen.

Im Falle einer dauerhaften Wertminderung wird außerplanmäßig abgeschrieben. Anlagegegenstände, deren Anschaffungskosten im Einzelfall 800,00 EUR nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und anschließend vollständig abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter, deren Wert 250,00 EUR nicht überschreitet, werden die Anschaffungskosten sofort als Aufwand erfasst.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, werden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert erfasst. Dem möglichen Ausfallrisiko bei einzelnen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben, soweit sie einen Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert passiviert.

Der auf der Passivseite im Jahr 2023 gebildete Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegegenstände ab dem Jahr 2024 ertragswirksam aufgelöst.

Bei den gebildeten Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank als über sieben Geschäftsjahre ermittelte durchschnittliche Marktzinssätze bekannt gegeben worden sind.

Die Jubiläumsrückstellungen wurden nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit dem Rechnungszins für eine angenommene durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 HGB auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Zinsfuß von 1,74 % (Vj.: 1,44 %) ermittelt. Dabei wurde ein Gehaltstrend von 3 % (Vj.: 3 %) p. a. berücksichtigt. Als Finanzierungsendalter wurde die Regelaltersgrenze nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz vom 20. April 2007 angesetzt.

Die Rückstellungen für Wertguthaben aus dem Modell "BeVor 67" werden in Höhe des Zeitwerts der verpfändeten Wertkonten zuzüglich des Barwerts des nicht auf den Wertkonten gesicherten Arbeitgeberzuschusses für die abgeschlossenen Wertkontenverträge angesetzt. Die Ermittlung des Barwerts des Arbeitgeberzuschusses erfolgte nach der PUC-Methode unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Zinsfuß von 1,74 % (Vj.: 1,44 %). Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit dem gemäß Angabe der Deutschen Bundesbank über sieben Geschäftsjahre ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zum Bilanzstichtag wird eine erwartete Steigerung der Wertkonten von 4 % (Vj.: 4 %) p. a. sowie ein rechnungsmäßiges Endalter von 63 Jahren zugrunde gelegt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Einnahmen gebildet, soweit sie einen Ertrag nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel dargestellt.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 3.320 TEUR (Vj.: 2.962 TEUR) betreffen

3.041 TEUR (Vj.: 2.850 TEUR) Forderungen gegen den Gesellschafter und

279 TEUR (Vj.: 112 TEUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Gesellschafter).

Von den Forderungen gegen Gesellschafter 3.041 TEUR (Vj.: 2.850 TEUR) betreffen

8 TEUR (Vj.: 9 TEUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und

3.032 TEUR (Vj.: 2.841 TEUR) Sonstige Forderungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten 63 TEUR (Vj.: 54 TEUR) werden im Wesentlichen 61 TEUR (Vj.: 51 TEUR) für Beitrag Berufsgenossenschaft Verkehr ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert 27 TEUR. Die Stammeinlagen sind in voller Höhe erbracht und werden zum Bilanzstichtag von der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH gehalten.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Sonderposten für Investitionszuschüsse in TEUR
2023 2022
Anfangsstand 01.01. 0 0
Zugänge 4 0
Abgänge 0 0
Ertragswirksame Auflösung 0 0
Endstand 31.12. 4 0

Die sonstigen Rückstellungen enthalten hauptsächlich Rückstellungen für Personalverpflichtungen von 1.392 TEUR (Vj.: 887 TEUR).

In den sonstigen Rückstellungen sind Verpflichtungen von 224 TEUR aus Wertguthaben im Rahmen des Modells "BeVor 67" enthalten. "BeVor 67" ist ein Wertkontenmodell, das den Beschäftigten der LVB-Gruppe den Eintritt in den vorzeitigen Ruhestand oder auch in die Teilzeit vor dem Ruhestand ermöglicht. Um bereits vor dem gesetzlichen Rentenalter in den Ruhestand zu gehen, können Entgelt- und Zeitbestandteile, wie zum Beispiel laufendes Entgelt, Einmalzahlungen, Urlaubstage und Mehrarbeits-/Überstunden, eingebracht werden. Die hierfür gebildeten Rückstellungen sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Kapitalanlagen zur Sicherung der langfristig fälligen Verpflichtungen aus dem Wertkontenmodell, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung dieser Altersversorgungsverpflichtungen dienen, verrechnet worden. Die fortgeführten Anschaffungskosten und damit der beizulegende Zeitwert im Sinne des § 255 Abs. 4 HGB betragen 181 TEUR. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beziffert sich ebenfalls auf 181 TEUR. Zusätzlich werden die Ansparverträge für Wertguthaben durch den Arbeitgeber über einen Zuschuss gefördert. Diese Verpflichtung ist separat bilanziert.

Die Verbindlichkeiten gliedern sich entsprechend ihrer Restlaufzeit wie folgt:

Verbindlichkeiten in TEUR
Restlaufzeit Gesamt
(Vorjahr Stand per 31.12.2022 bis zu einem Jahr (31.12.2022) von einem bis zu fünf Jahre (31.12.2022) über fünf Jahre (31.12.2022) 31.12.2023 (31.12.2022)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 363 0 0 363
(484) (0) (0) (484)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 317 0 0 317
(638) (0) (0) (638)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 196 0 0 196
(149) (0) (0) (149)
876 0 0 876
(1.271) (0) (0) (1.271)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 317 TEUR (Vj.: 638 TEUR) betreffen

209 TEUR (Vj.: 381 TEUR) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (ohne Gesellschafter) und

108 TEUR (Vj.: 257 TEUR) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter von 108 TEUR (Vj.: 257 TEUR) betreffen

0 TEUR (Vj.: 174 TEUR) Lieferungen und Leistungen und

108 TEUR (Vj.: 83 TEUR) Sonstige Verbindlichkeiten.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen noch zu zahlende Lohn- und Kirchensteuer von 178 TEUR (Vj.: 140 TEUR) erfasst.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten mit 4 TEUR (Vj.: 8 TEUR) resultiert in Höhe von 4 TEUR aus der Besitzstandswahrung der LTB-Mitarbeiter, die im Rahmen des Betriebsübergangs zum 1. Januar 2008 von dem Bereich Stadtbus an die LeoBus übergegangen sind.

2.2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 betragen 51.706 TEUR (Vj.: 48.418 TEUR) und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2023 2022
Erbringung von Leistungen des Fahrservices und des Fahrzeugservices 48.630 46.467
Erlöse aus Gelegenheitsverkehr 25 18
Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Fahrservice an die LSVB 2.274 1.374
Erlöse aus Dienstleistungserbringung 87 86
Übrige Umsatzerlöse 690 473
51.706 48.418

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1.034 TEUR (Vj.: 978 TEUR) beinhalten im Wesentlichen

771 TEUR Erträge aus Schadenersatzleistungen und Versicherungsleistungen,

101 TEUR Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen,

53 TEUR Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen,

17 TEUR Erträge aus Zuschüssen Krankenkassen und

13 TEUR übrige periodenfremde Erträge.

Der Materialaufwand von 19.202 TEUR (Vj.: 20.355 TEUR) enthält periodenfremde Aufwendungen von 15 TEUR.

Der Personalaufwand von 27.268 TEUR (Vj.: 23.385 TEUR) enthält periodenfremde Aufwendungen von 4 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 5.703 TEUR (Vj.: 5.042 TEUR) enthalten periodenfremde Aufwendungen von 61 TEUR.

Im Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13 TEUR (Vj.: 10 TEUR) sind 11 TEUR (Vj.: 9 TEUR) für Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten. Die periodenfremden Zinserträge betragen 1 TEUR.

Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13 TEUR (Vj.: 6 TEUR) enthält 2 TEUR (Vj.: 3 TEUR) Aufwendungen aus der Aufzinsung von längerfristigen sonstigen Rückstellungen.

3 Angaben zum Jahresergebnis

Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von 108 TEUR ausgewiesen. Der Betrag wird unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

4 Ergänzende Angaben

4.1 Konzernzugehörigkeit

Die LeoBus GmbH wird in den Konzernabschluss der LVV einbezogen. Der für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis erstellte Konzernabschluss wird beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und ist über das Unternehmensregister abrufbar.

4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leistungs- und Leasingverträgen von 23.118 TEUR. Im Jahr 2024 ist ein Betrag von 23.118 TEUR fällig. Diese sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von 23.117 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen.

Das Bestellobligo beläuft sich auf 70 TEUR. Davon betreffen 52 TEUR verbundene Unternehmen.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 an die Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Sachsen, Dresden, Umlagen von 1,6 % und Zusatzbeiträge von 4,9 % (davon 2,4 % Arbeitnehmeranteil) der zusatzversorgungspflichtigen Entgelte aller Beschäftigten geleistet. Die zusatzversorgungspflichtigen Personalaufwendungen betrugen 18.518 TEUR. Die Umlagen und Zusatzbeiträge dienen der mittelfristigen Ausfinanzierung einer Deckungslücke der Zusatzversorgungskasse, die im Zuge der Umstellung auf ein beitragsfinanziertes, kapitalgedecktes Versicherungssystem besteht. Sobald die Ausfinanzierung erreicht ist, soll die Umlage entfallen.

4.3 Angaben zu den Organen

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:

Herr Ronald Juhrs,

Geschäftsführer für Technik und Betrieb (Geschäftsführer Technik und Betrieb der LVB)

Herr Peter Müller-Marschhausen,

Geschäftsführer für Angelegenheiten des Fahrservice/Kaufmännische Aufgaben (Bereichsleiter Fahrservice und Prokurist der LVB).

Die Geschäftsführer sind nicht bei der Gesellschaft angestellt und erhalten daher keine Bezüge von dieser.

Der Aufsichtsrat bestand aus folgenden Mitgliedern:

Anteilseignervertreter
Ulf Middelberg Vorsitzender Geschäftsführer (Sprecher der Geschäftsführung) Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH Geschäftsführer LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH
Volkmar Müller Stellvertretender Vorsitzender Geschäftsführer LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH
Franziska Riekewald Mitarbeiterin der Geschäftsführung Mobiler Behindertendienst Leipzig e.V.
Enrico Lange Bereichsleiter Finanzen und Controlling Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH
Arbeitnehmervertreter
Uwe Kölle Omnibusfahrer LeoBus GmbH
André Kresse Omnibusfahrer, Freigestellter Betriebsrat (Mitglied 3er Betriebsrat) LeoBus GmbH

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im abgelaufenen Geschäftsjahr von der Gesellschaft keine Vergütung.

4.4 Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da sie in dem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss der LVV enthalten sein wird.

4.5 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) 2023 2022
Mitarbeiter Kerngeschäft 587 580
davon: Mitarbeiter Fahrdienst (Fahrer) 488 493
Mitarbeiter Service und Management 16 16
603 596

Darüber hinaus waren im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 58 (Vj.: 62) Mitarbeiter der LVB für den Fahrdienst eingesetzt.

4.6 Angaben nach § 285 Nr. 30a HGB Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung

Der übergeordnete LVV-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15 % aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Auf die LeoBus wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne des § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin LVV zum Ausgleich für etwaige durch die LeoBus verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet, welche künftig durch die LeoBus für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten verursacht werden.

Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die LeoBus noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine - dem Gruppenträger auszugleichende - Steuerbelastung aus dem MinStG. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar.

5 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Leipzig, den 29. Februar 2024

Geschäftsführung

Ronald Juhrs

Peter Müller-Marschhausen

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

in EUR Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 180.696,89 1.048,00 24.427,26 7.400,00 164.717,63
2. Geleistete Anzahlungen 7.400,00 35.610,88 0,00 -7.400,00 35.610,88
188.096,89 36.658,88 24.427,26 0,00 200.328,51
II. Sachanlagen
1. Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten 68.125,04 0,00 0,00 0,00 68.125,04
2. Fahrzeuge für den Personenverkehr 5.940.303,75 0,00 1.784.082,71 0,00 4.156.221,04
3. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 2 gehören 611.779,88 26.273,00 11.266,82 0,00 626.786,06
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 576.362,44 71.025,34 60.595,25 0,00 586.792,53
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.914,22 0,00 0,00 1.914,22
7.196.571,11 99.212,56 1.855.944,78 0,00 5.439.838,89
7.384.668,00 135.871,44 1.880.372,04 0,00 5.640.167,40
in EUR Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 141.639,89 11.931,00 24.427,26 0,00 129.143,63
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
141.639,89 11.931,00 24.427,26 0,00 129.143,63
II. Sachanlagen
1. Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten 39.053,04 1.595,00 0,00 0,00 40.648,04
2. Fahrzeuge für den Personenverkehr 4.877.404,75 367.349,00 1.784.082,71 0,00 3.460.671,04
3. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 2 gehören 515.542,88 30.037,00 11.266,82 0,00 534.313,06
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 435.504,44 46.266,34 60.595,25 0,00 421.175,53
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.867.505,11 445.247,34 1.855.944,78 0,00 4.456.807,67
6.009.145,00 457.178,34 1.880.372,04 0,00 4.585.951,30
in EUR Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 35.574,00 39.057,00
2. Geleistete Anzahlungen 35.610,88 7.400,00
71.184,88 46.457,00
II. Sachanlagen
1. Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten 27.477,00 29.072,00
2. Fahrzeuge für den Personenverkehr 695.550,00 1.062.899,00
3. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 2 gehören 92.473,00 96.237,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.617,00 140.858,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.914,22 0,00
983.031,22 1.329.066,00
1.054.216,10 1.375.523,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LeoBus GmbH, Leipzig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LeoBus GmbH, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LeoBus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 4 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 4 des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 14. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Strom, Wirtschaftsprüfer

Hesche-Zurek, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023

der LeoBus GmbH

Der Aufsichtsrat hat seine Überwachungs- und Beratungspflichten gegenüber der Geschäftsführung entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen und dem Gesellschaftsvertrag uneingeschränkt wahrgenommen.

Er hat sich im Geschäftsjahr 2023 mittels regelmäßiger und umfassender Berichterstattung durch die Geschäftsführung über die Lage und die Geschäftsentwicklung der LeoBus GmbH informiert. In diesem Zusammenhang hat er sich von der Geschäftsführung zu wesentlichen Geschäftsvorfällen berichten lassen, Berichte abgefordert und einschlägige Beschlüsse gefasst. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates auch außerhalb von Sitzungen von der Geschäftsführung zu Einzelsachverhalten berichten lassen.

Im Zuge der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine (Material- und Energiepreissteigerungen) haben sich die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat mit diesen besonderen Herausforderungen laufend befasst. Die Versorgungssicherheit der LeoBus GmbH war auch in diesen Zeiten gewährleistet.

Im Geschäftsjahr 2023 haben zwei planmäßige Sitzungen des Aufsichtsrates statt gefunden.

Weiterhin wurden zwei Beschlüsse des Aufsichtsrates im schriftlichen Beschlussverfahren herbeigeführt.

Themenschwerpunkte der Beratungen waren:

Berichterstattung über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft,

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022,

Berichterstattung zum Risikomanagement,

Wirtschaftsplanung für 2024 sowie mittelfristige Wirtschaftsplanung für 2025 bis 2028.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr.

Die Stadt Leipzig hat Grundsätze und Standards der Unternehmenssteuerung und der Unternehmensführung für kommunale Unternehmen in Anlehnung an den Deutschen Corporate Governance Kodex für börsennotierte Unternehmen und den Public Corporate Governance Kodex für Beteiligungsunternehmen des Bundes sowie nach den Empfehlungen des Präsidiums des Deutschen Städtetages entwickelt. Diese wurden mit Ratsbeschluss RBV-1843/13 vom 11. Dezember 2013 im "Leipziger Corporate Governance Kodex" (LCGK) niedergelegt, dessen Inhalte Bestandteil des Gesellschaftsvertrages der LeoBus GmbH sind.

Der Aufsichtsrat berichtet gemeinsam mit der Geschäftsführung gemäß§ 19 LeoBus-GesV über die Einhaltung der Regelungen des Teil III LCGK für das jeweilige Geschäftsjahr.

Des Weiteren berichtet der Aufsichtsrat, dass für das Geschäftsjahr 2023 kein Aufsichtsratsmitglied lnteressenskonflikte i. S. v. § 18 Abs. 1 lit. b des GesV der LeoBus GmbH gegenüber dem Aufsichtsrat angezeigt hat. Eine Beauftragung von Aufsichtsratsmitgliedern durch die Gesellschaft im Rahmen von Berater- oder sonstigen Dienstleistungs- und Werkverträgen ist im Geschäftsjahr 2023 nicht erfolgt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden von der zum Abschlussprüfer bestellten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, geprüft. Die Jahresabschlussprüfung erstreckte sich auch auf die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung nach § 53 HGrG. Im Ergebnis der Prüfungen wurden jeweils uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt.

Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates teilgenommen, dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und stand für Nachfragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat nimmt den Bericht der KPMG über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 sowie des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2023 zur Kenntnis. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festzustellen, den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 zu genehmigen und die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 zu entlasten.

Zudem bittet der Aufsichtsrat die Gesellschafterversammlung, den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2023 zu entlasten.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Geschäftsführung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht allen Beteiligten seine ausdrückliche Anerkennung für die erfolgreiche Tätigkeit aus.

 

Leipzig, 7. Mai 2024

Aufsichtsratsvorsitzender der LeoBus GmbH

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 7. Mai 2024 festgestellt.

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