RSB LOGISTIC GMBHLiquidiert

Stüttgenweg 2, 50935 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 67
Vorher
RW Beteiligungsgesellschaft für Bau und Logistik mbH
Eingetragen
19.11.1935
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von sonstigen Dienstleistungen für den Landverkehr a. n. g.
Gegenstand
a) die Spedition, der Umschlag, die Lagerung, die Sicherung und die Beförderung von Gütern aller Art, insbesondere solchen mit besonderen Sicherheitsfördernissen und die Erbringung von sonstigen Leistungen auf dem Gebiet der Logistik, b) die Verwertung und Entsorgung von Reststoffen und Erbringung damit im Zusammenhang stehender Leistungen, c) die Leitung von Unternehmen, die vornehmlich auf den unter lit. a) und b) genannten Geschäftsfeldern tätig sind, d) die Erbringung von Dienstleistungen für Tochter- und Beteiligungsgesellschaften und andere Unternehmen, e) die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern an Dritte.

Historie

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Management

NameRolle
Robert Fischer
seit 7.11.2014
Prokura
Karsten Neubauer
seit 7.11.2014
Prokura
Wilhelm Winterberg
seit 13.10.2009
Geschäftsführer
Klaus Dr. Müller
seit 13.10.2009
Prokura
Prokura
Cornelia Oberthür
seit 26.5.2008
Prokura
Günther Schmidt
seit 22.2.2008
Geschäftsführer
Thomas Nix
seit 8.9.2005
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

RSB Logistic GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Die bereits im Geschäftsjahr 2010 eingesetzte Konjunkturerholung in der Bundesrepublik Deutschland hat sich im laufenden Jahr 2011 weiter fortgesetzt. Die Transportwirtschaft konnte hiervon überdurchschnittlich profitieren, insbesondere aufgrund der starken Import- und Exportwirtschaft und der guten Baukonjunktur.

Die Güterverkehrsnachfrage hat allerdings noch nicht das Niveau vor der Realmarktkrise erreicht.

Positive Wachstumsimpulse konnte der Straßen- und Schienengüterverkehr verzeichnen. In der Binnenschifffahrt fiel der Anstieg moderater aus.

Trotz des konjunkturellen Aufschwungs und der daraus resultierenden Belebung der Transportwirtschaft konnten nur geringfügige Transportpreiserhöhungen durchgesetzt werden. Angesichts steigender Kosten gelang es nicht, die Ertragslage nachhaltig zu verbessern. Insbesondere die anhaltend hohen Kraftstoffpreise führten zu einer erheblichen Kostenbelastung.

Geschäftsentwicklung

Die RSB LOGISTIC GMBH erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Gesamtumsatz incl. Bestandsveränderung von rd. 107,3 Mio. EUR, was einer überdurchschnittlichen Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von rd. 14,6 % entspricht. Hiervon entfallen 56 % (VJ 54 %) auf das Geschäftsfeld Veredelungslogistik, 29 % (VJ 30 %) auf das Geschäftsfeld Kraftwerkslogistik und 15 % (VJ 16%) auf das Geschäftsfeld Tagebau- und Kontraktlogistik.

Die Umsatzausweitung ist im Wesentlichen auf eine mengenbedingte Steigerung der Umsätze mit der Rheinbraun Brennstoff GmbH zurückzuführen, die den Absatz nach Erholung der Realmarktkrise und der anhaltend hohen Energiepreise steigern konnte.

Die einzelnen Geschäftsfelder haben sich wie folgt entwickelt:

Das Geschäftsfeld Veredlungslogistik konnte durch den Anstieg des Braunkohlenstaubabsatzes einen überdurchschnittlichen Beschäftigungsanstieg erzielen. Im Bereich Sortimentslogistik ergibt sich eine konstante Entwicklung. Positive Effekte sind im Bereich Umschlag/Lagerung durch zusätzliche Briketteinlagerungen sowie Zuwächse von Verpackungsleistungen zu verzeichnen.

Die Kraftwerkslogistik profitierte im Bereich Schienenlogistik ebenfalls durch zusätzliche Staubbelieferungen. Der Bereich Binnenschifffahrt konnte sein Beschäftigungsniveau halten. Die Tagebau- und Kontraktlogistik konnte aufgrund des weiteren Ausbaus des Bereiches Arbeitnehmerüberlassung einen Beschäftigungsanstieg verzeichnen.

Ergebnisentwicklung

Entsprechend der Erhöhung der Umsatzerlöse ist auch ein Anstieg im Materialaufwand zu verzeichnen. Der Rohertrag stieg überproportional um 13,5 % auf rd. 25,4 Mio. EUR.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ergibt sich ein Rückgang auf rd. 1,4 Mio. EUR. Dieser ist im Wesentlichen durch den Wegfall der Personalabstellungen der Versandmitarbeiter ab 01.07.2011 an die RWE Power AG zurückzuführen.

Dem stehen erhöhte Aufwendungen für Löhne und Gehälter (incl. soziale Abgaben) durch die Ausweitung des Segments Arbeitnehmerüberlassung gegenüber (+ 11,6 %). Die Aufwendungen für Altersversorgung (ohne Zinsanteil) vermindern sich um rd. 0,2 Mio. EUR auf rd. 0,3 Mio. EUR.

Die Abschreibungen bewegen sich leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verändern sich nur leicht um + 3,9 % auf rd. 7,5 Mio. EUR. Einem Anstieg von zusätzlichen Mieten für Silokesselwagen steht eine Minderung von Fremdpersonalaufwendungen durch den Wegfall der Personalgestellung Versandmitarbeiter der RWE Power AG gegenüber.

Das Zinsergebnis verbesserte sich auf rd. ./. 0,6 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch die Verbesserung des Zinsniveaus und des geringeren Zinsanteils an der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen.

Im Berichtszeitraum erwirtschaftete die RSB LOGISTIC GMBH ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von rd. + 0,5 Mio. EUR (VJ ./. 0,1 Mio. EUR).

Der Jahresüberschuss von rd. 0,2 Mio. EUR wurde aufgrund des zum 01.01.2008 abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags an unsere Gesellschafterin abgeführt.

Vermögenslage

Das Umlaufvermögen macht 99,1 % (VJ 98,9 %) der Bilanzsumme von rd. 37,9 Mio. EUR (VJ 37,2 Mio. EUR) aus. Hiervon entfallen rd. 34,9 Mio. EUR (VJ 34,8 Mio. EUR) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Das Eigenkapital unserer Gesellschaft liegt unverändert bei rd. 19,3 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 50,9 % (VJ 51,9 %). Die Eigenkapitalrentabilität bezogen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt bei 2,7 % (VJ ./. 0,7 %).

Unsere Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der RWE Power einbezogen, so dass zu jedem Zeitpunkt eine ausreichende Liquidität gesichert ist.

Zum Bilanzstichtag betrugen die Cash-Pool-Forderungen gegen die RWE Power rd. 28,9 Mio. EUR (VJ 25,5 Mio. EUR).

Deckungsverhältnisse

Die Überdeckung des langfristigen Vermögens durch langfristiges Kapital beträgt 34,6 Mio. EUR (VJ 34,7 Mio. EUR). In gleicher Höhe übersteigen die kurz- und mittelfristig realisierbaren Vermögenswerte das kurz- und mittelfristige Fremdkapital.

Personal

Die Kosten für Löhne und Gehälter inklusive soziale Abgaben betragen rd. 17,9 Mio. EUR, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von rd. 11,6 % entspricht.

Ab dem Monat April 2011 erfolgte eine Tariferhöhung für das gewerbliche Personal von 3,1 %. Für die kaufmännischen Mitarbeiter ergab sich eine Tariferhöhung von 1,0 % ab dem 01.06.2011.

Die Aufwendungen für Altersversorgung (hier incl. Zinsanteil) liegen bei rd. 1,1 Mio. EUR (VJ 1,4 Mio. EUR).

Die durchschnittliche Beschäftigtenanzahl erhöhte sich auf 392 Mitarbeiter (VJ 357). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Ausweitung der Arbeitnehmerüberlassung (Stichtag 31.12.11: 302 Mitarbeiter) zurückzuführen.

Es wurden durchschnittlich 5 Auszubildende beschäftigt.

Die Aufwendungen für Fremdpersonal bewegen sich bei rd. 1,0 Mio. EUR (VJ 1,6 Mio. EUR). Davon entfallen rd. 0,6 Mio. EUR auf Personalabstellungen der RWE Power AG. Der Rückgang ist mit einer Änderung der Abrechnung für Versandmitarbeiter mit der RWE Power AG ab 01.07.2011 begründet.

Investitionen

Das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr beträgt 130 Tsd. EUR (VJ 143 Tsd. EUR). Davon entfielen 97 Tsd. EUR auf Pkw und 33 Tsd. EUR auf sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Forschung und Entwicklung

Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung ist unsere Gesellschaft nicht tätig.

Chancen und Risiken

Die RSB LOGISTIC GMBH ist in das bei der RWE Power AG implementierte Risikomanagementsystem mit eingebunden. Dadurch wird eine nach einheitlichen Standards erfolgende systematische Erfassung, Bewertung und Steuerung von Risiken gewährleistet.

Risiken sind insbesondere durch eine zeitweise oder langfristige Reduzierung der Logistikleistungen für die Rheinbraun Brennstoff GmbH zu sehen. Dem kann nur bedingt durch Kostenreduzierungen begegnet werden.

Weitere Risiken liegen im Ausfall von Großkunden und einem überdurchschnittlichen Anstieg der Frachtkosten. Der Anstieg kann insbesondere durch auftretende Kapazitätsengpässe bei allen Verkehrsträgern resultieren. Risiken sind auch in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Daneben stellen auch die hohen Aufwendungen für die Versorgungsverpflichtungen der Pensionäre eine Belastung dar.

Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen, außer den beschriebenen branchenüblichen Risiken, nicht und sind aus heutiger Sicht nicht zu erwarten.

Chancen können sich vor allem durch die Übernahme von weiteren konzerninternen Leistungen sowie durch eine gegenüber der Planung hinausgehende Kapazitätsausweitung im Veredelungsbereich ergeben.

Im nächsten Geschäftsjahr wird aufgrund der neuen Geschäftsfeldstruktur der Veredlung die Arbeitnehmerüberlassung an unsere Muttergesellschaft eingestellt. Die rd. 250 Mitarbeiter in diesem Bereich sind Anfang des Jahres 2012 direkt zu unserer Muttergesellschaft gewechselt, die bereits seit dem 01.07.2011 die Betriebsführung der Veredlungsproduktion von der RWE Power AG übernommen hat.

Weiterhin ist geplant, den Bereich Umschlag/Lagerung als Randfunktion der Produktion zu übertragen. Die in diesem Bereich tätigen rd. 30 Mitarbeiter sollen ebenfalls zu unserer Muttergesellschaft wechseln.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.

Ausblick

Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir bei den Speditionsleistungen eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung auf dem Niveau des Berichtsjahres, wobei wir konjunkturelle Risiken nicht ausschließen können. Positive Impulse erwarten wir durch den geplanten Kapazitätszuwachs von Braunkohlenstaub in der Veredlung.

Insgesamt gehen wir - insbesondere durch die erhebliche Reduzierung der Arbeitnehmerüberlassung - von einem Ergebnis für die Folgejahre 2012 und 2013 aus, das unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2011 liegen wird.

 

Köln, 10.01.2012

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

  Anhang 31.12.2011 31.12.2010
    Tsd.
EUR
Tsd.
EUR
Tsd.
EUR
Tsd.
EUR
Anlagevermögen (1)        
Immaterielle Vermögensgegenstände   0   2  
Sachanlagen   336   406  
      336   408
Umlaufvermögen          
Vorräte (2) 800   247  
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 36.772   36.553  
Flüssige Mittel (4) 0   -  
      37.572   36.800
Rechnungsabgrenzungsposten     1   -
      37.909   37.208

Passiva

         
Eigenkapital          
Gezeichnetes Kapital   2.500   2.500  
Kapitalrücklage   16.793   16.793  
Gewinnrücklagen (5) 11   11  
      19.304   19.304
Rückstellungen (6)   17.094   16.936
Verbindlichkeiten (7)   1.511   968
      37.909   37.208

Gewinn- und Verlustrechnung

  Anhang 2011 2010
    Tsd.
EUR
Tsd.
EUR
Tsd.
EUR
Tsd.
EUR
Umsatzerlöse (8) 106.762   97.726  
Veränderung des Bestandes an unfertigen Leistungen   554   -4.086  
Sonstige betriebliche Erträge (9) 1.442   2.123  
      108.758   95.763
Materialaufwand (10) -81.947   -71.296  
Personalaufwand (11) -18.149   -16.469  
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (12) -103   -121  
Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) -7.479   -7.197  
      -107.678   -95.083
      1.080   680
Zinsergebnis (14)   -550   -812
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit     530   -132
Außerordentliches Ergebnis (15)   -   -1.582
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (16)   -297   -46
Aufwendungen aus Gewinnabführung     -233   1.760
(Vorjahr Erträge aus Verlustübernahme)          
Jahresüberschuss     -   -

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Zur Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt; die im Anhang genannten Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. EUR) angegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

AKTIVA

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände und Entwicklungskosten werden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten.

Die Sachanlagen werden grundsätzlich unter Anwendung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sobald der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen für Aktivierungen bis zum 31. Dezember 2009 werden - soweit steuerlich zulässig - sowohl degressiv als auch linear vorgenommen. Bei der degressiven Abschreibungsmethode erfolgt der Wechsel auf die lineare Rechnung, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Für Aktivierungen ab dem 1. Januar 2010 wird grundsätzlich die lineare Methode angewendet. Auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden Abschreibungen monatsgenau verrechnet. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis einschließlich 150 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000 € werden auf Grund untergeordneter Bedeutung einem Sammelposten zugeführt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden auf der Basis von Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch notwendige Gemeinkosten. Das Wahlrecht nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Ansatz von freiwilligen sozialen Leistungen und Kosten der betrieblichen Altersversorgung wird nicht angewendet. Fremdkapitalzinsen sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert, dabei wird allen erkennbaren Einzelrisiken durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen.

PASSIVA

Rückstellungen

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung geschätzter zukünftiger Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank im Oktober 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre laufzeitadäquat abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die unter den Sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Rückstellung für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen ("Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) gebildet. Sie werden zum Bilanzstichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank im Oktober 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 5,13 % (Vorjahr 5,16 %) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB).

Die Rückstellungen für Altersteilzeitleistungen werden zum Bilanzstichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank im Oktober 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 4,09 % abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 3 Jahren ergibt (Vorjahr: 5,16 % bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren).

Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurden folgende jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen und Rentensteigerungen zu Grunde gelegt:

Rechnungsannahmen in Prozent Lohn- und Gehaltssteigerungen Rentensteigerungen
  31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Pensionsrückstellungen 2,75% 2,75% 1,75% 1,50%
Deputatverpflichtungen 1,00% 1,00% 1,00% 1,00%
Jubiläumszuwendungen 2,75% 2,75% - -
Altersteilzeit 2,75% 2,75% - -

Die Pensionsrückstellungen umfassen neben den vertraglich zugesagten Barbezügen Rückstellungen für Deputatverpflichtungen, die auf der Basis des Ablösebetrages bzw. der Anschaffungskosten bewertet werden.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Auf Grund der ertragsteuerlichen Organschaft der RSB LOGISTIC GmbH mit der RV Rheinbraun Handel und Dienstleistungen GmbH, Köln, bilanziert RSB LOGISTIC GmbH als Organgesellschaft keine latenten Steuern.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

(2) Vorräte

Es handelt sich wie im Vorjahr ausschließlich um unfertige Leistungen.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

  31.12.2011 Tsd.
EUR
31.12.2010 Tsd.
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 378 445
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 34.869 34.823
- davon gegen den Gesellschafter (-) (1.713)
Sonstige Vermögensgegenstände 1.525 1.285
  36.772 36.553

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.005 Tsd. EUR (Vorjahr 7.561 Tsd. EUR) sowie das verzinsliche Verrechnungskonto mit der RWE Power AG von 28.864 Tsd. EUR (Vorjahr 25.549 Tsd. EUR)

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

(4) Flüssige Mittel

Es handelt sich ausschließlich um Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von weniger als 1 Tsd. EUR.

(5) Gewinnrücklagen

Es handelt sich um andere Gewinnrücklagen nach § 266 Abs. 3 HGB. Sie beinhalten die Überdeckungsbeträge der langfristigen Rückstellungen aus der zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 vorgenommenen erfolgsneutralen Umbewertung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB in Höhe von 11 Tsd. EUR.

(6) Rückstellungen

  31.12.2011 Tsd.
EUR
31.12.2010 Tsd.
EUR
Rückstellungen für Pensionen    
und ähnliche Verpflichtungen 15.020 15.086
Sonstige Rückstellungen 2.074 1.850
  17.094 16.936

Die sonstigen Rückstellungen enthalten i. W. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Personalbereich (1.984 Tsd. EUR).

(7) Verbindlichkeiten

  31.12.2011 Tsd.
EUR
31.12.2010 Tsd.
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 704 740
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 572 8
- davon gegenüber dem Gesellschafter (563) (-)
Sonstige Verbindlichkeiten 235 220
- davon aus Steuern (153) (159)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (76) (50)
  1.511 968

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 9 Tsd. EUR auf Lieferungen und Leistungen (Vorjahr 8 Tsd. EUR).

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 17 Tsd. EUR eine Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren (Vorjahr 33 Tsd. EUR). Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

  2011 Tsd.
EUR
2010 Tsd.
EUR
Logistikleistungen 91.884 83.501
Übrige 14.878 14.225
  106.762 97.726

Aufteilung nach geographisch bestimmten Märkten

  2011 Tsd.
EUR
2010 Tsd.
EUR
Bundesrepublik Deutschland 106.471 97.021
Übrige EU 291 704
Übriges Ausland (-) 1
  106.762 97.726

(9) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erstattungen aus Weiterberechnungen (1.279 Tsd. EUR) enthalten.

Im Berichtsjahr sind 119 Tsd. EUR aperiodische Erträge angefallen.

(10) Materialaufwand

  2011 Tsd.
EUR
2010 Tsd.
EUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.723 1.583
Aufwendungen für bezogene Leistungen 80.224 69.713
  81.947 71.296

(11) Personalaufwand

  2011 Tsd.
EUR
2010 Tsd.
EUR
Löhne und Gehälter 15.068 13.423
Soziale Abgaben 2.782 2.576
Aufwendungen für Altersversorgung 299 470
  18.149 16.469

Die Zahl der Mitarbeiter *) betrug im Jahresdurchschnitt:

  2011 Personen 2010 Personen
Angestellte 86 87
Gewerbliche 301 265
  387 352
Auszubildende 5 5
  392 357

*) Die Angabe erfolgt in Mitarbeiteräquivalenten entsprechend dem prozentualen Beschäftigungsgrad.

(12) Abschreibungen

Siehe Entwicklung der kumulierten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen im Anlagenspiegel.

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hierin enthalten sind sonstige Steuern in Höhe von 5 Tsd. EUR (Vorjahr 6 Tsd. EUR).

(14) Zinsergebnis

  2011 Tsd.
EUR
2010 Tsd.
EUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 296 117
davon aus verbundenen Unternehmen (282) (115)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -846 -929
davon an verbundene Unternehmen (-) (-)
  -550 -812

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten die Zinszuführung zu den Altersversorgungsrückstellungen in Höhe von 796 Tsd. EUR (Vorjahr 893 Tsd. EUR).

Desweiteren enthält diese Position die Aufwendungen aus der Aufzinsung der sonstigen langfristigen Rückstellungen in Höhe von 49 Tsd. EUR (Vorjahr 34 Tsd. EUR).

(15) Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres enthielt ausschließlich außerordentliche Aufwendungen. Diese betrafen die erfolgswirksamen Umstellungseffekte aus der Bewertungsumstellung nach BilMoG zu Beginn des Geschäftsjahres 2010. Sie resultierten im Wesentlichen mit 1.551 Tsd. EUR aus der Umbewertung der langfristigen Rückstellungen zum erhöhten Erfüllungsbetrag bei den Pensionsverpflichtungen. Auf das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres entfielen keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

(16) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden 330 Tsd. EUR (Vorjahr 46 Tsd. EUR) dem Organträger erstattet.

(17) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Pachtverträgen für die Anmietung von Kesselwaggons bestehen Verpflichtungen in Höhe von 17.749 Tsd. EUR (Vorjahr 18.709 Tsd. EUR). In diesem Jahr wie auch im Vorjahr liegt kein Bestellobligo für Investitionen vor.

Sonstige Angaben

(18) Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

 

Günther Schmidt, Eschweiler
Geschäftsführer operatives Geschäft

 

Wilhelm Winterberg, Pulheim
Geschäftsführer kaufmännischer Bereich und operatives Geschäft Privatkunden bei der Rheinbraun Brennstoff GmbH

Im Geschäftsjahr waren die Geschäftsführer bei anderen Konzernunternehmen der RWE Power AG angestellt und erhielten ihre Bezüge dort.

(19) Obergesellschaft

Das Stammkapital wird von der RV Rheinbraun Handel und Dienstleistungen GmbH, Köln, gehalten.

Unsere Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der RWE AG, Essen, einbezogen, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt wird; dieser ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich.

Zwischen RV Rheinbraun Handel und Dienstleistungen und der RSB LOGISTIC GMBH besteht seit dem 01.01.2008 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

 

Köln, 10.01.2012

RSB LOGISTIC GMBH

Die Geschäftsführer

Winterberg

Schmidt

Entwicklung des Anlagevermögens (in T €)

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  Stand am 01.01.2011 Zugänge Um- buchungen Abgänge Stand am 31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Sonstige Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84       84
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 17 6     23
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.016 124 29 152 1.017
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29   -29    
  1.062 130   152 1.040
  1.146 130   152 1.124
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand am 01.01.2011 Zugänge erfolgs- wirksam Entnahmen für Abgänge Stand am 31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Sonstige Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 82 2   84
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 10 1   11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 646 100 53 693
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau        
  656 101 53 704
  738 103 53 788
  Nettobuchwerte
  zum 31.12.2011 buchwerte zum 31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Sonstige Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   2
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 12 7
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 324 370
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   29
  336 406
  336 408

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RSB LOGISTIC GMBH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Essen, den 25. Januar 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Ralph Welter, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ulrich Grafenschäfer, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 08.02.2012

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