Wackler Immobilien GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred von Dahlen seit 8.7.2025 | Prokura |
Silvio Waldheim seit 19.5.2025 | Prokura |
Falk Damerow seit 8.5.2013 | Geschäftsführer |
Markus Christian Mayr seit 2.4.2013 | Prokura |
Willi Fottner seit 22.12.2011 | Prokura |
Alexander Keil seit 9.12.2009 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wackler Personal-Service GmbHChemnitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Bilanz zum 31. Dezember 2020AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020
ANHANG für das Geschäftsjahr 2020I. Allgemeine Angaben Die Wackler Personal-Service GmbH hat ihren Sitz in Chemnitz. Sie ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Chemnitz unter HRB 25450 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 Abs. 1 HGB. Von den Erleichterungen der §§ 266 Abs. 1, 274a, 276 sowie 288 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) wurden teilweise in Anspruch genommen. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 2 Satz 2, 266 ff. HGB). II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibung bewertet. Das bewegliche Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der von der Gesellschaft ermittelten Nutzungsdauern der Wirtschaftsgüter vorgenommen. Die Bemessung der Nutzungsdauern erfolgt auf Basis der Nutzungsdauern nach den amtlichen AfA-Tabellen, bei gebrauchten Wirtschaftsgütern auch des Alters. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. III. Bilanzerläuterungen Anlagevermögen Die Aufgliederung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2020 und die Entwicklung im Berichtszeitraum sowie die in der Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020 hierauf vorgenommenen Abschreibungen ergeben sich aus dem nachstehenden Anlagespiegel (Anlage 3, Blatt 5). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind ausnahmslos kurzfristig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschaften in Höhe von T€ 92. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus langfristigen Leasing- und Mietverträgen sowie sonstigen Leistungen, die wie folgt fällig werden:
Die Verpflichtungen enthalten Mietverpflichtungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 162. Für unbefristete Mietverhältnisse bestehen jährliche finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 73. Die unbefristeten Mietverhältnisse sind nur in der Angabe "fällig innerhalb eines Jahres" berücksichtigt. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Umlagen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Verträgen zu Beratungs- und Managementleistungen. In 2020 resultierten hieraus Verpflichtungen in Höhe von T€ 571. IV. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietbürgschaften in Höhe von T€ 27 sowie Vertragserfüllungsbürgschaften in Höhe von T€ 60. Die Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Arbeitnehmer In der Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020 wurden durchschnittlich 476 (Vj. 518) Mitarbeiter beschäftigt, davon:
Die genannten Zahlen beinhalten nicht die Mitglieder der Geschäftsführung. Geschäftsführung: Zum Geschäftsführer der Gesellschaft sind bestellt: Herr Falk Damerow, Diplom-Kaufmann Herr Manfred von Dahlen, Kaufmann, seit 1. Januar 2021 Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Konzern Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der Wackler Holding SE, München, die gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen ist. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Wackler Holding SE, München, als einzigen Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Chemnitz, 27. April 2021 Gez. Falk Damerow Gez. Manfred von Dahlen Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27. April 2021 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens 2020
LageberichtA. Darstellung des Geschäftsverlaufes 1. Gesamtwirtschaftliche Konjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,0 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7 %. Die Corona-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt. Im Produzierenden Gewerbe ohne Bau, das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, ging die preisbereinigte Wirtschaftsleistung gegenüber 2019 um 9,7 % zurück, im Verarbeitenden Gewerbe sogar um 10,4 %. Die Industrie war vor allem in der ersten Jahreshälfte von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen, unter anderem durch die zeitweise gestörten globalen Lieferketten. Besonders deutlich zeigte sich der konjunkturelle Einbruch in den Dienstleistungsbereichen, die zum Teil so starke Rückgänge wie noch nie verzeichneten. Exemplarisch hierfür steht der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, dessen Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 6,3 % niedriger war als 2019. Dabei gab es durchaus gegenläufige Entwicklungen: Der Onlinehandel nahm deutlich zu, während der stationäre Handel zum Teil tief im Minus war. Die starken Einschränkungen in der Beherbergung und Gastronomie führten zu einem historischen Rückgang im Gastgewerbe. Ein Bereich, der sich in der Krise behaupten konnte, war das Baugewerbe: Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm hier im Vorjahresvergleich sogar um 1,4 % zu. Auch auf der Nachfrageseite waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich sichtbar. Anders als während der Finanz- und Wirtschaftskrise, als der gesamte Konsum die Wirtschaft stützte, gingen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2020 im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 6,0 % zurück und damit so stark wie noch nie. Die Konsumausgaben des Staates wirkten dagegen mit einem preisbereinigten Anstieg von 3,4 % auch in der Corona-Krise stabilisierend, wozu unter anderem die Beschaffung von Schutzausrüstungen und Krankenhausleistungen beitrug. Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten preisbereinigt mit -3,5 % den deutlichsten Rückgang seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Dabei legten die Bauinvestitionen entgegen diesem Trend um 1,5 % zu. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurden im Jahr 2020 dagegen preisbereinigt 12,5 % weniger investiert als im Vorjahr. Die Investitionen in sonstige Anlagen - darunter fallen vor allem Investitionen in Forschung und Entwicklung - fielen ersten Schätzungen zufolge preisbereinigt um 1,1 %. Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf den Außenhandel massiv aus: Die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen gingen im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 %, die Importe um 8,6 %. Besonders groß war der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2020 von 44,8 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 477.000 Personen oder 1,1 % weniger als 2019. Damit endete aufgrund der Corona-Pandemie der über 14 Jahre anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit, der sogar die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 überdauert hatte. Besonders betroffen waren geringfügig Beschäftigte sowie Selbstständige, während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stabil blieb. Vor allem die erweiterten Regelungen zur Kurzarbeit dürften hier Entlassungen verhindert haben. Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 158,2 Milliarden Euro. Das war das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung, nur übertroffen vom Rekorddefizit des Jahres 1995, in dem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden. Der Bund hatte mit 98,3 Milliarden Euro den größten Anteil am Finanzierungsdefizit, gefolgt von den Ländern mit 26,1 Milliarden Euro, den Sozialversicherungen mit 31,8 Milliarden Euro und den Gemeinden mit 2,0 Milliarden Euro. Gemessen am nominalen BIP errechnet sich für den Staat im Jahr 2020 eine Defizitquote von 4,8 %. Der europäische Referenzwert des Stabilitäts- und Wachstumspakts von 3 % und die Zielgröße für die nationale Schuldenbremse wurden demnach deutlich verfehlt. Allerdings wurde die Anwendung beider Zielgrößen aufgrund der Corona- Pandemie für die Jahre 2020 und 2021 ausgesetzt. Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_020_811.html 2. Entwicklung der Branche Die Entwicklung der Zeitarbeitsbranche ist zum einen durch die Konjunktur und zum anderen durch gesetzliche Änderungen geprägt. So gab es in der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 - trotz befristeter Möglichkeit der Gewährung von konjunkturellem Kurzarbeitergeld für Zeitarbeitsunternehmen - einen Beschäftigungseinbruch. Deutliche Anstiege waren bisher vor allem nach den Zeitpunkten der wichtigsten rechtlichen Änderungen zu beobachten. Insbesondere die umfangreichen Deregulierungen der Zeitarbeit ab 1. Januar 2003 mit dem Wegfall des Synchronisations- und Wiedereinstellungsverbotes sowie der Höchstüberlassungsdauer haben zu einer Ausweitung dieser Beschäftigungsform geführt. Demgegenüber stehen die zum 1. April 2017 in Kraft getretenen Regulierungen. Ab dem Jahreswechsel 2017/2018 sind deutliche Beschäftigungsrückgänge in der Zeitarbeit zu beobachten, die anfangs auch damit in Zusammenhang stehen dürften. 1990 lag die jahresdurchschnittliche Zahl der Leiharbeitnehmer erstmals über 100.000; bereits acht Jahre später hatte sie sich verdoppelt. Im Zuge der rechtlichen Änderungen im Rahmen der Hartz-Gesetze kam es zu einer weiteren Expansion der Branche. Im November 2017 hatte die Zahl der Leiharbeitnehmer mit rund 1,08 Millionen ihren vorläufigen Höchststand. Seitdem ist die Beschäftigung in der Zeitarbeit - zunächst auch in Folge der Regulierungen - tendenziell rückläufig. Da die Zahl der Übergänge von Leiharbeitnehmern in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung außerhalb der Leiharbeit im Jahr 2018 deutlich gestiegen ist, dürfte der Rückgang nicht zu nennenswert weniger Beschäftigung in der Gesamtwirtschaft geführt haben. Zwar kann plausibel vermutet werden, dass ein großer Teil der Arbeitnehmer vom ehemaligen Entleiher übernommen wurde, quantifizieren lässt sich der Anteil aus den vorliegen-den Zahlen jedoch nicht. Zuletzt kamen bei den Rückgängen mehr und mehr konjunkturelle Gründe zum Tragen. Im Juni 2020 lag die Beschäftigung bei 748.000, 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In den bisher vorliegenden Zahlen zur Leiharbeit spiegeln sich die Folgen der ersten Welle der Corona-Krise bereits in Ansätzen wider: Von Februar auf Juni 2020 ist die Zahl der beschäftigten Leiharbeitnehmer - saisonal untypisch - um knapp 9 Prozent gesunken. Im Juni 2020 gab es in Deutschland knapp 49.000 Verleihbetriebe. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihre Anzahl um mehr als 2.000 (-4,2 Prozent) gesunken. Damit setzt sich die rückläufige Tendenz der beiden Vorjahre fort. Von allen Verleihbetrieben hatten 11.000 bzw. 23 Prozent den Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung, 300 weniger als im Vorjahr. Der Rückgang bei den Verleihbetrieben ist damit überwiegend auf die Entwicklung bei den Mischbetrieben zurückzuführen. Deren Zahl verringerte sich gegenüber Juni 2019 um fast 2.000 (-4,6 Prozent) auf 38.000. Gut drei Viertel aller Verleihbetriebe beschäftigten weniger als zehn Leiharbeitnehmer. In 14 Prozent der Betriebe arbeiteten 10 bis 49 Zeitarbeitnehmer und acht Prozent beschäftigten 50 oder mehr Leiharbeitnehmer. Über die letzten Jahre hinweg sind die Anteile der Betriebsgrößenklassen weitestgehend konstant. Zwischen Betrieben mit und ohne Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung bestehen deutliche Unterschiede hinsichtlich der Zahl der beschäftigten Leiharbeitnehmer. So beschäftigen mehr als neun von zehn Betrieben ohne Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung weniger als zehn Leiharbeitnehmer. Dagegen hat knapp ein Drittel der Verleihbetriebe mit Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung 50 oder mehr Leiharbeitnehmer (31 Prozent). Es fällt auf, dass die Zahl der größeren Verleihbetriebe deutlich rückläufig ist und - gerade bei den Betrieben mit dem Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung - eine Verschiebung hin zu kleineren und mittleren Betrieben zu beobachten ist. Diese Verlagerung könnte damit zusammenhängen, dass größere Unternehmen weniger Mitarbeiter beschäftigen und sich dadurch aktuell in einer niedrigeren Betriebsgrößenklasse wiederfinden. Insgesamt waren zum Stichtag 30. Juni 2020 gut drei Viertel der Leiharbeitnehmer (568.000) in Verleihbetrieben mit Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt. Im gleitenden Jahresdurchschnitt bis Juni 2020 waren 841.000 Leiharbeitnehmer in Deutschland entweder sozialversicherungspflichtig oder ausschließlich geringfügig beschäftigt. Im Vorjahresvergleich sank ihre Zahl um 108.000 (-11 Prozent). Auch der Anteil der Zeitarbeitnehmer an der Gesamtbeschäftigung (38,27 Millionen) nahm von 2,5 Prozent auf 2,2 Prozent ab. Betrachtet man die Beschäftigungsformen separat, so waren 2,3 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und 1,3 Prozent der ausschließlich geringfügig Beschäftigten als Zeitarbeitnehmer beschäftigt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist die dominierende Beschäftigungsform in der Zeitarbeit. Mit 781.000 waren im gleitenden Jahresdurchschnitt bis Juni 2020 mehr als neun von zehn Leiharbeitnehmern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Winterhalbjahr 2019/2020 hatte sie in Folge der konjunkturellen Schwäche kontinuierlich zwischen 80.000 und 90.000 unter ihrem Vorjahreswert gelegen. Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung haben - wie im Durchschnitt über alle Branchen - Spuren in der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hinterlassen: Im Frühsommer 2020 vergrößerte sich dieser Vorjahresabstand auf rund 130.000. Die meisten der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse in der Leiharbeit sind in Vollzeit: Im gleitenden Jahresdurchschnitt bis Juni 2020 waren 83 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Leiharbeitnehmer - und damit 77 Prozent aller Leiharbeitnehmer - vollzeitbeschäftigt und 17 Prozent teilzeitbeschäftigt (16 Prozent aller Leiharbeitnehmer). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verschob sich der Anteil um fast einen Prozentpunkt in Richtung der teilzeitbeschäftigten Leiharbeitnehmer. Die langfristige Tendenz setzt sich damit fort. Der Anteil der Vollzeitbeschäftigten ist bei Leiharbeitnehmern höher als bei allen Beschäftigten (71 Prozent). Entgegen der Entwicklung bei allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sank sowohl die Zahl der vollzeit- als auch die der teilzeitbeschäftigten Zeitarbeitnehmer (-12 bzw. -6 Prozent; alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigte +0,4 bzw. +3 Prozent). Quellen:
3. Geschäftsverlauf und Lage Die Schwerpunkte unserer Tätigkeit lagen wie in den Vorjahren in folgenden Bereichen:
Obwohl die Anzahl der Leiharbeitnehmer in der Branche um 11 % gesunken ist, sind die Umsatzerlöse der WPS gegenüber dem Vorjahr nur um 6,7 % zurückgegangen. Im Geschäftsjahr waren sowohl die Erlöse im Bereich Arbeitnehmerüberlassung als auch im Bereich Vermittlung rückläufig. Auf Grund des Corona-Jahres muss aber betont werden, dass der Rückgang im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung die Zeit seit dem ersten großen Lockdown im März bis September betrifft. Seit dem Oktober 2020 steigen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr, was sich auch 2021 fortsetzt. Auf Grund er besonderen Situation sind Vermittlungen drastisch um ca. 40% geschrumpft, dies wird sich wohl auch 2021 fortsetzen, bis die Unsicherheit der Pandemie weicht. Auf Grund der Umsatzreduzierung konnte das Ergebnis vor Ertragsteuern EBT des Vorjahres nicht erreicht werden. Trotz des Umsatzrückganges um 1.093 TEUR konnte der Rückgang des EBT durch Einsparungen in den Strukturkosten begrenzt werden. Das EBT verringerte sich von 391 TEUR auf 231 TEUR. Personal und Kunden Im Gehaltsbereich wurde der 2018 vollzogene Aufbau von Regionalleitungen in 2019 wieder zurückgenommen sowie der Bereich des Prozess- und Projektmanagement deutlich kostengünstiger organisiert. Dies war in Hinblick auf die Einschnitte im 2. Quartal 2020 sehr wertvoll. Zur Kostenersparnis wurde Ende Mai die 2019 eröffnete Niederlassung Erfurt geschlossen. Gleichfalls wurde der Fachbereich Transport und Verkehr nach fast 10 Jahren geschlossen, da aus unserer Sicht das Marktpotential langfristig nicht ausreicht. Im 3. Quartal 2020 wurde nach den ersten Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung entschieden, dass das Unternehmen wieder expandieren will. Aus diesem Grund wurde die Position der Regional-/ Vertriebsleitung im Dezember neu besetzt und auch der Bereich in der Zentrale verstärkt. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter verringerte sich in 2020 um 8,2% auf 476 (Vorjahr: 518), was im Gleichklang bzw. leicht über der Entwicklung des Umsatzes liegt (- 6,7%). Beim Durchschnitt über 12 Monate verringerte sich die durchschnittliche Personalzahl um 9,8%. Die Beschaffung von internem und externem Personal bedarf weiter größerer Anstrengungen. Die Gewinnung des internen Personals wird seit dem 4. Quartal wieder von Headhuntern mit den entsprechenden Kosten unterstützt. Für den externen Bereich wurde als Unterstützung zur Gewinnung von Leiharbeitskräften die Facebook-Seite erfolgreich fortgeführt. Weiterhin wurde in enger Zusammenarbeit mit der Wackler Holding SE der Relaunch der Wackler-Homepage 2019 vollzogen, auf welcher der Bereich der Wackler Personal-Service stärker in den Vordergrund gehoben wurde. Dieser wurde auch 2020 weiterentwickelt. Seit 2019 wird "indeed" zur Personalgewinnung im externen Bereich eingesetzt und im Jahr 2020 verstärkt. Gleichfalls wurden auch die altbewährten Kanäle weiter ausgebaut. Die Nutzung der Jobbörse und die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit sind nach wie vor von großer Bedeutung. Auch der Ausbau der Partnerschaften mit Bildungsträgern und Personalvermittlern wurde verstärkt. Auf Grund der veränderten Marktbedingung ist es häufig erforderlich, gegenüber den Kunden als CO-Lieferant eines Master Vendor in Erscheinung zu treten. Dies führt aufgrund der sogenannten Master-Gebühren zu erhöhten Kosten. Dieser Trend hat sich in 2020 deutlich verstärket, so dass sich die Kosten in diesem Bereich noch einmal um mehr als 40 % gestiegen sind. Auch Bonusvergütungen an Kunden, die im Zuge von Verhandlungen von Rahmenverträgen bzw. zentralen Einkaufsstrukturen entstehen, nahmen seit 2018 merklich zu. Dies hat sich nach 2019 auch auf vergleichbarem Niveau 2020 stabilisiert. Investitionen Im Jahr 2020 erfolgten Investitionen in Höhe von lediglich 3 TEUR nach 13 TEUR im Vorjahr. Personal- und Sozialbereich Die personellen Strukturen in den bestehenden Betriebsstätten wurden verändert. Die 2019 in Erfurt eröffnete Niederlassung wurde wieder geschlossen. Im Oktober wurde dagegen eine sehr erfolgreiche Niederlassung in Zwickau eröffnet. Unser Augenmerk lag auch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf umfassenden Maßnahmen zur Qualifikation unserer Mitarbeiter. Alle Mitarbeiter der Wackler Group haben sich zur Einhaltung von Compliance-Richtlinien verpflichtet. a) Vermögenslage Der Wert des Anlagevermögens war von 166 TEUR auf 142 TEUR rückläufig, da im Geschäftsjahr nur in geringem Umfang in die Büro- und Geschäftsausstattung investiert werden musste und hat mit einem Anteil am Gesamtvermögen von 5,8 % einen untergeordneten Teil.
Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Arbeitskleidung beinhalten den Bestand an Arbeitskleidung und sind mit einem Wert von 34 TEUR gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen (Vj.26 TEUR). Die Kundenforderungen verringerten sich aufgrund des geringeren Umsatzes von 2.073 TEUR auf 2.052 TEUR bei rückläufigem Umsatz um 1,0 %. Der Rückgang, welcher unterproportional zum Jahresumsatz erscheint, drückt die steigenden Umsätze des letzten Quartals aus. Unter Berücksichtigung der unterjähriger Umsatzverteilung konnten die Debitorenlaufzeiten im letzten Quartal durch ein konsequentes Forderungsmanagement reduziert werden. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 114 TEUR beinhalten neben Forderungen gegenüber der Wackler Service Group GmbH & Co. KG in Chemnitz und Wackler Facility Management GmbH den positiven Saldo in Höhe von 92 TEUR gegenüber der Wackler Holding SE aus Cash Pooling-Forderungen (186 TEUR) abzüglich dem abzuführenden Jahresüberschuss (231 TEUR) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die flüssigen Mittel in Höhe von 3 TEUR weisen die Kassenbestände der Standorte auf. Beide Kontokorrentkonten sind im Cash Pooling mit Zero-Balancing der Wackler Holding SE eingebunden. Insgesamt ergibt sich bei sinkendem Umsatzvolumen eine Erhöhung des Gesamtvermögens von 2.301 TEUR auf 2.435 TEUR.
Das Eigenkapital bleibt mit 280 TEUR aufgrund des mit der Wackler Holding SE bestehenden Gewinnabführungsvertrags unverändert. Der Jahresüberschuss in Höhe von 231 TEUR ist als Verbindlichkeit an die Wackler Holding SE mit den Cash Pool Forderungen gegenüber dieser verrechnet. Durch den Ausweis einer Forderung gegenüber der Wackler Holding SE verringerten sich die Verbindlichkeiten im Verbund von 60 TEUR im Vorjahr auf Null. Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 30 TEUR gestiegen. Wesentliche Rückstellungen sind neben den Zeitkonten mit 332 TEUR die zurückgestellten Beiträge zur Berufsgenossenschaft (321 TEUR), die Urlaubsrückstellungen (116 TEUR), Rückstellungen für Personalsonderzahlungen (82 TEUR) sowie die in 2021 zu entrichtenden Beiträge zur Schwerbehindertenausgleichsabgabe (74 TEUR). Der Anteil Eigenkapitals am Gesamtvermögen verringerte sich durch die gestiegenen Forderungen von 12,2 % auf 11,5 % von der Bilanzsumme und stellt weiterhin eine solide Basis für eine gesunde Finanzierungsstruktur dar. b) Finanzlage Die Liquiditätslage unseres Unternehmens entwickelte sich im Berichtsjahr positiv. Durch die konsequente Umstellung auf das Cash Pooling bei der Wackler Holding SE bestehen gegenüber Banken keine Forderungen oder Verbindlichkeiten. Unter Berücksichtigung der Cash-Pooling-Forderungen gegenüber der Wackler Holding SE als liquide Mittel liegen diese bei 189 TEUR. Die liquiden Mittel haben sich von 111 TEUR in 2019 auf 189 TEUR erhöht. Die Liquidität 2. Grades liegt hierbei bei 205 Prozent, wodurch wir jederzeit in der Lage sind unsere finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können. c) Ertragslage Aufgrund des Marktrückgangs um 11 % konnte das Umsatzniveau des Vorjahres nicht gehalten werden, so dass die Umsätze um 6,7 % rückläufig waren.
Die sonstigen betrieblichen Erträge ergeben sich einerseits aus Sachverhalten, denen Aufwendungen wie den Sachbezügen aus der Überlassung von Firmenfahrzeugen oder der Bereitstellung von Unterkünften an gewerbliche Mitarbeiter entgegenstehen und damit wiederkehrend sind. Daneben bestehen Vertragsstrafen, wenn Mitarbeiter nicht zum Dienst erscheinen. Der Anstieg gegenüber 2019 um 39 TEUR begründen sich mit 36 TEUR wesentlich aus den Erstattungen der während der Kurzarbeit gezahlten Sozialversicherungsbeiträge. Der Materialaufwand erhöhte sich um 34 TEUR durch höhere Master Vendor-Gebühren (+40 TEUR). Die Weitermietung von Firmenfahrzeugen an andere Konzerngesellschaften war rückläufig (-5 TEUR) Auf Grund der veränderten Marktbedingung ist es häufig erforderlich, gegenüber den Kunden als CO-Lieferant eines Master Vendor in Erscheinung zu treten. Dies führt aufgrund der sogenannten Master-Gebühren zu erhöhten Kosten. Dieser Trend hat sich nochmals in 2020 deutlich verstärkt, so dass sich die Kosten in diesem Bereich um 40 TEUR auf 130 TEUR erhöht haben. Der Personalaufwand für die Leiharbeitnehmer verringerte sich bedingt durch den geringeren Umsatz und einem leichten gegenläufigen Anstieg der Personalaufwandsquote von 76,6 % in 2019 auf 77,0 % in 2020 von 12.474 TEUR auf 11.699 TEUR (-6,2 %). Durch den Anstieg der Personalaufwandsquote und den gestiegenen Materialaufwand verringerte sich der Rohertrag von 24,0 % vom Umsatz in 2019 auf 23,7 % in 2020 und absolut um 313 TEUR. Davon sind 263 TEUR auf den Umsatzrückgang zurückzuführen. Der Personalaufwand im Gehaltsbereich konnte unterproportional zum Umsatzrückgang um 32 TEUR auf 1.699 TEUR gesenkt werden, nachdem bereits im Vorjahr die Strukturen den Abbau der Regionalleitung und die Umstrukturierung im Projekt-/Prozessmanagement verschlankt wurden. Der Einsparung der verschiedenen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 125 TEUR erklärt sich durch geringere Tagungs- und Reisekosten (-140 TEUR) sowie Fahrzeugkosten (-26 TEUR) bedingt durch die Corona-Pandemie, gesunkenen Raumkosten (-12 TEUR) und niedrigere Versicherungsprämien (-12 TEUR) durch die gesunkenen Umsatzerlöse. Den Einsparungen stehen höhere Kosten im Personalbereich zur Mitarbeiterakquise (+40 TEUR) und Weiterbildungskosten (+16 TEUR) gegenüber. Mit Geschäftsbesorgungsvertrag vom 1. August 2011 hat die Wackler Holding SE Service und Beratungsleistungen in folgenden Bereichen übernommen:
Der Aufwand für die Geschäftsbesorgung im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug 571 TEUR (Vorjahr 575 TEUR). 4. Finanziellen Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahl EBT (Jahresüberschuss vor Ertragsteuern) heran. Dieser ist von 391 TEUR um 160 TEUR auf 231 TEUR gesunken. B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens Durch die positive Entwicklung seit 2014 zu einem stabilen und gut strukturierten Zeitarbeitsunternehmen konnte im Vergleich zum Markt ein deutlich geringerer Umsatzrückgang als der Gesamtmarkt erreicht werden. Durch die gewachsene Effektivität des Unternehmens kann schnell auf veränderte Marktbedingungen reagiert werden. Die Prozesse werden regelmäßig weiterentwickelt. Durch die qualitativ gute Arbeit der Niederlassungen, welche auch durch sehr positive Kundenbefragungen bestätigt wird, haben wir uns am Markt einen guten Ruf erarbeitet. Dadurch gelingt es uns regelmäßig neue Kunden zu gewinnen oder mit Partner-Zeitarbeitsfirmen über CO-Lieferanten-Verträge unsere Position ausbauen. Der Rohertrag war im vergangenen Jahr um 8 % rückläufig und auch prozentual zum Umsatz zurückgegangen. Das operative Ergebnis hängt maßgeblich von den Investitionen in neue Mitarbeiter und Standorte ab. Auf Grund der zuletzt wenig positiven Entwicklung in der Zeitarbeitsbranche wurden in 2020 defizitäre Standorte kritisch geprüft und wenn notwendig geschlossen. Dennoch werden andere Regionen und Branchenschwerpunkte weiterhin bewertet und beim Erkennen von Potentialen wird entsprechend agiert. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Die Geschäftspolitik wird natürlich regelmäßig auf den Einfluss durch die Covid-19 Pandemie überprüft. Aus heutiger gibt es temporäre Kurzarbeit in einzelnen Standorten insbesondere im Bereich der Automobilindustrie, aber auch Entwicklungschancen im Logistikbereich. Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken haben wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt. Diese beinhalten:
Dadurch ist sichergestellt, dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. Dazu haben das im Jahr 2013 in der Wackler Holding SE eingeführte professionelle Risikomanagement sowie die geltende Compliance- Richtlinie wesentlich beigetragen. 1. Risikobericht Allgemeine Risiken-/Chancen Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiter mit konsequenter Bearbeitung und Beobachtung begegnen. Aus unserer Sicht wird der Oktober 2018 begonnenen Rückgang der Beschäftigungszahlen der Branche sich zunächst fortsetzen. Im Bereich unseres Unternehmens ist aber seit dem 4. Quartal 2020 eine sehr positive Entwicklung zu verzeichnen. Aktuell greifen nicht alle Firmen nach der Krise wieder sofort auf eigenes Personal zurück. Falls es zu großen Marktveränderungen durch die Pandemie oder die Entwicklung in der Automobilindustrie kommen sollte, werden wir die Entwicklung in unserem Marktauftritt berücksichtigen. In diesem Zusammenhang ist aber zu betonen, dass unser Unternehmen nur im überschaubaren Umfang von der Automobilindustrie abhängt. Ertrags-/Finanzierungsrisiken/-chancen Neben dem durch die Pandemie beschriebenen Risiko bestehen im Vertragsmanagement keine neuen erkennbaren Risiken, die sich auf die Ertragslage wesentlich auswirken könnten. In der Zeitarbeit sind kurzfristige Verträge üblich. Dies bietet auch immer wieder neue Chancen zu Vertragsabschlüssen. Aufgrund der guten Vermögenslage, der soliden Eigenkapitalausstattung und der guten Ertragskraft, sind keine aktuellen Risiken erkennbar, die sich auf die Finanzierung auswirken könnten. Um die Wachstumschancen zu wahren, wird laufend an der Qualität unserer Dienstleistung gearbeitet. Marktpreis-/Ausfall- und Liquiditätsrisiken Da im Konzern weder kurz- noch langfristige Auftragsfertigung und auch keine langfristigen Lieferverträge geschlossen werden, bestehen keine Marktpreis-/Ausfallrisiken. Da wir für das Unternehmen vor 5 Jahren eine Warenkreditversicherung abgeschlossen haben, ist das Risiko aus Forderungsausfällen relativ gering. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Bei Anfragen von Kunden mit einer nicht sehr positiven Bonitätsbeurteilung erfolgen Vertragsabschlüsse erst bei Freigabe durch die Geschäftsführung, wenn es ein besonderes Abrechnungsprozedere festgelegt werden konnte oder die Warenkreditversicherung Deckung erteilt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Für die Unternehmensgruppe besteht ein Cash-Pooling über die jeweils die Salden der bei der UniCredit Bank AG und bei der Commerzbank AG geführten Konten auf jeweils ein Masterkonto bei der Wackler Holding SE zusammengeführt eingeführt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Währungsrisiken/-chancen Da keine Währungsgeschäfte abgewickelt werden und wir nur in Euro fakturieren, bestehen keine Währungsrisiken. Expansionsrisiken/-chancen Um die positive Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen, werden wir im Geschäftsjahr 2021 den Fokus auf eine gesunde Entwicklung und die Optimierung der Organisations- und Kundenstruktur legen. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Steuerrisiken/-chancen Im Berichtszeitraum wurden für Steuerrisiken Steuerrückstellungen gebildet. Aufgrund der Komplexität der steuerlichen Regelungen und Verordnungen, unterliegt der Konzern Risiken, die sich auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage auswirken können. Gesamtrisiko Das Gesamtrisiko für das Jahr 2021 liegt im Wesentlichen darin, dass die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie nicht sicher vorhergesagt werden können. Dadurch und aus anderen Gründen kann es dazu kommen, dass Bestandskunden mehr Überlassungsverträge nicht verlängern, die Qualitätsstandards nicht gehalten sowie weniger Neukunden mehr gewonnen werden können. Treffen jedoch mehrere positive Faktoren ein, besteht die gute Chance, dass das Ergebnis- und Umsatzziel übertroffen wird. Der Jahresstart 2021 bestätigt den positiven Trend mit einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung. Prognosebericht Wir konnten im Geschäftsjahr 2020 die geplanten Umsätze nicht vollumfänglich erreichen, lagen unter dem Vorjahr. Das geplante EBT wurde deutlich verfehlt. Durch die dennoch stabile Entwicklung werden wir durch die im Jahr 2020 durchgeführten Optimierungen der Niederlassungen den Vorjahresumsatz im Geschäftsjahr 2021 deutlich übertreffen. Mit den geplanten Strukturkosten werden wir im EBT deutlich über dem Jahr 2020 liegen. Wir werden unsere Aktivitäten im Bereich der Qualitätssicherung noch weiter verstärken. Dies versetzt uns in die Lage, unsere insgesamt gute Qualität trotz starkem Wachstum zu verbessern und die Wirtschaftlichkeit von Aufträgen zu gewährleisten. Alle Kunden gehen regelmäßig die geplanten Preiserhöhungen mit, da die Branche sehr transparent ist und recht einheitlich auftritt. In 2021 gibt es eine Preiserhöhung nach Tarifgruppen am 01.04.2021. Ab diesem Tag gibt es die Tarifgebiete Ost und West nicht mehr. In Deutschland gelten damit einheitliche Tarife. Außergewöhnliche Investitionen sind weder geplant noch budgetiert. Die Finanzlage wird weiterhin stabil bleiben. Gesamtaussage a) Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. b) Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung wird deutlich positiv sein. c) Durch aktives Forderungsmanagement können unsere Forderungen überwiegend innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt werden. d) Unsere Verbindlichkeiten können wir stets innerhalb der Zahlungsfristen begleichen. e) Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie insbesondere Guthaben und Verpflichtungen aus dem Cash-Pool mit der Gesellschafterin Wackler Holding SE. f) Es sind keine bestandsgefährdenden wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken sowie sonstige Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vorhanden
Chemnitz, im April 2021 Gez. Falk Damerow Gez. Manfred von Dahlen In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Wackler Personal-Service GmbH, Chemnitz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wackler Personal-Service GmbH, Chemnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wackler Personal-Service GmbH, Chemnitz, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, 27. April 2021 Dr.
Hille Zirch & Partner mbB
Gez. Paul Hairbucher, Wirtschaftsprüfer |
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