Pol-Abwicklungs-GmbHLiquidiert

87640 Biessenhofen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 7281
Vorher
Polymelt Kunststofftechnik GmbHPoloplast GmbHPolymelt GmbH
Eingetragen
20.9.2000
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffen sowie Waren verwandter Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
David Zovkic
seit 27.11.2020
Geschäftsführer
Roman Eberle
seit 27.11.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Roman EberleSOHLIN GmbH+2
50.00%
David ZovkicZovkic GmbH+2
50.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
564.000 €
94.00%
Germany
18.000 €
3.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Polymelt GmbH (vormals: Poloplast GmbH)

Ebenhofen, Gemeinde Biessenhofen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

Gegenstand der Polymelt GmbH sind Herstellung und Vertrieb von Kunststoffrohrsystemen sowie von Waren verwandter Art. Die Produkte werden im Hochbau im Bereich der Hausinstallation und dem Anlagenbau (v.a. Kälte / Klima) eingesetzt. Die Polymelt GmbH gehört zur Sytech Gruppe mit Sitz in Kaufbeuren.

1. Wirtschaftsbericht

1.1. Geschäftsentwicklung

Im Vergleich zu den Vorjahren wurde bereits in den ersten Monaten des Jahres ein für die Auslastung der Fixkosten ausreichender Umsatz erzielt.

Bereits ab März/April konnte, u.a. bedingt durch das gute Asiengeschäft (v.a. China), ein höheres Umsatzniveau im Vergleich zum Vorjahr realisiert werden. Dieses Niveau konnte nahezu bis Ende des Jahres aufrechtgehalten werden.

Schwierigkeiten bereitete die ganzjährig schlechte Verfügbarkeit der Rohstoffe und Zukaufteile sowie der Frachtcontainer.

Auf dem US-Markt wurden in 2021 erste Markterfolge realisiert. Hier wurde ein Umsatz von rd. 0,37 M$ erzielt.

Insgesamt lag der Umsatz der Polymelt GmbH 2021 mit 17,9 M€ mit einem Anstieg von 23% deutlich über dem Vorjahr, wobei nahezu 80 % des Gesamtumsatzes in Ländern außerhalb Europas realisiert wurden.

Aufwandsseitig konnte das Niveau des Vorjahres nicht gehalten werden. Aufgrund von überdurchschnittlich hohen Preissteigerungen in nahezu allen Bereichen des Rohstoff- und Wareneinkaufs.

Dennoch konnte durch aktive und kontinuierliche Kalkulation der Angebots- und Verkaufspreise ein Großteil der Preissteigerungen an den Markt weitergegeben werden. Einkaufsseitig wurden Preiserhöhungen der Lieferanten teilweise verschoben oder geschmälert.

1.2. Vermögens- und Ertragslage

Das im Vorjahr reduzierte Niveau des Working Capital konnte bereits im Frühjahr nicht mehr gehalten werden. Bis zum Ende des Jahres 2021 wurde das Working Capital um rd. 2,7 M€ erhöht.

Gründe lagen vor Allem in der schlechten Verfügbarkeit der Rohstoffe und Zukaufwaren (lange Lieferzeiten und Lieferausfälle) und daraus resultierende deutlich höhere Melde- bzw. Sicherheitsbestände und Losgrößen. Auch der Anstieg des Umsatzes und die dadurch höhere Auslastung machten ein Anpassen der Lagermengen im Bereich Fertigwaren insbesondere bei Engpasssituationen erforderlich.

Die Rohstoffpreise für Kunststoffgranulate lagen in 2021 im Durchschnitt in etwa 49% über dem Vorjahr und ca. 23% über dem Durchschnitt der letzten drei Jahre.(1)

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter sank gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Mitarbeiter. Die Gesamtsumme der Personalaufwendungen reduzierte sich um rd. 5% gegenüber dem Vorjahr.

Auch in 2021 wurde v.a. in die Erhaltung der nach wie vor sehr guten Substanz investiert, so verringerten sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen gegenüber der Vorperiode auch in 2021.

Noch im Dezember 2021 wurde die Tochtergesellschaft in den USA an die Sytech GmbH (Eigentümergesellschaft der Polymelt GmbH) veräußert. Somit sind in 2021 keine Abschreibungen auf Finanzanlagen getätigt worden.

(1) Quelle: KI web PP C3 Contract www.kiweb.de

Kennzahlen zur Ertragslage 2021 2022
Betriebsergebnis T€ 1.930   1.307
EBIT T€ 1.938   982
Umsatzrentabilität   10,8%   9,0%
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage 2021 2022
Eigenkapital T€ 7.884 T€ 6.437
Eigenkapitalanteil   59,3%   68,1%
Nettoverschuldung T€ 3.428 T€ 990
Nettoverschuldungsgrad   43,5%   15,4%
Kennzahlen zur Liquidität 2021 2022
Workiing Capital T€ 8.135 T€ 5.396
Netto Cash Flow T€ -743 T€ 358

Durch Umsatzsteigerung, gute Preispolitik und etablierter Kostendisziplin konnte, trotz der teilweise schlechten Versorgungslage im Bereich Rohstoffe und Frachtcontainer und der äußerst hohen Preissteigerungen im Einkauf, das Vorjahresergebnis nochmals verbessert werden.

1.3 Finanzlage

Die Polymelt GmbH war auch in 2021 jederzeit in der Lage, alle Zahlungsverpflichtungen fristgemäß und in voller Höhe zu bedienen.

Aufgrund des starken Aufbaus der Bestände und Anstieg der Kundenforderungen stieg die Nettoverschuldung wieder um 2,44 M€ auf 3,43 M€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich in diesem Zusammenhang auf 3,21 M€.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. 3,73 M€ setzen sich aus den Salden der Verrechnungskonten, die mit der Eigentümergesellschaft Sytech GmbH geführt werden, zusammen.

Die Sachinvestitionen wurden auch in 2021 schwerpunktmäßig in Equipment für Produktion und Logistik sowie Werkzeuge getätigt.

2. Prognosebericht

2.1. Wirtschaft / Konjunktur 2021 generell

Das BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) prognostiziert für das Jahr 2022 ein Wachstum des BIP, sowohl national (3,6% im Vgl. zum Vj.) wie auch global (4,5% im Vgl. zum Vj.).(2)

Die Stimmung im Bausektor hat sich in 2021 weiter gebessert. Für 2022 erwarten wir ein Volumen auf Vorjahresniveau.

Wir stellen uns generell auf die Fortführung der Erholung der globalen Wirtschaft und ein weiter positives Geschäftsklima im Laufe des Jahres 2022 ein.

Die Absatzmärkte der Polymelt GmbH werden sich jedoch auch in 2022 völlig unterschiedlich erhalten. Nach wie vor sind in einigen internationalen Märkten branchenspezifische Trends gegenläufig zur Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

(2) Quelle: Statistisches Bundesamt 2022, Jahresprojektion der Bundesregierung, Kennzahlen zur Jahresprojektion, veröffentlicht im Januar 2022 durch das BMWi.

2.2. Märkte

Region APAC (Asien-Pazifik)

In Asien haben unsere Marktverantwortlichen (mit Sitz in Singapur) weiterhin eine herausfordernde Situation was die Marktbearbeitung angeht. Eine Einreise in den Hauptmarkt China ist weiterhin nicht möglich und das wird durch die dort praktizierte ZERO COVID Strategie sehr wahrscheinlich für das gesamte Jahr 2022 weiter so bestehen bleiben.

Trotzdem sind wir in einer sehr engen Abstimmung mit den Kunden vor Ort um hier das für 2022 prognostizierte Wachstum zum Vorjahr auch realisieren zu können.

Nach Thailand kann seit Anfang des Jahres 2022 wieder eingereist werden, daher können wir hier zu einer "gewohnten" Marktbearbeitung übergehen. Dieser Markt hat sich im Jahr 2021 positiv für uns entwickelt. Zwar wurden die Erwartungen für die Zuleitungsprodukte nicht anz erfüllt, aber die jahrelange Vorarbeit durch das Vertriebsteam in Ebenhofen für die Anwendung Hausabfluss zahlt sich nun aus. Der Markt hat sich prächtig entwickelt und hat auch in 2022 gute Chancen diesen Trend weiter fortzusetzen. Es bleibt jedoch abzuwarten wie sich der Tourismus im Land in den ersten beiden Quartalen entwickeln wird, da dies wiederum einen direkten Einfluss auf die Bautätigkeiten im zweiten Halbjahr hat.

Die weiteren Länder der Region mit guten Chancen für uns sind Philippinen, Indonesien und Vietnam. Diese können immer noch nicht bereist werden, was für einen Marktstart aber unabdingbar ist. Hier bleiben wir im engen "Remote-Kontakt" mit den jeweiligen Partnern, um jederzeit für nächste Schritte vorbereitet zu sein.

Region MENA (Nahost und Nordafrika)

In der arabischen Welt ist eine Marktbearbeitung vor Ort in vielen Länder wieder "normal" möglich. Ein Zeichen hierfür ist u.a. die Messe BIG5 in Dubai, die als Leitveranstaltung unserer Branche für die Region im Jahr 2021 wieder in Präsenz stattgefunden hat.

Besonders zu erwähnen sind die Länder Kuwait und Irak, welche sich sehr positiv gezeigt haben. Hier erwarten wir auch für das Jahr 2022 jeweils ein weiteres Wachstum.

Interessant in der Region ist die weitere geopolitische Entwicklung zwischen Saudi Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Während im größten Land der GCC (Staaten des Golf-Kooperationsrates) eine Art Aufbruchstimmung herrscht wird beim kleineren Nachbarn von einem Ende des Booms gesprochen. Gerade im Emirat Dubai scheinen die "fetten Jahre" sich tatsächlich dem Ende zu nähern. Wir monitoren diese Situation sehr nah und sind aktuell dabei unser Partner- / Produktportfolio an diese geänderte Ausgangslage anzupassen.

Region EUROPA

In 2021 haben wir unseren Fokus auf die Region Europa durch eine starke, zusätzliche Personalressource im Vertrieb deutlich verstärken können. Hier sehen wir jetzt schon erste positive Ergebnisse und diese werden sich im Laufe des Jahres noch deutlicher abzeichnen. Wir werden hier gezielt Aktivitäten in Südeuropa, sowie in verschiedenen Ländern des Ostens setzen. Hierhin bestehen aus der Vergangenheit bereits sehr gute Kontakte. Wir werden in Europa klar den Fokus auf die Zuleitung legen - und hierbei insbesondere auf den Anlagenbau (Kälte- / Klimaanwendungen etc.).

2.3. Rohstoffpreise

Nachdem zu Beginn des Jahres 2022 nochmals der C3 Index für Kunststoff (3) leicht angestiegen ist, erwarten wir für das restliche Jahr 2022 ein stabiles Preisniveau mit leicht fallenden Preisen ab dem 2. Halbjahr.

Nicht abschätzbar sind die Folgen von Krisen (u.a. Ukraine-Krieg) auf die Entwicklung des Rohölpreises. Auch das Nachfrageniveau nach Treibstoffen beeinflusst die Preisentwicklung im Bereich der Kunststoffe. Erholt sich die Wirtschaft auch in 2022 weiter und bleibt es bei einem hohen Nachfrageniveau im Bereich der Treib- und Brennstoffe, so bliebe auch bei moderaten Rohölpreisen der Preis für Kunststoffvorprodukte hoch.

(3) Quelle [www.kiweb.de, Preise Petrochemie Grund-, Zwischen- und Vorprodukte Januar 2022 in EUR/t Produkt C3 Kontrakt]

2.4. Erwartung Betriebsergebnis, Cash Flow

Auch für 2022 planen wir mit einem positiven Ergebnis leicht unter Vorjahresniveau.

Aufgrund der hohen Rohstoffpreise bereits zu Beginn des Jahres 2022 und diverser Investitionen in die Struktur, das Personal und den Standort wird das Niveau von 2021 nicht zu halten sein. Die Liquiditätssituation werden wir in 2022 weiterhin auf einem zum Vorjahr gleichbleibend und ausreichend stabilen Niveau halten können.

2.5. Investitionen, Projekte, Strategische Ausrichtung

Für das Jahr 2022 sind umfangreiche Investitionen in die Realisierung neuer Sortimente sowie Sortimentsergänzungen geplant. Das Entwicklungsprojekt im Bereich der Mehrschichttechnologie (intelligente Materialkombination) soll im Laufe des Jahres 2022 ebenfalls in die Realisierungsphase überführt werden.

Marktseitig bleibt es bei einer hohen Exportquote vor allem im Bereich der Kernsortimente, Kunststoffrohrsysteme, Hausinstallation und Anlagenbau.

2.6. Finanzierung

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch eine solide Liquiditätslage, ein hohes Working Capital sowie einem angemessenen Verschuldungsgrad sichergestellt. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass die zugesicherten Kontokorrentrahmen für die Finanzierung des Geschäfts ausreichend sein werden.

3. Umfirmierung der Poloplast GmbH zur Polymelt GmbH

Mit Januar 2022 firmiert die Gesellschaft wieder unter dem Namen "Polymelt GmbH". Nach knapp 20 Jahren Markenverbund mit der Marke "Poloplast" wurde vor allem bedingt durch den Eigentümerwechsel im Jahr 2020 entschieden wieder auf die eigene Historie und damit Marken- und Unternehmenskennzeichnung "Polymelt" zurückzugehen.

4. Planungssysteme

Zur Planung und Steuerung des Unternehmens werden diverse Managementsysteme und -instrumente verwendet. Basis hierfür ist eine 3-Jahres-Planung. Diese wird quartalsweise überprüft und bei Bedarf entsprechend überarbeitet.

Zur kurzfristigen Planung und Steuerung dient ein etablierter 3-Monats-Forecast aus Umsatz, Absatz sowie Finanz- bzw. Liquiditätsplan.

5. Chancen- und Risikobericht

Die Risikobeurteilung der Gesellschaft identifiziert Risiken aus externen Perspektiven u.a. Finanzmarkt, Wirtschaft, Arbeitsmarkt sowie aus den internen Bereichen hinsichtlich "strategischen" (Produktportfolio, Marktpositionierung), "operativen" (Prozesse, Managementinformation, Compliance) und "finanziellen" (Kalkulation, Liquidität, Finanzierung) Gesichtspunkten. Die so identifizierten Risiken werden nach einer Risikomatrix in entsprechende Risikoklassen eingestuft und bewertet.

Risiken der Risikoklasse "hoch" und "mittel" werden mit Maßnahmen versehen und über einen Maßnahmenplan dokumentiert und verfolgt.

Nach Erstellung der jährlichen strategischen Planung wird die Risikobeurteilung aktualisiert. Der Status der Maßnahmen wird quartalsweise durch die Geschäftsführung überwacht.

Das Hauptrisiko marktseitig und bezogen auf die Kundenstruktur liegt derzeit im Bereich der politischen und wirtschaftlichen Stabilität der Märkte in Asien und den arabischen Ländern. Zur Risikominimierung tragen u.a. die strategischen Aktivitäten zur Marktbearbeitung in Europa bei. Auf den bestehenden Märkten wird durch wettbewerbsfähige Produkte und Preise die Marktposition verteidigt bzw. ausgebaut.

Produktseitig stellt der Auslauf des Produktlebenszyklus für einen Teil des Produktportfolios ein Risiko dar. Durch Weiterentwicklung der Systeme (bspw. im Bereich Verarbeitungstechnologie, Material-/Ressourceneffizienz) und neuer Anwendungsgebiete wird aktiv an der Minimierung dieser Risiken gearbeitet.

Die Risiken auf der Beschaffungsseite sind bereits im vergangenen Jahr nahezu vollständig in der Realität eingetroffen. Es wurden, bedingt durch die schlechte Verfügbarkeit und hohen Preise, mehrere Maßnahmen umgesetzt, um in der Zukunft noch besser auf solche Situationen vorbereitet zu sein.

Auf den "alten" Märkten (Deutschland und Europa) liegt ein großes Potential für unsere Rohrsysteme in der Infrastruktur und den Gebäuden.

Chancen sehen wir nach der gelungenen Stabilisierung des Kerngeschäfts in den vergangenen zwei Jahren auch im Ausbau der bestehenden Märkte sowie bei der Erweiterung der Anwendungsgebiete durch Ergänzung des Produktportfolio mit innovativen Produkten.

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 3.043.877,36 3.430.880,21
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.874,00 25.903,00
II. Sachanlagen 3.028.003,36 3.291.863,36
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.368.700,23 1.414.194,23
2. technische Anlagen und Maschinen 1.373.151,14 1.644.528,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 186.912,99 205.420,99
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 99.239,00 27.720,00
III. Finanzanlagen 0,00 113.113,85
1. Beteiligungen 0,00 113.113,85
B. Umlaufvermögen 10.235.498,78 5.979.337,99
I. Vorräte 3.491.563,06 2.143.500,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.633.255,42 2.982.623,05
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.732.040,29 900.652,08
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.901.215,13 2.081.970,97
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 110.680,30 853.214,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.276,40 42.459,48
Aktiva 13.287.652,54 9.452.677,68

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 7.884.124,69 6.436.606,14
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Kapitalrücklage 5.847.465,00 5.847.465,00
III. Verlustvortrag 10.858,86 836.023,30
IV. Jahresüberschuss 1.447.518,55 825.164,44
B. Rückstellungen 952.962,64 632.816,72
C. Verbindlichkeiten 4.450.565,21 2.383.254,82
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.205.550,62 1.500.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 314.317,30 300.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 930.697,29 583.254,82
Passiva 13.287.652,54 9.452.677,68

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 8.724.854,95 7.499.280,31
2. Personalaufwand 3.045.988,48 3.203.360,42
a) Löhne und Gehälter 2.506.809,38 2.655.877,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 539.179,10 547.482,50
davon für Altersversorgung 4.118,10 4.092,00
3. Abschreibungen 675.627,06 744.880,13
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 675.627,06 744.880,13
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.065.267,63 2.230.476,40
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.628,11 17.633,40
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   338.277,73
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 61.282,97 83.891,22
davon an verbundene Unternehmen 13.733,34 58.267,40
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 483.486,00 77.578,00
9. Ergebnis nach Steuern 1.455.830,92 838.449,81
10. sonstige Steuern 8.312,37 13.285,37
11. Jahresüberschuss 1.447.518,55 825.164,44

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Polymelt GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs, insbesondere gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Polymelt GmbH mit Sitz in 87640 Biessenhofen, Ortsteil Ebenhofen, im Handelsregister des Amtsgerichts Kempten (Allgäu) unter der Nummer HRB 7281 eingetragen.

Ab 02.01.2022 firmiert die Poloplast GmbH unter Polymelt GmbH.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich der Vornahme steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Für Zugänge des beweglichen Anlagevermögens bis 2009 werden die Abschreibungen, soweit steuerlich zulässig, degressiv vorgenommen. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Für die Zugänge zum Sachanlagevermögen ab 2010 werden die Abschreibungen linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens sind voll abgeschrieben und im Anlageverzeichnis als Abgang behandelt worden.

Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren einzelner Wert mehr als EUR 150,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigt, wurde bis einschließlich 2017 ein Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Anwendung des gleitenden Durchschnittspreisverfahrens. Es wurde das strenge Niederstwertprinzip beachtet.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden, die produktionsbezogen im Wege einer Kalkulation ermittelt wurden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Die Bewertung der Handelsware erfolgte zu Anschaffungskosten unter Anwendung des gleitenden Durchschnittspreisverfahrens.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Soweit in den Forderungen Fremdwährungsforderungen enthalten sind, sind diese mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben für das Jahr 2021, die erst nach dem Bilanzstichtag Aufwand werden.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Bruttoanlagespiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen

Angaben zu Finanzanlagen

Anteilsbesitz Ausland

Poloplast America Inc., 15415 International Plaza Dr. Suite 200, Houston TX 77032, USA

Der Anteilsbesitz wurde mittels Kaufvertrag vom 23. Dezember 2021 an die Sytech GmbH verkauft.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Drittlandsforderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.732 (Vj. TEUR 901) sind Forderungen aus dem Anteilsverkauf der Poloplast America Inc. mit TEUR 200 und aus der Abtretung von Forderungen gegenüber der Poloplast America Inc. TEUR 1.237 an die Sytech GmbH enthalten. Im Weiteren sind Forderungen aus Liquiditätsausgleich über TEUR 600 sowie Forderungen aus USt-Guthaben TEUR 1.610 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden u.a. rechtlich erst im Folgejahr entstandene Stromsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 48 erfasst, welche im Berichtsjahr wirtschaftlich entstanden sind. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 3 enthalten, deren Laufzeit größer als ein Jahr ist. Dies betrifft die Kaution AGIP (Eni Tankkarten).

Alle übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr kurzfristig.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 314 (Vj. TEUR 300) sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 314 enthalten. Diese betreffen ein Darlehen in Hohe von TEUR 300 (Vj. TEUR 300) sowie Zinsen TEUR 14 (Vj. TEUR 0) enthalten. Das Darlehen muss spätestens am 31.12.2024 zurückgezahlt werden.

Verbindlichkeitenspiegel
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
TEUR
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
TEUR
Summe 31.12.2021
TEUR
davon gesichert
TEUR
Art und Form der Sicherheiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.556 1.650 0 3.206 3.206 Grundpfandrechte
(2020) (0) (1.500) (0) (1.500) (1.500)  
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2 0 0 2 0  
(2020) (71) (0) (0) (71) (0)  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 790 0 0 790 790 Eigentumsvorbehalt
(2020) (370) (0) (0) (370) (370)  
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 314 0 314 0  
(2020) (0) (300) (0) (300) (0)  
Sonstige Verbindlichkeiten 139 0 0 139 0  
(2020) (142) (0) (0) (142) (0)  
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 2.487 1.964 0 4.451 3.996  
(2020) (583) (1.800) (0) (2.383) (1.870)  

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen beinhalten Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 4).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sind Erträge gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 63 (Vj. TEUR 18) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 14 (Vj. TEUR 58) enthalten.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Haftungsverhältnisse, die gemäß § 251 HGB angegeben werden müssen, bestehen nicht.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 192 aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Laufzeit bis zu 5 Jahren. Darin enthalten sind Verpflichtungen im nächsten Jahr in Höhe von TEUR 132. Die Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 0.

Vorschlag Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.448 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Roman Eberle, Bidingen, technischer und kaufmännischer Geschäftsführer

David Zovkic, Burggen, technischer und kaufmännischer Geschäftsführer

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2021 wird nach § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Mitarbeiterzahlen

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 44
Angestellte 16

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 60.

 

Biessenhofen, den 09. März 2022

Polymelt GmbH (bis 31.12.21 Poloplast GmbH)

gez. Roman Eberle

gez. David Zovkic

Anlagenspiegel

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände      
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.482.834,03 0,00 0,00
  1.482.834,03 0,00 0,00
Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.080.200,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.851.177,38 233.981,23 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 2.605.229,24 68.517,83 8.980,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.720,00 99.239,00 0,00
  20.564.326,62 401.738,06 8.980,00
Finanzanlagen      
Beteiligungen 2.149.524,30 0,00 2.149.524,30
  2.149.524,30 0,00 2.149.524,30
  24.196.684,95 401.738,06 2.158.504,30
kumulierte Abschreibungen 31.12.2021
EUR
Zuschreibung und Abschreibung vom 01.01.2021 bis 31.12.2021
EUR
Buchwert 31.12.2021
EUR
Buchwert 31.12.2020
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.466.960,03 10.029,00 15.874,00 25.903,00
  1.466.960,03 10.029,00 15.874,00 25.903,00
Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.711.499,77 45.494,00 1.368.700,23 1.414.194,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.739.727,47 533.078,23 1.373.151,14 1.644.528,14
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 2.477.854,07 87.025,83 186.913,00 205.420,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 99.239,00 27.720,00
  17.929.081,31 665.598,06 3.028.003,37 3.291.863,36
Finanzanlagen        
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 113.113,85
  0,00 0,00 0,00 113.113,85
  19.396.041,34 675.627,06 3.043.877,37 3.430.880,21

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.12.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Polymelt GmbH, Biessenhofen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Polymelt GmbH, Biessenhofen bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Polymelt GmbH, Biessenhofen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und•

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durch geführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt so wie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets auf deckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht auf gedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, be absichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehö rigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können je doch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetze sentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern darge stellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegen den Annahmen geben wir nichtab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter an derem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, 24. März 2022

SONNTAG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Joachim Mairock, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Dominic Wörlein, Wirtschaftsprüfer

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