Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Accelleron Germany GmbH
Am Neuländer Gewerbepark 3, 21079 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans-Christian Reinhard Roland Sander seit 11.12.2024 | Prokura |
Hubertus Johannes Jacobus Thijssen seit 8.2.2022 | Geschäftsführer |
Armin Rainer Fuchs seit 17.9.2021 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Accelleron Schweiz AG | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Turbo Systems Germany GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023Turbo Systems Germany GmbH, HamburgAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2023Turbo Systems Germany GmbH, Hamburg
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Turbo Systems Germany GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer B 169691 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung der Grundversorgung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,25 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,25 % berücksichtigt. Es wurde keine Fluktuation berücksichtigt. Für die Abzinsung der Zusatzversorgung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Es wurde keine Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Fluktuation berücksichtigt. Wertpapiergebundene Pensionszusagen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, soweit dieser den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der ·Garantieleistung) übersteigt. Leistungskongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als leistungskongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs entspricht dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst (Altersteilzeitverpflichtung mit 0,49 % und Jubiläumsverpflichtungen mit 1,74 %). Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage 1 zum Anhang). Für den Firmenwert des im Jahr 2022 übernommenen Teilbetriebs des Turbolader Geschäfts von ABB AG wird eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt. Für den entgeltlich erworbenen Kundenstamm und Auftragsbestand wird eine Nutzungsdauer von 6 Monaten bis 17 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer von technischen Anlagen und Maschinen beträgt 3 bis 15 Jahre und von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt EUR 15.121. (Vorjahr: EUR 72.000) Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche, Kundenboni, Urlaubsansprüche und Sondervergütungen, ausstehende Lieferantenrechnungen, Altersteilzeitverpflichtungen und Jubiläumsgelder gebildet.
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Davon entfallen TEUR 0 auf den Gesellschafter Turbo Systems Schweiz AG. Verbindlichkeitenspiegel
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 285 enthalten. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von TEUR 529 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2027. Ausschüttungssperre In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich aufgrund des Unterschiedsbetrags i.S.v. § 253 Abs. 6 HGB eine Gewinnausschüttungssperre:
Organe Geschäftsführung
Mitarbeiter Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren durchschnittlich während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Turbo Systems Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Accelleron Industries AG einbezogen. Ein Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen wird von Accelleron Industries AG, Baden, Schweiz erstellt. Dieser kann im Internet unter www.accelleron-industries.com eingesehen und abgerufen werden. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Hamburg, den 27.08.2024 Geschäftsführung Hubertus Thijssen Entwicklung Anlagevermögen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gegenstand der Turbo Systems Germany GmbH ist die Lieferung und Überholung von Hochleistungsturboladern sowie deren Ersatzteile für langsam, mittelschnell und schnell laufende Verbrennungsmotoren. Das Unternehmen ist an drei deutschen Standorten - Hamburg, Mannheim und Dortmund - vertreten. Die Entwicklung und Produktion der Turbolader mit einem Gewicht von 0,1 bis 10 Tonnen, mit einer Leistung von 500 bis 30'000 Kilowatt, findet bei der Muttergesellschaft, der Turbo Systems Switzerland Ltd, Baden, Schweiz statt. Die Turbo Systems Germany GmbH ist für Auslieferungen von Turboladern und Ersatzteilen sowie Überholungen der Turbolader zuständig. Am 3. Oktober 2022 hat die Accelleron Industries Ltd, Baden, Schweiz die Muttergesellschaft der Turbo Systems Switzerland Ltd, den Spin-off von der ABB Ltd, Zürich, Schweiz mit dem ersten Handelstag an der SIX Swiss Exchange erfolgreich abgeschlossen. Vorher, seit dem 01. Februar 2022, wurde das deutsche Geschäft von der Turbo Systems Germany GmbH erworben und wird seitdem in einer eigenen Gesellschaft geführt. Sowohl Turbo Systems Switzerland Ltd als auch Turbo Systems Germany GmbH treten nun am Markt unter dem Markennamen Accelleron auf. Dank seiner effizienten Produkte ist Accelleron ein Marktführer im Bereich der Turboaufladung für betriebskritische Anwendungen. Die fast 100-jährige Geschäftstätigkeit des Unternehmens basiert auf kontinuierlichen Investitionen in Technologie, engen Partnerschaften mit Motorenherstellern und Motorenanwendern, einem globalen Servicenetz, sowie einer auf den Kunden ausgerichteten Servicekultur. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage Deutschlands im Jahr 2023 war von einer langsamen wirtschaftlichen Erholung geprägt, wobei das BIP-Wachstum moderat blieb. Die Inflation blieb hoch, was durch anhaltende Lieferkettenprobleme und steigende Energiekosten verstärkt wurde. Der Arbeitsmarkt zeigte sich robust, jedoch sorgten geopolitische Spannungen und Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft für anhaltende Herausforderungen. Für Turbo Systems Germany GmbH waren vereinzelt noch Material- und Lieferengpässe spürbar, führten jedoch selten zu Lieferverzögerungen. Sowohl der Marine Markt als auch der Markt für Stationär-Anwendungen (Energieerzeugung) verhielt sich stabil. Die Mehrheit der Wettbewerber ist am Markt für Marine-Anwendungen in Norddeutschland tätig und besteht in der Regel aus autorisierten Servicepartnern für andere Turboladermarken wie Napier, KBB und PBS. Sie bieten Motorenservice an, wobei das Turboladerüberholen in das Serviceportfolio mit aufgenommen wird, sowie Reparaturlösungen. Für die Gesellschaft findet die Beschaffung fast ausschließlich über den unternehmensinternen Lieferanten Turbo Systems Switzerland Ltd statt, bei dem die Turbolader sowie Ersatzteile produziert werden. Hier sind im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Lieferengpässe festzustellen. Die Bestellung indirekter Materialien wie Werkzeuge und nicht auftragsbezogener Dienstleistungen erfolgt in Deutschland. Auch hier sind im Geschäftsjahr 2022 trotz der geopolitischen Lage sowie der späten Nachwirkungen der Corona-Pandemie keine wesentlichen Lieferengpässe zu erkennen. Forschung und Entwicklung Die Entwicklung und Produktion der Turbolader mit einem Gewicht von 0,1 bis 10 Tonnen, mit einer Leistung von 500 bis 30'000 Kilowatt, findet bei der Muttergesellschaft, der Turbo Systems Switzerland Ltd, statt. Die Turbo Systems Germany GmbH ist für Auslieferungen sowie Überholungen der Turbolader zuständig und betreibt demnach keine eigene Forschung und Entwicklung. Geschäftsverlauf In einem für die Turbo Systems Germany GmbH besonderen Jahr aufgrund der Auswirkungen des Ukraine- Krieges, als auch Nachwirkungen der durchgeführten ERP-Systemmigration Ende 2022 konnte man, wie auch erwartet, Umsatzerlöse in Höhe von rund 40 MEUR erzielen. Die Umsatzerlöse sind entsprechend unserer Eigenschaft als Vertriebs- und Servicegesellschaft unser bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator. Der Marine-Markt hat zu den Umsatzerlösen mit 19 MEUR beigetragen. Dies ist vor allem auf ein gesteigertes Ersatzteilgeschäft im Rahmen der sogenannten Bulk Orders zurückzuführen. Beim Bulk Order Geschäft bestellt ein Kunde ein bestimmtes Kontingent an Ersatzteilen, das er dann im Laufe des Jahres, spätestens jedoch bis zum Ende des dritten Quartals, je nach Bedarf abrufen kann. Die weiteren Geschäftsaktivitäten, insbesondere der Stationär-Markt (beispielsweise Energieerzeugung) zusammen mit dem Markt der Motorenhersteller - OEM (Original Equipment Manufacturer) - hielten sich weitgehend stabil mit einem Umsatzvolumen von 21 MEUR. Ertragslage Das Jahr 2023 war neben den oben genannten positiven Geschäftsentwicklungen für die Turbo Systems Germany GmbH teilweise auch geprägt von der durchgeführten ERP-Systemmigration. Nach der Umstellung gab es im Jahr 2023 einen positiven Einfluss im Umsatzvolumen aufgrund von mehr physischen Auslieferungen. Beim Materialaufwand machten sich gesunkene Inflationsraten und teilweise günstigere Einstandspreise, beispielsweise für Metalle und Energie, bemerkbar. Ein weiterer Effekt auf die Ertragslage stellt die Erhöhung des Personalaufwands dar. Um als eigenständiges Unternehmen agieren zu können, wurden für zentrale Supportfunktionen interne Ressourcen aufgebaut, die im Vorjahr noch von ABB als externe Dienstleistung ausgeführt wurden. Hierzu zählen Aufgaben im Bereich Personal und IT. Das Ergebnis nach Steuern der Turbo Systems Germany GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr beträgt - 1,1 MEUR und liegt damit um 1,0 MEUR über dem Vorjahr. Wie im Vorjahr ist das Ergebnis nach Steuern negativ, da die planmäßigen Abschreibungen (besonders auf die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Goodwill), das Ergebnis belastet haben. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine wesentlichen Investitionen in Deutschland getätigt. Der Bestand an liquiden Mitteln beläuft sich auf 3,5 MEUR. Die Liquidität ist nach Einschätzung des Managements auch durch das "Umbrella Treasury Service Agreement" zwischen der Turbo Systems Germany GmbH und der Turbo Systems Switzerland Ltd weiterhin gegeben. Vermögenslage und Kapitallage Der in 2022 im Rahmen des Spinn-offs von der ABB aktivierte Firmenwert sowie die aktivierten immateriellen Vermögengegenstände der Kundenbeziehungen und des Auftragsbestandes stellen wie im bereits im Vorjahr einen wesentlichen Teil des Vermögens dar. Das Vorratsvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Im Vorjahr wurde bewusst eine Erhöhung des Lagerbestandes erzielt, um eine Lieferfähigkeit auch während der Zeit der ERP- Systemmigration gewährleisten zu können. Dieser wurde im Jahr 2023 wieder auf ein übliches Niveau gebracht, nachdem die Migration erfolgreich abgeschlossen wurde. Auf der Kapitalseite stellt die Eigenkapitalzuführung der Muttergesellschaft Turbo Systems Switzerland Ltd im Vorjahr mit 32,5 MEUR einen wesentlichen Anteil dar. Dazu stehen kurzfristige Ausleihungen der Turbo Systems Switzerland Ltd im Rahmen des "Umbrella Treasury Service Agreement" zur Verfügung. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 für die Turbo Systems Germany GmbH von einigen Besonderheiten geprägt. Die Ertragslage wird negativ beeinflusst durch hohe planmäßige Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte, und durch Einmaleffekte der ERP-Systemmigration, zeigt sich jedoch darüber hinaus als stabil und nach unserer Einschätzung gesund im operativen Geschäftsverlauf. Bezugnehmend auf die Finanzlage besteht ein ,,Umbrella Treasury Service Agreement" zwischen der Turbo Systems Germany GmbH und der Turbo Systems Switzerland Ltd. Das Management erwartet im Hinblick auf die eigene Geschäftssituation, Investitionen und Kapitalstruktur eine stabile wirtschaftliche Lage für das Unternehmen. Als wesentliche Änderungen in der Vermögenslage des Unternehmens ist die Reduzierung des Vorratsvermögens auf ein übliches Niveau nach erfolgreicher ERP-Systemmigration zu nennen, auch wenn der Firmenwert sowie die immateriellen Vermögensgegenstände weiterhin die wesentlichen Anteile des Vermögens darstellen. Nichtfinanzielle Kennzahlen Die Anzahl an Beschäftigen stieg von 75 auf 83 Mitarbeiter; diese Mitarbeiterzahl wird für die nähere Zukunft als stabil erwartet. Neben der stabilen Auftragslage liegt die etwas höhere Mitarbeiterzahl an den neuen Verantwortungen und Aufgaben im Rahmen des Spinn-offs von der ABB. Aufgabenbereiche, die vorher zentral am Hauptstandort der ABB Deutschland, ansässig waren, wurden eigenständig von der Turbo Systems Germany GmbH übernommen. Dafür wurden neue Fachkräfte im Bereich IT und im Personalwesen eingestellt. Prognosebericht bzw. Künftige Entwicklung Für das bereits fortgeschrittene Folgejahr 2024 wird insgesamt erwartet, dass der Markt für Stationär- Anwendungen (vorwiegend Turbolader für schnelllaufende Verbrennungsmotoren), bei hohen Energiepreisen, sich weiterhin stabil verhält und gegenüber 2023 keine substantielle Veränderung des Wartungsverhaltens der Endkunden eintritt. In dem Markt für Marine-Anwendungen (vorwiegend Turbolader für langsam- und mittelschnelllaufende Verbrennungsmotoren) ist für 2024 aufgrund der anhaltenden Konfliktsituation im Roten Meer sowie dem anhaltenden Ukraine Konflikt mit einer Stabilisierung auf hohem Niveau zu rechnen. Für den Umsatz wird für das bereits laufende Folgejahr 2024 ein Volumen von etwa 41 MEUR erwartet. Chancen- und Risikobericht Zum Risikomanagement der Turbo Systems Germany GmbH gehört eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen. Zur Vermeidung von Einzelrisiken werden umfangreiche Vorkehrungen getroffen, unter anderem:
Die Marktchancen und -Risiken der Turbo Systems Germany GmbH werden wie folgt eingeschätzt. Chancen & Risiken In der Darstellung unserer Chancen und Risiken haben wir grundsätzlich eine von der Bedeutung her absteigende Reihenfolge gewählt und beginnen daher mit Markt-, Produkt-, und Geschäftsbezogenen Chancen und Risiken. Sowohl in der Schifffahrt als auch in der Energieerzeugung werden sich mittel- bis langfristig CO 2 -neutrale Brennstoffe etablieren. Diese sogenannten eFuels sind teurer als herkömmliche, fossile Brennstoffe, wodurch die Effizienz der Energieerzeugungsanlagen an Bedeutung gewinnt. Turbolader allgemein, vor allem aber gut gewartete Turbolader, können hier einen wichtigen Beitrag liefern. Kurzfristig könnten daher Produkte, die den CO 2 -Ausstoß von existierenden Anlagen verringern (sogenannte Upgrades), für zusätzliche Einnahmen sorgen. Die Dekarbonisierung der Gesellschaft wird dafür sorgen, dass mittel- bis langfristig vereinzelte Anlagen in der Schifffahrt mit Batterien oder Brennstoffzellen ausgerüstet werden, statt mit Verbrennungsmotoren. Erwartet wird von uns jedoch, dass die übergroße Mehrheit der Anlagen auf absehbare Zeit weiterhin mit Verbrennungsmotoren ausgestattet sein wird. Bei der Energieerzeugung kommen immer mehr regenerative Technologien, wie Photovoltaik und Windkraft, zum Einsatz. Als Ausgleich für schwankende Energieproduktionsraten aus Photovoltaik und Windkraft, verändert sich die Rolle von Verbrennungsmotoren. Turbo Systems Germany GmbH verfolgt die Energiewende genau. Kurzfristig bildet sie vorerst kein substanzielles Risiko, da existierende Anlagen weiterhin im Betrieb bleiben und gewartet werden. Mittelbis langfristig könnte die Energiewende für unsere Absatzmöglichkeiten sowohl Chancen, als auch Risiken mit sich bringen. Der Umfang und die Altersstruktur der sogenannten "Installed Base", und die daraus resultierende zu erwartende Nachfrage nach Turboladerwartungen, wird ständig gepflegt und beobachtet. Erhebliche Marktschwankungsrisiken ergeben sich hieraus unseres Erachtens nicht. Der Wettbewerb wird ständig beobachtet und ändert sich nach unserer Einschätzung nicht substanziell. Im Rahmen der ERP-Systemmigration wurden sämtliche Prozesse und Abläufe überarbeitet, verbessert und auf die Bedürfnisse der Turbo Systems Germany GmbH zugeschnitten, wobei auch Risikominimierung ein Kriterium war. Um Zahlungsausfälle zu minimieren, werden Zahlungsbedingungen individuell den Kunden zugeordnet. Auftragsumfang, Geschäftsmodell und Bonität des Kunden werden hierbei in Betracht gezogen. Das Zahlungsverhalten der Kunden wird ständig analysiert. Turbo Systems Germany GmbH wurde im Jahr 2023 im Rahmen der Risikominimierung ISO9001 und ISO45001 zertifiziert. Wesentliche Rechtsrisiken und Reputationsrisiken sehen wir zurzeit nicht. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Risikolage aus Sicht des Unternehmens als gering einzustufen ist, und dass die getroffenen Maßnahmen sowie die vorhandenen Strukturen aus Sicht der Geschäftsführung eine wirksame Risikobewältigung gewährleisten. Kommentar der Geschäftsführung In einem für die Turbo Systems Germany GmbH besonderen Jahr, aufgrund der späten Nachwirkungen der Corona-Pandemie, der Auswirkungen des Ukraine-Krieges, der Konflikt im Roten Meer sowie der durchgeführten ERP-Systemmigration aus dem Vorjahr, wurde ein ordentliches Resultat erzielt. Das mittlerweile bereits fortgeschrittene, dem Berichtsjahr folgende Jahr 2024 wird als weniger ereignisreiches Jahr eingeschätzt, obwohl die Optimierung der neu eingeführten Prozesse und des eingeführten Qualitätssystems besondere Aufmerksamkeit erfordern.
Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Turbo Systems Germany GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Turbo Systems Germany GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Turbo Systems Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 27. August 2024 KPMG
AG
Stephan Kaiser, Wirtschaftsprüfer Pascal Pöllath, Wirtschaftsprüfer |
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