Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 129139
Vorher
jambit Software Development & Management GmbH
Eingetragen
10.1.2000
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieUnternehmensberatung
Gegenstand
Planung und Realisierung von IT-Projekten und IT-Management-Beratung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Rottach
seit 5.4.2023
Geschäftsführer
Franz Haßlberger
seit 5.4.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
kamms UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG
Germany
49.25%
dipak UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG
Germany
49.25%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

jambit GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die jambit GmbH wurde am 23. Dezember 1999 gegründet und hat ihren Hauptsitz in München, Deutschland. Unser Geschäft umfasst die Beratung, Planung und Realisierung von individuellen Softwareprojekten.

Unser Portfolio beinhaltet Backend-, Frontend-, App-Entwicklung, Big- und Fast Data, hardwarenahe Entwicklung, Operations, Research & Development, Organisations- und Teamentwicklung, UX-/UI-Design, Data Analytics, Generative AI (Generative künstliche Intelligenz), IT-Consulting und Projektmanagement. Die Leistungen werden in Form von Werk- und Dienstleistungsverträgen angeboten.

Die Absatzmärkte der jambit GmbH konzentrieren sich im Wesentlichen auf die Bereiche Automotive, Medien, Banken & Versicherungen, Industrie & Energie, Informations- und Kommunikationstechnologie und den Gesundheitsbereich. Zudem verzeichnen wir eine ansteigende Nachfrage aus dem Logistiksektor. Zu unseren Kunden zählen sowohl nationale als auch internationale renommierte Unternehmen diverser Branchen.

Wichtiger Erfolgs- und Leistungsfaktor für die jambit GmbH sind unsere hochqualifizierten und engagierten Mitarbeitenden. Wir beschäftigen rund 440 Mitarbeitende an drei Standorten in Deutschland (Stuttgart, Leipzig und Erfurt). Neben den eigenen Mitarbeitenden sind auch die Beratungs- und Entwicklungsleistungen unserer Tochterfirma, die jambit.am LLC ein wesentlicher Faktor für die Leistungserbringung.

Die Tochterfirma wurde am 12. Mai 2021 in Armenien, Jerewan, gegründet. Das Geschäftsmodell der jambit.am LLC mit Hauptsitz in Armenien umfasst ebenso die Beratung, Planung und Realisierung von individuellen Softwareprojekten. Die Leistungen werden ausschließlich für die jambit GmbH angeboten. Die jambit.am LLC beschäftigt derzeit rund 25 Mitarbeitende.

Die jambit GmbH befindet sich weiterhin in Gründerhand und ist komplett eigenfinanziert, was dem Unternehmen ermöglicht, seine Entscheidungen flexibel und unabhängig von Investoren an die Entwicklungen des Marktes anzupassen. Zum 1. Juli des Jahres fand ein Wechsel der Geschäftsführung statt: Die Gründer Markus Hartinger und Peter Fellinger haben ihre Positionen als Geschäftsführer niedergelegt und wechselten in den neu geschaffenen Beirat. Ihre Nachfolge traten Franz Haßlberger und Thomas Rottach, zwei langjährige Mitarbeiter des Unternehmens, als neue Geschäftsführer an, was die kontinuierliche Weiterentwicklung und Anpassungsfähigkeit der jambit GmbH unterstreicht.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Auch im Geschäftsjahr 2023 blieb das weltweite Konjunkturgeschehen von den langanhaltenden Auswirkungen der geopolitischen Spannungen geprägt. Neben der weiterhin bestehenden Konfliktsituation zwischen der Ukraine und Russland trugen auch die militärischen Spannungen im Nahen Osten zu einer erhöhten globalen Unsicherheit bei. Der Krieg in der Ukraine führte zu einem massiven Anstieg der Energiekosten in Deutschland und löste eine Energiekrise aus. Dies wiederum führte zu Preiserhöhungen in fast allen Konsumbereichen und zu einer rekordhohen Inflation. Diese Entwicklungen haben einen negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland und bremsen das Wirtschaftswachstum. In Deutschland zeigte das Wirtschaftswachstum im Vergleich zum Vorjahr keine Erholung. Im Verlauf des gesamten Jahres 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Situation wurde zusätzlich durch ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und einer abnehmenden Nachfrage im In- und Ausland erschwert. Die meisten Dienstleistungsbereiche hingegen konnten auch im Jahr 2023 Ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahr steigern. Jedoch fiel der Anstieg geringer aus als in den Jahren zuvor. Der Bereich Information und Kommunikation verzeichnete im Jahr 2023 erneut einen Zuwachs.

Trotz der negativen Bedingungen für die Wirtschaft und der sich daraus resultierenden Belastungen, ist insbesondere in der IT-Branche die Nachfrage unverändert hoch. Digitalisierung in allen Lebensbereichen, höhere Anforderungen an die IT-Sicherheit, Generative Al (Generative künstliche Intelligenz), digitale Geschäftsmodelle und Transformationen stehen weiterhin im Fokus. Jedoch ist erkennbar, dass in fast allen Branchen vermehrt Investitionen hinterfragt und ein kosteneffizienterer Umgang mit IT-Budgets angestrebt wird.

Dem anhaltenden hohen Bedarf an Innovationen und neuesten Technologien steht die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gegenüber, insbesondere der steigende Fachkräftemangel. Laut einer Veröffentlichung von Statista vom 29.02.2024 gab es in Deutschland im Jahr 2023 etwa 149.000 offene IT-Stellen, während diese Zahl im Jahr 2022 noch bei 137.000 lag. Immer mehr IT-Unternehmen in Deutschland haben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Zusätzlich erhöht sich der Druck durch Preisanstiege und Wettbewerber, da Investitionen verstärkt hinterfragt werden und die Kosten durch die Inflation gestiegen sind.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr entwickelte sich insgesamt wie erwartet positiv.

Die jambit GmbH konnte Ihre Gesamtleistung um 9 % steigern. Die Umsatzerlöse sind um 4 % gewachsen. Jedoch konnte die Prognose des Vorjahres, die von einem Anstieg der Gesamtleistung um 18 % für das Berichtsjahr ausging, aufgrund der begrenzten Durchsetzung geplanter Tagessatzerhöhungen und Investitionsreduzierungen seitens unserer Kunden, nicht realisiert werden.

Durch gestiegene Personalkosten, Beratungskosten für nachhaltige interne Weiterentwicklungsprojekte, Preissteigerungen bedingt durch Inflation und vermehrte Reiseaktivitäten sowie Präsenzveranstaltungen nach Corona erwirtschaftete die jambit GmbH einen Jahresüberschuss, welcher unter dem Niveau von 2022 lag. Ein zusätzlich auffallender Beitrag für die Reduzierung des Jahresergebnisses waren die gesunkenen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 589. Insgesamt konnte die Gesellschaft mit TEUR 874 nach Steuern einen positiven Jahresüberschuss erzielen.

Der Marktanteil in den Bereichen Medien und Industry und Energy konnte im Jahr 2023 weiter ausgebaut werden. Der Kundenstamm außerhalb der Automobilbranche konnte nochmals erweitert werden.

Die jambit GmbH hatte 2023 einen Netto-Zuwachs von 50 Mitarbeitenden geplant. Insgesamt konnten 45 Mitarbeitenden eingestellt werden.

Die Teamgröße der jambit.am LLC ist konstant geblieben. Rund 25 Mitarbeitende sind derzeit bei der jambit.am LLC beschäftigt. Der Wechselkurs ist über das Jahr 2023 relativ stabil geblieben. Es zeigte sich ein leichter Aufwärtstrend zu unseren Gunsten. Die jambit.am LLC konnte im Jahr 2023 trotz schwieriger Auftragslage positive Zahlen verzeichnen. Jedoch konnte die geplante Umsatzrendite in Höhe von 20 % nicht erreicht werden. Die Marge in 2023 beträgt 1,4 % (nach Steuern).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die jambit GmbH erfolgreich in die Integration von Generative Al (Generative künstliche Intelligenz) investiert, was zu einigen Erfolgen in der Kundenakquise führte. Durch innovative Anwendungen dieser neuen Technologien konnten nicht nur bestehende Kundenbeziehungen vertieft, sondern auch neue Kunden gewonnen werden. Diese strategische Ausrichtung unterstreicht das Engagement des Unternehmens für fortschrittliche Technologien und positioniert jambit als Vorreiter in der Branche.

Die erzielten Erfolge stärken das Vertrauen in die nachhaltige positive Entwicklung des Unternehmens und seine Wettbewerbsfähigkeit.

3. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

a.) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
EBITDA 2.041 4.327 - 2.286 - 52,83
EBIT 1.371 3.420 - 2.049 - 59,91

Der Vorjahresumsatz konnte um 4 % auf TEUR 41.076 gesteigert werden.

Die Gesamtleistung stieg in 2023 von TEUR 37.915 im Vorjahr auf TEUR 41.207.

Im Geschäftsjahr haben sich die unfertigen Leistungen um TEUR 131 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf insgesamt TEUR 961. TEUR 734 der betrieblichen Erträge stehen in Verbindung mit der Auflösung von Rückstellungen.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand bezogen auf die Umsatzerlöse) betrug 3,77 % (Vorjahr: 3,55 %). Die Erhöhung ist auf den Anstieg der bezogenen Leistungen zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 1.222 (Vorjahr: TEUR 976) sind im Wesentlichen auf den Anstieg der Leistungen der jambit.am LLC zurückzuführen.

Die Personalkosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 32.001 (Vorjahr: TEUR 28.516). Sie setzen sich zusammen aus Gehaltsaufwendungen in Höhe von TEUR 26.145 (Vorjahr: TEUR 24.137) und sozialen Abgaben in Höhe von TEUR 5.856 (Vorjahr: TEUR 4.379). Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zum Umsatz beträgt 77,9 % (Vorjahr: 72,26 %). Durch Personalkostensteigerungen, bedingt durch Gehaltserhöhungen, Auszahlung der Inflationsausgleichsprämien und planmäßigem Personalaufbau, hat sich der Umsatz im Verhältnis zu den Personalkosten verringert.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 710 auf TEUR 670 gesunken.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind von TEUR 197 auf TEUR 0 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 6.578 (Vorjahr: TEUR 5.074). Sie enthielten im Wesentlichen Aufwendungen für Raumkosten in Höhe von TEUR 2.886 (Vorjahr: TEUR 2.566), Werbe- und Reisekosten TEUR 925 (Vorjahr: TEUR 552), Reparaturen und Instandhaltungskosten TEUR 682 (Vorjahr: TEUR 512), Rechts- und Beratungskosten TEUR 419 (Vorjahr: TEUR 65) sowie Fortbildungskosten TEUR 555 (Vorjahr: TEUR 464). Die Kostensteigerungen sind hauptsächlich auf Indexanpassungen der Mieten, generellem Kostenanstieg durch Inflation, Kunden- und interne Veranstaltungen finden wieder vermehrt vor Ort statt, und Optimierungs- und Beratungskosten von internen Prozessen und Toolings, zurückzuführen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich insgesamt auf TEUR 527 inkl. Gewerbe- und Körperschaftsteuernachzahlungen bzw. Erstattungen infolge der Betriebsprüfung für den Zeitraum 2017 bis 2020, die im Jahr 2023 stattgefunden hat (Vorjahr: TEUR 1.129). Davon entfallen TEUR 98 auf die Körperschaftsteuer sowie TEUR 184 auf die Gewerbesteuer.

Durch geringere als geplante Umsatzsteigerungen und höhere Personal-, Material- und sonstiger Aufwendungen, entwickelte sich das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, zuzüglich Zinsergebnis und Abschreibungen) von TEUR 4.327 im Vorjahr auf TEUR 2.041.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr TEUR 875 und ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.315) gesunken.

Im aktuellen Geschäftsjahr wird ein Jahresüberschuss von TEUR 874 (Vorjahr: TEUR 2.313) ausgewiesen.

b) Finanzlage

Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 3.747 (Vorjahr: TEUR 2.271). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Die jambit GmbH hatte im vergangenen Jahr jederzeit ausreichend flüssige Mittel zur Verfügung. Wie im aktuellen Geschäftsjahr geht die Geschäftsführung auch im Folgejahr von einem positiven Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit aus.

Die Forderungen i.H.v. TEUR 7.649 und die Verbindlichkeiten von insgesamt TEUR 2.418 sind kurzfristig (Laufzeit < 1 Jahr).

Hilfsmittel, wie zum Beispiel Steuerstundungen, Kurzarbeit, Überbrückungshilfen sowie KfW- Kredite etc. wurden von der Gesellschaft im Jahr 2023 nicht in Anspruch genommen.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 16.834 und ist somit gegenüber dem Vorjahr TEUR 19.906 um 15 % gesunken.

Das Anlagevermögen beträgt insgesamt TEUR 3.506 (Vorjahr: TEUR 7.782) bzw. 21 % (Vorjahr: 39 %) der Bilanzsumme. Die Minderung des Anlagevermögens ist im Wesentlichen auf den Verkauf von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 4.299 zurückzuführen.

Das Finanzanlagevermögen beträgt TEUR 2.430 (Vorjahr: TEUR 6.729). Die Veränderung wurde durch Wertpapierverkäufe herbeigeführt.

Die Vorräte in Form von unfertigen Leistungen und geleisteten Anzahlungen abzüglich erhaltener Anzahlungen betragen TEUR 592 (Vorjahr: TEUR 747).

Das Umlaufvermögen beläuft sich auf TEUR 12.894 (Vorjahr: TEUR 11.502) bzw. 77 % (Vorjahr: 58 %) der Bilanzsumme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 7.649 (Vorjahr: TEUR 7.919). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 100).

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 353 auf TEUR 806 gestiegen. Die Veränderung resultiert aus Körperschaftssteuer- und Gewerbesteuerüberzahlungen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten liegen mit TEUR 249 ca. TEUR 45 über dem Vorjahreswert.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 8.837, was einer Eigenkapitalquote von 52,49 % entspricht.

Der Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 874 soll mit dem Ergebnisvortrag verrechnet und vorgetragen werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurde aus dem Bilanzgewinn eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 3.536 an die Gesellschafter vorgenommen.

Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 5.993 auf TEUR 5.297 gesunken.

Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt TEUR 2.418 (Vorjahr: TEUR 2.231). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen bei TEUR 386 (Vorjahr: TEUR 234). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 474).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 1.783 (Vorjahr: TEUR 1.523).

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist von TEUR 65 auf TEUR 24 gesunken.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren sind für die jambit GmbH das Jahresergebnis sowie das Umsatzwachstum, die Gesamtleistung und die Auslastung sowie der effektive Verkaufsstundensatz.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind für die jambit GmbH die Zufriedenheit der Mitarbeitenden, Mitarbeitenden-Wachstum, die Fluktuation, der Projekterfolg, der Auslastungsgrad, die Projektqualität und die Kundenzufriedenheit sowie ein nachhaltiges organisches Wachstum.

5. Gesamtbeurteilung

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der jambit GmbH als gut und stabil.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risiken

Im Einklang mit der Unternehmensstrategie versucht die jambit GmbH keine unnötigen Risiken einzugehen. Dennoch ist die Gesellschaft im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unvermeidlich verschiedenen Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch aus geänderten Umweltbedingungen ergeben.

Die jambit GmbH differenziert zwischen primär wirtschaftlichen und primär technischen Risiken. Durch die Geschäftsführung findet ein regelmäßiges Monitoring der Einflussfaktoren statt. Im Bedarfsfall werden umgehend Maßnahmen zur Risikovermeidung eingeleitet.

a) Wirtschaftliche Risiken

Die jambit GmbH ist den allgemeinen Risiken der gesamtwirtschaftlichen, gesellschaftlichen sowie branchenspezifischen Entwicklungen ausgesetzt. Risiken hierbei sind die steigende Inflation, die rückläufige Wirtschaftsleistung sowie die unwägbaren Auswirkungen der Sanktionen des Westens gegen Russland, die nicht nur Auswirkungen auf die russische und ukrainische Wirtschaft, sondern auch auf die gesamte Weltwirtschaft und insbesondere Europa haben können. Außerdem können die Unsicherheiten im Nahostkonflikt sich auch auf die deutsche Wirtschaft auswirken. Risiken bestehen in der Reduzierung von Tagesätzen und der Nachfrage in der IT-Branche, Budgetkürzungen sowie weitere Kostensteigerungen. Um diesen Risiken zu begegnen, werden die Vertriebsaktivitäten kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt. Um mehr Sichtbarkeit am Markt zu erhalten, werden zudem auch Marketingaktivitäten verstärkt. Gleichzeitig werden bestimmte Investitionen überprüft und es wird kosteneffizienter eingekauft. Ziel ist es, das bestehende Geschäft zu stabilisieren und weiter auszubauen sowie neue Märkte und Aufträge, Projekte sowie Kunden zu gewinnen. Die beschriebene Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage - der Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten, die hohe Inflation sowie die bestehende Rezession - ist nicht nur ein allgemeines Risiko, sondern kann auch ein konkretes Risiko für unsere Auftragslage darstellen. Die schlechte gesamtwirtschaftliche Lage setzt fast alle Branchen unter Druck und es ist vermehrt erkennbar, dass auch mit IT-Budgets kosteneffizienter umgegangen wird.

Die jambit GmbH hat sich in den vergangenen Jahren eine gute Ausgangsposition geschaffen, um trotz denkbarer negativer Auswirkungen der bestehenden Krisen auf die Weltwirtschaft auch in Zukunft am Wachstum des IT-Dienstleistungsmarktes teilzuhaben.

Ein weiteres wirtschaftliches Risiko ergibt sich aus Aufwandsrisiken in Werkverträgen. Durch ein regelmäßiges Projektcontrolling werden diese Risiken analysiert, um bei Bedarf entsprechend gegenzusteuern. Dazu gehört auch die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer ERP- und BI-Systeme. Hierdurch konnten wir die Transparenz über signifikante Kennzahlen und Risiken weiter steigern.

Durch die aktuelle krisenbedingte Volatilität können außergewöhnliche Risiken eintreten. Eine zurückgehende Investitionsbereitschaft kann zu Projektkürzungen sowie zu einer unzureichenden Auslastung der Mitarbeitenden führen. Des Weiteren können langfristige Kundenverträge zu stagnierenden Tagessätzen führen. Gleichzeit wird durch die Inflation und dem Fachkräftemangel der Druck auf Gehaltsanpassungen zunehmend höher. Diese Risiken werden durch kontinuierliches Monitoring überwacht und entsprechend reguliert.

Durch die Diversifizierung unserer Branchen, Kunden- und Projektportfolios und die Fokussierung auf strategische Projekte, sieht sich die Gesellschaft in einer guten Ausgangslage, um die anhaltende Situation zu meistern.

Aufgrund des Erfolges der Abteilung Industry & Energy wurde 2023 der Bereich in eine Business Division ausgegliedert. Die Ausgründung in eine Business Division konnte die Branchendiversifizierung verstärken.

Auch wenn sich die Lage am Arbeitsmarkt aus Sicht der Geschäftsführung leicht entspannt hat, wird die Gewinnung von Fachkräften eine der maßgeblichen Erfolgsfaktoren bleiben. Durch attraktive Vergütungssysteme, flexible Arbeitszeit- und individuelle Karrieremodelle, ein sinnstiftendes Arbeitsumfeld und eine besondere Firmenkultur positioniert sich die jambit GmbH als attraktiver Arbeitgeber. Die daraus resultierende niedrige Fluktuation federt die bestehenden Herausforderungen am Arbeitsmarkt ab. Ziel ist es weiterhin, hochqualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und langfristig zu binden.

Im Jahr 2023 wurden alle Aufträge in Euro fakturiert, sodass sich keine Währungsrisiken ergeben haben. Durch Geldanlagen, insbesondere in risikoarme Anlageformen bei zwei inländischen Banken, ergeben sich auch in diesem Bereich keine nennenswerten Risiken. Die Gesellschaft stellt hierdurch eine breite Risikostreuung sicher.

Die jambit GmbH ist weiterhin eigenfinanziert und verfügt über ausreichend eigene liquide Mittel. Auch durch die anhaltenden Krisen sehen wir keine großen Liquiditätsrisiken. Die Liquiditätslage wird regelmäßig analysiert und überwacht. Die Risikokonzentration der finanziellen Vermögensgegenstände und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Bezug auf das Liquiditätsrisiko wird als niedrig beurteilt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen am Jahresende 2023 bestehen insbesondere gegenüber namhaften Kunden mit einer guten Ertragslage, bei denen das Zahlungsausfallrisiko als gering einzustufen ist. Die jambit GmbH verzeichnet zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts keine operativen Risiken, die sich aus einem verzögerten Zahlungsverhalten oder Forderungsausfällen gegenüber Kunden ergeben.

b) Technische Risiken

Als Softwareunternehmen ist der überwiegende Teil der jambit Serviceleistungen von einer funktionierenden und störungsfreien IT-Landschaft abhängig. Der Ausfall von wesentlichen Servern, ERP-Systemen, Nichtverfügbarkeiten sowie unautorisiertes Eindringen in IT- Netzwerke (Cyber-Crime) können zu Qualitätsbeeinträchtigungen und Lieferverzögerungen führen. Dies kann wiederum negative Auswirkungen auf die Kunden, die Finanzlage, das Ansehen und das Geschäft im Allgemeinen haben. Aus diesem Grund wendet die jambit GmbH jährlich hohe Ressourcen auf, um ihre Schutzmaßnahmen in diesem Bereich zu analysieren, verändern und zu verbessern sowie alle Schwachstellen zu beheben. Relevante Maßnahmen, um technischen Risiken zu begegnen, stellen dabei die erfolgreichen Rezertifizierungen für die ISO-Normen 27001 sowie 9001 dar. Im Jahr 2023 erfolgte durch die Zertifizierung unserer Standorte und unserer Tochterfirma nach TISAX (Trusted Information Security Assessment Exchange) ein internes Audit unseres Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS). In diesem Zuge wurde das ISMS strukturell erweitert, um den Zuwachs weiterer Standorte und Tochterfirmen im Hinblick auf Zertifizierung und die Vermeidung technischer Risiken gezielt von Anfang an zu begleiten. Alle Managementsysteme (ISMS, QMS, UMS) werden kontinuierlich gepflegt und weiterentwickelt.

Die Gesellschaft sieht sich daher gegen technische Risiken gut abgesichert.

c) Zusammenfassung

Die Geschäftsführung sieht keine wesentlichen wirtschaftlichen oder technischen Risiken, die über die normale Geschäftstätigkeit hinausgehen. Sie hat keine Risiken identifiziert, die den Bestand des Unternehmens gefährden.

2. Chancen

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage ist die Digitalisierung weiterhin ein erklärtes strategisches Ziel vieler relevanter Kunden über alle Branchen- und Unternehmensgrößen hinweg. Nach wie vor wird in den Ausbau der Informationstechnik investiert. Dies bietet der jambit GmbH als branchenunabhängiger Dienstleister auch zukünftig eine solide Wachstumsperspektive.

Neue Werkzeuge basierend auf generativer KI (Künstlicher Intelligenz) ermöglichen jambit eine Steigerung von Effizienz und Produktivität. Durch KI-Pair-Programming, bei dem generative Kl-Systeme als intelligente Assistenten fungieren, helfen Entwickler*innen, Code effizienter zu schreiben, Fehler zu minimieren, Testdaten zu generieren und mehr Zeit für kreative und komplexe Problemlösungen zu haben. Auch im Backoffice-Bereich ermöglicht generative KI eine effizientere Datenverarbeitung durch die Automatisierung von operativen Aufgaben. Zusätzlich lassen sich manuelle Arbeiten beschleunigen und mehr administrativen Aufgaben bearbeiten.

Durch den Geschäftsführungswechsel zum 01. Juli 2023 wurden die langjährigen Mitarbeiter Thomas Rottach und Franz Haßlberger als neue Geschäftsführer ernannt. Die jeweiligen Positionen wurden durch Philip Achenbach (ehemaliger Standortleiter in Leipzig) als neuer Business Division Leiter der Business Division Automotive und Robert Kowalski (ehemaliger Abteilungsleiter der Business Division Media) als neuer Business Division Leiter der Business Division Media besetzt. Die neue Business Division Industry & Energy bleibt unter der Besetzung von Max Schenk (ehemaliger Abteilungsleiter der Abteilung Industry & Energy). Die Business Division Leiter Stelle der Business Division Banking & Insurance wurde neu ausgeschrieben. Michael Römer wurde erfolgreich auf dem externen Bewerbermarkt rekrutiert und leitet seit 01. Oktober 2023 die Business Division Banking & Insurance. Mit den jeweiligen Neubesetzungen und der neuen Business Division Industry & Energy unterstreicht auch hier die Gesellschaft eine kontinuierliche nachhaltige Weiterentwicklung.

Unsere neuen Competence Center OTD (Organizational & Team Development) und Data Analytics & Al sowie unsere bestehenden Competence Center UCD (User Centered Design) und P&O (Platforms & Operations) ergänzen das technische Portfolio. Kundenwünsche können dadurch noch stärker adressiert werden.

Die jambit GmbH bleibt ein neutraler Dienstleister ohne speziellen Fokus auf ein bestimmtes Softwareprodukt.

Der Ausbau der Vertriebs- und Marketingaktivitäten bietet weitere Möglichkeiten jambit auf Bewerbenden- und Kundenseite noch bekannter zu machen.

Für eine unternehmensübergreifende strategische Ausrichtung der Unternehmensziele hat die jambit GmbH in Q4 2023 OKRs (Objectives and Key Results) als neue Management Methode eingeführt. Dadurch werden Unternehmensziele mit den Zielen der Teams und Mitarbeitenden verbunden.

In 2023 hat jambit seine TISAX (Trusted Information Security Assessment Exchange) Zertifizierungen um die Standorte Stuttgart und Leipzig erweitert. Auch die Tochterfirma jambit.am LLC wurde im Jahr 2023 TISAX zertifiziert. Diese Zertifizierung ist ein von der Automobilindustrie definierter Standard für Informationssicherheit.

Da strategische Kunden, darunter Automobilhersteller und Zulieferer der deutschen Automobilindustrie, diese Zertifizierung von ihren Lieferanten verlangen, kann sich jambit einen Wettbewerbsvorteil sichern bzw. bestehende Geschäftsbeziehungen festigen. Nicht nur die eigene, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden verhilft der jambit GmbH, als investorenunabhängiger Dienstleister, zu guten Wachstumschancen am Markt.

Seit 2021 sind zudem unsere Umwelt-, Qualitäts- und Informationssicherheits-Managementsysteme nach ISO 14001, ISO 9001 und ISO 27001 zertifiziert.

Die Anforderungen unsrer Kunden können wir so und auch mit vielen weiteren CSR und ESG bezogenen Maßnahmen einhalten, die wir teilweise schon von Anfang an im Unternehmen praktizieren und auch nachhaltig ausbauen.

Die oben genannten ISO-Zertifizierungen haben wir im Jahr 2023 erfolgreich erneuert.

Wie im Vorjahr sieht die Unternehmensführung der jambit GmbH die Chancen für ein stetiges und nachhaltiges Wachstum sowohl in hoher Kundenzufriedenheit als auch in der Zufriedenheit seitens der Mitarbeitenden, die das Resultat einer besonderen Unternehmenskultur ist. Diese basiert sowohl auf der Mitgestaltung als auch auf dem Angebot umfangreicher Weiterbildungsmaßnahmen, welche es auch in 2024 weiterhin geben wird, denn die Mitarbeitenden- Zufriedenheit und deren Knowhow ist der Schlüssel für 100 % Begeisterung auf Kundenseite.

Dies bestätigt drei Jahre in Folge (2021, 2022 und 2023) das Medienmagazin kress pro und nominiert jambit zu den besten Digitalagenturen für Medienhäuser 2023. Ebenso hat es jambit zum dritten Mal in die Liste der besten IT-Dienstleister von brand eins und Statista geschafft (2022, 2023 und 2024). Darüber hinaus gehört jambit in 2023 zu den besten Arbeitgebern für IT-Fachkräfte laut Golem.de. Hier erreichte jambit - nach der Bewertung von 13.700 Angestellten und über 3.000 Unternehmen - besonders hohe Platzierungen in den beiden Unterkategorien "Soziale & gesellschaftliche Verantwortung" und "Flexibilität von Arbeitszeit und -ort". Das Magazin DIE ZEIT und kununu zählen zudem jambit als Most Wanted Employer 2023 Deutschlands in der IT-Branche.

3. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage

Trotz der derzeitigen Krisen und sich daraus ergebenen Markt- und Planungsunsicherheiten, sieht die Geschäftsführung bei der Gesamtbetrachtung der genannten Chancen und Risiken einen positiven Ausblick. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die die Fortführung des Unternehmens gefährden können.

Entsprechend sieht sich die jambit GmbH für die kommenden Geschäftsjahre in der Lage das bestehende Potential zu nutzen und ihre Marktposition zu festigen und auszubauen.

IV. Prognosebericht

Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft ist von dem Angriffskrieg auf die Ukraine durch Russland und den Auseinandersetzungen im Nahen Osten weiterhin betroffen. Wir rechnen damit, dass die gesamtwirtschaftliche Lage auch im neuen Geschäftsjahr angespannt bleibt.

Unser Ziel ist es, durch unsere Firmenkultur, unsere Innovationskraft und Flexibilität trotz der gegenwärtigen Krisen und der gesamtwirtschaftlichen Rezession organisches Wachstum zu erreichen.

Entscheidend für den wirtschaftlichen und langfristigen Erfolg des Unternehmens sind qualifizierte und zufriedene Mitarbeitende sowie zufriedene Kunden. Mit unserer Mission "100 % Begeisterung" setzen wir auch im Jahr 2024 unseren Fokus auf Mitarbeitenden- und Kunden-Attraktivität.

Auch im neuen Geschäftsjahr wird sich die Gesellschaft intensiv mit neuen Technologien wie zum Beispiel Generative Al (Generative künstliche Intelligenz) beschäftigen, um auch weiterhin als Branchenvorreiter für IT-Innovationen und erfolgreiche Projekte zu stehen.

Die jambit GmbH rechnet für 2024 mit einem positiven Geschäftsverlauf und einem Anstieg der Gesamtleistung um ca. 14 %. Die Geschäftsführung geht von einem positiven Jahresergebnis aus, welches deutlich über dem Niveau von 2023 liegen wird.

 

München, den 13. Juni 2024

jambit GmbH

gez. Franz Haßlberger, Geschäftsführer

gez. Thomas Rottach, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 86.802,12 86
86.802,12 86
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 148.997,84 196
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 839.669,08 771
988.666,92 967
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,84 0
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.430.169,09 6.729
2.430.170,93 6.729
3.505.639,97 7.782
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 591.617,82 747
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.555.322,34 8.485
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 100.000,00 (Vj. TEUR 100)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.747.346,17 2.271
12.894.286,33 11.502
C. Rechnungsabgrenzungsposten 248.560,85 204
D. Aktive latente Steuern 185.199,62 418
16.833.686,77 19.906

Passiva

31.12.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnvortrag 7.937.436,24 9.160
III. Jahresüberschuss 874.302,69 2.313
8.836.738,93 11.498
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 0,00 65
C. Rückstellungen 5.554.157,00 6.046
D. Verbindlichkeiten 2.418.349,45 2.231
davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 249.592,91 (Vj. TEUR 474)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.418.349,45 (Vj. TEUR 2.231)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 24.441,39 65
16.833.686,77 19.906

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 40.619.313,02 37.917
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 26.145.104,33 24.137
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.856.038,54 4.379
davon für Altersversorgung EUR 107.790,90 (Vj. TEUR 53)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 670.466,40 710
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.577.512,35 5.074
39.249.121,62 34.300
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 22.122,26 28
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.094,39 16
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 197
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.931,18 19
32.285,47 -172
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 526.681,66 1.129
10. Ergebnis nach Steuern 875.795,21 2.315
11. Sonstige Steuern 1.492,52 2
12. Jahresüberschuss 874.302,69 2.313

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 - 31.12.2023

der jambit GmbH, München

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB aufgestellt; dabei wurden die Bilanz und die nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellte Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend den §§ 266 und 275 HGB gegliedert und die Vorjahreszahlen zu Vergleichszwecken gegenübergestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Jedoch wendet sie freiwillig die Ausweisvorschriften für eine große Kapitalgesellschaft an. Bezüglich des Anhangs werden die Erleichterungen für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft in Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: jambit GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 129139

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der jambit GmbH, München, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Der Abschreibungszeitraum wird aus der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeleitet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgte linear, soweit sinnvoll degressiv. Der Abschreibungszeitraum wurde aus der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeleitet. Die Abschreibung der Zugänge erfolgte pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter i.S.d. § 6 Abs. 2 EStG wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, soweit es sich um eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung handelt.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung von Verwaltungsgemeinkosten bewertet; für zu erwartende Verluste wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen, soweit nach dem Projektverlauf zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses eine Einschätzung über die Abweichung des tatsächlichen vom geplanten Mitarbeitereinsatz vorgenommen werden kann; eine detaillierte Projektkostenrechnung wird nicht durchgeführt. Zinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden, soweit möglich, in Anwendung des § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel werden mit Nominalwerten angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die sich aus abweichenden Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ergebenden Steuerentlastungen wurde ein Bilanzposten für aktive latente Steuern angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die für abgelaufene Geschäftsjahre voraussichtlich noch zu entrichtenden Ertragssteuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Einzelposten, die Buchwerte zum 31.12.2023 sowie die Abschreibungen des laufenden Jahres sind aus dem nachstehenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 530.224,20 135.341,12 137.684,10 527.881,22
530.224,20 135.341,12 137.684,10 527.881,22
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 39.439,16 39.439,16 0,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 423.600,02 2.654,37 0,00 426.254,39
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.046.275,16 603.490,81 592.081,45 3.057.684,52
3.469.875,18 645.584,34 631.520,61 3.483.938,91
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,84 0,00 0,00 1,84
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 6.926.145,35 76.041,17 4.532.945,90 2.469.240,62
6.926.147,19 76.041,17 4.532.945,90 2.469.242,46
10.926.246,57 856.966,63 5.302.150,61 6.481.062,59
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 444.168,58 134.594,62 137.684,10 0,00 441.079,10
444.168,58 134.594,62 137.684,10 0,00 441.079,10
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 227.459,27 49.797,28 0,00 0,00 277.256,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.275.622,12 486.074,50 543.681,18 0,00 2.218.015,44
2.503.081,39 535.871,78 543.681,18 0,00 2.495.271,99
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 197.184,00 0,00 133.440,04 24.672,43 39.071,53
197.184,00 0,00 133.440,04 24.672,43 39.071,53
3.144.433,97 670.466,40 814.805,32 24.672,43 2.975.422,62
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 86.802,12 86
86.802,12 86
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0
1. Technische Anlagen und Maschinen 148.997,84 196
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 839.669,08 771
988.666,92 967
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,84 0
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.430.169,09 6.729
2.430.170,93 6.729
3.505.639,97 7.782

Auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nach einer im Vorjahr erfolgten Abwertung aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert wieder eine Zuschreibung in Höhe von T€ 25 vorgenommen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus einem Darlehen.

Der Posten für aktive latente Steuern betrifft im wesentlichen Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz aufgrund von Bewertungsdifferenzen aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen. Die latenten Steuern wurden mit den aktuellen Steuersätzen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer berechnet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn per 31.12.2023 ermittelt sich wie folgt:

EUR
Gewinnvortrag per 31.12.2022 11.473.436,24
Gewinnausschüttung -3.536.000,00
Jahresüberschuss 2023 874.302,69
Bilanzgewinn per 31.12.2023 8.811.738,93

Der Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Bei dem Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen im Vorjahr handelt es sich um den Anteil eines in 2020 vereinnahmten Baukostenzuschusses für voraussichtliche Baukosten, die erst nach dem Abschlussstichtag anfallen.

Die sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten betreffen mit 715 TEUR Mitarbeiterboni und Tantiemen (VJ 1.303 TEUR), mit 410 TEUR Vertriebsprovisionen (VJ 444 TEUR), mit 175 TEUR das pauschale Gewährleistungsrisiko (VJ 156 TEUR), mit 193 TEUR ausstehende Rechnungen und Nebenkostenabrechnungen (VJ 61 TEUR), mit 1.473 TEUR die Überstunden- und mit 1.545 TEUR die Urlaubsrückstellung (VJ 1.208 TEUR und 1.285 TEUR). Die Rückstellungen für Erstellung und Prüfung des Jahresabschluss betragen 81 TEUR (VJ 70 TEUR). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde erstmalig eine Rückstellung für Altersteilzeit i.H.v. 52 TEUR gebildet. Alle übrigen Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten, Betriebsprüfung und weitere belaufen sich sämtlich jeweils nur auf bis zu 50 TEUR.

Die im Vorvorjahr gebildete Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr von 1.259 TEUR auf 545 TEUR reduziert werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen aus langfristigen Mietverträgen sonstige finanzielle Verpflichtungen.

bis 1 Jahr 2 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR
Mietverträge 2.461.050,84 9.403.889,79 2.054.069,25

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 416 davon 2 Geschäftsführer, 11 Vertriebsmitarbeiter, 50 Verwaltungskräfte und 14 Auszubildende. Alle übrigen Mitarbeiter (339) sind in der Projektbearbeitung beschäftigt.

Verbundene Unternehmen

In 2021 wurde eine armenische Tochtergesellschaft gegründet.

Firma: jambit.am LLC
Sitz: Yerevan, Armenien
Beteiligungsquote: 100 %
Stammkapital: 1.000 AMD (1,84 EUR)
Ergebnis 2023: Jahresüberschuss: 6.514.442 AMD (14.544 EUR)

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die einzelvertretungsberechtigten

Geschäftsführer: Markus Hartinger und Peter Fellinger (bis zum 11.07.2023 und Thomas Rottach und Franz Haßlberger (ab dem 05.04.2023) geführt.

Da die Geschäftsführung aus zwei Geschäftsführern besteht, unterbleibt die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB.

Nachtragsbericht:

Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, ergeben.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, den 13. Juni 2024

gez. Thomas Rottach, Geschäftsführer

gez. Franz Haßlberger, Geschäftsführer

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die jambit GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der jambit GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der jambit GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 13. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fleck, Wirtschaftsprüfer

Weber, Wirtschaftsprüfer

GESELLSCHAFTERBESCHLUSS

In der heute unter Verzicht auf die Form- und Fristerfordernisse einberufenen Gesellschafterversammlung der

jambit GmbH

wurden die folgenden Beschlüsse gefasst:

1. Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 nebst Lagebericht in der mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vom 13. Juni 2024 testierten Fassung (ausweisend einen Jahresüberschuss in Höhe von 874.302,69 EUR) wird festgestellt.

2. Behandlung des Jahresergebnisses

Der verbleibende Bilanzgewinn zum 31.12.2023 beträgt 8.811.738,93 EUR (= Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 874.302,69 EUR zuzüglich Gewinnvortrag in Höhe von 7.937.436,24 EUR) und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Vom Billanzgewinn wurde am 17.06.2024 eine Dividende in Höhe von 150.000,00 EUR ausgeschüttet. Nach den beiden Ausschüttungen verbleibt ein Bilanzgewinn in Höhe von 8.661.738,93 EUR.

3. Entlastung der Geschäftsführung

Den Geschäftsführern Markus Hartinger, Peter Fellinger, Franz Haßlberger und Thomas Rottach wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. Der jeweils zu entlastende mittelbare Gesellschafter stimmte bei der Abstimmung gem. § 47 Abs. 4 GmbHG über seine Entlastung nicht mit ab.

 

München, den 22.07.2024

kamms UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG
diese vertreten durch die kamms Verwaltungs UG

Gesellschafter:

diese vertreten durch den Geschäftsführer Markus Hartinger

dipak UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

diese vertreten durch die dipak Verwaltungs UG

diese vertreten durch den Geschäftsführer Peter Fellinger

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