Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 737735
Eingetragen
2.10.2020
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Durchführung von erlaubnisfreiem Training. Schulungen, Beratungen und Dienstleistungen in den Bereichen der elektronischen Kommunikation, Datenverarbeitung sowie Unternehmensund Mitarbeiterentwicklung im Unternehmen. Gegenstand des Unternehmens ist ferner der Erwerb und das Halten von Beteiligungen an Unternehmen, die in dem vorbezeichneten Geschäftsbereich tätig sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Robert von Wülfing
seit 22.8.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Jochen Rincker
seit 21.2.2025
Prokura
Prokura
Natalia Heibel
seit 9.1.2024
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AMADEUS FIRE AGEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Amadeus FiRe Weiterbildung Verwaltungs GmbH
Germany
90.261 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GFN GmbH

Heidelberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugang durch Verschmel-
zung
Zugänge Abgang durch Verschmel-
zung
Abgänge 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 359.131,81 0,00 0,00 0,00 0,00 359.131,81
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
386.598,19 5.248,83 287.612,06 0,00 9.315,98 670.143,10
3. Geschäfts- oder Firmenwert 42.133,22 0,00 0,00 0,00 0,00 42.133,22
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 181.298,72 0,00 0,00 181.298,72
787.863,22 5.248,83 468.910,78 0,00 9.315,98 1.252.706,85
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.813.854,79 47.767,46 1.399.472,45 0,00 2.277.510,11 2.983.584,59
3.813.854,79 47.767,46 1.399.472,45 0,00 2.277.510,11 2.983.584,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 796.024,47 0,00 0,00 796.024,47 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 622.259,62 0,00 48.922,33 671.181,95 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 5.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
1.423.284,09 0,00 48.922,33 1.467.206,42 0,00 5.000,00
6.025.002,10 53.016,29 1.917.305,56 1.467.206,42 2.286.826,09 4.241.291,44
Abschreibungen
01.01.2021 Zugang durch Verschmel-
zung
Zugänge Abgang durch Verschmel-
zung
Abgänge 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 350.771,81 0,00 8.360,00 0,00 0,00 359.131,81
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
239.340,19 5.245,83 106.080,06 0,00 9.315,98 341.350,10
3. Geschäfts- oder Firmenwert 42.131,22 0,00 2,00 0,00 0,00 42.133,22
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
632.243,22 5.245,83 114.442,06 0,00 9.315,98 742.615,13
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.180.644,79 29.291,46 664.476,45 0,00 2.277.312,11 1.597.100,59
3.180.644,79 29.291,46 664.476,45 0,00 2.277.312,11 1.597.100,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.999,00 0,00 0,00 24.999,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 622.258,62 0,00 0,00 622.258,62 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 5.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
652.257,62 0,00 0,00 647.257,62 0,00 5.000,00
4.465.145,63 34.537,29 778.918,51 647.257,62 2.286.628,09 2.344.715,72
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 8.360,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
328.793,00 147.258,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2,00
4. Geleistete Anzahlungen 181.298,72 0,00
510.091,72 155.620,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.386.484,00 633.210,00
1.386.484,00 633.210,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 771.025,47
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
0,00 771.026,47
1.896.575,72 1.559.856,47

E. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir am 15. Juni 2022 dem als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss der GFN GmbH, Heidelberg, zum 31. Dezember 2021 und dem als Anlage 4 beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der von uns an dieser Stelle wiedergegeben wird:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GFN GmbH

Prüfungsurteile

"Wir haben den Jahresabschluss der GFN GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GFN GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Mannheim, 15. Juni 2022

Edenhofer GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ulrich Edenhofer

Diplom-Betriebswirt (BA)

Wirtschaftsprüfer

Irene Krämer

Diplom-Betriebswirtin (BA)

Wirtschaftsprüferin

Amtsgericht Mannheim, HRB 737735

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Anhang 01.01.-31.12.2021 01.01.-31.12.2020
1. Umsatzerlöse 26.543.681,95 24.717.714,42
2. Sonstige betriebliche Erträge 306.832,12 789.336,39
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -1.384.888,15 -1.189.171,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.002.496,11 -7.840.498,52
-8.387.384,26 -9.029.669,62
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.962.384,58 -6.980.899,16
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.692.821,89 -1.874.974,60
(davon für Altersversorgung € -63.456,60 Vorjahr € -56.372,63)
-9.655.206,47 -8.855.873,76
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -778.918,51 -398.606,57
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.294.816,94 -7.612.936,75
(davon aus Währungsumrechnung: € 0,00; Vorjahr € -232,35)
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 30.516,13
(davon an verbundene Unternehmen € 0,00; Vorjahr €30.516,13)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,68 20,16
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -290.789,46
(davon außerplanmäßige Abschreibungen € 0,00; Vorjahr € -290.789,46)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -16.085,35 -37.958,40
(davon an verbundene Unternehmen € -15.438,34; Vorjahr € -6.150,70)
11. Aufwendungen aus Gewinnabführungsvertrag 0,00 -104.293,82
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 86.031,10 97.221,90
(davon Erträge aus der Zuführung latenter Steuern € 83.352,10; Vorjahr € 97.221,90)
13. Ergebnis nach Steuern -1.195.865,68 -695.319,38
14. Sonstige Steuern -2.237,76 -4.833,60
15. Jahresfehlbetrag -1.198.103,44 -700.152,98
16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -2.526.885,61 -1.826.732,63
17. Bilanzverlust -3.724.989,05 -2.526.885,61

Amtsgericht Mannheim, HRB 737735

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

Anhang 31.12.2021 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 8.360,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 328.793,00 147.258,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2,00
4. Geleistete Anzahlungen 181.298,72 0,00
510.091,72 155.620,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.386.484,00 633.210,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 771.025,47
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1,00
0,00 771.026,47
1.896.575,72 1.559.856,47
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 6.325,73 27.522,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.148.256,23 1.620.336,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.211,28 160.236,55
3. Sonstige Vermögensgegenstände 476.779,33 334.290,90
2.632.246,84 2.114.864,01
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 707.872,51 1.274.896,28
3.346.445,08 3.417.282,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53.153,06 12.580,07
D. Aktive latente Steuern 505.991,01 422.638,91
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 218.374,63 0,00
6.020.539,50 5.412.358,03

Passiva

Anhang 31.12.2021 31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 90.261,00 90.261,00
II. Kapitalrücklage 3.416.353,42 3.416.353,42
III. Bilanzverlust -3.724.989,05 -2.526.885,61
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 218.374,63 0,00
0,00 979.728,81
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 156.601,30 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.759.976,82 2.065.483,18
1.916.578,12 2.065.483,18
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 173.511,74 198.408,87
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 574.222,13 492.471,25
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.402.726,45 1.171.529,23
4. Sonstige Verbindlichkeiten 953.501,06 504.736,69
4.103.961,38 2.367.146,04
6.020.539,50 5.412.358,03

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeines

Die GFN GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht mit Sitz in Heidelberg, Maaßstraße 24, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 737735, eingetragen.

Der Jahresabschluss der GFN GmbH ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Bilanz entspricht dem Gliederungsschema gemäß § 266 HGB, die Gewinn und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden. Die gesetzlich vorgeschriebenen davon-Vermerke der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind im Anhang angegeben.

Der Ausweis erfolgt in € und Tausend € (Tsd €). Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren.

Die GFN GmbH erfüllte am Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr die Merkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Mit Gesellschafterbeschlüssen und Verschmelzungsverträgen vom 05. August 2021 hat die GFN GmbH als alleinige Gesellschafterin der Candialo GmbH, GFN Consulting GmbH und die UAB Beteiligungs GmbH die Vermögen der Gesellschaften im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme übernommen. Dabei haben die Tochtergesellschaften Ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung im Sinne des § 2 Nr. 1 UmwG auf die GFN GmbH übertragen (Verschmelzung durch Aufnahme). Verschmelzungsstichtag ist der 1. Januar 2021.

Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist teilweise eingeschränkt. Insofern sich auf einzelne Posten der Bilanz- oder Gewinn- und Verlustrechnung Auswirkungen ergeben, werden diese gesondert erläutert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden pro rata temporis anhand der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauer entgeltlich erworbener Lizenzen bzw. Software lag zwischen drei und fünf Jahren.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. In die Herstellungskosten werden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen. Die Abschreibung erfolgt ebenfalls planmäßigen pro rata temporis anhand der voraussichtlichen Nutzungsdauer, derzeit über drei bzw. vier Jahre.

Sofern erforderlich, erfolgen auf die immateriellen Vermögensgegenstände Abschreibungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese lag bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 13 Jahren. Sofern notwendig, werden Gegenstände des Sachanlagevermögens auf den zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Anlagegüter mit einem geringen Einzelanschaffungswert bis zu 250 € wurden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. In Vorjahren wurden geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) von mehr als 250 € bis 1.000 € aus Vereinfachungsgründen auch für die Handelsbilanz in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben, die Abgangsbuchung erfolgte nach fünf Jahren. Um eine genauere Aufwandsdarstellung zu erreichen, werden ab dem Geschäftsjahr 2021 alle Anlagegüter die einen Einzelanschaffungswert von über 250 € im Zugangsjahr haben einzeln aktiviert. Im Gegenzug erfolgt ab dem Geschäftsjahr 2021 keine Aktivierung des GWG-Sammelpostens mehr. Diese Methodenänderung beeinflusst das Anlagevermögen und die damit verbundenen typischen Kennzahlen um circa 133 Tsd € (höherer Aufwand).

Die in den Finanzanlagen enthaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder bei Wertminderungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Sind die Gründe für eine in den Vorjahren vorgenommene Abschreibung entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Ausleihung werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt und bewertet.

Die in den Vorräten aktivierten Handelswaren sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für die restlichen Forderungen wurde darüber hinaus für allgemeine Ausfallrisiken eine Pauschalwertberichtigung von 1 Prozent gebildet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben des Geschäftsjahres, die zu Aufwand in einem Zeitraum nach dem Bilanzstichtag führen.

Passiva

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert.

Die Kapitalrücklage enthält die nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB geforderten Beträge.

Bei Bildung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Es wurden hierbei die Zinssätze, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden, verwendet.

Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Latente Steuern wurden auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Steuerliche Verlustvorträge wurden insoweit berücksichtigt, als eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit einem Körperschaftsteuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag von insgesamt 15,83 Prozent. Aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 3 Nr. 13 GewStG scheidet derzeit eine Belastung mit Gewerbesteuer aus. Eine sich insgesamt ergebende Steuerent- oder - belastung wird in der Bilanz als aktive oder passive latente Steuer angesetzt. Die zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der der zukünftigen Nutzung von steuerliche Verlustvorträge.

Fremdwährungsumrechnung

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

01. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021 ist dem separat beiligenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Sowohl die Finanzanlagen enthaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen als auch die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen bestanden vollständig gegenüber den Gesellschaften Candialo GmbH, GFN Consulting GmbH und die UAB Beteiligungs GmbH. Aus Folge der Verschmelzung durch Aufnahme der GFN GmbH wurden diese Positionen somit vollständig aus dem Anlagevermögen entnommen. Gleichzeitig erfolgte im Sinne des § 24 UmwG eine Buchwertübertragung der in den verschmolzenen Gesellschaften enthaltenen Vermögensgegenstände. Um die Übertragung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der übernommenen Abschreibungen darzustellen wurden zusätzliche Verschmelzungsspalten im Anlagespiegel aufgenommen. Durch die Verschmelzung, durch Aufnahme, in die GFH GmbH besteht zum 31. Dezember keine weitere Beteiligung mehr die es in einer Anteilsbesitzliste aufzuzeigen gäbe.

02. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag Einzel und Pauschalwertberichtungen von 34 Tsd € (Vorjahr: 34 Tsd €). Die Restlaufzeiten liegen wie im Vorjahr unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 7 Tsd € (Vorjahr: 160 Tsd €). Sie resultieren mit 7 Tsd € (Vorjahr: 114 Tsd €) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Daneben bestanden im Vorjahr Forderungen aus Umsatzsteuer von 46 Tsd €. Die Restlaufzeiten liegen wie im Vorjahr unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Bilanzstichtag 476 Tsd € (Vorjahr: 334 Tsd €); davon haben 143 Tsd € ( Vorjahr: 128 Tsd €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

03. Latente Steuern

Latente Steuern aus temporären Differenzen ergaben sich wie folgt:

Angabe in Tsd € TemporäreDifferenz Aktive (-) / Passive latente Steuern
Bilanzposition 31.12.2021 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2020
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,0 8,4 0,0 1,3
Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 0,0 203,3 0,0 -32,2
Sonstige RST 60,7 97,4 -9,6 -15,4
Genossenschaftsanteile 5,0 5,0 -0,8 -0,8
Verlustvorträge 3.132,0 2.373,2 -495,6 -375,5
Summe -506,0 -422,6

04. Ausschüttungssperre

In Höhe der ausgewiesenen aktiven latenten Steuern ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre von 506 Tsd € (Vorjahr: 431 Tsd €).

05. Steuerrückstellungen

Zum 31. Dezember 2021 ergaben sich Steuerrückstellungen von 157 Tsd € (Vorjahr: 0 Tsd €). Diese resultieren aus der Verschmelzung mit der GFN Consulting GmbH.

06. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betragen zum 31. Dezember 2021 1.760 Tsd € (Vorjahr: 2.065 Tsd €) und setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in Tsd € 31.12.2021 31.12.2020
Ausstehende Rechnungen 706 697
Rechsstreichtigkeiten 536 324
Personal 172 428
Abschlusskosten 88 42
Drohverluste 0 203
Sonstige 258 371
Sonstige Rückstellungen 1.760 2.065

07. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:

Angaben in Tsd.€ davon Restlaufzeiten davon Restlaufzeiten
31.12.2021 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2020 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 174 174 0 0 198 198 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 574 574 0 0 492 492 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.403 603 1.800 0 1.172 1.172 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 954 949 5 0 505 520 5 0
davon aus Steuern 118 118 0 0 100 100 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 272 272 0 0 7 7 0 0
Verbindlichkeiten 4.105 2.300 1.805 0 2.367 2.382 5 0

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

08. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der GFN GmbH (26.544 Tsd €; Vorjahr: 24.718 Tsd €) resultieren vollständig aus der Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen. Diese beinhalten Schulungen, Beratungen und Dienstleistungen in den Bereichen der elektronischen Kommunikation, Datenverarbeitung sowie Unternehmens und Mitarbeiterentwicklung im Unternehmen. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Inland realisiert.

09. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (307 Tsd €; Vorjahr: 789 Tsd €) beinhalten im Wesentlichen sonstige Erträge wie Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen, Erträge aus Versicherungsbelangen und sonstige Nebenerträge. Im Geschäftsjahr 2021 sind darin zudem Erstattungen für Sozialversicherungsbeiträge aus der Kurzarbeit in Höhe von 76 Tsd € (Vorjahr. 379 Tsd €) enthalten.

10. Materialaufwand

Der Materialaufwand (8.387 Tsd €; Vorjahr: 9.030 Tsd €) besteht hauptsächlich aus Aufwendung für bezogene Leistungen (7.002 Tsd €; Vorjahr: 7.840 Tsd €). Dieser Aufwand für bezogene Leistung stammt im Wesentlichen aus der Vergütung der Dozenten und Dienstleistungen für die Erbringung der Schulungsleistungen.

11. Personalaufwand

Der Personalaufwand der GFN GmbH (9.655 Tsd €; Vorjahr: 8.856 Tsd €) besteht aus den Vergütungsbestandteilen und den sozialen Abgaben der Mitarbeiter. In den sozialen Abgaben ist ein Aufwand für Altersversorgung in Höhe von (64 Tsd €; Vorjahr: 56 Tsd €) enthalten.

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der im sonstigen betrieblichen Aufwand (9.295 Tsd €; Vorjahr: 7.613 Tsd €) enthaltenen Währungsumrechnungsaufwand betrug (0,00 €; Vorjahr: 232,35 €). Des Weiteren ist in diesem Posten ein Verschmelzungsverlust in Höhe von 473 Tsd € enthalten.

13. Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen im Vorjahr von 291 Tsd € entfielen vollständig auf die Candialo GmbH.

Sonstige Angaben

14. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Anzahl 2021 2020
Trainer 52 48
Vertrieb / Standort 128 145
Verwaltung 24 20
Ø - Mitarbeiter 204 213

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 204 (Vorjahr: 213) Mitarbeiter.

15. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 5.624 Tsd € sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Angabe in Tsd € Laufzeit
Art bis 1 Jahr 2 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Miet- und Pachtverträge Geschäftsräume sowie Leasing und Wartungsverträge 2.381 3.223 20 5.624

16. Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

 

Nils Manegold (Dreieich)

Diplom Kaufmann

Eintragung 02.10.2020

 

Thomas Surwald (Bonn)

● Wirtschaftsingenieur

Eintragung 08.07.2021

17. Honorar des Abschlussprüfers

Hinsichtlich des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars wird auf die entsprechenden Angaben im Konzernabschluss verwiesen. Es wird insoweit die Befreiung nach § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch genommen.

18. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der aktuelle Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat für die GFN GmbH als ausschließlich in Deutschland tätiges Dienstleistungsunternehmen keine direkten Auswirkungen. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden derzeit nicht gesehen, sind aber aufgrund der dynamischen Lage nicht auszuschließen.

19. Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Die GFN GmbH wird in den Konzernabschluss der Amadeus FiRe AG, Frankfurt am Main, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der Amadeus FiRe AG ist unter der Internetadresse www.amadeus-fire.de/investor-relations/berichte abrufbar.

 

Heidelberg, den 10.06.2022

Die Geschäftsführung

Nils Manegold

Thomas Surwald

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021

der GFN GmbH

Inhalt

1 GRUNDLAGEN

1.1 Geschäftsmodell

1.1.1 Geschäftstätigkeit

1.1.2 Organisationsstruktur, Produkte und Dienstleistungen

1.1.3 Wesentliche Absatzmärkte

1.2 Steuerungssystem

1.2.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

1.3 Forschung und Entwicklung

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Gesamtaussage zur Entwicklung der GFN GmbH

2.2.2 Segmententwicklung

2.2.3 Ertragslage

2.2.4 Vermögenslage

2.2.5 Finanzlage

2.2.6 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

3 Chancen- und Risikobericht

4 Prognosebericht

1 GRUNDLAGEN

1.1 Geschäftsmodell

1.1.1 Geschäftstätigkeit

Die GFN GmbH ist ein in Deutschland tätiges Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Personalentwicklung/Schulungen mit den Schwerpunkten Informationstechnik, IT-Servicemanagement und Projektmanagement. Sie erzielt ihre Umsätze im Wesentlichen in drei Geschäftsfeldern. Dies sind die öffentlich geförderten Bereiche FBW (Förderung beruflicher Weiterbildung durch die Arbeitsagentur mittels Bildungsgutschein), M&I (Markt und Integration, geförderte Weiterbildung mittels Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)) und der Bereich der Weiterbildung für Unternehmenskunden. Direkt über unsere bundesweiten Standorte der GFN GmbH und auch über Online-Trainings werden Lerninhalte an die Teilnehmer vermittelt. Kunden sind somit sowohl durch die öffentliche Hand geförderte Einzelpersonen als auch Privatunternehmen und deren Mitarbeiter:innen. Die Leistungserbringung erfolgt sowohl durch eigene als auch durch freiberuflich tätige Trainer. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist neben den notwendigen Zertifizierungen auch die Aktualität der angebotenen Fortbildungen.

1.1.2 Organisationsstruktur, Produkte und Dienstleistungen

Seit dem 30. September 2020 ist die GFN GmbH Teil der Amadeus FiRe Unternehmensgruppe. Das Ziel ist es die GFN GmbH als eigenständige Gesellschaft in diesem Verbund weiterzuführen. Die Marke GFN bleibt neben den anderen Marken eigenständig.

Die GFN GmbH hatte zwei operative Tochtergesellschaften. Dies waren die GFN Consulting GmbH und die candialo GmbH. Beide Tochtergesellschaften befanden sich zu 100 % im Besitz der GFN GmbH.

Mit Beschluss vom 5. August 2021 wurden sowohl die beiden operativen Tochtergesellschaften GFN Consulting GmbH und die candialo GmbH, als auch die nicht-operative Tochtergesellschaft UAB Beteiligungs GmbH auf die GFN GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2021 verschmolzen.

Die Geschäftsführung bestand bis zum 7. Juli 2021 aus Nils Manegold. Am 8.Juli 2021 wurde Thomas Surwald zum weiteren Geschäftsführer bestellt.

Seit dem 01. November 2021 ist die GFN GmbH Teil der umsatzsteuerlichen Organschaft der Amadeus FiRe (Organträger: Amadeus FiRe AG).

Die GFN GmbH selbst ist in einer Matrixorganisation aufgestellt. Führende Dimension ist das Geschäftsfeld und die zweite Dimension ist das örtliche Trainingscenter.

Die GFN betreibt zum Jahresende 2021 in Deutschland 40 (Vj.: 18) eigene Schulungsstandorte und 2 Partnerstandorte. Ziel der deutlich erhöhten Standorte ist es, die Präsenz der GFN auch durch Mitnutzung von Standorten von Konzernunternehmen zu erhöhen.

Mit unseren Schulungen und Coaching-Angeboten in Deutschland bewegen wir uns innerhalb eines Marktsegmentes, das nachlaufend geprägt wird von konjunkturzyklischen Schwankungen und den jeweils aktuell werdenden Förderprogrammen für Unternehmen und arbeitslos gewordenen Menschen. Wesentlich für das Unternehmen sind neben der allgemeinen Binnenkonjunktur die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Gemeinschaft sowie die jeweilige Haushaltspolitik der Arbeitsagenturen oder Jobcenter.

Die COVID-19 Krise hat hier die bisherigen Spielregeln deutlich verändert. Die Auswirkungen der Krise sind derzeit nur teilweise bekannt und deren zeitliches Einsetzen bleibt auch im 2. Jahr der Pandemie ungewiss. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Zahl der Arbeitsuchenden im Jahr 2022 steigen wird. Ebenso gehen wir davon aus, dass die Bundesregierung und die nachgelagerten Behörden schnell auf die steigende Zahl der Arbeitsuchenden reagieren wird. Förderprogramme werden daher aus unserer Sicht weiter zur Verfügung stehen und zu einem Anwachsen des Marktes im Bereich der geförderten Weiterbildung führen. Auch vor diesem Hintergrund ist die zügige Bildung der neuen Bundesregierung positiv zu bewerten.

Im Bereich der Unternehmensstruktur existieren die drei operativen Bereiche "Unternehmenskunden" (UK), "Markt und Integration" (M&l) sowie "Förderung beruflicher Weiterbildung" (FbW) welche von Bereichsleitern umsatz- und ergebnisverantwortlich geführt werden. Zur Steuerung und Unterstützung gibt es daneben noch die "Shared-Services".

Unternehmenskunden

Das Portfolio in diesem Segment umfasst die Themenbereiche IT-, Service- und Projektmanagement-Schulungen sowie Zertifizierungen. Ferner werden Beratungs-, Projekt- und Serviceleistungen angeboten sowie Managed Training Services.

Förderung beruflicher Weiterbildung

Im Segment der geförderten beruflichen Weiterbildung setzt die GFN GmbH, geschuldet der Zielgruppe und den Vorgaben, die in der Regel nicht über hinreichend hohe Selbstlernkompetenz verfügt, grundsätzlich auf Präsenztraining. Dies ist der wesentliche Grund, warum die GFN GmbH über Standorte verfügt. Hier hat die COVID-19 Krise zu deutlichen Veränderungen bei Teilnehmern, Kostenträgern und Trainern geführt. Natürlich bleibt auch hier eine hohe Bestehensquote unserer Lehrgangsabsolventen bei den Prüfungen der IHK unser Ziel.

Eines der wesentlichen Ziele in diesem Bereich ist die Optimierung der Margen aus den bestehenden Produkten. Zum anderen legten wir einen deutlichen Fokus auf die Optimierung der Klassenstärke.

Markt und Integration

Der Bereich "Markt und Integration" offeriert ein Dienstleistungsangebot, welches sich an Arbeitsagenturen, Jobcenter, Rentenversicherungen und an Unternehmen richtet. Es ist in all seinen Angebotsformen den genannten Institutionen eine wirksame Hilfe. Jobcentern werden zum Beispiel durch unsere Analysetools geeignete Wege zur Qualifizierung der Langzeitarbeitslosen aufgezeigt. In Unternehmen zeigen unsere Analysen mögliche Einsatzbereiche für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf, für die scheinbar keine Beschäftigungsmöglichkeiten mehr bestehen.

Im Bereich Markt & Integration werden weiterhin folgende drei Angebotsschwerpunkte gesetzt:

• IAS - Integrationsassessments

• Pro:via Assessment + Coaching

• ICO - Einzelcoaching

Das Integrationsassessment ist eine 5-tägige Maßnahme, bei der durch IT-gestützte Messverfahren herausgearbeitet wird, für welches Arbeitsfeld sich eine Person laut den Soft Skills eignet. Zu dieser Einschätzung werden Hard Facts, das soziale Umfeld und mögliche gesundheitliche / psychische Hemmnisse herangezogen. Dieses Assessment eignet sich für Menschen, die arbeitsmarktnah qualifiziert und erst kurze Zeit arbeitssuchend sind. In den einzelnen Maßnahmen werden die Personen auf Bewerbungssituationen vorbereitet. Ihnen soll so geholfen werden, eine Arbeitsstelle zu finden.

Das Pro:via Assessment ist für Menschen geeignet, die arbeitsmarktfern und längere Zeit arbeitssuchend sind. In dieser 5-tägigen Maßnahme kann durch eine IT-gestützte Messung ebenfalls eine Aussage dazu gemacht werden, ob eine Arbeitsaufnahme überhaupt möglich ist oder ob Alternativen ausgearbeitet werden sollten. In dieser Maßnahme werden verstärkt sozialpädagogische und alltagsspezifische Themen behandelt.

Der dritte Angebotsschwerpunkt beinhaltet das ICO - Einzelcoaching. Das Einzelcoaching richtet sich thematisch nach den individuellen Bedürfnissen und kann thematisch immer wieder angepasst werden.

Grundsätzlich ist die Produktentwicklung in dem genannten Bereich derzeit abgeschlossen und wird stetig an die Bedürfnisse der Zielgruppen und Kundenwünsche angepasst.

Die Maßnahmen sind modular aufgebaut und können je nach Bedarf zusammengesetzt werden. Die einzelnen Module sind nach Vorgaben der AZAV zertifiziert und deren Kosten liegen in den meisten Fällen über dem Bundesdurchschnittskostensatz (BDKS). Die Inhalte und Abläufe sind in Handbüchern zusammengefasst.

Zielgruppen sind für uns vor allem Jobcenter in Deutschland, denen wir mit IT- gestützten Mess- und Integrationsverfahren bei der Einschätzung ihrer Klientel zur Seite stehen. Wir haben weiterhin das Ziel, einen starken Prozentsatz der Langzeitarbeitslosen so zu aktivieren und mit unserem Angebot zu unterstützen, dass ihnen wieder ein Start in eine berufliche Zukunft gelingt. Dies wäre ohne solche methodisch neuen Ansätze wesentlich weniger erfolgreich.

Im Geschäftsjahr 2021 haben wir unser Produktportfolio erweitert. So haben wir Produkte im Bereich der "aufsuchenden Hilfe" entwickelt und zertifiziert, welche es ermöglicht die notwendigen Maßnahmen bei den Teilnehmern zu Hause durchzuführen.

1.1.3 Wesentliche Absatzmärkte

Zielmärkte für das Produktportfolio der GFN GmbH sind öffentliche Auftraggeber und die private Wirtschaft. Zur Zielgruppe der öffentlichen Auftraggeber gehören verschiedene Behörden und Körperschaften von der kommunalen Ebene bis zum Bund. In der privaten Wirtschaft gibt es keine besondere Sektorenfokussierung, da die angebotenen Leistungen grundsätzlich an alle Branchen adressiert sind.

Der geographische Schwerpunkt des Absatzes liegt in Deutschland. Im Geschäftsfeld der geförderten Weiterbildung ist der geographische Schwerpunkt nahe den etablierten Standorten. Im Bereich Unternehmenskunden erfolgt ein deutschlandweiter Vertrieb. Ebenso im Bereich Markt und Integration. Die Abhängigkeit von den Standorten im Bereich der geförderten Weiterbildung wird sich durch den vermehrten Einsatz von Online-Trainings zwar weiter reduzieren. Derzeit gehen wir davon aus, dass Post-COVID die Standorte weiter wichtig bleiben und dazu dienen hybride Formate anzubieten, welche in unserem Kundenkreis wichtig sind und auch in der Umschulung formal notwendig bleiben werden.

1.2 Steuerungssystem

Die Geschäftsführung steuert die Gesellschaft und dessen Entwicklung wesentlich über die nachfolgend beschriebenen finanziellen Leistungsindikatoren. Dies geschieht in enger Abstimmung mit dem Gesellschafter und den Schwestergesellschaften. Es wird hierbei auf eine nachhaltige Entwicklung der GFN GmbH großen Wert gelegt. Die Geschäftsführung informiert sich im Rahmen ihrer Sitzungen monatlich über die Geschäftslage der Gesellschaft und über die wesentlichen Kennzahlen. Auf dieser Basis stimmt sich die Geschäftsführung regelmäßig mit den operativ verantwortlichen Führungskräften über notwendige Maßnahmen im Vertrieb, im Produktmanagement und in der -entwicklung sowie allen anderen betroffenen Bereichen und Abteilungen ab.

1.2.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Umsatzerlöse

Nachhaltiges organisches Umsatzwachstum ist ein wesentliches Element der Strategie der GFN GmbH zur Steigerung des Unternehmenswerts. Als Messgröße dafür wird die Entwicklung der Umsatzerlöse herangezogen.

Operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern

Die GFN GmbH legt Wert auf die erfolgreiche Monetarisierung des Produktportfolios. Aufgrund der Gesamtsituation war bis zur Übernahme durch den neuen Gesellschafter die Liquidität deutlich vor der Rentabilität zu bewerten. Dies hat sich nach der Übernahme verändert. Ziel ist es nun insbesondere, langfristig profitables Wachstum zu erzielen. Vor diesem Hintergrund stellt das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern eine wichtige Rolle in der Unternehmenssteuerung dar. Zur besseren Vergleichbarkeit im Zeitablauf sowie zur besseren Ersichtlichkeit der Ertragskraft betrachtet die GFN dabei das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Bei den Sonderkosten handelt es sich um den entstandenen Verschmelzungsverlust im Geschäftsjahr 2021. Ebenfalls nicht einbezogen werden Aufwendungen aus Verlustübernahmen oder Abschreibungen auf Finanzanlagen.

Deckungsbeitrag des Segments

Daneben wird noch der Deckungsbeitrag in den Segmenten betrachtet. Dieser ergibt sich aus den dem Segment zugeordneten Umsatzerlösen abzüglich der variablen Kosten.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die GFN GmbH betreibt keine wesentlichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Die Aktivitäten zielen auf Verbesserungen und Innovationen bei Verfahren, Produkten und Lösungen. Forschungsaktivitäten finden hierbei nahezu nicht statt. Die Produktentwicklungen richten sich nach den mit Vertrieb und Produktmanagement abgestimmten Erwartungen der potenziellen Kunden. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind dabei streng risikominimierend ausgelegt. Es werden keine Produkte entwickelt, solange keine konkrete Nachfrage besteht beziehungsweise in wenigen Monaten bestehen wird.

Organisatorisch sind die Innovationsanstrengungen im Produktmanagement angesiedelt. Dort werden die Entwicklungen vom Innovationsmanagement bis zur Erstellung marktreifer Produkte begleitet.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2021 ist das Bruttoinlandsprodukt um 2,7 % gestiegen, nachdem es ein Jahr zuvor pandemiebedingt um 4,6 % zurückgegangen war. Das Schlussquartal 2021 dürfte nach Angeben des Bundeswirtschaftsministeriums angesichts wieder notwendiger Beschränkungen in den kontaktintensiven Dienstleistungen und Produktionsschwierigkeiten in der Industrie aufgrund der anhaltenden Lieferengpässe schwach verlaufen sein.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind 2021 jahresdurchschnittlich merklich gesunken. So reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 82.000 auf 2.613.000 Menschen. Die Auswirkungen der Corona-bedingten Einschränkungen auf den Arbeitsmarkt wurden inzwischen zu einem großen Teil abgebaut, sind aber nach wie vor - insbesondere in einer gestiegenen Langzeitarbeitslosigkeit - sichtbar.

Der Arbeitsmarkt wurde auch 2021 in erheblichem Umfang durch den Einsatz von Kurzarbeit gestützt, die Inanspruchnahme hat aber im Vergleich zum ersten Corona-Jahr deutlich abgenommen. Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit schätzt die jahresdurchschnittliche Kurzarbeiterzahl 2021 mit rund 1,85 Millionen als deutlich geringer als 2020 ein.

Für die GFN bedeutet dies im Bereich geförderte Weiterbildung zunächst einmal eine schrumpfende Kundenbasis, während im Bereich Markt und Integration eine steigende Kundenzahl zu erwarten ist. Im Umfeld der Unternehmenskunden ist aufgrund der Pandemie weiter mit zumindest anfänglich niedrigen Wachstumsraten zu rechnen. Hier ist schwer abzuschätzen, inwiefern die COVID-19 Krise zu einem verstärkten Wachstumsschub bei der Digitalisierung führen wird. Sollte dies der Fall sein und die wirtschaftliche Erholung weiterhin robust sein, rechnen wir mit einem deutlichen Anstieg in den Feldern, die die Digitalisierung der Unternehmen unterstützen. Wir gehen derzeit davon aus, dass, die schrumpfende Kundenbasis im Bereich der geförderten Weiterbildung jedoch durch die auch hier notwendige Umschulung und Weiterbildung in Richtung digitaler Lernfelder mehr als ausgeglichen werden kann.

Die Geschäftsfelder, in denen die GFN GmbH tätig ist, ist im Wesentlichen ein besetzter Markt. Hier herrscht ein Verdrängungswettbewerb. Die wesentlichen Erfolgsfaktoren werden daher der richtige Produktmix und die richtige Darreichungsform des Trainings werden. Hierbei müssen wir auf die sich ändernden Bedürfnisse der Teilnehmer und Kostenträger Rücksicht nehmen. Auch hier wird sich nach der Krise nochmal deutlich zeigen, ob die Veränderungen während der COVID- 19 Krise Bestand haben, oder ob hier eine Rückkehr zu Altbewährtem, zumindest teilweise, erfolgt. Derzeit gehen wir davon aus, dass es keine Rückkehr zu den Vor-Krisen-Methoden und -Verfahren geben wird. Vielmehr gehen wir davon aus, dass eine Veränderung zu hybriden Lernmethoden kommen wird. Wie diese dann genau aussehen werden, wird sich im Laufe der nächsten Jahre zeigen. Wir denken, dass wir durch die Veränderung unserer Prozesse und Methoden bei der GFN GmbH hier jedoch gut aufgestellt sind.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Gesamtaussage zur Entwicklung der GFN GmbH

Das Geschäftsjahr 2021 war weitergeprägt von COVID-19 und der damit verbundenen Bewältigung der Krise. Auch im Geschäftsjahr 2021 waren Präsenzangebote bis auf wenige Ausnahmen in den Sommermonaten 2021 nahezu ausgeschlossen. Die im Geschäftsjahr 2020 erfolgreich auf digitale Formate umgestellte Lernmethode wurde daher konsequent fortgeführt. Im Unternehmenskundenbereich blieben die Anfragen nach Weiterbildung weiter auf niedrigem Niveau. Aufgrund der guten Entwicklungen im Segment der geförderten Weiterbildung im Sommer 2021 konnte zum 1. Juli 2021 die Kurzarbeit bei der GmbH beendet werden.

Die Umsätze im Berichtszeitraum stiegen um 7,4 % von 24.718 Tsd € auf 26.543 Tsd €. Die Steigerungen resultieren im Wesentlichen aus dem Bereich der geförderten Weiterbildung. Der Trend aus dem Vorjahr mit einem Rückgang gegenüber 2019 in Höhe von 7.166 Tsd € konnte umgekehrt werden. Zu weiteren Erläuterung siehe Darstellung in der Segmententwicklung.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug im Geschäftsjahr 2021 -793 Tsd € (Vorjahr: -391Tsd €). Ursächlich für das gesunkene Ergebnis sind einerseits die durch die Beendigung der Kurzarbeit geringeren Erstattungen, die sich auf die Sonstigen betrieblichen Erträge und den Personalaufwand auswirkten. Dem wirkten zwar die positive Geschäftsentwicklung entgegen, konnte jedoch die nunmehr wieder voll aufwandswirksamen Personalkosten nicht überkompensieren. Zudem wirkten insbesondere die gestiegenen Werbekosten und die aufgrund der Konzernzugehörigkeit in 2021 erstmals voll wirksamen Konzernumlagen.

2.2.2 Segmententwicklung

Segment Förderung beruflicher Weiterbildung

Der Bereich Förderung beruflicher Weiterbildung der Bereich war auch im Geschäftsjahr 2021 am wenigsten von der COVID-19 Krise innerhalb der GFN GmbH betroffen. Nach der erfolgreichen Umstellung auf digitale Lernangebote im Geschäftsjahr 2020 konnte in diesem Segment der Umsatz sogar gesteigert werden. Insgesamt sind wir mit der Entwicklung in diesem Segment sehr zufrieden.

Das mit Abstand erfolgreichste Kursangebot waren wie in den Vorjahren die Umschulungen zum Fachinformatiker und IT-Systemkaufmann. Die im Herbst 2020 gestiegenen Bundesdurchschnittskostensätze kamen hier weiter zum Tragen. Der Umsatz in diesem Bereich stieg von 15.753 Tsd € auf 19.847 Tsd €.

Am Ende des Berichtsjahres hatte das Unternehmen für dieses Segment einen Auftragsbestand für die kommenden Jahre von 12.547 Tsd € nach 10.348 Tsd € im Vorjahr. Der Deckungsbeitrag des Bereiches betrug 13.877 Tsd € und lag damit deutlich über dem Vorjahr von 10.773 Tsd €.

Segment Markt und Integration

Wie auch im Geschäftsjahr 2020 konnten pandemiebedingt im Segment Markt und Integration keine Gruppen Coachings durchgeführt werden. Damit wurde dem Segment ein wesentlicher Bestandteil der Umsätze entzogen.

Auch für 2021 war in diesem Segment ein moderates Wachstum geplant. Hier hat die COVID-19 Krise dazu geführt, dass das Geschäft mit Gruppencoachings nahezu unmöglich in der Durchführung blieb. Die kurzfristigen Lockerungen der Pandemie-Beschränkungen im Sommer 2021 für die hier zu keinen Änderungen. Aufgrund der besonderen Teilnehmerstruktur ist hier eine Durchführung als Onlinecoaching nur sehr bedingt möglich.

Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz von 6.637 Tsd € auf 4.619 Tsd €. Der Deckungsbeitrag verringerte sich ebenfalls von 3.603 Tsd € auf 2.839 Tsd €.

Am Ende des Berichtsjahres hatte das Unternehmen für dieses Segment einen Auftragsbestand für die kommenden Jahre von 1.182 Tsd € nach 1.035 Tsd € im Vorjahr.

Segment Unternehmenskunden

In diesem Segment konnten aufgrund der ganzjährigen Pamdemiebedingungen im Geschäftsjahr 2021 weiterhin nur sehr wenige Seminare durchgeführt werden. Aus diesem Grund wurden die Kosten der Durchführungs- und Vertriebsorganisation auf einem absoluten Kostenminimum gehalten. Im Rahmen der konsequenten Ausrichtung auf Minimierung des Verlustes des Segmentes haben wir bewusst leichte Umsatzrückgänge auch in diesem Geschäftsjahr in Kauf genommen. Der Bereich konnte auf diesem niedrigeren Niveau stabilisiert werden. Dank der Kurzarbeit bis zum 30. Juni 2021 konnte auch die Kostenstruktur diesem Niveau angepasst werden. Ziel ist es hier bis zu einem abzusehenden Ende der Krise bei niedriger Kostenstruktur auf einen Neustart vorbereitet zu sein.

In unserer Planung für die Folgejahre gehen wir davon aus, dass sich die Wirtschaft hier wieder erholt und wir auf Vorkrisenniveau ab dem Geschäftsjahr 2022 kommen werden. Aufgrund der deutlich verbesserten Möglichkeiten von Investitionen werden wir hier, sobald der Markt es hergibt, auch mit neuen Produktangeboten antreten.

Wir gehen davon aus, dass es in den Geschäftsjahren nach der Pandemie zu einem Umsatz- und Ergebniswachstum kommen wird. Da es einigen Marktbegleitern insofern schlechter geht als dem Unternehmenskundenbereich der GFN aufgrund fehlender anderer Unternehmensbereiche, gehen wir zusätzlich von einer Marktbereinigung in diesem Segment in den Folgejahren aus.

Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz nur leicht von 1.990 Tsd € auf 1.916 Tsd €. Der Deckungsbeitrag konnte jedoch von 1.221 Tsd € auf 1.356 Tsd € gesteigert werden.

Am Ende des Berichtsjahres hatte das Unternehmen für dieses Segment einen Auftragsbestand für die kommenden Jahre von 172 Tsd € nach 258 Tsd € im Vorjahr.

2.2.3 Ertragslage

Ertragslage

Angaben in Tsd € 2021 2020 Veränderung abs. Veränderung %
Umsatzerlöse 26.543 24.718 1.825 7,4 %
Sonstige betriebliche Erträge 307 789 -482 -61,1 %
Materialaufwand -8.387 -9.030 643 -7,1 %
Personalaufwand -9.655 -8.856 -799 9,0 %
Abschreibungen -779 -399 -380 95,2 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.822 -7.613 -1.209 15,9 %
Operatives Ergebnis vor Finanzenergebnis und Steuern -793 -391 -402 102,8 %
Verschmelzungsverlust -473 0 -473 -
Finanzergebnis -16 -401 385 -96,0 %
Ergebnis vor Steuern -809 -792 -17 2,1 %
Steuern vom Einkommen und Ertrag 86 97 -11 -11,3 %
Ergebnis nach Ertragsteuern -723 -695 -28 4,0 %

Der wesentliche Einflussfaktor auf die Geschäftsentwicklung der GFN GmbH im Geschäftsjahr 2021 lag in der weiteren Verbesserung der internen Prozesse und Abläufe, um die gewonnenen Aufträge besser abarbeiten zu können und auch den Vertrieb effizienter zu gestalten.

Die GFN GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 26.543 Tsd €, die damit um 1.825 Tsd € bzw. 7,4 % über Vorjahr lagen. Hinsichtlich der Erläuterung des Umsatzanstiegs verweisen wir auf die Darstellung zum Geschäftsverlauf.

Die Materialaufwendungen sanken von -9.030 Tsd € um 643 Tsd € auf -8.387 Tsd €. Ursächlich hierfür waren die um 838 Tsd € geringeren Aufwendungen für bezogene Leistungen aufgrund der verstärkten Verwendung von internen Ressourcen und weiter eine erfolgreiche Verhandlung bezüglich eines Beitrages der externen Trainer an den Aufwendungen für die Krise.

Der Personalaufwand stieg im Vorjahresvergleich um 9,0 % oder 799 Tsd € auf -9.655 Tsd € auf das Niveau des Geschäftsjahres 2019. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der Beendigung der Kurzarbeit am 30. Juni 2021 und der Anpassung von Personalressourcen aufgrund des Umsatzwachstums.

Der Anstieg der Abschreibungen von -399 Tsd € auf -779 Tsd € ist einerseits auf höhere Abschreibungen durch die im Geschäftsjahr 2021 getätigten Investitionen zurückzuführen. Andererseits wirkte auch die Bilanzierungsänderung bei geringwertigen Wirtschaftsgütern, wodurch sich ein Effekt im Vergleich zur Bilanzierungsweise des Vorjahres von 133 Tsd € ergab.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Verschmelzungsverlust) stiegen von -7.613 Tsd € auf -8.822 Tsd € an. Ursächlich hierfür waren höhere Aufwendungen für Werbung sowie die im Geschäftsjahr 2021 erstmals voll wirksame Managementumlage.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug im Berichtsjahr -793 Tsd € (Vorjahreswert: -391 Tsd €). Die Ertragslage des Jahres 2021 entsprach insgesamt nicht den gesteckten Zielen. Hintergrund ist, dass wir bei der Geschäftsjahresplanung 2021 von einem Ende der Pandemie zum zweiten Quartal 2021 ausgegangen waren. Diese Erwartungen haben sich leider nicht erfüllt.

Aufgrund der Verschmelzung der drei Tochtergesellschaften war der Jahresfehlbetrag von -1.196 Tsd € nach -700 Tsd € im Vorjahr mit einem einmaligen Verschmelzungsverlust von -473 Tsd € belastet. Der Jahresfehlbetrag des Vorjahres enthielt dagegen mit -291 Tsd € Belastungen aus der Abschreibung von Finanzanlagen sowie Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen von -104 Tsd €.

2.2.4 Vermögenslage

Vermögenslage

Angaben in Tsd € 31.12.2021 Anteil % 31.12.2020* Anteil % Veränderung abs. Veränderung %
Immaterielle Vermögensgegenstände 510 8,5 % 156 2,9 % 354 226,9 %
Sachanlagen 1.387 23,0 % 633 11,7 % 754 119,1 %
Finanzanlagen 0 0,0 % 771 14,2 % -771 -100,0 %
Anlagevermögen 1.897 31,5 % 1.560 28,7 % 337 21,6 %
Vorräte 7 0,1 % 27 0,5 % -20 -74,1 %
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.632 43,7 % 2.135 39,3 % 497 23,3 %
Liquide Mittel 708 11,8 % 1.275 23,5 % -567 -44,5 %
Umlaufvermögen 3.347 55,6 % 3.437 63,3 % -90 -2,6 %
Rechnungsabgrenzungsposten 53 0,9 % 13 0,2 % 40 307,7 %
Aktive latene Steuern 506 8,4 % 422 7,8 % 84 19,9 %
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 218 3,6 % 0 0,0 % 218 -
AKTIVA 6.021 100,0 % 5.432 100,0 % 589 10,8 %

Das Gesamtvermögen der GFN GmbH erhöhte sich zum Stichtag 31. Dezember 2021 um 589 Tsd € bzw. 10,8 % auf 6.021 Tsd €. Das Anlagevermögen war dabei insbesondere durch hohe Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen geprägt und trug im Wesentlichen zum Anstieg der Bilanzsumme bei.

Dabei betrugen die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 469 Tsd € (Vorjahr: 149 Tsd €) und betreffen hauptsächlich Software für Marketing- und Vertriebsprozesse.

Die vorgenommenen Investitionen im Sachanlagevermögen in Höhe von 1.399 Tsd € (Vorjahr: 373 Tsd €) betreffen wie im Vorjahr Ersatzinvestitionen und, bedingt durch das Wachstum, Investitionen in die (IT-) Ausstattung neuer und bestehender Trainingscenter sowie Teilnehmer im Online Unterricht.

Gegenläufig wirkte im Anlagevermögen die Verschmelzung der Tochtergesellschaften auf die GFN GmbH wodurch die bestehenden Finanzanlagen von 771 Tsd € durch die Konfusion untergingen.

Weiterhin trug der Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag mit 218 Tsd € zum Anstieg der Bilanzsumme bei.

2.2.5 Finanzlage

Kapitalstruktur

Angaben in Tsd € 31.12.2021 Anteil % 31.12.2020 Anteil % Veränderung abs. Veränderung %
Eigenkapital 0 0,0 % 980 18,0 % -980 -100,0 %
Steuerrückstellungen 157 2,6 % 0 0,0 % 157 -
Sonstige Rückstellungen 1.760 29,2 % 2.065 38,0 % -305 -14,8 %
Rückstellungen 1.917 31,8 % 2.065 38,0 % -148 -7,2 %
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 174 2,9 % 198 3,6 % -24 -12,1 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 574 9,5 % 492 9,1 % 82 16,7 %
Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen 2.403 39,9 % 1.172 21,6 % 1.231 105,0 %
Sonstige Verbindlichkeiten 953 15,8 % 525 9,7 % 428 FALSCH
Verbindlichkeiten 4.104 68,2 % 2.387 43,9 % 1.717 71,9 %
PASSIVA 6.021 100,0 % 5.432 100,0 % 589 10,8 %

Aufgrund des im Geschäftsjahr 2021 entstanden Jahresfehlbetrag wurde das Eigenkapital aufgezehrt. Dabei wurden im Vergleich zum Vorjahr keine Kapitalmaßnahmen durchgeführt.

Gegenläufig trug der Anstieg der Verbindlichkeiten um 1.717 Tsd € zur höheren Bilanzsumme bei. Dabei stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 1.172 Tsd € auf 2.403 Tsd €. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen das im Vergleich zum Vorjahr aufgestockte Darlehen der Amadeus FiRe AG.

Finanzierung

Die Finanzierung der GFN GmbH ist unter anderem durch das Darlehen der Amadeus FiRe AG von 1.800 Tsd € (Vorjahr: 580 Tsd €) gewährleistet. Das Darlehen wurde in 2021 neu vereinbart, ist endfällig und hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Weiterhin bestand im Geschäftsjahr 2021 eine Kontokorrentlinie von 800 Tsd €. Zum Jahresende 2021 wurde die GFN GmbH darüber hinaus in das Cash Pooling der Amadeus FiRe Gruppe einbezogen, wodurch eine jederzeitige Ausstattung mit liquiden Mitteln gewährleistet ist.

Das Finanzmanagement der Gesellschaft orientiert sich grundsätzlich an den gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen und Erfordernissen. Dabei soll sichergestellt werden, dass die GFN GmbH unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren kann. Die GFN GmbH war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt streng risikominimierend. Das laufende Monitoring der liquiden Mittel und die Abstimmung mit dem Liquiditätsbedarf dienen der dauerhaften Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit. Dies ist auch das oberste Ziel des Finanzmanagements.

Liquidität

Die liquiden Mittel zum Jahresende betrugen 708 Tsd € (Vorjahr: 1.275 Tsd €). Die ausreichende Liquiditätslage im abgelaufenen Geschäftsjahr war jederzeit gewährleistet. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug -318 Tsd € (Vorjahr: 758 Tsd €).

2.2.6 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Auftragseingang/-bestand

Der Auftragsbestand betrug zum 31. Dezember 2021 13.901 Tsd € (Vorjahr: 11.641 Tsd €) und hat sich sehr positiv entwickelt. Diese Entwicklung ist in etwa proportional zur Umsatzentwicklung. Die Auftragseingänge liegen im Jahresverlauf 2021 bei 33780Tsd € (Vorjahr: 27.112 Tsd €).

Durchschnittliche Teilnehmerzahl

Die Durchschnittliche Teilnehmerzahl betrug im Laufe des Geschäftsjahres 1.383 Teilnehmer. Davon im FBW Bereich 971, im M&I Bereich 305 sowie im UK Bereich 107 Teilnehmern.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter zum 31. Dezember 2021 betrug 212. Im Jahresdurchschnitt betrug die Mitarbeiteranzahl 204.

3 Chancen- und Risikobericht

Die ursprüngliche Planung, welche zum Jahresende 2020 für das Geschäftsjahr 2021 aufgelegt wurde, wurde in der Annahme erstellt, dass die COVID-19 Krise zur Jahresmitte 2021 vorbei ist. Auch aus heutiger Sicht ist eine Planung für das Geschäftsjahr 2022 fortfolgende nur sehr eingeschränkt möglich. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sowohl die Politik als auch andere Institutionen mit ihren Annahmen weit neben den eingetretenen Realitäten lagen. Wir gehen dennoch aufgrund der derzeitigen Wissenslage in unseren Planungen derzeit davon aus, dass die Auswirkungen der Pandemie ab dem Sommer 2022 deutlich zurückgehen. Ob diese zentrale Annahme zutrifft, bleibt abzuwarten.

Grundsätzlich bleiben Chancen und Risiken der GFN GmbH über die Auswirkungen der COVID-19 Krise hinaus weitgehend unverändert. Das Geschäftsmodell jedoch wollen wir fortführen und weiter optimieren. Inwieweit eventuell die COVID-19 Krise zu Veränderungen im Marktumfeld beiträgt, bleibt abzuwarten. Möglich sind hier sowohl die Tatsache, dass kleinere Marktteilnehmer auf dem Markt verschwinden, als auch, dass sich die Kostenträger beziehungsweise andere Kundengruppen in ihrem Nachfrageverhalten nachhaltig ändern.

Chancen für die GFN GmbH bestehen im Bereich der Produkte darin, dass im Segment von Markt und Integration bereits beauftragte längerfristige Projekte mit einer festen Laufzeit zwischen ein und drei Jahren eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung bilden. Durch die Qualität, sowohl unserer Produkte als auch bei der Durchführung dieser Maßnahmen, erwarten wir weitere Folgeaufträge. Diese bilden im Wettbewerb insofern eine gute Ausgangsposition, dass nur wenige Unternehmen mit entsprechenden Referenzen aufwarten können. Im Segment der geförderten Weiterbildung sehen wir die Chancen vor allem im weiteren Wachstum von Schulungen, in denen wir Online-Teilnahme und Präsenz kombinieren. Diese Durchführungskonzepte mit ihren innovativen didaktischen Lernmethoden rufen durchweg positive Resonanzen unserer Teilnehmer hervor.

Im Segment der nicht geförderten Schulungen werden wir weiter das Ende der COVID- 19 Krise und deren wirtschaftliche Folgen auf unsere Unternehmenskunden abwarten und ausgehend von einem deutlich niedrigeren Niveau neu starten. Die in den vorherigen Geschäftsjahren vorgenommenen Organisations- und Vertriebsstrukturänderungen werden uns dabei helfen.

Die in 2019 begonnen Änderung der Unternehmensstruktur passt die innerbetriebliche Organisation an das Wachstum so an, dass wir eine zukunftsfähige Struktur geschaffen haben, die durch die weitere Digitalisierung der internen Prozesse unterstützt wird und so Chancen für weiteres Wachstum möglich macht. Einer der wesentlichen Faktoren wird sein, diesen Wandel auch kulturell bei allen unseren Mitarbeitern zu unterstützen. Hier gilt es neben neuen Prozessen auch neue Werte zu implementieren. Ein wesentlicher Faktor wird hier die Integration in die Unternehmensgruppe der Amadeus FiRe bilden.

Die Gesellschaft finanziert sich seit der Übernahme durch die Amadeus FiRe im Rahmen einer gemeinsamen Finanzierung über die Gruppe. Die Liquiditätsplanung erfolgt seit der Übernahme durch die Amadeus FiRe in enger Abstimmung mit dem Konzern.

Forderungsausfallrisiken stellen erfahrungsgemäß ein geringes Risiko für uns dar.

Konjunkturrisiken ergeben sich insbesondere aufgrund der jüngsten Entwicklungen des Ukraine-Russland-Konflikts auf die deutsche Wirtschaft. Auswirkungen dieser Konjunkturrisiken sehen wir auf unser Geschäft derzeit als gering, da die unterschiedlichen Geschäftsbereiche entgegengesetzt auf konjunkturelle Veränderungen reagieren würden.

Preisänderungs- und Auslastungsrisiken bestehen grundsätzlich in Form von unvorhersehbaren Stundensatzlimitierungen der Arbeitsagenturen beziehungsweise der zertifizierenden Stellen. Auslastungscontrolling, rigorose Kontrolle der Neueinreichungszyklen und das Personalmanagement ergeben zusammen ein Frühwarnsystem, das Risiken zu vermeiden hilft.

Neben den dargestellten operativen, externen oder finanzwirtschaftlichen Unternehmensrisiken und -chancen gibt es keine berichtenswerten Vorkommnisse. Wesentliche Verträge bestehen in Euro. Gegen mögliche Schadensfälle ist das Unternehmen - mittlerweile über Versicherungen der Amadeus FiRe - in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Die Planung und das Controlling-Instrumentarium sind derzeit ausreichend geeignet, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

4 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2022 gehen wir trotz weiter bestehender Corona Krise von einem weiteren Wachstum und einem positiven Ergebnis aus. Obwohl eine seriöse Abschätzung der Effekte aus der Corona Krise derzeit nur schwer möglich ist, gehen wir davon aus, dass wir im Unternehmenskunden-Umfeld mit deutlichen Umsatzsteigerungen von einem niedrigen Niveau starten ausgehen können.

Die Entwicklung im geförderten Bereich sehen wir derzeit positiv, da wir zwar mit einem Rückgang von Arbeitsuchenden in Deutschland rechnen, jedoch auch mit einem deutlichen Schub der Digitalisierung in Deutschland. Dies sollte auch in der Nachfrage nach IT-relevanten Aus- und Weiterbildungen Niederschlag finden. Auch wenn eine genaue Abschätzung derzeit nur schwer möglich ist, gehen wir für das Geschäftsjahr 2022 von einem Wachstum gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 im geförderten Bereich aus.

Das Ziel der GFN GmbH im Geschäftsjahr 2022 ist es Umsatz und operatives Ergebnis zu steigern. Die GFN GmbH erwartet ein Umsatz im Bereich von 30.000 Tsd € bis 34.000 Tsd €. Für das Geschäftsjahr 2022 haben wir uns vorgenommen das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern ins positive zu drehen und erwarten dies im Bereich zwischen 250 Tsd € bis 1.000 Tsd €.

Vor dem Hintergrund der Unsicherheit bezüglich der Entwicklung der COVID-19 Krise sowie des Ukraine-Russland-Konflikts bleibt hier eine entsprechende Unsicherheit bestehen. Die Geschäftsjahre 2020 und 2021 haben jedoch gezeigt, dass wir eine Krise gut meistern können.

 

Heidelberg, den 10.06.2022

Die Geschäftsführung

Nils Manegold

Thomas Surwald

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