Volksbank Erkelenz eGLiquidiert

Erkelenz

Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach GnR 312
Vorher
Volksbank Erkelenz-Hückelhoven eGVolksbank Erkelenz-Hückelhoven-Wegberg eG
Eingetragen
21.11.1957
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenVermittlung von Krediten
Gegenstand
Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagen; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; i) die Vermitlung des An- und Verkaufs von Grundstücken und Gebäuden; j) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen.

Historie

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Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Erkelenz eG

Erkelenz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2015

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     5.058.467,86   4.631
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     0,00   1.560
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (1.560)
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 5.058.467,86 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00       (0)
b) Wechsel     0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     36.546.487,21   25.607
b) andere Forderungen     3.459.359,66 40.005.846,87 3.020
4. Forderungen an Kunden       390.274.896,83 375.125
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 241.459.549,54       (238.541)
Kommunalkredite 93.695,85       (155)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
ab) von anderen Emittenten   0,00 0,00   0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   15.900.003,28     11.986
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 13.965.275,14       (11.986)
bb) von anderen Emittenten   114.334.080,23 130.234.083,51   124.712
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 112.155.063,85       (119.197)
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00 130.234.083,51 0
Nennbetrag 0,00       (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       62.251.582,66 47.779
6a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften          
a) Beteiligungen     33.011.698,93   32.611
darunter:          
an Kreditinstituten 1.264.283,33       (1.264)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     82.363,00 33.094.061,93 470
darunter:          
bei Kreditgenossenschaften 1.600,00       (2)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 51
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
9. Treuhandvermögen       1.599.622,58 2.030
darunter: Treuhandkredite 1.599.622,58       (2.030)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte:          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     30.238,44   38
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00 30.238,44 0
12. Sachanlagen       23.126.730,72 22.748
13. Sonstige Vermögensgegenstände       4.198.441,17 5.326
14. Rechnungsabgrenzungsposten       256.112,20 294
15. Aktive latente Steuern       0,00 0
16. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung       0,00 0
Summe der Aktiva       690.130.084,77 657.988

Passivseite

         
      Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     494.363,98   684
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     70.451.734,02 70.946.098,00 70.257
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   232.335.258,52     221.424
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   4.046.765,06 236.382.023,58   14.354
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   246.126.731,26     217.379
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   44.323.765,67 290.450.496,93 526.832.520,51 43.374
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     0,00   0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00 0,00 0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00       (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00       (0)
3a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       1.599.622,58 2.030
darunter: Treuhandkredite 1.599.622,58       (2.030)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       825.445,28 1.140
6. Rechnungsabgrenzungsposten       156.093,13 206
6a. Passive latente Steuern       0,00 0
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen     2.828.938,45   2.826
b) Steuerrückstellungen     9.099,60   90
c) andere Rückstellungen     1.315.870,39 4.153.908,44 2.306
8. - - -       0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       0,00 0
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00       (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       34.510.000,00 32.330
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00       (0)
12. Eigenkapital          
a) Gezeichnetes Kapital     10.816.152,85   10.984
b) Kapitalrücklage     0,00   0
c) Ergebnisrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   14.500.000,00     14.100
cb) andere Ergebnisrücklagen   24.550.000,00 39.050.000,00   23.250
d) Bilanzgewinn     1.240.243,98 51.106.396,83 1.254
Summe der Passiva       690.130.084,77 657.988
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln   0,00     0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   10.757.138,53     13.266
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   0,00 10.757.138,53   0
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften   0,00     0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen   0,00     0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen   22.754.114,41 22.754.114,41   24.851
darunter: Lieferverpflichtungen          
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00       (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   14.328.035,26     15.401
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   4.063.747,09 18.391.782,35   4.808
2. Zinsaufwendungen     3.176.211,64 15.215.570,71 4.097
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     1.946.382,50   1.543
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     629.241,77   518
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 2.575.624,27 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     6.984.427,76   6.408
6. Provisionsaufwendungen     876.720,29 6.107.707,47 864
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       576.699,31 768
9. - - -       0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   8.841.286,44     8.685
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   1.878.227,92 10.719.514,36   1.808
darunter: für Altersversorgung 395.986,96       (338)
b) andere Verwaltungsaufwendungen     4.735.680,05 15.455.194,41 4.976
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       1.226.804,97 1.078
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       374.561,28 516
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     921.389,31   135
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00 921.389,31 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     0,00   0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     64,74 64,74 6
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       478,30 0
18. - - -       0,00 0
19. Überschuss der normalen Geschäftstätigkeit       6.497.238,23 7.293
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     0,00   0
22. Außerordentliches Ergebnis       0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     1.996.342,14   2.098
darunter: latente Steuern 0,00       (0)
24. Sonstige Steuern (Erstattung), soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     -13.932,50 1.982.409,64 18
24a. Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken       2.180.000,00 2.830
25. Jahresüberschuss       2.334.828,59 2.347
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr       5.415,39 7
        2.340.243,98 2.354
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen          
a) aus der gesetzlichen Rücklage     0,00   0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
        2.340.243,98 2.354
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     400.000,00   400
b) in andere Ergebnisrücklagen     700.000,00 1.100.000,00 700
29. Bilanzgewinn       1.240.243,98 1.254

3. Anhang

A. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt, wobei die satzungsmäßigen Mindestdotierungen zu den Ergebnisrücklagen Beachtung fanden.

Barreserven wurden zum Nennwert bilanziert; die Sortenbestände wurden mit dem zum Jahresende gültigen Marktwert bewertet.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sowie in anderen Aktivposten enthaltene Forderungen wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Unterschiedsbeträge zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag wurden in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig aufgelöst.

Die akuten Ausfallrisiken in den Forderungen an Kunden sind in Höhe des zu erwartenden Ausfalls durch Einzelwertberichtigungen gedeckt. Den latenten Kreditrisiken wurde durch versteuerte und unversteuerte Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere haben wir nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet und dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termingeschäfte, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand wurden - soweit sie nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Bewertungseinheiten oder als Instrumente der Aktiv/Passivsteuerung des Zinsbuchs dienen - nach den Grundsätzen des Imparitäts- und Realisationsprinzips einzeln mit ihrem Marktpreis bewertet. Soweit eine verlässliche Bewertung zum Stichtag aufgrund fehlender Marktpreise nicht möglich war, erfolgt die Bewertung mittels interner Bewertungsmodelle und -methoden mit aktuellen Marktparametern.

Sicherungsgeberpositionen in Credit Default Swaps, mit denen ausschließlich Ausfallrisiken übertragen werden und bei denen beabsichtigt ist, sie bis zur Fälligkeit bzw. bis zum Eintritt des Kreditereignisses zu halten, werden als gestellte Kreditsicherheiten nach den für das Bürgschafts- und Garantiekreditgeschäft entwickelten Grundsätzen behandelt. Bei ernsthaft drohender Inanspruchnahme werden Verbindlichkeitsrückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Strukturierte Finanzinstrumente, die aufgrund des eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisinstrument wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen aufweisen, werden in ihre Komponenten zerlegt und einzeln nach den für diese geltenden Vorschriften bilanziert und bewertet. Eine getrennte Bilanzierung erfolgt, wenn das eingebettete Derivat bedingte oder unbedingte Abnahmeverpflichtungen für weitere Finanzinstrumente zu festgelegten Konditionen vorsieht, sodass die Möglichkeit besteht, dass die Abnahme der weiteren Finanzinstrumente nicht zum künftigen beizulegenden Zeitwert erfolgt.

Die Anschaffungskosten der getrennt bilanzierten Einzelkomponenten ergeben sich aus der Aufteilung der (gesamten) Anschaffungskosten des strukturierten Finanzinstruments im Verhältnis der beizulegenden Zeitwerte der Einzelkomponenten. Sofern der beizulegende Zeitwert des eingebetteten Derivats nicht separat ermittelt werden kann, ergibt sich sein Wert als Differenz aus dem beizulegenden Zeitwert des strukturierten Finanzinstruments insgesamt und dem beizulegenden Zeitwert des Basisinstruments.

Sofern Zinsderivate zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Zinsbuch eingesetzt werden, sind sie von einer imparitätischen Einzelbewertung ausgenommen. Sie werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Zinsbuchs nach Maßgabe des IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2015 war keine Rückstellung erforderlich.

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Anschaffungskosten der Beteiligung an der WGZ Beteiligungs GmbH & Co. KG wurden nach Tauschgrundsätzen mit Gewinnrealisierung ermittelt.

Unter Beachtung der GoB wurden die im Zuge der Einbringung der Fiducia & GAD IT AG-Aktien in die GAD Beteiligungs GmbH & Co. KG erhaltenen Kommanditanteile nach Tauschgrundsätzen mit Buchwertfortführung aktiviert. Die Aktien der Fiducia & GAD IT AG sind im Geschäftsjahr durch Verschmelzung der GAD eG auf die Fiducia IT AG entstanden. Die Aktien wurden ebenfalls nach Tauschgrundsätzen mit Buchwertfortführung aktiviert.

Die Sachanlagen und die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden linear bzw. mit fallenden Staffelsätzen und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen.

Erhöhte Absetzungen für Abnutzung und Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150 wurden in voller Höhe abgeschrieben. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen.

Den geringen passivischen Steuerlatenzen stehen in mindestens gleicher Höhe aktivische Steuerlatenzen, insbesondere aus der Bewertung der Kundenforderungen gegenüber. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung eines Überhandes aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Soweit der Erfüllungsbetrag höher als der Ausgabebetrag ist, wurde der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen; er wird planmäßig getilgt. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften und Altersteilzeitrückstellungen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen für Altersteilzeit angewendete Zinssatz von 3,89 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50 % (Vorjahr 2,50 %) und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) zugrunde gelegt.

Bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, haben wir die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet.

Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 619.971 (Anschaffungskosten in Höhe von EUR 628.194) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von EUR 1.341.172 saldiert.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Rückdeckungsversicherungen wurde das nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des tariflichen Garantiezinses bewertete Deckungskapital einschließlich des erdienten Überschusses angesetzt, das um eventuell vorhandene, noch nicht erdiente Abschluss- und Vertriebskosten erhöht wurde.

Eine Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen wurde nicht vorgenommen, da aus dem Deckungsvermögen keine Erträge erzielt wurden.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden wie folgt auf Euro umgerechnet:

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

B. Entwicklung des Anlagevermögens 2015

Anschaffungs-/ Herstellungskosten Zugänge Zuschreibungen Umbuchungen a) Abgänge b) Zuschüsse Abschreibungen (kumuliert)
des Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte:            
b) Software, sonstige entgeltlich erworbene Konzessionen u. ä. 434.803,62 7.648,92 0,00 0,00 a) 578,58 411.635,52
          b) 0,00  
Sachanlagen:            
a) Grundstücke und Gebäude 27.820.403,75 1.574.081,13 0,00 0,00 a) 1.024.706,41 7.483.620,26
          b) 0,00  
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.683.131,49 430.403,77 0,00 0,00 a) 406.971,17 3.465.991,58
          b) 0,00  
Summe a 33.938.338,86 2.012.133,82 0,00 0,00 a) 1.432.256,16 11.361.247,36
          b) 0,00  
Buchwerte am Bilanzstichtag Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte:    
b) Software, sonstige entgeltlich erworbene Konzessionen u. ä. 30.238,44 15.844,98
     
Sachanlagen:    
a) Grundstücke und Gebäude 20.886.158,21 676.625,98
     
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.240.572,51 534.334,01
     
Summe a 23.156.969,16 1.226.804,97
     
Anschaffungskosten
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00   0,00
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 33.081.611,54   33.094.061,93
Anteile an verbundenen Unternehmen 51.129,19   0,00
Summe b 33.132.740,73 -38.678,80 33.094.061,93
Summe a und b 67.071.079,59   56.251.031,09

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 38.027.058,25 Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gelten die folgenden Restlaufzeiten (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b)* 0,00 49.209,17 0,00 1.584.000,00
Forderungen an Kunden (A 4) 11.836.105,58 33.591.745,62 97.452.205,13 224.585.069,60

* ohne Guthaben aus Bausparverträgen

In den Forderungen an Kunden sind EUR 22.702.278,94 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im Geschäftsjahr 2016 EUR 23.907.427,00 (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen) fällig.

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0,00 0,00 39.984.837,84 28.624.965,81
Forderungen an Kunden (A 4) 0,00 0,00 303.929,89 325.669,29
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 0,00 0,00 30.576.148,60 29.306.934,34

In folgenden Posten sind enthalten:

davon
börsenfähige Wertpapiere
EUR
börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertet
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 130.234.083,51 130.234.083,51 0,00 0,00
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 46.958.524,66 3.014.250,00 43.944.274,66 0,00
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) 1.206.767,85 0,00 1.206.767,85  

Die in der Bilanz ausgewiesenen Treuhandgeschäfte betreffen ausschließlich Treuhandkredite.

Im Aktivposten 12 (Sachanlagen) sind enthalten:

EUR
im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 20.081.747,66
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.240.572,51

In den Posten und Unterposten der Aktivseite sind nachrangige Vermögensgegenstände enthalten:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
- Aktiva 3 1.586.985,84 1.586.994,02
- Aktiva 5 2.901.381,73 2.914.163,11

Neben Sortenbeständen in Höhe von EUR 39.692,56 enthalten die Vermögensgegenstände Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 1.595.639,84.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 70.451.734,02 Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 2.463.391,29 6.004.790,87 26.189.667,14 35.756.307,69
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 180.103,14 3.650.124,21 194.194,30 0,00
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 24.116.273,67 14.441.712,37 5.717.859,25 0,00

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 63.412,22 (Vorjahr EUR 85.190,89) enthalten.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0,00 0,00 70.945.975,99 70.941.548,62
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 0,00 50.610,89 70.596,51 61.986,12

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 1.590.102,70 enthalten.

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den geringen passiven Steuerlatenzen stehen in mindestens gleicher Höhe aktive Steuerlatenzen, insbesondere aus der Bewertung der Kundenforderungen gegenüber.

Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

Geschäftsguthaben EUR
a) der verbleibenden Mitglieder     10.592.776,51
b) der ausscheidenden Mitglieder     223.376,34
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 0,00  
      10.816.152,85

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2015 14.100.000,00 23.250.000,00
Einstellungen    
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 0,00 600.000,00
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 400.000,00 700.000,00
Stand 31.12.2015 14.500.000,00 24.550.000,00

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten zeigen nicht die zu erwartenden Zahlungsströme, da sie nach Einschätzung überwiegend ohne Inanspruchnahme auslaufen werden.

In der nachfolgenden Übersicht sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, dargestellt (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Sie umfasst auch die in Bewertungseinheiten einbezogenen, sowie die in strukturierten Finanzinstrumenten eingebetteten, getrennt bilanzierten Derivate.

Nominalbetrag
TEUR
beizulegender Zeitwert
TEUR
ggf. vorhandener Buchwert
TEUR
Bilanzposten
Zinsbezogene Geschäfte:        
OTC Produkte        
Zins-Swaps (gleiche Währung) 21.000 - -2.673 - -
Aktien-/Indexbezogene Geschäfte:        
börsengehandelte Produkte        
Aktien-/Index-Optionen 1.584 - -347 249 291 78 A 14 P 5 P 7c

Die Zinsswaps sind mit ihrem Barwert zum Bilanzstichtag angegeben. Dabei wurden die variablen Zinsströme mit Forward Rates - abgeleitet aus der aktuellen Zinsstrukturkurve - berechnet und diese - ebenso wie die fixen Zahlungsströme - mit der Swapkurve diskontiert. Die auf den Zeitraum vom jeweils letzten Zinstermin bis zum Bilanzstichtag entfallenden und im Jahresabschluss bereits berücksichtigten Zinsen (Aktiva 3: TEUR 1; Passiva 1: TEUR 446) sind im beizulegenden Zeitwert der Zinsswaps enthalten. Sie wurden im Umfang von TEUR 21.000 als Sicherungsderivate zur Aktiv-/Passivsteuerung zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos abgeschlossen.

Optionen des Nichthandelsbestands wurden anhand von Optionspreismodellen auf der Basis allgemein anerkannter grundlegender Annahmen bewertet (Black-Scholes). Danach bestimmt sich der Wert einer Option insbesondere nach dem Wert des zugrunde liegenden Basisobjekts und dessen Volatilität, dem vereinbarten Basispreis, -zinssatz oder -index, dem risikolosen Zinssatz sowie der Restlaufzeit des Kontrakts.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Zur Sicherheit übertragene Vermögensgegenstände (Gesamtbetrag
in EUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70.005.495,69

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 8.869 (Vorjahr EUR 7.069) Erträge aus der Währungsumrechnung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 170.377 (Vorjahr EUR 167.041) Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Die für das Geschäftsjahr 2015 ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden insgesamt unter den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch haben sich die Zinsaufwendungen per Saldo um EUR 8.694 (Vorjahr EUR 3.057) erhöht.

Negative Zinsen sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR -1.010 enthalten.

Von dem in früheren Geschäftsjahren gebildeten Sonderposten mit Rücklageanteil wurden in Vorjahren insgesamt EUR 1.465.796,05 übertragen. Dies wird zukünftig zu Belastungen aus höheren Steueraufwendungen von rund TEUR 396 führen.

Dadurch, dass bei Vermögensgegenständen in früheren Geschäftsjahren (TEUR 1.466) Abschreibungen gemäß § 6b EStG vorgenommen wurden, wurde das Jahresergebnis nur unwesentlich beeinflusst.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf den Überschuss aus der normalen Geschäftstätigkeit.

D. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf EUR 30.026,41 und der früheren Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen auf EUR 213.871,72.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes wird aus Datenschutzgründen gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2015 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 2.107.737,00.

Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen für

EUR
Mitglieder des Vorstandes 50.405,58
Mitglieder des Aufsichtsrates 2.014.871,53

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 1.275.456. Sie entfallen auf Haftungsverpflichtungen aus der Übernahme von Geschäftsanteilen bei Genossenschaften in Höhe von EUR 3.360 und Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 1.272.096.

Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR-Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Die Zahl der 2015 durchschnittlich beschäftigt en Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 120 53

Außerdem wurden durchschnittlich 18 Auszubildende beschäftigt .

Mitgliederbewegung

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Ende 2014 7.297 20.785 10.808.200,00
Zugang 2015 608 697 362.440,00
Abgang 2015 207 525 273.000,00
Ende 2015 7.698 20.957 10.897.640,00
EUR
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um 47.869,88
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um 89.440,00
Höhe des Geschäftsanteils 520,00
Höhe der Haftsumme je Anteil 520,00

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten, wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und im Bundesanzeiger zu veröffentlichen.

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband e. V.

Mecklenbecker Straße 235 - 239

48163 Münster

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:

- die Abschlussprüfungsleistungen 184.249,46
- Steuerberatungsleistungen 9.197,52

Mitglieder des Vorstandes

Dr. Veit Luxem, Diplom-Kaufmann, Vorsitzender Bankvorstand Steuerungsbank

Josef Brück, Diplom-Kaufmann Bankvorstand Vertriebsbank

Rainer Corsten, Diplom-Bankbetriebswirt ADG Bankvorstand Produktionsbank

Mitglieder des Aufsichtsrates

Marita Schlupkothen, Diplom-Betriebswirtin, Vorsitzende selbständige Steuerberaterin

Bernd Jansen, stellvertretender Vorsitzender Bürgermeister Stadt Hückelhoven

Herbert Exner selbständiger Wirtschaftsprüfer / Steuerberater

Erwin Heinrichs, Diplom-Kaufmann selbständiger Wirtschaftsprüfer / Steuerberater

Helma Horbach-Schmitz, Diplom Ökonomin, Diplom Kauffrau FH Geschäftsführerin

Dr. Andreas Pützhoven Notar

 

Erkelenz, 15.02.2016

Volksbank Erkelenz eG

Der Vorstand

Dr. Luxem

Brück

Corsten

Bestätigungsvermerk des Prüfungsverbandes

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Volksbank Erkelenz eG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 12. Mai 2016

Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband e. V.

Karl-Heinz Tinter, Wirtschaftsprüfer

Axel Büngener, Wirtschaftsprüfer

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2015
("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank Erkelenz eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Erkelenz eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank Erkelenz eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2015 TEUR 24.476.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 147,5.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 6.497.

Unter Berücksichtigung der Steuern von TEUR 1.996 ergibt sich ein Nettogewinn von TEUR 4.515. Die Steuern betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank Erkelenz eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung 2015 der Volksbank Erkelenz eG

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 2.334.828,59 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 5.415,39 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 1.100.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen - (Bilanzgewinn) wie folgt zu verwenden:

EUR
5,00 % Dividende 532.353,53
Bonuszahlung 1,00 % 106.470,70
Einstellung in andere Ergebnisrücklagen 600.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 1.419,75
insgesamt 1.240.243,98

 

Erkelenz, 15.02.2016

Volksbank Erkelenz eG

Der Vorstand

Dr. Luxem

Brück

Corsten

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 31.05.2016 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2015 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 2.334.828,59 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 5.415,39 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2015

der Volksbank Erkelenz eG

Zentrale gesetzliche und satzungsmäßige Aufgabe des Aufsichtsrates ist die Überwachung der Geschäftsführung des Vorstandes.

Weiterhin obliegt dem Aufsichtsrat die Pflicht, den Jahresabschluss, den gesetzlichen Lagebericht und den Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Jahresüberschusses zu prüfen und der Vertreterversammlung vor Feststellung des Jahresabschlusses über das Ergebnis Bericht zu erstatten.

In Erfüllung dieser Aufgaben hat sich der Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen detailliert und zeitnah über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz-, Ertrags-, Liquiditäts- und Risikolage der Bank unterrichten lassen. Alle Auskünfte und Informationen wurden ihm vom Vorstand umfassend, zeitnah und sachgerecht zur Verfügung gestellt. Zustimmungspflichtige Kredite und Investitionsvorhaben sowie grundsätzliche Fragen zur Unternehmenspolitik und -strategie wurden ausführlich erörtert und auf Basis umfassender Dokumentationen, geeigneter Unterlagen und Auskünfte des Vorstandes entschieden.

Das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat bei den Entscheidungsfindungen war von beiderseitigem Vertrauen geprägt. Durch eigene zusätzliche Prüfungshandlungen hat sich der Aufsichtsrat ein vertiefendes Bild über die Lage und wirtschaftliche Situation der Genossenschaft verschafft. Die Prüfungen haben zu keinen wesentlichen Beanstandungen geführt.

Zusammenfassend kann somit festgestellt werden, dass der Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2015 seinen gesetzlichen und satzungsmäßigen Aufgaben umfassend nachgekommen ist.

Der vorliegende Jahresabschluss mit Lagebericht wurde vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband e.V. Münster geprüft. Über das Prüfungsergebnis, dem sich der Aufsichtsrat anschließt, wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss mit Lagebericht zum 31.12.2015 festzustellen und dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Verteilung des Jahresüberschusses, der den Vorschriften der Satzung entspricht, zuzustimmen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen für die im abgelaufenen Jahr geleistete Arbeit.

 

Erkelenz, 12.05.2016

Vorsitzende des Aufsichtsrates

Marita Schlupkothen

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

der Volksbank Erkelenz eG, 41812 Erkelenz

I. Grundlagen des Instituts

Geschäftsmodell

Die Volksbank Erkelenz eG versteht sich als genossenschaftliche Universalbank, welche primäre Geschäftsaktivitäten auf die Mitglieder, die zugleich Eigentümer der Bank sind und Kunden ausrichtet.

Derzeit verfügen wir neben der Hauptstelle über 10 Geschäftsstellen und 7 externe Geldautomaten.

Als Allfinanzdienstleister können wir sämtliche finanziellen und versicherungsbezogenen Bedürfnisse unserer Mitglieder und Kunden bedienen. Neben dem Einlagen- und Kreditgeschäft sowie dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft vermitteln wir Bausparverträge, Versicherungen und Baufinanzierungen.

Das Geschäftsgebiet erstreckt sich schwerpunktmäßig auf die Städte Erkelenz, Hückelhoven, Linnich, Wassenberg und Wegberg sowie auf die Gemeinde Niederkrüchten.

Unsere Geschäftsprozesse sind unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Effizienz strikt auf unsere Mitglieder- und Kundenbedürfnisse ausgerichtet.

Wir sind unmittelbar durch demografische Entwicklungen, aber besonders stark von konjunkturellen, politischen und regulatorischen Entwicklungen sowie denen an den Finanzmärkten beeinflusst.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) Konjunktur in Deutschland

Solides Wirtschaftswachstum

Im Jahr 2015 setzte sich der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland fort. Trotz der Wachstumsschwäche in den Schwellenländern und der erneuten Zuspitzung der griechischen Schuldenkrise in den Sommermonaten blieb die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hierzulande robust aufwärtsgerichtet. Den ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zufolge ist das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,7 % über das Vorjahresniveau gestiegen. Der Zuwachs fiel damit geringfügig stärker aus als in 2014 (+1,6 %) und deutlich stärker als in den Jahren 2012 und 2013 (+0,4 % bzw. +0,3 %). Der wichtigste Treiber des gesamtwirtschaftlichen Wachstums waren erneut die Konsumausgaben. Die Anlageinvestitionen und der Außenhandel trugen demgegenüber weniger stark zum Anstieg des Bruttoin-landsprodukts bei.

Kräftiger Anstieg der Konsumausgaben

Die privaten Konsumausgaben sind im bisherigen Verlauf des Konjunkturaufschwungs dynamischer gestiegen als in früheren Zyklen. Sie expandierten in 2015 um 1,9 % und damit so kräftig wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Maßgeblich hierfür waren neben der bereits seit einiger Zeit nach oben gerichteten Beschäftigungs- und Tariflohnentwicklung auch Sonderfaktoren wie die Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro je Arbeitsstunde und die Kaufkraftgewinne durch den niedrigen Ölpreis. Darüber hinaus gingen von der starken Zuwanderung von Flüchtlingen nach Deutschland Nachfrageimpulse aus. Die Konsumausgaben des Staates (+2,4 %) legten noch stärker zu als der Privatkonsum. Hier führten unter anderem die Personal- und Sachkosten zur Betreuung, Unterbringung und Integration der Flüchtlinge zu Mehrausgaben.

Verhaltene Investitionskonjunktur

Angesichts der nach wie vor hohen Unsicherheit über die künftige Wirtschaftsentwicklung und Wirtschaftspolitik insbesondere in Griechenland und im Euroraum als Ganzes blieb der Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen (+4,8 %) in 2015 erneut hinter den Wachstumsraten vergangener Aufschwungphasen zurück. Die Bauinvestitionen (+0,3 %) stagnierten hingegen im Wesentlichen. Da es zudem aus gesamtwirtschaftlicher Sicht zu einem Vorratsabbau kam, fiel der Wachstumsbeitrag der Investitionen alles in allem leicht negativ aus.

Kaum Impulse vom Außenhandel

Ungeachtet der schwächeren Entwicklung in den Schwellenländern konnten die Exporte (+5,4 %) der deutschen Wirtschaft spürbar ausgeweitet werden. Hierzu dürfte auch der Rückgang des Euro-Wechselkurses beigetragen haben, der die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der inländischen Exportgüter auf den ausländischen Märkten tendenziell verbesserte. Die Importe (+5,8 %) nach Deutschland stiegen allerdings aufgrund der hohen Binnennachfrage ebenfalls merklich. Der Außenhandel als Ganzes trug daher lediglich mit 0,2 Prozentpunkten zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum bei.

Staat erneut mit Budgetüberschuss

Sprudelnde Einnahmen im Zuge des anhaltenden Beschäftigungsaufbaus, der vielfach kräftig steigenden Bruttoverdienste und der günstigen Konsumkonjunktur standen weniger deutlich expandierenden Ausgaben gegenüber. Allerdings waren wegen der Flüchtlingsmigration auch ungeplante Mehrausgaben zu tätigen. Insgesamt konnte die öffentliche Hand das Jahr zum zweiten Mal in Folge mit einem Überschuss abschließen. Die Schuldenstandsquote gab hingegen im Vergleich zum Vorjahr von 74,9 % auf 71,6 % nach.

Weiterer Beschäftigungsaufbau

Der deutsche Arbeitsmarkt präsentierte sich 2015 abermals in einer guten Grundverfassung. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland ist im Jahresdurchschnitt 2015 um 329.000 auf 43,0 Mio. gestiegen. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,4 %. Die Zuwanderung durch Flüchtlinge hat die Arbeitslosenzahl noch nicht beeinflusst.

Geringer Preisanstieg

Die Inflationsrate ist in Deutschland von 0,9 % in 2014 auf 0,3 % in 2015 gesunken. Ausschlaggebend hierfür war der Preisverfall bei Rohöl. Die Energiepreise haben sich im Jahresdurchschnitt um deutliche 7,0 % verbilligt und für sich genommen die Inflationsrate um 0,7 Prozentpunkte vermindert. Für Nahrungsmittel (+0,8 %) und Dienstleistungen (+1,2 %) mussten die Verbraucher allerdings etwas mehr Geld aufwenden als im Vorjahr.

b) Finanzmarkt

Notenbanken spielen in 2015 besondere Rolle an den Finanzmärkten

Neben schwankenden Konjunktur- und Inflationserwartungen waren es vor allem die Notenbanken aus Nordamerika, Westeuropa und Ostasien, die die entscheidenden Impulse an den internationalen Finanzmärkten gaben. Im Zentrum standen dabei die Lockerung der Geldpolitik im europäischen Währungsraum und China sowie die diesen geldpolitischen Entscheidungen diametral gegenüberstehende Zinswende in den USA. Nachdem in den ersten Monaten noch der Streit zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe über das griechische Reformprogramm und milliardenschwere Finanzhilfen für Unruhe an den Finanzmärkten gesorgt hatte, fanden die Probleme um das hochverschuldete Griechenland im weiteren Jahresverlauf ein nachlassendes Echo an den Märkten. Die Einigung zwischen Griechenland und den übrigen Euro-Staaten auf weitere Hilfszahlungen und ein Reformprogramm beruhigten die Märkte. In der zweiten Jahreshälfte nahmen hingegen die Spekulationen über die konjunkturellen Probleme der Schwellenländer zu. Dabei geriet in besonderem Maße die Abschwächung der Konjunktur in China in den Fokus von Anlegern und Investoren.

EZB lockert Geldpolitik

Die EZB hat die ohnehin schon expansiven geldpolitischen Rahmenbedingungen für den Euroraum im vergangenen Jahr noch einmal gelockert. Gleich auf seiner ersten geldpolitischen Sitzung im Januar 2015 beschloss der EZB-Rat ein Programm zum Ankauf von Vermögenswerten. Im Zuge dieser quantitativen Lockerung begann die EZB ab März 2015 unter Einrechnung der bereits beschlossenen Aufkaufprogramme jeden Monat Wertpapiere im Wert von 60 Mrd. Euro am Sekundärmarkt zu kaufen. Ziel des Programmes ist die Erhöhung der Inflation hin zum mittelfristigen Ziel der EZB von unter, aber nahe 2 %. Als Reaktion auf anhaltend niedrige Inflationsraten im Währungsraum verlängerte der EZB-Rat am 3. Dezember auf seiner letzten Sitzung des Jahres den Zeitraum des aktuellen Wertpapieraufkaufprogramms von September 2016 bis März 2017. Den Hauptrefinanzierungssatz und den Spitzenrefinanzierungssatz beließ die EZB im vergangenen Jahr unverändert bei 0,05 bzw. 0,3 %. Den Einlagezins, d. h. der Zins für Übernachteinlagen der Geschäftsbanken bei der EZB, senkte der EZB-Rat hingegen auf seiner geldpolitischen Sitzung vom 3. Dezember um 10 Basispunkte auf -0,3 %.

US-Notenbank leitet Zinswende ein

Die US-amerikanische Zentralbank hat im vergangenen Jahr die zinspolitische Wende eingeleitet. Im Dezember beschloss der für die geldpolitischen Beschlüsse zuständige Offenmarktausschuss, der bereits in 2014 den breiten Aufkauf von Anleihen eingestellt hatte, die erste Zinsanhebung seit Juni 2006. Der Ausschuss erhöhte den Zielbereich des US-Leitzinses, um 25 Basispunkte auf 0,25 bis 0,50 %. Damit endete nach sieben Jahren die faktische Nullzinspolitik der Federal Reserve. Die US-Notenbank begründete die Anhebung der Federal Funds Rate im Dezember mit der besseren konjunkturellen Lage in den USA und der in diesem Zusammenhang deutlich verbesserten Lage am Arbeitsmarkt.

Bundesanleiherenditen bleiben niedrig

Das Renditeniveau von Bundesanleihen blieb niedrig. Im ersten Quartal wirkte sich vor allem die quantitative Lockerung der EZB negativ auf die Renditen von Staatsanleihen aus dem Euroraum aus. Darüber hinaus drückte die griechische Schuldenproblematik die Renditen von Bundesanleihen. Im zweiten Quartal kam es insbesondere bei längeren Laufzeiten hingegen zu einem kräftigen Renditeanstieg an den Rentenmärkten. Treiber der Renditen waren im Frühjahr 2015 Spekulationen über eine für den Sommer anstehende Zinswende in den USA sowie vorübergehend höhere Wachstums- und Inflationserwartungen. Die Rendite von Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit stieg im Zuge dessen bis Juni auf knapp 1,0 %. Allerdings konnte sich der Trend im weiteren Jahresverlauf nicht halten. Ausschlaggebend hierfür waren in erster Linie sinkende Konjunktur- und Inflationserwartungen für die gesamte Weltwirtschaft. Vor diesem Hintergrund sanken die Renditen von Bundesanleihen in der zweiten Jahreshälfte. Auf Jahressicht verzeichneten die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen ein kleines Plus von 9 Basispunkten auf 0,63 %. Die Renditen von Bundesanleihen mit zweijähriger Restlaufzeit verzeichneten daher in 2015 einen Rückgang von 24 Basispunkten und notierten mit 0,34 % tief im negativen Bereich.

Euro sinkt auf unter 1,10 US-Dollar

Der Euro hat in 2015 das zweite Jahr in Folge Kursverluste gegenüber dem US-Dollar hinnehmen müssen. Ausschlaggebend für die schwache Entwicklung des Außenwertes des Euro gegenüber der US-Währung war in erster Linie das Auseinanderdriften der Geldpolitiken dies- wie jenseits des Atlantiks. Die größten Verluste musste der Euro mit Beginn der quantitativen Lockerung im Euroraum hinnehmen. Der Euro-Dollar Kurs schwankte dabei zwischen 1,05 und 1,15 US-Dollar. Zum Jahresende notierte der Euro-Dollar Kurs bei 1,09 US-Dollar und damit 12 Cent niedriger als zum Vorjahresultimo.

DAX mit Jahresplus

Der DAX hat das Jahr 2015 mit einem deutlichen Jahresplus beendet. Aktien profitierten dabei besonders von der erneuten Lockerung der Geldpolitik und einem zunehmenden Konjunkturoptimismus für den Euroraum. Bis Mitte April stieg der deutsche Leitindex auf ein neues Allzeithoch von knapp 12.500 Punkten, das er aber im weiteren Jahresverlauf nicht erfolgreich verteidigen konnte. Der DAX beendete das Jahr bei einem Stand von 10.743 Punkten. Das waren 9,6 % mehr als zum Vorjahresultimo.

c) Entwicklung der Kreditgenossenschaften

Die aggregierte Bilanzsumme aller Volks- und Raiffeisenbanken lag zum Jahresende 2015 bei EUR 818 Mrd., was einer Steigerung zum Vorjahr in Höhe von 3,8 % entspricht.

Das Wachstum bei den Forderungen an Kunden belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 4,8 %.

Die Kundeneinlagen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 4,5 %.

2. Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung verlief im Geschäftsjahr 2015 insgesamt gut und war besser als die Prognose für das operative Ergebnis.

Bilanzsumme

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 690.130 657.988 32.142 4,9

Die Bilanzsumme der Volksbank Erkelenz eG erhöhte sich um TEUR 32.142 (+4,9 %) auf nunmehr TEUR 690.130.

Ursächlich für diese Entwicklung ist bei den Kundeneinlagen erzieltes Wachstum über den Planwert hinaus. Die prognostizierte Entwicklung der Bilanzsumme wurde übertroffen.

Aktivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Barreserve 5.058 6.192 -1.134 -18,3
Bankguthaben 40.006 28.626 11.380 39,8
Kundenforderungen 390.275 375.125 15.150 4,0
Wertpapieranlagen 192.486 184.477 8.009 4,3

Die Barreserve ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.134 (-18,3 %) gesunken. Dabei handelt es sich um keine signifikante Änderung; es wird lediglich der Stichtagswert der Kassenbestände wiedergespiegelt.

Die Bankguthaben sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 11.380 (+39,8 %) gestiegen. Ursächlich sind die hohen Bestände der täglich fälligen Einlagen der Kunden zum Jahresende.

Die Kundenforderungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 15.150 (+4,0 %) gestiegen. Das angestrebte Wachstumsziel von 6,3 % konnte nicht vollumfänglich erreicht werden. Von den Kunden wurden eingeräumte Sondertilgungsmöglichkeiten in Höhe von TEUR 7.081 sowie Rückführungen von Darlehen in Höhe von TEUR 2.972 gegen Zahlung von Vorfälligkeitsentschädigungen genutzt.

Die Wertpapieranlagen haben sich im Berichtszeitraum um TEUR 8.009 auf TEUR 192.486 erhöht. Fällige Wertpapiere wurden in Abhängigkeit vom Liquiditätsbedarf neu angelegt. Aufgrund der hohen Einlagenzuflüsse wurde das angestrebte Wachstumsziel deutlich überschritten.

Wir führen keinen Handelsbestand.

Passivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Bankrefinanzierungen 70.946 70.942 4 0,0
Kundengelder 526.833 496.531 30.302 6,1
- Spareinlagen 236.382 235.778 604 0,3
- täglich fällige Einlagen 246.127 217.379 28.748 13,2
- Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 44.324 43.374 950 2,2

Die Bankrefinanzierungen (Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten) haben sich im Berichtszeitraum nahezu nicht verändert, sie sind um TEUR 4 (+0,0 %) gewachsen. Dies entspricht insofern nicht unseren Planungen, da wir mit einem Wachstum bei Fremdmittelkrediten gerechnet hatten. Stattdessen wurden vorwiegend Kredite aus eigenen Mitteln gewährt.

Die Kundeneinlagen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 30.302 (6,1%) gestiegen. Mit dem Ergebnis wurde das geplante Wachstum von TEUR 3.852 deutlich übertroffen. Im Berichtsjahr konnte, erneut ein deutlicher Zuwachs (+ TEUR 28.748 bzw. +13,2 %) bei den täglich fälligen Einlagen erzielt werden.

Außerbilanzielles Geschäft

Im außerbilanziellen Geschäft betrugen die Eventualverbindlichkeiten TEUR 10.757. Damit reduzierten sich diese Verbindlichkeiten um TEUR 2.509 gegenüber dem Vorjahr. Die unwiderruflichen Kreditzusagen sanken um TEUR 2.097 auf TEUR 22.754.

Aus Zinsabsicherungszwecken bestehen Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von TEUR 21.000.

Ein Bestand von Credit Default Swaps (Sicherungsgeber) in Höhe von TEUR 2.000 aus abgeschlossenen Kreditersatzgeschäften wird geführt.

Zudem haben wir eine Wandelanleihe der WGZ Bank AG in Höhe von TEUR 1.584 im Bestand, die ein Optionsrecht des Emittenten beinhaltet.

Dienstleistungs- bzw. Provisionsgeschäft

Die Bank betreibt neben dem Zahlungsverkehr und der Kontoführung, dem Wertpapiergeschäft und der Vermittlung von Bausparverträgen und Versicherungen auch die Vermittlung und Verwaltung von Krediten, das Sorten- und Auslandsgeschäft und die Vermittlung von Schließfächern.

Das Dienstleistungsgeschäft hat für die Bank einen wesentlichen Umfang.

Die tragenden Säulen sind der Zahlungsverkehr und das Wertpapiergeschäft.

Der Anteil des Zahlungsverkehrs am Provisionsergebnis beträgt rund 42 %, der Anteil des Wertpapiergeschäfts am Provisionsergebnis beträgt rund 35 %.

Insgesamt ist der Provisionsüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 10,17 % von TEUR 5.544 auf TEUR 6.108 deutlich gestiegen. Die damit erreichte Provisionsspanne von 0,88 % des durchschnittlichen Geschäftsvolumens (DGV) liegt deutlich über dem Durchschnitt der RWGV-Banken.

Absolut betrachtet ist unsere Prognose um TEUR 658 übertroffen worden. Dies begründet sich mit einem außerordentlich guten Ergebnis im Wertpapierdienstleistungsgeschäft einhergehend mit der in 2015 insgesamt freundlichen Lage am Finanzmarkt.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2015 wurden die Geschäftsstellen Ratheim und Arsbeck den Kundenanforderungen entsprechend neu gestaltet.

Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter hat im Berichtsjahr abgenommen. Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand belief sich auf 193 (Vorjahr: 196) Mitarbeiter. Umgerechnet auf Vollarbeitskräfte ergibt sich die Zahl von 162 (Vorjahr: 166).

Sieben Auszubildende beendeten 2015 erfolgreich ihre Ausbildung zur Bankkauffrau / zum Bankkaufmann. Im August 2015 nahmen sieben junge Schulabgänger ihre Ausbildung zur Bankkauffrau / zum Bankkaufmann auf.

Zum Stichtag 31.12.2015 konnten 73 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf eine über 20-jährige Betriebszugehörigkeit und 49 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf eine über 10-jährige Betriebszugehörigkeit zurückblicken.

Für die ständige Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden im Jahr 2015 insgesamt 2.243 Arbeitstage (2.108 Arbeitstage im Jahr 2014) investiert.

Ergänzende Erläuterungen zum Geschäftsverlauf und zu wesentlichen Ereignissen bzw. wichtigen Vorgängen im Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr war durch keine außergewöhnlichen Vorgänge gekennzeichnet.

Darstellung des Geschäftsergebnisses

Wir verweisen auf die Darstellung des Geschäftsergebnisses im Bereich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Vermögenslage

Eigenmittel

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 85.616 81.918 3.698 4,5
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 85.308 81.383 3.925 4,8
Harte Kernkapitalquote 18,0 % 18,5 % - -
Kernkapitalquote) 18,0 % 18,5 % - -
Gesamtkapitalquote 19,0 % 19,8 % - -

1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 10 (Genussrechtskapital), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Das gezeichnete Kapital der Bank besteht aus den eingezahlten Geschäftsguthaben der Mitglieder.

Es ist gegenüber dem Vorjahr um 1,5% gesunken.

Die Ergebnisrücklagen konnten mit TEUR 1.700 weiter gestärkt werden.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde um TEUR 2.180 aufgestockt.

Unsere Vorjahresprognose zur Eigenmittelentwicklung ist übertroffen worden.

Die Einhaltung der Gesamtkapitalquote war zu jeder Zeit gegeben und beträgt 19,0 % zum 31.12.2015.

Die gesetzlich vorgegebene Mindestkennzahl beträgt 8,0 %.

Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR über die Eigenmittelausstattung wurden von uns im Geschäftsjahr 2015 mit hohem Spielraum eingehalten.

Nach unserer Unternehmensplanung ist von der Einhaltung der Kapitalquoten bei dem erwarteten Geschäftsvolumenszuwachs sowie durch die geplanten Rücklagenzuführungen und die vorgesehene Einwerbung von Geschäftsguthaben auch zukünftig auszugehen.

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt rund 57 %.

Unter Berücksichtigung der von den Kunden in Anspruch genommenen Sondertilgungsmöglichkeiten und der Rückführung von Darlehen gegen Zahlung von Vorfälligkeitsentschädigungen erhöhten sich die Forderungen an Kunden insgesamt geringer als prognostiziert.

Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen.

Die festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditrichtlinien des KWG wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Jahresende 2015 wieder mit besonderer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer mittelständischen Kundschaft entsprechen.

Wertpapieranlagen

Der Anteil der Wertpapieranlagen an der Bilanzsumme beträgt rund 28 %.

32 % der Wertpapieranlagen sind in Fondsvermögen (Renten-, Immobilien- und Aktienfonds) investiert.

97 % der festverzinslichen Wertpapiere sind gemäß ihrem Rating dem Investment-Grade zugehörig.

Die Wertpapiere sind der Liquiditätsreserve zugeordnet und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet worden. Es wird kein Handelsbestand geführt.

Die potenziellen Risiken im Wertpapierbestand aus künftigen Marktpreisveränderungen können nach den bankinternen, risikopolitischen Grundsätzen verkraftet werden.

Sicherungseinrichtung

Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht.

Mit Inkrafttreten des Einlagensicherungsgesetzes (EinSiG) am 3. Juli 2015 ist die neue BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG-Sicherungssystem) als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem neben die weiterhin bestehende Sicherungseinrichtung des BVR (BVR-SE) getreten. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz im sogenannten dualen System parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig. Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i.V.m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG ist die Bank mit Wirkung vom 3. Juli 2015 dem BVR-ISG-Sicherungssystem beigetreten.

b) Finanz- und Liquiditätslage

Berichtsjahr Vorjahr
Liquiditätskennzahl gemäß LiqV 4,06 3,91

Die Bank war im Geschäftsjahr 2015 zu jeder Zeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Aufgrund der relativ hohen und breit gestreuten Kundeneinlagen und der Zugehörigkeit zum genossenschaftlichen FinanzGruppe ist nur eine geringe Abhängigkeit von Refinanzierungen am Geld- und Kapitalmarkt gegeben.

Nach der Liquiditätsverordnung beurteilt die Aufsichtsbehörde, ob die Liquidität einer Bank ausreichend ist. Die Mindest-Liquiditätskennziffer von "Eins" gemäß LiqV wurde stets eingehalten. Liquiditätsschwierigkeiten sind auch in Zukunft nicht zu erwarten.

Wesentliche Investitionen im Bereich der Sachanlagen wurden im Berichtszeitraum im Rahmen der Neugestaltung der Geschäftsstellen Ratheim und Arsbeck getätigt und belaufen sich auf eine Investitionssumme von rund TEUR 417.

c) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 17.791 18.173 -382 -2,1
Provisionsüberschuss 2) 6.108 5.544 564 10,2
Personalaufwand 10.720 10.493 227 2,2
Andere Verwaltungsaufwendungen 4.736 4.976 -240 -4,8
Aufwandsüberhang aus der Bewertung 921 130 791 608,5
Überschuss der normalen Geschäftstätigkeit 6.497 7.293 -796 -10,9
Steueraufwand 1.982 2.116 -134 -6,3
Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.180 2.830 -650 -23,0
Jahresüberschuss 2.335 2.347 -12 -0,5

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

Der Zinsüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Maßgeblich ist dabei die Tatsache, dass aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase die Zinserträge aus dem Kundenkreditgeschäft und dem Eigenanlagengeschäft stärker rückläufig sind als die Zinsaufwendungen im Kundeneinlagengeschäft.

Der Provisionsüberschuss ist deutlich gestiegen. Für die Entwicklung des Provisionsüberschusses wird auf die Ausführungen zum Dienstleistungs- und Provisionsgeschäft verwiesen.

Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr bei abnehmender Mitarbeiterzahl leicht gestiegen.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 240 leicht gesunken. Maßnahmen zur Kostenreduzierung werden mittels eines Kostenmanagementsystems permanent initiiert und umgesetzt.

Der gegenüber dem Vorjahr niedrigere Überschuss aus der normalen Geschäftstätigkeit wurde im Wesentlichen aus dem deutlich höheren Aufwandsüberhang aus der Bewertung beeinflusst.

Eine wichtige interne Steuerungsgröße unserer Bank ist das Betriebsergebnis vor Bewertung zur Beurteilung des operativen Ergebnisses. Es ermittelt sich aus dem Zinsüberschuss, zuzüglich des Provisionsüberschusses abzüglich des Personalaufwandes, der anderen Verwaltungsaufwendungen, der Abschreibungen und des Saldos aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und beträgt TEUR 7.419 gegenüber TEUR 7.423 im Vorjahr und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr um 0,05 % kaum vermindert.

Mit diesem Ergebnis wurde unsere Prognose übertroffen. Wir hatten zwar niedrigere Personalaufwendungen, jedoch auch einen niedrigeren Zins- und Provisionsüberschuss prognostiziert. Der Zinsüberschuss wurde durch höhere Erträge im Eigengeschäft, der Provisionsüberschuss aufgrund der deutlich besseren Erträge im Wertpapierdienstleistungsgeschäft positiv beeinflusst.

Die Aufwands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio), die wir als Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen ermittelt haben, hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 69,1 % auf 69,2 % leicht verschlechtert.

Wir hatten eine schlechtere Cost-Income-Ratio in Höhe von 73,8 % prognostiziert.

Es sind deutlich ausreichende Mittel zur weiteren Stärkung der Eigenmittel und zur Zahlung einer Dividende von 6,0 % verfügbar.

Die Kapitalrendite nach § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Jahresüberschuss nach Steuern und Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken / Bilanzsumme) beträgt 0,34 %.

4. Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage

Die Geschäfte unserer Bank haben sich insgesamt gut entwickelt. Sowohl die prognostizierte Entwicklung der Bilanzsumme als auch unsere Prognose zum Betriebsergebnis vor Bewertung wurden übertroffen.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagementsystem

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt. Diese zielt auf eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder und Kunden in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagenfragen.

Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Bankgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z. B. Konjunkturschwankungen, neue Technologien und Wettbewerbssituationen, sonstige sich verändernde Rahmenbedingungen) bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken, die sich insbesondere in Form von Adressenausfall- und Marktpreisrisiken (z.B. Zinsänderungs-, Währungs- und Aktienkursänderungen) sowie Liquiditäts- und operationellen Risiken zeigen.

Jährlich erstellen wir eine Risikoinventur und beurteilen, ob neben den oben genannten Risiken weitere wesentliche Risiken vorhanden sind. Wesentliche Risiken binden wir in unser Risikomanagementsystem ein. In unserem Risikohandbuch ist unser Risikomanagementsystem vollumfänglich beschrieben.

Die bankaufsichtlichen Regelungen zur Risikobegrenzung werden sowohl quantitativ (Kapitalquoten nach CRR, Großkreditbegrenzungen) als auch qualitativ (Mindestanforderungen an das Risikomanagement) eingehalten. Die Regelungen der Bankenaufsicht zur Sicherung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft halten wir strikt ein.

Ziel unseres Risikomanagements ist es, negative Abweichungen von unseren Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Das Risikofrüherkennungs- und -überwachungssystem ist primär darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die Einbindung des Risikomanagements in das Gesamtbanksteuerungssystem dient uns aber zugleich zur Erkennung und Nutzung von Chancenpotenzialen.

Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen haben wir für Marktpreis- und Adressenausfallrisiken Verlust- und Volumenslimite bzw. in Teilbereichen auch Zielgrößen definiert. Das Risikocontrolling beinhaltet ferner die Identifizierung, Quantifizierung und Überwachung der Risiken. Über die Ergebnisse der zu diesem Zweck durchgeführten Analysen und Auswertungen, die auch Stress-Szenarien umfassen, werden der Vorstand und die betreffenden Unternehmensbereiche zeitnah durch monatliche Risikoreports informiert.

Im Mittelpunkt des Risikomanagements steht die Gesamtheit aller geeigneten Maßnahmen einer aktiven und bewussten Steuerung der identifizierten Risiken.

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von großer Wichtigkeit. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand.

Mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei.

Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und der Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision sowie unserem Risikocontrolling haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt. Der für das Risikocontrolling zuständige Bereich berichtet direkt an den Vorstand.

Die Risikomanagementziele und -methoden in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten sind integrativer Bestandteil unserer Gesamtbanksteuerung. Dabei beschränken sich unsere Geschäfte in Finanzinstrumenten - abgesehen von Transaktionen im Kundenauftrag mit entsprechenden Deckungsgeschäften - vorwiegend auf Anlagen in Wertpapieren und Fondsvermögen.

Im Rahmen der Aktiv-Passiv-Steuerung verwenden wir im notwendigen Umfang Zinssicherungsderivate. In begrenztem Umfang betreiben wir das Kreditersatzgeschäft mit Credit Default Swaps in der Sicherungsgeberposition.

Ein Handelsbuch im Sinne des Artikel 102 ff der CRR unterhalten wir nur im Rahmen der Bagatellgrenzen des Artikel 94 der CRR. Unsere Währungspositionen sind von untergeordneter Bedeutung.

2. Risikokategorien

Für unsere Bank wurden die folgenden Risikokategorien als wesentlich eingestuft:

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiko verstehen wir die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern und ggf. der Migration und der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Ausmaß übersteigen.

Das Adressenausfallrisiko umfasst vor allem das Kreditrisiko, das Spreadrisiko, die Migrationsrisiken sowie das Emittenten-, Kontrahenten- und Länderrisiko.

Die Ermittlung struktureller Kreditrisiken (Adressenausfallrisiken) basiert insbesondere auf Kreditratings nach Verfahren der genossenschaftlichen FinanzGruppe und ergänzend nach bankinternen Beurteilungskriterien.

Das Verfahren ermöglicht, für alle wesentlichen Kreditsegmente Ausfallwahrscheinlichkeiten ("erwartete Verluste") zu ermitteln und die Kredite Risikoklassen zuzuordnen. Unser Kundenkreditvolumen ist nahezu vollständig mit diesem Verfahren klassifiziert.

Unser Kreditportfolio wird nach Strukturkennzahlen gesteuert, die aus der Kreditrisikostrategie abgeleitet sind. Es existiert ein System mit Warn- und Grenzwerten.

Die Ausfallrisiken im Kreditportfolio bemessen wir nach aggregierten Blankoanteilen (Risikovolumen) in den einzelnen Risikoklassen. Die für die Höhe der Blankoanteile zugrunde liegenden Kreditsicherheiten werden nach Wertermittlungsrichtlinien, die sich an den Richtlinien der genossenschaftlichen FinanzGruppe orientieren, angesetzt.

Über die "erwarteten Verluste" hinaus ermitteln wir die "unerwarteten Verluste" mittels eines Credit Value at Risk (CVaR), der neben den Ausfallwahrscheinlichkeiten die Granularität des Kreditportfolios, insbesondere nach der Größenstruktur der ungesicherten Kreditzusagen, berücksichtigt. Das Risikomaß CVaR gibt die "unerwarteten Verluste" an, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,0 % innerhalb von zwölf Monaten nicht überschritten werden.

Die zum 31.12.2015 gemessenen Risiken lasten unser zur Verfügung gestelltes Verlustlimit für Adressenausfallrisiken zu 61 % aus.

Die Ratingergebnisse werten wir auf aggregierter Basis u. a. nach Volumina, Blankoanteilen und Verlustpotenzial aus. Unsere EDV-Statistiken geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen und Größenklassen.

Verlust- bzw. Volumenslimite dienen der Initiierung risikosteuernder Maßnahmen.

Die Streuung der Kundenforderungen nach Branchen- und Größenklassen ist ausgewogen. Nennenswerte Forderungen an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland bestehen nicht.

Kredite mit akuten Ausfallrisiken sind hinreichend wertberichtigt. Der Umfang der vollwertigen, aber nach unserer Einschätzung mit erhöhten Risiken behafteten Forderungen ist überschaubar; für hierin enthaltene Ausfallgefahren bestehen nach unserer Einschätzung ausreichende Abschirmungsmöglichkeiten aus dem laufenden Ergebnis und zusätzlich in Form von Vorsorgereserven.

Adressenausfallrisiken in festverzinslichen Wertpapieren begegnen wir grundsätzlich dadurch, dass wir Emittentenlimite festgesetzt haben und nur im eng begrenztem Umfang Papiere mit einem Rating schlechter als BBB- (Investment Grade nach Standard & Poor's) in den Bestand nehmen. Aktien bzw. andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (insbesondere Fondsvermögen) halten wir derzeit in Höhe von TEUR 62.252; die Ausfallrisiken steuern wir zusammen mit den Marktpreisrisiken über Value-at-Risk-Ansätze mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von 63 Tagen.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Marktpreisrisiken

Banken sind angesichts von Inkongruenzen zwischen aktiven und passiven Festzinspositionen insbesondere dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt.

Zinsänderungsrisiken messen wir mithilfe dynamischer Zinselastizitätsbilanzen. Ausgehend von unseren Zinsprognosen werden die Auswirkungen hiervon abweichender statistischer Zinsszenarien auf das Jahresergebnis ermittelt. Nach abgestuften Entwicklungsszenarien haben wir für mögliche Ergebnisbeeinträchtigungen Limite vorgegeben, bei deren Überschreitung die Anwendung bestimmter Steuerungsmaßnahmen ausgelöst wird.

Nach den zum 31.12.2015 gemessenen Zinsänderungsrisiken (einschließlich Kursrisiken in festverzinslichen Wertpapieren) wird die Ergebnisentwicklung aufgrund unserer Bilanzstruktur nur im Falle ungewöhnlich hoher Marktzinsveränderungen wesentlich verändert werden.

Die zum 31.12.2015 gemessenen Risiken lasten unser zur Verfügung gestelltes Verlustlimit für Zinsänderungsrisiken zu 80 % aus.

Zur Steuerung der globalen Zinsänderungsrisiken setzen wir Zinssicherungsinstrumente ein. Dabei handelt es sich ausschließlich um Zinsswaps zur Aktiv-/Passivsteuerung.

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum Bilanzstichtag war keine Rückstellung zu bilden.

Unseren Wertpapierbestand haben wir insgesamt der Liquiditätsreserve zugeordnet und dementsprechend nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Davon entfallen TEUR 62.252 auf nicht festverzinsliche Wertpapiere. Es handelt sich dabei um Aktien-, Immobilien- und Rentenfonds. Für das Fondsrisiko, welches wir monatlich mit Value-at-Risk-Ansätzen messen, sind Limite festgesetzt.

Die zum 31.12.2015 gemessenen Risiken lasten unser zur Verfügung gestelltes Verlustlimit für Fondsrisiken zu 74 % aus.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Liquiditätsrisiken bzw. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Unsere Finanzplanung ist streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Insoweit achten wir auf ausgewogene Laufzeitstrukturen der Aktiva und Passiva. Unsere im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements getätigten Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. in Wertpapieren tragen neben Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung.

Durch die überwiegende Refinanzierung durch Kundeneinlagen und der Zugehörigkeit zur genossenschaftlichen FinanzGruppe hat das Refinanzierungsrisiko für uns eine untergeordnete Bedeutung.

Unsere monatliche LiquiditätsRisikomessung berücksichtigt bankeigene und marktweite Stresstests.

Unplanmäßige Entwicklungen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Liquiditätslage haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.

Die Mindest-Liquiditätskennziffer von "Eins" gemäß LiqV wurde stets eingehalten.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Operationelle Risiken

Neben Adressenausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken hat sich unsere Bank aber auch auf operationelle Risiken (z.B. Betriebsrisiken im IT-Bereich, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen. Unser innerbetriebliches Überwachungssystem trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z.B. im EDV-Bereich oder im Formular- und Rechtswesen). Zusätzlich trägt das Beauftragtenwesen (z. B. Compliance, Sicherheitsbeauftragter) zur Vermeidung bzw. Begrenzung von operationellen Risiken bei. Versicherbare Gefahrenpotenziale, z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt. Jährlich führen wir für alle wesentlichen Geschäftsbereiche eine Risikoinventur für operationelle Risiken durch. In einer Schadensdatenbank werden Schadensfälle aufgezeichnet um einen eventuellen Handlungsbedarf zur Vermeidung bzw. weiteren Begrenzung von operationellen Risiken ableiten zu können.

Zum 31.12.2015 bestehen keine wesentlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Zusammenfassende Risikoeinschätzung

Die dargestellten Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung die künftige Entwicklung unserer Bank nicht so wesentlich beeinträchtigen, als das eine Bestandsgefährdung eintreten könnte.

Zum 31.12.2015 beläuft sich unsere Gesamtkapitalquote auf 19,0 % und liegt damit deutlich über der Mindestanforderung von 8,0 %. Die für die Gesamtkapitalquote berücksichtigen Eigenmittel belaufen sich auf TEUR 85.308.

Die Risikolage ist insgesamt als günstig einzustufen. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

3. Prognose des Geschäftsverlaufs mit Chancen und Risiken

Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung unseres Institutes für das nächste Jahr beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Durchschnittliches Geschäftsvolumen

Das durchschnittliche Geschäftsvolumen wird gemäß unseren Planungen zur Entwicklung des Kunden- und Eigengeschäftes leicht um 3,5 % auf 715 Mio. EUR steigen.

Aktivgeschäft

In Erwartung einer positiven konjunkturellen Wirtschaftsentwicklung für Deutschland mit einem BIP-Wachstum von 1,7 %, einer noch zufriedenstellenden Investitionsdynamik sowie einer guten, stabilen Arbeitsmarktlage bei weiterhin historisch niedrigen Zinsen gehen wir für das nächste Jahr von einem Wachstum in Höhe von rund 5 % im Kundenkreditgeschäft aus. Darüber hinaus unterliegt unserer Prognose zum Kundenkreditgeschäft die Annahme, dass die geplanten Maßnahmen im Kundenkreditgeschäft erfolgreich umgesetzt werden können. Sowohl im Firmenkunden- als auch im Privatkundengeschäft sind wir gut positioniert.

Passivgeschäft

Im bilanziellen Einlagengeschäft gehen wir infolge des weiterhin prognostizierten Niedrigzinsumfeldes und der aktuellen Risikosituation am Geld- und Kapitalmarkt von einem geringen Wachstum von rund 0,3 % aus. Wir nehmen an, dass die Risikobereitschaft der Kunden unter dem Druck der historisch niedrigen Zinsen tendenziell steigt, liquide Anlageformen weiterhin hoch im Kurs stehen und Anlagen im außerbilanziellen Wertpapiergeschäft getätigt werden.

Dienstleistungs- und Provisionsgeschäft

Im Dienstleistungsgeschäft prognostizieren wir unter den zum Passivgeschäft dargestellten Annahmen leicht steigende Umsätze im Wertpapiergeschäft mit Kunden sowie aus der Vermittlung von Investmentfondsanteilen. Sowohl das Wertpapiergeschäft als auch die Vermittlung von Versicherungen werden nach unserer Einschätzung von dem weiterhin zunehmenden Bedarf an privater Altersversorgung profitieren; wobei das Lebensversicherungsgeschäft aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen (niedriger Garantiezins, Begrenzung der Beteiligung an den Bewertungsreserven) weniger attraktiv erscheint. Die Vermittlung von Wohnungsbaukrediten sowie von Bauspardarlehen wird sich tendenziell auf einem weiterhin niedrigeren Niveau bewegen. Unsere Prämisse, Finanzierungen aus eigenen Mitteln darzustellen, hat weiterhin Gültigkeit.

Die Zahlungsverkehrsprovisionen sehen wir insgesamt stabil bis maximal leicht abnehmend. Einen Spielraum für signifikante Ertragssteigerungen erkennen wir im Hinblick auf die starke Einflussnahme durch den Staat nicht.

Wesentliche Chancen sehen wir im Hinblick auf den voraussichtlichen Geschäftsverlauf insbesondere, wenn sich die konjunkturelle Entwicklung besser entwickelt als angenommen und die Nachfrage im Kreditgeschäft deutlich stärker zunimmt. Eine unerwartete, noch deutlich bessere Börsenentwicklung würde einen positiveren Verlauf des Provisionsgeschäftes generieren.

Wesentliche Risiken in der geschäftlichen Entwicklung resultieren vorwiegend aus einem unerwartet hohen Zinsanstieg, der sich einerseits negativ auf die Kreditnachfrage und andererseits negativ auf das Bewertungsergebnis aus Wertpapieren auswirken kann. Unsere Prämisse einer positiven konjunkturellen Verbesserung birgt das Risiko, dass im Falle des Nichteintritts dieser Annahme mit höheren Insolvenzquoten und Ausfällen im Kundenkreditgeschäft zu rechnen ist.

Die immer noch vorhandene Unsicherheit bezüglich der Entwicklung des Euroraums sowie die allgemeine geopolitische Lage bergen sicherlich Risiken, die insgesamt einen schlechteren Geschäftsverlauf ergeben würde.

4. Prognose der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mit wesentlichen Chancen und Risiken

Vermögenslage

Nach unseren Planungsrechnungen, die insbesondere auf den zuvor genannten Annahmen beruhen, erwarten wir eine weitere Stärkung unseres Eigenkapitals durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen in Höhe von rund TEUR 1.600.

Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung werden wir gemäß unseren Planungsrechnungen auch im folgenden Geschäftsjahr mit komfortablem Spielraum einhalten.

Wesentliche Chancen, die zu einer besseren Entwicklung der Vermögenslage führen können, sehen wir in den bereits unter Punkt 3 aufgeführten Chancen bezüglich der Entwicklung des Geschäftsverlaufs.

Wesentliche Risiken, die zu einer schlechteren Entwicklung der Vermögenslage führen können, sehen wir in den ebenfalls bereits unter Punkt 3 aufgeführten Risiken bezüglich der Entwicklung des Geschäftsverlaufs.

Die weitere Umsetzung der CRR und CRD IV hat Auswirkungen auf unsere Kapitalplanung. Aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen und unseren Planungsrechnungen, insbesondere für das nächste Geschäftsjahr, aber auch für die zwei darauffolgenden Geschäftsjahre, sehen wir keine außergewöhnlichen Belastungen sowie Risiken aus der Umsetzung.

Finanz- und Liquiditätslage

Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Mindestreservebestimmung sowie die Bestimmungen der Liquiditätsverordnung (Liquiditätskennziffer) werden wir auch im folgenden Jahr einhalten.

Für das Geschäftsjahr 2016 rechnen wir mit einer Liquiditätskennziffer im Durchschnitt von 3,8 %.

Die Anforderungen aus der CRR und CRD IV, insbesondere die Berücksichtigung der Kennzahlen NSFR, LCR sowie Leverage Ratio, werden voraussichtlich eingehalten werden. Wir erwarten keine wesentlichen Risiken aus der Umsetzung.

Ertragslage

Auf der Grundlage unserer Zinsprognose gehen wir von einem nahezu unveränderten Zinsniveau und einer weiterhin sehr flachen Zinsstrukturkurve aus. Unter Berücksichtigung unserer dargestellten Erwartungen zum voraussichtlichen Geschäftsverlauf im Kredit- und Einlagengeschäft rechnen wir für 2016 mit einem um rund TEUR 1.500 sinkenden Zinsergebnis. Der anhaltende Wettbewerbsdruck und die Zinssensibilität der Kunden führen zu sinkenden Margen im Kundengeschäft. Fällige Wertpapiere aus dem Depot A mit hohen Kupons können nur noch zu den aktuell niedrigen Zinssätzen neu angelegt werden. Insgesamt beträgt das erwartete Zinsergebnis 2,28 % des durchschnittlichen Geschäftsvolumens.

Unser Provisionsergebnis wird auch im nächsten Jahr nach wie vor durch die Erträge aus dem Zahlungsverkehr und der Kontoführung sowie aus dem Wertpapiergeschäft geprägt sein. Insgesamt rechnen wir mit einem Provisionsergebnis um TEUR 5.967, ausmachend 0,83 % des durchschnittlichen Geschäftsvolumens.

Die Personalaufwendungen werden sich nach unseren Planungen in 2016 um ca. 0,5 % steigen. Dabei haben wir die bereits beschlossenen tariflichen Gehaltssteigerungen in Höhe von 1,2 % ab 01.02.2016 berücksichtigt. Unsere Personalplanung sieht für 2016 eine nahezu gleichbleibende Mitarbeiterzahl vor.

Für die sonstigen Verwaltungsaufwendungen rechnen wir für das nächste Jahr mit einer leichten Steigerung von rund TEUR 90.

Insgesamt erwarten wir für 2016 im Vergleich zum Berichtsjahr ein um ca. TEUR 1.900 verschlechtertes, aber noch befriedigendes Betriebsergebnis vor Bewertung. Es wird ca. 0,8 % des durchschnittlichen Geschäftsvolumens betragen.

In unserer Planungsrechnung verwenden wir als Grundlage zur Ermittlung des Bewertungsergebnisses von Forderungen und Wertpapieren die bereits unter Abschnitt IV beschriebenen Methoden. Aus der Bewertung von Forderungen erwarten wir für das folgende Geschäftsjahr ein mit TEUR 1.408 deutlich schlechteres Bewertungsergebnis als im Berichtsjahr.

Aus der Bewertung der Wertpapiere wird sich für 2016 bei der von uns unterstellten Zins- und Kapitalmarktentwicklung ein Abschreibungsbedarf von TEUR 1.058 ergeben.

Das Bewertungsergebnis aus Kundenforderungen als auch das Bewertungsergebnis aus Wertpapieren ist aufgrund von Unsicherheiten bei der realwirtschaftlichen Entwicklung und aufgrund der Unsicherheiten an den Kapitalmärkten mit erheblichen Unwägbarkeiten behaftet, denen wir mit dem dargestellten Risikomanagementsystem begegnen.

Die im Zusammenhang mit der prognostizierten Ertragslage stehenden Risiken resultieren insbesondere aus dem Zinsänderungsrisiko und den Adressenausfallrisiken.

Unter Berücksichtigung der Steueraufwendungen rechnen wir für das nächste Jahr mit einem noch zufrieden stellenden Jahresüberschuss.

5. Gesamtaussage zur prognostizierten Lage und dem Geschäftsverlauf

Insgesamt erwarten wir, dass sich unsere Geschäfte zufriedenstellend entwickeln werden.

Wir rechnen unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einer angemessenen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass es uns - wie in den Vorjahren - gelingen wird, mit Qualität im Beratungs- und Dienstleistungssektor sowie einer dauerhaften Realisierung des von den über Mitgliedern der Bank nachhaltig befürworteten genossenschaftlichen Geschäftsmodells die gesteckten Ziele auch im Jahr 2016 zu erreichen.

V. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

 

Erkelenz, 04.03.2016

Volksbank Erkelenz eG

Der Vorstand

Dr. Luxem

Brück

Corsten

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