Hospitality Medien GmbHLiquidiert
Am Hammergraben 14, 56567 Neuwied, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bruno Michael Hengstmann seit 6.3.2015 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LPV Media GmbHNeuwiedJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012BestätigungsvermerkIn dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LPV Media GmbH, Neuwied, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt "5.c. Bestandsgefährdende Tatsachen" ausgeführt, dass die Gesellschaft sich (Stand 31. Dezember 2013) unter anderem aus Darlehen von Kreditinstituten (Investitionsdarlehen in Höhe von EUR 6,1 Mio. und Überbrückungsdarlehen aus 2013 in Höhe von EUR 0,6 Mio.), einem Verkäuferdarlehen in Höhe von EUR 2,2 Mio. und einem ebenfalls in 2013 gewährten Darlehen einer Gesellschafterin der EPP Professional Publishing Group GmbH, München in Höhe von EUR 0,6 Mio. finanziert. Die vorgenannten Darlehen sind zum 30. Juni/1. Juli 2014 endfällig. Der Fortbestand der Gesellschaft hängt davon ab, dass bis zur Fälligkeit der Darlehen am 30. Juni 2014/1. Juli 2014 ein neuer Investor für die LPV-Gruppe gefunden wird, der die Darlehen übernimmt oder tilgt oder dass alternative Refinanzierungen gefunden werden.
Essen, 23. Januar 2014 Ernst
& Young GmbH
Englisch, Wirtschaftsprüfer Grendel, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2012Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2012
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 264 Abs. 1 i. V. m. § 267 HGB im Sinne der Bilanzierungsregeln des BilMoG auf. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden unverändert angewandt; bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten. Die EPP Professional Publishing Group GmbH hat am 4. November 2011 mit der Gesellschaft eine qualifizierte Patronatserklärung geschlossen und sich verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass die Gesellschaft so geleitet und finanziell gestellt wird, dass sie stets in der Lage ist, sämtliche ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2012 buchmäßig überschuldet. Mit Wirkung vom 29. Juni 2012 trat die EPP Professional Publishing Group GmbH unwiderruflich gemäß § 19 Abs. 2 i.V. m. § 39 Abs. 2 InsO mit Ansprüchen aus dem Darlehensvertrag bis zu einer Höhe von EUR 5.305.000,00, im Rang hinter sämtliche Forderungen gegenwärtiger und zukünftiger anderer Gläubiger im Rang hinter die Forderungen im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 InsO zurück. Für Bilanzierung und Bewertung wird weiter von der Unternehmensfortführung ausgegangen. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf die Angaben in der Lageberichterstattung. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenErworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige und ggfs. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die im Zuge der Verschmelzung der LPV Lebensmittel Praxis Verlag Neuwied GmbH erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu beizulegenden Zeitwerten bilanziert (Aufdeckung stiller Reserven) und entsprechend ihrer gewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Ihre Bewertung erfolgte auf Basis der Residualwertmethode für die Kundenstämme bzw. der Lizenzpreisanalogie bei den Marken. Die Bewertung der Markenrechte basiert auf den geplanten markenrelevanten Umsätzen. Die je Marke definierten Lizenzraten lagen zwischen 3 % und 7 %. Die Markenbewertung erfolgt unter Zugrundelegung einer unbegrenzten Nutzungsdauer mit einem Diskontierungssatz von 7,6 % Die Bewertung der Kundenstämme erfolgte unter Zugrundelegung einer angenommen Nutzungsdauer von 15 Jahren und individuellen Churn Rates. Diese angesetzte Nutzungsdauer beruht grundsätzlich auf Marktführerschaft in einigen Bereichen, die stabile Beziehungen zu Abonnenten und Anzeigenkunden begründet sowie einer ausgeprägten Leserreichweite in den Branchen Nahrungsmittel, Hospitality und Handel. Hierauf aufbauend wurde von den je Marke geschätzten Umsatzerlösen der Teil des Umsatzes ermittelt, dessen Generierung auf ansatzfähige Kundenbeziehungen zurückzuführen ist. Die Abwanderungsraten (Churn Rates) werden unter Berücksichtigung der Wettbewerbsposition und der sich daraus ergebenden Einschätzung der Stabilität der Kundenbeziehungen zwischen 10 % und 20 % bei der Ermittlung berücksichtigt. Zur Ableitung der den Kundenstämmen zuzuordnenden Cash Flows wurden die aus den Business Plänen abgeleiteten spezifischen EBITDA Margen unterstellt. Das vermögenswertspezifische EBITDA wurde durch Multiplikation der vermögensspezifischen Umsatzerlöse und der EBITDA Marge ermittelt, die um unterstellte Nutzungsentgelte sowie die Unternehmenssteuer reduziert wurden. Die Diskontierung erfolgt dabei mit einem laufzeitspezifischen Diskontierungssatz von 6,53 %. Die planmäßige Abschreibung auf Markenrechte und Kundenstämme erfolgt linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren. Die planmäßigen Abschreibungen auf Marken und Kundenstämme belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 315. Entsprechend § 253 Abs. 3 Satz 2 HGB sind die immateriellen Vermögenswerte auf den niedrigeren Wert abzuschreiben, der den Vermögenswerten beizulegen ist. Somit wurde die Werthaltigkeit in einem ersten Schritt basierend auf einem Vergleich der zugrundeliegenden Planungen mit Ist-Ergebnissen ermittelt und ggf. auf die einzelnen Markenrechte und Kundenstämme eine Abwertung vorgenommen. Die Werthaltigkeitsprüfung erfolgt durch die Gegenüberstellung des Buchwerts mit dem ermittelten beizulegenden Wert. Die Ermittlung erfolgte mit Hilfe der oben beschriebenen Verfahren und Berücksichtigung der zum Stichtag aktualisierten Parameter. Die geschätzten künftigen Zahlungszuflüsse wurden aus der von der Geschäftsführung erstellten und den Gesellschaftern vorgelegten Planung (Planungszeitraum drei Jahre) abgeleitet. Basierend auf der zum 31. Dezember 2012 durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögensgegenstände wurde ein zusätzlicher Wertberichtigungsbedarf der Kundenstämme in Höhe von TEUR 270 berücksichtigt. Der in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Vermögensübertragung im Zuge der Verschmelzung der LPV Lebensmittel Praxis Verlag Neuwied GmbH auf die Gesellschaft unter Aufdeckung von stillen Reserven resultiert, wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 7 Jahren abgeschrieben, da der Kauf ein langfristig orientiertes Investment darstellt. Es wird davon ausgegangen, dass die Synergien in dieser Zeit zu einer Amortisation des Investments führen werden. Der jährlich dabei anfallende planmäßige Abschreibungsaufwand beläuft sich auf TEUR 997. Im Geschäftsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 1.907 vorgenommen, um eine konservativere Unternehmensentwicklung der kommenden Jahre zu reflektieren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für Bauten auf fremden Grundstücken richten sich die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern nach der vereinbarten Mietdauer im gültigen Mietvertrag. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten in Höhe von EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Alle beweglichen und abnutzbaren Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Anschaffungswert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00, die in der Zeit vom 01. Januar 2008 bis 31. Dezember 2009 angeschafft worden sind, werden zu einem jahresbezogenen Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert einer Beteiligung in Höhe von TEUR 100 vorgenommen. Die Bestände an Rohstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren "Projected Unit Credit-Verfahren" unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,05 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen mit 1,5 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,0 % berücksichtigt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Der Anpassungsbetrag (1/15) betrug im Berichtsjahr EUR 2.261,73. Gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt der noch zuzuführende Betrag zum Bilanzstichtag EUR 27.140,81, so dass sich insgesamt eine Rückstellung von EUR 230.217,00 ergeben würde. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. In Anwendung des in Art. 67 Abs. 3 EGHGB eingeräumten Wahlrechts wurden Rückstellungen nach § 249 Abs. 2 HGB in der bis zum 28. Mai 2008 geltenden Fassung beibehalten. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen von 29,65 % im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. In den immateriellen Vermögensgegenständen sind gemäß § 248 Abs. 2 HGB selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 8 enthalten. FinanzanlagenAngaben zum Anteilsbesitz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 106.430,07 (Vj. TEUR 130) sind gemäß § 265 Abs. 3 HGB Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 30.669,54 (Vj. TEUR 55) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 75.760,53 (Vj. TEUR 75) enthalten. Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 0,00 (Vj. TEUR 385) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,00 (Vj. TEUR 15) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 0,00 (Vj. TEUR 371). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag zum 31. Dezember 2012 beträgt EUR 4.415.727,87 (Vj. TEUR 693). Verbindlichkeiten in TEUR
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind gemäß § 265 Abs. 3 HGB sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 4.286.702,53 (Vj. TEUR 3.549) und in den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 6.572.696,50 (Vj. TEUR 5.731) sonstige Verbindlichkeiten, im Wesentlichen aus Gesellschafterdarlehen enthalten. Zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte im üblichen Umfang. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten aus dem Investitionskreditvertrag in Höhe von ursprünglich EUR 7.200.000,00 mit der Bank für Tirol und Voralberg Aktiengesellschaft, München, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 6.255.000,00. Mit diesen Verbindlichkeiten sind die Verpfändung der Geschäftsanteile an der Regal Verlags Gesellschaft m.b.H., Wien, der Freizeit-Verlag-Landsberg GmbH, Landsberg und der LPV Lebensmittel Praxis Verlag Neuwied GmbH, Neuwied (jetzt LPV Media GmbH), verbunden. Als weitere Sicherheiten dienen zusätzlich die Globalzession aller bestehenden und künftigen Forderungen der Gesellschaft sowie die Negativerklärungen hinsichtlich der Veräußerung von Geschäftsanteilen an weiteren Beteiligungen sowie von Schutz- und Urheberrechten und Domains. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird von der Geschäftsleitung als gering eingeschätzt. Vor dem Hintergrund des geplanten Verkaufs der LPV-Gruppe und des vorhandenen Kaufinteresses geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Sicherheiten nicht verwertet werden, sondern dass die Darlehen aus dem Verkaufserlös zurückgezahlt oder neu refinanziert werden. Passive latente Steuern Die Angaben zu den passiven latenten Steuern unterbleiben aufgrund der Befreiung gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB. HaftungsverhältnisseHaftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten Die LPV Media GmbH haftet aus einer selbstschuldnerischen Höchstbetragsbürgschaft für Verbindlichkeiten der Gesellschafterin bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 3.500.000,00 und mit einer Globalzession aller bestehenden und künftigen Forderungen samt Nebenrechten im Rahmen der Geschäftsverbindung gegenüber sämtlichen Kunden der LPV Media GmbH gegenüber der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, München. Das Risiko einer möglichen Inanspruchnahme aus der selbstschuldnerischen Bürgschaft ist aus Sicht der Geschäftsführung zu vernachlässigen, da sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem erfolgreichen Verkauf der LPV-Gruppe und einer damit verbundenen Rückzahlung oder Refinanzierung der Darlehen durch einen neuen Investor ausgeht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 1.170 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasing- sowie Dienstleistungsverträgen. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2013 und 2020. Von den Verpflichtungen bestehen keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Ausschüttungssperre Aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 7.601,00 (Vj. TEUR 13) ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre auf den Restbuchwert der entsprechenden Bilanzposition. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAperiodische Erträge Im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind zum 31. Dezember 2012 unter anderem folgende aperiodische Posten verrechnet:
Aperiodische Aufwendungen
Außerordentliche Aufwendungen Bei den außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2 handelt es sich um den Anpassungsbetrag (1/15) bei der Bilanzierung der Pensionsrückstellungen. Geschäftsführung André Weijde, Geschäftsführer der EPP Professional Publishing Group GmbH, München, seit 22. Februar 2013 (Handelsregistereintragung vom 01. März 2013), Eckhard Lenz, Studienrat und Redakteur, Neuwied, bis 26. Februar 2013 (Handelsregistereintragung vom 13. März 2013). Thomas Forner, Dipl.-Kfm., Geschäftsführer der EPP Professional Publishing Group GmbH, München, bis 10. Januar 2012 (Handelsregistereintragung vom 31. Januar 2012). Die Angaben der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9 a und b HGB unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB, da nur einer der bestellten Geschäftsführer Gehalt von der Gesellschaft bezogen hat. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 53,75. Abschlussprüferhonorare Hinsichtlich der Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar wird auf den Konzernanhang der EPP Professional Publishing Group GmbH, München, verwiesen. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der LPV Media GmbH wird in den Konzernabschluss der EPP Professional Publishing Group GmbH, München, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist von der EPP Professional Publishing Group GmbH, München, aufzustellen und im elektronischen Bundesanzeiger zu veröffentlichen.
Neuwied, 14. Januar 2014 LPV Media GmbH Die Geschäftsführung André Weijde Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde am 20. Januar 2014 von der Gesellschafterversammlung festgestellt. Anlagenspiegel 01.01.2012 bis 31.12.2012
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20121. AllgemeinesDie LPV Media GmbH (kurz "LPV") ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der EPP Professional Publishing Group GmbH (kurz "EPPG") mit Sitz in München. Unter dem Dach von LPV mit Standorten in Neuwied, Landsberg, Wien und Warschau erscheinen verschiedene Handels- und Gastronomie-Fachtitel. Die Titelpalette wird flankiert von verschiedenen Sonderprodukten, Services, Veranstaltungen und Branchen-Events. Die seit 60 Jahren von LPV verlegte "LEBENSMITTEL PRAXIS" zählt als Flaggschiff des Verlages zu den 30 führenden deutschen Fachzeitschriften, die mit praxisbezogenen, serviceorientierten und marktnahen Informationen fast alle Entscheider und relevanten Führungskräfte in den Handelszentralen, im selbstständigen Einzelhandel sowie bei Vertriebs- und Bezirksleitern bis hin zum Marktmanagement erreicht. Neben der Zeitschrift "LEBENSMITTEL PRAXIS" verlegt die Gesellschaft noch die Zeitschriften "Convenience Shop", "KÜCHE" und "Catering inside" und "handelsjournal". Aktuelle Branchen-News, Website Strategie- und Praxiswissen, Marktanalysen, Trends und weiterführende Informationen machen das Internet-Portal der "LEBENSMITTEL PRAXIS" für Handel und Industrie attraktiv. Veranstaltungen, Awards und Printbeiträge gehen Hand in Hand mit dem Online-Portal ʹlebensmittelpraxis.deʹ. Der Verlag hat sich durch seine Beteiligungen mit Standorten in Neuwied, Wien, Warschau und Landsberg am Lech zur "LPV-Gruppe" entwickelt. So hält die Gesellschaft 100 Prozent an der Regal Verlags-Ges.m.b.H., Wien, die die Zeitschrift "Regal" verlegt und ist alleinige Gesellschafterin der Freizeit-Verlag-Landsberg GmbH, Landsberg am Lech, die die meistabonnierte deutsche Hotelfachzeitschrift "Top Hotel" sowie ein renommiertes Fachbuchprogramm herausbringt. Weiterhin ist die Gesellschaft am polnischen Fachverlag Wydawnictwo Gospodarcze Sp. z o.o., Warschau, beteiligt. Diese Gesellschaft gibt die Fachtitel "Wiadomosci Handlowe" und "Wiadomosci Kosmetyczne" heraus. Darüber hinaus hält LPV 50,98 Prozent Geschäftsanteile an der BBE media GmbH & Co. KG, Neuwied, sowie 51 % an der BBE Verwaltungs GmbH, Düsseldorf, die Herausgeber von Studien, Beratungsbriefen, Büchern sowie Organisationsformularen und Geschenkgutscheinen für den Einzelhandel ist. 2. Geschäfts- und RahmenbedingungenDie Konjunktur in Deutschland hat im Frühjahr 2012 nach einer mehrmonatigen Schwächephase in den Wintermonaten wieder Fahrt aufgenommen. So sind die Geschäftserwartungen der deutschen Unternehmen seit Dezember vergangenen Jahres aufwärts gerichtet. Das Konsumklima hat sich ebenfalls wieder verbessert. Die Institute prognostizieren eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts um 0,6 % für das Jahr 2013. Die deutschen Fachverlage erwirtschafteten im Jahr 2012 einen Gesamtumsatz von 3,1 Mrd. Euro. Das ergibt eine Steigerung von 0,4 % gegenüber Vorjahr. Die Fachzeitschriftenerlöse waren 2012 mit 0,7 % leicht rückläufig. Die Fachbuchumsätze schrumpfen um 2,7 %. Der Anstieg der Umsätze mit Digitalen Medien fällt mit 10,1 % geringer aus als im Vorjahr. Nach einem deutlichen Anstieg der Dienstleistungserlöse in 2011, schrumpften diese in 2012. Rückläufig war auch das Anzeigengeschäft mit einem Minus von 2% (Quelle: Studie "Deutsche Fachpresse" vom 23.4.2013). Die LPV generiert ihre Erlöse im Wesentlichen aus Anzeigen in Fachmagazinen bzw. zum deutlich kleineren Teil aus Events und Abonnements. An der positiven Erlösentwicklung der elektronischen Medien konnte sie aufgrund fehlender Produkte nur ansatzweise partizipieren. Der branchenweit festzustellende Rückgang der Anzeigenerlöse machte in 2012 auch bei der LPV nicht halt. Lediglich das Magazin "Convenience Shop" konnte steigende Anzeigenerlöse verbuchen. Bei der weitgehend stabilen Erlösentwicklung ihrer Events konnte die LPV sich gegen die Branchenentwicklung positiv entwickeln. 3. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageAus der Verschmelzung der LPV Lebensmittel Praxis Verlag Neuwied GmbH auf ihre 100-prozentige Muttergesellschaft EPPG 2 Beteiligungsgesellschaft mbH, ergaben sich im Berichtsjahr wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Nach der Verschmelzung wurde die EPPG 2 Beteiligungsgesellschaft mbH in LPV Media GmbH umbenannt. a. Ertragslage Marktbedingte und strukturbedingte Rückgänge bei den Anzeigenerlösen in Deutschland sowie beim Verkauf von Lizenzen und Studien kennzeichnen die Geschäftsentwicklung der LPV Media GmbH in 2012. Die "LEBENSMITTEL PRAXIS" als Kernobjekt des Verlages musste 2012 einen deutlichen Rückgang der Anzeigenerlöse hinnehmen, der nur teilweise durch die positive Entwicklung der "Sonstigen Erlöse" kompensiert werden konnte. Hauptwettbewerber des Titels sind die "Lebensmittel Zeitung" und deren Line Extension "Lebensmittel Zeitung Direkt" (Deutscher Fachverlag), die "Rundschau für den Lebensmittelhandel" (Medialog). Darüber hinaus gibt es rund zehn weitere spezialisierte Fachtitel in diesem Markt-Segment. Die "LEBENSMITTEL PRAXIS" liegt an zweiter Position nach der "Lebensmittel Zeitung". Die Gesellschaft hatte in 2012 Umsatzrückgänge von 3,7 % zu verzeichnen. In Summe haben sich die Anzeigenerlöse der LPV Media GmbH mit -4,4% sowie die Abonnementserlöse mit -4,5% rückläufig entwickelt. Während sich die Online-Erlöse der Titel "Lebensmittel Praxis", "Convenience Shop", "KÜCHE", "Catering inside" und "handelsjournal" in 2012 gegenüber dem Vorjahr weiter gesteigert haben. Ursachen für den Rückgang der Anzeigenerlöse sind marktbedingte Faktoren, eine Schwächung des Magazins bei Redaktion, Verkauf (Anzeigenleitung) und Produktqualität. Dieser Entwicklung wurde durch ein effizientes und nachhaltiges Kostensenkungsprogramm Rechnung getragen, so dass die Lebensmittel Praxis ihr Ergebnis trotz Erlösminderung steigern konnte. Dagegen ist beim Magazin "Convenience Shop", das sich gegenüber Vorjahr bei Erlösen und beim Deckungsbeitrag sehr erfolgreich entwickelte eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Ursachen sind auch hier marktbedingte Faktoren (Einbindung in ein neues Messeprojekt) und ein guter Verkauf. Beim Magazin "KÜCHE" hat sich nach der Kündigung des bislang zuständigen Dienstleisters für Redaktion, Marketing und Grafik in diesem Markt eine neue Wettbewerbssituation ergeben, da dieser sich selbständig gemacht hat und nunmehr dem Magazin "KÜCHE" Konkurrenz macht. Das hat im 1. Halbjahr 2012 zu Einbußen der Erlös- und Ergebnissituation geführt. Die LPV hat dieser Entwicklung durch weitere Neuorganisations- und Insourcingmaßnahmen im 2. Halbjahr 2012 Rechnung getragen. Die Maßnahmen konzentrierten sich im Wesentlichen darauf, die bislang als Fremddienstleistung vergebene Redaktion und Grafik kostengünstig in die eigene Organisation einzubinden und durch bestehendes Personal abzudecken. Durch umfangreiche Kosteneinsparungs-Maßnahmen in allen Bereichen und ein im Herbst 2012 gestartetes Restrukturierungsprogramm wurde die nachhaltige Ertragskraft der Gesellschaft gestärkt. Die ergriffenen Maßnahmen haben jedoch Restrukturierungsaufwendungen verursacht, die in einer Reduzierung des EBITDA von 266 TEUR in 2011 auf -35 TEUR in 2012 resultieren. Bei Elimination der Holdingumlage ergibt sich ein EBITDA von 271 TEUR. Zudem wurde der rückläufigen Entwicklung der Anzeigenumsätze durch Investitionen in Produkt und Verkauf Rechnung getragen und die Vorbereitungen für einen Relaunch der LEBENSMITTEL PRAXIS für 2013 geschaffen, der sich mit wieder steigenden Anzeigenbuchungen im ersten Halbjahr 2013 ausgewirkt hat. Die oben beschriebenen Maßnahmen haben zur Folge, dass das operative EBITDA der "LPV Media" bei Elimination der Holdingumlage voraussichtlich in 2013 bei 0,6 Mio. EUR liegen wird. Das operative Ergebnis (EBITDA) liegt zum 30. Oktober 2013 bei TEUR 426 (Vorjahr: TEUR 403) und somit bei +6,8 Prozent vom Umsatz. Das Finanzergebnis war im Geschäftsjahr mit TEUR -535 negativ und damit um TEUR 144 schlechter als im Vorjahr. Das negative Finanzergebnis der Gesellschaft wird im Wesentlichen durch Zinsaufwand in Höhe von TEUR 666 belastet. Gegenläufig waren Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 227 zu verzeichnen. Durch die Abwertung der Beteiligungsbuchwertes der BBE Media um TEUR 100 wurde das Finanzergebnis zusätzlich belastet. Trotz umfangreicher Kosteneinsparungsmaßnahmen führte der Erlösrückgang in Verbindung mit den hohen Abschreibungen auf die aktivierten immateriellen Vermögenswerte (TEUR 3.522) im Rahmen der Verschmelzung sowie des höheren Zinsaufwandes aus Darlehen im Zusammenhang mit dem Erwerb der LPV-Gruppe zu einem Jahresfehlbetrag von TEUR 3.723. b. Finanzlage Die LPV ist in das konzerninterne Cash-Pooling der EPPG eingebunden. Durch den konzerninternen Liquiditätsausgleich soll die Zahlungsfähigkeit der EPPG und der LPV jederzeit aufrechterhalten und gesichert und die finanzwirtschaftlichen Risiken und Kosten minimiert werden. Darüber hinaus besteht ein Cash-Pooling Vertrag zwischen der LPV und der Freizeit-Verlag-Landsberg GmbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen am 31. Dezember 2012 bei TEUR 6.255 (Vj. TEUR 6.660) und damit TEUR 405 unter dem Vorjahresniveau. Diese Reduzierung ist insbesondere auf Teilrückführungen des Investitionskredites mit der Bank für Tirol und Voralberg Aktiengesellschaft, München, zurückzuführen. Da dieser Investitionskreditvertrag eine Laufzeit bis Mitte 2014 hat, wird die Gesellschaft auch in Zukunft mit Zinsaufwand belastet werden. Darüber hinaus besteht ein Verkäuferdarlehen, was zum 31. Dezember 2012 noch mit TEUR 3.200 valutierte, in 2013 auf TEUR 2.175 zurückgeführt wurde und ebenfalls Mitte 2014 endfällig ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus konzerninternen Darlehen und erhöhten sich im Geschäftsjahr um TEUR 1.580 von TEUR 9.280 auf TEUR 10.860. Die Darlehen gegenüber der EPPG sind in Höhe von TEUR 5.305 durch eine Nachrangerklärung (Rangrücktritt) abgesichert. Weitere Fremdmittel wurden in 2013 aufgenommen. Wir verweisen hier auf die Erläuterungen unter Punkt 4. "Nachtragsbericht" und Punkt 5 c. "Bestandsgefährdende Tatsachen". Mit der EPPG wurde eine qualifizierte Patronatserklärung geschlossen, in der sich die Gesellschafterin verpflichtet hat, dafür Sorge zu tragen, dass die Gesellschaft so geleitet und finanziell gestellt wird, dass sie stets in der Lage ist, sämtliche ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten zu erfüllen. c. Vermögenslage Die Bilanzsumme liegt zum Stichtag 31.12.2012 bei TEUR 22.703 (Vj. TEUR 22.396). Der Anteil des Anlagevermögens (TEUR 16.542) liegt bei 72,9 % (Vorjahr: TEUR 20.176 oder 90%). Die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 6.932 (41,9 % am Anlagevermögen insgesamt) setzen sich im Wesentlichen aus Kundenbeziehungen, Markenrechten und Geschäfts- oder Firmenwert zusammen, die im Rahmen der Verschmelzung identifiziert und aufgedeckt wurden. Aus diesen immateriellen Vermögenswerten ergibt sich im Geschäftsjahr ein Abschreibungsvolumen in Höhe von TEUR 3.522. Der Anteil des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 26 am Anlagevermögen insgesamt beträgt 0,1%. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte reduzierten sich im Geschäftsjahr von TEUR 1.005. auf TEUR 610 um TEUR 395. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Rückgang von Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 409. Die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sind gegenüber dem Vorjahr insgesamt um TEUR 386 angestiegen. Die langfristigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen zum Bilanzstichtag TEUR 11.639 (Vorjahr TEUR 15.761, davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren TEUR 0 (Vorjahr TEUR 795). (Der Anstieg der Verbindlichkeiten resultiert insbesondere aus erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 1.580), der Reduktion der Bankverbindlichkeiten (TEUR 404) und der Reduktion um TEUR 791 der sonstigen Verbindlichkeiten (Georg-von-Holtzbrinck-Darlehen) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen dagegen am 31. Dezember 2012 bei TEUR 6.255 und damit um TEUR 405 unter dem Vorjahresniveau. Diese Reduzierung ist insbesondere auf Teilrückführungen des Investitionskredites zurückzuführen. Die gemeinsame Verlagsleitung von LPV und BBE wurde Ende September 2012 abgebaut und durch bestehendes Personal ersetzt. Passive latente Steuern Der Ansatz passiver latenter Steuern erfolgte im Wesentlichen aufgrund der neu angesetzten immateriellen Vermögenswerte im Rahmen der Verschmelzung. 4. Nachtragsbericht nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGBVorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben, haben sich hinsichtlich der Finanzierung ergeben. Die Gesellschaft hat in 2013 mit der finanzierenden Bank sowie einem Darlehensgläubiger umfangreiche Stundungsvereinbarungen getroffen und hierfür nachrangige Sicherheiten gewährt. Herr A. Weijde hat zum 1.3.2013 die Geschäftsführung der LPV Media GmbH von Herrn E. Lenz übernommen. Am 2. Mai 2013 haben die EPPG sowie die LPV mit den finanzierenden Banken der EPPG und der LPV, dem Gläubiger des Verkäuferdarlehens der LPV und den Gesellschaftern der EPPG eine umfangreiche Refinanzierung des Konzerns abgeschlossen. Dabei wurden die langfristigen Bankdarlehen der LPV bis zum 30.6.2014 tilgungsfrei gestellt und im Gegenzug die Laufzeit der Darlehen einer Bank in Höhe von zusammen EUR 6,1 Mio. (Valuta zum Zeitpunkt der Vertragsänderung) bis zum 30.6.2014 terminiert. Auch das Verkäuferdarlehen der LPV, welches in 2013 auf EUR 2,2 Mio. zurückgeführt wurde, ist nun mit diesem Restbetrag tilgungsfrei bis zur Rückzahlung am 30.6.2014 gestellt. Nach dem verhaltenen Verlauf des zweiten Quartals des Jahres 2013, haben die EPPG sowie die LPV eine weitere Stärkung der Liquidität mit einer der finanzierenden Banken und einer EPPG-Gesellschafterin vereinbart. Dabei sind der LPV ein Sanierungskredit von EUR 0,6 Mio. sowie ein Darlehen einer EPPG-Gesellschafterin ebenfalls in Höhe von EUR 0,6 Mio. gewährt worden, die ebenfalls am 30.6.2014/1.7.2014 endfällig sind. Die Mittel aus den neuen Darlehen wurden vertragsgemäß an die EPPG weitergeleitet. Um die Rückführung der fälligen Darlehen zum 30.6.2014/1.7.2014 zu bedienen, ist es notwendig dass bis zur Fälligkeit der Darlehen ein neuer Investor gefunden wird, der die Finanzierung übernimmt und die LPV somit keine fälligen Rückzahlungsverpflichtungen hat, oder dass alternative Refinanzierungen gefunden werden. Die Geschäftsführung geht aufgrund des bereits gestarteten Prozesses der Investorensuche und des Käuferinteresses an der LPV-Gruppe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass ein Investor für die LPV-Gruppe gefunden wird, der die Darlehen übernimmt oder tilgt und damit die Fortführung der LPV auch über den Fälligkeitstermin der Darlehen hinaus möglich ist. 5. Chancen- und Risikoberichta. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung Für das Geschäftsjahr 2013 ist nach der aktuellen Werbeträgerstatistik ein weiterer Rückgang der Werbeumsätze von Fachzeitschriften festzustellen. Nach Ablauf des ersten Halbjahrs 2013 liegen die Ergebnisse in den für die Gesellschaft relevanten Fachwerbesegmenten um ca. 2 Prozent unter dem Vorjahr. Die "LEBENSMITTEL PRAXIS" konnte gegen diesen Marktrend um 9 Prozent zulegen. Diesen Abwärtstrend weisen die aktuellen Zahlen der Werbeträgerstatistik der "Vertriebsunion Meynen" aus. Diese Entwicklung macht auch vor der LPV Media nicht halt. Zwar ist nach Neuorganisation des Anzeigenverkaufs und nach Etablierung eines neuen Produktkonzeptes eine weitere Stabilisierung der Erlös- und Ergebnisentwicklung des Kernobjektes "LEBENSMITTEL PRAXIS" zu erwarten. Dennoch bleibt die Entwicklung der LPV in 2013 insgesamt vor dem Hintergrund des deutlichen Rückganges im Segment der Gastronomie-Fachtitel hinter den Erwartungen zurück. Die Erlösrückgänge können zum Teil durch einen konsequenten Sparkurs in Verbindung mit dem im Herbst gestarteten Kosteneinsparungsmaßnahmen aufgefangen werden. Dem Rückgang beim Sponsoring für Veranstaltungen wird mit strategischen Partnerschaften Rechnung getragen. So wurde eine umfangreiche Kooperation mit dem Burda-Verlag beim Veranstaltungsprojekt "SuperMarkt des Jahres" und eine weitere Kooperation mit der Messe Köln in Sachen Convenience Shop vereinbart. Unter Berücksichtigung der schlanken Verlagsstrukturen, sich anbahnender Synergien zwischen den Gesellschaften und der Diversifizierungs-Strategie des Verlages mit Blick auf neue Geschäftsfelder u.a. im Online- und Veranstaltungsbereich werden im laufenden Jahr 2013 wie in den Folgejahren positive operative Ergebnisse erwartet. Das Gesamtergebnis wird allerdings in 2013 und 2014 bedingt durch die nicht operativen Abschreibungen auf die im Zusammenhang mit der Verschmelzung der LPV Lebensmittel Praxis Verlag Neuwied GmbH aktivierten immaterielle Vermögenswerte und durch die Zinsaufwendungen auf konzerninterne und externe Darlehen insgesamt negativ ausfallen. Das operative Ergebnis (EBITDA) der LPV Media GmbH liegt Ende Oktober 2013 bei TEUR 426 (entspricht 6,8 Prozent). Im Vergleichszeitraum im Vorjahr wurden TEUR 403 (5,8 Prozent) erzielt. b. Risiken der voraussichtlichen Entwicklung Die Konjunktur in Deutschland ist nach Ende des ersten Halbjahrs 2013 geprägt von zunehmender Inflationsgefahr. Neben der Branchenentwicklung im Fachwerbemarkt und der latent sich stetig weiter entwickelnden Medienstrukturkrise werden diese Rahmenbedingungen die Erlösentwicklung der LPV Media GmbH auch künftig mit beeinflussen. Da die Schulden- und Vertrauenskrise im Euroraum weiter schwelt und nur mühsam stabilisiert werden kann, bestehen bei stagnierender oder rückläufiger Konjunkturentwicklung wirtschaftliche Risiken für den Verlag, der insbesondere vom volatilen Anzeigenmarkt abhängig ist. Die hohe Abhängigkeit des Unternehmens vom Anzeigengeschäft birgt besonders dann Risiken, wenn nicht nur beim Kerngeschäft rund um das Hauptobjekt Lebensmittel Praxis, sondern auch in den kleineren Anzeigenmärkten der Hospitality-Titel die Werbeinvestitionen zurückgehen. Die Notwendigkeit drohenden Erlös-Rückgängen durch weitere Rentabilitätsmaßnahmen entgegenzuwirken, erscheint vor diesem Hintergrund gegeben. Dabei gilt es Risiken zu berücksichtigen, die durch eine zusätzliche, nicht gewünschte Abwanderung von Leistungsträgern im Rahmen des Restrukturierungsprozesses entstehen könnten. c. Bestandsgefährdende Tatsachen Die Gesellschaft ist buchmäßig überschuldet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt TEUR 4.416. Die Verschlechterung der Eigenkapitalsituation ist überwiegend auf nicht operative Ergebniseffekte zurückzuführen. Die Ergebnisbelastung resultiert im Wesentlichen aus nicht operativen Abschreibungen auf im Rahmen der Verschmelzung aufgedeckte stille Reserven bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 3.522, Abwertung des Beteiligungsbuchwertes der BBE in Höhe von TEUR 100 sowie aus Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 666. Die EPP Professional Publishing Group GmbH ist mit Wirkung vom 29. Juni 2012 unwiderruflich gemäß § 19 Abs. 2 i.V.m. § 39 Abs. 2 InsO mit allen Ansprüchen aus der Darlehensforderung in Höhe von TEUR 5.305 gegenüber der LPV im Rang hinter sämtliche Forderungen gegenwärtiger und zukünftiger anderer Gläubiger im Rang hinter die Forderungen im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 InsO zurückgetreten. Die Gesellschaft finanziert sich (Stand 31. Dezember 2013) unter anderem aus Darlehen von Kreditinstituten (Investitionsdarlehen in Höhe von EUR 6,1 Mio. und Überbrückungsdarlehen aus 2013 in Höhe von EUR 0,6 Mio.), einem Verkäuferdarlehen in Höhe von EUR 2,2 Mio. und einem ebenfalls in 2013 gewährten Darlehen einer EPPG-Gesellschafterin in Höhe von EUR 0,6 Mio. Die vorgenannten Darlehen haben sämtlich eine Endfälligkeit zum 30. Juni/1. Juli 2014. Dem bestandsgefährdenden Risiko der auslaufenden Finanzierung der genannten Darlehen zum 30. Juni/1. Juli 2014 entgegnen das Mutterunternehmen EPPG und die Gesellschaft durch den bereits gestarteten Prozess der Suche nach einem Investor für die LPV-Gruppe, der die Darlehen entweder übernimmt oder zurückführt. Die Geschäftsführung geht aufgrund des vorhandenen Kaufinteresses an der LPV-Gruppe von der Fortführung der Gesellschaft aus. Falls sich wider der Erwartung der Geschäftsführung die Investorensuche nicht im ausreichenden Umfang und Zeitraum realisieren ließe, müsste diesem Risiko durch alternative Refinanzierungen Rechnung getragen werden. Weitere existenzgefährdende Risiken sieht die Gesellschaft derzeit nicht, da das operative Geschäft der LPV und ihrer Tochtergesellschaften als Gruppe nach der erfolgreichen Restrukturierung in 2013 zusammen kontinuierlich positive Liquidität erzeugt und die Darlehen der EPPG in Höhe von TEUR 5.305 durch eine Nachrangerklärung abgesichert sind. d. Chancen der voraussichtlichen Entwicklung Für das Jahr 2013 wird nach derzeitigem Stand eine Entwicklung des deutschen Fachinformationsmarktes mit Wachstumsraten von ca. 1% Prozent prognostiziert. Alle Vorhersagen, bzw. die ihnen zugrunde liegenden Basisszenarien, setzen voraus, dass es zu keiner weiteren signifikanten Verschärfung der Staatsschuldenkrise kommt, sondern dass sich die Verunsicherung der Investoren und Verbraucher allmählich verringert. Basierend auf der gesamtwirtschaftlichen Einschätzung der Deutschen Bundesbank wird die LPV Media GmbH sich in 2013 ebenfalls insgesamt stabil entwickeln. Neben Maßnahmen zur Umsatzsteigerung hat die LPV Media dazu im Herbst 2012 nach Auslaufen der Betriebsvereinbarung zum Kündigungsschutz eine umfangreiche Restrukturierung gestartet, die 2013 zunehmend greift. Für das Jahr 2014 geht die LPV aufgrund der vorliegenden Planung und der guten Vorbuchungsstände von steigenden Umsätzen und Ergebnisbeiträgen aus. Diese kommen u. a. durch den Abschluss einer Kooperation mit Burda zustande, die schon zu zusätzlichen Anzeigenbuchungen für das Jahr 2014 geführt hat. 6. Internes Kontrollsystem- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess Die Geschäftsleitung wird bei der ergebnisorientierten Steuerung des Gesamtunternehmens und seiner Beteiligungen im Hinblick auf die Umsetzung ihrer strategischen und operativen Ziele durch einen externen Dienstleister sowie durch einen Controlling-Mitarbeiter der EPP Professional Publishing Group GmbH unterstützt. Durch einen fest vorgegebenen Berichtsrhythmus und -inhalt werden die Beteiligungen der LPV Media GmbH sowohl auf ihre individuellen Zielvorgaben als auch auf die Gesamtunternehmensziele der Gruppe koordiniert und überwacht. Die Unternehmenszahlen werden monatlich an die EPP Professional Publishing Group GmbH gemeldet. Die Buchhaltung der Gesellschaft wird bei einem externen Dienstleister vorgenommen. Die Organisation der Buchführung, das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem, der Datenfluss und das Belegwesen ermöglichen die vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Erfassung und Buchung der Geschäftsvorfälle.
14.1.2014 Geschäftsführung Andre Weijde |
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