Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 4173
Eingetragen
17.2.1997
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Geändert, nunmehr: Umsetzung von Kundenanforderungen aus dem Marktsegment der Elektronik, in Form von Dienstleistungen wie Disposition, Lagerung, Programmierung, Assemblierung und die Langzeitlagerung von elektronischen Bauteilen und Baugruppen als auch Steuergeräte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Sven Vogel
seit 2.1.2023
Geschäftsführer
Prokura
Christian Mühlhöfer
seit 13.10.2017
Prokura
Wieland Rose
seit 5.9.2008
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (8)

NameAnteil
Julio Ortega
28.62%
S*** V****
10.00%
M********* G****** K****
10.00%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
btv holding gmbhEigenbeteiligung
1.33%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Mercedes-Benz AG
Germany
77.040 €
40.00%
btv holding gmbh
Germany
77.040 €
40.00%
Corvus Investments GmbH
Germany
19.260 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

btv technologies gmbh

Unna

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 291.732,84 138.646,00
II. Sachanlagen 1.233.936,36 943.210,53
III. Finanzanlagen 10.324,03 10.324,03
1.535.993,23 1.092.180,56
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 32.765.295,46 11.296.767,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 17.838.427,36 7.198.568,23
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.662,83 2.303,93
50.606.385,65 18.497.639,62
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 238.130,91 63.990,12
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 18.517,76 0,00
52.399.027,55 19.653.810,30

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 192.600,00 192.600,00
II. Kapitalrücklage 280.524,62 280.524,62
III. Gewinnvortrag 1.667.047,32 664.569,28
IV. Jahresüberschuss 1.099.479,15 1.002.478,04
3.239.651,09 2.140.171,94
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.911.636,61 1.435.995,60
C. VERBINDLICHKEITEN 47.247.739,85 16.077.642,76
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 47.247.739,85 (Vorjahr: EUR 16.077.642,76)
- davon gegenüber Kreditinstituten: EUR 12.957.118,85 (Vorjahr: EUR 5.860.971,21)
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 58.948,94 (Vorjahr: EUR 2.540.726,69)
- davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: EUR 14.616.104,03 (Vorjahr: EUR 0,00)
52.399.027,55 19.653.810,30

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 15.583.643,28 12.628.366,86
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.002.495,47 -4.901.666,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.125.801,52 -1.000.086,44
- davon für Altersversorgung: EUR 22.859,96 (Vorjahr: EUR 21.218,96)
-7.128.296,99 -5.901.752,84
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -501.084,92 -460.645,46
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.898.298,91 -4.253.660,56
5. Betriebsergebnis 3.055.962,46 2.012.308,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.932,45 2.557,62
- davon von verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 764,42)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.328.935,46 -481.053,73
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 19.436,74)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -626.522,84 -528.170,72
- davon aus der Bildung aktiver latenter Steuern: EUR 18.517,76 (Vorjahr: EUR 0,00)
9. Ergebnis nach Steuern 1.102.436,61 1.005.641,17
10. Sonstige Steuern -2.957,46 -3.163,13
11. Jahresüberschuss 1.099.479,15 1.002.478,04

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der btv technologies gmbh, Unna

I. Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft btv technologies gmbh mit Sitz in Unna ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamm mit der Nummer HRB 4173 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB einzustufen.

Es liegen keine besonderen Umstände vor, die dazu führen, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vermittelt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer degressiv und linear vorgenommen.

Für vor dem 1. Januar 2008 angeschaffte bewegliche Wirtschaftsgüter wurde in Anlehnung an § 7 Abs. 2 EStG die degressive Abschreibung vorgenommen. Für Wirtschaftsgüter, die ab 2009 zugegangen sind, wurde die lineare Abschreibung vorgenommen.

Bei Sachanlagen, die degressiv abgeschrieben werden, erfolgt der Wechsel auf die lineare Methode zu dem Zeitpunkt, zu dem die linearen Abschreibungsbeträge die degressiven überschreiten.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis netto EUR 800,00 werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG als sofortiger Aufwand ohne gesonderte Erfassung gebucht.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

4. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder zu den gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgte nach dem tatsächlichen Einstandswert.

Die Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse wurden neben den direkten Material- und Fertigungskosten auch angemessene Anteile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Darüber hinaus werden Wertberichtigungen für Gängigkeit in angemessenem Umfang vorgenommen.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen sowie zu erwartende Skonti werden durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Darüber hinaus werden - wenn erforderlich - angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.

6. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

7. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

8. Latente Steuern

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft erstmals von dem Ansatzwahlrecht latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Für die zukünftig resultierende Steuerminderung wurden zum 31. Dezember 2023 erstmals aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 19 gebildet. Passive latente Steuern bestehen nicht.

9. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Satzung sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt.

10. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint.

11. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

12. Fremdwährungsumrechnung

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Bankbestände in Fremdwährung werden grundsätzlich am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet, soweit die Posten nicht in Bewertungseinheiten einbezogen sind.

IV. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzposten haben wir in dem Anlagenspiegel auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt.

2. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt im Geschäftsjahr 2023 unverändert EUR 192.600,00.

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt EUR 12.957.118,85 (Vorjahr: EUR 5.860.971,21) sind in Höhe von EUR 9.077.076,74 (Vorjahr: EUR 3.995.346,42) durch Raumsicherungsübereignung von genau bezeichneten Vorräten und Abtretung der daraus resultierenden Verkaufsforderungen besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie sonstigen Verrechnungen. In Höhe von EUR 14.616.104,03 (Vorjahr unter Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 2.521.010,39) handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von EUR 4.583.000 aus Mietverpflichtungen und in Höhe von EUR 3.979.202 aus Leasingverpflichtungen.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 732 (Vorjahr: TEUR 16).

VI. Sonstige Angaben

1. Bewertungseinheiten / Devisentermingeschäfte

Die Gesellschaft fasst zur Absicherung des Währungsrisikos von auf US-Dollar (USD) und YEN (JPY) lautenden Geschäften in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 254 HGB Forderungen in Höhe von TUSD 1.714 / TJPY 53.196, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TUSD 11.457 / TJPY 59.144, US-Dollar-Bankverbindlichkeiten in Höhe von TUSD 1.648, YEN-Bankverbindlichkeiten in Höhe von TJPY 53.902 (Grundgeschäfte) sowie Terminverkaufsgeschäfte (Sicherungsgeschäfte) in USD / JPY bereits beschaffter Waren in Höhe von TUSD 26.242 / TJPY 59.849 und SWAP-Geschäfte in Höhe von TUSD 14.850 (Sicherungsgeschäfte) zu je einer Bewertungseinheit in Form eines Macro-Hedges für USD und YEN zusammen.

Da Beschaffung und Verkauf im Rahmen dieser Geschäfte ausschließlich in US-Dollar bzw. YEN abgewickelt werden und die Gesellschaft die hieraus resultierenden Zahlungen auf Fremdwährungsbankkonten abwickelt, resultiert per Saldo kein wirtschaftliches Risko aus der Fremdwährungsumrechnung in der Höhe, in der sich die Grund- und Sicherungsgeschäfte ausgleichen. Die Sicherungsbeziehung der einbezogenen Geschäfte ist daher in der sich ausgleichenden Höhe wirksam, darüber hinausgehende Beträge führen zu einer Unwirksamkeit. Die Gesellschaft wendet die Durchbuchungsmethode an. Die sich ergebenden Aufwendungen und Erträge werden zur besseren Darstellung ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Gesellschaft hat zur Absicherung von auf USD lautenden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Verkaufsgeschäfte insgesamt 16 Währungstermingeschäfte in selber Höhe und Fälligkeit abgeschlossen, nach dem sie berechtigt ist, in der Zeit zwischen dem 8. Januar 2024 und 8. Februar 2024 Beträge in Höhe von insgesamt TUSD 14.850 zu einem durchschnittlichen Umrechnungskurs von 1,0919 EUR/USD zu verkaufen (TEUR 13.600). Diese Geschäfte wurden wie vorstehend beschrieben im Rahmen des Macro-Hedgings in die Bewertungseinheit einbezogen. Aus der Stichtagsbewertung der Währungstermingeschäfte (SWAPs) resultiert in den Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten ein Bewertungsansatz in Höhe von TEUR 162.

Darüber hinaus bestanden über den Berichtsstichtag hinaus keine weiteren USD- Beschaffungsgeschäfte oder YEN-Verkaufs- und Beschaffungsgeschäfte.

Die Devisentermingeschäfte bilden eine Bewertungseinheit mit den mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Absatz- bzw. den abgeschlossenen Einkaufsgeschäften in entsprechender Höhe. Als Form der Bewertungseinheit wurde das Micro-Hedging gewählt. Die Summe der positiven Marktwerte sämtlicher Termingeschäfte beträgt insgesamt TEUR 757; die Summe der negativen Marktwerte dieser Termingeschäfte beträgt TEUR 80. Diese werden nach der Barwert-Bewertungsmethode ermittelt.

2. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Factoring

Zur Optimierung der Liquiditätssituation der Gesellschaft hat die btv technologies gmbh (Verkäufer) mit einem Kreditinstitut (Käufer) einen Rahmenvertrag über den Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (stille Abtretung) auf EUR-Basis und USD-Basis geschlossen.

Mit diesem Vertrag verpflichtet sich der Käufer, bestimmte Forderungen regresslos bezogen auf das wirtschaftliche und politische Risiko anzukaufen.

Konsignationslagervereinbarungen

Die btv technologies gmbh unterhält sowohl Konsignationslager bei verschiedenen Kunden als auch Konsignationslager für mehrere Kunden und Lieferanten in eigenen Lagerräumen. Die Konsignationslager ermöglichen der btv technologies gmbh und deren Kunden im Wesentlichen den schnelleren Zugriff auf unprogrammierte und programmierte Ware (verkürzte Logistikwege) sowie die Verkürzung von damit verbundenen Programmierzeiten.

Leasingverträge

Zum 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft null (Vorjahr: zwei) Programmierautomaten sowie IT-Equipment (Hard- und Software) im Leasingbestand.

Des Weiteren hat die Gesellschaft Fahrzeuge im Leasingbestand. Hinsichtlich der daraus resultierenden Verpflichtungen über den Bilanzstichtag hinaus verweisen wir auf die Darstellung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen unter Punkt IV.4.

Management-Service-Vertrag mit der btv holding gmbh

Das ehemalige Mutterunternehmen, die btv holding gmbh, hatte mit der btv technologies gmbh mit Datum vom 21. Dezember 2000 zum 1. Januar 2001 Verträge über die Erbringung von Management- und Geschäftsführungsaufgaben und sonstigen Dienstleistungen abgeschlossen. Die Verträge hatten eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2006 und verlängerten sich jeweils um ein Jahr, falls nicht schriftlich von einer der beiden Parteien mit einer Frist von einem Monat zum Jahresende gekündigt wurde. Der Vertrag ersetzte alle bezüglich des Vertragsgegenstandes zwischen den Parteien bereits bestehenden Vereinbarungen. Im Zuge einer Veräußerung von Anteilen an der btv technologies gmbh wurde der mit der btv holding gmbh bestehende Management-Service-Vertrag zum 31. Dezember 2023 gekündigt und somit letztmalig zu diesem Datum abgerechnet.

3. Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 110 (Vorjahr: 105) Mitarbeiter (einschließlich Geschäftsführung (durchschnittlich 2; Vorjahr: durchschnittlich 1)).

4. Gesellschaftsorgane

Zusammensetzung der Geschäftsführung:

Herr Julio Ortega Ruiz, Werne

Herr Maximilian Gerhard Krane, Hamm (seit 1. Januar 2023)

Herr Sven Vogel, Bochum (seit 1. Januar 2023)

Die Geschäftsführer sind jeweils alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Verbundene Unternehmen und Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen zu mindestens 20 % beteiligt:

Anteil Eigenkapital Ergebnis
Name, Sitz % Nennwert Gesamt 2023
btv technologies s.r.l., Timisoara (Rumänien) 100,0 RON 44.000 RON 591.898 RON 112.740
EUR 8.894 EUR 118.984 EUR 22.663

VII. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt, wie mit den Gesellschaftern abgestimmt, vor, den Gewinn des Jahres 2023 entgegen der Regelungen des § 12 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrags vom 20. November 2023 aufgrund kreditvertraglicher Vereinbarungen vollständig in Höhe von EUR 1.099.479,15 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 1.667.047,32 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Unna, 12. Juni 2024

Julio Ortega Ruiz

Maximilian Gerhard Krane

Sven Vogel

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 386.921,63 269.564,92 0,00 656.486,55
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.130.692,72 233.987,15 0,00 5.364.679,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.653.113,28 249.361,43 0,00 1.902.474,71
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 102.849,53 133.167,04 0,00 236.016,57
4. Mietereinbauten 185.625,66 4.773,00 0,00 190.398,66
Geringwertige Wirtschaftsgüter 220.072,33 54.044,05 0,00 274.116,38
7.292.353,52 675.332,67 0,00 7.967.686,19
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.324,03 0,00 0,00 10.324,03
7.689.599,18 944.897,59 0,00 8.634.496,77
Kumulierte Abschreibungen
1. Jan. 2023 Abschreibungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 248.275,63 116.478,08 0,00 364.753,71
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.788.939,72 198.223,15 0,00 4.987.162,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.256.133,28 119.686,64 0,00 1.375.819,92
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Mietereinbauten 83.997,66 12.653,00 0,00 96.650,66
Geringwertige Wirtschaftsgüter 220.072,33 54.044,05 0,00 274.116,38
6.349.142,99 384.606,84 0,00 6.733.749,83
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.597.418,62 501.084,92 0,00 7.098.503,54
Restbuchwerte
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 291.732,84 138.646,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 377.517,00 341.753,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 526.654,79 396.980,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 236.016,57 102.849,53
4. Mietereinbauten 93.748,00 101.628,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
1.233.936,36 943.210,53
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.324,03 10.324,03
1.535.993,23 1.092.180,56

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Gesellschaftsrechtliche und wirtschaftliche Verhältnisse

Gegenstand des Unternehmens ist das Programmieren von elektronischen Bauelementen jeglicher Art sowie das Assemblieren von elektronischen und mechanischen Bauelementen. Die Gesellschaft erbringt vorwiegend Leistungen zur Programmierung von Microcontrollern (MCUs) und weitere Dienstleistungen für Kunden, insbesondere im Bereich der Lagerhaltung sowie der gesamten logistischen und prozessorientierten Abwicklung in der Materialwirtschaft.

Die Gesellschafterstruktur der Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr geändert. Die btv holding gmbh hält nicht mehr die Mehrheit der Anteile an der btv technologies gmbh. Ein großer Kunde hat als strategischer Investor Anteile erworben und im Zuge dessen hat sich das Management der btv technologies gmbh ebenfalls beteiligt.

Das Stammkapital der Berichtsgesellschaft beträgt EUR 192.600,00.

Die btv technologies gmbh als Zulieferer der Automobilindustrie ist Teil der Lieferkette zwischen Halbleiterhersteller, Steuergerätehersteller (TIER1) und Automobilproduzent. Die Gesellschaft programmiert elektronische Bauteile im Wesentlichen für den Einsatz im gesamten Bereich der Karosserieelektronik in PKWs. Darüber hinaus kommen weitere Kunden aus der Industrie- und Konsumgüterindustrie. Neben der Programmierung sowie Assemblierung von elektronischen Bauteilen bietet die btv technologies gmbh auch die Konzeption von maßgeschneiderten End-to-End Supply Chain Management-Lösungen (tak) sowie die operativen Umsetzungen der Konzepte an. Überdies bietet die Gesellschaft den Kunden Lagerkapazitäten für die Langzeitlagerung von elektronischen Bauteilen an.

Die btv technologies gmbh betreibt ihr Unternehmen in einem speziell für sie konzipierten Verwaltungs-, Lager- und Fertigungsgebäude, in dem die Gesellschaft Büro-, Lager- und Fertigungsräume angemietet hat.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 wurde maßgeblich durch den weiterhin anhaltenden Ukraine-Krieg, die schwache wirtschaftliche Lage in China und die hohe Inflation und die damit verbundene Straffung der Geldpolitik beeinflusst. Diese Faktoren führten zu einer konjunkturellen Abschwächung der Weltwirtschaft. Gemäß des Internationalen Währungsfonds (IWF) konnte trotz der anhaltenden Unsicherheiten die Weltwirtschaft gemessen am Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2023 ein leichtes Wachstum mit 3,1 % erzielen.

Für das Jahr 2024 sind die Aussichten weltwirtschaftlich jedoch weiterhin getrübt, sodass der IWF in seiner Prognose von keiner raschen Erholung ausgeht, und das Wachstum wie im Jahr 2023 lediglich mit 3,1 % beziffert. Das im Vorjahr prognostizierte Wachstum für das Jahr 2024 stellt sich somit nicht ein und bleibt auf historisch niedrigem Niveau (das historisch durchschnittliche Wachstum der Weltwirtschaft liegt bei 3,8 %). Diese Prognose basiert gemäß IWF aber auf einer weiterhin sinkenden Inflation, einem Rückgang der Rohstoffpreise und einer Lockerung der Geldpolitik in den wichtigsten Volkswirtschaften.

Bezogen auf die wichtigsten Volkswirtschaften erwartet das IWF einen leichten Rückgang des Wachstums der US-Wirtschaft von 2,5 % im Jahr 2023 auf 2,1 % im Jahr 2024 und auf 1,7 % im Jahr 2025. Im Euro-Raum hingegen prognostiziert der IWF ein leichtes Wachstum um 0,4 %- Punkte auf 0,9 % in 2024 und auf 1,7 % im Jahr 2025. Dies basiert auf den weiter sinkenden Energiepreisen, die aufgrund des Ukraine-Kriegs massiv angestiegen sind.

Die Aussichten für die chinesische Wirtschaft sind für das Jahr 2024 gedämpft, obwohl die Wirtschaft für 2023 ein Wachstum mit 5,2 % verzeichnen konnte. Aufgrund der Krise im Bausektor, der hohen Jugendarbeitslosigkeit und den damit verbundenen Unsicherheiten für das Konsumklima erwartet der IWF einen Rückgang auf 4,6 % und im Jahr 2025 auf 4,1 %. Wachstumstreiber unter den Entwicklungsländern bleibt weiterhin Indien mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 6,5 % in 2024.

Gemäß Prognose des Kiel Institut für Weltwirtschaft (IFW) (Kieler Konjunkturberichte vom 19. Dezember 2023) sind die Risiken in Bezug auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Lieferengpässe sowie der Rohstoff- und Energiepreise gesunken. Demgegenüber stehen jedoch für das Jahr 2024 Risiken in den anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und Israel/Gaza, dem weiterhin bestehenden wirtschaftlichen Konflikt zwischen den USA und China, der inkonsistenten Wirtschaftspolitik der Euro-Staaten sowie den innerpolitischen Unsicherheiten der USA.

Im europäischen Vergleich wird gemäß Prognose des IWF die deutsche Wirtschaft etwas moderater steigen mit lediglich 0,5 % im Jahr 2024 und 1,6 % im Jahr 2025.

Die Produktion von Automobilen wurde 2023 weiterhin durch die Auswirkungen der globalen Halbleiterknappheit beeinträchtigt. Die anhaltende Pandemie hatte bereits zu Verzögerungen in den Lieferketten geführt und der Mangel an Halbleitern verschärfte diese Probleme zusätzlich.

Gemäß Prognose des Verbands der Automobilindustrie (VDA) hat sich die weltweite Automobilproduktion im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr weiter erholt, konnte jedoch das Vor- Corona-Niveau noch nicht erreichen. Für das Jahr 2024 erwartet der VDA einen Anstieg um 2 % auf insgesamt 77,4 Mio. Fahrzeuge, welcher ebenfalls unter dem Niveau von 2018/2019 liegt. Der deutsche Fahrzeugmarkt wird jedoch im internationalen Vergleich im Jahr 2024 rückläufig sein, sodass der VDA lediglich von 2,8 Mio. Einheiten ausgeht.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich die Marktlage bei den Halbleitern vor allem in der Beschaffung normalisieren wird. Jedoch sinkt die Nachfrage aufgrund der globalen Unsicherheiten, wodurch es bereits zum Ende des Jahres 2024 zu einer erneuten Allokationsphase kommen könnte, da die Halbleiterhersteller zum Teil ihre Produktion der Nachfrage anpassen. Wachstumstreiber in diesem Bereich werden vor allem die Hochleistungsprozessoren für Kl-Anwendungen bleiben. Weitere Unsicherheitsfaktoren bleiben der weltweite Mangel an Fachkräften, der Krieg in der Ukraine und die Spannungen zwischen den USA und China, dessen Risiken nicht abschätzbar sind.

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die bei der btv technologies gmbh programmierten elektronischen Bauteile werden einerseits im Rahmen der mit Kunden bestehenden Logistik- und Versorgungskonzepte auf eigene Rechnung bei den Halbleiterherstellern eingekauft, andererseits werden die elektronischen Bauteile von unseren Kunden zur Programmierung beigestellt.

Hinsichtlich des Umsatzes ist grundsätzlich zu berücksichtigen, dass sich die Berichtsgesellschaft für einen Teil des Geschäftes an den bei ihr lagernden Konsignationsbeständen der Kunden bedient und in diesen Fällen nur der jeweilige Dienstleistungsumsatz von der Gesellschaft fakturiert wird. Deutlich höhere Umsätze werden in den Fällen realisiert, in denen die Gesellschaft den Einkauf der Bauteile für den Kunden übernimmt, wie z. B. im Rahmen des Transaktions-Modells (tak-Modell). Dabei erfolgt die Fakturierung mit dem jeweiligen Bauteilwert. Die Aufteilung des Umsatzes ist aufgrund dieser Tatsache nur bedingt planbar, so dass es zu deutlichen Umsatzschwankungen kommen kann. Maßgröße für den wirtschaftlichen Erfolg ist daher der Bruttorohertrag sowie das Betriebsergebnis.

Das Jahr 2023 wurde maßgeblich durch den weiterhin anhaltenden Ukraine-Krieg, die schwache wirtschaftliche Lage in China und die hohe Inflation und die damit verbundene Straffung der Geldpolitik beeinflusst. Diese Faktoren führten zu einer konjunkturellen Abschwächung der Weltwirtschaft. Dadurch bedingt sind die Programmierstückzahlen im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was vor allem auf dem Rückgang der Industriekunden basiert.

Die Lieferabrufe unserer Kunden in der Programmierung sind um 16,4 % auf rd. 30,5 Mio. Bauteile in 2023 (Vorjahr: rd. 36,5 Mio.) gesunken. Damit liegen die Programmierstückzahlen in 2023 rd. 27 % (Plan: rd. 42 Mio.) unter unseren Planungen, bedingt durch die konjunkturellen Unsicherheiten.

Der durchschnittliche Programmierpreis ist aufgrund von Verschiebungen im Produktmix im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken.

Der Logistikbereich, insbesondere das tak-Modell, konnte den geplanten Umsatz im Jahr 2023 aufgrund des Produktmixes nicht erreichen, der Dienstleistungsumfang lag jedoch in Summe leicht über dem geplanten Niveau.

Nachdem die Jahre 2021 und 2022 durchweg von dem Bauteilemangel im Bereich der Halbleiter betroffen waren, konnte sich trotz der besseren Verfügbarkeit aufgrund der schwachen konjunkturellen Lage keine Erholung in der Programmierung einstellen. Im Logistikbereich konnten wir jedoch einen Zuwachs verzeichnen, da das Logistikmodell mit einem wesentlichen Kunden, welcher im Jahr 2022 gewonnen wurde, angelaufen ist.

Das bereits im Jahr 2021 eingeführte strikte Kostenmanagement haben wir aufrechterhalten und konnten durch das Wachstum im Logistikbereich somit die schwache Auftragslage in der Programmierung kompensieren. Insgesamt konnten wir trotz des schwierigen Marktumfelds den Rohertrag steigern und lagen somit über unserer Planung für das Jahr 2023.

Nach dem positiven Betriebsergebnis im Vorjahr konnte ein weiteres positives Betriebsergebnis 2023 in Höhe von TEUR 3.056 erzielt werden. Das Ergebnis 2023 ist damit deutlich besser ausgefallen als im Vorjahr und liegt über dem Niveau unserer im Vorjahr abgegebenen Prognose für das Jahr 2023. Wir sind daher mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 sehr zufrieden.

Die Liquidität des Unternehmens im Jahr 2023 war durchweg gesichert und ausreichend. Zusammenfassend kann für 2023 berichtet werden, dass der Umsatz und der Rohertrag deutlich über dem Vorjahresniveau lagen. Beim Rohertrag konnte das geplante Niveau übertroffen werden, beim Umsatz hingegen ist eine Abweichung zu verzeichnen, da dieser starken Schwankungen unterliegen kann und für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens nur von sekundärer Bedeutung ist.

Im Geschäftsverlauf konnten die zur Verfügung stehenden eigenen Finanzierungsmittel über ein lokales Kreditinstitut weiter ausgebaut werden.

Im Jahr 2013 hat die btv technologies gmbh mit der btv technologies s.r.l., Timisoara (Rumänien), eine 100 %-ige Tochtergesellschaft in Rumänien gegründet. Die Auslastung in Rumänien im Jahr 2023 hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der schlechteren Auftragslage verringert.

Im Oktober 2023 fand das Rezertifizierungsaudit gemäß IATF16949:2016 und DIN ISO 9001:2015 durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen, DQS GmbH, Frankfurt, statt und wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Oktober 2023 fand ebenfalls das Rezertifizierungsaudit gemäß DIN ISO 9001:2015 für den Standort Rumänien statt, das ebenfalls erfolgreich abgeschlossen wurde. Des Weiteren konnte die erstmalige TISAX-Zertifizierung durch den TÜV Süd im Dezember 2023 erlangt werden.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Auf der Aktivseite war eine Erhöhung des Anlagevermögens um TEUR 444, eine Erhöhung der Kundenforderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 10.639 sowie eine Erhöhung des Lagerbestandes um TEUR 21.468 zu verzeichnen, so dass sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um TEUR 32.745 erhöht hat. Dem stehen auf der Passivseite insgesamt TEUR 31.170 erhöhte Verbindlichkeiten sowie um TEUR 476 erhöhte Rückstellungen gegenüber.

Bei dem Vorratsvermögen handelt es sich überwiegend um auftragsbezogene Lagerbestände mit Abnahmeverpflichtungen durch die Kunden. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft sowohl Konsignationslagerbestände für Kunden als auch eigene Lagerbestände bei Kunden als eigene Konsignationslager.

Die Umsatzerlöse liegen im Berichtsjahr mit TEUR 95.495 (Vorjahr: TEUR 82.498) um 16 % über dem Vorjahr (It. Planung für 2023: TEUR 150.699). Von den Umsätzen wurden 49 % im Inland und 51 % im Ausland erzielt.

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl im Berichtsjahr betrug in Deutschland 110 Mitarbeiter gegenüber 105 Mitarbeitern im Vorjahr. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Berichtsgesellschaft 107 Mitarbeiter (Vorjahr: 106).

Der Finanzierungsbedarf der Berichtsgesellschaft wurde im Berichtsjahr u. a. durch die der ehemaligen Muttergesellschaft btv holding gmbh eingeräumte Kreditlinien gedeckt. Die daraus resultierenden Verbindlichkeiten sind im Rahmen einer gesamtschuldnerischen Haftung besichert. Mit der ehemaligen Muttergesellschaft bestand ein Cash-Pooling Vertrag, welcher im Rahmen des Anteilsverkaufs im Oktober 2023 aufgehoben wurde. Die bestehenden Kreditlinien der btv holding gmbh wurden auf die btv technologies gmbh übertragen und zum Teil durch Raumsicherungsübereignungen besichert. Zudem konnte die bestehende Kreditlinie eines lokalen Kreditinstitutes weiter ausgebaut werden. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft im abgelaufenen Jahr war gut, liquide Mittel waren jederzeit, auch durch eigene unbesicherte Kreditlinien, die aufgrund des zunehmenden Finanzierungsbedarfs ausgeweitet wurden, ausreichend verfügbar.

Die btv technologies gmbh hat im Rahmen eines mit einer ihrer Hausbanken abgeschlossenen Factoringvertrages die Möglichkeit, offene Kundenforderungen sowohl auf EUR-Basis als auch auf USD-Basis zu verkaufen. Insgesamt standen der btv technologies gmbh sowohl damit als auch mit den über die der ehemaligen Muttergesellschaft bereitgestellten Kreditlinien ausreichend Finanzierungsmittel zur Verfügung.

Der USD hat im Berichtsjahr deutlichen Schwankungen unterlegen. Bis zum Juli 2023 erfolgte eine Abwertung des USD (Stand 1.1.2023 = 1,0683; 18.07.2023 = 1,1255) von 5,1 %. Ab diesem Zeitraum folgte bis zum Jahresende eine geringe Aufwertung des USD von 1,8 %. Insgesamt wurde der USD bis zum Jahresende um rd. 3,3 % abgewertet (Stand 1.1.2023 = 1,0683; 31.12.202 = 1,105). Das Kursrisiko aufgrund der Kursschwankungen ist für die Gesellschaft aufgrund der gezielt getätigten Sicherungsgeschäfte (Devisentermingeschäfte) im Rahmen von Bewertungseinheiten sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite als gering einzuschätzen. Hinsichtlich der Bewertungseinheiten verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.

Aus Leasing- und Mietverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 8.562. Die wesentlichen Verpflichtungen resultieren dabei aus dem Mietverhältnis für die von den btv-Gesellschaften genutzten Räumlichkeiten sowie aus den Leasingverpflichtungen für den Fuhr- und Maschinenpark.

5. Voraussichtliche Entwicklung sowie wesentliche Chancen und Risiken

Die Entwicklung der Weltwirtschaft wird auch im Wirtschaftsjahr 2024 durch die Risiken des Ukraine-Krieges, der Inflation mit einem schwächeren wirtschaftlichen Wachstum, dem weiterhin nicht gelösten Handelskrieg zwischen den USA und China sowie den geopolitischen Entscheidungen und Gesetzgebungen, die auf den Klimawandel zurückzuführen sind, geprägt sein.

Die Prognosen für das Jahr 2024 sind leicht verhalten, da gemäß Prognose des IFW mit einem etwas schwächerem Zuwachs der Weltproduktion im Vergleich zu 2023 gerechnet wird. Die Energie- und Rohstoffkosten sowie die Inflation sind leicht zurückgegangen, dennoch bleiben die Unsicherheiten ein Wachstumshemmnis. Der Euroraum hingegen wird gemäß IFW die konjunkturelle Schwäche der vergangenen Jahre überwunden haben, sodass ein moderates Wachstum erwartet wird. Das Wachstum wird dabei jedoch von der Geldpolitik bestimmt, sodass im Laufe des Jahres eine Lockerung und somit eine leichte Senkung der Leitzinsen erwartet wird.

Die Automobilindustrie befindet sich weiterhin in einem grundlegenden Transformationsprozess, welcher durch die Verschärfung der Klimaziele nochmals stärker vorangetrieben wird. Neben der Art des Antriebs der Fahrzeuge (vor allem Elektroantrieb) werden in den nächsten Jahren die Vernetzung und die Digitalisierung der Fahrzeuge weiter fortschreiten. Aber auch neue Mobilitätstrends wie Car-Sharing, Ride-Pooling oder autonomes Fahren treiben die grundlegende Veränderung der Automobilindustrie an. Darüber hinaus drängen finanzstarke Wettbewerber aus dem chinesischen Raum und Tech-Unternehmen wie u. a Google und Xiaomi in den Automobilmarkt. Dadurch wird die Wertschöpfung in der Elektronik neu sortiert. So bietet Google bereits heute schon ein schlüsselfertiges Betriebssystem an, das bei einem Automobilhersteller eingesetzt wird für die Steuerung des Infotainment-Systems. Der Chiphersteller Nvidia, eher bekannt im PC-Markt als Grafikkartenlieferant, bietet sich u.a. als Zulieferer von Hard- und Software für Fahrerassistenzsysteme an. Der Wandel trifft die Zulieferindustrie auf verschiedene Art. Die großen Zulieferer müssten ihr Produktportfolio bereinigen, indem sie sich von den alten Kerngeschäften teilweise trennen und in Zukunftstechnologien investieren. Da der Margendruck stärker wird, werden sich die großen Konzerne im Kerngeschäft mitunter auf die Produktion von Systemen mit hohen Margen konzentrieren und die dadurch gewonnene Liquidität in Tech-Produkte investieren. Die mittelgroßen Unternehmen werden sich bei ihrer Produktion noch stärker fokussieren müssen, um im Markt eine relevante Position oder Nische besetzen zu können. Da den kleinen Zulieferern in der Regel die finanziellen Mittel für die Entwicklung von Zukunftstechnologie fehlt, werden viele von ihnen bei der begonnenen Transformation keine Rolle spielen. Die Automobilindustrie befindet sich damit in einem herausfordernden und anspruchsvollen Prozess mit großen Aufgaben und Risiken, aber auch Chancen für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren.

Im Bereich der E-Mobilität werden die Software und die Vernetzung der Fahrzeuge das Kernelement sein. Die Neuzulassungen bei den E-Fahrzeugen werden im Jahr 2024 infolge der gestiegenen Energiekosten und vor allem in Deutschland aufgrund des Entfalls der Förderungen zunächst leicht rückläufig sein, jedoch wird sich die Halbleiternachfrage angesichts der Transformation zu mehr Elektrofahrzeugen und einem zunehmenden Anteil von Fahrerassistenzsystemen bis 2030 gemäß VDA verdreifachen. Der Marktanteil der Automobilindustrie am Halbleitermarkt betrug im Jahr 2023 ca. 8 % und wird bis 2030 gemäß Prognosen des VDA auf 14 % steigen. Für die Automobilindustrie sind jedoch hauptsächlich Chips von größer 65 Nanometern von Bedeutung. Daher ist es für die zukünftige Entwicklung der Halbleiterversorgung in der Automobilindustrie von enormer Bedeutung, dass diese Chips z.B. durch den EU Chips Act gefördert werden. Aktuell liegt jedoch der Schwerpunkt der Förderungen und Investitionen überwiegend auf den Bauteilen mit 7 Nanometern oder kleiner, welche überwiegend im Konsumerbereich/Commercialbereich Anwendung finden. Gemäß Studie des VDA fördert vor allem die chinesische Regierung die Halbleiterunternehmen, welche für die Automobilindustrie relevant sind. Aufgrund der wachsenden Spannungen zwischen China und den USA gilt es, diese Förderungen in Europa umzusetzen, um die Abhängigkeiten zu reduzieren.

Die Autoindustrie wird gemäß Studie des VDA bis 2030 zum drittwichtigsten Chip-Abnehmer, sodass hier eine Versorgungslücke von ca. 20 % droht, sollten keine geeigneten Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Für die btv technologies gmbh ergeben sich hieraus in Zukunft große Chancen, neue Marktanteile im Programmiermarkt zu generieren, aber auch in neuen Geschäftsfeldern tätig zu werden. Aufgrund der neuen Technologien wie E-Fahrzeuge und Vernetzung im Fahrzeug und den damit implementierten technischen Innovationen wird eine wachsende Anzahl an programmierten Microcontrollern benötigt, welche in die Fahrzeuge (bis zu 100 Steuergeräte in der Luxusklasse) eingebaut werden.

Neben der Programmierung elektronischer Bauteile haben die Unternehmen zunehmend Interesse an der Schaffung von Added-Value an ihren Produkten, da der Druck zu Kostensenkungen aus Wettbewerbsgründen stetig zunimmt und mehr Kostentransparenz in den logistischen Prozessen gefordert wird. Der Markt für logistische Dienstleistungen besitzt daher unseres Erachtens ein erhebliches Wachstumspotenzial.

Ebenfalls wird das Obsoleszenz-Management für die Unternehmen eine wichtige Rolle einnehmen, da die Verfügbarkeit von Materialien bzw. Komponenten (vor allem abgekündigten Halbleitern) gewährleistet werden muss. In diesem Geschäftsfeld bietet btv die Möglichkeit der Langzeitlagerung von elektronischen Bauteilen, im Rahmen derer wir in den letzten Jahren einen zunehmenden Bedarf unserer Kunden feststellen konnten.

Besonders starke Wachstumschancen sehen wir in unserem tak-Modell, in dessen Rahmen die btv die gesamte Logistik für das Beschaffungsmanagement elektronischer Bauteile für den Kunden übernimmt. Durch das tak-Modell schafft die btv eine Versorgungssicherheit für die Automobilindustrie, welche in Zukunft von extremer Bedeutung sein wird. Das tak-Modell basiert auf einer vollständigen Kostentransparenz gegenüber dem Kunden und einer detaillierten Abrechnung für sämtliche erbrachten Dienstleistungen auf Grundlage festgelegter Transaktionskostensätze sowie der Vergütung sonstiger anfallender Leistungen (Lagerplatzkosten, Finanzierung, Versicherung, etc.). Bei diesem Modell werden die Bauteile zu Einkaufspreisen ohne Aufschläge an den Kunden weiterverkauft und vom Kunden zusätzlich gewünschte Dienstleistungen separat gemäß vertraglicher Vereinbarung abgerechnet. Aktuell findet ein Umdenken in der Industrie statt, da die Pandemie gezeigt hat, dass die Versorgungssicherheit bei globalen Lieferketten immens wichtig ist. Genau an dieser Stelle greift unser tak-Modell, zumal der Kunde sein vorzuhaltendes Sicherheitslager selbst bestimmen kann. Das konstante Wachstum dieses Geschäftsansatzes in den letzten Jahren hat gezeigt, dass die Erwartungen der Kunden erfüllt wurden und dass die Implementierung des Modells zu erheblichen Kosteneinsparungen führen kann bei einer gleichzeitigen Reduzierung des working capitals durch die Auslagerung der Bestände.

Im Berichtsjahr konnten wir das tak-Modell mit den bestehenden Kunden weiter ausbauen und weitere Kunden hinzugewinnen. Den enormen Zuwachs im tak-Modell spiegelt unsere Bilanz im Vorratsvermögen sowie im Umsatz der Gewinn- und Verlustrechnung wieder. Für das Jahr 2024 planen wir mit einem deutlichen Anstieg des Umsatzes aufgrund der Ausweitung unseres tak- Modells. Des Weiteren sollen die Gespräche zu einer möglichen Finanzierung mit einer international tätigen Bank für einen großen Kunden fortgeführt werden. Hieraus ergibt sich die Chance für das Folgejahr eine Finanzierung in Höhe von TUSD 50.000 umzusetzen.

Aufgrund der begrenzten Lagerkapazitäten am Standort in Unna haben wir hierfür bereits weitere Lagerflächen im Umkreis angemietet, um dem Wachstum gerecht zu werden.

Trotz der hohen Leitzinsen in den USA und den europäischen Staaten, welche voraussichtlich im Jahr 2024 nur minimal sinken werden, und der dadurch bedingten hohen Zinsbelastung für die btv technologies gmbh, sehen wir aufgrund des tak-Modells kein zusätzliches Risiko.

Wegen der Art des Geschäftsgegenstandes der btv technologies gmbh sind Umweltrisiken aus dem Geschäftsablauf heraus als gering einzustufen.

Insgesamt kann aufgrund der Art des Geschäftsgegenstandes der btv-Gruppe gesagt werden, dass Umwelt-, Zins- und Währungsrisiken aus dem Geschäftsverlauf heraus als gering einzustufen sind, insbesondere vor dem Hintergrund der Preisgestaltung des tak-Modells. Das wesentliche Risiko stellt der Preisdruck dar, dem die btv-Gruppe vor allem durch intensive Vertriebsaktivitäten entgegenwirken wird. Zudem ermittelt die btv-Gruppe im Rahmen eines aktiven Risikomanagements eine jährliche Unternehmensplanung, in der die Chancen und Risiken der Gesellschaft berücksichtigt werden. Durch ein regelmäßiges und zeitnahes Reporting sowie geeignete Abweichungsanalysen stellt die Gesellschaft sicher, dass künftige Risiken frühzeitig erkannt und die oben genannten bestehenden Risiken begrenzt werden können.

6. Prognose

Für das Jahr 2024 planen wir mit einem leichten Rückgang der Programmierstückzahlen auf rd. 27 Mio. Bauteile, da gemäß Prognosen mit einer weiterhin schwachen konjunkturellen Situation vor allem bei den Industriekunden zu rechnen ist. Der von uns zu erzielende durchschnittliche Programmierpreis wird voraussichtlich aufgrund von Verschiebungen im Produktmix steigen.

Sowohl den geplanten Programmierstückzahlen für 2024 als auch einem möglichen über unseren Planungen wachsenden Bedarf zu programmierender Bauteile können wir aufgrund unserer Programmierkapazitäten durch die in den letzten Jahren angeschafften Programmierautomaten ohne umfangreiche zusätzliche Investitionen gerecht werden.

Im Bereich der Logistik (tak-Modell) planen wir für das Jahr 2024 mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Verpackungseinheiten sowohl durch die in 2022/2023 gewonnenen Neukunden als auch durch den Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit den bestehenden Kunden. Um das bevorstehende Volumen bewältigen zu können, sind Investitionen in ein automatisches Blocklager erforderlich, dessen Inbetriebnahme nun Mitte des Jahres 2025 geplant ist.

Basierend auf unseren Erwartungen, dass sich die wirtschaftliche Gesamtlage vor allem im Euroraum leicht verbessern wird, und dass die bestehenden Logistikkonzepte mit unseren Kunden ausgebaut werden, gehen wir für das Jahr 2024 von einem positiven Betriebsergebnis aus, welches deutlich über dem Ergebnis des Jahres 2023 liegen wird.

Im Planungszeitraum 2024 bestehen mit den bereits zugesagten Kreditlinien ausreichend Kreditlinien zur Verfügung. Es ist darüber hinaus geplant, das Factoringvolumen im Rahmen des tak-Modells und damit das Finanzierungsvolumen insgesamt auszuweiten.

 

Unna, 12. Juni 2024

Julio Ortega Ruiz

Maximilian Gerhard Krane

Sven Vogel

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die btv technologies gmbh, Unna

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der btv technologies gmbh, Unna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der btv technologies gmbh, Unna, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

München, 12. Juni 2024

PSP Peters Schönberger GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Harald Dörfler, Wirtschaftsprüfer

Stefan Spitz, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Angaben zur Feststellung und zur Ergebnisverwendung

In der Gesellschafterversammlung vom 21.06.2024 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

1.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wird festgestellt.

2.

Der Jahresüberschuss in Höhe von € 1.099.479,15 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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