WTS Tax AG
Selbe AdressePraxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Melcher seit 15.2.2011 | Prokura |
Friedrich Georg Esterer seit 25.8.2009 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WTS Group AGMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024AG München HRB 181035Bilanz zum 30.06.2024AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 01.07.2023 bis 30.06.2024
AnhangAllgemeine Angaben Der Jahresabschluss der WTS Group AG wird nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den aktienrechtlichen Vorschriften aufgestellt und in Euro angegeben. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanzgliederung entspricht den Vorschriften nach § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal acht Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Das Sachanlagevermögen wird nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Anwendung der linearen Methode abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Ab dem Wirtschaftsjahr 2017/2018 wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, und die sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten oder Herstellungskosten zwischen EUR 251,00 und EUR 800,00 liegen, werden sofort abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angesehen wird. Die unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten angesetzt. In diese werden die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten und ein angemessener Teil der Gemeinkosten einbezogen. Der Warenbestand wird mit den Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls vorgenommen. Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben und Einnahmen, die vor dem Abschlussstichtag angefallen, jedoch einem Zeitraum nach dem Abschlussstichtag zuzurechnen sind, gebildet. Auf Bewertungsunterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen werden latente Steuern gebildet, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren umkehren. Zudem werden latente Steuern auf berücksichtigungsfähige Verlustvorträge gebildet, sofern diese innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich genutzt werden können. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach den Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung erfolgt auf Grundlage der Heubeck- Richttafeln 2018 G von Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln in der Fassung vom Oktober 2018. Zukünftige erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft mit 2,0 % berücksichtigt. Für die Abzinsung wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Zinssatz der letzten zehn Jahre von 1,80 % für eine Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Gehaltstrends fließen in die Berechnung nicht ein. Versicherungsgebundene Altersversorgungsverpflichtungen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, werden mit dem entsprechenden Zeitwert angesetzt. Vermögensgegenstände, die Deckungsvermögen darstellen, werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Finanzanlagen, Forderungen sowie Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens erfolgt zudem unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips. Bilanzerläuterungen Aktiva Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel gesondert dargestellt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungsverhältnisse im Einzelnen lauten wie folgt: Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen
* Umrechnung erfolgt zum Stichtagskurs
Seit dem 01.07.2022 besteht mit der WTS GmbH ein am 07.04.2022 geschlossener Ergebnisabführungsvertrag. Des Weiteren besteht ein am 21.10.2015 geschlossener Ergebnisabführungsvertrag mit der WTS Wirtschaftstreuhand GmbH, sowie ein am 16.09.2015 geschlossener Ergebnisabführungsvertrag mit der WTS Private GmbH. Vorräte Die unfertigen Leistungen beinhalten im Wesentlichen Kosten, die im Rahmen der Erbringung von Leistungen für zum Bilanzstichtag noch nicht an den Mandanten abgerechnete Projekte entstanden sind. Der Warenbestand enthält Vorräte, die im Zusammenhang mit der Bewirtung von Mandanten und Mitarbeitern angeschafft wurden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten eine Körperschaftssteuerrückforderung in Höhe von EUR 1.515.662,00 (i. Vj. 1.442.800,00) EUR. Bei den Forderungen, die größer als ein Jahr sind, handelt es sich um Mietkautionen. Flüssige Mittel
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten setzt sich hauptsächlich aus Vorauszahlungen für Lizenzen, Mietkosten, Versicherungen und EDV-Serviceleistungen zusammen. Die latenten Steuern in Höhe von EUR 5.384.813,00 ergeben sich durch unterschiedliche Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Rückstellungen für Pensionen und den sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die aktiven latenten Steuern haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 114.477,00 erhöht. Die Bewertung erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz der Gesellschaft in Höhe von 31,99 %. Aufgrund der vorbezeichneten Organschaftsverhältnisse werden die aktiven latenten Steuern der WTS GmbH, der WTS Private GmbH sowie der WTS Wirtschaftstreuhand GmbH in der WTS Group AG erfasst. Passiva Eigenkapital Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.12.2023 wurde von dem im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 30.06.2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 8.470.378,17 ein Betrag in Höhe von EUR 0,90 je Aktie im Nennbetrag von EUR 5,00, mithin ein Betrag von gesamt EUR 360.000 auf das dividendenberechtigte Grundkapital als Dividende an die Alleingesellschafterin WTS-Stiftung für Altersversorgung ausgeschüttet, ein Betrag in Höhe von EUR 1.000.000,00 in "andere Gewinnrücklagen" eingestellt und der verbleibende Bilanzgewinn von EUR 7.110.378,17 auf neue Rechnung vorgetragen.
Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 2.000.000,00 ist eingeteilt in 400.000 auf den Namen lautende Aktien im Nennbetrag von je EUR 5,00. Die Kapitalrücklage setzt sich aus Genussrechtskapital in Höhe von EUR 1.415.000,00 und durch andere Zuzahlungen in das Eigenkapital in Höhe von EUR 454.494,52 zusammen. Die Gesellschaft hat den Partnerinnen und Partnern und den Partnern of Counsel i. R. des in der WTS-Gruppe eingerichteten Partnerschafts- und Karrieremodells die Möglichkeit eingeräumt, ein Genussrechtskapital, sowie eines oder mehrere zusätzliche Genussrechte jeweils in Höhe von je EUR 50.000,00 zu zeichnen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. September 2022 wurde die Möglichkeit zur Zeichnung entsprechender Genussrechte im Nennbetrag von je EUR 100.000 geschaffen. Das Kapital kann jeweils in bis zu 3 Raten einbezahlt werden. Seitens der Gesellschaft wird eine Verzinsung von 2,5 % über dem jeweiligen 12-Monats-Euribor zum 01.07. eines Geschäftsjahres zugesagt. Die Verzinsung des Genussrechtskapitals betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 6,645 %. Entwicklung des Genussrechtskapitals
Entwicklung der Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten Versorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt. Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt entsprechend mit dem Zeitwert dieser Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 5.587.000,00. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind die Rückdeckungsversicherungsansprüche (Planvermögen) mit den entsprechenden Versorgungsverpflichtungen zu saldieren. Im Wirtschaftsjahr 2015/2016 wurde die Pensionsrückstellung erstmals mit einem 10-jährigen Durchschnittszinssatz berechnet. Durch die Umstellung der Berechnungsmethode ergibt sich auf den 7-jährigen Durchschnittszinssatz ein Unterschiedsbetrag beim Bilanzansatz in Höhe von EUR -1.007,00 (i. Vj. EUR 11.943,00). Von den sonstigen Rückstellungen entfallen EUR 6.266.530,00 (i. Vj. EUR 6.794.800,00) auf Personalkosten. Verbindlichkeiten
Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren. Für sämtliche Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherheiten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Als Umsatzerlöse werden im Wesentlichen Erlöse aus Weiterbelastungen der Corporate Services, Beratungshonorare, Erlöse aus weiterbelastbaren Beratungs- und Reisekosten sowie weiterbelastbare sonstige Kosten ausgewiesen. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip mit Erbringung der Leistung. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Erlösschmälerungen in Höhe von EUR 40.373,34. Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Sitz der Mandanten:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen und Erträge aus Zuzahlungen der Mitarbeiter in Höhe von insgesamt EUR 406.178,87 (i. Vj. EUR 225.510,91). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge i. H. von EUR 14.174,36 enthalten, wobei es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen handelt. Die Abschreibungen des Berichtsjahres sind im Einzelnen der Aufstellung "Entwicklung des Anlagevermögens" zu entnehmen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen sonstige Dienstleistungen, EDV-Kosten, Lizenzgebühren, Mietaufwendungen, Fortbildungskosten für Mitarbeiter und Aufwendungen für Versicherungen in Höhe von insgesamt EUR 28.217.871,42 (i. Vj. 23.492.571,22). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 818.959,68 (i. Vj. 400.292,14). Hier handelt es sich im Wesentlichen um Fortbildungskosten für Mitarbeiter, Bewirtungskosten, Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen und Versicherungskosten. Die Zinsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Kreditzinsen und Zinsen für das Cashpooling. Die Aufwendungen aus der Auflösung aktiver latenter Steuern sind in den Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen. Die Gesellschaft ist vom Mindeststeuergesetz nach § 1 Abs. 1 nicht betroffen. Sonstige Angaben Die WTS Group AG stellt für das Geschäftsjahr 2023/2024 als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Mitarbeiter Die Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr ohne Berücksichtigung der individuellen Arbeitszeit betrug im Durchschnitt 254 Mitarbeiter. Diese teilen sich auf in 21 Berufsträger, 1 fachlichen Mitarbeiter und 232 Verwaltungsangestellte. Haftungsverhältnisse Die WTS Group AG bürgt selbstschuldnerisch gegenüber der UniCredit Bank AG für die WTS GmbH mit einem Nominalbetrag in Höhe von EUR 2.250.000,00. Die WTS Group AG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die WTS Group AG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die WTS Group AG schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. Sonstiges Die Gesellschaft hat zu Gunsten von Tochterunternehmen am 14.02.2019, am 13.10.2022, am 10.08.2023 und am 22.04.2024 eine Rangrücktrittserklärung unterzeichnet. Finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen Die finanziellen Verpflichtungen gegenüber fremden Dritten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum nicht der WTS Group AG zuzurechnen ist und bei denen die WTS Group AG diese Vermögensgegenstände daher nicht aktiviert, betragen zum 30.06.2024:
Diesen Verpflichtungen stehen weder Gegenansprüche noch Vorteile gegenüber. Die Gesellschaft hat Gegenstände des Sachanlagevermögens im Rahmen eines Sale-and-leaseback-Vertrags im Wert von TEUR 1.870 verkauft und wieder angemietet. Die finanziellen Verpflichtungen zu diesem Vertrag betragen gesamt 3.150 TEUR, davon mit einer Fälligkeit bis 1 Jahr 1.080 TEUR sowie mit einer Fälligkeit in 1 bis 3 Jahren 2.070 TEUR. Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates Die Organbezüge der Vorstände betrugen für das Geschäftsjahr 2023/2024 EUR 3.049.941,53. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023/2024 eine Vergütung in Höhe von EUR 150.000,00. Der maximal ausschüttungsfähige Betrag unter Berücksichtigung des § 268 Absatz 8 HGB beläuft sich auf EUR 20.916.890,06. Der ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt unter Berücksichtigung der latenten Steuern und Pensionszinsen EUR 5.384.813,00. Die Berechnung erfolgt unter Berücksichtigung der Ergebnisabführungsverträge mit der WTS GmbH, WTS Wirtschaftstreuhand GmbH und WTS Private GmbH. Mitglieder des Aufsichtsrates Prof. Dr. Christian Kaeser, München Leiter Konzernsteuern der Siemens AG Vorsitzender Berthold Welling, Berlin Geschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie e.V. stv. Vorsitzender Wolfgang Hotze, Lehre Aufsichtsratsmitglied der WTS Group AG stv. Vorsitzender Heinrich Montag, Erftstadt Aufsichtsratsmitglied der WTS Group AG stv. Vorsitzender Vorstand Friedrich Esterer, München Steuerberater Vorsitzender Franz Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg, Starnberg Steuerberater Wirtschaftsprüfer Mitglied des Vorstands (bis 30.06.2024) Ulrike Schellert, Frankfurt am Main Steuerberaterin Mitglied des Vorstands Jürgen Scholz, Düsseldorf Steuerberater Mitglied des Vorstands Tim Zech, Neuhausen auf den Fildern Steuerberater seit 01.07.2024 Ergebnisverwendung Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 18.267,44 und den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 7.110.378,17 auf neue Rechnung vorzutragen.
München, 30. September 2024 Friedrich Esterer Ulrike Schellert Jürgen Scholz Tim Zech Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.07.2023 bis 30.06.2024
Zusammengefasster Lagebericht 2023/2024WTS Group AGVolkswirtschaftliche Rahmenbedingungen Das globale Wirtschaftswachstum betrug im Jahr 2023 3,9 Prozent. 1 Im historischen Vergleich mag dieser Wert verhalten erscheinen, doch angesichts der aktuellen weltwirtschaftlichen Herausforderungen ist er dennoch robust. Während die US-Wirtschaft, China oder Indien im Vergleich zu den Vorjahren wieder ordentliche Wachstumsraten erzielten, verlief die Erholung im Euroraum weiterhin schleppend. 23 Für 2024 wird ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent erwartet. 4 Die deutsche Wirtschaftsleistung ist 2023 zurückgegangen. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent. 5 Auch für 2024 rechnen Experten mit schwachen Zahlen. 6 Die deutsche Wirtschaft befindet sich nun seit fast vier Jahren im Krisenmodus. Gründe dafür sind unter anderem die immer noch präsenten Auswirkungen der Coronakrise, der russische Angriffskrieg und die damit verbundenen erhöhten Energie- und Lebensmittelpreise sowie der sich weiter zuspitzende Nahostkonflikt. 7 Rahmenbedingungen für die Beraterbranche Laut dem Marktforschungsinstitut Lünendonk wuchs der deutsche Markt für Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung im Jahr 2023 überdurchschnittlich stark um 8,8 Prozent auf insgesamt 19,8 Milliarden Euro. Damit hat sich das Marktvolumen innerhalb von zwölf Jahren verdoppelt. 8 Eine ähnliche Entwicklung zeigt das Branchenblatt JUVE Steuermarkt. In seiner Publikation "Umsätze Steuern 2024" weist das Medium für das Jahr 2023 ein durchschnittliches Wachstum von 15 Prozent bei den 30 umsatzstärksten Steuereinheiten in Deutschland aus. Der kumulierte Steuerumsatz liegt inzwischen bei fast 4 Milliarden Euro. Insgesamt ist das Geschäft mit der Steuerberatung weniger projektgetrieben und konjunkturunabhängig, da Deklarationen und Tax Accounting erledigt werden müssen. Daneben gewinnen aber auch Bereiche wie Verrechnungspreise und Umsatzsteuer, für die Spezial-Know-how benötigt wird, weiter an Bedeutung. Zudem werden Tax Tech und Künstliche Intelligenz künftig eine noch größere Rolle in den Umsatzplänen der Steuerberatungsgesellschaften spielen. 9
1 Stand 09. August 2024, Quelle:
https://www.diw.de/de/diw
01.c.896420.de/publikationen/wochenberichte/2024 10
2/dikonjunkturprognose weltwirtschaft waechst robust
deutschlands erholung verzoegert sich weiter.html
Unternehmensstrategie Zum Start des Geschäftsjahres 2023/2024 hat die WTS-Gruppe 12 neue Partner ernannt, von denen neun aus den eigenen Reihen stammen. Dies verdeutlicht den Erfolg der internen People Development-Programme. Verstärkungen gab es in den Beratungsfeldern Corporate Tax und International Project Consulting & Construction Business sowie im Geschäftsbereich Digital. Zudem wurde das Beratungsfeld WTS Legal mit zwei neuen Partnern verstärkt. Eines der wichtigsten Wachstumsfelder von WTS ist Tax Technology und künstliche Intelligenz. In diesem Rahmen haben WTS und die interdisziplinäre Kanzlei Peters, Schönberger & Partner (PSP München) im Herbst 2023 ein Joint Venture - WTS PSP Al - für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Steuerbereich gegründet, das sich zum Start auf die Nutzung generativer Sprachmodelle konzentriert. Dreh- und Angelpunkt von WTS PSP AI bildet der AI Playground. Damit will WTS PSP AI vor allem eines erreichen: Kl erlebbar machen. Über die Plattform haben Nutzer Zugriff auf verschiedene KI- Anwendungen, um diese für Use Cases im Steuerbereich einzusetzen. Mitarbeiter Die Anzahl der Beschäftigten der WTS-Gruppe im Geschäftsjahr ohne Berücksichtigung der individuellen Arbeitszeit betrug im Durchschnitt 1.706 Mitarbeiter (WTS Group AG 254 Mitarbeiter). Internationales Netzwerk Das internationale Netzwerk von WTS, WTS Global, ist auch im vergangenen Geschäftsjahr weiter gewachsen. In den letzten 12 Monaten konnten neue Mitgliedsfirmen aus den folgenden Ländern hinzugewonnen werden: Australien (Nuwaru), Slowenien (WTS Tax), Großbritannien (Hansuke Consulting), Thailand (Lorenz & Partners), Uganda (Destiny Consulting) und Simbabwe (Tax Matrix). Besonders erfreulich ist, dass die neuen Mitgliedsfirmen zunehmend bereit sind, den Markennamen WTS in ihre lokalen Firmennamen zu integrieren (Co-Branding) und die Corporate Identity der WTS Gruppe in ihrem Außenauftritt zu übernehmen. Ein bedeutender Schwerpunkt des vergangenen Geschäftsjahres war die Änderung der Governance-Struktur. Das bisherige Board, bestehend aus 11 Direktoren, die die fünf Regionen von WTS Global repräsentierten, wurde in ein Aufsichtsgremium (Supervisory Board) umgewandelt. Ergänzend dazu wurde ein neues Board of Management eingeführt, bestehend aus zwei Geschäftsführern. Als Geschäftsführer wurden CEO Wim Wuyts, der seit 2017 die Geschicke von WTS Global leitet, und Magdalena Saja, Managing Director für Business Development, ernannt. Magdalena Saja, zuvor Mitglied des WTS Global Boards, ist nun in ihrer neuen Rolle für die Stärkung der Geschäftsentwicklung innerhalb der globalen Service Lines sowie für den Aufbau digitaler Toollösungen und die Einführung des WTS PSP Al Playgrounds aus Deutschland auf globaler Ebene verantwortlich. Zusätzlich wurde im vergangenen Geschäftsjahr in Budapest ein zentral geführtes Pitch-Team etabliert, das die Mitgliedsfirmen bei der professionellen Angebotserstellung auf internationaler Ebene unterstützt. Dabei hat sich die Zahl der pro Pitch angefragten Länder deutlich erhöht. Auch die WTS Global Academy hat ihr Trainingsangebot im vergangenen Jahr weiter ausgebaut, insbesondere im Bereich der technischen Schulungen. In den letzten 12 Monaten wurden technische Trainings in den Bereichen Pillar Two, Tax & AI, Beneficial Ownership, Transfer Pricing, ViDA - EU Proposals for VAT in the Digital Age, Decoding VAT Liability of Online Platforms, ATAD II, DAC 6 und Private Clients durchgeführt. Insgesamt verzeichnete die WTS Global Academy über 800 Anmeldungen von Teilnehmenden.
9 JUVE Umsätze Steuern 2024, JUVE
Steuermarkt. S. 13
Geschäftsverlauf Die konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie hat auch im Geschäftsjahr 2023/2024 zu einem guten organischen Wachstum der WTS-Gruppe geführt. Mit einer Umsatzausweitung um 7 % von € 226,3 Mio. im Vorjahr auf € 241,9 Mio. im Berichtsjahr hat sich das Geschäft etwas weniger stark entwickelt, als es zu Beginn des Geschäftsjahres erwartet wurde, was im Wesentlichen an dem schwachen Wachstum von 4 % im Bereich Digital sowie an dem Rückgang von -13 % im Bereich Advisory lag. Die allgemeine wirtschaftliche Abschwächung sowie die Trennung von Beratungsteams haben das Umsatzvolumen in diesem Bereich reduziert. Sehr positiv hat sich der Bereich Tax mit 12% Wachstum entwickelt aufgrund von einer Vielzahl neu gewonnener Projekte und durch eine erneute Ausweitung der Mandantenbasis, insbesondere auch im Mittelstandsbereich. Die Beratungsleistungen der Gruppe wurden überwiegend für große Konzerne und mittelständische Unternehmen erbracht. Als besondere Auszeichnung für ihre Beratungsleistungen wurde WTS zum neuen GJ 23/24 von der Fachzeitschrift JUVE in gleich drei Kategorien als "Kanzlei des Jahres" ausgezeichnet. Die Awards gingen unter anderem an die 150-Personen starke Umsatzsteuereinheit, die gleichzeitig als erste Service Line überhaupt eine volle 5-Sterne-Bewertung erzielen konnte. Daneben haben das sehr breit aufgestellte Finanzsteuerteam und der Bereich Konzernsteuern das Siegel "Kanzlei des Jahres" erhalten. Investitionen Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände gingen in diesem Geschäftsjahr weiter zurück von T€ 5.531 auf T€ 3.136. Der Rückgang betrifft insbesondere geringere Anschaffungen von Sachanlagen für Büroflächen und interne IT-Infrastruktur in München, während in geringerem Umfang in Frankfurt, Nürnberg und Hannover neu investiert wurde. Ertragslage Die Gesamtleistung der Gruppe im Berichtsjahr konnte - etwas geringer als der Umsatz - im Vergleich zum Vorjahr um 6 % gesteigert werden. In Summe betrug sie im Berichtsjahr € 242,0 Mio., was gegenüber den € 228,0 Mio. im Vorjahr einem Anstieg von Mio. € 14,0 entspricht. Das Betriebsergebnis reduzierte sich von T€ 1.924 im Vorjahr auf T€ 1.193 im Berichtsjahr. Damit einher geht eine verschlechterte Rendite des operativen Bereichs von 0,5 % im Berichtsjahr nach 0,9 % im Geschäftsjahr 2022/2023. Der Rückgang der Rendite resultiert aus im Vergleich zum Leistungswachstum überproportional angestiegenen Personalkosten (+9,3 %) - bedingt durch ein weiteres Investment in die Mitarbeiterkapazität. Dagegen entwickelten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen (-4,9 %) rückläufig und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 2,9 % schwächer als die Gesamtleistung. Dieser unterproportionale Anstieg resultiert aus den geringeren Projekt- und Betriebskosten in Zusammenhang mit IT-Systemen und Umzügen sowie aus dem Abflachen der inflationsbedingten Kostensteigerungen, v.a. bei indexbasierten Mietsteigerungen. Das Finanzergebnis verschlechtert sich entsprechend dem höheren Zinsniveau um T€ 344 auf T€ - 1.052. Daneben wird das Finanzergebnis durch höhere Zinsen für Genussrechtskapital, Darlehen und kurzfristige Kreditaufnahmen beeinflusst. Insgesamt reduzierte sich das Ergebnis der Gruppe vor Steuern im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023 um etwa T€ -1.075 auf T€ 140, was zu einem Rückgang der Umsatzrendite vor Steuern um 0,5 Prozentpunkte führt. Damit liegt diese Kennzahl unter den zu Beginn des Geschäftsjahres kommunizierten Erwartungen der WTS Gruppe. Auch nach Steuern reduzierte sich der Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag von T€ 540 im Vorjahr auf T€ -440 im Berichtsjahr, so dass die Umsatzrendite auf knapp unter -0,2 % fällt. Vermögens- und Finanzlage Das Gesamtvermögen der Gruppe zum Ende des Berichtsjahres beträgt € 104,4 Mio. und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % zurückgegangen. Das Eigenkapital beläuft sich auf € 19,4 Mio. (Vorjahr € 19,5 Mio.), was einer Eigenkapitalquote von 19 % (im Vorjahr 19 %) entspricht. Das Vermögen des Konzerns besteht inklusive der Finanzanlagen zu 11 % aus Anlagevermögen und zu 79 % aus Umlaufvermögen (gegenüber 13 % bzw. 78 % im Vorjahr). Das Anlagevermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 15 % oder absolut T€ 2.070. Der Rückgang betrifft überwiegend das Sachanlagevermögen aufgrund des Übergangs auf Sale&Lease-Back von IT-Hardware. Das Umlaufvermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um € 0,6 Mio. vor allem aufgrund des Anstiegs der sonstigen Vermögensgegenstände, während sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € 3,8 Mio. verringerten. Die unfertigen Leistungen (Vorräte) stiegen um 1 % auf € 6,6 Mio. an. Projektbedingt konnten nicht alle Leistungen zum Stichtag abgerechnet werden. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt unverändert € 2,0 Mio. Im Eigenkapital ist das Genussrechtskapital durch den Saldo von Ein- und Auszahlungen der Partner um € 0,8 Mio. auf insgesamt € 9,0 Mio. gestiegen. Darüber hinaus sind die Gewinnrücklagen um € 1,0 Mio. gewachsen. Der Anstieg der Rückstellungen um € 1,9 Mio. resultiert vor allem aus höheren sonstigen Rückstellungen (Personalkosten) bei gleichzeitig leicht gestiegenen Pensionsverpflichtungen. Das Förderdarlehen der KfW über € 4,1 Mio. aus Dezember 2020 sowie die Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 in zwei Tranchen zugeflossenen insgesamt € 6,0 Mio. für ein weiteres KfW-Förderdarlehen für Digitalisierung und Innovation wurden plangemäß anteilig getilgt. Die flüssigen Mittel betragen zum 30.06.2024 € 0,9 Mio. (Vorjahr € 0,9 Mio.), so dass die kurzfristige Liquidität nahezu unverändert ist. Die Liquidität 1 (flüssige Mittel in Prozent von den kurz- und mittelfristigen Schuldposten) beträgt 1 % (Vorjahr 1 %), die Liquidität 2 (flüssige Mittel und kurz- und mittelfristige Forderungen in Prozent von den kurz- und mittelfristigen Schuldposten) beträgt 112 % (Vorjahr 110 %) und die Liquidität 3 (flüssige Mittel, kurz- und mittelfristige Forderungen und Vorräte in Prozent von den kurz- und mittelfristigen Schuldposten) beträgt 122 % (Vorjahr 119 %). Das Niveau dieser Kennzahlen spiegelt das Wachstum der Gruppe sowie insbesondere die damit verbundenen Investitionen der letzten beiden Geschäftsjahre wider. Die Forderungsreichweite zum Stichtag hat sich gegenüber dem Vorjahr verringert und die Struktur der überfälligen Forderungen hat sich nur leicht verschlechtert. Dem verbleibenden Forderungsbestand wurde durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Im abgelaufenen Jahr mussten Forderungsausfälle nur in sehr geringem Umfang hingenommen werden. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WTS Group AG In der WTS Group AG sind die konzernweiten zentralen Dienstleistungen konzentriert. Der Umsatz der Gesellschaft stieg um 12 % von € 57,3 Mio. im Vorjahr auf € 64,3 Mio. im Berichtsjahr. Allerdings ist mit ca. 93 % (im Vorjahr 94 %) der wesentliche Teil des Umsatzes auf die Verrechnung interner Dienstleistungen im Konzern zurückzuführen. Der operative Kostenblock von insgesamt € 70,6 Mio. - bestehend aus den Aufwendungen für bezogene Leistungen (+41 % gegenüber Vorjahr), dem größten Kostenblock Personalaufwand (+3 % gegenüber Vorjahr), den Abschreibungen (-3 % gegenüber Vorjahr) und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+11 % gegenüber Vorjahr) - stieg insgesamt um 10 %. Aus diesen Veränderungen resultierte insgesamt ein Anstieg des Betriebsergebnisses um € 0,1 Mio. auf insgesamt € -5,7 Mio. im Berichtsjahr. Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus der Ausschüttung der WTS Management Services GmbH in Höhe von € 0,3 Mio. (Vorjahr aus WTS Advisory AG und WTS Management Services GmbH in Summe € 2,6 Mio.), was zusammen mit dem Saldo aus den erhaltenen Gewinnen auf Grund von Gewinnabführungsverträgen in Höhe von € 6,8 Mio. (Vorjahr € 10,2 Mio.) und den Aufwendungen für Verlustübernahmen von € 0,0 Mio. (Vorjahr € 1,8 Mio.) sowie dem Zinsaufwand von € -1,1 Mio. (Vorjahr € -0,6 Mio.) und dem Steuerergebnis von € 0,7 Mio. (Vorjahr Aufwand von € 1,1 Mio.) in einem Jahresüberschuss von T€ 18 resultiert. Im Vergleich zum Vorjahr haben insbesondere die höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen, sowie die niedrigeren Beteiligungserträge und die geringeren Gewinnabführungen, zum Rückgang des Jahresergebnisses von € 3,5 Mio. im Geschäftsjahr 2022/2023 um € -3,4 Mio. auf € 0,02 Mio. im Berichtsjahr geführt. Das Gesamtvermögen der Gesellschaft zum Ende des Berichtsjahres beträgt € 48,2 Mio. und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 3 % gestiegen. Hauptursache dafür war, dass höhere sonstige Vermögensgegenstände zu einer Bilanzverlängerung geführt haben. Das Eigenkapital beläuft sich auf € 16,2 Mio. (Vorjahr € 16,5 Mio.), was einer soliden Eigenkapitalquote von 34 % (im Vorjahr 35 %) entspricht. Das Vermögen der Gesellschaft besteht einschließlich der Finanzanlagen zu 35 % aus Anlagevermögen und zu 49 % aus Umlaufvermögen (gegenüber 40 % bzw. 44 % im Vorjahr). Im Eigenkapital ist das Genussrechtskapital durch den Saldo von Ein- und Auszahlungen der Partner um T€ 10 zurückgegangen. Im Dezember 2020 wurde für die Finanzierung der Maßnahmen für die zukünftige Geschäftsausweitung, für den Ausbau des Beratungsfelds Digitalisierung und künstliche Intelligenz sowie für das Vorantreiben der internen Digitalisierung ein Digitalisierungsdarlehen der KfW Bankengruppe, Frankfurt/Main, in Höhe von € 4,1 Mio. in Anspruch genommen. Ein weiteres KfW Förderdarlehen für Digitalisierung und Innovation in Höhe von € 6,0 Mio. wurde je zur Hälfte ab April bzw. Juni 2022 in Anspruch genommen. Für beide Darlehen erfolgte eine planmäßige Tilgung. Darüber hinaus besteht eine Kontokorrentkreditlinie in Höhe von € 20,0 Mio. die am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Die übrigen Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um € 9,6 Mio. auf € 18,9 Mio. Der Anstieg betraf im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diese übrigen Verbindlichkeiten betreffen ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten. Davon sind 59 % Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, 33 % aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Fremden sowie 4 % gegenüber der Gesellschafterin. Die letzte Position wird mit einem Zinssatz in Höhe von 2,5 %-Punkten über dem 12-Monats-Euribor verzinst. Die kurzfristige Liquidität ist unverändert gesichert. Die Kennzahl "Liquidität 2" (flüssige Mittel und kurz- und mittelfristige Forderungen in Prozent von den kurz- und mittelfristigen Schuldposten) beträgt 74 % (Vorjahr 68 %). Konzerngesellschaften In Bezug auf die Konzernstruktur der WTS gab es im Geschäftsjahr 2023/2024 Veränderungen durch den Zugang der restlichen 25 % Anteile an der WTS China Consulting Ltd, Shanghai, China sowie der Umwandlung der WTS AI GmbH zum Joint Venture Unternehmen WTS PSP AI GmbH, München. Zum Konsolidierungskreis des Konzerns gehören zum 30. Juni 2024 damit die folgenden Gesellschaften:
Beschreibung der wesentlichen Konzerngesellschaften WTS Group Aktiengesellschaft, München In der Obergesellschaft der Gruppe sind die konzernweiten zentralen Dienstleistungen konzentriert. Der Schwerpunkt der Mandatstätigkeit dieser Gesellschaft liegt in der steuerlichen Beratung von Privatpersonen. WTS GmbH, München Diese Gesellschaft fokussiert ihre Aktivitäten auf die Konzernsteuerberatung sowie auf die Erbringung von Finanz -, Lohn- und Gehaltsbuchhaltungsleistungen. Das Beratungsangebot reicht dabei von der Übernahme einer kompletten Konzernsteuerfunktion über die klassische Tax Compliance bis hin zu Spezialthemen im Zusammenhang mit Transaktionen und Supply Chain Management (Umsatzsteuer, Transferpreise, Zölle). Weiterhin umfasst es die Erstellung von Jahres- und Konzernabschlüssen inklusive des Tax Accountings und der Erstellung von Sonderbilanzen im Rahmen von M&A-Projekten. Die WTS GmbH ist die größte Gesellschaft der Gruppe. WTS Wirtschaftstreuhand GmbH, München Die Gesellschaft erbringt im Wesentlichen steuerliche Beratungsleistungen im Rahmen großer Business-Partnering-Mandate. WTS Digital GmbH, München Die Gesellschaft erbringt Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Prozessen und IT-Lösungen im Steuerumfeld. Sie unterstützt Unternehmen bei der Automatisierung und Digitalisierung von steuerlichen Prozessen. WTS Advisory AG, Stuttgart Die Gesellschaft ist zentraler Anbieter von Financial Advisory Services innerhalb der WTS. Sie bietet Beratungsleistungen für Unternehmen in den Bereichen Accounting Advisory, Planning & Controlling, Restructuring, Corporate Finance und digitaler Wertschöpfungsketten im Finanzbereich an. Risiken und Chancen Die folgenden Ausführungen hinsichtlich der Risiken und Chancen beziehen sich auf den WTS Group AG Konzern sowie die WTS Group AG. Das Risikomanagement nimmt in den Arbeitsabläufen der WTS und in der Kommunikation der Geschäftsverantwortlichen mit dem Vorstand einen breiten Raum ein. Das im Geschäftsjahr 2021 optimierte unternehmensweite Risikomanagementsystem der WTS Gruppe unterstützt die Erreichung unserer Unternehmensziele und sichert den zentralen Wert der unternehmerischen Tätigkeit der WTS: Wert stiften. Unser Risikomanagementsystem orientiert sich an international anerkannten Rahmenwerken für unternehmensweites Risikomanagement, die vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) entwickelt wurden, und ist an die Struktur sowie die Kultur der WTS angepasst. Darüber hinaus ist es an WTS-Kernprozessen wie Geschäftsplanung und Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie an dem speziellen, überwiegend berufsrechtlich geprägten Beratungsbetrieb der WTS-Einheiten ausgerichtet und steht in Beziehung zu weiteren Corporate-Governance-Elementen wie Compliance Management und Interner Revision. Der Vorstand ist für die konkrete Ausgestaltung und Implementierung des Risikomanagementsystems verantwortlich und greift hierbei auf die Rechtsabteilung der WTS- Gruppe und eine neu eingerichtete Risk-Management-Funktion zurück. Diese Stellen unterstützen mit Fachkompetenz für Regelungen, Organisation, Methoden und Tools im Risikomanagement- Prozess. Ferner ist im Organisationsgefüge der WTS-Gruppe jeder Managing Partner in seinem Verantwortungs- und Tätigkeitsbereich für die Implementierung eines angemessenen Risikomanagements gemäß der gruppenweit gültigen Risikomanagement-Richtlinie zuständig. Der Managing Partner verantwortet somit in einer Eigenschaft als "Risk Officer" den operativen Risikomanagement-Prozess in seiner jeweiligen Organisationseinheit und agiert hierbei als Schnittstelle zum Konzern-Risikomanagement. Der Risikomanagementprozess bildet die Grundlage für ein einheitliches Risikomanagement in der WTS-Gruppe und wird detailliert im Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Dieses enthält u.a. Tools und Checklisten, die auch für einzelne Projekte oder fachspezifische Belange genutzt werden können. Grundsätzlich zielt unser Risikomanagement auf eine frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Steuerung aller Risiken ab, die das Erreichen der Unternehmensziele in wesentlichem Maß negativ beeinflussen können. Das Risikomanagement der WTS-Gruppe ist maßgeblich auf die WTS Top- Risiken ausgerichtet, die den Fortbestand der WTS gefährden oder in sonstiger Weise erhebliche negative Auswirkungen nach sich ziehen können. Hierbei werden Risiken jeglicher Art betrachtet: Strategische, operative, finanzielle Risiken sowie Risiken aus dem Bereich Legal und Compliance. Wirksame Kommunikation findet abwärts, horizontal und aufwärts in der WTS-Organisation statt und regelmäßige Abstimmungen von Vorstand, Rechtsabteilung & Risk-Management-Funktion stellen ein zentrales Element dar. Zudem wird die Risikolage der WTS-Gruppe quartalsweise im Vorstand erörtert und die Erkenntnisse werden im Rahmen der Regelberichterstattung an den Aufsichtsrat berücksichtigt. Bezüglich der finanziellen Risiken hat die WTS ein stringentes Controlling-System eingerichtet, das über alle Gesellschaften und Geschäftseinheiten hinweg die finanzielle Situation eng verfolgt. Ergänzt werden diese Mechanismen um bereits etablierte Funktionen der internen Revision, der Informationssicherheit und des Datenschutzes. Neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung resultieren Risiken vor allem aus einer möglichen Fluktuation von Schlüsselpersonen oder ganzer Teams, aus möglichen Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern, aus längeren Phasen fehlender Kapazitätsauslastung durch den Wegfall eines oder mehrerer Großkunden oder fehlenden Folgeaufträgen im Projektgeschäft sowie aus Qualitätsanforderungen und Haftungsfällen. Für die abstrakten Haftungsrisiken aus der Beratungstätigkeit der WTS-Einheiten und betreffend sonstige Risiken aus dem WTS-Geschäftsbetrieb wurden die berufsrechtlich zwingenden und allgemein erforderlichen oder empfehlenswerten Versicherungen mit einem angemessenen Deckungsumfang abgeschlossen. Finanzielle Risiken bestehen im Wesentlichen aus möglichen Ausfällen von Kundenforderungen. Währungsrisiken bestehen nur in sehr geringem Maße, da die Transaktionen überwiegend in Euro abgewickelt werden. Darüber hinaus führt die stetig zunehmende Bedeutung der Digitalisierung zu ansteigenden Risiken in der Informations- und IT-Sicherheit, was durch die Etablierung entsprechender Strukturen und Schulungsmaßnahmen stark adressiert wird. Auch wurde durch die Weiterentwicklung des ERP-Systems und der Eingangsrechnungsverarbeitung ein wesentlicher Schritt in dem erforderlichen Umbau der internen Strukturen zur Reduktion potenzieller Risiken aus dem starken Wachstum gemacht. Für das neue Geschäftsjahr ist auch wieder mit dem Zugang ausgewählter Beratungsteams zu rechnen. Dadurch kann einerseits Kompetenz in bestimmten Schwerpunktfeldern auf- und ausgebaut werden und andererseits das Dienstleistungsspektrum der WTS sinnvoll ergänzt werden. Chancen ergeben sich für die WTS im Wesentlichen aus der steigenden Attraktivität des Dienstleistungsangebots, der zunehmenden Bekanntheit der WTS, der weiteren Internationalisierung des Beratungsgeschäfts, der erhöhten Sensibilisierung von Geschäftsführern und Vorständen in den Mandantenunternehmen im Hinblick auf Compliance-Anforderungen und aus weiteren Veränderungen in der Steuergesetzgebung. Insbesondere die starke Position der WTS im Bereich Co-Sourcing und Business Partnering in Verbindung mit dem im Großkonzern- Segment zu beobachtenden Trend, auch im Steuerbereich vermehrt Teilprozesse auszulagern, eröffnet der WTS eine Vielzahl von Opportunitäten am Markt. Auch das innovative Vorgehen der WTS im Bereich Digitalisierung im Steuerbereich bringt viele neue Geschäftschancen mit sich. Schließlich ermöglicht die Aufstellung der WTS als integrierter Berater mit den Themen Steuern, Recht, Digitalisierung und Financial Advisory sowohl den Zugang zu neuen Mandanten als auch die Geschäftserweiterung bei bestehenden Mandanten. Eine weitere wichtige Entwicklung, die der WTS-Gruppe zusätzliche Marktchancen eröffnet, ist die verstärkte gesetzlich vorgeschriebene Trennung von Abschlussprüfungen und Beratungsleistungen sowie das Finanzmarkt Integritätsgesetz in der Folge des Wirecard-Skandals. Durch diesen Anstoß hat sich die Dynamik innerhalb der Beratungsbranche in den vergangenen Jahren merklich verstärkt. Das veränderte Regelwerk schränkt die gleichzeitige Abschlussprüfung und Steuerberatung durch ein Beratungsunternehmen noch deutlicher ein - und auch die damit verpflichtende Prüferrotation sorgt für neue Rahmenbedingungen. Seit ihrer Gründung verzichtet die WTS-Gruppe auf die Durchführung von Jahresabschlussprüfungen, wodurch sie ihren Mandanten eine konfliktfreie und zukunftsorientierte Partnerschaft gewährleisten kann. Von diesem Alleinstellungsmerkmal wird die WTS-Gruppe auch künftig zunehmend stark profitieren. Gegenwärtig sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Zukünftige Entwicklung Für das neue Geschäftsjahr 2024/2025 wurden Wachstums- und Ergebnisziele für die WTS gesetzt. Bestimmte Beratungsfelder werden durch entsprechenden Mitarbeiteraufbau gezielt verstärkt und es werden konkrete Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Produktivität und damit für eine Erhöhung der zukünftigen Profitabilität umgesetzt. Nach dem organischen Wachstum in der abgelaufenen Rechnungslegungsperiode sowie der Investition in die Mitarbeiterkapazität wird für das neue Geschäftsjahr erneut eine deutliche Umsatzsteigerung angestrebt. Diese ambitionierte Zielsetzung beruht auf der Erwartung positiver Effekte aus der vorstehend genannten Veränderung des Beratermarktes und der gestiegenen Wahrnehmung der WTS-Gruppe als umfassender sowie kompetenter Partner. Die durch Inflation und Energiekrise stark gesunkene Zuversicht in der Gesamtwirtschaft wird in der Beratungsbranche zwar negativ wirken, hier sieht sich die WTS- Gruppe aber aufgrund ihrer langfristig orientierten Mandatsstruktur gut aufgestellt. Das angestrebte Wachstum könnte aber darüber hinaus durch den nach wie vor bestehenden Fachkräftemangel limitiert werden. Besonders steht nach den Investitionen in die Personalkapazität, aber auch in die Infrastruktur, die Verbesserung der Profitabilität im Vordergrund. Allerdings werden auch im neuen Geschäftsjahr die Aufwendungen und Investitionen für Innovationsthemen das Ergebnis belasten. Dies beinhaltet nicht nur die weitere Digitalisierung der internen Prozesse, sondern auch die Aufwendungen für die Pflege der WTS Digital GmbH Software Tool Suite einerseits, aber insbesondere auch die Teilnahme am Einsatz und der Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Künstlichen Intelligenz und Spracherkennung andererseits. In Summe erwartet die Konzernleitung für das Ergebnis vor Steuern einen absoluten Wert über dem Vorjahresniveau, so dass eine Umsatzrendite vor Steuern von größer 1,2 % erreicht werden sollte. Auch mittelfristig wird durch die Wahrnehmung der oben erläuterten Chancen, die weitere Hinzunahme von neuen, bereits etablierten Teams sowie die Erschließung neuer Beratungsfelder ein gegenüber dem Markt mindestens durchschnittliches Wachstum angestrebt, um die gesetzten strategischen Ziele in Bezug auf die langfristige Positionierung der WTS am Markt zu erreichen. Auch die Anstrengungen in Bezug auf die Stärkung und den weiteren Ausbau des internationalen Netzwerks WTS Global werden dabei weiterhin eine wichtige Rolle für die Weiterentwicklung der WTS-Gruppe sowie der WTS Group AG einnehmen. Der Vorstand der WTS Group AG sieht den Konzern dank seines umfassenden Beratungsangebots weiterhin sehr gut positioniert und rechnet vor diesem Hintergrund auch in Zukunft mit deutlichem Wachstum sowie mit einer positiven Entwicklung der Ertragslage.
München, 30. September 2024 Vorstand Friedrich Esterer Tim Zech Ulrike Schellert Jürgen Scholz wts.com/de BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WTS Group AG, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WTS Group AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der WTS Group AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 12. November 2024 HBS
GmbH
Wolfgang Hedel, Wirtschaftsprüfer Regine Köppel, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 01. Juli 2023 bis 30. Juni 2024Der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr einen umfassenden Überblick über die Lage der WTS Group AG und ihrer Tochtergesellschaften sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle verschafft. Maßgebliche Grundlage der Überwachung des Vorstands waren die vom Vorstand vorgelegten schriftlichen vierteljährlichen Berichte über die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft und der WTS-Unternehmensgruppe. Außerhalb der Sitzungen, in denen der Vorstand für Rückfragen und weitere Erläuterungen zur Verfügung stand, ließ sich der Aufsichtsratsvorsitzende durch den Vorstand über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage informieren. Auf Grundlage der umfassenden Berichterstattung konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand überzeugen. Der Aufsichtsrat hat die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns begleitet und den Vorstand in diesem Zusammenhang beraten. Der Aufsichtsrat, welcher keine Ausschüsse gebildet hat, tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr in vier Sitzungen, an denen jeweils auch die Mitglieder des Vorstands teilgenommen haben. Im Rahmen dieser Sitzungen wurden alle für die Gesellschaft sowie für die WTS-Unternehmensgruppe bedeutenden Angelegenheiten eingehend beraten. Bestandsgefährdende Risiken wurden dabei nicht identifiziert. Die HBS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht für die WTS Group AG und den Konzern für das am 30. Juni 2024 beendete Geschäftsjahr unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussunterlagen und Berichte des Wirtschaftsprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Nach eigener Prüfung hat der Aufsichtsrat von den Prüfungsergebnissen zustimmend Kenntnis genommen und keine Einwendungen erhoben. An der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 4. Dezember 2024 hat der Abschlussprüfer teilgenommen und über die wesentlichen Punkte seiner Prüfung berichtet. Er stand den Mitgliedern des Aufsichtsrats für Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss in der vorbezeichneten Bilanzsitzung gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich auch dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Herr StB Franz Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg ist mit Wirkung zum 30.06.2024 aus dem Vorstand der Gesellschaft ausgeschieden. Darüber hinaus sind im Berichtszeitraum keine personellen Veränderungen in Vorstand oder Aufsichtsrat eingetreten. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeitern der WTS- Gruppe für die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
München, den 4. Dezember 2024 Prof. Dr. Christian Kaeser, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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