BAG-Franken eGLiquidiert
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Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
W. Gärtner GmbHAufgelöst | 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BAG-Franken eGBad FriedrichshallJahresabschluss zum 31. Dezember 2019LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019I. Gesamtwirtschaftlicher Hintergrund (Quelle: drv) Deutlich geringeres Wirtschaftswachstum Nach vielen Jahren des Aufschwungs verminderten sich die konjunkturellen Auftriebskräfte in Deutschland merklich. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gegenüber VJ lediglich um 0,6 % (2018 + 1,5 %). In den Jahren 2017 und 2016 war das BIP sogar um 2,5 % beziehungsweise 2,2 % gewachsen. Die Gründe für das Schwinden der konjunkturellen Auftriebskräfte sind vor allem im globalen Umfeld zu sehen. Die schwächere Weltwirtschaft, die eskalierenden Handelskonflikte, die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die Unsicherheiten rund um den EU-Austritt Großbritanniens belasteten die Geschäfte der außenhandelsorientierten Wirtschaftsbereiche spürbar. Im Verarbeitenden Gewerbe zeigten vor allem die strukturellen Veränderungen in der Automobilindustrie mit neuen emissionsarmen Antrieben Auswirkungen. Die Zuwächse beim privaten und staatlichen Konsum waren der wichtigste Treiber des Wirtschaftswachstums. Der private Konsum 2019 wuchs um 1,6 % (VJ 1,3 %). Die Impulse kamen abermals vom Beschäftigungsaufbau sowie von den vielfach kräftigen Verdienststeigerungen. Die staatlichen Konsumausgaben lagen mit 2,5 % sogar nochmals deutlich über dem Wachstum des Privatkonsums. Die außenwirtschaftlichen Belastungsfaktoren, hier besonders die von den USA ausgehenden handelspolitischen Konflikte, haben das globale Investitionsklima erheblich eingetrübt. Deutschland, als starker Lieferant von Investitionsgütern war hiervon im besonderen Maße betroffen. So konnte das Exportgeschäft nur noch den schwachen Zuwachs von 0,9 % (VJ + 2,1 %) verzeichnen. Das Importwachstum schwächte sich trotz hoher Binnennachfrage ebenfalls deutlich ab (+1,9 % nach +3,6 %). Vor diesem Hintergrund verminderte der Außenhandel in Summe den BIP-Anstieg um 0,4 Prozentpunkte. Der gesamtstaatliche Finanzierungsüberschuss lag bei 49,8 Mrd. € (VJ: 62,4 Mrd. €). Für den Rückgang des Haushaltsüberschusses war die konjunkturelle Abkühlung verantwortlich, die das Wachstum der Steuereinnahmen dämpfte. Im Jahresdurchschnitt 2019 stieg die Zahl der Beschäftigten um rund 400.000 auf etwa 45,3 Mio. Der Zuwachs beruhte alleine auf einer Ausweitung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Bei der Arbeitslosigkeit setzte sich der Abwärtstrend abgeflacht fort. Die Arbeitslosenzahl sank um rund 70.000 auf knapp 2,3 Mio. Menschen. Bei der Arbeitslosenquote war ein Rückgang um 0,2 Prozentpunkte auf 5,0 % zu verzeichnen. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt um 1,4 % (2018: + 1,8 %). Maßgeblich für die geringere Steigerung waren die Energiepreise, deren Anstieg sich spürbar verminderte. Auch die Preise für Nahrungsmittel (+1,4 %) und Dienstleistungen (+1,5 %) stiegen moderat und nahezu proportional zur Gesamtwicklung. Internationale Agrarmärkte Der FAO-Preisindex für die wichtigsten, weltweit gehandelten Agrarrohstoffe erreichte im Dezember 2019 ein Fünfjahreshoch. Zuvor waren die Preise bereits drei Monate in Folge kontinuierlich angestiegen. Vor allem der Anstieg bei Milch, Pflanzenölen und Zucker führte zu dem hohen Preisniveau zum Ende des Jahres. Insgesamt erreichte der FAO-Preisindex für das Jahr 2019 einen Durchschnittswert in Höhe von 171,5 Punkten und lag damit 1,8 % höher als 2018. Die Entwicklung der Preise stellte sich dabei in den Produktbereichen unterschiedlich dar. Die weltweiten Getreidepreise verzeichneten 2019 ein Jahresdurchschnitt von 164,4 Punkten. Dies stellt einen marginalen Rückgang im Vergleich zu 2018 dar. Bei Pflanzenölen ging der Durchschnittswert 2019 deutlich zurück (auf 135,2 Punkte) und verzeichnete das niedrigste Jahresdurchschnittsergebnis seit 2006. Der weltweite Zuckerpreis stieg 2019 im Vergleich zu 2018 hingegen um 1,6 %. Der FAO-Milchpreisindex lag 3 % über dem Wert von 2018. Die größte Preissteigerung wurde bei Magermilchpulver verzeichnet, gefolgt von Käse und Vollmilchpulver. Die Fleischpreise stiegen international in 2019 um 5,7 % gegenüber 2018. Der Schweinefleischpreis verzeichnete dabei die stärksten Steigerungen, gefolgt von Rind- und Geflügelfleisch. Die Prognosen für 2020 sind durch die weltweite Corona-Pandemie Makulatur. Im Frühjahr 2020 sind die Auswirkungen der Pandemie auf die Weltwirtschaft noch nicht abzusehen. Entwicklungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU Nach der Wahl zum Europaparlament arbeitet der neue Agrarausschuss an den bereits im Juni 2018 vorgelegten Vorschlägen zur Reform der gemeinsamen Agrarpolitik GAP weiter. Derzeit sieht der Kommissionsvorschlag eine Mittelkürzung im Agrarhaushalt von insgesamt 5 % vor, wobei die Reduktion bei den Direktzahlungen 4 % und bei den Mitteln für die ländliche Entwicklung 15 % betragen soll. Eine Einigung zur GAP-Reform ist erst im Anschluss an den EU-Finanzbeschluss zu erwarten. Für den Zeitraum zwischen dem Auslaufen der aktuellen GAP und dem Inkrafttreten der GAP-Reform wird daher an einer Übergangsregelung gearbeitet. Über die künftige Ausgestaltung der GAP hinaus ist für die Belange der Agrarwirtschaft der von der neuen EU-Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen vorgeschlagene Green Deal wichtig. Mit diesem Projekt werden insbesondere ehrgeizige Klimaziele der EU, aber auch eine nachhaltigere Nahrungsmittelversorgung angestrebt. Im Agrarsektor soll im Rahmen einer "Farm to Fork"-Strategie, deren Vorlage im Frühjahr 2020 unter Federführung der neuen Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides vorgesehen ist, die Nahrungsmittelversorgung in Europa nachhaltiger gestaltet und die Kreislaufwirtschaft gefördert werden. Hier ist ein Bündel von Maßnahmen genannt. So soll u. a. das Ziel einer signifikanten Reduzierung des Einsatzes von chemischen Pflanzenschutzmitteln, Düngemitteln und Antibiotika verfolgt werden. Weitere geplante Maßnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit sind u. a. die Verringerung von Lebensmittelverlusten sowie eine bessere Verbraucherinformation. II. Geschäftsverlauf Entwicklung der Branche (Quelle: drv) Weltweit ist im Jahr 2019 eine Getreideernte von 2,16 Mrd. t (ohne Reis) eingefahren worden. Das zweitbeste, jemals erzielte Ergebnis. Grund für die hohen Erträge sind insbesondere die guten Ernten in der Schwarzmeerregion. In allen anderen wichtigen Regionen wurden ebenfalls in der Summe gute Ernteergebnisse eingefahren. Einzige Ausnahme bildet Australien. Hier sind die Erträge trockenheitsbedingt deutlich zurückgegangen. Trotz der insgesamt guten Erträge wird die Produktion den Verbrauch nicht decken können. Bei einer prognostizierten Nachfrage von 2,19 Mrd. t beträgt das Defizit 26 Mio. t und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres. In der EU-28 wurde mit 316 Mio. t die beste Getreideernte seit 2014 eingefahren. Nachdem in 2018 die Getreideernte in weiten Teilen Europas unter einer massiven Dürre zu leiden hatte, wurden in 2019 überwiegend gute Ergebnisse erzielt. Durch die ergiebigen Regenfälle im Herbst und Winter 2018/19 sind die Wasservorräte in den Böden wieder gut aufgefüllt. In Deutschland stand die Getreideernte 2019 unter besseren Vorzeichen als im Vorjahr. Nach dem vergleichsweisen milden Winter setzten bereits Mitte Februar Frühjahrstemperaturen ein und sorgten für einen historisch frühen Beginn der Aussaat. Auf ein wechselhaftes Frühjahr folgte heißes und trockenes Sommerwetter, das allerdings in weiten Teilen Deutschlands von ausreichend Niederschlag begleitet wurde. Mit knapp 44,4 Mio. t konnte eine insgesamt knapp durchschnittliche Ernte eingefahren werden. Die Inlandsnachfrage wird auf ca. 43 Mio. t Getreide geschätzt. Bei einer kontinuierlichen Nachfrage der Mühlen kommen durch die guten Fleischpreise zusätzliche Impulse aus dem Futtersektor. Weltweit wird in 2019/20 bei den Ölsaaten nach Schätzungen des USDA mit einer Erntemenge von 575 Mio. t (VJ 600 Mio. t) gerechnet. Dem steht ein erneut gestiegener Verbrauch in Höhe von knapp 589 Mio. t gegenüber. Damit ist zum ersten Mal seit 2015 mit einem Rückgang der Endbestände zu rechnen. Mit einer Produktion von 337 Mio. t (VJ: 358 Mio. t) ist die Sojabohne weiterhin die wichtigste Ölsaat. Die zweitwichtigste Ölfrucht mit einer Produktion von 68,5 Mio. t (VJ: 72 Mio. t) stellt weiterhin der Raps dar. Der Rückgang ist in erster Linie auf Ertragseinbußen in Europa zurückzuführen. Insgesamt ist langfristig durch das weltweite Bevölkerungswachstum von einer weiterhin steigenden Nachfrage nach pflanzlichen Ölen zu rechnen, die sowohl für die Nahrungsmittelproduktion als auch für den Energiesektor benötigt werden. Die Ölsaatenernte der EU liegt witterungsbedingt mit knapp 30 Mio. t um 9 % unter dem Wert des Vorjahres (32,8 Mio. t). Die EU Rapsernte sank 2019 auf knapp 17 Mio. t (VJ: 20 Mio. t), während Sonnenblumen- und Sojabohnenernten in etwa auf Vorjahresniveau lagen. Der Grund lag vor allem in schwachen Rapsernten in Frankreich und Deutschland. Mit nur 2,8 Mio. t Raps wurde in Deutschland zum vierten Mal in Folge ein enttäuschendes Ergebnis erzielt. Der Grund lag in einer um ca. 30 % reduzierten Aussaatfläche. Die Rapspreise zeigten 2019 eine insgesamt positive Tendenz, die in hohem Maße auf ein geringeres Warenangebot zurückzuführen ist. Der Preisanstieg hielt sich insgesamt in Grenzen, da sich die Ölmühlen mit erheblichen Mengen an Importware versorgt haben. Entwicklung der BAG-Franken eG Die Geschäftsentwicklung in unserer Genossenschaft entwickelte sich im Jahr 2019 in den einzelnen Sparten recht unterschiedlich. Bei den landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln sank die abgesetzte Düngermenge, einerseits, weil die neue EU-Düngeverordnung eine bremsende Wirkung hat, andererseits weil einige Betriebe ihren Bedarf für 2019 bereits im Herbst 2018 gedeckt haben. Bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln konnten die Verkaufszahlen des Vorjahres nicht gehalten werden. Weiterhin ist festzuhalten, dass die von der Agrarpolitik gesteuerten Maßnahmen unsere Genossenschaft sowohl im Geschäft mit Lagerhaus-Bedarfsartikeln als auch bei der Getreideerfassung in erheblichem Maße Umsatz und Ertrag kosten. Positiv war, dass in 2019 wieder eine normale Getreideernte eingefahren werden konnte. Zusammen mit der Restvermarktung aus 2018 ergab sich so im Mengenabsatz, im Umsatz und im Rohertrag eine erfreuliche Steigerung bei den landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Belastet wurde dieses Geschäft von einer außerordentlich kleinen Mostobsternte. Der Energiebereich profitierte von einer guten Nachfrage nach Heizöl. Hier konnte die abgesetzte Menge um über 1,2 Mio. Liter auf insgesamt 11 Mio. Liter gesteigert werden. Bei den Kraftstoffen wurden dagegen ca. 0,66 Mio. Liter weniger verkauft. Durch die insgesamt rückläufigen Preise ergab sich in der Energiesparte insgesamt ein Umsatzminus von 4,3 %. Bei den Raiffeisenmärkten sank der Umsatz marginal um 0,1 %. Diese Zahl ist erneut bemerkenswert, wenn man berücksichtigt, dass wir diesen Umsatz mit einem Markt weniger erzielt haben. Die Getreidemühle in Heuchlingen erzielte ein Umsatzwachstum von 78,6 %. Der Grund lag in der kompletten Umstellung auf Biogetreide. Das erzeugte Biomehl hat einen deutlich höheren Preis als konventionelles Mehl. Die Umsatzentwicklung stellt sich nach Geschäftssparten gegliedert im Einzelnen wie folgt dar:
Innerhalb der einzelnen Geschäftssparten und bei den wesentlichen Artikelgruppen ergaben sich folgende Veränderungen: a) landwirtschaftliche Bedarfsartikel Bei den Lagerhausbedarfsartikeln lag die verkaufte Düngermenge 1.916 to oder 11,7 %, der Umsatz um 3,8 % unter dem Vorjahr. Bei stickstoffhaltigen Düngern, bei Volldüngern und Kalk konnten die Mengen des Vorjahres nicht erreicht werden. Das lag zum einen an Verschiebungen im Einkauf, zum anderen an der neuen EU-Düngeverordnung, die doch große Teile der Landwirtschaft nachhaltig verunsicherte und zu weniger Bedarf geführt hat. Bei den Futtermitteln stieg der Mengenabsatz um 3,8 %, wertmäßig stieg der Umsatz um 10 %. Im Bereich Saatgetreide, Pflanzkartoffeln und Sämereien konnte insgesamt ein Umsatzzuwachs von 1,2 % erreicht werden. Bei Saatgetreide und Ölsaaten hatten wir aufgrund der rückläufigen Aussaatflächen ein Umsatzminus. Dem Stand ein Zuwachs bei Pflanzkartoffeln, Saatmais und sonstigen Saaten gegenüber. Nicht zufriedenstellend war ebenfalls der Verkauf von Pflanzenschutzmitteln. Bei einem insgesamt deutlich rückläufigen Markt lag unser Umsatz um 16,4 % unter dem Vorjahr. b) landwirtschaftliche Erzeugnisse Die Vermarktungsmenge betrug beim Getreide in 2019 69.483 to, das entspricht einem Zuwachs von 19,8 %. Die Ernteerfassungsmenge inkl. Mais lag um rund 5.203 to über dem Vorjahr. Insgesamt hatten wir normale Hektarerträge, die angelieferten Qualitäten waren gut und weitgehend unproblematisch in der Vermarktung. Eine insgesamt gute Nachfrage hatte zum Herbst hin moderat ansteigende Preise zur Folge. Nach dem Trockenjahr 2018 lagen die Erträge beim Mais ebenfalls wieder auf normalem Niveau. Enttäuschend war die Ernte beim Mostobst. Außerordentlich niedrige Erzeugerpreise bewirkten, dass von den ohnehin kleinen Flächenerträgen bei Weitem nicht alles geerntet und angeliefert wurde. Nach Abzug der Umtauschmenge konnten lediglich 293 t verkauft werden, ein Minus von 90,9 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen lag bei über 19,5 Mio. € und damit um 24,3 % über dem Vorjahr. c) Raiffeisenmärkte Aus betriebswirtschaftlichen Gründen hatten wir bereits zum 31.10.2018 den Raiffeisenmarkt Schefflenz geschlossen. Ebenfalls aus betriebswirtschaftlichen Gründen kam zum 31.10.2019 die Schließung des Lagerhauses Widdern mit angeschlossenem Raiffeisenmarkt hinzu. Somit hatten wir, gegenüber dem Vorjahr, im gesamten Jahr einem Raiffeisenmarkt weniger am Netz. Trotzdem konnten die Raiffeisenmärkte den Gesamtumsatz mit einem kleinen Minus von 0,1 % auf Vorjahresniveau halten. Bemerkenswert dabei ist, dass nicht nur der renovierte Markt in Neuenstadt, sondern alle unsere großen Märkte, also auch Bad Friedrichshall und Möckmühl Umsatzzuwächse verzeichnen konnten. Hier können wir den Kunden ein Einkaufserlebnis bieten und haben auch genügend Kaufkraft im Einzugsgebiet. Obwohl bei einigen Artikelgruppen der Online-Handelsanteil zunimmt, konnten wir eine positive Umsatzentwicklung verzeichnen. d) Mineralöle, Brenn- und Treibstoffe Das Geschäft mit Brenn- und Treibstoffen verlief insgesamt zufriedenstellend. Im ersten Halbjahr war deutlich bemerkbar, dass die Kunden auf das niedrigere Preisniveau bei Heizöl mit erhöhter Nachfrage reagierten. Das Dieselgeschäft lief insgesamt gut, lediglich personelle Engpässe bei unseren Kraftfahrern verhinderten einen höheren Mengenabsatz. Die ausreichende Besetzung unseres Fuhrparks mit Kraftfahrern, besonders im Energiebereich, stellte sich als eine Herausforderung dar, die uns das gesamte Jahr 2019 beschäftigte. Bedingt durch die insgesamt niedrigeren Mineralölpreise lag der Umsatz im Energiebereich insgesamt bei gut 26 Mio. € und damit um 4,3 % unter dem Vorjahr. e) Mühle Die Mühle erreichte ein Vermahlungsergebnis von 6.078 to. und lag damit 12,3 % unter dem Vorjahr. Der Grund lag in der kompletten Umstellung auf die Vermahlung von Bio-Getreide. Hier hatte sich noch keine stabile Absatz- und Kundenstruktur gebildet. Die Umstellung selbst erwies sich aber durch die höheren Vermahlungslöhne als richtig. Durch die bessere Wertschöpfung der Bio-Vermahlung konnte aber der Umsatz um 78,6 % und das Spartenergebnis leicht verbessert werden. f) Sonstige Leistungserlöse, Nebenbetrieb Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Lagergelder, Erlöse aus Reinigen/Beizen/Gerben, Frachtkostenerstattungen und die Erlöse aus der Stromeinspeisung. Die Erlöse für Reinigen/Beizen/Gerben lagen leicht über dem Vorjahr, ebenso die Erlöse aus der Stromeinspeisung in Heuchlingen. Auch die Mieterträge lagen um 26,8 % über dem Vorjahr. Personal- und Sozialbereich Die Zahl der 2019 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug:
Außerdem haben wir im Jahresdurchschnitt 6 Auszubildende beschäftigt. Wir gewähren die üblichen Sozialleistungen. Für langjährige Mitarbeiter besteht die Möglichkeit einer zusätzlichen Altersversorgung in der GENO Pensionskasse VVaG bzw. über die R+V Pensionsversicherung. Die Mitarbeiter werden laufend durch Schulungsmaßnahmen qualifiziert und fortgebildet. Dies erfolgt durch betriebsinterne Trainings- und Schulungsmaßnahmen sowie durch Seminare, die von der Agrochemie, den Futtermittelherstellern, der Akademie Deutscher Genossenschaften in Montabaur, der Genossenschaftsakademie in Karlsruhe und Baunatal, der IHK und unserem IT-Partner in Münster angeboten werden. Durch die Fortbildung unserer Mitarbeiter ist sachkundige Arbeitserledigung sowie eine qualifizierte Beratung und Betreuung unserer Mitglieder und Kunden sichergestellt. Umweltschutz Unsere Brenn- und Treibstofftanklager entsprechen den gesetzlichen Anforderungen. Die Pflanzenschutzlager sind angemeldet und entsprechen den gesetzlichen Bestimmungen. Die Gefahrgutvorschriften werden bei der Lagerung wie auch beim Transport eingehalten. Die mit diesen Arbeiten beauftragten Mitarbeiter verfügen über die erforderlichen Sachkundenachweise. Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2019 konnte erneut gesteigert werden. Bei Getreide und Ölsaaten ermöglichten die witterungsbedingt größere Erntemenge sowie der etwas erhöhte Anfangsbestand größere Mengenumsätze. Preisbedingt war die Steigerung beim wertmäßigen Umsatz größer als beim Mengenabsatz. Die Roherträge bei den landwirtschaftlichen Erzeugnissen lagen, im Gegensatz zum Vorjahr, wieder im geplanten Bereich. Lediglich eine sehr kleine Mostobsternte wirkte diesem Trend entgegen. Nicht zufriedenstellend verlief das Geschäft bei Düngemitteln, Saatgut und Pflanzenschutzmitteln. Politische Einflussnahme hatte eine geringere Nachfrage zur Folge. Diese wiederum bewirkte mit heftigem Wettbewerb einen nochmals erhöhten Druck auf Preise und Handelsspannen. Einzig der Futtermittelbereich hat hier die Planziele erreicht. Deshalb haben wir bei den Landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln insgesamt unsere Umsatz- und Ertragsziele nicht erreicht. Im Energiesektor mussten wir preisbedingt einen Umsatzrückgang verzeichnen, haben aber durch die gute Heizölnachfrage die Absatzmengen und den Rohertrag leicht steigern können. Insgesamt zufriedenstellend verlief die Entwicklung in den Raiffeisenmärkten. Mit der Schließung des Raiffeisenmarktes Widdern zum 31.10.2019 haben wir in den vergangenen vier Jahren jedes Jahr einen Markt geschlossen. In Summe hatten diese Märkte Umsätze von ca. 1,1 Mio. € erzielt. Durch Umsatzzuwächse in den großen Märkten Neuenstadt, Bad Friedrichshall, Möckmühl und Buchen gelang es, diese Umsätze zu kompensieren. In Summe ebenfalls erfreulich entwickelte sich das Geschäft unserer Getreidemühle Heuchlingen. Die Umstellung auf die Vermahlung von Bio-Getreide hat sich zunächst als der richtige Schritt erwiesen. In 2020 wird es notwendig sein, die Mühle vom reinen Dienstleister für Großabnehmer zum Lieferanten von abgepacktem Biomehl für Raiffeisen- und Lebensmittelmärkte zuzurüsten. Damit streben wir weniger Abhängigkeit und kontinuierlicheren Absatz an. Die Rahmenbedingungen im Agrarbereich werden weiter durch die volatilen Märkte bestimmt werden. Durch unsere intensive Marktbearbeitung wollen wir unsere Marktstellung in diesem Bereich weiter ausbauen. Die verbesserten Erfassungskapazitäten, die wir mit dem Neubau in Buchen geschaffen haben, festigen unsere Marktstellung und geben uns in diesem Raum weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Die Getreidepreise zeigen sich insgesamt volatil und erfordern ein funktionierendes Risikomanagement, das wir installiert haben. Insgesamt sind die Roherträge im Getreidebereich nach dem schwachen Vorjahr wieder deutlich verbessert. Ergebnisbelastend war eine Erhöhung der sonstigen Kosten. Hier sind vor allem höhere Aufwendungen für Gebäude, Reparaturen an Siloeinrichtungen, sowie erhöhte Kosten für die Logistik festzustellen. Die Eigenkapitalausstattung hat sich durch das negative Jahresergebnis reduziert und muss im Hinblick auf eine zukünftig stabile Entwicklung unbedingt verbessert werden. Die Abschreibungen auf das vorhandene Anlagevermögen werden sich sukzessive reduzieren, da wir unsere Investitionstätigkeit kurzfristig reduzieren werden. Aufgrund des negativen Ergebnisses beurteilt der Vorstand die Lage als nicht zufriedenstellend. II. Lage der Genossenschaft Ertragslage Die Roherträge in der Sparte Erzeugnisse lagen durch die normale Getreideernte wieder auf normalem Niveau und damit um ca. 20 % über dem Vorjahr. Bei den Landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln lag der Rohertrag dagegen um 4,17 % unter dem Vorjahr und damit deutlich unter Plan. Der Grund lag in einer reduzierten Nachfrage nach Dünge- und Pflanzenschutzmitteln und einem nochmals verschärften Wettbewerb. Im Bereich der Brenn- und Kraftstoffe konnte der Rohertrag erneut leicht gesteigert werden. Ebenfalls über Vorjahr lag der Rohertrag der Getreidemühle Heuchlingen. Im Raiffeisenmarktbereich lag der Rohertrag dagegen um 2,4 % unter dem Vorjahr. Im Personalbereich lag die Kostensteigerung im Rahmen der tariflichen Lohnerhöhung. Eine außerplanmäßige Kostensteigerung gab es dagegen bei den sonstigen betrieblichen Kosten. Vor allem unvermeidbare, aufwändige Reparaturen in verschiedenen Getreidesilos, bei einigen LKW sowie erhöhte Aufwendungen für die LKW-Maut hatten eine signifikante Kostensteigerung zur Folge, die das Ergebnis deutlich belastete. Der Aufwand für Abschreibungen und Zinsen lag im geplanten Bereich. Insgesamt liegen die Roherträge im normalen Bereich. Reduziert werden muss in den kommenden Jahren der Aufwand. Hier vor allem die sonstigen Kosten, die Abschreibungen, der Finanzierungsaufwand und, wo möglich, auch der Personalaufwand. Vermögens- und Finanzlage Das bilanzielle Eigenkapital von insgesamt TEUR 7.829 deckt das Anlagevermögen nicht voll ab. Es besteht eine Eigenkapitalunterdeckung des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 7.345. Im Einzelnen stellt sich die Vermögens- und Finanzlage wie folgt dar:
1) Sachanlagen lt. Bilanz / Bilanzsumme % 2) bilanzielles Eigenkapital / Bilanzsumme % 3) Nettoverbindlichkeiten / Cashflow % 4) Eigenkapital lt. Bilanz / Anlagevermögen gesamt % 5) Umlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten % Investitionen Die Investitionstätigkeit 2019 kann nach Jahren mit hohen Investitionen als zurückhaltend bezeichnet werden. Insgesamt wurden knapp 508 T€ investiert. Den größten Anteil daran hat eine neue Sattelzugmaschine für den Energiebereich sowie die Hofsanierung inkl. Löschwasserrückhaltung, die in Möckmühl fertiggestellt wurde, um die behördlichen Auflagen für ein Düngemittellager zu erfüllen. Darüber hinaus gab es noch diverse kleinere Ersatzinvestitionen für die Betriebs- und Geschäftsausstattungen unserer Betriebsstellen. Beteiligungen Zusammen mit knapp 30 anderen Primärgenossenschaften haben wir die Raiffeisen Networld GmbH, Köln gegründet. Die Firma wird ein Online-Portal für den Handel mit Agrargütern erstellen, über das die beteiligten Gesellschafter zukünftig ihr Onlinegeschäft abwickeln können. Für jede der beteiligten Genossenschaften wäre der Aufwand zu groß. Unsere Beteiligung an dieser GmbH wird insgesamt 100.000,- € betragen. Die erste Rate von 50.000,- € wurde vereinbarungsgemäß nach dem notariellen Eintrag geleistet. Die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die auch zur internen Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, haben sich wie folgt entwickelt:
1) Ergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse % 2) Ergebnis vor Steuern / Bilanzsumme % 3) Jahresüberschuss / Eigenkapital % Neben den angegebenen finanziellen Indikatoren wird insbesondere Wert auf die Erhaltung bzw. Aufrechterhaltung der Zertifizierungen geachtet. Die Genossenschaft ist in den Geschäftssparten Getreide und Futtermittel nach GMP+ und QS, und in der Biomassennachhaltigkeit nach REDcert zertifiziert. Anstehende Überprüfungen im Geschäftsjahr 2019 wurden mit sehr guten Ergebnissen gemeistert. Die Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft ist geordnet. Die Zahlungsbereitschaft war unter Berücksichtigung der bestehenden Kreditlinien jederzeit gewährleistet. Die Ertragslage ist aufgrund der rückläufigen Roherträge bei landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln und im Raiffeisenmarkt sowie der außerplanmäßigen Höhe der Instandhaltungen und des dadurch bedingten Jahresfehlbetrages nicht zufriedenstellend. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Bei diesem Prognosebericht wird davon ausgegangen, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verändern. Die weltweite Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln wird sich auf absehbare Zeit eher leicht steigern, die landwirtschaftlichen Nutzflächen werden dagegen eher abnehmen, der Strukturwandel in der Landwirtschaft geht weiter. Eine unseren Erwartungen entgegenstehende Entwicklung birgt Chancen und Risiken gleichermaßen. Wir sind bestrebt, an den Chancen im positiven Sinne zu partizipieren. Die Risiken einer nicht den Erwartungen entsprechenden Entwicklung der Rahmenbedingungen wollen wir nach Möglichkeit auf ein Minimum begrenzen. Im landwirtschaftlichen Bezugsgeschäft wird kurzfristig von einer gleichbleibenden Nachfrage ausgegangen. Wir erwarten aufgrund des derzeitigen Saatenstandes eine für unsere Verhältnisse normale Erfassungs- und Vermarktungsmenge, die in der Menge auf Vorjahreshöhe liegen dürfte. Der Personalaufwand wird sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändern. Der erwarteten Tariferhöhung stehen Rationalisierungseffekte durch weniger Standorte und straffe Organisation gegenüber. Beim Sachaufwand planen wir mit sinkenden Reparaturaufwendungen in den Siloanlagen. Die Abschreibungen werden sich leicht unter Vorjahresniveau bewegen, da 2020 weiter mit sehr niedrigen Investitionen geplant wird. Bei den Spannen im Bezugsgeschäft planen wir mit einer leichten Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Beim Erfassungsgeschäft gehen wir insgesamt von Erträgen in Vorjahreshöhe aus. Die Umsatzentwicklung zum 31.03.2020 liegt insgesamt ca. 8,9 % unter dem Vorjahr. Der Grund liegt hauptsächlich bei den niedrigeren Preisen bei Getreide, Düngemitteln und Mineralöl. Die abgesetzten Mengen lagen insgesamt auf Vorjahreshöhe. Bedingt durch die Corona-Pandemie stieg der Umsatz in den Raiffeisenmärkten um 14,1 %. Wie in jedem Jahr, lässt sich das Geschäft mit landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln erst beim Vergleich zum 30.04. belastbar bewerten. Zur Verbesserung des Ergebnisses werden wir in den kommenden Jahren die Arbeit jeder unserer Geschäftssparten weiter optimieren und - wo nötig - mit geeigneten Maßnahmen die Rentabilität jeder Sparte verbessern. Monatliche Plan-Ist-Vergleiche werden durchgeführt. Investitionen werden vor allem nach dem Grundsatz der Verbesserung der Rentabilität entschieden werden. Damit wird die gute Auslastung der Betriebseinrichtungen sichergestellt. Durch die Anpassung unserer Standortstruktur und nicht zuletzt durch unsere engen Kundenbeziehungen, gehen wir davon aus, dass die BAG-Franken eG in der Zukunft eine positive Umsatz- und Ertragsentwicklung und positive Bilanzergebnisse vorweisen kann. Geschäftsführungsinstrumentarium, Risikomanagementsystem Die Aufbauorganisation ist geordnet. Die Ablauforganisation ist dokumentiert. Im Rahmen der Zertifizierung nach GMP+ wurden die Bereiche Erfassung, Vermarktung und Futtermittelhandel dokumentiert. Stellenbeschreibungen für diese Bereiche sind eingeführt. Die Überwachungstätigkeiten der Innenrevision werden durch die Geschäftsführung wahrgenommen. Die in unserem Risikohandbuch dokumentierten Regelungsinhalte sind geeignet, ein den Anforderungen entsprechendes Risikomanagementsystem zu installieren. Mit unserem Warenwirtschaftssystem verfügen wir über ein Instrument, mit dem diesen Anforderungen Rechnung getragen wird. Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale sowie Chancen der künftigen Entwicklung und sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Liquiditätsrisiken Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquidität auch in Zukunft sicher. Beschaffungsrisiken Den Risiken der Nichtverfügbarkeit von Produkten begegnen wir durch die Zusammenarbeit mit zuverlässigen Lieferanten sowie der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern. Temporäre Preisrisiken und Lieferengpässe aufgrund schlechter Ernten werden durch Terminkontrakte begrenzt, sind aber auch zukünftig nicht gänzlich auszuschließen. Absatzrisiken Die Nachfrage-, Angebots- und Wettbewerbssituation wird kontinuierlich überwacht. Die Außendienstmitarbeiter sowie die Abteilungsleiter berichten regelmäßig über die Entwicklung in ihren Arbeitsgebieten. Die gute fachliche Beratung und Betreuung unserer Kunden und Mitglieder sowie unser Service und unser umfassendes Sortiment führten zu einer engen und vertrauensvollen Kundenbeziehung. Diese wollen wir auch weiterhin pflegen. Betriebsrisiken Risiken aus Betriebsunterbrechungen und Störfällen werden durch vorbeugende Wartung und, soweit wirtschaftlich vertretbar, durch entsprechenden Versicherungsschutz begrenzt. Nach dem Bilanzierungsstichtag hat der von China ausgehende Ausbruch und die Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 inzwischen zu weltweiten Auswirkungen geführt. Für unser Unternehmen ergeben sich nach der derzeitigen Einschätzung noch keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage. Beeinträchtigungen beim Absatz sehen wir derzeit nicht. Entscheidend für unseren Betriebserfolg dürfte die Bemühung sein, alle Standorte für den Verkauf bzw. für die Produktion (Mühle) geöffnet zu halten. Die endgültigen Auswirkungen können noch nicht abgeschätzt werden und sind abhängig von der Dauer der vorstehend erläuterten Beeinträchtigungen. Qualitätsrisiken werden durch die Implementierung von Qualitätsstandards und die Zertifizierung der Einhaltung entsprechender Kriterien durch eine zugelassene Audit-Gesellschaft sowie durch die Arbeit unseres Qualitätsbeauftragten begrenzt. Forderungsrisiken Zur Forderungsüberwachung sind regelmäßige Kontrollen eingerichtet. So werden kurzfristig auffällige Forderungen erkannt, Überschreitungen von Kreditlimits angezeigt und kurzfristig die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Rechtliche Risiken Nennenswerte rechtliche Risiken bestehen derzeit nicht. IT-Risiken Die Sicherheit unseres EDV-Systems und des Datenbestandes ist durch betriebsinterne Maßnahmen (z.B. Firewall, Virenscanner, ausgelagerte Datensicherung) gewährleistet. Gesamtrisiko Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale, die die Existenz der Genossenschaft in Frage stellen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Die in den einzelnen Bereichen enthaltenen Risikobeträge können aus der Gesamtrisikotragfähigkeit des Unternehmens abgedeckt werden. Ausblick Wir arbeiten permanent an der Optimierung und Straffung unseres Sortiments und dem Ausbau unserer Absatzwege. Alle Geschäftsbereiche unterliegen einer detaillierten Umsatz- und Ertragsplanung, die durch regelmäßige Plan-Ist-Vergleiche kontrolliert wird. Die notwendige Anpassung unserer Standortstruktur an die veränderten Bedürfnisse der Kunden ist in vollem Gange. In Widdern haben wir im Berichtsjahr das Lagerhaus und den Raiffeisenmarkt geschlossen. Danach wird das Anwesen verkauft. Damit verändern sich auch die Kostenstruktur und die Kostenbelastung positiv. Die geänderte Kundenstruktur bei unseren landwirtschaftlichen Kunden erfordert auch von uns einen massiven Eingriff in unsere Standortstruktur. Nur mit sinkenden Kosten können wir dem Druck auf die Handelsspannen im Bereich Agrar begegnen. Die persönliche Betreuung unserer Landwirtskunden wird auch mit weniger Standorten darstellbar sein. Entscheidend ist die permanente Verbesserung unserer Leistungsfähigkeit. Diese drückt sich für unsere Kunden während des Jahres in guter Beratung, niedrigen Preisen und gutem Lieferservice aus. Während der Getreideernte ist vor allem eine unproblematische Abwicklung und eine hohe Stundenerfassungsleistung entscheidend. Der betrieblichen Ausbildung unserer derzeit sechs Auszubildenden sowie der Schulung und Weiterbildung unserer bestehenden Mitarbeiter widmen wir eine hohe Aufmerksamkeit. Die permanente Qualitätsverbesserung ist für uns auch im Personalbereich eine unabdingbare Voraussetzung, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Durch eine enge und vertrauensvolle Kundenbeziehung sowie durch ein straffes Kostenmanagement sind wir sicher, in den kommenden Jahren wieder positive Jahresergebnisse zu erwirtschaften. In der Planung für 2020 wird ein positives Ergebnis durch den Sondereffekt Verkauf Lagerhaus Widdern erreicht. Deshalb ist es unabdingbar, sowohl durch Umsatz- und Spannensteigerungen den Rohertrag zu steigern, als auch mit weiteren Kosteneinsparungen im Bereich der Abschreibungen, der sonstigen Kosten und, wo möglich, auch der Personalkosten, ein positives Bilanzergebnis abzusichern. Den Herausforderungen der Digitalisierung begegnen wir mit modernen Angeboten, die wir von unseren genossenschaftlichen Verbundunternehmen beziehen. Die Acker24-Schlagkartei-Software, mit der dazu korrespondieren BAG-Franken-APP für Smartphones sowie den Angeboten, die wir als Vertriebspartner der Farm Facts-Software für die Landwirtschaft bereithalten, sind wir ein Marktgestalter für die Landwirtschaft. Mit der Raiffeisen Networld GmbH, mit Sitz in Köln, wurde eine Gesellschaft gegründet, deren Mitgründer und Gesellschafter wir sind. Diese Gesellschaft wurde von knapp 30 Primärgenossenschaften aus ganz Deutschland gegründet. Über die Raiffeisen Networld GmbH wollen wir den kommenden zwei Jahren den Onlinehandel für Landwirtschaftliche Bedarfsartikel realisieren, alleine und aus eigener Kraft wäre dieses Unterfangen nicht erfolgversprechend. IV. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht) Berichtspflichtige Vorgänge haben sich nicht ergeben. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 180.507,40 unter Einbeziehung eines Verlustvortrages von EUR 1.209,04 somit den Bilanzverlust in Höhe von EUR 181.716,44 wie folgt zu decken:
Bad Friedrichshall, den 29. April 2020 BAG-Franken eG Der Vorstand Krämer Maissenhälter Frank Schöttle Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Ergebnisverwendung - unter Einbeziehung eines Verlustvortrags - geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstands. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Der vorliegende Jahresabschluss 2019 mit Lagebericht wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2019 festzustellen und die vorgeschlagene Ergebnisverwendung zu beschließen.
Bad Friedrichshall, den 29. April 2020 Martin Schwarz, Vorsitzender des Aufsichtsrats BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2019AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019A. Allgemeine Angaben Die BAG-Franken eG mit Sitz in Bad Friedrichshall ist registriert beim Amtsgericht in Stuttgart und eingetragen unter der Registernummer 100180. In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen. Im Jahresabschluss wurden bei der Ermittlung von gerundeten Beträgen (volle EUR) die kaufmännischen Rechenregeln beachtet. Korrespondierende Summen wurden ungerundet berechnet und danach das jeweilige Ergebnis gerundet. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen sowie zulässiger außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, wobei Gebäude linear und bewegliche Sachanlagen überwiegend degressiv abgeschrieben wurden. Bei der Bemessung der Abschreibungen auf Bauten auf fremden Grundstücken wurde die Erbpachtdauer angemessen berücksichtig. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die geleisteten Anzahlungen und im Bau befindlichen Anlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorgenommen. Der Wertansatz der Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Warenvorräte erfolgte in der Regel zu Anschaffungs- und Herstellungskosten. Bei Raiffeisenmarkt-Artikeln wurden die Anschaffungskosten retrograd ermittelt. Von den Anschaffungskosten wurden Abschläge für Bestandsrisiken - resultierend aus Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit - vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt. Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Für die Abzinsung wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 2,71 % angesetzt (im Vorjahr: 3,21 %). Gehalts- und Rentensteigerungen waren bei der Bewertung nicht zu berücksichtigen, da die Verpflichtung gegenüber den Anspruchsberechtigten sich auf die Leistung eines Festbetrages beschränken. Die sonstige Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken- und Verpflichtungen. Die Rückstellungen sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend der Laufzeit mit den vorgegebenen Zinssätzen der Bundebank abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden. Von den mit Artikel 67 EGHGB für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze eingeräumten Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechten der Rechtslage vor Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurde wie folgt Gebrauch gemacht: Das Wahlrecht zur Fortführung von niedrigeren Wertansätzen die auf Abschreibungen nach § 253 Abs. 4 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung basieren wurde in Höhe von TEUR 400,0 (Vorjahr TEUR 567,0) ausgeübt. Rückstellungen nach § 249 Absatz 2 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung wurde in Höhe von TEUR 20,0 beibehalten. Diese Abweichungen hatten folgenden wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Das Eigenkapital wird um TEUR 420,0 (Vorjahr TEUR 587,0) niedriger ausgewiesen. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ Angaben zu Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt:
Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr bestehen nicht. Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen sowie für die Rückstellung der Unterstützungskasse mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 27.742,00. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die frei verfügbaren Rücklagen sind höher als die berechnete Ausschüttungssperre. Eine Beschränkung der Ausschüttungshöhe ergibt sich daher nicht. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere die folgenden wesentlichen Posten enthalten: Urlaubsansprüche, Archivierung, Berufsgenossenschaft, Prüfungs- und Beratungskosten und interne Bilanzierungskosten. Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit:
Von den Verbindlichkeiten haben insgesamt EUR 4.064.778,00 eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:
Darüber hinaus bestehen für zwei Warenläger Sicherungsübereignungsverträge sowie eine Abtretung von Vergütungsansprüchen aus der Einspeisevergütung. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB (Vorjahr EUR 0,00). Die nur in sehr geringem Umfang bestehenden passiven latenten Steuern wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Vorräte und Forderungen verrechnet. Über den Saldierungsbetrag hinausgehende aktive latente Steuerlatenzen wurden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
In dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von EUR 4.713,00 (Vorjahr EUR 5.779,00) enthalten. In dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" ist als Ertragsposten von außerordentlicher Bedeutung oder Größenordnung ein Buchgewinn aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von TEUR 356,5 enthalten. In dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" sind keine nennenswerten Beträge von außergewöhnlicher Bedeutung oder Größenordnung enthalten. In den Posten der Gewinn und Verlustrechnung sind - soweit nicht vorstehend erläutert - folgende periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:
D. Sonstige Angaben Zum Bilanzstichtag bestanden Abnahmeverpflichtungen aus Einkaufskontrakten in Höhe von TEUR 2.782,0 und Lieferverpflichtungen aus Verkaufskontrakten in Höhe von TEUR 8.194,7. Weiterhin bestehen mehrjährige Verpflichtungen aus Gesellschafter-, Miet- und Pachtverträgen in Höhe von TEUR 602,3. Von den mit Artikel 67 EGHGB für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze eingeräumten Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechten der Rechtslage vor Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurde wie folgt Gebrauch gemacht: Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 6,0 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung
Eine Haftsumme besteht nicht. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe Mitglieder des Vorstands: Ralf Krämer - Vorsitzender Markus Maissenhälter - stellv. Vorsitzender weitere Mitglieder Klaus Frank Uwe Schöttle, Geschäftsführer Mitglieder des Aufsichtsrats: Martin Schwarz - Vorsitzender Werner Ohrnberger - stellv. Vorsitzender weitere Mitglieder Martin Dengler Claus Denninger Gerhard Häfner Alexander Hemberger Klaus Holderbach (bis 3. Juni 2019) Jochen Kautzmann Bernd Lauer Gerhard Melchior Eberhard Scheuerle Manfred Löser Rudolph Schönit Klaus Vogt Klemens Walter Rolf Walter Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an: Mitglieder des Vorstands EUR 4.384,32 Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 130.722,95 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres wie folgt eingetreten: Der Ausbruch des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus) und seine unkontrollierte Ausbreitung lassen nachhaltige Belastungen auch für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Unternehmens erwarten. In welchem Umfang sich die Auswirkungen explizit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 180.507,40 unter Einbeziehung eines Verlustvortrages von EUR 1.209,04 somit den Bilanzverlust in Höhe von EUR 181.716,44 wie folgt zu decken:
Bad Friedrichshall, den 2. April 2020 BAG-Franken eG Der Vorstand Krämer Maissenhälter Frank Schöttle Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 16. November 2020 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. Entwicklung des Anlagevermögens (in EUR)
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BAG-Franken eG, Bad Friedrichshall Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BAG-Franken eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Genossenschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Stuttgart, 29. April 2020 Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Schmälzle, Wirtschaftsprüfer Hillebrand, Verbandsoberprüfer |
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