Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 19033
Vorher
ETAS Entwicklungs- und Applikationswerkzeuge für elektronische Systeme GmbH
Eingetragen
1.6.1994
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Fahrzeug-Basissoftware, Middleware, Entwicklungswerkzeuge, Cloud-basierte Dienste, technische lnformationssysteme, Cybersecurity- und Diagnose-Lösungen sowie End-to-End-Engineering- und Beratungsdienstleistungen vorrangig für die Fahrzeugindustrie.

Historie

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Management

NameRolle
Viktoria Vimberg
seit 5.7.2023
Prokura
Nicolet Eglseder
seit 5.7.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Mariella Minutolo
seit 10.10.2022
Geschäftsführer
Prokura
Peter Svejkovsky
seit 18.8.2021
Prokura
Thore Pedersen
seit 11.4.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ETAS Entwicklungs- und Applikationswerkzeuge für elektronische Systeme GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006

Lagebericht 2006

Geschäftsverlauf

Branche

Der Markt der Entwicklungswerkzeuge für Steuergeräte im Kraftfahrzeug entwickelte sich in 2006 leicht positiv. Die steigende Ausrüstung der Fahrzeuge mit elektronischen Systemen führte in 2006 zu einer stärkeren Nachfrage nach leistungsfähigen Werkzeugen insbesondere für die frühen Phasen des Entwicklungsprozesses. Der zunehmende internationale Wettbewerb verbunden mit Ergebnisproblemen vor allem der amerikanischen Automobilhersteller führte in 2006 zu weiter wachsendem Preisdruck auf dem Markt.

Einer verbesserten Produktivität der Automobilhersteller und -zulieferer stehen weltweit steigende Aufwendungen für Qualitätsprobleme gegenüber. Zur Reduzierung dieser Probleme werden die Ausgaben für Entwicklungs- und Servicewerkzeuge zur frühzeitigen Validierung und zur Erkennung und Vermeidung von Fehlern weiter steigen. Dieser Trend gilt gleichermaßen für alle Regionen Europa, Amerika und Asien.

Wir gehen deshalb von einem leichten Marktwachstum bei Entwicklungs- und Servicewerkzeugen in 2007 aus.

Umsatzentwicklung

Der Umsatz der ETAS Entwicklungs- und Applikationswerkzeuge für elektronische Systeme GmbH (ETAS GmbH), Stuttgart, lag mit
€ 81,1 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 81,1 Mio.). Die Umsätze mit Dritten (UmD) stiegen leicht um 1,5 % von € 57,1 Mio. in 2005 auf
€ 58,0 Mio. in 2006. Die Umsätze mit den Regionalgesellschaften der ETAS Group (Innenumsatz) gingen um 3,7 % von € 24,0 Mio. im Jahr 2005 auf € 23,1 Mio. im Jahr 2006 zurück. Wesentliche Gründe hierfür waren Umsatzreduzierungen unserer Regionalgesellschaft in Frankreich und den USA, für letztere insbesondere aufgrund der schwierigen finanziellen Situation der dortigen Automobilhersteller. Der Auslandsanteil reduzierte sich leicht von 42% in 2005 auf 41% in 2006.

Investitionen

Die wesentlichen Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrafen wie in den vergangenen Jahren die Ausstattung von Arbeitsplätzen mit Hard- und Software. In 2006 betrugen die Investitionen € 1,4 Mio. und damit € 0,2 Mio. weniger als im Vorjahr.

Personal- und Sozialbereich

Zum Ende des Jahres 2006 beschäftigte die ET AS GmbH 383 Mitarbeiter gegenüber 378 zum Ende des Vorjahres. Die Zunahme der Mitarbeiterzahl um 5 Mitarbeiter betraf vor allem den Bereich Softwareentwicklung. Im Jahresdurchschnitt betrug die Mitarbeiterzahl 382 gegenüber 366 im Vorjahr.

Sonstige Vorgänge

Ein wesentliches Thema war die Implementierung eines gestärkten Innovationszentrums zur schnellen und zielgerichteten Umsetzung von Produktideen in Kundenlösungen. Hand in Hand hiermit ging die Etablierung eines gestuften Innovationsprozesses, der den Reifegrad von Ideen hin zur Produktentwicklung anhand technischer und kommerzieller Kriterien nach einem definierten Satz von Kriterien beurteilt und steigert.

Weiterer wichtiger Erfolgsfaktor war die Steuerung der Produktentwicklung aus dem strategischen Marketing heraus, wobei besonderes Gewicht auf die Darstellung ganzheitlicher Kundenlösungen gemeinsam mit geeigneten Partnern gelegt wird. Mit dem Anfang 2006 gegründeten ETAS Partner Programm setzt ETAS auf leistungsstarke Partnerschaften mit Unternehmen aus der Automobilindustrie. Bereits bis Ende 2006 konnten zahlreiche strategische Kooperationen vor allem in den Bereichen Testsysteme, Softwareentwicklung und Messsysteme begonnen werden.

Lage

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf € 3,7 Mio. bzw. 5 % vom Umsatz (2005 € 14,5 Mio, 18% vom Umsatz). Das operative Ergebnis lag in 2006 mit € 8,7 Mio (11% vom Umsatz) um € 2,7 Mio unter Vorjahr (14% vom Umsatz). Das Finanzergebnis reduzierte sich um
€ 8,0 Mio von € 3,1 Mio in 2005 auf € -4,9 Mio in 2006.

Die Vermögenslage ist im Wesentlichen durch Finanzanlagen und Forderungen geprägt. Die Finanzanlagen in Höhe von € 10,4 Mio. betreffen die Regionalgesellschaften in USA, Japan, Frankreich, Großbritannien, Korea und China. Die Forderungen in Höhe von € 19,6 Mio. setzen sich überwiegend aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte (€ 9,0 Mio EUR) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen (€ 10,6 Mio.) zusammen. Das Eigenkapital beträgt 23,4 % der Bilanzsumme.

Zur Finanzierung des laufenden und zukünftigen Geschäfts bedient sich das Unternehmen ausschließlich konzerninterner Ressourcen. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum 31. Dezember 2006 € 5,3 Mio.

Der Bilanzgewinn 2005 in Höhe von € 9,9 Mio wurde an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Voraussichtliche Entwicklung

Im Jahr 2007 erwarten wir ein Umsatzwachstum von rund 3%. Dieses Wachstum wird getragen von einem starken Wachstum des Marktes in Asien bei gleichzeitig weitgehend stagnierenden Märkten in Europa und Amerika. Für 2007 stehen nun mit den neuen kompakten Messmodulen (ES400-Serie), der neuen Rapid Prototyping-Hardware (ES 900-Serie) in Verbindung mit der INTECRIO-Software, dem neuen kompakten Messsystem für Powertrain Anwendungen (PT-LabCar) und einer Reihe von neuen oder nochmals deutlich verbesserten Softwareprodukten für die Funktions- und Softwareentwicklung zahlreiche neue Produkte für eine breite Markteinführung bereit. Die globale Ausrichtung der ETAS Group wird kontinuierlich vorangetrieben. Insbesondere in Asien wird ETAS in den nächsten Jahren weiter expandieren. So werden wir im ersten Quartal 2007 eine Tochtergesellschaft in Indien gründen, um den stark wachsenden Bedarf nach Entwicklungs- und Servicewerkzeugen in Indien mit Vor-Ort Kompetenz zu bedienen. In Japan werden wir zum Ausbau unserer Präsenz bei Toyota in 2007 ein Büro in Nagoya eröffnen.

Forschung und Entwicklung

Für Forschung und Entwicklung hat die ETAS in 2006 rund € 30 Mio. (37% vom Umsatz) aufgewendet, sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Messmodule der neuen ES400-Produktfamilie dienen der sensornahen Messung im Fahrzeug und am Prüfstand. Die ersten Module sind 2006 erfolgreich in Kundenprojekten eingesetzt worden. In 2007 ist die Integration der Module in die Rapid Prototyping-Umgebung INTECRIO vorgesehen, ebenso wie die Freigabe weiterer Module. Das Portfolio im Bereich Steuergeräte-Zugangshardware wird ebenfalls erweitert, hier insbesondere im Hinblick auf kosteneffiziente und einfach konfigurierbare Varianten des Produktes ETK. Das Rapid Prototyping-Modul ES 910 steht in 2007 in seiner 2. Version mit der möglichen FlexRay-Erweiterung durch das Flex-Ray-Modul ES920 zur Verfügung. Mit Hilfe des neuen INTECRIO PC-Connectors können Funktionsentwickler bereits in der Designphase virtuelle Prototypen von elektronischen Fahrzeugfunktionen erstellen und auf dem PC testen. Das neue Hardware-in-the-Loop-System PT-LabCar ist ein vorkonfiguriertes System für den Test von Steuergeräten im Antriebsstrang. Im Rahmen der AUTOSAR-Strategie wird ETAS in 2007 gezielt die bewährten Produktfamilien ASCET und INTECRIO um spezielle AUTOSAR- Funktionalitäten erweitern und die mit Leitkunden in diesem Zusammenhang begonnenen Pilotprojekte fortsetzen.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Um die Auswirkungen von konjunkturellen Zyklen in der Automobilindustrie zu minimieren, wird die ETAS weiterhin verstärkt Ratiopotenziale ausschöpfen und Produktivitätsfortschritte effizient nutzen.

Zur Sicherung von langfristig guten Kundenbeziehungen wird die Produkt- und Anwendungskompetenz in allen Gesellschaften durch ein umfassendes Weiterbildungskonzept in Verbindung mit internationalem Mitarbeiteraustausch erhöht.

Zur langfristigen Sicherung der Kundenzufriedenheit investiert die ETAS auch in Zukunft in die nachhaltige Verbesserung der Produkt- und Dienstleistungsqualität sowie der Prozessqualität.

 

Stuttgart, 5. März 2007

Dr. Matthias Klauda

Dieter Wohlfarth

Bilanz 31. Dezember 2006

Aktiva

  31.12.2006
31.12.2005
A. Anlagevermögen    
I. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 365.221 371.508
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.921.341 1.919.628
II. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.404.441 16.138.352
  12.691.003 18.429.488
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Elektronikkomponenten 1.624.909 1.329.063
2. Noch nicht abgerechnete Projektaufträge 93.354 237.005
3. Fertige Erzeugnisse 402.628 490.724
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.022.724 7.689.943
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.564.329 11.200.912
3. Sonstige Vermögensgegenstände 100.800 92.685
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.218 894
  21.809.962 21.041.226
C. Rechnungsabgrenzungsposten 69.566 0
  34.570.531 39.470.714

Passiva

   
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.800.000 1.800.000
II. Kapitalrücklage 92.573 92.573
III. Andere Gewinnrücklagen 5.315.809 5.315.809
IV. Jahresüberschuss 889.269 9.943.043
  8.097.651 17.151.425
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.489.200 5.060.000
2. Steuerrückstellungen 2.156.234 2.085.000
3. Sonstige Rückstellungen 9.410.374 9.649.702
  18.055.808 16.794.702
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.764.370 1.828.350
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.964.406 1.261.176
3. Sonstige Verbindlichkeiten 72.467 493.249
  6.801.243 3.582.775
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.615.829 1.941.812
  34.570.531 39.470.714

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006

  2006
2005
1. Umsatzerlöse 81.090.763 81.140.867
2. Verminderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen -231.747 -21.791
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 34.274 75.440
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.180.716 2.867.930
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -17.749.850 -19.251.763
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.270.193 -884.154
6. Personalaufwand    
a) Gehälter -26.578.243 -25.512.338
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -5.708.155 -4.777.402
davon für Altersversorgung T€ 1.648 (VJ: T€ 944)    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.355.177 -1.450.466
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -21.758.916 -20.791.751
9. Erträge aus Beteiligungen 879.373 3.123.178
davon aus verbundenen Unternehmen T€ 879 (VJ: T€ 3.123)    
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 68.917 10.724
davon aus verbundenen Unternehmen T€ 69 (VJ: T€ 10)    
11. Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen -5.733.911 0
12. Zinsen und ähnlich Aufwendungen -125.420 -58.258
davon an verbundene Unternehmen T€ 125 (VJ: T€ 58)    
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.742.431 14.470.216
14. Steuern von Einkommen und vom Ertrag -2.853.162 -4.527.173
15. Jahresüberschuss 889.269 9.943.043

Anhang 2006

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wird die Fiktion des Abgangs im Jahr nach der Anschaffung unterstellt.

Das Sachanlagenvermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibung auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Soweit steuerlich zulässig, wird für bewegliche Anlagegüter die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. niedrigeren Stichtagspreisen bewertet.

Die Bestände an Elektronikkomponenten sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die noch nicht abgerechneten Projekt-Aufträge und die Fertigerzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt worden sind.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Forderungen in fremder Währung werden mit den Einstandskursen oder mit den jeweils am Bilanzstichtag gültigen niedrigeren Mittelkursen bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet. Fremdwährungsguthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Anschaffungskurs bzw. dem niedrigeren Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen werden in steuerlich zulässiger Höhe ausgewiesen. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten gemäß § 6a EStG liegt unter Verwendung der "Sterbetafeln 2005G" ein Rechnungszinsfuß von 6 % zugrunde.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind zum Anschaffungskurs oder höheren Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Mittelfristige Verbindlichkeiten aus Rentenverpflichtungen sind mit dem Barwert angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Aufstellung des Anteilbesitzes

  Anteil am Kapital
%
Eigenkapital 31.12.2006
T€
Ergebnis 2006
T€
ETAS Inc., Ann Arbor, Michigan/USA 100 -5.039 -3.721
ETAS K.K., Yokohama/Japan 100 1.082 547
ETAS Ltd., Burton-upon-Trent/Großbritannien 100 -3 89
ETAS S.A.S., Rungis/Frankreich 100 2.694 557
ETAS Korea Co. Ltd., Seoul/Südkorea 100 556 216
ETAS Automotive Technology (Shanghai) Co.Ltd, Shanghai/China 90 901 133
LiveDevices Ltd., York/Großbritannien 100 3.948 -104

Die geprüften Abschlüsse der Tochtergesellschaften lagen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses größtenteils noch nicht vor. Die Umrechnung erfolgte mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen überwiegend Forderungen aus Warenlieferungen.

Eigenkapital

Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von € 9.943.042,61 wurde vollständig an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 1.800. Gesellschafter sind:

  T€ Anteil
in %
Robert Bosch GmbH, Stuttgart 1.620 90,0
Siemens VDO Automotive AG, München 180 10,0
  1.800 100,0

PASSIVA

Verbindlichkeiten

  31.12.2006
T€
31.12.2005
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.764 1.828
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.964 1.422
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 73 493
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
davon aus Steuern 0 429
  6.801 3.743

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten, saldiert, T€ 1.552 gegen die Robert Bosch GmbH, Stuttgart (Gesellschafter). Im Vorjahr bestand eine saldierte Forderung gegen die Robert Bosch GmbH, Stuttgart, in Höhe von T€ 3.152.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen T€ 122 (Vorjahr: T€ 1.306) die ETAS Tochtergesellschaften. Sie resultieren überwiegend Provisionen sowie aus dem laufenden Verrechnungsverkehr.

Übrige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Verpflichtungen aus Gewährleistungen sowie weitere künftige Verpflichtungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, soweit diese nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, beläuft sich auf:

  T€
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen  
fällig bis 31.12.2007 2.070
fällig 01.01.2008 - 31.12.2010 1.111
  3.181

Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2007 und 2010. Größtenteils sind die Laufzeiten der Mietverträge unbefristet und nach Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs bis zwölf Monaten kündbar.

Die ETAS GmbH hat gegenüber der ETAS, Inc., Ann Arbor, USA (ETUS) und der LiveDevices Ltd., York, Großbritannien (ETGY) Patronatserklärungen abgegeben.

Daneben bestehen finanzielle Verpflichtungen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Entwicklung des Anlagevermögens 2006

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2006
Zugänge
Abgänge
31.12.2006
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 349.950 341.805 394.928 296.827
Sachanlagen        
Technische Anlagen und Maschinen 961.988 74.757 13.277 1.023.468
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.146.983 955.212 3.650.320 7.451.875
  11.108.971 1.029.969 3.663.597 8.475.343
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 16.138.352 0 0 16.138.352
  27.597.273 1.371.774 4.058.525 24.910.522
  Kumulierte Abschreibungen Restbuchwerte
  31.12.2006
31.12.2006
31.12.2005
Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 296.827 0 0
Sachanlagen      
Technische Anlagen und Maschinen 658.247 365.221 371.508
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.530.534 1.921.341 1.919.628
  6.188.781 2.286.562 2.291.136
Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.733.911 10.404.441 16.138.352
  12.219.519 12.691.003 18.429.488
  Abschreibungen im Geschäftsjahr
  2006
Immaterielle Vermögensgegenstände  
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 341.805
Sachanlagen  
Technische Anlagen und Maschinen 81.044
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 932.328
  1.013.372
Finanzanlagen  
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.733.911
  7.089.088

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:

  2006
T€
2005
T€
Produktgeschäft 59.870 61.928
Projektgeschäft und Service Dienstleistungen 20.579 18.515
Schulungen 642 698
  81.091 81.141

Die Gliederung nach Regionen zeigt folgendes Bild:

  2006
T€
2005
T€
Inland 47.747 46.475
EU (ohne Inland) 13.192 13.954
Übrige Welt 20.152 20.712
  81.091 81.141

Personalaufwand

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung enthalten in Höhe von T€ 1.648 (VJ: T€ 944) Aufwendungen für Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Erträge

Hierunter sind hauptsächlich die Umlagen und Verrechnungen an verbundene Unternehmen mit T€ 264 (VJ: T€ 762), Zuschüsse des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit T€ 311 (VJ: T€ 49) und Währungsgewinne mit T€ 137 (VJ: T€ 399) erfasst. Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit T€ 1.149
(VJ: T€ 1.225) sowie um Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen mit T€ 210 (VJ: T€ 348).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Ausgewiesen sind hier vor allem Verwaltungs- und Vertriebskosten, Personalnebenleistungen, IT- und Konzern-Umlagen und Mietaufwendungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie auf im Ausland einbehaltene Kapitalertragssteuer.

Sonstige Angaben

Angaben zu Organen der Gesellschaft

Mitglieder der Geschäftsführung:

 

Dr. Matthias Klauda, Auenwald,

 

Zuständiger Geschäftsführer für Produktmanagement und Entwicklung

- gesamtvertretungsberechtigt -

 

Dieter Wohlfarth, Ditzingen,

 

Zuständiger Geschäftsführer für Personal, Finanzen, Logistik, Vertrieb, Prozesse und Qualität

- gesamtvertretungsberechtigt -

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Angestellte: 382 (VJ: 366)

Konzernverhältnisse

Die Robert Bosch GmbH in Stuttgart ist Mutterunternehmen der ETAS Entwicklungs- und Applikationswerkzeuge für elektronische Systeme GmbH, Stuttgart, in deren Konzernabschluss, der nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt wird, die ETAS Entwicklungs- und Applikationswerkzeuge für elektronische Systeme GmbH einschließlich Tochtergesellschaften einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird geprüft und in deutscher Sprache offengelegt. Unterschiede zwischen den IFRS und den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus Bewertung des Anlagevermögens, der Forderungen und der Vorräte sowie aus dem Ansatz und der Bewertung von Rückstellungen und dem Ansatz von latenten Steuern.

Die ETAS Entwicklungs- und Applikationswerkzeuge für elektronische Systeme GmbH, Stuttgart, macht daher von der Möglichkeit der Befreiung von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes nach § 291 HGB für den ETAS-Teilkonzern Gebrauch. Der Minderheitsgesellschafter hat der Befreiung von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes im Sinne des § 291 Abs. 3 Nr. 2 HGB zugestimmt.

 

Stuttgart, 5. März 2007

Dr. Matthias Klauda

Dieter Wohlfarth

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ETAS Entwicklungs- und Applikationswerkzeuge für elektronische Systeme GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, den 5. März 2007

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kayser, Wirtschaftsprüfer

ppa. Bleyl, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss 2006 wurde am 28.06.2007 durch die Gesellschafter festgestellt. Die Gesellschafter haben beschlossen den Bilanzgewinn in Höhe von 889.268,76 Euro an die Gesellschafter auszuschütten.

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