Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 733476
Vorher
Blitz 10-507 GmbHKelch & Links GmbH
Eingetragen
13.1.2010
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinenspannzeugen und sonstigem Zubehör für WerkzeugmaschinenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Komponenten und Zubehör von Werkzeugmaschinen sowie die Herstellung von Prototypen und Sonderanfertigungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kang Li
seit 14.8.2023
Geschäftsführer
Xiaoting Fan
seit 14.8.2023
Prokura
Viktor Grauer
seit 11.8.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Genertec Harbin Measuring & Cutting Tool Group Co., Ltd.CHN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Genertec Harbin Measuring & Cutting Tool Group Co., Ltd.
China
2.025.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kelch GmbH

Weinstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Die Kelch GmbH hat ihren Sitz in Weinstadt. Zweigniederlassungen gibt es keine.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Komponenten und Zubehör für Werkzeugmaschinen sowie die Herstellung von Prototypen und Sonderanfertigungen. Es gibt die vier Geschäftseinheiten Präzisionswerkzeuge, Einstellgeräte/Messmaschinen, Software und Dienstleistungen/Service.

An den beiden Produktionsstandorten am Hauptsitz in der Werkstraße 30 und am zweiten Produktionsstandort in der Werkstrasse 20 waren zum Jahresende 2023 insgesamt 85 Mitarbeiter sowie 4 Auszubildende beschäftigt.

Mit der Kelch-Tochtergesellschaft in USA, und unserer Muttergesellschaft HMCT in China unterhalten wir intensive wechselseitige Lieferbeziehungen. In den anderen wichtigen Industrieländern und in den BRIC-Staaten sind wir über Handelsvertretungen und Vertriebspartner präsent.

Die Gesellschaft ist in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung von der Branchenentwicklung des Maschinen- und Anlagenbau abhängig.

1.2 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 war der Branche entsprechend moderat. Letztlich konnte eine leichte Umsatzsteigerung erzielt werden, trotz der widrigen Bedingungen. Die Hersteller von Präzisionswerkzeugen erzielten 2023 ein Umsatz-Plus in Höhe von 3% auf knapp 10 Mrd. Euro. Die aktuelle Situation nennt der Branchenverband "herausfordernd". Eine Belebung soll im zweiten Halbjahr 2024 kommen. Die Voraussetzung dafür: Bessere Rahmenbedingungen.

Die Erwartungen der Branche hätten sich 2023 nicht erfüllt, so die Aussage von Stefan Zecha, Vorsitzender des VDMA-Fachverbands Präzisionswerkzeuge auf der traditionellen Jahres-Pressekonferenz. Im Januar letzten Jahres hoffte die Branche noch auf ein Umsatzplus von 8%. Nun müsse sie sich im Schnitt mit einer nominalen Steigerung von 3% zufriedengeben.

Der Inlandsmarkt für Werkzeuge setzte mit plus 4% trotz des schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfelds positive Akzente. Insbesondere die wieder funktionierenden Lieferketten und die dadurch stark gestiegene Inlandsproduktion der deutschen Autoindustrie sowie die hohe Produktionsauslastung und Auslieferungen im Maschinenbau machten sich hier bemerkbar.

Der Export legte 2023 insgesamt um 2% zu. Allerdings - wie schon im vergangenen Jahr - mit deutlich unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Branchen und Zielländern. Während sich das Geschäft auf dem amerikanischen Kontinent gut entwickelte und die USA mit einem Plus von 7% ihre Position als größter Einzelmarkt ausbauten, verlor das Geschäft mit China (-16%) weiter an Boden.

Die Nachfrage in China nach deutschen Maschinen stagniert und ist sogar leicht rückläufig, weil China seine eigene Industrie fördert (Quelle: VDMA). China ist nach Europa der wichtigste Markt für Kelch. Durch den chinesischen Mutterkonzern ist der Marktzugang in diese wichtige Region in hohem Maß gegeben. Des Weiteren ist Kelch durch die Zugehörigkeit ein Lieferwerk für den chinesischen Markt und kann somit sowohl von einem steigenden chinesischen Binnenmarkt als auch von einem steigenden Bedarf für Importgüter profitieren.

Die Megatrends der Dekarbonisierung und Digitalisierung bringen grundsätzlich zwar große Chancen mit sich, führen jedoch auch zu Unsicherheiten im Markt. Speziell im Automobilsektor ist aktuell eine sehr hohe Unsicherheit zu spüren. Investitionen werden zurückgehalten. E-Mobility scheint eine treibende Kraft zu sein, setzt sich jedoch weiterhin noch nicht flächendeckend durch. Gleichzeitig scheint auch durch den Wegfall von Subventionen für E-Autos der Verbrenner wieder attraktiv zu werden.

Die Kombination aus den Unsicherheiten, dem vorherrschenden Fachkräftemangel und den fehlenden inländischen Investitionsprogrammen führt letztendlich dazu, dass aktuell keine große Hoffnung auf ein Wirtschaftswachstum besteht im Inland und Europa. Das prognostizieren die meisten inländischen Unternehmen auch für das Jahr 2024 und Folgende und schätzen sogar einen Rückgang von bis zu 4% im Maschinenbau. (Quelle VDMA: Maschinenbauer erwarten Minus für das Jahr 2024).

Quelle: https://industrieanzeiger.industrie.de/news/vdma-praezisionswerkzeuge-fordert-bessere-rahmenbedingungen Jahrespressekonferenz des VDMA Fachverbands Präzisionswerkzeuge 08.02.2024 im VDMA / Stefan Zecha, Vorsitzender Fachverband Präzisionswerkzeuge

1.3 Forschung und Entwicklung

Kelch entwickelt sich immer weiter zu einem Systemanbieter und Full-Service-Dienstleister rund um den zerspanenden Herstellungsprozess. Neben den dafür notwendigen Produkten werden auch die Beratungsdienstleistungen stärker forciert. Die Optimierung und Effizienzsteigerung des Produktionsprozesses, speziell in der Werkzeugvorbereitungsphase, werden vor allem in industriell weitentwickelten Ländern und Regionen wie z.B. in Europa immer wichtiger und zu einem Erfolgsfaktor. Projektierung, Systemintegration, Vernetzung und digitaler Datenfluss in der Fertigung sind wichtige Zukunftstechnologien. Die dazu notwendige Peripherie, Dienstleistungsansätze und Produkte werden entwickelt und in die Serienreife gebracht. Eigens dazu wurden die Smart Factory Services kreiert, die den Kunden selektiv nach Bedarf und individuell geboten werden können.

Neben den Beratungs- und Unterstützungsdienstleistungen ist die Integration der Hardware in Automationslösungen immer mehr gefragt. Auch hier fügen sich die Produkte und Dienstleistungen von Kelch optimal ein.

Gleichzeitig ist der Bedarf an preiswerten Modellen im Bereich der Werkzeugvoreinstellgeräte und Schrumpfgeräte immer noch sehr hoch und steigt tendenziell in wirtschaftlich schwierigeren Phasen, in denen die Investitionsbudgets eher zurückgefahren werden.

Hierfür wurde erfolgreich das Produktsegment der Einstellgeräte um ein neues Einstiegsmodell erweitert. Die zu den Services passende Hardware wird ständig weiterentwickelt und um marktgerechte Modelle erweitert.

Durchschnittlich waren bis zu 10 Mitarbeiter im Jahr 2023 für F&E-Themen tätig.

1.4 Wesentliche Ereignisse und Geschäftsverlauf 2023

Große Bemühungen haben im Jahr 2023 dazu geführt, dass die Kelch GmbH nicht nur eine Steigerung des Umsatzes bei gleichzeitig niedrigerem Materialeinsatz erzielen konnte, sondern auch große Projekte im Bereich der Luft- und Raumfahrt und anderen für sich entscheiden konnte und eine gute Ausgangslage für das Geschäftsjahr 2024 vorbereiten konnte. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2023 betrug TEUR 3.589 und lag deutlich über dem Vorjahreswert von TEUR 2.058.

Die Gesamtleistung der Gesellschaft war mit TEUR +233 (2,3%) auf TEUR 10.331 leicht gestiegen.

Auch unsere Tochtergesellschaft in den USA konnte sich der schlechten Marktlage nicht entziehen. Der Umsatz 2023 stagnierte ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres. Besonders betroffen von dieser schwachen Umsatzentwicklung war der Bereich Einstellgeräte und Messmaschinen. Die Nachfrage im Bereich Präzisionswerkzeuge hat sich wieder leicht verbessert.

An unserer Strategie einer Fertigung in Deutschland und einem wettbewerbsfähigen Marktauftritt halten wir in Abstimmung mit unserer Muttergesellschaft weiterhin fest.

1.4.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Das Ziel für 2023 (EUR 12 Mio.) konnte nicht erreicht werden. Dennoch waren die Anstrengungen größtenteils erfolgreich und führten insgesamt zu einem leicht gesteigerten Umsatz gegenüber dem Vorjahr (+0,76% auf TEUR 10.633).

1.4.2 Order Fulfillment - Produktion, Beschaffung und Logistik

Der zeitweisen Knappheit bei der Rohstoffversorgung wurde mit dem Aufbau von Puffer-Lagerbeständen entgegengewirkt. Hiervon waren insbesondere die Lagerbestände an Stahl und Elektronikkomponenten betroffen. Durch langfristige Rahmenverträge konnten einige Preiserhöhungen abgefangen oder zumindest abgeschwächt werden. Die Normalisierung der Energiepreise führte nicht im selben Maß zu einem Rückgang der Komponentenpreise.

Die Materialeinsatzquote hat sich durch einen höheren Dienstleistungsanteil und einen höheren Wertschöpfungsanteil im eigenen Haus bezogen auf die Gesamtleistung von 40,4% auf 39,6% verändert.

Durch Optimierungen der Arbeitsabläufe und umliegender Prozesse konnten die Kosten für verlängerte Werkbank oder Fremdleistungen gesenkt werden (von TEUR 554 auf TEUR 495).

1.4.3 Personal und Sozialbereich

Im Jahr 2023 stiegen die Personalkosten durch einzelne Sondereffekte wie die Ausweitung der Geschäftsleitung auf TEUR 6.012 (Vorjahr TEUR 5.424).

2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Ertragslage

Der Umsatz 2023 lag unter dem Planwert, stagnierte jedoch leicht über dem Niveau des Vorjahres. Nach einem schwachen ersten Halbjahr steigerte sich der Auftragseingang ab August 2023 wieder.

Kostensteigerungen konnten nur teilweise an die Endkunden weitergegeben werden. Die Lieferfähigkeit war wegen Materialengpässen v.a. bei Baugruppen und Elektrotechnik zeitweise stark gemindert. Ein intensiv geführter Preiswettbewerb auf dem Markt hat auch für die Einstellgeräte von Kelch zu Preis- und damit zu signifikanten Margenrückgängen gesorgt.

Der Abschreibungsaufwand bleibt auf einem geringen Niveau.

Das operative Betriebsergebnis 2023 nahm abermals einen negativen Wert an (TEUR -3.912). Das Ergebnis nach Steuern hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 (TEUR -3.058) aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen nicht verbessert und liegt weiter in der Verlustzone.

2.2 Finanzlage

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 21.740 (Vorjahr: TEUR 17.566). Aufgrund umfangreicher Gesellschafterverbindlichkeiten mit entsprechendem Rangrücktritt sowie der verbindlichen Zusage (befristet bis 30. Juni 2027) von Liquiditätshilfen seitens der Gesellschafterin bis zu einem Mehrbetrag von 4 Mio. kann die Gesellschaft von der Annahme der Unternehmensfortführung ausgehen.

Die Finanzierung erfolgt nahezu komplett aus Gesellschaftermitteln durch Unterstützung des Mutterkonzerns HMCT. Kontokorrentlinien oder Bankdarlehen werden nicht in Anspruch genommen.

Der zusätzliche Liquiditätsbedarf wird durch Darlehen von der Muttergesellschaft HMCT gedeckt. Seit Anfang 2023 erfolgt die liquiditätsmäßige Unterstützung der HMCT auch in Form von revolvierenden Anzahlungen (TEUR 1.707).

2.3 Investitionen

Wartung, Reparatur und Instandhaltung wurden überall dort durchgeführt, wo es notwendig war. Die Fortführung der Fertigungsmaßnahmen und Möglichkeiten ist weiterhin im vollen Umfang gegeben.

Speziell für Marketingaktivitäten (z.B. Messen) wurden Investitionen getätigt. Der Ausbau der F&E Abteilung wird für die nächste Geschäftsperiode geplant und umgesetzt. Dabei steht der Ausbau der Konstruktion, Softwareentwicklung und des Produktmanagements im Fokus. Der Bereich der Softwareentwicklung soll mittelfristig von 10 auf 20 Personen aufgestockt werden.

2.4 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die Aufnahme von Bankdarlehen ist nicht geplant. Die für 2024 geplanten Investitionen sowie die Kosten der operativen Geschäftstätigkeit werden entweder durch eigene Mittel oder durch Mittel der Muttergesellschaft HMCT finanziert.

2.5 Vermögenslage

Die um den Eigenkapital-Fehlbetrag (TEUR 21.740) bereinigte Bilanzsumme sank 2023 um 1,9%. Die in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapitalquote ist weiterhin negativ.

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 25,1% (Vorjahr: 24,5%).

Die Ausleihungen und Forderungen gegenüber der US-Tochtergesellschaft (TEUR 2.451) sind durch Patronatserklärungen der Muttergesellschaft abgesichert.

Die Vorratsbestände haben einen Anteil von 53% am Gesamtvermögen (Vorjahr: 51%).

Aufgrund des Finanzmittelbestands und der in ausreichender Höhe eingeräumten Kreditlinie war die Liquidität während des gesamten Geschäftsjahres 2023 gewährleistet.

Gesamtaussage

Das Ergebnis hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 aufgrund von einmaligen Sondereffekten verschlechtert. Dadurch konnten Ziele nicht erreicht werden. Aufgrund des Sondereffektes ist jedoch für 2024 damit zu rechnen, dass die Ziele erreicht werden.

Der Geschäftsführer sieht den Gesamtverlauf des Geschäftsjahres 2023, unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dennoch insgesamt wirtschaftlich als gute Basis für eine weitere wirtschaftliche Erholung und Ergebnisverbesserung in den Folgejahren.

3 Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsführung hat eine interne Berichterstattung einschließlich einer Budgetplanung aufgebaut, mit der sie anhand geeigneter Auswertungen und Kennzahlen Gefahren, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben, frühzeitig erkennen und analysieren kann, um in der Lage zu sein, auf die jeweilige Entwicklung angemessen zu agieren bzw. zu reagieren.

Unsere Unternehmensstrategie verfolgen wir in enger Abstimmung mit unserer Muttergesellschaft, Genertec HMCT Co. Ltd., Harbin , VR China. Aufgrund der umfassenden Zusammenarbeit sowie der Bereitstellung ausreichender liquider Mittel besteht eine vollständige Abhängigkeit von der Muttergesellschaft. Es besteht eine verbindliche Zusage von ausreichend Liquiditätshilfen.

Risiken für die Geschäftsentwicklung können sich vor allem durch den Strukturwandel in der Automobilindustrie, durch eine anhaltende Konjunkturabschwächung im Euroraum sowie durch erneute Probleme bei der Refinanzierung in den Euro-Krisenländern und damit verbundenen Verwerfungen ergeben.

Zunehmender Protektionismus macht es insbesondere für den exportabhängigen deutschen Maschinenbau deutlich schwieriger sich im internationalen Waren- und Dienstleistungsbereich zu behaupten.

Negativ auf die Geschäftsentwicklung könnten sich die Materialknappheit und die dadurch steigenden Rohstoffpreise sowie der Mangel an Facharbeitern auswirken. Der zunehmende Mangel an qualifizierten Fachkräften bereitet in den Bereichen Metall und Elektro zunehmend Schwierigkeiten, Stellen ausscheidender Mitarbeiter kompetent wiederzubesetzen.

Mittelbar investitionshemmend und damit schädlich für die Nachfrage wirken die vielen geopolitischen Krisen.

Der chinesische Markt ist für Kelch sowohl als Lieferant wie als Abnehmer von großer Bedeutung. Eine drohende weltweite Rezession verursacht geopolitische Spannungen. Der industriellen Wandel führt zu mehr Elektromobilität und die dadurch sinkende Nachfrage an Metallverarbeitung zu nachhaltigen Umsatzausfällen.

Durch den Ausbau unserer Aktivitäten in China innerhalb der Genertec Machine Tool Group, die neue Division besteht aus 220 Konzerntöchtern die hauptsächlich im Bereich Maschinenbau tätig sind, möchten wir weiteres Wachstumspotential erschließen.

Insbesondere durch die Produktoffensive im Bereich Werkzeugvoreinstellgeräte erwartet Kelch Wachstumschancen. Die neuen Produkte, verbunden mit den umfassenden Smart Factory Dienstleistungen rund um die Werkzeugmaschinen-Peripherie sollten zu Absatzzuwächsen führen. Die begleitenden Dienstleistungen umfassen dabei Engineering Services und Beratung zur Optimierung aller Prozesse auf Grundlagen einer modernen Werkzeugverwaltung und Produktionssteuerung sowie die Digitalisierung aller Bearbeitungsaufgaben im Produktionsbereich.

Die weiterhin dynamische Preisentwicklung auf Rohstoffmärkten kann sich negativ auf die Materialeinsatzquote auswirken. Dies führt zu einer erheblichen Mehrbelastung, vor allem da diese Kostensteigerung auf Grund der Wettbewerbssituation mit scharfem Preiswettbewerb nicht am Markt weitergegeben werden kann.

Chancen ergeben sich in den Industriezweigen Luft- und Raumfahrt, Medizin, Erneuerbare Energien und Elektrotechnik.

4 Geschäftsjahr 2024

Das Jahr 2024 war für die deutschen Mitgliedsunternehmen des VDMA-Fachverbands Präzisionswerkzeuge kein gutes Jahr. Die schwierige Situation der heimischen Automobilindustrie, aber auch die rückläufige Produktion des deutschen Maschinenbaus sind die Hauptgründe für eine enttäuschende Entwicklung - im Inland mussten die Unternehmen ein Absatzminus von 12 Prozent hinnehmen. Und auch im Export ging das Niveau um 4 Prozent zurück - insgesamt steht für 2024 ein Produktionsminus von rund 9 Prozent gegenüber 2023 zu Buche. Der Produktionswert sank auf 9 Mrd. Euro.

"Das Jahr 2024 verlief für unsere Branche sehr enttäuschend", erklärte Stefan Zecha, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA, anlässlich der Jahrespressekonferenz der Organisation. "Gerade vor diesem Hintergrund sind wir gespannt auf die kommende Bundestagswahl - wir hoffen, dass die nächste Regierung es schafft, die Standortbedingungen schnell und nachhaltig zu verbessern."

Im Export blieben 2024 insbesondere die europäischen Märkte hinter den Vorjahresergebnissen zurück. Aber auch der chinesische Markt zeigte sich schwächer. Unter den großen Absatzmärkten für deutsche Präzisionswerkzeuge war einzig und allein der Markt in den USA auf Wachstumskurs. Damit untermauerten die USA erneut ihre Position als wichtigster Einzelmarkt für die Branche.

"Umso gespannter blicken wir für das Jahr 2025 auf die handelspolitischen Entwicklungen", betont Zecha. "Schließlich ist Deutschland nach Kanada der zweitwichtigste Lieferant von Präzisionswerkzeugen. Wir liefern hocheffiziente Spitzenprodukte, die den amerikanischen Herstellern eine wettbewerbsfähige Produktion erst ermöglichen. Diese Vorteile mit einem eventuellen Zollstreit aufs Spiel zu setzen - das wäre für beide Seiten wahrlich ein schlechter Deal."

(Quelle: Stefan Zecha, Vorsitzender VDMA-Präzisionswerkzeuge im VDMA)

Der Auftragsbestand der Kelch GmbH zum 31. Dezember 2023 liegt bei EUR 3.589 Mio.

Wir erwarten für 2024 Umsatzerlöse von EUR 12,7 Mio. Die Gesamtleistung 2024 sollte über dem Vorjahresniveau liegen.

Der operative Verlust im Jahr 2024 soll deutlich zurückgehen (EUR -2.5 Mio.).

5 Prognosebericht

Nach einer Pressemitteilung des VDMA vom Mai 2025 ergab sich für das gesamte erste Quartal 2025 ein Orderzuwachs von real 4 Prozent zum Vorjahr. Damit war es die erste Drei-Monats-Periode seit dem ersten Quartal 2022 mit einem Auftragsplus. Die Inlandsbestellungen lagen von Januar bis März um 1 Prozent höher als der Vorjahreswert, das Ausland verbuchte 5 Prozent mehr Bestellungen (Euro-Länder: plus 12 Prozent, Nicht-Euro-Länder: plus 2 Prozent).

Für die Kelch GmbH soll sich die Steigerung des Umsatzes und des Betriebsergebnisses sowie die Reduzierung der Verluste auch für 2025 fortsetzen und das zentrale Thema bleiben. Durch die geplanten Investitionen in die F&E Abteilung wird eine Umsatzsteigerung nicht direkt im selben Maßstab im Betriebsergebnis abbildbar sein, ist jedoch ein kalkuliertes Risiko mit strategischer Ausrichtung.

Das zukünftige Wachstum soll auch mit einer neuen Produktlinie im Bereich der Einstellgeräte erreicht werden. Hierzu wurden im laufenden Geschäftsjahr Softwareentwickler eingestellt. Im Bereich der Schrumpfgeräte wird eine Kooperation mit einem anderen Hersteller angedacht.

Der Vertrieb von Spannwerkzeugen soll ebenfalls mit neuen Vertriebskanälen ausgebaut werden.

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2024 liegt bei EUR 3,9 Mio.

Wir erwarten für 2025 Umsatzerlöse von EUR 15,0 Mio. Die Gesamtleistung 2025 sollte nochmals über dem Vorjahresniveau liegen.

Für das Jahr 2025 gehen wir von einem ausgeglichenen Betriebsergebnis aus.

 

Weinstadt, im April 2025

Kang Li, Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.205.206,41 3.187.437,20
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 145.808,29 112.522,63
II. Sachanlagen 1.059.397,12 1.074.913,57
1. technische Anlagen und Maschinen 913.170,42 937.840,97
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 146.226,70 137.072,60
III. Finanzanlagen 2.000.001,00 2.000.001,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.000.000,00 2.000.000,00
2. Beteiligungen 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 9.496.362,65 9.768.429,79
I. Vorräte 6.766.351,04 6.726.435,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.059.455,55 2.394.212,19
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 451.330,96 578.214,71
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.608.124,59 1.815.997,48
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 12.606,45 19.350,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 670.556,06 647.781,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 51.798,84 43.035,40
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 21.740.207,67 17.566.979,57
Summe Aktiva 34.493.575,57 30.565.881,96

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 2.025.000,00 2.025.000,00
II. Kapitalrücklage 5.000.000,00 5.000.000,00
III. Bilanzverlust 28.765.207,67 24.591.979,57
davon Verlustvortrag 24.591.979,57 21.293.815,08
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 21.740.207,67 17.566.979,57
B. Rückstellungen 766.017,00 278.370,20
C. Verbindlichkeiten 33.727.558,57 30.287.511,76
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.143.388,10 29.793.232,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 33.143.388,10 29.793.232,40
2. sonstige Verbindlichkeiten 584.170,47 494.279,36
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 582.811,26 484.984,84
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.359,21 9.294,52
Summe Passiva 34.493.575,57 30.565.881,96

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.900.363,58 5.545.278,90
2. Personalaufwand 6.012.392,57 5.424.930,14
a) Löhne und Gehälter 5.065.378,55 4.519.789,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 947.014,02 905.141,10
davon für Altersversorgung 11.078,47 11.640,38
3. Abschreibungen 290.781,95 276.452,81
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 290.781,95 276.452,81
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.505.759,23 2.898.114,20
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.493,75 21.759,86
davon aus verbundenen Unternehmen 1.279,44 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 283.289,68 262.357,10
7. Ergebnis nach Steuern -4.169.366,10 -3.294.815,49
8. sonstige Steuern 3.862,00 3.349,00
9. Jahresfehlbetrag 4.173.228,10 3.298.164,49
10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 24.591.979,57 21.293.815,08
11. Bilanzverlust 28.765.207,67 24.591.979,57

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Bilanzierungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, der Vorschriften des GmbH-Gesetzes und der ergänzenden Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt worden.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit werden die für einzelne Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung geforderten zusätzlichen Angaben in den Anhang übernommen.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 Abs. 1 und 2 HGB.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Kelch GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Weinstadt
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: HRB 733476

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 ist die Kelch GmbH mit TEUR 21.740 buchmäßig überschuldet. (Vorjahr: TEUR 17.567). Die operative Ertragslage ist weiterhin negativ (2023: TEUR -4.173). Der Jahresabschluss 2023 ist dennoch unter Anwendung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt worden.

Grundlage der Annahme der Unternehmensfortführung sind die vollständige Beseitigung der ausgewiesenen buchmäßigen Überschuldung durch umfangreiche Gesellschafterverbindlichkeiten mit entsprechendem Rangrücktritt sowie die verbindliche Zusage von Liquiditätshilfe seitens der Gesellschafterin von € 3.700.000,00 für einen Zeitraum von 18 Monaten beginnend ab dem 1. Januar 2024 vom 29. Dezember 2023. Die Finanzierungszusage wurde mit Datum 22. April 2025 verlängert bis zum 30. Juni 2027.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist von der Aufrechterhaltung der Unterstützung durch die Gesellschafterin abhängig.

Die Gesellschafterin hat Maßnahmen eingeleitet, die den Umsatz steigern und die Verluste reduzieren bzw. beseitigen sollen. Hierzu werden die Vertriebsstrategie und Vertriebsprozess sowie Produktionslininen überarbeitet. Strategisch ist die Kooperation mit anderen Herstellern zur Erreichung einer kritischen Betriebsgröße angedacht.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses, waren unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-concern-Prämisse), die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

AKTIVA

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gem. § 255 Abs. 2 und 3 HGB) bilanziert.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die angewendeten Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 4 Jahren.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die angewendeten Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 15 Jahren.

Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über € 150,00 und bis € 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet, der linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird.

Anlagezugänge werden im Jahr ihres Zugangs monatsgenau abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert.

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. dem gleitenden Durschnittspreis bewertet. Soweit die Wertansätze den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag aufgrund geringerer Wiederbeschaffungskosten übersteigen, erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren Wert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert ausgewiesen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden neben Einzelwertberichtigungen dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind zu Nominalwerten angesetzt.

In der Position sonstige Vermögensgegenstände sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtich entstanden sind.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

PASSIVA

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet und decken alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

C. weitere Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge 2023
EUR
Abgänge 2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 417.712,53 61.979,29 0,00
2. Internet-Webseiten 48.570,00 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 98.500,00 0,00 0,00
Summe 564.782,53 61.979,29 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.913.582,95 262.829,95 167.541,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 824.029,81 60.936,65 29.183,43
Summe 4.737.612,76 323.766,60 196.725,16
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.000.000,00 0,00 0,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00 0,00
Summe 2.000.001,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 7.302.396,29 385.745,89 196.725,16
Umbuchungen 2023
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 98.500,00 578.191,82
2. Internet-Webseiten 0,00 48.570,00
3. geleistete Anzahlungen -98.500,00 0,00
Summe 0,00 626.761,82
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 4.008.871,17
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 855.783,03
Summe 0,00 4.864.654,20
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 2.000.000,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1,00
Summe 0,00 2.000.001,00
Gesamtsumme 0,00 7.491.417,02
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023
EUR
Abgänge 2023
EUR
Umbuchungen 2023
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Stand Buchwert 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 403.689,90 28.693,63 0,00 0,00 432.383,53 145.808,29
2. Internet-Webseiten 48.570,00 0,00 0,00 0,00 48.570,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 452.259,90 28.693,63 0,00 0,00 480.953,53 145.808,29
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.975.741,98 210.305,77 90.347,00 0,00 3.095.700,75 913.170,42
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 686.957,21 51.782,55 29.183,43 0,00 709.556,33 146.226,70
Summe 3.662.699,19 262.088,32 119.530,43 0,00 3.805.257,08 1.059.397,12
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.000.000,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.000.001,00
Gesamtsumme 4.114.959,09 290.781,95 119.530,43 0,00 4.286.210,61 3.205.206,41

Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Kelch GmbH gewährte der Tochtergesellschaft Kelch Inc., Buffalo Grove, USA insgesamt Darlehen Im Nennwert € 2.000.000,00 (Vorjahr € 2.000.000,00). Die Ausleihungen und die weiteren Forderugen gegen die Us-Tochtergesellschaft sind durch eine Patronatserklärung über EUR 3,6 Mio. der Gesellschafterin, Genertec Harbin Measuring & Cutting Tool Group Co., Ltd, Harbin China, abgesichert.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 451.330,96 (Vorjahr € 578.214,71), davon sind aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen € 665.772,67 (Vorjahr € 665.772,67).

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 12.606,45 (Vorjahr: € 19.350,77).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

T€
Drohverlustrückstellungen 320,2
Personalverpflichtungen 278,2
Abschluss- und Prüfungskosten 96,0
Kosten ausstehende Betriebsprüfung 10,0
Gewährleistungen 18,7
Archivierung von Geschäftsunterlagen 42,9

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre

Wir verweisen hierzu auf den nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel:

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit
Bilanzwert 2023
T€
bis zu 1 Jahr
T€
von mehr als 1 Jahr
T€
davon mehr als 5 Jahre
T€
gesicherte Beträge
T€
1. erhaltene Anzahlungen 40,5 40,5 0,0 0,0 0,0
Vorjahr: 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 373,1 373,1 0,0 0,0 0,0
Vorjahr: 350,9 350,9 0,0 0,0 0,0
3. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 33.143,4 2.251,7 30.891,7 0,0 0,0
Vorjahr: 29.793,2 2.047,8 27.745,4 0,0 0,0
4. sonstige Verbindlichkeiten 170,6 170,6 0,0 0,0 0,0
Vorjahr: 143,8 142,0 1,4 0,0 0,0
Gesamt: 33.727,6 2.835,9 30.891,7 0,0 0,0
Vorjahr: 30.287,9 2.540,7 27.746,8 0,0 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit € 33.143.388,10 (Vorjahr € 29.793.232,40) gegenüber dem Gesellschafter. Hiervon sind € 30.891.681,85 (Vorjahr € 29.793.232,40) mit einem Rangrücktritt versehen. Die Verbindlichkeiten enthalten neben Darlehensbeträgen einschließlich Zinsen Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie erhaltene Anzahlung in Höhe von insgesamt € 2.251.705,33 (Vorjahr € 183.543,29).

Am Abschlussstichtag noch nicht beglichene Lieferantenverbindlichkeiten sind, soweit sie Gegenstände des Vorratsvermögens betreffen, regelmäßig mit den im Geschäftsverkehr üblichen Eigentumsvorbehalten abgesichert.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es besthen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesenen oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

durchschnittliche Laufzeit in Monaten Jahresbetrag
in TEUR
a) Leasing Fahrzeuge 36 103,4
b) Leasing Betriebs- und Geschäftsausstattung 36 13,2
c) Mietvertäge 12-60 444,8

D. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Arbeitnehmergruppen 2023 Vorjahr
Arbeiter 33 30
Angestellte 56 58
Jahresdurchschnitt 89 88

Organe

Beirat

Der Beirat setzte sich im Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Vorsitzender: Herr Xu Zhong (ab 19.05.2023) Herr Zhao Wei (bis 19.05.2023)
Mitglieder: Herr Xing Longxiang (ab 19.05.2023) Herr Wang Dishi (bis 19.05.2023)
Herr Ju Quan

Der Beirat erhielt im Geschäftsjahr 2023, wie auch im Vorjahr, für seine Tätigkeit keine Vergütung.

Geschäftsführung

Im Laufe des Geschäftsjahres fand zum 14.08.2023 ein Wechsel der Geschäftsführung statt. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Frank Wildbrett, Dipl.-Betriebswirt (bis 14.08.2023)

Herr Kang Li, Industrial Designer (ab 14.08.2023)

Die für die Tätigkeit im Berichtsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht aufgeführt.

Prokura

Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen wurden erteilt an:

Herr Viktor Grauer, Welzheim

Herr Xiaoting Fan, Schorndorf

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis 2023
Eigenkapital 31.12.2023
Kelch Inc., Buffalo Grove, USA 100% 689,14 -1.577.461,41

Konzernzugehörigkeit

Die Genertec Harbin Measuring & Cutting Tool Group Co. Ltd., Harbin/China, ist alleiniger Gesellschafter der Kelch GmbH, Weinstadt.

Oberste Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Teil von Unternehmen aufstellt, ist die China General Technology (Group) Holding Co. Ltd., Peking/China.

Der Konzernabschluss ist am Sitz der China General Technology (Group) Holding Co. Ltd., Peking/China, erhältlich.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die erst nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt € 4.173.228,10. Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Weinstadt, 8. Mai 2025

Kang Li, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.05.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kelch GmbH, Weinstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kelch GmbH, Weinstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 so wie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar über hin aus haben wir den Lagebericht der Kelch GmbH, Weinstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Anhang und Lagebericht, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 21.740 ausweist und die operative Ertragslage durch nachhaltige Verluste (2023: TEUR -4.173) gekennzeichnet ist. Wie im Abschnitt B des Anhangs und im Lagebericht dargelegt, zeigen die se Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährden des Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Zur Beseitigung einer etwaigen insolvenzrechtlichen Überschuldung nach § 19 InsO hat die Gesellschafterin Harbin Measuring & Cutting Tool Group Co. Ltd. (HMCT), Harbin, VR Chi na, hinsichtlich ihren Darlehensforderungen einen Rangrücktritt gegen über sämtlichen gegenwärtigen und zu künftigen Forderungen von Gläubigern der Kelch GmbH erklärt. Zur weiteren Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Kelch GmbH hat sich die Gesellschafterin in einer Finanzierungszusage vom 29. Dezember 2023 für den Zeit raum von 18 Monaten verpflichtet, finanzielle Mittel bis EUR 3,7 Mio. zur Verfügung zu stellen, so dass die Kelch GmbH jederzeit in der Lage ist, ihre fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die Finanzierungszusage wurde mit Erklärung vom 22. April 2025 bis 30. Juni 2027 verlängert und der Maximalbetrag auf EUR 4,0 Mio. erhöht.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist vollständig von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung der Gesellschafterin abhängig. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kon trollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als not wendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern ein schlä-gig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu treffend dar stellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder ins gesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von Dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch so wie er langen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht auf gedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit so wie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerun gen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses ein schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so dar stellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tat sächlichen Verhältnissen entsprechen des Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein ei1genständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n. F. (10.2021)).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

 

Stuttgart, den 8. Mai 2025

WirtschaftsTreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Faust, Wirtschaftsprüfer

gez. Tabet, Wirtschaftsprüfer

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