Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 15128 KI
Vorher
DFK-Bau GmbH
Eingetragen
16.9.2013
Branche
Bauträger für andere Gebäude und BauwerkeBauträger für WohngebäudeArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Errichtung und Sanierung von Gebäuden jeder Art als Bauherr, Bauträger oder Baubetreuer sowie die Projektierung von Bauwerken

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Valeri Spady
seit 30.9.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Deutsches Finanzkontor Valeri Spady e.K., Inh. Valeri Spady
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
DFK Deutsches Finanzkontor AG
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DFK-Bau GmbH

Kaltenkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DFK-Bau GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DFK-Bau GmbH, Kaltenkirchen-bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DFK-Bau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 23. September 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klimmer, Wirtschaftsprüfer

Bykova, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.527,00 51.476,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.996.448,00 1.715.763,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.284.575,00 1.320.857,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.936.585,00 2.040.810,00
5.217.608,00 5.077.430,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.077.500,00 1.030.250,00
6.317.635,00 9.159.156,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
In Ausführung befindliche Bauaufträge 4.242.655,02 3.720.658,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 145.855,59 880.718,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.909.614,58 9.644.990,31
3. Sonstige Vermögensgegenstände 260.748,17 507.815,84
4.316.218,34 11.033.524,30
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 743.965,25 136.629,86
9.302.838,61 14.890.812,96
15.620.473,61 21.049.968,96

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.035.442,49 873.887,17
III. Jahresüberschuss 189.555,40 161.555,32
1.249.997,89 1.060.442,49
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 289.765,49 33.311,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.089.921,01 1.182.462,01
2.379.686,50 1.215.773,01
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen Kreditgebern 965.785,48 1.724.484,76
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 530.000,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.533.120,23 1.757.296,76
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.714.313,31 13.272.962,24
5. Sonstige Verbindlichkeiten 777.570,20 1.489.009,70
11.990.789,22 18.773.753,46
15.620.473,61 21.049.968,96

Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

2021 2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 33.470.506,03 39.655.479,38
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 521.996,22 -2.742.532,88
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 246.857,12 1.031.228,48
4. Sonstige betriebliche Erträge 547.792,06 618.787,56
34.787.151,43 38.562.962,54
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Baumaterialien und Grundvermögen 11.369.753,92 12.247.275,61
b) Aufwendungen für bezogene Bauleistungen 9.373.957,38 13.189.571,77
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.012.575,99 5.661.208,22
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.930.629,99 2.325.959,80
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 709.387,71 630.480,93
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.765.469,77 3.542.472,45
33.161.774,76 37.596.968,78
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 15.300,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 66.356,86 165.033,07
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.378.186,23 826.583,98
-1.311.829,37 -646.250,91
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 123.991,90 158.187,53
13. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 189.555,40 161.555,32

Anhang für 2021

Allgemeine Hinweise

Die DFK-Bau GmbH hat ihren Sitz in Kaltenkirchen und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Kiel unter der Nummer HRB 15128 KI eingetragen.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Gesellschaftsvertrag enthält keine ausdrücklichen Bestimmungen über anzuwendende Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften.

Um den speziellen Gegebenheiten der Geschäftstätigkeit Rechnung zu tragen, wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern ergänzt.

Die Gesellschaft hat von den Aufstellungserleichterungen der §§ 286, 288 HGB zulässigerweise Gebrauch gemacht.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach gesetzlichen Vorschriften bei den Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend und sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich pro rata temporis unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Beim Wegfall des Abschreibungsgrundes erfolgt gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter, deren Wert über EUR 800,00 liegt, werden grundsätzlich pro rata temporis unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

2. Finanzanlagen

Die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Dem Wertaufholungsgebot wird durch Zuschreibung Rechnung getragen. Die Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

3. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Marktpreisen angesetzt. Das Aktivierungswahlrecht gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wird in Anspruch genommen.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet, das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Langfristige unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen sind zum Barwert bewertet.

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

6. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

7. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung am Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

9. Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertsätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlast werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgend aufgeführten Anlagespiegel zu entnehmen.

In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten.

2. Angaben zum Anteilsbesitz

Name, Sitz Beteiligung Eigenkapital per 31.12.2021 Ergebnis 2021
% TEUR TEUR
Victory Invest GmbH (vorher: Viktory Bau GmbH), Kaltenkirchen 100 151 5
DFK Bauelemente GmbH, Kaltenkirchen 100 21 20
DFK Sanierungsmanagement GmbH, Kaltenkirchen 100 26 13
DFK SEPIA 1 GmbH, Kaltenkirchen 70 20 -4
DFK SEPIA 2 GmbH, Kaltenkirchen 70 21 -2

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.910 (Vj. TEUR 9.645).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten TEUR 212 (Vj. TEUR 200) Forderungen gegen Gesellschafter.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen waren im Vorjahr Forderungen aus Steuern gegen das Finanzamt von TEUR 12 ausgewiesen.

4. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel bestehen im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten.

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00 und ist vollständig eingezahlt.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Berichtsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
Gewährleistungsrückstellung 1.431 1.049
Urlaubsrückstellung 95 65
Ausstehende Rechnungen 484 0
sonstige 80 68
2.090 1.182

7. Verbindlichkeiten

Zusammensetzung und Angaben zu den Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern):

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit Gesamt ≤ 1 Jahr > 1 Jahr davon >5 Jahre Art der Sicherung
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen Kreditgebern 965.785,48 379.190,06 586.595,42 42.286,06 GPR *
(1.724.484,76) (840.513,28) (883.971,48) (75.192,96) (GPR * )
erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
(530.000,00) (530.000,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.533.120,23 1.533.120,23 0,00 0,00
(1.757.296,76) (1.757.296,76) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.714.313,31 8.714.313,31 0,00 0,00
(13.272.962,24) (13.272.962,24) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 777.570,20 777.570,20 0,00 0,00
(1.489.009,70) (1.489.009,70) (0,00) (0,00)
- davon aus Steuern 165.162,27 165.162,27 0,00 0,00
(33.160,14) (33.160,14) (0,00) (0,00)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 26.296,22 26.296,22 0,00 0,00
(855.130,26) (855.130,26) (0,00) (0,00)
Gesamt Verbindlichkeiten 11.990.789,22 11.404.193,80 586.595,42 42.286,06
(18.773.753,46) (17.889.781,98) (883.971,48) (75.192,96)

* GPR - Die Bankdarlehen sind mit kreditüblichen Grundpfandrechten sowie selbstschuldnerischen Bürgschaften des Gesellschafters von Deutsches Finanzkontor Valeri Spady e.K. belegt. Das Risiko aus der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.013 (Vj. TEUR 7.430) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 701 (Vj. TEUR 5.843). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten TEUR 82 (Vj. TEUR 177) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse aus Bautätigkeit in Höhe TEUR 33.256 (Vj. TEUR 39.389) sowie Vermietungserlöse in Höhe TEUR 215 (Vj. TEUR 266) erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 58 (Vj. TEUR 0) ausgewiesen.

3. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe TEUR 23 (Vj. TEUR 28) enthalten.

4. Erträge aus Beteiligung

Im Vorjahr ausgewiesene Erträge aus Beteiligung in Höhe von TEUR 15 betreffen ausschließlich verbundene Unternehmen.

5. Zinserträge und Zinsaufwendungen

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind keine Zinsen (Vj. TEUR 106) von verbundenen Unternehmen enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen in Höhe von TEUR 1.300 (Vj. TEUR 770) an verbundene Unternehmen enthalten.

Im Geschäftsjahr wurden Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 14 (Vj. TEUR 26) sowie Aufwendungen aus Abzinsung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 18 (Vj. TEUR 11) gebucht.

Nachtragsbericht

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung traten nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 nicht ein.

Hinsichtlich der möglichen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird auf die Erläuterungen im Lagebericht verwiesen.

Konzernverhältnisse

Die DFK-Bau GmbH ist 100%-ige Tochter des Deutsches Finanzkontor Valeri Spady e. K., Kaltenkirchen. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss des Deutsches Finanzkontor Valeri Spady e. K., Kaltenkirchen, einbezogen. Der Deutsches Finanzkontor Valeri Spady e. K., Kaltenkirchen, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 641. Sie bestehen aus jährlichen Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 566 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 464) sowie den Leasingverpflichtungen von TEUR 75. In den Leasingverbindlichkeiten sind solche in Höhe von TEUR 54 mit einer Restlaufzeit von unter 1 Jahr enthalten. Des Weiteren bestehen Leasingverpflichtungen von TEUR 21, die 2023 bis 2024 fällig sind.

2. Außerbilanzielle Geschäfte

Weitere wesentliche zur Beurteilung der Finanzlage notwendige Geschäfte, die nicht in der Bilanz enthalten sind, wurden nicht getätigt.

3. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den folgenden Bereichen: Einbringung von Bauleistungen, Bezug von Dienstleistungen und Finanzierungen. Die Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

4. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres 2021 beschäftigten Arbeitnehmer (Umgerechnet auf Vollzeit) betrug:

2021 2020
Kaufmännische Angestellte 39 36
Arbeiter 109 150
Auszubildende 2 1
150 187

5. Geschäftsführung

Valeri Spady, Bank- und Versicherungsbetriebswirt, Kaltenkirchen

6. Gesamtbezüge der Geschäftsführung und früherer Organmitglieder

Die Angabe unterbleibt unter Berufung auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

7. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 190 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kaltenkirchen, den 29. Juli 2022

DFK-Bau GmbH

Geschäftsführung

Valeri Spady

Entwicklung des Anlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.097,17 0,00 6.649,91 95.447,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.759.166,71 326.837,82 0,00 2.086.004,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.707.939,13 169.854,68 57.673,75 1.820.120,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.936.041,76 425.014,21 114.152,71 3.246.903,26
6.403.147,60 921.706,71 171.826,46 7.153.027,85
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.030.250,00 47.250,00 0,00 1.077.500,00
1.030.250,00 47.250,00 0,00 1.077.500,00
7.535.494,77 968.956,71 178.476,37 8.325.975,11
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.621,17 27.154,00 4.854,91 72.920,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 43.403,71 46.152,82 0,00 89.556,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 387.082,13 171.088,68 22.625,75 535.545,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 895.231,76 464.992,21 49.905,71 1.310.318,26
1.325.717,60 682.233,71 72.531,46 1.935.419,85
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.376.338,77 709.387,71 77.386,37 2.008.340,11
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.527,00 51.476,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.996.448,00 1.715.763,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.284.575,00 1.320.857,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.936.585,00 2.040.810,00
5.217.608,00 5.077.430,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.077.500,00 1.030.250,00
1.077.500,00 1.030.250,00
6.317.635,00 6.159.156,00

Lagebericht für 2021

1. Überblick über Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

1.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist 2021 um 2,1 % gewachsen und hat dadurch nach dem deutlichen Rückgang der Wirtschaftskraft im Jahr 2020 eine Trendwende verzeichnet. Im Sommer 2021 konnte der Dienstleistungssektor stark von den niedrigen Corona-Zahlen und der Impfkampagne profitieren. Allerdings hat die erhöhte Infektionslage im Herbst die deutsche Wirtschaft wieder beeinträchtigt. Zudem erschweren die globalen Lieferengpässe ein stetiges Wirtschaftswachstum der deutschen Industrie. 1

Trotz der immer noch anhaltenden Corona-Pandemie hat sich der deutsche Arbeitsmarkt 2021 wieder erholt. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben sich im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Auf der anderen Seite sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) in Deutschland zurückgegangen. Die Mittel der Kurzarbeit wurden von den Unternehmen bis Oktober 2021 weniger stark genutzt, zum Jahresende hin dagegen erneut verstärkt. Die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) ist im November saisonbereinigt um 43.000 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote belief sich im Dezember auf 5,1 %. 2

Die Bruttolöhne und -gehälter sind im Jahr 2021 durch eine verstärkte reguläre Einstellung von Arbeitskräften um 3,1 % gestiegen. Die Nettolöhne und -gehälter haben sich sogar um 4,0 % erhöht, was vor allem mit der Abschaffung des Solidaritätszuschlags zu erklären ist. 3

Im Jahr 2021 wurden in Deutschland 293 393 Wohnungen fertiggestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 4,2 % oder 12 983 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen stieg im Jahr 2021 mit 380 736 um 3,3 % gegenüber dem Vorjahr und war damit weiter deutlich höher als die Zahl der Baufertigstellungen. Dies führte nunmehr zu einem Überhang von genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen von insgesamt 846 467 Wohnungen (+67 035 gegenüber 2020). Der seit 2008 anhaltende Anstieg des Bauüberhangs beschleunigte sich somit im Jahr 2021 und erreichte den höchsten Stand seit 1996 (922 343). Der Rückgang der Baufertigstellungen bei gleichzeitiger starker Zunahme des Bauüberhangs deuten auf angebotsseitige Störungen hin, die Unternehmen und Bauherren daran hindern, ihre Vorhaben zeitnah zu realisieren. 4

Lieferengpässe, Rohstoffknappheit, erhöhte Nachfrage im In- und Ausland haben sich auf den Bausektor ausgewirkt: Bauen ist im Jahr 2021 deutlich teurer geworden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise für einzelne Baustoffe wie Holz und Stahl im Jahresdurchschnitt 2021 so stark wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. So verteuerte sich Konstruktionsvollholz um 77,3 % gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt, Dachlatten um 65,1 %, Bauholz um 61,4 %. Selbst die Preise für Spanplatten, für die in der Regel das Abfallprodukt Sägespäne genutzt wird, stiegen um 23,0 %. Zum Vergleich: Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte insgesamt legte im Jahresdurchschnitt 2021 um 10,5 % gegenüber 2020 zu. 5

1 DIW Wochenbericht 37/20213
2 Statistisches Bundesamt, Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt, Dezember 2021
3 DIW Wochenbericht 37/2021
4 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 212 vom 23. Mai 2022

Nicht nur die gestiegenen Holzpreise, auch die Stahlpreise treiben die Kosten auf dem Bau in die Höhe: Betonstahl in Stäben war im Jahresdurchschnitt 2021 um 53,2 % teurer, Betonstahlmatten kosteten 52,8 % mehr als 2020. Betonstahl wird unter anderem im Rohbau zur Verstärkung von Bodenplatten, Decken oder Wänden eingesetzt. Metalle waren 2021 insgesamt um 25,4 % teurer als im Vorjahr, was nicht ohne Folgen für Bauprojekte bleiben dürfte. So verteuerte sich Halbzeug aus Kupfer und Kupferlegierungen, das beispielsweise für den Heizungsbau oder in der Elektroinstallation genutzt wird, um 26,9 % gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt. 5

Preistreibend auf den Baustellen wirkten sich auch die gestiegenen Erdölpreise aus. Bitumen auf Erdölbasis verteuerte sich im Jahresdurchschnitt 2021 um 36,1 % gegenüber 2020. Dieser Baustoff wird unter anderem im Straßenbau verwendet, aber auch zur Abdichtung von Dächern, Gebäuden und Fundamenten gegen das Eindringen von Wasser. Die insgesamt hohen Energiepreise waren auch ein Grund für höhere Teuerungsraten bei im Bausektor vielfach genutzten chemischen Produkten. So lagen die Erzeugerpreise für Dämmplatten aus Kunststoff wie Polystyrol um 20,7 % über dem Niveau des Vorjahres. Auch Epoxidharz, ein wichtiges Bindemittel für Farben und Lacke, verteuerte sich um 28,9 %. 5

1.2. Überblick über die Geschäftstätigkeit

Die DFK-Bau GmbH, Kaltenkirchen (im Folgenden DFK-Bau) wurde im Jahr 2014 mit Sitz in Kaltenkirchen (bei Hamburg) gegründet und gehört zur DFK-Unternehmensgruppe. Sie übernimmt im Konzernverbund Neubau- und Sanierungsarbeiten für die DFK-Projektgesellschaften sowie Neubauaufträge für externe Kunden. Das Portfolio der DFK-Bau erstreckt sich auf Planung, Ausführung und Neubau von schlüsselfertigen Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Mehrfamilienhäusern. Die Projekte der DFK-Bau werden bundesweit realisiert.

Die Bauarbeiten werden hauptsächlich durch konzerninterne Bauarbeiter erbracht; nur wenige Gewerke werden an Subunternehmer vergeben. Die Belegschaft der Gesellschaft besteht aus qualifiziertem Stammpersonal, ergänzt um Arbeitskräfte im Wesentlichen aus Südosteuropa.

5 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 6 vom 10. Februar 2022

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse
aus Bautätigkeit mit den verbundenen Unternehmen 32.975 36.627 -3.652 -10,0
aus Bautätigkeit mit Dritten 281 2.762 -2.481 -89,8
sonstige 215 266 -51 -19,2
33.471 39.655 -6.184 -15,6
Bestandsveränderung der Vorräte 522 -2.743 3.265 -119,0
Materialaufwand 20.744 25.437 -4.693 -18,4
Rohergebnis 13.249 11.475 1.774 15,5
andere aktivierte Eigenleistungen 247 1.031 -784 -76,0
sonstige betriebliche Erträge 548 619 -71 -11,5
Personalaufwand 6.943 7.987 -1.044 -13,1
Abschreibungen 709 630 79 12,5
sonstige betriebliche Aufwendungen 4.766 3.542 1.224 34,6
Betriebsergebnis (EBIT) 1.626 967 660 68,3
Erträge aus Beteiligung 0 15 -15 -100,0
Zinserträge 66 165 -99 -60,0
Zinsaufwendungen 1.378 827 551 66,6
Finanzergebnis -1.312 -646 -666 103,1
Steuern von Einkommen und vom Ertrag 124 158 -34 -21,5
Jahresüberschuss 190 162 28 17,3

Alle Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 betreffen Geschäfte im Inland.

Die Umsatzerlöse der DFK-Bau sind um 15,6 % auf TEUR 33.471 gesunken und unterschritten damit den Vorjahreswert von TEUR 39.655 um TEUR 6.184. Die im Vorjahreslagebericht prognostizierten gleichbleibenden Umsatzerlöse konnten nicht erreicht werden. Zwar war der Rückgang der Umsatzerlöse mit Dritten geplant, bei der Realisierung der Bauprojekte mit verbundenen Unternehmen kam es jedoch zu zeitlichen Verzögerungen. Baudurchführungen wurden durch schleppende Baugenehmigungsverfahren eingeschränkt, weil Behördenmitarbeiter sich überwiegend im Homeoffice befanden und die damit einhergehenden Belastungen offenbar nur langsam bewerkstelligen konnten.

Die Bruttomarge hat sich im Geschäftsjahr 2021 trotz rückläufiger Umsatzerlöse insgesamt gegenüber dem Vorjahr auf 39,6% (Vj. 28,9%) verbessert. Der Materialaufwand reduzierte sich im Berichtsjahr um 18,4%. Dies hat zwei wesentliche Ursachen: zum einen ist der Rückgang korrespondierend der Entwicklung der Umsatzerlöse; zum anderen profitierte die DFK-Bau von langfristigen Lieferkonditionen und Aufbau eines großen Lagerbestands. Somit konnte den steigenden Preisen entgegengewirkt und die abgegebene Ergebnisprognose für 2021 sogar deutlich übertroffen werden.

Zum Jahresende 2021 beschäftigte die DFK-Bau, auf Vollzeit-Äquivalent umgerechnet, 39 (Vj 36) Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen in der Verwaltung sowie 109 (Vj. 150) Arbeiter/Arbeiterinnen auf den Baustellen. Somit sind die Personalaufwendungen im Wesentlichen durch den Abbau des Personals im Geschäftsjahr 2021 gesunken.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert ist im Wesentlichen aus Zuführung zu Gewährleistungsrückstellungen.

Die EBIT-Rendite beträgt im Berichtsjahr 4,9% (Vj. 2,4%).

Das Finanzergebnis sank auf TEUR -1.312 (Vj. TEUR -646) insbesondere durch gestiegene Zinsaufwendungen (+66,6%).

Die Geschäftstätigkeit der DFK-Bau hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 von einer weiterhin positiven Zinslage und weiter steigender Nachfrage nach Wohnimmobilien in Deutschland profitiert und hat rund 15 Tausend Quadratmeter Neubauwohnfläche an Erwerber übergeben. Das deutlich gestiegene Betriebsergebnis (zum Vorjahr + 68,3%) konnte die Rückgänge im Finanzergebnis kompensieren, so dass der prognostizierte Jahresüberschuss erreicht werden konnte.

2.2. Vermögenslage

Die Vermögenslage der DFK-Bau hat sich zum 31. Dezember 2021 gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

31.12.2021
TEUR %
Langfristiges Vermögen 6.318 40,4%
mittel- und kurzfristiges Vermögen 9.302 59,6%
15.620 100,0%
Eigenkapital 1.250 8,0%
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 2.018 12,9%
kurzfristiges Fremdkapital 12.352 79,1%
15.620 100,0%
31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR %
Langfristiges Vermögen 6.159 29,3% 159 2,6%
mittel- und kurzfristiges Vermögen 14.891 70,7% -5.589 -37,5%
21.050 100,0% -5.430 -25,8%
Eigenkapital 1.060 5,0% 190 17,9%
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 1.933 9,2% 85 4,4%-
kurzfristiges Fremdkapital 18.057 85,8% -5.705 -31,6%
21.050 100,0% 4.135 -25,8%

Auf der Aktivseite der Bilanz resultiert der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte im Wesentlichen durch die Anschaffung von Baumaschinen in Höhe von TEUR 170. Unter kurzfristigen Vermögenswerten wird die Senkung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR - 5.735) durch die Steigerung der in Ausführung befindlichen Bauaufträge (TEUR +522) nur zum Teil kompensiert.

Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2021 ist auf 8,0% im Vergleich zu 5,0% am Ende des Jahres 2021 gestiegen bei gleichzeitig deutlich gesunkener Bilanzsumme (-25,8%).

Die kurzfristigen Schulden sind im Geschäftsjahr 2021 korrespondierend zu der Abnahme des kurzfristigen Vermögens ebenfalls gesunken. Diese kurzfristigen Schulden betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.714 (Vj. TEUR 13.273). Der Rückgang der lang- und mittelfristigen Schulden resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der langfristigen Verbindlichkeiten (TEUR -297) bei Zunahme der langfristigen Rückstellungen aus den Gewährleistungsverpflichtungen (+TEUR 382).

2.3. Finanzlage

Der Bestand an Geldmitteln betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR 744 (Vj. TEUR 137).

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihre fälligen finanziellen Verpflichtungen zu bedienen.

3. Darstellung der Risiken und Chancen

3.1. Risikomanagement

Die DFK-Bau als Konzerngesellschaft hat ein Konzern-Risikomanagementsystem, das darauf ausgerichtet ist, die unternehmerischen Chancen und Risiken einem regelmäßigen Monitoring zu unterziehen. Dabei werden Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose bzw. Zielabweichung führen können, definiert, während Chancen als positive Abweichungen im Vergleich zu einem erwarteten Ergebnis gesehen werden.

Organisatorisch ist das Risikomanagement unmittelbar beim Vorstand des Konzerns angesiedelt und wird über ihn regelmäßig auf seine Wirksamkeit überprüft. Er entscheidet über die Aufbau- und Ablauforganisation des Risikomanagements und die Ausstattung mit Ressourcen. Er verabschiedet die Ergebnisse des Risikomanagements und berücksichtigt diese bei der Unternehmenssteuerung. Bei Bedarf werden Experten hinzugezogen. Der Konzernaufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Die Führungskräfte der ersten Ebene unterhalb des Konzernvorstands sind als Risikoverantwortliche benannt und übernehmen in dieser Rolle die Verantwortung für die Identifizierung, Bewertung und Kommunikation aller wesentlichen Risiken in ihrem Verantwortungsbereich. Die Besprechung und Kommunikation findet in regelmäßigen Abteilungsleitermeetings statt.

Das interne Kontrollsystem (IKS) der DFK-Bau im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen. Bei DFK AG ist ein IKS etabliert, das sich im Wesentlichen auf die Prinzipien der Transparenz, Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips, Funktionstrennung und Mindestinformation der Mitarbeiter erstreckt.

Die IT-Infrastruktur ist vollständig etabliert und stabil. Diese wird zentral durch erfahrene Mitarbeiter am Standort in Kaltenkirchen betrieben. Die IT-Anwendungen werden regelmäßig auf Sicherheit, Stabilität und Effizienz überprüft und bei Bedarf aktualisiert und angepasst. Das Rechnungswesen der deutschen Tochtergesellschaften und verbundenen Unternehmen wird zentral am Standort Kaltenkirchen in DATEV durchgeführt und eng überwacht. Die Controlling-Abteilung führt die Soll-Ist-Analysen und Budgetüberwachung durch und berichtet regelmäßig an den Vorstand. Die Liquiditätsplanung wird ebenfalls fortlaufend überwacht, damit die Gesellschaften ihren finanziellen Verpflichtungen rechtzeitig und jederzeit nachkommen können.

3.2. Risikofelder

3.2.1. Risiken aus wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Erkennbare latente Risiken im Jahresabschluss sind mit ihrer wahrscheinlichen Auswirkung berücksichtigt. Das allgemeine Geschäftsrisiko der Gesellschaft wird durch die Geschäftsbeziehungen mit mehreren Projektgesellschaften deutlich verringert.

Der Immobilienhandel und der Bau neuer Immobilien unterliegen den üblichen konjunkturellen Risiken. Der Handel mit dem Schwerpunkt auf Eigentumswohnungen entspricht bei Privatanlegern dem derzeitigen Trend der Vermögensbildung bei niedrigen Darlehenszinsen. Die verkauften Immobilien werden regelmäßig von Durchschnittsverdienern bewohnt. Insoweit vertreibt die DFK-Gruppe bezahlbaren Wohnraum.

1.2.1. Risiken aus der Corona-Pandemie

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat DFK AG keine wesentlichen Risiken hinsichtlich der Fürsorge für ihre Arbeitnehmer, des Umgangs mit Kunden und Besuchern der Zentrale sowie der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs identifiziert. Restrisiken wird durch entsprechende Maßnahmen begegnet.

3.2.2. Markt- und wettbewerbsspezifische Risiken

Das Geschäftsmodell der DFK-Gruppe ist in einer Nische angesiedelt und ist grundsätzlich abhängig von der Entwicklung auf dem Immobilienmarkt. Daraus lassen sich für konjunkturelle Phasen Chancen herleiten. Es besteht das Risiko, dass einzelne Immobilien nicht innerhalb eines Jahres am Markt abgesetzt werden können, wobei die Mieterträge das Risiko relativieren. Das Betätigungsfeld Immobilienneubau unterliegt grundsätzlich auch dem Herstellungsrisiko. Diesem Risiko wird mit einer laufenden Überwachung und diversen Controlling-Maßnahmen begegnet.

3.2.3. Forderungsausfallrisiko

Der volumenstarke Immobilienhandel wird stets durch notarielle Verfahrensabläufe abgewickelt, so dass keine wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen vorgenommen werden müssen. Soweit eine Kaufpreisforderung bei Immobilien nicht realisiert werden kann, erfolgt die Rückabwicklung des Vertrages. Erfahrungsgemäß kann die Immobilie dann weiterveräußert werden.

3.2.4. Steuerliche und rechtliche Risiken

Im Immobilienbereich sind die steuerlichen Risiken für die Gesellschaft überschaubar. Im umsatzsteuerlichen Bereich erzielt die Gesellschaft steuerfreie Umsätze ohne Vorsteuerabzug. Die zivilrechtlichen Risiken werden durch die notarielle Abwicklung der Geschäfte abgedeckt.

3.2.5. Beteiligungsrisiken

Die Beteiligungen werden durch ein zentrales Rechnungswesen am Sitz der DFK Deutsches Finanzkontor AG, Kaltenkirchen (im Folgenden DFK AG) zeitnah überwacht. Es bestehen durchgehend Geschäftsführeridentitäten. Die Beteiligungsgesellschaften unterliegen einem monatlichen Controlling-Verfahren.

3.2.6. Finanzierungs-, Währungs- und Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft unterliegt grundsätzlich dem Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko. Es können aufgrund der knappen Liquidität und Verzögerung der Bauprojekte ein Engpass an liquiden Mitteln für die Bedienung der laufenden Verbindlichkeiten entstehen. Diesem Risiko wird durch ausgeweitetes Liquiditätscontrolling sowie konzerninterne Finanzierung begegnet.

4. Chancenbericht

Die DFK-Unternehmensgruppe finanziert ihren Immobilienhandel grundsätzlich mit Genussrechtskapital. Um das derzeit mögliche Handelsvolumen abdecken zu können, werden seit geraumer Zeit auch günstige Bankmittel eingesetzt. Durch den Einsatz von Verbundunternehmen kann das Handelsvolumen erheblich gesteigert werden, da hier die Projektfinanzierung mittels Bankdarlehen einfacher zu steuern ist. Die DFK-Unternehmensgruppe unterstützt die Verbundunternehmen mit ihrem Know-how und erzielt dadurch ertragreiche Managementvergütungen. Die DFK-Bau wird durch ausgeweitetes Finanzierungs- und Projektvolumen kurz- bis mittelfristig profitieren, da ein deutlich steigendes Bauvolumen zu erwarten ist.

Die DFK-Unternehmensgruppe verfügt über langjährige Erfahrung in Finanzierung und Abwicklung von größeren Immobilienprojekten und hat über die Jahre das notwendige Know-how aufgebaut und sich auf dem Markt bereits bewiesen. Durch das schnelle Wachstum und steigende Komplexität werden neue, erfahrene Fachmitarbeiter eingestellt und auch laufend gesucht. Dadurch erwartet die Gesellschaft nachhaltiges Wachstum bei effektiven und effizienten Prozessabläufen, die auch zur Steigerung der Profitabilität auch bei DFK-Bau führen können.

5. Prognosebericht

Die Dynamik, in der sich die Welt aktuell sichtbar verändert, hat in den letzten zwei Jahren enorm zugenommen. Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung fallen in diesem Umfeld sehr unterschiedlich aus. Während die Auswirkungen der Pandemiewellen zunehmend geringer bewertet wurden, 6 verschärft der Ukraine-Konflikt die Störung weltweiter Wertschöpfungsketten und den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen noch auf eine robuste Konsumnachfrage.

Weder im Bauhauptgewerbe noch im Grundstücks- und Wohnungswesen wird die aktuelle Lage als existenzbedrohend empfunden. Das bestätigen Umfragewerte: 7 Nur 10,3% der Befragten beurteilten ihre Auftragsbestände im Wohnungsbau als zu klein, nur 7,3% wollen ihre Beschäftigtenzahl reduzieren. Was die Umsatzentwicklung angeht, so geht jeweils ca. 1/3 von steigenden, gleichbleibenden und geringeren Umsätzen aus. Fast alle Befragten sind bereits mit erhöhten Einkaufspreisen konfrontiert und gehen von weiteren deutlichen Preissteigerungen aus. Infolgedessen werden 60% der Befragten ihre Verkaufspreise erhöhen oder gar deutlich erhöhen. Als größte Behinderungen für Bautätigkeiten werden Materiallieferschwierigkeiten, Fachkräftemangel, mögliche Corona-Erkrankungen und Verzögerungen im Genehmigungsverfahren genannt.

6 Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
7 ZDB-Konjunkturumfrage Frühjahr 2022

Auch wenn sich das historisch niedrige Zinsumfeld seit Anfang 2022 sprungartig um 1,25 Prozentpunkte verschlechtert hat und im Verlauf dieses Jahres auch noch weiter ansteigen könnte, stellt die Immobilie insbesondere unter Inflationsgesichtspunkten weiterhin sowohl für private Haushalte als Altersvorsorge wie auch für (institutionelle) Investoren eine Alternative zu im Vergleich zur Inflationsrate niedrig verzinsten, langfristigen Anleihen dar. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung ist ein Ende der Nachfrage nach Wohnimmobilien nicht in Sicht. Allein zwischen Februar und Ende Mai 2022 sind 6,8 Mio. Menschen aus der Ukraine geflohen, rund 802.500 davon nach Deutschland.

Die DFK-Bau erwartet keine direkten Folgen aus der politischen Situation, da das Unternehmen keine Geschäftsbeziehungen mit Ukraine oder Russland hat.

Die Auftragslage der DFK-Gruppe im Neubau- und Sanierungsgeschäft ist bis mindestens Ende 2024 gesichert. Die Anzahl notariell abgeschlossener Verkaufsverträge in der DFK-Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut angestiegen. Die Ertragslage der DFK-Bau wird kurz- bis mittelfristig davon profitieren.

Für 2022 wird dem Branchentrend entsprechend aufgrund steigender Materialpreise und Lieferverzögerungen mit gleichbleibenden Neubauumsätzen und einem Gewinn auf dem Vorjahresniveau gerechnet. Die Auftragslage der DFK-Bau im Neubau- und Sanierungsgeschäft ist mit zusätzlichen neuen Projektvolumina von mehr als 40.000 qm bereits jetzt schon für die Folgejahre 2023 bis 2024 gesichert.

 

Kaltenkirchen, den 29. Juli 2022

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