ASAHL 3 Komplementär GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Harald Grabner seit 13.5.2022 | Geschäftsführer |
Peter Stefan Müller seit 25.1.2022 | Geschäftsführer |
Thomas Martens seit 18.1.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
OMV Gas Logistics Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OMV Gas Storage Germany GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANGDie Gesellschaft hat ihren Sitz in Köln. Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, die Errichtung, der Bau und der Betrieb von Erdgasspeichern sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Erdgasspeichern oder an im Bereich der Erdgasspeicherung tätigen Unternehmen. Die Gesellschaft hat ein Joint Venture mit der Uniper Energy Storage GmbH, Düsseldorf. Zweck der Kooperation ist die Errichtung einer gemeinsamen Speicherstation am Standort Etzel. Die Speicherstation wird als Bruchteilseigentum zu 20,6 % in der OMV Gas Storage Germany GmbH aktiviert. Die Erstinbetriebnahme der gemeinsamen Speicheranlagen war am 1. Juni 2012. Im Jahr 2014 erfolgte die Inbetriebnahme der restlichen Speicheranlagen. Die OMV Gas Storage Germany GmbH ist zu 40% an der Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG, Düsseldorf, beteiligt. Die Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG hält wiederum eine 20%ige Beteiligung an der Bunde-Etzel-Pipelinegesellschaft mbH & Co. KG, Westerstede. I. ALLGEMEINE HINWEISE Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. II. REGISTERINFORMATIONEN Die Gesellschaft ist unter der Firma OMV Gas Storage Germany GmbH mit Sitz in Köln im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 66763 eingetragen. III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Aus der aktuellen geopolitischen Situation rund um den Ukraine- Russland-Konflikt werden keine Auswirkungen erwartet, die der Fortführung des Unternehmens entgegenstehen. Die Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise betreffen die OMV Gas Storage Germany GmbH insoweit, als die wesentlichen Vermögensgegenstände und Erträge im Zusammenhang mit der Speicherung von Erdgas stehen und daher von erheblichen Unsicherheiten hinsichtlich der Veränderungen im Energieträgermix in den nächsten 30 Jahren betroffen sind. Es wird erwartet, dass die Nachfrage für Erdgas in diesem Zeitraum stabil bleiben wird. Das Management sieht den Fortbestand der Gesellschaft durch die Klimakrise derzeit nicht gefährdet und wird die Auswirkungen von Aspekten des Klimawandels und der Energiewende auch in der Zukunft weiter beobachten. Da die Gesellschaft im September 2021 mit Beschluss vom 28. September 2021 von der Mutter OMV Gas Logistics Holding GmbH, Wien/Österreich, mit weiterem Eigenkapital in Höhe von EUR 55.000.000,00 ausgestattet wurde, wurde die finanzielle Unterstützungserklärung der OMV Aktiengesellschaft, Wien/Österreich, im Oktober 2021 unter Einhaltung des Kündigungszeitraums von 24 Monaten mit Wirksamkeit 21. Oktober 2023 beendet. Zudem kann die Gesellschaft aufgrund der hohen kurzfristigen Forderungen aus Finanzierung und Clearing in Höhe von EUR 179.245.333,11 die am Bilanzstichtag bestehenden kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die im Prognosezeitraum noch entstehenden Verbindlichkeiten bedienen. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Kosten werden gleichmäßig über die festgelegte Nutzungsdauer abgesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit dem niedrigeren Wert anzusetzen. Bei der Bestimmung des beizulegenden Werts im Rahmen des Niederstwerttests nach § 253 Abs. 3 S. 3 HGB wird ein Ertragswert unter Anwendung eines kapitalwertorientierten Verfahrens ermittelt. Die wesentlichen Parameter des Verfahrens sind die prognostizierte Entwicklung des Summer/Winter Spreads, Inflationsrate und Kapitalisierungszinssatz. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig über die festgelegte Nutzungsdauer von 5 bis 32 Jahren vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch vorsichtigen Wertansatz Rechnung getragen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ AKTIVA A. Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz dargestellten Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Sachanlagevermögen In der Position wird der Grundbesitz der OMV Gas Storage Germany GmbH am Speicherstandort Etzel zu einem Bruchteil von 20,6 % sowie die darauf errichteten gemeinschaftlichen Anlagen mit Uniper Energy Storage GmbH dargestellt. Im Geschäftsjahr 2012 gingen zwei Gaskavernen mit Anschaffungskosten von insgesamt EUR 86.919.743,75 zu, im Geschäftsjahr 2014 gingen zwei weitere Gaskavernen sowie zusätzlich gemietetes Speichervolumen (Hohlraumvolumen) mit Anschaffungskosten von insgesamt EUR 124.407.979,49 zu. Diese wurden aufgrund der vertraglichen Regelungen wirtschaftlich der OMV Gas Storage Germany GmbH zugerechnet und entsprechend im Anlagevermögen ausgewiesen. Das zum Betrieb der Speicher notwendige Kissengas wurde im Geschäftsjahr 2012 in Höhe von EUR 28.403.775,00 sowie im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von EUR 26.897.312,45 in das Anlagevermögen aufgenommen. Der Zugang von Kissengas im Geschäftsjahr 2015 betrifft die nach dem Schadensfall 2014 wieder reparierte Kaverne 311 in Höhe von EUR 11.361.701,20. Aufgrund der anhaltend schlechten Wirtschaftslage in den vorangegangenen Jahren wurde das Anlagevermögen, bis auf die Grundstücke und das Kissengas, in Höhe von EUR 267.805.828,37 komplett abgeschrieben. Die letzte außerplanmäßige Abschreibung erfolgte im Jahr 2016. Nachaktivierungen aus der Projektendabrechnung in Höhe von EUR 348.420,46 wurden in 2020 außerplanmäßig abgeschrieben. Da Kissengas am Ende der Laufzeit wieder entnommen werden kann, unterliegt es keiner wirtschaftlichen Abnutzung. Entsprechend wird das Kissengas nicht abgeschrieben. Da im laufenden Geschäftsjahr vormalige Gründe für die in den Vorjahren erfassten Abschreibungen teilweise wegfielen, wurde Ende 2023 eine Zuschreibung in Höhe von EUR 61.484.771,98 verbucht. Im Zuge dieser Neubewertung erfolgte auch eine Neueinschätzung der im Sachanlagevermögen bilanzierten Gaskavernen. Hinsichtlich des Hohlraumüberlassungsvertrags erfolgte im Geschäftsjahr eine Neueinschätzung, wonach der Vertragsgegenstand keiner Bilanzierung bei der OMV Gas Storage Germany GmbH zugänglich ist. Die im Vorjahr insoweit praktizierte Leasingbilanzierung wurde Ende 2023 in laufender Rechnung angepasst. Das Sachanlagevermögen (Speicheranlagen mit historischen Anschaffungskosten von EUR 40.753.039,10 und einem Buchwert von EUR 0) und Leasingverbindlichkeiten von EUR 31.850.140,80 wurden ausgebucht. Aus dem nun als Dauerschuldverhältnis bilanzierten Vertrag ergab sich eine Drohverlustrückstellung in Höhe von EUR 15.299.000,00. Der Wert des im aktuellen Geschäftsjahr ausgewiesenen Sachanlagevermögens beträgt somit EUR 127.422.220,34 (VJ: TEUR 65.937). Finanzanlagevermögen In dieser Position ist die Kommanditbeteiligung an der Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG ausgewiesen. Der Rückgang des Beteiligungsansatzes im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 256.829,34 (VJ: TEUR 939) resultiert wie in den Vorjahren aus Rückzahlungen der geleisteten Cash Calls seitens Bunde-Etzel-Pipelinegesellschaft mbH & Co. KG. Die Anteile an assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
B. Umlaufvermögen Forderungen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer Art und Fristigkeit in der Bilanz dargestellt und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, mit Ausnahme der Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, welche mehrheitlich eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die in dieser Position ausgewiesenen Forderungen aus Finanzierung und Clearing bestehen gegen die OMV Aktiengesellschaft, Wien, aus einer kurzfristigen Veranlagung von Finanzmitteln in Höhe von EUR 160.901.333,33 (VJ: TEUR 140.303) sowie gegen die OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien/Österreich, in Höhe von EUR 18.343.999,78 (VJ: TEUR 3.945) aus der Veranlagung von Finanzmitteln im Rahmen des Konzern-Cash-Poolings. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die ausgewiesenen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind gegen die Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG und zeigen die im Zeitablauf kumuliert aufgelaufenen Erträge aus der Beteiligung in Höhe von EUR 7.380.106,58 (VJ: TEUR 7.595). Diese Forderungen sind nicht umgehend fällig, sondern werden basierend auf einer Vereinbarung mit den übrigen Gesellschaftern anteilig beglichen. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde mit der Zahlung der Vorjahreserträge begonnen; jene Forderungsanteile, die vereinbarungsgemäß erst in späteren Jahren beglichen werden sollen, werden weiterhin unter Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gezeigt. Sonstige Vermögensgegenstände In 2023 gibt es keine sonstigen Vermögensgegenstände. Die im Vorjahr ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1.886) bestanden gegen das Finanzamt Köln-Altstadt aus Umsatzsteuervoranmeldungen. C. Rechnungsabgrenzungsposten Der ausgewiesene Rechnungsabgrenzungsposten resultiert vor allem aus der monatlichen, vorschüssigen Verrechnung der Betriebskosten seitens der Bunde-Etzel-Pipelinegesellschaft mbH & Co. KG laut Capacity Usage Agreement vom 26. September 2011 in Höhe von EUR 137.762,65 (VJ: TEUR 136). PASSIVA A. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist zur Gänze einbezahlt. Kapitalrücklage Die ausgewiesene Kapitalrücklage (gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) resultiert ursprünglich aus der Übertragung von Anteilen im Ausmaß von 40 % an der Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG seitens der OMV Gas Logistics Holding GmbH (vormals OMV Gas & Power GmbH). Mit Beschluss der Geschäftsführung der OMV Gas Logistics Holding GmbH (vormals OMV Gas & Power GmbH) vom 3. September 2012 wurde die Kapitalrücklage um EUR 30.000.000,00, mit Beschluss vom 24. Juli 2014 um EUR 100.000.000,00 und mit Beschluss vom 19. Dezember 2016 um weitere EUR 170.000.000,00 auf nunmehr EUR 312.723.038,19 erhöht. Aufgrund der weiteren Eigenkapitalausstattung durch die damalige Mutter OMV Gas Logistics Holding GmbH im September 2021 wurde der "Letter of financial support", die finanzielle Unterstützungserklärung der OMV Aktiengesellschaft als Großmutter der Gesellschaft vom 10. Februar 2016, im Oktober 2021 unter Einhaltung des Kündigungszeitraums von 24 Monaten mit Wirksamkeit 21. Oktober 2023 beendet. B. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 15.679.115,00 (VJ: TEUR 634) werden vor allem Abgrenzungen für noch nicht abgerechnete Leistungen in Höhe von EUR 346.095,000 (VJ: TEUR 620), sowie eine Drohverlustrückstellung aus dem als Dauerschuldverhältnis bilanzierten Hohlraumüberlassungsvertrag in Höhe von EUR 15.299.000,00 (VJ: EUR 0,00) ausgewiesen. C. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden entsprechend ihrer Art und Fristigkeit in der Bilanz dargestellt. Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren in Höhe von EUR 127.757.824,41 (VJ: TEUR 160.023). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen In dieser Position in Höhe von EUR 327.094,09 (VJ: TEUR 274) werden vor allem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Uniper Energy Storage GmbH in Höhe von EUR 56.882,98 (VJ: TEUR 57) sowie gegenüber der PATRIZIA Frankfurt Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, in Höhe von EUR 240.211,89 (VJ: TEUR 217) ausgewiesen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die in dieser Position ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 488.504,40 (VJ: TEUR 238) bestehen im Wesentlichen gegenüber der OMV Gas Storage GmbH, Wien/Österreich. Sonstige Verbindlichkeiten In dieser Position in Höhe von EUR 147.604.739,18 (VJ: TEUR 184.062) wird vor allem die Leasingverbindlichkeit für die Kavernen 309, 310, 311 und 334 entsprechend ihrer Fristigkeit mit einer Laufzeit bis 2044 dargestellt. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 38.095.999,60 (VJ: TEUR 27.857) wurden im Wesentlichen im Inland im Rahmen von Gasspeicherleistungen erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die hier ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 94.927.547,52 (VJ: TEUR 47) stammen aus der Zuschreibung zum Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 61.484.771,98(VJ: TEUR 0), aus der Abgeltung der Nichtverfügbarkeit des Hohlraumvolumens im Zeitraum Mai bis Juni 2022 in Höhe von EUR 34.338,14 (VJ: TEUR 47 für März bis Mai 2022) durch den Betriebsführer Uniper Energy Storage GmbH sowie aus der Anpassung der Bilanzierung des Hohlraumüberlassungsvertrags in Höhe von EUR 33.142.926,38 (VJ: N/A). 3. Materialaufwand In dieser Position in Höhe von EUR 7.611.030,72 (VJ: TEUR 9.962) werden die anteiligen Kosten des Joint-Venture-Partners Uniper Energy Storage GmbH für den laufenden Betrieb sowie Transportkosten als Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter diesem Posten werden folgende Aufwendungen ausgewiesen:
Seit dem Geschäftsjahr 2022 werden die Transportkosten in der Position Materialaufwand gezeigt, da sie in direktem Zusammenhang mit dem Umsatz stehen. 5. Ergebnis Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von EUR 98.405.968,00 (VJ: TEUR 4.523). Seit dem 26.10.2022 besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Mutter OMV Deutschland Services GmbH, Burghausen. Da jedoch aus der Zeit vor Abschluss des Gewinnabführungsvertrags ein handelsrechtlicher Verlustvortrag vorhanden ist, ist die Abführung des Jahresüberschusses 2023 nach § 301 AktG, dessen Anwendung im Rahmen des Gewinnabführungsvertrags entsprechend § 17 KStG vereinbart wurde, unzulässig. Aus diesem Grund wird das Ergebnis auf neue Rechnung vorgetragen. Der Gewinnabführungsvertrag zwischen OMV Gas Storage Germany GmbH und OMV Deutschland Services GmbH wurde nach dem Bilanzstichtag adaptiert, was die rückwirkende Auflösung der steuerlichen Organschaft zur Folge hat. VI. SONSTIGE ANGABEN Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten oder Haftungsverhältnisse. Die Gesellschaft verfügt über kein eigenes Personal. Peter Müller, Geschäftsführer(CEO) Harald Grabner, Geschäftsführer (CEO) Die Aufwendungen für Leistungen des Abschlussprüfers der Gesellschaft sind im Anhang des Konzernabschlusses der OMV Aktiengesellschaft enthalten. Der Konzernabschluss wird von der OMV Aktiengesellschaft mit Sitz in Wien und der Geschäftsanschrift 1020 Wien, Trabrennstraße 6-8, für den kleinsten und den größten Kreis der Unternehmen aufgestellt. Der Konzernabschluss wird beim Handelsregister in Wien hinterlegt. Der im Jahr 2022 zwischen der OGSG und der OMV Deutschland Services GmbH abgeschlossene Gewinnabführungsvertrag wurde am 8. Juli 2024 geändert (Ereignis nach dem Bilanzstichtag). Infolgedessen ist die ertragsteuerliche Organschaft rückwirkend entfallen. In Antizipation dessen weist die Gesellschaft daher im Berichtsjahr bereits eigene Ertragsteuern aus, deren Höhe auch von Steuereffekten des Vorjahres geprägt ist.
Köln, am 28. Mai 2025 Peter Müller Harald Grabner Geschäftsführer Anlagenspiegel 2023
GESCHÄFTSVERLAUF 2023 Die OMV Gas Storage Germany GmbH (OGSG) ist in Norddeutschland tätig und verfolgt die Zielsetzung, als Partner die unterschiedlichen Kundenanforderungen zu erfüllen. Die OGSG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der OMV Deutschland Services GmbH (OMVDS), die die Anteile an der OGSG mit Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrags vom 10. Dezember 2021 von der OMV Gas Logistics Holding GmbH, Wien/Österreich, erworben hat. Seit dem 26.10.2022 besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit OMVDS. Der Gewinnabführungsvertrag zwischen den beiden Gesellschaften wurde nachträglich adaptiert, was die rückwirkende Auflösung der steuerlichen Organschaft zur Folge hat. Die OGSG hat Salzkavernen angemietet und betreibt diese über eine Beteiligung an der Speicherstation ESE in Etzel als eigenständiger Speicherbetreiber. Die OGSG verkauft Speicherdienstleistungen in die Marktgebiete TTF und THE. Im Hinblick auf § 6b Abs. 7 S. 4 EnWG stellen wir klar, dass die OGSG ausschließlich im Bereich "Gasspeicherung" im Sinne des § 6b Abs. 3 Nr. 5 EnWG tätig ist. Der für die OGSG wichtige Summer/Winter Spread für das Marktgebiet TTF war in diesem Jahr durchgehend positiv und teilweise sogar im zweistelligen Bereich. Im Jahr 2023 konnten Tarife in der Höhe von 7,49 EUR/MWh (VJ: 4,77 EUR/MWh) erlöst werden. Dieses Jahr konnte wieder das gesamte Arbeitsgasvolumen von 5.090 GWh (VJ: 4.965 GWh) vermarktet werden. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 38,1 MEUR (VJ: 27,9 MEUR). Davon entfielen 2,5 MEUR (VJ: 4,2 MEUR) auf die Weiterverrechnung der Energiekosten an Kunden und 35,6 MEUR (VJ: 23,7 MEUR) auf den Verkauf von klassischen und kundenspezifischen Speicherprodukten. Aufgrund eines höheren S/W Spreads konnten höhere Speichertarife als im Vorjahr erzielt werden. Die hohen S/W Spreads und der Speichertarif waren im Berichtsjahr noch stark von der Energiekrise und den damit verbundenen Unsicherheiten geprägt. Waren die Spreads im Jahr 2022 noch fast durchgehend negativ, waren sie dieses Jahr durchgehend positiv. Die wichtigste Kennzahl, der Speichertarif, lag mit 7,49 EUR/MWh auf Rekordniveau und deutlich, im oberen zweistelligen Prozentbereich, über den Erwartungen. Nach dem Ende der Energiekrise wird eine Normalisierung der Speichertarife erwartet. Im Jahr 2016 wurde das Anlagevermögen bis auf die Grundstücke und das Kissengas außerplanmäßig abgeschrieben. Diese außerordentliche Abschreibung war aufgrund des damals anhaltenden sehr schwierigen Marktumfeldes notwendig. Die wegen der Energiekrise gesetzten Maßnahmen der deutschen Bundesregierung, Diversifizierung der Gasversorgung und der Gastransportwege, wirken sich positiv auf das Marktumfeld für Erdgasspeicher aus. Erdgasspeicher werden künftig eine sehr wichtige Rolle als Teil der Energieversorgung spielen und es ist daher von einer stabilen Nachfrage in den nächsten 20 Jahren auszugehen. Dies wird sich mittel- bis langfristig positiv auf die Erlöse/Tarife der OGSG auswirken und machte eine Zuschreibung zum Anlagevermögen notwendig. Im Zuge dieser Neubewertung erfolgte auch eine Neueinschätzung der im Sachanlagevermögen bilanzierten Salzkavernen. Der Kavernenmietvertrag mit IVG wird wirtschaftlich der OGSG zugerechnet und weiterhin als Sachanlagevermögen bilanziert. Korrespondierend hierzu besteht eine Leasingverbindlichkeit. Die im Vorjahr praktizierte Leasingbilanzierung des Hohlraumüberlassungsvertrags wurde im Jahr 2023 in laufender Rechnung angepasst, da der Vertragsgegenstand nach der neuen Einschätzung keiner Bilanzierung bei OGSG zugänglich ist. Aus dem nun als Dauerschuldverhältnis bilanzierten Vertrag ergab sich eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 15,3 MEUR. Die Ausbuchung der Leasingverbindlichkeit betrug 33,1 MEUR. Die Bewertungsüberprüfung der Speicheranlagen (ohne Grundstücke und Kissengas) hat einen Zuschreibungsbedarf von 61,5 MEUR ergeben. Der Betriebserfolg (Umsatzerlöse + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand - Abschreibungen - sonstige betriebliche Aufwendungen) beträgt im abgelaufenen Jahr 104,7 MEUR (VJ: 16,2 MEUR). Der Anstieg gegenüber dem Jahr 2022 ist hauptsächlich auf gestiegene Umsatzerlöse und auf die Zuschreibung von Anlagenvermögen (61,5 MEUR), die Ausbuchung von Leasingverbindlichkeiten (33,1 MEUR) zurückzuführen. Der Materialaufwand von 7,6 MEUR (VJ: 10,0 MEUR) setzt sich aus den Kosten für den laufenden Betrieb des Speichers zusammen. Das sind Energiekosten 3,3 MEUR (VJ: 4,6 MEUR), Betriebskosten 2,6 MEUR (VJ: 2,4 MEUR) und Gastransportkosten 1,6 MEUR (VJ: 3,0 MEUR). Der Rückgang der Energiekosten ist auf die Entwicklung der Stromkosten und einen niedrigeren Verbrauch zurückzuführen. Die niedrigeren Gastransportkosten resultieren aus dem Auslaufen des Transportvertrags mit Gasunie. Sonstige betriebliche Aufwendungen machten 20,7 MEUR (VJ: 1,7 MEUR) aus. Die größten Kostenanteile entfielen dabei auf die Bildung der Drohverlustrückstellung (15,3 MEUR) und auf Mietaufwände 4,6 MEUR (VJ: 0,7 MEUR). Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Jahresüberschuss 98,4 MEUR (VJ: 4,5 MEUR). Die Entwicklung des Geschäftsjahres kann auch ohne Neubewertung des Anlagevermögens als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden. Der Jahresüberschuss lag deutlich, im oberen zweistelligen Prozentbereich, über den Erwartungen. Das Working Capital (Umlaufvermögen - kurzfristiges Fremdkapital) beträgt 182,4 MEUR (VJ: 149,2 MEUR). Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus gestiegenen kfr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Das Eigenkapital wurde zum 31. Dezember 2023 mit 134,4 MEUR (VJ: 36 MEUR) ermittelt. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Vortrag des Ergebnisses auf neue Rechnung. Die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2023 steigt daher von 16,3% im VJ auf 42,7%. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 40,6% (VJ: 30,2%). RISIKOMANAGEMENT Die OGSG ist Teil des durch das Group Treasury koordinierten unternehmensweiten Risikomanagement-Systems Enterprise Wide Risk Management (EWRM). Der aus diesem System erzeugte Bericht listet die wichtigsten Risiken nach ihrer Auswirkung auf und gibt Informationen zur Entwicklung der Risiken und der jeweiligen getroffenen Gegenmaßnahmen. Der größte klimabedingte Einflussfaktor auf das Speichergeschäft sind tendenziell wärmer werdende Winter. Damit verbunden ist der potenzielle Rückgang des Erdgasbedarfs. Marktbedingt hat eine durchgehend hohe Gasliquidität im Winter wie im Sommer den größten Einfluss auf die Speichertarife. Das führt zu einem geringen Unterschied des Gaspreises im Winter verglichen zum Preis im Sommer (S/W Spread). BONITÄTS/AUSFALLSRISIKO Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallrisiko dar. Das Risiko ist als gering anzusehen, da es sich bei den Kunden vorwiegend um namhafte Energieunternehmen und Kreditinstitute handelt. ZINSÄNDERUNGSRISIKO Die Gesellschaft hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bzw. gegenüber OMV Clearing & Treasury GmbH. Somit besteht kein Zinsänderungsrisiko. WÄHRUNGSÄNDERUNGSRISIKO Die Gesellschaft wickelt ihre Geschäfte in Euro ab. Somit besteht kein Währungsänderungsrisiko. CHANCENBERICHT Die wesentliche Chance der Gesellschaft ein positives Ergebnis nach Steuern zu erzielen, liegt in einer sich langfristig positiv entwickelnden Summer/Winter-Spread-Kurve, den daraus resultierenden höheren Speichertarifen und der weiterhin kompletten Vermarktung des zur Verfügung stehenden Arbeitsgasvolumens. HEALTH, SAFETY, SECURITY, ENVIRONMENT (HSSE) Für den technischen Betrieb der Speicheranlagen ist die Uniper Energy Storage GmbH beauftragt. Ein entsprechendes HSSE-Management und HSSE-Reporting ist sichergestellt. AUSBLICK 2024 Der Summer/Winter Spread im Jahr 2024 liegt bei 3,6 EUR/MWh. Es wurde das gesamte zur Verfügung stehende Arbeitsgasvolumen von ca. 5 GWh vermarktet. Der Speichertarif im Jahr 2024 war weiterhin stark von der Energiekrise, gesetzlichen Speicherstandsvorgaben, von evtl. Versorgungsengpässen geprägt und lag über dem Durschnitt der letzten Jahre. OGSG erzielte einen Tarif von ca. 7 EUR/MWh. Mittel- bis langfristig wird von einer Normalisierung der Speichertarife ausgegangen. Es wird jedoch erwartet, dass die Preise auf einem etwas höheren Niveau als vor der Energiekrise liegen werden. Der vorläufige Jahresüberschuss 2024 liegt bei ungefähr 18 MEUR (VJ: 98,4 MEUR) nach Steuern. Da die Gesellschaft im September 2021 von der vorherigen Mutter OMV Gas Logistics Holding GmbH mit weiterem Eigenkapital in Höhe von EUR 55.000.000,00 ausgestattet wurde, wurde die finanzielle Unterstützungserklärung der OMV Aktiengesellschaft im Oktober 2021 unter Einhaltung des Kündigungszeitraums von 24 Monaten mit Wirksamkeit ab 21. Oktober 2023 beendet. Die Gesellschaft geht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Zudem kann die Gesellschaft aufgrund der hohen kurzfristigen Forderungen aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 179,2 MEUR die am Bilanzstichtag bestehenden kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die im Prognosezeitraum noch entstehenden Verbindlichkeiten bedienen. Durch die Energiewende werden keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft der OGSG erwartet. Die Nachfrage nach Erdgas wird in den nächsten 20 Jahren stabil bleiben und auch regulatorisch sind keine Änderungen zu erwarten. Der Fortbestand der Gesellschaft ist derzeit nicht gefährdet. Das Management wird die Auswirkungen der Energiewende auch in Zukunft weiter beobachten. Die OGSG beobachtet die geopolitischen Entwicklungen aufmerksam, insbesondere den anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie weitere damit verbundene Sanktionen und Gegensanktionen. Das Unternehmen prüft regelmäßig die Auswirkungen möglicher weiterer Eskalationen auf seine Geschäftstätigkeit.
Köln, am 28. Mai 2025 Die Geschäftsführer Peter Müller Harald Grabner Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die OMV Gas Storage Germany GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der OMV Gas Storage Germany GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OMV Gas Storage Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. Mai 2025 KPMG
AG
Michael Servos, Wirtschaftsprüfer Kateryna Kavun, Wirtschaftsprüferin |
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