Lindner Building Envelope GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Ausbauelementen aus Metall
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans Georg Range seit 24.8.2022 | Geschäftsführer |
Xaver Eigner seit 26.7.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Firma Lindner Group KG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lindner Fassaden GmbHArnstorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft Die Lindner Fassaden GmbH ist innerhalb des Geschäftsfeldes Bau der Lindner Group dem Geschäftssegment Gebäudehülle zuzuordnen. Der operative Hauptgeschäftsbereich der Lindner Fassaden GmbH ist seit April 2022 der Bereich Steel & Glass-Gebäudehüllen und umfasst den Vertrieb, die Planung, das Design und die Abwicklung von hochkomplexen selbsttragenden Glas-Stahl-Konstruktionen. Der Vertrieb dieses Geschäftsbereichs agiert aus der Niederlassung in Dettelbach sowie über die Gesellschaften Lindner Facades Inc. in den USA und der Lindner Facades Ltd. Branch in Dubai. Nach der Neustrukturierung des Geschäftsbereichs Gebäudehülle werden der klassische Fassadenbau in D-A-CH sowie Neuaufträge aus dem Team Compact seit April 2022 durch die Lindner Building Envelope abgewickelt. Die Auslandstochter Lindner Facades Asia PTE.Ltd, welche dem Steel & Glass Bereich zuzuordnen ist, ist ebenfalls unter der Lindner Building Envelope angesiedelt. In der Lindner Fassaden GmbH erfolgt neben dem Hauptgeschäftsbereich Steel & Glass noch die Abwicklung von und Altaufträge aus dem Aftersales- und Kleinaufträgebereich des Teams Compact, welches dem klassischen Fassadenbau zuzuordnen ist, sowie Restarbeiten aus dem Projektgeschäft D-A-CH. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Bauhauptgewerbe Das deutsche Bauhauptgewerbe ist in den vergangenen zehn Jahren erfolgreich gewachsen. Im Jahr 2023 verzeichnete das Bauhauptgewerbe einen Rückgang von real 4,4%. Die Bauinvestitionen sind in 2023 preisbereinigt um 2,1% zurückgegangen. Der Rückgang der Investitionen ist im Wesentlichen mit den hohen Baupreisen, dem Fachkräftemangel sowie den verschärften Finanzierungsbedingungen zu begründen. Im Jahr 2023 wirkten sich die weiterhin hohen Baukosten und die verschlechterten Finanzierungsbedingungen äußerst negativ auf die gesamte Bauindustrie in Deutschland aus. Die Auftragseingänge waren aufgrund reduzierter Nachfrage massiv rückläufig und Auftragsbestände reduzierten sich in 2023 deutlich. Dabei war vor allem der Hochbau betroffen. Durch die gestiegene Nachfrage nach energetischen Sanierungen ist das Ausbaugewerbe in 2023 positiv aufgefallen. Das Statistische Bundesamt meldete für das deutsche Bauhauptgewerbe für den Monat Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen (kalender- und preisbereinigten) Anstieg der Auftragseingänge von 4,2 Prozent. Der größte Rückgang war im Wohnungsbau zu verzeichnen. Hier sind die Auftragseingänge im Jahr 2023 um real 19,8 Prozent gesunken. Die sinkende Nachfrage wirkt sich dabei auch zunehmend auf die Bauproduktion aus. Die Auslastung der Maschinen im Bauhauptgewerbe sank nach dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im vierten Quartal 2023 auf nur rund 69 Prozent. Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe lag im gesamten Jahr 2022 - trotz der vergleichsweisen guten Witterung - um 5,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die nominalen Zuwächse wurden 2022 durch die starken Materialpreissteigerungen mehr als aufgezehrt. In den europäischen Nachbarländern als auch in den Zielmärkten USA, mittlerer Osten und Singapur des Geschäftsbereichs Steel & Glass stellte sich die Baukonjunktur in 2023 vergleichbar zur Situation in der Bundesrepublik in Deutschland dar. Quellen: Statistisches Bundesamt https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_068_441.html Deutsche Bauindustrie https://www.bauindustrie.de/fileadmin/bauindustrie.de/Media/Pressemitteilungen/PM_2024/02- 24_Jahresauftakt.pdf Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/fachbeitraege/bauen/bauwirtschaft/kapazitaetsauslastung/ka pazitaetsauslastung.html Statista GmbH https://de.statista.com/statistik/daten/studie/456689/umfrage/veraenderung-der-produktion-imbaugewerbe-nach-ausgewaehlten-europaeischen-laendern/Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: BMWK https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html#:~:text=Die%20Bruttoanlageinvestitionen%20gingen%20mit%20%2D0,3%2C0%20%25%20deutlich %20zulegen. 2.2. Unternehmensentwicklung Der Planumsatz für das Projektgeschäft D-A-CH und des Teams Compact wurde für die Restarbeiten in der Lindner Fassaden GmbH und Neuaufträge in der Lindner Building Envelope GmbH für 2023 bereits konsolidiert ermittelt. Aufgrund von Verzögerungen und Verschiebungen im Bauablauf von diversen Projekten wurde der geplante Umsatz im Berichtsjahr nicht erreicht. Jedoch stellt sich das Betriebsergebnis primär bedingt durch die Auflösung einer Rückstellung eines Altfalles verbessert dar. Der final in der Lindner Fassaden GmbH verbliebene Geschäftsbereich Steel & Glass konnte die Umsatzerwartungen sogar übertreffen, primär bedingt durch verschobene Projekte aus 2022, den Abbau hoher Auftragsbestände aus dem Mittleren Osten und den USA. Der Steel & Glass Geschäftsbereich konnte durch eine reibungslose Abwicklung in den Projekten ein, wie im Vorjahr, durchaus positives Projekt- und Betriebsergebnis aufweisen. 2.3. Entwicklung der internen Steuerungskennzahlen Im Berichtszeitraum konnten in der Lindner Fassaden GmbH insgesamt Aufträge im Wert von 30,8 Mio. EUR in die Bücher genommen werden. Der Auftragseingang 2023 umfasst ausschließlich die Auftragseingänge des Geschäftsbereichs Steel & Glass. Der Vorjahreswert von 11,7 Mio. EUR wurde um 19,1 Mio. EUR überschritten. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 lag im Vergleich zum Vorjahr mit rund 31,1 Mio. EUR um rund 10,9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 20,2 Mio. EUR. Die operative Leistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung zu Verkaufspreisen (VKP) gemäß dem internen Berichtswesen lag in 2023 mit rund 23,9 Mio. EUR um 21,1 Mio. EUR unter dem Geschäftsvolumen des Vorjahres von 45,0 Mio. EUR. Das interne Betriebsergebnis lag in 2023 mit -8,1 Mio. EUR rund 5,8 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres. Die Überleitung der internen operativen Leistung zu VKP hin zur bilanziellen Gesamtleistung sowie des internen Betriebsergebnisses zu VKP hin zum bilanziellen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, ergibt sich ausschließlich aus der Vorwegnahme bzw. der Realisierung von (handelsrechtlich noch nicht realisierbaren) Teilumsätzen sowie Teilgewinnen bei noch nicht abgeschlossenen Projekten, ähnlich dem international üblichen Verfahren der Percentage of Completion-Methode (POC). 2.4. Mitarbeiter Zum Bilanzstichtag waren im Inland 57 Mitarbeiter und in den Betriebstätten in Österreich und der Schweiz 13 Mitarbeiter in der Lindner Fassaden GmbH beschäftigt. Der Vorjahreswert von 79 Beschäftigten wurde somit um 9 Mitarbeiter unterschritten. Der Rückgang resultiert aus der voranschreitenden Überführung des Geschäftsbetriebs Spezialfassadenbau in die Lindner Building Envelope GmbH. 2.5. Ertragslage Die Gesamtleistung lag mit 24,5 Mio. EUR (Vj. 44,5 Mio. EUR / -45,0 %) deutlich unter der des Vorjahres. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass nur noch Altaufträge und Steel & Glas Aufträge abgewickelt werden. Darüber hinaus wurden in 2023 zwei große Altaufträge schlussgerechnet. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtsjahr um 4,4 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR (Vj. 8,8 Mio. EUR) gesunken. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem Einmaleffekt im Vorjahr im Zusammenhang mit einer vereinnahmten Schadensersatzleistung. Der Materialaufwand sank um 19,6 Mio. EUR bzw. 58,2 Prozent von 33,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 14,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Es wurden nur noch Altaufträge bzw. Steel & Glas Aufträge abgewickelt. Der Personalaufwand sank gegenüber dem Vorjahr (9,4 Mio. EUR) um 3,1 Mio. EUR auf 6,3 Mio. EUR. Hintergrund hierfür ist die Übertragung der Mitarbeiter zu anderen Konzerngesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Berichtsjahr mit 4,5 Mio EUR (Vj. 7,3 Mio. EUR / -38,5 %) unter denen des Vorjahres. Das Betriebsergebnis lag im Berichtsjahr mit 3,8 Mio. EUR (Vj. 2,6 Mio. EUR) über dem Niveau des Vorjahres. Das Finanzergebnis belief sich auf -11,3 Mio. EUR (Vj. -16,2 Mio. EUR) und war im Wesentlichen durch Abschreibungen auf Finanzanlagen geprägt. Der Jahresfehlbetrag liegt bei 7,8 Mio. EUR (Vj. Jahresfehlbetrag 13,8 Mio. EUR). 2.6. Finanzlage Im Berichtszeitraum wurden insgesamt Sachinvestitionen im Umfang von 11,0 TEUR getätigt. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum in den Bereichen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Mittel zur Finanzierung der Investitionstätigkeit konnten aus dem laufenden Geschäftsbetrieb bzw. den vorhandenen liquiden Mitteln entnommen werden. Die liquiden Mittel der Gesellschaft beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 2,6 Mio. EUR (Vj. 6,4 Mio. EUR). Die Cash-Pool Verbindlichkeit gegenüber der Lindner Finanz GmbH reduzierte sich um 8,0 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR (Vj. 9,0 Mio. EUR). Cash-Pool-Führer der Unternehmensgruppe ist die Lindner Finanz GmbH als sog. Inhouse Bank. 2.7. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 von 46,3 Mio. EUR im Vorjahr um 32,3 Mio. EUR auf 13,9 Mio. EUR reduziert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 11,8 Mio. EUR (Vj. 45,1 Mio. EUR) wurden offen vom ausgewiesenen Vorratsvermögen abgesetzt. Wie im Vorjahr war im Geschäftsjahr 2023 eine vollständige Deckung möglich. Es konnte darüber hinaus ein Überhang auf der Passivseite der Bilanz verbucht werden, in dem auch die echten Vorauszahlungen enthalten sind, denen zum Stichtag 31.12.2023 noch keine Leistung entsprach. Die langfristigen Vermögenswerte haben sich mit 4,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 18,4 Mio. EUR verringert. Dies ist insbesondere auf die Abschreibung von Finanzanlagen von 11,5 Mio. EUR zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich mit 9,0 Mio. EUR um 67,7 Prozent (18,9 Mio. EUR) gegenüber dem Vorjahreswert von 27,9 Mio. EUR verringert. Dabei sind allein die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 4,3 Mio. EUR gesunken. Die Vorräte konnten vollständig mit den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen verrechnet werden. Die Eigenkapitalquote hat sich mit 4,09 Prozent gegenüber dem Vorjahr verringert (Vj. 43,99 Prozent). Das Eigenkapital hat sich im Berichtszeitraum um 19,8 Mio. EUR auf 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 20,4 Mio. EUR) aufgrund einer weiteren Entnahme aus der Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin in Höhe von 12,0 Mio. EUR sowie dem erzielten Jahresfehlbetrag in Höhe von 7,8 Mio. EUR verringert. Die Schulden der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2023 mit 13,4 Mio. EUR um 12,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (25,9 Mio. EUR) verringert. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf der Reduktion der Cash- Pool Verbindlichkeit gegenüber der Lindner Finanz GmbH auf 1,0 Mio. EUR (Vj. 9,0 Mio. EUR) und aus der Auflösung von Gewährleistungsrückstellungen. 3. Risikobericht 3.1. Risikomanagement der Lindner Fassaden GmbH Die Unternehmensgrundsätze der Lindner Fassaden GmbH fokussieren auf eine aktive Steuerung bzw. der Vermeidung von unangemessenen Risiken. Hierbei wird verstärkt auf eine hohe Transparenz und auf eine strukturierte Risikobetrachtung pro Geschäftsbereich durch die Verantwortlichen abgezielt. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Implementierung des digitalen Geschäftsentwicklungsplans. Die dort erarbeiteten Strategien zur Steuerung der analysierten Chancen und Risiken wurden durch die jeweiligen Managing Directors freigegeben und dienen für das Geschäftsjahr 2024 als Grundlage für Ziele und Maßnahmen innerhalb des jeweiligen Geschäftsbereichs. Im nächsten Schritt werden die dezentral erarbeiteten Strategien analysiert, um daraus mögliche übergreifende Strategien für die Berichtsgesellschaft, Segmente und Geschäftsfelder abzuleiten. Die Ergebnisse fließen direkt in die zukünftig verpflichtende Nachhaltigkeitsberichtserstattung nach CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) ein. Bereits verpflichtend im Geschäftsjahr 2023 war die Einführung eines Managementsystems zur Einhaltung der Verpflichtungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). Das Risikomanagement wurde im Zuge dessen hinsichtlich drohender Menschenrechtsrisiken sowohl in der Lindner Fassaden GmbH direkt als auch über die unmittelbaren Zulieferer erweitert. Neben der Verabschiedung einer Grundsatzerklärung und der Einrichtung eines Beschwerdeverfahrens wurden mit einer softwaregestützten Risikoanalyse Präventions- und Abhilfemaßnahmen erarbeitet und an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) berichtet. 3.2. Projektrisiken Projekt- und Vertragsrisiken erwachsen im Wesentlichen aus dem klassischen Baugeschäft und stellen das zentrale Geschäftsrisiko dar. Die Projektrisiken strukturiert, stabil zu steuern und zu überwachen stellt eine der Kernkompetenzen der Lindner Fassaden GmbH dar. Allen Projekten sind Kalkulationsrisiken immanent. Insbesondere bei der Planung und Durchführung von Großprojekten bestehen Risiken, die erheblichen negativen Einfluss auf das Ergebnis haben können. Um diese Risiken zu beherrschen sind diverse risikominimierende Mechanismen und Regelkommunikationskreise in den Prozessen verankert. Diese unterstützen die jeweils ausführende Einheit beim Handling der Risiken. Vorgelagert zur Projektabwicklung werden alle wesentlichen in- und ausländischen Verträge einer sorgfältigen technischen, kaufmännischen und juristischen Prüfung unterzogen. Im Bereich des operativen Risikomanagements bei Projekten wird im Vorfeld der Entscheidung zur Kalkulation ab einem vorgegebenen Schwellenwert eine Chancen- und Risikoanalyse durchgeführt. Während der Kalkulationsphase werden Risiken dokumentiert, Maßnahmen festgelegt und verfolgt und kalkulatorisch bedarfsgerecht berücksichtigt. Über ein Bewertungssystem werden die Projekte in Risikoklassen eingestuft. Jede Risikoklasse erfordert die Freigabe von Kalkulationen durch unterschiedliche Unternehmenshierarchien. Nach Erlangung der Zusage für das Projekt wird ab einem festgelegten Auftragswert ein monatliches Projektgespräch durchgeführt. Hier werden die im Vorfeld definierten Chancen und Risiken rollierend während des Projekts strukturiert betrachtet und aktiv gesteuert. Darüber hinaus unterstützt der Zentralbereich Controlling die für das jeweilige Projekt verantwortlichen Einheiten. Im Rahmen des sogenannten Monatsgesprächs wird eine kontinuierliche Auswertung der Datenbasis von auffälligen oder wesentlichen Projekten durchgeführt. Angesprochen werden auch aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und organisatorische Themen, welche die Projektergebnisse negativ beeinflussen können. 3.3. Risiken der internationalen Geschäftstätigkeit Die internationale Ausrichtung der Lindner Fassaden GmbH birgt weitere Risiken im organisatorischen Bereich. Die Betreuung von Tochtergesellschaften und deren Integration in bestehende Systeme erfolgt im Wesentlichen durch das Ressort Organisationsentwicklung der Lindner Group KG, in dessen zentrales Risikomanagement die Lindner Fassaden GmbH integriert ist. In diesem Bereich sind auch die kaufmännischen Regionalleiter eingebunden. Sie bilden eine zentrale Schnittstellenfunktion in der kaufmännischen und prozessbezogenen Anbindung der Tochtergesellschaften an das Stammhaus. Ihnen kommt eine zentrale Rolle in der laufenden risikoorientierten Überwachung und Optimierung der Prozesse in den Auslandsgesellschaften zu. Auf Grundlage übergreifend für die Zentrale und alle Tochterunternehmen einheitlich definierter Unternehmensprozesse, werden mithilfe sogenannter Richtlinien spezifische Prozessvorgaben definiert und an die Tochter- und Enkelunternehmen kommuniziert. Dadurch soll, soweit sinnvoll, eine einheitliche Organisation unterstützt und Schnittstellen zur Zentrale klar festgelegt sowie Risiken minimiert und Synergieeffekte erzielt werden. Die Prüfung der Einhaltung der übergreifenden Vorgaben erfolgt bei zertifizierten Tochter- und Enkelgesellschaften durch den Zentralbereich Integrierter Managementservice (IMS), der ebenfalls im Ressort Organisationsentwicklung angesiedelt ist. Regelmäßige interne Audits sollen den Umsetzungsstand aufzeigen und die Basis für notwendige Verbesserungen liefern. 3.4. Finanzrisiken Der Fokus bei der Betrachtung von Finanzrisiken lag im Berichtszeitraum auf Währungs-, Liquiditäts- und Kreditrisiken (bei Auftraggebern). Das Zinsänderungsrisiko ist aufgrund der geringen zinstragenden Positionen der Lindner Fassaden GmbH vernachlässigbar. Die Absicherung von Währungsrisiken erfolgt in der Regel projektbezogen. Bereits in der Kalkulation wird ein angemessener Währungskurs unter Berücksichtigung von Sicherungskosten und Änderungsrisiken angewandt oder das Angebot mit einer Preisgleitklausel versehen. Erst nach Vertragsabschluss erfolgt eine Absicherung durch Finanzderivate. Nachdem die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich korrespondierend zu den jeweils abgesicherten Grundgeschäften abgeschlossen werden (sog. Mikro-Hedge), ist die vollständige Effektivität der Sicherungsbeziehung grundsätzlich gegeben. Offene Risikopositionen aus der Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten existieren daher nicht oder nur in geringem Umfang. Die Derivate werden innerhalb der Lindner Group von allen Tochtergesellschaften und somit auch von der Lindner Fassaden GmbH mit der Lindner Finanz GmbH, die als Inhouse Bank der Lindner Gruppe fungiert, abgeschlossen, welche ein entsprechendes Gegengeschäft am externen Markt tätigt. Das Liquiditätsrisiko wird durch einen monatlichen Konzern Cashflow-Forecast transparent berichtet und frühzeitig erkannt. Kurz- bis mittelfristige Engpässe können durch Überziehungen im Cash-Pool und schnell liquidierbare Finanzanlagen mit bzw. bei der Lindner Finanz GmbH ausgeglichen werden. Das Kredit- bzw. das Ausfallrisiko von Kundenforderungen wird über ein gruppeninternes Credit Management-Controlling aktiv gesteuert. Je nach Risikoklasse erfolgt entweder eine interne Bonitätsbewertung über externe Dienstleister bei kleinen bis mittleren Volumen ohne Risikotransfer oder eine Rückdeckung bei einer Kreditversicherung im Falle von Großrisiken. 3.5. Personalrisiken Die zentralen Risiken im Personalbereich ergeben sich, wie auch in den Vorjahren, aus dem sich nachhaltig verschärfenden Arbeitskräftemangel, der sich im Besonderen in den Bereichen Metallbau, Informationstechnologie sowie bei verschiedenen Ausbildungsberufen wie Metallbauer zeigt. Durch gezieltes Schul- und Hochschulmarketing gilt es dieser Entwicklung frühzeitig entgegen zu wirken und die Attraktivität der Arbeitgebermarke proaktiv positiv zu kommunizieren. Ein effektives Employer Branding und medial technologisch effektives Recruiting gewinnt weiter mehr und mehr an Bedeutung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Der frühzeitigen und nachhaltig systemischen Personal- und Nachwuchsplanung kommt sowohl zentral als auch dezentral eine zunehmend tragende Rolle und Herausforderung der Zukunft zu. Die Dauer einer Stellenbesetzung (Time to Hire) ist im Berichtsjahr deutlich gestiegen. Eine weitere Herausforderung stellt die zunehmend mangelnde Mobilitätsbereitschaft vieler Bewerber dar. Es wird zunehmend schwieriger, für die Besetzung von Projekten in den Ballungszentren Monteure, Bauleiter und Projektleiter zu rekrutieren, da die Reisebereitschaft der Arbeitnehmer mehr und mehr abnimmt. Dies erfordert neue dezentrale Recruiting Ansätze sowie die Forcierung der Einstellung von neuen Kollegen und Kolleginnen fernab des Firmensitzes in Arnstorf. Speziell die jüngeren Generationen fordert verstärkt, dass das Unternehmen zu ihnen kommt. Die steigende Nachfrage des Arbeitens aus dem Home Office birgt in kritischem Umfang ein hohes Risiko des Verlustes von Unternehmenskultur und Mitarbeiterbindung sowie rückläufiger Effektivität und Effizienz in den Unternehmensprozessen. Die Remote Work Regelungen gilt es daher aktiv zu gestalten und deren Nutzung effektiv zu steuern, um die benannten Risiken bestmöglich zu minimieren. Die Forderungen nach mehr Work Life Balance speziell bei jüngeren Mitarbeitern nehmen stetig zu. Die Bedürfnisse der sogenannten Generation Z erfordern darüber hinaus bei vielen Führungskräften Veränderungen in der Mitarbeiterführung. Generell gilt es verstärkt in der Führungsarbeit darauf zu achten, dass die Work-Life Balance der Beschäftigten mit deren Vorstellungen sowie deren Belastbarkeit übereinstimmt und dennoch den Interessen des Unternehmens gerecht wird. Ebenso gilt es, Arbeitsplätze auch für Kollegen, die sich bereits in einem fortgeschrittenen Alter befinden, so zu gestalten, dass sie einen möglichst langen Arbeitseinsatz ermöglichen, um auch diese Kollegen vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels möglichst lange aktiv und effektiv im Unternehmen halten zu können. Eine weitere zentrale Herausforderung bleibt die voranschreitende Digitalisierung im Unternehmen. Effektive Mitarbeiterführung und gezielte Weiterbildung sind der Schlüssel für einen erfolgreichen Wandlungsprozess. 3.6. Datenschutzrisiken Die Lindner Fassaden GmbH bezieht wesentliche Dienstleistungen und Beratung im Hinblick auf Datenverarbeitungsprozesse- und -systeme von der Lindner Group KG als zentralen Dienstleister und Kompetenzzentrum für Unterstützungsprozesse und Managementprozesse bei der Lindner Unternehmensgruppe. Daher wird auch der Datenschutzbeauftragte und die zentrale Datenschutzkoordination von der Lindner Group KG gestellt. Durch die Unterstützung von dezentralen Datenschutzkoordinatoren in den Fach- und Geschäftsbereichen, sowie bei Tochterunternehmen wird gewährleistet, dass Informationen schnell bei den richtigen Stellen ankommen. Die Lindner Fassaden GmbH überprüft regelmäßig die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten in den einzelnen Unternehmensprozessen, um Datenschutzrisiken zu erkennen und diesen proaktiv entgegenzuwirken. Werden neue Prozesse oder Systeme geplant, ist der Datenschutz von Beginn an als beratende Stelle eingebunden. Die technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen werden in Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten, der IT-Abteilung und dem Informationssicherheitsbeauftragten regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt. Des Weiteren steht die Sensibilisierung der Mitarbeiter hinsichtlich des Datenschutzes im Vordergrund. Den wachsenden Risiken im Bereich der Cyberkriminalität und der damit verbundenen Datenschutzrisiken begegnet das Unternehmen mit angemessenen IT-Sicherheitsmaßnahmen, Notfallkonzepten und der Sensibilisierung aller Beschäftigten. Im Berichtszeitraum und aktuell werden keine datenverarbeitenden Prozesse identifiziert, aus denen sich ein wesentliches Risiko ergibt. 3.7. Risiken aus der Informationssicherheit / Cyberkriminalität Die fortschreitende Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Produkte sowie das weltweite Wachstum von Bedrohungen durch Cyberkriminalität erhöhen laufend die Anforderungen und Risiken an die Sicherheit der Systeme und Netzwerke sowie an die Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit aller schützenswerten Daten. Die Wichtigkeit der Informationssicherheit und der daraus resultierenden Chancen und Risiken sind für die Lindner Fassaden GmbH stets immanent. Der Informationssicherheitsbeauftragte etabliert in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung, dem Bereich IT & Digitalisierung und den Fachbereichen kontinuierlich Prozesse zur nachhaltigen Steigerung des Schutzniveaus. Dies umfasst neben organisatorischen Maßnahmen auch gezielte Sensibilisierungsmaßnahmen der Mitarbeiter. Die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen sowie der firmeninternen Vorgaben, welche regelmäßig im erforderlichen Maße an aktuelle Standards angepasst werden, tragen kontinuierlich zu aktiven Risikomanagement bei. Für regelmäßige Penetrationstests und externe Sicherheitsaudits kooperiert die Lindner Fassaden GmbH mit externen Partnern. Unerlaubte Zugriffe werden durch den Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnologien, Zugangs- und Zutrittskontrollen sowie Verschlüsselungstechniken verhindert. Die Risiken durch Cyberkriminalität werden aktiv verfolgt und unsere Sicherheitskonzepte und Maßnahmen laufend der geänderten Bedrohungslage angepasst. Elementare Punkte für die Reduzierung des Gesamtrisikos und die Minimierung der finanziellen Schäden bei Sicherheitsvorfällen sind die Einführung einer standardisierten IT-Risikoanalyse, Business Continuity Management, ein voll umfassendes Schwachstellenmanagement, erweiterte Unterstützung mit Kl und der laufende Ausbau und Aktualisierung der Sicherheitskonzepte. Cyberangriffe werden immer komplexer und professioneller. Dies erfordert eine kontinuierliche Steigerung der Resilienz, welche mit Investitionen, Steigerung der IT-Security-Skills und erweiterten Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa Mikrosegmentierung oder Netzwerk Detection and Response Systemen, bereits erfolgreich und effektiv implementiert wurde. 3.8. Relevante Einzelrisiken Eine große Herausforderung in 2023 war die Bau-Preissteigerung von bis zu 20 Prozent. Der aus 2022 übernommene Auftragsbestand konnte nicht immer zu den kalkulierten Werten abgewickelt werden und die Mehrkosten können nur teilweise an den Auftraggeber weitergegeben werden. Bei aktuell sich in der Angebotsphase befindlichen Projekten wird das Risiko für künftige Preissteigerung in der Kalkulation berücksichtigt. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Baumaterialien stellt nach einer weiteren Entspannung in 2023 nur noch ein untergeordnetes Risiko dar. Lediglich einzelne Materialien sind derzeit nur mit ausgedehnten Lieferzeiten verfügbar und können die Liefer- bzw. Fertigungsketten unterbrechen. 4. Prognose- und Chancenbericht 4.1. Gesamtwirtschaftliche Prognose der Entwicklung im Bauhauptgewerbe im laufenden Geschäftsjahr In 2023 war vor allem der Hochbau von der rückläufigen Bauwirtschaft betroffen. Diese Entwicklung wird sich Prognosen zufolge auch im Nichtwohnungsbau im Jahr 2024 zeigen. Im Wohnungsbau wird sich 2024 die Zurückhaltung bei den Investitionsentscheidungen noch deutlicher bei den Baufertigstellungen bemerkbar machen. Im Jahr 2024 werden voraussichtlich nur rund 225.000 neue Wohnungen fertiggestellt. Der Ausblick im Wohnungsbau bleibt getrübt. Die Investitionen im Wirtschaftsbau sind vor allem durch die Konjunkturaussichten der deutschen Volkswirtschaft und damit durch die weiterhin vorherrschende hohe Unsicherheit geprägt. Auch die Baukostenentwicklung wirkt bremsend auf die Nachfrage nach Gewerbebauten. Aufgrund der Genehmigungsentwicklung wird im Jahr 2024 trotz rückläufiger Tendenz ein leichtes Fertigstellungsplus im Nichtwohnungsbau erwartet. Im internationalen Ausblick deuten die Prognosen für die Bauindustrie für 2024 ebenfalls auf einen Rückgang hin. Allein der Tiefbau wird sich voraussichtlich widerstandsfähiger erweisen und den rückläufigen Wohnungsbau stützen. Die Gründe für das ausbleibende Wachstum liegen analog zur Bundesrepublik in den gestiegenen Finanzierungs- und Baukosten. Quellen: Haufe-Lexware GmbH & Co. KG https://www.haufe.de/immobilien/entwicklung-vermarktung/marktanalysen/studie-ende-des-booms-imwohnungsbau-in-sicht_84324_487942.html BauSites GmbH: Baulinks https://www.baulinks.de/webplugin/2023/1217.php4 https://www.baulinks.de/webplugin/2024/0090.php4 https://www.baulinks.de/webplugin/2023/1345.php4 https://www.baulinks.de/webplugin/2023/1402.php4 4.2. Chancenbericht Aufgrund der Neustrukturierung des Geschäftsbereichs Gebäudehülle werden zukünftig alle Neuaufträge im Projektgeschäft D-A-CH, sowie in den Bereichen Aftersales- und Kleinprojekte, mit der Lindner Building Envelope GmbH abgewickelt. Durch eine verstärkte Vertriebsstrategie ist mit einer hohen Auslastung in den kommenden Jahren zu rechnen. Der in der Lindner Fassaden GmbH verbliebene Geschäftsbereich Steel & Glass erwartet für alle Standorte ein positives Geschäftsjahr 2024. In den USA werden vorrangig die im Geschäftsjahr 2023 akquirierten Projekte aus 2023 abgewickelt, unabhängig davon sollen auch weiterhin neue Kunden und neue Aufträge akquiriert werden. Der Fokus wird in 2024 jedoch in der Abwicklung des sehr hohen Auftragsbestandes im mittleren Osten, USA, Deutschland, UK und Singapur liegen. Des Weiteren werden die vertrieblichen Aktivitäten auch um die Märkte Deutschland, UK und zentral Asien erweitert. Die positive Entwicklung der Projekte in diesen vor sechs Jahren definierten Kernmärkten für den Geschäftsbereich Steel & Glass sowie die damit verbundenen wachsenden Kundenbeziehungen sollten für die nächsten Jahre eine gute Basis für weiteres Wachstums darstellen. 4.3. Operativer Ausblick Die operative Planleistung der Lindner Fassaden GmbH gemäß dem internen Berichtswesen wird für 2024 mit rund 10,3 Mio. EUR (Vorjahr: 52,0 Mio. EUR). Das geplante Betriebsergebnis für 2024 wurde mit rund 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) fixiert.
Arnstorf, den 09. April 2024 Hans-Georg Range, Geschäftsführer Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die Lindner Fassaden GmbH hat ihren Sitz in Arnstorf und ist beim Amtsgerichts Landshut unter der Nummer HRB 7237 geführt. Die Gesellschaft wies zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 und 2, 266 ff. HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Zinsen für Fremdkapitalkosten wurden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände wurden nach den von der Finanzverwaltung herausgegebenen AfA-Tabellen planmäßig linear bzw. soweit zulässig degressiv vorgenommen. Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 wurden ausschließlich linear abgeschrieben. Die Berechnung der Abschreibung erfolgte im Berichtsjahr pro rata temporis ab dem Zeitpunkt des Zugangs. Bei den Anschaffungskosten wurden Anschaffungsnebenkosten und -kostenminderungen berücksichtigt. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung angesetzt. Als Nutzungsdauer werden überwiegend 3 bis 5 Jahre zugrunde gelegt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit dem gleitenden Durchschnitt ihrer Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet worden. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgte mit den Material- und Fertigungseinzelkosten unter Einbeziehung von angemessenen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bei den in Arbeit befindlichen Aufträgen sowie für nicht schriftlich beauftragte Leistungen wurden nach dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung Abschreibungen auf die angefallenen Herstellungskosten vorgenommen. Bei in Arbeit befindlichen Aufträgen wurden zur verlustfreien Bewertung bei Notwendigkeit, auf Grundlage von Einzelermittlungen, Abwertungen vorgenommen. Bei bereits in Rechnung gestellten Leistungen, die noch nicht schriftlich beauftragt wurden, erfolgte eine Wertberichtigung in Höhe von 80 % des Leistungsumfangs. Der Ansatz der geleisteten Anzahlung erfolgte mit dem Nennbetrag. Die erhaltenen Anzahlungen von Auftraggebern für noch nicht fertige Bauvorhaben wurden offen vom Gesamtbetrag der Vorräte abgesetzt. Die verbleibenden erhaltenen Anzahlungen wurden auf der Passivseite ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen sind erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % Rechnung getragen. Forderungen, die Leistungen betreffen, die bereits in Rechnung gestellt wurden aber noch nicht schriftlich beauftragt wurden, sind mit 90 % ihres Leistungsumfangs wertberichtigt worden. Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag. Die flüssigen Mittel wurden zum Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betrafen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellten; die Auflösung des Postens erfolgte linear entsprechend dem Zeitablauf. Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Abzinsung erfolgte unter Verwendung des von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 10 Jahre (Vj. 10 Jahre) für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die Steuerrückstellung und sonstigen Rückstellungen erfassten alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preissteigerungen berücksichtigt und mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben wurde. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden entsprechend des Abzinsungswahlrechts gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht abgezinst. Für allgemeine Gewährleistungsrisiken wurde, in Anlehnung an die Ergebnisse der letzten Betriebsprüfung, auf 1,25 % des Jahresumsatzes zu Lasten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine Rückstellung gebildet und über 4 Jahre linear aufgelöst. Der Verbrauch der Rückstellung wurde mit der Zuführung saldiert. Ein ggf. übersteigender Betrag wurde in einem Ausgleichsposten unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden zum Transaktionskurs in Euro umgerechnet und zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet. Wurde von dem Wahlrecht der Bildung einer Bewertungseinheit Gebrauch gemacht, wurde entsprechend § 254 HGB berücksichtigt. Angaben zur Bilanz: 3. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus nachstehendem Anlagenspiegel. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
4. Aufstellung des Anteilsbesitzes
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden i. H. v. TEUR 2.171 (Vj. TEUR 4.131). Diese betrafen in 2023 im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Darlehen gegenüber der Lindner Insaat Ltd. Sirketi Türkei wurde in 2023 auf 1 Euro Erinnerungswert abgeschrieben. 6. Eigenkapital Zum 31. Dezember 2023 wurde ein Eigenkapital in Höhe von EUR 569.302,85 ausgewiesen. a) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Lindner Fassaden GmbH betrug zum 31. Dezember 2023 EUR 25.600. Es ist in voller Höhe eingezahlt worden. b) Kapitalrücklage Die Kapitelrücklage belief sich auf TEUR 17.200 (Vj. TEUR 29.200). Am 17. Mail 2023 beschloss die Alleingesellschafterin Lindner Group KG eine Herabsetzung der Kapitalrücklage i. H. v. TEUR 4.000 sowie am 18. Dezember 2023 eine Herabsetzung i. H. v. 8.000. c) Bilanzgewinn/-verlust Der Bilanzverlust aus dem Vorjahr erhöht sich um den Jahresfehlbetrag von EUR 7.788.998,39 und betrug somit zum 31. Dezember 2023 EUR 16.724.874,15. 7. Rückstellungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 253 HGB):
Beim Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergab sich ein Wertansatz zum 31. Dezember 2023 i. H. v. EUR 496.985. Der Unterschiedsbetrag zum Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren betrug zum 31. Dezember 2023 EUR 3.651. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre, d. h. Gewinne durften nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprachen. Die sonstigen Rückstellungen betrafen insbesondere Gewährleistungsrisiken TEUR 1.412, Abgrenzungen aus dem Lohn- und Gehaltsbereich TEUR 491, ausstehende Abrechnungen TEUR 1.407 und sonstige Risiken TEUR 88. 8. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, sowie mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren existieren nicht. Bei den Verbindlichkeiten bestand zum Bilanzstichtag keine Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter i. H. v. TEUR 58 (Vj. TEUR 128). 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden finanzielle Verpflichtungen i. H. v. TEUR 685. 10. Haftungsverhältnisse Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind Avalkreditlinien mit Rückbürgschaften in einer Gesamthöhe von TEUR 10.847 (Vj. TEUR 11.951) zum Bilanzstichtag in Anspruch genommen worden. Bei den bestehenden Avalkreditlinien der Sparkasse, der HypoVereinsbank und der Bayrischen Landesbank haftet die Lindner Fassaden GmbH gesamtschuldnerisch. Es besteht gegenüber der Deutschen Bank gemeinsam mit der Lindner SE ein Haftungsverhältnis in Höhe von TEUR 108.000 im Rahmen einer Umbrella-Kreditlinie. Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität der Begünstigten als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB). Die Lindner Fassaden hat mit einem Tochterunternehmen 103 Patronatserklärungen in betraglich nicht limitierter Höhe und unbefristeter Laufzeit vereinbart. Ebenso gibt es vier Patronatserklärungen mit einem Tochterunternehmen in betraglich limitierter Höhe von TGBP 33.060. Risiken, die eine Inanspruchnahme erforderlich machen würden, liegen derzeit nicht vor. Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung 11. Umsatzerlöse Die Umsätze teilen sich wie folgt auf:
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 239 (Vj. TEUR 751) Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten, sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i. H. v. TEUR 4.032, welche im Wesentlichen das Projekt Kaiserlei betreffen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 1.010 (Vj. TEUR 1.221) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten. 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind TEUR 18 (Vj. TEUR 7) Erträge aus Abzinsung enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 7 (Vj. TEUR 18) Aufwendungen aus der Aufzinsung enthalten. Ergänzende Angaben 14. Beschäftigte Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:
15. Geschäftsführung Hauptberuflicher Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023:
Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. 16. Konzernabschluss Die Lindner Fassaden GmbH ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Lindner Group KG, Arnstorf. Die Lindner Group KG stellt einen Konzernabschluss nach § 11 PublG für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen auf, der im elektronischen Bundesanzeiger offen gelegt wird. Dieser Konzernabschluss stellt somit einen befreienden Konzernabschluss nach § 291 HGB für die Lindner Fassaden GmbH dar. 17. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Lindner Group KG, Arnstorf, enthalten. 18. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzverlust i. H. v. EUR 16.724.874,15, der sich aus dem Bilanzverlust des Vorjahres i. H. v. EUR 8.935.875,76 und dem Jahresfehlbetrag i. H. v. EUR 7.788.998,39 zusammensetzt, auf neue Rechnung vorzutragen. 19. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung gem. § 285 Nr. 33 HGB nach Abschluss des Geschäftsjahres waren nicht zu berichten.
Arnstorf, den 09. April 2024 Lindner Fassaden GmbH, Arnstorf Hans Georg Range Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lindner Fassaden GmbH, Arnstorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lindner Fassaden GmbH, Arnstorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lindner Fassaden GmbH, Arnstorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 9. April 2024 Grant
Thornton AG
Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer Andreas Schuster, Wirtschaftsprüfer |
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