MFIW Abwicklungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Samuel Veijo Rayburn seit 28.7.2025 | Prokura |
Miroslaw Purpura seit 28.7.2025 | Geschäftsführer |
Jenna Michelle Myszak seit 13.12.2022 | Geschäftsführer |
Jan Lukas Zweiffel seit 5.12.2022 | Prokura |
Stefan Armin Wehner seit 5.12.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Fluid Management Operations Inc. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
Regulator Holding GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LUKAS Hydraulik GmbHErlangenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht der Geschäftsführung zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Unternehmensprofil Die LUKAS Hydraulik GmbH ist der führende Anbieter im Bereich der Rettungstechnik, Aufgleisanlagen und Industriehydraulik. Das Unternehmen ist eine 100 %ige Tochter der IDEX Europe GmbH, ebenfalls mit Sitz in Erlangen. Die IDEX Europe GmbH wiederum gehört zum weltweit operierenden IDEX-Konzern mit Sitz in den USA. Die Betriebs- und Verwaltungsgebäude werden von der IDEX Leasing GmbH angemietet. Diese gehört ebenfalls zum IDEX-Konzern. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wird das Jahresergebnis der LUKAS Hydraulik GmbH an die IDEX Europe GmbH abgeführt. Der Gegenstand des Unternehmens umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Hydraulikprodukten in den Bereichen Rettungstechnik, Werkzeughydraulik und Aufgleistechnik. Des Weiteren hält die Gesellschaft in erheblichem Umfang Anteile an mehreren Unternehmen, die in Kernbereichen des strategischen Portfolios der IDEX-Gruppe tätig sind. 1.2 Markt- und Wettbewerbssituation Die LUKAS Hydraulik GmbH deckt mit ihrem breiten Sortiment sehr umfangreich verschiedene Märkte und Anwendungen ab. Die Gesellschaft vertreibt ihr Produkte auf allen Kontinenten. Durch einen hohen Exportanteil ist das Unternehmen in der Lage, Schwankungen in den einzelnen geographischen Märkten zu kompensieren. 1.3 Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der R&D-Tätigkeiten des Unternehmens lag in der Erweiterung des Produktportfolios der im Jahr 2010 eingeführten Rettungsgerätelinie eDRAULIC. In diesem Zuge wurde im Jahr 2019 die Produktlinie eWXT eingeführt, welche unter Wasser einsetzbar ist. Als nächster Schritt wurde die Produktlinie e3 in den Jahren 2021 und 2022 eingeführt. Die Geräte ermöglichen durch das intelligente Dashboard einen direkten Austausch zwischen Anwender und Gerät. Sensoren mit Internet-Anbindung machen es möglich technische Berichte, Sicherheitsanalysen und den vollen Überblick über alle Geräte zu bekommen. Die Produktlinie e3 sowie die Produktlinie eWXT beinhalten Spreizer, Schneidgeräte und Rettungszylinder. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betragen im Geschäftsjahr 1,5 Mio. EUR (Vorjahr 2,0 Mio. EUR) oder 2,6 % vom Umsatz (Vorjahr 4,0 %). In 2023 waren durchschnittlich elf Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung tätig (Vorjahr zehn). 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Geschäftsverlauf Die gesamtwirtschaftliche Lage war im Berichtsjahr gekennzeichnet durch internationale Krisen wie der im Mittleren Osten und weiterhin durch Embargos wie beispielsweise mit Russland. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland betrug für 2023 laut Statistischem Bundesamt ca. -0,3 % p.a. Die Inflationsrate lag bei 5,9 %. Trotz der eher ungünstigen Rahmenbedingungen konnte das Unternehmen seine Marktstellung in vielen Märkten gut behaupten. Das Geschäftsjahr 2023 konnte die Erwartungen und Prognosen erfüllen. Der erreichte Umsatz von 56,4 Mio. EUR bedeutet eine Umsatzsteigerung um 11,6 % gegenüber dem Vorjahr und übertraf damit den prognostizierten Wert. Der Gewinn vor Steuern exklusive der Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen lag mit TEUR 11.257 um TEUR 2.636 über dem Vorjahreswert und erfüllte die Prognose damit ebenfalls. Der offene Auftragsbestand zum Jahresende ist im Vergleich zum Vorjahresendwert 10 % höher. Aufgrund der breit gestreuten Kundenbasis im Hinblick auf unterschiedliche Branchen und Absatzmärkte, konnte das Unternehmen in der Vergangenheit gesamtwirtschaftliche Konjunkturschwankungen weitestgehend abfedern. Das Unternehmen verfolgt eine aktive Strategie, neue Absatzmärkte zu erschließen. Um die Wachstumsstrategie des Unternehmens zu verfolgen, legt das Unternehmen einen besonderen Schwerpunkt auf die Neuentwicklung von Produkten, insbesondere die akkubetriebenen Rettungsprodukte. Die Gesamtmitarbeiterzahl lag im Jahresdurchschnitt bei 127 (Vj. 128) Beschäftigten, inklusive drei (Vj. einer) Auszubildenden. 2.2 Gesamtlage des Unternehmens 2.2.1 Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft einen Gesamtumsatz von 56,4 Mio. EUR, dieser war damit 5,8 Mio. EUR oder 11,6 % höher als in 2022, was auf die Entwicklung in den Bereichen Rettung und Aufgleisanlagen zurückzuführen ist. Dabei ist der Inlandsumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % gestiegen und der Umsatz im Ausland um 14,8 % gestiegen. Die Geschäftsführung ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden, da trotz der schwierigen Wirtschaftsbedingungen das Umsatzbudget um 4,4 % übertroffen werden konnte. Das Bruttoergebnis im Verhältnis zum Umsatz bewegt sich mit 46,6 % über dem Niveau des Vorjahres (44,1 %). Grund für die Margenverbesserung sind insbesondere Einsparungen beim Personal in der Produktion sowie auch leicht gesunkene Beschaffungspreise für Material und ein etwas günstigerer Produktmix. Die Vertriebskosten sanken um 0,3 Mio. EUR überwiegend durch niedrigere Messekosten. Die Verwaltungs- sowie Forschungs- und Entwicklungskosten liegen mit insgesamt 4,3 Mio. EUR um etwa 1,9 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr. Gründe hierfür sind insbesondere niedrigere Kosten für Rechtsstreitigkeiten bei Forschung und Entwicklung und niedrigere Pensionskosten bei der Verwaltung. Das Finanzergebnis sank um 6,8 Mio. EUR, was insbesondere auf den gestiegenen Zinsaufwand durch das Ende 2022 aufgenommene Bankdarlehen zurückzuführen ist. 2023 sind erstmalig Zinsen für ein vollständiges Geschäftsjahr enthalten. Das Ergebnis nach Steuern exklusive Erträge aus Gewinnabführungsverträgen liegt 2023 mit 11,3 Mio. EUR um etwa 2,7 Mio. EUR über dem des Vorjahres von 8,6 Mio. EUR. Der Materialaufwand stieg um 2,0 Mio. EUR auf 22,6 Mio. EUR. Damit sank die Materialaufwandsquote auf 40,1 % (Vorjahr 40,6 %). Grund hierfür waren in erster Linie weniger Umsätze an verbundene Unternehmen mit einer höheren Materialaufwandsquote bzw. geringerer Marge. Die Investitionstätigkeit führte zu einer Reduzierung des Aufwands für Abschreibungen auf Sachanlagen um TEUR 73 auf 0,7 Mio. EUR. Die Aufwendungen für Personal sanken um 1,2 Mio. EUR auf 10,2 Mio. EUR (Vorjahr 11,4 Mio. EUR), nachdem diese im Vorjahr durch einen Sondereffekt erhöht waren. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sanken um 2,7 Mio. EUR auf 51,1 Mio. EUR. Ursächlich für die niedrigeren Erträge ist insbesondere der niedrigere Gewinn bei der thinXXS Microtechnology GmbH. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Gesellschaft konnte im Berichtsjahr ein positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von 62,3 Mio. EUR erzielen. 2.2.2 Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist auf der Aktivseite insbesondere durch die Anteile an verbundenen Unternehmen mit 319,8 Mio. EUR (Vorjahr 319,8 Mio. EUR) gekennzeichnet. Es handelt sich jeweils um 100 %-Anteile an sieben Kapitalgesellschaften. Die Beteiligungen teilen sich wie folgt auf:
Der Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 10,2 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR ist insbesondere auf die Forderungen aus den EAVs mit ABEL und Richter zurückzuführen, da die tatsächlichen Ergebnisse höher ausfielen als die Vorauszahlungen. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen TEUR 801 (Vorjahr TEUR 52). Das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz ist mit 14,0 % höher als im Vorjahr (12,6 %). Dies ist im Wesentlichen auf gestiegenen Forderungen zurückzuführen. Das Working Capital setzt sich zusammen aus den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Sonstigen Vermögensgegenständen abzüglich der Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 2.2.3 Finanzlage Die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft ist wie schon in den Vorjahren sehr solide. Bei eventuellen Liquiditätsschwankungen können im Bedarfsfall kurzfristige Darlehen im Konzernverbund in Anspruch genommen werden. Die LUKAS Hydraulik GmbH finanziert den laufenden Geschäftsbetrieb operativ aus ihrem erwirtschafteten Cashflow. Im Berichtsjahr sind keine Fremdwährungssicherungsgeschäfte abgeschlossen worden. Trotz der formalrechtlich kurzfristig fälligen Darlehen stehen diese dem Unternehmen nach Einschätzung der Geschäftsführung tatsächlich längerfristig zur Finanzierung zur Verfügung und werden, wie auch in den Vorjahren, verlängert werden. 2.2.3.1 Kapitalstruktur Das Eigenkapital blieb im Geschäftsjahr auf 116,4 Mio. EUR (Vorjahr 116,4 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote sank um 2,7 %-Punkte auf 30,6 % (Vorjahr 33,3 %). Weiter sind vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern mit zusammen 173,1 Mio. EUR (Vorjahr 141,8 Mio. EUR) als wesentliche Position zu nennen. Die Erhöhung der Bilanzsumme um insgesamt 30,5 Mio. EUR ist insbesondere auf höhere Verbindlichkeiten gegenüber IDEX Europe zurückzuführen, da in 2023 keine Vorauszahlung auf den zu erwartenden abzuführenden Gewinn getätigt wurden. Gleichzeitig verringerten sich die Rückstellungen wegen laufenden Pensionszahlungen sowie der Beilegung eines Rechtsstreits um TEUR 1.224. Das Bankdarlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf TEUR 73.477. TEUR 477 resultieren aus Zinsen und sind innerhalb eines Jahres fällig, die übrigen TEUR 73.000 haben eine Fälligkeit zwischen einem und fünf Jahren. 2.2.3.2 Liquidität Die Gesellschaft zeigt mit 29,9 Mio. EUR gegenüber 6,9 Mio. EUR im Vorjahr einen positiven Finanzmittelfonds. Der Anstieg ist auf den positiven Cashflow aus den Gewinnabführungen und Kundenzahlungen zurückzuführen. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. 2.2.3.3 Investitionen Im Geschäftsjahr erfolgten Anschaffungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR, diese betrafen im Wesentlichen die Anschaffung von Maschinen, Werkzeugen und Büroeinrichtungen. Die Geschäftsführung bewertet die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als zufriedenstellend. 2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind das Ergebnis vor Steuern exklusive der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie die Umsatzerlöse der LUKAS Hydraulik GmbH. Die Umsatzerlöse mit 56,4 Mio. EUR haben die Prognose übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern exklusive der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von TEUR 11.257 entsprach der Prognose. Das Bruttoergebnis im Verhältnis zum Umsatz bewegt sich mit 46,6 % über dem Niveau des Vorjahres (44,1 %). Das Verhältnis von Ergebnis nach Steuern ohne Dividende zum Umsatz ist mit 19,9 % höher als im Vorjahr (17,0 %). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung des Unternehmens nicht herangezogen. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Chancen- und Risikobericht Durch die Einbindung in die IDEX-Gruppe werden Ist- und Budgetzahlen an die Geschäftsführung der Lukas Hydraulik GmbH als auch an das Corporate Finance Department von IDEX berichtet. Im Rahmen des monatlichen Berichtswesens werden Soll/Ist-Abweichungen aus der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz analysiert. Darüber hinaus werden Auftragsbestand, Personalbestand und Margen sowie wesentliche Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt. Bei der regelmäßig stattfindenden Abstimmung der Geschäftsleitung mit den Abteilungsverantwortlichen in den MBRs (Monthly Business Reviews) werden auftretende Risiken aus dem täglichen Geschäft erkannt und besprochen. Parallel dazu sorgt eine fundierte Ursachenanalyse dafür, dass Risken minimiert und Chancen genutzt werden. Die regelmäßig stattfindende Überprüfung aller relevanten Geschäftsprozesse sorgt dafür, dass mögliche Schwachstellen und Risiken der laufenden Geschäftsprozesse identifiziert und beseitigt werden. Die Überprüfung ist Grundvoraussetzung für die Aufrechterhaltung des Zertifikats nach ISO 9001:2015. Obwohl unser Unternehmen nicht einer vollständigen Prüfung durch das interne Audit unterzogen wurde, sind wir das ganze Jahr über regelmäßig stichprobenartigen Überprüfungen unterworfen. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass wir den Anforderungen des Controllership-Handbuchs sowie den Vorgaben der Sarbanes-Oxley Act (SOX) unserer Corporation gerecht werden. Produkte Risiken, die auf unser Unternehmen von Seiten der Absatzmärkte in Form von Absatzrückgängen durch das Wegbrechen von Kunden wegen gekürzter Budgets durch die jeweiligen Behörden zukommen könnten, werden einerseits mit einem hohen Innovationsgrad, andererseits mit verstärkten Marketingaktivitäten vorgebeugt. Auch im Geschäftsjahr 2023 hat LUKAS stark in die kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Produktpalette investiert. In 2023 wurden die neuen batteriebetriebenen Geräte e3 als Erweiterung der eDRAULIC Produktpallette weiter eingeführt. Parallel hierzu intensiviert LUKAS seine Bemühungen im strategischen Marketing, um Marketingressourcen optimal und gewinnbringend einzusetzen. Beispielhaft für die intensiven Marketingaktivitäten des Unternehmens, sind die kontinuierlichen Verbesserungen der Internetauftritte und die Pflege von Social Media-Profilen, um den Bekanntheitsgrad der Marke zu steigern. Die Bedeutung des Risikos wird als gering angesehen. Beschaffung Risiken, die auf den Beschaffungsmärkten liegen, z.B. steigende Einkaufspreise oder Beschaffungsengpässe, begegnet das Unternehmen mit einer global ausgerichteten Sourcing- Strategie. Einige Elemente der Wertschöpfung finden bei anderen Unternehmen statt, die sich auf einzelne Fertigungs- bzw. Veredelungsschritte spezialisiert haben. Trotz dauerhafter Suche nach Alternativen, können kurzfristige Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten nicht komplett ausgeschlossen werden. Diesem bestehenden Risiko wird durch die kontinuierliche Suche nach neuen Lieferanten entgegengewirkt. Die Bedeutung des Risikos wird als gering angesehen. Personal Im Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen, dauerhaften Veränderungen in der Personalpolitik des Unternehmens. LUKAS investiert weiterhin aktiv in die Schulung und Fortbildung seiner Mitarbeiter. Das Unternehmen bildet weiterhin im kaufmännischen sowie im gewerblichen Bereich aus. Schwankungen im Ressourcenbedarf wurden durch den variablen Einsatz von Zeitarbeitskräften ausgeglichen. Die Bedeutung des Risikos wird als gering angesehen. Ukrainekrieg / Inflation / Materialengpässe Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat zur Knappheit und Inflation von Rohmaterialien und Elektronikteilen in 2022 geführt, aber die Lage hat sich im Laufe des Jahres normalisiert. Zur Sicherung der Lieferketten wurden alternative Lieferanten und Materialien festgestellt. Die gestiegenen Rohmaterialpreise wurden verkaufsseitig an die Kunden weitergegeben, um Verluste zu reduzieren. Absatzseitig stellt Russland keinen wesentlichen Markt der Lukas Hydraulik GmbH dar. Die Bedeutung des Risikos wird daher als gering angesehen. Finanzen Es besteht das Risiko, dass bei sich eintrübender wirtschaftlicher Entwicklung und den daraus folgenden Herausforderungen für die Beteiligungen der Gesellschaft nachhaltige Rückgänge im Geschäft der Beteiligungen resultieren könnten, die Abschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert erforderlich machen könnten. Die Bedeutung des Risikos wird auf Grund der in der Vergangenheit starken Performance der Beteiligungen als gering angesehen. Die Ertragslage des Unternehmens ermöglicht eine Finanzierung aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Unsere hervorragende Bonität ist durch einen hohen Cashflow, ausreichende Kreditlinien und nicht zuletzt durch die Einbindung in die IDEX-Gruppe gesichert. Das vergleichsweise geringe Risiko von Forderungsausfällen wird durch Einzelwertberichtigungen sowie ein straffes Forderungsmanagement Rechnung getragen. Die Bedeutung des Risikos wird als gering angesehen. Trotz der formalrechtlich kurzfristig fälligen Darlehen stehen diese dem Unternehmen nach Einschätzung der Geschäftsführung tatsächlich längerfristig zur Finanzierung zur Verfügung und werden, wie auch in den Vorjahren, verlängert werden. Wegen der engen Einbindung der Gesellschaft in den IDEX Konzernverbund und der übergeordneten strategischen Überlegungen wird die Bedeutung des Risikos als gering eingestuft. Informationstechnologie Unsere IT-Systeme sind zum größten Teil auf ein Serversystem einer Konzerngesellschaft ausgelagert. Durch enge Zusammenarbeit des lokalen EDV-Teams mit dem IDEX IT-Team und deren Partnern sind alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen getroffen. Die Bedeutung des Risikos wird als gering angesehen. Chancen Durch die Beteiligung an den Tochtergesellschaften und die bestehenden Ergebnisabführungsverträge kann Lukas an der positiven Entwicklung der jeweiligen Branchen sowie der Marktposition der Beteiligungen mit profitieren. Die Beteiligungen trugen bereits in der Vergangenheit maßgeblich zu den guten Ergebnissen der Gesellschaft bei. Neben der Ausweitung der vorhandenen notwendigen Kapazitäten durch gezielte Investitionen werden auch die Aktivitäten zur weiteren Effizienzsteigerung fortgeführt. Die bestehenden Kostenstrukturen werden kontinuierlich hinterfragt und an der Steigerung der hohen Qualitätsstandards gearbeitet. Die kurzen Lieferzeiten, gepaart mit einem aktiven Customer Support und verstärktem Zusammenwirken von Konstruktion und Vertrieb, sind weiterhin die wichtigste Grundlage für das in mittlerer Zukunft geplante Wachstum. 3.2 Prognosebericht und Ausblick Einige der im Lagebricht enthaltenen Angaben, einschließlich der Aussagen zu künftigen Umsätzen, Kosten und Investitionsausgaben sowie zu möglichen Veränderungen in der Branche oder zu Wettbewerbsbedingungen und zur Finanzlage, enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Die Planung beruht auf Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung auf Basis unserer Mittelfristplanung. In die Zukunft gerichtete Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität der LUKAS wesentlich von denjenigen abweichen - in positiver wie in negativer Hinsicht -, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Im Geschäftsjahr 2024 ergab sich ein Umsatz in Höhe von 61,7 Mio. EUR und liegt damit um etwa 5,3 Mio. EUR höher als der Umsatz 2023. Der Gewinn vor Steuern und Ergebnisabführung für 2024 liegt auf dem Vorjahresniveau. Für das laufende Jahr wird mit einem Umsatz in Höhe von 63,9 Mio. EUR sowie einem Gewinn vor Steuern (vor Beteiligungsergebnis) in Höhe von 12 Mio. EUR gerechnet. Trotz Krieg, Inflation und Materialengpässen rechnet das Unternehmen weiterhin mit einer stabilen und positiven Ergebnissituation. Das Working Capital wird sich voraussichtlich auch auf dem Vorjahresniveau bewegen. Die Lage der Gesellschaft ist wahrheitsgetreu wiedergegeben.
Erlangen, 31. Januar 2025 Die Geschäftsführung: Fabio Ferrari Jenna Myszak Keith Miller Bilanz zum 31. Dezember 2023der LUKAS Hydraulik GmbH, ErlangenAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der LUKAS Hydraulik GmbH, Erlangen
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der LUKAS Hydraulik GmbH, ErlangenAmtsgericht Fürth HRB 65051 Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 i.V.m. § 267 Abs. 2. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit sind die nach den gesetzlichen Vorschriften wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringenden Vermerke im Anhang aufgeführt. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit ist beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird entsprechend der konzerneinheitlichen Rechnungslegung im Umsatzkostenverfahren dargestellt. Forschungs- und Entwicklungskosten werden gemäß § 265 Abs. 5 HGB zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung gesondert ausgewiesen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie entgeltlich von Dritten erworben werden, zu Anschaffungskosten bewertet und nach der linearen Methode planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und - sofern erforderlich - auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und - sofern erforderlich - außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die angewandte Abschreibungsmethode und die Abschreibungssätze basieren auf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und erfolgen daneben soweit möglich analog zu den steuerlichen Vorschriften. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Absatz 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu fortlaufend errechneten durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Bezüge in Fremdwährung werden zu Monatsendkursen des Vormonats umgerechnet, Kursdifferenzen werden bei Zahlung erfasst. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden entsprechend dem Grad der Fertigstellung mit den angefallenen Material- und Fertigungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Das Material wird zu Einstandspreisen einschließlich Nebenkosten zuzüglich Gemeinkostenzuschlag angesetzt. Die Fertigungsleistung wird anhand von Stundensätzen ermittelt, in die sowohl die Fertigungseinzel- als auch die Fertigungsgemeinkosten einfließen. Allgemeine Verwaltungskosten im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB werden in die Herstellungskosten - in Ausübung des Bilanzierungswahlrechtes - nicht eingerechnet. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, insbesondere wegen schlechter Gängigkeit, werden im erforderlichen Maß vorgenommen. Waren werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bzw. zu Anschaffungskosten, gekürzt um notwendige Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, angesetzt. Kurzfristige Forderungen in Fremdwährungen werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten und Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Nennwerten aktiviert. Bankguthaben in Fremdwährungen (hier USD) werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2023 bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Die Pensionsrückstellungen werden nach den Bestimmungen des § 253 HGB unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach der Projected Unit Credit Method mit einem Rechnungszinssatz von 1,83 % p.a. ermittelt. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 3,25 %, die jährlichen Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze mit 3,00 % sowie die jährliche Rentenanpassung mit 2,25 % in den Folgejahren entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Es wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. In 2016 wurde gemäß der zu diesem Zeitpunkt gültigen Annahme der durchschnittliche Marktzinssatz der letzte sieben Jahre angesetzt. In Höhe des rechnerischen Unterschiedsbetrags von TEUR 92 besteht nach § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre. Die Sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrages dotiert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag mit laufzeitadäquatem Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (Bundesbankzins) vorgenommen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodels gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter der Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,00 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,25 % zugrunde gelegt. In der Rückstellung für Altersteilzeit werden alle Mitarbeiter berücksichtigt, die einen unterschriebenen Altersteilzeitvertrag mit der Gesellschaft haben. Zukünftige potenzielle Anwartschaften werden nicht berücksichtigt, da die tarifvertraglichen Verpflichtungen bereits mit den laufenden Altersteilzeitverträgen erfüllt sind und keine weiteren Verpflichtungen bestehen. Die Rückstellungen enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Gewährleistungsverpflichtungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlichen im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Zum 31. Dezember 2023 wurde die im Geschäftsjahr 2023 ermittelte durchschnittliche Nachlaufzeit von 9,2 Monaten zwischen garantiebehaftetem Umsatz und Reklamation berücksichtigt. Zurückgestellt wurde der Garantieaufwand des Geschäftsjahres anteilig für diese Dauer in Höhe von TEUR 245. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. 3 Fremdwährungsumrechnung Fremdwährungstransaktionen werden mit den Tageskursen gebucht. Zum Bilanzstichtag werden gemäß § 256a HGB die Fremdwährungsforderungen sowie die Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2023 umgerechnet. Die sich daraus ergebenden Kursgewinne oder -verluste sind in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. 4 Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang wiedergegeben. Der Anteilsbesitz stellt sich wie folgt dar:
* Eigenkapital und Ergebnis per 31.12.2023;
Ergebnisse ggf. vor Ergebnisabführung
Über die PP AWG GmbH, Ballendorf, ist die LUKAS mittelbar an der AWG Fittings GmbH beteiligt. Mit der AWG Fittings GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, das Ergebnis vor Ergebnisabführung der AWG Fittings GmbH beträgt TEUR 6.868. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Gesellschafter entfallen mit TEUR 1.881 (Vj. TEUR 1.851) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit TEUR 13.749 (Vj. TEUR 8.368) auf sonstige Forderungen. Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 116.440 (Vj. TEUR 116.440). Die Kapitalrücklage im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt insgesamt TEUR 107.634 (Vj. TEUR 107.634). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Versorgungsverpflichtungen beruhen auf der Ruhegeldordnung vom 13. November 1991 und deren Ergänzungen sowie auf Einzelzusagen gegenüber leitenden Angestellten. Ergänzend hierzu wurde mit Wirkung vom 14. Februar 2000 eine neue Ruhegeldordnung erlassen. Die Pensionsverpflichtungen nach der Ruhegeldordnung vom 13. November 1991 und die Einzelzusagen sowie die Pensionsverpflichtungen nach der Ruhegeldordnung vom 14. Februar 2000 wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinssatz von 1.83 % p.a. (Vj. 1.79 %) und auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 3,25 % p.a. und ein Rententrend von 2,25 % p.a. angenommen. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung bestehen Rückdeckungsversicherungen, die dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt auf Grundlage der Tafel DAV 2004 R-B10 zum beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 167 (Vj. TEUR 174); dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Es ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang in Höhe von TEUR 12.017 (Vj. TEUR 12.869), der unter den Rückstellungen erfasst wird. Der grundsätzlich ausschüttungs- aber nicht abführungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Altersversorgungsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren und dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 496). Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit TEUR 98 (Vj. TEUR 40), Tarifliches Zusatzgeld TEUR 78 (Vj. TEUR 198), Urlaubsansprüche TEUR 156 (Vj. TEUR 154), Berufsgenossenschaft TEUR 59 (Vj. TEUR 54), Gleitzeitüberhänge TEUR 113 (Vj. TEUR 98), Provisionen TEUR 172 (Vj. TEUR 130), Gewährleistung TEUR 245 (Vj. TEUR 201), Inflationsausgleichsprämie TEUR 109 (Vj. TEUR 0), Rechts- und Beratungskosten TEUR 123 (Vj. TEUR 146), Rückstellungen für Kundenboni TEUR 26 (Vj. TEUR 59), Rückstellungen für unterwegs befindliche Ware TEUR 37 (Vj. TEUR 37), Patentkosten TEUR 40 (Vj. TEUR 30), Abnahmeverpflichtungen TEUR 52 (Vj. TEUR 51) und ausstehende Rechnungen TEUR 17 (Vj. TEUR 29). Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersteilzeit besteht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertetes Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 384, das mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet wird. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel:
Sämtliche Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Grundpfandrechtlichte Sicherheiten bestehen nicht. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 477 (Vj. TEUR 316) eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 73.000 (Vj. TEUR 73.000) eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben in Höhe von TEUR 46.054 (Vj. TEUR 46.054) eine Laufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren, die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Trotz der formalrechtlich kurzfristig fälligen Darlehen stehen diese dem Unternehmen nach Einschätzung der Geschäftsführung tatsächlich längerfristig zur Finanzierung zur Verfügung und werden, wie auch in den Vorjahren, verlängert werden. Grundpfandrechtlichte Sicherheiten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 106.569 (Vj. TEUR 101.947) Verbindlichkeiten aus Darlehen, mit TEUR 341 (Vj. TEUR 338) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 198 (Vj. TEUR 97) Verbindlichkeiten aus Zinsen sowie mit TEUR 1.132 (Vj, TEUR 3.322) sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren mit TEUR 64.898 (Vj. TEUR 36.074) aus der Ergebnisabführung des Berichtsjahres sowie aus Vorjahren abzüglich getätigter Vorauszahlungen. 5 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar:
Aufgliederung des Gesamtumsatzes nach geografischen Bereichen:
Der Auslandsumsatz gliedert sich nach Kontinenten wie folgt:
Materialaufwand Der Materialaufwand des Geschäftsjahres 2023 (vor Bestandsveränderungen) gliedert sich in:
Personalaufwand Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2023 setzt sich wie folgt zusammen:
Periodenfremde und außerordentliche Erträge und Aufwendungen Im Geschäftsjahr gab es keine periodenfremden oder außerordentlichen Erträge oder Aufwendungen. Währungskursgewinne und -verluste Währungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung von operativen Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden in Höhe von TEUR 69 (Vj. TEUR 39) in den Sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. werden in Höhe von TEUR 78 (Vj. TEUR 70) in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 6 Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Mitarbeiterzahl Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter beträgt 127 ; davon drei Auszubildende.
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Mit der IDEX Europe GmbH, Erlangen, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Gesellschaft ist verpflichtet, ihre Gewinne an die IDEX Europe GmbH abzuführen, die andererseits Verluste der Gesellschaft zu übernehmen hat. Ebenfalls bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit den Tochtergesellschaften Richter Chemie-Technik GmbH, iPEK International GmbH, Melles Griot GmbH, SFC König GmbH, ABEL GmbH und thinXXS Microtechnology GmbH sowie der Enkelgesellschaft AWG Fittings GmbH. Wesentliche, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte haben nicht bestanden. Honorar des Abschlussprüfers
Zusammensetzung der Organe Geschäftsführer sind: Herr Fabio Ferrari, Hausen, Kaufmann Herr William Grogan, Elmhurst, Illinois/USA, Kaufmann (bis 22. September 2023) Frau Jenna Myszak, Downers Grove, Illinois/USA, Kauffrau Herr Keith Miller, Ocala, Florida/USA, Kaufmann (ab 22. September 2023) Alle Geschäftsführer erhalten keine unmittelbare Vergütung von der Lukas Hydraulik GmbH. Angaben zum Konzernabschluss Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der IDEX Europe GmbH, Erlangen. Diese wiederum ist Tochtergesellschaft der IDEX CORPORATION mit Sitz in Northbrook, Illinois, USA, die als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss aufstellt. Die LUKAS Hydraulik GmbH bzw. die IDEX Europe GmbH werden nach den Regeln der Vollkonsolidierung einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist zugleich befreiender Konzernabschluss nach § 292 HGB in Verbindung mit §§ 1 ff. KonBefrV und in deutscher Sprache beim elektronischen Bundesanzeiger erhältlich. Die im befreienden Konzernabschluss angewandten und den Erläuterungen im Konzernlagebericht zugrunde liegenden Bilanzierungsgrundsätze weichen von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätzen nach deutschem Recht im Wesentlichen wie folgt ab: Die Bilanzierung der Pensionsrückstellungen erfolgt als Barwert der Verpflichtung zum Bilanzstichtag zuzüglich etwaiger in Folgeperioden zu berücksichtigender versicherungsmathematischer Gewinne abzüglich des am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Bei der Berechnung des Barwerts sind künftige Rentenanpassungen sowie Schätzungen über Fluktuationen von Arbeitnehmern zu berücksichtigen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich als Differenz zwischen der am Anfang der Periode ermittelten Soll-Rückstellung und der Ist-Rückstellung am Periodenende ergeben, werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Der Diskontierungssatz orientiert sich an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung zum Teilwert nach den in diesem Anhang beschriebenen Grundsätzen. Innerhalb der Sonstigen Rückstellungen werden Aufstockungsbeträge von Altersteilzeitrückstellungen insoweit berücksichtigt, als diese auf die künftige Freistellungsphase entfallen und diese durch die Vorleistung des Arbeitnehmers bereits anteilig verdient sind. Hierzu wird eine Quote aus dem Verhältnis der tatsächlich geleisteten Dienstzeit seit Vertragsabschluss bis zum Bilanzstichtag zur gesamten Zeit von Vertragsabschluss bis zum Ende der Arbeitsphase gebildet und hiermit die Rückstellung gewichtet. Nutzungsrechte und Verpflichtungen aus Leasingverträgen werden üblicherweise in der Bilanz des Leasingnehmers erfasst. Nachtragsbericht Bedeutsame Vorgänge, welche die übliche Geschäftstätigkeit erheblich beeinflussen, sind nach Schluss des Geschäftsjahres bisher nicht eingetreten.
Erlangen, den 31. Januar 2025 Die Geschäftsführung: Fabio Ferrari Jenna Myszak Keith Miller Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LUKAS Hydraulik GmbH, Erlangen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LUKAS Hydraulik GmbH, Erlangen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LUKAS Hydraulik GmbH, Erlangen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Nürnberg, den 31. Januar 2025 Deloitte
GmbH
Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer Andreas Kiefer, Wirtschaftsprüfer |
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