Materion Advanced Materials Germany GmbH
Borsigstraße 10, 63755 Alzenau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulrich Blankenstein seit 12.5.2023 | Geschäftsführer |
Alexandra Helmerich seit 23.11.2020 | Prokura |
Carl Christoph Stahr seit 14.5.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Materion Netherlands B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Materion Advanced Materials Germany GmbHAlzenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhalt Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2024 Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Im Rahmen eines Asset Deals, der am 28. Februar 2017 finalisiert wurde, hat die Materion Advanced Materials Germany GmbH das "Heraeus Target Business" von der Heraeus Holding GmbH erworben. Das operative Geschäft wurde dadurch am 1. März 2017 von der Materion Advanced Materials GmbH begonnen. Im Rahmen dieses Asset Deals, sind dann die mit dem Bereich zusammenhängenden Vermögenswerte und Schulden sowie teilweise auch Mitarbeiter auf die Materion Advanced Materials GmbH übergegangen. Aus dem Asset Deal entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.660. Registerinformationen Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 ist die Gesellschaft unter der Firma Materion Advanced Materials Germany GmbH im Handelsregister von Hanau unter HRB Nr. 95849 eingetragen. Mit Eintragung im 14. Mai 2018 wurde der Wechsel des Unternehmenssitzes von Hanau nach Alzenau und damit die Änderung des Gesellschaftsvertrags beschlossen. In Folge dieses Wechsels ist die Gesellschaft nun im Handelsregister von Aschaffenburg unter HRB Nr. 14683 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen der Vorräte dargelegt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,00 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der 10-jährige durchschnittliche Marktzinssatz von 1,82 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Der Rechnungszinssatz auf Basis des 7-Jahres-Durchschnitts beträgt 1,74 %. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 4,5 % berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften sowie abgegebener Garantien. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Für die Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtung wurde ein Rechnungszinssatz von 1,74 % zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Geschäfts- und Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Für den Firmenwert des im Jahr 2017 übernommenen Geschäftsbereiches der Heraeus Deutschland GmbH wird eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt, da die beobachtbaren Lebenszyklen in der Targetindustrie eine solche Annahme rechtfertigen. Der Markt für Target-Produktgruppen unterliegt wegen der kleinen Zahl von Anbietern und der hohen Markteintrittsbarrieren vergleichsweise geringen Schwankungen, wodurch mit einer tendenziell geringen Nachfrageveränderung auszugehen ist. Die Materion Advanced Materials Germany GmbH hält 100% der Geschäftsanteile an der Materion Brush GmbH in Stuttgart, welche mit Vertrag vom 21.12.2018 von der Materion Advanced Materials Technologies and Services Netherlands B.V. in die Kapitalrücklage eingebracht wurden. Der bilanzierte Wert der Anteile beträgt TEUR 11.310 (Vorjahr TEUR 11.310). Seit 31.12.2020 hält die Materion Advanced Materials Germany GmbH 100% der Geschäftsanteile an der Optics Balzers Jena GmbH in Jena sowie der Optics Balzers GmbH in Eschborn, welche beide mit Vertrag vom 30.12.2020 von der Optics Balzers AG in Liechtenstein gegen Darlehen erworben wurden. Der bilanzierte Wert der Anteile beträgt für die Optics Balzers Jena GmbH TEUR 35.994 (Vorjahr TEUR 33.970) /Umgliederung IC Darlehen) und für die Optics Balzers GmbH TEUR 1.912 (Vorjahr TEUR 1.912). Mit Verschmelzungsvertrag vom 25.08.2023 wurde die OB Eschborn (übertragende Gesellschaft) im Rahmen eines Sidestream-Mergers auf die OB Jena (übernehmende Gesellschaft) verschmolzen. Es ergibt sich ein bilanzierter Wert der Anteile nach Verschmelzung von TEUR 35.882. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.104 / Vorjahr TEUR 1.100) sowie die zwei kurzfristige Darlehen nebst Zinsen (TEUR 28.297 / Vorjahr TEUR 13.196). Die Darlehenszinsen können unsererseits jederzeit fällig gestellt werden und werden deshalb als kurzfristige Forderung ausgewiesen. Des Weiteren enthalten sind Forderungen aus Gewinnabführungen in Höhe von TEUR 2.591 (Vorjahr TEUR 4.105). Diese beinhalten die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2023 der Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind zum Bilanzstichtag eine Umsatzsteuerforderung in Höhe von TEUR 440 (Vorjahr TEUR 514) gegen das Finanzamt enthalten sowie Debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 168 (Vorjahr TEUR 637). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Vorauszahlungen für Versicherungen sowie Gebühren im Zusammenhang mit Edelmetallleihen. Aktive Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Unterschieden in der Bewertung zwischen handels- und steuerrechtlichem Ansatz der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. Der Berechnung aktiver latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 30,88 % zugrunde gelegt. Die aktivierten latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.570 (Vorjahr TEUR 1.576) unterliegen gem. § 268 Abs. 8 S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 151 (Vorjahr TEUR 677) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die Pensionszusagen sind vollständig durch Rückstellungen erfasst. In der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden folgende zu beizulegenden Zeitwerten bewertete Vermögensgegenstände mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB: 2023:
2022:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni, Urlaubsansprüche, Sondervergütungen, Abfindungen, Tantiemen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Gewährleistungsansprüche, ausstehende Lieferantenrechnungen und Jubiläumsansprüche gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 49,5 Mio. (Vorjahr EUR 49,9 Mio.), entfallen EUR 49,1 Mio. (Vorjahr EUR 49,6 Mio.) auf Darlehen und TEUR 360 (Vorjahr TEUR 264) auf Lieferungen und Leistungen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 10.401 (Vorjahr TEUR 10.401) durch eine Rangrücktrittserklärung gesichert.
Entwicklung der latenten Steuern Die aktiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:
Die Latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen HGB und Steuerrecht. Bei der Berechnung der Latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 30,88 % zugrunde gelegt, welcher sowohl die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag als auch die Gewerbesteuer beinhaltet. Die Aktiven Latenten Steuern in Höhe von 1.570 TEUR (Vorjahr TEUR 1.576) entfallen in Höhe von 117 TEUR (Vorjahr TEUR 99) auf den Unterschied aus der Bewertung des Firmenwertes sowie in Höhe 1.429 TEUR (Vorjahr TEUR 1.449) auf Bewertungsunterschiede in den Pensionsrückstellungen und 23 TEUR (Vorjahr TEUR 28) aus Bewertungsunterschieden in den Jubiläums- und Altersteilzeit-Rückstellungen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAufgliederung der Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr TEUR 437) Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen Seit dem Jahr 2019 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Materion Brush Germany GmbH, Stuttgart. Im Geschäftsjahr 2023 erzielt die Materion AMG GmbH einen Ertrag aus dieser Gewinnabführung in Höhe von TEUR 278 (Vorjahr TEUR -108). Seit dem Jahr 2021 besteht zudem ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Optics Balzers Jena GmbH. Die Materion AMG GmbH weist im Geschäftsjahr 2023 einen entsprechenden Ertrag in Höhe von 1.441 TEUR (Vorjahr TEUR 4.106) aus. Anteilsbesitz
Mit allen Beteiligungsunternehmen bestehen Ergebnisabführungsverträge. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 498 (Vorjahr TEUR 867) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten. Finanzergebnis In den Zinserträgen sind Zinsen für Darlehen an die Optic Balzers Jena GmbH in Höhe von 5 KEUR enthalten. In den Zinsaufwendungen sind Zinsen für bezogene Kredite von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.487 (Vorjahr TEUR 616) ausgewiesen. Für Pensionen und sonstige Rückstellungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 156 (Vorjahr TEUR 151) eingestellt. Sonstige Angaben Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.v. § 258 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz enthalten sind und auch nicht nach § 251 HGB oder § 258 Nr. 3 HGB anzugeben sind, setzen sich wie folgt zusammen: Finanzielle Verpflichtungen für:
Die Leasingverträge betreffen den Fuhrpark, wobei es sich um sog. Operating-Lease Verträge handelt, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil liegt in der vergleichsweise geringeren Kapitalbindung zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, hierzu gibt es derzeit allerdings keine Anzeichen. Derivative Finanzinstrumente Für Edelmetallgeschäfte werden durch die Gesellschaft Termingeschäfte zum erwarteten Auslieferungszeitpunkt getätigt. Dadurch werden vergleichbare Risiken von Vermögensgegenständen, Schulden und Finanzinstrumenten zusammengefasst. Die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme gleichen sich aus. Die Bewertung zum 31.12.2023 ergab keine Indikation für drohende Verluste, weshalb keine Rückstellung gebildet wurde. Der Gesamtbetrag der Termingeschäfte betrug TEUR 4.419 (Vorjahr TEUR 11.814). Geschäftsführung Herr Ulrich Blankenstein, Vice President, Strategy & Execution (seit 05. April 2023) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Organbezüge unterbleibt, unter Anwendungen des § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Die Anteile an der Materion Advanced Materials Germany GmbH werden unmittelbar zu 100 % von der Materion Advanced Materials Technologies and Services Netherlands B.V., Amsterdam/Niederlande, gehalten. Damit ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen der Materion Corporation, Mayfield Heights/USA, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt, in den die Materion Advanced Materials Germany GmbH einbezogen wird. Der Abschluss der Konzernmutter ist am Sitz der Mutter oder unter http://www.materion.com einsehbar. Die Konzerngesellschaft ist an der NYSE registriert unter dem Kürzel "NYSE MTRN". Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr TEUR 40) wurde insgesamt für Abschlussprüfungsleistungen in Anspruch genommen. Nachtragsbericht Nach dem 31. Dezember 2023 ergaben sich keine Vorgänge, die eine Auswirkung auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 hatten.
Alzenau, 14. November 2024 Geschäftsführung Uli Blankenstein Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Materion Advanced Materials Germany GmbH (kurz: Materion AMG) hat am 28. Februar 2017 im Rahmen der Übernahme (Asset Deal) des Target Geschäfts der Heraeus Deutschland GmbH (Hanau) erworben. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 wurden neue Räumlichkeiten in Alzenau bezogen. Die Materion Advanced Materials Germany GmbH ist als Target-Hersteller weltweiter Lieferant für Werkstoffe zur Beschichtung von Oberflächen in der Halbleiter-, Display-, Glas- und Photovoltaikindustrie. Die Metallprodukte der Materion AMG werden je nach Anwendungsbereich aus Edelmetallen und Nicht-Edelmetallen gefertigt. Es wird eine breite Produktpalette verschiedener Target-Formen und verschiedener Metalle und Metalllegierungen angeboten. Die Materion Advanced Materials Germany GmbH ist ein Teil der Advanced Materials Gruppe des Materion Konzerns, welcher auf die Produktion von Spezial-Chemikalien und -Metallprodukten fokussiert ist. Die Produkte werden in Halbleiter-/Glasindustrie, Optik und drahtlose Kommunikation in den Bereichen Unterhaltungselektronik, Industriekomponenten und Telekommunikationsinfrastruktur als Endmärkte eingesetzt. Der Großteil der hierfür gefertigten Targets gemessen am Umsatz sind Edelmetalltargets. Die Produkte der Gruppe werden direkt von den Produktionsstätten in USA, Asien und Europa sowie durch Direktvertriebsbüros und unabhängige Handelsvertreter weltweit vertrieben. Als in der Wertschöpfungskette vorgelagerter Materiallieferant werden Veränderungen in der Endverbrauchernachfrage aufgrund von Produktionszeiten, Schwankungen von Lagerbeständen und der Entwicklung und dem Einsatz neuer Produkte, nicht notwendigerweise im gleichen Zeitraum in den Umsätzen reflektiert. In Hinblick auf den Gesamtumsatz ist zudem zu berücksichtigen, dass dieser von volatilen Edelmetallpreisen beeinflusst wird. 2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft beschäftigt sich kontinuierlich mit der Weiterentwicklung bestehender und innovativer Beschichtungsmaterialien, verbundenen Produktionsprozessen, mit der Entwicklung neuer Verfahrenstechniken sowie der kontinuierlichen Optimierung von Prozessen entlang der Wertschöpfungskette. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Lage wurde im Jahr 2023, wie schon im Vorjahr, durch die Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie weltweit steigende Inflationsraten und Zinsen belastet. Ein wesentlicher Einfluss ging von den stark gestiegenen Rohstoffpreisen aus. Die drastisch gestiegenen Gas- und Strompreise hatten sich aufgrund von Förderungen der Bundesregierung im Jahr 2023 normalisiert. Die politische Lage ist weiterhin ein großer Einflussfaktor. Die Notenbanken, vor allem die FED, aber auch die EZB haben im Jahr 2023 die Zinsen weiter angehoben, sowie umfangreiche staatliche Maßnahmen in verschiedenen Ländern und weitere Einflussfaktoren stabilisieren die wirtschaftliche Entwicklung. Ende des Jahres 2023 lag der Leitzins in der Europäischen Union bei 4,00% und in den USA bei 3,75% bis 4,00%. Insgesamt ist eine Abschwächung der weltweiten Wirtschaft zu verzeichnen. Es gab nach der Pandemie einige anhaltende Trends, die positiv für die Absatzmärkte von Materion waren, dazu zählte u.a. eine hohe Nachfrage nach Microelektronik und Halbleitern. Im Jahr 2023 hielt die Nachfrage weiter an. 2. Geschäftsverlauf und Lage Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 beinhaltete den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2023. Vermögenslage Die Vorräte zum Bilanzstichtag sanken um EUR 3,6 Mio. von EUR 11,3 Mio. auf EUR 7,7 Mio., wobei der Bestand an Fertigerzeugnissen aufgrund von nicht versendeten auftragsbezogenen Erzeugnissen um EUR 1,3 Mio. auf 2,7 Mio. anstieg (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.). Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sanken von EUR 7,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 2,0 Mio. und machten den größten Teil der Veränderung im Vorratsvermögen aus. Die Unfertigen Erzeugnisse stiegen nur gering von EUR 2,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 2,9 Mio.. Insgesamt wurden alle Bestände in Konsignationslagern und im Hause entsprechend der Auftragslage vorgehalten und spiegeln somit zugleich den Januar wider. Das Anlagevermögen hat sich von EUR 10,9 Mio. in 2022 auf EUR 10 Mio. in 2023, im Wesentlichen aufgrund der planmäßigen Abschreibungen und geringeren Investitionen, reduziert. Die Höhe der Investitionen in Maschinen und Anlagen lag im Geschäftsjahr bei 788 TEUR. Die Restrukturierung im Personalbereich war ein wesentlicher Effekt 2018. Die Rückstellungen für Restrukturierung verringerten sich in 2022 aufgrund von Auszahlungen um TEUR 116. Diese Rückstellungen bestehen jedoch teilweise auch noch in den Bilanzen der Folgejahre. Es sind Zahlungen aus diesem Bereich bis in das Jahr 2025 zu erwarten, aufgrund von anhängigen Gerichtsverfahren und wirksam geschlossenen Abfindungsregelungen. Durch die Bildung der Rückstellungen sind diese jedoch aufwandsneutral. Finanzlage Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich im Jahr 2023 auf EUR 49,5 Mio .. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um ein langfristiges Darlehen gegenüber einer Intercompany Gesellschaft in Höhe von EUR 35,8 Mio. für die Unternehmensakquisition der Optics Balzers Gruppe sowie bestehende Intercompany Darlehen, die einen kurzfristigen Charakter haben. Alle zur Verfügung gestellten Kreditlinien (außer der zur Finanzierung des Unternehmenserwerbs in Höhe von EUR 35,8 Mio.) haben kurzfristigen Charakter. Dementsprechend ist die Gesellschaft auch über das Jahr 2023 hinaus noch auf die Finanzierungsbereitschaft der Muttergesellschaft (Materion Advanced Materials Technologies and Services Netherlands B.V.) angewiesen. Von der Konzernmutter Materion Corporation, Mayfield Heights/USA wurde eine Patronatserklärung bis 31. Dezember 2024 ausgesprochen. Die Entwicklung unseres Cash-Flows hat sich in 2023 gegenüber den Vorjahren, wie schon in 2022, weiter verbessert. So waren wir insgesamt weniger auf Darlehen angewiesen und konnten diese während des Jahres teilweise tilgen. Es bestehen weiterhin Intercompany-Darlehen, aber es wurde ein Kreditrahmen für einen Revolverkredit über maximal EUR 6,0 Mio. bei der Bank of America eingerichtet. Der Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit betrug EUR 19,3 Mio.. Der Finanzierungsbedarf ist durch das laufende Geschäft begründet. Dieses Working Capital ist im Vorratsvermögen für laufende und anstehende Aufträge sowie in den offenen Forderungen gegenüber Kunden gebunden. Einen wesentlichen Einfluss hatten die Rohstoffpreise, die im Jahr 2023 auf anhaltend hohem Niveau und nochmals gestiegen waren gegenüber 2022 und 2021. Zudem betrug der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit EUR -0,8 Mio. und spiegelt Investitionen in den Produktionsbereich wider. Der Bestand der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag des laufenden Geschäfts sank gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,7 Mio. auf EUR 0,6 Mio.. Der Bestand an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag liegt bei TEUR 581. Ertragslage Für 2023 wies Materion einen Umsatz i.H.v. EUR 99,2 Mio. aus, das ist ein Umsatzrückgang im Vergleich zu 2022 um EUR 5,1 Mio. oder 4,9%. Dies ist im Wesentlichen auf den Einfluss des Edelmetallgeschäfts zurückzuführen. Einerseits sanken die Stückzahlen für bestimmte Edelmetallprodukte, andererseits stiegen die Preise zugleich stark, wodurch sich der Effekt aus dem Rückgang verstärkt. Der Edelmetallumsatz im Jahr 2023 betrug durchschnittlich ca. EUR 5,3 Mio. pro Monat. Zum Vergleich hatten wir im 2022 einen Edelmetallumsatz von ca. EUR 5,9 Mio. pro Monat. Dies ist teilweise auch durch die gestiegenen Edelmetallmarktpreise begründet. Zudem konnte Materion den eigentlich wertschöpfenden Anteil seines Umsatzes (nämlich den sogenannten Value Added-Umsatz) um ca. EUR 2,1 Mio. im Jahr 2023 steigern. Dies ist die fünfte Steigerung in Folge. Dieser Umsatz ist für Materion der eigentliche Messwert. Von der Kostenseite operierte Materion im Jahr 2023 auf gleichem Kostenniveau wie im Vorjahr. Der Materialeinsatz blieb auf hohem Niveau aufgrund der Marktpreise des Edelmetalls. Die Materialaufwandsquote lag im Jahr 2023 mit 74,7 % auf gleichem Niveau wie auch schon im Vorjahr 2022. Der Materialaufwand lag bei EUR 77,2 Mio. und der Personalaufwand für die durchschnittlich 110 Mitarbeiter bei EUR 8,4 Mio.. Während der Materialaufwand im Wesentlichen entsprechend den Umsätzen sank, erhöhte sich der Personalaufwand durch Neueinstellungen und Tariferhöhungen. Im Geschäftsjahr 2023 kann ein Gewinn nach Steuern in Höhe von EUR 5,0 Mio. ausgewiesen werden, was einer Reduzierung gegenüber dem Vorjahr von EUR 2,6 Mio. entspricht. Etwa EUR 3,3 Mio. des Gewinns vor Steuern wurde durch Materion selbst erwirtschaftet und EUR 1,7 Mio. wurden durch die Organgesellschaften erwirtschaftet. Insgesamt kann man sagen, dass das Geschäftsjahr 2023 gut abgeschlossen hat. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf nachfolgenden drei Kennzahlen:
Die Umsatzrentabilität ist mit 6,2% im Jahr 2023 positiv, jedoch ein Rückgang gegenüber 2022. Der Umsatz je Mitarbeiter sank im Jahr 2023 und gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 901,7 und entsprach somit den Erwartungen. Die Prognose für 2024 ist eine Umsatzrentabilität zwischen 5% und 9%, abhängig von den zufließenden Ergebnissen aus den Ergebnisabführungsverträgen. Dementsprechend erwartet Materion ein Betriebsergebnis von EUR 5 Mio. bis EUR 9 Mio. Derzeit wird ein Umsatz pro Mitarbeiter von circa TEUR 930 erwartet. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Fokus unserer Tätigkeit als Sputter Target Unternehmen steht das Qualitätsmanagement, welches nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert ist. 5. Gesamtaussage Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als befriedigend bezeichnet werden. Insgesamt blieb die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2023 gegenüber 2022 auf gleichem Niveau, obwohl der Umsatz leicht zurück ging. Es konnte das dritte Jahr in Folge ein Jahresüberschuss vor Einbeziehung der Ergebnisse aus Ergebnisabführungsverträgen erreicht werden. Der Jahresüberschuss 2023 beträgt TEUR 5.010. Darin enthalten sind Ergebnisse aus dem Ergebnisabführungsverträgen mit Materion Brush Germany und den deutschen Gesellschaften der Optics Balzers Gruppe in Höhe von TEUR 1.720. Zugleich wurde aufgrund des guten Geschäftsverlaufs die Finanzlage weiter verbessert. Insgesamt kann man sagen, dass das Geschäftsjahr 2023 gut abgeschlossen hat. IV. Chancen- und Risikobericht Die nachfolgende Darstellung gilt für die Materion Advanced Materials Germany GmbH als Teil des Materion Konzerns. Integriertes Chancen- und Risikomanagementsystem Die Materion hat ein integriertes Risikomanagementsystem damit Risiken systematisch frühzeitig erkannt, standardisiert erfasst, bewertet, gesteuert und überwacht sowie die nachhaltige Sicherung der Unternehmensexistenz gewährleistet werden. Integrale Bestandteile sind das Risikomanagement, die Konzernrevision sowie das Controlling- und Compliance-Management. 1. Risiken Materion ist als weltweit tätiger Lieferant von der konjunkturellen Entwicklung in der Eurozone oder der Abschwächung der volkswirtschaftlichen Lage einzelner Länder abhängig. Fundamentale Veränderungen hätten Auswirkungen auf die Gewinnerwartungen. Materion beobachtet intensiv die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Länder und Regionen, um auf negative Entwicklungen möglichst frühzeitig reagieren zu können. Insgesamt positiv wirkt sich dabei die weltweite Marktpräsenz aus, die geografisch begrenzte Krisen in ihren Auswirkungen reduziert. Als Hersteller von Sputter-Targets ist Materion Vorlieferant, dadurch zeigen sich Krisen und Negativtrends erst nachgelagert. Die Materion begegnet den sich hieraus ergebenden Risiken unter anderem durch Beobachtung des weltweiten und lokalen Verlaufs und dessen Einfluss auf die Märkte, um Maßnahmen daraus abzuleiten. Das Risiko von Schwankungen in Metallzinsen bzw. Terminabschlägen ist als mittel, die Auswirkung auf das Unternehmen ebenfalls als mittel einzustufen. Ein Teil der Edelmetallfinanzierung wird stets durch fixierte Zinssätze über mehrere Monate abgesichert, während der verbleibende Teil variabel verzinst finanziert wird, um Chancen zu nutzen und flexibel zu sein. Insgesamt wird ein ausgewogenes Finanzierungskonzept bestehend aus Banken, Intercompany-Darlehen und Händlerfinanzierung für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft genutzt. Die in den Abnehmerbranchen der Materion anhaltende Unsicherheit bei der Nachfrage führt bei Materion zudem zu Schwierigkeiten in der Planung. Je nach Abnehmerbranche kommt es einerseits zur Verkürzung der Vorlaufzeiten für Bestellungen durch Kunden, andererseits werden Aufträge verschoben, wodurch die Produktionsplanung erschwert wird. Materion begegnet dem mit Anpassung der Kapazitäten, um jedoch künftige Rückgänge kompensieren zu können auch mit Einsparmaßnahmen. Ein negativer Einfluss auf die liquiden Mittel ist derzeit jedoch nicht zu verzeichnen. Die im Jahr 2022 noch hohen Energiekosten haben sich im Jahr 2023 teilweise umgedreht. Die Knappheit an Vorprodukten spiegelt sich in gestiegenen Erzeugerpreisen wider. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Kosten für Vorleistungsgüter im Juni 2022 um 22,3 Prozent gestiegen, die Energiepreise sogar um 86,1 Prozent. Sollte die konjunkturelle Entwicklung besser verlaufen als prognostiziert, so ergeben sich hieraus zusätzliche Absatzchancen. Risiken hinsichtlich einer Bedrohung der Marktposition und Wettbewerbsvorteilen für das bestehende Produktportfolio begegnet Materion durch ständige Weiterentwicklung der Produkte. Des Weiteren tragen intensive Kundenbeziehungen, der Aufbau von Großkunden und die Qualifizierung von zusätzlichen Lieferanten für Schlüsselprodukte zur Risikominimierung bei. Marktchancen können weiterhin aus Technologien und Trends entstehen. Ständig werden daher die Entwicklungen in der Branche untersucht und auf ihre Auswirkung hin analysiert. Direkte Abhängigkeiten von Schlüsselbranchen wie z.B. der Automobilindustrie bestehen für Materion nicht. Jedoch setzt sich auch 2023 ein sehr positiver Einfluss durch das Geschäft im Bereich Semiconductor fort. Dies wird auch durch den Bedarf an Halbleitern aus der Automobilindustrie gestützt. Im Jahr 2023 wurden von Marktführern auch neue Halbleiterproduktionsstätten in Europa geplant, wovon einige im Jahr 2024 jedoch Abstand nehmen. Das Wachstumspotential für zukünftige Jahre wird somit langsamer steigen. Die Vermeidung von Produktionsrisiken ist für Materion von zentraler Bedeutung. Schwächen im Produktionsprozess können zu Qualitätsmängeln, Auslieferschwierigkeiten, Vertragsstrafen, Produkthaftungsfällen etc. führen. Diesen Gefahren wird durch Qualitätskontrollen, Qualitätsmanagementsysteme, Weiterbildungsprogrammen begegnet. Flankierend werden vertragliche Regelungen mit Lieferanten hinsichtlich Qualitätsmängeln sowie vereinzelt das Vorhalten von Sicherheitsbeständen, um die Lieferfähigkeit an Kunden zu gewährleisten, vorgenommen. Unter finanziellen Risiken werden u.a. Risiken, die durch den Ausfall (Konkurs) wichtiger Vertragspartner entstehen (Verluste oder entgangene Gewinne) sowie Risiken, verursacht durch Veränderungen der Währungen, wenn Rechnungen in Fremdwährung fakturiert werden, oder auch Liquiditätsrisiken, welche die eigene Zahlungsfähigkeit gefährden, zusammengefasst. Das Risiko der möglichen Ausfälle von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist als gering einzustufen. Die Materion Advanced Materials Germany GmbH arbeitet vorwiegend mit renommierten Konzernen und Unternehmen zusammen, die nach Bonitätsgesichtspunkten sorgfältig ausgesucht werden und zudem den größten Teil des Produktionsmaterials vorfinanzieren. Potenzielle geschäftstypische Risiken, insbesondere Kursschwankungen der Edelmetalle, werden durch Preissicherung und punktuell durch Sicherungsgeschäfte kompensiert. Die Gesellschaft ist hinsichtlich der Liquidität im Jahr 2023 gut aufgestellt aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs. Dennoch kann auf die finanzielle Unterstützung der Konzernmutter zurückgegriffen werden. Das Risiko von Ausfällen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist gering. Risiken aus Complianceverstößen wie bspw. kartellrechtliche Vorschriften, Exportkontrollvorschriften, Arbeits- und Umweltschutzvorschriften oder auch strafrechtliche Vorschriften, können sowohl für Materion als auch für die Mitarbeiter erhebliche Folgen haben. Die Einhaltung von Vorschriften wird durch kontinuierliche Schulung der Mitarbeiter als auch Audits fortlaufend überprüft und überwacht. Materion kommt zur Einschätzung, dass ein geringes Risiko bezüglich Compliance- Verstöße besteht. 2. Chancen Identifizierte Potenziale werden in der Planung der Gesellschaft weiterhin fortwährend berücksichtigt, um eintretende Marktchancen zeitnah nutzen zu können. Diese ergeben sich insbesondere daraus, dass neue Märkte erschlossen werden und das Netzwerk an internationalen Kunden stetig erweitert wird. Dabei wird weiterhin gezielt in den Vertrieb und die Kundenbeziehung investiert. Hier kann angeführt werden, dass es im Jahr 2024 erste Projekte aus dem Feld Grüner Wasserstoff gibt. Durch ein konsequentes Kostenmanagement besteht die Möglichkeit den Standort profitabel zu betreiben. Die Ertragslage ist gut. Auch im Jahr 2023 kann Materion seine Markt- und Umsatzanteile in den Kernsegmenten weiterhin ausbauen. Neue Kunden werden gewonnen und Geschäft mit bestehenden Kunden kann erweitert werden. Dabei verschiebt sich das Geschäft zugunsten des Semiconductor-Marktes und Display-Marktes. V. Prognosebericht Die hohe inhärente Volatilität der Edelmetallpreise, verbunden mit den vorherrschenden Krisenherden, erschwert Prognosen. Zugleich lässt sich feststellen, dass Materion als Vorlieferant nicht unmittelbar bei Eintritt der Rezession und anderen Krisen von deren Auswirkungen betroffen war. Ein Kernmarkt von Materion ist die Semiconductor Branche, welche sich derzeit in einem "Downcycle" befindet. In den ersten drei Quartalen 2024 ist dies bei Materion noch nicht spürbar. Hier macht sich außerdem das breite Produktportfolio sowie die weltweite Kundenbasis positiv bemerkbar. Das vierte Quartal 2024 wird saisonal bedingt schwächer ausfallen. Insgesamt ist jedoch mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau zu rechnen. Das Produktportfolio bezieht sich auf verschiedene Endmärkte, wodurch sich einzelne Marktschwächen ausgleichen. Positiv zu erwähnen ist, dass es im Jahr 2024 erste Projekte und Umsätze mit Kunden im Bereich Erneuerbare Energien für die Herstellung von Wasserstoff gibt. Auf der Einkaufsseite ist Materion von den gleichen Problemen wie der Rest der Wirtschaft betroffen ist. Auch im Jahr 2023 bleibt die Krankenquote bei Materion, wie in der gesamten Chemischen Industrie auf sehr hohem Niveau. In der ersten Jahreshälfte 2025 wird ein Abschwächen erwartet, bevor es Ende des Jahres wieder ansteigt. Aufgrund von Neukundengeschäft wird derzeit davon ausgegangen, dass dies zu einem Großteil kompensiert werden kann.
Alzenau, 14. November 2024 Die Geschäftsführung Ulrich Blankenstein BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Materion Advanced Materials Germany GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Materion Advanced Materials Germany GmbH, Alzenau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Materion Advanced Materials Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 14. November 2024 Nexia
GmbH
Varughese, Wirtschaftsprüfer D. Hanxleden, Wirtschaftsprüfer |
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