Nordmed Klinik Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Dr. E. Schmid seit 2.8.2024 | Geschäftsführer |
Alexander Biron von Curland seit 17.10.2022 | Geschäftsführer |
Lieven Gerard Danneels seit 25.7.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Televic Rail NV | 69.90% |
Banque-Carrefour des Enterprises 0825.539.581 | 9.71% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Televic Rail GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Das 1984 gegründete mittelständische Unternehmen ist seit 1986 in den Marktbereichen Fahrgast-Information, -Sicherheit und -Entertainment für den öffentlichen Personenverkehr geschäftlich aktiv und rüstet mit seinen Informations-, Kommunikations- und Unterhaltungs- systemen Schienenfahrzeuge für den öffentlichen Personenverkehr sowie Busse aus. Seit 2019 gehört das Unternehmen zu 100 % zur Televic Rail NV, einem Unternehmen der Televic Group und ebenfalls führender Anbieter von Kommunikationstechnologien und -ausrüstungen für Schienenfahrzeuge mit Hauptsitz in Belgien. Zum 31.12.2022 wurde der Name der Gesellschaft von GSP Sprachtechnologie GmbH in Televic Rail GmbH umbenannt. Damit wird die vollzogene Integration der Gesellschaft in die Televic-Gruppe nun auch im Firmennamen dargestellt. Die Televic Rail GmbH und die Televic Rail NV zusammen sind ein führender Anbieter von Fahrgastinformationssystemen für Schienenfahrzeuge über die Grenzen Europas hinaus und operieren unter der Marke Televic GSP. Die Gesellschaft hat ihren Unternehmenssitz in Berlin und ist unter der Registernummer HRB 22455 beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen. 2. Forschung und Entwicklung In 2023 beanspruchten die laufenden Kundenprojekte einen großen Teil der verfügbaren Entwicklungskapazitäten. Darüber hinaus wurde an der Weiterentwicklung des Produktportfolios gearbeitet, das Produktmanagement wurde weiter aufgebaut. Auch in 2024 wird die Produktentwicklung intensiv fortgeführt, um das Angebot an innovativen Produkten zur Fahrgastinformation, -sicherheit und -entertainment für den öffentlichen Personenverkehr und somit die erreichte Marktposition in diesem Segment weiter auszubauen. Daraus resultierende Ressourcen und Bedarfe werden zur Verfügung gestellt. Weitere Investitionen im Produktmanagement sind geplant. Geplante Entwicklungsleistungen innerhalb der Televic Rail GmbH sind unter anderem die Weiterentwicklung von Ausrüstungen und Applikationen für die digitale Videoüberwachung und der Displays. Im Rahmen des Projekts "Berliner Digitaler Bahnbetrieb" (BerDiBa) erforscht und testet ein Konsortium aus 12 Industrie- und Forschungspartnern - darunter auch Televic Rail - Technologien für den automatisierten Zugbetrieb. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Bahnindustrie in Deutschland erzielte im ersten Halbjahr 2023 einen Rekordumsatz von 7,8 Milliarden Euro, was eine deutliche Steigerung des Umsatzes gegenüber 2022 um knapp 15 Prozent bedeutet. Der Umsatz mit Schienenfahrzeugen stieg im gleichen Zeitraum sogar um 15,7 Prozent. Das Wachstum kam maßgeblich durch das Exportgeschäft zustande, welches 40 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Der Inlandsmarkt schrumpfte im ersten Halbjahr 2023 dagegen um 8 Prozent auf 5 Milliarden Euro. Laut VDB-Präsident Rodenbeck zeige der Blick auf anstehende Projekte aber deutliche Besserung.1 Im 1. Halbjahr 2023 waren in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 10 % mehr Fahrgäste im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) unterwegs. Im Eisenbahnnahverkehr (einschließlich S-Bahnen) stieg die Zahl der Fahrgäste um 14 %.2 2. Geschäftsverlauf Für die Televic Rail GmbH war 2023 ein herausforderndes Jahr. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die in diesem Zusammenhang gegen Russland verhängten EU-Sanktionen sowie die immer noch erheblich und weltweit gestörten Lieferketten im Elektronik-Bauteilemarkt, brachten für unseren Geschäftsverlauf herausfordernde Einflussfaktoren, die zu Beginn des Jahres nicht absehbar waren. Hinzu kam, dass die Televic Rail GmbH gegen Ende des Jahres ein neues ERP-System einführte und in dem Zusammenhang viele Prozessanpassungen vornahm. Das führte dazu, dass sich zum Jahresende ein atypisch hoher Produktionsrückstau in der Fertigung angesammelt hat. Aufgrund dieser besonderen Situation musste die Televic Rail GmbH mit knapp 35,8 Mio. € (Vorjahr 40 Mio. €) einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnen. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 10,3 %. Damit wurde das prognostizierte Ziel in Höhe von 37,2 Mio. € verfehlt. Der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr ist jedoch um 6 % gestiegen. Dennoch konnte Televic Rail seine führende Position in Deutschland und Europa in seinem Marktsegment durch hohe Produktqualität und innovative Technik, insbesondere unter dem Aspekt geringster Kosten während des Betriebs (TCO), halten. Bei den Schlüsselkunden ist es uns auch in 2023 gelungen, unsere Position als strategischer Lieferant zu behaupten. Wesentliche Währungsrisiken im Auslandsgeschäft gab es sowohl beim Einkauf als auch beim Verkauf nicht, da das Einkaufsvolumen überwiegend in Euro abgewickelt und die Verkäufe fast ausschließlich in Euro fakturiert wurden. Die Produktsicherheitsanalyse ergab keine produktsicherheitsrelevanten Vorfälle. In 2023 wurden 27 Mitarbeiter eingestellt, demgegenüber stehen 17 Mitarbeiter, die das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen haben. Die Fluktuationsrate sank damit von 10,0 % in 2022 auf 6,97 %. Die Gründe für das Verlassen der Firma sind vielfältig, aber zu einem signifikanten Anteil individuellen Gründen, wie Verkürzung des Arbeitswegs, geschuldet; in einzelnen Fällen mag ein Arbeitgeberwechsel für qualifizierte Arbeitnehmer derzeit lukrativ sein. 3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a) Ertragslage
In 2023 konnte aufgrund der o.g. herausfordernden Situation der geplante Umsatz nicht erzielt werden. Neben der allgemeinen Inflation musste Televic Rail 2023 - teilweise stark - erhöhte Materialkosten bei der Beschaffung von kritischen Materialien akzeptieren, um seine Lieferfähigkeit sicherstellen zu können. Überdies hatte das Unternehmen eine Reihe von Abfindungsvereinbarungen mit Mitarbeitern geschlossen; die zugehörigen Abfindungszahlungen belasteten die Personalkosten in 2023. In Summe konnten die Kosten, trotz sinkenden Umsätzen, nicht gesenkt werden. Im Ergebnis blieb das Geschäftsjahr weit hinter den Erwartungen zurück. b) Finanzlage
Insgesamt ist die Bilanzsumme um 9 % von 27.272,0 T€ auf 29.818,1 T€ gestiegen. Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin stabil. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen und Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen. Die Gesellschaft war während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. In 2023 wurden Investitionen in einem Gesamtumfang von ca. 1.318 T€ getätigt. Die Investitionstätigkeiten liegen vor allem in der regelmäßigen Erneuerung der technischen Betriebsausstattung und in Dienstleistungen bezüglich des im Jahr 2022 erworbenen Erbpachtgrundstücks. Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist hauptsächlich dem Anstieg der Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen geschuldet. Diese dienten der Finanzierung des operativen Geschäfts. c) Vermögenslage Aktiva
Den getätigten Investitionen in Höhe von 1.318 T€ stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von 700 T€ gegenüber. Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (4.558 T€; Vorjahr: 4.997 T€) und unfertige Erzeugnisse (3.082 T€, Vorjahr 670 T€). Der Anstieg der unfertigen Erzeugnisse resultiert im Wesentlichen aus der erweiterten Bevorratung mit Materialien, die aufgrund von Herausforderungen bei der Einführung des ERP-Systems nicht mehr im Geschäftsjahr umgesetzt werden konnten. Die Forderungen resultieren im Wesentlichen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Zum Ende des Geschäftsjahres weist die Gesellschaft eine Eigenkapitalquote von 42 % aus (Vorjahr: 60 %). Die Umsatzrendite ist auf -11,24 % gefallen (Vorjahr -3,21 %). Der EBIT ist im Vergleich zum Vorjahr von -1.442 T€ auf -3.906 T€ gesunken. Qualitätsführerschaft Die konsequente Anwendung unserer Qualitätspolitik auf die Produkte und Dienstleistungen der Televic Rail GmbH sichert die Kundenzufriedenheit. Hierzu unterhält die Televic Rail GmbH ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO/TS 22163. Im November 2023 fand das Re-Zertifizierungsaudit gem. ISO 9001 und ISO/TS 22163 statt. Im Ergebnis dieses Audits wurde das Qualitätsmanagementsystem als wirksam und normenkonform zertifiziert. Umweltschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz Zur Organisation der Umweltschutzmaßnahmen unterhält die Televic Rail GmbH ein zertifiziertes Umweltschutz-Managementsystem entsprechend DIN EN ISO 14001. Zur Organisation der Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen unterhält die Televic Rail GmbH ein zertifiziertes Managementsystem entsprechend DIN ISO 45001. Im Oktober 2023 wurde im Rahmen eines Überwachungsaudits die Normenkonformität des betrieblichen Arbeitsschutz- und Umweltschutzmanagementsystems durch die Zertifizierungsgesellschaft GUTcert überprüft. Es wurde bestätigt, dass die Normanforderungen erfüllt werden, die Zertifikate bleiben weiterhin gültig. 5. Gesamtaussage Die Lage des Unternehmens ist durch sein operatives Kerngeschäft geprägt. Dieses wurde durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie die durch die Verknappung von Materialien am Weltmarkt anhaltend steigenden Materialpreise für Metallhalbzeuge und elektronische Bauelemente wesentlich beeinflusst. Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 spiegelt diese herausfordernde Situation wider. Die ursprünglich für 2023 gesteckten wirtschaftlichen Ziele konnten nicht erreicht werden. III. Prognosebericht Im Auftragseingang verzeichnet die Bahnindustrie im ersten Halbjahr 2023 mit 12,2 Milliarden Euro ein starkes Wachstum von 36 Prozent, für Schienenfahrzeuge stieg der Auftragseingang im ersten Halbjahr um 33,8 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. VDB Präsident Rodenbeck sieht durch den politischen Rückenwind den Schienensektor im Aufbruch.3 Nach Einschätzung des VDB-Präsidenten Andre Rodenbeck gerate die Ertragslage perspektivisch aber aufgrund steigender Energiekosten, der Inflation sowie belasteter Lieferketten weiter unter Druck, was sichtbar in der Ertragslage der Industrie ankäme.4 Für 2024 erwartet die Televic Rail GmbH nach dem Umsatzrückgang in 2023 wieder moderat steigende Umsätze. Mit seinen maßgeschneiderten Kundenlösungen rechnet das Unternehmen auch für die folgenden Jahre mit guten Chancen, an den Aufträgen der Bahnindustrie zu partizipieren. Einige große und vielversprechende Projekte stehen in der vertrieblichen Bearbeitung (Presales- und Sales-Phase). Abhängig von der Vergabe dieser Aufträge ist die Perspektive auf die Auftragslage 2025-2026 positiv einzuschätzen. Im laufenden Geschäftsjahr 2024 wird weiterhin in Forschung und Entwicklung investiert. Dadurch soll die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert sowie Umsatzrendite und EBIT deutlich verbessert werden. Im Geschäftsjahr 2024 werden weitere Investitionen getätigt, um den Standort Berlin mittelfristig auszubauen. Es wird mit einer gleichbleibend guten Kapitalausstattung gerechnet. Die Gesellschaft plant, die Zertifizierungen der Managementsysteme entsprechend den unter Punkt 4 genannten Normen auch in 2024 aufrechtzuhalten. IV. Chancen- und V. Risikobericht Branchenrisiko: Der Präsident des VDB, Andre Rodenbeck, warnt vor den Herausforderungen der Inflation für die Bahnindustrie. Trotz starker Auftragslage führe die Inflation zu hohen Belastungen, besonders bei mittelständischen Unternehmen, da sie das Risiko von Kostensteigerungen fast vollständig alleine tragen. Er fordert daher dringend eine Preisgleitung in die Verträge aufzunehmen.5 Arbeitsmarktrisiko/Leistungsrisiko: Hochqualifizierte und spezialisierte Mitarbeiter für unser Geschäft sind aktuell am einheimischen Arbeitsmarkt kaum zu akquirieren, da ein anhaltender Fachkräftemangel besteht. Diesem Risiko kann nur bedingt durch Aus- und Weiterbildung begegnet werden. Die Televic Rail GmbH versucht deshalb, vermehrt den Bedarf auf dem globalen Arbeitsmarkt zu decken. Beschaffungsrisiko: Die Bahnbranche rechnet auch weiterhin mit Material-Engpass-Situationen und steigenden Preisen für elektronische Bauelemente sowie zugekaufte Leistungen. Durch gezielte Marktbeobachtung und ggf. Bevorratung von Material, sollen die Auswirkungen so gering wie möglich gehalten werden. Soweit möglich, wird dieses Risiko bei der Preisfindung bewertet und Vereinbarungen zu Preisbindungen in Kundenverträgen nur im Kurzfristbereich getroffen. Dem Risiko, in die Abhängigkeit von Lieferanten (Single Sources) zu geraten, wird verstärkt durch Qualifizierung von Zweit- und Drittlieferanten begegnet. Den Abkündigungen elektronischer Komponenten am Beschaffungsmarkt begegnen wir mit konsequentem Obsoleszenz-Management. Auswirkungen bezüglich der Lieferfähigkeit und der Umsatzentwicklung können jedoch nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. IT-Risiken: Eine wesentliche Störung oder gar der Ausfall der zentralen IT-Systeme sowie externer Datenleitungen und ausgelagerter Anwendungen würde zu einer signifikanten Beeinträchtigung der Geschäftsprozesse und des operativen Geschäfts führen. Die Umsetzung der IT-Standards wie Backups, Firewalls, redundante Datenverbindungen, getrennte Serverstandorte, Notstromversorgungen und hohe Wartungslevels zielen auf eine Minimierung dieser Risiken ab. Umfeldrisiko und -chance: Auch die Televic Rail GmbH ist betroffen von den Folgen der weltweiten Krise: Inflation, gestiegene Energiekosten, Materialmangel und schwaches Wirtschaftswachstum. Darüber hinaus besteht in Deutschland ein anhaltender Fachkräftemangel. Jedoch ist die Bahnbranche gleichzeitig ein Wachstumsmarkt. Studien erwarten bis 2026 ein jährliches globales Wachstum von rund 4,3 %. Ein wichtiger Beschleunigungsfaktor ist hierbei das europäische Ziel der Klimaneutralität bis 2050. Die Nachfrage nach Schienen, Infrastruktur und Zügen steigt und damit auch die Investitionsbereitschaft. Tatsächlich legt die Bundesregierung einen Schwerpunkt auf die Schiene.6 Chancen: Wir sehen Chancen in der Erschließung neuer regionaler Märkte wie z.B. Osteuropa, im Ausbau des After Sales Services, der Integration mit unserem Mutterkonzern und der zunehmenden Digitalisierung der Bahntechnik. Zusammenfassend ist einzuschätzen, dass für die Erschließung der Chancen die Voraussetzungen grundsätzlich gegeben sind. Im Weiteren werden die Auswirkungen der hohen Inflation und Energiepreissteigerung sowie der signifikante Materialpreis- und Personalkostenanstieg beobachtet. Das Risikomanagement ist so ausgelegt, dass Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt werden, um dort, wo möglich Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Wie lange die Sanktionen aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzung Russlands mit der Ukraine auf die Geschäftsentwicklung bei der Televic Rail GmbH weiterhin Auswirkungen haben werden, ist zum Berichtszeitpunkt noch nicht absehbar. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Televic Rail nutzt zur Finanzierung und Liquiditätssicherung Kredite der Televic Group. Diese Maßnahme dient der Risikominimierung. Die Investitionen in Erbpachtgrundstücke und neue Gebäude erfolgt ebenfalls innerhalb der Televic Group und stellt damit ein geringes Risiko dar.
Berlin, den 31.03.2024 Televic Rail GmbH 1 Verband der Bahnindustrie in Deutschland e.V., Pressemitteilung Nr. 11/2023 vom 07. November 2023 "Halbjahresbilanz 2023: Bahnindustrie in Aufbruchstimmung" 2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/09/PD23_375_461.html 3 Verband der Bahnindustrie in Deutschland e.V., Pressemitteilung Nr. 11/2023 vom 07. November 2023 "Halbjahresbilanz 2023: Bahnindustrie in Aufbruchstimmung" 4 Verband der Bahnindustrie in Deutschland e.V., Pressemitteilung Nr. 14/2022 vom 15. November 2022 "Halbjahresbilanz 2022: Bahnindustrie warnt vor stockendem Neugeschäft und anhaltenden Belastungen" 5 Verband der Bahnindustrie in Deutschland e.V., Pressemitteilung Nr. 11/2023 vom 07. November 2023 "Halbjahresbilanz 2023: Bahnindustrie in Aufbruchstimmung" 6 Jan Chaberny: "Weichenstellung in der Bahnbranche", in Branchen & Betriebe, metall, 1 / 2 2023, Seite 8 HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Die Televic Rail GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg, HRB 22455. Der Jahresabschluss der Televic Rail GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Allgemeine Erläuterungen 1.2. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden 1.2.1. Angaben der auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird im Geschäftsjahr erstmalig das Verbrauchsfolgeverfahren nach der gleitenden Durchschnittsmethode angewendet (§ 256 S. 1 HGB). Somit erfolgte ein Wechsel vom vorher verwandten First-in-First-Out Verfahren. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr in Bezug auf diese Position ist somit eingeschränkt. Die Abschreibungen wurden entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände seit 2010 ausschließlich planmäßig linear vorgenommen. Vor dem 1. Januar 2011 angeschaffte bewegliche Anlagegegenstände wurden linear oder soweit steuerlich zulässig auch degressiv abgeschrieben. Es wurde von der degressiven zur linearen Abschreibung übergegangen, soweit dies zu einer höheren Jahresabschreibung führte. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR (geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Geschäftsjahr voll abgeschrieben. Im Anlagenspiegel wird bei den geringwertigen Wirtschaftsgütern ein Abgang nach Ablauf von fünf Jahren unterstellt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 1.2.2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden, mit Ausnahme der Bewertungsänderung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die bisher üblichen Bilanzierungsmethoden haben sich nicht geändert. 1.2.3. Angaben der Grundlage für die Währungsumrechnung Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 1.3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1.3.1. Die Darstellung und Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt auf dem Anlagenspiegel. 1.3.2. Beteiligungen/Anteile an Komplementärgesellschaften
Die Firma Televic GSP Immobilien Management GmbH ist am 20.11.2023 erloschen. Der Wert der Beteiligung beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr 12.500,00 EUR). 1.3.3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr in Höhe von 103.062,63 EUR (Vorjahr: 51.910,00 EUR) enthalten. 1.3.4. Forderungen gegenüber Gesellschaftern Forderungen gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von 12 TEUR (Vorjahr: 155 TEUR). 1.3.5. Angaben über die Entwicklung der Kapitalrücklagen Im Geschäftsjahr haben die Kapitalrücklagen keine Änderung erfahren. 1.3.6. Erläuterungen der Rückstellungen Dieser Posten hat die folgenden wesentlichen Rückstellungen aufgenommen:
1.3.7. Erläuterungen zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen in Höhe von 401 TEUR (Vorjahr: 365 TEUR) enthalten. Davon bestehen 209 TEUR (Vorjahr: 182 TEUR) gegenüber der Gesellschafterin. 1.3.8. Angabe des Gesamtbetrags der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 4.900 TEUR (Vorjahr: 4.900 TEUR). 1.3.9. Bewegung der Passivlatenzen Entwicklung der passiven latenten Steuer
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 30 %. Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge zu bilden, wurde Gebrauch gemacht. Er beträgt 62.480,00 EUR für Rückstellungsdifferenzen. Der Passiv-Posten beträgt 31.185,00 EUR für Differenzen bei der Bewertung von Computerhard- und Software. Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 31.295,00 EUR. 1.3.10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden gemäß § 285 Nr. 3a HGB sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen mit einer Laufzeit bis zum 30.09.2026. Die jährlichen Mietaufwendungen betragen 1.477 TEUR.
Es bestehen Bürgschaftsverpflichtungen in Höhe von 1.087 TEUR. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme besteht nicht, da dieser Verpflichtung eine Leistungsverpflichtung zugrunde liegt, welche das Unternehmen erfüllt hat bzw. eine zukünftige Leistungsverpflichtung als schwebendes Geschäft nicht zu passivieren ist. Aufgrund des Pfandrechts dienen der Bank Einlagen in Höhe von 380 TEUR. 1.3.11. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen Steuernachzahlungen für die Kalenderjahre 2018 - 2020 in Höhe von 27 TEUR sowie die Veränderung der latenten Steuern in Höhe von -47 TEUR. 1. Beziehungen zu Unternehmensorganen 2.1. Angaben der Namen und Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrates Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte durch die folgenden Mitglieder der Geschäftsleitung geführt: Dr. Alexander Prinz Biron von Curland, General Manager, ir. Lieven Danneels, ohne eigenen Verantwortungsbereich, Dipl. Ing. (FH) Levon Nersessian, Leitung Vertrieb, Qualitätsmanagement und Auftragsbearbeitung, Dipl. Ing. Martin Schlesinger, Leitung Produktion, Qualitätsmanagement, Materialwirtschaft und Einkauf (bis 28.02.2023), Dipl. Kauffrau Julia Schopplick, Leitung der Bereiche Finanz- und Personalmanagement (bis 30.04.2023. Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wurde im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2.2. Angaben des Mutterunternehmens Der Konzernabschluss erfolgt für das Konsortium der Televic Group NV mit Sitz in Izegem/Belgien für den größten Kreis von Unternehmen mit fast allen Entitäten. Die Veröffentlichung erfolgt bei der National Bank of Belgium. 2. Sonstige Angaben 3.1. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt 18 TEUR. 3.2. Anzahl der während des Geschäftsjahrs durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
3. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
Berlin, den 19. März 2024 Anschaffungs- und Herstellungskosten
sonstige Berichtsbestandteile
Geschäftsführer der Gesellschaft gez. Dr. Alexander Biron von Curland gez. Lieven Danneels gez. Levon Nersessian Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 15.05.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Televic Rail GmbH Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Jahresabschluss der Televic Rail GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Televic Rail GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht Entgegen § 285 Nr. 9 Buchst. a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 30. April 2024 SMART
GmbH
Torsten Frank, Wirtschaftsprüfer |
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