Kaelble GmbHLiquidiert

49377 Vechta, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 211448
Eingetragen
24.5.2013
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und StrickmaschinenGroßhandel mit sonstigen Maschinen
Gegenstand
An- und Verkauf von sowie Handel mit Maschinen oder Ersatzteilen aller Art; insbesondere Maschinen oder Ersatzteile, die unter der Marke Kaelble vertrieben werden.

Historie

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Management

NameRolle
Brahim Stitou
seit 19.10.2022
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Chicago
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kaelble GmbH

Vechta

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2016

KAELBLE GMBH, VECHTA

AKTIVA

31.12.2016
31.12.2015
A. ANLAGEVERMÖGEN 647.189,00 697.177,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 57.696,00 98.083,00
II. Sachanlagen 20.493,00 30.094,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.551,00 10.577,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.942,00 19.517,00
III. Finanzanlagen 569.000,00 569.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 3.971.066,40 4.626.049,09
I. Vorräte 214.780,14 101.804,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.622.041,79 3.837.416,47
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 134.244,47 686.827,68
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 143.982,19
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 4.309.081,41 5.134.625,24
8.927.336,81 10.601.833,52

PASSIVA

31.12.2016
31.12.2015
A. EIGENKAPITAL 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.775.500,00 1.775.500,00
III. Verlustvortrag -6.934.863,63 -6.409.377,51
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 825.282,22 -525.747,73
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.309.081,41 5.134.625,24
B. RÜCKSTELLUNGEN 144.934,00 325.008,85
Sonstige Rückstellungen 144.934,00 325.008,85
C. VERBINDLICHKEITEN 8.782.402,81 10.276.824,67
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 99,25
2. Übrige Verbindlichkeiten 8.782.402,81 10.276.725,42
- davon aus Steuern: € 1.051.273,90 (Vorjahr: € 1.302.698,51)
8.927.336,81 10.601.833,52

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

2016
2015
1. Rohergebnis 2.049.369,20 3.920.337,12
2. Personalaufwand 272.652,53 3.294.200,46
a) Löhne und Gehälter 218.533,11 2.721.411,49
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 54.119,42 572.788,97
- davon für Altersversorgung: € 940,44 (Vorjahr: € 1.426,49)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 49.988,00 171.480,47
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 902.420,39 912.926,92
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.789,18 31.370,70
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 146,24 97.500,00
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 825.951,22 -524.400,03
8. Sonstige Steuern 669,00 1.347,70
9. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 825.282,22 -525.747,73

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

KAELBLE GMBH, VECHTA

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Vechta und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Oldenburg unter HRB 211448 eingetragen.

Die Kaelble GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Kaelble GmbH geht bei den Bewertungen von einem Going-Concern des Unternehmens aus. Auftragssituation, Ausstattung mit Liquidität und eine strikt weitergeführte Restrukturierung in 2016 sind Merkmale, die eine positive Fortführungsprognose indizieren.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Ausnahmen bilden zum einen SAP R3 - Lizenzen; diese werden über 10 Jahre abgeschrieben und zum anderen EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 150; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 150 werden im Jahr des Zugangs vollständig als Aufwendungen erfasst. Für Gegenstände des Anlagevermögens zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden jährliche Sammelposten gebildet, die über 5 Jahre abgeschrieben werden.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder den bei dauernden Wertminderungen zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren sind mit durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die voraussichtliche Höhe der Inanspruchnahme und die Laufzeiten (Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der vorliegenden Daten über Garantiefälle berücksichtigt. Die Restlaufzeiten sind betragen weniger als 1 Jahr.

Es wurden voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2 % p.a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe gebildet, mit denen die Gesellschaft voraussichtlich in Anspruch genommen wird oder die sie zur Abdeckung der Risiken benötigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt unter Berücksichtigung von Verlusten aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital
in %
Inter Techno Commerce SA, Schweiz 33,33

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2016
TEUR
Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Urlaub, Boni, etc.) 0
Gewährleistungen 73
Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten 72
145

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 8.783 sind TEUR 3.076 innerhalb eines Jahres fällig.

Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2016
TEUR
Langfristige Verbindlichkeiten Atlas UK 1.250
Langfristige Verbindlichkeiten Terex 4.457
5.707

IV. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Für die Kaelble GmbH bestehen am 31.12.2016 keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2016 waren durchschnittlich 65 Mitarbeiter/-innen beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Geschäftsführung

Geschäftsführerin und Alleineigentümerin war im Geschäftsjahr 2016 Frau

Veronique Filipov, Unternehmerin, Chicago/ USA.

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

 

Vechta, den 15. Oktober 2020

Kaelble GmbH

Geschäftsführung

gez. Brahim Stitou

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2016
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 225.113,53 0,00 0,00 225.113,53
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 216.014,79 0,00 0,00 216.014,79
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.310,92 0,00 0,00 122.310,92
338.325,71 0,00 0,00 338.325,71
III. Finanzanlagen 569.000,00 0,00 0,00 569.000,00
1.132.439,24 0,00 0,00 1.132.439,24
Abschreibungen
1. Jan. 2016
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 127.030,53 40.387,00 0,00 167.417,53
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 205.437,79 4.026,00 0,00 209.463,79
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.793,92 5.575,00 0,00 108.368,92
308.231,71 9.601,00 0,00 317.832,71
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
435.262,24 49.988,00 0,00 485.250,24
Restbuchwerte
31. Dez. 2016
31. Dez. 2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 57.696,00 98.083,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.551,00 10.577,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.942,00 19.517,00
20.493,00 30.094,00
III. Finanzanlagen 569.000,00 569.000,00
647.189,00 697.177,00

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

KAELBLE GMBH, VECHTA

I. Geschäftsaktivitäten

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Kaelble GmbH hat am 12. Juni 2013, in der Nachfolge der TEREX Deutschland GmbH und der TEREX Germany GmbH & Co. KG, die den Geschäftsbereich Kaelble zum 10. Juni 2013 im Rahmen eines Asset Deals veräußert hat, die Geschäfte aufgenommen.

Die Kaelble GmbH hat bis zum 30. Juni 2016 am Standort Gerabronn Tunnelvortriebsmaschinen, Bergbau- und Spezialmaschinen, Schachtbagger und Hydraulik-Anbaufräsen produziert und vertrieben. Daneben lieferte die Kaelble GmbH bis zum 30. April 2015 Stahlkomponenten, Zylinder und Blechpresskomponenten für Baumaschinenhersteller (HFM). Dieser Teil der Kaelble GmbH wurde am 30. April 2015 an die TEREX Components GmbH im Rahmen eines Asset Deals veräußert. Im Rahmen eines Anteilskaufes hat die Kaelble GmbH am 07. Juli 2016 100% der Anteile der TEREX Components GmbH übernommen und führt diese Gesellschaft unter dem Namen Atlas Components GmbH fort.

Eine 33,33%-ige Beteiligung an der Inter Techno Commerce SA, Schweiz, dient zum einen dem besseren Zugang zum sehr spezifischen Absatzmarkt für Tunnelvortriebsmaschinen, Bergbau und Spezialmaschinen und auf der anderen Seite dem intensiven Erfahrungsaustausch mit den Kunden zur stetigen Verbesserung unserer Produkte.

Der Unternehmensbereich Tunnelvortriebsmaschinen, Bergbau- und Spezialmaschinen unter der Bezeichnung ITC sowie das betreffende Ersatzteilgeschäft wurde zum 30. Juni 2016 an die ITC GmbH & Co. KG veräußert.

Zudem erfolgte mit Gesellschafterversammlung vom 27. Oktober 2016 die Sitzverlegung von Gerabronn nach Vechta. Diese Änderung wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 15. November 2016 wirksam.

Über die Atlas Components GmbH ist am 27.02.2019 ein Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Die 33,33%-ige Beteiligung an der der Inter Techno Commerce SA, Schweiz ist am 11.11.2020 veräußert worden.

Die Kaelble ist als mittelständisches Unternehmen einzustufen und befindet sich im Wettbewerb mit erheblich größeren Unternehmenseinheiten, bei denen unser Produktportfolio allenfalls als eine Sparte geführt wird.

Nach Verkauf der operativen Geschäftsbereiche und der Beteiligung an der Inter Techno Commerce SA, Schweiz, wird die Einkommenserzielung durch die Lizenzvereinbarung mit der Atlas GmbH gesichert.

2. Forschung und Entwicklung

Die Kaelble GmbH entwickelt ihre vorhandenen Produkte in branchenüblichem Umfang technisch weiter und arbeitet beständig an innovativen Neueinführungen, wodurch wir in die Lage versetzt werden, uns gegen größere Wettbewerber zu behaupten. Die Forschung und Entwicklung wird produktbegleitend betrieben und ist in den laufenden Produktions- und Vertriebsprozess mit eingebunden. So sind wir in der Lage, auf kundenbezogene Anforderungen flexibel und individuell zu reagieren. Auf Grundlagenforschung wird verzichtet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie berichtet in seiner Pressemitteilung vom 13. Januar 2017 zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland wie folgt. Die Konjunktur in Deutschland ist moderat aufwärtsgerichtet, kann sich dem holprigen weltwirtschaftlichen Umfeld aber nicht gänzlich entziehen. Die Industriekonjunktur kühlt sich bisher auch im Jahresschlussquartal etwas ab. Die anziehenden Auftragseingänge deuten jedoch auf eine Belebung hin. Die stärker binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistungsbereiche befinden sich unverändert im Aufwärtstrend. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter grundsolide. Von der Weltwirtschaft kommen gemischte Signale. Sie entwickelte sich im vergangenen Jahr wenig dynamisch. Insbesondere die Nachfrage aus den Schwellenländern war schwächer als erwartet. Die chinesische Wirtschaft befindet sich weiter in einem Transformationsprozess hin zu einem nachhaltigeren Wachstumsmodell. Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten deuten die aktuellen Konjunkturindikatoren darauf hin, dass es in China gelingt, eine weiche Landung der Wirtschaft zu erreichen. Die Wirtschaft der rohstoffexportierenden Schwellenländer wie Russland oder Brasilien wird nach wie vor durch das niedrige Öl- und Rohstoffpreisniveau belastet. In den Industrieländern blieb das Wirtschaftswachstum dagegen relativ robust. Bis Oktober war die weltweite Industrieproduktion im Trend leicht aufwärtsgerichtet. Geschäftsklimaindikatoren wie das vom ifo Institut ermittelte Weltwirtschaftsklima gingen allerdings seit dem zweiten Vierteljahr tendenziell zurück und signalisieren noch keine deutliche Verbesserung. Die internationalen Organisationen erwarten, dass sich die Konjunktur in den Industrie- und Schwellenländern im laufenden Jahr etwas belebt.

Nach Aussage des Verbands Deutscher Maschinen und Anlagenbau e. V. (VDMA) ist und bleibt Europa für die Maschinenbauer in Deutschland die wichtigste Absatzregion - und damit auch der Garant für eine weiterhin hohe Beschäftigung in dieser Industrie. Im Jahr 2016 wurden aus Deutschland Maschinen im Wert von insgesamt 155,9 Milliarden Euro exportiert - ein kleines Plus von 0,2 Prozent zum Vorjahr (155,5 Milliarden Euro). Die Exporte in die Länder der EU stiegen 2016 um 4,1 Prozent, in die Länder der Euro-Zone wuchsen die Maschinenausfuhren sogar um 5,3 Prozent. Der Absatz auf den großen Überseemärkten für die Maschinenbauer war weniger erfreulich lief. In die USA, größter Einzelmarkt für die Lieferanten von Investitionsgütern, wurden für 16,3 Milliarden Euro Maschinen und Anlagen verkauft. Das waren 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. In Ländern, die besonders von den Rohstoffpreisen abhängen, gab es 2016 besonders herbe Rückschläge. So fielen die Exporte nach Brasilien um ein Viertel (25,6 Prozent), die Ausfuhren nach Saudi-Arabien gingen um fast ein Drittel (32,1 Prozent) zurück.

2. Geschäftsverlauf

Der Gesamtumsatz des Geschäftsjahres 2016 beträgt T€ 2.018. Das entspricht einem Umsatzrückgang von rd. 86 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2015, zurückzuführen auf die Veräußerung der Geschäftsbereiche Tunnelvortriebsmaschinen, Bergbau- und Spezialmaschinen sowie das betreffende Ersatzteilgeschäft am 30. Juni 2016.

Das Einkaufsvolumen im Berichtsjahr beläuft sich auf einen Betrag in Höhe von T€ 257.

Das Investitionsvolumen beträgt in 2016 T€ 0. Es sind Instandhaltungsaufwendungen auf niedrigem Niveau getätigt worden.

Im Geschäftsjahr 2016 waren im Durchschnitt 65 Mitarbeiter/ -innen bei der Kaelble GmbH beschäftigt. Die Kaelble GmbH beschäftigt seit dem 01.07.2016 keine Mitarbeiter/-innen mehr.

3. Lage der Gesellschaft

3.1. Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:

31.12.2016 31.12.2015 +/-
T€ % T€ % T€
Aktiva
Anlagevermögen 647 14,0 697 12,7 -50
Langfristig gebundenes Vermögen 647 14,0 697 12,7 -50
Vorräte 215 4,7 102 1,9 113
Lieferforderungen 1.938 42,0 3.493 63,9 -1.555
Liquide Mittel 134 2,9 687 12,6 -553
Übrige Vermögensgegenstände 1.684 36,5 488 8,9 1.196
Kurzfristig realisierbares Vermögen 3.971 86,0 4.770 87,3 -799
4.618 100,0 5.467 100,0 -849
Passiva
Eigenkapital -4.309 -93,3 -5.134 -93,9 825
Langfristige Mittel -4.309 -93,3 -5.134 -93,9 825
Sonstige Rückstellungen 145 3,1 325 5,9 -180
Lieferverbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen 2.024 43,8 1.921 35,1 103
Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 6.758 146,3 8.355 152,8 -1.597
Kurzfristige Mittel 8.927 193,3 10.601 193,9 -1.674
4.618 100,0 5.467 100,0 -849

Die Kaelble GmbH weist zum 31. Dezember 2016 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 4.309 aus.

Die Bilanzsumme verringerte sich im Berichtsjahr um T€ 849 auf T€ 4.618. Der Rückgang der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 1.597 und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.555 aufgrund der Veräußerung verschiedener Geschäftsbereiche in 2016.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 14,0 %, der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen entsprechend 86,0 %.

Das Anlagevermögen (T€ 647) wird durch das negative Eigenkapital nicht gedeckt.

Der Anteil der Forderungen an der Bilanzsumme lag bei 42,0 %. Das Guthaben bei den Kreditinstituten beträgt T€ 134.

3.2. Finanzlage

Die Kaelble GmbH weist für das Geschäftsjahr 2016 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 4.309 aus.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte aus liquiden Mitteln, die der Kaelble GmbH in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen. Überschüssige Liquidität wird in Tages- und Termingeldern angelegt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jeder Zeit gewährleistet.

3.3. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

2016 2015 +/-
T€ % T€ % T€
Umsatzerlöse 2.018 87,5 14.499 140,3 -12.481
Bestandsveränderungen -900 -39,0 -6.671 -64,5 5.771
Sonstige betriebliche Erträge 1.189 51,4 2.509 24,3 -1.320
Betriebliche Gesamtleistung 2.307 99,9 10.337 100,0 -8.030
Materialaufwand 257 11,1 6.417 62,1 -6.160
Personalaufwand 273 11,8 3.294 31,9 -3.021
Abschreibungen 50 2,2 171 1,7 -121
Übrige betriebliche Aufwendungen 904 39,2 915 8,9 -11
Betriebliche Aufwendungen 1.484 64,3 10.797 104,6 -9.313
Betriebsergebnis 823 35,6 -460 -4,6 1.283
Finanzergebnis 2 0,1 -66 -0,6 68
Jahresergebnis 825 35,7 -526 -5,2 1.351

Der Gesamtumsatz des Geschäftsjahres 2016 ist aufgrund des Verkaufs der Geschäftsbereiche der Geschäftsbereiche Tunnelvortriebsmaschinen, Bergbau- und Spezialmaschinen sowie das betreffende Ersatzteilgeschäft am 30. Juni 2016 auf rund T€ 2.018 zurückgegangen. Die Ertragslage des Unternehmens hat sich im Geschäftsjahr entscheidend verbessert.

Die Kaelble GmbH verzeichnet im Geschäftsjahr 2016 einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 825.

Der Rückgang der Umsatzerlöse und der korrespondierenden Materialaufwendungen resultiert insbesondere aus der Veräußerung der Geschäftsbereiche.

Der Rohgewinn nach dem Gesamtkostenverfahren verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 550 auf T€ 861. Das Betriebsergebnis beläuft sich auf T€ 823. Der Anteil des Materialaufwands an der betrieblichen Gesamtleistung beträgt 11,1 % und der Anteil des Personalaufwands beträgt 11,8 %.

III. Prognosebericht

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung in 2016, der erkennbar positiven Entwicklung in 2017 sowie aus der Planungsrechnung der nächsten Jahre erwarten wir eine stabile Fortführung der Gesellschaft.

Wir erwarten aufgrund der gegebenen und prognostizierten Geschäftsentwicklung, dass das Eigenkapital der Kaelble GmbH im Geschäftsjahr 2020 wieder einen positiven Wert ausweisen wird.

Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risiken und Chancen aus operativer Geschäftstätigkeit

Die bei der Gesellschaft bestehenden Risiken sind von der Geschäftsführung identifiziert worden. Sie werden im Rahmen eines Planungsprozesses unter Einbindung der verantwortlichen Führungskräfte des Unternehmens gesteuert.

Risiken in Bezug auf den Absatzmarkt sind durch die Abhängigkeit der Händler von Finanzierungsmöglichkeiten gegeben sowie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Veränderungen in der Entwicklung der Weltmarktpreise auf dem Rohstoffsektor können durch Kostenreduzierungen fast in voller Höhe kompensiert werden. Die intensive Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten hat der Kaelble GmbH erhebliche Sparpotentiale eröffnet. Einer möglichen Insolvenz von Schlüssellieferanten wird mit dem Aufbau von Alternativbezugsquellen begegnet.

Risiken bestehen hinsichtlich der Preisentwicklung von Stahl, Komponenten und Energie und der teilweise sehr langen Lieferfristen von einzelnen Komponenten mit dem sich daraus ergebenden Risiko aus langfristigen Bedarfsplanungen. Aus diesem Grunde werden Bedarfsplanungen permanent überarbeitet um sofortige Maßnahmen ergreifen zu können. Kontinuierliche Marktbeobachtung, insbesondere im Rohstoff- und Komponentenbereich, sowie Gespräche und Vereinbarungen mit Lieferanten und Kunden helfen dieses Risiko einzugrenzen.

Umfeldchancen und -risiken ergeben sich aus der Abhängigkeit von der stark zyklischen Entwicklung des Rohstoffmarktes. Die Fortführung der Marke Kaelble bietet die Möglichkeit, an die Qualitäten anzuknüpfen, die in der Vergangenheit zu dem guten Ruf innerhalb des Wettbewerbs geführt haben. Produkte, die bei Bedarf individuell auf die Kundenwünsche angepasst werden sowie eine gute Infrastruktur bieten alle Möglichkeiten an frühere Erfolge anzuknüpfen. Die Konzentration auf die Kernkompetenzen und die Erfahrung der Belegschaft in Problemlösungen wird helfen, die Risiken aus der Marktentwicklung zu reduzieren.

2. Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken und Chancen

Die konjunkturellen und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind für die Kaelble GmbH von wesentlicher Bedeutung. Die zukünftigen Chancen und Risiken der Gesellschaft stehen im Einklang mit der weltweiten Branchenlage der Baumaschinenhersteller, welche sich derzeit als schwer absehbar darstellt. Zusätzlichen Einfluss auf die langfristige Unternehmensentwicklung und Risiken des Unternehmens hat nach wie vor die Entwicklung der volatilen Rohmaterialpreise und der US-$ Wechselkurs.

Auf den europäischen Absatzmärkten sehen wir unsere Produktion gefestigt. Zur Herstellung unserer Produkte benötigen wir Bauteile und Rohmaterialien, die teilweise lange Wiederbeschaffungszeiten besitzen. Vorsorglich wirken wir eventuellen Materialengpässen durch Investition in unser Vorratsvermögen sowie durch gezielte Dispositionen und durch intensive Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten entgegen.

Die konsequente Suche nach Chancen, die Erschließung und Nutzung von Ressourcen sowie die Realisierung und Umsetzung von Innovationen bei gleichzeitiger Abwägung der damit verbundenen Risiken stellen die Kernaufgaben unternehmerischen Handelns und damit das Führungsverständnis der Kaelble GmbH dar.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist ausreichend und sichert gerade in den Zeiten der negativen äußeren Einflüsse den Fortbestand des Unternehmens. Verbindlichkeiten werden nach wie vor innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt. Finanzwirtschaftliche Risiken sind wegen der Unternehmens- und Liquiditätsplanung der Gesellschaft nur begrenzt vorhanden.

Ausfallrisiken sind aufgrund der wirtschaftlichen Lage grundsätzlich gegeben, jedoch angesichts der Erfahrungswerte der vergangenen Jahre als gering einzustufen.

Generell sind aufgrund der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung keine absehbaren großen Risiken erkennbar.

Insgesamt sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend wirken oder die geeignet sein könnten, die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage wesentlich zu beeinträchtigen.

Die fortlaufenden Maßnahmen zur Kostenreduzierung werden helfen, die Risiken aus der Marktentwicklung zu reduzieren.

3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Unser Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, Risiken in Bezug auf die Liquidität, die Bestände, den Auftragsbestand, die Produktionsmenge (die Produktivität) möglichst schon so früh zu identifizieren, bevor sie zu einer finanziellen Belastung unserer Gesellschaft werden.

Hierzu steht in den einzelnen Produktsparten ein effizientes Management-Informationssystem zur Verfügung. Dieses stellt sicher, dass den Entscheidungsträgern fortlaufend geeignete Informationen zur Verfügung gestellt werden z.B. tägliche Cash Flow Berichte, detaillierte Zahlvorschlagslisten, wöchentliche Bestandsauswertungen, etc.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt.

Die Gesellschaft finanziert sich mittels ausreichender Bankbestände. Der Gesellschafter stellt im Bedarfsfall ausreichende Mittel zur Verfügung.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Kaelble GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Ausfallrisiken begegnen wir mit einem adäquaten Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität des Kunden.

4. Gesamtaussage

Es sind keine weiteren wesentlichen Änderungen in der unternehmerischen Geschäftspolitik zu erwarten. Weitere konkrete Risiken der Kaelble GmbH, die im Lagebericht erwähnenswert wären, existieren nicht. Ebenso sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Kaelble GmbH gefährden können.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung zukünftiger Risiken gut gerüstet.

 

Vechta, den 15. Oktober 2021

Kaelble GmbH

Geschäftsführung

gez. Brahim Stitou

Der nachfolgende Versagungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Versagungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kaelble GmbH, Vechta:

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen

Wir waren beauftragt, den Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2016, Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 sowie Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - zu prüfen. Darüber hinaus waren wir beauftragt, den Lagebericht der Kaelble GmbH, Vechta, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 zu prüfen.

Wir geben keine Prüfungsurteile zu dem beigefügten Jahresabschluss und dem beigefügten Lagebericht ab.

Aufgrund der Bedeutung der im Abschnitt "Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen" beschriebenen Sachverhalte sind wir nicht in der Lage gewesen, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu erlangen, und versagen daher den Bestätigungsvermerk.

Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen

Als Ergebnis unserer Prüfung stellen wir fest, dass wir nach Ausschöpfung aller angemessenen Möglichkeiten zur Klärung der Sachverhalte aus folgenden Gründen nicht in der Lage waren, ein Prüfungsurteil abzugeben:

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 wurden mit einem Versagungsvermerk versehen. Dokumente über die Feststellung dieses Jahresabschlusses liegen uns nicht vor.

Wir waren nicht in der Lage, ausreichende und angemessene Prüfungsnachweise zu den Eröffnungsbilanzwerten zum 1. Januar 2016 zu erlangen.

Der Bilanzansatz der Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von T€ 569 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil uns Prüfungsnachweise zu Ansatz und Bewertung dieser Beteiligung nicht vorliegen.

Das Vorhandensein der ausgewiesenen Vorräte in Höhe von T€ 215 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir nicht an der Inventur teilnehmen und auch durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen konnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass auch die entsprechenden Bestandsveränderungen in Höhe von T€ 900 im Geschäftsjahr 2016 insoweit fehlerhaft sind.

Die bilanzielle Abbildung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 1.983 ist anhand der uns vorliegenden Unterlagen nicht abschließend nachvollziehbar. Es liegen keine Prüfungsnachweise zu Ansatz und Bewertung dieser Forderungen vor.

Die Vollständigkeit der Bankguthaben von T€ 134 und der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von T€ 0 ist nicht hinreichend nachgewiesen, da die im Rahmen der Jahresabschlussprüfung von uns angeforderten Bankbestätigungen nicht eingeholt oder beantwortet wurden. Aus diesem Grund waren wir nicht in der Lage, ein Prüfungsurteil in Bezug auf die vollständige und richtige Darstellung der Geschäftsbeziehungen zu Kreditinstituten in der Rechnungslegung und zu sonstigen bankrelevanten Sachverhalten (z.B. Wertpapierdepots, Garantien, Bürgschaften, Pfandrechte u.a.) abzugeben.

Im Hinblick auf die unter den sonstigen Rückstellungen von T€ 145 besteht aufgrund nicht vorliegender Berechnungsgrundlagen ein Prüfungshemmnis, das die Gewinnung einer hinreichenden Prüfungssicherheit in Bezug auf Ansatz und Bewertung der Rückstellungen nicht erlaubt.

Für die ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von T€ 299 liegen keine Prüfungsnachweise vor.

Die bilanzielle Abbildung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 1.725 ist anhand der uns vorliegenden Unterlagen nicht abschließend nachvollziehbar. Es liegen keine Prüfungsnachweise zur Vollständigkeit dieser Verbindlichkeiten vor.

Für unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Darlehensverbindlichkeiten von T€ 4.457 und T€ 1.250 konnte keine hinreichende Prüfungssicherheit erlangt werden, da die im Rahmen der Jahresabschlussprüfung von uns angeforderten Bestätigungsanfragen nicht gestellt bzw. von den Darlehensgebern unbeantwortet blieben. Außerdem lagen für unter diesem Posten ausgewiesene Umsatzsteuerverbindlichkeiten von T€ 1.051 keine Prüfungsnachweise vor.

Der Nachweis über die Existenz, die Vollständigkeit und die zutreffende Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse in Höhe von T€ 2.018 sowie der Materialaufwendungen in Höhe von T€ 257 konnte nicht erbracht werden. Außerdem hat die Gesellschaft uns keine Abliefernachweise vorgelegt und wir konnten auch durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über die Existenz, die Vollständigkeit und die Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse und der Materialaufwendungen erlangen.

Der Nachweis über die Existenz, die Vollständigkeit und die zutreffende Periodenabgrenzung des Personalaufwands in Höhe von T€ 273 konnte nicht erbracht werden. Außerdem hat die Gesellschaft uns keine für die Prüfung erforderlichen Unterlagen und Auskünfte vorgelegt.

Aufgrund nicht vorliegender bzw. nicht abschließend beurteilbarer Unterlagen können wir nicht mit hinreichender Sicherheit die Erläuterungen im Anhang beurteilen. Auch die Angaben im Anhang, wonach bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, angemessene Wertabschläge vorgenommen werden und Rückstellungen in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden seien, sind von uns im Hinblick auf die oben genannten Bilanzposten nicht prüfbar.

Aufgrund nicht vorliegender Unterlagen können wir nicht die Angaben im Lagebericht prüfen. Wir können außerdem keine Stellung nehmen zur Beurteilung der Lage des Unternehmens durch die gesetzlichen Vertreter, insbesondere zur Beurteilung des Fortbestands und der künftigen Entwicklung des Unternehmens, da uns keine für die Beurteilung erforderlichen Unterlagen und Auskünfte zur Ertrags- und Liquiditätsplanung vorgelegt wurden.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat uns mitgeteilt, dass sie die im Rahmen der Jahresabschlussprüfung von uns angeforderten und noch ausstehenden sowie ggf. weitere noch erforderliche Unterlagen und Auskünfte für das Geschäftsjahr 2016 nicht zur Verfügung stellen kann. Insoweit ist der gesetzliche Vertreter der Gesellschaft seiner Verpflichtung gemäß § 320 Abs. 2 HGB zur Mitwirkung an der Jahresabschlussprüfung nicht vollständig nachgekommen.

Wegen der dargestellten Prüfungshemmnisse sind Aussagen darüber, ob der Jahresabschluss den handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, nicht möglich.

Diese Sachverhalte haben umfassende Bedeutung auch für die Beurteilbarkeit der im Lagebericht erfolgten Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens sowie der Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wegen der wesentlichen und umfassenden Bedeutung der erläuterten Einwendungen und Prüfungshemmnisse versagen wir den Bestätigungsvermerk.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Es liegt in unserer Verantwortung, eine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchzuführen.

Des Weiteren liegt es in unserer Verantwortung, einen Bestätigungsvermerk zu erteilen.

Aufgrund der im Abschnitt "Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen" beschriebenen Sachverhalte sind wir nicht in der Lage, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und diesem Lagebericht zu erlangen.

 

Oldenburg, 20. Oktober 2021

MKM Menke & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Reimond Menke, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde am 22. Oktober 2021 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

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