Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 10496
Vorher
Kisch Beteiligungsgesellschaft mbH
Eingetragen
27.5.2003
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und VorrichtungenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Herstellung, Fertigung, Montage und Wartung elektronischer Geräte und Sensoren mit dem Schwerpunkt Industrieelektronik und Messtechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Ruggiero
seit 11.6.2024
Geschäftsführer
Jochen Hartmut Feiler
seit 9.10.2019
Geschäftsführer
Alex Kontschev
seit 9.10.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
NPTG Netherlands Holding II B.V.NLD
74.91%
NPTG Holding I CorporationUSA
25.09%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Negele Messtechnik GmbH

Egg/Günz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Negele Messtechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Negele Messtechnik GmbH, Egg an der Günz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Negele Messtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 19. November 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Storz, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 473,00 1
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremde Gebäude 643,00 1
2. Technische Anlagen und Maschinen 315.580,00 420
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 261.965,95 294
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 12.260,60 6
590.449,55 721
590.922,55 722
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 561.035,81 590
2. Unfertige Erzeugnisse 101.498,03 148
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 196.975,32 162
859.509,16 899
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.253.906,81 1.108
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 751.951,22 664
3. Sonstige Vermögensgegenstände 73.032,60 133
2.078.890,63 1.905
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.413.525,97 9.744
12.351.925,76 12.549
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.101,93 17
12.966.950,24 13.288

Passiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 26
II. Kapitalrücklage 801,15 1
III. Bilanzgewinn 1.065.138,07 1.065
1.091.503,81 1.092
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 94.926,00 94
2. Sonstige Rückstellungen 759.825,76 1.083
854.751,76 1.177
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 131.342,81 131
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.274.260,35 1.084
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 9.262.070,48 9.507
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 295.725,55 235
5. Sonstige Verbindlichkeiten 57.295,48 61
11.020.694,67 11.018
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1
12.966.950,24 13.288

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 18.727.158,42 17.240
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -11.205,82 92
3. Sonstige betriebliche Erträge 208.023,77 86
18.923.976,37 17.417
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.666.772,09 6.246
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 281.885,87 316
6.948.657,96 6.562
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.820.616,42 3.588
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 653.394,84 608
4.474.011,26 4.196
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 143.165,97 112
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.571.947,40 1.514
14.137.782,59 12.384
4.786.193,78 5.033
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Eträge 238.208,28 0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 574.188,91 441
10. Ergebnis nach Steuern 4.450.213,15 4.592
11. Sonstige Steuern 4.716,35 5
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn 4.445.496,80 4.587
13. Jahresergebnis 0,00 0
14. Gewinnvortrag 1.065.138,07 1.065
15. Bilanzgewinn 1.065.138,07 1.065

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeines

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und. § 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

B. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Negele Messtechnik GmbH mit Sitz in Egg an der Günz im Handelsregister des Amtsgerichts Memmingen unter der Nummer HRB 10496 eingetragen.

C. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in einer gesonderten Übersicht dargestellt (Anlage zum Anhang).

Die den Abschreibungen zugrundeliegenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern betragen:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 10 Jahre bzw. Vertragslaufzeit
Gebäude 20 bis 50 Jahre
Gebäudeeinrichtungen 5 bis 15 Jahre
Außenanlagen 10 bis 25 Jahre
Sonstige technische Anlagen und Maschinen 2 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 20 Jahre

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, wobei die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung kommt.

Abnutzbare bewegliche Anlagegüter, deren Wert für das einzelne Anlagegut EUR 250,00 nicht übersteigt, wurden in voller Höhe als Aufwand erfasst. Für abnutzbare bewegliche Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellkosten mehr als EUR 250,00 betragen, EUR 1.000,00 aber nicht übersteigen, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird über fünf Jahre abgeschrieben.

Vorräte

Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Stichtagspreisen bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Verwertbarkeitsrisiken werden durch Abwertungen berücksichtigt. Darüber hinaus kommt das Prinzip der verlustfreien Bewertung zur Anwendung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Forderungen in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip (§§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 bzw. 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Forderungen haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 7) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle weiteren sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Der Bilanzgewinn betrifft den vororganschaftlichen Gewinnvortrag. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der "Projizierten Einmalbeitragsmethode" unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von fünfzehn Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde fallend von 5% ab Alter 20 bis 0% ab Alter 50 berücksichtigt. Aus der Anwendung des Abzinsungssatzes auf Basis eines siebenjährigen Durchschnittszeitraums für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen, ergibt sich ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs 6 S. 1 HGB in Höhe von TEUR 1.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

TEUR
Gehälter und Prämien 370
Garantie 53
Urlaub und Gleitzeit 86
Jahresabschluss 62

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip (§§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 bzw. 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 9.262 (Vj. TEUR 9.507) betreffen ausschließlich die Ergebnisabführungen für das Geschäftsjahr 2022 und 2023. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 41 (Vj. TEUR 46) auf Lohn- und Kirchensteuer sowie TEUR 14 (Vj. TEUR 12) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 25 (Vj. TEUR 3). Die Erträge aus Währungsgewinnen betragen TEUR 52 (Vj. TEUR 28). Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen TEUR 3 (Vj. TEUR 0). Die Zuschüsse für Forschungszulagen betragen TEUR 58 (Vj. TEUR 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen hinsichtlich weiterbelasteter Kosten für Aktienoptionen in Höhe von TEUR 80 (Vj. TEUR 7). Die Aufwendungen aus Währungsverlusten betragen TEUR 26 (Vj. TEUR 48).

Zinsen und ähnliche Erträge

Zinserträge in Höhe von TEUR 238 (Vj. TEUR 0) betreffen Zinserträge aus Bankguthaben.

Aufwendungen für Altersversorgung

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betreffen mit TEUR 1 (Vj. TEUR 0) die Altersversorgung.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 366 (Vj. TEUR 390) betreffen verbundene Unternehmen.

E. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

F. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die im Rahmen der Organschaft bestehende Gewerbe- und Körperschaftsteuer des Organträgers. Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der Vermögens- und Finanzlage des Organträgers als gering eingeschätzt.

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 758 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen von TEUR 499. Daneben hat die Berichtsgesellschaft Verpflichtungen aus IT-Leasing Verträgen in Höhe von TEUR 150.

Aus betriebswirtschaftlichen Gründen wurden Miet- und Pachtverträge abgeschlossen. Aufgrund der kurzen Laufzeiten bestehen keine Risiken.

Zur Geschäftsführung sind Herr Jochen Feiler (Technik, Produktion, Vertrieb, Personal) und Herr Daniel Ruggiero (Finanzen) bestellt.

Die Geschäftsführer erhielten keine Bezüge von der Gesellschaft.

Angaben zum Abschlussprüferhonorar unterbleiben in Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB.

Im Jahresdurchschnitt waren während des Geschäftsjahres 41 Angestellte, 24 gewerbliche Arbeitnehmer, 2 Auszubildende und 2 geringfügig Beschäftigte beschäftigt.

Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % von der GHoldCo 2 GmbH, Aldingen, gehalten. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Fortive Corporation, Everett, Washington (USA), einbezogen. Diese erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Dieser ist in Everett, Washington (USA) erhältlich. Das Mutterunternehmen der Gesellschaft für den kleinsten Kreis von Unternehmen ist die GHoldCo 2 GmbH, Aldingen, die 100% der Anteile der Gesellschaft unmittelbar hält.

 

Egg an der Günz, 19. November 2024

Negele Messtechnik GmbH

Jochen Feiler

Daniel Ruggiero

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 100.652,72 0,00 0,00 0,00 100.652,72
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.133,37 0,00 0,00 0,00 1.133,37
2. Einbauten in fremde Gebäude 25.357,69 0,00 0,00 0,00 25.357,69
3. Technische Anlagen und Maschinen 843.749,17 9.386,00 27.303,41 103.324,73 777.113,85
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.821.508,04 19.838,17 40.742,34 11.126,16 1.870.962,39
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.880,76 74.425,59 -68.045,75 0,00 12.260,60
2.697.629,03 103.649,76 0,00 114.450,89 2.686.827,90
2.798.281,75 103.649,76 0,00 114.450,89 2.787.480,62
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 99.556,72 623,00 0,00 100.179,72
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.133,37 0,00 0,00 1.133,37
2. Einbauten in fremde Gebäude 23.957,69 757,00 0,00 24.714,69
3. Technische Anlagen und Maschinen 423.963,17 50.476,41 12.905,73 461.533,85
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.527.770,04 91.309,56 10.083,16 1.608.996,44
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.976.824,27 142.542,97 22.988,89 2.096.378,35
2.076.380,99 143.165,97 22.988,89 2.196.558,07
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 473,00 1.096,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Einbauten in fremde Gebäude 643,00 1.400,00
3. Technische Anlagen und Maschinen 315.580,00 419.786,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 261.965,95 293.738,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.260,60 5.880,76
590.449,55 720.804,76
590.922,55 721.900,76

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Branche und Rahmenbedingungen

Die Firma Negele Messtechnik GmbH (nachstehend NEGELE) entwickelt, produziert und vermarktet innovative Produkte der Mess- und Regeltechnik für Food & Pharma-Anwendungen. Prozess-Sensorik von NEGELE hat sich mit dem optimierten hygienischen Design weltweit im Markt etablieren können. Wir streben die Marktführerschaft in diesem Nischenmarkt an.

Von 2004 bis 1.Juli 2016 gehörte NEGELE zur Danaher Corporation, Washington D.C. (USA), (NYSE: DHR). Seit dem 2. Juli 2016 gehört NEGELE zur Fortive Corporation, Everett, Washington (USA), (NYSE: FTV).

Im Geschäftsbereich "Sensors and Controls" bildet NEGELE zusammen mit der amerikanischen Firma Anderson Instrument Co., New York (USA) (nachstehend ANDERSON) eine strategische Einheit. Diese strategische Einheit deckt mit NEGELE die Belange der hygienischen Prozess- Messtechnik ab. Seit Anfang 2011 vermarktet NEGELE die Produkte von NEGELE und Anderson unter dem Markennamen Anderson-Negele.

Lage des Unternehmens

a) Wirtschaftliches Umfeld

Laut VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) war die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin spürbar durch den Krieg in der Ukraine vor allem in Europa beeinträchtigt.

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten.

Die einzelnen Wirtschaftsbereiche in Deutschland entwickelten sich im Jahr sehr unterschiedlich, so dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023, laut Statistischem Bundesamtes um preisbereinigt 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr war.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe um 3,0 Prozent kräftiger als die Exporte, die um 1,8 Prozent zurückgingen. Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die preisbereinigte Produktion im, für NEGELE wichtigen deutschen Maschinenbau sank 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes mit einem Minus von 0,7 Prozent gegenüber Vorjahresniveau. Hauptursache war der mangelnde Auftragseingang.

b) Ertragslage

In monatlichen Management Reviews werden die bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren verfolgt, diskutiert und falls notwendig entsprechende Gegenmaßnahmen definiert und überwacht. Zu diesen Leistungsindikatoren zählen unter anderem Umsatzwachstum, Jahresergebnisquote, Qualität, Mitarbeitersicherheit und das Betriebskapital.

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte NEGELE ein Rohergebnis von TEUR 11.975 (Vj. TEUR 10.855).

Die Umsatzerlöse betragen im Jahr 2023 TEUR 18.727 (Vj. TEUR 17.240) und sind um TEUR 1.487 höher als im Vorjahr, das entspricht einem Wachstum von 8,6 %.

Hiervon wurden TEUR 5.922 (Vj. TEUR 5.837) im Inland und TEUR 12.805 (Vj. TEUR 11.403) im Ausland erwirtschaftet. Der Inlandsmarkt zeigt ein Wachstum mit 1,5 %. Der Markt in Drittländern hat sich im Vergleich zu den Vorjahren mit einem Wachstum von 12,3% (Vj. 20,8%) weiterhin erholt. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem verstärkten Vertriebsfokus außerhalb Deutschlands und einem Wachstum mit USA, Indien, Irland und Österreich Außerdem erholte sich das Projektgeschäft weiterhin gegenüber dem Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Jahr 2023 bei TEUR 208 (Vj. TEUR 86) und sind somit gestiegen. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr entstand hauptsächlich durch Forschungs- und Entwicklungszuschüsse, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen aus dem Vorjahr und USD-Währungsgewinne.

Die Materialaufwandsquote - bezogen auf die Umsatzerlöse - lag im Jahr 2023 bei 37,1 % (Vj. 38,1 %) und hat sich leicht verringert. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr entstand hauptsächlich durch geringere Einkaufspreissteigerung.

Die Personalaufwandsquote - bezogen auf die Umsatzerlöse - lag im Jahr 2023 bei 23,9 % (Vj. 24,3 %) und ist somit leicht gesunken. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr entstand hauptsächlich dadurch, dass der Umsatz prozentual stärker gestiegen ist als die Personalkosten.

Die Abschreibungen betragen im Jahr 2023 TEUR 143 (Vj. TEUR 112) und sind um 27,8% gestiegen. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr entstand durch Investitionen in Sachanlagen, was somit zu einer höheren Abschreibung führte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Jahr 2023 TEUR 2.572 (Vj. TEUR 1.514). Sie sind um 69,9 % gestiegen. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr entstand durch allgemeine Steigerung der Verwaltungskosten, höheren Konzernumlagen und der Inanspruchnahme von Entwicklungsdienstleistern.

Der Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) beträgt im Jahr 2023 TEUR 4.446 (Vj. TEUR 4.587). Die Jahresergebnisquote -bezogen auf die Gesamtleistung- lag im Jahr 2023 bei 23,5 % (Vj. 26,6 %).

c) Vermögens- und Finanzlage

Das Kernziel des Finanzmanagements von NEGELE ist die Sicherung der Liquidität zur Gewährleistung des laufenden Geschäftsbetriebs. Darüber hinaus wird die Optimierung der Rentabilität und damit verbunden eine möglichst hohe Bonität angestrebt. Durch die Einbindung der Gesellschaft in den deutschen Cash-Pool der Fortive-Gruppe waren die Liquidität und die Fähigkeit, allen fälligen Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachzukommen, jederzeit gesichert.

Für das Berichtsjahr 2023 ergibt sich eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 12.967 nach TEUR 13.228 im Vorjahr.

Das Umlaufvermögen verringerte sich von TEUR 12.549 auf TEUR 12.352. Dabei verringerte sich insbesondere das Vorratsvermögen und das Guthaben bei Kreditinstituten. Der Vorratsbestand verringerte sich leicht um TEUR 39 (4,4%) von TEUR 899 auf TEUR 860, sowie das Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 330 (3,4%) von TEUR 9.744 auf TEUR 9.414. Bedingt durch das gestiegene Umsatzvolumen erhöhte sich der Forderungsbestand gegenüber Dritten von TEUR 1.108 auf TEUR 1.254 (13,2%). Zudem erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 664 auf TEUR 752 (13,2%). Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich von TEUR 133 auf TEUR 73.

Auf der Passivseite hat sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag aufgrund der niedrigeren Bilanzsumme auf 8,4 % (31. Dezember 2022: 8,2 %) erhöht.

Die Rückstellungen haben sich von TEUR 1.177 auf TEUR 855 verringert. Dies Resultiert im Wesentlichen aus der Anpassung der Personalrückstellungen und aufgrund von geringeren Rückstellungen für ausstehenden Rechnungen.

Die Verbindlichkeiten haben sich für das Geschäftsjahr 2023 von TEUR 11.018 auf TEUR 11.021 leicht erhöht.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft derzeit als stabil zu bezeichnen ist.

Angesichts der schwierigen Weltwirtschaftslage beurteilt die Geschäftsführung das Ergebnis und den Geschäftsverlauf als zufriedenstellend.

d) Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten ist im Kalenderjahr 2023 gegenüber dem Kalenderjahr 2022 um einen Mitarbeiter auf 69 Mitarbeiter gestiegen.

Prognosebericht - voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Im Jahr 2023 verzeichnete NEGELE gegenüber 2022 einen Umsatzwachstum von 8,6 % auf TEUR 18.727 (2022: TEUR 17.240). Das im Vorjahres-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte Umsatzwachstum von 8,6 % zum Vorjahr konnte somit erreicht werden. Die Jahresergebnisquote (Verhältnis von Jahresergebnis vor Ergebnisabführung zu Gesamtleistung) reduzierte sich von 26,6 % im Jahr 2022 auf 23,5 %, sodass der erwartete Anstieg auf 25,1 % nicht erreich wurde.

Der Ukraine-Krieg hat die Weltwirtschaftslage in den letzten Jahren weiterhin spürbar negative beeinflusst. Für die Lieferketten von Negele stellt der Ukraine-Krieg aktuell auch weiterhin kein Risiko für NEGELE dar. Zusätzlich belasten die steigenden wirtschaftlichen Spannungen zwischen den USA und China die Lage. Der für NEGELE wichtige Maschinenbau, vor allem im Bereich Food & Beverage, zeigt sich hier weniger gefährdet als andere Branchen. Die anhaltenden steigenden Kosten stellen zwar ein Risiko dar, werden jedoch durch ein strenges Kostenmanagement überwacht.

Laut Prognose des IWF für das Gesamtjahr 2024 ist aufgrund geopolitischer Risiken, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation sowie einem allgemein langsameren Wirtschaftswachstum von einem Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 3,1 % auszugehen. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Weiterhin zeigten die Zinsanhebungen der Zentralbanken Wirkung und somit entwickelte sich die globale Teuerungsrate mit 6,8 % niedriger als im Vorjahr.

Für die deutsche Konjunktur wird für 2024 Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 0,2 % erwartet. Zudem wird mit einer Inflationsrate von 2,2 % gerechnet. Im deutschen Maschinenbau wird mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4,0 % gerechnet. Diese Prognose ist jedoch nach wie vor mit einer höheren Unsicherheit belastet.

Das Ausmaß und die Dauer dieser Entwicklung ist nach wie vor ungewiss und könnte sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NEGELE auswirken.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet NEGELE im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023, trotz schwieriger Wirtschaftslage, einen Anstieg der Umsatzerlöse um ca. 8,9 % auf TEUR 20.389. Die erwartete Jahresergebnisquote für das Jahr 2024 liegt bei 32,4 %. Dies entspricht einem Anstieg von ca. 8,9 %-Punkten im Vergleich zur erreichten Jahresergebnisquote von 23,5 % im Jahr 2023.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet NEGELE, durch eine schwache globale und heimische Wirtschaftslage, im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 eine Stagnation beim Umsatz und Ergebnis. Somit wird auch eine Jahresergebnisquote auf Vorjahresniveau erwartet. Die instabile politische Lage in Deutschland sowie die schwierige weltweite politische Lage trüben zusätzlich die Aussichten für das Jahr 2025. Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Vermögenslage von NEGELE stabil. Das Unternehmen verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven, um mögliche wirtschaftliche Schwankungen abzufedern.

Forschung und Entwicklung

Für Forschung und Entwicklung von Produkten für den Food & Pharma-Markt hat NEGELE im Jahr 2023 TEUR 1.152 investiert (Vj. TEUR 971). Dies entspricht rund 6,2% der Umsatzerlöse.

Die Investition in die Produktentwicklung sowie die fortlaufende Modularisierung und Standardisierung des Produktportfolios, um kunden- und innovationsgetriebene Neuproduktentwicklungen schneller und kosteneffizient voranzutreiben, ist eine langfristige Strategie, die NEGELE auch in Zukunft fortführen wird, um die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen.

Chancen- und Risikenbericht

Im Rahmen der Management-Aktivitäten zum Risikomanagement System arbeitet NEGELE laufend mit verschiedenen Instrumenten und Prozessen wie Monatliche PD (Policy Deployment- Umsetzung von strategischen Initiativen) und KPI (Key Performance Indicators unseres Tagesgeschäfts), um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Risiken, wie Änderungen von Markt, Wettbewerb, Preisen, Technologie und Rentabilität, werden regelmäßig analysiert, bewertet und mit Gegenmaßnahmen aktiv minimiert. Seit 2010 ist NEGELE ISO 9001-zertifiziert. Die Zertifizierung hat ermöglicht, dass wir nicht nur unsere Prozesse optimiert, sondern auch gegen- über Prozess- und Projekt-Risiken validiert und verifiziert haben.

Wir wollen die eigene Wettbewerbsfähigkeit durch Qualität, die immer an oberster Stelle steht, sowie Innovations- und Applikations-Know-how stetig verbessern. Durch Kostenmanagement, permanente Marktbeobachtung und Ausarbeitung von neuen Geschäftsmodellen wird den Risiken der Kundenabhängigkeit begegnet. Außerdem werden die Allianzen mit strategischen Kunden im europäischen Anlagen- und Maschinenbau als Chance weiter vertieft.

Der Produktionsstandort von NEGELE ist den Risiken von Sicherheit, Qualität und Produktion ausgesetzt. Richtlinien zu Qualitäts- und Prozessmanagement, zur Arbeitssicherheit sowie eigens für das Fortive Business-System abgestellte Mitarbeiter reduzieren dieses Risiko.

Um Maßnahmen für die Verbesserung von Fertigungsabläufen und Qualitätssicherung unserer Produkte einführen zu können, werden wir, die aus dem Fortive Business-System resultierenden Änderungen, in unsere Geschäftsprozesse einführen und laufend die Ergebnisse daraus überwachen, um kürzere und qualitativ bessere Fertigungszyklen erhalten zu können.

Des Weiteren bestehen Versicherungen gegen Betriebsunterbrechung. Das Beschaffungsrisiko ist ein allgemeines Risiko, welches nicht durch Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten geprägt ist und daher nicht als bestandsgefährdend für NEGELE eingestuft wird. Anhand laufender Analysen der Lagerbestände und engen Kontakt mit den Lieferanten wird, auch während der Ukraine-Krise, eine gute Lieferfähigkeit sichergestellt.

Wie bereits in der Vergangenheit trägt auch das Kostenmanagement im Einkauf zentral zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit bei. Ein weiterer Ansatz ist die Entwicklung neuer, modularer Produkte, um die Wettbewerbsfähigkeit vor allem in preissensitiven Märkten langfristig sicherzustellen.

Die Liquidität von NEGELE ist sehr gut. Es sind keine Haftungsrisiken oder größere Forderungsverluste erkennbar. Dies in Summe schließt ein größeres Liquiditätsrisiko derzeit aus.

Risiken in der Informationstechnologie begegnet NEGELE mit dem Einsatz von moderner Hard- und Software, die von spezialisierten, konzerneigenen Stellen nach aktuellen Sicherheitsstandards fortlaufend gepflegt und überprüft wird.

Der Erfolg von NEGELE wird maßgeblich geprägt durch die kompetenten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die richtigen Mitarbeiter sind eine wertvolle Ressource. Wir halten, entwickeln und rekrutieren in leidenschaftlicher Art und Weise Mitarbeiter. Gezielte Aus- und Weiterbildungen, insbesondere in der Methodik des Fortive Business-Systems, sichern dies ab.

Den Personalrisiken, die sich aufgrund des demografischen Wandels ergeben, wird mit sorgfältiger Berufsausbildung, gezielter Nachwuchsförderung/Talent Review und mit individuellen Fortbildungsmaßnahmen begegnet.

Aus heutiger Sicht sind für NEGELE keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Hinsichtlich unseres Nachtragsberichtes verweisen wir auf unseren Anhang.

 

Egg an der Günz, 19. November 2024

Die Geschäftsführung

Jochen Feiler

Daniel Ruggiero

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