LUMED Beteiligungs AG
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Keil seit 14.5.2013 | Geschäftsführer |
Anna Maria Blumberg seit 24.1.2003 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 11.11% | |
| 11.11% | |
R**** L**** | 11.11% |
| Name | Anteil |
|---|---|
MED Laborunion GmbHEigenbeteiligung | 4.17% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
7 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 7 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MED Laborunion GmbHReichshof-WehnrathJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Bilanz zum 31. Dezember 2023MED Laborunion GmbH, Reichshof-WehnrathAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023MED Laborunion GmbH, Reichshof-WehnrathA. Allgemeine Angaben Die MED Laborunion GmbH, Reichshof-Wehnrath, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter der HRB 7723 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft, die nach den Größenmerkmalen des § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen ist, wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, der Vorschriften des HGB sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen, die nach der linearen Methode berechnet werden, vermindert. Zugänge werden grundsätzlich pro rata temporis abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren mit den Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert sind, soweit erforderlich, vorgenommen worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Abwertungen werden, sofern erforderlich, berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bewertet. Das gezeichnete Kapital wird gemäß § 272 Abs. 1 Satz 2 HGB mit seinem Nennbetrag angesetzt. Bei der Bemessung der Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 ergeben sich ebenfalls aus dieser Anlage. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 117.853,05 (Vorjahr € 85.374,39) enthalten. Davon entfallen € 117.853,05 (Vorjahr € 85.374,39) auf Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beträgt € 144.000,00. Es wurden eigene Anteile im Wert von € 34.000,00 durch die Gesellschaft erworben. Daraus ergibt sich ein ausgegebenes Kapital in Höhe von € 110.000,00. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn des Berichtsjahres errechnet sich wie folgt:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten und Mitzugehörigkeiten auf:
D. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Grundsteuer in Höhe von € 12.884,96 (Vorjahr € 12.884,96) und Kraftfahrzeugsteuer in Höhe von € 5.849,00 (Vorjahr € 6.125,00) enthalten. E. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Am Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Alexander Keil, Kaufmann, Köln. Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 77 Mitarbeiter (Vorjahr 78) beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus diversen Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen mit einer Restlaufzeit von bis zu 98 Monaten bestehen finanzielle Verpflichtungen im Gesamtbetrag von T€ 5.644 (T€ 7.481). Davon ist ein Betrag in Höhe von T€ 1.709 (Vorjahr T€ 1.891) innerhalb eines Jahres fällig. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Reichshof-Wehnrath, den 31. Januar 2024 MED Laborunion GmbH gez. Alexander Keil, Geschäftsführer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 20. März 2024 festgestellt.
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023MED Laborunion GmbH, Reichshof-WehnrathI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die MED Laborunion GmbH ist unter HRB 7723 im Handelsregister beim Amtsgericht Siegburg eingetragen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Reichshof-Wehnrath. Die Geschäftszweige des Unternehmens bestehen im Wesentlichen aus zwei Bereichen. Zum einen betreibt und organisiert es drei Laboreinrichtungen, die ihren Schwerpunkt auf dem Gebiet der humanmedizinischen Diagnostik haben. Diese Laboreinrichtungen werden durch Zusammenschlüsse/Kooperationen von fachgebietsübergreifend tätigen approbierten Ärzten sowie von Medizinischen Versorgungszentren geleitet und genutzt. Das Unternehmen ist dabei im Wesentlichen für die Organisation und Durchführung von Verfahrensabläufen innerhalb und außerhalb der drei Laboreinrichtungen sowie für die Bereitstellung sämtlicher Ressourcen verantwortlich. Die Gesellschaft schafft damit die Voraussetzungen für ca. 250 verschiedene medizinische Laboruntersuchungen. Das Parameterspektrum wird regelmäßig erweitert und nach den Anforderungen der auftraggebenden Ärzte ausgerichtet. Ein weiterer Unternehmenszweig ist der Fach und Großhandel mit Praxis und Sprechstundenbedarf, Medizintechnik, Hygieneartikeln sowie Invitro Diagnostik. Der Kundenstamm umfasst im Wesentlichen niedergelassene Arztpraxen. Die MED Laborunion GmbH verfügt über eine Großhandelserlaubnis gem. § 52a Arzneimittelgesetz (AMG) für Humanmedizin. Das Produktportfolio umfasst über 20.000 Artikel, wovon ca. 2.000 Artikel lagervorrätig sind. Seit 2016 kann das Produktangebot des Fachhandels auch über einen eigenen B-to-B WebShop bezogen werden. Neben den Kernbereichen ist das Unternehmen in der Aus und Fortbildung von Ärzten und medizinischem Personal sowie in der Erbringung von Transportdienstleitungen tätig. Aus- und Fortbildungen werden durch das Unternehmen mit einer großen Bandbreite an Themen angeboten. Dabei wird auch auf notwendige beruflich spezifische Schwerpunkte im Rahmen der Themenauswahl eingegangen. So verfügt die MED Laborunion GmbH über die Ermächtigung für die Aus und Fortbildung in der Ersten Hilfe durch die Verwaltungs- und Berufsgenossenschaften und die Zertifizierung durch die Ärztekammer für die Weiterbildung zur Entlastenden Versorgungsassistentin. Im Jahr 2013 hat das Unternehmen begonnen, Logistikleistungen nicht mehr durch exklusiv beauftragte Subunternehmer zu organisieren, sondern eine eigene Fahrdienststruktur aufzubauen. Durch die vorhandenen Ressourcen kann das Unternehmen die Organisation und Durchführung von Transportdienstleistungen nicht nur für den eigenen Bedarf, sondern auch als Dienstleistung anbieten. Hierbei handelt es sich um Abholung und Transport von Patientenproben, Zustellung und Verteilung von Befunden bzw. Arztberichten sowie die Auslieferung von medizinischen Produkten. Der Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens liegt fast ausschließlich in Deutschland und dort im Wesentlichen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen. Im Jahr 2024 kann das Unternehmen auf sein 30-jähriges Bestehen zurückblicken und eine entsprechend hohe Kompetenz und Reputation vorweisen. In allen Bereichen wird großer Wert auf einen hohen Qualitätsstandard gelegt. Bereits bei der Unternehmensgründung wurde ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt, dieses ist seit 2002 zertifiziert. 2. Forschung und Entwicklung Das Unternehmen betreibt keine originäre eigene Forschung und Entwicklungstätigkeit. Im Rahmen von Studien ist es aber für verschiedene Hersteller von Analyseverfahren und Analysesystemen im Bereich der Labordiagnostik tätig. Durch diese Studien kann das Unternehmen an der Entwicklung bzw. Spezifizierung von Analysen sowie Messsystemen mitwirken. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2023 stand gesamtwirtschaftlich u. a. weiter unter dem Einfluss des Ukrainekriegs, wenngleich die Erzeugerpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt um 2,4 % gegenüber 2022 gefallen sind. Das Bruttoinlandsprodukt sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 %. Der Markt der Laborleistungen blieb stabil, Sondereffekte aus der Corona-Pandemie gingen im Jahresverlauf auf null zurück. Im medizinischen Fachhandel hat sich trotz gestiegenem Angebot auf dem Weltmarkt das Preisniveau weiter erhöht. 2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens Die geplante Prognose der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 belief sich auf einen Rückgang des Jahresergebnisses um 20 %. Dies beruhte auf einem absehbaren Umsatzrückgang sowie inflationären Kostensteigerungen. Tatsächlich sind die Umsatzerlöse um 7,1 % auf 14.408 T€ gesunken. Der Jahresüberschuss ist um 16,6 % gesunken, bereinigt um das Finanzergebnis und das neutrale Ergebnis wäre die Minderung des Jahresüberschusses 16,1 %. Damit ist das Jahresergebnis besser als durch die Geschäftsführung prognostiziert. a) Ertragslage Das Unternehmen konnte Umsatzerlöse in Höhe von 14.408 T€ (2022: 15.504 T€) erwirtschaften. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf die Minderung der Umsatzerlöse aus dem Haupttätigkeitsfeld Laborleistungserbringer zurückzuführen, konkret auf den rückläufigen Umsatz aus der PCR-Diagnostik. Aber auch im Tätigkeitsfeld des med. Fachhandels ist ein Umsatzrückgang von 8,1 %, vor allem durch Einbußen in den Bereichen Point-of-Care und Hygiene zurückzuführen. In den anderen Tätigkeitsfeldern hat sich der Umsatz im Jahr 2023 ebenfalls leicht rückläufig zu den Vorjahren verhalten. Der Materialaufwand betrug 6.054 T€ bzw. 42,0 % (2022: 44,7 %) im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Damit ist der Materialaufwand um 12,6 % gesunken, das entspricht einem stärkeren Rückgang als bei den Umsatzerlösen. Dies liegt im Wesentlichen an dem Rückgang der PCR-Diagnostik, die im Verhältnis zu der übrigen Diagnostik einen erhöhten Materialaufwand hat. Aber auch durch langfristige Vertragsgestaltungen konnte ein verbesserter Materialeinkauf trotz allgemein steigender Material- bzw. Warenpreise erzielt werden. Der Personalaufwand erhöhte sich um 308 T€ auf 3.393 T€. Wegen des gesunkenen Umsatzes und der gestiegenen Personalkosten ist adäquat auch die Personalaufwandsquote im Jahr 2023 von 19,9 % auf 23,5 % gestiegen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 528 T€ und sind damit in Folge um ca. 70 T€ gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 8,0 T€ auf 1.814 T€ gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind ebenfalls auf 71 T€ gesunken. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023 beträgt 1.878 T€ (2022: 2.253 T€) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 16,6 % gesunken. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt 35,4 % (2022: 47,4 %) und die Gesamtkapitalrentabilität 22,5 % (2022: 26,5 %). b) Finanzlage Im Jahr 2022 hat die Gesellschaft durch Eigenkapital finanziert eigene Anteile erworben. Dadurch gab es im Jahr 2022 eine Verschiebung in der Beurteilung der Finanzlage. Dies neutralisierte sich im Laufe des Geschäftsjahres 2023. Der Finanzmittelfonds ist zum 31.12.2023 auf 1.245 T€ (von 834 T€ im Vorjahr) gestiegen. Der CashFlow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 2.225 T€ (2022: 3.599 T€). Dem steht ein CashFlow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 276 T€ (2022: 584 T€) gegenüber, insbesondere aufgrund von Investitionen in Betriebs und Geschäftsausstattung. Der CashFlow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -1.538 T€ (2022: 4.691 T€), im Wesentlichen bedingt durch eine Ausschüttung in Höhe von 1.320 T€. c) Vermögenslage Das aktivierte Vermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 8.335 T€ und ist damit von 8.506 T€ um 2,0 % gesunken. Die Mittelherkunft ist mit 5.308 T€ (2022: 4.750 T€) aus Eigenkapital und mit 3.027 T€ aus Fremdkapital (kurzfristiges: 36,7 %, mittelfristiges: 21,9 % und langfristiges: 41,4 %) aufgebaut. Das Fremdkapital ist gegenüber dem Vorjahr um 729 T€ gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die Verminderung der Rückstellungen sowie der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote ist von 55,8 % im Geschäftsjahr 2022 auf 63,7 % im Geschäftsjahr 2023 gestiegen. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtkapital beträgt 64,1 % bzw. 5.343 T€ (2022: 5.583 T€). Das Unternehmen verfügt zum 31.12.2023 über kurzfristig gebundenes Vermögen in Höhe von 1.747 T€ (2022: 2.089 T€). Darin enthalten sind Vorräte mit 508 T€ (Veränderung -5,2 %), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 925 T€ (Veränderung -26,8 %), Sonstige Vermögensgegenstände mit 219 T€ (Veränderung +3,3 %) und Rechnungsabgrenzungsposten mit 95 T€ (Veränderung +23,4 %). Die liquiden Mittel sind, wie bereits beschrieben, um 411 T€ auf 1.245 T€ gestiegen. d) Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse und EBITDA heran. Die Umsatzerlöse sind um 1.096 T€ gegenüber dem Vorjahr (15.504 T€) gesunken. Das EBITDA beträgt 3.285 T€ nach 3.908 T€ im Vorjahr. e) Gesamtaussage Vor dem Hintergrund der aktuellen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der MED Laborunion GmbH ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft in Folge auch zum 31.12.2023 als äußert positiv zu beurteilen. Das Unternehmen konnte die im Vorjahr pandemiebedingt stark gestiegenen Umsatzerlöse relativ gut durch coronaunabhängige Umsätze auffangen. Zudem konnten auch noch verbesserte Einkaufskonditionen trotz der inflationären Kostensteigerungen erzielt werden. Dies zeigt ein um nur 2,6 % rückläufiger Rohertrag bei einem Umsatzrückgang von 7,1 %. Das geplante Ergebnis konnte erneut übertroffen werden. Die Gesamtentwicklung ist insgesamt günstig verlaufen. III. Prognosebericht Die MED Laborunion GmbH wird im Geschäftsjahr 2024 die kontinuierliche Unternehmensentwicklung weiter fortsetzen und sieht positiv in das aktuelle Geschäftsjahr. Die Gesellschaft rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einer stabilen Nachfrage nach Routine-Diagnostikleistungen. Der Ausbau des Parameterspektrums, Effizienz- und Laborlaufzeitverbesserungen durch die Optimierung von personellen Abläufen sowie zunehmende Prozesserweiterung der automatisierten Analysestraßen stehen im Mittelpunkt der Strategie zur Umsatzsteigerung und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Zugleich dienen diese Maßnahmen einer hohen Kundenzufriedenheit und tragen ebenso zur Erhöhung der Zufriedenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei. Fortlaufend geführte Neuverhandlungen von Verträgen mit Systempartnern ergänzen die Bestrebungen zur Ertragssteigerung im aktuellen Geschäftsjahr. Dem unverändert dynamischen Marktumfeld im medizinischen Fachhandel begegnet die MED Laborunion GmbH weiter durch konsequente persönliche Betreuung der mehrheitlich langjährigen Kundenbeziehungen, dem Ausbau der Lieferantenbasis sowie der Verbesserung des Kundenservice, bspw. durch die Ausweitung der telefonischen Erreichbarkeitszeiten der Mitarbeiter im Handelsteam. Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen als Mehrwertangebot sowie Kundenbindungsinstrument haben zwischenzeitlich wieder das Niveau vor der Corona-Pandemie erreicht und werden kontinuierlich weiter ausgebaut. Aktivitäten zur allgemeinen Erhöhung der Bekanntheit im Umkreis durch Veranstaltungen zur Mitarbeitergewinnung sowie dem Ausbau des Unternehmensimages als leistungsfähigem Partner bei der Gesundheitsversorgung der Region werden auch in diesem Jahr weiter fortgeführt. Zusammenfassend wird von einer signifikanten Umsatzsteigerung im Jahr 2024 ausgegangen. Auf der Aufwandsseite prognostiziert die Gesellschaft allerdings spürbar steigende Kosten aufgrund von Personalkostenerhöhungen sowie Preissteigerungen in nahezu allen Bereichen. Dies wird sich mit einer rückläufigen Rendite in Form eines um bis zu 10 % geringeren Jahresüberschusses auswirken. IV. Chancen- und Risikobericht Der Betrieb von medizinischen Laboreinrichtungen ist nach wie vor der größte Unternehmensbereich und wird unverändert in großem Maße dem Einfluss der Entwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen unterliegen. Die Auswirkungen möglicher zukünftiger Anpassungen im EBM- sowie GOÄ-Vergütungssystem sind aktuell nicht einzuschätzen. Ebenso ist die Beurteilung evtl. grundlegender Reformen im öffentlichen sowie privaten Sektor des Gesundheitssystems derzeit nicht möglich. Die Gesellschaft ist u. a. durch die 2023 erfolgte Inbetriebnahme weiterer hochautomatisierter Analysestraßen bestrebt, den Gerätedurchsatz zu erhöhen und die Effizienzkennzahlen kontinuierlich zu verbessern. Das Unternehmen wird im aktuellen Geschäftsjahr erneut die Rolle eines Innovationstreibers der Branche einnehmen. Für das 1. Halbjahr ist eine grundsätzliche Umstrukturierung des Probentransports geplant. Zielsetzung ist es, Maßnahmen gegen die immer weiter zunehmende Dichte im Straßenverkehr zu etablieren. Die MED Laborunion GmbH verspricht sich von diesen Maßnahmen in der Probenlogistik vor allem eine erhebliche Verkürzung der Transportzeit. Das hat zur Folge, dass sich der Gesamtprozess vom Probeneingang bis zur Befundung elementar verkürzt und den Arztpraxen die Analyseergebnisse wesentlich früher zur Verfügung gestellt werden können. Zugleich bedeutet dieser Schritt für die MitarbeiterInnen des Unternehmens die Fortführung der Entwicklung zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch frühere Arbeitsendzeiten. Die MED Laborunion GmbH wird ihre gesamten Nachhaltigkeitsaktivitäten in 2024 noch systematischer und transparenter ausrichten und auf freiwilliger Basis folgerichtig erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen. Dieser wird die Berichtsstandards des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) erfüllen, welcher eine Initiative des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ist, der die Bundesregierung zur Nachhaltigkeitspolitik berät. Der RNE ist in seiner Tätigkeit unabhängig und wird seit 2001 alle drei Jahre von der Bundesregierung berufen. Im Handelsbereich steht der verstärkte Ausbau der Vertriebsaktivitäten im Rhein-Ruhrgebiet im Fokus der diesjährigen Geschäftsstrategie. Hier sieht die Gesellschaft erhebliches Wachstumspotenzial. Die Risiken, sowohl im Labor- als auch im Handelsbereich, werden als beherrschbar eingeschätzt und umfassen im Wesentlichen die prognostizierte Steigerung der Erzeugerpreise sowie den nachhaltigen Lohnkostendruck aufgrund des Mangels von hochqualifizierten Fachkräften, insbesondere im ländlichen Raum. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ein Ausfallrisiko bei Kundenforderungen kann, abgeleitet aus den Erfahrungen der Vergangenheit, weitestgehend ausgeschlossen werden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein effizientes Mahnwesen. Die Liquiditätslage ist gut, es sind keine Engpässe zu erwarten.
Reichshof-Wehnrath, den 31. Januar 2024 MED Laborunion GmbH gez. Alexander Keil, Geschäftsführer Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MED Laborunion GmbH, Reichshof-Wehnrath: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MED Laborunion GmbH, Reichshof-Wehnrath, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MED Laborunion GmbH, Reichshof-Wehnrath, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bergisch Gladbach, den 28. Februar 2024 DORNBACH
GmbH
Siegel gez. Feldgen, Wirtschaftsprüfer gez. Fortmann, Wirtschaftsprüfer |
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