Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 36744
Vorher
ai-power GmbH
Eingetragen
8.9.2019
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Großhandel mit PhotovoltaikmodulenGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Vertrieb elektronischer Bauelemente, insbesondere von elektronischen Komponenten für den Antriebsstrang sowie deren Import und Export und die Herstellung und der Vertrieb von Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Kohler
seit 4.8.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Alfatec Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Alfatec Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ai-energy GmbH

Rednitzhembach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche Lage Deutschlands im Jahr 2023 war von einer leichten Rezession und verschiedenen wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt. Das Bruttoinlandprodukt sank im Jahr 2023 um etwa 0,3 %. Diese Abkühlung wurde von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter die Energiekrise, Lieferkettenprobleme und die Folgen der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine sowie durch den Nahostkonflikt. Die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Die Inflationsrate fiel für 2023 geringer aus als im Jahr zuvor. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand (Statistisches Bundesamt vom 15/16.01.2024).

Der Dienstleistungssektor in Deutschland hat im Jahr 2023 nach vorläufigen Ergebnissen 2,1 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Die kontinuierliche Erholung bei den konsumnahen Dienstleistungen, die überwiegend Leistungen für private Endkunden anbieten, ist teilweise für den realen Umsatzanstieg verantwortlich. Ebenfalls einen neuen Rekordumsatz im Jahr 2023 erwirtschafteten die unternehmensnahen Dienstleister, deren Leistungen vorwiegend von Unternehmen, öffentlichen Stellen oder sonstigen Organisationen in Anspruch genommen werden, mit einem realen Zuwachs von 1,1 % gegenüber dem Vorjahr (vgl. ebd. vom 06.03.2024).

Ende Dezember 2023, waren knapp 5,6 Millionen Personen in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten tätig. Der durchschnittliche Beschäftigtenanstieg 2023 um 1,1 % resultierte aus Zuwächsen in allen großen verarbeitenden Branchen. Mit +5,4 % verzeichnete die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen den höchsten Anstieg. Seit 2013 stieg die Beschäftigtenzahl in dieser Branche um 25,0 % (vgl. ebd. vom 15.02.2024).

Im Einzelhandel zeigte sich eine gemischte Bilanz, wobei einige Segmente deutliche Einbußen verzeichneten. Anfang des Jahres waren die Umsätze im Einzelhandel rückläufig, stark beeinträchtigt durch die hohe Inflation und Preissteigerungen. Auch der Online-Handel wuchs weiterhin, aber der stationäre Einzelhandel kämpfte mit zurückhaltenden Konsumausgaben und steigenden Betriebskosten. Der Lebensmitteleinzelhandel war besonders betroffen. Mit einem Rückgang von 10,6 % im Jahresvergleich, war dieser Sektor am stärksten betroffen. Im Verlauf des Jahres 2023 zeigte sich jedoch eine leichte Erholung (vgl. ebd. vom 12.06.2024).

Im Jahr 2023 sind die Ausgaben im Vergleich zu 2022 des Öffentlichen Gesamthaushalts um 4,1 % gestiegen, während die Einnahmen um 6,4 % zugenommen haben. Die Kern- und Extrahaushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung schlossen damit das Jahr mit einem - in Abgrenzung der Finanzstatistiken errechneten - Finanzierungsdefizit von 91,9 Milliarden Euro ab. (vgl. ebd. vom 05.04.2024)

Die Marktübersicht im Bereich von elektronischen Bauelementen zeigte sich für den Groß- und Aussenhandel als ein dynamisches und wachstumsstarkes Segment, stark beeinflusst durch die Entwicklungen in der Automobilindustrie sowie in anderen Schlüsselbranchen, wie erneuerbare Energien und Telekommunikation.

Die Fahrzeugbauindustrie in Deutschland hatte 2023 mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen, soll aber dennoch laut einer Prognose von Berylls in den kommenden Jahren mit jährlich 2,5 % stärker wachsen als das prognostizierte BIP mit 1,4 % pro Jahr. Während Lieferkettenprobleme und hohe Kosten die Branche belasteten, boten Elektromobilität und technologische Innovationen Möglichkeiten für Wachstum und Transformation. Die Branche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel hin zu nachhaltigen und digitalen Mobilitätslösungen, was mittelfristig positive Impulse für die Zukunft verspricht.

Branche

Die Entwicklung der E-Mobility-Branche kann laut dem Beitrag "Elektromobilität in Deutschland" von Ben Impey wie folgt beschrieben werden:

Im Jahr 2022 umfasst der Bestand an Personenkraftwagen mit reinem Elektroantrieb (BEV) in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt noch 1,3 % der Fahrzeuge. Dieser hat sich bis Ende 2023 auf 2,1 % der Fahrzeuge erhöht

Neben den reinen Batterieelektroautos sind auch Hybridautos häufig mit einem Elektromotor ausgestattet; eine besondere Form der Hybridfahrzeuge sind die sogenannten Plug-in-Hybridautos (PHEV), die extern (über einen Stecker) aufgeladen werden können. Hier lag der Anteil am Bestand der PKW in 2022 bei 1,3 % und stieg im Jahr 2023 auf 1,8 %.

Insgesamt lag somit der Anteil der Elektroautos am Pkw-Bestand in Deutschland im Jahr 2022 bei 2,6 % und stieg 2023 auf circa 3,9 % (BEV und PHEV). Bei den Neuzulassungen betrug der Anteil der Elektroautos 17,7 (BEV) bzw. 13,7 (PHEV) Prozent.

Geschäftsverlauf

Das Unternehmen konnte auch in diesem Jahr das Wachstum des Vorjahres weiter positiv fortsetzen. Der Geschäftsverlauf des Berichtsjahres wird nachfolgend zunächst anhand wesentlicher Kennzahlen dargestellt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Rohergebnis 7.004 3.201
Personalaufwand 1.101 897
Jahresüberschuss 2.328 418
EBIT 3.501 718
EBITDA 3.533 756
Cash-flow 4.179 948
Mitarbeiter 15 13

Einzelheiten zu den einzelnen Unternehmensbereichen lassen sich den folgenden Ausführungen entnehmen.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Anzahl der aktiven Projekte bei der ai-energy GmbH ist Ende 2023 weiterhin erfreulich hoch. Im Laufe des Jahres haben sich diese jedoch etwas verändert. Die Anzahl ist im Vergleich zu 2022 leicht zurück gegangen, jedoch sind die Projekte bzw. Kunden deutlich beratungsintensiver geworden. Es wird zunehmend deutlich, dass die ai-energy GmbH nicht mehr als klassisches Handelsunternehmen wahrgenommen wird, sondern sich zum immer wichtigeren Innovationspartner entwickelt und hier die wichtige Rolle des Beraters einnimmt.

Erfreulich war in 2023, dass ein strategisch wichtiger Kunde nach längerer Zeit akquiriert werden konnte und sich so die Arbeit der vergangenen Jahre bezahlt macht. Der Zuschlag des Kunden war ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen.

In den vergangenen Jahren gewonnene Projekte befinden sich nun in der Anlauf- bzw. Hochlaufphase, was entsprechend im Umsatzwachstum zu erkennen ist.

Auch in 2023 konnten die Jahrespreisverhandlungen mit den Bestandskunden mit festen Jahresliefermengen erfolgreich abgeschlossen werden.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 42.567 TEUR ab.

Portfolio

Die ai-energy GmbH ist spezialisiert auf die Entwicklung und den Vertrieb kundenspezifischer Bauteile für den elektrischen Antriebsstrang im Automobilbereich (E-Mobility: Hybrid und Vollelektrisch)

Die Produktpalette umfasst unter anderem:

• Leistungshalbleiter

• SiC Halbleiter

• Wärmeleitmaterial

• Induktivitäten

• Folienkondensatoren (DC-Link)

Pro Produktklasse führt die ai-energy GmbH je einen Hersteller, sodass interne Konkurrenz vermieden und die enge und exklusive Zusammenarbeit mit Kunden und Herstellern intensiviert wird.

Beschaffung

Wie bereits 2021 und 2022 war der Beschaffungsmarkt für elektronische Komponenten durchaus herausfordernd. Globale Lieferkettenprobleme, bedingt durch geopolitische Spannungen und die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie, führten zu Engpässen und Verzögerungen in der Lieferung von Bauelementen sowie vorgelagert zu Engpässen bei Rohstoffen wie Halbleitermaterialien und Metallen. Diese sorgten für Preisschwankungen, was die Kosten für elektronische Bauelemente in die Höhe trieb. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und deren umfassendes Risikomanagement, konnten diese Hürden jedoch ohne große Auswirkungen für die ai-energy GmbH genommen werden.

Absatz

Die wesentlichen Absatzmärkte der ai-energy GmbH liegen nicht nur im Inland, sondern sind global verteilt. Ebenso wie in den Vorjahren, erwies sich der Auftragseingang als stabil und ebenso nachhaltig wachsend. Dies ist, in Anbetracht der gesenkten Prognosen für den europäischen Automobilmarkt, eine sehr positive Entwicklung. Trotz der weiterhin angespannten Lage an den Weltmärkten und teils schwankenden Kundenbedarfen war ai-energy GmbH stets lieferfähig.

Finanzierungsmaßnahmen

Das in 2021 erfolgreich implementierte Factoring, anfangs über 4 Mio. EUR, hat sich als reibungslos im Ablauf und erleichternd in der Finanzierungsstruktur erwiesen. Mittlerweile wurde das Factoringvolumen auf 8 Mio. EUR erhöht. Die darüber hinaus erforderlichen Finanzierungen erfolgen aus dem Cashflow sowie über kurz- und mittelfristige Darlehen.

Personal- und Sozialbereich

Im Jahr 2023 beschäftigte die ai-energy GmbH durchschnittlich 15 Mitarbeiter. Die Erwartungen an potentielle Arbeitgeber haben sich gewandelt. Eine gute Work-Life-Balance, die durch flexible Arbeitszeitmodelle und Homeoffice-Möglichkeiten unterstützt wird, sowie die Förderung von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, sind für viele Arbeitnehmer mittlerweile entscheidend. Um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, müssen Unternehmen ihr "Employer Branding" stärken. Dazu gehört eine klare Kommunikation der Unternehmenskultur, der Werte und Vorteile, die das Unternehmen bietet.

Die Vergütungsstruktur der ai-energy GmbH umfasst sowohl gesetzlich vorgeschriebene Sozialleistungen als auch leistungsabhängige Vergütungen. Zusätzlich bietet das Unternehmen unbefristete Arbeitsverhältnisse und eine Reihe freiwilliger Leistungen wie:

• Mobile-Office

• Kostenfreie Getränke

• Urlaubs- und Weihnachtsgeld

• Geburtstagsgutscheine

• Arbeitgeber-Anteil zur betrieblichen Altersvorsorge

• Teambuilding Maßnahmen

• Betriebsfeiern

Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, ein attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen.

Um dem alltäglichen Arbeits- und Wissensbedarf gerecht zu werden, werden die Mitarbeiter der ai-energy GmbH fortlaufend im Rahmen eines Schulungskonzeptes weitergebildet.

Umweltschutz

Geschäftsmodell und Produktpalette der ai-energy GmbH sind insbesondere im Kontext der Nachhaltigkeitsentwicklungen der letzten Jahre, speziell auf den Gebieten der Elektrifizierung von Fahrzeugen (PKW und Flurförderfahrzeugen) zu sehen. So tragen die von der ai-energy GmbH in Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden entwickelten Produkte zur weiteren Einsparung von umweltschädlichem CO 2 bei und leisten einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung der zukünftig sich weiter reduzierenden Flottenverbräuche der Automobilisten.

Es ist für uns selbstverständlich, dass die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich des Umweltschutzes im Bereich der Beschaffungs-, Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten durch die ai-energy GmbH gewährleistet ist.

Im Zuge der Nachhaltigkeit wird weiter an der Optimierung der Transportwege und der Verpackungen gearbeitet, um einerseits die Packungsdichte zu erhöhen und andererseits unnötige Transporte zu vermeiden. Der entstandene Verpackungsmüll wird getrennt nach Wertstoffen umweltgerecht entsorgt und somit dem Kreislauf wieder zugeführt.

2. Darstellung der Lage

Die Vermögens- und Finanzlage sind stabil und werden weiter ausgebaut, um das geplante Wachstum in den nächsten Jahren zu erreichen. Die Ertragslage konnte nachhaltig verbessert und die finanzielle Struktur gefestigt werden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der ai-energy GmbH erhöhte sich 2023 um TEUR 553,7 auf TEUR 10.893,0.

Die Anlagenintensität ist mit 3,4 % (Vj. 2,4 %) der Bilanzsumme leicht gestiegen.

Das Anlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 369,5 (Vj. TEUR 245,2).

Das Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 10.500,8 (Vj. TEUR 10.069,8) besteht aus Vorräten mit TEUR 6.473,3 (Vj. TEUR 7.454,7), aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie Bankguthaben in Höhe von TEUR 4.027,5 (Vj. TEUR 2.615,1).

Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil von Eigenkapital an der Bilanzsumme von 27,0 % (Vj. 5,9 %) gekennzeichnet. Das Eigenkapital beläuft sich auf TEUR 2.939,9 (Vj. TEUR 612,2). Die Rückstellungen haben sich um TEUR 1.759,9 auf TEUR 2.333,0 (Vj. TEUR 573,1) erhöht. Verbindlichkeiten von TEUR 5.620,0 (Vj. TEUR 9.154,0) bestehen im Wesentlichen in Höhe von TEUR 4.379,7 (Vj. TEUR 6.354,8) gegenüber Lieferanten.

Finanzlage

Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres gewährleistet. Aufgrund eines finanzwirtschaftlichen Überschusses (cash-flow) in Höhe von TEUR 4.178,6 (Vj. TEUR 947,7) konnte die ai-energy GmbH erhebliche Mittel zur Eigenfinanzierung einsetzen. Das im Geschäftsjahr 2021 implementierte Factoring wirkte sich im Geschäftsjahr 2023 zusätzlich entlastend auf die Finanzlage aus.

Das Working Capital lag mit TEUR 4.930,8 über dem Vorjahreswert (Vj. TEUR 2.065,9) und die Working Capital Ratio bei 188,5% (Vj. 125,8%).

Die Eigenkapitalquote entspricht der derzeitigen Risikosituation des Unternehmens und beträgt nach Ergebnisverwendung 27,0 % (Vj. 5,9 %).

Die Fremdkapitalquote reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 auf 73,0% (Vj. 94,1%).

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 172,7 im Bereich des Anlagevermögens. Sämtliche Investitionen wurden eigenfinanziert.

Ertragslage

Das Rohergebnis betrug TEUR 7.003,9 (Vj. TEUR 3.200,7) und erhöhte sich damit um 118,8 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Betriebsaufwendungen stiegen infolge der positiven Geschäftsentwicklung um TEUR 371,1 auf TEUR 2.277,0 (Vj. TEUR 1.905,9), im Wesentlichen schlug sich dies in den Personalaufwendungen, Vertriebs- und Verwaltungskosten nieder.

Das operative Ergebnis (EBIT) beträgt im Geschäftsjahr TEUR 3.500,6 (Vj. TEUR 717,7) bzw. 8,2 % der Gesamtleistung (Vj. 2,0 %). Nach Steuern zeigt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.327,7 (Vj. TEUR 417,9).

3. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Risiken der künftigen Entwicklung

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Chancen

Ein positiver Effekt, verbunden mit der Chance auf den Ausbau unseres Geschäftsvolumens, ergibt sich daraus, dass die Bundesregierung Deutschland die E-Mobilität weiter vorantreiben möchte und sich das Ziel gesetzt hat, dass bis zum Jahr 2030 sieben bis zehn Millionen E-Fahrzeuge zugelassen sein werden. Deshalb wurde die Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos bis zum Jahr 2030 verlängert.

Auch aufgrund internationaler Entwicklungen ergeben sich Chancen für das Kerngeschäft der ai-energy GmbH. So haben sich weltweit insgesamt 195 Länder im Übereinkommen von Paris dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität in der Mobilität zu erreichen. 2021 wurde zudem das EU-Klimagesetz gebilligt, das politische Verpflichtungen zur Klimaneutralität bis 2050 im Rahmen des Grünen Deals verpflichtend macht.

Entsprechend positiv fällt auch eine Prognose des Marktforschungsportals Statista aus, das bis 2040 weltweit einen stetig ansteigenden Anteil der Elektromobilität am Gesamtmarkt voraussagt.

Risiken

Allgemeine Risiken ergeben sich für die Branche und auch für die ai-energy GmbH aus den derzeitigen gesamtwirtschaftlichen und -politischen Rahmenbedingungen. Die langfristigen Folgen des Ukraine- und Nahost-Konfliktes sind ebenfalls nicht zuverlässig abschätzbar. Durch diese übergeordneten Einflüsse wird die Materialknappheit am Beschaffungsmarkt deutlich verschärft. Wirtschaftliche Abschwünge und Rezession können die Nachfrage nach Produkten verringern. Der allmählichen Wandel des Verkäufer- zurück zum Käufermarkt kann zudem die Marktpreise beeinflussen.

Die gesamtheitliche Lage bleibt somit auch weiterhin angespannt und es gilt, diese aufmerksam zu beobachten.

Die Geschäftsführung hat ein zeitnahes Risk-Management installiert, mit dem Ziel, auf unvorhersehbare Ereignisse unmittelbar reagieren zu können.

Die umfassende Förderung der Elektromobilität in Deutschland im Jahr 2022 wird durch die stärkere Ausrichtung auf den Klimaschutz ab dem Jahr 2023 eingeschränkt. Es entfällt die Förderung für Fahrzeuge mit Plug-In-Hybrid-Antrieb und es gelten neue reduzierte Fördersätze, wodurch ein Risiko im weiteren Wachstum entstehen kann. Zusätzlich wurde die Förderung des Ausbaus der Ladeinfrastruktur zum Ende des Jahres 2022 eingestellt.

Im Einzelnen lassen sich die Risiken wie folgt beschreiben.

Absatzrisiken

Dem denkbaren Risiko des Wegfalls von Umsatz und Kunden wird durch die Pflege der Geschäftsbeziehung ebenso wie durch eine hohe Qualität einerseits des verwendeten Arbeitsmaterials und andererseits der Arbeitsleistung unseres Personals entgegengewirkt. So wurde im Jahr 2023 die Präsenz beim Kunden drastisch erhöht, um die ohnehin schon engen Kundenbeziehungen zu pflegen, aufrechtzuerhalten und weiter zu intensivieren. Die Risiken im Betriebsablauf werden durch Einhaltung und Überwachung von Qualitätsanforderungen laufend kontrolliert und im Rahmen der ISO 9001 und TISAX Zertifizierungen einem umfangreichen Monitoring unterzogen und dokumentiert.

Preisänderungs- und Beschaffungsrisiken

Die Entwicklung der Preise für Rohmaterialien, Währungsschwankungen sowie volatile Transportkosten für Containerfrachten werden mit den Herstellern und Kunden offen und transparent diskutiert. Der dahingehende Austausch sowie die enge Zusammenarbeit wird daher in der Preisfindung und Liefertreue berücksichtigt. Die Versorgungssicherheit ist stets gegeben.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Im Rahmen des erfolgreich umgesetzten Factorings wurde als wichtiger Vertragsbestandteil eine Warenkreditversicherung gegenüber der Bank zur Besicherung der Forderungen abgeschlossen. Über diese ist die Wertigkeit der Kunden für Ausfälle als gering anzusehen. Zudem sind neue strategische Zusammenarbeiten mit weiteren Banken geplant. Die Liquidität war und ist jederzeit gesichert.

Personalrisiken

Die negative Entwicklung in den vergangenen Jahren bei der Verfügbarkeit von Fachkräften hat sich im Jahr 2023 fortgesetzt. Es wird zunehmend schwerer qualifizierte Fachkräfte zu finden und langfristig zu binden, was die Produktivität und Innovationskraft beeinträchtigen könnte. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, setzen wir verstärkt auf gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen, attraktive Vergütungsstrukturen und flexible Arbeitszeitmodelle. Zudem intensivieren wir unser Employer Branding und verstärken unsere Rekrutierungsbemühungen, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden. Die angebotenen Sozial- und freiwilligen Leistungen der ai-energy GmbH, die flachen Hierarchie-Strukturen, Schulungskonzepte, die zukunftsorientierten Entwicklungsmöglichkeiten und Anpassung der Arbeitsbedingungen sollen die Mitarbeiterbindung weiter stärken und das Personalrisiko minimieren.

IT-Risiken

IT Risiken sind vielfältig und umfassen verschiedene Bereiche. Cyberangriffe sind eine der größten Bedrohungen für Unternehmen. Auch der Datenverlust durch menschliches Versagen, technische Defekte und zunehmenden Naturkatastrophen ist nicht zu unterschätzen. Ebenfalls können Betriebsunterbrechungen durch Hardware- oder Softwarefehler entstehen. Um dem entgegen zu Wirken, ist eine robustes IT-Sicherheitsmanagement sowie eine kontinuierliche Überwachung unabdingbar. Die ai-energy GmbH schützt sich zudem soweit wie möglich durch aktuelle Sicherheitssysteme, wie Anti-Viren-Software und Firewalls.

Umweltrisiken

Der Klimawandel und damit die verbunden extremen Wetterereignisse wie Stürme und Überschwemmungen könnten Betriebsunterbrechungen verursachen. Ebenfalls verursachen die immer strenger werdenden Umweltgesetze und -vorschriften zusätzliche Kosten.

Im Zuge der Nachhaltigkeit wird weiter an der Optimierung der Transportwege und der Verpackungen gearbeitet, um einerseits die Packungsdichte zu erhöhen und andererseits unnötige Transporte zu vermeiden. Der entstandene Verpackungsmüll wird getrennt nach Wertstoffen umweltgerecht entsorgt und somit dem Kreislauf wieder zugeführt.

4. Prognosen

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Laut dem Online Artikel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 28.05.2024 über die weltweite Konjunkturentwicklung, zeigt der OECD und IWF trotz anhaltender geopolitischer Risiken vorsichtigen Optimismus. Die Inflation sinkt schneller als erwartet und die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Unternehmen und Haushalte gewinnen Vertrauen, obwohl restriktive Finanzierungsbedingungen, besonders auf Immobilien- und Kreditmärkten, spürbar bleiben. Die Prognosen wurden leicht nach oben korrigiert. 2023 wuchs die Weltwirtschaft um über 3 %, wobei das Wachstum regional unterschiedlich ausfiel. Die USA und mehrere Schwellenländer, darunter Indien, Indonesien und Brasilien, verzeichneten starkes Wachstum. In Europa und einkommensschwachen Ländern hingegen stagnierte das Wachstum aufgrund von Energiepreisschocks, langsamem Kreditwachstum und negativen Klimaauswirkungen.

Im Jahreswirtschaftsbericht 2024 des Bundestages wird eine Abnahme der deutschen Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent für 2023 festgestellt. Für 2024 wird ein BIP-Wachstum von 0,2 Prozent prognostiziert, was unter den vorherigen Erwartungen von 1,3 Prozent liegt. Gründe hierfür sind unter anderem die frühere Abhängigkeit von russischen Energielieferungen und die hohe Außenhandelsorientierung. Trotz eines robusten Arbeitsmarktes und eines historischen Höchststandes der Erwerbstätigen wird die wirtschaftliche Dynamik durch Bürokratie, Fachkräftemangel und unzureichende Investitionen gebremst.

Nach dem Frühjahresgutachten 2024 des Sachverständigenrates zeigen sich die nationalen und internationalen wirtschaftlichen Eckdaten (in %) wie folgt:

2023 2024 Veränderung
Deutschland
BIP-Wachstum -0,2 0,2 0,4
Inflationsrate 5,9 2,4 -3,5
Arbeitslostenquote 5,7 5,8 0,1
Lohnwachstum 6,3 5,1 -1,2
Finanzierungssaldo -2,1 -1,5 0,6
Euro-Raum
BIP-Wachstum 0,6 0,8 0,2
Inflationsrate 5,4 2,4 -3
Weltwirtschaft
BIP-Wachstum 2,7 2,6 -0,1
Inflationsrate 5,3 4,5 -0,8

Einschätzung Branche

Der bereits im vergangenen Jahr festgestellte Auftragseinbruch in der deutschen Bauelementedistribution spiegelt sich erwartungsgemäß nun in rückläufigen Umsätzen wider. Nach einem Rückgang von 20 % im vierten Quartal 2024 sank der Umsatz im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum Rekordquartal Q1/2023 um 29 % auf 1,09 Milliarden Euro. Auch die Auftragslage war mit einem Minus von 43 % und 640 Millionen Euro rückläufig, zeigte jedoch im Vergleich zu Q4/23 einen schwachen Anstieg, was zu einer leichten Verbesserung in Höhe von 0,59 der Book-to-Bill-Rate führte (FBDi: Marktzahlen für Q1/2024 (2024)).

Im ersten Quartal 2024 waren die Halbleiter besonders betroffen. Der Umsatz fiel um 30,7 % auf 713 Millionen Euro, während die Aufträge um mehr als 50 % auf 345 Millionen Euro sanken, was zu einer Book-to-Bill-Rate von 0,48 führte. Auch bei den passiven Bauelementen sah es nicht besser aus: Der Umsatz verringerte sich um 28 % auf 150 Millionen Euro und die Auftragseingänge fielen um 42 % auf 99 Millionen Euro. Einen Umsatzrückgang von 22 % auf 145 Millionen Euro und einen Auftragseingangsrückgang von 25 % auf 127 Millionen Euro verzeichneten die elektromechanischen Bauteile. Dem allgemeinen Abwärtstrend folgten die anderen Bauelemente wie Sensoren, Displays, Stromversorgungen und Baugruppen. Die Umsatzverteilung der verschiedenen Bauelementetechnologien verschob sich leicht zu Ungunsten der Halbleiter, die somit nur noch 65 % des Gesamtvolumens ausmachten (vgl. ebd.).

In den letzten Jahren stieg der Anteil der Elektroautos am Pkw-Bestand in Deutschland kontinuierlich an und erreichte im Jahr 2023 einen schätzungsweisen Stand von 3,9 Prozent (BEV und PHEV). Elektroautos machten bei den Neuzulassungen 17,7% und Hybridautos 13,7% aus. Prognosen zufolge könnte der Anteil der Elektroautos am Gesamtbestand in Deutschland bis 2025 auf 11,1 Prozent und bis 2030 auf 24,4 Prozent ansteigen (Ben Impey, Elektromobilität in Deutschland (2024)).

Die tendenzielle Entwicklung der Elektromobilitätsbranche ist somit positiv zu bewerten.

Zukünftige Entwicklung ai-energy GmbH

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 liegt der Auftragseingang weiterhin auf einem erfreulichen Niveau, wenn auch die Euphorie etwas zurückzugehen scheint. Es konnten weiterhin Neuprojekte gewonnen werden, welche in den kommenden ein bis drei Jahren Ihren SOP (Standard Operating Procedure) haben werden. Jedoch ist deutlich zu spüren, dass der Markt hart umkämpft ist und Preisverhandlungen schwieriger werden.

Basierend auf der erfolgreichen Zusammenarbeit mit namhaften Kunden der Automobilbranche im Bereich der Produktentwicklung konnte die ai-energy GmbH den Service in diesem Bereich weiter ausbauen und wird dies auch weiterhin tun. Anfang 2024 wurde ein weiteres Innovationsprojekt gestartet, an dem die ai-energy GmbH einen wichtigen Beitrag leistet. Um dies zu bewerkstelligen, wird zunehmend Personal mit technischem Hintergrund eingestellt und das Team so entsprechend breit aufgestellt.

Im Jahr 2023 wurde der schrittweise Ausbau und die Erweiterung des Standardprogramms weiter vorangetrieben und in 2024 fortgeführt. Langfristiges Ziel ist es, dem Kunden "alle A-Komponenten aus einer Hand" bieten zu können. Hierfür laufen intensive Gespräche mit innovativen Herstellern, um deren Produkte ins Portfolio mit aufzunehmen.

Die Einschätzungen der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 stehen unter dem Vorbehalt der anhaltenden geopolitischen Spannungen und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die weltweiten Lieferketten sowie die Energie-, Rohstoff und Verbraucherpreise einschließlich der Zinspolitik.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

Aufgrund der oben genannten Ziele und gewonnener Neuprojekte sowie vor dem Hintergrund möglicher Sondereinflüsse geht die Geschäftsführung auch für das Geschäftsjahr 2024 von einer weiterhin guten Geschäftsentwicklung und weiterem Wachstum aus. Die Umsatzerlöse und Materialkosten erwarten wir spürbar über dem Niveau des Vorjahres, bei deutlich steigenden Personalkosten und ansonsten moderat steigenden Betriebsaufwendungen. Die Geschäftsführung geht von einem Jahresüberschuss auf dem Niveau des Vorjahres aus.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 369.546,00 245.173,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.166,00 20.466,00
II. Sachanlagen 154.380,00 24.707,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 97.987,00 1.463,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.393,00 23.244,00
III. Finanzanlagen 200.000,00 200.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 200.000,00 200.000,00
B. Umlaufvermögen 10.500.834,02 10.069.816,94
I. Vorräte 6.473.340,66 7.454.675,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.307.378,59 2.274.644,47
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 20.085,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 720.114,77 340.497,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.732,26 17.265,01
D. Aktive latente Steuern 2.897,80 7.052,97
Summe Aktiva 10.893.010,08 10.339.307,92

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.939.926,53 612.229,60
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 587.229,60 169.360,21
III. Jahresüberschuss 2.327.696,93 417.869,39
B. Rückstellungen 2.333.037,45 573.122,43
C. Verbindlichkeiten 5.620.046,10 9.153.955,89
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.528.476,63
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.528.476,63
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.620.046,10 7.625.479,26
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.570.046,10 6.475.479,26
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 50.000,00 1.150.000,00
Summe Passiva 10.893.010,08 10.339.307,92

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.003.905,38 3.200.717,08
2. Personalaufwand 1.100.569,01 896.579,19
a) Löhne und Gehälter 909.612,54 756.024,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 190.956,47 140.554,45
davon für Altersversorgung 1.118,20 523,20
3. Abschreibungen 32.292,44 38.636,10
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 32.292,44 38.636,10
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.370.484,14 1.547.760,24
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 133.092,92 203.777,25
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 274.574,03 133.347,39
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 898.289,86 166.525,36
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 4.155,17 19.500,95
7. Ergebnis nach Steuern 2.327.695,90 417.868,80
8. sonstige Steuern -1,03 -0,59
9. Jahresüberschuss 2.327.696,93 417.869,39

Anhang

I. Allgemeine Angaben Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:

Firmenname laut Registergericht: ai-energy GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Rednitzhembach
Registergericht: Amtsgericht Nürnberg
Register-Nr.: HRB 36744

Der Jahresabschluss der ai-energy GmbH wurde nach den Vorschriften des dritten Buchs des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Für die Aufstellung der Bilanz wird die Gliederung gem. § 266 Abs. 1 Satz 2 HGB zugrunde gelegt.

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gem. § 275 Abs. 2 HGB in der Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgen unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig 3 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, in dem sie voraussichtlich genutzt werden können, ergibt. Zugänge des Geschäftsjahres wurden pro rata temporis abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach den amtlichen AfA-Tabellen angesetzt. Die Abschreibungen werden grundsätzlich linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden unter Beachtung des Gesichtspunkts der Wesentlichkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung entsprechend den ertragsteuerlichen Regelungen bewertet.

Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibung.

Die im Vorratsvermögen ausgewiesenen fertigen Erzeugnisse und Waren werden mit den Anschaffungskosten nach § 253 HGB einzubeziehenden Aufwendungen bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Stichtagswert nach § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Wertberichtigungen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen besteht kein Wertberichtigungsbedarf.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gem. § 250 HGB gebildet und zeitanteilig aufgelöst.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich, soweit nicht unwesentlich, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit den vertraglich vereinbarten Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Zum Bilanzstichtag werden die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Der Überhang der aktiven latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzposten. Von der Möglichkeit zur Saldierung passiver und aktiver Steuerlatenzen wurde Gebrauch gemacht. Das Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde dahingehend ausgeübt, den aktiven Überhang der latenten Steuern auszuweisen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte, sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen (siehe nächste Querseite).

2. Aktive latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzposten. Von der Saldierung passiver und aktiver Steuerlatenzen wurde Gebrauch gemacht. Insgesamt ergibt sich ein Aktivüberhang. Die Berechnung erfolgte unter Verwendung eines Steuersatzes von 27,725% und berücksichtigt Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer.

3. Eigenkapital

Für die Ausschüttung gesperrt im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB sind EUR 2.897,80 (Vj. EUR 7.052,97). Hierbei handelt es sich um die Aktivierung latenter Steuern.

4. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten mit EUR 1.273.000,00 und Rückstellungen für Gewährleistungen mit EUR 84.700,00 enthalten.

5. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Darlehen in Höhe von EUR 1.150.000,00, davon EUR 1.100.000,00 mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und EUR 50.000,00 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Brutto-Anlagespiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 108.587,22 11.200,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 108.587,22 11.200,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.775,44 101.331,49 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 31.877,83 60.143,95 16.709,82
Sachanlagen 33.653,27 161.475,44 16.709,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 200.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen: 342.240,49 172.675,44 16.709,82
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 119.787,22
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 119.787,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 103.106,93
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 0,00 75.311,96
Sachanlagen 0,00 178.418,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 200.000,00
Summe Anlagevermögen: 0,00 498.206,11
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 88.121,22 16.500,00 0,00 0,00 104.621,22
Immaterielle Vermögensgegenstände 88.121,22 16.500,00 0,00 0,00 104.621,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 312,44 4.807,49 0,00 0,00 5.119,93
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 8.633,83 10.984,95 699,82 0,00 18.918,96
Sachanlagen 8.946,27 15.792,44 699,82 0,00 24.038,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen: 97.067,49 32.292,44 699,82 0,00 128.660,11
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 15.166,00 20.466,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 15.166,00 20.466,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 97.987,00 1.463,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 0,00 56.393,00 23.244,00
Sachanlagen 0,00 154.380,00 24.707,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 200.000,00 200.000,00
Summe Anlagevermögen: 0,00 369.546,00 245.173,00

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 41.963,51 und Erträge aus Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von EUR 81.700,00.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 133.092,92.

3. Sonstiges

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

V. Sonstige Angaben

1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Am 10.08.2021 wurde der Forfaitierungsrahmenvertrag mit Wirkung ab 01.09.2021 abgeschlossen. Im Rahmen dessen wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr 2023 an die Factoring-Gesellschaft veräußert. Bei dem Vertrag handelt es sich um ein echtes Factoring, bei dem das Risiko der Zahlungsunfähigkeit der Kunden auf den Factor übergeht. Die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3.839.646,69 (Vj. EUR 5.850.888,25) wurden in voller Höhe ausgebucht. Durch den Abschluss des Vertrages hat die Gesellschaft die Möglichkeit den Mittelzufluss zu beschleunigen.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und sonstige Haftungsverhältnisse

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von gesamt EUR 276.987,96 (Jahreswerte).

Davon resultieren EUR 242.855,00 aus Mietverträgen, EUR 21.637,80 aus Leasingverträgen und EUR 12.495,16 aus Wartungs- und Dienstleistungsverträgen.

Zu dem seit 01.09.2021 wirksamen Forfaitierungsvertrag besteht in Höhe von EUR 766.000,00 ein direktes Vertragserfüllungsaval als Garantie. Des Weiteren hat das Unternehmen die restlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.641.756,71 an die Factoring-Gesellschaft abgetreten.

3. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Zum Bilanzstichtag waren durchschnittlich im Unternehmen 15 Personen beschäftigt (Vorjahr 13), davon sind 0 gewerbliche Mitarbeiter und 15 Angestellte.

4. Angabe gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG

Im Geschäftsjahr 2023 bestehen weder Forderungen gegen noch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter(n).

5. Gesellschaftsorgane

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der ai-energy GmbH durch den alleinvertretungsbefugten Geschäftsführer:

- Herr Jens Kohler, Dipl.-BW (FH), kaufmännischer Geschäftsführer

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Von der Anwendung der Schutzklauseln des § 286 Abs. 4 wird Gebrauch gemacht.

6. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen gem. § 285 Nr. 11 HGB

Angaben gem. § 285 Nr. 11 HGB werden in Anwendung des § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht gemacht.

7. Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge

Zum 31.12.2023 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von EUR 2.897,80, die in voller Höhe auf die Aktivierung latenter Steuern entfallen.

8. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Gem. § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB wird von dem Wahlrecht gebrauch gemacht, diese Angaben nicht im Anhang darzustellen.

9. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wäre, eingetreten.

VI. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 2.327.696,93. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags in Höhe von EUR 587.229,60 ergibt sich ein Betrag von EUR 2.914.926,53, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden EUR 2.914.926,53 vorgetragen.

VII. Unterschrift gem. § 245 HGB

 

Rednitzhembach, den 19.07.2024

gez. Jens Kohler, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.10.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ai-energy GmbH, Rednitzhembach

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der ai-energy GmbH, Rednitzhembach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der ai-energy GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks.

 

Schönefeld, den 13. September 2024

MAUREL GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Josef Philippsen, Wirtschaftsprüfer

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