Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 4907 NO
Vorher
Van Houten Beteiligungs GmbHStollwerck Norderstedt Beteiligungs GmbH
Eingetragen
27.12.2004
Branche
Herstellung von Süßwaren, ohne DauerbackwarenGroßhandel mit Zucker, Süßwaren und BackwarenHerstellung von Stärke und Stärkeerzeugnissen
Gegenstand
fabrikmäßige Herstellung und Vertrieb im In- und Ausland von Kakao, Schokoladenerzeugnissen, Zuckerwaren, Nahrungsund Genussmitteln, pharmazeutischen Artikeln, Stärke-Präparaten und Automatenwaren sowie Verpackungsmittel aller Art und deren grafische Ausstattungen, ferner Erwerb und Betrieb von Unternehmungen sowie Beteiligung an jeder gesetzlichen zulässigen Form an solchen Unternehmungen, welche mit dem vorgegebenen Zweck zusammenhängen oder diesen Zweck zu fördern geeignet erscheinen. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Unternehmensbeteiligungen jeder Art, auch insoweit, als der Gegenstand dieser Unternehmen nicht mit dem Gegenstand der Gesellschaft identisch oder vergleichbar ist, zu erwerben, zu verwalten und zu veräußern, sowie Interessengemeinschaftsverträge abzuschließen und Zweitniederlassungen im In- und Ausland zu errichten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thorsten Laux
seit 19.9.2025
Prokura
Prokura
Prokura
Prokura
Hüseyin Alkan
seit 24.11.2022
Geschäftsführer
Timothy Volkert
seit 16.6.2022
Prokura
Matthias Westermann
seit 15.1.2021
Prokura
Ralph Homburg
seit 15.1.2021
Prokura
Brita Bieder
seit 16.4.2019
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Baronie-de-Heer B.V.NLD
94.90%
Enix B.V.NLD
5.10%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Baronie-de-Heer B.V.
Netherlands
94.900.000 €
94.90%
Enix B.V.
Netherlands
5.100.000 €
5.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

STOLLWERCK GMBH

Norderstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Stollwerck GmbH, Norderstedt

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.891,14 58.587,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.148.000,00 2.685.000,00
2.182.891,14 2.743.587,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.707.936,67 7.368.417,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.401.189,85 10.249.667,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.721.062,46 491.080,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 783.523,59 375.086,97
18.613.712,57 18.484.252,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.127.963,22 25.177.051,74
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.100,00 1.100,00
25.129.063,22 25.178.151,74
45.925.666,93 46.405.991,74
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25.343.701,41 16.132.875,29
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 9.865.665,81 8.015.023,51
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 22.853.265,14 13.154.804,73
58.062.632,36 37.302.703,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 45.039.936,05 38.756.342,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.893.214,89 7.668.483,19
davon aus Lieferungen und Leistungen: € 6.893.214,89 (Vorjahr: € 3.184.042,62)
- davon aus sonstigen Forderungen: € 0,00 (Vorjahr: € 4.484.440,43)
- Forderungen gegen Gesellschafter: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.650.947,84 3.357.672,43
54.584.098,78 49.782.498,01
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
1. Kassenbestand 35.022,76 23.693,25
2. Bankguthaben 1.983,55 1.070,84
3. Schecks 117.227,30 7.005,36
154.233,61 31.769,45
112.800.964,75 87.116.970,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 38.798,10 27.707,09
158.765.429,78 133.550.669,82

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn
1. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 47.172.856,29 45.611.681,46
2. Jahresüberschuss 16.543.269,83 1.542.688,01
63.716.126,12 47.154.369,47
63.741.126,12 47.179.369,47
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 23.444.262,55 25.044.548,43
2. Steuerrückstellungen 4.289.917,98 4.085.259,35
3. Sonstige Rückstellungen 12.717.080,37 15.138.700,34
40.451.260,90 44.268.508,12
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.805.967,27 26.191.528,31
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.154.460,22 14.897.936,50
- davon gegenüber Gesellschaftern: € 11.228.388,19 (Vorjahr: € 5.640.676,47)
davon aus Lieferungen und Leistungen: € 1.898.707,32 (Vorjahr: € 2.118.695,21)
- davon aus sonstigen Verbindlichkeiten: € 8.027.364,71 (Vorjahr: € 1.343.124,39)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 612.615,27 1.013.327,45
- davon aus Steuern: € 459.674,66 (Vorjahr: € 387.470,25)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 2.643,02 (Vorjahr: € 2.383,81)
54.573.042,76 42.102.792,26
158.765.429,78 133.550.669,82

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2023

Stollwerck GmbH, Norderstedt

2023 Rumpf - Wj 01.05. - 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 375.343.410,95 210.646.472,75
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 11.549.102,71 -3.643.382,94
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.398.765,63 3.593.048,39
Erträge aus der Währungsumrechnung: € 105,43 (Vorjahr: € 12.538,13)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -296.954.163,36 -161.557.312,81
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.012.697,52 -1.095.557,06
-298.966.860,88 -162.652.869,87
5. Rohergebnis 92.324.418,41 47.943.268,33
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -40.074.967,01 -25.160.305,68
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -8.339.663,00 -5.131.737,10
Aufwendungen für Altersversorgung: € 136.456,29 (Vorjahr: € 112.374,29)
-48.414.630,01 -30.292.042,78
7. Abschreibungen -3.277.975,05 -2.422.371,07
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -18.243.292,22 -12.478.149,75
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: € 43.894,48 (Vorjahr: € 28.340,02)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 14.533,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -955.311,15 -410.206,69
- davon an verbundene Unternehmen: € 567.141,23 (Vorjahr: € 43.171,65)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.692.894,25 -680.551,70
12. Ergebnis nach Steuern 16.740.315,73 1.674.479,34
13. Sonstige Steuern -197.045,90 -131.791,33
14. Jahresüberschuss 16.543.269,83 1.542.688,01
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 47.172.856,29 45.611.681,46
16. Bilanzgewinn 63.716.126,12 47.154.369,47

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Stollwerck GmbH wird beim Amtsgericht Kiel unter der amtlichen Handelsregisternummer HRB 4907 NO geführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das abgelaufene Geschäftsjahr umfasst die Monate Januar bis Dezember 2023.

Im Bereich der Vorräte wurden zwei Konten aus dem Bereich der Fertigware in den Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe umgegliedert. Dies betrifft nur die Vorjahreswerte, da die Konten am 31.12.2023 einen Saldo von 0 € haben.

Die Vorperiode umfasst ein Rumpfwirtschaftsjahr vom 1. Mai 2022 bis 31. Dezember 2022 (acht Monate) und sind insofern nur bedingt vergleichbar.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst-erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch die handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Gemeinkosten und die durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Nutzungsdauern für Sachanlagen betragen zwischen 3 und 50 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Anlagegegenstände mit einem Wert von über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurden in einen Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG aufgenommen. Der Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen mit dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Anwendung der steuerlichen Bewertungsmaßstäbe aktiviert, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie durch die Fertigung veranlasste planmäßige Abschreibungen entsprechend dem steuerrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen, Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung, freiwillige soziale Leistungen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten (und angemessenen Gewinn) vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen und Altersteilzeit dienen, sind mit den daraus resultierenden Schulden verrechnet worden, da sie dem Zugriff aller Gläubiger mit Ausnahme des jeweils Begünstigten entzogen sind. Diese Vermögensgegenstände wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (kurz PUC-Verfahren: Projected Unit Credit- Verfahren) auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck (i. Vj. Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck). Der Rechnungszins ergibt sich aus der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einem durchschnittlichen Marktzinssatz auf Basis der letzten 10 Jahre und einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB und beträgt 1,83 % (i. Vj. 1,79 %). Lohn-, Gehalts- und Rententrends wurden insoweit berücksichtigt, als dass sie auf begründeten Erwartungen und hinreichend objektiven Hinweisen beruhen.

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind in Höhe von TEUR 101 (i.Vj. TEUR 117) durch Vermögensgegenstände gesichert. Diese dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen saldiert.

Der Unterschiedsbetrag zwischen Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 7 Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren beträgt TEUR 146 (i.Vj. TEUR 785). Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden grundsätzlich in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen passiviert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Berechnung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen erfolgte ebenfalls nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck (i. Vj. Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck). Der Rechnungszins ergibt sich aus der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einem durchschnittlichen Marktzinssatz auf Basis der letzten 7 Jahre und einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB und beträgt 1,76 % (i.Vj. 1,45%). Die Gehaltsdynamik wurde mit ca. 3,0 % für Tarifmitarbeiter und 1,0 % für AT Angestellte angesetzt. Der in 2011 sich aus der geänderten Bewertung ergebene Auflösungsbetrag wurde gemäß § 67 Abs.1 Satz 3 EGHGB unmittelbar in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung von Fremdwährungspositionen erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Aufgrund der Bestandsdauer und Stabilität des bestehenden Geschäfts- oder Firmenwertes wird in Übereinstimmung mit der steuerlichen Regelung über eine angenommene Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Nachfolgend finden Sie die Anteilsbesitzaufstellung zum 31.12.2023

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
% TEUR TEUR
Frankonia Schokoladenwerke GmbH 100 21.172 3.231
Eszet Schokoladen GmbH, Norderstedt 100 380 -1
Sarotti GmbH i.L., Berlin * 100 719 -1
Sprengel GmbH, Norderstedt ** 0 0 -1

* Die Gesellschaft ist am 10.09.2024 erloschen.
** Die Gesellschaft ist am 19.05.2023 erloschen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen aus dem Energiesteuer bzw. Energieprogramme in Höhe von EUR 1.207.000 (Vorjahr TEUR 2.038) enthalten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Beträge für Grundstücksabgaben.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubs- und Überstundenansprüche der Mitarbeiter TEUR 2.970 (Vorjahr TEUR 2.901), Werbekostenzuschüsse TEUR 2.853 (Vorjahr TEUR 3.037), Rechnungslistenkonditionen TEUR 3.132 (Vorjahr TEUR 3.162), Jubiläumsverpflichtungen TEUR 1.653 (Vorjahr TEUR 1.643), sowie ausstehende Lieferantenrechnungen TEUR 595 (Vorjahr TEUR 2.696) gebildet.

Daneben hat sich die Stollwerck GmbH gegenüber der Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG vertraglich verpflichtet, diese von Pensionsverpflichtungen und Pensionsanwartschaften aus Arbeitsverhältnissen freizustellen, die aus früheren Pensionszusagen stammen. Die administrative Bearbeitung der Pensionen erfolgt im Namen und im Auftrag des Unternehmens, wodurch die Rückstellung unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen wird. Sie beträgt zum 31.12.2023 TEUR 778 (Vorjahr TEUR 822). Die Bewertung erfolgt analog der zu der Berechnung für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Latente Steuer

Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich eine künftige Steuerentlastung aus niedrigeren steuerbilanziellen Wertansätzen der sonstigen Rückstellungen, der Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen. Die aktiven Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechtes des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

Lfd. Jahr in TEUR Vorjahr in TEUR
Umsatzerlöse aus Fertigwaren 358.825 203.545
Umsatzerlöse aus Halbwaren, RHB 12.924 3.562
Sonstige Umsatzerlöse 3.594 3.539
Summe 375.343 210.646

In Wirtschaftsjahr 2023 wurden 56,9% (Kalenderjahr 2022 58,9%) der Umsätze im Inland getätigt, 12,3% (Kalenderjahr 2022 13,5%) erfolgten in Belgien, weiter folgen 8,5% (Vorjahr 8,9 %) in den Niederlanden und 7,9 % (Vorjahr 5,7%) in Großbritannien.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die Erstattung eines Versicherungsschadens aus dem Jahre 2022 TEUR 1.547 (Vorjahr TEUR 461), Energie- und Stromsteuererstattungen TEUR 606 (Vorjahr TEUR 2.038) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.068 (Vorjahr: TEUR 384).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Produktentwicklung- und Marketingkosten T€ 2.176 (Vorjahr TEUR 1.621), Reparaturen T€ 2.148 (Vorjahr TEUR 1.131 Lizenzgebühren T€ 1.345 (Vorjahr TEUR1.131), IT und Management Services T€ 1.293 (Vorjahr TEUR 900) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 584),

Zinsergebnis

Gemäß § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB sind Zinsaufwendungen aufgrund der Aufzinsung von Rückstellungen in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert auszuweisen. Aus der Aufzinsung von Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen ergab sich ein Zinsaufwand in Höhe von TEUR 382 (Vorjahr TEUR 335).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei der Gesellschaft bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Kfz und Geräte Leasingverträgen für die Grundmietzeit. Weiter gibt es einen Erbbaupachtvertrag, aus dem sich einerseits finanzielle Verpflichtungen, andererseits aber auch Mieterträge ergeben.

Die Fälligkeiten der sonstigen finanziellen Verpflichtungen lassen sich folgender Tabelle entnehmen:

aus Miet und Leasingverplichtungen aus Erbbaupacht *
EUR EUR
Fälligkeiten bis ein Jahr 140.091 89.395
Fälligkeiten 1 bis 5 Jahre 258.392 357.580
Fälligkeiten über 5 Jahre 0 3.843.988
Gesamt 398.483 4.290.963

* Mieterträge in gleicher Höhe laufen gegen die Verpflichtungen

Es bestehen zudem Bürgschaftsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.050 für die Pensionsverpflichtungen gegenüber der Ludwig Schokoladen GmbH & Co. KG und zwei Zollaufschubkonten.

Am 18. Februar 2020 haben die Gesellschafter eine Kapitalherabsetzung beschlossen. Die Gläubiger wurden mit der Veröffentlichung am 23. März 2020 im Bundesanzeiger informiert. Von den Gläubigern sind keine Widersprüche eingegangen. Nach Ablauf der einjährigen Wartefrist wurde der Beschluss umgesetzt. Da es sich um eine Kapitalreduktion handelte, wurden keine Steuern vor den Rückerstattungen an die Gesellschafter einbehalten.

Die Geschäftsführer und Gesellschafter sind der Ansicht, dass eine am Handelsregister erfolgte Korrektur einer Formalität keinen Einfluss auf das Wesen der Transaktion, nämlich eine Kapitalherabsetzung, die von den Gesellschaftern beschlossen und anschließend ausgeführt wurde, hat.

Basierend auf den wesentlichen Fakten haben die Geschäftsführer den Schluss gezogen, dass keine Notwendigkeit besteht, eine Rückstellung für eine potenzielle Verpflichtung zur Zahlung von Steuereinbehalten, zu bilden. Neben der Tatsache, dass ein Anspruch aus einer eventuellen Verbindlichkeit angefochten würde, ergäbe sich kein wesentlicher negativer Einfluss auf die finanzielle Situation des Unternehmens.

Geschäftsführung im Wirtschaftsjahr 01. Januar bis 31.Dezember 2023:

Van Logtestijn, Johannes Maria, Gesamtgeschäftsführer

Alkan, Hüseyin, Gesamtgeschäftsführer

Auf die Angabe zu den Bezügen der Organmitglieder wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführer und des Aufsichtsrates

Auf die Angabe zu den Bezügen ehemaliger Organmitglieder und deren Hinterbliebenen wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für ehemalige Organmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 961 (Vorjahr TEUR 999) gebildet.

Aufsichtsrat im Wirtschaftsjahr

Walder, Alphonsus Cornelis Lambertus Thaddeus, Unternehmer (Vorsitzender),

Walder, Alphonsus Paul Lambert, Unternehmer

Walder, Guy, Unternehmer

Slootmans, Jozef, Rechtsanwalt

Kutzsche, Florian, QA-Manager

Bergner, Ralf, BR-Vorsitzender

Vereinbarungsgemäß erhalten die Aufsichtsratsmitglieder keine Vergütung.

Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl, ohne Auszubildende, stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
Anzahl Anzahl
Gewerbliche 743 758
Angestellte 182 180
925 938

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 52. Es setzt sich zusammen aus Honoraren für Prüfungsleistungen der Prüfung des Jahresabschluss TEUR 42, der Prüfung nach Verpackungsgesetz TEUR 5 und für die Erstellung von Steuererklärungen TEUR 5 .

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Sweet Products N.V ., Veurne/Belgien, einbezogen. Der Konzernabschluss ist unter der Nummer 0449.345.966 beim Rechtspersonenregister Rechtbank van Koophandel van Veurne einzusehen.

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Stollwerck GmbH zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da der Abschluss der Muttergesellschaft im Bundesanzeiger erfolgt.

Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.Dezember 2023 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 16.543.269,83 aus. Wir schlagen vor, den Jahresüberschuss mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von EUR 47.172.856,29 vorzutragen.

Haftungsverhältnisse

Zur potentiellen Haftung für Kapitalertragsteuer im Zusammenhang mit einer Kapitalherabsetzung verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt "Sonstige finanzielle Verpflichtungen".

 

Norderstedt, den 06.09.2024

Johannes Maria van Logtestijn

Hüseyin Alkan

Anlagenspiegel per 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.389.918,87 0,00 0,00 0,00 11.389.918,87
2. Geschäfts- oder Firmenwert 18.420.278,17 0,00 0,00 0,00 18.420.278,17
29.810.197,04 0,00 0,00 0,00 29.810.197,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleich Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.209.965,31 483.756,36 111.672,39 0,00 69.805.394,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 220.945.554,07 207.082,89 17.773,56 207.481,83 220.962.928,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.189.169,21 1.492.451,27 161.392,64 37.014,80 13.805.998,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 375.086,97 705.050,51 -290.838,59 5.775,30 783.523,59
302.719.775,56 2.888.341,03 0,00 250.271,93 305.357.844,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.299.064,72 0,00 0,00 171.101,50 25.127.963,22
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.100,00 0,00 0,00 0,00 1.100,00
3. Sonstige Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
25.300.164,72 0,00 0,00 171.101,50 25.129.063,22
357.830.137,32 2.888.341,03 0,00 421.373,43 360.297.104,92
Afa
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.331.331,42 23.696,31 0,00 0,00 11.355.027,73
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.735.278,17 537.000,00 0,00 0,00 16.272.278,17
27.066.609,59 560.696,31 0,00 0,00 27.627.305,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleich Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.841.548,07 255.909,32 0,00 0,00 62.097.457,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 210.695.886,44 2.067.119,07 0,00 201.266,67 212.561.738,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.698.088,47 394.250,35 0,00 7.402,96 12.084.935,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
284.235.522,98 2.717.278,74 0,00 208.669,63 286.744.132,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 122.012,98 0,00 0,00 122.012,98 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
122.012,98 0,00 0,00 122.012,98 0,00
311.424.145,55 3.277.975,05 0,00 330.682,61 314.371.437,99
Nettobuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.891,14 58.587,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.148.000,00 2.685.000,00
2.182.891,14 2.743.587,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleich Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.707.936,67 7.368.417,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.401.189,85 10.249.667,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.721.062,46 491.080,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 783.523,59 375.086,97
18.613.712,57 18.484.252,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.127.963,22 25.177.051,74
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.100,00 1.100,00
3. Sonstige Wertpapiere 0,00 0,00
25.129.063,22 25.178.151,74
45.925.666,93 46.405.991,77

Lagebericht zum 31.12.2023

Stollwerck GmbH

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Stollwerck entwickelt und produziert klassische Marken und Handelsmarken. Mit Sarotti, Alpia, Eszet und Schwarze Herren Schokolade beweisen wir seit Jahren erfolgreiche Markenführung. Unser Fokus, unsere Expertise und unsere Marktforschung sind ganz klar darauf ausgerichtet, Schokoladen-Spezialitäten erfolgreich im Handel zu platzieren. Hierbei bieten wir von Premium bis Preis/Leistung ein breites Spektrum an. Wir stehen für Innovation und Service und höchste Qualität zum besten Preis. Wir sind seit Jahrzehnten erfolgreich am Markt etabliert und unser Ziel ist die Kostenführerschaft in unserem Segment. Selbstverständlich befolgen wir bei unserer Arbeit alle Vorschriften und Anforderungen im Bereich Lebensmittelsicherheit, aber Qualität bedeutet für uns noch mehr: Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter, Kunden und Partner ein sicheres und faires Arbeitsumfeld. Und nicht zuletzt die Freude am Geschmack.

Trotz der häufig körperlich fordernden und anstrengenden Tätigkeiten ist der Frauenanteil insbesondere im gewerblichen Bereich mit 42,8 % relativ hoch. In der Verwaltung ist der Anteil der Mitarbeiterinnen mit 60,9 % etwas höher. Wir arbeiten weiterhin daran, durch gezielte Förderung den Frauenanteil insbesondere in Führungspositionen kontinuierlich zu erhöhen.

Aktuell liegt der Anteil der Frauen in Führungspositionen hinweg bei 41,9%. Der Frauenanteil auf den ersten beiden Führungsebenen lag zum Ende des Berichtsjahres bei 50,0%.

Ziel ist es die Frauenquote in den nächsten 5 Jahren konstant auf einem so hohen Niveau beizubehalten und auf Ebene des Aufsichtsrates auf 30% anzuheben.

2. Forschung und Entwicklung

Die Süßware ist geprägt von Innovationen. Daher hat der Bereich Forschung und Entwicklung einen besonders hohen Stellenwert. Die Organisation aus übergeordneter Marktforschung und den lokalen Experten gewährleistet die stetige Weiterentwicklung der Produktkonzepte.

In der Herstellung und der betrieblichen Organisation arbeiten wir kontinuierlich an Verbesserungen der Produkte und Prozesse. Unsere Anstrengungen zielen auf eine erhöhte Produktqualität, Effizienzsteigerung und Optimierung der Nachhaltigkeit.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Schätzung des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e. V. (BDSI) betrug 2023 die inländische Produktion (inkl. Knabberartikel) 4.270 Mio KG (+2,2% zum Vorjahr).

Dies entspricht einem Wert von 16,1 Mrd. EUR (+13,3% zum Vorjahr), wobei die Exportquote wertmäßig ca. 66% (Im Vorjahr 67%) betrug. Die Importe betrugen 1.625 Mio KG (entspricht einem Rückgang von -2,8%).

Die wertbestimmenden Rohstoffe bewegen sich preislich auf unverändert hohem Niveau. Insbesondere sind die Börsenpreise für Kakao substanziell gestiegen. Die erheblichen Kostensteigerungen lassen sich nicht kompensieren, so dass die Produktpreise analog angepasst wurden. Dies führt zu einer deutlich positiven Entwicklung im Wert, jedoch noch geringeren Steigerungen in der Menge.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Wir sind Teil der Baronie-Gruppe mit Sitz in Belgien.

Der Vorjahresabschluss war ein Rumpfwirtschaftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 31. Dezember 2022. Daher wurde die Angabe, welche Vergleichswerte zugrunde gelegt wurden, mit angegeben.

Die Umsätze der Stollwerck GmbH sind um 21,94% zum Vergleichszeitraum Januar 2022 bis Dezember 2022 gestiegen. Der Inlandsumsatz ist zum gleichen Vergleichszeitraum um 17,91 % gestiegen, ebenfalls der Verkauf im europäischen Ausland um 22,66%.

Die enormen Preiserhöhungen, die durch den Krieg in der Ukraine verursacht wurden, haben sich im Laufe des Jahres 2023 teilweise wieder normalisiert. Entgegen den allgemeinen Preisentwicklungen sind insbesondere die Kosten für unseren Hauptrohstoff Kakao auf ein historisch hohes Niveau gestiegen. Am 29.12.2023 wurde ein Kurs für Kakaobohnen an der Londoner Börse in Höhe von 3.549 GBP notiert. Dies entspricht einer Erhöhung von 88% innerhalb eines Jahres (Quelle: www.ice.com). Darüber hinaus mussten zusätzliche Kostensteigerungen für Löhne, Logistik und anderen Rohstoffen getragen werden.

Kosten, die im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit stehen (z.B. Mehrkosten für die Beschaffung nachhaltig angebauter Rohstoffe, Unterstützung von Nachhaltigkeitsprojekten, Kosten für Zertifizierungen), bewegten sich weiterhin auf hohem Niveau. Das Lieferkettengesetz, welches ab 2023 zunächst für Unternehmen mit mindestens 3.000 Beschäftigten gilt, führte bereits zu deutlich erweiterten Anforderungen unserer Handelspartner.

Das Jahresergebnis ist im Vergleicht zum Vorjahreszeitraum um

Nachfolgend wird das Ergebnis inkl. Vorjahresabschluss dargestellt:

Jan - Dez 2023in T€ Jan - Dez 2022 in Mai 2022- Dez
T€ * 2022 in T€
Betriebsergebnis 22.388 4.127 2.751
Finanzergebnis -955 -594 -396
Steuern E+E und sonstige Steuern -4.889 1.218 -812
Jahresüberschuss 16.543 2.315 +1.543

* Kennzahlen im einfachen Durchschnitt für einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten

a. Ertragslage

Die Ertragslage für das Geschäftsjahr Januar bis Dezember 2023 stellte sich wie folgt dar:

Umsatz

Im Wirtschaftsjahr konnten wir einen Umsatz von 375 Mio. € erzielen, was einen Anstieg von 21,94% zum Vergleichszeitraum Januar bis Dezember 2022 entspricht.

Umsatzaufteilung nach Kunden:

Jan-Dez 2023 Jan-Dez 2022
Externe Kunden 264.999.775 70,61% 225.012.931 73,10%
Intercompany Kunden 106.764.495 28,44% 80.547.697 26,17%
sonstiges 3.579.141 0,95% 2.263.574 0,73%
375.343.411 307.824.202 --

In Geschäftsjahr 2023 wurden 56,93% (Kalenderjahr 2022 58,88%) der Umsätze im Inland getätigt, 12,32% (Kalenderjahr 2022 13,48%) in Belgien und 3,51 % (Kalenderjahr 2022 3,16%) in Österreich.

Kosten

Die Gesamtkosten betrugen im Geschäftsjahr 2023 368,9 Mio € (Rumpfwirtschaftsjahr 2022 207,0 Mio €). Die größten Kostenfaktoren waren der Materialaufwand 299,0 Mio € (Rumpfwirtschaftsjahr 2022 162,7 Mio €), die Personalaufwendungen 48,4 Mio € (Rumpfwirtschaftsjahr 30,3 Mio €) sowie Abschreibungen 3,3 Mio € (Rumpfwirtschaftsjahr 2022 2,4 Mio €).

Gewinn

Der Gewinn vor Steuern betrug im Geschäftsjahr 2023 21,4 Mio € und im Rumpfwirtschaftsjahr Mai 2022 bis Dezember 2022 2,4 Mio €.

b. Finanzlage

Die Finanzlage für das Geschäftsjahr Januar bis Dezember 2023 stellt sich wie folgt dar und spiegelt die u.a. Kapitalflussrechnung:

Bilanz

Die Bilanzsumme betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2023 158,8 Mio € (Rumpfwirtschaftsjahr 2022 133,6 Mio €). Der größte Vermögenswerte waren die Vorräte mit 58,1 Mio € (Rumpfwirtschaftsjahr 37,3 Mio €).

Liquidität

Die Liquidität ist durch Investitionen ins Finanz- und Sachanlagevermögen gesunken. Wir sind in das konzerninterne Cash-Management eingebunden und verfügen daher jederzeit über ausreichende Zahlungsmittel, um den laufenden Verpflichtungen nachzukommen. Die Veränderung des Cash-Flow-Bestandes ergibt sich ebenfalls aus der Kapitalflussrechnung.

Investitionen

Wir haben im Geschäftsjahr durch einen Anteilskauf in die Erweiterung der Produktpalette investiert. Weiter ist in den Kauf zweier Anlagen und die Modernisierung der Anlagen und Maschinen investiert worden. Zudem erfolgt die Investition in die Entwicklung neuer Produkte und die Erweiterung unserer Vertriebskanäle, um unser Wachstum weiter voranzutreiben. Damit werden wir auch künftig den Anforderungen unserer Kunden gerecht.

Kapitalflussrechnung:

Kapitalflussrechnung 31.12.2023

31.12.2023
1. Ergebnis des Geschäftsjahres 16.543.269,83
2. +/- Abschreibung/ Zuschreibung auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 3.277.975,05
3. +/- Zunahme / Abnahme von Rückstellungen -3.817.247,22
5. -/+ Zunahme / Abnahme von Vorräten -20.759.928,83
4. +/- Zunahme / Abnahme von sonstigen Forderungen 695.633,58
6. -/+ Zunahme / Abnahme von Forderungen -5.508.325,36
7. +/- Zunahme / Abnahme von Verbindlichkeiten 3.155.327,19
8. /+ Zunahme / Abnahme von sonstigen Verbindlichkeiten -382.225,36
8. CF aus laufender Geschäftstätigkeit 6.795.521,12
9. Cash inflows adjusted for gain and loss on disposal of assets 0,00
10. Payments for investments in fixed assets -2.797.650,21
11. CF aus der Investitionstätigkeit -2.797.650,21
12. Decrease / Increase from Capital/Reserves 0,00
13 +/- Increase /Decrease in Cashpool 9.715.635,49
14. CF aus der Finanzierungstätigkeit 9.715.635,49
15. Zahlungswirksame Veränderungen (8.+11.+1. 122.464,16
16. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 31.769,45
17. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 154.233,61

c. Vermögenslage

Die Anlagen und Maschinen haben zum Bilanzstichtag einen Buchwert von 8,4 Mio.€ (31.12.2022: 10,2 Mio. €). Durch die Investitionen ins Sachanlagevermögen wird die Abschreibungsintensität in 2023 wieder steigen.

Anlagenintensität des Anlagevermögens: 28,9% (31.12.2022: 34,7%)

Abschreibungsintensität: 0,85% (Rumpfwirtschaftsjahr 2022: 1,17%)

Die Vorräte haben zum Bilanzstichtag einen Buchwert von 58,1 Mio. € (31.12.2022: 38,8 Mio. €).

Anlagenintensität des Anlagevermögens und der Vorräte: 65,5% (62,7 %)

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 45,0 Mio. € (31.12.2023: 38,8 Mio. €).

Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: 8,3 (Vorjahresabschluss 2021/2022: 8,64)

3. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Unternehmenssteuerung werden neben der EBITDA-Marge Umsatzauswertungen, Netto-Margen sowie Produktionsauswertungen herangezogen.

Die Nettomarge betrug 3,92 %, die EBITDA-Marge 6,84 % (Rumpfwirtschaftsjahr 2022: 2,46 %). Der Rückgang des EBITDA liegt im Wesentlichen an den gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten, die im Wesentlichen durch den Ukrainekrieg verursacht wurden.

Weiter dient die Veränderung des Cashflows (siehe oben) zu den laufenden Leistungsindikatoren.

Das wesentliche Augenmerk liegt auf der Zufriedenheit der Kunden. Die an uns angetragenen Anforderungen an Anpassung unserer Produkte im Hinblick auf Vermeidung von Verpackungen sowie Nachhaltigkeit werden proaktiv vorangetrieben. Weiter erfolgt die Prüfung (SMETA Ethik Audit) hinsichtlich fairer Arbeitsbedingungen, keiner Diskriminierung sowie gerechten Löhnen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich im Geschäftsjahr auf 21,4 Mio € erhöht (Rumpfwirtschaftsjahr 2022: 2,4 Mio. €). Die Verringerung resultiert aus der gestiegenen Bewertung und den erhöhten Vorräten sowie den gesunkenen Energiekosten.

4. Gesamtaussage

Bei einem Umsatz von 375,3 Mio. € hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 16,5 Mio. € erzielt. Die Ertragslage ist im Wesentlichen durch die gestiegenen Bestände und die Entlastung der Energiekosten wieder positiv. Die preislichen Anpassungen und die erwarteten Kostenrückgänge haben das Ergebnis des Jahres 2023 positiv beeinflusst.

Die Finanzlage ist im Geschäftsjahr stabil. Die Liquidität ist jederzeit durch die konzerninterne Cashpoolvereinbarung verfügbar.

Die Vermögenslage ist im Zusammenhang mit der Erhöhung des Vorratsvermögen gestiegen. Daraus ergibt sich eine erhöhte Kapitalbindung. Da im Lebensmittelbereich die Bestände aufgrund von Mindesthaltbarkeitsdaten nicht zu langfristigen Lagerbeständen führen, hat die Kennzahl nur kurzfristige Auswirkung.

Die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der internen Organisation und der interne Prozesse werden die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte steigern.

III. Prognosebericht

Wir erwarten in Zukunft eine neutrale Entwicklung. Das Unternehmen plant, weiterhin in die Modernisierung der Anlagen und Maschinen sowie in die Entwicklung neuer Produkte zu investieren, um die Effizienz zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Wir planen Vertriebskanäle weiter auszubauen, um das Wachstum auszubauen. Auf der anderen Seite ist der Beschaffungsmarkt und die steigenden Energie- und Lohnkosten nur schwer auf die Verkaufspreise umzulegen. Es wird erwartet, dass sich der EBITDA ab 2023 leicht positiv entwickelt und auf ein normales Niveau zurückkehrt.

Durch die Bündelung der Einkäufe und Optimierung der Produktion wird die Kostenstruktur weiter optimiert.

Durch die Konzernsynergien erwarten wir einen Vorteil im Einkaufs- sowie im Rohstoffbeschaffungsmarkt.

IV. Chancen- und Risikobericht

a) Chancen

Nachhaltige, faire und umweltfreundliche Produkte stehen bei den Konsumenten zunehmend im Fokus, wenn bestimmte Preisschwellen nicht überschritten werden. Das "Umdenken" der Verbraucher hin zu nachhaltigen Produkten, wird im deutschen discountergeprägten Umfeld, ein eher langwieriger Prozess sein.

Das Lieferkettengesetz wird für alle Unternehmen der Süßwarenbranche in den kommenden Jahren eine umfassende Herausforderung und wesentlichen Kostenfaktor darstellen.

Als Teil der Baronie-Gruppe ist die Akquisition der französischen Cemoi-Gruppe (Juli 2021) nun auch für die deutsche Ländergesellschaft Stollwerck von Relevanz. Die Eingliederung des komplementären Geschäftes und vor allem die Ergänzung um das Nachhaltigkeitsprojekt "Transparence Cacao" wird sich weiterentwickeln und bietet neue Potentiale. Als Beispiel sind hier die Marken Eszet Schnitten und Schwarze Herren zu nennen, die ab April 2023 ausschließlich mit Bohnen aus dem Transparence Programm aus der Elfenbeinküste produziert werden.

b) Risiken

Unsere Aktivitäten sind einer Vielzahl von Marktrisiken ausgesetzt, inklusive dem Effekt aus der Veränderung von Commodity-Preisen, Zinssätzen und Kreditrisiken. Vor diesem Hintergrund ist die Gesellschaft dem Risikomanagementprogramm der Sweet Products/Baronie- Gruppe beigetreten. Dieses prognostiziert und überwacht die Entwicklung einzelnen Rohstoff- und Finanzmärkte und bezweckt das Minimieren der potenziellen negativen Effekte auf unser Unternehmen.

Alle wertbestimmenden Rohstoffe werden abhängig von der Marktlage eingedeckt. Die Deckungszeiträume werden neben der Einkaufsstrategie durch weitere Faktoren, wie z. B. dem Angebot im Markt hinsichtlich Mengenverfügbarkeit und Zeitraum beeinflusst. Insbesondere werden die Einkaufsvolumen durch die verbindlichen Forecasts bzw.

Mengenkontrakte unserer Kunden, bzw. bei eigenen Marken durch den Forecast des Vertriebes, beeinflusst.

Das Marktrisiko der Gesellschaft bezüglich Veränderungen von Zinssätzen bezieht sich auf die Verbindlichkeiten aus kurz- und langfristiger Finanzierung. Bei entsprechender Einschätzung der Zinsentwicklung nutzt die Sweet Products-Gruppe die Möglichkeit der Absicherung mittels Zinssatzswaps und -derivaten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war keine Absicherung vorzunehmen. Basierend auf den historischen Erfahrungen der Gesellschaft bezüglich der Einbringbarkeit von Forderungen sind die verbuchten Wertberichtigungen angemessen. Auf Grund dieser Fakten ist das Management der Ansicht, dass bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine zusätzlichen Kreditrisiken bestehen, die über die erfassten Wertberichtigungen hinausgehen. Vor dem Hintergrund der vertraglichen Einbindung der Gesellschaft als Auftragsproduzent für die Sweet Products/Baronie-Gruppe sowie der einhergehenden Abrechnung zu Transferpreisen sind die oben beschriebenen Einzelrisiken im Wesentlichen auf die Ebene der Abnehmer verlagert worden.

c) Gesamtaussage

Die Konzernerweiterung und die damit verbundenen Synergien werden bei der Bewältigung der künftigen Herausforderungen, mit Blick auf die Beschaffung, Produktion und Betreuung unseren Kunden aber auch den Anforderungen aus z. B. dem Lieferkettengesetz, entscheidende Vorteile bieten und unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Nach den uns bekannten Informationen bestehen trotz vorhandener Einzelrisiken keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

 

Norderstedt, den 06.09.2024

Johannes Maria van Logtestijn

Hüseyin Alkan

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stollwerck GmbH, Norderstedt:

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stollwerck GmbH, Norderstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stollwerck GmbH, Norderstedt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkung des im Abschnitt "Grundlage für das Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Entgegen des §285 Nr. 3a HGB sind die Angaben im Anhang zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen unvollständig. Im Anhang nicht enthalten ist die Angabe der möglichen Haftung als Haftungsschuldner für nicht einbehaltene Kapitalertragsteuer in Höhe von 26,4 Mio €. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung oder Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 11. Oktober 2024

Hamburger Treuhand Gesellschaft
Schomerus & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Reinecke, Wirtschaftsprüfer

Comberg, Wirtschaftsprüfer

Berichts des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023

Der Aufsichtsrat der Stollwerck GmbH hat die Schomerus und Partner, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, geprüft und mit dem eingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages - geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag der Geschäftsführung und bejaht deren Umsetzung durch die Gesellschafterversammlung der Stollwerck GmbH. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

 

Norderstedt, 18.12.2024

Fons Walder Sr., Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stollwerck GmbH

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