Stammdaten

Register
Amtsgericht Kaiserslautern HRB 3887
Vorher
TG Automobile GmbH
Eingetragen
30.12.2002
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Einund Verkauf von Kraftfahrzeugen, Ersatzteilen und Zubehör aller Art, der Betrieb von Reparaturwerkstätten, Kraftfahrzeugvermietung und Finanzierung sowie die Vermittlung von produktakzessorischen Versicherungen. Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die unmittelbar oder mittelbar zu diesem Zweck geeignet sind, sie darf auch Zweigniederlassungen errichten, sowie andere Unternehmen erwerben oder sich an solchen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Henrik Lessèl
seit 22.1.2025
Geschäftsführer
Hampus Hedin
seit 10.4.2024
Prokura
Anders Hedin
seit 10.4.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hedin Automotive GmbH
Germany
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hedin Automotive Retail GmbH (vormals: TG Automobile GmbH)

Kaiserslautern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

HRB 3887

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 180.393,00 213.829,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 967.288,00 2.097,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 238.482,00 191.470,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.536.242,00 2.293.420,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen um Bau 34.432,83 147.607,38
5.776.444,83 2.634.594,38
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 187.034,07 244.500,52
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 23.555.947,14 10.171.538,60
23.742.981,21 10.416.039,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.087.425,57 4.161.605,82
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 186.716,63 1.943,87
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.805.020,90 1.142.541,36
9.079.163,10 5.306.091,05
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 557.976,01 213.194,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 192.757,10 40.644,40
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.264.404,32 0,00
40.794.119,57 18.824.392,71

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinn-/Verlustvortrag 874.927,81 -235.912,92
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss -2.389.332,13 1.110.840,73
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.264.404,32 0,00
0,00 1.124.927,81
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 89.985,00
2. Sonstige Rückstellungen 478.124,00 625.811,65
478.124,00 715.796,65
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.771.542,86 5.496.000,71
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 126.007,46 850.016,88
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 947.847,90 817.116,67
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.210.252,64 304.183,02
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 8.317.966,42
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.260.344,71 1.198.384,55
- davon aus Steuern: EUR 406.878,58 (Vorjahr: EUR 591.059,88) 40.315.995,57 16.983.668,25
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 58.532,99 (Vorjahr: EUR 38.741,38)
40.794.119,57 18.824.392,71
2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 86.336.998,72 84.894.297,59
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -57.466,45 99.109,05
3. Sonstige betriebliche Erträge 467.392,10 396.646,35
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 11.595,99 (Vorjahr: EUR 26.935,30)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 72.844.582,68 70.221.864,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.503.683,48 1.095.873,71
74.348.266,16 71.317.737,73
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.474.700,09 4.967.857,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.216.960,56 1.059.349,81
- davon für Altersversorgung: EUR 4.467,06 (Vorjahr: EUR 4.179,86) 6.691.660,65 6.027.207,01
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.228.483,76 800.072,14
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.056.714,58 5.428.148,34
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 18.950,39 (Vorjahr: EUR 72.947,57)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 100,00 347,81
- davon aus der Abzinsung von Rückstellung: EUR 100,00 (Vorjahr: EUR 100,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 927.155,50 374.554,74
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 284.183,04 (Vorjahr: EUR 299.107,33)
- davon Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellung: EUR 494,00 (Vorjahr: EUR 464,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -140.019,29 307.960,96
11. Ergebnis nach Steuern -2.365.236,99 1.134.719,88
12. Sonstige Steuern 24.095,14 23.879,15
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -2.389.332,13 1.110.840,73

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist unter der Firma Hedin Automotive Retail GmbH mit Sitz in Kaiserslautern im Handelsregister des Amtsgerichts Kaiserslautern, Abteilung B, unter Nr. 3887 eingetragen. Bis zur Änderung der Firmierung mit Gesellschafterbeschluss vom 5. März 2024 wurde die Gesellschaft unter der Firma TG Automobile GmbH geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist mit TEUR 1.264 bilanziell überschuldet. Die Geschäftsführung geht aber weiterhin von der Going Concern Prämisse aus, denn das Unternehmen ist organisatorisch in das Gesamtunternehmenskonzept der Hedin Automotive Gruppe eingebunden. Die Hedin Automotive Gruppe bildet einen deutschen Teilkonzern des schwedischen Mutterkonzerns Hedin Mobility Group AB, von der eine harte Patronatserklärung vorliegt. Durch ein tägliches Cash-Pooling mit der Schwestergesellschaft Hedin Automotive Sachsen GmbH, Hoyerswerda (HSA) ist die kurzfristige Finanzierung ebenfalls sichergestellt. Die oberste Muttergesellschaft hat die HSA diesbezüglich mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet. Zentrales Ziel des Finanzmanagements ist es, die Finanzierung der Hedin Automotive Gruppe zu optimieren und die finanzwirtschaftlichen Risiken zu begrenzen.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir ggf. einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Soweit eine weitere Untergliederung der Posten zum Zwecke der Bilanzklarheit erforderlich erschien, wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB hiervon Gebrauch gemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibung liegt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zu Grunde, wobei die Abschreibung für Zugänge ab 2008 ausschließlich linear erfolgt. Die Abschreibungen werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung nur zeitanteilig für den (vollen) Monat der Anschaffung oder Herstellung und die folgenden Monate in Anspruch genommen. Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu netto EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Bandbreite der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände stellt sich wie folgt dar:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
Bauten 9 bis 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 1 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 25 Jahre

Die Warenvorräte und Betriebsstoffe sind mit ihren Einstandspreisen, die unfertigen Leistungen mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Dabei wurde jeweils das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Die Herstellungskosten umfassen bis zum Bilanzstichtag angefallene Personalkosten zuzüglich direkt zurechenbarer Materialkosten, Fremdleistungen und angemessener Gemeinkosten. Bei Fahrzeugen wird gegebenenfalls auf den beizulegenden Wert (Verkaufspreis abzüglich noch anfallender Kosten) eine Abschreibung vorgenommen. Ersatzteile und Zubehör sind zu gleitenden durchschnittlichen Einstandspreisen oder dem niedrigeren am Stichtag beizulegenden Wert bewertet. Allen Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch angemessene Abschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu ihren Nennwerten bilanziert. Ausfallrisiken bei Forderungen wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für die Folgezeit darstellen.

Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr wurden entsprechend ihrer Laufzeit mit dem durch die Bundesbank vorgegebenen Zinssatz zum Bilanzstichtag abgezinst. Die Bewertung der Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen erfolgte unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 2,5 % sowie einer Fluktuation von 5,0 %. Sie wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,74 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank abgezinst. Bei den Jubiläumsrückstellungen wurde das modifizierte Teilwertverfahren angewandt. Die Berechnung der Sterbegeldverpflichtung erfolgte nach der Projected Unit Credit-Methode.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuerüberhänge zu aktivieren, wird kein Gebrauch gemacht.

Transaktionen in Fremdwährung wurden zu Entstehungskursen eingebucht. Zum Bilanzstich-tag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Stichtagskurs bewertet. Bei Laufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten über einem Jahr erfolgt die Bewertung nur dann zum Stichtagskurs, falls dieser bei Forderungen zu niedrigeren bzw. bei Verbindlichkeiten zu höheren Werten führt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist dem auf der letzten Seite dieses Anhangs beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Im Berichtsjahr wurden in Folge dauernder Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen im Bereich der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 176 vorgenommen.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.087 4.162
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (17) (21)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 187 2
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 1.805 1.142
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
9.079 5.306

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Vorlagen sowie aus gegenseitigen Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 191), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um im Folgejahr geltend zu machende Umsatzsteuerminderungen.

c) Aktive latente Steuern

Unterschiedliche Ansätze zwischen der Handels- und Steuerbilanz liegen insbesondere bei der Ersatzteilbewertung in den Vorräten sowie bei den Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Überstunden, den Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen vor. Der zur Anwendung kommende Steuersatz würde 30,67 % betragen.

d) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Bereich des Personals (insbesondere Verkäuferprovisionen, Prämien, Jubiläumsverpflichtungen sowie Urlaubs- und Überstundenrückstände), Kosten für die Prüfung des Jahresabschlusses, die Steuerberatung und Rechtsberatung, Rückstellung für Gewährleistungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

e) Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünf Jahren über fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.772 22.772 0 0
(Vorjahr) (5.496) (5.496) (0) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 126 126 0 0
(Vorjahr) (850) (850) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 948 948 0 0
(Vorjahr) (817) (817) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.210 15.210 0 0
(Vorjahr) (304) (304) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0
(Vorjahr) (8.318) (8.318) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.260 1.260 0 0
(Vorjahr) (1.199) (1.199) (0) (0)
40.316 40.316 0 0
(16.984) (16.984) (0) (0)

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich fast ausschließlich um solche gegenüber Herstellerbanken. Im Rahmen der Lieferantenbeziehung zu Automobilherstellern sind mit den Herstellerbanken branchentypische Sicherungen vereinbart.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Sämtliche übrigen Verbindlichkeiten sind ungesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Vorlagen sowie aus gegenseitigen Lieferungen und Leistungen.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (ebenfalls verbundenes Unternehmen) im Vorjahr handelte es sich um Vorlagen und gegenseitige Lieferungen und Leistungen.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich den Bereich Kraftfahrzeughandel und die damit zusammenhängenden Werkstattdienstleistungen.

In den Umsatzerlösen sind Lieferungen und Leistungen im Wert von TEUR 2.586 (Vorjahr: TEUR 3.384) mit Drittländern und innergemeinschaftliche Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.506 (Vorjahr: TEUR 4.685) enthalten.

b) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: auch TEUR 134) periodenfremde Erträge enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Wertberichtigungen sowie aus sonstigen periodenfremden Erträgen resultieren. Des Weiteren sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 27) enthalten.

c) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Vertriebs-, Instandhaltungs- und Verwaltungsaufwendungen sowie Mietaufwendungen.

Hierin sind periodenfremde Aufwendungen, insbesondere auf Grund der Zuführung zu Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen, in Höhe von TEUR 248 (Vorjahr: TEUR 354) enthalten. Des Weiteren sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 73) enthalten.

5. Sonstige Angaben

a) Nachtragsbericht

Bereits in 2023 setzten mehrere negative Entwicklungen ein, die sich im ersten Halbjahr 2024 fortsetzten.

Der anhaltende Krieg in der Ukraine und der seit Spätherbst 2023 eskalierende Konflikt im Nahen Osten verunsichern auch 2024 die gesamte Weltwirtschaft. Ein daraus erwachsendes zurückhaltendes Konsumverhalten der Kunden hat insbesondere Auswirkungen auf den Preisdruck am Markt und zeigt sich in weiter sinkenden Margen gerade im Gebrauchtfahrzeugsegment.

Daneben führte die innenpolitische Entscheidung zum Jahresende 2023 die Förderung der Elektromobilität zu beenden mittlerweile zu deutlich negativen Auswirkungen für die gesamte Automobilbranche. Die Absatzzahlen dieser Fahrzeuge sanken drastisch.

Insgesamt wird durch diese äußeren Einflüsse unsere Entwicklung derzeit negativ beeinträchtigt. Auch das Jahr 2024 wird daher voraussichtlich nicht positiv abgeschlossen werden. Aufgrund unserer Einbettung in den Hedin Konzern in Verbindung mit der unternehmerischen Reaktion auf die Marktsituation gehen wir gegenwärtig unverändert von einer positiven Fortbestehensprognose aus. Darüber hinaus hat uns die Hedin Mobility Group AB in Form einer Patronatserklärung ihre Unterstützung verpflichtend zugesagt. Auf die weiteren Ausführungen im Lagebericht wird verwiesen.

b) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus mehreren Immobilienmietverhältnissen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 513 und TEUR 356 gegenüber Dritten p. a. bei Restlaufzeiten zwischen 5 und 18 Jahren.

c) Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 121 Arbeitnehmer, davon 114 kaufmännische Angestellte und 7 gewerbliche Mitarbeiter. Darüber hinaus wurden 13 Auszubildende beschäftigt.

d) Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern waren im Berichtsjahr bestellt:

 

Herr Dr. jur. Peter Ritter, Gesamtgeschäftsführer, Kaiserslautern (bis 30. August 2023),

 

Herr Jörg Harald Eißfeld, Gesamtgeschäftsführer, Stockheim.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

e) Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den sich ergebenden Bilanzverlust von TEUR 1.514 auf neue Rechnung vorzutragen.

f) Gesellschafter/Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin ist mit Wirkung seit dem 30. August 2023 die Hedin Automotive GmbH, Stuttgart. Die Gesellschafterin ist das unterste Mutterunternehmen einer Gesellschaftsgruppe, die insgesamt in den Konzernabschluss der übergeordneten Hedin Mobility Group AB, Mölndal (Schweden) zum 31. Dezember 2023 einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite der Hedin Mobility Group AB (https://hedinmobilitygroup.com/financial) einsehbar.

g) Weitere Angaben

Die Aufwendungen für vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorare schlüsseln sich wie folgt auf:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 46

 

Kaiserslautern, den 23. Juli 2024

Hedin Automotive Retail GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Jörg Harald Eißfeld

Der Jahresabschluss wurde am 20. November 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.12.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 396.148,22 31.974,00 0,00 0,00 428.122,22
396.148,22 31.974,00 0,00 0,00 428.122,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.405,50 847.955,55 0,00 147.607,38 1.019.968,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 514.254,87 99.571,31 0,00 0,00 613.826,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.187.524,79 7.608.549,01 4.732.787,63 0,00 6.063.286,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 147.607,38 34.432,83 0,00 -147.607,38 34.432,83
3.873.792,54 8.590.508,70 4.732.787,63 0,00 7.731.513,61
Summe: 4.269.940,76 8.622.482,70 4.732.787,63 0,00 8.159.635,83
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 182.319,22 65.410,00 0,00 247.729,22
182.319,22 65.410,00 0,00 247.729,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.308,50 30.371,93 0,00 52.680,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 322.784,87 52.559,31 0,00 375.344,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 894.104,79 1.080.142,52 447.203,14 1.527.044,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.239.198,16 1.163.073,76 447.203,14 1.955.068,78
Summe: 1.421.517,38 1.228.483,76 447.203,14 2.202.798,00
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 180.393,00 213.829,00
180.393,00 213.829,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 967.288,00 2.097,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 238.482,00 191.470,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.536.242,00 2.293.420,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34.432,83 147.607,38
5.776.444,83 2.634.594,38
Summe: 5.956.837,83 2.848.423,38

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Hedin Automotive Retail GmbH, Kaiserslautern (kurz: HR) gehört über die deutsche Zwischenholding Hedin Automotive GmbH, Stuttgart seit 30. August 2023 zum Konzern der Hedin Mobility Group AB, Mölndal (Schweden).

Die Gesellschaft vertreibt im eigenen Namen und für eigene Rechnung fabrikneue Fahrzeuge und Vorführfahrzeuge der Hyundai Motor Deutschland GmbH, Offenbach, und der Jaguar Land Rover Deutschland GmbH, Schwalbach/Ts. Zu diesem Zweck hat die Gesellschaft mit vorgenannten Fahrzeugherstellern Händlerverträge abgeschlossen.

Daneben verkauft die Gesellschaft im Eigengeschäft Gebrauchtfahrzeuge und führt sämt-liche Reparatur- und Pflegearbeiten an Personenkraftwagen aus; sowohl in diesem Rah-men als auch im reinen Ladenhandel verkauft sie Ersatz- und Zubehörteile sowie Schmierstoffe und Reifen.

Ferner übt die Gesellschaft das Fahrzeugvermietungs- und Fahrzeugfinanzierungsgeschäft aus.

Die Gesellschaft hat ihre Standorte am Firmensitz in Kaiserslautern und weitere Betriebe in Idar-Oberstein, Mannheim, Landstuhl, Saarbrücken und Dresden.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage

1. Entwicklung der Branche

In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um rund 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, nachdem es im Jahr 2022 um rund 1,8 % gestiegen war, so dass die zwischenzeitliche, positive Entwicklung des Vorjahres nicht wiederholt werden konnte.

Zwar entspannten sich die weltweiten Lieferengpässe in 2023 nach und nach, allerdings lastet laut Jahresbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) vom 21.02.2024 auch zwei Jahre nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine der Krieg weiter auf der deutschen Wirtschaft. Die Energieversorgung konnte zwar gesichert werden und auch die Energiepreise sind wieder sehr deutlich gesunken, liegen zum Teil aber noch über dem Vorkrisenniveau und stellen damit weiterhin eine Herausforderung für die Wirtschaft dar. Auch die Infolge des Krieges drastisch gestiegene Inflation und die dadurch bedingten Zinssteigerungen der EZB belasten die wirtschaftliche Entwicklung stark. Vor der Zinswende lagen die Zinsen jahrelang bei null oder nur minimal darüber. Ab Juli 2022 wurde der Leitzins in mehreren Schritten bis auf 4,5 % im September 2023 angehoben.

All diese Entwicklungen führten zu einem deutlichen Kaufkraftverlust der privaten Haushalte, der auch kaum durch die kräftigen Anstiege der nominalen Effektivlöhne kompensiert werden konnten und den Konsum schwächte.

Im Jahr 2023 konnte der deutsche Pkw-Markt neuerlich zulegen. Der Vergleich mit dem Vorkrisenniveau ist allerdings weiterhin deutlich negativ.

In der Jahresbilanz summieren sich die Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2023 auf 2.844.609 Einheiten, was einem Anstieg von 7,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anteil von Elektrofahrzeugen (BEV) stieg auf 18,4 %. Das abrupte Ende des Umweltbonus Mitte Dezember 2023 wird sich erst in den Neuzulassungen 2024 niederschlagen.

Hyundai lag mit 106.381 Zulassungen und einem Plus von 1,2 % auf Platz neun des Gesamtmarktes. Der Marktanteil von Hyundai betrug im Jahr 2023 in Deutschland 3,7 %.

Auch im Bereich der alternativen Antriebe hat Hyundai 2023 seine führende Position bestätigt: Fast 68.500 Fahrzeuge und damit rund zwei Drittel aller Neuzulassungen der Marke waren mit einem alternativen Antrieb ausgerüstet. Der Marktanteil in diesem Segment liegt bei 5,0 %. Bei den rein elektrischen Fahrzeugen erreichte Hyundai mit rund 28.850 Neuzulassungen einen Marktanteil von 5,5 %.

Die Neuzulassungen bei Land Rover lagen im Jahr 2023 bei 13.779 Fahrzeugen. Hier ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr auf 13,4 % zu verzeichnen.

2. Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr

Die Verkaufszahlen der Neu-, Vorführwagen und Gebrauchtfahrzeuge sind im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 % auf 2.548 Einheiten gesunken und sind somit unter unseren Erwartungen geblieben.

2023 konnten insgesamt 1.642 Neu- und Vorführfahrzeuge abgesetzt werden (Vorjahr: 1.908), was einer Verringerung um 13,9 % entspricht.

An Gebrauchtwagen wurden insgesamt 906 Einheiten abgesetzt, was einer Verringerung zum Vorjahr um 6,1 % entspricht.

Im Servicebereich lagen die fakturierten Arbeitswerte von 327.600 Einheiten mit 7,0 % über dem im Vorjahr erreichten Wert.

Die Geschäftsführung ist mit der Sparte Service, vor dem Hintergrund der Branchenentwicklung sowie der (welt-)politischen Unsicherheiten, zufrieden. Der gesamte Fahrzeugabsatz ist dagegen nicht zufriedenstellend.

3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die HR einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.389, der um TEUR 3.500 unter dem Vorjahresüberschuss von TEUR 1.111 lag.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("EBIT") verringerte sich von TEUR 1.818 um TEUR 3.396 auf TEUR -1.578.

Die hierfür ursächlichen wesentlichen Veränderungen werden nachfolgend beschrieben:

Bei einer um TEUR 1.287 oder 1,5 % gestiegenen Betriebsleistung von TEUR 86.280, die sich aus Umsatzerlösen von TEUR 86.337 und einer Bestandsabnahme von TEUR - 57 zusammensetzt, verbleibt nach Abzug eines Materialaufwandes von TEUR 74.348 ein Rohertrag von TEUR 11.932 oder 13,8 % der Betriebsleistung. Der Rohertrag verringerte sich damit gegenüber dem Vorjahr nominal um TEUR 1.743, was auf einen überproportionalen Anstieg des Materialaufwandes um 4,2 % zurückzuführen ist.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 305 (Vorjahr: TEUR 263) sind unter anderem Erträge für die Kfz-Gestellung von TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 119) sowie Erträge, welche aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen resultieren in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 105) enthalten. In 2023 werden hierin zudem Erstattungen im Zusammenhang mit der staatlichen Energiepreisbremse in Höhe von TEUR 19 ausgewiesen.

Die Abschreibungen von TEUR 1.228 wurden zu mehr als 74 % aus der Abnutzung von Vorführwagen verursacht. Neben den planmäßigen Abschreibungen waren im Bereich der Vorführwagen außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 176 aufgrund dauernder Wertminderungen erforderlich.

Der Personalaufwand von TEUR 6.692 macht 7,8 % der Betriebsleistung aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr um TEUR 629 auf TEUR 6.057. Hauptausschlaggebend hierfür sind insbesondere die gestiegenen Kosten für Internetauftritt (TEUR +207), die Kosten für Betriebsfahrzeuge (TEUR +195), die Rechtsberatungskosten (TEUR +91) sowie die Konzernumlagen (TEUR +43). Gegenläufig haben sich vor allem die Zuführung zur Einzelwertberichtigung (TEUR -163) und die Kosten externer Dienstleistungen (TEUR -122) entwickelt.

Die gestiegenen Leitzinsen der EZB wie auch die gestiegene Kreditinanspruchnahme haben sich im Finanzergebnis niedergeschlagen. Insgesamt hat sich das negative Finanzergebnis aus Zinserträgen abzüglich Zinsaufwendungen um TEUR 553 auf TEUR -927 verschlechtert.

Das Jahresergebnis wird durch Ertragssteuererstattungen von insgesamt TEUR 140 entlastet.

4. Vermögens- und Finanzlage

Das Unternehmen ist organisatorisch in das Gesamtunternehmenskonzept der Hedin Automotive Gruppe eingebunden. Die Hedin Automotive Gruppe bildet einen deutschen Teilkonzern des schwedischen Mutterkonzerns Hedin Mobility Group AB. Durch ein tägliches Cash-Pooling mit der Schwestergesellschaft Hedin Automotive Sachsen GmbH, Hoyerswerda (HSA) ist die kurzfristige Finanzierung sichergestellt. Die oberste Muttergesellschaft hat die HSA diesbezüglich mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet. Zentrales Ziel des Finanzmanagements ist es, die Finanzierung der Hedin Automotive Gruppe zu optimieren und die finanzwirtschaftlichen Risiken zu begrenzen.

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr von TEUR 18.825 um TEUR 20.705 auf TEUR 39.530 erhöht.

Das Anlagevermögen beträgt TEUR 5.956 oder 15,1 % der Bilanzsumme und hat sich damit um TEUR 3.107 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Ganz wesentlich wirkte sich hier die Erhöhung des Vorführwagen-Bestandes im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung aus. Dieser stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.041 auf TEUR 4.018.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich stichtagsbezogen um TEUR 17.602 auf TEUR 33.557 (Vorjahr: TEUR 15.955). Hierbei bilden die Vorräte mit TEUR 23.743 (TEUR +13.327) die größte Einzelposition. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR +2.930), die sonstigen Vermögensgegenstände inkl. Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR +815), die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR +185) sowie die liquiden Mittel (TEUR +345) erhöhten sich ebenfalls.

Das Eigenkapital verringerte sich infolge des Jahresfehlbetrages um TEUR 2.389 auf TEUR -1.264 (Vorjahr: TEUR 1.125). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag nun -3,2 % (Vorjahr: 5,9 %). Mit Blick auf die insofern ausgewiesene bilanzielle Überschuldung hat die Hedin Mobility Group AB eine verbindliche Erklärung abgegeben, wonach sie der Gesellschaft Unterstützung einschließlich des sichergebundenen Finanzierungsbedarfs für mindestens 12 Monate nach Bestätigung des Jahresabschlusses durch den unabhängigen Abschlussprüfer gewährt (harte Patronatserklärung).

Das Fremdkapital stieg zum Stichtag um TEUR 23.094 auf TEUR 40.794.

Vom Fremdkapital entfallen zum Bilanzstichtag TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 46) auf die mittel- und langfristigen Teile.

Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich, im Wesentlichen durch den Aufbau der Fahrzeugbestände, die Finanzierungen im Rahmen des Cash-Pooling gegenüber verbundene Unternehmen um TEUR 14.906. Noch vor dem Gesellschafterwechsel im August 2023 wurde das Cash-Pooling konzernintern umstrukturiert. Neuer Cash-Pool-Führer wurde die Schwestergesellschaft HSA. Zwischen den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen kam es daher teilweise zu Verschiebungen. Außerdem erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich um TEUR 17.276 auf TEUR 22.772. Sie beinhalten ausschließlich kurzfristige Finanzierungen der Fahrzeugbestände durch Herstellerbanken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR +130) sowie übrigen Verbindlichkeiten (TEUR +62) haben sich ebenfalls erhöht. Alle übrigen Positionen der kurzfristigen Verbindlichkeiten waren dagegen rückläufig. Insbesondere sind hier die stichtagsbedingte Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR -8.318) anzuführen. Zudem reduzierten sich die erhaltenen Anzahlungen (TEUR -724) und die Rückstellungen (TEUR -245), da im laufenden Jahr aufgrund des negativen Ergebnisses keine Steuerrückstellung zu bilden war.

Abschließend schätzen wir die Vermögens- und die Finanzlage der Gesellschaft noch als angemessen ein. Auch unter Berücksichtigung der negativen äußeren Einflussfaktoren kann die Ertragslage der Gesellschaft in 2023 nicht als zufriedenstellend eingestuft werden.

5. Investitionen

In 2023 waren Zugänge in Höhe von insgesamt TEUR 8.622 zu verzeichnen. Die Zugänge betrafen im Wesentlichen Vorführfahrzeuge (TEUR 7.238) sowie Geschäftsbauten (TEUR 766).

6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere Unternehmenssteuerung setzen wir die Kennzahlen Umsatz, EBIT und die Eigenkapitalquote ein.

Hinsichtlich der Entwicklung dieser Kennzahlen im Geschäftsjahr verweisen wir auf die Abschnitte B 2. B 3. und B 4.

7. Personal-, Sozialbereich und sonstige nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zum Bilanzstichtag beschäftigte unser Unternehmen insgesamt 134 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich 15 Auszubildender.

Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es, Arbeitsplätze zu sichern und auszubauen.

Einen hohen Stellenwert nimmt dabei die Ausbildung junger Berufseinsteiger in verschiedensten Berufsbildern, aber auch die Fortbildung der übrigen Mitarbeiter ein. Unter dem Motto "lebenslanges Lernen ist uns wichtig" eröffnen wir daher umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten. Gleichzeitig leben wir aber auch eine ausgewogene Work-Life-Balance mit individuell gestaltbaren Arbeitszeitmodellen.

C. Voraussichtliche Entwicklung sowie Chancen und Risiken der künftigen

Entwicklung

1. Voraussichtliche Entwicklung

Für das Jahr 2024 geht der Sachverständigenrat als Gremium zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seiner Frühjahresprognose von einer geringen Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um 0,2 % aus. Zudem wird eine Inflationsrate von 2,4% prognostiziert, wobei von sinkenden Energie- und Importpreisen ausgegangen wird. Als Folge der bereits erfolgten und weiter erwarteten Lohnerhöhungen ist aber gleichzeitig von steigenden Personalaufwendungen auszugehen, die den binnenwirtschaftlichen Preisdruck weiter verschärfen könnten.

Der andauernde Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten stellen zudem weiterhin erhebliche Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Neben der Gefahr, dass die Energiepreise erneut steigen, ist die weitere geld- und fiskalpolitische Ausrichtung unsicher. Aufgrund dieser allgemeinen Situation werden die Konsumenten voraussichtlich zunächst eher weiter zurückhaltend agieren.

Bei einer weiteren Stabilisierung der Inflationsrate im Jahresverlauf ist allerdings mit Leitzinssenkungen zu rechnen, wodurch sich die Finanzierungsbedingungen verbessern würden und positive Impulse auf das Konsumverhalten möglich sind.

Der deutsche Pkw-Markt dürfte aufgrund der Prognosen unterschiedlicher Branchenverbände im Jahr 2024 schrumpfen bzw. allenfalls stagnieren. Der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) geht in seiner Prognose von 2,8 Millionen Neuzulassungen aus, was einem Rückgang um 1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Bei den E-Auto-Neuzulassungen sehen die Experten sogar ein Minus von 14 % auf 451.000 Fahrzeuge, die Zahl der Plug-in-Hybride soll hingegen um 5 % auf 185.000 Fahrzeuge steigen.

Per Juni 2024 wurden gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023 (bezogen auf den Gesamtmarkt) 1.471.641 Einheiten, d.h. 5,4 % mehr Fahrzeuge zugelassen. Laut VDA wurde dabei aber gerade im Juni von Sondereffekten profitiert, die aus vorgezogenen Neuzulassungen im Zusammenhang mit der ab 7. Juli implementierten EU-Typengenehmigungsverordnung resultierten. Zudem lagen die Vorjahreswerte im historischen Vergleich auch auf schwachem Niveau.

Hyundai hat mit einem Minus von -0,8 % auf 49.616 Einheiten negativer als der Gesamtmarkt abgeschnitten.

Land Rover hat mit einem Minus von -1,9 % auf 6.685 Einheiten ebenfalls negativer als der Gesamtmarkt abgeschnitten.

Die PKW-Verkaufszahlen der HR im ersten Halbjahr 2024 lagen um 41,1 % über dem Vorjahresniveau und damit über dem nationalen Trend von Hyundai und Land Rover.

Im Servicegeschäft konnte die Gesellschaft mit einem Umsatzplus von 7,8 % das Ergebnis der Vorjahresquartale Q1/Q2 übertreffen. Dabei wurden 8,1 % mehr Arbeitswerte geleistet.

Auch im Ersatzteilgeschäft konnte die HR im ersten Halbjahr um 4,9 % gegenüber dem Vorjahr wachsen. In beiden Bereichen liegen wir demnach derzeit deutlich über dem Vorjahr, haben aber noch eine Abweichung zum Plan. Bis zum Jahresende sollten die Planwerte hier aber erreicht werden.

Per Juni 2024 verzeichnen wir über alle Sparten ein Umsatzplus von 26,1 % zum Vorjahr und ein Plus von 3,2 % zum ursprünglichen Plan.

Für das gesamte Jahr 2024 erwarten wir trotz eines deutlichen Zuwachses der Umsätze noch keine ausreichend positiven Effekte aus dieser Entwicklung. Diverse bereits eingeleitete Maßnahmen im Kostenbereich werden ihre Wirkungen erst sukzessive in den nächsten Monaten entfalten. Für das Jahr 2024 ist eine nochmalige Verschlechterung des operativen Ergebnisses gegenüber 2023 zu erwarten. Auch das Jahr 2024 wird daher nicht positiv abgeschlossen werden können. Erst im Jahr 2025 rechnen wir infolge der Kostenanpassungen an die Marktgegebenheiten mit einer wahrnehmbaren Verbesserung des operativen Ergebnisses.

Wir weisen ergänzend darauf hin, dass die Umsatz- und Ergebniserwartungen der Jahre 2024 und 2025 in Anbetracht der bestehenden Risiken Unsicherheiten enthalten, die derzeit nicht beziffert werden können.

2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Automobilindustrie befindet sich derzeit in einem längerfristigen andauernden Strukturwandel. Gleichzeitig unterliegt sie weltweit auch umfassenden gesetzlichen und politischen Regulierungen (z. B. Emissions-, Verbrauchs-, Sicherheits-, Zertifizierungsbestimmungen für Fahrzeuge).

Durch die innenpolitische Entscheidung, zum Jahresende 2023 die staatlichen Subventionen für alternative Antriebe zu beenden, belasten aktuell massive Rückgänge der Absatzzahlen in diesem Bereich die gesamte Automobilindustrie zumindest vorübergehend.

Daneben wird sich die aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten infolge des Ukraine-Krieges und des Nahostkonfliktes bestehende Investitionszurückhaltung der Konsumenten voraussichtlich erst langsam umkehren. Zudem können bedingt durch diese Unsicherheiten neuerliche Kostensteigerungen etwa bei den Energiepreisen und den Arbeitskosten nicht ausgeschlossen werden.

Der bereits bestehende Wettbewerbs- und Preisdruck wird sich vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen nochmals deutlich verschärfen. Ein Preisverfall in den Bereichen Gebrauchtfahrzeuge und gerade bei gebrauchten hochwertigen Elektrofahrzeugen zeichnete sich bereits 2023 ab und setzte sich bisher auch in 2024 fort. Als Risiko sind daher hohe Bestände bei den PKW-Vorführfahrzeugen und Gebrauchtfahrzeugen zu nennen. Weitere Nachfragerückgänge gerade bei den Fahrzeugen hätten hier negative Effekte sowohl auf unsere Umsätze wie auch auf die Liquidität.

Insgesamt sieht die Geschäftsführung im Kontext der Rahmenbedingungen Risiken, jedoch auch Chancen. Die negative Beeinträchtigung unserer Entwicklung in Folge der aktuellen Rahmenbedingungen beurteilen wir derzeit als nicht existenzbedrohend, da wir mit geeigneten Maßnahmen und Reaktionen auf allen Ebenen entgegensteuern. Die Einbettung in den Hedin Konzern, dessen derzeitige finanzielle Unterstützung und die mittelfristig erwarteten positiven Entwicklungen aus den eingeleiteten Maßnahmen geben Anlass für diese Einschätzung.

Die Zahlungsfähigkeit der HR wird im Jahr 2024 gegeben sein, da die oberste Muttergesellschaft ausreichende freie Kreditlinien im Zusammenhang mit dem Cash-Pooling der gesamten Hedin Automotive Gruppe zur Verfügung stellt.

 

Kaiserslautern, den 23. Juli 2024

Hedin Automotive Retail GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Jörg Harald Eißfeld

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hedin Automotive Retail GmbH, Kaiserslautern

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hedin Automotive Retail GmbH, Kaiserslautern - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hedin Automotive Retail GmbH, Kaiserslautern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungs-mäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmens-tätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 30. September 2024

THS Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maas, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss

In der heute unter Verzicht auf Form- und Fristvorschrift stattgefundenen Gesellschafterversammlung wurde nachfolgender Beschluss zur Ergebnisverwendung gefasst:

"Der Bilanzverlust 2023 von EUR 1.514.404,32 wird auf neue Rechnung vorgetragen."

 

Kaiserslautern, 20. November 2024

Hedin Automotive Retail GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Jörg Harald Eißfeld

Nachrichten & Medien

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