Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 141200
Vorher
TM-TV Verwaltungs GmbH
Eingetragen
8.2.2002
Branche
Fernsehveranstalter und Verbreitung von VideoinhaltenHörfunkveranstalter und Verbreitung von AudioinhaltenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Veranstaltung von Fernsehprogrammen aller Art, insbesondere unter der Senderkennung "TELE 5" und die Beteiligung an anderen Fernsehprogrammveranstaltern, einschließlich der Produktion und der Weiterveräußerung von Programmen, des Erwerbs und der Vergabe von Lizenzen sowie Wahrnehmung aller diesbezüglichen Rechte.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

TM-TV GmbH

Grünwald

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2019

AKTIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 718.663,97 771.794,19
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 429.676,48 502.268,73
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 450.155,14 450.155,14
1.598.495,59 1.724.218,06
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Filmvermögen 115.134,48 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 31.000,00 84.703,62
146.134,48 84.703,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.899.528,70 4.705.667,31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 324.707,00 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 31.069,39 96.693,22
4.255.305,09 4.802.360,53
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.144.391,12 327.843,82
5.545.830,69 5.214.907,97
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 150.333,71 221.744,46
7.294.659,99 7.160.870,49

PASSIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 125.100,00 125.100,00
II. Kapitalrücklage 528,40 528,40
125.628,40 125.628,40
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 4.547.025,32 4.228.387,89
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 798.365,73 835.429,94
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 798.365,73 (Vorjahr: EUR 835.429,94)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 805.357,12 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 805.357,12 (Vorjahr: EUR 0,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 517.404,90 1.497.142,58
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR bi 517.404,90 (Vorjahr: EUR 1.497.142,58)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 500.878,52 474.281,68
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 500.878,52 (Vorjahr: EUR 474.281,68)
- davon aus Steuern: EUR 126.670,72 (Vorjahr: EUR 117.837,36)
2.622.006,27 2.806.854,20
7.294.659,99 7.160.870,49

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1. BIS ZUM 31.12.2019

1.1. - 31.12.2019 1.1. - 31.12.2018
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.668.369,20 42.091.176,59
2. Sonstige betriebliche Erträge 288.470,52 213.026,11
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -23.186.766,03 -23.696.531,65
4. Rohergebnis 20.770.073,69 18.607.671,05
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.036.502,44 -5.538.305,82
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -732.449,57 -725.028,76
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -442.159,71 -453.527,21
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.383.773,64 -8.401.042,21
8. Betriebsergebnis 4.175.188,33 3.489.767,05
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 757,25 2.794,09
- davon Erträge aus der Abzinsung: EUR 752,65 (Vorjahr: EUR 2.789,50)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.385,93 -4.160,63
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: EUR 2.413,35 (Vorjahr: EUR 0,00)
11. Ergebnis nach Steuern 4.167.559,65 3.488.400,51
12. Sonstige Steuern -1.939,92 -1.886,00
13. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -4.165.619,73 -3.486.514,51
14. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

ALLGEMEINES

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Grünwald und ist beim Amtsgericht München im Handelsregister, Abteilung B, unter Nr. 141200 seit dem 8. Februar 2002 eingetragen.

Der Jahresabschluss 2019 wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gesellschaft ist gem. § 23 Rundfunkstaatsvertrag als Fernsehveranstalter verpflichtet, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen und zu veröffentlichen.

Die TM-TV GmbH, Grünwald, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft, München (Amtsgericht München HRA 45091). Die Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft ist seit 1. Mai 2019 eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der LEONINE Holding GmbH.

Die Gesellschaft hat am 7. Dezember 2005 mit der Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft als herrschender Gesellschaft einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen (Gesellschafterversammlungsbeschluss vom 7. Dezember 2005 und Eintragung ins Handelsregister am 15. Dezember 2005) und die Leitung der Gesellschaft der Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft unterstellt und sich verpflichtet, ihren gesamten nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsrechts ermittelten Gewinn an die Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft abzuführen.

Der mit der Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft abgeschlossene Beherrschungs und Gewinnabführungsvertrag vom 7. Dezember 2005 ist durch Vertrag vom 27. November 2009 geändert. Die Gesellschafterversammlung vom 8. Dezember 2009 hat zugestimmt. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 14. Dezember 2009.

Der mit der Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft abgeschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 7. Dezember 2005 ist durch Vertrag vom 13. November 2019 geändert. Die Gesellschafterversammlung vom 13. November 2019 hat zugestimmt. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 18. November 2019.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen zwei und acht Jahren), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen drei und dreizehn Jahren), angesetzt. Für die Zugänge an beweglichen Anlagegütern werden die Abschreibungen pro rata temporis angesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert ausgewiesen und periodengerecht aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle am Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag (Erfüllungsbetrag) angesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dargestellt.

Aus technischen Gründen werden die in der Bilanz sofort abgeschriebenen geringwertigen Anlagegüter im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt. Zu Abstimmzwecken mit der Gewinn- und Verlustrechnung wird dieser Abgang gleichzeitig bei den Abschreibungen des Geschäftsjahres aufgeführt.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine antizipativen Forderungen enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 4.547, Vorjahr: TEUR 4.228) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Rabattgutschriften. Ferner wurden Rückstellungen für Gebühren für Rückbauverpflichtungen, Copyrights, Tantiemen, Urlaub, Rechtsstreitigkeiten sowie für Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses gebildet.

Die ausgewiesenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich in Deutschland erzielt und beinhalten im Wesentlichen Werbeerlöse.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2019

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2019 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2019
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.780.829,06 33.469,50 175.327,62 0,00 1.989.626,18
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 176.512,62 -176.512,62 0,00 0,00
1.780.829,06 209.982,12 -1.185,00 0,00 1.989.626,18
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.151.095,28 34.159,85 45.665,49 -17.123,93 1.213.796,69
b) Geringwertige Wirtschaftsgüter 154.268,40 27.072,92 1.497,12 -294,03 182.544,41
c) Geleistete Anzahlungen 0,00 48.862,61 -48.862,61 0,00 0,00
1.305.363,68 110.095,38 -1.700,00 -17.417,96 1.396.341,10
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 450.155,14 0,00 0,00 0,00 450.155,14
3.536.347,88 320.077,50 -2.885,00 -17.417,96 3.836.122,42
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2019 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2019
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.009.034,87 261.927,34 0,00 1.270.962,21
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.009.034,87 261.927,34 0,00 1.270.962,21
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 648.827,55 151.662,33 -16.368,67 784.121,21
b) Geringwertige Wirtschaftsgüter 154.267,40 28.570,04 -294,03 182.543,41
c) Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
803.094,95 180.232,37 -16.662,70 966.664,62
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.812.129,82 442.159,71 -16.662,70 2.237.626,83
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2019 31. Dez. 2018
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 718.663,97 771.794,19
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
718.663,97 771.794,19
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 429.675,48 502.267,73
b) Geringwertige Wirtschaftsgüter 1,00 1,00
c) Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
429.676,48 502.268,73
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 450.155,14 450.155,14
1.598.495,59 1.724.218,06

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 171 (Vorjahr: TEUR 100) enthalten, die auf die Auflösung von Rückstellungen entfallen.

Materialaufwand

Die Position Materialaufwand (TEUR 23.187, Vorjahr: TEUR 23.697) besteht im Wesentlichen aus Programmkosten und Übertragungskosten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEU 10.384, Vorjahr: TEUR 8.401) betreffen im Wesentlichen Marketingaufwendungen.

Periodenfremde Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht enthalten.

SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember 2019 bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Dienstleistungs-, Miet- und Leasingverträgen:

2020 2021 2022 2023 ff
TEUR TEUR TEUR TEUR
Gesamtsumme p.a. 8.874 3.426 1.663 469

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2019 wurden 65 (Vorjahr: 65) angestellte Mitarbeiter beschäftigt; davon befanden sich durchschnittlich 5 (Vorjahr: 2) im Erziehungsurlaub.

Organe der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2019 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft bis zum 19. Mai 2019 durch:

Herbert Leopold Kloiber, Chief Operating Officer, München, seit dem 22. Januar 2018

Kai Blasberg, Chief Operating Officer, München, seit dem 19. Februar 2008

Seit dem 20. Mai 2019 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch:

Fred Kogel, Chief Executive Officer LEONINE Holding GmbH, München, seit dem 20. Mai 2019

Dr. Markus Frerker, Chief Operating Officer LEONINE Holding GmbH, München, seit dem 20. Mai 2019

Kai Blasberg, Chief Operating Officer, München, seit dem 19. Februar 2008

Abschlussprüferhonorar

Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben, da diese im Konzernabschluss der LEONINE Beteiligungs GmbH, München, enthalten sind.

Mutterunternehmen

Mutterunternehmen ist die Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft, München. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der LEONINE Beteiligungs GmbH, München, einbezogen, der nach "International Financial Reporting Standards" (IFRS) erstellt wird. Der Konzernabschluss wird nach Aufstellung beim Bundesanzeiger offengelegt.

Nachtragsbericht

Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor.

 

Grünwald, 28. Februar 2020

TM-TV GmbH

Die Geschäftsführung

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

1. Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Kerngeschäft des Free TV Senders TELE 5 ist im Wesentlichen der Verkauf von Werbezeiten. In den relevanten Werbezeiten von 16:00 - 01:00 Uhr wird ein Großteil der klassischen Werbeerlöse generiert. In den Randzeiten werden vor allem Teleshopping-Sendungen vermarktet. Darüber hinaus werden zusätzliche Erlöse in den Bereichen Zusatzverbreitung (HD/SD), Online und Zulieferungen (Kirchenprogramm) generiert.

Die Erlöse werden fast komplett im Inland und nahezu ausschließlich mit inländischen Kunden erzielt. Ausländische Werbefenster sind aktuell nicht vorhanden.

Die Veranstaltung des Programms erfolgt auf Basis einer durch die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) erteilten unbefristeten Sendelizenz.

Die technische Verbreitung erfolgt über Satellit, digitales und (teilweise noch) analoges Kabel, DVB-T2, IPTV und OTT. TELE 5 ist in SD und/oder HD und im Kabel zum Teil auch analog bei allen Plattformen verbreitet und kann von allen TV Haushalten empfangen werden. Die Verbreitung beträgt gemäß AGF/GfK-Empfangspotenzial ca. 86 %.

Über OTT-Plattformen wie Zattoo, waipu.tv und TV Spielfilm Live ist das TELE 5 Signal auch über das Internet und mobil über Endgeräte wie Smartphones oder Tablets empfangbar. Das Programm TELE 5 HD wird auf allen Verbreitungswegen verschlüsselt im High Definition Standard HDTV übertragen. Dafür erhält TM-TV GmbH eine Beteiligung an den HD Infrastrukturbeiträgen der Abonnenten.

TM-TV betreibt die Webseite www.tele5.de auf der Zuschauer Informationen über das TELE 5 Programm erhalten und auf eine Mediathek zugreifen können. Zudem werden die Webseiten www.schlefaz.de und www.festivalderliebe.de betrieben. Die Inhalte werden über Werbe Pre-, Mid- und Postrolls vermarktet. Seit Anfang 2020 stehen Inhalte von TELE5 auch über eine Smart TV App zur Verfügung.

TM-TV GmbH ist eine 100 %ige Tochter der Tele-München GmbH & Co. Produktionsgesellschaft, mit der ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen wurde. Zum 30. April 2019 wurde die Tele-München Gruppe an die amerikanische Beteiligungsgesellschaft KKR & Co. Inc. verkauft, mit dem Ziel, einen "One Stop Shop for Premium Content" ins Leben zu rufen. Um dieses Ziel zu erreichen wurden mehrere Unternehmen erworben, (u.a. i&u Information und Unterhaltung TV Produktion GmbH & Co. KG, Wiedermann & Berg Film GmbH & Co. KG sowie die Universum Film GmbH (umfirmiert zu LEONINE DISTRIBUTION GmbH), welche unter der Dachgesellschaft LEONINE Holding GmbH agieren.

Mit der Show Jupiter Beteiligungs AG (eine 100 % Tochter der Leonine Holding GmbH), wurde ein Management Service Agreement abgeschlossen.

b) Forschung und Entwicklung

Auch im Jahr 2019 zeigte TELE 5 wieder Eigenproduktionen. Diese haben zwar nur einen kleinen Anteil am Gesamtprogramm, aber TELE 5 verfügt dadurch über eigene Inhalte, die über klassische als auch über soziale Medien für die Markenbildung eingesetzt werden können. Ferner helfen diese Eigenproduktionen die gewünschte Positionierung von TELE 5 zu festigen. Mit diesen Eigenproduktionen wird ein guter Teil der Markenkommunikation in Richtung Zuschauer als auch der Werbewirtschaft bestritten.

Folgende Eigenformate waren 2019 unter anderem On Air:

Die schlechtesten Filme aller Zeiten

Kalkofes Mattscheibe

25 Jahre Kalkofes Mattscheibe

Kalkofes Jahresrückblick

Skandal! Filme, die Geschichte schrieben

D-Movies Spezial

Garantiert Unzensiert

BÄM! Serdars Kaffeepause

Diese Formate stehen in bewusstem Kontrast zu den gängigen Mainstream Formaten im TV und zeichnen sich durch ihre Andersartigkeit aus. Dies bestätigen zahlreiche Nominierungen von TELE 5 für den Grimme Preis.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft war im Jahr 2019 weiterhin von Wachstum geprägt, wobei die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum etwas an Schwung verlor. Das mäßige Wachstum im Euroraum wurde auch im Jahr 2019 durch die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) unterstützt.

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2019 ebenfalls ein anhaltendes Wachstum. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wuchs nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahresvergleich preisbereinigt um 0,6 %. Die deutschen Exporte sind gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 0,8 % gestiegen, wenngleich mit nachlassendem Wachstumstempo. Dämpfende Wirkungen auf das Wachstum kamen durch mehrere Unsicherheiten, wie potenzielle Handelskriege, die Möglichkeit einer Wachstumsrezession in China, die Gefahr eines ungeregelten Brexits sowie politische und gesellschaftliche Konflikte in der Europäischen Union (EU).

b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Bruttowerbeumsätze sind im Jahr 2019 über alle Mediengattungen auf insgesamt EUR 32,59 Mrd. (Vorjahr: EUR 31,98 Mrd.) gestiegen. Das entspricht einem Wachstum von 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Anteil daran verbuchte Fernsehen mit EUR 15,62 Mrd., Online (inkl. Desktop und Mobile) belegte mit EUR 3,84 Mrd. Rang 3. Der Anteil von Fernsehen liegt demnach unverändert bei 48 %. Print erreicht 15 %, Online liegt bei 12 % und Radio hat einen Anteil von 6 %.

Das mit Abstand größte Bruttowachstum (+16 %) verglichen zum Vorjahr konnte der Bereich Kino verzeichnen. Out-of-Home verbuchte ein Plus von 13 % und der Bereich Online verzeichnete ein Plus von 8 %. Die größten Verlierer sind die Bereiche Fachzeitschriften (-4 %) und Publikumszeitschriften (-2 %).

Die Entwicklung der Bruttowerbeumsätze lässt keine Rückschlüsse auf die Nettowerbeerlöse zu, da diese abhängig von der Rabattsituation der Branche und der Einzelunternehmen sind.

Im Jahr 2019 mussten die großen privaten TV Sender SAT.1 und ProSieben erneut Verluste bei den Zuschauermarktanteilen hinnehmen, wobei RTL seinen Marktanteil leicht steigern konnte. Wie bereits 2018 verzeichneten die acht großen Vollprogramme weniger als 60 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Zusammengerechnet reduziert sich der Anteil in 2019 auf einen Tiefstwert von 54,1 %. Von den Verlusten der großen privaten Sender durch den Trend der Fragmentierung im Free-TV-Markt profitieren weiter die kleinen Sender. Diese Entwicklung wurde von den großen Sendergruppen durch den Start neuer Zielgruppensender selbst vorangetrieben, um ihre Gesamtmarktanteile ausbauen zu können. Doch nicht nur die zunehmende Zahl an Sendern im Free-TV, sondern auch das immer größer werdende Angebot an Mediatheken und die wachsende Bereitschaft der Zuschauer alternative Streamingangebote zu nutzen (wie z.B. Amazon Prime Video und Netflix) trägt vor allem bei jüngeren Zielgruppen zu rückläufigen Reichweiten bei.

Zahlreiche kleine Sender konnten im Jahr 2019 ihre Marktanteile ausbauen. So erzielten DMAX, Sixx, TELE 5, RTL Nitro, ProSieben Maxx und Sat.1 Gold zusammen einen Marktanteil von 7,30 % beim Gesamtpublikum 3+. Im Jahr 2018 waren es noch 6,80 %. Keiner der besagten Sender hat einen Verlust des Marktanteiles wahrnehmen müssen. TELE 5 konnte seinen Marktanteil um 0,1 % steigern und landet somit in dieser Zielgruppe bei einem Ergebnis von 1,0 %.

c) Geschäftsverlauf

Die Nettoumsätze sind im Geschäftsjahr um EUR +1,6 Mio. auf netto EUR 43,7 Mio. (Vorjahr: EUR 42,1 Mio.) gestiegen.

Der Bereich der Kosten erhöhte sich um EUR +1,0 Mio. Die Material- und Personalaufwendungen reduzierten sich jeweils um ca. EUR -0,5 Mio., dagegen stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Marketing und Verwaltungsbereich um EUR +2,0 Mio. Insgesamt konnte das Betriebsergebnis um EUR +0,7 Mio. auf EUR 4,2 Mio. gesteigert werden (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.).

Die Marktanteile im Jahr 2019 konnten im Vergleich zum Vorjahr konstant gehalten werden, auch in der für den Sender relevanten Zielgruppe (20-59 Jährigen) ist der Marktanteil auf Vorjahresniveau (1,2 %). TELE 5 erreichte in der relevanten Zielgruppe (20-59 Jährigen) in der Access Prime (17:00-20:00 Uhr) einen Anstieg von 12 % und in der Prime Time (20:00-23:00 Uhr) einen Zuwachs von 2 %.

Die Werbeblockreichweite erhöhte sich am Vorabend (17:00-20:00 Uhr) um ca. 10 %, sie blieb am Hauptabend (20:00-23:00 Uhr) fast konstant und reduzierte sich am späten Abend (23:00-01:00 Uhr) um -11 % Die Brutto Tausenderkontaktpreise (TKP Werbung) erhöhten sich über alle Zeitschienen (16:00-01:00 Uhr) durchschnittlich um +5 % auf EUR 29,45.

Die Steigerung der Reichweiten im Bereich der Spielfilme in der Prime Time wurde durch den Einsatz neuer Spielfilmzukäufe weiter verstärkt. Die Lizenzzukäufe erfolgten 2019 auch wieder öfter bei den Major-Studios. Eine große Rolle spielt weiterhin der weltweite Einkauf von Spielfilmlizenzen bei kleineren Lizenzhändlern, die die Positionierung des Senders unterstreichen und bis dato noch nicht in Deutschland zu sehen waren. TELE 5 wird sich auch in Zukunft auf Programme abseits des Mainstreams konzentrieren und unterscheidet sich dadurch ganz bewusst von den Sendern der RTL- und P7S1-Gruppe.

Um die Wahrnehmung als Sender mit hochklassigen Spielfilmen zu verstärken, wurden zur Orientierung für die Zuschauer Sub-Brands gegründet. Diese beinhalten Spielfilmreihen wie z.B. "D-MOVIES - Die besten deutschen Filme aller Zeiten" und "Skandal! - Filme, die Geschichte schrieben".

Im Jahr 2019 hat der Sender eine neue Image-Kampagne ins Leben gerufen, welche unter dem Namen "Festival der Liebe" fungiert. Um die gewünschte Außenwirkung dieser Kampagne zu erzielen, wurde neben klassischem Out-of-Home Marketing zusätzlich eine Homepage erstellt, sowie Clips für die On-Air Verwendung produziert. Die Clips werden innerhalb der Werbezeiten oder als Füller ausgestrahlt und sollen den Zuschauer die Markenwerbung auf liebevolle Art und Weise vermitteln. Die Philosophie, die durch die Kampagne erreicht werden soll baut auf dem Slogan "Anders ist besser" aus den vergangenen Jahre auf. "Anders ist besser" ist die Haltung für all die Ideen des Senders und die Kampagne Festival der Liebe ist der Ausdruck dieser Haltung. Fernsehurlaub vom konventionellen Programm bzw. Mainstream - mit Leidenschaft kreiert - mit Herzblut kuratiert - und mit Liebe serviert. Im Februar 2020 wurde TELE5 für dieses Projekt für einen Grimme Preis im Bereich Unterhaltung nominiert.

Der Abschlussbericht der Betriebsprüfung der Jahre 2009-2012 liegt inzwischen vor. Im Jahr 2019 hat die Betriebsprüfung der Jahre 2013-2016 begonnen, die sich auch ins Jahr 2020 erstrecken wird.

d) Lage: Ertragslage, Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität), Vermögenslage

Ertragslage

Der Jahresabschluss 2019 weist ein Ergebnis vor Gewinnabführung von EUR 4,2 Mio. aus (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.), welches im Rahmen des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an den Gesellschafter Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft abgeführt wurde.

Die Umsatzerlöse beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Rabattgewährung auf netto EUR 43,7 Mio. (Vorjahr: EUR 42,1 Mio.). Daraus resultiert eine Umsatzrentabilität von 10 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit EUR 0,3 Mio. leicht über dem Vorjahreswert (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.).

Der Materialaufwand reduzierte sich um EUR 0,5 Mio. auf EUR 23,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 23,7 Mio.). Der größte Effekt ergab sich durch eine Senkung der Verbreitungskosten um EUR -1,1 Mio. Die Kosten für Auftragsproduktionen stiegen um EUR 0,3 Mio. und die Produktionskosten erhöhten sich um EUR 0,3 Mio.

Die Personalkosten reduzierten sich aufgrund von Restrukturierungskosten in 2018 und verzögerte Neueinstellungen in 2019 um EUR -0,5 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf EUR 10,4 Mio. (Vorjahr: EUR 8,4 Mio.). Die größten Effekte gab es in den Bereichen Marketing EUR +1,0 Mio. sowie durch die Management Service Fee (EUR 0,6 Mio.).

Vermögens-/ Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität)

Das Eigenkapital belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 0,1 Mio.

Die Bilanzsumme liegt mit EUR 7,3 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau (EUR 7,2 Mio.). Die Gesamtkapitalrendite lag im Jahr 2019 bei 57 %.

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtkapital (Anlagenintensität) beträgt 22 % (Vorjahr: 24 %).

Auf der Aktivseite haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 4,7 Mio.) reduziert. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen liegen mit EUR 0,3 Mio. leicht über dem Vorjahr (EUR 0,0 Mio.). Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich leicht auf EUR 0,03 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.) und die liquiden Mittel erhöhten sich auf EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.). Das Filmlizenzvermögen hat sich aufgrund von lizenzierten Clips und lizenzierten FVoD/AVoD-Rechten im Geschäftsjahr erhöht auf EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.).

Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen auf EUR 4,5 Mio. (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen auf dem Vorjahreswert bei EUR 0,8 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.). Im Gegenzug haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern reduziert auf EUR 0,5 Mio. (Vorjahr EUR 1,5 Mio.).

Die TM-TV GmbH hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Kreditlinien bei der Hausbank bestehen weiterhin. Die TM-TV GmbH kann sich im Rahmen der bestehenden Geschäftsvereinbarungen aus dem eigenen Cash Flow finanzieren, insbesondere da der Programmeinkauf und die damit verbundenen Finanzierungen über die Muttergesellschaft Tele-München erfolgen. Liquiditätsüberschüsse werden an die Tele-München Gruppe abgeführt und verrechnet.

Insgesamt kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2019 als gut bezeichnet werden.

e) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung und Überwachung des Geschäftes von TELE 5 kommen die Werbe- und sonstigen Umsatzerlöse, die Gesamtleistung, die Kosten und das Ergebnis nach Zinsen und Steuern zum Einsatz.

Durch die Übernahme der Tele-München Gruppe durch KKR und die damit verbundene Neugründung der LEONINE Holding GmbH, werden die bestehenden Controlling-Systeme weiter optimiert und neue Reporting Standards eingeführt, um so eine effiziente und transparente Unternehmens- und Konzernsteuerung zu ermöglichen.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse auf Monatsebene nach Agenturen und Werbeerlösarten erfolgt täglich und im Vergleich zum Vorjahr und zur Planung. Es finden vierzehntägige Inventory Meetings statt, in denen die Nachfrage und das potenzielle TELE 5 Werbevolumen analysiert und prognostiziert werden. Des Weiteren erhält TELE 5 von den Mediaagenturen laufende Forecasts.

Im Rahmen des monatlichen Abschlusses wird ein umfangreiches Reporting aller Kennzahlen an die Geschäftsführung und die Muttergesellschaft durchgeführt. Dabei werden die IST-Zahlen der Jahresplanung gegenübergestellt. Die unterjährige Liquiditätsplanung erfolgt auf Wochenbasis.

Im Rahmen von Forecasts erfolgt mehrmals jährlich eine Aktualisierung des prognostizierten Jahresergebnisses und der weiteren Kennzahlen. Des Weiteren werden monatlich größere Planänderungen in einen rollierenden Forecast eingearbeitet.

Alle wesentlichen Vorgänge sind dem Vier-Augen-Prinzip unterworfen, so dass eine Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Geschäftsprozessen sichergestellt werden.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Über die oben genannten finanziellen Leistungsindikatoren hinaus kommen nicht-finanzielle Leistungsindikatoren zum Einsatz.

Diese sind für den Free-TV Bereich die täglichen Reichweiten und Marktanteile, die von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) erhoben werden. Es werden hier Soll-Ist Vergleiche und Konkurrenzanalysen vorgenommen sowie Trendentwicklungen erstellt.

Die Entwicklung der technischen Reichweite nach den unterschiedlichen Verbreitungswegen wird monatlich aktualisiert. TELE 5 hat ein Empfangspotenzial von ca. 86 % und kann nahezu flächendeckend empfangen werden.

Zusätzlich werden laufend die Programmbestände und die Programmplanung hinsichtlich des Einkaufsbedarfs abgeglichen und bei neuen Einkaufspaketen aktualisiert. Neue Lizenzeinkäufe werden einer Investitionsrechnung unterzogen.

Des Weiteren werden auch Personalkennzahlen erstellt.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose

Im Jahr 2019 lagen die Gesamtbruttowerbeerlöse leicht über dem Niveau von 2018. Auch die TV Werbeerlöse konnten einen leichten Zuwachs verbuchen. Für das kommende Jahr ist im Bereich der klassischen Werbeerlöse mit stagnierenden bzw. leicht rückläufigen Umsätzen zu rechnen, da ein leicht erholendes bzw. zögerliches Wirtschaftswachstum erwartet wird sowie diverse weltpolitische Spannungen herrschen.

Höhere Zuwachsraten sind weiterhin in den digitalen Medien bei Social Media, Online-Video und Retail Media & E-Commerce Marketing zu erwarten. Auch neue TV Werbeformen wie addressable TV und Dynamic Ad Insertion (Ad Server gesteuerte Einspielung von Online Werbung in lineare Werbeblöcke) werden zunehmen, da sie die Vorteile von TV mit seinen hohen Reichweiten mit den Vorteilen von Online (Targeting etc.) kombinieren und damit den Lebenszyklus von TV verlängern.

Eine stagnierende Entwicklung ist dagegen für Erlöse aus der Vermarktung der HD Sendesignale zu erwarten, da fast alle Plattformen inzwischen HD Pakete anbieten und nur wenig Wachstum bzw. teilweise sogar rückläufige Abonnentenzahlen zu verzeichnen sind. Gegenläufig sinken durch die Digitalisierung die Kosten der technischen Verbreitung. Dieser Effekt wird nach Umsetzung der analogen Kabelnetzabschaltung in 2020 beendet sein.

TELE 5 plant seine Marktanteile im Jahr 2020 gegenüber 2019 stabil zu halten. Dies ist aber abhängig von den verfügbaren Lizenzen, der Konkurrenzprogrammierung sowie zunehmenden Alternativen auf dem Medienmarkt.

Durch seine stabilen Reichweiten und die wettbewerbsfähigen Preise in 2019 hat TELE 5 eine gute Ausgangsbasis für die kommenden Budgetrunden mit den Mediaagenturen. Trotzdem muss mit einer Stagnation bzw. einem leichten Rückgang bei den klassischen Werbeumsätzen gerechnet werden. Viel wird davon abhängig sein, wie sich die Zuschauer- und Werbeblockreichweiten von TELE 5 in 2020 insgesamt entwickeln. Für das folgende Jahr wird weiterhin eine stabile Preisstrategie angestrebt. Preisanpassungen sowohl nach oben als auch nach unten erfolgen aus leistungsbedingten Gründen.

Insgesamt dürfte der Gesamtumsatz in 2020 netto auf dem Niveau von 2019 liegen. Die Umsätze hängen dabei auch von den Marketingbudgets der Werbetreibenden und der Geschäftspolitik der Mediaagenturen ab. Ein möglicher Rückgang der klassischen Gesamtumsätze sollte durch sonstige Erlöse (u.a. Verbreitungsumsätze, Onlineerlöse, addressable TV) sowie Kosteneinsparungen aufgefangen werden. Bei den Kosten sind Einsparungen vor allem in der Verbreitung bzw. der Reichweite sowie im Marketingbereich zu erwarten, so dass das operative Ergebnis (vor Gewinnabführung) in 2020 auf dem Niveau von 2019 liegen dürfte.

Im Einkauf wird TELE 5 darauf setzen die Qualität der erworbenen Lizenzen zu erhöhen. Hier kann positiv festgestellt werden, dass wieder zunehmend hochwertige Studioware angeboten wird, da die deutschen TV Sendergruppen die Eigenproduktionen ausbauen.

Der Bereich der Eigen- und Auftragsproduktionen wird auch in 2020 die Eigenformate "Kalkofes Mattscheibe" und "SchleFaZ - Die schlechtesten Filme aller Zeiten" mit Oliver Kalkofe produzieren und gleichzeitig einige neue Formate entwickeln. Hier ist unter anderem die Zusammenarbeit mit Serdar Somuncu, Willy Kramer und Peter Rütten zu nennen. Auch die Brandstrategie mit TELE 5 Marken wie "D-Movies", "Skandal! - Filme die Geschichte schrieben", "Bumsbuster" etc. wird fortgesetzt. Das On Air Design wird unter dem Motto "Festival der Liebe" unter Führung von Friedrich Lichtenstein weiterentwickelt bzw. fortgeführt.

Chancen und Risiken

Zum 1. Mai 2019 wurde die Tele-München Gruppe und damit auch die TM-TV GmbH mit Ihrem Sender TELE 5 durch den Finanzinvestor KKR übernommen. Es wurde damit eine Plattform geschaffen die, vom Filmset bis ins Kino und zur TV Auswertung die komplette Wertschöpfungskette mit starker eigener Produktion abdeckt und die durch weitere Firmenzukäufe ausgebaut wurde. Die konkreten Auswirkungen auf das Geschäft von TELE 5 sind für die Zukunft noch nicht genau prognostizierbar.

Die Versorgung des Senders mit Programm für 2020 ist durch den Abschluss diverser Einkaufspakete weitgehend gesichert. Der Erfolg der Programmierung und die Akzeptanz bei den Zuschauern können jedoch von den Planungen der Programmverantwortlichen abweichen und werden in hohem Maße vom Geschick und dem Marktgefühl des Managements abhängen.

Weitere Fusionen auf Seiten der Mediaagenturen hin zu Oligopolen könnten zu sinkenden Margen führen, da diese neuen Konglomerate größere Umsatzvolumen bündeln und daher höhere Rabatte fordern könnten.

Durch die Digitalisierung der Verbreitungswege kommen neue Sender (vor allem der großen Sendergruppen) auf den Markt, die um den gleichen Zuschauer und die gleichen Werbegelder konkurrieren. Sie bieten teilweise ein ähnliches Programm wie TELE 5 und bedienen sich der Programmbestände- und einkäufe ihrer Muttergesellschaften. Dies könnte zu sinkenden Reichweiten und Werbeeinnahmen für die anderen Free-TV Sender führen.

Neben der Entwicklung der TELE 5 Zuschauer- und Werbeblockreichweite wird die Entwicklung der Werbeerlöse an die allgemeine Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Werbemarktes gekoppelt sein. Hier zeichnet sich ein Wirtschaftswachstum ab, welches im Verlauf des Jahres laut Prognosen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wieder leicht an Fahrt aufnehmen könnte.

Insgesamt kann die staatliche Regulierung der Medienbranche auf EU und Bundesebene deutliche Auswirkungen auf TELE 5 haben (Werberichtlinien, Glückspielregulierung, Jugendschutz, Plattformregulierung etc.). Hier stehen aktuell einige Neufassungen an.

Die Gesamtnutzungsdauer im Free TV ist zwar in den letzten Jahren relativ stabil geblieben, doch werden vor allem bei jüngeren Zuschauern die Inhalte immer häufiger im Internet non-linear konsumiert. Die Aufgabe der Sender ist es daher, die eigenen Programmangebote auch non-linear anzubieten und die entsprechenden Rechte dafür zu erwerben oder einen eigenen Rechtekatalog aufzubauen, um insbesondere junge Zuschauer an sich zu binden und ihnen neue Angebote bieten zu können.

TELE 5 arbeitet im Rahmen einer Allianz mit anderen Sendern bzw. Unternehmen wie WELT N24, Discovery, Viacom, Sportl zusammen, um auch in Zukunft Zugang und Auffindbarkeit für unabhängige Sender sicherzustellen. Ziel ist es, dass kleinere Sender auch in der digitalen Welt über EPGs und sonstige Empfehlungssysteme auf allen Verbreitungsplattformen, Apps und Smart TVs gut auffindbar sind und in den Senderlisten eine adäquate Position haben. Ebenso versucht die Allianz das sich immer mehr vertiefende Ungleichgewicht bei den Entgeltstrukturen der Plattformen zu beschränken. Hier arbeitet TELE 5 mit den anderen Partnern daran, dass die Regulierungsbehörden für gleiche Chancen bei Einspeisung, Auffindbarkeit und Entgelt gegenüber den großen Marktteilnehmern sorgen.

Das Risiko von Knowhow Verlust durch Mitarbeiteraustritte besteht insbesondere in Abteilungen mit geringen Mitarbeiterzahlen und einem hohen Anteil an Spezialkenntnissen sowie im Bereich der Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene. Die Bindung von Mitarbeitern wird durch Jahresgespräche, Incentiveregelungen, Schulungsangeboten sowie Firmenevents gefördert. Des Weiteren wird versucht für kritische Aufgabenbereiche soweit wie möglich Stellvertreterlösungen zu schaffen sowie einen eigenen Pool an Nachwuchstalenten heranzubilden. Das Ausbildungsprogramm für audiovisuelle Medienkaufleute hat sich im ersten Jahr bereits sehr bewährt. Daher wird auch in Zukunft versucht Auszubildende für das Unternehmen zu gewinnen.

Die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft ist durch den operativen Cash-Flow möglich. Durch einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft ist die Finanzierung der Gesellschaft auch mittelfristig gesichert. Des Weiteren verfügt die TM-TV GmbH über entsprechende Kreditlinien bei ihrer Hausbank, die aus aktueller Sicht nicht gefährdet sind.

Abgesehen von den oben gemachten Ausführungen sehen wir in unmittelbarer Zukunft keine konkreten Risiken, die die Entwicklung der Gesellschaft nachteilig beeinflussen könnten.

4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verfügt über originäre Finanzinstrumente in Form von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten.

Die Überwachung der Debitoren und wichtigen Dienstleister erfolgt mit Hilfe einer dynamischen Bonitätsprüfung basierend auf Informationen von Creditreform und dem Kreditversicherer Coface.

Derivative Finanzinstrumente kamen nicht zum Einsatz.

5. Sonstige Angaben

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden bereits oben dargestellt.

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Grünwald, 28. Februar 2020

TM-TV GmbH

Geschäftsleitung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TM TV GmbH, Grünwald

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TM TV GmbH, Grünwald, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TM TV GmbH, Grünwald, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Im Zeitpunkt der Beendigung unserer Abschlussprüfung konnte nicht abschließend beurteilt werden, ob die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB zu Recht in Anspruch genommen worden ist, weil die Voraussetzungen nach § 264 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3, Nr. 4 und Nr. 5 Buchst, c) bis e) HGB ihrer Art nach erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt werden können. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 28. Februar 2020

DR. KLEEBERG & PARTNER GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Petersen, Wirtschaftsprüfer

Wittmann, Wirtschaftsprüfer

Feststellung Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 10. März 2020 festgestellt.

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