Burgis Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christina Dietmayr seit 30.9.2005 | Geschäftsführer |
Timo Burger seit 15.5.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Burgis GmbHNeumarkt i.d.OPf.Jahresabschlussfür das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JULI 2022 BIS 30. JUNI 2023BURGIS GMBH, NEUMARKT / OBERPFALZA. Grundlagen I. Geschäftsmodell Die Burgis GmbH ist ein innovativer und qualitativ hochwertiger Hersteller im Bereich Kartoffelkloßteig, geformte Knödel und Klöße. Das Hauptprodukt der Firma ist frischer Kartoffelkloßteig in verschiedenen Varianten. Die vorgeformten, frischen Knödel erhöhen bei diesem Klassiker das Niveau des Convenience-Grades und entsprechen dem Trend nach bequemeren Produkten. Auf drei Kundengruppen verteilt sich der Konsum von Lebensmitteln in Deutschland, zu fast gleichen Teilen: Großverbraucher, Lebensmitteleinzelhandel und Discount. Aus diesem Grunde ist die Burgis GmbH in allen drei Sparten tätig. II. Forschung und Entwicklung Um unseren Kunden auch in Zukunft eine attraktive Produktpalette anzubieten, arbeiten wir an der Einsparung von Plastik bei den Verpackungen, Energie- und Ressourceneinsparung in der Produktion. Großverbraucherprodukte werden an die neuen Zubereitungsarten, wie z.B. Dampfgarer, Cook + Chill, angepasst. Im kommenden Jahr wird eine neue Produktionslinie in Betrieb gehen, auf der die Produktion vorgegarter Knödel möglich sein wird. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft erfuhr im zurückliegenden Winterhalbjahr einen kräftigen Rücksetzer. Als Folge der hohen Inflation schwächte sich die Nachfrage spürbar ab. Auch im Sommerhalbjahr trat die deutsche Wirtschaft auf der Stelle. Die hohe Inflation zehrte weiterhin an der Kaufkraft der privaten Haushalte und ließ die Europäische Zentralbank die Leitzinsen kräftig anheben. Darunter litt die Konsumkonjunktur, da die realen Haushaltseinkommen gesunken und die Finanzierungskosten gestiegen sind. In der deutschen Ernährungsindustrie erwirtschaften 5.991 Betriebe einen jährlichen Umsatz von 218,5 Milliarden Euro. Mit 636.634 Beschäftigten ist diese Branche der viertgrößte Industriezweig Deutschlands und führend in Europa. Die Branche sichert Stabilität, Wohlstand und Beschäftigung in allen Regionen Deutschlands. Eng mit ihrem Produktionsstandort verbunden und fest in die globale Lebensmittelkette integriert, ist die Ernährungsindustrie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum und international wettbewerbsfähig. Höchste Qualität, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Kundenorientierung zu bezahlbaren Preisen zeichnen die moderne Lebensmittelproduktion aus. Die Ernährungsindustrie sorgt täglich für das Wohl von 84 Millionen zufriedenen Verbrauchern in Deutschland. Auch darüber hinaus schätzen Kunden weltweit die Qualität deutscher Produkte. Der Trend zu Regionalprodukten setzt sich weiter fort. Die Verbraucherausgaben für verarbeitete Kartoffeln sind von 2022 auf 2023 laut AMI um 5,3% gestiegen. Auf der Abnehmerseite schreitet die Konzentration der Lebensmittelhändler weiter fort. Die Folgen der Klimakrise führten zu einer geringeren Kartoffelernte in Deutschland, dennoch standen Mengen ausreichend zur Verfügung. Es wurde eine zusätzliche Erzeugergemeinschaft gewonnen. Die Kartoffelqualität ist im Großen und Ganzen als gut zu bewerten. Herausforderungen waren die Mehrkosten im Kartoffelbereich, da durch Zugeständnisse an unsere Vertragslandwirte die Kartoffelpreise gestiegen sind. II. Geschäftsverlauf Wesentliche monetäre Leistungsindikatoren unserer Gesellschaft sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern. Der Gesamtumsatz entwickelte sich entgegen der Prognose eines gleichbleibenden Umsatzes aus dem Vorjahr positiv und ist um TEUR 5.393 auf TEUR 38.239 gestiegen. Die Umsatzentwicklung wurde durch einen weiteren Ausbau der Vertriebsaktivitäten sowie Preissteigerungen erreicht. Die geplante Erhöhung des Jahresüberschusses vor Steuern konnte erreicht werden. III. Lage Wir beurteilen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als geordnet und deshalb insgesamt unter Berücksichtigung der externen Faktoren als zufriedenstellend. Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.293 von TEUR 39.071 auf TEUR 37.778 gesunken. Auf der Aktivseite hat sich insbesondere das Anlagenvermögen durch Zugänge in Höhe von TEUR 1.505 abzüglich planmäßiger Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.942 auf TEUR 30.334 vermindert. 1. Finanzlage Auf der Passivseite haben sich in Folge der planmäßigen Tilgung der Bankdarlehen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 2.171 auf TEUR 15.770 vermindert. Zudem wurde ein Darlehen in Höhe von TEUR 600 aufgenommen, wovon bislang TEUR 421 abgerufen wurden. Die Einlagen stiller Gesellschafter wurden um TEUR 1.000 getilgt auf TEUR 2.500. Die sonstigen Rückstellungen haben sich aufgrund der Entwicklung der Rückstellung für Kundenboni im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 292 auf TEUR 961 erhöht. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.505 insbesondere für den Bereich Maschinen für die Produktion als auch für eine Erweiterung der Photovoltaikanlagen durchgeführt. Die liquiden Mittel sind gleichzeitig insgesamt um TEUR 234 auf TEUR 1.620 gestiegen. 2. Ertragslage Der Umsatz ist um 16,6 % auf TEUR 38.239 gestiegen. Die zufriedenstellende Umsatzentwicklung wurde durch unseren aktiven eigenen Außendienst erreicht, der die Preiserhöhungsverhandlungen durchführte, um unsere Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Die ausgearbeiteten Vermarktungskonzepte wurden zielstrebig umgesetzt und realisiert. Der Materialaufwand hat sich wesentlich durch die Mehrkosten der Rohstoffe und Energiekosten erhöht. In dem sonstigen betrieblichen Ertrag ist ein Tilgungszuschuss für Darlehen über 302 TEUR enthalten. Die Personalkosten sind durch Gehaltssteigerungen und Zahlung der Inflationsprämien erhöht. Der Zinsaufwand hat sich durch die Rückzahlung einer stillen Beteiligung und Tilgung von Bankdarlehen vermindert. Im Vergleich zum Vorjahr ist der erwirtschaftete Jahresfehlbetrag von TEUR 301 um TEUR 1.821 auf einen Jahresüberschuss von TEUR 1.520 gestiegen. Der Jahresüberschuss vor Steuern beträgt TEUR 1.933. Bei den Steuerrückstellungen wurde im aktuellen Jahr für das Jahr 2018 ein Wert über TEUR 119 aufgelöst, da mit einer Inanspruchnahme nicht mehr gerechnet wird. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht I. Prognosebericht In den vergangenen Monaten hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft spürbar eingetrübt. Nahezu kein Wirtschaftsbereich blieb verschont. Die konjunkturelle Abkühlung dürfte sich fortsetzen. Dazu kommen weiter steigende Kosten aufgrund neuer Gesetze, erhöhter Steuern und des Wegfalls der Strompreisbremse. Durch den Anstieg der verfügbaren Haushaltseinkommen und langsam sinkende Inflationsraten dürfte sich der private Konsum allmählich wieder erholen. In der Vergangenheit haben wir bewiesen, dass die Produktpalette in schwierigen Zeiten stabil bestehen kann. Wir sehen uns für die Zukunft hinsichtlich unserer Produkte und des Teams sehr gut aufgestellt. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 rechnen wir mit einer Umsatzsteigerung von 5%. Allerdings führen weiter steigende Preise für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Leistungen und höhere Löhne und Gehälter dazu, dass für den Jahresüberschuss vor Steuern mit einem starken Rückgang gerechnet wird. II. Risikobericht Beschaffungsmarkt Der Material- und Warenverbrauch hat sich durch die weltweiten Kostensteigerungen im letzten Jahr nach oben entwickelt. Durch die unplanbaren Ernten im Bereich Kartoffeln wegen der Klimaveränderungen und aufgrund der weiterhin bestehenden globalen Krisen ist mit Preissteigerungen zu rechnen. Im engen Austausch mit den Lieferanten und der Beobachtung des Marktes gehen wir für das kommende Jahr von deutlichen Preisanpassungen zum Vergangenen aus. Absatzmarkt Aufgrund des weiterhin sehr hohen Preisniveaus, konzentriert sich das Kaufverhalten der Endverbraucher immer stärker auf Aktionsware. Ebenso erwarten wir, dass die Erhöhung der Umsatzsteuer in der Gastronomie dazu führt, dass das Kaufverhalten der Großkunden in diesem Bereich aufgrund sinkender Nachfrage abnehmen wird. Preisverfall und Ausfall von Forderungen erwartet die Geschäftsführung aus gegenwärtiger Sicht nicht. Jährlich wiederkehrende, saisonale Absatzschwankungen im Sommer, können durch Vorproduktionen für das Wintergeschäft gut ausgeglichen werden. III. Chancenbericht Beschaffungsmarkt Die Beschaffung wird in den meisten Bereichen über kurz- oder langfristige Kontrakte abgewickelt. Im Rohwarenbereich sind dies bei Kartoffeln Dreijahreskontrakte mit unseren seit über 30 Jahren bestehenden beiden Erzeugergemeinschaften. Zusätzlich konnte eine dritte Erzeugergemeinschaft gewonnen werden. Bei Kartoffelstärke sowie bei vielen Zutaten bestehen Jahreskontrakte. In anderen Bereichen gibt es Rahmenvereinbarungen mit den Lieferanten, z.B. bei Verpackungsmaterialien und in der Ersatzteilbeschaffung. Im Bereich Energie wurden ebenfalls Kontrakte abgeschlossen. Dies erfolgte über eine offizielle Ausschreibung. Preissteigerungen im Verpackungsmaterial können wir darüber hinaus durch Optimierungen der Verpackungseinheiten, Umverpackung und das Verkleinern von Kartonagen entgegenwirken. Insbesondere sichert das eigene moderne Kartoffellager in Mühlhausen die Versorgung mit regionaler Rohware in der schwierigen Zeit von Februar bis Juli, bis wieder die Bayerische Frühkartoffel geerntet werden kann. Die ganzjährige Versorgung mit qualitativ hochwertigen, bayerischen Speisekartoffeln wird durch die drei Erzeugergemeinschaften gesichert. Absatzmarkt Einerseits verursacht die Entscheidung, sich auf regionale Rohwaren zu beschränken, Komplexität in der Rohwarenbeschaffung. Andererseits werden dadurch alle Burgis Kartoffelprodukte mit dem Gütesiegel "Qualität aus Bayern" ausgelobt. Dieses mittlerweile sehr bekannte Qualitätssiegel bietet dem bewussten Verbraucher Orientierung. Der moderne, effiziente Betrieb stellt sicher, die stetig wachsenden Anforderungen an alle lebensmitteproduzierenden Firmen zu erfüllen. Die Zielsetzung, innovativer und qualitativ hochwertiger Hersteller auf dem Knödelmarkt zu sein, wird weiterverfolgt und gelebt. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass durch die vermehrte Nachfrage nach immer convienteren Produkten die Absätze langfristig weiter gesteigert werden können. Die gut etablierte zwanzigköpfige Vertriebsmannschaft ist nahe an den Kunden und kann individuell reagieren. Der konsequente Auf- und Ausbau der Marke Burgis (ehrliche Knödelprodukte aus regionalen Rohstoffen vom Familienbetrieb) wird weiter intensiv betrieben. Durch anlassbezogene und saisonale Produktinnovationen sowie neue Distributionskanäle sind Absatzsteigerungen weiterhin möglich. Moderne Kommunikationsmittel und soziale Netzwerke werden intensiv genutzt und stellen eine große Chance dar. Die Marke Burgis dient der Wertschöpfung für die Burgis GmbH sowie deren Händlern in den Bereichen Großverbrauch und Lebensmitteleinzelhandel. Durch die Produktion von Handelsmarken, vorwiegend für Discounter, kann die Auslastung optimiert werden.
Geschäftsleitung BILANZ ZUM 30. JUNI 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JULI 2022 BIS 30. JUNI 2023Burgis GmbH, Neumarkt / Oberpfalz1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Burgis GmbH, Neumarkt / Oberpfalz (Handelsregister Amtsgericht Nürnberg, HRB 1451), für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Wesentlichen im Anhang aufgeführt. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear und vorgenommen. Die beweglichen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von nicht mehr als EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen und der Ausweis der damit verbundenen Erträge (Aufwendungen) aus der Abzinsung erfolgte nach den Vorschriften des § 253 Abs. 1 bis 3 HGB. Durch Anwendung des Gesetzes zur Änderung der handelsrechtlichen Regelungen zur Abzinsung von Pensionsrückstellungen vom 16. März 2016 wurde bei der Abzinsung der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre angesetzt. Als versicherungsmathematische Bewertungsgrundlage wurde die "projected unit credit method" angewandt. Auf Grundlage der zugrundeliegenden Pensionszusagen wurde der Rententrend mit 1,5% bzw. 2,00% angenommen. Ein Gehalts- bzw. Anwartschaftstrend wurde nicht berücksichtigt. Der Rechnungszins in Höhe von 1,80 % beruht auf dem von der deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. 2. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz 2.1 Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens hinsichtlich der Anschaffungs- und Herstellungskosten (Bemessungsgrundlage für die Abschreibungen), der Abschreibungen sowie der Buchwerte sind im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. 2.2 Umlaufvermögen Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im laufenden Geschäftsjahr eine Einzelwertberichtigungen i.H.v. 9 TEUR gebildet. Es wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die mit Delkredere belasteten Restforderungen gebildet. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 2.3 Stammkapital Das Stammkapital ist vollständig eingezahlt und wird von einem Gesellschafter gehalten. 2.4 Stille Beteiligung Die stillen Beteiligungen wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Das Disagio in Höhe von insgesamt TEUR 25 wurde in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und wird ratierlich in Höhe von TEUR 3 p.a über die Laufzeit der Beteiligungen aufgelöst. 2.5 Rückstellungen Die Pensionsverpflichtungen zum 30. Juni 2023 bestehen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung in Höhe von insgesamt TEUR 3.162 (Vj.: TEUR 3.280). Der zum 30. Juni 2023 entstandene Unterschiedsbetrag aus der Verlängerung des Durchschnittsbetrachtungszeitraums bei der Ermittlung des Diskontierungszinssatzes von sieben auf zehn Jahre beträgt TEUR 70. Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Werbekostenzuschüsse (TEUR 320), für Personalkosten (TEUR 200), für Tantieme (TEUR 151), für zukünftige Betriebsprüfungen (TEUR 50), für Aufbewahrung (TEUR 39) sowie für Jahresabschluss und Prüfung (TEUR 41). 2.6 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben i.H.v. TEUR 2.365 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, i.H.v. TEUR 8.366 eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren sowie i.H.v. TEUR 5.039 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben in voller Höhe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind i.H.v. TEUR 1.133 Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern enthalten. Diese haben i.H.v. TEUR 757 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und i.H.v. 375 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. 2.7 passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren hauptsächlich aus einer Abweichung zwischen Handels- und Steuerbilanz aus der Bildung einer Rücklage nach § 6b EStG bei dem Verkauf der ehemaligen Betriebsgrundstücke in früheren Geschäftsjahren. Der Saldo zum Stichtag setzt sich wie folgt zusammen:
3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Tilgungszuschüssen für Darlehen in Höhe von TEUR 302. 3.2 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten auch die Aufwendungen für die stillen Gesellschafter. 3.3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Bei den Steuerrückstellungen wurde im aktuellen Jahr für das Jahr 2018 ein Wert über TEUR 119 aufgelöst, da mit einer Inanspruchnahme nicht mehr gerechnet wird. 4. Sonstige Pflichtangaben 4.1 sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 162 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen Miet- und Leasingverträge:
4.2 Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen zum Stichtag nicht. 4.3 Vorschlag zur ErgebnisverwendungDas Jahresergebnis beträgt vor Ergebnisverwendung + 1.520 TEUR. Der Gewinnvortrag beträgt TEUR 4.940. Der verbleibende Bilanzgewinn soll in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. 4.4 Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 140 (Vj.: 144) Mitarbeiter beschäftigt. 4.5 Mutterunternehmen Mutterunternehmen der Gesellschaft ist: - Burgis Holding GmbH & Co. KG, Neumarkt / Oberpfalz 4.6 Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: - Herr Timo Burger, Betriebswirt, Neumarkt / Oberpfalz - Frau Christina Weiß, Dipl.-Betriebswirtin (FH), Berching Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von einer Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB abgesehen, da sich die Bezüge eines Geschäftsführers über die Angabe der Gesamtbezüge feststellen lassen.
Neumarkt / Oberpfalz, den 21. Dezember 2023 gez. Timo Burger gez. Christina Weiß Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN WIRTSCHAFTSPRÜFERSAn die Burgis GmbH, Neumarkt in der Oberpfalz: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Burgis GmbH, Neumarkt in der Oberpfalz, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Burgis GmbH, Neumarkt in der Oberpfalz, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 21. Dezember 2023 Rödl
& Partner GmbH
gez. Prof. Dr. Bömelburg, Wirtschaftsprüfer gez. Schulz, Wirtschaftsprüferin Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 1.520.186,10 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresabschluss wurde am 19. Februar 2024 festgestellt. |
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