GE Energy Power Conversion GmbHLiquidiert

Culemeyerstraße 1, 12277 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 98787
Vorher
APC Power Conversion GmbHConverteam GmbH
Eingetragen
12.9.2005
Branche
Herstellung von Elektromotoren und GeneratorenHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von elektrischen Ausrüstungen für antriebsorientierte Industrie- und sonstige Anlagen sowie Planung und Herstellung von schlüsselfertigen Anlagen zur Stromerzeugung oder Teilen davon.

Historie

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Management

NameRolle
Dieter Thon
seit 27.2.2012
Prokura
Thomas Dr. Hücker
seit 22.2.2010
Prokura
Geschäftsführer
Stephan Dr. Krämer
seit 17.9.2008
Prokura
Martin Jantsch
seit 14.10.2005
Prokura
Franz Kratz
seit 14.10.2005
Prokura
Jürgen Radke
seit 14.10.2005
Prokura
Dirk Schepers
seit 10.10.2005
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Converteam GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

O. Allgemeine Bemerkungen

Im Sinne einer weiteren Optimierung der Kreditlinien für die Converteam Gruppe wurde im Mai 2010 eine Refinanzierung mit deutlich verbesserten Konditionen vorgenommen.

Converteam GmbH hat für die neuen Finanzierungslinien eine Bürgschaft mit einer maximalen Verpflichtung von 23 M€ gegenüber Financiere CVT akzeptiert.

Steuerungsgrößen des Konzerns sind, Auftragseingang, Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis nach den internationalen Bilanzierungsvorschriften (IFRS) sowie daraus abgeleitete wertorientierte Kennzahlen.

A. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branchen

Die durch die Finanzkrise Ende 2008 hervorgerufene Wirtschaftskrise hat sich auch im ersten Halbjahr 2010 negativ auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ausgewirkt. Projektinvestitionen wurden aufgeschoben oder von den Kunden in einem kleineren Umfang durch Modernisierungskonzepte eingeschränkt. Eine Neuausrichtung des Unternehmens durch Entwicklung neuer Märkte aber auch durch Erweiterung des Lieferangebots führte, verbunden mit einer allgemeinen Belebung der Wirtschaft, zu einer wesentlich verbesserten wirtschaftlichen Situation in der zweiten Jahreshälfte 2010. Neben den Vergaben bekannter älterer Projekte konnten Aufträge im Sinne von ganzheitlichen Lösungen, d.h. komplette Elektrotechnik einschließlich Mechanik und Infrastruktur, verbucht werden. Neben dieser erfreulichen Entwicklung sind Kundenverträge mit höheren technischen und kommerziellen Risiken versehen, die an die Gesellschaft einen höheren Anspruch an das Risikomanagement bedeuten. Grundsätzlich haben sich die Märkte im Zusammenhang mit regenerativer Energie überdurchschnittlich positiv entwickelt, das gilt für den traditionellen Windbereich aber auch für die sich sehr dynamisch entwickelnde Solarenergie, die auf immer größer werdende Einspeiseleistungen ausgerichtet ist. Neben der Lieferung von Spezialstromrichtern für den Solarbereich konnten für die Gesellschaft auch Komplettsystemlösungen vertraglich vereinbart werden, mit einer Systemverantwortung vom Solarmodul bis zur Netzeinspeisung. Staatliche Konjunkturprogramme im Bereich von Infrastrukturmaßnahmen haben die Geschäftsentwicklung nur unwesentlich beeinflusst, jedoch konnten Aufträge im Bereich des Ausbaus von Netzkupplungen zwischen öffentlichen Netzen und dem Bundesbahnnetz gesichert werden.

Der direkte Export ist noch erheblich gekennzeichnet von der Investitionsschwäche in Osteuropa - speziell in Russland - aber auch durch Exporthemmnisse nach China. Geschäftliche Ansätze ergeben sich ausschließlich durch Kooperationen in diesen Ländern, verbunden mit Knowhow-Transfer und lokalen Liefer- und Leistungen mit Converteam-Stellen oder externen Partnern.

Der indirekte Export ist geprägt durch den deutschen Maschinenbau, der besonders im Metallbereich mit eigenen elektrotechnischen Gesamtlösungen auftritt und damit weiterhin auch neue Wettbewerbssituationen schafft. Der eigene und unabhängige Marktauftritt, verbunden mit innovativen technischen Lösungen, aber auch die Angebotsfähigkeit für Gesamtlösungen, wird die zukünftige Entwicklung des Unternehmens bestimmen.

B. Geschäftsverlauf

B1. Darstellung der Lage

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2010 rund 223 M€ (Vj. 178 M€). Die Steigerung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr ist durch den Abschluss von Langläuferprojekten wie der Schiffsausrüstung für die Meyerwerft erzielt worden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2010 18,7 M€ (Vj. 5,5 M€). Aufgrund des mit der Gesellschafterin seit 2010 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird das Ergebnis in Höhe von 18,8 M€ an diese abgeführt.

B2. Auftragseingangsentwicklung

Aufgrund des angestiegenen Auftragseingangs von 242,9 M€ in 2010 (Vj. 175,2 M€) bleibt die Auftragsvorlage mit 484,4 M€ auf sehr hohem Niveau und sichert damit Beschäftigung und Auslastung für 2011. Der direkte Exportanteil im Umsatz betrug 36 % (Vj. 47 %). Der direkte Exportanteil im Auftragseingang beträgt 54 % und ist mitgeprägt durch Großprojekte im Bereich der Kraftwerkstechnik im europäischen Ausland.

B3. Personal- und Sozialbereich

Die Personalzahl zum Ende des Jahres 2010 beträgt 800 Mitarbeiter (Vj. 853), darin sind 35 Auszubildende enthalten. Der aufgrund des reduzierten Auftragseingangs im ersten Halbjahr 2010 entstandenen Unterauslastung wurde durch Abbau der Leihkräfte, grundsätzliche Reduzierung der 40h-Verträge auf 35h sowie durch Nichtverlängerung der Zeitverträge begegnet. Parallel wurde ein Kostenreduzierungsprogramm aufgelegt, an dem sich die Führungskräfte mit AT-Verträgen (mehr als 80 Personen) durch einen 7,5 % Gehaltsverzicht beteiligt haben. Aufgrund der sehr positiven Auftragsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte konnte die Rückzahlung des Einbehalts im Dezember vorgenommen werden.

Aufgrund der auch im Geschäftsjahr 2011 geplanten Geschäftssteigerung werden die in 2010 gültigen Kostenreduzierungsmaßnahmen überwiegend aufgehoben, parallel werden zur Absicherung der Geschäftsperspektive erhebliche Investitionen für Aus- und Weiterbildung, verbunden mit gezielten Neueinstellungen, geplant.

B4. Finanzlage

Die Gesellschaft führte ihre überschüssigen Mittel in Höhe von 132,9 M€ (Vj. 95,1 M€) per 31. Dezember 2010 in den Cashpool der Converteam Tresorie SNC, Massy, Frankreich ab. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

C. Voraussichtliche Entwicklung, Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

C1. Voraussichtliche Entwicklung

Für das Jahr 2011 plant die Gesellschaft ein moderates geschäftliches Wachstum in den traditionellen Märkten, aber auch zusätzliche Geschäfte im Bereich erneuerbarer Energie. Gleichzeitig werden nach wie vor alle Personal- und Sachinvestitionen sehr restriktiv gehalten, da eine vollständige Transparenz und nachhaltige Wirtschaftserholung bisher nicht abgesichert ist. Zukunftsweisende Entwicklungsprojekte bleiben davon im Grundsatz unberührt, wobei abhängig von der Markt- und Projektsituation unterjährig Prioritäten mit Blick auf den Auftragseingang verändert werden können. Exportgeschäfte, speziell im russischen bzw. asiatischen Bereich müssen bezüglich ihrer Finanzierbarkeit und der notwendigen Verpflichtung auf lokale Wertschöpfung sehr kritisch im Sinne der Angebotsoptimierung überprüft werden. Für die Gesellschaft sind Kooperationen in Zusammenarbeit mit anderen Converteam-Stellen mit zunehmender Bedeutung umzusetzen. Diese internationalen Projekte erfordern einen immer größer werdenden Anspruch an das Projektmanagement, aber auch im Zukauf von Materialien aus Low Cost Ländern. Die Umsetzung der Leanprozesse ist im Jahre 2010 für den Fertigungsbereich nahezu abgeschlossen, der Focus für 2011 liegt im Engineering-Bereich, unter maximaler Ausnutzung des Engineeringcenter in Indien. Ziele dieser Zusammenarbeit liegen einerseits in merklichen Kostenreduzierungen, aber auch in Verkürzung von Durchlaufzeiten mit gleichzeitiger Reduzierung der Kapitalbindung.

Insgesamt geht die Gesellschaft von einer zukünftigen Geschäftsentwicklung im Sinne einer Wachstumsstrategie aus.

C2. Chancen und Risiken

Globalisierung der Märkte

Die internationale Geschäftsentwicklung erfordert neben der globalen Marktbearbeitung aber auch einheitliche technische Lösungen, verbunden mit maximaler lokaler Wertschöpfung. Die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen den Converteam-Stellen, verbunden mit notwendigem Transfer von Knowhow sowie Partnerschaften mit lokalen Unternehmungen, erfordert an die Gesellschaft einen immer größer werdenden Anspruch an internationalem Projektmanagement.

Neue Produkte und Systeme

Grundsätzlich werden neue Entwicklungen ausschließlich auf Erweiterung unseres Angebotsportfolios, neue innovative Lösungen, aber auch auf Reduzierung der Kosten bei vorhandenen Lösungen - Design to cost - ausgerichtet. Alle lokalen Entwicklungen werden koordiniert und freigegeben von Converteam Technology und stehen im Grundsatz jeder Converteam-Stelle zur Verfügung.

Rechtliche Risiken

Globale Projekte sowie Forderungen der Kunden nach prozessspezifischen Garantien erfordern sehr komplexe Vertragsstrukturen, verbunden mit rechtlichen Risiken und eventuellen Auseinandersetzungen. Entsprechende Risikoanalysen und Genehmigungsverfahren sind eingeführt.

Sicherheiten für finanzierende Banken des LBO

Zur Absicherung der Darlehensverträge wurden von der Gesellschaft Sicherheiten in Form von Abtretungs- und Verpfändungserklärungen sowie Sicherheitsübereignungen gestellt. Im Rahmen der Refinanzierung im Mai 2010 wurden die gestellten Sicherheiten angepasst und gleichzeitig aber auch auf max. 23 M€ beschränkt. Die Gesellschaft geht auf Basis der zur Verfügung gestellten Unterlagen davon aus, dass eine Inanspruchnahme der gewährten Sicherheiten nicht zu erwarten ist.

Mitarbeiter

Aufgrund der sich erfreulich veränderten Geschäftsperspektive im zweiten Halbjahr 2010 wird die Gesellschaft gezielt in den Bereichen Vertrieb, Projektmanagement und Entwicklung Personaleinstellungen vornehmen.

D. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

D1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

D2. Risikomanagementsysteme

Auf der Grundlage des bei der Gesellschaft eingeführten integrierten SAP-Systems sowie einer umfassenden Berichterstattung innerhalb Converteam sind alle Voraussetzungen für ein Risikomanagementsystem gegeben. Auf Basis der verbindlichen Projektabwicklungshandbücher, einem standardisierten Reporting sowie monatlicher bzw. quartalsmäßiger persönlicher Projektberichterstattung werden Probleme frühzeitig erkannt und entsprechend gegengesteuert.

Eine weitere Maßnahme zur effektiven Kontrolle der finanziellen und operativen Risiken ist durch die Implementierung eines konzernweiten internen Kontrollstandards auf der Basis eines internen Audits umgesetzt worden. Darüber hinaus wurden die Sicherheitsstandards, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, IPR, IT und Gebäudesicherung, auditiert und entsprechende Maßnahmen festgelegt und umgesetzt.

Zur Finanzierung des operativen Geschäfts nutzt die Converteam GmbH Finanzinstrumente, die im Wesentlichen aus Liefer- und Leistungsforderungen, liquiden Mitteln, Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen und Bürgschaften bestehen. Die wichtigsten Risiken sind hierbei Ausfall-, Liquiditäts- und Zinsrisiken.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden mittels der Verwendung von Kontrollverfahren und erhaltenen Anzahlungen gesteuert. Für die Gesellschaft besteht keine Konzentration des Ausfallrisikos bei einzelnen oder einer Gruppe von Vertragspartnern.

Wechselkursrisiken können sich im Wesentlichen aus in US-Dollar abgeschlossenen Geschäftsbeziehungen ergeben und werden grundsätzlich mittels Devisentermingeschäften gesichert.

Zinsrisiken bestehen hinsichtlich der im zentralen Cash Pool angelegten liquiden Mittel. Eine Absicherung der variabel verzinslichen Cash Pool Mittel erfolgt nicht. Die bestehenden Vereinbarungen mit der Converteam Trésorie SNC bezogen auf die Verzinsung der Cash Pool Mittel sehen eine marktübliche Verzinsung vor.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

D3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft hat im Jahr 2010 ca. 6,8 Mio. € - dies entspricht ca. 2,8 % bezogen auf den Umsatz - Entwicklungsinvestitionen in den Schwerpunkttechnologien getätigt, um damit die technologische und kostenmäßige Wettbewerbsfähigkeit im Markt sicherzustellen. Die Schwerpunktinvestitionen sind dabei ausgerichtet auf Antriebssysteme im Bereich großer Leistung in Mittelspannungstechnik sowie auf Softwareentwicklung für branchenspezifische Aufgabenstellungen.

D4. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält neben ihrem Hauptsitz in Berlin Zweigniederlassungen in Frankfurt am Main, Böblingen, Hamburg, Essen und Wien.

Für den russischen Markt hat Converteam Deutschland Niederlassungen in Moskau und St. Petersburg im Sinne einer Vertriebsniederlassung etabliert, mit dem Ziel, Geschäfte für die Converteam in den Schwerpunktmärkten Metall, Marine, Öl und Gas und Bergbau anzubahnen.

 

Berlin, 28. Februar 2011

Alfred Stobbe, Geschäftsführer

Dr. Georg Möhlenkamp, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

EUR 31.12.2009
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 253.016,51 242.638,91
2. Patente 579.904,00 819.574,00
3. Serviceverträge 687.437,50 930.062,50
4. Geschäfts- oder Firmenwert 16.597.459,13 18.285.336,29
18.117.817,14 20.277.611,70
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.398.130,69 1.188.209,99
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.917.254,05 2.080.962,21
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 232.740,60 678.995,37
3.548.125,34 3.948.167,57
21.665.942,48 24.225.779,27
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.558.114,15 5.825.932,25
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 177.966.659,14 162.412.504,03
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.978.495,38 4.893.039,33
4. Geleistete Anzahlungen 24.901.569,57 29.772.728,81
217.404.838,24 202.904.204,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.896.453,46 17.638.575,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 138.466.720,53 102.137.350,04
3. Sonstige Vermögensgegenstände 425.139,46 9.497.102,38
166.788.313,45 129.273.027,60
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 677.016,36 341.952,04
384.870.168,05 332.519.184,06
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 68.769,00
406.536.110,53 356.813.732,33

PASSIVA

EUR 31.12.2009
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 5.025.000,00 5.025.000,00
II. Kapitalrücklage 29.475.000,00 22.942.000,00
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 3.540.636,78 113.636,57
IV. Jahresüberschuss 0,00 1.721.679,21
38.040.636,78 29.802.315,78
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 28.324.445,17 28.539.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 50.626.849,98 48.174.161,39
78.951.295,15 76.713.161,39
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 240.545.216,55 227.712.156,49
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.942.935,39 10.628.898,90
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.071.885,87 8.492.224,30
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.984.140,79 3.464.975,47
davon aus Steuern EUR 3.390.932,86 (Vj. EUR 2.696.122,09)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 10.721,00 (Vj. EUR 11.834,03)
289.544.178,60 250.298.255,16
406.536.110,53 356.813.732,33

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010

EUR EUR 2009
EUR
1. Umsatzerlöse 222.890.473,14 177.984.442,02
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 15.639.611,16 55.493.372,04
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 165.333,96 349.025,46
4. Sonstige betriebliche Erträge 12.102.285,40 10.588.861,38
250.797.703,66 244.415.700,90
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 126.356.432,26 122.472.308,94
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.706.550,28 565.033,28
128.062.982,54 123.037.342,22
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 47.919.865,52 53.467.256,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 9.969.517,09 12.224.691,39
davon für Altersversorgung EUR 2.320.801,56 (Vj. EUR 4.329.398,66)
57.889.382,61 65.691.948,29
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.322.106,66 3.438.439,36
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 43.082.794,71 47.179.329,63
232.357.266,52 239.347.059,50
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 358.105,65 451.095,31
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 245.611,88 (Vj. EUR 396.816,76)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 61.321,77 21.512,00
296.783,88 429.583,31
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 18.737.221,02 5.498.224,71
12. Außerordentliche Aufwendungen 225.119,00 0
13. Außerordentliches Ergebnis - 225.119,00 0
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 519.055,12 3.509.854,65
15. Sonstige Steuern 261.814,65 266.690,85
16. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne 18.769.342,49 0,00
17. Jahresüberschuss 0,00 1.721.679,21

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und einzelne davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Ansatz und Bewertung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)

Die Converteam GmbH wendet erstmalig für das Geschäftsjahr 2010 die Regelungen des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen BilMoG an. Soweit sich daraus Änderungen bei Ansatz und Bewertung von Bilanzposten ergeben haben, wurden die Vorjahreswerte nicht angepasst.

An Stelle dessen sind die wesentlich geänderten Bilanzposten zum 1. Januar 2010 im Vergleich zum 31. Dezember 2009 in folgender Übersicht zusammenfassend dargestellt.

TEUR 01.01.2010 BilMoG 31.12.2009
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände 20.277,6 20.277,6
Sachanlagen 3.948,2 3.948,2
Vorräte 202.904,2 202.904,2
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 129.007,3 - 265,7 129.273,0
Sonstige Aktiva 410,7 410,7
356.548,0 - 265,7 356.813,7
PASSIVA
Gezeichnetes Kapital 5.025,0 5.025,0
Kapitalrücklagen 22.942,0 22.942,0
Andere Gewinnrücklagen 3.540,6 1.705,3 1.835,3
Bilanzverlust (a. o. Aufwand) - 225,1 - 225,1
Pensionsrückstellungen 27.095,3 - 1.443,7 28.539,0
Sonstige Rückstellungen 47.872,0 - 302,2 48.174,2
Sonstige Passiva 250.298,2 250.298,2
356.548,0 - 265,7 356.813,7

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bilanzverlust per 1. Januar 2010 gegenüber dem 31. Dezember 2009 betrifft ergebniswirksame Effekte aus der BilMoG-Anpassung, die im Geschäftsjahr 2010 in den außerordentlichen Aufwendungen erfasst wurden.

Aus der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum 1. Januar 2010 hat sich ein Auflösungsbetrag von 1,2 Mio. € ergeben, der im Geschäftsjahr 2010 in den Gewinnrücklagen berücksichtigt wurde. Rückdeckungsvermögen in Höhe von 0,3 Mio. € wurde mit der Pensionsrückstellung saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden mit den diskontierten Erfüllungsbeträgen unter Einbeziehung von Kosten- und Preissteigerungen bewertet. Vom Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB, die Wertansätze gemäß HGB alter Fassung beizubehalten, soweit der aufzulösende Betrag bis zum 31. Dezember 2024 wieder zugeführt wird, wurde kein Gebrauch gemacht. Die Auflösungsbeträge wurden ergebnisneutral in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. im Rahmen der Kaufpreisallokation auf Basis des beizulegenden Zeitwerte bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Immaterielle Vermögensgegenstände werden über einen Zeitraum von drei bis acht Jahren abgeschrieben.

Von dem Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird kein Gebrauch gemacht.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde zum 9. November 2005 im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbereichs "Power Conversion" der Alstom Power Conversion GmbH, Berlin, erworben und wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren planmäßig abgeschrieben, da es sich im Rahmen des Erwerbs um Produktgruppen mit typischen Lebenszyklen von 15 Jahren handelt und der Markt für diese Produktgruppen wegen der kleinen Zahl von Anbietern und der hohen Markteintrittsbarrieren sich nur sehr langsam verändert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis Euro 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Bewegliche Anlagengüter mit Anschaffungs- oder Herstellkosten von mehr als Euro 150,00 bis Euro 1.000,00 sind in einem Sammelposten eingestellt. Dieser wird über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig.

Das Sachanlagevermögen wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt linear abgeschrieben:

• Mietereinbauten 10 Jahre
• Technische Anlagen und Maschinen 13 Jahre
• Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8 Jahre

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Bei Beständen mit fehlender Gängigkeit und Überreichweite wurden angemessene Abschläge vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Soweit bei den unfertigen Leistungen die projektkonkret ermittelten Verluste die Wertansätze der Bestände überstiegen, wurden hierfür Rückstellungen für drohende Verluste gebildet.

Die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen Risiken ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 1 % auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand berücksichtigt.

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Guthaben in Fremdwährungen wurden zum Geldkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln Heubeck 2005 G. Der Rechnungszinsfuß beträgt 5,17 % p. a.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten.

Versicherungsmathematische Prämissen

% 31.12.2010 01.01.2010
Abzinsungsfaktor für langfristige Pensionsverpflichtungen und Personalrückstellungen 5,17 5,25
Abzinsungsfaktor für Verpflichtungen aus Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen 5,17 5,25
Langfristige Gehaltssteigerungsrate 2,00 2,00
Langfristige Rentensteigerungsrate 2,00 2,00
Fluktuationsrate (altersabhängig) 0,7 bis 46,4 0,7 bis 46,4

Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszins für die Abzinsung handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren für langfristige Pensions- und Personalrückstellungen und von drei Jahren für Altersteilzeit- und Vorruhestandsrückstellungen.

Soweit Pensionsverpflichtungen mit einem Aktivwert einer Versicherung rückgedeckt sind, werden diese mit den jeweiligen Rückstellungen saldiert.

Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsnehmers zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte Überschussbeteiligung).

Die anderen sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Dabei werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die anzuwendenden Zinssätze werden von der Deutschen Bundesbank regelmäßig veröffentlicht.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Converteam GmbH ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der Converteam Holdings CEER GmbH einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasipermanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang, nach Saldierung, auch dort bilanziert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Am Bilanzstichtag erfolgt für Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten eine Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Das Niederstwertprinzip für Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und das Höchstwertprinzip für Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden im Wertansatz beachtet.

Derivative Finanzinstrumente werden als schwebende Geschäfte nicht bilanziert. Gewinne aus Sicherungsgeschäften werden erst bei Fälligkeit realisiert. Unrealisierte Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten werden ergebniswirksam zurückgestellt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens des Gesamtunternehmens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 419 (Vj. TEUR 67), sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 266).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen Forderungen aus dem Cash-Pooling (TEUR 132.862). Forderungen gegen die Gesellschafterin Converteam Holdings CEER GmbH, Berlin, bestehen zum Stichtag nicht (Vj. TEUR 0).

Eigenkapital

In 2010 erfolgte eine Zahlung durch die Gesellschafterin in die Kapitalrücklage (TEUR 6.533).

Das Vorjahresergebnis wurde gemäß Gesellschafterbeschluss in die Gewinnrücklagen eingestellt (TEUR 1.722).

Ferner enthalten die Gewinnrücklagen TEUR 1.705 aus der Umbewertung gemäß BilMoG. Die Auflösungsbeträge der Pensions- und Juliäumsrückstellungen sowie Diskontierungsbeträge für Rückstellungen wurden erfolgsneutral der Gewinnrücklage zugeführt.

Rückstellungen

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach den BilMoG-Bestimmungen gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr erstmals mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich um Aktivwerte bei Rückdeckungsversicherungen.

TEUR 31.12.2010
TEUR
01.01.2010
TEUR
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 28.706 27.361
Beizulegender Zeitwert der Vermögenswerte - 381 - 266
Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellung) 28.325 27.095

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben zum 31. Dezember 2010 folgende wesentliche Bestandteile:

Fehlende Selbstkosten

Die Rückstellung für fehlende Selbstkosten (TEUR 28.446) wurde für noch ausstehende Belastungen aus Auftragskosten in den Fällen gebildet, in denen die entsprechende Leistung an den Kunden bereits abgerechnet wurde.

Garantie und Gewährleistungen

Für erkennbare Risiken von bereits abgerechneten Aufträgen und das allgemeine Gewährleitungsrisiko wurden Rückstellungen (TEUR 6.657) gebildet.

Altersteilzeit

Für mit Mitarbeitern abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen wurden zum Bilanzstichtag TEUR 7.002 zurückgestellt.

Urlaub und Überstunden

Für bisher von den Mitarbeitern nicht in Anspruch genommenen Urlaub sowie Überstunden und Zeitguthaben wurde in Höhe der zu zahlenden Entgeltanteile einschließlich der Sozialabgaben Rückstellungen (TEUR 3.518) gebildet.

Andere Projektrisiken

Die Rückstellung für andere Projektrisiken (TEUR 2.134) beinhaltet überwiegend Aufwendungen für den Austausch von Bauteilen bei Kundenprojekten.

Jubiläumszuwendungen

Die Jubiläumsverpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsverfahren auf der Grundlage der Richttafeln Heubeck 2005 G mit einem Rechnungszinsfuß von 5,17 % bewertet (TEUR 1.013).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten der Gesellschaft weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Die Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der erhaltenen Anzahlungen, welche grundsätzlich durch Bankbürgschaften besichert sind, sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Converteam Holdings CEER GmbH, Berlin, bestehen in Höhe von TEUR 18.769 und resultieren aus der Gewinnabführung für das Jahr 2010 (Vj. TEUR 0).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betragen EUR 222,9 Mio. und entfallen mit EUR 142,4 Mio. auf das Inland und mit EUR 80,5 Mio. auf das Ausland. Darin enthalten sind Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 17,6 Mio.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit EUR 3,0 Mio. Erträge aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen sowie mit EUR 5,6 Mio. Erstattungen von einem verbundenen Unternehmen für Entwicklungsprojekte.

Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen die sonstigen Rückstellungen (EUR 0,2 Mio.) und stehen im Zusammenhang mit der Umstellung auf BilMoG.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Posten beinhaltet mit EUR 0,1 Mio. Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2010 und Erstattungen für das Vorjahr EUR 0,6 Mio.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat Dritten Sicherheiten für fremde Kreditverbindlichkeiten eingeräumt. Die in diesem Zusammenhang von der Gesellschaft eingeräumten Sicherheiten sind auf EUR 23 Mio. beschränkt.

Gegenwärtig sind keine Hinweise für eine Inanspruchnahme der Gesellschaft aus den eingegangenen Haftungsverhältnissen ersichtlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Miet- und Leasingverträgen betragen:

2011
TEUR
2012
TEUR
2013
TEUR
Miete - - -
Fuhrpark 303 179 34
Kopierer 160 - -
463 179 34

Des Weiteren besteht zum Abschlussstichtag ein Abnahmeobligo in Höhe von EUR 67,7 Mio. für die Erstellung und Fertigstellung von projektbezogenen Leistungen, davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 23,2 Mio.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Wechselkursschwankungen sichert die Gesellschaft zukünftige Einnahmen aus Umsätzen und Ausgaben aus Einkäufen in US-Dollar durch Devisentermingeschäfte ab. Die Absicherungsgeschäfte werden jedoch nicht durch die Gesellschaft selber, sondern im Rahmen des Konzernverbundes der Converteam-Gruppe durch eine zentrale Konzern-Treasury-Gesellschaft abgeschlossen. Insgesamt bestanden zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte über einen Nominalbetrag von rund USD 16 Mio. (ca. EUR 12 Mio.); GBP 3 Mio. (ca. EUR 3 Mio.). Der auf Grundlage des Umrechnungskurses zum Bilanzstichtag beizulegende Zeitwert beträgt ca. EUR 15 Mio. Rückstellungen waren zum Bilanzstichtag nicht notwendig.

Aufsichtsrat

Pierre Bastid, President and Chief Executive Officer, Converteam Group SAS (Vorsitzender)

Florent Battistella, Executive Vice President Chief Operating Officer, Converteam Group SAS (Stellvertretender Vorsitzender)

Francois Bonnet, Director, Group Head of Tax & Legal, Converteam Group SAS

Nicolas Lwoff, Executive Vice President, Chief Financial Officer, Controlling & Legal, Converteam Group SAS

Petra Radom, Betriebsrätin, Converteam GmbH (Arbeitnehmervertreterin)

Gerhard Lux, Betriebsrat, Converteam GmbH (Arbeitnehmervertreter)

Geschäftsführung

Alfred Stobbe (Vorsitzender)

Dr. Georg Möhlenkamp

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Bezüglich der Vergütung der Geschäftsführer wird auf die Angabe der Bezüge unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB und BMJ-Schreiben vom 6. März 1995 verzichtet.

Abschlussprüferhonorar

Die Honorare des Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden im Konzernabschluss der Converteam Holdings CEER GmbH angegeben.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 757 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt.

Konzernverhältnisse

Sämtliche Anteile an der Converteam GmbH werden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 von der Converteam Holdings CEER GmbH, Berlin, gehalten. Die Converteam GmbH wird in den Konzernabschluss der Converteam Holdings CEER GmbH, Berlin, einbezogen, welcher beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Darüber hinaus wird die Converteam GmbH in den Konzernabschluss der Financière CVT SAS, Massy, Frankreich, als höchster Konzernspitze einbezogen, welcher am Sitz der Financière CVT erhältlich ist.

 

Berlin, 28. Februar 2011

Alfred Stobbe, Geschäftsführer

Dr. Georg Möhlenkamp, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 1.035.034,80 197.571,84 4.551,01 0,00 1.228.055,63
2. Patente 1.909.000,00 0,00 0,00 0,00 1.909.000,00
3. Serviceverträge 1.941.000,00 0,00 0,00 0,00 1.941.000,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 25.312.830,93 0,00 0,00 0,00 25.312.830,93
30.197.865,73 197.571,84 4.551,01 0,00 30.390.886,56
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.000.420,19 35.288,91 0,00 374.671,48 2.410.380,58
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.351.551,99 396.957,25 70.432,63 210.816,03 4.888.892,64
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 678.995,37 139.232,74 0,00 - 585.487,51 232.740,60
7.030.967,55 571.478,90 70.432,63 0,00 7.532.013,82
37.228.833,28 769.050,74 74.983,64 0,00 37.922.900,38
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 792.395,89 186.110,90 3.467,67 975.039,12
2. Patente 1.089.426,00 239.670,00 0,00 1.329.096,00
3. Serviceverträge 1.010.937,50 242.625,00 0,00 1.253.562,50
4. Geschäfts- oder Firmenwert 7.027.494,64 1.687.877,16 0,00 8.715.371,80
9.920.254,03 2.356.283,06 3.467,67 12.273.069,42
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 812.210,20 200.039,69 0,00 1.012.249,89
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.270.589,78 765.783,91 64.735,10 2.971.638,59
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.082.799,98 965.823,60 64.735,10 3.983.888,48
13.003.054,01 3.322.106,66 68.202,77 16.256.957,90
Buchwerte
31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 253.016,51 242.638,91
2. Patente 579.904,00 819.574,00
3. Serviceverträge 687.437,50 930.062,50
4. Geschäfts- oder Firmenwert 16.597.459,13 18.285.336,29
18.117.817,14 20.277.611,70
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.398.130,69 1.188.209,99
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.917.254,05 2.080.962,21
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 232.740,60 678.995,37
3.548.125,34 3.948.167,57
21.665.942,48 24.225.779,27

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Converteam GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, 7. März 2011

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Glöckner, Wirtschaftsprüfer

Gerlach, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

der Converteam GmbH

Die Geschäftsführung hat die Aufsichtsratsmitglieder in dem Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2010 regelmäßig über die Entwicklung der geschäftlichen Situation der Gesellschaft unterrichtet.

Den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht der Converteam GmbH für das Geschäftsjahr 2010 vom 01.01. - 31.12.2010 hat die Ernst & Young AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis dieser Prüfung zustimmend Kenntnis genommen. Er erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses 01.01. - 31.12.2010 keine Einwendungen und billigt diesen.

Der Aufsichtsrat empfiehlt die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Berlin zum Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2011 zu bestellen.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung die Geschäftsführung zu entlasten.

 

Berlin, 7. April 2011

Pierre Bastid, Vorsitzender des Aufsichtsrates

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