Wach- und Sicherheitsdienste GLOBUS GmbH
Selbe AdressePrivate Wach- und Sicherheitsdienste für Veranstaltungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christopher Harzheim seit 26.6.2024 | Prokura |
Martin Witkowski seit 13.9.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Monheim am Rhein | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Monheimer Kulturwerke GmbHMonheim am RheinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023MONHEIMER KULTURWERKE GMBH, MONHEIM AM RHEIN1. Gegenstand des Unternehmens Die Monheimer Kulturwerke GmbH (im Folgenden: Kulturwerke oder MKW) organisiert und führt kulturelle, soziale, kommerzielle und sportliche Veranstaltungen jeglicher Art sowie Versammlungen, Feste, Tagungen, Kongresse, Ausstellungen und Messen durch oder lässt sie durch Dritte durchführen. Darüber hinaus können Nebengeschäfte, wie Ticketverkäufe gleich welcher Art sowie Warenverkäufe (z.B. Souvenirs) durchgeführt werden. Im Kundencenter der Kulturwerke wird zudem die Tourismuszentrale der Stadt Monheim am Rhein betrieben. Die Kulturwerke ist außerdem Bauherrin, Eigentümerin und Entwicklerin des neuen Kulturortes Kulturraffinerie K714. Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der Monheimer Musikfestival GmbH, Monheim am Rhein, (im Folgenden MMF), die für die Ausrichtung der Monheim Triennale sowie möglicher Nebenveranstaltungen zuständig ist. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Grundsätzlich stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in seinem Jahresbericht 2024 für das Jahr 2023 eine auch im Vergleich zu anderen großen westlichen Volkswirtschaften stärker beeinträchtigte Entwicklung fest. Gründe hierfür sind dem Jahresbericht zufolge die ehemals starke Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, der vergleichsweise hohe Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie die ausgeprägte Außenhandelsorientierung. In Zahlen ausgedrückt bestätigt sich diese Entwicklung gemäß aktuell verfügbaren Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, wonach das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3% niedriger ausfiel als im Vorjahr. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf vielen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Darüber hinaus verstärkte sich die mindestens aus Sicht der Kreditnehmer negative Tendenz der Finanzierungsbedingungen in der Form, dass das Zinsniveau weiterhin anstieg. 2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Veranstaltungswirtschaft ist durch eine sehr große Heterogenität geprägt und umfasst eine große Bandbreite an Teilwirtschaftszweigen, die von Künstlerinnen und Künstlern über Cateringfirmen bis hin zu Konzertveranstaltern reicht. Entsprechend unterschiedlich können die Organisation der Branche und ihre Beeinflussung durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen ausfallen. Die Branchensituation in Deutschland war im Berichtsjahr von einer - wenn auch im Vergleich zum Vorjahr geringeren - weiterhin hohen Inflation geprägt. Dies führte zu steigenden Kosten in verschiedenen Bereichen, darunter auch Mieten, Energiekosten und Personalaufwendungen. Insbesondere die Energiekosten stellten für Veranstaltungsorte, die auf Licht-, Ton- und Heiztechnik angewiesen sind, eine Herausforderung dar[1]. Die Veranstaltungsbranche ist zudem stark verknüpft mit dem Konsum privater Haushalte; die hohe Inflation dämpfte die Kaufkraft der Verbraucher und schlug sich in einem zurückhaltenden Ausgabeverhalten nieder.[2] Für eine Veranstaltungsgesellschaft bedeutete dies potenziell geringere Besucherzahlen und reduzierte Einnahmen aus Ticketverkäufen und Gastronomie. Positiv zu beurteilen ist das trotz wirtschaftlicher Herausforderungen stabile kulturelle Interesse in der Bevölkerung, das sich in dem Bedürfnis nach Gemeinschaftserlebnissen und kultureller Teilhabe ausdrückte. Veranstaltungen wie lokale Konzerte, Bürgerfeste und Karneval spielten eine wichtige Rolle, um die soziale Kohäsion und das kulturelle Leben in Städten, Kommunen und Gemeinden zu stärken.[3] Dieses Bedürfnis drückte sich in einer Aufwärtsentwicklung des deutschen Veranstaltungsmarkts aus: Mit rd. 2 Millionen erreichte das reale Volumen der Präsenzveranstaltungen im Jahr 2023 74,4% des vorpandemischen Niveaus von 2019 und konnte gegenüber dem Jahr 2022 einen Anstieg von 24,7% erzielen. Dabei wurden 1,8 Millionen Events als reine Präsenzveranstaltungen durchgeführt und 328.000 als hybride Veranstaltungen durchgeführt.[4] Aufgrund ihrer Bautätigkeit im Zusammenhang mit der Errichtung der Kultur- und Veranstaltungsstätte Kulturraffinerie K714 (im Folgenden K714) ist die MKW stark beeinflusst durch die Umstände im Bausektor und im baunahen Dienstleistungssektor. Gemäß Pressemitteilung des Statistischen Bundesamt (Nr. 019 vom 15. Januar 2024) machten sich im Baugewerbe neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend ungünstigen Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktivität im Ausbaugewerbe (v.a. energetische Sanierungen) gesteigert werden, sodass insgesamt für das Baugewerbe im Berichtsjahr ein Wachstum von 0,2% (preisbereinigt) zu verzeichnen war. 2.3. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage 2.3.1. Geschäftsverlauf Für die MKW waren im Berichtsjahr die Ausrichtung eines bürgernahen kulturellen Veranstaltungsprogrammes und das Vorantreiben der Errichtung der Kulturraffinerie K714 die beiden zentralen Handlungsstränge ihrer Geschäftstätigkeit. Beiden Belangen konnte sie im Berichtsjahr innerhalb ihres Handlungsrahmens gerecht werden; insbesondere die K714, in deren Kontext Investitionen in Höhe von 18,7 Mio. € im Berichtsjahr umgesetzt werden konnten, nahm trotz der angespannten Marktsituation im Bau- und Dienstleistungssektor weiter Gestalt an. Als Gesellschaft, die in einem kommunalen Rahmen handelt und damit auch in Teilen Aspekte der öffentlichen Daseinsfürsorge bedient, spielt die Unterstützung durch ihre Gesellschafterin Stadt Monheim am Rhein bei der Erfüllung dieser Aufgaben eine wesentliche Rolle. Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die MKW einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 5.650 T€, davon 4.614 T€ auf das operative Geschäft der MKW entfallend und 1.036 T€ resultierend aus der Abschreibung auf den Beteiligungsansatz der MMF, die durch den erwirtschafteten Verlust der MMF im Berichtsjahr begründet ist. Der Jahresfehlbetrag liegt mit 1.409 T€ unter dem für das Jahr 2023 zuletzt geplanten Jahresfehlbetrag in Höhe von 7.059 T€. Hintergrund sind u.a. in die Zukunft verschobener Aufbau des Personalstammes und in das Jahr 2024 verschobene Kreditaufnahmen, sodass Zinsaufwendungen nicht in geplantem Umfang anfielen. Gegenüber dem Vorjahr (-5.096 T€) fiel der Jahresfehlbetrag um 554 T€ schlechter aus; verantwortlich hierfür sind geringere Erträge aus Förderungen und Zuschüssen durch Dritte, weniger Erbringungen von Dienstleistungen gegenüber der Stadt sowie höhere operative bzw. veranstaltungsbedingte Aufwendungen. Im Folgenden wird der Geschäftsverlauf in den operativen Veranstaltungs- und Einnahmenbereichen der MKW näher erläutert: Eigene Veranstaltungen Die gesamten Besucherzahlen erfuhren im Berichtsjahr mit rd. 24.600 zahlenden Gästen im Vergleich zum Vorjahr (rd. 21.000) einen Anstieg um 17%. Die Besucherzahlen verteilen sich dabei mit 112 auf weniger eigene Veranstaltungen (inklusive Mehrfachveranstaltungen) als im Vorjahr (Vorjahr: 156). Die erhöhten Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr führten für die MKW mit 579 T€ (Vorjahr: 351 T€) zu einem Erlösanstieg (vgl. Kapitel 2.3.2.1), was eine Steigerung von nahezu 65% gegenüber dem Vorjahr ausmacht. Bei der Preisgestaltung der Eintrittskarten lag der Fokus wie in den Vorjahren auf der Leitlinie "Monheim für Alle", sodass trotz hoher Besucherzahlen keine überdurchschnittlich hohen Ticketpreise angesetzt wurden. Verstärkt wurde dieser Trend durch viele zusätzliche kostenlose Veranstaltungsangebote im öffentlichen Raum und von Bildungs- und Betreuungsangeboten, damit Bürgerinnen und Bürger nach der Pandemie wieder zu einem gesellschaftlichen Miteinander bei Veranstaltungen finden konnten. Mit ihrem Angebot in 2023 konnte die MKW deutschlandweit sehr positive Resonanz und eine gute positive mediale Berichterstattung erreichen, nicht zuletzt auch durch Sonder-Projekte wie die Kulturregatta. Die Eintrittserlöse alleine können bei einem Kulturbetrieb, der ein Angebot für alle Menschen einer Gemeinde zu günstigen Preisen anbieten soll, die Aufwendungen für Künstlergagen, Catering sowie für die technische Ausstattung und Betreuung der Veranstaltungen nicht tragen. Vor diesem Hintergrund führte die Steigerung des qualitativen und quantitativen Angebots zu einer höheren Deckungslücke. Den im Jahr 2023 zahlreichen kostenlosen Angeboten im In- und Outdoor-Bereich, die zum gesellschaftlichen Zusammenhalt motivieren sollten, kommen hier ebenfalls eine nicht unwesentliche Rolle zu. Hier kam es zu keiner Einnahme aus Ticketverkäufen. Gastronomie / Souvenirs Grundsätzlich unterhält die Gesellschaft einen Gastronomiebetrieb und bietet kommunale sowie auch kommerzielle Souvenirs über das Kundencenter am Rathaus an. Neben den Besuchern von Veranstaltungen werden Souvenirs auch von Besuchern der Stadt Monheim am Rhein erworben. Im Berichtsjahr konnten hier Erlöse in Höhe von 17,2 T€ (Vorjahr: 17,6 T€) erzielt werden. Kino Im Geschäftsjahr 2023 war auf Grund der weiteren Entspannung hinsichtlich der Pandemie ein moderater Anstieg bei den Kinoerlösen zu verzeichnen. Im Bereich des Open-Air-Kinos in der Freilichtbühne konnten insgesamt 10 Veranstaltungen (Vorjahr 10) angeboten werden. Beim MEGA-Mondscheinkino fungiert die städtische Tochtergesellschaft MEGA Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgung GmbH als Sponsor und Namensgeber.
Provisionen Seit 2020 gilt der Bürgerpass in Monheim am Rhein, der zugleich Fahrschein für den ÖPNV im Stadtgebiet ist. Die Provisionen verzeichneten im Berichtsjahr mit T€ 3 (Vorjahr: T€ 10) einen Rückgang, der auf rückläufige für die Bahnen der Stadt Monheim GmbH (BSM) erbrachte Vertriebsdienstleistungen zurückzuführen ist. Dies erklärt sich auch aus dem Umstand, dass die BSM mit Eröffnung des Rathauscenters seit Herbst 2022 ein eigenes Ladenlokal betreibt. Tourismuszentrale Die im Herbst 2022 neu bezogenen Räumlichkeiten der Tourismuszentrale erlauben es der MKW in einem angenehmen Ambiente der steigenden Nachfrage nach städtischen Angeboten professionell begegnen zu können. Hervorzuheben sind die Kulinarik-Touren in der Monheimer Altstadt und das steigende Aufkommen von Rad-Touristen. Insgesamt beurteilt die Geschäftsleitung den Verlauf des Geschäftsjahres insbesondere vor dem Hintergrund des fortschreitenden Baus der Kulturraffinerie K714 und der sich weiter abzeichnenden Tendenz zu einer Rückkehr des Veranstaltungsmarktes und des Kultursektors zu einem vorpandemischen Niveau positiv. Mit der tatsächlichen Ergebnisentwicklung konnte sich die Gesellschaft gegenüber der zuletzt angestrebten Ergebnisprognose (-7.059 T€) verbessern. 2.3.2. Wirtschaftliche Lage 2.3.2.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse entfallen auf folgende Bereiche:
Die Umsatzerlöse aus Veranstaltungen betreffen eigene Veranstaltungen, die mit 228 T€ gegenüber dem Vorjahr u.a. auf Grund höherer Besucherzahlen (vgl. Kapitel 2.3.1) deutlich gesteigert werden konnten. Die hingegen rückläufigen Erträge aus Kostenerstattungen der Stadt Monheim am Rhein resultieren aus für die Stadt Monheim verauslagten Sachkosten sowie erbrachten Personaldienstleistungen. Die Kinoerlöse wurden durch das Mondschein- und Herbstkino sowie damit in Zusammenhang stehenden Werbeeinnahmen erzielt. Die vertriebs- und veranstaltungsbezogenen Provisionserlöse fielen im Vorjahr vorrangig aufgrund der für die Bahnen der Stadt Monheim GmbH (BSM) erbrachten Vertriebsdienstleistungen an. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit 7 T€ der MKW gewährte Zuwendungen bzw. Förderungen für Veranstaltungen, die aus den Bundes- oder Landesprogrammen Neustart Kultur und Kultursekretariat NRW stammen. Darüber hinaus sind periodenfremde Erträge in Höhe von 66 T€ enthalten. Der Materialaufwand stieg insgesamt um 171 T€ an und beinhaltet mit 838 T€ (Vorjahr: 789 T€) vor allem in den bezogenen Leistungen ausgewiesene Künstlerhonorare; daneben wurden Mittel für Werbung und Marketing in Höhe von 284 T€ (Vorjahr: 193 T€) aufgebracht. Durch gezahlte Inflationsausgleichsprämien und Personalaufbau von durchschnittlich 64 auf 67 Mitarbeitende fielen um 256 T€ höhere Personalaufwendungen an, die damit im Berichtsjahr 2.074 T€ betragen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichneten einen Anstieg um 403 T€ und betragen 1.316 T€. Im Berichtsjahr fielen dabei insbesondere um 295 T€ höhere Versicherungsprämien für Gebäude bzw. die Errichtung der Kulturraffinerie K714, um 87 T€ höhere Lizenzgebühren sowie um 14 T€ höhere Mieten an; demgegenüber stehen um 86 T€ rückläufige Aufwendungen aus einer Erbpacht für das Grundstück, auf dem die Kulturraffinerie K714 errichtet wird, die seit Erwerb des Grundstücks im Verlauf des Berichtsjahres entfällt. Hinsichtlich der Abschreibungen auf Sachanlagen wird auf die Ausführungen in Kapitel 2.3.2.2 Vermögenslage verwiesen. Die Ertragslage der MKW ist neben Erträgen und Aufwendungen aus ihrer operativen Tätigkeit auch durch die außerplanmäßige Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von 1.036 T€ beeinflusst; diese wurde auf den Beteiligungsansatz ihrer Tochtergesellschaft MMF vorgenommen. Insgesamt schließt die MKW das Berichtsjahr mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 5.650 T€ ab (Vorjahr: 5.096 T€). Die Corona-Pandemie traf die Veranstaltungs- und kulturschaffende Branche stark; 2023 war ein Jahr, das erstmals in weiten Belangen von den durch sie ausgelösten negativen Effekten und Restriktionen unbeeinflusst war. Vor diesem Hintergrund durfte die MKW ihren kulturellen Gestaltungsauftrag uneingeschränkt wahrzunehmen, sodass die Ertragslage der Gesellschaft positiv beurteilt werden darf. 2.3.2.2. Vermögenslage Die Bilanzstruktur der MKW ist im Berichtsjahr im Wesentlichen durch das Anlagevermögen geprägt, das mit 40.569 T€ (Vorjahr: 16.659 T€) rd. 80% (Vorjahr: rd. 77%) der Bilanzsumme trägt. Der Anstieg des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist auf Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 24.085 T€ zurückzuführen, die zum Bilanzstichtag vor allem unter den Anlagen im Bau (18.672 T€) ausgewiesen sind; dem stehen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 85 T€ sowie Buchwertabgänge in Höhe von 19 T€ gegenüber. Die Investitionen des Geschäftsjahres stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der sich im Bau befindlichen Kulturraffinerie K714. Als Finanzanlagen werden die Anteile an der 100%-Tochtergesellschaft Monheimer Musikfestival GmbH (im folgenden MMF) ausgewiesen, auf deren Beteiligungsbuchwert im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.036 T€ vorgenommen wurden. Das Umlaufvermögen inkl. Rechnungsabgrenzungsposten nahm im Berichtsjahr um 5.233 T€ zu; der Anstieg ist maßgeblich auf einen finanzierungsbedingten Anstieg der liquiden Mittel um 3.425 T€ zurückzuführen. Das Eigenkapital hat sich bedingt durch die in 2023 durch die Gesellschafterin vorgenommenen Einzahlungen in die Kapitalrücklage (23.878 T€) auf 38.317 T€ (Vorjahr: 20.088 T€) erhöht. Demgegenüber steht der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 (5.650 T€). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen mit 211 T€ Personalrückstellungen, mit 110 T€ antizipierte Prozesskosten, mit 62 T€ Kosten für Jahresabschluss und Steuererklärungen sowie mit 46 T€ ausstehende Rechnungen. Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 410 T€ betreffen insbesondere Vorauszahlungen auf im Geschäftsjahr 2024 stattfindende eigene Veranstaltungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 551 T€ auf 1.340 T€, einerseits auf Grund von Sicherheitseinbehalten, die zum Stichtag um 145 T€ höher ausfielen, andererseits durch stichtagsbedingte Effekte. Der Posten umfasst insgesamt mittel- bis langfristige Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalten in Höhe von 509 T€ (Vorjahr: 364 T€). Der darüberhinausgehende Betrag in Höhe von 831 T€ betrifft kurzfristige Fremdleistungen, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Errichtung der Kulturraffinerie K714 stehen oder veranstaltungsbedingt angefallen sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter enthalten im Wesentlichen ein Darlehen zur kurzfristigen Finanzdisposition in Höhe von 10.100 T€, das zu dem deutlichen Anstieg zum Vorjahr beitrug. 2.3.2.3. Finanzlage Die MKW war im Geschäftsjahr 2023 aufgrund im Berichtsjahr durchgeführter Zuführungen zur Kapitalrücklage sowie der kurzfristigen Darlehensgewährung der Stadt jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2023, bestehend aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten, beträgt 6.621 T€ (Vorjahr: 3.196 T€). Der Anstieg ist auf Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen in Zusammenhang mit dem Bau der Kulturraffinerie K714 zurückzuführen. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag zu 75,6% (Vorjahr: 92,6%) durch Eigenkapital finanziert. Langfristiges Fremdkapital existiert zum Bilanzstichtag in Höhe von 1% in Bezug auf die Bilanzsumme (Vorjahr: 1,7%). Das Anlagevermögen in Höhe von 40.569 T€ ist damit nahezu vollständig durch das in Höhe von 38.317 T€ ausgewiesene Eigenkapital sowie das langfristige Fremdkapital (509 T€) gedeckt (95,7%). Die Cashflow-Struktur der Gesellschaft gliedert sich wie folgt:
3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Risiko- und Chancenbericht Die wirtschaftliche Lage im deutschen Veranstaltungsmarkt ist von mehreren Faktoren geprägt. Die Branche wird weiterhin mit einem sich durchaus abschwächenden jedoch weiterhin verhältnismäßig hohen Kostenniveau umgehen müssen, insbesondere bei Energie und Logistik. Diese Kosten dämpfen Deckungsbeiträge bzw. erhöhen Finanzierungslücken, sodass viele Veranstalter perspektivisch gezwungen sein werden, Eintrittspreise zu erhöhen, um die zusätzlichen Belastungen auszugleichen. Zudem erschweren steigende Lohnkosten in Verbindung mit der Inflation die Planungen und Kalkulationen von Events. Auch die MKW wird in diesem Umfeld agieren müssen und ggf. ihre Veranstaltungen auf diese Situation hin ausrichten. Gleichwohl zeichnet sich für die zweite Jahreshälfte 2024 eine rückläufige allgemeine Inflation ab, die sich auf den Nachfrageausblick positiv auswirken dürfte.[5] Der Umfang und die Zusammensetzung des Veranstaltungsprogramms der MKW und die aktuellen Ticketverkäufe für Veranstaltungen in 2024 wie dem Monheimer Sommer fügen sich dieser Entwicklung und führten bereits zu zufriedenstellenden Besucherauslastungen der einzelnen Veranstaltungen. Im Jahr 2024 entschied sich die Stadt Monheim am Rhein zusammen mit der MKW dem Kiewer Symphonieorchester, dessen Situation durch den andauernden Krieg in der Ukraine äußerst angespannt ist, eine temporäre Perspektive zu bieten. Die Stadt Monheim am Rhein stellte zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft MKW dem Orchester, das aus 73 aktiven Symphonikern besteht, und seinen Familienangehörigen Unterstützung bereit durch eine Anstellung des Orchesters seit August 2024 bei der MKW sowie durch Unterkunft und logistische Unterstützung durch Schwestergesellschaften im Stadtkonzern, was es ihm ermöglichte, weiterhin Konzerte zu geben und gleichzeitig auf die Lage in der Ukraine aufmerksam zu machen. Die durch die Anstellung des Orchesters anwachsende Belegschaft führt einerseits zu einer zusätzlichen Kostenbelastung von rd. 3 Mio. € jährlich; die MKW wird damit jedoch auch Chancen verknüpfen, ihr kulturelles Angebot zu verbreitern. Im Bereich der Kulturraffinerie K714 sind Bau- und Finanzierungsrisiken zu nennen. Die in Teilen rückläufige Baukonjunktur wirkt sich im gewerblichen Bereich nicht in sinkenden Baupreisen aus; hinzu kommen steigende Personalkosten und die nicht gedeckte Nachfrage nach Beschäftigten, die Bauunternehmen belasten.[6] Durch ihre Bautätigkeit und den damit unmittelbar wie auch mittelbar bestehenden Geschäftsbeziehungen in diese Branche strahlen diese Faktoren als Risiken auch auf die MKW aus. Auf der Finanzierungsseite hat die MKW in 2024 ihr Finanzierungsportfolio um eine Fremdfinanzierung durch Darlehen bei zwei Banken erweitert, um den Baufortschritt der Kulturraffinerie K714 weiter zu realisieren. Daraus entstehen grundsätzlich Zinsrisiken, denen man durch möglichst lange Zinsbindungen und - im Vergleich zu den Finanzierungsbedingungen der Jahre 2022 und 2023 - moderatere Zinskonditionen entgegenwirken konnte. Hinsichtlich ihres originären Geschäftszwecks hat die MKW die große Chance durch den künstlerisch breit aufgestellten Mix des Angebots weiterhin flexibler und kundenfreundlicher zu agieren als Monosegmentanbieter in der Veranstaltungsbranche. Im Bereich des Ticketvertriebs hat der größte europäische Ticketanbieter CTS / Eventim sein Portfolio stärker ausgebaut und während der Pandemiejahre 2020 und 2021 viele Veranstaltungsgesellschaften und -orte aufgekauft oder Anteile daran erworben. Die damit verbundene vertriebliche Kraft wirkt sich seit Einführung bei der MKW im 1. Quartal 2023 positiv auf den Vertrieb aus, birgt allerdings auch die Gefahr, ein vermeintliches Ticketvertriebsmonopol weiter zu fördern. Hinsichtlich der von der Stadt Monheim am Rhein gewährten Zuschüsse wird davon ausgegangen, dass es sich beihilferechtlich um unbedenkliche Förderungen von Maßnahmen mit derzeit rein lokaler Bedeutung ohne Einfluss auf den zwischenstaatlichen Wettbewerb bzw. um erlaubte Beihilfen gemäß Art. 53 AGVO handelt und somit das Risiko eventueller Rückzahlungsverpflichtungen als nur gering eingeschätzt werden kann. Damit liegt auch keine Notwendigkeit für ein Notifizierungsverfahren vor. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 3.2. Prognosebericht Gemäß aktueller Unternehmensplanung erwartet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 Umsätze in Höhe von 900 T€ und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 8.848 T€. Die Liquidität wird in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 gesichert sein, da geplante Verluste im jeweiligen Wirtschaftsplan definiert und auf dieser Basis nach Zustimmung der Gremien durch den Gesellschafter ausgeglichen werden. Durch den Leistungsbeitrag der Stadt Monheim am Rhein wird die MKW in die Lage versetzt, weiterhin auf einem angemessenen Niveau agieren zu können. Kostenrisiken werden durch eine möglichst detaillierte, der Realität des zukünftigen Geschäftsjahres entsprechenden Planung begrenzt.
Monheim am Rhein, 15. November 2024 gez. Martin Witkowski, Geschäftsführer [1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html [2] Sebastian Dullien, Katja Rietzler, Silke Tober: Nettoeinkommen der Arbeitnehmenden: Spürbare Kaufkraftlücke trotz kräftiger staatlicher Entlastung. IMK Policy Brief Nr. 151, Juni 2023 [3] Thomas Licht, Stefan Sauer und Klaus Wohlrabe, Wo steht die Veranstaltungsbranche nach drei schwierigen Jahren? ifo Zentrum für Makroökonomik und Befragungen [4] EVVC Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V., Quartalsbericht 2/2024, Seite 15, https://forumveranstaltungswirtschaft.org/wp-content/uploads/2024/07/FVAW_Quartal_02.24.pdf [5] destatis, Pressemitteilung Nr. 340 vom 10. September 2024, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024 [6] Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), Brancheninfo Bau, 23.08.2024, https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/publikationen/brancheninfo-bau/baukonjunkturelle-lage BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023MONHEIMER KULTURWERKE GMBH, MONHEIM AM RHEINA. Allgemeine Angaben Die Monheimer Kulturwerke GmbH (MKW) hat ihren Sitz in Monheim am Rhein. Sie wird unter der Handelsregisternummer B 83830 beim Amtsgericht Düsseldorf geführt. Die MKW ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Gliederungsvorschriften unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bilanziert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Für die geringwertigen Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten vermindert um den darin enthaltenen Vorsteuerbetrag zwischen 250 € und 1.000 € liegen, wird im Zugangsjahr ein Sammelposten gebildet, der über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wird. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 250 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Rückstellungen sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel hervor. Finanzanlagen Als Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffend die in 2019 gegründete 100%ige Tochtergesellschaft Monheimer Musikfestival GmbH (im Folgenden MMF) ausgewiesen, die zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von 233.181,64 € ausweist und im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.035.950,24 € erwirtschaftete. Der Beteiligungsbuchwert wurde im Geschäftsjahr außerplanmäßig auf den Liquidationswert der Tochtergesellschaft abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten in Höhe von 1 T€ (Vorjahr: 1 T€) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr ausgewiesen; die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die Forderungen gegen Gesellschafter beziehen sich auf Forderungen gegen die Stadt Monheim am Rhein und betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen wie im Vorjahr ausschließlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Die Kapitalrücklage entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten mit den Vorjahreswerten in Klammern zeigt die folgende Tabelle:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen mit 10.100 T€ ein Darlehen zur kurzfristigen Finanzdisposition; die übrigen Beträge betreffen wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und beziehen sich insbesondere auf Stromlieferungen der MEGA Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgung GmbH (35 T€). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit 324 T€ Versicherungsprämien sowie Aufwendungen für die Erbpacht der Kulturraffinerie K714 (125 T€), welche Mitte des Berichtsjahres auslief auf Grund des Erwerbs des betreffenden Grundstücks und der damit verbundenen Ablösung des Erbbaurechts; darüber hinaus sind Mietaufwendungen inkl. Nebenkosten gegenüber der Stadt Monheim am Rhein für das Verwaltungsgebäude in Höhe von 194 T€, Lizenzgebühren für verwaltungs- und veranstaltungsbezogene Softwareanwendungen (91 T€) sowie die Abrechnung der kaufmännischen Betriebsführung durch die Monheimer Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (38 T€) enthalten. E. Sonstige Angaben (1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Stichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt 28,5 Mio. €, von denen 27,6 Mio. € über eine Restlaufzeit von 20 Jahren auf die Anmietung von Stellplätzen eines Parkhauses in unmittelbarer Nähe zur (zukünftig entstehenden) Kulturraffinerie "K714" entfallen; über Restlaufzeiten zwischen einem und neun Jahren verteilt resultieren weitere 627 T€ aus Mietverträgen sowie 238 T€ aus Projekt- und kaufmännischen Dienstleistungen. Die Gesellschaft hat fünf Leasingverträge im Zusammenhang mit Fahrzeugen bzw. Fahrzeugkomponenten abgeschlossen, die zum Stichtag Restlaufzeiten zwischen einem und zwei Jahren aufweisen und insgesamt zu finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 18 T€ führen. Aus der Errichtung der Kulturraffinerie K714 bestehen Investitionsverpflichtungen in Höhe von insgesamt ca. 38,5 Mio. €. (2) Beschäftigte Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr neben einem Geschäftsführenden durchschnittlich 67 Mitarbeitende (Vorjahr: 64 Mitarbeitende), davon 32 Angestellte und 35 Aushilfskräfte. Die Gesellschaft gewährt ihren Mitarbeitenden eine betriebliche Altersversorgung nach Maßgabe des Tarifvertrages über die zusätzliche Altersversorgung bei der Rheinischen Versorgungskasse in Köln (RZVK). Hierbei hat sich die Gesellschaft gegenüber der RZVK verpflichtet, eine satzungsmäßige Umlage, die derzeit 7,75% (einschließlich Sanierungsgeld von 3,50%) der versorgungsfähigen Monatsbezüge beträgt, zu leisten. Die umlagepflichtigen Gehälter des Geschäftsjahres 2023 betragen 1.559 T€ (Vorjahr: 1.386 T€). (3) Konzernverhältnisse Den Konzernabschluss (Gesamtabschluss) für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die Stadt Monheim am Rhein auf. (4) Organe der Gesellschaft Die Gesellschaft hat folgende Organe:
Geschäftsführung Geschäftsführender war im Geschäftsjahr 2023 Herr Martin Witkowski, Intendant, wohnhaft in Düsseldorf. Gesellschafterversammlung Alleinige Gesellschafterin ist die Stadt Monheim am Rhein. Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat, dem im Berichtsjahr folgende stimmberechtigte Mitglieder angehörten:
(5) Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Berichtsjahres in Höhe von 5.650.264,82 € durch Entnahme aus der Kapitalrücklage auszugleichen.
Monheim am Rhein, 15. November 2024 gez. Martin Witkowski, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ErgebnisverwendungsbeschlussErgebnisverwendung
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung des Jahresabschlusses: Der Jahresabschluss wurde am 11.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Monheimer Kulturwerke GmbH, Monheim am Rhein Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Monheimer Kulturwerke GmbH, Monheim am Rhein, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Monheimer Kulturwerke GmbH, Monheim an Rhein, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Langenfeld, 26. November 2024 INTEGRITAS
Gesellschaft für Revision und Beratung mbH
Lange-Gerhold, Wirtschaftsprüfer |
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