LHV GmbHLiquidiert
27580 Bremerhaven, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lutz Herdram seit 21.9.2011 | Liquidator |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schwertbad GmbHAachenJahresabschluss zum 31. Dezember 2009Lagebericht 2009Schwertbad GmbH, AachenVorbemerkungDie Schwertbad GmbH ist eine orthopädisch-rheumatologische Fachklinik, in der alle medizinischen und therapeutischen Behandlungsformen durchgeführt werden. Die bedarfsgerechte Bereitstellung dieser Gesundheitsleistungen für den Patienten sowie die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen bilden die zentrale Unternehmensaufgabe. Die nachhaltige Ausrichtung auf Wirtschaftlichkeit des Betriebes dient dem langfristigen Erhalt des Unternehmens. Zur Unterstützung und Stärkung der Gesellschaft wurde im Februar 2009 die Marienhaus GmbH, Waldbreitbach, mit der Geschäftsbesorgung der Franziskus Hospital und Pflegezentren gGmbH, Mayen, sowie deren Tochtergesellschaften und beteiligten Einrichtungen betraut. 1. Branchen und UnternehmensentwicklungDie stationäre Rehabilitation ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung. Seit dem 1. April 2007 wurden mit der Einführung des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) sämtliche Rehabilitationsleistungen zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung zu einer Pflichtleistung und werden seitdem in den Risikostrukturausgleich mit einbezogen, damit die Kostenträger durch die finanzielle Belastung einen Ausgleich geltend machen können. Dies ist als positiver Anreiz für die Gesetzlichen Krankenkassen zu sehen, nicht im Bereich der Rehabilitationsleistungen Einsparungen erzielen zu wollen. Grundsätzlich ist nach dem Sozialgesetzbuch IV juristisch geklärt, dass Behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen das Recht haben, in ihrer Selbstbestimmung und gleichberechtigten Teilhabe am Leben in der Gesellschaft gefördert zu werden. Das heißt, dass Rehabilitationsleistungen beispielsweise verhindern sollen, dass Menschen als Folge einer Erkrankung dauerhaft eingeschränkt sind, also nicht mehr arbeiten können oder pflegebedürftig werden. Rund 1,5 % der GKV-Ausgaben entfallen auf Reha- und Vorsorgeleistungen. im Jahr 2008 gaben die Krankenkassen für Rehabilitation und Vorsorge etwa 2,6 Milliarden Euro aus (im Vergleich: im Jahr 2006 waren es 2,4 Milliarden Euro). Dieser Trend hat sich auch im Jahr 2009 fortgesetzt. Die Entwicklung hat gezeigt, dass ein Großteil der Rehabilitationsleistungen, die zulasten der GKV gehen, im Bereich der Anschlussrehabilitation nach einer stationären Krankenhausbehandlung anfällt, insgesamt war ein positiver Trend der Nachfrage zu verzeichnen. Zu bedenken ist hierbei, dass zum einen immer mehr Patienten das Krankenhaus nach oftmals kurzer Zeit in einem häufig schlechteren Gesundheitszustand verlassen. Zum anderen ist zu bedenken, dass die Patienten immer älter und multimorbide werden, so dass eine Rehabilitation zu Hause immer problematischer wird. Darüber hinaus ist die Verordnung von Rehabilitationsmaßnahmen sicherlich konjunkturellen Schwankungen unterworfen, so dass damit zu rechnen ist, dass die gesamtwirtschaftliche Schwäche auch den Rehabilitationsmarkt treffen wird. Insgesamt zeigt die Entwicklung, dass die Rehabilitation immer mal wieder zum Spielball wird, wenn es darum geht, Einsparungen zu erzielen. Unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung und der Zunahme chronischer Krankheiten muss die Rehabilitation jedoch weiter ausgebaut werden. Auch im Hinblick auf das europäische Ausland ist der Standortvorteil der Rehabilitation in Deutschland zu nutzen und zukünftig zu stärken. Trotz der im Gesundheitswesen und speziell auch im Rehabilitationsbereich auch im Jahr 2009 vorhandenen schwierigen Rahmenbedingungen konnte sich die Schwertbad GmbH am Markt behaupten und den Erhalt der Einrichtung sowie die Arbeitsplätze der Mitarbeiter sichern. Unterstützt wurde dies durch den Ausbau des Risikomanagementssystems, der Controllinginstrumente sowie durch die jährlich erstellte Leistungs-, Finanz- und Investitionsplanung. 2. ErtragslageDie Schwertbad GmbH konnte das Geschäftsjahr 2009 erfolgreich abschließen. Es wurden Umsatzerlöse in Höhe von 9.556 TEUR (Vorjahr: 9.183 TEUR) erzielt. Damit konnte eine Umsatzsteigerung von 373 TEUR bzw. 4,1 % erzielt werden. Diese positive Umsatzentwicklung zeigt sich auch in der Steigerung der Fallzahl von 3.677 Fällen in 2008 auf 3.710 Fälle in 2009. Im Vorjahr wurden erstmalig Erträge aus Bestandsveränderung von 168 TEUR ausgewiesen. Im Berichtsjahr ergab sich eine negative Bestandsveränderung von 17 TEUR. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2009 Erträge in Höhe von 9.801 TEUR (Vorjahr: 9.697 TEUR) erwirtschaftet. Der Gesamtaufwand des Berichtsjahres stieg um 393 TEUR auf 9.394 TEUR (Vorjahr 8.991 TEUR). Dabei entfiel die prozentual stärkste Aufwandssteigerung auf den Personalbereich. Der Personalaufwand ist um 339 TEUR bzw. 8,6 % auf 4.302 TEUR angestiegen. Somit stellt er 45,8% der Gesamtaufwendungen des Geschäftsjahres dar. Der Materialaufwand der Schwertbad GmbH stieg im Berichtsjahr aufgrund der Leistungssteigerung sowie allgemeiner Preissteigerungen um insgesamt 186 TEUR auf 2.663 TEUR (Vorjahr 2.477 TEUR). Die Abschreibungen veränderten sich im Berichtsjahr nicht wesentlich (+ 7 TEUR auf 571 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich in 2009 auf 1.312 TEUR (+ 57 TEUR im Vergleich zu 2008). Der Zinsaufwand verminderte sich in 2009 um 109 TEUR auf 488 TEUR. Auch der Steueraufwand nahm in 2009 um 65 TEUR auf 58 TEUR ab. Insgesamt wird im Geschäftsjahr 2009 ein Jahresüberschuss von 407 TEUR ausgewiesen. 3. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag 2009 auf 13.305 TEUR (- 687 TEUR). Dabei sank das Anlagevermögen um 478 TEUR auf 10.112 TEUR. Dieser Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 571 TEUR und Abgängen von 8 TEUR, denen Zugänge in Höhe von 101 TEUR gegenüber standen. Das Umlaufvermögen sank im Berichtsjahr um 208 TEUR auf 3.182 TEUR (davon 1.914 TEUR eigene Anteile). Die wesentlichsten Veränderungen ergaben sich bei den liquiden Mitteln, welche sich zum Bilanzstichtag 2009 um 103 TEUR auf 24 TEUR reduziert haben. Auch die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 77 EUR niedriger. Die Vorräte haben sich zum Vorjahresstichtag um 25 TEUR reduziert. Dagegen werden die Leistungsforderungen mit 823 TEUR nahezu in Vorjahreshöhe ausgewiesen. Das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr in Höhe des Jahresergebnisses um 407 TEUR von 3.080 TEUR auf 3.487 TEUR. Zum 31. Dezember 2009 betrug die Eigenkapitalquote 26,2 % (Vorjahr 22,0 %). Die sonstigen Rückstellungen betrugen zum 31. Dezember 2009 280 TEUR nach 251 TEUR am Vorjahresbilanzstichtag. Die Zusammensetzung der Rückstellungen im Einzelnen ist im Anhang dargestellt. Die Verbindlichkeiten sanken im Berichtsjahr um 968 TEUR auf 9.533 TEUR. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf der Rückführung (- 1.014 TEUR) der Bankverbindlichkeiten auf 3.649 TEUR und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (- 26 TEUR) auf 5.039 TEUR. Dagegen stiegen die sonstigen Verbindlichkeiten (610 TEUR) um 73 TEUR, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (234 TEUR) nahezu unverändert blieben (- 1 TEUR). 4. InvestitionenIm Berichtsjahr wurden im Bereich "andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" Investitionen mit einem Volumen von rund 98 TEUR und darüber hinaus 3 TEUR Investitionen in "Immaterielle Vermögensgegenstände" getätigt. 5. MitarbeiterDie durchschnittliche Anzahl der während des Berichtsjahres beschäftigten Mitarbeiter belief sich auf 137 Mitarbeiter, davon 17 Mitarbeiter im ärztlichen Dienst, 33 Mitarbeiter im Pflegedienst und 87 Mitarbeiter in den Dienstarten Physikalische Therapie, Krankengymnastik, Funktionsdienst und in den übrigen Dienstarten. 6. RisikomanagementDas Risikomanagementsystem der Schwertbad GmbH wurde auch im Jahre 2009 fortgeschrieben. Es hat die Aufgabe, interne und externe Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder beeinträchtigen könnten, frühzeitig zu erfassen und zu dokumentieren. Die vorhandenen betrieblichen Risiken können in einer Bandbereite von unbedeutend bis existenzbedrohend klassifiziert werden. Ziel ist es, durch die Wahl geeigneter Methoden die wesentlichen Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu minimieren. Das Kerngeschäft der Schwertbad GmbH besteht in der Erbringung qualitativ hochwertiger Rehabilitationsleistungen. Durch das sehr personalintensive Geschäft können trotz unseres Qualitätsmanagements Fehler auftreten, die zu Qualitätsproblemen führen. Interne und externe Kontrollen sowie ein umfangreiches Beschwerdemanagement helfen in der Regel bei dem frühzeitigen Erkennen und der schnellen Beseitigung von Qualitätsproblemen. 7. ChancenDer Rehabilitation wird aufgrund der demographischen Entwicklung sowie der Zunahme der chronischen Erkrankungen und der Multimorbidität der Patienten auch in der Zukunft eine steigende Bedeutung zukommen. Einhergehend mit der demographischen Entwicklung wird der Bedarf an Rehabilitationsleistungen in der Zukunft steigen. Mit der seit 1. April 2007 etablierten Gesundheitsreform 2007 ist der Anspruch der Versicherten auf eine Rehabilitationsmaßnahme gesetzlich verankert. Die Bundesregierung hat damit Vorsorge getroffen, der wachsenden Nachfrage nach Rehabilitationsleistungen aufgrund der längeren Lebensarbeitszeit Rechnung zu tragen. Die Prävention wird auch zukünftig weiter in den Vordergrund rücken. Die zertifizierten Präventionsangebote der Klinik bilden einen Bestandteil des Leistungsangebotes. Die Reha-Klinik Schwertbad hat im Jahr 2009 die Kapazitäten zur Betreuung von multimorbiden zu rehabilitierenden erkrankten Patienten weiter ausgebaut und weitere Kooperationen mit zuweisenden Krankenhäusern getroffen. Diese Entwicklung wird auch 2010 fortgesetzt werden. Im Frühjahr 2010 wurde die gesetzlich erforderliche Zertifizierung der Klinik sehr erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Zertifizierungsverfahren konnten erhebliche Verbesserungen der Abläufe und Strukturen erreicht werden. Dies wird sicherlich die Leistungsfähigkeit und die Leistungsqualität und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit der Klinik stärken. 8. NachtragsberichtNach Ablauf der Berichtsperiode bis zum Tag der Aufstellung des Lageberichtes ereigneten sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung. 9. PrognoseberichtDas Jahr 2010 hat in der Schwertbad GmbH mit steigender Fallzahl begonnen. Aus Sicht der Geschäftsführung dürfte sich dieser Trend fortsetzen. Bei Umsatz und Jahresüberschuss planen wir Ergebnisse mindestens auf Basis des Vorjahres. Die Intensivierung der Kontakte und Vernetzung zu den zuweisenden Akutkrankenhäusern wird weiter ausgebaut. Die Zuweisung von Patienten durch die Deutsche Rentenversicherung Bund wird aufgrund attraktiver Fallkosten (tagesgleicher Pflegesatz / Aufenthaltsdauer) auf Vorjahresniveau erwartet. Den gesetzlichen Krankenversicherungen werden auch in der Zukunft preis- und leistungsgerechte Fallpauschalen sowie Kooperationen angeboten. In nahezu allen Kliniken in Deutschland ist ein latenter Ärztemangel spürbar geworden, so auch im Rehabilitationsbereich. Obwohl die Anzahl der stationär tätigen Ärzte in der Vergangenheit gestiegen ist, steht dieser Steigerung ein steigender Bedarf an qualifizierten Fachärzten gegenüber. Die Schwertbad GmbH wird sich den sich immer weiter verschärfenden Rahmenbedingungen sowie den vielschichtigen Herausforderungen im Gesundheitswesen stellen, um auch in Zukunft einen Beitrag zur Versorgung von hilfsbedürftigen Menschen zu leisten. Wir sind zuversichtlich, dass sich die positive Entwicklung der Vorjahre auch in 2010 fortsetzt.
Aachen, 28. April 2010 Sabine Gerharz, Geschäftsführerin Detlef Hambücker, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2009Schwertbad GmbH, AachenAKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009Schwertbad GmbH, Aachen
Anhang für das Geschäftsjahr 2009Schwertbad GmbH, Aachen1. AllgemeinesDie Schwertbad GmbH, Aachen, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Sie betreibt eine orthopädisch-rheumatologische Rehabilitationsklinik in Aachen-Burtscheid. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind hinsichtlich Ansatz, Gliederung und Bewertung die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff., §§ 264 ff. HGB) maßgebend. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenErläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode an. Die Abschreibungssätze der verschiedenen Anlagegüter richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 150,00 EUR (ohne Umsatzsteuer) werden grundsätzlich im Jahr des Zugangs in den Aufwand gebucht. Für Wirtschaftsgüter zwischen 150,01 EUR und 1.000,00 EUR (ohne Umsatzsteuer) wurde in Anwendung steuerlicher Vorschriften ein Sammelposten gebildet, der mit 20 % abgeschrieben wird. Im Berichtsjahr erfolgte eine Anpassung der Anfangsbestände im Anlagennachweis. Die medizinischen Einrichtungsgegenstände werden nicht mehr unter den technischen Anlagen, sondern als Betriebs- und Geschäftsausstattungen ausgewiesen. Die Korrektur der Anfangsbestände bezieht sich auf medizinische Geräte mit einem Restbuchwert zum 1. Januar 2009 von 50.610,00 EUR. Bestände an Haushaltswaren, Wäsche und Instrumenten wurden gemäß § 240 Abs. 3 HGB mit Festwerten angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten Anschaffungskosten für Thermalquellrechte in Höhe von 470 TEUR. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. dem Nominalbetrag. Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Anteile an der Schwertbad ambulant GmbH, Aachen, in Höhe von 100 % des Stammkapitals von 25.600,00 EUR (Jahresergebnis 2009 + 100.817,09 EUR; Eigenkapital 293.315,13 EUR). Zudem wird ein Geschäftsguthaben bei der Dunimed eG, Aachen, in Höhe von 750,00 EUR ausgewiesen. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagennachweis. Anlagennachweis für das Jahr 2009
1) Anpassung der Anfangsbestände ±
341.624,68 EUR gegenüber dem Vorjahr.
Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren und unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen (Kuren und Behandlungen, die als Gesamteinheit abgerechnet werden und zum Jahreswechsel noch nicht abgeschlossen sind) erfolgt auf Grundlage der durchschnittlichen Fallkosten bzw. im Hinblick auf eine verlustfreie Bewertung auf Basis der zu erzielenden Erträge. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden ebenso wie die Kassenbestände mit ihren Nominalbeträgen angesetzt. Ausfallrisiken bei den Leistungsforderungen sind durch Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die eigenen Anteile sind entsprechend dem Wert, der den übrigen Geschäftsanteilen beim Anteilsverkauf in 2004 beigelegt wurde, bewertet. Eigenkapital Als gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital der Gesellschaft ausgewiesen. Der Bilanzgewinn in Höhe von 1.547.661,47 EUR setzt sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 407.188,11 EUR und dem Gewinnvortrag in Höhe von 1.140.473,36 EUR zusammen. Rückstellungen Rückstellungen werden für erkennbare Risiken nach Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht in angemessenem Umfang gebildet. Sie berücksichtigen alle der Gesellschaft bekannten ungewissen Verbindlichkeiten. Die Steuerrückstellungen für 2009 betragen 3 TEUR (Vorjahr 158 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen weisen insgesamt folgende Zusammensetzung auf:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zu Rückzahlungsbeträgen ausgewiesen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Gesellschafterdarlehen der Franziskus Hospital und Pflegezentren gGmbH (FHP), Mayen, in Höhe von 4.520.424,85 EUR (Vorjahr 4.520 TEUR) und kurzfristige Verrechnungsverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter FHP in Höhe von 149.240,81 EUR (Vorjahr 9 TEUR). 2.2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Aufwendungen und Erträge wurden unter Beachtung von § 246 Abs. 2 HGB auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Gemäß § 277 Abs. 4 Satz 3 HGB erläuterungspflichtige Aufwendungen und Erträge sind im Geschäftsjahr nicht angefallen. Steuern vom Einkommen und Ertrag haben das Jahresergebnis mit 55.817,13 EUR belastet (Vorjahr 121 TEUR). 3. Sonstige AngabenGeschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Detlef Hambücker, Aachen, sowie gemäß Gesellschafterbeschluss/Handelsregisteranmeldung vom 26.08.2009 der Notare Müsgen und Dr. Peters Frau Sabine Gerharz, Königswinter, (davor Herr Werner Brungs, Troisdorf) bestellt. Die Eintragung des Geschäftsführerwechsels im Handelsregister erfolgte am 22. September 2009. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die Gesellschaft hat in 2009 durchschnittlich 137 Mitarbeiter beschäftigt, davon 17 Mitarbeiter im ärztlichen Dienst, 33 Mitarbeiter im Pflegedienst und 87 Mitarbeiter in den Dienstarten Physikalische Therapie, Krankengymnastik, Funktionsdienst und in den übrigen Dienstarten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Rangrücktritt Die Gesellschaft hat gegenüber den Gläubigern der Schwertbad ambulant GmbH erklärt, dass Forderungen der Schwertbad GmbH bis zu einer Höhe von 700.000,00 EUR im Rang hinter die Forderungen der anderen Gläubiger zurücktreten. Die Rangrücktrittserklärung ist unbefristet. Mutterunternehmen Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen der Franziskus Hospital und Pflegezentren gGmbH, Mayen, und wird mit ihrem Jahresabschluss in deren Konzernabschluss einbezogen (Amtsgericht Koblenz HRB Nr. 14703). Die Angabe zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers erfolgt im Konzernanhang. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das erwirtschaftete Jahresergebnis 2009 auf neue Rechnung vorzutragen.
Aachen, 26. April 2010 Sabine Gerharz, Geschäftsführerin Detlef Hambücker, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Schwertbad GmbH, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und des durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 12. Juli 2010 Solidaris
Revisions-GmbH
Dr. Vaubel, Wirtschaftsprüfer Dickopp, Wirtschaftsprüfer |
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