Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 729458
Eingetragen
4.7.2013
Branche
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareEinzelhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Der Vertrieb von IT-Hardware, insbesondere von Personal Computern, Servern, Notebooks, Tablet-PCs und allen damit zusammenhängenden Produkten sowie der dazugehörigen Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Herzog
seit 5.12.2022
Geschäftsführer
Ralf Hohmann
seit 8.6.2022
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

exone GmbH

Giengen an der Brenz

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

1. Grundlagen des Unternehmens

Die exone GmbH beschäftigt sich mit der Herstellung qualitativ hochwertiger IT-Produkte und zuverlässiger IT-Lösungen. Die exone GmbH wickelt hier von der Beschaffung und Logistik über die Produktion hin zum Service sämtliche Prozesse ab.

Die Kunden können auf ein breites Sortiment zugreifen. Das Produktportfolio ist für B2B Kunden konzipiert. Die Produkte werden in der weiteren Verwendung vor allem im Dienstleistungssektor sowie in der Industrie eingesetzt.

Die einzelnen Produkte werden ständig an die Kundenbedürfnisse sowie den technischen Entwicklungen angepasst und weiterentwickelt.

Stark genutzt wird die Möglichkeit einer "built-to-order" Konfiguration. Findet der Kunde kein passendes Produkt unter den Fertigsystemen, so kann er sein individuelles Gerät konfigurieren und zusammenbauen lassen.

Die Produktion ist aufgeteilt in eine Serienproduktion und eine BTO (Built-to-Order)-Produktion. In den letzten Jahren wurde sehr stark in den Ausbau der Serienproduktion investiert. Für Seriengeräte stehen mittlerweile zwei moderne Montagelinien zur Verfügung. Hier wurde vor allem auf das Prinzip "Ware zum Mann" bei der Umstellung der Logistikprozesse innerhalb der Produktion Wert gelegt. Teile der BTO Produktion sind inzwischen ebenfalls über eine moderne Fördertechnik in den Produktionsablauf mit eingebunden. Nur Geräte, die aufgrund der Größe oder aufgrund langer Montagezeiten nicht über die Fördertechnik transportiert werden können, werden noch konventionell gefertigt.

Die Montage wird über ein eigen programmiertes Produktions-Planungssystem (PPS-System) gesteuert. Dabei erhalten die Monteure Montageanleitungen in digitaler Form über Touch Displays an den Arbeitsplätzen. Sämtliche Arbeitsplätze in der Montage, im Lager sowie in allen kaufmännischen Abteilungen sind ergonomisch höhenverstellbar eingerichtet und können flexibel auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingestellt werden.

In den letzten Jahren konnte auch das Angebot an professionellen IT-Services weiter ausgebaut werden. So werden eine Vielzahl an Reparatur Services sowie Consulting Dienstleistungen angeboten.

Über unterschiedliche Tools können Kunden inzwischen in die Softwareinstallation bei der Produktion Einfluss nehmen. Über den K.I.O.S.K Prozess (Kunden Image Onsite Support Konsole) bieten wir unseren Kunden an, eigene Festplattenimages vollautomatisch in die Produktion mit einfließen zu lassen. Somit haben alle ausgelieferten Systeme den gleichen Softwarestand. Die abweichende Installation von Software bei unterschiedlichen Aufträgen ermöglicht das Tool "Software-select". Hier bieten wir unseren Kunden an, eigene Softwarelösungen (z. B. Branchenanwendungen) direkt in der Produktion installieren zu lassen. Der Vorteil für den Kunden liegt darin, dass er seine eigene Softwarelösung dann nicht mehr nachinstallieren muss.

Fulfilment Dienstleistungen sind inzwischen fester Bestandteil vieler Kundenbestellungen. Hier werden Lieferungen im Namen des Kunden direkt und ohne Umwege an den Endkunden vorgenommen. Die exone GmbH tritt hier nicht nach außen in Erscheinung. Die Kunden rufen täglich die Lagerbestände ab und sparen sich durch den direkten Versand die Lager- und Transportkosten.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs - Wirtschaftsbericht

2.1. Berichterstattung der Gesamtwirtschaft

Das Statistische Bundesamt Statista errechnete für das Jahr 2021 ein Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 3.570,6 Mrd. EUR. Dies entspricht einer Zunahme von 2,9 % zum Vorjahr.

"Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat", sagte Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2021" in Wiesbaden.

2.2. Berichterstattung über Branchensituation

Trotz der Knappheit bei Halbleitern und anderen Bauteilen wurden im Jahr 2021 so viele PCs verkauft wie seit zehn Jahren nicht mehr. Nach Berechnungen der IDC konnten weltweit rund 349 Millionen Computer verkauft werden. Die IDC errechnete eine prozentuale Steigerung von 15 %.

Der Markt wird von den weltweit größten sechs Anbietern dominiert, die ca. 80 % des Absatzes unter sich aufteilen. Diese Anbieter produzieren in der Regel in Asien und Osteuropa und besitzen Vertriebsniederlassungen auf der ganzen Welt. Die restlichen 20% decken kleinere Integratoren ab, die in der Regel nur regional agieren. Diese sind vorwiegend in Nischenbereichen tätig und haben ihre Stärken in der Flexibilität und schnellen Verfügbarkeit.

Die Verkäufe waren - wie im letzten Jahr auch - von der Corona Pandemie getrieben worden. Ein PC pro Haushalt reichte nicht mehr aus. Durch Homeoffice und Homeschooling mussten plötzlich ganze Familien von zu Hause aus online arbeiten und unterrichtet werden.

2.3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Kennzahlen der exone GmbH haben sich im Jahr 2021 wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
in %
Umsatz 28,6 Mio. EUR 24,5 Mio. EUR + 16,7 %
EBIT 1,201 Mio. EUR 1,723 Mio. EUR - 30,3 %
Gewinn 0,788 Mio. EUR 1,117 Mio. EUR - 29,5 %
Eigenkapitalquote 67,4 % 25,7 % + 162,4 %
Bilanzsumme 14,3 Mio. EUR 12,1 Mio. EUR + 18,1 %

Die Vorjahresprognose, wonach eine Steigerung der Umsatzerlöse zwischen 15 % - 20 % erwartet wurde, konnte somit erreicht werden.

2.4. Auftragslage

Der Vertrieb der Produkte erfolgt ausschließlich über die EXTRA Computer GmbH. Der Auftragsbestand setzt sich aus kurzfristigen Aufträgen und langfristigen Projekt-Aufträgen zusammen. Die Erfüllung der langfristigen Projekt-Aufträge kann sich über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren hinziehen. Bei den Projekt-Aufträgen können die einzelnen Komponenten - sofern vom Kunden gewünscht - über eine "Bill of material" fixiert werden. Die langfristige Belieferung muss dann durch eine entsprechende Bevorratung der Komponenten abgesichert werden. Die Auslieferung der kurzfristigen Aufträge erfolgt in der Regel in einem Zeitfenster von ca. 14 Tagen.

2.5. Materialwirtschaft/Beschaffung

Die Liefersituation auf den Beschaffungsmärkten war im Berichtsjahr weiterhin sehr stark angespannt. Die meisten Produkte haben ihren Ursprung in China, auch wenn nicht alle Produkte dort direkt beschafft werden. Nach wie vor ist die Versorgung sehr angespannt. Massive Engpässe gab es wieder bei Grafikkarten, Server Komponenten, Touch Displays sowie Mainboards und Chassis für den industriellen Einsatz. Zeitweise wurden Verladeterminals aufgrund der Null Covid Strategie der Regierung einfach geschlossen. Dadurch konnte kein regelmäßiger Warenfluss stattfinden. Die hohen Frachtraten haben sich weiter verfestigt. Containerkapazitäten sind nach wie vor sehr knapp und schwer zu bekommen.

2.6. Investitionen

Entgegen der letztjährigen Annahme wurden im Geschäftsjahr größere Investitionen in das Anlagevermögen getätigt. Bislang wurden wesentlichen Betriebsgrundlagen angemietet und standen nicht im Eigentum der Gesellschaft. Im Zuge einer Geschäftsanteilsübertragung der Geschäftsanteile der exone GmbH wurde mit dem bisherigen Eigentümer der wesentlichen Betriebsgrundlagen ein Kaufvertrag über die betreffenden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Übergang des Eigentums zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 2,0 Mio. EUR geschlossen.

2.7. Finanzierungsbedarf

Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag ca. 2,5 Mio. EUR. Die exone GmbH verfügt aufgrund ihrer guten Eigenkapitalausstattung sowie aufgrund der vorhandenen Liquidität über eine solide Finanz- und Vermögenssituation, die eine große Unabhängigkeit gewährleistet. Kreditlinien der Hausbanken wurden im Jahr 2021 nur sporadisch über einzelne Tage hinweg in Anspruch genommen.

Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte durch Forderungsverzicht der Gesellschafter ein Zuschuss in die Kapitalrücklage in Höhe von 5,745 Mio. EUR.

3. Darstellung der Lage

3.1.1. Vermögenslage

Einen Strukturvergleich mit Kennzahlen zur Anlagendeckung und Liquidität zeigen folgende Blätter:

Struktur-Bilanzen 2019-2021 2019
TEUR
2020
TEUR
2021
TEUR
Ausstehende Einlagen 0 0 0
ImmaterielleVermögensgegenstände 0 9 56
Sachanlagen 33 31 2.009
Finanzanlagen 0 0 0
ANLAGEVERMÖGEN 33 40 2.065
Vorräte + geleistete Anzahlungen 4.676 8.359 6.097
Forderungen +      
sonstige Vermögensgegenstände      
Langfristig 0 0 0
Kurzfristig 5.775 756 3.602
Wertpapiere 0 0 0
Kassenmittel 101 2.946 2.503
UMLAUFVERMÖGEN 10.552 12.061 12.202
Rechnungsabgrenzungsposten 0 7 33
Aktive latente Steuern 0 0 0
AKTIVA 10.585 12.108 14.300
EIGENKAPITAL 1.994 3.111 9.644
Pensionsrückstellungen Langfristig 0 0 0
Steuerrückstellungen Kurzfristig 554 178 176
Sonstige Rückstellungen Kurzfristig 191 114 176
Verbindlichkeiten Langfristig 0 0 0
Verbindlichkeiten Kurzfristig 7.846 8.705 4.304
FREMDKAPITAL 8.591 8.997 4.656
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0
PASSIVA 10.585 12.108 14.300

3.1.2. Finanzlage

Struktur-Bilanzen 2019-2021 2019
TEUR
2020
TEUR
2021
TEUR
Liquide Mittel 101 2.946 2.503
Monetäres Umlaufvermögen 5.876 3.702 6.105
Monetäres UV + Vorräte 10.552 12.061 12.202
Kurzfristiges Fremdkapital 8.591 8.997 4.656
Langfristiges Fremdkapital 0 0 0
Deckungsgrad A      
(EK/AV) 60,42 77,78 4,67
Deckungsgrad B      
[(EK+Langfr. FK) / AV] 60,42 77,78 4,67
Liquidität 1. Grad      
(Liq. Mittel/Kurzfr. FK) 1,18 % 32,74 % 53,76 %
Liquidität 2. Grad      
(Monetäres UV/Kurzf. FK) 68,40 % 41,15 % 131,12 %
Liquidität 3. Grad      
[(Monetäres UV + Vorräte) / 122,83 % 134,06 % 262,07 %
Kurzfr. FK]      
Liquide Mittel = Kassenmittel (Bar, Giro, Festgeld)
Monetäres UV = Kassenmittel + Kurzfr. Forderungen + Kurzfr. Sonst. Vermögensgegenstände
Kurzfristiges FK = Kurzfr. Verbindlichkeiten + Kurzfr. Rückstellungen

3.1.3. Ertragslage

Struktur-Bilanzen 2019-2021 2019
TEUR
2020
TEUR
2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 21.118 24.459 28.611
2. Gesamtleistung 21.118 24.459 28.611
3. sonstige betriebliche Erträge 161 256 130
a) regelmäßig wiederkehrende Erträge 161 251 111
b) nicht regelmäßig wiederkehrende Erträge 0 0 0
c) Sonstige periodenfremde Erträge 0 5 19
4. Materialaufwand 14.744 16.525 20.701
5. Personalaufwand 3.323 4.652 4.832
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 14 27 20
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 988 1.787 1.987
a) ordentliche betriebliche Aufwendungen      
aa) Raumkosten 273 558 585
ab) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 16 160 138
ac) Fahrzeugkosten 42 41 41
ad) Werbe- und Reisekosten 33 15 15
b) Sonstige Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 620 1.006 1.193
c) periodenfremde Aufwendungen 4 7 15
8. Erträge aus Beteiligungen 0 0 0
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0 0 0
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2 0 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 132 144 87
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.081 1.580 1.114
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag 605 461 328
14. sonstige Steuern 1 1 -2
15. Jahresüberschuss 1.475 1.117 788

4. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens - Prognosebericht

4.1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Situation

Die deutsche Konjunktur kühlt kräftig ab. Die hohen Inflationsraten lassen die realen Einkommen der privaten Haushalte sowie deren Ersparnisse dahinschmelzen und reduzieren ihre Kaufkraft. Das Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr noch um 1,6% zulegen und dann im kommenden Jahr um 0,3% schrumpfen. Die Inflationsrate wird in diesem Jahr bei durchschnittlich 8,1% liegen und im kommenden Jahr auf 9,3% steigen. Ihren Höhepunkt wird sie voraussichtlich im ersten Quartal 2023 mit etwa 11% erreichen. Im Jahr 2024 wird sich die Konjunktur allmählich wieder normalisieren. Die Wirtschaftsleistung dürfte mit 1,8% zulegen und die Inflationsrate auf 2,4% sinken.

Im ersten Quartal 2022 gingen die PC-Verkäufe um 5,1 % zurück. Vergleicht man allerdings das erste Quartal 2020 - das letzte Quartal vor der Pandemie - dann waren die Verkaufszahlen damals mit - 36 % weit unter dem ersten Quartal 2022.

4.2. Voraussichtliche Entwicklung im Beschaffungs- und Produktionsbereich

Das Angebot an Komponenten hat sich in den ersten Monaten des Jahres 2022 stabilisiert. Teilweise sehen wir bei Halbleitern einen Trend hin zu Verbesserungen bei der Verfügbarkeit.

Allerdings hat sich die Lage an den Rohstoffmärkten aufgrund des Angriffs Russlands auf die Ukraine verschärft. Es kann sein, dass sich durch eine längere Kriegsdauer auch hier wieder Engpässe bei der Beschaffung ergeben könnten. Kurzfristig hat der Rohstoffpreisindex das höchste Niveau seit dem zweiten Quartal 2011 erreicht. Die Ukraine ist ein wichtiger Rohstofflieferant für Neongas, das in der Chipherstellung benötigt wird. Auch wenn sich die Preissituation bei einigen Komponenten wieder etwas entschärft hat, gibt es in vielen Bereichen weiterhin erhebliche Preissteigerungen und es deutet sich noch keine Beruhigung an.

Die logistische Versorgung hat sich noch nicht gebessert. Die Transportkosten sind sehr hoch und Frachtraum nach wie vor schlecht verfügbar.

Aufgrund der Nachwirkungen durch Corona haben viele Unternehmen die Kapazitäten ihrer Warenläger vollends ausgeschöpft. Durch die verhaltenen Nachfrage in den Monaten nach Kriegsbeginn, sind nun viele gezwungen, mit zum Teil aggressiven Rabattaktionen Ihre Ware abzuverkaufen. Dies hat Auswirkungen sowohl auf den Umsatz als auch auf die Margen.

4.3. Voraussichtliche Entwicklung im Absatzbereich

Wie in Punkt 4.2 bereits ausgeführt, geht das Unternehmen von einer eher verhaltenen Entwicklung des Umsatzes bei PC's, Laptops und Servern aus. Auch bei größeren Projekten gibt es vielfach die Tendenz diese nach hinten zu verschieben, bzw. werden bis auf weiteres pausiert. Viele Unternehmen haben, aufgrund von vorsichtiger Planung, ihr Budget ausgesetzt, bzw. beginnen mit Kostenreduktion.

Sehr erfreulich ist die Nachfrage bei industriellen Produkten. Wir sind mit dem höchsten Auftragsbestand in unserer Geschichte ins neue Jahr gegangen. Einige größere Aufträge konnten aufgrund der Liefersituation nicht mehr im abgeschlossenen Jahr ausgeliefert werden. Den höchsten Anteil daran hatten vor allem Produkte für den Einsatz im industriellen Bereich. Durch den stetig steigenden Druck der Automatisierung sehen sich die Unternehmen gezwungen, hier weiter zu investieren. Größtes Hemmnis sind dabei, die notwendigen personellen Ressourcen bereitzustellen und die Komponenten zu beschaffen.

Wir gehen für das Geschäftsjahr 2022 von leicht steigenden Umsätzen gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 aus. (ca. 30 Mio.€).

4.4. Voraussichtliche Entwicklung im Investitions- und Finanzierungsbereich

Es ist im gesamten Jahr ausreichend Liquidität vorhanden. Es wird keine Änderungen bei der mittel- bzw. langfristigen Finanzierung geben.

4.5. Sonstige Entwicklungen

Der bisherige Geschäftsverlauf im laufenden Geschäftsjahr 2022 bewegt sich auf Vorjahresniveau. Die bisherigen Gesellschafter haben Ihre Geschäftsanteile zum 31.12.2021 verkauft. Die exone GmbH wird weiterhin als eigenständiges Unternehmen am Markt agieren. Diverse Bewertungskriterien werden jedoch buchhalterisch denen der Muttergesellschaft angepasst. Die o.g. notwendigen Investitionen werden sich ebenfalls negativ aus das Ergebnis auswirken. Wir gehen deshalb von einer Ergebnisreduzierung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 von ca. 30% aus.

5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

5.1. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Ein Großteil des Einkaufs erfolgt in US-Dollar, während im Verkauf überwiegend in europäischen Währungen fakturiert wird. Währungsrisiken, die sich vor allem aus einer hohen Volatilität des US-Dollar-Kurses zum Euro ergeben können, werden regelmäßig bei Bedarf durch Währungssicherungsgeschäfte in Form von Währungstermingeschäften gesichert.

5.2. Chancen / Risiken im Beschaffungsbereich

Anzeichen für wirtschaftliche bzw. rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale sowie sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erkennbar. Beschaffungsrisiken werden durch enge und langfristige Geschäftsbeziehungen zu allen wichtigen Lieferanten gepflegt, um so eine schnelle Belieferung der Kunden sicherzustellen. Durch ein ausgewogenes Lieferanten-Portfolio, dem eine sorgfältige Lieferantenauswahl vorgeschaltet ist, bewahrt das Unternehmen außerdem seine Unabhängigkeit. Diese Einkaufsstrategie gewährleistet darüber hinaus den zuverlässigen Zugang zu relevanten Technologien (Lizenzen, Patente, gewerbliche Schutzrechte). Ein gewisses Risiko liegt für Unternehmen der Informationstechnologie im drohenden Preisverfall hoher Bestände. Diesem Risiko soll durch eine hohe Lagerumschlagshäufigkeit bei den hiervon besonders gefährdeten Produkten entscheidend gegengewirkt werden.

5.3. Chancen / Risiken im Produktionsbereich

Die Produktionsanlagen werden regelmäßig gewartet. Es bestehen Service- und Wartungsverträge mit den Herstellern. Bei der Beschaffung der Anlagen wird auf die regionale Nähe zum Hersteller geachtet. So kann im Servicefall schneller reagiert werden. Wir haben bei bestimmten Anlagen Ersatzteilpakete bei uns eingelagert, die einen schnellen Austausch der defekten Teile ermöglichen.

5.4. Chancen / Risiken Absatzbereich

Der Absatz der hergestellten Produkte erfolgt ausschließlich über die EXTRA Computer GmbH. Eventuell drohende Insolvenzrisiken werden dort über ein aktives Kontokorrent-Management sowie über eine Kreditversicherung minimiert.

5.5. Rechtliche Bestandsgefährdungen

Es gibt aktuell keine laufenden Gerichtsverfahren und keine daraus erkennbaren rechtlichen Risiken.

 

Giengen, den 23.12.2022

Ralf Hohmann, Geschäftsführer

Christian Herzog, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.065.186,00 39
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 55.788,50 8
II. Sachanlagen 2.009.397,50 31
B. UMLAUFVERMÖGEN 12.202.324,13 12.061
I. Vorräte 6.096.986,94 8.359
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.601.848,30 755
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.503.488,89 2.947
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 32.788,93 7
  14.300.299,06 12.107

PASSIVA

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
TEUR
A. EIGENKAPITAL 9.644.028,30 3.111
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250
II. Kapitalrücklage 5.745.000,00 0
III. Gewinnvortrag 2.861.309,80 1.744
IV. Jahresüberschuss 787.718,50 1.117
B. RÜCKSTELLUNGEN 351.881,00 291
C. VERBINDLICHKEITEN 4.304.389,76 8.705
- davon aus Steuern: EUR 330.250,59 (Vorjahr: TEUR 1.112)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 337,14 (Vorjahr: TEUR 2)    
  14.300.299,06 12.107

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021
EUR
2020
TEUR
1. Rohergebnis 8.040.673,88 8.190
2. Personalaufwand 4.832.171,94 4.653
a) Löhne und Gehälter 4.005.624,30 3.829
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 826.547,64 824
- davon für Altersversorgung: EUR 8.747,43 (Vorjahr: TEUR 9)    
3. Abschreibungen 20.140,01 27
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 20.140,01 27
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.987.356,39 1.787
  6.839.668,34 6.467
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 170,88 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 87.413,60 144
  -87.242,72 -144
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 327.556,06 461
8. Ergebnis nach Steuern 786.206,76 1.118
9. Sonstige Steuern -1.511,74 1
10. Jahresüberschuss 787.718,50 1.117

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

I. Allgemeine Angaben

Die exone GmbH hat ihren Sitz in 89537 Giengen an der Brenz und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm unter der Nummer HRB 729458 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde für das Geschäftsjahr 2021 unter Beachtung der geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft aufgestellt. Die für Gesellschaften dieser Größe eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs und bei der Offenlegung zum Handelsregister werden in Anspruch genommen. Ergänzende Vorschriften des GmbH-Gesetzes wurden beachtet.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die lineare Abschreibung, bewertet. Das bewegliche Anlagevermögen wird unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Die Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern im Anschaffungswert von über 250 Euro bis 800 Euro werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Durch die Vollabschreibung wird der Sofortabzug erreicht.

Im Rahmen eines Kaufvertrages über Anlagevermögen wurden bislang angemietete Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Ablauf des 31. Dezember 2021 mit Anschaffungskosten in Höhe von 2.030.112,50 Euro erworben. Die Anschaffungskosten entsprechen den Buchwerten der veräußernden Gesellschaft.

Die Waren werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Den erkennbaren Risiken wird durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt zu Durchschnittseinstandspreisen bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Anschaffungspreisminderungen werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der Ansatz der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten.

Die Flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 HGB. Da die Laufzeit der Rückstellung weniger als ein Jahr beträgt, wurde keine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im Anschluss des Anhangs als Betsandteil desselbigen dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Forderungen sind keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern enthalten.

Bei der Bestimmung der Restlaufzeit wird auf den Zeitraum zwischen dem Abschlussstichtag und dem voraussichtlichen Eingang der Vermögensgegenstände abgestellt.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt Euro 250.000,00 und ist voll erbracht.

Durch Vertrag vom 13. Dezember 2021 wurde der Kapitalrücklage EUR 5.745.000,00 im Rahmen eines Forderungsverzichts der Gesellschafter zugeführt.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Weitere rückstellungsbegründende Sachverhalte wurden uns nicht bekannt.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten sind keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten.

Bei der Bestimmung der Restlaufzeit wird aus Gründen der Vorsicht auf die vertraglich festgelegten Fälligkeitstermine abgestellt. Unbefristete Kontokorrentkredite werden grundsätzlich in die Restlaufzeit von bis zu einem Jahr einbezogen.

Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich um ungesicherte Verbindlichkeiten.

6. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten realisierte Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr TEUR 211) sowie nicht realisierte Erträge aus der Währungsumrechnung im Sinne von § 256a S. 2 HGB in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 10).

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten realisierte Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 242 (Vorjahr TEUR 179).

IV. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Am Bilanzstichtag bestanden keine vermerkpflichtigen Haftungsverhältnisse aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, aus Gewährleistungsverträgen und aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen

2022 545 TEUR
2023 545 TEUR

3. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Arbeitnehmer 106

4. Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft sind

Herr Heinz Fetzer (bis 11. Juli 2022)

Herr Wolfgang Fetzer (bis 11. Juli 2022)

Herr Christoph Alexander Maier (ab 8. Juni 2022 bis 5. Dezember 2022)

Herr Ralf Hohmann (ab 8. Juni 2022)

Herr Christian Herzog (ab 5. Dezember 2022)

Die Geschäftsführer sind bzw. waren einzelvertretungsberechtigt und von den Vorschriften des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtbezüge, welche das Unternehmen an die Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2021 ausbezahlt hat, unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von Euro 787.718,50 auszuschütten und den Gewinnvortrag in Höhe von Euro 2.861.309,80 auf neue Rechnung vorzutragen. Nach Abzug der Vorabausschüttung vom 18.01.2022 in Höhe von Euro 646.609,69 verbleibt eine Restausschüttung in Höhe von Euro 141.108,81.

 

Giengen, den 23. Dezember 2022

gez. Ralf Hohmann

gez. Christian Herzog

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.500,00 51.621,50 0,00 64.121,50
II. Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.226,09 0,00 0,00 34.226,09
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.682.371,00 0,00 1.682.371,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.212,53 311.717,01 0,00 345.929,54
  68.438,62 1.994.088,01 0,00 2.062.526,63
  80.938,62 2.045.709,51 0,00 2.126.648,13
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.167,00 4.166,00 0,00 8.333,00
II. Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.744,09 3.423,00 0,00 8.167,09
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.411,03 12.551,01 0,00 44.962,04
  37.155,12 15.974,01 0,00 53.129,13
  41.322,12 20.140,01 0,00 61.462,13
Buchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.788,50 8.333,00
II. Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.059,00 29.482,00
Technische Anlagen und Maschinen 1.682.371,00 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 300.967,50 1.801,50
  2.009.397,50 31.283,50
  2.065.186,00 39.616,50

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die exone GmbH, Giengen an der Brenz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der exone GmbH, Giengen an der Brenz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der exone GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkung unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen, steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Vorräte (Warenbestand) zum 31. Dezember 2019 in Höhe von TEUR 3.817 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen im Rahmen der Jahresabschlussprüfung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 zum 31. Dezember 2020 keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass aufgrund der Folgewirkung dieses Sachverhalts Änderungen insbesondere am Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2020 hätten vorgenommen werden müssen (Vorjahreszahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung). Die Folgewirkung dieses Sachverhaltes beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten A-gaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 1. Februar 2023

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Joerg Schuster, Wirtschaftsprüfer

Amelie Barwasser, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 7. März 2023 festgestellt.

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