Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 11673
Eingetragen
26.10.1984
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Durchführung von Unternehmensberatungen insbesondere in den Bereichen - Erstellung von technischen und wissenschaftlichen Übersetzungen, - Dokumentationen im technischen Bereich, - Beratung und Schulung für Anwender von Personalcomputer, sowie die Erstellung von Software für Personal-Computer und Großrechner.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
William Henry Jones
seit 11.5.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SDL Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SDL Holdings B.V.
Netherlands
55.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TRADOS GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31/12/2023 31/12/2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 540.626,04 659.147,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.146.738,40 1.396.935,70
1.687.364,44 2.056.083,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.091,55 3.821,05
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.831,41 17.611,36
168.922,96 21.432,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 97.044,73 97.044,73
97.044,73 97.044,73
1.953.332,13 2.174.560,78
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
unfertige Leistungen 37.353,93 4.174,28
37.353,93 4.174,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.880.121,57 3.455.588,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 34.288.668,40 51.972.758,57
3. Sonstige Vermögensgegenstände 347.034,77 42.314,33
39.515.824,74 55.470.661,11
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.554.536,67 2.166.374,84
43.107.715,34 57.641.210,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.897,94 11.544,89
45.081.945,41 59.827.315,90

Passiva

31/12/2023 31/12/2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 55.000,00 55.000,00
II. Kapitalrücklage 23.047.074,22 20.193.861,96
III. Gewinnvortrag 6.677.286,55 5.376.736,05
IV. Jahresüberschuss 2.790.224,48 1.300.550,50
32.569.585,25 26.926.148,51
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 331.609,00 327.283,00
2. Steuerrückstellungen 2.446.051,27 1.438.907,35
3. Sonstige Rückstellungen 2.529.191,81 2.011.711,87
5.306.852,08 3.777.902,22
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.079.373,11 2.400.769,43
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 158.620,21 128.270,24
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.888,92 25.078.818,93
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.018.669,57 822.868,23
5.261.551,82 28.430.726,84
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.943.956,26 692.538,33
45.081.945,41 59.827.315,90

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 12.471.011,12 13.203.826,33
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 51.968,65 (Vj. EUR 43.646,90)
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.014.740,16 5.260.954,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.339.499,80 826.911,88
davon für Altersversorgung EUR 66.597,32 (Vj. EUR 64.252,90)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 476.144,92 376.130,27
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.130.387,15 5.737.253,22
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 57.949,84 (Vj. EUR 3.190,61)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.454.584,43 1.134.097,28
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.450.900,31 (Vj. EUR 1.134.097,28)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 204.982,54 83.638,69
davon an verbundene Unternehmen EUR 165.722,85 (Vj. EUR 52.092,85)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 969.107,74 726.271,07
8. Ergebnis nach Steuern 2.790.733,23 1.326.764,02
9. Sonstige Steuern 508,75 26.213,52
10. Jahresüberschuss 2.790.224,48 1.300.550,50
Firma: TRADOS GmbH
Sitz: Stuttgart
Registergericht: Amtsgericht Stuttgart
Registernummer: HRB 11673

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Erläuterungen

Die TRADOS GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Der Jahresabschluss der TRADOS GmbH wurde unter Beachtung der allgemeinen Grundsätze i.S.d. § 265 des Handelsgesetzbuchs über die Stetigkeit der Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Insoweit besteht ein Bilanzierungs- und Bewertungszusammenhang.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, werden weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wird teilweise auf die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Mit Vertrag vom 28. März 2023 wurde die RWS Group Deutschland GmbH auf die TRADOS GmbH verschmolzen. Als Verschmelzungsstichtag wurde der 1. Oktober 2022 vereinbart. Die Verschmelzung wurde am 17. April 2023 im Handelsregister der TRADOS GmbH eingetragen. Im Rahmen der buchhalterischen Abbildung dieser Verschmelzung wurde im Geschäftsjahr 2023 insgesamt ein Aufwand in Höhe von TEUR 23 für die Aufwendungen und Erträge der RWS Group Deutschland GmbH für den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2022 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Als Folge dieser Verschmelzung und der Verschmelzungen des Vorjahres ist der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

II. Rechnungslegungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear, im Jahr des Erwerbs zeitanteilig, entsprechend ihrer erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände beträgt 10 Jahre. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, die zwischen 1 und 10 Jahren liegen, linear vorgenommen.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von geringwertigen abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die selbständig nutzbar sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

In den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet Alle in den Vorräten erkennbaren Risiken, eine verminderte Werthaltigkeit oder geringere Wiederbeschaffungskosten werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten) bewertet, soweit nicht gemäß § 253 Abs. 4 HGB um noch angefallene Aufwendungen verminderte Verkaufswerte anzusetzen sind.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,00 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82% angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem ab dem 1. Januar 2016 geltenden 10-Jahres- Durchschnittszinssatz abgezinst, wie er im Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz definiert ist. Aufgrund der geänderten Berechnung des Diskontierungszinssatzes ergibt sich bei Anwendung eines 7- jährigen Durchschnittszinssatzes von TEUR 4 eine Differenz zur Höhe der Pensionsrückstellung. Die Differenz unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Verteilungssperre.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit den Beträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und bedürfen daher keiner Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Anteile an der SDL Tridion K.K., Meguro-Ku, Tokio/Japan.

Der ungeprüfte Jahresabschluss von Tridion K.K. weist zum 31. Dezember 2024 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 66 und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 14 aus.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 34.287 EUR (Vorjahr: TEUR 51.973) und setzen sich aus Forderungen als Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.212 (Vorjahr: TEUR 1.354) und aus Darlehen in Höhe von TEUR 33.075 (Vorjahr: TEUR 50.619) zusammen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 17.710) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und vollständig eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 55.

Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB hat sich aufgrund der Verschmelzung im laufenden Geschäftsjahr auf TEUR 23.047 (Vorjahr: TEUR 20.194) erhöht.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten sowie für Beratungsleistungen enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Verbindlichkeiten aus Dienstleistungen.

Alle Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 513 (Vorjahr: TEUR 469) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 305 (Vorjahr: 89) enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Rohergebnis periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 72 erfasst.

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind periodenfremde Zinserträge in Höhe von TEUR 116 enthalten.

V. Sonstige Informationen

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der im Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023 beträgt 127 (Vorjahr: 72), davon 48 Männer (Vorjahr: 25) und 79 Frauen (Vorjahr: 47).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.994 aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus Fahrzeugleasing in Höhe von TEUR 83.

Zusätzlich zu den dargestellten sonstigen dargestellten finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen bestehen keine außerbilanziellen Transaktionen, die für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der RWS Holdings plc einbezogen, die den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Konsolidierungskreis aufstellt. Dieser Abschluss ist beim UK Companies House unter der Unternehmensnummer 03002645 (https://find-and-update.company-information.service.gov.uk/company/03002645/filing-history) erhältlich.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren:

Fabrizio Capponi vom 30. Juli 2020 bis zum 4. Februar 2025
William Henry Jones ab dem 11. Mai 2022
Peter Nicholas Clothier ab dem 4. Februar 2025

Da kein Geschäftsführer von der Gesellschaft Vergütungen erhält, entfällt eine Angabe nach § 286 Abs. 4 HGB.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 331.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Ereignisse, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatten.

 

Stuttgart, 30 September 2025

TRADOS GmbH

Peter Nicholas Clothier, Geschäftsführer

William Henry Jones, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023 01.01.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.229.003,65 0,00 7.227,50 0,00 1.504.458,42 569.855,71
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.501.973,00 0,00 0,00 0,00 2.501.973,00 1.105.037,30
3.730.976,65 0,00 7.227,50 0,00 4.006.431,42 1.674.893,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.821,05 0,00 0,00 29.270,50 33.091,55 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 984.490,81 0,00 391.537,75 -29.270,50 1.206.348,08 966.879,45
988.311,86 0,00 391.537,75 0,00 1.239.439,63 966.879,45
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 97.044,73 0,00 0,00 0,00 97.044,73 0,00
97.044,73 0,00 0,00 0,00 97.044,73 0,00
4.816.333,24 0,00 398.765,25 0,00 5.342.915,78 2.641.772,46
Kumulierte Abschreibungen
Zugänge Abgänge Umbuc ;hungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.310,40 0,00 0,00 963.832,38
2. Geschäfts- oder Firmenwert 250.197,30 0,00 0,00 1.355.234,60
372.507,70 0,00 0,00 2.319.066,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.637,22 0,00 0,00 1.070.516,67
103.637,22 0,00 0,00 1.070.516,67
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
476.144,92 0,00 0,00 3.389.583,65
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 540.626,04 659.147,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.146.738,40 1.396.935,70
1.687.364,44 2.056.083,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.091,55 3.821,05
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.831,41 17.611,36
168.922,96 21.432,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 97.044,73 97.044,73
97.044,73 97.044,73
1.953.332,13 2.174.560,78

Lagebericht 2023

Grundlage des Unternehmens

TRADOS ist Teil der SDL Gruppe, die 2020 von der RWS Group (UK) übernommen wurde. Am 27. August 2020 gab RWS Plc bekannt, dass sie mit RWS Holdings Plc (im Folgenden „RWS“) eine Vereinbarung über eine Aktienzusammenschluss getroffen habe, wonach RWS das gesamte ausgegebene und zu begebende Aktienkapital von SDL plc im Rahmen eines gerichtlich sanktionierten „Scheme of Arrangement" erwirbt, das am 4. November 2020 in Kraft getreten ist und den weltweit größten Technologie- und Sprachdienstleister schafft.

RWS bietet eine weltweite Übersetzungstechnologie, die eine End-to-End-Lösung für alle Erfahrungsstufen und Reifegraden innerhalb der Übersetzungslieferkette bietet, sei es ein neuer Übersetzer, der sein erstes CAT-Tool (Computer Aided Translation) verwenden möchte, ein Sprachdienstleister (LSP) oder ein Unternehmen, das große Mengen an Inhalten verwalten möchte.

Das Ziel der RWS ist es, die weltweite Verständigung zu fördern und die Hindernisse für die Kommunikation abzubauen, um ein globales Zusammenwachsen zu ermöglichen.

Durch die Transformation von Inhalten und mehrsprachige Datenanalyse unterstützt RWS mit Hilfe einer Kombination aus Technologie und kultureller Expertise ihre Kunden beim Wachstum und stellt sicher, dass ihre Kunden überall und in jeder Sprache verstanden werden.

Innerhalb von RWS ist TRADOS Teil des Bereichs Language and Content Technology, der Innovationen in der Sprach- und Content-Management-Technologie anbietet, um Unternehmen dabei zu unterstützen, mit globalen Zielgruppen auf jedem Gerät zu kommunizieren. Die Lösungen für Sprachtechnologie und künstliche Intelligenz (KI) ermöglichen es Unternehmen, Inhalte in jeder Sprache weltweit zu erstellen, zu verwalten, zu übersetzen und zu automatisieren. Die Content- Management-Technologie unterstützt die Erstellung, Übersetzung und Bereitstellung globaler Inhalte in großem Maßstab auf effiziente, sichere und richtlinienkonforme Weise. Die Kombination aus Sprach- und Inhaltstechnologie - ergänzt durch hochmodernes, maschinelles Lernen (ML) und KI - bietet die Möglichkeit, die „End-to-End“-Lieferkette für Übersetzungen zu verwalten.

TRADOS gliedert sich in zwei kundenorientierte Geschäftsbereiche: Sprachdienste (Language Services) und Content Technology. Es bietet eine Reihe von Produktivitäts- und Managementlösungen für die Übersetzung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Privatpersonen.

Allgemeine Bedingungen und Geschäftsentwicklung

Kunden der TRADOS GmbH sind führende Unternehmen aus den Bereichen Automobil, Maschinenbau, Handel, IT-Technologie und Medizin mit teils langfristigen Beziehungen.

Langfristige Beziehungen bedeuten, dass Kundenloyalität und -Zufriedenheit hoch sind.

Die wesentlichen jährlich wiederkehrenden Erlöse resultieren aus Übersetzungsleistungen, Software as a Service (SaaS), Term Support und Wartung.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die RWS Group Deutschland GmbH mit Vertrag vom 28. März 2023 auf die TRADOS GmbH verschmolzen. Die RWS Group Deutschland GmbH bietet Inhaltslösungen für Übersetzung und Lokalisierung. Diese strategische Verschmelzung steht im Einklang mit den Wachstumszielen der Gruppe und soll unsere Marktpräsenz und unsere operativen Fähigkeiten in Deutschland verbessern.

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

Im Folgenden werden die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren erläutert. Der Vergleich mit den angepassten Vorjahreszahlen unterstellt, dass die Verschmelzung mit der RWS Group Deutschland GmbH bereits im Vorjahr vollzogen worden wäre.

Operative Leistung

Im Jahr 2023 verringerte sich das Rohergebnis um TEUR 733 von TEUR 13.204 im Vorjahr auf TEUR 12.471 im laufenden Geschäftsjahr. Im Vergleich zum angepassten Vorjahr wäre der Rückgang TEUR 5.591.

Das operative Ergebnis (einschließlich Finanzierungsergebnis) beläuft sich auf TEUR 4.391 (Vorjahr: TEUR 5.818).

Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR 3.760 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.053 und das Jahresergebnis beträgt TEUR 2.790, verglichen mit TEUR 1.301 im Vorjahr. Im Vergleich zum angepassten Vorjahr wäre der Anstieg etwas geringer ausgefallen (Anstieg im TEUR 900). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Zinserträge von verbundenen Unternehmen zurückzuführen, welche wiederum insbesondere aufgrund einer höheren Verzinsung bedingt sind.

Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 8.354 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 6.087, wobei der Anstieg auf die Restrukturierungskosten durch die Zentralisierung der Supportabteilungen sowie des Anstiegs der Mitarbeiter aufgrund der Verschmelzung zurückzuführen ist.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist nach einem starken Wachstum im Vorjahr im Wesentlichen aufgrund von Verrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb der RWS Gruppe zurückgegangen. Darüber hinaus ist der Rückgang auf die planmäßige Abschreibung vom immateriellen Anlagevermögen zurückzuführen. Die Bilanzsumme des laufenden Jahres beträgt TEUR 45.082 (Vorjahr TEUR 59.827). Im Vergleich zum angepassten Vorjahr beträgt der Rückgang TEUR 18.236.

Zum 31. Dezember 2023 betrug der Betrag der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente TEUR 3.555 (Vorjahr TEUR 2.166). Im Vergleich zum angepassten Vorjahr würde sich ein Rückgang von TEUR 719 ergeben. Zur Finanzierung des Unternehmens sind keine externen Darlehen erforderlich.

Die künftigen finanziellen Verpflichtungen bestehen größtenteils aus dem Mietvertrag für das Bürogebäude Stuttgart, der bis 2027 läuft, und dem zusätzlichen Mietvertrag für ein Bürogebäude in Leipzig, der bis 2028 läuft.

Gesamtanalyse

Im abgelaufenden Geschäftsjahr wurde ein positives Ergebnis erzielt und ist auf Kernaktivitäten und Wachstum aus der Verschmelzung zurückzuführen. Das Management erwartet von der Umstrukturierung der Unternehmen starke Aussichten und eine optimierte Kostenkontrolle.

Zukunftsperspektiven

Die zunehmende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft bietet mit der Entwicklung neuer digitaler Dienste und innovativer Geschäftsmodelle in den folgenden Jahren weitere Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung im Sprachmanagement.

Die Lösungen von RWS kombinieren innovative Technologien für globale Lieferketten.

Darüber hinaus treiben die wachsende Nachfrage nach anspruchsvollen Übersetzungen und der zunehmende Wettbewerb die Konsolidierung der Branche voran und eröffnen RWS Chancen, Kunden zu gewinnen und den Umsatz zu steigern.

Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung legt das Unternehmen die ungeprüften Ergebnisse des vorläufigen Abschlusses wie folgt vor:

Währung: TEUR 2024* 2025 Prognose 2026 Prognose 2027 Prognose
Rohergebnis 12.162 12.162 12.405 12.653
Operatives Ergebnis 3.686 3.375 3.361 3.456

* 2024 sind ungeprüfte Ergebnisse des vorläufigen Jahresabschlusses

Für die nächsten Jahre erwartet das Management ein stabiles Geschäft mit einem leichten Umsatzwachstum und einer Steigerung des operativen Ergebnisses. Das Nettovermögen weist weiterhin ein stabiles Wachstum auf und die Gesellschaft verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven, um die Verbindlichkeiten zu decken.

Risikofaktoren

Insgesamt geht das Management davon aus, dass die Risiken für die zukünftige Geschäftsentwicklung gering sind.

Allerdings, Schwankungen des Wirtschaftswachstums in wichtigen Kundenmärkten, ein unerwartete Verschlechterung des Euro und unvorhersehbare geopolitische Entwicklungen, die hauptsächlich auf den Russland/Ukraine-Konflikt zurückzuführen sind, könnten sich negativ auf das Unternehmen auswirken.

Die Risikominderungsaktivitäten des RWS-Managements werden als ausreichend eingeschätzt, um das das Unternehmen vor erheblichen Verlusten zu schützen. Das gilt auch für das Risiko von Cyberangriffen auf das Unternehmen und seine Kunden, oder der Einschränkung der Handlungsfreiheit unserer Kunden aufgrund gesetzlicher Regulierung.

Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) birgt sowohl Chancen als auch Risiken für das Unternehmen. TRADOS ist sich der möglichen Störungen durch KI-Technologien, insbesondere im Bereich Sprachdienste, bewusst. RWS hat die Wichtigkeit von KI und Technologie in der gesamten Industrie schon seit einiger Zeit erkannt. Dieses Risiko wird aktiv durch die strategische Positionierung des Unternehmens an der Spitze der Innovationen im Bereich maschineller Übersetzung reduziert, einschließlich der Entwicklung und Implementierung eigener - auf KI basierender - Übersetzungslösungen.

Das Management geht davon aus, dass derzeit keine erkennbaren Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die künftige wirtschaftliche Lage erheblich beeinträchtigen könnten.

Ausblick

Das Unternehmen hat seine Marktpräsenz durch eine Reihe von Verschmelzungen verbessert und seine Wettbewerbsposition weiter gestärkt. Die Geschäftsführung hat die zukünftigen Geschäftsaussichten bewertet und, dabei sowohl die historische Leistung, als auch die erwarteten zukünftigen Ergebnisse in Bezug auf Cashflow und Gesamtleistung berücksichtigt. Andere Erwägungen betrafen geopolitische und marktwirtschaftliche Bedingungen. Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass es keine wesentliche Unsicherheit gibt, die Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung des Geschäfts aufkommen lassen würde.

 

Stuttgart, 30. September 2025

Peter Nicholas Clothier

William Henry Jones

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die TRADOS GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TRADOS GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TRADOS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 30. September 2025

KKM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Martin Kleemann, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 30. September 2025 festgestellt.

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