Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 3506
Vorher
TVF Thyssen-VEAG Flächenrecycling GmbH
Eingetragen
30.5.2005
Branche
Zerlegen von Schiffs- und Fahrzeugwracks und anderen AltwarenEnergetische Verwertung von AbfällenSonstige Verwertung von Abfällen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Abbruch, der Rückbau, die Demontge und das Sprengen von lndustrieanlagen, Gebäuden und Gebäudeteilen, das Recycling von Reststoffen, die Vermarktung von verwertbaren Materialien, die Entsorgung von nicht verwertbaren Materialien, die Erfassung, Bewertung und Sanierung von Bodenverunreinigungen und Altlasten, Erdarbeiten sowie das Consulting oder Projektmanagement für diese Tätigkeiten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anett Langosch
seit 22.4.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Petra Noack
seit 6.3.2026
Prokura
Daryusch Kay
seit 12.1.2024
Geschäftsführer
Dirk Lorenz
seit 6.9.2022
Prokura
Stephan Flamme
seit 24.9.2021
Prokura
Jens Kemper
seit 14.7.2021
Geschäftsführer
Hakon Schalk
seit 7.9.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ALBA Scrap and Metals Holding GmbH
Germany
1.023.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TVF Altwert GmbH

Cottbus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die TVF Altwert GmbH, Cottbus

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TVF Altwert GmbH, Cottbus, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TVF Altwert GmbH, Cottbus, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 26. April 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ludwig Hinze, Wirtschaftsprüfer

Martina Slomski, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.858,00 9.206,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.930,00 23.765,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 75.236,00 132.024,00 67.798,00 100.769,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
1. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 42.358,66 49.246,28
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.774.340,13 7.200.428,54
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -150.000,00 6.666.698,79 0,00 7.249.674,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 489.992,82 3.480.611,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 33.200,20 674,73
3. Sonstige Vermögensgegenstände 392.701,57 915.894.59 197.475,92 3.678.761,81
III. Schecks, Kassenbestand, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 6.795,72 4.389,61
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 16.125,07 26.977,05
7.737.538,17 11.060.572,29

PASSIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.023.000,00 1.023.000,00
II. Kapitalrücklage 1.033.075,64 1.033.875,64
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 193.745,56 193.745,56
IV. Gewinnvortrag 1.633.258,75 1.134.154,28
V. Jahresüberschuss 466.368,93 4.350.248,88 499.104,47 3.883.879,95
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 40.592,00 19.724,00
2. Sonstige Rückstellungen 562.984,61 603.576,61 1.565.633,30 1.585.357,30
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.358.774,07 2.615.602,84
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.384.329,71 1.543.028,59
3. Sonstige Verbindlichkeiten 40.608,90 2.783.712,68 1.432.703,61 5.591.335,04
(davon aus Steuern EUR 28.414,78; Vorjahr EUR 35.377,80)
7.737.538,17 11.080.572,29

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01. Januar - 31. Dezember 2023

1. Januar - 31. Dezember 2023 1. Januar - 31. Dezember 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.984.215,57 21.031.741,22
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (i. VJ. Erhöhung) -426.088,41 1.034,313,48
3. Sonstige betriebliche Erträge 287.751,06 193.830,10
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 20.371,09 -94.377,30
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.036.375,59 -9.016.004,50 -15.204.118,10 -15.298.495,40
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.864.871,00 -2.822.868,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -644.792,84 -3.509.663,84 -612.430,75 -3.435.299,62
(davon für Altersversorgung EUR .-17.392,28; Vorjahr EUR .-17,663.29)
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -44.358,37 -39.595,86
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.449.655,16 -2.636.569,03
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 279,40 554,20
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 20,12; Vorjahr EUR 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -128.739,27 -98.341,00
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR -85,579,41; Vorjahr EUR -76.120,30)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -218.555,01 -201.869,43
11. Ergebnis nach Steuern 479.181,47 550.268,66
12. Sonstige Steuern -12.812,54 -51.164,19
13. Jahresüberschuss 466.368,93 499.104,47

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss der TVF Altwert GmbH, Cottbus (im Folgenden kurz: "TVF"), für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und unter Beachtung des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die TFV hat ihren Sitz in Cottbus und ist beim Amtsgericht Cottbus in das Handelsregister unter der Nummer HRB 3506 CB eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind unter Beachtung des Kriteriums der Wesentlichkeit in den Anhang übernommen worden. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen grundsätzlich den Vorjahresgrundsätzen. Die Ausweisstetigkeit/Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses mit dem Vorjahr wurde beachtet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Planmäßige Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der betrieblichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 250 Euro werden sofort im Aufwand erfasst und innerhalb der Wertgrenze von 250 Euro bis 800 Euro aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden unter den entsprechenden Anlagenklassen ausgewiesen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten. Sie umfassen neben den Einzelkosten auch steuerlich aktivierungspflichtige Teile der Gemeinkosten sowie allgemeine Verwaltungskosten. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Das übrige Umlaufvermögen ist mit dem Nennwert angesetzt. Den erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen sind auf den nicht einzelwertberichtigten Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1% aufgrund des allgemeinen Kreditrisikos vorgenommen worden.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Vorräte

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 42 49
Unfertige Leistungen 6.774 7.201
erhaltene Anzahlung auf Bestellung -150 0
6.666 7.250

Die unfertigen Leistungen betreffen erbrachte Abbruch- und sonstige Leistungen, die zum Bilanzstichtag noch nicht beendet waren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 490 3.481
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 33 1
Sonstige Vermögensgegenstände 393 197
916 3.679

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 1.023. Die Gesellschaftsanteile werden vollständig von der ALBA Scrap and Metals Holding GmbH, Berlin (im Folgenden kurz: "SaM Holding") gehalten.

Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Steuerrückstellungen 41 20
Sonstige Rückstellungen 563 1.565
604 1.585

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Jahressonderzahlung und andere Personalkosten TEUR 352 (i. Vj. TEUR 395), Rückstellungen ausstehende Rechnungen TEUR 196 (i. Vj. TEUR 1.135), Rückstellungen für Rechtsberatungskosten TEUR 9 (i. Vj. TEUR 30) sowie Rückstellungen für Prozess- Schadensersatzrisiken TEUR 6 (i. Vj. TEUR 6) gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.359 2.616
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.384 1.543
Sonstige Verbindlichkeiten 41 1.432
2.784 5.591

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Cash Pool Verbindlichkeiten TEUR 1.132 (i. Vj. TEUR 905) (vollständig gegenüber der ALBA Europe Holding plc & Co. KG) sowie Verbindlichkeiten aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft TEUR 184 (i. Vj. TEUR 517) (vollständig gegenüber der ALBA SE).

Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Beschaffung liquider Mittel für die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit ist die TVF Vertragspartner eines Factoring-Programms, bei welchem laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis eines gruppeneinheitlichen Forderungskaufvertrages verkauft werden. Der Kaufpreis der Forderungen entspricht deren Nennbetrag abzüglich Zinsen bis zum tatsächlichen Zahlungseingang der Forderung beim Factor bzw. Delkrederefall. Vom Kaufpreis wird für die veräußerten Forderungen ein Sicherheitseinbehalt von regelmäßig 7% des Forderungsnennbetrags einbehalten, der das Veritätsrisiko abdecken soll und bei Zahlungseingang durch den Kunden bzw. im Delkrederefall an den Forderungsverkäufer erstattet wird.

Die Vorteile des Factoring-Programms sind insbesondere eine verbesserte Liquidität sowie die Übertragung des Forderungsausfallrisikos auf den Factor. Zum Bilanzstichtag waren von den veräußerten Forderungen TEUR 1.062 (i. Vj. TEUR 43) durch die Kunden noch nicht beglichen, woraus der TVF kein Ausfallrisiko droht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen in Höhe von TEUR 1.225 für Verpflichtungen aus Mietverträgen TEUR 863 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 13), TEUR 247 aus Leasingverträgen (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 0) sowie TEUR 115 aus Dienstleistungen (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 115).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben Laufzeiten von bis zu 1 Jahr TEUR 559, bis 5 Jahre TEUR 604 und größer 5 Jahre TEUR 62.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 und 2022 gliedern sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Erlöse aus Abbruchleistung 15.747 20.882
Erlöse Handelsware 316 220
Skonti und Rabatte -79 -70
15.984 21.032

Sonstige betriebliche Erträge

Die anderen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 82 enthalten im Wesentlichen Erlöse aus der Nutzung von Dienstfahrzeugen in Höhe von TEUR 69 (i. Vj TEUR 71), Erlöse für Versicherungsentschädigungen TEUR 5 (i.Vj TEUR 0) sowie Erlöse weiterberechneter Fremdkosten TEUR 8 (i. Vj 6).

Bei den neutralen Erträgen in Höhe von TEUR 206 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 127 (i. Vj TEUR 72), sonstige periodenfremde Erträge TEUR 45 (i. Vj TEUR 24), Verbrauch Einzelwertberichtigungen Periodenfremder Ertrag TEUR 19 (i. Vj. TEUR 0) sowie Erträge aus Herabsetzung pauschaler Wertberichtigung zu Forderungen in Höhe von TEUR 15 (i. Vj TEUR 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.450 enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Betriebskosten TEUR 1.651 (i. Vj. TEUR 1.826), Verwaltungs- und Vertriebskosten TEUR 634 (i. Vj. TEUR 686) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR 78 (i. Vj. TEUR 75).

Im Berichtsjahr fielen neutrale Aufwendungen in Höhe von TEUR 87 an. Diese entfallen auf periodenfremde Aufwendungen TEUR 87 (i. Vj. TEUR 49).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Für das Jahr 2023 fielen Ertragsteuern in Höhe TEUR 219 an.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Rüdiger Krull, Radebeul - kaufmännischer Geschäftsleiter, Geschäftsführer

Jens Kemper, Berlin - Geschäftsführer

Daryusch Kay (ab 12.01.2024), Blankenfelde - kaufmännischer Geschäftsleiter

Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 70 Mitarbeiter, darunter 49 gewerbliche Arbeitnehmer und 21 Angestellte.

Konzernverhältnisse

Die TVF ist ein verbundenes Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB der ALBA plc & Co. KG (ALBA KG), Berlin (Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, HRA 36525 B), in deren befreienden Konzernabschluss sie als Tochterunternehmen einbezogen wird. Die ALBA plc & Co. KG (bis 6. April 2024 firmierend als ALBA Group plc & Co. KG) stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen der ALBA KG auf. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Die TVF ist darüber hinaus ein verbundenes Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB der ALBA SE, Köln, in deren befreienden Konzernabschluss sie als Tochterunternehmen einbezogen wird.

Es besteht ein Beherrschungsvertrag vom 1. Oktober 2014 mit der ALBA Scrap and Metals Holding GmbH, Berlin.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es haben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hätten.

 

Cottbus, den 26. April 2024

Rüdiger Krull, Geschäftsführer

Jens Kemper, Geschäftsführer

Daryusch Kay, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.738,02 0,00 0,00 9.738,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.244.386,18 0,00 0,00 1.244.388,10
1.254.124,18 0,00 0,00 1.254.124,48
II. Sachanlagen
Grundstücke grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.948,75 0,00 0,00 66.948,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.636.298,99 94.296,32 3.670.604,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 932.339,93 41.318,05 0.00 973.657,98
4.635,587,61 75,613,37 0.00 4.711.200,96
5.889.711,79 75.613,37 0,00 5.065.325,18
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -2.708,02 0,00 0,00 -9.738,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert -1.244.388,16 0,00 0,00 -1.744.386,16
-1.254.124,18 4,00 0,00 -1.254.124.16
II. Sachanlagen
Grundstücke grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -57.742,75 -3.348,00 0,00 -61,080,75
2. Technische Anlagen und Maschinen -3.812.533,93 -7.130,37 0,00 -3.619.664,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -854.541,93 -33.880,05 0,00 -999.421,38
4.534.918,41 -14.358,37 0,00 -4.579.179,96
-5.780.942,75 -44.358,37 0,00 -5.839.301,16
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
Grundstücke grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.856,40 9,206,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.930,40 23.765.00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 75.238,40 67.798,00
132.024,00 100.765,00
132.024,00 100.767,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen der Gesellschaft

Gegenstand der Gesellschaft ist der Abbruch, der Rückbau, die Demontage und das Sprengen von Industrieanlagen, Gebäuden und Gebäudeteilen, das Recycling von Reststoffen, die Vermarktung von verwertbaren Materialien, die Entsorgung von nicht verwertbaren Materialien, die Erfassung, Bewertung, Abschätzung und Sanierung von Bodenverunreinigungen und Altlasten, Erdarbeiten sowie das Consulting oder Projektmanagement für diese Tätigkeiten.

Die TVF hat ihre Geschäftsräume in Cottbus angemietet, Wirtschaftlich nicht selbstständige Einheiten (Niederlassungen) bestehen an den Standorten Cottbus (Region Ost), Dortmund (Region West) und Frankenthal (Region Süd-West).

Die Gesellschaftsanteile werden vollständig von der ALBA Scrap and Metals Holding GmbH gehalten.

Die TVF ist ein verbundenes Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB der ALBA Group plc & Co. KG, Berlin (Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, HRA 36525 B), in deren Konzernabschluss (größter Kreis) sie als Tochterunternehmen einbezogen wird. Die TVF ist darüber hinaus ein verbundenes Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB der ALBA SE, Köln, in deren Konzernabschluss (kleinster Kreis) sie als Tochterunternehmen einbezogen wird.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Die anhaltend steigenden Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten haben im Geschäftsjahr 2023 die allgemeine Konjunkturentwicklung stark beeinflusst. Dies hat auch zu rückläufigen Auftragsvergaben auf dem Abbruch- und Rückbaumarkt geführt. Diese Marktentwicklung führte auch dazu, dass herkömmliche Bauunternehmen zu Mitbewerber wurden, um ihren Auftragsrückgang zu kompensieren. Ein erheblicher Anteil der im Geschäftsjahr realisierten Umsätze resultiert noch aus Aufträgen, die bereits im Vorjahr akquiriert wurden. Jedoch waren territorial Unterschiede zu verzeichnen. Einem Anstieg des Bedarfs in den Regionen Süd/West standen rückläufige Auftragsvergaben in der Region West und der Region Ost gegenüber. Durch die sich aufbauenden Überkapazitäten aus Fremdbranchen und die generell gestiegenen Kosten war der Markt von einer hohen Wettbewerbsintensität mit Preisnachlässen und einem hohen Druck auf die Margen geprägt.

Das Unternehmensziele für 2023 - die Stabilisierung aller Geschäftsbereiche der TVF und die Sicherung der Mitarbeiterauslastung sind jedoch weitestgehend realisiert worden. Im traditionellen Rückbau- und Sanierungsgeschäft konnte auch in diesem Berichtsjahr wieder ein vielfältiges Spektrum an Aufträgen planmäßig weitergeführt bzw. realisiert werden.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Abwicklung der Projekte

Das Geschäftsjahr 2023 war in den Regionen Ost und Süd/West insbesondere durch die Akquisition sowohl bei neuen Kunden als auch bei Bestandskunden geprägt. In der Region West lag der Schwerpunkt neben der Akquisition auf der Realisierung bestehender Großprojekte, die gegenüber dem Vorjahr jedoch einen geringeren Umfang hatten. Dadurch war in der Region West ein deutlicher Umsatzrückgang zu verzeichnen. In der Region Ost fiel die Akquisition neuer Aufträge allerdings aufgrund der oben beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Unser Geschäftsverlauf spiegelt im Wesentlichen die beschriebenen Marktverhältnisse wider.

Bei den Umsatzerlösen und der Betriebsleistung war im Vergleich zum Vorjahr, ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, was im Wesentlichen auf die gesunkenen Auftragszugänge insbesondere in den Regionen Ost und West zurückzuführen ist.

Der Auftragsbestand der Gesellschaft liegt zum Bilanzstichtag bei EUR 7,0 Mio. (i. Vj. EUR 8,5 Mio.).

2.2.2 Personalentwicklung

Der durchschnittliche Personalbestand von 72 (i. Vj. 71) Arbeitnehmern ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Zum 31. Dezember 2023 waren 71 (zum 31. Dezember 2021: 74) Arbeitnehmer bei der TVF beschäftigt.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Betriebsleistung 15.764 100,00 22.182 100,00 -6.418
Materialaufwand -9.016 68,97 -15.298 68,97 6.282
Personalaufwand -3.441 15.17 -3.364 15.17 -77
Abschreibungen -44 0,18 -40 0,18 -4
Betriebs-, Verwaltung- und Vertriebsaufwendungen -2.450 12,09 -2.681 12,09 231
Aufwendungen für die Betriebsleistung -14.951 -96,40 -21.383 -96,40 6.432
Betriebsergebnis 813 3,60 799 3,60 14
Sonstige Ergebniskomponenten -128 -98 -30
Ergebnis vor Ertragsteuern 685 701 -16
Ertragsteuern -219 -202 -17
Ergebnis 466 499 -33

Die Auftragslage war im Geschäftsjahr durch den gesunkenen akquirierten Auftragsbestand aus dem Vorjahr diverser Großprojekte in der Region West sowie neuen Aufträgen in den Regionen Süd/West und Ost geprägt. Der Rückgang aus Großprojekten konnte nicht in gleichen Umfang durch neue Aufträge kompensiert werden, wodurch die Betriebsleistung gegenüber dem Vorjahr gesunken ist.

In Folge des weiterhin bestehenden Fachkräftemangels mussten Aufträge nach wie vor in stärkerem Umfang unter Einbezichung von Nachauftragnehmern realisiert werden. Durch den hohen Anteil an geräteintensiven Projekten haben sich insbesondere die Treibstoff- und Instandhaltungsaufwendungen erhöht.

2.3.2 Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft entwickelte sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Ergebnis 466 499
Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 44 40
Veränderung der Rückstellungen -981 525
Veränderung der Aktiva und Passiva 549 -1.055
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 78 9
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -75 -14
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 3 -5

Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Kassenbestand 7 4 3
7 4 3

Die laufenden Investitionen des Geschäftsjahres 2023 betrafen ausschließlich Ersatzinvestitionen in Fahrzeuge und Geschäftsausstattungen. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus dem operativen Cash Pool.

Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling-System der ALBA Group plc & Co. KG mit Konten- Clearing-Verfahren einbezogen. Die Bereitstellung von Kreditlinien im Cash Pooling erfolgt durch die ALBA Group plc & Co. KG. Der Zahlungsverkehr wird über die bei den Kernbanken der ALBA Group plc & Co. KG unterhaltenen Kontokorrentkonten abgewickelt.

2.3.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Aktiva
Anlagevermögen 132 1,7 101 0,9 31
Vorräte 6.667 86,2 7.250 65,5 -583
Sonstiges Umlaufvermögen sowie Rechnungsabgrenzungsposten 939 12,1 3.710 33,6 -2.771
7.738 100,0 11.061 100,0 -3.323
Passiva
Eigenkapital 4.350 56,2 3.884 35,1 466
Rückstellungen 604 7,8 1.585 14,3 -981
Sonstiges Fremdkapital 2.784 36,0 5.592 50,6 -2.808
7.738 100,0 11.061 100,0 -3.323

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um 30,0% gesunken. Die Eigenkapitalquote ist um 21,1 %-Punkte auf 56,2 % gestiegen. Absolut hat sich das Eigenkapital durch den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres erhöht.

Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt, wobei die Anlagenquote um 0,8%-Punkte auf 1,7 % gestiegen ist. Die Erhöhung des Anlagevermögens um TEUR 31 resultiert insbesondere aus den planmäßigen Abschreibungen TEUR 44 denen Ersatzinvestitionen in Fahrzeuge und Geschäftsausstattungen in Höhe von TEUR 75 gegenüberstehen. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr absolut um TEUR 3.343 vermindert. Dies resultiert im Wesentlichen aus den um TEUR 426 reduzierten Vorräten aus unfertigen Leistungen sowie den um TEUR 2.991 gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Einhergehend mit der insgesamt niedrigeren Betriebsleistung und den gesunkenen unfertigen Leistungen haben sich insbesondere die Rückstellungen um TEUR 981, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.257 sowie die Verbindlichkeiten aus Factoring um TEUR 1.387 reduziert.

3 Prognose-, Chancen und Risikobericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Einschätzung der Entwicklung der TVF basiert auf derzeitigen Erwartungen und Annahmen bezüglich der Auswirkungen zukünftiger Ereignisse und wirtschaftlicher Bedingungen auf die operativ tätigen Gesellschaften.

Der Auftragsbestand der TVF per 31. Dezember 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken und deckt rechnerisch ca. 54% des geplanten Umsatzes ab.

Der intensivere Wettbewerb im Markt durch Unternehmen, die traditionell nicht im Rückbau- und Sanierungsgewerbe tätig sind, bleibt weiter bestehen und erhöht den Druck auf die Margen. Investitionen im öffentlichen Sektor sind durch die Konjunkturaussichten der deutschen Volkswirtschaft und den daraus folgenden politischen Entscheidungen von hoher Unsicherheit geprägt.

Der Wirtschaftsbau ist zwar auch verhalten, aber von weniger Unsicherheit geprägt und als verlässlicher zu betrachten, da die beauftragenden Unternehmen verpflichtet sind Auflagen zu erfüllen. Die allgemeine Baukostenentwicklung und der starke Anstieg ihrer laufenden Sach- und Personalaufwendungen wird sich bremsend auf die Nachfrage nach Neubauten und damit einhergehend auch auf den Bedarf von "freiwilligem" Rückbau- und Abbruchleistungen auswirken.

Dies lässt insgesamt in den nächsten Monaten eine rückläufige Umsatzentwicklung erwarten.

3.2 Geschäftsentwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 15.984 TEUR realisiert. Der Anstieg gegenüber dem Plan (12.970 TEUR) ist insbesondere auf die in der Region West in der Realisierung befindlichen Großprojekte und den Auftragszuwachs in der Region Süd/West zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 685 TEUR (Plan: 726 TEUR).

Im Berichtsjahr haben die gestiegenen Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten zu einer zurückhaltenden Investitionstätigkeit und damit zu einer rückläufigen Auftragsvergabe in allen Regionen geführt, so dass der Umsatzanstieg überwiegend durch bereits laufende Projekte realisiert wurde. Allerdings ist auf Grund der politisch getriebenen Energiewende sowie wegen EU und nationaler Auflagen damit zu rechnen, dass es einige neue Projekte geben wird, welche in die Expertise der TVF passen. Auch aus der Beseitigung der maroden Infrastruktur im Straßen-/Brückennetz der Bundesrepublik wird in den kommenden Jahren mit weiteren Aufträge gerechnet.

Die Geschäftsführung der TVF plant für das Geschäftsjahr 2024 ein an die derzeitigen Gegebenheiten angepasstes aber steigendes Umsatz- und Ergebnisvolumen im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zielstellung kann bei einer Stabilisierung des erreichten Leistungsniveaus des Geschäftsjahres in den Hauptgeschäftsfeldern der TVF als realistisch eingeschätzt werden.

Zur Sicherung der für den weiteren Geschäftsbetrieb benötigten liquiden Mittel ist die TVF in die Finanzstruktur der ALBA Europe Holding KG eingebunden.

3.3 Chancen und Risiken

Da die TVF fachlich (Zertifizierungen) alle Voraussetzungen hat, besteht für die Gesellschaft die Chance, im traditionellen Rückbau- und Sanierungsgeschäft ein vielfältiges Spektrum an Aufträgen bis hin zu sehr umfangreichen und technologisch anspruchsvollen Projekten abzuwickeln. Die von dem jeweiligen Auftraggeber vorgegebenen und teilweise häufig weit über den gesetzlichen Anforderungen liegenden Standards und Kriterien sowie die in diesem Zusammenhang verstärkte Einbeziehung von Sachverständigen und Gutachtern erfordern auch weiterhin eine ständige Ausbildung des TVF-Fachpersonals, das Bündeln von Fachkompetenz und der spezifischen Gerätetechnik, um auch künftig erfolgreich technisch-technologisch anspruchsvolle Projekte realisieren zu können.

Die Energiewende bietet im Abbruch- und Recycling Sektor zahlreiche Geschäftschancen. Mit dem verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien steigt die Nachfrage nach dem Rückbau von alten konventionellen Energieanlagen. Unternehmen, die sich auf den fachgerechten und umweltfreundlichen Rückbau solcher Anlagen spezialisiert haben, können von diesem wachsenden Markt profitieren.

Zusätzlich bieten sich im Abbruch- und Recyclingsektor auch Chancen für Unternehmen, die sich auf das Upcycling von Materialien spezialisieren. Durch die Wiederverwendung und Aufbereitung von Baustoffen und anderen Materialien können Ressourcen geschont und Kosten gespart werden. Unternehmen, die hier nachhaltige Lösungen anbieten, können sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Insgesamt eröffnet die Energiewende also auch im Abbruch- und Recyclingsektor vielfältige Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen, wie die TVF, die sich auf nachhaltige und innovative Lösungen spezialisiert haben.

Dennoch ist die Gesellschaft im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Das Risikomanagement ist daher ein integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und unternehmerischen Entscheidungen. Es stützt sich auf das auf Unternehmens- und Gruppenebene eingesetzte Planungs-, Berichts- und Informationssystem und wird ergänzt durch eine ständige Überwachung aller Finanzströme. Mit Hilfe dieses Risikomanagementsystems werden die bestehenden und künftigen Risiken analysiert und bewertet. Für identifizierte Risiken werden geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet und überwacht. Das Risiko-Managementsystem ist eng mit dem Controlling System und der strategischen Planung verbunden.

Risiken bestehen in schwer kalkulierbaren schwankenden Marktpreisen sowie neuen gesetzlichen Regelungen, die sich insbesondere auf geplante Schrotterlöse, Aufwendungen für Subunternehmerleistungen und insbesondere bei geräteintensiven Projekten - auf Diesel- und Entsorgungskosten auswirken können.

Die genannten Faktoren können vor allem bei bereits geschlossenen Verträgen mit Pauschalpreisen zu Risiken im Projektergebnis führen. Vor diesem Hintergrund ist verstärkte Vorsorge durch zeitnahe Vertragsbindung auf Festpreisbasis für bezogene Leistungen zu treffen.

Die anhaltende Ungewissheit über die Folgen der Ukrainekrise stellt ein zusätzliches Marktrisiko dar, dessen Auswirkung auf die zukünftige Geschäftsentwicklung und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aktuell nicht abschätzbar ist.

Aufgrund unserer Bestandsaufnahme der Risiken, unserer Einschätzung derer Eintrittswahrscheinlichkeiten und der Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen sind wir der Ansicht, dass Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, nicht bestehen.

 

Cottbus, den 26. April 2024

Kemper, Geschäftsführer

Kay, Geschäftsführer

Krull, Geschäftsführer

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