Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Deloitte Services GmbH
Lutherstraße 51, 02826 Görlitz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Jehle seit 11.3.2026 | Prokura |
Matthias Veit seit 11.3.2026 | Prokura |
Maren Hauptmann seit 2.8.2024 | Geschäftsführer |
Ted Choe seit 4.6.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Deloitte Services GmbHGörlitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024Bilanz zum 31. Mai 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024Vorbemerkungen Sitz der Gesellschaft ist Am Siemens Innovationscampus, Lutherstraße 51, Gebäude 27, 02826 Görlitz, Deutschland. Sie wird im Handelsregister beim Amtsgericht Dresden unter der Nummer HRB 42020 geführt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie unter Berücksichtigung rechtsformspezifischer Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Da die Merkmale für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft zum 31.05.2024 an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen vorliegen, gelten nach § 267 Abs. 4 HGB erstmals die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und Lesbarkeit des Abschlusses werden Angaben vollständig im Anhang wiedergegeben. Die laufende Nummerierung verweist auf die entsprechenden Abschlussposten. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB vorgenommen, die Gliederung gemäß §§ 266 bzw. 275 HGB. Der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren zugrunde gelegt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs bei Zugang erfasst und zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Erträge bzw. Aufwendungen werden im Jahresabschluss der Gesellschaft unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt für anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Dabei werden die Zugänge vom Monat der Anschaffung an pro rata temporis abgeschrieben. Zugänge zu Wirtschaftsgütern mit Netto-Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt und beginnend mit dem Jahr der Anschaffung linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren aufgelöst. Wirtschaftsgüter mit Netto-Anschaffungskosten unter € 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die unter den Vorräten ausgewiesenen in Arbeit befindlichen Aufträge sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips aktiviert. In die Herstellungskosten werden neben den Pflichtbestandteilen auch angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs und für freiwillige soziale Leistungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die weiterbelastbaren Auslagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag erfasst. Notwendige Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen. Für die in Arbeit befindlichen Aufträge wurden zudem auf Grundlage von Erfahrungswerten pauschalierte Wertberichtigungen in ausreichender Höhe gebildet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. zum Barwert abzüglich angemessener Pauschalwertberichtigungen bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich mit Nennwerten angesetzt. Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag Aufwand darstellen, werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu ihrer Erfüllung notwendigen Betrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verpflichtungen und Risiken angemessen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Die Aufgliederungen und Bewegungen des Anlagevermögens ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. (1) Vorräte Als in Arbeit befindliche Aufträge werden die bis zum Stichtag angefallenen Leistungen (Arbeitsstunden, Honorare und Auslagen) erfasst, die einem Auftrag zuzurechnen sind, für den die Leistung zum Abschlussstichtag noch nicht realisiert ist. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Saldierungen werden gesellschaftsbezogen und laufzeitkonform vorgenommen. Die Aufteilung gemäß § 265 Abs. 3 HGB ergibt sich wie folgt:
Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 168.706,35) Beträge im Sinne von § 268 Abs. 4 Satz 2 HGB enthalten. Es handelt sich um Ansprüche gegen die Finanzverwaltung. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von € 5.000,00 (Vorjahr: € 5.000,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. (3) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt und entfällt vollständig auf die Alleingesellschafterin Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf. (4) Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer. (5) Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen und ausstehendende Eingangsrechnungen enthalten. (6) Verbindlichkeiten Die Besicherungen sowie die Laufzeiten der jeweiligen Verbindlichkeiten sind dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen:
Die Saldierungen werden gesellschaftsbezogen und laufzeitkonform vorgenommen. Sobald die Verbindlichkeiten als mittel- oder langfristig klassifiziert sind, erfolgt keine Saldierung. Die Aufteilung gemäß § 265 Abs. 3 HGB ergibt sich wie folgt:
Die Deloitte Services GmbH, Görlitz, hat von der Gesellschafterin Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf, ein Darlehen in Höhe von € 1.998.000,00 zur Finanzierung des Geschäftsbetriebes erhalten. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (7) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Beratungsleistungen und werden überwiegend im Inland erzielt. (8) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 4.188.528,42) aus Kostenerstattungen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 7.036,99 (Vorjahr: € 15.659,24) enthalten. (9) Personalaufwand Die Aufwendungen für bezogene Leistungen wurden, unverändert zum Vorjahr, als Honorare im Personalaufwand ausgewiesen. In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind keine Aufwendungen für Altersversorgung enthalten. Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter 1 betrug:
Geschäftsführer, Auszubildende, Praktikanten und Zeitarbeitskräfte und Ruhende sind in den Durchschnittswerten nach HGB nicht enthalten. Ruhende Arbeitsverhältnisse betreffen unter anderem Freistellungen und Entsendungen. (10) Sonstige betriebliche Aufwendungen Dieser Posten enthält im Wesentlichen Aufwendungen für im Verbundbereich weiterbelastete Verwaltungsaufwendungen und allgemeine Büroaufwendungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 47.997,62 (Vorjahr: € 2.577,05) enthalten. (11) Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 102.528,92 (Vorjahr: € 51.152,07) enthalten. Sonstige Angaben Die Deloitte Services GmbH, Görlitz, ist eine Tochtergesellschaft der Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf. Die Anteile an der Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf, werden am Bilanzstichtag ausschließlich von der Deloitte Consulting Management GmbH & Co. KG, München, gehalten, die ihrerseits über die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte ein verbundenes Unternehmen der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, ist. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist die Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf. Der Konzernabschluss der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Gesamthonorar des bestellten Abschlussprüfers Die Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB bzgl. des Gesamthonorars des bestellten Abschlussprüfers wurden in Anspruch genommen. Mindestbesteuerung Das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz) sowie ausländische Mindeststeuergesetze haben nicht zu einer Änderung des Steueraufwand/-ertrag für das Geschäftsjahr 2023/2024 geführt. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Deloitte Consulting Management GmbH & Co. KG, München, entsprechend den steuerrechtlichen Vorschriften. Die Deloitte Services GmbH, Görlitz, ist in einen Cash-Pool mit der Deloitte Consulting Management GmbH & Co. KG, München, einbezogen. Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung gegenüber den kontoführenden Kreditinstituten. Zwischen den in den Cash-Pool einbezogenen Gesellschaften ist die Haftung im Innenverhältnis auf einen vertraglichen Höchstbetrag von Mio. € 5 begrenzt. Das Cash-Pool-Konto der Deloitte Consulting Management GmbH & Co. KG, München, weist zum 31. Mai 2024, wie zum Vorjahresstichtag, ein Guthaben aus. Aufgrund der positiven finanziellen Ausstattung des gesamten Konzerns rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von € 440.358,27 und betreffen im Wesentlichen Mieten von Immobilien gegenüber verbundenen Unternehmen. Geschäftsführer Nicolai Andersen, CEO, Hamburg (bis zum 31.07.2024) Maren Hauptmann, CEO, München (ab dem 01.08.2024) Ted Choe, COO, München (ab dem 01.06.2023) Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe des Jahresüberschusses 2023/2024 von € 473.722,71 auf neue Rechnung vorzutragen.
Görlitz, 17. Oktober 2024 Deloitte Services GmbH - Geschäftsführung - Maren Hauptmann Ted Choe Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024I. Das Geschäftsmodell der Deloitte Services GmbH, Görlitz Die Deloitte Services GmbH, Görlitz, (nachfolgend auch kurz Deloitte) zählt zu den führenden Beratungsunternehmen in Deutschland. Wir sind Mitglied im weltweiten Netzwerk von Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL). Die Mitgliedsunternehmen von DTTL sind in mehr als 150 Ländern weltweit vertreten. Die Gesellschaft betreibt ihre Geschäftsaktivitäten am Sitz der Gesellschaft in Görlitz sowie wesentliche Teile der internen Verwaltung an der Zweigniederlassung in Düsseldorf. Grundlage unserer Dienstleistungen ist das multidisziplinäre Geschäftsmodell (AIO) innerhalb von DTTL, das unser Portfolio in Beratung (Advise), Implementierung (Implement) und Betrieb (Operate) über Marktaktivierung, Thought Leadership, innovative Lösungen und kundenspezifische Produkte einteilt. Damit sind wir weit mehr als eine Professional Services Firm: Wir sind die erste Anlaufstelle für die weltweit führenden Organisationen und die besten Talente. Wir vereinen die klügsten Köpfe mit den umfangreichsten Spezialgebieten, um komplexe Herausforderungen zu lösen und transformativen Wert für unsere Kunden 1 zu schaffen. Fokus dabei ist die Erbringung von Dienstleistungen im administrativen & technischen Umfeld für den öffentlichen wie auch für den privaten Sektor - insbesondere in den Bereichen IT-Management, IT-Strategie, IT-Architektur, Cloud, Entwicklung & Betrieb, Testmanagement, Change Management sowie Projekt- und Prozessmanagement. Unsere Leistungen basieren auf tiefer Branchenexpertise, die wir mit interdisziplinärem Fachwissen sowie ganzheitlichem technologischen Know-how verknüpfen. So ist es uns möglich, Kunden aus allen Wirtschaftszweigen zu betreuen. Durch die fortschreitende digitale Transformation der Wirtschaft verlagert sich die Wertschöpfung zunehmend hin zu technologischen Lösungen. Wir investieren zielgerichtet in Technologien mit transformativem Potenzial - sowohl in die Technologie und die dazugehörigen Plattformen selbst, als auch in die Fertigkeiten unserer Mitarbeiter. Hier setzen wir bewusst Schwerpunkte, z.B. in den Bereichen Cloud, datenbasierte Produkte und Dienstleistungen sowie Künstliche Intelligenz (KI). Unser hochklassiges KI-Ökosystem besteht aus tiefer Expertise in unseren Deloitte Instituten und strategischen Partnerschaften mit akademischen Forschungsgruppen, Start-ups, Innovatoren, erfahrenen KI-Visionären, mit denen wir zusammen Schlüsselbereiche der künstlichen Intelligenz, einschließlich Risiken, Richtlinien, Ethik, Zukunft der Arbeit und Talente sowie angewandte KI-Anwendungsfälle erforschen und unseren Kunden dabei helfen, diese Technologie ein- und umzusetzen. Neben diesen technologischen Aspekten basiert unser Geschäftsmodell und damit die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft auf einer Vielzahl von hochqualifizierten und engagierten Mitarbeitenden. Die Talente erwarten interdisziplinäre Aufgaben, flexible Formen der Zusammenarbeit und Entwicklungsmöglichkeiten. Als "People Business" investieren wir daher permanent in die Förderung unserer Mitarbeitenden und die Gewinnung neuer Talente. Unsere HR-Strategie basiert daher einerseits auf den Anforderungen aus unseren Geschäftsbereichen und folgt auf der anderen Seite einer Ausrichtung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Konkret unterstützen wir das Wachstum von Deloitte durch die besten Talente und einzigartige Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten. Eine große Bedeutung haben Antworten auf Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialfragen gewonnen, sowohl in der Beratung unserer Kunden als auch in der eigenen Zielsetzung. Themen wie Klimawandel, Menschenrechte, Ressourcenverbrauch und Gemeinwohl werden nicht nur für Unternehmen immer wichtiger, sondern auch für Investoren, Kunden und die breite Gesellschaft, die kontinuierlich mehr Engagement für eine nachhaltige Entwicklung einfordern. Wir beraten unsere Kunden, wie sie Nachhaltigkeit in ihrer Organisation und Unternehmensstrategie verankern können - mit positiven Effekten für Wachstum und Ergebnis. Dabei unterstützen wir sie, wichtige ökologische, soziale und unternehmerische Belange zu adressieren, und gleichzeitig die Erwartungen ihrer externen wie internen Stakeholder bestmöglich zu erfüllen. Unsere Experten beraten von der strategischen Planung und nachhaltigen Finanzierung über die Integration von Nachhaltigkeit in Unternehmensprozesse und Wertschöpfungsketten bis hin zum Reporting. Für das Netzwerk Deloitte selbst steht die Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie. Als globale Organisation haben wir uns verpflichtet, bis 2040 Netto-Null- Emissionen zu erreichen - zehn Jahre früher als im Pariser Klimaabkommen vorgesehen. Neben den weiterhin gültigen kurzfristigen Klimazielen bis 2030 wurde auch das langfristige Netto-Null-Ziel 2040 von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validiert. Auf diese Klimaziele zahlen wir in Deutschland ein. Konkrete Zielgrößen, Maßnahmen und ihr aktueller Fortschritt können unserem Nachhaltigkeitsbericht entnommen werden. 2 Deloitte ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Wir wollen unser Wissen und unsere Expertise nutzen, um berufliche Fähigkeiten zu entwickeln, Bildungsergebnisse zu verbessern und Chancen für diejenigen zu schaffen, die zurückgelassen werden. Aus diesem Grund hat das Netzwerk Deloitte die WorldClass-Initiative ins Leben gerufen, mit der bis zum Jahr 2030 weltweit 100 Millionen Menschen erreicht werden sollen. In Deutschland leistet das Netzwerk Deloitte seinen Beitrag zur WorldClass-Initiative durch die langfristige Unterstützung von Bildungsinitiativen und -projekten zur Förderung benachteiligter junger Menschen. In diesem Sinne unterstützt das Netzwerk Deloitte die Erreichung 3 der UN Sustainable Development Goals (SDGs)4 und konzentriert sich hier insbesondere auf die SDGs 4 "Hochwertige Bildung", 8 "Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum" und 17 "Partnerschaften zur Erreichung der Ziele".
2
https://www2.deloitte.com/de/de/pages/about-deloitte/articles/nachhaltigkeitsbericht.html
II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das vergangene Berichtsjahr von Juni 2023 bis Mai 2024 war gesamtwirtschaftlich geprägt von Rezessionstendenzen und geopolitischen Spannungen. Die Wirtschaft startete mit einem leicht positiven ersten Quartal (+0,2 %) in das Berichtsjahr, danach schrumpfte sie im zweiten Quartal um 0,4 %, verbesserte sich im dritten Quartal des Berichtsjahres auf 0,2 % und ging dann wieder um 0,1 % zurück. 5 Insgesamt war Deutschland im Kalenderjahr 2023 in der Rezession, die Wirtschaftsleistung ging um 0,3% zurück. 6 Die Industrie litt weiterhin unter hohen Energiepreisen, wobei die Produktion in der energieintensiven Industrie bis Januar 2024 deutlich zurückging und sich dann leicht erholte. Ähnlich verlief die Entwicklung generell im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe. Hier nahm die Produktion zunächst ab, stieg jedoch seit Beginn des Jahres 2024 wieder an, jedoch ohne das Ausgangsniveau zu Beginn des Berichtsjahrs (Juni 2023) zu erreichen. 7 Auch die Produktion im Dienstleistungssektor ist in der ersten Hälfte des Berichtsjahres zurückgegangen, verzeichnet seit Januar 2024 aber eine Erholung. 8 Im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung standen die Inflationsentwicklung und die Bekämpfung der Inflation durch die Europäische Zentralbank (EZB). Im Laufe des Berichtsjahres ging die Inflation deutlich zurück. Von 6,4 % im Juni 2023 reduzierte sie sich auf 2,4 % im Mai 2024, was jedoch immer noch über dem von der EZB definierten Inflationsziel von 2 % liegt. Die Kerninflation, die die Preisentwicklung ohne die stark volatilen Komponenten Nahrungsmittel und Energie berücksichtigt, sank zwischen Juni 2023 und Mai 2024 ebenfalls von 5,8 % auf 3,0 %. 9 Maßgeblich dazu beigetragen haben weitere Zinsanstiege der EZB. So stieg der Leitzins im Geschäftsjahr um weitere drei Schritte von 3,75 % Anfang Juni auf 4,5 % im September 2023, den höchsten Stand seit 2001. 10 Die Zinserhöhungen trugen zur Senkung der Inflation bei, hatten allerdings auch Auswirkungen auf das Wirtschaftsklima. Die Kosten von Krediten stiegen und belasteten damit die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Dies führte insbesondere im Immobiliensektor zu einer Kontraktion.
5 Statistisches Bundesamt, Bruttoinlandsprodukt:
Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 2.
Quartal 2024, 27. August 2024,
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/08/PD24_325_811.html#:~:text=WIESBA
DEN%20%E2%80%93%20Das%20Bruttoinlandsprodukt%20(BIP),Schnellmeldung%20vom%2030.%20Juli%202024.
Andererseits trug der Rückgang der Inflation zu einem Anstieg der Realeinkommen bei. 11 Positiv für den privaten Konsum war der stabile Arbeitsmarkt. Trotz wirtschaftlicher Spannungen und Rezessionssorgen blieb die Arbeitslosenquote konstant bei einem Durchschnitt von 5,8 % im Zeitraum des Geschäftsjahres. 12 Der anhaltende Fachkräftemangel dürfte hierbei eine zentrale Rolle spielen. Herausforderungen für Unternehmen Das Geschäftsjahr entwickelte sich makroökonomisch in zwei Phasen, insbesondere das erste Halbjahr stellte deutsche Unternehmen vor vielfältige Herausforderungen, einschließlich der anhaltenden Auswirkungen des Ukraine-Konflikts, sowie des neuen Konflikts im Nahen Osten. Zusätzlich belasteten die Inflation und eine rückläufige Nachfrage aus wichtigen Hauptexportmärkten die Wirtschaft. Dies spiegelte sich im Deloitte CFO Survey Herbst 2023 wider, 13 der einen signifikanten Rückgang der Geschäftsaussichten aufzeigte. Damit gingen sinkende Investitions- und Einstellungspläne einher. Unter den Risiken dominierten Arbeitsmarktrisiken, insbesondere ein Mangel an Fachkräften und steigende Lohnkosten. Im Laufe der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres hat sich die Lage der Unternehmen allmählich gebessert, was auch der Deloitte CFO Survey Frühjahr 2024 zeigte. 14 Die Aussichten für binnenmarktorientierte Branchen verbesserten sich aufgrund sinkender Inflation und erwarteter Zinssenkungen. Hingegen sahen exportorientierte Branchen eher trübe Aussichten. Geopolitische Risiken lasteten insbesondere auf Firmen mit globaler Ausrichtung. b) Branchenentwicklung Consultingmarkt wächst auch 2023 Die Consultingbranche in Deutschland setzte im Jahr 2023 ihr Wachstum weiter fort. 15 Allerdings fiel der Anstieg mit 7,2 % (Vorjahr: 15 %) auf 46,7 Milliarden € geringer aus. Neben transformativen Beratungsfeldern stiegen die Umsätze gerade in innovativen Bereichen wie Künstlicher Intelligenz oder Nachhaltigkeit deutlich. Für 2024 erwartet der Bundesverband der Deutschen Unternehmensberatungen einen Anstieg von 10,3 % auf 51,5 Milliarden €. 77 % der Beratungen erwarten im Jahr 2024 eine positive Entwicklung ihres Umsatzes, 21 % prognostizieren einen Umsatzanstieg von mehr als 15 %. Kritische Wachstumsfaktoren sind vor allem die Gewinnung zusätzlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine höhere Auslastung.
11 Destatis, Entwicklung der Reallöhne,
https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Realloehne-Nettoverdienste/Tabellen/reallohnentwicklung-quartal.html
Ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichneten Energie- und Wasserversorgung (10,8 %), Versicherungen (10,1 %) und Fahrzeugbau (9,9 %). Von den weiteren Kundenbranchen wuchs der Bereich IT & Telekommunikation mit 8,8 % überdurchschnittlich. Medien & Entertainment sowie Professional Services verzeichneten ein Wachstum von jeweils 9,7 %. Ebenfalls überdurchschnittlich wuchsen die Felder Strategieberatung und Human Resources Beratung. Bei der Organisations- und Prozessberatung sowie der IT-Beratung ragten besonders die Themen Nachhaltigkeit, Digitalstrategie und Künstliche Intelligenz heraus. Stark nachgefragt wurde auch die Sanierungs- und Insolvenzberatung. 2. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft erzielte einen Umsatz von 16.267 T€, der damit im Vergleich zum Vorjahr (6.777 T€) um 9.490 T€ gestiegen ist. Trotz geopolitischer Unsicherheiten, überdurchschnittlicher Inflationsraten und eines wettbewerbsintensiven Fachkräftemarktes konnte die Deloitte Services GmbH die hohen Erwartungen für das Geschäftsjahr erfüllen. Unterstützt wurde das Gesamtwachstum durch eine starke Position im Cloud-Geschäft (Cloud Development, Cloud Infrastrukturen), IT-Consulting und im Semiconductor-Umfeld. Die Nachfrage für Transformationsleistungen blieb über alle Sektoren hinweg hoch. Durch die geopolitischen Krisen und die zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit hat der Druck auf Unternehmen zur ganzheitlichen Transformation weiter zugenommen. Dabei sind Künstliche Intelligenz, Cloud-Technologie, Nachhaltigkeit und Lieferketten-Resilienz wesentliche Treiber der Transformation. Vor allem durch die wachsende Bedeutung von Generativer Kl sehen viele Kunden die Notwendigkeit, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken, um sich für die Zukunft zu positionieren. Deloitte hat sich auf diese Entwicklung vorbereitet und bereits vor Jahren ein KI-Ökosystem aus global vernetzten AI-Instituten und strategischen Partnerschaften mit akademischen Forschungsgruppen, Start-ups, Innovatoren und weltweit agierenden Technologie- und Plattformanbietern gegründet. Der Ausbau der transformationsgetriebenen Servicebereiche wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter fortgesetzt und die Spezialistenteams in allen Servicebereichen gestärkt, unterstützt durch gestiegene Kapazitäten in den lokalen Delivery Centern sowie dem europäischen und globalen Delivery Network. Im Rahmen eines Allianz-Programms wurde darüber hinaus die Vernetzung und Zusammenarbeit mit externen Partnern vorangetrieben. In verschiedenen unternehmensübergreifenden Initiativen sowie dem eigenen Innovationsbereich, der "Garage", wurden neuartige Beratungsansätze entwickelt, um sowohl dem technologischen Fortschritt als auch dem dynamischen Marktgeschehen und den veränderten Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung der Gesellschaft herangezogen werden, sind:
* EBIT ist definiert als Ergebnis vor
Finanzergebnis und vor Ertragsteuern.
Im Vorjahr haben wir einen Umsatzanstieg im niedrigeren zweistelligen Prozentbereich (15-20%) prognostiziert. Durch die rasche Markterholung und die hohe Nachfrage nach den von uns angebotenen Leistungen wurde dies deutlich übertroffen. Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahr um 38 % angestiegen. In der Prognose des Vorjahres sind wir von einem Anstieg des EBITs in Höhe von 27 % ausgegangen, das damit deutlich übertroffen wurde. Dies resultiert insbesondere aus einem Anstieg der Gesamtleistung um rd. 123 % bei gestiegenen Personalaufwendungen um 67 %. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden (einschl. Geschäftsführern und ruhender Arbeitsverhältnisse) mit 81 im Geschäftsjahr 2022/2023 und 122 im Geschäftsjahr 2023/2024 um 41 angestiegen. Zum Stichtag 31. Mai 2024 waren bei Deloitte Services GmbH, Görlitz, 99 Mitarbeitende (einschl. Geschäftsführer und ruhender Arbeitsverhältnisse) beschäftigt, damit 38 (28 %) weniger als zum Vorjahresstichtag. Die im letzten Jahr geäußerte Erwartung eines Anstiegs um rd. 12 % bis 13 % wurde damit aus geschäftspolitischen Gründen nicht erreicht. Zu Informationen über qualitative Leistungsindikatoren bezüglich unserer Beschäftigten verweisen wir auf den Abschnitt 6. "Mitarbeitende". 4. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Umsatzerlöse von 16.267 T€ erzielt. In der Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen aus erbrachten, aber noch nicht abgerechneten Leistungen) ergab sich ein Anstieg auf 15.856 T€. Zur Entwicklung verweisen wir auch auf die Ausführungen im Abschnitt 2. "Geschäftsverlauf". Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert aus niedrigeren Kostenerstattungen. Die Zahl der Mitarbeitenden ist im Geschäftsjahr 2023/2024 um durchschnittlich 50 % gestiegen. Der Aufwand für Gehälter und Sozialabgaben ist im Wesentlichen aufgrund der höheren Mitarbeiteranzahl gestiegen. Die im Personalaufwand ausgewiesenen Honorare und zugehörigen Auslagen sind angestiegen und betrugen 4.197 T€ (Vorjahr: 598 T€). Der Anstieg ergibt sich aus dem gestiegenen Geschäftsvolumen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 2.811 T€, das entspricht einem Rückgang von 11 % im Vergleich zum Vorjahr, da insbesondere der Aufwand aus der Bedienung des Besserungsscheins entfallen ist (Vorjahr: 588 T€). Die Gesellschaft weist einen Jahresüberschuss von 474 T€ (Vorjahr: 498 T€) aus. 5. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Deloitte Services GmbH, Görlitz, beläuft sich zum 31. Mai 2024 auf 5.352 T€ (Vorjahr: 9.166 T€). Davon entfallen 2,9 % (Vorjahr: 2,0 %) auf Anlagevermögen und rund 97,1 % (Vorjahr: 98,0 %) auf Umlaufvermögen nebst Rechnungsabgrenzungsposten. Auf der Passivseite entfallen auf Rückstellungen 12,5 % (Vorjahr: 7,8 %) und auf Verbindlichkeiten 78,2 % (Vorjahr: 86,5 %). In Arbeit befindliche Aufträge haben sich um 97 % bzw. 411 T€ vermindert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 33 T€ (Vorjahr: 811 T€) und sind damit um 778 T€ zurückgegangen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden niedriger ausgewiesen, nämlich mit 3.135 T€, verglichen mit 5.499 T€ im Vorjahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von 246 T€ auf 7 T€ zurückgegangen. Im Vorjahr wurden hier insbesondere Steuererstattungsansprüche ausgewiesen. Die liquiden Mittel zum 31. Mai 2024 beliefen sich auf 1.998 T€ (Vorjahr: 1.998 T€). Die Gesellschaft ist in einen Cash-Pool mit der Deloitte Consulting Management GmbH & Co. KG (Cash-Pool-Master), München, einbezogen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf 12 T€ (Vorjahr: 3 T€). Sie beinhalten im Wesentlichen Beiträge für Berufsorganisationen. Das bilanzielle Eigenkapital ist von 523 T€ auf 499 T€ zurückgegangen, da der Vorjahresüberschuss vollständig ausgeschüttet wurde und das aktuelle Jahresergebnis niedriger ausgefallen ist. Die Steuerrückstellungen sind in Höhe von 124 T€ (Vorjahr: 0 T€) angestiegen. Die sonstigen Rückstellungen sind auf 543 T€ (Vorjahr: 715 T€) gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ein Darlehen, das in Höhe von 1.998 T€ als kurzfristig zu klassifizieren ist. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern enthalten. Die Finanzierungsstruktur ist mit 47 % (Vorjahr: 28 %) grundsätzlich mittel- bis langfristig zur Verfügung stehenden Passiva (Eigenkapital sowie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) als solide zu bezeichnen. Vor dem Hintergrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage wird die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als sehr gut beurteilt. 6. Mitarbeitende Die Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden stehen für uns im Mittelpunkt und ihr Einsatz ist unser weltweites Markenzeichen. Im Arbeitgeber-Ranking von Trendence konnten wir unsere Platzierungen in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Im Jahr 2024 haben uns rund 13.000 Studierende im Rahmen der Trendence Studie 16 zur #1 in den Branchen Consulting und Wirtschaftsprüfung gewählt. Damit rangieren wir mit Platz 9 im Gesamtranking erneut unter den Top 10. Die Platzierung bezieht sich auf die Kategorie "Beste Arbeitgeber für Studierende - Wirtschaftswissenschaften", für die rund 4.400 Teilnehmende befragt wurden. Diese Positionierung spiegelt sich auch in der sehr deutlich angestiegenen Anzahl an Bewerbungen von über 220.000 innerhalb des Deloitte-Konzerns wider (Vorjahr: 165.000, +35 %). Unter Ausschluss temporär Angestellter liegt die Anzahl eingegangener Bewerbungen bei ca. 132.000. Diverse Teams sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Deloitte. Im Deloitte-Konzern insgesamt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Mitarbeitende aus 103 (Vorjahr: 104) Nationen tätig. Der Anteil von Männern und Frauen unter den Beschäftigten in der Gesellschaft blieb mit 38 % bzw. 62 % stabil. Die Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden hat für uns hohe Priorität. Der Deloitte-Konzern ist als Ausbildungsbetrieb fest etabliert mit knapp 350 Auszubildenden und dual Studierenden in vier Ausbildungs- und neun Studiengängen, womit seit dem letzten Jahr 1 neuer Ausbildungs- und 2 neue Studiengänge eingeführt wurden. Zudem haben wir ein vielfältiges Schulungsangebot für alle Mitarbeitenden entwickelt. Insgesamt werden konzernweit mehr als 600 unterschiedliche Schulungen im Deloitte Learning Portal angeboten, davon sind knapp 70 % digitale Formate (synchron und asynchron). Hinzu kommen eine große Auswahl an externen digitalen Inhalten sowie auch zielgruppengerechte Learning Journeys, die bedarfsgerecht und individuell ausgeliefert werden - über mobilfähige Lernplattformen, Live-Events sowie auch hybride Trainingsformate. Die Gesamtzahl der durch Mitarbeitende im Konzern absolvierten Lernstunden lag im Geschäftsjahr 2023/2024 bei über 445.000 (Vorjahr: 335.000, +33 %) für alle Mitarbeitenden. Unter Ausschluss temporär Angestellter liegt die Anzahl absolvierter Lernstunden bei 399.000. Davon wurden ca. 63 % digital absolviert und mehr als 15.951 Lernstunden fanden an der Deloitte University EMEA statt (Vorjahr: 12.000, +33 %).
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https://www2.deloitte.com/de/de/pages/careers/articles/auszeichnungen.html
Die Anzahl intern absolvierter Lernstunden im Geschäftsjahr 2023/2024 lag bei der Deloitte Services GmbH, Görlitz, bei rund 2.293 Stunden, das entspricht rund 19 Stunden je Mitarbeiter. Wir geben unseren Mitarbeitenden mit der jährlich stattfindenden Employee Engagement Survey eine Stimme und haben die Messung des Engagements fest in unsere Unternehmenssteuerung integriert. Neben unseren wichtigsten Stärken (Zukunftsaussichten, respektvoller Umgang und gutes Verständnis des eigenen Beitrags zum Unternehmenserfolg) wurde auf Basis der Top-Handlungsfelder (Maßnahmenergreifung in Folge der Surveys und wahrgenommene Bedeutsamkeit der eigenen Arbeit) dieses Jahr der Fokus auf die tiefergehende Beschäftigung mit den Survey-Ergebnissen durch einen verbesserten Nachfolgeprozess gesetzt. Auf diese Weise soll die Employee Experience durch Maßnahmen gesteigert werden, die möglichst nah an der Erlebniswelt der Mitarbeitenden ansetzen. III. Risiko- und Chancenberichterstattung Die Deloitte Services GmbH, Görlitz, ist in den Deloitte-Konzern einbezogen und die dort implementierten Risikomanagementsysteme gelten deshalb auch für die Gesellschaft. Bei Deloitte unterhalten wir ein systematisches und umfassendes Risiko- und Qualitätsmanagement. Zur Identifizierung der Risiken für unser Geschäft beobachten wir vor allem Marktentwicklungen und die gesamtwirtschaftliche Lage sowie branchenspezifische Entwicklungen, insbesondere im regulatorischen Umfeld. Deren Auswirkungen beurteilen wir auf unsere Geschäftsentwicklung und die unserer Kunden unter wirtschaftlichen sowie unter sozialen und ökologischen Aspekten. Ferner bestehen Reputations- und operative Risiken, namentlich Qualitäts- und Personalrisiken sowie finanzielle Risiken. Diesen Risiken stehen auch Chancen gegenüber, die wir insbesondere in Transformationsprozessen, die sich aus der fortwährenden Digitalisierung, den Fragestellungen rund um künstliche Intelligenz aber auch weiterhin durch regulatorische Änderungen ergeben, und in der damit einhergehenden Marktdynamik sehen. Risiko- und Qualitätsmanagement Unser Risikomanagement- und Qualitätssicherungssystem zur Identifizierung, Vermeidung und Begegnung sowohl konzernübergreifender als auch geschäftsfeldspezifischer Risiken dient der Sicherstellung einer bestmöglichen internen Risikotransparenz und dadurch auch der Wahrung der Reputation von Deloitte. Es ist in die internationale Struktur zum Reputations-, Risiko- und Qualitätsmanagement von DTTL eingebunden. Mittels unseres Enterprise Risk Frameworks erfassen und beurteilen wir konzernübergreifend die für unser gesamtes Geschäft und unsere strategische Ausrichtung relevanten Risiken. Unser operatives Risiko- und Qualitätsmanagementsystem berücksichtigt darüber hinaus alle im Zusammenhang mit dem Anbieten und Erbringen unserer Leistungen bestehenden Qualitätsanforderungen, die sich aus gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften, aus berufsständischen Standards sowie auch aus ergänzenden Vorgaben des internationalen DTTL-Netzwerks heraus ergeben. Die Erfüllung dieser Vorgaben und Standards korrespondiert mit den Qualitätsansprüchen unserer nationalen und internationalen Kunden. Ein zentrales Element unseres Qualitätssicherungssystems sind die von uns installierten Systeme zur frühzeitigen Identifizierung sowie zur Vermeidung und Minimierung operativer Risiken im Zusammenhang mit der Kundenannahme und der Auftragsbearbeitung. Dazu gehören unter anderem im Rahmen des Know-Your-Client (KYC) eingerichtete Prozesse und Kontrollen zur Bekämpfung der Geldwäsche und zur Einhaltung sanktionsrechtlicher Vorschriften sowie die der Annahme neuer Aufträge vor - sowie bei der Annahme und Durchführung von Folgeaufträgen zwischengeschaltete - Risikoanalyse. Sich über mehrere Jahre erstreckende Beratungsaufträge unterliegen einer fortlaufenden Risikoüberwachung. Ein wichtiger Bestandteil ist ferner die Überprüfung unserer Auftrags- und übrigen Geschäftsbeziehungen auf mögliche Interessenkonflikte sowie die Identifizierung und Veranlassung von Maßnahmen zur Wahrung unserer beruflichen Unabhängigkeit. Flankierend erfolgt eine regelmäßige Überprüfung unserer qualitätssichernden Maßnahmen durch interne Qualitätskontrollen, die von Partnern aus jeweils anderen Standorten des Deloitte-Konzerns und/oder aus ausländischen Mitgliedsunternehmen des DTTL-Netzwerks durchgeführt werden. Die sichere Übertragung, Speicherung, Verarbeitung und Bereitstellung von personenbezogenen Daten und vertraulichen Informationen hat für unsere Geschäftstätigkeit und unsere Kunden weiterhin zunehmende Bedeutung. Die diesbezüglichen Risiken sind sowohl aufgrund der allgemeinen Zunahme von Cyberkriminalität als auch infolge des erfolgten Übergangs zu hybriden Arbeitsformen ("New Work") weiter gestiegen. Die Tatsache, dass zahlreiche Mitarbeitende teilweise von außerhalb des Büros arbeiten, stellt höhere Anforderungen an die Sicherheit der Datenverbindungen. Unser Risikomanagement begegnet den entsprechenden Risiken ebenso wie den grundsätzlich steigenden regulatorischen, technischen und kundenseitigen Anforderungen an unsere Informationssicherheit mit verstärkten Investitionen in unser Informationssicherheitsmanagementsystem und dessen kontinuierliche Weiterentwicklung. Mit den nach international anerkannten Standards erfolgten Zertifizierungen unseres Qualitätsmanagementsystems (ISO 9001:2015), unseres Informationssicherheitsmanagementsystems (ISO/IEC 27001:2013) und unseres Business-Continuity-Management-Systems (ISO 22301:2019) erfüllen wir die diesbezüglichen Anforderungen unserer Kunden und Geschäftspartner. Markt Unter gesamtwirtschaftlichen Aspekten sehen wir Risiken für die zukünftige Entwicklung des Deloitte-Konzerns in möglichen konjunkturellen Rückschlägen und strukturellen Unsicherheiten. Diesen sind wir und, branchenabhängig mit zum Teil erheblichen Unterschieden, unsere Kunden unmittelbar oder mittelbar ausgesetzt. Der anhaltende Ukraine-Krieg sowie weitere Konflikte führen ebenso wie die weltpolitischen Veränderungen u.a. durch diverse Wahlen und Wahlkämpfe zu einem Klima der Unsicherheit und des Wandels, welches sich auf die Wirtschaftsprognosen niederschlägt. Während sich Themen der Inflation zwischenzeitlich über die Geldpolitik wieder abgemildert haben, bestehen Prognosen über ein geringes Wirtschaftswachstum in Deutschland fort. Infolgedessen ist die Wahrscheinlichkeit eines moderaten Konjunkturabschwungs weiterhin nicht ausgeschlossen. Zusätzlich tragen angespannte Arbeitsmärkte und etwaige, unter anderem durch den fortwährenden Ukraine-Krieg bedingte Störungen der Lieferketten zu einer allgemeinen Unsicherheit für Konsumenten und Unternehmen bei. Weitere konjunkturelle Unsicherheitsfaktoren sehen wir in der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas. Diese ist auf der einen Seite von Erwartungen an eine verstärkte Wirtschaftstätigkeit nach COVID geprägt. Auf der anderen Seite stehen Liquiditätsengpässe im Immobiliensektor sowie eine höhere Staatsverschuldung des Landes. Zusätzliche Risiken liegen in einer weiteren Destabilisierung des Welthandels durch protektionistische Handelsbarrieren oder durch weitere internationale politische Konflikte. Ferner tragen der anhaltende Fortschritt der Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei gleichzeitig angespannter Arbeitsmarktlage zu einem wirtschaftlichen Strukturwandel bei, mit entsprechend disruptiven Auswirkungen in einzelnen Branchen. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen erhöht sich für uns das Risiko, dass wir Akquisitions- bzw. Wachstumsziele verfehlen bzw. nicht geplante Auftragsverluste erleiden. Diesen Risiken begegnen wir einerseits durch die Fortsetzung der digitalen Transformation unserer internen Geschäftsprozesse und durch eine geschäftsbereichsübergreifende Optimierung unserer Kapazitätssteuerung, verbunden mit einem bereichsübergreifenden Einsatz unserer entsprechend hoch qualifizierten Mitarbeitenden. Andererseits setzen wir auf die verstärkte und kontinuierliche Weiterentwicklung unseres innovativen Leistungsangebots, um unsere Kunden bei den zu erwartenden Veränderungen umfassend bedienen zu können. Geschäft Die traditionell größten Geschäftsrisiken unserer beruflichen Tätigkeit liegen in tatsächlich oder vermeintlich verursachten Schäden oder in der Nichteinhaltung gebotener Qualitätsanforderungen, die insbesondere Reputationsverlust, Schadensersatzansprüche, regulatorische Auflagen und Sanktionen sowie Auftragsverluste nach sich ziehen können. Zu deren Vermeidung, zumindest aber Minimierung, dient unser Risikomanagement einschließlich unseres internen Qualitätssicherungssystems. Den verbleibenden finanziellen Risiken, speziell solchen aus Schadensersatzansprüchen, begegnen wir, soweit versicherbar, durch einen entsprechenden Versicherungsschutz, den wir angepasst an den Umfang unserer Geschäftstätigkeit und die Größe unseres Konzerns in angemessenem Umfang abschließen. Personalbereich Motivierte und hoch qualifizierte Mitarbeitende sind die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs von Deloitte. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, der weiter zunehmenden Regulierungsdichte sowie rapide steigender technologischer Herausforderungen stellen die Gewinnung qualifizierter Mitarbeitender und deren langfristige Bindung an Deloitte eine weiterhin zunehmend große Herausforderung dar. Zur nachhaltigen Sicherung unserer fachlichen Kompetenz und Qualität investieren wir deshalb gezielt in die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die fachliche und persönliche Förderung unserer Mitarbeitenden. Kurz- und mittelfristig sehen wir bei der Gewinnung neuer Talente und in der Bindung qualifizierter Mitarbeitender aufgrund unseres Geschäftsmodells und der Marktpositionierung von Deloitte als Arbeitgeber mehr Chancen als Risiken. Weiter schätzen wir das langfristig jedoch die weiterhin fortschreitende Regulierung bei nachfolgenden Generationen zu einem unbeabsichtigten Attraktivitätsverlust und damit auch für uns zu einem größeren Beschaffungs- und Qualitätsrisiko führen könnte. Mit den inzwischen etablierten hybriden Arbeitsformen und den damit einhergehenden unterschiedlichen Anforderungen unserer Mitarbeitenden an Mobilität und Flexibilität im Arbeitsalltag, sehen wir uns weiteren Risiken und Herausforderungen gegenüber, denen wir mit geeigneten Initiativen und einer gezielten Steuerung von standort- und kundenbezogenen Mitarbeitereinsätzen begegnen. Steuerrisiken Steuerliche Risiken sehen wir insbesondere bei zukünftigen Betriebsprüfungen. Soweit nach unserer Einschätzung erforderlich werden steuerliche Risiken durch Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Die laufende Beurteilung erfolgt durch interne und externe Steuerexperten. Zur Minimierung der Risiken ist ein internes Kontroll- und Tax Compliance System etabliert. Finanzrisikobericht Im Zusammenhang mit unserer Tätigkeit sind wir naturgemäß auch Zins- und Währungsrisiken sowie Ausfall- und Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt. Unsere Liquidität wird zentral gesteuert. Bei allen Finanztransaktionen legen wir höchsten Wert auf die Bonität der Kontrahenten bzw. der Wertpapieremittenten. Bei Kreditinstituten überzeugen wir uns von deren Zugehörigkeit zu den deutschen Einlagensicherungssystemen sowie von der Zulässigkeit der Geschäftsbeziehungen nach den Vorschriften zur beruflichen Unabhängigkeit. Währungsrisiken werden von uns weitgehend vermieden, indem der weit überwiegende Teil unserer Leistungen in Euro abgerechnet wird. Zahlungsverpflichtungen in US-Dollar als der wesentlichen Fremdwährung ergeben sich überwiegend gegenüber Gesellschaften im DTTL-Netzwerk. Hier nutzen wir ein aktives Devisenmanagement und sichern Positionen in US-Dollar, wenn erforderlich, ab. Ausfallrisiken bestehen grundsätzlich in Bezug auf die von uns gehaltenen Finanzinstrumente, insbesondere im Zusammenhang mit Leistungsforderungen. Diese überwachen wir im Rahmen unseres Forderungsmanagements laufend und nutzen gegebenenfalls Sicherungsmöglichkeiten. Darüber hinaus steuern wir unsere Liquidität entsprechend. Die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Zusammenhang mit Finanzinstrumenten werden aufgrund der Art der Finanzinstrumente als gering eingestuft. Insgesamt beurteilen wir die Risiken aus dem Finanzbereich infolge unseres risikoaversen Agierens als gering. Zusammenfassung Insgesamt sehen wir für uns ein ausgeglichenes Chancen- und Risikoniveau. Den allgemein steigenden Risiken aufgrund der weiterhin unsicheren gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklung stehen Chancen gegenüber, die sich aus einer erwartet steigenden Nachfrage nach unseren Leistungen ergeben, insbesondere im Zusammenhang mit der fortschreitenden Transformation und Digitalisierung von Unternehmensprozessen, steigenden regulatorischen Anforderungen, hier unter anderem im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung, krisenbedingten Situationen wie zum Beispiel bei der Optimierung von Lieferketten, bei der Bewältigung von Cyberrisiken und -angriffen oder bei notwendigen Restrukturierungen. Ferner bedarf die Geschäfts- und Risikolage wegen der branchenweiten Haftungs- und Regulierungsrisiken sowie aufgrund des unverändert starken Wettbewerbs weiterhin einer intensiven und laufenden Beobachtung. Bestandsgefährdende Risiken für das Unternehmen sind nach unserer Einschätzung nicht erkennbar. IV. Prognosebericht Wirtschaftlicher Ausblick: langsamer Aufschwung Gegen Ende des Berichtszeitraumes gab es Indikatoren, die auf eine Belebung der Wirtschaft hindeuteten. Der PMI (Einkaufsmanagerindex), ein Frühindikator der wirtschaftlichen Aktivität, lag im Mai 2024 mit 52,4 Punkten im positiven Bereich, was eine leichte wirtschaftliche Erholung erwarten ließ (Werte über 50 signalisieren wirtschaftliches Wachstum). 17 Allerdings fiel der Index bis zum Herbst wieder in den kontraktiven Bereich, ein Anzeichen, dass die Konjunktur sich sehr volatil entwickelt. Grundsätzlich sind die Ausgangsbedingungen für eine leichte konjunkturelle Erholung gegeben. Vor allem die steigenden Realeinkommen durch den Rückgang der Inflation und steigende Löhne dürften die Konjunktur tragen. Die OECD prognostiziert für Deutschland eine Inflationsrate von 2,4 % im Jahr 2024 und 2,2 % im Jahr 2025. In der Eurozone liegt die Prognose bei 2,3 % für 2024 und ebenfalls 2,2 % für 2025. 18 Als Reaktion auf die zurückgehende Teuerung hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik gelockert und die Zinsen im Euroraum gesenkt. Der für den Finanzmarkt relevante Einlagenzins, zu dem Banken ihr Geld bei der EZB parken können, wurde am 17. Oktober 2024 um 0,25 Prozentpunkte auf 3,25 Prozent reduziert. Dies war bereits die dritte Leitzinssenkung der EZB in diesem Jahr. Höhere Realeinkommen, gepaart mit einem stabilen Arbeitsmarkt, dürften das Konsumentenvertrauen nach und nach stärken und die Binnennachfrage beleben, während gleichzeitig sinkende Zinsen Sparen unattraktiver machen. Somit könnte der private Konsum Wachstumsimpulse gegen Ende des Jahres 2024 und für 2025 setzen. Diese Wachstumsimpulse waren eigentlich schon für die zweite Jahreshälfte 2024 erwartet worden, werden aber durch hohe Unsicherheit gebremst. Im Laufe des Berichtsjahres sollten dann die sinkenden Zinsen auch positive Effekte auf die Investitionstätigkeit haben. Allerdings hat der industrielle Sektor mit großen Herausforderungen zu kämpfen, wie eine schwache Auslandsnachfrage und wachsende geopolitische Spannungen. 19 Hohe Energiepreise und eine intensive Regulierung erhöhen die Produktionskosten erheblich, was die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen beeinträchtigt. Damit fällt die Industrie als Wachstumsmotor aktuell aus, die Industrieproduktion 2024 dürfte laut dem Institut der deutschen Wirtschaft mit 2,5 Prozent deutlich unter der von 2023 liegen. 20 Insgesamt dürfte das Wachstum im Kalenderjahr bestenfalls stagnieren. Die Bundesregierung erwartet einen Rückgang des BIP um 0,2 Prozent, die OECD eine Stagnation mit positiven Vorzeichen (0,1 %). Für 2025 liegen die Wachstumsschätzungen dann bei 1,0 Prozent (OECD) beziehungsweise ganz leicht darüber bei 1,1 Prozent (Bundesregierung). 21
17 Trading Economics, Germany Composite PMI,
https://tradingeconomics.com/germany/composite-pmi
Damit dürfte sich im kommenden Kalenderjahr die konjunkturelle Lage bessern, ohne dass ein dynamischer Aufschwung einsetzt. Wesentlich für die weitere Entwicklung wird die Konsumlaune der Verbraucher sein, die Entwicklung der Investitionen angesichts fallender Zinsen sowie die weiteren geopolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die deutsche Exportwirtschaft. Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres für die Deloitte Services GmbH Die Wirtschaft in Deutschland und damit viele Unternehmen stehen weiterhin unter Druck, ausgelöst durch das schwache Wirtschaftswachstum und die politischen Verwerfungen ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine und die Eskalation in Nahost. Hinzu kommen die anhaltend hohe Nachfrage nach Fachkräften und deren Knappheit, sowie der Druck auf die Lieferketten zahlreicher Industrien. Diese Herausforderungen führen im Beratungsgeschäft gleichzeitig zu einem anhaltenden Bedarf der Unternehmen nach Unterstützung bei der Transformation. Dies gilt sowohl für die Digitalisierung als auch für die Dekarbonisierung und die Entwicklung eines nachhaltigen Geschäftsmodells. Damit einher geht die Anpassung der Prozesse und Strukturen im Rahmen regulatorischer Vorgaben für ein nichtfinanzielles Reporting. Unter Berücksichtigung aller Chancen und Risiken für das Geschäft der Deloitte Services GmbH rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem nur leichten Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Geschäftsjahr 2023/2024 von 2 % bis 5 %. Die Erwartungen basieren auf Mengenwachstum; gleichzeitig sehen wir angesichts des Kostendrucks auf Unternehmen im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe einen verschärften Preiswettbewerb, der dem Mengenwachstum teilweise entgegenläuft. Beim EBIT (d.h. dem Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern) erwarten wir eine Stabilisierung auf dem Wert des Geschäftsjahres 2023/2024 mit rd. 1.065 T€. In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2024/2025 erreicht das Wachstum der abrechenbaren Leistungen noch nicht unsere Planung. Für das gesamte Geschäftsjahr wird der prognostizierte Umsatzanstieg sowie das prognostizierte EBIT nach unserer gegenwärtigen Einschätzung erreicht werden. Die Zahl der Mitarbeitenden wird im Geschäftsjahr 2024/2025 voraussichtlich stabil bleiben. Wir gehen davon aus, dass zum Ende des Geschäftsjahrs 2024/2025 rund 100 bis 130 Mitarbeitende beschäftigt werden, das entspricht dem Wert zum 31. Mai 2024. Per September 2024 liegt die tatsächliche Anzahl der Beschäftigten in der prognostizierten Bandbreite.
Görlitz, den 17. Oktober 2024 Deloitte Services GmbH Die Geschäftsführung Maren Hauptmann Ted Choe Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 17. Oktober 2024 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Deloitte Services GmbH, Görlitz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Deloitte Services GmbH, Görlitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31.05.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deloitte Services GmbH, Görlitz, für das Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Neuss, den 17.10.2024 Dr.
Glade, König und Partner GmbH
Dr. Bentlage, Wirtschaftsprüfer Busche, Wirtschaftsprüfer |
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