INRO ETMS
GmbH
Stockstadt
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A. Grundlagen
Die INRO ETMS GmbH (vormals BLS GmbH Bestückung
von Leiterplatten in "SMD-Technik" Namensänderung durch
Satzungsänderung vom 03.12.2012) wurde im Jahr 1994
gegründet und hat ihren Sitz in Stockstadt.
Seit 2023 gehört die INRO ETMS GmbH nach einer
gruppeninternen Umstrukturierung der Gesellschafterstruktur
zur b.m.r-Gruppe, deren unmittelbare Gesellschafterin und
Muttergesellschaft die b.m.r Management GmbH ist.
Die INRO ETMS GmbH ist als Auftragsfertiger von
elektronischen Baugruppen, Geräten und Systemen mit den
dazugehörigen Dienstleistungen derzeit
ausschließlich für die INRO Elektrotechnik GmbH
tätig. Die Zusammenarbeit ist langfristig angelegt.
Durch die enge Kooperation wird die Auftragssituation der
INRO ETMS GmbH maßgeblich von der Entwicklung der
Auftragssituation bei der INRO Elektrotechnik GmbH
beeinflusst.
B. Wirtschaftsbericht
1. Rahmenbedingungen
Hohe Energiepreise, große Unsicherheiten und eine
gestraffte Geldpolitik als Reaktion auf einen hohen
Inflationsdruck bestimmten die wirtschaftlichen
Aktivitäten zu Beginn des Jahres 2023.
1
Im weiteren Jahresverlauf sind die Energiepreise
gesunken und China kehrte von der Null-Covid-Politik ab,
wodurch die Lieferengpässe weiter nachließen.
Jedoch haben höhere Finanzierungskosten durch die
scharfe Straffung der Geldpolitik und eine restriktiv
ausgerichtete Finanzpolitik die Konjunktur gebremst.
2
Eine befürchtete Rezession blieb aus, die
Weltwirtschaft wuchs im Berichtsjahr in sehr moderatem Tempo.
3
Die Weltkonjunktur hielt sich angesichts des
Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik
insgesamt besser als erwartet. Für das folgende Jahr
2024 wird mit einem weiteren Rückgang der Inflation und
Zinssenkungen gerechnet.
4
In Deutschland hingegen haben die straffere Geldpolitik
und die Nachwehen der Energiekrise zunächst zu einem
Rückgang des Bruttoinlandsprodukts geführt.
Lediglich die hohen Auftragsbestände helfen der
Industrie.
5Im Verlauf des Jahres 2023 haben sich die
wirtschaftlichen Aussichten jedoch weiter
eingetrübt.
6 Erst im kommenden Jahr wird
eine leichte Zunahme der
Wirtschaftsleistung erwartet. Hier wird aber das Urteil
des Bundesverfassungsgerichts zum Nachtragshaushalt 2021 und
die weiterhin hohen Finanzierungskosten eine eventuelle
wirtschaftliche Expansion bremsen.
7
Diese Diskrepanz zwischen der Weltkonjunktur und den
wirtschaftlichen Aktivitäten in der Eurozone sowie
Deutschland spiegelt sich auch in den Daten des
Internationalen Währungsfonds wider:
8
Bruttoinlandsprodukt in %
|
2022
|
Prognose 10/2022
2023
|
Prognose 10/2023
2023
|
2023
|
Welt
|
3,4
|
2,7
|
3,0
|
3,1
|
Eurozone
|
3,5
|
0,5
|
0,7
|
0,5
|
Deutschland
|
1,8
|
-0,3
|
-0,5
|
-0,3
|
Auch gemäß der Pressemitteilung von
Destatis betrug das Wachstum des deutschen
Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 insgesamt -0,3 %
(kalenderbereinigt -0,1 %).
9
In der deutschen Elektro- und Digitalindustrie sind die
Auftragseingänge im Berichtsjahr um 2,2 % im Vergleich
zum Jahr 2022 zurückgegangen. Die Produktion
elektrotechnischer und elektronischer Güter ist hingegen
leicht um 0,4 % zum Vorjahr gestiegen. Als die
größten Hindernisse wurden der Auftragsmangel (43
%), der Fachkräftemangel (29 %) und die zwar
nachlassende, aber noch vorhandene Materialknappheit (21 %)
angegeben.
10
2. Umsatz und Auftragsentwicklung
Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten wir im
Geschäftsjahr 2023 einen Rückgang des
Auftragseingangs um 17 %. Unser Auftragsbestand zum Ende des
Berichtsjahres ist um 62 % gesunken, daraus ergibt sich eine
Reichweite von 0,95 Monatsumsätzen (Vorjahr 2,22).
Bei den Umsatzerlösen entstand ein Rückgang
um 22 %. Durch Herausrechnen der von unseren Endkunden
übernommenen Stützkäufe ergibt sich hingegen
ein Anstieg um 4,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Das
Rohergebnis stieg dabei leicht von 8.099 TEUR auf 8.407 TEUR
um etwa 4 %.
3. Produktion
Unsere Produktionsanlagen und -prozesse entsprechen dem
aktuellen Industriestandard. Die Produktionsschritte und
-vorgänge sind dokumentiert und in den Arbeitsablauf der
Mitarbeiter durch unser ERP-System eingebunden. Unser
Qualitätsmanagementsystem ist nach ISO 9001:2015
zertifiziert und wurde im Geschäftsjahr 2021
rezertifiziert. Die Rezertifizierung gilt bis zum 18.12.2024
und bestätigt unser Engagement für eine
kontinuierliche Verbesserung und höchste Standards in
der Produktion.
4. Beschaffung
Die zwar nachlassenden, aber teilweise noch bestehenden
Engpässe durch die einschneidenden Ereignisse der
Vorjahre, wie zum Beispiel der Corona-Pandemie und dem
Russland-Ukraine-Krieg, sorgten für eine weiterhin
herausfordernden Situation im Bereich der Materialbeschaffung
als Kernaufgabe des Einkaufs.
Durch die im Berichtsjahr herrschende hohe Inflation
ist es eine zusätzliche Herausforderung, die
benötigten Materialien zu stabilen Preisen zu beziehen
und gleichzeitig Überbestände, welche sich Aufgrund
hoher Finanzierungskosten zusätzlich belastend
auswirken, zu vermeiden.
Hierbei profitieren wir von unserem seit der COVID-19
Pandemie und dessen Auswirkungen auf die globalen
Lieferketten getroffenen Maßnahmen.
5. Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen
Weiterhin bindet die seit der Corona-Pandemie
aufgebaute höhere Bevorratung unserer Bestände viel
Kapital. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch zeitlich
unbefristete mittelbare Gesellschafterdarlehen und Darlehen
verbundener Unternehmen, einem im Jahr 2021 aufgenommenen
Bankdarlehen mit einer Laufzeit von fünf Jahren sowie
unserer Kontokorrentrahmen hinreichend gesichert. Die Tilgung
des Bankdarlehens erfolgt planmäßig.
Zur Sicherung und Steigerung der Qualität unserer
Produkte wurden im Berichtsjahr neue AOI-Anlagen, also
Anlagen zur automatischen optischen Inspektion, angeschafft.
Zudem wurden im Zuge einer internen Umstrukturierung die
Prüfaufbauten aus unserem Unternehmensverbund
übernommen.
Insgesamt wurden 1.010 TEUR (Vorjahr 222 TEUR)
hauptsächlich in technische Anlagen und Maschinen
investiert.
6. Personal- und Sozialbereich
90 Mitarbeiter (Vorjahr 95) waren zum Ende des
Geschäftsjahres insgesamt beschäftigt, darunter
zwei Auszubildende (Vorjahr 2) und ein Werksstudent (Vorjahr
3). Das Unternehmen wird weiterhin von zwei
Geschäftsführern geleitet. Es konnten für alle
Schlüsselpositionen geplanten Nachfolgen und
Neubesetzungen umgesetzt werden.
7. Zusammenfassung
Im Verlauf des Jahres 2023 haben die großen
Herausforderungen des Vorjahres mit hohen Energiekosten,
hohen Finanzierungskosten und Lieferengpässen
allmählich nachgelassen. Jedoch war die Lage aufgrund
weiterer geopolitischer Risiken wie dem
Russland-Ukraine-Krieg, dem Israel-Konflikt und der
angespannten Situation im roten Meer zusätzlich
belastet. Die globale Wirtschaft konnte eine zunächst
erwartete Rezession zwar verhindern, jedoch war das Wachstum
unter dem Schnitt der letzten Jahre.
Das deutliche schwächere Wachstum in der Eurozone
und das negative Wachstum in Deutschland haben Auswirkungen
auf unseren Geschäftsbetrieb, besonders bei den
Auftragseingängen und -beständen. Es ist uns
gelungen, die Termintreue bei den Auslieferungen einzuhalten
und dabei den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Bei
leicht gestiegenem Umsatz hat sich das Jahresergebnis um 215
TEUR im Vergleich zum Vorjahr verbessert.
C. Darstellung der Lage
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der INRO
ETMS GmbH war im Geschäftsjahr 2023 vor dem Hintergrund
der gesamtwirtschaftlichen Situation insgesamt positiv.
1. Ertragslage
Der Rohgewinn erhöhte sich um 308 TEUR auf 8.407
TEUR durch die - um die Kostenübernahmeverträge
durch die Endkunden für kritische Bauteile bereinigten -
leicht gestiegenen Umsätze. Die Rohgewinnmarge
erhöhte sich vorrangig durch den inzwischen
nachlassenden erwähnten Einfluss der
Kostenübernahmeverträge um 13 Prozentpunkte im
Vergleich zum Vorjahr. Bereinigt um diesen Effekt der
Kostenübernahme ergibt sich eine Erhöhung der
Rohgewinnmarge um 5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.
Unsere Personalkosten sind um 8 % gesunken. Der Grund
hierfür liegt in der im Vorjahr erstmaligen
Rückstellung für eine Jubiläumsprämie an
unsere Mitarbeiter bei längerer
Betriebszugehörigkeit. Neben diesem Sondereffekte wurden
im Jahr 2023 Inflationsausgleichsprämien zur
Unterstützung unserer Mitarbeiter gezahlt und moderate
Lohnerhöhungen vorgenommen.
Die Abschreibungen sind im Berichtsjahr um 17 % im
Vergleich zum Jahr 2022 gesunken und setzen somit die Tendenz
der Vorjahre fort.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im
Vergleich zum Vorjahr um 139 TEUR gestiegen. Die
Größte Position ist hierbei der Anstieg in den
Beratungskosten zur innerbetrieblichen Optimierung der
Produktions- und Logistikabläufe.
Bei den Fremdkapitalzinsen kam es im Jahr 2023 erneut
zu einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr durch eine
Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen und einer ansonsten
unveränderten Fremdkapitalstruktur.
Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das
Jahresergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen um 631 TEUR auf
1.280 TEUR.
2. Finanzlage
Die Liquiditätslage der INRO ETMS GmbH war im
Berichtsjahr gut.
Der Finanzmittelbestand am Ende des Berichtsjahres
erhöhte sich zum Vorjahr um 1.306 TEUR.
Dies resultiert im Wesentlichen aus den neu aufgenommen
Darlehen von verbundenen Unternehmen.
Durch den Vortrag des Bilanzgewinns hat sich das
Eigenkapital im Jahr 2023 weiter erhöht. Dadurch konnte
die Eigenkapitalquote von 10 % auf 11 % gesteigert werden.
Die im Anhang von der Geschäftsführung
vorgeschlagene Gewinnverwendung (Vortrag des Bilanzgewinns)
wird das Eigenkapital im Folgejahr nochmals steigern.
Die Finanzierung des Unternehmens wird durch
Gesellschafterdarlehen, Darlehen verbundener Unternehmen, ein
Fremddarlehen sowie unseres Kontokorrentrahmens
sichergestellt.
Im Bereich der Rückstellungen ergab sich eine
leichte Minderung um 113 TEUR. Die Bankverbindlichkeiten sind
durch die Aufnahme von Darlehen von verbundenen Unternehmen
um 1.776 TEUR gesunken, die Lieferantenverbindlichkeiten sind
zum Bilanzstichtag um 37 TEUR vermindert im Vergleich zum
Vorjahr und bei den sonstigen Verbindlichkeiten ergab sich
eine Minderung von 427 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahr
erhöhte sich der Bestand an aufgenommenen Darlehen um
3.900 TEUR.
Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden
stets - in der Regel unter Erwirtschaftung von
Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt.
Wir rechnen damit, auch künftig unsere
finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu
können.
Unsere Finanzlage ist gesichert. Verbindlichkeiten
werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen.
3. Vermögenslage
Die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag 31.12.2023 betrug
18.100 TEUR und lag damit 20 % über dem Vorjahreswert
(15.077 TEUR).
Im Laufe des Berichtsjahres wurden 1.005 TEUR in
Sachanlagen investiert. Die dazugehörigen
Bilanzansätze haben sich unter Berücksichtigung der
regulären Abschreibungen um 818 TEUR erhöht. Bei
den immateriellen Vermögensgegenständen wurden
Investitionen in Höhe von 6 TEUR durchgeführt und
der Bilanzansatz hierzu hat sich um 114 TEUR verringert.
Die Kundenforderungen, Forderungen an verbundene
Unternehmen, sonstigen Vermögensgegenstände und
aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich im
Geschäftsjahr 2023 zusammengefasst um 506 TEUR.
Der Wert der Vorräte erhöhte sich um 733 TEUR
und betrug zum Bilanzstichtag 16.761 TEUR. Von diesem Wert
haben wir gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB die
erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 821
TEUR offen abgesetzt. Damit beträgt die Nettosumme
15.940 TEUR und macht somit 94 % der Bilanzsumme aus.
Der Kassenbestand und die Bankguthaben sind um 29 TEUR
gegenüber 2022 gestiegen.
D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Als solide geführtes Unternehmen ist es für
uns von entscheidender Bedeutung, Chancen und Risiken
frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen
einzuleiten. Unter Risiken verstehen wir interne und externe
Ereignisse sowie Entwicklungen, die sich negativ auf unsere
Ziele und Prognosen auswirken können. Im Gegensatz dazu
können Chancen zu einer positiven Abweichung
führen.
Zur Identifizierung und Bewertung wesentlicher Chancen
und Risiken bauen wir kontinuierlich unser Kontroll- und
Risikomanagementsystem weiter aus. Hierfür wurden im
Jahr 2023 erste interne Vorbereitungen zur späteren
Einführung eines zentralen Systems zur besseren
Auswertung relevanter Daten durchgeführt.
Wir sind überzeugt, dass unser fortlaufender
Einsatz für ein effektives Risikomanagement und eine
zielgerichtete Chancennutzung uns dabei unterstützt,
unsere Geschäftsziele auch in Zukunft erfolgreich zu
erreichen.
1. Risikobericht
Im Rahmen einer verantwortungsvollen
Unternehmensführung ist es von entscheidender Bedeutung,
potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu
steuern, um sicherzustellen, dass die Unternehmensziele
erreicht werden können. Die Geschäftsführung
der INRO ETMS GmbH überwacht die wichtigsten
Einflussfaktoren auf den Unternehmenserfolg sehr genau, um
potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen. Dadurch
können geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um
mögliche negative Auswirkungen auf das Unternehmen zu
minimieren.
Wir möchten betonen, dass nach unserer Beurteilung
derzeit keine wesentlichen Einzelrisiken bestehen, die den
Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten.
Im Hinblick auf unser Unternehmen bewerten wir
gesamtwirtschaftliche Risiken als wesentlich.
Die erhoffte konjunkturelle Erholung nach der
COVID-19-Pandemie ist nach dem Jahr 2022 wieder abgeklungen
und mündete in Deutschland in einem negativen Wachstum
des BIP, einem sehr niedrigen Anstieg in der Eurozone und
einem im Vergleich zum langjährigen Schnitt der letzten
Jahre auch relativ niedrigem Anstieg der Weltwirtschaft.
11 Da der IWF auch für die folgenden beiden Jahre
ein eher unterdurchschnittliches Wachstum prognostiziert
12, erwarten wir vor dem Hintergrund einer weiterhin
straffen Geldpolitik und schwacher Konjunktur ein
herausforderndes Jahr 2024.
Wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine
abschließende Beurteilung über die
Eintrittswahrscheinlichkeit von weiteren negativen Effekten
vornehmen.
Im operativen Bereich sind Beschaffungs-, Produktions-
sowie Personalbeschaffungsrisiken als wesentlich einzustufen.
Die wichtigsten Beschaffungsrisiken sind Kosten-,
Ausfall- und Qualitätsrisiken.
Aufgrund der aktuell noch zu hohen Inflation ergibt
sich das Risiko, dass die Materialpreise weiter steigen
werden und aufgrund der konjunkturellen Lage Schwierigkeiten
in der Lieferkette entstehen können. Dem begegnen wir
durch Analyse und Verwendung alternativer Bauelemente und dem
Ausbau und der Pflege unsere Partnerschaften im
Einkaufsprozess.
Im Produktionsbereich sind wir aufgrund der komplexen
mehrstufigen Produktionsprozesse, den Anforderungen an
Sicherheitsstandards und den gesetzlichen Normierungen immer
einem Qualitätsrisiko ausgesetzt. Wir schätzen
jedoch die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering ein.
Der Fachkräftemangel bleibt das größte
Risiko im Bereich der Personalbeschaffung und
Mitarbeiterbindung, besonders für hochqualifiziertes
Personal. Es kommt zu Verzögerungen bei der Besetzung
geplanter Stellen. Daher legen wir großen Wert auf die
Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen und die Steigerung
der Mitarbeiterzufriedenheit, um bestehende Mitarbeiter zu
halten. Um neue Mitarbeiter zu gewinnen, setzen wir weiterhin
aktiv auf Maßnahmen wie Messebesuche,
Onlinepräsenz und die Pflege sowie den Ausbau
bestehender Kontakte im Personalbeschaffungsprozess.
Im Bereich der Finanzierung sind wir teilweise dem
Zinsrisiko ausgesetzt, bedingt durch Kontokorrentrahmen und
externe Darlehen. Wir sehen eine geringe Wahrscheinlichkeit
für weiter steigende Zinssätze und schätzen
daher die Auswirkung im Falle einer Erhöhung als
unwesentlich ein.
Cyber-Angriffe stellen ein allgegenwärtiges Risiko
dar. Die Gefahren für die Widerstandsfähigkeit
unserer IT-Systeme und die Informationssicherheit nehmen in
unserer zunehmend digitalisierten Umgebung weiter zu.
Folglich steigt auch der Aufwand zur Erhöhung dieser
Widerstandsfähigkeit weiter an und wird sich
voraussichtlich auch in Zukunft verstärken.
2. Chancenbericht
Im Rahmen unserer Lagebeurteilung möchten wir
betonen, dass unser wirtschaftliches Handeln nicht nur mit
Risiken verbunden ist, sondern auch Chancen birgt, die zu
positiven Prognoseabweichungen und Zielerreichungen
führen können. Wir haben erkannt, dass unsere
bedeutendsten Chancen in den Bereichen Prozessoptimierung,
der beschleunigten Umsetzung von
Produktivitätsmaßnahmen, der Anpassung unseres
Produktportfolios sowie in Wachstumsmöglichkeiten im
Bereich der Nachhaltigkeit liegen.
3. Prognosebericht
Basierend auf unseren Auftragsbestand zum 31.12.2023
und den bisherigen Auftragseingängen gehen wir von einem
ähnlichen oder leicht rückläufigen Umsatz im
Jahr 2024 aus.
Für das Jahresergebnis rechnen wir mit einem
ähnlichen Wert wie im Geschäftsjahr 2023.
Nach erfolgreicher Umsetzung der Anforderungen des
Kunden bezüglich der Erweiterung unserer Produktpalette
liegt der aktuelle Schwerpunkt auf weiteren
Prozessoptimierungen für eine effizientere Herstellung
bei gleichbleibend hoher Qualität.
Große Auswirkungen auf die Konjunktur und somit
potenziell auch auf unsere Geschäftsentwicklung haben
aktuell insbesondere die Inflation, geldpolitische
Entscheidungen, geopolitische und Handelskonflikte sowie der
demografische Wandel. Diese Einflussfaktoren sind jedoch
nicht abschließend und können sich im Laufe des
Jahres 2024 weiterentwickeln, während neue
Herausforderungen auftreten können. Es ist wichtig
für uns, diese Entwicklungen genau zu beobachten und
entsprechend darauf zu reagieren, um die Stabilität und
das Wachstum zu fördern.
Die weitere Entwicklung der Konjunktur mit den
genannten Einflussfaktoren werden weiterhin einen
wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der INRO ETMS GmbH
haben.
Angenommen, dass die aktuellen Planungen der
Endabnehmer unserer Fertigprodukte umgesetzt werden,
prognostizieren wir für das Jahr 2024 eine stabile
Entwicklung unseres Unternehmens. Jedoch besteht die
Möglichkeit, dass diese Vorhersagen durch
zusätzliche Verschärfungen der genannten
gesamtwirtschaftlichen Risiken negativer ausfallen
können. Es ist gegenwärtig nicht möglich, die
genauen Auswirkungen dieser Einflussfaktoren
abschließend einzuschätzen.
Wir werden die Situation weiterhin genau beobachten und
gegebenenfalls Anpassungen vornehmen, um unsere
Geschäftsentwicklung nachhaltig zu sichern.
E. Sonstige Angaben
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind im
Geschäftsjahr keine angefallen, da die Fertigung der
Produkte nach den technischen Vorgaben der Auftraggeber
erfolgte.
Sofern unser Lagebericht in die Zukunft gerichtete
Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht
naturgemäß eine grundsätzliche Unsicherheit
von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse.
Stockstadt, den 13.05.2024
gezeichnet:
Barbara Ries
gezeichnet:
Michael Ries
1 KIELER KONJUNKTURBERICHTE NR. 99 (2023|Q1)
2 KIELER KONJUNKTURBERICHTE NR. 103 (2023|Q2)
3 KIELER KONJUNKTURBERICHTE NR. 105 (2023|Q3)
4 KIELER KONJUNKTURBERICHTE NR. 109 (2023|Q4)
5 KIELER KONJUNKTURBERICHTE NR. 104 (2023|Q2)
6 KIELER KONJUNKTURBERICHTE NR. 107 (2023|Q3)
7 KIELER KONJUNKTURBERICHTE NR. 110 (2023|Q4)
8 IMF World Economic Outlook: April 2023, Oktober 2022,
Oktober 2023, Januar 2024 9 Destatis Pressemitteilung Nr. 066
vom 23. Februar 2024 10 ZVEI-Konjunkturbarometer - Ausgabe
Februar 2024 ZVEI e. V. Verband der Elektro und
Digitalindustrie 11 IMF World Economic Outlook: Oktober 2023
12 IMF World Economic Outlook: Januar 2024
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
1.360.979,52 |
657.184,31 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
88.135,00 |
201.948,00 |
| II.
Sachanlagen |
1.272.844,52 |
455.236,31 |
| 1.
technische Anlagen und Maschinen |
847.956,90 |
81.819,50 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
292.063,97 |
271.347,97 |
| 3.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
132.823,65 |
102.068,84 |
| B.
Umlaufvermögen |
16.724.270,66 |
14.420.157,70 |
| I.
Vorräte |
15.940.051,16 |
14.171.474,68 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
821.462,02 |
1.856.863,69 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
747.616,42 |
241.408,96 |
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
674.116,71 |
|
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
73.499,71 |
241.408,96 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
36.603,08 |
7.274,06 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
15.235,25 |
0,00 |
| Aktiva |
18.100.485,43 |
15.077.342,01 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
2.001.919,87 |
1.492.850,55 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
52.000,00 |
52.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
1.440.850,55 |
1.146.541,59 |
| III.
Jahresüberschuss |
509.069,32 |
294.308,96 |
| B.
Rückstellungen |
949.349,92 |
1.062.611,71 |
| C.
Verbindlichkeiten |
15.149.215,64 |
12.521.879,75 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
4.874.786,65 |
6.650.960,67 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
3.874.786,65 |
5.150.960,67 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
1.000.000,00 |
1.500.000,00 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
4.867.278,45 |
|
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
4.867.278,45 |
|
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
5.407.150,54 |
5.870.919,08 |
| davon
sonstige Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern |
0,00 |
5.000.000,00 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
5.407.150,54 |
5.870.919,08 |
| Passiva |
18.100.485,43 |
15.077.342,01 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
8.407.486,70 |
8.099.224,00 |
| 2.
Personalaufwand |
4.686.150,58 |
5.078.767,22 |
| a)
Löhne und Gehälter |
3.833.073,53 |
4.198.312,21 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
853.077,05 |
880.455,01 |
| davon
für Altersversorgung |
18.681,00 |
22.985,35 |
| 3.
Abschreibungen |
306.925,44 |
367.874,32 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
306.925,44 |
367.874,32 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.133.870,90 |
2.002.807,34 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
1.870,45 |
21.624,30 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
60,67 |
3.221,19 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
432.080,75 |
154.072,07 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
191.484,07 |
0,00 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
339.240,38 |
204.218,28 |
| davon
Erträge aus der Zuführung und Auflösung
von latenten Steuern |
|
74.887,40 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
509.279,32 |
294.705,96 |
| 9.
sonstige Steuern |
210,00 |
397,00 |
| 10.
Jahresüberschuss |
509.069,32 |
294.308,96 |
Anhang
1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Angaben zur Identifikation laut Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
INRO ETMS GmbH |
| Ort des Firmensitzes: |
Stockstadt |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Aschaffenburg |
| Registernummer: |
6884 |
Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in
der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt
werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in
der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.
2. Allgemeine Angaben zur Bewertung und Bilanzierung
2.1 Vergleichbarkeit von Vorjahreszahlen
Im Jahr 2023 wurde eine gruppeninterne Umstrukturierung
der Gesellschafterstruktur durchgeführt, wodurch sich
die Zuordnung der Bilanz- und GuV-Positionen geändert
hat, da die Gesellschaften nun in einem verbundenen
Unternehmen Verhältnis zueinander stehen.
2.2 Angaben der auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB)
Der Jahresabschluss der INRO ETMS GmbH, wurde unter
Inanspruchnahme der größenabhängigen
Erleichterungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften auf der Grundlage der Bilanzierungs-
und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches
aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die
Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren
dies folgende Grundsätze und Methoden:
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar
zurechenbaren Einzelkosten auch notwendige Gemeinkosten und
durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert. Die
planmäßigen Abschreibungen wurden nach der
voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die
Abschreibung auf Zugänge des Anlagevermögens
erfolgte grundsätzlich zeitanteilig.
Im Berichtsjahr wurden bewegliche Gegenstände des
Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von 1.500
€ im Jahr des Zugangs aktiviert und voll abgeschrieben.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Bei der Bewertung wurde die sog. Fifo-Methode (First
in, First out) angewendet.
Einzelne Vorräte, die auftragsgemäß
für einen Kunden zu außergewöhnlich hohen
Einkaufspreisen erworben wurden, sind mit den
tatsächlichen Anschaffungskosten bewertet worden.
Vom Wahlrecht gem. § 268 Abs. 5 S. 2 HGB wurde
Gebrauch gemacht und die erhaltenen Anzahlungen auf
Bestellungen offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt.
Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller
erkennbaren Risiken bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
wurden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden
Wert angesetzt.
Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.
Für ungewisse Verbindlichkeiten aus
Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.
Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis
versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) vorgenommen.
Dabei wurde ein Zinssatz zum Bilanzstichtag von 1,820%
zugrunde gelegt. Zudem wurden die Richttafeln 2018 G von
Klaus Heubeck verwendet.
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen wirken sich
nicht auf die Pensionsrückstellung aus, da
gehaltsunabhängige Pensionsbeträge zugesagt wurden.
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für
Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen zehn Jahre (1,820%) ergibt sich im Vergleich zur
Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen sieben Jahre (1,740%) ein Unterschiedsbetrag von
insgesamt 1.860,00€. Der abzinsungsbedingte
Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6
Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Für
das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein
Unterschiedsbetrag von -6.580,00 €.
Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgte
eine Verrechnung der Pensionsrückstellung mit
Planvermögen:
| Erfüllungsbetrag der
Pensionsrückstellung |
156.944,00 € |
| Zeitwert des errechneten
Planvermögens - |
-40.957,47 €
|
| Passiver
Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
zum 31.12.2023 |
115.986,53 € |
Der Zeitwert des Planvermögens entspricht dem
Aktivierungswert (Anschaffungskosten).
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden noch nicht
veranlagten Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden mit
dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem
vorgeschriebenen durchschnittlichen Marktzins abgezinst.
Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
2.3 Angaben der Grundlagen für die Umrechnung von
Fremdwährungsposten in EURO (§ 284 Abs. 2 Nr. 2
HGB)
Der Jahresabschluss enthält auf fremde
Währung lautende Sachverhalte, die in EURO umgerechnet
wurden. Bei der Zugangsbewertung wurden für
Fremdwährungsforderungen sowie vorhandene Sorten der
Briefkurs und für Fremdwährungsverbindlichkeiten
der Geldkurs am Tage des Geschäftsvorfalls angesetzt.
Bei der erforderlichen Neubewertung zum Abschlussstichtag
erfolgte die Währungsumrechnung zum
Devisenkassamittelkurs.
3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der
Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
3. 1. Latente Steuern
Für einen aktiven Saldo latenter Steuern, der sich
unter Anwendung der Vorschriften des § 274 HGB ergibt,
wurde unter Ausübung des Ansatzwahlrechts kein
Aktivposten angesetzt.
3.2 Einzelposten des Anlagevermögens
Der Anlagenspiegel über die Entwicklung der
einzelnen Posten des Anlagevermögens ist nachfolgend
beigefügt:
|
|
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
|
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
669.563,09
|
6.000,00
|
|
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
669.563,09
|
6.000,00
|
|
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. technische
Anlagen und Maschinen
|
|
3.880.152,51
|
792.899,41
|
|
62.558,02
|
2. andere
Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.434.956,84
|
118.299,42
|
29.550,60
|
|
3. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
102.068,84
|
93.312,83
|
|
-62.558,02
|
Summe Sachanlagen
|
|
5.417.178,19
|
1.004.511,66
|
29.550,60
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
|
|
6.086.741,28
|
1.010.511,66
|
29.550,60
|
0,00
|
|
|
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
kumulierte Abschreibung
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
|
Abgänge
|
|
|
|
31.12.2023
|
01.01.2023
|
|
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
675.563,09
|
467.615,09
|
119.813,00
|
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
675.563,09
|
467.615,09
|
119.813,00
|
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. technische
Anlagen und Maschinen
|
|
4.735.609,94
|
3.798.333,01
|
89.320,03
|
|
2. andere
Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.523.705,66
|
1.163.608,87
|
97.583,42
|
29.550,60
|
3. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
132.823,65
|
0,00
|
|
|
Summe Sachanlagen
|
|
6.392.139,25
|
4.961.941,88
|
186.903,45
|
29.550,60
|
Summe Anlagevermögen
|
|
|
7.067.702,34
|
5.429.556,97
|
306.716,45
|
29.550,60
|
|
|
|
Umbuchungen
|
kumulierte Abschreibung
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
|
Buchwert
|
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
31.12.2023
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
|
587.428,09
|
|
88.135,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
587.428,09
|
|
88.135,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. technische
Anlagen und Maschinen
|
|
|
3.887.653,04
|
|
847.956,90
|
2. andere
Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
|
1.231.641,69
|
|
292.063,97
|
3. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
|
0,00
|
|
132.823,65
|
Summe Sachanlagen
|
|
|
5.119.294,73
|
|
1.272.844,52
|
Summe Anlagevermögen
|
|
|
|
5.706.722,82
|
|
1.360.979,52
|
3.3 Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben sämtlich eine
Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v.
674.116,71 € (Vorjahr: 0,00 €) sind Forderungen aus
Lieferung und Leistungen i.H.v. 674.116,71 € enthalten.
Im Posten sonstige Vermögensgegenstände sind
größere Beträge enthalten, die erst nach dem
Bilanzstichtag rechtlich entstehen.
Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte
zu berücksichtigen
- Steuererstattungsansprüche
3.4 Sonstige Rückstellungen
Rückstellungen Personal 193.846,17
€
Rückstellung
Jubiläumsverpflichtungen 383.255,00 €
Rückstellungen
Archivierungskosten 003.000,00 €
Rückstellungen für Abschluss u.
Prüfung 034.000,00 €
Rückstellungen, sonstige
59.725,78 €
3.5 Verbindlichkeiten
Zu den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
werden folgende Erläuterungen gegeben:
Die Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder
ähnliche Rechte gesichert sind, gliedern sich wie
folgt:
|
Gesamtbetrag
|
davon gesichert
|
Sicherungsart
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
293.598,58€
|
202.916,90€
|
Eigentumsvorbehalt
|
(Vorjahr)
|
330.941,16 €
|
€ 330.941,16 €
|
Eigentumsvorbehalt)
|
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen i.H.v. 46.988,91 € (Vorjahr 0,00 €),
Verbindlichkeiten aus Darlehen i.H.v. 3.900.000,00 €
(Vorjahr 0,00 €) und sonstige Verbindlichkeiten i.H.v.
920.289,54 € (Vorjahr 0,00 €) enthalten.
3.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
bestanden zum 31.12.2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen
aus Miet- und Leasingverträgen mit einem Betrag in
Höhe von 1.920,498,00 € (Vorjahr 2.849.971,00
€).
4. Sonstige Pflichtangaben
4.1 Angaben über die Mitglieder der
Unternehmensorgane
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurde
die Geschäftsführung durch folgende Personen
wahrgenommen:
Frau Barbara Ries, Kauffrau Dipl. Ing. Michael Ries,
Ingenieur
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine
Geschäftsführerbezüge gezahlt.
4.2 Angaben der Ausleihungen, Forderungen und
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 264
Abs. 1 HGB)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen i.H.v.
150.235,29 € (Vorjahr 0,00 €) gleichzeitig
Forderungen gegen Gesellschafter dar.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen stellen i.H.v. 4.507.362,96 € gleichzeitig
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern dar.
In der Vorjahresbilanz wurden Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern i.H.v. 5.000.000,00 €
unter den sonstigen Verbindlichkeiten als "davon Vermerk"
ausgewiesen. In 2023 entfällt der "davon-Vermerk", da
sich die gesellschaftlichen Verhältnisse durch die unter
2.1 genannten Umstrukturierung geändert haben.
4.3 Angabe der durchschnittlichen Zahl der während
des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
(§ 285 Nr. 7 HGB)
Während des Geschäftsjahres wurden im
Unternehmen durchschnittlich 89 Arbeitnehmer (Vorjahr 84)
beschäftigt. Davon waren 1 geringfügig
Beschäftigte (Vorjahr 1), 74 Vollzeitangestellte
(Vorjahr 71) und 14 Teilzeitangestellte (Vorjahr 12).
4.4 Vorschlag zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, für
das Geschäftsjahr 2023 keine Gewinnausschüttung
vorzunehmen und den Jahresüberschuss zusammen mit dem
Gewinnvortrag auf das künftige Geschäftsjahr
vorzutragen.
Stockstadt, den 28. März
2024
gezeichnet:
Barbara Ries
gezeichnet:
Dipl. Ing. Michael Ries
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 08.08.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die INRO ETMS GmbH Stockstadt
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES
UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der INRO ETMS GmbH -
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und
der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben
wir den Lagebericht der INRO ETMS GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht
der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen
Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 und · vermittelt der
beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht
erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten
Erklärung zur Unternehmensführung.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer
(IDW) enthält unter
https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie
eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung
ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Aschaffenburg,
6. August 2024
ÖCONOMIA
Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Dipl.
Kfm. Michael Heß Wirtschaftsprüfer
Steuerberater
|