Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 26273
Vorher
E.I.S.-Aircraft GmbH
Eingetragen
2.6.2021
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung von Kunststoff- und Kompositprodukten, das Design, die Herstellung und Instandhaltung von Bauund Ausrüstungsteilen sowie die Übernahme von Kundendienst- und Wartungsarbeiten in diesem Zusammenhang.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Pierre-Jean Leduc
seit 12.12.2023
Geschäftsführer
Marcus Dr. Bernards
seit 6.12.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DEMGY GROUP S.A.SFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

DEMGY GROUP S.A.S
France
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DEMGY EIS GmbH (vormals: E.I.S.-Aircraft GmbH)

Euskirchen

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Lagebericht

Allgemeine Informationen

Die DEMGY EIS GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen, welches die Kernkompetenz auf die Entwicklung und Produktion von technischen Kunststoffteilen für die Luftfahrtindustrie, vornehmlich für Flugzeugkabinenausstattung gelegt hat.

Die technologische Kompetenz des Unternehmens liegt im Besonderen auf Produkte aus Spritzguss und Verbundwerkstoffen. Diese werden an den Standorten Lemgo und Euskirchen hergestellt.

Die DEMGY EIS positioniert sich somit als direkter Tier I, als auch Tier II Lieferant für OEMs der Luftfahrtindustrie. Somit setzt sich der Kundenstamm aus den zwei größten Flugzeugherstellern Airbus und Boeing und aus anderen namhaften Unternehmen, welche als Systemlieferanten dienen, zusammen. Eine weitere Kundengruppe sind Airlines.

Die DEMGY EIS GmbH besitzt zahlreiche luftfahrtrechtliche Zulassungen, wie z.B. eine Designorganisation (EASA 21J), Produktionsorganisation (EASA 21G) und Wartungsorganisation (EASA 145).

Die Organisation der DEMGY EIS ist von flachen Hierarchien gekennzeichnet. Neben dem Geschäftsführer gibt es einen Direktor, der beide Geschäftsbereiche in Personalunion führt und verantwortet. Daneben gibt es an jedem Standort Leiter für Sales/ Vertrieb, Auftragsabwicklung und die Produktion. In Euskirchen ist zusätzlich die Entwicklung angesiedelt, in Lemgo ein Werkzeugbau. Die weiteren Zentralfunktionen Finanzen, IT und HR sowie das Qualitätsmanagement befinden sich in Euskirchen.

Die Gesellschaft wurde von der DEMGY Group SAS mit dem Sitz in Saint-Aubin-sur-Gaillon, Frankreich als Share Deal zum 28.09.2023 vollständig akquiriert und firmierte bis dahin unter der E.I.S.-Aircraft GmbH.

Der Konzern DEMGY, ein innovativer Kunststofftechnologiekonzern, entwickelt und produziert Hochleistungslösungen aus Kunststoff und Verbundwerkstoffen, die leichter als Metall sind, um Energieeinsparungen in Sektoren mit hohem Kohlenstoffausstoß zu fördern.

Die in der Normandie ansässige Gruppe verfügt über fünf Standorte in Frankreich, darunter ihren Hauptsitz in St-Aubin-sur-Gaillon, zwei in Rumänien, einen in den Vereinigten Staaten und drei Forschungs- und Entwicklungszentren.

Analyse der Geschäftsentwicklung

Allgemeine Lage

Die Luftfahrtindustrie erholte sich deutlich von der Corona-Pandemie. Auch wenn durch die Kriege in der Ukraine und Nahost viele Zweige der Industrie betroffen sind, blieb die Luftfahrtindustrie davon deutlich schwächer betroffen.

Die Zusagen der Hauptkunden haben sich bewahrheitet. Die Produktionsraten für ausgewählte Modelle erhöhten sich, welches das Geschäft der DEMGY EIS beeinflusst.

Die Energiekosten erholten sich und erreichen wieder das Niveau vor der Krise. Die DEMGY EIS bedient sich weiterhin des im Vorjahr geschlossenen Stromliefervertrages.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die DEMGY EIS hat im Q4 2022 eine Budgetplanung für das Jahr 2023 aufgestellt, in der ein Umsatzwachstum antizipiert wurde. Diese Planung basierte auf den Ist-Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2022, sowie auf Informationen zu Ausliefermengen der Hauptkunden. Hiermit wurde sowohl der Umsatz als auch die Kosten geplant.

Ein Abgleich von Planung zu Ist zeigte im Jahresverlauf, dass die Planung korrekt war. Die Umsatzprognose wurde mit 24,9 Mio. EUR knapp erreicht, die Gesamtleistung (Summe aus Umsatz und Bestandsveränderung) betrug ca. 25,4 Mio. EUR, wobei die Bestandsveränderung nicht geplant war. Die Materialeinsatzquote wird mit 39,2% ausgewiesen. Diese relativierte sich nach dem vergangenen Jahr durch die sukzessive Auflösung der stillen Reserve innerhalb des Vorratsvermögens und ist somit zum Ende des Jahres vollständig realisiert.

Das EBITDA der Gesellschaft lag im Berichtsjahr bei TEUR 5.352, bei einem Jahresüberschuss von TEUR 2.865.

Markt- und Wettbewerbssituation

Die DEMGY EIS hat mit den wesentlichen Kunden langfristige Verträge. Typische Laufzeiten in der Luftfahrtbranche sind drei bis zehn Jahre, wobei die Kunden versuchen, die Preise möglichst lange festzuschreiben.

Die im Jahr 2022 aufgenommenen Preisverhandlungen wurden im Jahr 2023 realisiert. Für das Geschäftsjahr 2023 laufen die Verhandlungen mit den Kunden. Ein Abschluss wird in 2024 erwartet.

Kundenbeziehungen

Die Kundenbeziehungen der DEMGY EIS sind sehr stabil. Mit den wesentlichen Kunden gibt es Regeltermine, bei denen die anstehenden Themen besprochen werden. Ebenso werden die KPI Qualität und Liefertermintreue analysiert.

Lieferantenbeziehungen

DEMGY EIS unterhält ebenso stabile Beziehungen zu seinen Lieferanten, die in der Luftfahrtbranche alle einen definierten Zulassungsprozess durchlaufen.

Ereignisse und Projekte

Wesentliche Neuprojekte mit Leuchtturmcharakter gab es im Geschäftsjahr 2023 nicht.

Es wurden Investitionen in neue Maschinen und Anlagen getätigt, die sowohl Ersatz- als auch Erweiterungsinvestitionen darstellten.

Risikoberichterstattung

Rechtliche Risiken

Laufende Beratung bei rechtlichen Fragen erfolgt durch die DEMGY EIS GmbH bei renommierten fachkundigen Anwaltskanzleien. Für die Leitenden Angestellten wurde eine D&O Versicherung abgeschlossen, die auch für Schäden eintritt, die der Gesellschaft ggf. durch Fehler leitender Angestellter entstehen könnten.

Wirtschaftliche Risiken

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem internen Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu.

Regelmäßige Auswertungen informieren die Geschäftsführung frühzeitig und umfassend über mögliche Risiken. Das Rohertrags- und Kostenbudget wird jährlich erstellt und im Laufe des Jahres kontinuierlich überwacht. Dabei unterstützt das Controlling in seiner Informationsfunktion die Geschäftsleitung mit der zeitnahen Aufbereitung und Analyse von Daten.

Derzeit lassen sich explizit folgende Risiken identifizieren:

a) Fremdwährungsrisiken

Da die DEMGY EIS GmbH einen erheblichen Teil der Umsätze in Fremdwährung fakturiert, ist die Gesellschaft Währungsrisiken ausgesetzt. Schwankungen in den Wechselkursen können sich negativ auf die finanzielle Performance auswirken, insbesondere wenn die lokale Währung gegenüber wichtigen Handelswährungen abwertet. Derzeit überwachen wir kontinuierlich die Entwicklung der Wechselkurse, jedoch sind wir daran interessiert, geeignete Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen. Risikobehaftete Finanzinstrumente werden bislang nicht eingesetzt.

b) Margenverluste

Das Unternehmen ist den Risiken von Margenverlusten ausgesetzt, die durch verschiedene Faktoren verursacht werden können. Dazu gehören unter anderem steigende Kosten für Rohstoffe, Arbeitskräfte und Energie, unerwartete Preisschwankungen auf den Märkten, sowie intensiver Wettbewerb und Preisdruck in der Luftfahrtindustrie. Diese Faktoren könnten unsere Gewinnmargen negativ beeinflussen und zu finanziellen Verlusten führen. Wir setzen verschiedene Maßnahmen ein, um unsere Margen zu schützen, darunter Kostenkontrollmaßnahmen, Effizienzsteigerungen in der Produktion und Preisanpassungen. Dennoch bleibt das Risiko von Margenverlusten bestehen, insbesondere in einem volatilen wirtschaftlichen Umfeld. Wir überwachen kontinuierlich unsere Margensituation und ergreifen bei Bedarf geeignete Gegenmaßnahmen, um das Risiko von Margenverlusten zu minimieren.

c) Sourcing / Supply Chain

Unser Unternehmen ist den Risiken in der Supply Chain ausgesetzt, die die rechtzeitige und effiziente Beschaffung von Komponenten, Materialien und Dienstleistungen für unsere Produktion beeinträchtigen können. Zu den identifizierten Risiken gehören Lieferantenabhängigkeit, Logistikprobleme, Qualitätsprobleme bei Zulieferern, Preisschwankungen, geopolitische Unsicherheiten und Umweltauswirkungen. Diese Risiken könnten zu Produktionsausfällen, Verzögerungen bei der Lieferung von Flugzeugteilen, Qualitätsmängeln oder zusätzlichen Kosten führen.

Wir haben Maßnahmen ergriffen, um diese Risiken zu reduzieren. Dazu zählen Diversifizierung unserer Lieferantenbasis, die Implementierung von Risikomanagementstrategien sowie die Einhaltung strenger Qualitätsstandards für unsere Lieferanten. Dennoch bleiben die Risiken in der Supply Chain bestehen und erfordern eine kontinuierliche Überwachung und Anpassung unserer Maßnahmen zur Risikominimierung.

Technologische Risiken

Technologische Risiken bestehen nicht, alle Fertigungsverfahren sind etabliert und ändern sich nicht. 3D-Druck wird sich immer weiter etablieren, allerdings stellt diese Technologie bisher kein Risiko für die Produkte dar, die von der DEMGY EISproduziert werden.

Das im Vorjahr gestartete Projekt bezüglich einer Substitution des konventionellen Formenbaus durch 3D-Druck erwies bisher noch keine signifikanten Erkenntnisse, wird jedoch aus strategischen Gründen weitergeführt.

Umweltbezogene Risiken

Direkt umweltbezogene Risiken bestehen nicht.

Verbote von Plastik auf Öl-Basis in der EU:

Dieses Thema könnte für die DEMGY EIS in der Zukunft relevant werden. In der Luftfahrt werden nur freigegebene Materialien eingesetzt. Daher wird erwartet, dass die Kunden zusammen mit den Materialherstellern eine Liste von neuen zugelassenen Kunststoffen erstellen werden. Die DEMGY EIS wird sich im Folgenden dann auf diese neuen Materialien einstellen müssen. Einen kompletten Verzicht auf Kunststoffe wird es jedoch nicht geben. Proaktiv wird die DEMGY EIS Kontakt mit Herstellern von Rohmaterialien aufnehmen, um Vorschläge für geeignete Materialien an die Kunden zu übermitteln.

Chancenberichterstattung

Für das Geschäftsjahr 2024 sehen wir als Luftfahrtzulieferer vielversprechende Chancen aufgrund mehrerer Faktoren. Die steigende Nachfrage nach Flugzeugen durch namhafte Flugzeughersteller, sowie die Modernisierung von bestehenden Flotten, als auch die Wiederinbetriebnahme der Airbus A380 durch mehrere Airlines bieten uns die Möglichkeit, unsere Produkte und Dienstleistungen weiter zu etablieren, aber auch aus der Vergangenheit bestehende Produkte wiederzubeleben.

Durch die Integration in die DEMGY Gruppe sind wir auch der Auffassung, dass wir hier Lerneffekte erzielen können und so Effizienzgewinne in der aktuellen Produktion realisieren. Dadurch lassen sich potenzielle Margenverluste aufgrund von Ineffizienzen weitestgehend intern beseitigen.

Wir sind optimistisch, dass wir durch unsere strategische Ausrichtung und unser Engagement für Qualität und Kundenzufriedenheit auch in Zukunft erfolgreich am Markt agieren können.

Finanzielle Lage

Ertragslage

Zu den bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens gehören die Umsatzerlöse, das EBITDA und das Jahresergebnis vor Steuern. Deren Entwicklung wird in den nachfolgenden Passagen dargestellt.

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtsjahr 2023 eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen) i.H.v. EUR 25,4 Mio. Die Umsatzerlöse weisen einen Saldo von EUR 24,9 Mio. aus. Dabei beliefen sich die Bestandsveränderungen auf einem Wert von EUR 0,6 Mio. Die Materialaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr EUR 10,0 Mio. Daraus resultiert eine Materialaufwandsquote von ca. 39,2 %.

Die Personalaufwendungen betrugen EUR 7,9 Mio. (im Vorjahr: EUR 6,6 Mio.). Der Anstieg ist aufgrund von Gehaltsanpassungen und dem Personalaufbau zu erklären. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weisen einen Wert von EUR 4,4 Mio. aus (Vorjahr: EUR 4,5 Mio.). Somit betrug das EBITDA im Geschäftsjahr 2023 rd. EUR 5,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,9 Mio.). Dies lässt sich im Wesentlichen auf die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge um ca. EUR 1,8 Mio. EUR und der Erhöhung der Personalkosten zurückführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten zum einen, Corona III Überbrückungshilfe aus 2021 und zum anderen mehrere Einmalzahlungen von Kunden für Kostenerstattungen.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich im Jahr 2023 auf TEUR 1.699 erhöht (Vorjahr TEUR 1.630), wobei die Sachanlagen mit TEUR 1.607 den wesentlichen Teil ausmachen. Der größte Teil des Anlagevermögens ist im Rahmen eines Sale and Lease Back Vertrags finanziert.

Das Vorratsvermögen hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 um TEUR 1.647 erhöht. Die Erhöhung beruht im Wesentlichen auf einer Steigerung der Produktion und der damit einhergehenden Erhöhung der Warenbestände. Die stille Reserve, welche aus den geringeren Einstandswerten des im Jahr 2021 übernommenen Warenlagers resultiert, wurde zum Ende des Berichtsjahres 2023 vollständig realisiert.

Der Posten "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" hat sich zum Stichtag im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.422 auf TEUR 2.699 erhöht. Dies lässt sich durch ein höheres Geschäftsvolumen und durch Forderungen, die nicht über das Factoring liefen, erklären.

Die liquiden Mittel verringerten sich auf TEUR 716.

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.878 auf TEUR 6.730 erhöht. Die Eigenkapitalquote steigt somit zum Bilanzstichtag auf ca. 51,7 % (Vorjahr: 33,9 %)

Die Rückstellungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 3.275 (Vorjahr: TEUR 2.489) und setzen sich im Wesentlichen aus Steuerrückstellungen für das Vorjahr und das laufende Geschäftsjahr zusammen.

Die Verbindlichkeiten sanken im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 5.006) signifikant auf ein Niveau von TEUR 3.029. Gründe für den Rückgang waren hierbei die Rückführung einer Fremdfinanzierung i.H.v. TEUR 2.076, sowie weitere erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen mit einem Wert von TEUR 596.

Liquiditätslage

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft einen operativen Cashflow von TEUR 2.310. Ursächlich hierfür war im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 2.865.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich für das Geschäftsjahr 2023 auf TEUR -445, was im Wesentlichen auf Neuanschaffungen und Ersatzinvestitionen in technischen Anlagen und Maschinen zurückzuführen ist.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR -2.660, welcher sich im Wesentlichen aus der Tilgung von Finanzkrediten ergibt.

Aus der derzeitigen Prognose für das Geschäftsjahr 2024 und den aus dem Geschäftsjahr 2023 gewonnenen Erkenntnissen lässt sich bestätigen, dass die Liquidität des Unternehmens zu jedem Zeitpunkt gesichert ist.

Prognoseberichterstattung

Für das Jahr 2024 geht die DEMGY EIS von steigenden Umsätzen aus. Diese lassen sich auf die steigenden Produktionsraten der OEMs, als auch auf der Zusage der OEMs zu neuen Projekten zurückführen.

Der Umsatz wird in Höhe von ca. EUR 27 Mio. erwartet. Die Kosten für Material werden weiterhin auf hohem Niveau erwartet. Weitere zusätzliche Anstiege sind nach jetzigem Kenntnisstand unwahrscheinlich. Das geplante EBITDA beträgt somit EUR 3,5 Mio. Nach einer geplanten Abschreibung i.H.v. TEUR 559, bei der bereits eine Ersatzinvestition in das Sachanlagevermögen i.H.v. TEUR 500 berücksichtigt wurde, erwarten wir ein EBIT von ca. EUR 2,9 Mio.

Die Entwicklung des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, als auch der Krieg in Nahost kann einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der DEMGY EIS haben, derzeit sind jedoch keine derartigen Einflüsse zu beobachten.

 

Euskirchen, den 28. Mai 2024

DEMGY EIS GmbH

Geschäftsführung

Pierre Jean Leduc

Bilanz

AKTIVA

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 91.814,00 61.350,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.509.514,00 1.440.767,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 97.562,00 127.793,00
1.607.076,00 1.568.560,00
1.698.890,00 1.629.910,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.753.027,43 2.832.206,30
2. Unfertige Erzeugnisse 1.657.911,11 1.821.808,49
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.834.430,08 1.110.329,98
4. Geleistete Anzahlungen 539.748,13 372.374,53
7.785.116,75 6.136.719,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 425.079,21 28.593,26
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.274.182,97 1.393.278,83
2.699.262,18 1.421.872,09
III. Guthaben bei Kreditinstituten 715.612,92 1.965.281,22
11.199.991,85 9.523.872,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 136.728,92 192.939,50
13.035.610,77 11.346.722,11

PASSIVA

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen 0,00 -12.500,00
Eingefordertes Kapital 25.000,00 12.500,00
II. Gewinnvortrag (Vorjahr: Verlustvortrag) 3.840.734,14 1.162.925,67
III. Jahresüberschuss 2.864.538,33 2.677.808,47
6.730.272,47 3.853.234,14
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.456.000,00 1.847.230,48
2. Sonstige Rückstellungen 819.361,43 640.483,42
3.275.361,43 2.487.713,90
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 682,35 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 790.002,12 194.269,22
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 986.851,22 1.086.734,49
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53.099,76 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.199.341,42 3.724.770,36
davon aus Steuern: EUR 72.594,41 (Vorjahr: EUR 121.587,31) 3.029.976,87 5.005.774,07
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.988,87 (Vorjahr: EUR 19.191,30)
13.035.610,77 11.346.722,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1. Rohergebnis 17.591.470,54 16.014.904,47
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.578.331,68 5.518.544,34
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.301.471,14 1.073.215,10
7.879.802,82 6.591.759,44
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 375.799,40 306.652,96
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.359.297,34 4.530.481,30
davon aus Währungsumrechnung: EUR 279.709,07 (Vorjahr: EUR 253.496,31)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 158.692,59 10.079,17
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 819.209,01 595.547,97
davon aus der Abzinsung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.442,00)
-660.516,42 -585.468,80
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.451.163,35 1.322.000,00
8. Ergebnis nach Steuern 2.864.891,21 2.678.541,97
9. Sonstige Steuern 352,88 733,50
10. Jahresüberschuss 2.864.538,33 2.677.808,47

Anhang

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die DEMGY EIS GmbH (vormals: E.I.S. -Aircraft GmbH) hat Ihren Firmensitz auf der Kolumbusstraße 31 in 53881 Euskirchen und ist im Handelsregister Bonn unter der Register-Nr. HRB 26273 eingetragen.

Zum Unternehmen gehört ein weiterer Produktionsstandort. Dieser befindet sich in 32657 Lemgo unter der Adresse Im Hengstfeld 26.

Gemäß § 267 Abs. 1 HGB ist die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen.

Die Gesellschaft wurde von der DEMGY Group SAS mit dem Sitz in Saint-Aubin-sur-Gaillon, Frankreich als Share Deal zum 28.09.2023 vollständig akquiriert und firmierte bis dahin unter der E.I.S.-Aircraft GmbH. Der Geschäftsbetrieb wurde nahtlos fortgeführt.

Der Konzern DEMGY, ein innovativer Kunststofftechnologiekonzern, entwickelt und produziert Hochleistungslösungen aus Kunststoff und Verbundwerkstoffen, die leichter als Metall sind, um Energieeinsparungen in Sektoren mit hohem Kohlenstoffausstoß zu fördern.

Die in der Normandie ansässige Gruppe verfügt über fünf Standorte in Frankreich, darunter ihren Hauptsitz in St-Aubin-sur-Gaillon, zwei in Rumänien, einen in den Vereinigten Staaten und drei Forschungs- und Entwicklungszentren.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert und bildet somit das Gesamtkostenverfahren ab.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und der Generalnorm, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Grundsätze der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Bei den Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewendet.

Unter Anwendung des Vorsichtsprinzips sind insbesondere nur die am Bilanzstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste, die im Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit absetzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode über Nutzungsdauern von 5 Jahren. Die Regelung der Sofortabschreibung von abnutzbaren beweglichen Anlagegütern mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 entsprechend § 6 Abs. 2 EStG wird angewandt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten, einschließlich Anschaffungsnebenkosten, oder niedrigeren beizulegenden Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Aus Vorsichtsgründen erfolgt für Artikel, die innerhalb von zwei Jahren nicht verbraucht werden, wie in den Vorjahren eine vollständige Abwertung.

Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen kalkulatorischen Stückkosten, die auf der Basis der geplanten Normalbeschäftigung ermittelt worden sind. Die kalkulatorischen Stückkosten enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung (z.B. Werkzeugkosten) und den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die eliminierungspflichtigen kalkulatorischen Kostenbestandteile und die in Anlehnung an R 6.3 EStR anzusetzenden Kostenbestandteile wurden durch pauschale Zu- und Abschläge bei den Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen und werden zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Allen erkennbaren Risiken ist durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Auszahlungen im Berichtsjahr, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um künftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Die Zugangsbewertung erfolgt zum jeweils tagesaktuellen Devisenkassamittelkurs. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Latente Steuern wurden nicht angesetzt, da ein Aktivüberhang i.H.v. TEUR 44 besteht und kein Gebrauch des Wahlrechts bezüglich des Ansatzes aktiver latenter Steuern nach § 274 Abs.1 S.2 HGB gemacht wurde.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Darstellung des Anlagenspiegels ergibt sich aus der Anlage zum Anhang.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme eines in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Betrages in Höhe von TEUR 82 sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind mit TEUR 1.953 (Vorjahr: TEUR 1.180) Forderungen gegen eine Factoring-Gesellschaft enthalten.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

TEUR
Personal 658
Vertrieb 66
Übrige 95
819

Die Personalrückstellungen betreffen u.a. eine Jubiläumsrückstellung, deren Bewertung auf einem versicherungsmathematischen Gutachten der Mercer Deutschland GmbH basiert. Der Rückstellungsbetrag gemäß der "Projected-Unit:Methode" (PUC) ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der bis zum Stichtag zeitanteilig erdienten Jubiläumsleistungen und geht dabei von folgenden Grundlagen für die handelsrechtliche Bewertung aus:

Biometrische Rechnungsgrundlagen: "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck
Rechnungszinssatz p.a.: 1,74 %
Gehaltstrend p.a.: 2,50 %
BBG-Trend p.a. 2,50 %

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind hinsichtlich ihrer Restlaufzeit in dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

Restlaufzeit
≤ 1 Jahr
TEUR
> 1 ≤ 5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
31.12.2023 Gesamt
TEUR
Restlaufzeit ≤ 1 Jahr
TEUR
31.12.2022 Gesamt
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinistituten 1 0 0 1 0 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 790 0 0 790 194 194
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 987 0 0 987 1.087 1.087
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53 0 0 53 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 654 545 0 1.199 947 3.725
- davon aus Steuern 73 0 0 73 122 122
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 10 0 0 10 19 19

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 53 bestehen gegen den Gesellschafter DEMGY Group SAS, Saint-Aubin-sur Gaillon/Frankreich und resultieren aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe eines Betrages von TEUR 1.053 durch Pfandrechte besichert.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen i.H.v. TEUR 1.931 periodenfremde Erträge. Diese setzen sich zusammen aus außergewöhnlichen Erträgen i.H.v. TEUR 1.915, sowie anderen periodenfremden Erträgen von TEUR 16.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 89 periodenfremde Aufwendungen.

2. Außergewöhnliche Erträge

Die periodenfremden Erträge enthalten mit TEUR 1.006 von Kunden erhaltene Kostenerstattungen aufgrund der allgemeinen, unerwartet hohen Preissteigerungen im Geschäftsjahr 2022 sowie mit TEUR 909 die Auszahlung einer beantragten Corona-Überbrückungshilfe.

Im Vorjahr hatte die Gesellschaft im Zusammenhang mit dem im Jahr 2021 erworbenen Vorratsvermögen der insolventen E.I.S. Aircraft Products and Services GmbH, Euskirchen, einen Nachlass auf die Kaufpreisverpflichtung in Höhe von TEUR 557 erhalten. Dieser Effekt wurde aufwandsmindernd im Materialaufwand berücksichtigt und ist zum Jahresende 2023 vollständig realisiert.

V. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmeranzahl

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 141 Mitarbeiter beschäftigt, davon 89 Angestellte und 52 gewerbliche Arbeitnehmer.

2. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:

Herr Markus Hüter, Kaufmann, Dipl. Kfm., Dipl. Ing., Wiesbaden (bis 28.09.2023)

Herr Pierre-Jean Leduc, MBA, Dipl. Ing., Houssières /Frankreich (ab 29.09.2023)

Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Befreiungsklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

3. Anteils- und Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wurde zum 01.10.2023 durch die französische DEMGY Group SAS (französische Handelsregisternummer 477 918 973) mit Sitz in Frankreich, 1 rue des Houssières - 27600 Saint-Aubin-sur-Gaillon, übernommen und hält somit 100 % der Anteile der ehemaligen E.I.S. -Aircraft GmbH.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Gruppe einbezogen und ist dort abrufbar.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 4.699 bis zum Jahr 2036.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen

 

Euskirchen, den 28. Mai 2024

DEMGY EIS GmbH

Die Geschäftsführung

Pierre-Jean Leduc

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.545,00 41.500,00 0,00 0,00 106.045,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.828.672,77 350.744,73 24.000,00 0,00 2.155.417,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 207.955,56 55.032,67 0,00 0,00 262.988,23
2.036.628,33 405.777,40 24.000,00 0,00 2.418.405,73
2.101.173,33 447.277,40 24.000,00 0,00 2.524.450,73
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.195,00 11.036,00 0,00 14.231,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 387.905,77 279.499,73 21.502,00 645.903,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 80.162,56 85.263,67 0,00 165.426,23
468.068,33 364.763,40 21.502,00 811.329,73
471.263,33 375.799,40 21.502,00 825.560,73
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 91.814,00 61.350,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.509.514,00 1.440.767,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 97.562,00 127.793,00
1.607.076,00 1.568.560,00
1.698.890,00 1.629.910,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DEMGY EIS GmbH (vormals: E.I.S.-Aircraft GmbH), Euskirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DEMGY EIS GmbH (vormals: E.I.S.-Aircraft GmbH), Euskirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DEMGY EIS GmbH (vormals: E.I.S.-Aircraft GmbH), Euskirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 29. Mai 2024

RST HANSA GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Pütz, Wirtschaftsprüfer

Zabel, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 13.12.2024 wurde der Jahresabschluss 2023 festgestellt.

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