Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 20726
Eingetragen
26.8.2004
Branche
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Fahrzeughandel mit Neu- und Gebrauchtwagen einschließlich Freizeitfahrzeugen und Wohnwägen, insbesondere der Marke Renault, sowie Betrieb einer Kraftfahrzeugreparaturwerkstätte und eines Abschleppdienstes.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Reichhardt
seit 26.8.2004
Geschäftsführer
Maria Reichhardt
seit 26.8.2004
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

70.00% identifiziert30.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Auto Reichhardt GmbHEigenbeteiligung
30.00%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Stefan Manfred Reichhardt
86179 Augsburg
60.00%
Auto Reichhardt GmbH
Germany
30.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Auto Reichhardt GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 2.810,00 6
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 4.087.508,42 4.160
Technische Anlagen und Maschinen 185.736,00 113
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 887.686,50 1.003
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.160.930,92 45 5.321
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 250,00 0
B. Umlaufvermögen 5.163.990,92 5.327
Vorräte
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 57.984,46 7
fertige Erzeugnisse und Waren 8.534.194,93 8.592.179,39 3.494 3.501
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.842.099,25 2.152
sonstige Vermögensgegenstände 2.940.707,57 6.782.806,82 960 3.112
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.236.533,82 1.933
16.611.520,03 8.546
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.259,93 14
21.798.770,88 13.887

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50
Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 128.897,29 129
Bilanzgewinn 5.447.297,49 5.626.194,78 4.426 4.605
B. Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen 78.888,00 81
Steuerrückstellungen 213.685,03 187
sonstige Rückstellungen 1.975.772,67 2.268.345,70 1.326 1.594
C. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.987.915,85 3.003
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.232.936,15 1.470
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.158.129,61 1.900
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 22.521,28 22
sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern EUR 552.787,16 (Vj. TEUR 535)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 2.064,80 (Vj. TEUR 11) 854.438,25 13.255.941,14 632 7.027
D. Passive latente Steuern 648.289,26 661
21.798.770,88 13.887

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 48.988.176,88 44.115
sonstige betriebliche Erträge 159.072,18 533
49.147.249,06 44.648
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39.252.420,08 36.388
Aufwendungen für bezogene Leistungen 439.827,07 206
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 4.245.828,03 3.774
soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters-
versorgung (davon für Altersversorgung EUR 35.044,58; Vj. TEUR 46) 735.644,65 641
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 311.970,52 316
sonstige betriebliche Aufwendungen 2.218.681,25 -47.204.371,60 2.066 -43.391
1.942.877,46 1.257
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.107,89 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 221.525,01 -216.417,12 112 -111
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -497.454,97 -367
Ergebnis nach Steuern 1.229.005,37 779
sonstige Steuern -207.577,36 -12
Jahresüberschuss 1.021.428,01 767
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.425.869,48 3.659
Bilanzgewinn 5.447.297,49 4.426

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Auto Reichhardt GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Augsburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Augsburg
Register-Nr.: 20726

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Zins- und Kreditrisiko wurde durch angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen EUR 78.888,00.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwenigen Erfüllungsbetrages passiviert. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in den späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebene Steuerbe-/-entlastungen bilanziert. Die passiven latenten Steuern wurden unter Ausübung des Wahlrechts zur Verrechnung der passiven mit den aktiven latenten Steuern passiviert.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Auto Reichhardt GmbH, Augsburg

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.264,60 0,00 0,00 0,00 12.264,60
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 12.264,60 0,00 0,00 0,00 12.264,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.353.303,22 29.996,46 722,70 0,00 4.382.576,98
2. technische Anlagen und Maschinen 153.957,51 0,00 7.090,00 98.311,71 245.179,22
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.396.996,45 66.901,35 21.590,37 0,00 2.442.307,43
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.157,10 53.154,61 0,00 98.311,71- 0,00
Summe Sachanlagen 6.949.414,28 150.052,42 29.403,07 0,00 7.070.063,63
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 250,00 0,00 0,00 0,00 250,00
Summe Finanzanlagen 250,00 0,00 0,00 0,00 250,00
Summe Anlagevermögen 6.961.928,88 150.052,42 29.403,07 0,00 7.082.578,23
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.388,60 3.066,00 0,00 9.454,60
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 6.388,60 3.066,00 0,00 9.454,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 193.845,80 101.944,16 721,70 295.068,56
2. technische Anlagen und Maschinen 40.777,51 24.379,71 5.714,00 59.443,22
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.393.627,95 182.580,35 21.587,37 1.554.620,93
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.628.251,26 308.904,52 28.023,07 1.909.132,71
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.634.639,86 311.970,52 28.023,07 1.918.587,31
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.810,00 5.876,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.810,00 5.876,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.087.508,42 4.159.457,42
2. technische Anlagen und Maschinen 185.736,00 113.180,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 887.686,50 1.003.368,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 45.157,10
Summe Sachanlagen 5.160.930,92 5.321.163,02
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 250,00 250,00
Summe Finanzanlagen 250,00 250,00
Summe Anlagevermögen 5.163.990,92 5.327.289,02

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 78.888,00 (Vorjahr: EUR 80.659,00) wurden nach der versicherungsmathematischen PUC-Methode gebildet. Es wurden gemäß den versicherungsmathematischen Gutachten der Allianz Lebensversicherungs-AG vom 04.01.2024 folgende Annahmen zur Berechnung berücksichtigt:

Rechnungszinssatz: 1,8200 % p.a., 10-Jahresdurchschnittssatz
Rententrend: 2,0000 % p.a.
Biometrische Annahmen: HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von K. Heubeck Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahren (1,8200% p.a.) und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,7400% p.a.) ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 514,00. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

zum 31.12.2023 zum 31.12.2022
Rückstellungsart in EUR in EUR
Rückstellung für Personalkosten 1.485.252,97 1.040.540,31
Garantierückstellungen 27.589,31 21.098,44
Rückstellung für Prüfungen 364.199,00 178.335,00
Sonstiges 98.731,39 86.347,70
Summe 1.975.772,67 1.326.321,45

Aufgliederung der Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag Gesamtbetrag (Vorjahr)
T€ T€
gegenüber Kreditinstituten 1)+2) 3.987.915,85 3.003.383,94
erhaltene Anzahlungen 1.232.936,15 1.469.887,62
aus Lieferungen und Leistungen 7.158.129,61 1.899.933,73
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 22.521,28 22.482,38
sonstige Verbindlichkeiten 854.438,25 631.773,46
Summe 13.255.941,14 7.027.461,13
davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit kleiner 1 Jahr kleiner 1 Jahr (Vorjahr) 1 bis 5 Jahre 1 bis 5 Jahre (Vorjahr) größer 5 Jahre größer 5 Jahre (Vorjahr)
T€ T€ T€ T€ T€ T€
gegenüber Kreditinstituten 1)+2) 1.672.957,92 590.628,37 1.227.826,67 1.072.625,57 1.087.131,26 1.340.130,00
erhaltene Anzahlungen 1.065.339,93 626.913,65 167.596,22 842.973,97 -
aus Lieferungen und Leistungen 6.948.173,72 1.899.933,73 209.955,89 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 22.521,28 22.482,38 - - - -
sonstige Verbindlichkeiten 854.438,25 631.773,46 - - - -
Summe 10.563.431,10 3.771.731,59 1.605.378,78 1.915.599,54 1.087.131,26 1.340.130,00

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Grundschulden auf den Betriebsgrundstücken

2 = Sicherungsübereignung an Abschleppwägen und an den zu finanzierenden Fahrzeugen

Latente Steuern

Die ausgewiesenen latenten Steuern auf der Passivseite setzen sich wie folgt zusammen:

Aktive latente Steuer Passive latente Steuer Bilanzausweis (saldiert)
EUR EUR EUR
Stand zum 01.01.2023 -23.097,13 684.642,24 661.545,11
abzgl. Auflösung passive latente Steuern in 2023 - -14.109,15 -14.109,15
Auflösung aktive latente Steuern in 2023 853,30 - 853,30
Stand zum 31.12.2023 -22.243,83 670.533,09 648.289,26

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine nicht bilanzierten Haftungsverhältnisse zu vermerken.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die bestehenden Mietverträge belaufen sich auf TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 232) pro Jahr. Zum 31.12.2023 bestehen Rückkaufverpflichtungen aus Leasinggeschäften in Höhe von TEUR 908 (Vj. TEUR 550). Bei den Werten handelt es sich um Nettowerte.

Darüber hinaus liegen keine wesentlichen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft zum Bilanzstichtag vor.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 16 (Vj. TEUR 304) periodenfremde Erträge ausgewiesen, die v.a. Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus abgeschriebenen Forderungen und Zinserstattungen von Fahrzeugfinanzierungen für die Vorjahre betreffen.

Im Posten Zinsaufwand sind gemäß § 277 Abs. 5 HGB Aufzinsungen für langfristige Rückstellungen in Höhe von EUR 1.413,00 (Vj. EUR 1.516,00) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2023 Vorjahr
Arbeiter 55 52
Angestellte 21 21
leitende Angestellte 4 2
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer 80 75

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Stefan Reichhardt ausgeübter Beruf: Kfz-Mechaniker
Geschäftsführer: Günter Frank ausgeübter Beruf: Automobilverkäufer

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Es wird auf die Angabe der Gesamtbezüge nach § 285 Nr. 9a sowie Nr. 9b HGB gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Bilanzgewinn von EUR 5.447.297,49, der auf neue Rechnung vorgetragen wird.

 

Augsburg, den 21. Oktober 2024

Auto Reichhardt GmbH

gez. Stefan Reichhardt

gez. Günter Frank

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Unsere Firmengeschichte reicht bis in das Jahr 1927 zurück. Die Gesellschaft wird nunmehr in der 3. Generation als Familienunternehmen am Sitz und Standort Augsburg/Haunstetten geführt. Als offizieller Vertragshändler für die Marken Fiat, Abarth und Fiat Professional verkaufen wir Neuwagen, Tageszulassungen und Gebrauchtfahrzeuge. Auch sind wir Servicepartner für Renault und Dacia. Daneben gehört zu unserem Geschäftsbetrieb insbesondere der Handel mit Kfz-Ersatzteilen und Zubehör, die Wartung und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen sowie die Vermittlung von Leasing- und Finanzierungsgeschäften. Als Vertragshändler für die Wohnmobilmarken Adria und Reimo verkaufen wir nicht nur Wohnmobile, sondern erfüllen sämtliche Um- und Ausbauwünsche. Zusätzlich bieten wir als Partnerfirma des ADAC professionellen Pannen-, Abschlepp- und Bergedienst, der Rund um die Uhr zur Verfügung steht.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Branchenreport der Stadtsparkasse Augsburg

Das Kfz-Gewerbe konnte seine Umsätze 2023 um 11,9 % auf insgesamt 207,3 Mrd. Euro anheben. Das Pkw-Neugeschäft legte dabei um 2,6 % zu, die Service-Umsätze steigerten sich um 17,7 %.

Die Pkw-Neuzulassungen erhöhten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 7,3 % auf 2,84 Millionen Fahrzeuge. Die Anzahl der Pkw-Besitzumschreibungen stieg 2023 ebenfalls deutlich um 6,9 % auf mehr als 6 Mio. Fahrzeuge.

Der Anteil der neuen Pkw, die ausschließlich batteriebetrieben sind, wuchs um 11,4 % auf über 524.000. Ihr Gesamtanteil an den Neuzulassungen betrugt damit rund 18,4 %.

Jahreswirtschaftsbericht 2024 vom 21.02.2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (Auszug)

Vor dem Hintergrund mittelbarer Folgen der andauernden russischen Aggression gegen die Ukraine, der gestiegenen (Leit-)Zinsen, der relativ schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, eines hohen Krankenstands, aber auch zunehmender struktureller Herausforderungen hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vergangenen Jahr um 0,3 % abgenommen. Aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweisen hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung wurde die deutsche Wirtschaft stärker als andere große westliche Volkswirtschaften in ihrer Entwicklung beeinträchtigt.

Laut der Konjunkturprognose des ifo Instituts vom 26.09.2024 wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr stagnieren. In den beiden kommenden Jahren dürfte eine allmähliche Erholung einsetzen und die Wirtschaftsleistung um 0,8 % bzw. 1,3 % zunehmen.

Geschäftsverlauf

Der positive Branchentrend hat sich auch in unserem Geschäftsverlauf niedergeschlagen. Das Wirtschaftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.021 (Vj. TEUR 767) abgeschlossen. Ursächlich hierfür ist vor allem eine Umsatzsteigerung um 11,0 %, die im Wesentlichen durch den Verkauf von Pkw und Wohnmobilen resultierte.

Die Geschäftsentwicklung wäre ohne qualifizierte und hoch motivierte Mitarbeiter nicht denkbar. Zum Ende des Jahres 2023 wurden 85 Mitarbeiter (einschl. 2 Geschäftsführer) beschäftigt.

Ziele

Das grundsätzliche Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist organisches Wachstum. Die implementierten Planungs- und Steuerungssysteme sind dahingehend abgestimmt, dass sie die einzelnen Geschäftsbereiche steuern. Sie dienen der Bewertung des aktuellen Geschäftsverlaufs sowohl auf Einzelbereichsebene als auch auf der Gesamtebene.

III. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich deutlich um TEUR 7.911 auf TEUR 21.799. Folgende Ursachen sind dafür im Wesentlichen verantwortlich:

Der Vorratsbestand hat sich um TEUR 5.091 auf TEUR 8.592 erhöht. Dabei hat sich der Bestand an Fahrzeugen insgesamt um TEUR 5.227 erhöht und der Lagerbestand der Ersatzteile etc. um TEUR 187 vermindert.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dabei entfällt der wesentliche Anteil der Position auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 3.842 (Vj. TEUR 2.152) und die Abgrenzungen in den sonstigen Vermögensgegenständen mit TEUR 2.941 (Vj. TEUR 960). Aufgrund des höheren Finanzbedarfs bei Vorräten und Forderungen, sind die liquiden Mittel von TEUR 1.933 um TEUR 696 auf TEUR 1.237 gefallen.

Im Anlagevermögen lagen die planmäßigen Abschreibungen in 2023 mit TEUR 150 deutlich über den relativ geringen Neuinvestitionen von TEUR 312.

Das Eigenkapital ist von TEUR 4.605 auf TEUR 5.626 gestiegen. Trotz des erwirtschafteten Jahresüberschusses hat sich die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Gesamtkapital) wegen der stark gestiegenen Bilanzsumme um 7,4 Prozentpunkte auf 25,8 % vermindert.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von TEUR 1.326 um TEUR 650 auf TEUR 1.976 erhöht. Das lag vor allem an der Erhöhung der Personalkostenrückstellungen sowie der Erhöhung bei den Rückstellungen für Prüfungen von TEUR 178 auf TEUR 364.

Aufgrund von Zwischenfinanzierungen des Vorratsvermögens haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Jahresvergleich um TEUR 985 auf TEUR 3.988 erhöht. Der vorübergehende Aufbau des Vorratsvermögens im Zusammenhang mit einer großen Zulassungsaktion bei Neuwagen mit Elektroantrieb im Dezember war auch für den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ursächlich.

Finanzlage

Der Finanzmittelbestand lag zum Stichtag bei TEUR 1.237 und damit um TEUR 696 niedriger als im Vorjahr.

Die Liquiditätslage kann zum Bilanzstichtag als gut bezeichnet werden, da die kurzfristigen Verbindlichkeiten jederzeit mit kurzfristigen Forderungen, Vorratsvermögen und liquiden Mittel beglichen werden können. Kontokorrentlinien mussten so gut wie nicht in Anspruch genommen werden.

Ertragslage

Das Rohergebnis ist in absoluten Zahlen um TEUR 1.400 auf TEUR 9.455 gestiegen. Dabei konnte der Umsatz um rund 11,0 % gesteigert werden. Das war vor allem auf den anhaltenden Kauftrend im Caravaningbereich sowie bei den Pkw mit elektronischem Antrieb zurückzuführen. Dem Umsatzzuwachs steht erwartungsgemäß eine Erhöhung des Materialeinsatzes von 8,5 % gegenüber.

Verglichen mit der Umsatzsteigerung sind die Personalkosten um TEUR 567 bzw. 12,8 % leicht überproportional gestiegen. Der Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Kosten betrifft hauptsächlich die Raumkosten sowie Vertriebsaufwendungen. Insgesamt ist das Betriebsergebnis von TEUR 1.257 unerwartet stark um TEUR 686 auf TEUR 1.943 gestiegen.

Der deutliche Anstieg des Zinsniveaus im Jahresverlauf 2023 hat jedoch die im Vorjahr sehr niedrigen Kosten der Fahrzeugfinanzierung wieder ansteigen lassen. Aufgrund der Zwischenfinanzierung und den langfristigen Bankverbindlichkeiten sind die Zinsaufwendungen insgesamt um TEUR 112 auf TEUR 222 gestiegen.

Die Gesellschaft konnte operativ an das gute Jahr 2022 anschließen und ihr Geschäftsvolumen weiter ausbauen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist auf TEUR 1.519 gestiegen.

Die Ertragslage der Gesellschaft wird als gut und positiv beurteilt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

a)

Rohergebnisentwicklung

b)

Jahresüberschuss

Das Rohergebnis konnte um TEUR 1.400 auf TEUR 9.455 bzw. um 17,4 % gesteigert werden. Die Rohergebnisrentabilität (Jahresüberschuss / Rohergebnis) ist von 9,5 % auf 10,8 % gestiegen.

Der erwirtschaftete Jahresüberschuss ist um TEUR 254 auf TEUR 1.021 gestiegen.

Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Trotz der großen Herausforderungen aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine können wir auf ein positives Geschäftsjahr zurückblicken.

Unser Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr stärker als geplant gestiegen.

Dadurch dass die laufenden Betriebskosten, wie Personalkosten und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht überproportional zum Umsatzwachstum gestiegen sind, hat sich das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen.

V. Chancen- und Risikobericht

Die Konjunkturelle Entwicklung auf dem Binnen- und Weltmarkt wird unsere Branche maßgeblich beeinflussen. Zwar spielt die weltweite Corona Pandemie keine Rolle mehr, der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine dauert jedoch weiter an und die weitere Entwicklung der Nahost-Krise ist noch nicht absehbar. Es bestehen weiterhin Engpässe in den Lieferketten und steigende Preise vor allem bei den Rohstoffen.

Der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer erwartet für das Jahr 2024, dass in Deutschland ca. 200.000 vollelektrische Neuwagen weniger verkauft werden. Dies liegt vor allem an der Entscheidung der Bundesregierung im Dezember 2023, die Umweltprämie zu stoppen. Gleichzeitig drängen chinesische Hersteller auf den deutschen bzw. europäischen Markt, um ihre Fahrzeuge kostengünstig zu platzieren.

Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken haben wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt.

Diese beinhalten vor allem:

 

Anwendung einheitlicher Richtlinien

 

Einsatz zuverlässiger Software

 

Arbeitsanweisungen

 

Auswahl von qualifiziertem Personal

 

High Level Controls

Dadurch ist sichergestellt, dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Wertberichtigungen auf entsprechende Aktivposten sowie die Bildung von Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen.

Branchenrisiken/-chancen

Das wirtschaftliche Umfeld im Automobilhandel ist durch einen starken Wettbewerbsdruck gekennzeichnet, ausgelöst durch die zunehmende Konkurrenz durch Automobilbörsen im Gebrauchtfahrzeuggeschäft und die rückläufigen Wartungs- und Reparaturarbeiten in den Markenwerkstätten, sowohl hinsichtlich der Stückzahl als auch hinsichtlich des Umsatzvolumens. Diese Entwicklungen beeinflussen die erzielbaren Margen im Fahrzeughandel und im After Sales Bereich und somit das Gesamtergebnis des Unternehmens.

Diesen Risiken ist das das Unternehmen in den letzten Jahren bereits mit einer Diversifizierung ihrer Produktpalette (z.B. Aufnahme neuer Marken, Ausweitung des Bereichs "Pannendienst") entgegengetreten und versucht durch eine optimale Kundenbetreuung die Loyalität des Kunden zu gewinnen. Ein zufriedener Kunde kommt öfter.

Als zertifizierter Renault Z.E.-Partner bieten wir die komplette Bandbreite an Renault Elektrofahrzeugen und Hybridmodellen. Renault Z.E., der schon frühzeitig auf neue Antriebstechnologien gesetzt hat, bietet mit den neuen Modellen modernste elektrische Fahrzeuge an, die eine Reichweite von bis zu 380 km haben und damit inzwischen voll alltagstauglich sind.

Diversifikationsrisiken/-chancen

Mit den Bereichen Wohnmobil, Werkstätte, Kfz-Handel und Abschleppdienst können wir Synergie-Effekte generieren und damit unseren Kunden einen Full-Service anbieten. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass sich Bereiche (z.B. Wohnmobil) deutlich positiv entwickeln, während andere Bereiche (z.B. Kfz- Handel) zumindest stagnieren. Durch die Diversifizierung können wirtschaftlichen Schwankungen ausgeglichen werden.

Ertrags-/Finanzierungsrisiken/-chancen

Aufgrund der guten Vermögenslage, der soliden Eigenkapitalausstattung und der guten Ertragskraft sind keine aktuellen Risiken erkennbar, die sich auf die Finanzierung auswirken können.

Marktpreis-/Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Aufgrund der Vorratshaltung besteht das Risiko, dass aus der Veräußerung der Vorratsbestände durch lange Lagerdauer bzw. negative Marktpreisentwicklungen Verluste entstehen könnten.

Wir begegnen diesem Risiko durch ein aktives Controlling der Vorratsbestände.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Währungsrisiken/-chancen

Es werden so gut wie keine Währungsgeschäfte abgewickelt. Daher bestehen keine nennenswerten Währungsrisiken.

Personalrisiken/-chancen

Die Mitarbeiter sind ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Auto Reichhardt GmbH. Damit Mitarbeiter-know-how im Unternehmen aufgebaut werden kann, wird fortlaufend geschult und Fortbildungen angeboten. Dadurch bietet sich die Chance, dass der hohe Qualitätsstandard und die ausgezeichnete Serviceorientierung gehalten werden kann.

Daneben werden zentrale Stellen von Mitarbeitern besetzt, die seit Jahren im Unternehmen beschäftigt sind. Wenn diese Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden werden können, verbleibt das Mitarbeiter-know-how im Unternehmen.

Kredit-/Finanzierungsrisiken

Für eventuelle Liquiditätsrisiken bestehen Kontokorrentlinien, die bisher jedoch so gut wie nicht in Anspruch genommen werden mussten. Damit wären wir auch in gesamtwirtschaftlich schwierigen Zeiten für unsere Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter ein zuverlässiger Partner.

Gesamtrisiko

Die Risikoeinschätzung ist abhängig von den Auswirkungen des Angriffskriegs auf die Ukraine, die Entwicklung des Nahost-Konflikts und den Engpässen auf den Energiemärkten. Alle diese negativen Entwicklungen haben Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, die Binnen- und die Globale Wirtschaft. Durch die Diversifikation der Auto Reichhardt GmbH, unserer sehr guten Reputation, den langjährigen Lieferanten- und Kundenkontakten und unserer Finanz- und Ertragssituation, sind wir in der Lage, auch wirtschaftlich starke Schwankungen zu bewältigen. Bestandsgefährdende Risiken gab es im Geschäftsjahr 2023 nicht und sie sind auch für das Geschäftsjahr 2024 nicht ersichtlich.

VI. Prognosebericht

Das Jahr 2024 wird für unser Unternehmen von zwei Ereignissen bestimmt werden: zum einen wollen wir weiter expandieren, so dass neues Investitionsvolumen entsteht. Zum anderen wird die Gesamtwirtschaft und damit auch die Branche vor allem durch den weiter bestehenden Energieengpass und den anhaltenden Krieg und Krisen stark beeinflusst. Nicht zuletzt wird die zunehmende Konkurrenz aus China den Markt beeinflussen.

Eine eindeutige Aussage, welche Risiken und welche Chancen aus dem Energieengpass, den Kriegs-Krisen und der Konkurrenz aus China für das Unternehmen erwachsen und wie sich der Geschäftsverlauf in der Zukunft entwickelt, kann aufgrund der Dynamik nicht verlässlich getroffen werden.

Für das Jahr 2024 geht die Geschäftsleitung davon aus, dass das Jahresergebnis sowie das Rohergebnis gehalten werden kann.

 

Augsburg, 21. Oktober 2024

Auto Reichhardt GmbH

gez. Stefan Reichhardt

gez. Günter Frank

Für die Offenlegung des Jahresabschlusses wurde das Wahlrecht zur Verkürzung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 276 Satz 1 HGB in Anspruch genommen. Dem vollständigem Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Auto Reichhardt GmbH, Augsburg,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Auto Reichhardt GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Auto Reichhardt GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ergebnisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 23. Oktober 2024

SBM Steiner • Biermayer & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Harald Steiner, Wirtschaftsprüfer

Eva Biermayer, Wirtschaftsprüfer

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