Premium Cosmetics GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Weckerle Cosmetics GmbHEislingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31.12.2022Weckerle Cosmetics GmbH, EislingenAKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022Weckerle Cosmetics GmbH, Eislingen
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Weckerle Cosmetics GmbH, Eislingen (Amtsgericht Ulm, HRB 723753), wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches und der Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Zum 31. Dezember 2022 ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Aufstellungserleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB werden teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde unter Zugrundelegung der Prämisse der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Die Weckerle Cosmetics GmbH weist zum Stichtag 31. Dezember 2022 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR -446 (Vorjahr: positives Eigenkapital von TEUR 335) aus. Die Schwestergesellschaft Weckerle GmbH, Weilheim, hat eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von EUR 3,291 Mio. auf ein bestehendes Intercompany-Darlehen abgegeben hat. Für dieses Darlehen sowie ein weiteres Darlehen der Weckerle Holding GmbH, Weilheim, wurde vereinbart, dass auf eine Rückführung der Darlehen vor dem 31. Dezember 2027 verzichtet wird. Für den Prognosezeitraum bis Ende März 2026 planen wir mit einer ausgeglichenen Liquiditätslage. Zur Abdeckung möglicher Liquiditätslücken hat der Gesellschafter Weckerle Holding GmbH eine betraglich auf EUR 1,0 Mio. beschränkte Patronatserklärung mit Laufzeit bis 30. September 2026 abgegeben. Sollte es der Gesellschaft nicht gelingen, den geplanten Umsatz verbunden mit der geplanten Marge zu realisieren, könnte dies zu erheblichen negativen Auswirkungen insbesondere auf die Finanzlage der Weckerle Cosmetics GmbH führen. Je nach Ausmaß einer solchen negativen Entwicklung könnte möglicherweise die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Weckerle Cosmetics GmbH gefährdet sein, sofern ihr nicht aus dem Konzernkreis entsprechende weitere Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Wir verweisen hierzu ergänzend auch auf den Abschnitt "Risikobericht" im Lagebericht. II Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierung und Bewertung wird nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 246 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 277 HGB) und § 42 GmbHG vorgenommen. Darstellung, Gliederung und Bewertung im Jahresabschluss entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, die um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer, die sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen und Erfahrungswerten orientiert, abgeschrieben werden (derzeit mindestens 3, maximal 17 Jahre). Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und ggf. außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den letzten Einstandspreisen unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse gem. § 255 Abs. 2 HGB grundsätzlich mit den Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, einbezogen. Fremdkapitalzinsen sind nicht in den Herstellungskosten enthalten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit den Nominalwerten bewertet. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden für erkennbare Risiken Wertberichtigungen abgesetzt. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Langfristige Forderungen in Fremdwährung liegen nicht vor. Die flüssigen Mittel sind zum Nenn- bzw. Nominalwert aktiviert. Die Abgrenzungen entsprechen den zeitanteiligen Vorleistungen. Der Ermittlung der latenten Steuern liegt das bilanzorientierte Temporary Konzept zugrunde (§ 274 Abs. 1 HGB). Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet und somit nur der Gesamtsaldo bilanziert. Neben den latenten Steuern aus zeitlichen Differenzen wurden auch aktive latente Steuern auf Verlustvorträge ermittelt, die innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich zu einer Steuerentlastung führen. Die Berechnung erfolgte mit einem unternehmensindividuellen Steuersatz von 28,78 % (betr. GewSt, KSt sowie SolZ). Das gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und der Eintragung in das Handelsregister. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß dem Teilwertverfahren berechnet. Als Rechnungszinssatz wurde, der von der Bundesbank ermittelte, durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Bewertung wurden damit ein Rechnungszins von 1,78 % p.a., ein Rententrend von 1,50 % p.a. sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Eine Fluktuation und Gehaltssteigerungen wurden nicht berücksichtigt, weil es sich um einen geschlossenen Bestand handelt. Der in der Rückstellungsdotierung enthaltene Zinsanteil in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) wird im Zinsaufwand ausgewiesen. Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag aus der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung beträgt TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 5). Die Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Es liegen keine langfristigen Verbindlichkeiten in Fremdwährung vor. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt, sobald die Waren geliefert worden sind bzw. der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist. Umsatzerlöse werden nach Abzug von Rabatten und Skonti ausgewiesen. Sonstige betriebliche Erträge bzw. betriebliche Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen. Zinsen werden zeitanteilig mit dem Betrag, der auf das Geschäftsjahr entfällt, als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. III Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagengitter dargestellt. Umlaufvermögen Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit TEUR 2.390 (Vorjahr: TEUR 5.841) Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 1.393) sonstige Forderungen. In diesen sonstigen Forderungen sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 986) gegen den Gesellschafter enthalten. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital von TEUR 25 wird von der Weckerle Holding GmbH, Weilheim, gehalten. Teile des Eigenkapitals unterliegen der Ausschüttungssperre; der Gesamtbetrag nach §§ 253 Abs. Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB beträgt insgesamt TEUR 263 (Vorjahr: TEUR 5) und resultiert aus der Aktivierung latenter Steuern (TEUR 260; Vorjahr: TEUR 0) sowie aus dem Unterschied zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung bei der Auf- bzw. Abzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 3; Vorjahr: TEUR 5). Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen von TEUR 1.395 (Vorjahr: TEUR 1.772) sind insbesondere die voraussichtliche Kaufpreisminderung aus dem Asset Deal mit der Premium Cosmetics GmbH von TEUR 609 (Vorjahr: TEUR 609), Personalverpflichtungen von TEUR 370 (Vorjahr: TEUR 651), Gewährleistung von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 250) und ausstehende Rechnungen von TEUR 356 (Vorjahr: TEUR 116) enthalten. Verbindlichkeiten Angaben über Restlaufzeiten, Umfang und Art der Besicherung zeigt folgender Verbindlichkeiten Spiegel:
Dem Kreditinstitut dienen als Sicherheit für den KfW-Unternehmerkredit über EUR 2,9 Mio. die Sicherungsübereignung der Warenläger am Standort Eislingen sowie in Geislingen an der Steige. Zudem besteht hierzu eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft über EUR 5,0 Mio. seitens der Weckerle Holding GmbH. Daneben besteht als Sicherheit noch eine Buchgrundschuld über EUR 9,0 Mio. Als zusätzliche Sicherheit für den KfW-Unternehmerkredit über EUR 2,9 Mio. dienen der Bank außerdem die Warenläger am Standort Eislingen sowie ein Schuldbeitritt der Weckerle Holding GmbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten mit TEUR 997 (Vorjahr: TEUR 377) Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 5.863 (Vorjahr: TEUR 5.460) sonstige Verbindlichkeiten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 1.760 (Vorjahr: TEUR 88) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter enthalten. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 3.291 mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 19) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2). Latente Steuern Die passiven latenten Steuern betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 537 (Vorjahr: TEUR 537). Die aktiven latenten Steuern betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.030 (Vorjahr: TEUR 924) und resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie Bewertungsunterschieden bei Rückstellungen. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die anzugebenden finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Für die Erfüllung des Gesellschaftszwecks hat die Gesellschaft neben der Anmietung des betrieblich genutzten Immobilienvermögens diverse Leasingverträge über Betriebs- und Geschäftsausstattung, Fahrzeuge, Maschinen sowie EDV-Support und sonstige Dienstleistungen abgeschlossen. Bei den Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um Operating-Leasingverträge. Der Vorteil von Leasingverträgen gegenüber im Eigentum befindlichen, angeschafften Gegenständen liegt im konstanten Liquiditätsabfluss anstelle einer hohen Anfangsinvestition. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind bis längstens 2027 fällig. Die Gesellschaft hat zum Abschlussstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 374 (Vorjahr: TEUR 621) an eine Factoringgesellschaft veräußert. Das stille Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoringgesellschaft über. Die Gesellschaft behält zum Zwecke der Kundenpflege das Debitorenmanagement. IV Erläuterungen zur GuV In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben Corona Überbrückungshilfen in Höhe von TEUR 617 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 305 (Vorjahr: TEUR130), Erträge aus Kursgewinnen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 4) sowie Erträge aus der Herabsetzung von EWB und PWB von TEUR 55 enthalten. Außerdem sind hier periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 30) enthalten. Die Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagevermögens enthalten im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf stillgelegte Maschinen i.H.v. TEUR 257. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 107 und Währungskursverluste i.H.v. TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 58) enthalten. Aufwendungen aus Verlustübernahmen fielen im Geschäftsjahr nicht mehr an (Vorjahr: TEUR -1.356 betrafen die Premium Cosmetics GmbH, deren EAV wurde zum 31.12.2021 gekündigt). In den Zinsaufwendungen sind Zinsen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) aus der Aufzinsung von Rückstellungen und in Höhe von TEUR 235 (Vorjahr: TEUR 68) an verbundene Unternehmen enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 38) enthalten. V Sonstige Pflichtangaben Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl (§ 267 Abs. 5 HGB) der während des Geschäftsjahres 2022 beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 174 (Vorjahr: 191), davon waren 93 im gewerblichen Bereich sowie 81 in Vertrieb und Verwaltung tätig. Organe Geschäftsführung: Herr Thomas Weckerle, Unternehmer, Murnau (ab dem 17. Dezember 2021 bis 27. April 2022 und ab dem 19. Juni 2023) Herr Wolfram Braun, Geschäftsführer, Neufahrn bei Freising (ab 31. März 2022 bis 19. Juni 2023) Entsprechend § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist unmittelbar als Kommanditist an der Weckerle Grundstücks GmbH & Co. KG, Weilheim, mit 99,5 % beteiligt (Eigenkapital zum 31. Dezember 2022: EUR -794.466,59). Die Weckerle Grundstücks GmbH & Co. KG erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss von EUR 291.034,07. Die Gesellschaft ist unmittelbar an der Weckerle Verwaltungs GmbH, Weilheim, der Komplementärin der Weckerle Grundstücks GmbH & Co. KG, mit 100 % beteiligt (Eigenkapital zum 31. Dezember 2022: EUR 14.691,43). Die Weckerle Verwaltungs GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss von EUR 601,72. Konzernabschluss Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen der Weckerle Holding GmbH, Weilheim, (HRB 178137 beim Amtsgericht München) und wird in deren Konzernabschluss (kleinster und größter Kreis von Unternehmen) zum 31. Dezember 2022 einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt beim Betreiber des Bundesanzeigers. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2022 von EUR 780.979,12 mit dem Gewinnvortrag i. H. v. TEUR 310 aus den Vorjahren zu verrechnen.
Eislingen, 3. März 2025 gez. Thomas Weckerle, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022Geschäftstätigkeit und Organisationsstruktur Die Weckerle Cosmetics GmbH (WCE) ist Teil des Weckerle-Konzerns mit der Weckerle Holding GmbH, Weilheim, als oberstem M utterunternehmen. Die WCE ist seit vielen Jahren für verschiedene Marken im Bereich Beauty und Healthcare tätig. Im Geschäftsjahr 2022 gliedern sich Geschäftstätigkeit und Organisationsstruktur im Wesentlichen in insgesamt vier Geschäftsbereiche auf: Contract Manufacturing (CM), Premium Cosmetics (PreCos), Natural Cosmetics (NC) und durodont (OC). Im Bereich Contract Manufacturing bedient die WCE national und international bekannte Marken aus der Beauty- und Healthcare-Branche. Im Rahmen der Lohnherstellung kann am Standort Eislingen eine große Bandbreite an dekorativen Kosmetika und Hautpflegeprodukten hergestellt werden. Die Produktpalette umfasst eine große Anzahl an kosmetischen Produkten wie Mascara, Eyeliner, Lidschatten, Grundierung, Concealer, Rouge, Lipgloss, Lippenstifte und Nagellack sowie Hautpflegeprodukte wie Tag- und Nacht-Feuchtigkeitscremes, Masken, Handcremes, Nagelöle oder Körperlotionen in verschiedenen Texturen und Verpackungen. Zum 1. Juli 2020 wurde das Eigenmarkengeschäft Premium Cosmetics im Rahmen eines Asset Deals an die Tochtergesellschaft Premium Cosmetics GmbH (Premium Cosmetics) verkauft. Als Geschäftspartner von nationalen und internationalen Discountern und Drogeriemärkten vertreibt nun diese Gesellschaft im Eigenmarkenbereich dekorative Kosmetik und Hautpflege, während die WCE mit der Premium Cosmetics in einem Lieferanten-Kunden-Verhältnis steht. Im Bereich Naturkosmetik bietet die WCE Produkte nach aktuellen Zertifizierungen wie Natrue und Cosmos an. Das breite Portfolio umfasst auch biologische und vegane Produkte. Das Sortiment umfasst herkömmliche Farbkosmetik und Mundpflege; spezielle Produkte wie Porenminimierer, Makeup- Korrekturstifte und Make-up-Entferner ergänzen das Sortiment. Der Asset Deal mit Premium Cosmetics hatte keinen Einfluss auf die Produktpalette. Die Produkte wurden weiterhin bei der Weckerle Cosmetics GmbH gefertigt. Daneben werden am WCE-Standort Eislingen seit rund 70 Jahren Zahncremes und Mundpflegeprodukte entwickelt und produziert. Das Produktsortiment umfasst eine Vielzahl an Zahncremesorten, wie Whitening Zahncremes, Zahncremes für empfindliche Zähne, Zahnschmelzschutz, Kinderzahncremes u.v.m. Das Portfolio wird durch Mundspülungen, Mundsprays, Flüssigzahncremes, Prothesenreinigungscremes, Polierpasten, Zahnfleischbalsam, Plaque-anfärbemittel sowie Pasten zur Desensibilisierung ergänzt. Der Vertrieb der Zahncremes und Mundpflegeprodukte findet seit dem Asset Deal über die Premium Cosmetics GmbH statt, sodass die Weckerle Cosmetics die Produkte an die Premium Cosmetics verkauft, welche dann von dieser an die Endkunden vertrieben werden. In Bezug auf die weitergehenden Umstrukturierungsmaßnahmen in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 wird auf den Abschnitt im Prognose-, Chancen- und Risikobericht verwiesen. Strategie und Nachhaltigkeit Strategie Im Vordergrund der Geschäftsstrategie steht die Steigerung des Umsatzes durch eine aktivere Vermarktung der eigenen Produktentwicklungen. Des Weiteren hat die Positionierung des Unternehmens als zuverlässiger Hersteller von hochwertigen Kosmetikprodukten, die den stetig wachsenden Anforderungen an Qualität und Dokumentation langfristig gewachsen sind, eine zunehmende Bedeutung. Diesbezüglich soll das bestehende Kunden- und Produktportfolio erweitert und diversifiziert werden. Des Weiteren wird die Zusammenarbeit zwischen der WCE und der Kosmetik-Sparte der Weckerle GmbH in Peißenberg erheblich intensiviert. Seit dem Geschäftsjahr 2021 bestehen zwischen WCE, Premium Cosmetics und der Kosmetik-Sparte der Weckerle GmbH gemeinsame Management- Strukturen, einzelne Bereiche wurden sukzessive zusammengeführt. Die für das Geschäftsjahr 2023 geplante Verlagerung der Kosmetik Produktion aus dem Werk der Weckerle GmbH in Peißenberg nach Eislingen und die Übernahme der Kunden und Kundenaufträge durch die WCE ist inzwischen erfolgt und abgeschlossen. Durch die Bündelung der Produktionskapazitäten und die Verschlankung der Organisationsstrukturen sollen Synergien geniert und die Kosteneffizienz gesteigert werden. Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Prinzip für unser Unternehmen. Für uns bedeutet Nachhaltigkeit verantwortungsvolles Handeln, um wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Fortschritt zu erzielen. Wir haben den Anspruch, mithilfe unserer Innovationskraft den Ressourceneinsatz zu minimieren und unseren ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Wir legen größten Wert auf vertrauensvolle und langfristige Kundenbeziehungen sowie auf die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter, die die wesentlichen Säulen unseres Unternehmenserfolgs darstellen. Die Weckerle Cosmetics GmbH ist ein CO 2 -neutrales Unternehmen und nach ISO 14001 zertifiziert. Forschung und Entwicklung Die lokalen Einrichtungen in der Forschung und Entwicklung und der hohe Qualitätsstandard des Standortes Eislingen werden dazu genutzt, den hohen Qualitätsanspruch unserer innovativen Produktentwicklungen zu untermauern. Am Standort Eislingen vorliegende Zertifizierungen wie IFS HCP, ISO 9001 und die Herstellung von Naturkosmetik im Rahmen der entsprechenden Qualitätssiegel tragen zum weiteren Erfolg dieser Strategie bei. Im Geschäftsjahr 2022 waren im Bereich Forschung & Entwicklung und Qualitätssicherung 19 % (Vorjahr: 21 %) unserer Mitarbeiter beschäftigt. Die Aufwendungen in diesem Bereich beliefen sich auf EUR 1,4 Mio. (i.W. Personalkosten). Wirtschaftsbericht (Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage) Geschäftsverlauf 2022 Im Zuge der Strukturanpassung im Konzern wurde im Geschäftsjahr 2020 das Eigenmarkengeschäft an die Premium Cosmetics verkauft, welche seitdem als operatives Unternehmen tätig ist. Die Produktion erfolgt aber weiterhin großteils bei der Weckerle Cosmetics GmbH. Neben sämtlichen Kundenkontakten des Eigenmarkengeschäfts wurden eine Vielzahl von Markenrechten, darunter z.B. die Zahncrememarke "durodont", sowie weitere Vermögensgegenstände und das Fertigwarenlager verkauft. Nach dem Verkauf des Eigenmarkengeschäftes bedient die WCE selbst ausschließlich Contract-M anufacturing-Kunden und fungiert auch für die Premium Cosmetics als Auftragsfertiger. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung Die nachfolgenden Daten basieren auf der von Statista veröffentlichten Statistik zu "Beauty & Personal Care- Weltweit". 1 Der globale Branchenumsatz im Segment Dekorative Kosmetik betrug im Jahr 2022 etwa EUR 83,2 M rd. und wird vermutlich weiterhin steigen. Laut Prognose soll im Jahr 2026 ein Marktvolumen von EUR 101,5 M rd. erreicht werden; dies entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von 7,0 % (CAGR 2022- 2026). Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl werden in diesem Markt im Jahr 2022 etwa EUR 11 pro Kopf umgesetzt. In Deutschland betrug der Branchenumsatz für Dekorative Kosmetik im Jahr 2022 EUR 2,35 M rd. nach EUR 2,10 M rd. im Jahr 2021. Dabei beträgt das jährliche Umsatzwachstum mit 5,7 % (CAGR 2022-2026) deutlich weniger als weltweit (7,0 %). Die Anforderungen an die Produktqualität im Hinblick auf Inhaltsstoffe und Verpackungsmaterialien wachsen unverändert zum Vorjahr weiter. Die Forderung nach Reduktion von Kunststoffen in Formulierungen, in Form von Mikroplastik und bei Verpackungen, bleibt bestehen und wird auch in den kommenden Jahren in den Vordergrund rücken. Die nachfolgende Information basiert auf einer von Statista veröffentlichten Statistik, zum Umsatz mit Naturkosmetik in Deutschland in den Jahren 2007 bis 2022. 2 Verbraucher konsumieren bewusster Kosmetika. Der Umsatz mit Naturkosmetik in Deutschland hat sich im vergangenen Jahrzehnt etwa verdoppelt. Die Umsatzmilliarde wurde bereits im Jahr 2014 geknackt. Damit setzt sich der Trend zu nachhaltigem Konsum im Handel mit Kosmetika fort. Zahn- und Mundpflegeartikel gehören zu den fünf wichtigsten Warengruppen im Konsumgütersegment der Körperpflegeartikel in Deutschland. Der Umsatz mit Produkten aus diesem Bereich betrug in Deutschland im Jahr 2022 rund EUR 1,7 Mrd., während das weltweite Marktvolumen rund EUR 40,21 Mrd. betrug. Ertragslage Bei Umsatzerlösen von EUR 28,4 Mio. (Vorjahr: EUR 34,4 Mio.), einer Bestandsverminderung von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.) und sonstigen betrieblichen Erträgen von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 eine Gesamtleistung (Umsatz- Bestandveränderung) von EUR 28 Mio. gegenüber EUR 34,2 Mio. im Vorjahr erwirtschaften. Der hohe Rückgang der Umsatzerlöse ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich der Hauptabnehmer Premium Cosmetics von margenschwachen Aufträgen getrennt hat und infolgedessen weniger bezogen hat. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Sondereffekte enthalten: Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 EUR 0,62 Mio. Corona Überbrückungshilfe III plus erhalten. Außerdem sind EUR 0,3 Mio. auf der Auflösung von Rückstellungen und IC Weiterbelastungen in Höhe von EUR 0,375 Mio. Die M aterialaufwandsquote ist damit gemessen an der vergleichbar berechneten Gesamtleistung auf 64,7 % (Vorjahr: 58,3 %) gestiegen. Somit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022 eine Rohertragsquote (exklusive Leiharbeiter) von 41,3 % (Vorjahr: 58,3 %).
1 Quelle:
https://de.statista.com/outlook/cmo/beauty-personal-care/dekorative-kosmetik/weltweit
Der Personalaufwand von EUR 7,5 Mio. sank gegenüber dem Vorjahr (EUR 8,8 Mio.). Im Jahresdurchschnitt wurden 14 Personen weniger beschäftigt, dies ist eine Folge der Umstrukturierungsmaßnahmen. Aufgrund einer restriktiven Investitionspolitik verringerten sich die planmäßigen Abschreibungen im Berichtsjahr auf EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.). Darüber hinaus erfolgte im VJ eine außerplanmäßige Abschreibung auf eine stillgelegte Maschine i.H.v. EUR 0,2 Mio. Die sonstigen betriebliche Aufwendungen betragen EUR 5,5 Mio. (Vorjahr: EUR 5,8 Mio.) und betreffen hauptsächlich Miet- und Leasingaufwendungen, Energie- und Reinigungskosten, Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen sowie Rechts-, Beratungs- und IT-Kosten. Das Finanzergebnis von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR -1,0 Mio.) enthält Beteiligungserträge (EUR 1,1 Mio.; Vorjahr: EUR 0,5 Mio.), keine Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Vorjahr: EUR -1,4 Mio.), da der Ergebnisabführungsvertrag gekündigt wurde, Zinserträge (EUR 0,1 Mio.; Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) sowie Zinsaufwendungen (EUR -0,4 Mio.; EUR -0,4 Mio). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fielen im Geschäftsjahr 2022 aufwandsmindernd als latente Steuern in Höhe von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: Ertrag von EUR 0,057 Mio.) an. Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die WCE, bei einem Rohergebnis von EUR 11,6 Mio. (Vorjahr: EUR 15,4 Mio.), einen Verlust vor Steuern von EUR -1,0 Mio. (Vorjahr: EUR -0,09 Mio.). Diese Ergebnisverschlechterung ist im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der Umsatzerlöse. Finanzlage Kapitalstruktur Die Rückstellungen sanken von EUR 1,9 Mio. auf EUR 1,5 Mio. Die sonstigen Rückstellungen betragen EUR 1,4 Mio. und sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,4 Mio. gesunken, dies resultiert im Wesentlichen aus der Klärung eines Reklamationssachverhalts. Sie beinhalten im Wesentlichen eine potenzielle Verpflichtung zur Kaufpreisminderung aus dem o.g. Verkauf des Eigenmarkengeschäftes, Personalverpflichtungen (Urlaub, Überstunden und Prämien) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute sind von EUR 7,3 Mio. auf EUR 2,03 Mio. gesunken, dies resultiert aus der Kündigung der Kontokorrentline durch die Bank. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen auf EUR 6,9 Mio. (Vorjahr: EUR 5,8 Mio.). Dies ist vor allem auf das Darlehen von der Weckerle Holding GmbH zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken und betragen EUR 2,5 Mio. (Vorjahr: EUR 5,4 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten Stiegen von TEUR 97 auf TEUR 215. Die zusätzlichen Schwierigkeiten besonders durch die Anfangszeit der Covid-19-Pandemie konnten zunächst durch die Aufnahme eines langfristigen KfW-Unternehmerkredits in Höhe von EUR 2,9 Mio. kompensiert werden, welcher aber vierteljährlich, beginnend ab dem 30. September 2021, zurückzuzahlen ist. Die Tilgungsrate beträgt EUR 0,145 Mio. pro Quartal. Weiterhin sind der WCE im Geschäftsjahr 2022 aus der Bewilligung der Corona-Überbrückungshilfen finanzielle Mittel in Höhe von insgesamt EUR 0,6 Mio. zugeflossen. Investitionen Keine wesentlichen neuen Investitionen im Geschäftsjahr Liquidität Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist am Jahresende 2022 sehr angespannt. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 aufgrund des Jahresfehlbetrags einen - vereinfacht ermittelten - operativen Cashflow (=Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) von EUR -0,4 Mio. (Vorjahr: EUR -0,1 Mio.) und verfügt zum 31. Dezember 2022 über liquide Mittel von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,003 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von EUR 7,2 Mio. auf EUR 2,0 Mio. gesunken. Zwecks Finanzierung und Liquiditätssicherung wurde bereits 2020 ein langfristiger KfW- Unternehmerkredit über EUR 2,9 Mio. aufgenommen. Dieser wird seit September 2021 quartalsweise getilgt und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026. Die bestehende Kontokorrentline über EUR 4 Mio. wurde im Vorjahr von der Bank gekündigt. Die langen Zahlungsziele einiger umsatzstarker Kunden können weiterhin über eine Factoringgesellschaft vorfinanziert werden. Vermögenslage Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2022 ein negatives Eigenkapital von EUR -0,4 Mio. auf, das sich durch den Jahresfehlbetrag gegenüber dem Vorjahr verringert hat (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.). Die Schwestergesellschaft Weckerle GmbH, Weilheim, hat eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung in Höhe von EUR 3,3 Mio. auf ein bestehendes Intercompany-Darlehen abgegeben. Die immateriellen Anlagen und Sachanlagen haben sich von EUR 1,5 Mio. auf EUR 1,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr verringert. Investitionen fielen geringer aus als die planmäßigen Abschreibungen. Insgesamt hat die WCE im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der Liquiditätssituation mit EUR 0,8 Mio. weiterhin ein zurückhaltendes Investitionsverhalten gezeigt und im Wesentlichen in Maschinen und technische Anlagen investiert. Die Finanzanlagen haben sich von EUR 4,6 Mio. auf 0,01 Mio. gegenüber dem Vorjahr verringert. Dieses ist auf Entnahmen bei der Weckerle Grundstücks GmbH & Co. KG (EUR 3,8 Mio.) sowie der Rückführung von Ausleihungen an die Weckerle Holding GmbH (EUR 0,8 Mio.) begründet. Das Vorratsvermögen blieb mit EUR 6,6 Mio. nahezu unverändert (Vorjahr: EUR 6,6 Mio.). Während sich der Bestand der RHB um rund EUR 0,5 Mio. erhöhte, verringerte sich der Bestand an Unfertigen Erzeugnissen, Fertigerzeugnissen und Waren gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 0,5 Mio. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken deutlich auf EUR 3,7 M io. (Vorjahr EUR 8,2 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Für dieses Darlehen sowie ein weiteres Darlehen der Weckerle Holding GmbH, Weilheim, wurde vereinbart, dass auf eine Rückführung der Darlehen vor dem 31. Dezember 2027 verzichtet wird. Gesamtaussage zur Lage In der Gesamtbetrachtung war 2022 ein schwieriges und unerfolgreiches Geschäftsjahr. Die Auswirkungen der Coronapandemie waren in 2022 (EUR 28 Mio.) im Vergleich zu den Vorjahren (2021: EUR 34,4 Mio., 2020: EUR 43 Mio.) noch stärker zu spüren. Finanzielle Leistungsindikatoren Die zentralen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen das Unternehmen gesteuert wird, sind das Ergebnis vor Ertragsteuern und der Umsatz. Sowohl bei den Umsatzerlösen als auch beim Ergebnis vor Ertragsteuern konnte man den Plan 2022 nicht erreichen. Grund hierfür ist insbesondere der Rückgang der Nachfrage der Verbraucher:innen nach den von der Gesellschaft produzierten Kosmetikprodukten sowie der oben beschriebene Umsatzrückgang beim Hauptabnehmer Premium Cosmetics. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Es gibt keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, nach denen die Gesellschaft gesteuert wird. Dennoch kommt den Mitarbeiterbelangen in diesem Zusammenhang hohe Bedeutung zu. Mitarbeiterbelange Zufriedene Mitarbeiter haben zufriedene Kunden und sichern so den langfristigen Unternehmenserfolg. Deshalb entwickeln wir unsere Mitarbeiter entsprechend ihren Stärken und fördern die Selbst- und Mitbestimmung. Das Resultat ist M itarbeiterbindung und -zufriedenheit. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Die Gesellschaft hat die Quest Consulting AG beauftragt, die Planung bis 2024 zu plausibilisieren und auf Grundlage der Analyse eine Fortführungsprognose zu erstellen. Die Arbeiten hierzu wurden im März 2023 mit folgendem Ergebnis abgeschlossen (Zitat aus dem Gutachten): "Im Rahmen unserer Tätigkeit sind wir zu der abschließenden Einschätzung gelangt, dass aufgrund der in der vorliegenden Plausibilisierung beschriebenen Sachverhalte, Erkenntnisse, Maßnahmen und plausiblen Annahmen die zur Verfügung gestellten Forecast- und Planrechnungen bei objektiver Betrachtung realistisch sind. Es kann weiterhin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer positiven Fortführungsprognose ausgegangen werden. Wir bestätigen gutachterlich, dass die Weckerle Cosmetics GmbH & die Premium Cosmetics GmbH sich auf einem erfolgreichen Sanierungspfad befinden." Im Jahr 2023 wurden die im Sanierungskonzept identifizierten Schritte umgesetzt, um die zukünftige Rentabilität und Stabilität sicherzustellen. 1. Verlagerung der Produktion aus dem Werk Peißenberg: Als strategischer Schritt zur Verbesserung der Betriebseffizienz und zur Optimierung der Ressourcennutzung wurde die Verlagerung der Produktionsanlagen aus dem Werk Peißenberg umgesetzt. Dies ermöglicht es, Produktionskapazitäten zu bündeln und Synergieeffekte zu nutzen. Die Produktionsverlagerung resultiert in einer verbesserten Auslastung der Produktionsanlagen und führt zu erheblichen Kosteneinsparungen. 2. Übernahme der Kunden und Kundenaufträge aus Peißenberg: Im Rahmen Verlagerungsstrategie wurden nicht nur die Produktionsanlagen, sondern auch die Kunden und Kundenaufträge aus Peißenberg übernommen. Dieser Schritt ermöglichte es, die Kundenbasis im Bereich Kosmetik zu erweitern und den Auftragseingang und Auftragsbestand zu stärken. 3. Umsatzsteigerung und Ertragssteigerung im Bereich Kosmetik: Durch die Übernahme der Kunden und Kundenaufträge aus Peißenberg ist für den Bereich Kosmetik eine erhebliche Umsatzsteigerung geplant. Die Synergien, die aus der Produktionsverlagerung resultierten, sollen zu geringeren anteiligen Overheadkosten führen und gleichzeitig eine gezielte Erhöhung der variablen Kosten ermöglichen. Dies soll zu einer nachhaltigen Ertragssteigerung führen, die das operatives Ergebnis und damit auch die Liquidität der Gesellschaft positiv beeinflussen. Sollten sich allerdings die eingeleiteten und geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen im Weckerle Konzern nicht, nur unvollständig oder nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung realisieren lassen oder sollte ein Konjunktureinbruch bei weiterhin hohem Energiepreisniveau oder weiterhin hoher Inflation resultieren, könnte dies zu erheblichen negativen Auswirkungen insbesondere auf die Finanzlage der Weckerle Cosmetics GmbH führen und möglicherweise sogar die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der WCE gefährden, sofern ihr nicht aus dem Konzernkreis entsprechende weitere Finanzmittel zur Verfügung gestellt würden. Für das Geschäftsjahr 2023 wird mit einem Umsatz von EUR 32,251 Mio. und mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR -3,477 Mio. gemäß vorläufigem Jahresabschluss gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2024 wird bei einem Umsatzniveau von EUR 26,927 Mio. ein Verlust vor Steuern von EUR -0,551 Mio. erwartet. Für das Geschäftsjahr 2025 wird gemäß Planung mit einem Umsatz von EUR 25,1 Mio. und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR -0,198 Mio. gerechnet. Risikomanagement Die Unternehmensstrategie ist auf Stabilisierung des Unternehmens ausgelegt. Dabei ist man ständig bestrebt, auftretende Risiken frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen und Risikofelder beschrieben, die das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können. Darüber hinaus können weitere Risiken auftreten, die heute entweder noch nicht bekannt oder als unwesentlich einzustufen sind. Risikobericht Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit Risiken und Chancen verbunden, die aus den Geschäftsaktivitäten selbst oder aus der Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen resultieren. Die Weckerle Cosmetics GmbH hat aus diesem Grunde die Risiken des Geschäftsbetriebes beobachtet und entsprechende M aßnahmen ergriffen. So wurde das Qualitätsmanagement zu Beginn 2014 neu strukturiert und ausgebaut und seitdem stetig verbessert. Wie in der Vergangenheit wird auch zukünftig das Qualitätsmanagement die Risikobewertungen des Unternehmens dokumentieren. ISO 9001 und IFS HCP Standard Zertifizierungen, die besonderen Wert auf ein gutes Risikomanagement legen, konnten erneut bestanden werden. Im Geschäftsjahr 2019 konnte der Transfer zur neuen ISO 9001:2015 erfolgreich durchgeführt werden. Die neueste ISO 9001 gibt im Bereich Risiken und Chancen neue Maßstäbe vor, welche wir durch Risikoanalysen in Bezug auf unsere Prozesse und das gesamte Geschäftsumfeld umsetzen. Ergänzend können wir auf eine erfolgreich absolvierte FDA Inspektion verweisen und können damit sogenannte OTC-Produkte (over the counter) für den amerikanischen Markt produzieren. Zum Beispiel fluoridhaltige Zahncremes gehörten wegen des "aktiven Inhaltsstoffs" in den USA zur Gruppe der rezeptfreien Arzneimittel, die eine erfolgreiche FDA Inspektion beim Hersteller erfordern. Bestandsgefährdende Risiken - Liquiditätsrisiko Die Weckerle Cosmetics GmbH weist zum Stichtag 31. Dezember 2022 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR -446 (Vorjahr: positives Eigenkapital von TEUR 335) aus. Die Schwestergesellschaft Weckerle GmbH, Weilheim, hat eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von EUR 3,291 Mio. auf ein bestehendes Intercompany-Darlehen abgegeben hat. Für dieses Darlehen sowie ein weiteres Darlehen der Weckerle Holding GmbH, Weilheim, wurde vereinbart, dass auf eine Rückführung der Darlehen vor dem 31. Dezember 2027 verzichtet wird. Für den Prognosezeitraum bis Ende März 2026 plant die Gesellschaft mit einer ausgeglichenen Liquiditätslage. Zur Abdeckung möglicher Liquiditätslücken hat der Gesellschafter Weckerle Holding GmbH eine betraglich auf EUR 1,0 Mio. beschränkte Patronatserklärung mit Laufzeit bis 30. September 2026 abgegeben. Sollte es der Gesellschaft nicht gelingen, den geplanten Umsatz verbunden mit der geplanten M arge zu realisieren, könnte dies zu erheblichen negativen Auswirkungen insbesondere auf die Finanzlage der Weckerle Cosmetics GmbH führen. Je nach Ausmaß einer solchen negativen Entwicklung könnte möglicherweise die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Weckerle Cosmetics GmbH gefährdet sein, sofern ihr nicht aus dem Konzernkreis entsprechende weitere Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Operative Risiken Zu den operativen Risiken im Bereich Kosmetik gehören unter anderem die Aufrechterhaltung einer effizienten Supply Chain und effizienter Produktionsprozesse bei kleiner werdenden Losgrößen und kurzfristigen Änderungswünschen des Kunden. Unter Supply Chain verstehen wir den kompletten Warenfluss eingehend vom Lieferanten und ausgehend zum Kunden sowie die termingerechte Materialbereitstellung an die eigene Produktion bzw. an den Subunternehmer. Bei der Optimierung der Warenflüsse legen wir besonderen Wert auf eine termingerechte Materialversorgung zu vorher definierten Qualitätsmerkmalen bei gleichzeitig optimierter Kapitalbindung. Ausfallrisiken Das Ausfallrisiko wird bei Weckerle Cosmetics GmbH durch die Überwachung von Bonität und Zahlungsverhalten der Kunden reduziert. Ein Großteil der aus dem Umsatz entstehenden Forderungen werden an eine Factoringgesellschaft veräußert. Damit gehen die Forderungsausfallrisiken dieser Forderungen auf die Factoringgesellschaft über. Zinsänderungs- und Währungsrisiko Neben dem Zinsänderungs- und Währungsrisiko ist das Unternehmen keinen weiteren wesentlichen Marktrisiken ausgesetzt. Das Zinsänderungsrisiko ist wegen des seit längerem niedrigen Zinsniveaus gering. Zudem wurde und wird die Fremdfinanzierung der Gesellschaft sukzessive zurückgefahren. Zu den Fremdwährungsrisiken zählten 2022 nur die Entwicklung des US-Dollar, da die anderen Währungsrisiken durch Vertragsänderungen mit den Kunden eliminiert werden konnten. Somit sind die Währungsrisiken weiterhin überschaubar. Währungssicherungsgeschäfte werden daher zurzeit nicht abgeschlossen. Russland-Ukraine-Krieg Der seit 2022 andauernde Russland-Ukraine-Krieg hat die Energiekosten massiv ansteigen lassen, die Verfügbarkeit einzelner Rohstoffe wurde beeinträchtigt. Die Beschaffungspreise für Energie konnten wir durch langfristige Verträge mit den Versorgern bis Ende 2024 auf dem Niveau vor dem Ausbruch des Russland-Ukraine-Konfliktes sichern. Wenngleich wir der Energiekostensteigerung entgegenwirken konnten, treffen uns die Energiekostensteigerungen bei einigen Rohstofflieferanten, die ihre Preise erhöht haben. Diesen Preiserhöhungen treten wir durch Produktentwicklungen, die den Ersatz von günstigeren Rohstoffen ermöglichen, sowie durch die Weitergabe der Preiserhöhungen an unsere Kunden entgegen. Durch die strategische Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der Weckerle Cosmetics GmbH, der Premium Cosmetics GmbH und der Kosmetik-Sparte der Weckerle GmbH in Peißenberg erwarten wir eine deutliche Reduzierung insbesondere der Personalkosten. Von den Energiepreissteigerungen und Rohstoffpreiserhöhungen sind ebenfalls unsere Wettbewerber betroffen, die ähnlich wie wir versuchen, dies an die Kunden weiterzugeben. Wir erwarten durch Produktentwicklung und Effizienzsteigerungen einen Preisvorteil unserer Kunden gegenüber unseren Wettbewerbern. Wir arbeiten intensiv an der Diversifikation unseres Kundenportfolios, insbesondere an der Akquise von Neukunden. Die Sanktionen im Rahmen dieses Krieges wie auch der Krieg selbst stellen zudem sowohl ein gewisses Umsatz- als auch ein Forderungsausfallrisiko dar. Umsätze haben wir bislang lediglich in Russland getätigt, allerdings nur in geringem Umfang; materielle Forderungsausfälle sind daraus nicht zu erwarten. Ausblick und Chancen Der kontinuierliche Verbesserungsprozess muss weiterhin fortgesetzt werden und zugleich ist es auch weiterhin dringend notwendig, in innovative Produkte und Produktionsmöglichkeiten zu investieren. Für die Produktion gilt es, vorhandene Kapazitäten mit profitablen Projekten zu füllen. Hierbei müssen alle bisher umgesetzten Prozessverbesserungen weiterhin aufrechterhalten werden, und es gilt, die tatsächliche Performance anhand von Kennzahlen zu messen und zu analysieren. Zudem zählen die weitergeführte Rüstoptimierung und die Einführung einer verbesserten Produktionsplanung als wichtige Ziele in der Herstellung und der Produktion in den Geschäftsjahren 2023 und 2024. Der Vertrieb soll neue und alte Wege einschlagen. Das international vorhandene Potenzial gilt es zu heben, ohne zugleich den nationalen und europäischen Raum zu vernachlässigen. Der Vertrieb soll offensiver aufgestellt werden und proaktiv entwickelte Trendprodukte aktiver vertreiben. Auch hierbei gilt es, die Anforderungen an die Produkte in den oft so unterschiedlichen Märkten genau zu kennen und in Bezug auf die Preisbildung flexibel zu reagieren. Zusätzliche, neue Dokumentationspflichten und Zertifizierungsansprüche müssen dem Kunden klar kommuniziert werden und der entsprechende Mehraufwand muss sich dann im Preis wiederfinden. Die dem Hersteller immer mehr übertragene Verantwortung soll hierbei positiv angenommen werden, ohne jedoch wirtschaftlich einen Nachteil dadurch erfahren zu müssen. Das Verständnis der Kunden für diese Themen wächst und der Stellenwert "Made in Germany" gewinnt weiter an Bedeutung. Die bereits deutlich engere Kooperation der WCE mit der Premium Cosmetics wurde in 2023 weiter vorangetrieben, um Synergien und Kosteneffizienz durch einheitliche Prozessabläufe, ein zusammengefasstes Beschaffungswesen sowie ein gemeinsames Auftreten auf Kundenseite zu erreichen. Wie im Sanierungskonzept aufgeführt wurde der Standort der Weckerle GmbH in Peißenberg bis Ende 2023 im Zuge eines Betriebsübergangs aufgelöst. Im ersten Halbjahr 2023 wurden die notwendigen Maschinen gemäß dem Sanierungskonzept nach Eislingen verlagert und seitdem gemietet. Das Personal am Standort Peißenberg wurde nur teilweise übernommen. Für das Geschäftsjahr 2023 wird gemäß vorläufigem Jahresabschluss mit einer Umsatzsteigerung auf EUR 32,3 Mio. gerechnet. Das vorläufige Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf EUR -3,5 Mio. Für das Geschäftsjahr 2024 wird aufgrund der oben dargestellten Verlagerung mit einer Reduzierung der Umsatzerlöse auf ca. EUR 26,927 Mio. und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR -0,551 Mio. gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2025 wird gemäß Planung mit einem Umsatz von EUR 25,1 Mio. und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR -0,198 Mio. gerechnet. Bis zur erfolgreichen Sanierung der Gesellschaft muss das Hauptaugenmerk weiterhin dauernd auf der Sicherstellung der Liquidität liegen, um die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu gewährleisten. Aufgrund der immer noch unbefriedigenden Ertragslage ist die WCE hierfür bis auf Weiteres auf fortwährende Unterstützung aus dem Weckerle-Konzern angewiesen.
Eislingen, 3. März 2025 gez. Thomas Weckerle, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Weckerle Cosmetics GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Weckerle Cosmetics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Weckerle Cosmetics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf den Abschnitt "I Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" im Anhang sowie den Abschnitt "Risikobericht" im Lagebericht. Dort führen die gesetzlichen Vertreter aus, dass die Gesellschaft zum Stichtag 31. Dezember 2022 ein negatives Eigenkapital von TEUR -446 ausweist und die Schwestergesellschaft Weckerle GmbH, Weilheim, eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von EUR 3,291 Mio. auf ein bestehendes Intercompany- Darlehen abgegeben hat. Für den Prognosezeitraum bis Ende März 2026 planen die gesetzlichen Vertreter mit einer ausgeglichenen Liquiditätslage. Zur Abdeckung möglicher Liquiditätslücken hat der Gesellschafter Weckerle Holding GmbH eine betraglich auf EUR 1,0 Mio. beschränkte Patronatserklärung mit Laufzeit bis 30. September 2026 abgegeben. Sollte es der Gesellschaft nicht gelingen, den geplanten Umsatz verbunden mit der geplanten Marge zu realisieren, könnte dies zu erheblichen negativen Auswirkungen insbesondere auf die Finanzlage der Weckerle Cosmetics GmbH führen. Je nach Ausmaß einer solchen negativen Entwicklung könnte möglicherweise die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Weckerle Cosmetics GmbH gefährdet sein, sofern ihr nicht aus dem Konzernkreis entsprechende weitere Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Wie in Angabe "I Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" im Anhang und im Abschnitt "Risikobericht" im Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 3. März 2025 PKF
Industrie- und Verkehrstreuhand GmbH
gez. Kempa, Wirtschaftsprüfer gez.Sichting, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 06. März 2025. |
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