Soluvia Billing GmbHLiquidiert

63067 Offenbach am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 12157
Vorher
KSG Kommunikations-Service-Gesellschaft mbH24/7 United Billing GmbH
Eingetragen
6.12.2001
Branche
Erbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.
Gegenstand
der Betrieb von Call-Centern die Erbringung von Dienstleistungen in den Geschäftsbereichen Telefonmarketing- und beratung die Erbringung von Abrechnungsdienstund Beratungsleistungen (ausgenommen Steuer- und Rechtsberatung) sowie die Implementierung von Abrechnungssoftware die Erbringung von Inkassodienstleistungen die Erbringung von Leistungen im Bereich des Kundenmanagements sowie Schulungs- und Trainingsleistungen

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Kunath
seit 9.11.2018
Prokura
Gerald Hornfeck
seit 9.11.2018
Prokura
Dietmar Sperfeld
seit 25.3.2015
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Soluvia Billing GmbH

Offenbach am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2016 bis zum 30.09.2017

Bilanz zum 30.09.2017

in Tsd Euro

Aktiva

2017 2016 Anhang
Anlagevermögen      
Immaterielle Vermögensgegenstände 2 1 1
Sachanlagen 169 190 2
  171 191  
Umlaufvermögen      
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.265 5.157 3
  3.265 5.157  
Rechnungsabgrenzungsposten 3 2  
  3.439 5.350  

Passiva

     
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital 50 50 4
Kapitalrücklage 62 62  
Gewinnrücklagen 51 51 5
Gewinnvortrag 164 164  
  327 327  
Rückstellungen 1.164 1.940 6
Verbindlichkeiten 1.948 3.083 7
  3.439 5.350  

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2016 bis zum 30.09.2017

in Tsd Euro

2017 2016 Anhang
Umsatzerlöse 36.191 36.662 8
Sonstige betriebliche Erträge 441 2.594 9
Materialaufwand 11.671 12.266 10
Personalaufwand 9.412 9.337 11
Abschreibungen 22 28 12
Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.407 17.571 13
Ergebnis nach Steuern 120 54  
aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne 120 54 14
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0 0  

Anhang

Allgemeine Grundlagen

Die Soluvia Billing GmbH (Gesellschaft) hat ihren Sitz in Offenbach am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main (HRB 12157).

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 2 und 4 HGB.

Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, wurden Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sowie weitere GuV Positionen (sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, Materialaufwand) sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs.1 HGB durch das BilRUG nicht vergleichbar. Sich ergebende wesentliche Änderungen werden an der betroffenen Stelle dieses Anhangs erläutert.

Die Beträge werden in Tausend Euro (Tsd Euro) ausgewiesen.

Die Gesellschaft gehört zum ertragsteuerlichen Organkreis der Soluvia GmbH, Mannheim.

Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Soluvia GmbH, Mannheim.

Die Gesellschaft ist vertraglich in den Cash-Pool der MVV Energie AG eingebunden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert.

Nutzungsdauern in Jahren  
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3-10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5-15

Das Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert unter 150 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert zwischen 150 und 1.000 Euro werden in einem Sammelposten zusammengefasst und einheitlich mit 20 % jährlich abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen.

2 Sachanlagen

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen.

3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd Euro 2017 2016
Forderungen    
gegen verbundene Unternehmen 3.056 5.083
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 0 0
(davon gegen Gesellschafter) 220 79
Sonstige Vermögensgegenstände 209 74
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 0 0
  3.265 5.157

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.233 Tsd Euro (Vorjahr 2.971 Tsd Euro) sowie Forderungen aus dem Cashpool mit der MVV Energie AG in Höhe von 823 Tsd Euro (Vorjahr 2.112 Tsd Euro).

Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Vergütungsvorschüssen in Höhe von 5 Tsd Euro (Vorjahr 5 Tsd Euro), aus Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 139 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro) sowie nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstandene Forderungen aus noch nicht abzugsfähiger Vorsteuer in Höhe von 64 Tsd Euro (Vorjahr 52 Tsd Euro).

4 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 50 Tsd Euro. Es wird zu 100 % von der Soluvia GmbH, Mannheim, gehalten.

5 Gewinnrücklagen

in Tsd Euro 2017 2016
Andere Gewinnrücklagen 51 51
  51 51

6 Rückstellungen

in Tsd Euro 2.017 2.016
Sonstige Rückstellungen 1.164 1.940
  1.164 1.940

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für noch nicht genommenen Urlaub und Überstunden von 240 Tsd Euro (Vorjahr 205 Tsd Euro), ausstehende Rechnungen in Höhe von 758 Tsd Euro (Vorjahr 992 Tsd Euro), Prämienrückstellungen in Höhe von 111 Tsd Euro (Vorjahr 99 Tsd Euro), sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft über 55 Tsd Euro (Vorjahr 55 Tsd Euro).

7 Verbindlichkeiten

davon Restlaufzeit
in Tsd Euro 2017 bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
Verbindlichkeiten        
aus Lieferungen und Leistungen 431 431 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.318 1.318 0 0
(davon gegenüber Gesellschafter) 120 120 0 0
sonstige 199 199 0 0
(davon aus Steuern) 111 111 0 0
(davon im Rahmen der sozialen Sicherhei 0 0 0 0
  1.948 1.948 0 0
davon Restlaufzeit
in Tsd Euro 2016 bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
Verbindlichkeiten        
aus Lieferungen und Leistungen 670 670 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 2.038 2.038 0 0
(davon gegenüber Gesellschafter) 80 80 0 0
sonstige 375 375 0 0
(davon aus Steuern) 370 370 0 0
(davon im Rahmen der sozialen Sicherhei 0 0 0 0
  3.083 3.083 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.199 Tsd Euro (Vorjahr 1.984 Tsd Euro).

Darüber hinaus ergeben sich Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung an die Gesellschafterin in Höhe von 120 Tsd Euro (Vorjahr 54 Euro).

Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus noch abzuführender Lohnsteuer sowie aus rückwirkenden tariflichen Gehaltsanpassungen von Mitarbeitern.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 7.919 Tsd Euro (Vorjahr 4.777 Tsd Euro). Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von 1.636 Tsd Euro (Vorjahr 1.557 Tsd Euro) bestehen fast ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen und haben eine Laufzeit bis zum 30.09.2018.

Das Bestellobligo beläuft sich auf 6.283 Tsd Euro (Vorjahr 3.220 Tsd Euro). Insgesamt entfallen davon 3.245 Tsd Euro auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst und gliedern sich wie folgt:

in Tsd Euro 2017 2016
Abrechnungsmanagement 13.451 21.400
EDM 2.074 2.189
Kundenmanagement 13.290 10.039
Projektmanagement 7.177 3.034
Sonstige 199 0
  36.191 36.662

Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 38.805 Tsd Euro ergeben.

Die Umsatzerlöse beinhalten Erlöse gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 199 Tsd Euro.

9 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 383 Tsd Euro (Vorjahr 393 Tsd Euro) enthalten. Diese resultieren vollständig aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Bei Anwendung des BilRUG hätten sich für das Vorjahr sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 452 Tsd Euro ergeben.

10 Materialaufwand

in Tsd Euro 2017 2016
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9 18
Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.662 12.248
  11.671 12.266

Unter dieser Position sind im Wesentlichen Aufwendungen für Zählersperrungen und -öffnungen sowie für Inkassotätigkeiten in Höhe von 530 Tsd Euro (Vorjahr 671 Tsd Euro) und Kosten für Wärmedienstleistungen in Höhe von 1.267 Tsd Euro (Vorjahr 993 Tsd Euro) angefallen. Die Aufwendungen für Personalgestellung inklusive Overflow Dienstleistungen beliefen sich auf 9.346 Tsd Euro (Vorjahr 10.480 Tsd Euro).

11 Personalaufwand

in Tsd Euro 2017 2016
Löhne und Gehälter 7.886 7.859
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.526 1.478
(davon für Altersversorgung) 3 2
  9.412 9.337
2017 2016
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 1 196 194
(davon Auszubildende) 8 9
(davon Mitarbeiter mit ruhenden Arbeitsverhältnissen) 4 5

1 (berechnet auf der Basis der monatlichen Endbestände)

12 Abschreibungen

in Tsd Euro 2017 2016
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 22 28
  22 28

13 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind größtenteils Aufwendungen aus den Geschäftsbesorgungsverträgen in Höhe von 3.936 Tsd Euro (Vorjahr 4.177 Tsd Euro), aus IT-Leistungen mit 8.083 Tsd Euro (Vorjahr 10.128 Tsd Euro), aus Post- und Fernsprechgebühren in Höhe von 1.106 (Vorjahr 1.162 Tsd Euro) sowie aus Miet-aufwendungen in Höhe von 1.643 Tsd Euro (Vorjahr 1.549 Tsd Euro) enthalten.

14 Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne

in Tsd Euro 2017 2016
Gewinnabführung an Gesellschafter 120 54
  120 54

Weitere Angaben

Angaben § 6 b EnWG

Folgende Geschäfte größeren Umfangs im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG wurden mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt:

• 34.158 Tsd. Euro für Produkte im Kunden-, Abrechnungs- und Forderungsmanagement an verbundene Unternehmen

• 1.732 Tsd. Euro für Projekte an verbundene Unternehmen

• 100 Tsd. Euro für Change Order/Kleinstprojekte an verbundene Unternehmen

• 5.701 Tsd. Euro für Personalgestellung von verbundene Unternehmen

• 3.936 Tsd. Euro für Serviceleistungen von verbundene Unternehmen

• 8.038 Tsd. Euro für IT Dienstleistungen von verbundene Unternehmen

Weitere Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen, wurden nicht getätigt.

Konzernbeziehung

Für den größten Kreis und kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die MVV Energie AG, Mannheim, den Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen ist. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Es bestehen abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach HGB und IFRS, die jedoch bei der Gesellschaft zu keinen wesentlichen Bewertungsunterschieden führen.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016/17 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Alle Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen.

Ergebnisabführungsvertrag

Der ansonsten auszuweisende Jahresüberschuss wird aufgrund eines mit der Soluvia GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an diese abgeführt.

Honorare des Abschlussprüfers

Von der Angabe zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft nach § 285 Nr. 17 HGB wurde abgesehen, da diese Angaben im Konzernabschluss der MVV Energie AG, Mannheim, als einbeziehendes Mutterunternehmen, enthalten sind.

Geschäftsführung

Dr. Simon Kalvoda, Landau in der Pfalz

Diplom-Physiker (bis zum 30.04.2017)

Dietmar Sperfeld, Kiel

Industriefachwirt

Vergütung von Geschäftsführung

Beide Geschäftsführer sind bei der Soluvia GmbH angestellt und erhalten somit für ihre Tätigkeit von der Gesellschaft selbst keine Vergütung.

 

Offenbach am Main, den 03.11.2017

Soluvia Billing GmbH

Geschäftsführung

Dietmar Sperfeld

Anlagenspiegel

Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Gesamt
in Tsd Euro    
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2016 165 165
Zugänge 1 1
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.09.2017 166 166
Abschreibungen 1.10.2016 164 164
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Abschreibungen 30.09.2017 164 164
Restbuchwerte 30.09.2017 2 2
Restbuchwerte 30.09.2016 1 1
Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
in Tsd Euro    
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2016 312 312
Zugänge 1 1
empfangene/abgesetzte Zuschüsse 0 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.09.2017 313 313
Abschreibungen 1.10.2016 122 122
Abschreibungen des Geschäftsjahres 22 22
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Abschreibungen 30.09.2017 144 144
Restbuchwerte 30.09.2017 169 169
Restbuchwerte 30.09.2016 190 190

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Soluvia Billing GmbH, Offenbach am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach §6 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

Soluvia Billing GmbH

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit

2. Strategische Ausrichtung, Ziele

3. Steuerungsrelevante Kennzahlen

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsentwicklung

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

2. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Soluvia Billing GmbH (SBI) hat ihren Sitz in Offenbach am Main. Die Gesellschaft ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der Soluvia GmbH mit Sitz in Mannheim. Konzernobergesellschaft ist die MVV Energie AG, Mannheim.

Der vorliegende Einzelabschluss für das Geschäftsjahr 2017 der SBI wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften und ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. September 2017 50 Tsd. Euro. Seit 15. August 2013 besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Soluvia GmbH.

Zum Bilanzstichtag hielt die SBI keine unmittelbaren Tochterunternehmen und Beteiligungen.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst den gesamten Abrechnungsprozess aller Privat-, Geschäfts- und Sondervertragskunden von der Neuanlage über die Abrechnung bis zur telefonischen und persönlichen Kundenbetreuung. Darüber hinaus wird das Mahn- und Inkasso-Management mandantenabhängig in unterschiedlichem Umfang durchgeführt. Zusätzlich erbringt die Gesellschaft unterstützende Leistungen wie Druck und Kuvertierung sowie Versand der Kundenschreiben, Rechnungen und Mahnungen. Des Weiteren erbringt die SBI das Energiedatenmanagement für die MVV Netze GmbH und die Energienetze Offenbach GmbH. Die wichtigsten Auftraggeber der Gesellschaft sind die MVV Energie AG und MVV Netze GmbH, die Energieversorgung Offenbach AG und Energienetze Offenbach GmbH sowie die Stadtwerke Kiel AG und SWKiel Netz GmbH.

2. Strategische Ausrichtung, Ziele

Unter dem Dach der Soluvia GmbH verfolgt die SBI das Ziel, die Servicequalität und Kosteneffizienz in der Kundenbetreuung und Abrechnung für die Mandanten der MVV Gruppe kontinuierlich zu steigern. In den vergangenen Jahren konnten hierbei deutliche Qualitäts- und Effizienzgewinne realisiert werden.

Die SBI wird als Cost Center ohne nennenswerte Jahresüberschüsse geführt. Dieses Steuerungsmodell soll auch zukünftig beibehalten werden.

3. Steuerungsrelevante Kennzahlen

Als Cost Center nutzt die SBI als zentrale und relevante Steuerungsgröße die entstandenen Aufwendungen. Effizienzgewinne werden an die Kunden weitergereicht.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsentwicklung

Die Leistungserbringung der SBI in den Bereichen Kundenbetreuung, Abrechnung, Mahnwesen, Marktkommunikation, Energiedatenmanagement und Projektmanagement war auch im Geschäftsjahr 2017 von hoher Professionalität geprägt. Dies zeigt sich an einer Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte sowie der hohen Zielerreichung bei internen Qualitätskennzahlen.

Die Verbesserung der Mitarbeiterkompetenzen steht auch weiterhin im Vordergrund, was sich insbesondere im Qualifizierungskonzept der SBI widerspiegelt. In einem einheitlichen Schulungsansatz werden neben eigenen Mitarbeitern hierbei auch die Mitarbeiter des Callcenter-Dienstleisters geschult.

Für die schriftliche und telefonische Kundenbetreuung wurde ein neuer externer Partner ausgewählt und ausgebildet, was zu einer Steigerung der Kosteneffizienz und der Servicequalität führt.

Um die Wettbewerbsfähigkeit im Markt zu erhöhen, wurde im aktuellen Geschäftsjahr ein Benchmark-Projekt durchgeführt, welches durch einen externen Partner begleitet wurde. Über diesen Weg sollen Kostensenkungspotentiale aufgedeckt werden und ein entsprechender Maßnahmenkatalog zur Umsetzung definiert werden.

Am 2. September 2016 ist das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende in Kraft getreten (Messstellenbetriebsgesetz). Die Umsetzung der daraus resultierenden gesetzlichen Anforderungen im Bereich der Abrechnung und Kundenbetreuung hat im Geschäftsjahr 2016 begonnen. Vor allem durch die Einführung intelligenter Messsysteme bzw. moderner Messeinrichtungen sind umfangreiche Anpassungen in Prozessen und Schnittstellen erforderlich. Des Weiteren werden diesbezügliche Auswirkungen auf die Kundenbetreuung erwartet.

Die Anzahl der eigenen Mitarbeiter zum Stichtag 30. September 2017 beläuft sich auf 196 Angestellte (Vorjahr 194). Auch im Geschäftsjahr 2017 weist die SBI eine erhebliche Anzahl nicht besetzter Planstellen auf. Um Rückstände zu vermeiden, wurden diese Stellen temporär mit externen Kräften besetzt.

Insgesamt weist die SBI eine weiterhin stabile Geschäftsentwicklung auf, die im Wesentlichen auch durch die erfolgten Optimierungsmaßnahmen unterstützt wird.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der SBI am 30. September 2017 hat sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 1.911 Tsd. Euro (-35,7%) verringert.

Die Veränderung auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus dem stichtagsbedingten Rückgang der Forderungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt bei 5,0%. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Das Anlagevermögen wird dominiert durch das Sachanlagevermögen.

Das Umlaufvermögen sank auf 3.265 Tsd. Euro (Vorjahr 5.157 Tsd. Euro). Hauptsächlich verantwortlich für die Veränderungen war der stichtagsbedingte Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Die Eigenkapitalquote der SBI betrug am 30. September 2017 9,5% (Vorjahr 6,1%). Durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der Soluvia GmbH verändert sich das Eigenkapital nicht. Das Ergebnis der SBI wird zu jedem Jahresabschluss über diesen Vertrag abgeführt.

Die Verminderung bei den Rückstellungen um 40,0% auf 1.164 Tsd. Euro ergeben sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der Rückstellungen für noch ausstehende Rechnungen sowie dem Verbrauch sonstiger Personalrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten gingen um 1.135 Tsd. Euro auf 1.948 Tsd. Euro zurück. Die Gründe hierfür liegen in erster Linie am zahlungsbedingten Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. 720 Tsd. Euro.

Die Gesellschaft musste zur Finanzierung ihrer laufenden Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr keine Kredite bei Banken aufnehmen. Die Finanzierung erfolgt über den mittelbaren Gesellschafter MVV Energie AG. Zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsschwankungen im Laufe des Geschäftsjahres ist die Gesellschaft in den Cash-Pool der MVV-Gruppe eingebunden. Die Zahlungsfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr gewährleistet. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über Forderungen aus dem Cash-Pool gegen MVV Energie AG in Höhe von 823 Tsd. Euro.

Ertragslage

Als Cost Center nutzt die SBI als zentrale und relevante Steuerungsgröße die entstandenen Aufwendungen.

Insgesamt sind die Aufwendungen im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken, was insbesondere auf einen Rückgang der IT-Kosten sowie der Kosten für Fremdpersonal zurückzuführen ist.

Wie im Vorjahr prognostiziert, wurde ein stabiles Jahresergebnis erreicht. Der Jahresüberschuss in Höhe von 120 Tsd. Euro (Vorjahr 54 Tsd. Euro) wird wie im Vorjahr an die Muttergesellschaft Soluvia GmbH abgeführt.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) umgesetzt. Auswirkungen bei der Anwendung des BilRUG ergeben sich aufgrund der Neudefinition der Umsatzerlöse, den sonstigen betrieblichen Erträgen, dem Materialaufwand und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diese haben allerdings keine Auswirkung auf die Gesamtertragslage.

Im Weiteren werden nur die Veränderungen durch das BilRUG erläutert, die einen wesentlichen Einfluss auf den Ausweis haben.

Die Umsatzerlöse sind im aktuellen Geschäftsjahr leicht um 471 Tsd. Euro (1,2%) auf 36.191 Tsd. Euro gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (441 Tsd. Euro) sind gegenüber dem Vorjahr (2.594 Tsd. Euro) um 83,0 % gesunken, was im Wesentlichen durch die Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG zurückzuführen ist.

Der Materialaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 11.671 Tsd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist er um 4,8 % gesunken. Der Rückgang der Materialaufwendungen ergibt sich insbesondere aus dem Rückgang der bezogenen Leistungen bei der Personalgestellung.

Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr auf 9.412 Tsd. Euro (Vorjahr 9.337 Tsd. Euro) aufgrund des Anstiegs der Mitarbeiterzahl.

In Summe sind Materialaufwand und Personalaufwand im Berichtsjahr aufgrund der genannten Effekte gesunken und sind wie im Vorjahr prognostiziert leicht unter dem Vorjahresniveau geblieben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen dagegen waren wie im Vorjahr prognostiziert mit 15.407 Tsd. Euro um 12,3 % niedriger als im vorherigen Geschäftsjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf gesunkenen Aufwendungen für Geschäftsbesorgung konzerninterner Dienstleistungen und IT zurückzuführen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die SBI steht weiterhin, gemeinsam mit ihren Auftraggebern und der Soluvia IT Services GmbH, vor der doppelt herausfordernden Aufgabe, weitere Effizienzsteigerungen zu realisieren und gleichzeitig die in der Regel aus der Regulierung heraus resultierenden Prozessveränderungen und die marktgetriebenen Serviceanforderungen der Vertriebe umzusetzen.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten und die künftige Entwicklung des Unternehmens im kommenden Geschäftsjahr werden weiterhin geprägt von Prozessoptimierungsmaßnahmen und gesetzlichen regulatorischen Anforderungen, die in Zusammenarbeit mit den Auftraggebern und orientiert an den Markt- und Kundenbedürfnissen verfolgt werden. So liegt der Fokus einerseits auf der Verbesserung der Qualität und der Erhöhung der Prozesseffizienz. Andererseits rechnet die Gesellschaft vor dem Hintergrund der Anforderungen aus dem Messstellenbetriebsgesetz mit weiteren Aufgaben, die in operativen Prozessen umgesetzt werden müssen. Externe Vertriebsaktivitäten werden aktuell nicht verfolgt.

Im Geschäftsjahr 2017/2018 erwartet die Gesellschaft eine Erhöhung des Personalaufwandes (ca. 950 TEUR) verursacht durch Tarifsteigerungen, Neueinstellungen bedingt durch gesetzliche Anforderungen sowie durch die Annahme, dass alle Planstellen besetzt werden.

Weiterhin wird mit einer Erhöhung des IT-Projektaufwandes gerechnet (ca. 1 Mio EUR), um Optimierungsmaßnahmen umzusetzen sowie regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Aus dem Cost-Center-Prinzip und der Weiterbelastung der Kosten an die Mandanten der SBI erwartet die Gesellschaft im nächsten Geschäftsjahr ein stabiles Geschäftsergebnis vor Ergebnisabführung auf Vorjahresniveau. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist als geordnet zu betrachten. In der strategischen Ausrichtung als Cost Center wird im kommenden Jahr ein Ergebnis nach Steuern im niedrigen fünfstelligen Bereich angestrebt.

2. Chancen- und Risikobericht

Die SBI ist in das Risikofrüherkennungssystem der MVV Energie AG eingebunden. Für die Gesellschaft ist es sehr bedeutend, potenzielle Risiken regelmäßig und frühzeitig zu erkennen, zu minimieren und zu vermeiden. Ebenso ist es für die Gesellschaft von großer Wichtigkeit die unternehmerischen Chancen zu erkennen und diese positiv für die Unternehmensentwicklung zu nutzen. Für diese Zwecke setzt das Unternehmen ein Risikomanagementsystem ein. Dieses definiert einheitliche Standards für die Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken. Alle Risiken werden fortlaufend inventarisiert und die weitere Entwicklung überwacht. Zum Berichtszeitpunkt erkennbare Risiken sind in der aktuellen Wirtschaftsplanung berücksichtigt.

Folgende Chancen und Risiken sind für den Geschäftsverlauf und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens von besonderer Bedeutung. Die Risiken sind dabei in abnehmender Bedeutung unter Berücksichtigung der Gegensteuerungsmaßnahmen aufgeführt:

• Mengen- und Preisrisiko: Im Falle, dass die zur Preiskalkulation verwendeten Mengen deutlich unter den eintretenden Mengen liegen, entsteht durch die kurzfristig hohen Fixkosten eine Unterdeckung, im umgekehrten Fall eine entsprechende Chance. Aufgrund des Cost-Center-Prinzips würden sowohl Mehr- als auch Minderkosten an die Mandanten weiter gegeben. Das Nettorisiko liegt deutlich unter einer Million Euro und hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht erhöht.

• Kostenrisiko: Sollten Optimierungsmaßnahmen nicht wie erwartet greifen, besteht das Risiko, dass die Kostenreduktion, die bereits in der Wirtschaftsplanung berücksichtigt ist, nicht realisiert werden kann. Ebenso können Mehrkosten aus gesetzlichen Anforderungen oder kurzfristig ungeplanten Aktivitäten entstehen. Aufgrund des Cost-Center-Prinzips würden verbleibende Mehrkosten an die Mandanten der SBI weiter gegeben. Das Nettorisiko liegt deutlich unter einer Million Euro und bewegt sich etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

• Gesetzliche Risiken werden von der Gesellschaft derzeit als gering eingeschätzt.

• Operative Chancen liegen insbesondere in der erhöhten Standardisierung (z.B. Einsatz von SAP Common Layer) und in der kontinuierlichen Optimierung der Prozesse im Rahmen des Prozessmanagements.

Bestandsgefährdende Risiken, über die im Berichtsjahr zu berichten gewesen wäre, liegen nicht vor. Aufgrund des Cost Center Gedankens und der Einbindung der Soluvia Gesellschaften in die MVV Gruppe bestehen keine direkten bestandsgefährdenden Risiken.

Zu den oben genannten Chancen- und Risiken kommen aus heutiger Sicht keine weiteren Risiken hinzu.

 

Offenbach am Main, den 3. November 2017

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