Jacob-Formschaumtechnik GmbH

Gewerbestraße 11, 90556 Cadolzburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 6068
Eingetragen
13.12.1995
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Forschung und Entwicklung sowie die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffteilen jeglicher Art, insbesondere von Teilen aus geschäumten Kunststoffen sowie der Handel mit anderen einschlägigen Artikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Baumann
seit 11.4.2023
Prokura
Stefan Köhler
seit 11.4.2023
Prokura
Claudia Vogel
seit 3.8.2020
Prokura
Jürgen Schwing
seit 28.4.2015
Prokura
Bernd Oster
seit 28.4.2015
Prokura
Oliver Schedel
seit 10.11.2011
Geschäftsführer
Markus Schedel
seit 5.11.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
60.00%
40.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Schedel Innovations- und Beteiligungs-GmbH
Germany
1.176.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jacob-Formschaumtechnik GmbH

Cadolzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

HRB 6068 Amtsgericht Fürth

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Zum Geschäftsverlauf

Entwicklung im Jahr 2023

Nach Angaben des statistischen Bundesamtes sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3%. Einen besonders deutlichen Rückgang verzeichnete das produzierende Gewerbe (-2%) einschließlich des verarbeitenden Gewerbes (-0,4%). Lediglich der Dienstleistungssektor stütze die Wirtschaft durch moderates Wachstum, während sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben gesunken sind.

Die Geschäftsleitung der Jacob Formschaumtechnik GmbH blickt dennoch auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Das Unternehmen konnte weit über die Planungen hinaus wachsen und sowohl die Umsatz- als auch die Ertragsziele übertreffen.

Umsatz-, Produkt- und Sortimentsentwicklung

Die Produkte der Jacob-Formschaumtechnik GmbH gehen zu ca. 50% in die Automobilindustrie ein. Hierbei handelt es sich überwiegend um Ladungsträger und Logistiksysteme, die über Zulieferfirmen in den Fertigungsprozess der Automobilisten eingebracht werden. Die Globalisierung der industriellen Produktion sichert eine anhaltende Nachfrage nach Transport-komponenten, die Bruchsicherheit, geringes Volumen und Gewicht sowie intelligente Form-gebung bei den vorhandenen Recyclingeigenschaften ermöglichen.

Daneben konzentriert sich das Unternehmen auch auf andere Geschäftsfelder. Im Geschäftsbereich "Gehäuse" für diverse Industrien, z.B. für die Heizung-, Klima- und Lüftungs-Branche sowie die Pharma- und Medizintechnikindustrie, gibt es weiterhin Wachstumspotenzial. Hier geht die Nachfrage zunehmend in Richtung konfektionierter Ware und kompletter Systemlösungen aus EPP und EPE. Des Weiteren werden Spezialteile, Blöcke und Platten aus EPP für verschiedene Industriezweige gefertigt.

Der Exportanteil liegt bei 19%, es wird vorrangig in die EU-Mitgliedsstaaten geliefert.

Investitionstätigkeit

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Investitionsprogramm von ca. 2 Mio EUR umgesetzt. Im Wesentlichen wurde der Maschinenpark um zwei zusätzliche Schäumautomaten mit diversem Zubehör ergänzt (1,4 Mio EUR). Des Weiteren wurden die IT-Anlagen im Wert von 167 TEUR ausgebaut und den aktuellen Anforderungen angepasst. Die übrigen Investitionen verteilen sich auf die Bereiche Werkstattausstattung, BGA und Software.

Zur wirtschaftlichen Lage

Vermögenslage

Das immaterielle Anlagevermögen hat einen Buchwert von 28 TEUR, die Sachanlagen von 5.462 TEUR. Alle Wirtschaftsgüter wurden planmäßig abgeschrieben, außerplanmäßige Abschreibungstatbestände haben sich nicht ergeben.

Der Wert des Vorratsvermögens liegt bei 2.303 TEUR (Vorjahr 2.191 TEUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich im Jahresdurchschnitt auf 3.608 TEUR (Vorjahr 2.679 TEUR). Diese Entwicklung entspricht dem Geschäftsverlauf. Es wurden Einzelwertberichtigungen in der angezeigten Höhe von 10 TEUR gebildet sowie eine Pauschalwertberichtigung in nachweisbarer Höhe (41 TEUR) eingestellt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 656 TEUR.

Bei einer Bilanzsumme von 14.188 TEUR ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 51%.

Für alle ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken, die sich aus dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 ergeben haben und die bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbar waren, wurden sonstige Rückstellungen in einer Gesamthöhe von 849 TEUR gebildet. Dabei entfielen auf Personalaufwendungen 492 TEUR. Für eine eventuelle Inanspruchnahme aus Gewährleistungsvereinbarungen und Kulanz wurde eine Rückstellung von 132 TEUR gebildet. Die übrigen Rückstellungen für im Folgejahr abgerechnete Leistungen, die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen und die Kosten der Jahresabschlussprüfung betragen insgesamt 225 TEUR. Für Steuern wurde ein Betrag von 1.442 TEUR zurückgestellt.

Finanzlage

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 2.596 TEUR (Vorjahr 2.043 TEUR). Zur Finanzierung der Anschaffungen beim Anlagevermögen wurde ein Darlehen für innovative Vorhaben der LfA Bayern in Höhe von 1.200 TEUR aufgenommen. Alle Darlehensverbindlichkeiten wurden entsprechend der Tilgungspläne bedient.

Für Betriebsmittelkredite steht ein Kontokorrentrahmen zur Verfügung, der jedoch im Geschäftsjahr 2023 nicht in Anspruch genommen werden musste. Die Liquiditätsausstattung des Unternehmens ist gesichert und stabil. Mit den zur Verfügung stehenden Bankguthaben wurden alle laufenden Zahlungsverpflichtungen termingerecht bedient, Überschüsse wurden zeitweise als Termin- und Festgelder angelegt. Mögliche Lieferantenskonti wurden genutzt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 1.811 TEUR zum Bilanzstichtag. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen insgesamt 256 TEUR.

Ertragslage

Die Ertragslage hat sich im Geschäftsjahr 2023 durch Steigerung der Produktivität, entsprechende Kostenanpassungen sowie Energieeffizienzmaßnahmen über den Plan hinaus verbessert. Bei weitestgehend stabilen Verkaufspreisen wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 2.430 TEUR erwirtschaftet. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von 696 TEUR betrug der Cashflow 3.126 TEUR.

Unter den Bedingungen eines noch immer gesättigten Arbeitsmarktes im Großraum Nürnberg bleibt das Beschaffen und Halten geeigneten Fachpersonals die größte Herausforderung. Ein gut ausgebildeter, erfahrener und motivierter Mitarbeiterstamm stellt für unser Unternehmen wichtiges Kapital dar. Diesen gilt es mit attraktiven Arbeits- und Entlohnungsbedingungen zu halten und zu entwickeln. Daher ist es unumgänglich, mit dem allgemeinen Lohn- und Gehaltsniveau Schritt zu halten, leistungsgerecht zu entlohnen und in Führungskompetenz zu investieren. Im Jahresdurchschnitt waren 116 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Durch effizientere Fertigungsverfahren, Prozessoptimierungen und kontinuierliche Weiterbildung konnte die Personalkostenquote dennoch gesenkt werden (21%).

Die Einkaufspreise für Material zeigten im Jahresverlauf ohne größere Schwankungen lediglich eine leichte Tendenz nach oben, was zur Planungssicherheit beitrug.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entwickelten sich entsprechend des Geschäftsverlaufes und konnten insgesamt auf konstantem Niveau gehalten werden.

Prognosebericht

Trend und Konjunkturprognose

Nach den Prognosen des ifo Institutes wird die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2024 stagnieren. Für die kommenden beiden Jahre wird eine nur langsame Erholung mit einem Wachstum von 0,9% für 2025 und 1,5% für 2026 erwartet. Diese Entwicklung ist in erster Linie dem Strukturwandel durch Energiewende, Digitalisierung und demographischen Wandel geschuldet. Des Weiteren bleibt die Nachfrage in allen Wirtschaftsbereichen auf niedrigem Niveau. Auch die nicht unerheblichen Reallohnsteigerungen führten nicht zu einer Erhöhung der privaten Nachfrage.

Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Konjunkturentwicklung wurde das Geschäftsjahr 2024 mit einem Wachstum von 5% etwas verhaltener geplant. In den ersten beiden Quartalen konnten die Erwartungen durch vollständige Auslastung der Kapazitäten und hohes Anfragevolumen übertroffen werden. Im zweiten Halbjahr des Jahres ist bislang ein leichter Rückgang des Auftragsbestandes zu verzeichnen, was den Planungen entspricht. Es wird dennoch eine Umsatzrendite von über 5% erwartet. Dies wird auch für das kommende Geschäftsjahr 2025 so angenommen.

Chancen

Produkte aus Partikelschäumen nehmen in vielen Branchen einen hohen Stellenwert ein und bieten Lösungen für anspruchsvolle Herausforderungen an Materialeigenschaften und Gestaltungsvarianten. Der innovative Werkstoff EPP wird nicht an Bedeutung verlieren. Auch in Zeiten einer hitzig geführten Klimadebatte gibt es sachliche Argumente, die den Einsatz von Produkten aus EPP alternativlos machen. Die Möglichkeit zur dissipativen Ausstattung der Teile sowie hohe Transportsicherheit sind die besonderen Stärken der Jacob-Produkte. Auch den Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit werden diese gerecht. Unsere Kunden schätzen uns als kompetenten Partner mit hoher Innovationskraft und technischem Know-how. Die Lieferung technischer Formteile in die Automobilindustrie wird weiter ein wichtiges Standbein des Unternehmens bleiben. Um eine zu große Abhängigkeit von der Automobilbranche zu vermeiden, wird der Fokus von je her auch auf andere Geschäftsfelder gerichtet. Insbesondere bei den Gehäusen und spezifischen technischen Formteilen für verschiedene Industriezweige (z.B. Heizung, Lüftung, Klima und der Möbelindustrie) ist auf Grund steigender Nachfrage Wachstumspotenzial vorhanden. Das Ziel, mindestens 50% des Umsatzvolumens in Bereichen außerhalb des Automobilbaus zu generieren, wurde 2023 weiter fokussiert. Durch ein breites Dienstleistungsangebot (Entwicklung von Komplett-verpackungen, Kombination von Werkstoffen usw.) kann eine höhere Wertschöpfung und damit dauerhafte Kundenbindung erreicht werden.

Risiken

In Anbetracht der zu erwartenden Erträge sowie der Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung des Unternehmens sind keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft bekannt und erkennbar.

Die Beschaffungsmärkte werden auch weiterhin volatil auf Lieferengpässe, Naturkatastrophen und geopolitische Ereignisse reagieren. Auch die Auswirkungen der Energiewende und die Kostenentwicklung im Energiesektor sind derzeit nur schwer abschätzbar. Der zunehmende Fachkräftemangel sowie die Verknappung von Ladekapazitäten stellen zusätzliche Herausforderungen dar.

Die Jacob Formschaumtechnik agiert in einem gesättigten Markt, der von starkem Wettbewerb geprägt ist. Insbesondere im Bereich Automobil sind die Verkaufspreise weiterhin unter enormem Druck. Der Ausbau der Elektromobilität birgt zum Teil existenzielle Gefahren für Hersteller von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und deren Zulieferer.

Risikomanagement

Alle Risiken werden regelmäßig bewertet und verschiedene Szenarien erarbeitet.

Steigende Beschaffungspreise müssen auch zukünftig an die Kunden weitergegeben werden. Darüber hinaus werden Kosteneinsparungen durch Prozessoptimierung in allen Bereichen konsequent umgesetzt. Im Hinblick auf die momentan ausgelasteten Fertigungskapazitäten liegt der Fokus auf einer sinnvollen Gestaltung der Kundensegmente. Ziel ist es, neues und langfristiges Seriengeschäft außerhalb des Automotivbereiches zu generieren. Im Mittelpunkt künftiger Investitionsvorhaben stehen weiterhin die Realisierung eines umfangreichen Energiesparkonzeptes, die Anschaffung neuer Maschinen und die weitere Reduzierung der Rüst- und Standzeiten.

In den vergangenen Monaten ist es gelungen, die Marktvolatilität sowohl auf Beschaffungs- und Nachfrageseite als auch hinsichtlich der geopolitischen Rahmenbedingungen abzufedern. Die Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität sowie intensive Personalarbeit haben Wirkung gezeigt. Die Ergebnissituation hat sich in allen Bereichen weiter verbessert. Vor dem Hintergrund der derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist eine genaue Marktbeobachtung weiterhin unerlässlich. Dem Risiko steigender Energiepreise wird durch die Umsetzung des bereits erwähnten Energiesparkonzeptes entgegengewirkt. Entstehende Überkapazitäten bei der Beschäftigung können durch Abmeldung von Leiharbeitspersonal vermieden werden.

Des Weiteren stehen die Personalentwicklung und Minderung des Fluktuationsrisikos im Fokus. Das auf einen festen Mitarbeiterstamm bezogene Personalentwicklungskonzept, welches die betriebliche Aus- und Weiterbildung sowie Karriere- und Nachfolgeplanung ebenso fokussiert wie die Schaffung interessanter und verantwortungsvoller Aufgabenbereiche, wird weiter konsequent umgesetzt. Verstärkt wird in Schichtleiter, Rüster und Einrichter investiert. Im Bereich Management wird den Controllingaufgaben besondere Bedeutung beigemessen. Ziel ist es, eine hohe Transparenz der unternehmerischen Abläufe zu schaffen und für alle Bereiche automatisierte und standardisierte Kennzahlen zu entwickeln. Ein wirksames Forderungsmanagement und eine Warenkreditversicherung schaffen zusätzlich Sicherheit beim wirtschaftlichen Handeln des Unternehmens.

Die Eigenkapitalausstattung der Jacob Formschaumtechnik GmbH ist gut, die Liquidität gesichert. Die Hausbanken begleiten die Entwicklung des Unternehmens und stellen die entsprechenden Mittel zur Verfügung. Die Gesellschafter stehen uneingeschränkt hinter dem Unternehmen und geben der Geschäftsleitung den notwendigen Rückhalt.

 

Cadolzburg, 30.10.2024

Oliver Schedel

BILANZ

AKTIVA

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.120,00 5.698,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 16.591,00 23.075,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.815.163,86 3.584.025,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 587.126,00 426.751,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42.712,67 83.909,60
5.461.593,53 4.117.762,12
5.489.713,53 4.123.460,12
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe 959.744,94 705.753,80
2. Unfertige Erzeugnisse 96.293,24 265.836,80
3. Fertige Erzeugnisse 1.246.795,15 1.219.206,44
2.302.833,33 2.190.797,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.762.421,53 1.951.790,46
2. Sonstige Vermögensgegenstände 656.393,94 435.949,49
4.418.815,47 2.387.739,95
III. Kassenbestand 1.961.681,62 1.599.484,93
8.683.330,42 6.178.021,92
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 15.017,39 14.184.48
14.188.061,34 10.315.666,52

PASSIVA

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.176.000,00 1.176.000,00
II. Kapitalrücklage 357.904,32 357.904,32
III. Gewinnrücklage 1.978,95 1.978,95
IV. Gewinnvortrag 3.250.829,30 1.361.071,25
V. Jahresüberschuss 2.430.413,27 1.889.758,05
7.217.125,84 4.786.712,57
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 1.442.436,52 838.095,57
2. Sonstige Rückstellungen 849.269,65 728.373,91
2.291.706,17 1.566.469,48
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.595.760,00 2.043.083,50
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 392.477,40
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.820.990,38 1.240.739,80
4. Sonstige Verbindlichkeiten 256.178,95 286.183,77
4.672.929,33 3.962.484,47
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 6.300,00 0,00
14.188.061,34 10.315.666,52
Avalkredit € 345.000,00

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2023 im Vorjahr
EUR EUR EUR
1. ROHERGEBNIS 14.897.003,82 12.795.808,20
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.666.091,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.011.991,61 -6.678.083,50 -5.981.520,18
3. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände -696.135,83 -537.757,99
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.979.308,79 -3.485.076,27
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.027,24 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -40.047,20 -61.184,83
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.083.251,98 -837.033,29
ERGEBNIS NACH STEUERN 2.441.203,76 1.893.235,64
8. Sonstige Steuern -10.790,49 -3.477,59
JAHRESÜBERSCHUSS 2.430.413,27 1.889.758,05

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss der Jacob-Formschaumtechnik GmbH für das Wirtschaftsjahr 2023 wurde nach den allgemeinen Regelungen der §§ 242 ff. HGB sowie den ergänzenden, für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

II. ANGABEN ZUR BILANZ

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibung abnutzbarer Vermögensgegenstände geschieht entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Beachtung steuerlich zulässiger Sätze. Soweit nicht die Poolabschreibung einschlägig ist, werden geringwertige Wirtschaftsgüter in voller Höhe abgeschrieben.

Zur Entwicklung des Anlagevermögens:

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes 86.824,69 0,00 0,00 86.824,69
B. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 241.025,55 31.713,60 0,00 272.739,15
241.025,55 31.713,60 0,00 272.739,15
II Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 60.405,88 0,00 0,00 60.405,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.388.096,93 1.735.621,55 0,00 10.123.718,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.970.164,02 338.544,02 4.272,66 2.304.435,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 83.909,60 42.712,67 83.909,60 42.712,67
9.598.389,23 2.116.878,24 88.182,26 12.531.272,41
9.926.239,47 2.148.591,84 88.182,26 12.890.836,25
Abschreibung
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes 86.824,69 0,00 0,00 86.824,69
B. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 235.327,55 9.291,60 0,00 244.619,15
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 229.319,55 9.291,60 0,00 244.619,15
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 37.330,88 6.484,00 0,00 43.814,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.804.071,07 504.483,55 0,00 5.308.554,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.543.412,36 175.876,68 1.979,66 1.717.309,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.853.064,32 686.844,23 1.979,66 7.069.678,88
6.169.208,56 696.135,83 1.979,66 7.401.122,72
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2023
EUR EUR
A. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes 0,00 0,00
B. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 5.698,00 28.120,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 23.075,00 16.591,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.584.025,86 4.815.163,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 426.751,66 587.126,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 83.909,60 42.712,67
4.117.762,12 5.461.593,53
4.123.460,12 5.489.713,53

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Dem Niederstwertprinzip sowie dem Prinzip verlustfreier Bewertung wurde durch notwendige Abwertungen Rechnung getragen.

Forderungen kamen mit dem Nennwert zum Ansatz. Erkennbare Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden durch Einstellung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Allen im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten wurde durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Bei Laufzeiten von mehr als einem Jahr wurde § 253 Abs. 1 S. 2 berücksichtigt. Zwischen dem handelsrechtlichen Wertansatz der Rückstellung für Gewährleistungen/Kulanz und dem steuerlichen Wertansatz besteht eine Differenz, die künftig zu einer Steuerentlastung führen wird. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB zur Aktivierung von latenten Steuern wurde nicht in Anspruch genommen.

Rückstellungen wurden nach Maßgabe der wahrscheinlichen Inanspruchnahme mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

T EUR
Personal 492
Gewährleistung 132
Abschlussprüfungskosten 25
Archivierung 23
Sonstige 177
Summe 849

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, zu den Restlaufzeiten:

31. Dezember 2023 Restlaufzeit Jahre
bis 1 1 bis 5 über 5
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 2.596 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.821 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 247 9 0
2.068 2.605 0

b) Angaben zur Besicherung der Verbindlichkeiten (Beträge in TEUR):

Der Gesamtbetrag der durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesicherten Verbindlichkeiten beträgt TEUR 2.605. Die Besicherung erfolgt durch Sicherungsübereignung, Abtretung von Außenständen, Bürgschaft, Rangrücktritt- und Darlehensbelassungsverpflichtungserklärung bezüglich weiterer überlassener Darlehen.

III. ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

IV. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Aus Leasingverträgen bestehen folgende Verpflichtungen:

Restlaufzeit bis 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Kraftfahrzeuge 10 196 0
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 194 0
10 390 0

V. ZUM LAGEBERICHT

Der Lagebericht vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild.

VI. SONSTIGE ANGABEN

1) Beschäftigte Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des abgelaufenen Wirtschaftsjahres jeweils beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023
Gehaltsempfänger 40
Lohnempfänger 72
Auszubildende 4
116

2) Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung zum 31. Dezember 2023:

Markus Schedel, Dipl.-Betriebswirt (FH)/Ellefeld ,

Oliver Schedel, Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH)/Nürnberg,

Beide Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und vom Selbstkontrahierungsverbot befreit. Sie üben die Geschäftsführungsfunktion bei der Jacob Formschaumtechnik GmbH neben weiteren Organstellungen in der Schedel-Gruppe aus.

Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung Hinweis auf § 286 (4) HGB.

3) Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

VII. NACHTRAGSBERICHTERSTATTUNG

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und im Jahresabschluss nicht berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Cadolzburg,

Markus Schedel

Oliver Schedel

Der Jahresabschluss wurde am 22.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen und nicht auf den hier offengelegten gekürzten Jahresabschluss. (Hinweis nach § 328 Absatz 1a Satz 2 HGB)

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

An die Jacob Formschaumtechnik GmbH, Cadolzburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jacob Formschaumtechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jacob Formschaumtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fürth, den 31. Oktober 2024

DÜNKEL & KOLLEGEN GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Dr. Karl-Heinz Schrenker, Wirtschaftsprüfer

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